"Nach dem tollen Probehäppchen nun die Wiederkehr zum größeren Menü, dass nochmals allumfassend begeistern konnte. Meine aktuelle Topempfehlung in dieser Kategorie in Lübeck."
Geschrieben am 26.10.2023 2023-10-26 | Aktualisiert am 26.10.2023
Restaurant Lübecker Hanse
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Restaurant
045148904474
Kolk 7, 23552 Lübeck
"Wir können es nicht lassen-für uns die Nummer 1 auf Fehmarn"
Geschrieben am 26.10.2023 2023-10-26 | Aktualisiert am 26.10.2023
Landgasthof Restaurant Petersen
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Restaurant, Landgasthof
043713262
Hauptstraße 43, 23769 Fehmarn
"Mehr als eine Weinstube - das Weinreich"
Geschrieben am 26.10.2023 2023-10-26 | Aktualisiert am 26.10.2023
Weinstube WEINreich
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Restaurant, Weinstube
063539598640
Hauptstraße 25, 67251 Freinsheim
"Burger für die Bürger"
Geschrieben am 25.10.2023 2023-10-25 | Aktualisiert am 29.10.2023
Gasthaus Zum Schleffer
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Kneipe, Gaststätte, Sky Sportsbar
067815622953
Jenaer Straße 24, 55743 Idar-Oberstein
"Asiatisches Restaurant"
Geschrieben am 25.10.2023 2023-10-25
Ichiban | Taiwan Restaurant
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Restaurant
069252267
Düsseldorfer Straße 11, 60329 Frankfurt am Main
"afrikanische Küche"
Geschrieben am 25.10.2023 2023-10-25
AdabinaRestaurant | Äthiopische Spezialitäten
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Restaurant
06921990824
Allerheiligenstraße 3, 60313 Frankfurt am Main
"deutsch-österreichische Küche"
Geschrieben am 25.10.2023 2023-10-25
Restaurant Buchholz
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Restaurant
06948981670
Sandweg 38, 60316 Frankfurt am Main
"Ende einer Ära: Kult-Restaurant „Rauchfang“ auf Sylt wird abgerissen"
Geschrieben am 24.10.2023 2023-10-24
Rauchfang
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Restaurant, Bar
0465142672
Strönwai 5, 25999 Kampen
"Der Kuchen lecker, aber die Bedienung gestresst-der Ansturm war wohl zu groß"
Geschrieben am 24.10.2023 2023-10-24
Hofcafé Bisdorf
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Cafe, Biergarten
04371864133
Bisdorf 15, 23769 Fehmarn
"Umbauarbeiten"
Geschrieben am 24.10.2023 2023-10-24
Knurrhahn | Fischschnellrestaurant
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Bistro, Imbiss, Biergarten
049222050
Franz-Habich-Straße 16, 26757 Borkum
"Im Gasthaus Tillmann geht das Licht wieder an"
Geschrieben am 23.10.2023 2023-10-23
Gasthaus Tillmann
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Restaurant, Gasthaus
49276140332
Kölner Str. 15, 57462 Olpe
"Das Lokal war Proppenvoll"
Geschrieben am 22.10.2023 2023-10-22 | Aktualisiert am 22.10.2023
Brauhaus Gaffel im Marienbild
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Restaurant, Biergarten, Brauhaus
02219458630
Aachener Str. 561, 50933 Köln
"Restauriertes Schmuckstück mit empfehlenswerter Küche"
Geschrieben am 22.10.2023 2023-10-22 | Aktualisiert am 17.01.2024
Restaurant Historischer Bahnhof
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Restaurant, Cafe, Biergarten
065019696292
Bahnhofstraße 35, 54329 Konz
"Immer noch ein sehr empfehlenswertes Hotel-Restaurant!"
