Gutes Zaziki braucht nicht viel. Joghurt, etwas Salz und Pfeffer und natürlich Knoblauch. Die Basis muß aber stimmen. Und das ist Joghurt und kein (Mager-) Quark. Und beim Joghurt auch nicht die 1,5%-Plörre sondern mindestens 10%-iges. Dann ist es auch egal ob Gurkenraspel drin sind oder nicht.
Wenn man dann auch noch wirklich etwas "hochprozentigen" Quark dazu gibt dann sollte es auch dem Linkshänder (Vorsicht politisch unkorrekt) unter den Zazikianrührern gelingen ein Zaziki das schmeckt zu kreieren.
Gutes Zaziki braucht nicht viel. Joghurt, etwas Salz und Pfeffer und natürlich Knoblauch. Die Basis muß aber stimmen. Und das ist Joghurt und kein (Mager-) Quark. Und beim Joghurt auch nicht die 1,5%-Plörre sondern mindestens 10%-iges. Dann ist es auch egal ob Gurkenraspel drin sind oder nicht.
Wenn man dann auch... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
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Geschrieben am 15.02.2026 2026-02-15| Aktualisiert am
16.02.2026
Besucht am 12.02.2026Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
An der technischen Hochschule in Karlsruhe gibt es eine Höhenkammer, die wir für die Entwicklung unserer Motoren gerne mal nutzen. Letztes Jahr war ich dort nur einen Tag über und wurde zum Mittag eingeladen. Es ging zum Thai und es war nicht schlecht. Nur strebe ich das dann doch meist nicht an.
Dieses Mal war ich mit dem Kollegen da und es wurde auch eine Übernachtung geplant. Mittags ging es mit den Mitarbeitern/Studies/Profs in die Mensa. Danach war mir mal wieder bewusst, warum über viele Mensen so herzhaft gelästert wird.
Zum Abend musste es dann etwas Herzerwärmenderes sein.
Kollege ist nach eigener Aussage Allesesser. Zwar auch ansprechenderem Essen zugeneigt, es ginge notfalls aber auch alles was satt macht.
Punktum, er hatte sich noch gar nicht dafür interessiert. Vielleicht hatte er es aber auch darauf ankommen lassen, dass ich da etwas Initiative zeige, da es in kleinem Kollegenkreis schon durchaus bekannt ist, was bei mir zuhause manchmal auf den Tisch kommt ;-)
Tja und wenn der AndiHa auf Reisen ist, dann scannt er die Möglichkeiten. Daß es zu dem anvisierten Haus aber schon eine GG-Bewertung gab, das kam mir nicht in den Sinn. Zumindest nicht rechtzeitig unterwegs. Zuhause dann gleich mal danach gesucht und beim Lesen so manches mal genickt. Aber der Reihe nach.
Zu dem Haus, welches offenbar das (bis dato?) dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte überlebt hat und im Äußeren eine schöne und etwas mondäne Architektur zeigt, ging es vom Hotel aus fußläufig. Parkplätze gibt es in der näheren Umgebung. Doch ob jemals einer frei ist, das steht wohl auf einem anderen Blatt. Soll heißen: Per Pedes ist man in der Gegend besser unterwegs. Oder eben mit den öffentlichen Rumpelkammern auf Gleisen.
Kommt man rein, dann eröffnet sich einem ein sehr hoher und weitläufiger Raum welcher durch seine extravaganten Deckenleuchter, die ein orange changierendes Licht ausstrahlen, eine deutliche Spur Gemütlichkeit ausstrahlt. Das sieht schon sehr einladend aus.
Zentral kommt man auf einen Pult zu an dem unmissverständlich dazu aufgefordert wird bitte kurz zu warten, bis man zu (s)einem Platz gebracht wird. Der ausgesprochen freundliche „Platzhalter“ war aber auch gleich zur Stelle und führte uns zu einem strategisch sehr günstigen Zweiertisch auf einer der zwei Emporen, die sich links und rechts an der Wand befanden.
Dann bekamen wir auch die angemessene Zeit uns erst mal zu akklimatisieren und die Karten in Holzständern (dort mitsamt Servietten und Besteck) zu scannen.