Geschrieben am 22.10.2023 2023-10-22 | Aktualisiert am 22.10.2023
Restaurant Primo im Lindner Congress Hotel
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Restaurant
0355366700
Berliner Platz, 03046 Cottbus
"Ausgezeichneter Asia Wok Stand in Riegers Restaurant"
Geschrieben am 22.10.2023 2023-10-22
Restaurant im Möbelhaus Rieger
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Restaurant, Schnellrestaurant, Cafe
0711220450
Dornierstraße 1, 73730 Esslingen am Neckar
"Man kann Nolux nur zustimmen: es lohnt sich, hier einzukehren........."
Geschrieben am 22.10.2023 2023-10-22 | Aktualisiert am 22.10.2023
Weinstube im Weingut Kruger-Rumpf
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Weinstube
0672143859
Rheinstr. 47, 55424 Münster-Sarmsheim
"Gemütliche Location"
Geschrieben am 22.10.2023 2023-10-22
Gasthaus Einkorn
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Restaurant, Hotel, Biergarten, Gasthof
07919468528
Einkorn 1, 74523 Schwäbisch Hall
"Positiv überrascht"
Geschrieben am 21.10.2023 2023-10-21
XIAO
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Restaurant
020189060460
Bottroper Str. 18, 45141 Essen
"Richtig gutes Essen und sehr aufmerksames Personal"
Geschrieben am 20.10.2023 2023-10-20
Ciao Bella Köln Arcaden
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Lieferdienst, Pizzeria
4922169060613
Kalker Hauptstraße 55, 51103 Köln
"Schnellrestaurant mit Selbstbedienung im famila Markt Brake"
Geschrieben am 19.10.2023 2023-10-19
SB Restaurant Heinemann
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Restaurant, Schnellrestaurant
04401858091
Weserstraße 80, 26919 Brake
"Zum 90. Geburtstag haben wir hier viele Fehmarnsche Traditionen lernen dürfen"
Geschrieben am 19.10.2023 2023-10-19
Gasthof Meetz Bannesdorf
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Restaurant, Hotel
043718899880
Kirchenstieg 12, 23769 Fehmarn
"Altstadtunikat wieder zum Leben erweckt"
Geschrieben am 18.10.2023 2023-10-18
Uhu-Bar | Die Kultbar in Stuttgart
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Bar, Eventlocation
0711246142
Leonhardstraße 4, 70182 Stuttgart
"Noch nie in meinem Leben habe ich, gebürtiger Pfälzer, einen solch saumässigen sprich beschissenen Pfälzer Riesling im Glas gehabt ......"
Geschrieben am 18.10.2023 2023-10-18 | Aktualisiert am 20.10.2023
Gräfinthaler Hof
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Restaurant
0680491100
Gräfinthal 6, 66399 Mandelbachtal
"peruanische Kulinarik in der Quadratestadt"
Geschrieben am 18.10.2023 2023-10-18
Restaurant Mima Peru
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Restaurant
062143728200
Dalbergstraße 35, 68159 Mannheim
"original Frankfurter Flair"
Geschrieben am 18.10.2023 2023-10-18
Zum Standesämtchen
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Restaurant
069282999
Römerberg 16, 60311 Frankfurt am Main
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen 


immer wieder ein toller Anblick
Wie wahr
Unsere Getränkeauswahl
Fehmarnsche Hochzeitssuppe – eine klare Rinderkraftbrühe mit Fleischklößchen, Möhren, Reis und gehackter Petersilie
Eigenkreation-Petersens Bouillabaisse
reichlich Fischeinlage
Dorsch in Senfsoße
frische Fehmarnkartoffeln
selbst angerichteter süß saurer Gurkensalat
Fehmarnscher Sauerbraten mit Gemüse der Saison, Kartoffeln und süß-saurer Soße
wie immer sehr lecker
Fehmarnscher Sauerbraten
was für ein Fang
Kutterscholle Finkenwerder Art
Petersens Version von Bratkartoffeln
Kutterscholle Finkenwerder Art
der Gasthof in früheren Zeiten



WEINreich-Brötchen-Kiste
Meer trifft Feld
Rehkeule
... auf Rotwein-Zwiebel-Risotto
Grüße vom „bösen“ Wolf


Eingang
Beilagensalat
Falafel Burger mit Spicy Dip
Hamburger Classic
Gourmetburger
Hamburger Classic

Hofcafe´Bisdorf
da hinten ist es versteckt
überdachte Terrasse
Gastraum
Sitzplatz auf der überdachten Terrasse
Speisekarte
die Kuchenbar

wenn man was erkennen würde....
Blaubeertorte
Himbeere Baiser Torte
Himbeere Baiser Torte
Cappuccino



























Ein tolle Sitzecke
Der Asia Wok Stand
Asia Wok mit Garnelen
Kuchenbüffet
Pfirsich Melba links
















Gasthaus Meetz
Gaststube
Gasthof Meetz
Fehmarnsche Hochzeitssuppe
Hirschkalbsbraten mit Fehmarner Kartofffeln, Kartoffelbällchen, Rotkraut und gebratenen Champignons
Biergarten

Im Juli dieses Jahres erfreute mich das Restaurant „Lübecker Hanse“ nach der Wiedereröffnung unter neuem Besitzer sehr bei einer Vorspeisen-Kostprobe im noch leeren Restaurant am späten Nachmittag. Trotz dieser für solch ein Abendrestaurant natürlich sehr ungewöhnlichen Spontaneinkehr als Einzelgast, ließ schon das Servicepersonal überhaupt nichts an seiner Professionalität missen. Ich wurde nicht nur aufmerksam und freundlich begrüßt und bedient, sondern selbst trotz meiner Vorspeisen-Bestellung ließ man z.B. den Gruß aus der Küche keineswegs aus.
Das Auftreten des Personals passte sich somit auch perfekt an das tolle Ambiente in diesem 400 Jahre alten Haus an. Dieses begeisterte mich schon beim Kurzbesuch mit balancierter Verbindung von Historie mit der Wertigkeit eines feineren Restaurants der aktuellen Zeit. Nichts war hier verstaubt oder muffig. Stattdessen lieferten das Holzgebälk oder auch die antiken, aber aufgewerteten Möbel schon beim Anschauen Kurzweiligkeit.
Zu guter Letzt reihte sich auch das kulinarische Angebot nicht nur in diese erwähnte Verbindung von Zeitgenössischem und Edlem ein, sondern setzte dem tollen Ersteindruck auch absolut die Krone auf. Nach einem aromatisch klaren und doch überraschenden Gruß in Form eines Gazpacho-Shot aus Paprika, Tomate und Chili bewies mir dir Küchencrew bei der "Pannacotta von der Räuchermakrele" mit Orangenpüree, Wasabischaum, Chicorée und Grapefruit wie sehr sie ihr Handwerk versteht und ebenso einen Sinn für vollumfänglichen und doch erinnerungswürdigen Geschmack hat.
So viel also noch einmal zu dem ersten Besuch, der mir mehr als genug Motivation und Vorfreude darauf gab, die Speisekarte und das Servicepersonal noch einmal etwas ausführlicher zu genießen und natürlich auch auf die Probe zu stellen. An einem früheren Donnerstag-Abend war es dann also soweit und wieder kreuzte ich vor dem schönen alten Gebäude, dieses Mal aber mit Reservierung, auf.
Über die im Eingangstext erwähnte tolle Einrichtung und das Interieur muss ich, auch mit Verweis auf meinen ersten Bericht, dieses Mal keine weiteren vielen Worte verlieren. Wie im Juli konnte erneut ein kleiner Tisch im Raum mit der Bar, der sich gleich an den Eingang anschließt, Platz für mich gefunden werden Deshalb möchte ich hier noch einmal ein paar bildliche Eindrücke von den anderen Sitzbereichen anfügen, die sich in den unteren Geschossen befinden und zu denen es jeweils ein paar Treppenstufen zu überwinden bedarf.