So schön und angenehm das Licht dort auch war, aber, das trübe Licht und das alternde Auge forderten ihren Tribut! Und die Lesebrille ruhte sich im Hotel aus.
Als der Cameriere (er begrüßte uns zumindest mit „buona sera“ (hatte aber ein zu geschliffenes deutsch ;-)) dann wieder erschien bestellte ich einfach aufs Geradehinaus ein Weizenbier. Kollege entschied sich für ein „Helles“.
Dann war Pragmatismus angesagt!
Ich knipste die Karte einfach mit der Taschenknipse ab um sie anschließend groß ziehen zu können. Ich erzähle das jetzt nicht aus Beileidsheischerei oder Beifallsbekundungen erwartend, sondern einfach um Mitleidende auf diesen Kniff aufmerksam zu machen. Hier bei GG sind wir wohl alle nimmer 29!
Und wenn man die Linse hin und wieder reinigt, dann bekommt man das Geknipste gestochen scharf richtig groß gezogen…
Kollege wollte noch etwas Grünzeug in Form eines Beilagensalates. Als ich das hörte wurde mir gewahr, dass ich nach der mittäglichen Mensa ebenfalls noch das eine oder andere Vitaminchen aufnehmen sollte und zog gleich.
Kollege bestellte anschließen eine Pizza „Schinken-Champignons“. Die „Vodka-Peperhoney“ mit FSK18 schminkte ich mir ab, da ich mit den Gepflogenheiten (oder Geflegeltheiten) im Haus natürlich nicht vertraut war. Interessiert hätte sie mich dennoch. Aber die Gefahr den Abend zu versauen…. Naja ;-) Ich hatte mit offensiven Bestellungen ja auch schon so Manches erlebt.
Es sollte die „Don Diablo“ für saftige 16.50€ werden. Mehr auf den Namen vertrauend und weniger es wirklich gelesen (oder gar verstanden) zu haben. Laut Karte beinhaltete dieser Sehnsuchtsfladen: San Marzano Tomatensoße, Chorizo de Bellota, Fior di Latte, Bio Chili-Honig, geräuchertes Paprikapulver.
Und die Biere kamen dann doch ganz zügig. Das Weißbier von Benediktiner schmeckte gut, ließ sich mit 5,90 für die Halbe aber auch gut entlohnen. Jetzt kenne ich das Preisgefüge in KA nicht wirklich, aber das erschien mir schon recht anspruchsvoll. Was uns unterm Strich aber auch nicht wirklich von einer späteren Nachbestellung abhielt… ;-)
Natürlich dauerte es eine kleine Zeit, bis die Beilagensalate kamen. Und in der Zeit hatte ich, neben den Gesprächen mit dem Kollegen, natürlich des optimalen Emporenplatzes geschuldet, die Gelegenheit den Teigbeleger(n) (Pizzaiolo wäre zu euphemistisch!) zuzuschauen. Und was sagt Pizzapapst Teichner immer? „Wenn die Tomatensoße drauf kommt, dann läuft die Zeit! Irgendwann suppt sie sonst nämlich durch“.
Und da hatten die „Vor- und bei dem Ofensteher“ irgendwie manchmal die Ruhe weg.
A propos Ofen. Es gibt dort deren zwei und die machen optisch schon bella Figura!
Aber wichtig ist auf dem Teller, oder im Falle des Grüngutes eben im Schüsselchen. Und das war durchwachsen. Zeigte es Anfangs eine kleine Spur eines sehr interessanten und spannenden Dressings mit nettem Aroma, tauchte es mitsamt der Schüsseltiefe in ein dann irgendwann sehr bekanntes und langweiliges Dingens ein, welches sehr an tausend Inseln erinnerte. Hiermit bemängele ich ausschließlich das Dressing! Der Salat war frisch, knackig und richtig gut. Selbst die Kirschtomaten wussten ansatzweise zu gefallen. Und das um diese Jahreszeit!!!