So machen diese alten Gemäuern eben vielmehr den Eindruck einer hochwertigen Atmosphäre anstatt einer in der Vergangenheit stecken gebliebenen, vergilbten Gaststätte oder Kneipe.
Wieder war der Tisch mit einer sauberen, weißen Tischdecke und allem, was man für Speis und Trank zu einem feinen Abend benötigt, akkurat belegt. Weingläser waren für mich nicht notwendig und wurden daher abgeräumt.
Das Serviceteam bestand an diesem Donnerstag-Abend aus einem jungen und älteren Herrn. Wie schon bei der ersten spontanen, kurzen Stippvisite agierten sie, dem historischen Ambiente entsprechend, sehr höflich und versiert. Auch an der Aufmerksamkeit gab es, selbst im späteren Verlauf bei höherem Gästeaufkommen, nichts zu kritisieren.
Die Aufmachung des Speisenangebots hat sich, Gott sei Dank muss ich nach der positiven Ersterfahrung schreiben, im Grunde nicht geändert. Weiterhin lässt sich sowohl regionale, als auch gesamtdeutsche, sowie eher französisch angehauchte Küche in einer durchaus kreativen Umsetzung entdecken. Eine große Bandbreite bieten nach wie vor die Vorspeisen, die hier als "Tapas" daherkommen und gewachsene Hauptgerichte in einer kleineren, feinen Ausführung zum Probieren präsentieren. Nicht weniger als 2 Dutzend dieser "Tapas" erfreuen dabei jeden kulinarischen Gaumen, der auch sehr gerne vieles verschiedenes ausprobiert. Hierbei liegen die Preise in einer zudem moderaten Reichweite von 7€ (Mini-Fischbrötchen) bis 18€ (Rumpsteak Tranchen).
Dem folgt in der Speisekarte dann die Auswahl aus meistens ca. 10 Hauptgerichten, mit der sich der Gast seine gesuchte Sättigung erfüllen kann und die er abschließend noch mit 3 süßen Desserts und einer Käseauswahl abschließen kann. Auch hier wäre man mit einem großen saisonalen Salat in der Basisversion schon bei 15€ dabei und überschreitet, abermals für das Rumpsteak, die 36€ Grenze nicht. Die süßen Desserts liegen allesamt bei 10€ und für die Käseauswahl werden heuer 16€ aufgerufen. Ich finde diese Preisgestaltung sehr attraktiv und fair, allein schon von dem gelieferten Qualitätseindruck meines ersten kleinen Besucher her.
Ein festes Menü wird nicht angeboten, sodass ich mir für diesen Besuch ein eigenes 4-Gang-Menü zurechtbastelte. Bei der erwähnten großen Vielfalt der "Tapas", wollte ich darauf natürlich auch meinen Fokus legen und die Sättigungskapazität gerne dafür durch den Verzicht auf ein Dessert erhöhen. Auch bei 3 Posten von der Vorspeisenvielfalt fiel die Wahl dabei gar nicht so leicht. Krönung und Abschluss zugleich sollte dann ein Hauptgericht als 4. Gang sein.
Natürlich ließ man es sich, erst recht bei diesem ausladenderen Besuch bzw. größeren Bestellung, nicht nehmen, den Gaumen mit einem kleinen Gruß auf Habacht-Stellung zu bringen.
Ein sehr ungewöhnlicher süßlicher Apero, vor allem im Vergleich zu dem eher scharfen, würzigen Gazpacho-Shots bei meinem ersten Besuch. Das Foto zeigt aber zunächst erneut, dass man in der „Schaumschlägerei) auf jeden Fall versiert ist. ;-) Das war wirklich eine fluffige und trotzdem standfeste Konsistenz, die den Schaum gut essbar, diesen Einstieg aber trotzdem so leicht wie erhofft machte. Glücklicherweise fiel dieser Gruß auch nicht so süß wie befürchtet aus, sondern glänzte mit klarem Karamellgeschmack. Trotzdem muss ich sagen, dass mir ein würziger Kontrast dazu noch gefallen hätte, den die Kresseblättchen nicht liefern konnten. Der Gaumen war zwar angeregt, aber die kleine Gazpacho konnte das damals noch besser.
Kurz danach startete auch das eigentliche Menü, bei dem ich mich gleich zu Beginn überraschen lassen wollte. Der Titel „Lüddes verrücktes Huhn | Schnüsch“ verriet weder, was das kleine Huhn denn nun so verrückt macht, noch, wie der norddeutsche Klassiker "Schnüsch" hier Einzug erhält. Letztgenanntes Gericht ist eigentlich eine klassische Resteverwertung, bei der in einer Art Eintopf verschiedenste Gemüse (z.B. Bohnen, Erbsen, Kohlrabi, Karotten, Kartoffeln etc.) in Milch eingekocht werden.
Das Huhn präsentierte sich auf dem nun vor mir stehenden Teller als aufgeschnittenes Brustfilet in einer wunderbar krossen und gleichzeitig filigran dünnen Panierung. Das war bereits an sich eine knusprige Freude, der ein schön salziger und ebenso röschen Hühnerhautchip in nichts nachstand. Das Fleisch war bereits an sich saftig, wurde darin aber durch eine Kräuterfarce-Füllung noch zusätzlich unterstützt. Geschmacklich konnten sich die Kräuter zwar weniger entfalten, aber sie sollten das Huhn ja auch sowieso nicht übertünchen. Geschmacklich nicht „verrückt“ aber dafür sehr gut gemacht.
Dies thronte nun auf dem klar erkennbaren „Schnüsch“ der auch hier ein Allerlei von Erbsen, jungen großen Bohnen, langen Bohnen und Möhren- bzw. Kohlrabischeibchen in einer cremiger, hellen Sauce. Das Gemüse war allesamt knackig und auf den Punkt gegart und die Sauce hatte die genau richtige Konsistenz. Das ergänzte das krosse Huhn optimal und machte diese „Tapas“ zu einer wahrlichen Wohlfühl-Vorspeise.
Für den zweiten Aufschlag aus dem „Tapas“-Bereich entschied ich mich für eine vegetarische Zusammenstellung die mit „Lauwarmer Spitzkohlroulade | Waldpilze | Haselnussgel | Pilzflan | Pilztee“ gleichzeitig auch saisonal in den begonnenen Herbst passte.
Die tatsächlich lauwarme Spitzkohlroulade wurde auf der linken Tellerseite mit feinen, auf den Punkt gegarten, feinen Spitzkohl-Streifen als Füllung und getoppt mit gehackten Haselnüssen und ein paar Pilzen präsentiert. Schon diese bewies abermals die handwerkliche Qualität der Küche.
Das Allerlei an Waldpilzen, unter anderem Pfifferlinge oder auch Austernpilze, die allesamt sehr frisch und noch bissfest waren, lieferte eine herrliche Vielfalt dieses so von mir geliebten, waldigen Aromas. Deren filigrane Anrichte verdeutlichte zudem erneut, welchen Anspruch die Küche dieses Restaurant pflegt
Rechts von der Roulade fand sich dann der standfeste und im Mund gleichzeitig cremig schmelzende Pilzflan, der dem Aroma der frischen Pilze ebenfalls in nichts nachstand und trotz der kühlen Temperierung wunderbar würzig daherkam
Der Pilztee als bräunliche Tupfen und unter dem Flan und Roulade unterstützte dieses Pilz-Umami nochmals und lieferte mit einer leichten Säure gleichzeitig Abwechslung für den Gaumen
Nur das Haselnussgel war das Einzige, was ich tatsächlich nicht entdecken konnte, doch die Nüsse kamen wie gesagt in gehackter Form nicht nur geschmacklich zum Tragen, sondern ergänzten das ganze Gericht nochmals um einen Crunch
Für dieses Preisniveau kann man den Herbst einfach nicht besser in vegetarischer Art und Weise auf den Teller bringen.