Die Pizzen erreichten uns „mitten im Salat“ und sahen wirklich gut aus. Ein Rand wie auf Botox, neapolitanischer Art eben.
Vielleicht eine Spur zu viel, aber bei weitem nicht mehr so ein „Alleinstellungsmerkmal“ wie noch auf den Bildern des werten Vorschreibers. Superluftiger Rand, fast wie er sein soll. Fast eben, weil er nur weich war und keine kleine rösche Haut hatte. Der weitere Inhalt war sehr spannend und geschmacklich ausgesprochen lecker! Besonders der „Bio- Chilihonig“ und das „geräucherte Paprika (-pulver)“ traten als überraschend wohlschmeckend in Erscheinung. Da hatte ich zuvor kleine Bedenken ob das wohl die richtige Wahl gewesen sei.
Der freundliche und zugewandte Kellner war auch sonst recht aufmerksam. Er kam bald wieder an den Tisch und fragte ob ich denn ein scharfe Öl wolle. Das kam mir wie gerufen, denn die Schärfe ging bislang komplett ab. Und das Öl war mal so ein fieser Fächerstädter! Anfangs angenehme Schärfe potenzierte sich im Rachen beim Abgang nach und nach. Wie gut, dass ich vorsichtig probierte.
Dann wäre da noch der größte Schwachpunkt des Fladens, ich hatte ihn zuvor schon anklingen lassen: Der Boden war total durchgesuppt und defacto nicht vorhanden. Was dagegen hilft?
Nur kurze Standzeit ab dem Zeitpunkt auf dem Feuchtigkeit auf den Teig kommt und eine etwas längere Backzeit (80 seconds to Napoli) bei dann vielleicht nur noch 450°C.
Kurioserweise war dem beim Kollegen nicht so. Auf dessen dünnen aber stabilen Boden schielte ich zwischendrin leicht neidisch.
Letztlich hatte es uns und mir dann doch ganz gut geschmeckt. Da dies, wie ich auch erst im Nachhinein feststellte, eine schnell wachsende Restaurantkette ist, wundert es mich umso mehr, dass solche Schwächen wie ein durchgesuppter Boden nicht schnell abgestellt werden.
Wenn man also in das Haus stolpert ist man kulinarisch nicht verloren. Man geht sicherlich auch nicht unzufrieden raus. Und im Vergleich zu Gourmies Besuch scheint sich ja auch zumindest das Rand-Flächenverhältnis etwas gebessert zu haben. Aber ob ich dennoch so schnell wieder ein Haus dieser Kette betrete will ich zwar nicht ausschließen. Es kommt aber auf die Alternativen an. ;-)
Barrierefreiheit ist mit den Emporen (Hochparterre) und Sanitäranlagen (U1) nicht unbedingt gegeben.
An der technischen Hochschule in Karlsruhe gibt es eine Höhenkammer, die wir für die Entwicklung unserer Motoren gerne mal nutzen. Letztes Jahr war ich dort nur einen Tag über und wurde zum Mittag eingeladen. Es ging zum Thai und es war nicht schlecht. Nur strebe ich das dann doch meist nicht an.
Dieses Mal war ich mit dem Kollegen da und es wurde auch eine Übernachtung geplant. Mittags ging es mit den Mitarbeitern/Studies/Profs in die Mensa. Danach war mir mal... mehr lesen
60 seconds to napoli
60 seconds to napoli€-€€€Restaurant0721 68077710Karlstraße 11, 76133 Karlsruhe
4.0 stars -
"Im Schlauchboot in Seenot..." AndiHaAn der technischen Hochschule in Karlsruhe gibt es eine Höhenkammer, die wir für die Entwicklung unserer Motoren gerne mal nutzen. Letztes Jahr war ich dort nur einen Tag über und wurde zum Mittag eingeladen. Es ging zum Thai und es war nicht schlecht. Nur strebe ich das dann doch meist nicht an.