Im dritten Gang meines individuellen 4-Gang-Menüs sollte es mit dem „Roten Salat“ bestehend aus „Rote Bete | Roter Chicorée | Radicchio | Grapefruit | Walnuss | Ahornsirup“ fleisch- und fischlos bleiben. Erneut war ich dabei bereits freudig gespannt, wie das Küchenteam die verschiedenen Geschmacksrichtungen und Texturen kombiniert und natürlich ebenfalls auf Frische und Produktqualität der Bestandteile.
Die Wartezeit zwischen den einzelnen Speisen war dabei übrigens bis hierhin stets gut gewählt und erforderte keinerlei Eingreifen meinerseits, was die Professionalität des Service nochmal verdeutlicht.
Es präsentiert sich ein wirklich bereits schön anzusehender Monochromatismus, der alle im Titel genannten vegetabilen Bestandteile in erfrischend kühler Form und erneut stets genau richtiger Konsistenz ins Rampenlicht stellte. Der herb-bittere Basis-Geschmackston erfüllte genau meine Hoffnungen an diesen Gang, der meinen Gaumen vor dem großen Abschluss nochmal reinigen und erfrischen sollte.
Wieder ließen die Köche ihren Sinn für den runden Gesamtgeschmack dabei aber nicht vermissen, denn für säuerliche Akzente sorgten Dressing und Grapefruit ebenso wohl dosiert, wie eine passende Süße, die man hier in Tupfen einer süßlichen rote Bete Creme und im Mantel der kandierten Walnüssstücke integrierte. Gerade von genannter Creme hätte es dabei sehr gerne noch etwas mehr sein dürfen.
Unterm Strich überzeugte man also auch mit diesem vermeintlich „simplen Salat“ vollkommen und erfüllte meine geschmacklichen Hoffnungen und Erwartungen ganz genau.
Mein Menü sollte nun im 4. Gang also nicht mit etwas süßem abklingen, sondern mit dem Hauptgang seinen wahrhaften Höhepunkt finden. Nach dem Fleisch-Gericht und zwei vegetarischen Speisen sollte der hier in den Norden ja erst recht passende Fisch die Krönung dieses Menüs darstellen. Dabei entschied ich mich von den beiden in dieser Ausrichtung angebotenen Hauptgängen gegen den Steinbeißer und stattdessen für das „Zanderfilet | Beurre blanc | Dillöl | Gurke Sous vide | Selleriepürree“. Die Zusammenstellung las sich einfach zu gut und versprach in guter Balance ein einfach perfektes Harmonie-Potential. Besonders gespannt war ich dabei natürlich auf die Krossheit der Zanderhaut, dem schönen Butter-Säure-Aroma der Beurre blanc, der Akzentuierung des Dills und der Konsistenzen von Gurke und Selleriepürree.
Nochmal glänzte das Restaurant mit seiner Aufmerksamkeit, denn die Portion hat man für mich in genau richtiger Weise dem Menü angepasst, sodass ich kein Verdauungskoma zu befürchten hatte.
Auch zu meinem Menüabschluss ließ die Küche keinen Zweifel an ihrer gekonnten Profession aufkommen, denn der Zander hatte natürlich sowohl eine krosse Haut als auch glasige Fleischkonsistenz und genau die richtige Temperatur.
Geschmackliche und abermals schaumige Wonne war die, man kann schon fast sagen „Beurre Blanc Wolke“ in den der Zander sanft gebettet wurde. Deren Buttrigkeit umschmiegte den Fisch genauso, wie es sein soll.
Für weitere Geschmeidgkeit sorgten ebenfalls das samtige Selleriepüree am Boden des Tellers und das in richtiger Menge integrierte Dillöl, dass ebenso dezent in dem charakteristischen Aroma daherkam und damit den Gesamteindruck nicht erschlug.