Dieses Mal war ich mit dem Kollegen da und es wurde auch eine Übernachtung geplant. Mittags ging es mit den Mitarbeitern/Studies/Profs in die Mensa. Danach war mir mal
Besucht am 18.08.2025Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 41 EUR
Zum See fahren wir sehr gerne über die B30 via Schduagort, Ulm und Biberach und Ravensburg, da dort eher weniger Verkehr und vor Allem alles auf 120km/h beschränkt ist. Das ist einfach ein entspannteres Fahren. Auf dem letzten Stück passiert man dann auch, nun nicht mehr vierspurig, Tettnang. Und an der Ausfallstraße Richtung See sahen wir dann einen Italiener und dachten, wo kommt der denn plötzlich her, der war doch vor zwei Monaten noch nicht da? Da der Italiener (also ein Haus welches italienische Küche versprach) in Schlagdistanz zu unserem Domizil liegt, war klar, dass wir uns den mal anschauen wollten.
Platz für die Klimaschleuder hat es vor dem Haus genug.
Ein lauschiger Biergarten gehört ebenfalls zu dem Ensemble, aber an diesem Tag den wir auserkoren war das Wetter leider nicht mehr ganz so lauschig. So stiegen wir die kleine Treppe zum Haus empor, eine rollstuhlgerechte Rampe ist seitlich angebaut, und wurden drinnen sehr freundlich empfangen. Man kam auf die Theke zu und der Raum weitete sich nach rechts und auch nach links. Da wir reserviert hatten, Telefonnummer findet man im Netz, eine HP gibt es wohl noch nicht, waren wir dankbar, dass wir im, zwar nicht ganz so gemütlich eingerichteten, linken Bereich platziert wurden. Denn rechter Hand schien sich eine größere Gesellschaft aufzuhalten. Und das hörte man...
Linker Hand war dann auch der Pizzaofen angegliedert.
Für gewöhnlich gerne mein bevorzugter Platz.
Die Karten wurden von einem der, irgendwie unzähligen, Kellner gereicht und wir konnten schon mal stöbern.
Was das Küchenverzeichnis her gab war soweit altbekannt und auch noch (?) etwas eingeschränkt. So gab es Pasta, Pizza und ein paar Schnitzel verschiedener Ausführungen (Cotoletta, Scaloppine). Sonstige Seaks oder gar Pesce habe ich nicht gesehen aber auch erst mal nicht vermisst.
Alsbald war wieder ein Kellner zur Stelle und erkundigte sich nach unseren Getränkewünschen.
Spezischorle (0,5L zu 3,50) und Weizenbier (0,5L zu 4,50) sollten es sein. Und die kamen dann auch recht zügig und gut gekühlt.
Zugleich platzierten wir auch unsere Essenswünsche, die da waren:
Einen Insalata con Tonno (11,50) für uns beide als gemeinsame Vorspeise,
meine liebe Frau erwärmte sich für Tortellini alla Panna (11.-) und meine Wenigkeit interessierte sich, oh Wunder, für einen Teigfladen der mediterranen Art. Sahen die Bilder im Netz doch schon mal ganz ansprechend aus.
Der Salat kam nach angemessener Zeit und machte einen guten Eindruck.
Auch war er durchgehend schon mit einem guten Dressing versehen. Blattsalate schmeckten gut und der Tonno war eben Dosentonno. Evtl. der, nicht ganz billigen Art. Hat geschmeckt und ganz so der Profi in Dosentunfisch bin ich ja dann auch nicht ;-)
Aber die orangen Cocktailtomaten beim Salat haben es meiner Frau angetan. Sie warnte mich, nicht alle zu essen, doch ich war schon dabei ….. einen Kellner um einen Nachschlag zu bitten. Die Leute hier waren so freundlich, da dachte ich das kannste machen. Und prompt folgten 5 solche Tomaten in einem Schälchen, deren Samen mittlerweile an einem trockenen Platz bei uns zuhause durchtrocknen darf um in 2026 im heimischen Garten „beerdigt“ zu werden.
Ein paar warme Pizzabrötchen begleiteten den Salat und machten wirklich Lust.
Eine kleine Spur länger dauerten die Hauptspeisen.
Meiner lieben Frau Tortellini waren sehr gut.
Getroffen im Gargrad, angenehm gewürzt und schön sahnig, aber wiederum auch nicht überbordend in der Soßenmenge. Das gefiel ihr schon sehr. Ob es die Parmesansträußel auf der Tellerfahne gebraucht hätte… egal.
Meine Pizza sah auch ganz gut aus.
Ein würziger Teig und ein guter Belag wussten zu gefallen. Leider war der Rand nur eher mittelmäßig aufgegangen und nicht ganz so luftig wie erhofft.
Dazu hatte ich ein Chili- und ein Knoblauchöl erbeten. Das Chiliöl hatte soweit Muskeln und ließ die etwas zurückhaltenden Peperoniringe auf dem Fladen vergessen, das Knoblauchöl dagegen war eher etwas blass. Das würde keinen Vampir schrecken.
Das Haus hat, laut Schwäbischer Zeitung, erst seit 8. Juli eröffnet. Darum war es uns auch beim letzten mal noch nicht aufgefallen. Es scheinen noch etwas Anlaufschwierigkeiten vorhanden, aber grundsätzlich scheint es zu funktionieren. Wir warten ganz automatisch (und leider zwangsweise) bis sie sich weiter eingegrooved haben und denken, dass wir in 2026 sicherlich wieder einkehren. Dann hoffentlich mit eingespielter Küche und Biergartenwetter.
Zum See fahren wir sehr gerne über die B30 via Schduagort, Ulm und Biberach und Ravensburg, da dort eher weniger Verkehr und vor Allem alles auf 120km/h beschränkt ist. Das ist einfach ein entspannteres Fahren. Auf dem letzten Stück passiert man dann auch, nun nicht mehr vierspurig, Tettnang. Und an der Ausfallstraße Richtung See sahen wir dann einen Italiener und dachten, wo kommt der denn plötzlich her, der war doch vor zwei Monaten noch nicht da? Da der Italiener (also... mehr lesen
I Cassonello
I Cassonello€-€€€Restaurant, Pizzeria075424075285Reutenen 2, 88069 Tettnang
4.0 stars -
"War schon mal kein schlechter Anfang" AndiHaZum See fahren wir sehr gerne über die B30 via Schduagort, Ulm und Biberach und Ravensburg, da dort eher weniger Verkehr und vor Allem alles auf 120km/h beschränkt ist. Das ist einfach ein entspannteres Fahren. Auf dem letzten Stück passiert man dann auch, nun nicht mehr vierspurig, Tettnang. Und an der Ausfallstraße Richtung See sahen wir dann einen Italiener und dachten, wo kommt der denn plötzlich her, der war doch vor zwei Monaten noch nicht da? Da der Italiener (also
Besucht am 18.08.2025Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 62 EUR
Das Rössle in Gattnau ist mir bei meinen vielen Radtouren am Bodensee schon oft „über den Weg gelaufen“ und es hatte mich auch immer interessiert dort einzukehren. Warum es aber so lange gedauert hatte, kann ich jetzt auch nicht mehr sagen. Daß es allerdings so lange gedauert hatte ist im Nachhinein ausgesprochen ärgerlich, aber der Reihe nach.
Gleich gegenüber der Kirche, wie es früher eben sein musste, liegt das Rössle. Und unweit des Gästehauses und Gasthofes Forst, wo vor Jahren schon mal ein umtriebiger Idar-Obersteiner seiner Kur Kurzweil verschaffte.
Wir hatten am Tag zuvor reserviert und freuten uns auf den letzten freien Platz auf der doch ganz netten Terrasse vor dem Haus.
Wir wurden, naja, begrüßt. Nicht unfreundlich, beileibe nicht, aber der Herr im Service strahlte schon eine gewisse Teilnahmslosigkeit aus, aber wichtig ist ja letztlich, wie immer, aufm Teller :-)
Die Karten wahren umgehend am Tisch und so konnten wir schon mal im Lexikon Schwäbischer Klassiker schmökern. Sehr interessant, es gab neben Rostbraten, Schnitzel und Co auch einige Varianten an Pfannkuchen und eher seltener gesehene, aber durchaus bekannte Gerichte/Vesper wie Tellersulz oder auch Saurer Käs. Jetzt mag mir manch Einer entgegen halten, dass dies nicht besonders ausgefallen wäre. Doch, in unserer Gegend findet man das auf fast keiner Karte mehr.