Bei all diesen weichen Konsistenzen blühten nun die feinen Gurken-Brunoise mit ihrer Knackigkeit besonders auf. Selbst in diesem geschmacksstarken Umfeld gingen sie dabei aber nicht unter, sondern erfrischten.
Knusprige Abwechslung lieferte dann zum Schluss auch nochmal der an Kroepoek erinnernde Chip.
Ein perfekter Abschluss eines Menüs, dass, wie hier zu lesen, jedesmal sehr viel Stoff für genussvolles, kulinarisches Schreiben lieferte. Das verdeutlicht sowohl die aromatische Qualität der Komponenten, als auch die Schlüssigkeit, die den daraus bestehenden Gerichten letztendlich innewohnte. Das waren wirklich viele Glücksgefühle, die mir das Team der „Lübecker Hanse“ da nun auch in mehrfacher Form und längerer Besuchszeit liefern konnte.
Den an Gastfreundlichkeit nicht zu übertreffende Hammer erwartete mich dann aber noch mit der Rechnung. Laut Einzelpositionen in der Karte hätte das Menü 62 € gekostet. Diesen Preis reduzierte man auf Grund der angepassten Menü-Portionen dann aber glatt auf 42 €! Angesichts des Genusses erzeugte das schon ein schlechtes Gewissen, sodass ich diese Lücke liebend gern mit dem Trinkgeld wieder schließen wollte.
Somit endete dieser Abend des kulinarischem Hauptprogramms nach dem kleinen Vorspiel im Juli und fügte meinen Erfahrungen und daraus resultierenden Bewertung der "neuen Lübecker Hanse" zusammengefasst also folgendes hinzu:
Bei der Atmosphäre hat man aus meiner Sicht genau das richtige im Vergleich zum letzten Mal gemacht: nämlich nichts. Während die Historie natürlich weiterhin erstrahlt zeigten auch Mobiliar und Einrichtung wie schon beim ersten Kurzbesuch hohe Qualität. Da dieses Mal auch der Sitzkomfort für diesen längeren Aufenthalt eine gewichtigere Rolle spielte, offenbarten sich mir in der "Lübecker Hanse" auch hier keinerlei Nachteile.
Agierte der Service bei meinem ersten Besuch bereits umsichtig, freundlich und gleichzeitig versiert, so bestätigte er dieses Mal, dass das hier zur „Grundausstattung“ gehört und ist deshalb auch erneut zu loben.
Ein Gruß, drei "Tapas"-Vorspeisen-Gerichte und eine Hauptmahlzeit umfasste mein selbst-zusammengestelltes Menü. Dabei bewies mir die Crew der Küche nun auch mehrmals, dass sie ihr Handwerk wahrlich gemeistert hat, den Temperaturen und Konsistenzen stimmten durchweg. Gepaart wurde dies mit sehr guter, frischer Produktqualität, deren Geschmack stets klar am Gaumen aufblühen konnte. All dies verband man in jedem Gericht zu einer exzellenten Harmonie der Geschmacksrichtungen und Konsistenzen, die jedes Gericht zu einem köstlichen Gesamtbild machte. Eine bodenständige und trotzdem fein und teils auch überraschend präsentierte
Für einen zusammengesetzten Preis von eigentlich vom Restaurant verlangten 42 € kann man für meine Gastroerfahrungen aktuell in Lübecks Innenstadt einfach nicht genüsslicher und qualitativer speisen und sich wohlfühlen.
Ich kann somit abschließend also in noch überzeugter und mit noch mehr positiven Erfahrungen gespickter Weise meine Top-Empfehlung für das "Restaurant Lübecker Hanse" in der Altstadt nur bekräftigen. Wer sich oder seine Gäste mit im Grunde klassischer Cuisine, die aber auch stets einen überraschenden Twist bereithält, beglücken will, wird hier definitiv fündig. Garniert wird dies dann auch noch mit einem besonderen Ambiente und einem Service, der mit Professionalität und Gastfreundlichkeit dem in nichts nachsteht.