Aber egal! Hatte mich doch schon recht zügig der Zwiebelrostbraten angelacht.
Und noch was hatte mich angelacht: Most!
Da sollte doch gleich mal ein halber Liter als Mostschorle (3,20€) an den Tisch wandern. An warmen Tagen einfach ein Genuss.
Meine liebe Frau tat mir dahingehend gleich, als dass sie ebenfalls ein Schorle bestellte. Allerdings ein Spezischorle (0,4L zu 2,80€).
Und sie bestellte dann zwar nicht den Zwiebelrostbraten (26.90), welche bei mir das Rennen gemacht hatte, sondern den kleinen Bruder das Rumpsteak (25,90).
Die Getränke kamen angenehm zügig an den Tisch. Die Essen brauchten dafür spürbar länger. Die Ansage „frisch“ im Zusammenhang mit der Besucherzahl weckte durchaus Verständnis für die Wartezeit.
Naja, ertränken wir uns eben einstweilen im Most. Und der war beileibe nicht schlecht, aber Apfel-Birne ist eben auch arg lieblich. Und Most darf für mich gerne auch etwas „eckig“ sein (sonst wäre es ja Äbbelwoi, und den darf trinken wer will ;-)). Am Bodensee, wo es eher weniger Streuobstwiesen mit herben Mostobstsorten, dafür umso mehr Tafelobst gibt, eigentlich ein fast erwartbares Ergebnis. Da fehlte eindeutig ein gerüttelt Maß an Bittenfelder (nicht zu verwechseln mit Borgfelder) als säurebetonende Note darin.
Sei’s drum, er hat geschmeckt und half die Zeit zum Essen zu überbrücken. Außerdem folgte für mich dann doch noch ein Weißbier (3,80) welches dann diesmal wie erwartet schmeckte.
Und dann kamen ja auch die Speisen. Und die sahen schon mal aus als ob sich die Wartezeit gelohnt habe. Und das hatte sie sich auch!
Die Beilagensalate jeweils gesondert angemacht und sehr frisch und lecker. Das mag ich so an solchen Häusern. Nicht nur etwas Blattsalat und etwas Kehricht rein und dann ein Hauch Dressing. Nein, jeder einzelne Salat eine Schandtat wert!
Rumpsteak und Zwiebelrostbraten waren perfekt im Gargrad, fein gewürzt und schön zart. Das waren schon gute Hausnummern. Eine ausgezeichnete, offensicht- und schmacklich selbst gemachte Kräuterbutter zierte das Rumpsteak. Eine ebenbürtige Zwiebelschmälze und dunkle Soße zum gleichnamigen Rostbraten ein richtiges Pfund! Gerne immer so. Und mehr!
Die Spätzle, wie sie mir am Besten gefallen. Nicht zu fest und eben Spätzle und keine Knöpfle.
Das hatte schon alles Klasse und wir wunderten uns, warum wir das Haus so lange unbesucht ließen!
Und zur Ehrenrettung des Serviceherrn: Er taute recht zügig auf und war während des Besuches dann doch wesentlich umgänglicher wie anfangs befürchtet. Für einen lockeren Spruch und Scherze war er später durchaus zu haben.
Parkplätze gibt es ausreichend eigene und das Haus und die Terrasse sind soweit ebenerdig zu erreichen.
Das Rössle in Gattnau ist mir bei meinen vielen Radtouren am Bodensee schon oft „über den Weg gelaufen“ und es hatte mich auch immer interessiert dort einzukehren. Warum es aber so lange gedauert hatte, kann ich jetzt auch nicht mehr sagen. Daß es allerdings so lange gedauert hatte ist im Nachhinein ausgesprochen ärgerlich, aber der Reihe nach.
Gleich gegenüber der Kirche, wie es früher eben sein musste, liegt das Rössle. Und unweit des Gästehauses und Gasthofes Forst, wo vor Jahren schon... mehr lesen
Landgasthof Rössle
Landgasthof Rössle€-€€€Restaurant, Gaststätte07543500887St.-Gallusstraße 47, 88079 Kressbronn am Bodensee
4.5 stars -
"Ja sapperlott, das war ein Pfund!" AndiHaDas Rössle in Gattnau ist mir bei meinen vielen Radtouren am Bodensee schon oft „über den Weg gelaufen“ und es hatte mich auch immer interessiert dort einzukehren. Warum es aber so lange gedauert hatte, kann ich jetzt auch nicht mehr sagen. Daß es allerdings so lange gedauert hatte ist im Nachhinein ausgesprochen ärgerlich, aber der Reihe nach.
Gleich gegenüber der Kirche, wie es früher eben sein musste, liegt das Rössle. Und unweit des Gästehauses und Gasthofes Forst, wo vor Jahren schon
Besucht am 02.08.2025Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 59 EUR
Als Anna und Elsa wieder glücklich vereint waren und der letzte Vorhang dieses frostigen Musicals fiel machten wir uns auf den Weg nachhause. Dabei beschlich uns aber ein Hungergefühl und wir fingen an zu sinnieren wo wir denn einkehren könnten. Auf dem Areal der beiden Theatersäle in Stuttgart erwartete, ich zumindest, kein passables PLV und es zog mich nicht unbedingt dort hin. So fiel uns dann auf der Rückfahrt das Anni in Beutelsbach ein und wir steuerten es mal an. Und als wir nach Beutelsbach rein kamen erblickte ich das Hinweisschild zum Schützenhaus und mir fiel ein, dass der Lapelosa (irgendiwe eine Pizzafamilie deren Pizzen ich, für mich, als eher durchschnittlich erachte) ja nicht mehr Pächter war und jetzt ein Grieche das Sagen in der Küche hatte. Kurzentschlossen abgebogen und das Schützenhausrestaurant angesteuert, welches jetzt unter dem Namen ?ilos firmiert.
Und dabei gleich mal Glück gehabt, denn wir ergatterten auf der großzügigen und windgeschützten Terrasse den letzten freien Tisch. Zumindest behauptete der Thekenmensch dies bei dem wir uns und unsere Anliegen vorstellten. Von Freundlichkeit und Empathie her hätte ich ihn eher als Türsteher denn als Diener am Gast verortet. Aber egal, wichtig war ja auf dem Tisch.
Cola und Spezi (0,4L zu je 4,40€) waren zügig geordert und kamen deutlich weniger zügig an den Tisch.
Man hörte aber von drinnen eine größere Gesellschaft und von daher war Verständnis bei uns durchaus vorhanden.
Das Speisenangebot war das klassische kleine Einmaleins der griechischen Küchen hier in D. Wirklich Ausgefallenes wurde uns beim Studium der Karten nicht gewahr. Mit der Ausnahme allerdings, dass es eigentlich keine XYZ-Teller gab, welche meine liebe Frau eigentlich gerne nimmt, da sie für gewöhnlich ein variables Fleischangebot beinhalten.
War aber auch nicht schlimm. Das Gängige in richtig gut würde uns durchaus genügen.
Und so orderten wir bei einer (wesentlich freundlicheren) Dame einmal Knoblauchbrot (4,70), einmal Zaziki (5,90) und zweimal überbackenes Gyros in Metaxasoße (je 19,90).
Und dann dauerte es eben bis sich was tat.
Zeit sich umzuschauen. Und das sah doch ganz nett und gemütlich aus.Leider hob ich den Blick zu weit und ich sah die Stoffunterspannung des Daches. Uiuiui, das sah aber nicht ganz so gut aus! Da sollte man vielleicht was machen gegen die Wasserflecken. Ganz klar, ein Wellblechdach sieht nicht gut aus und ist auch schallhart. Aber die Wasserflecken sehen auch nicht prickelnd aus.
Einigermaßen zeitnah kamen dann mal Zaziki und Knoblauchbrot.
Provenienz des Knoblauchbrotes, das hatten wir zuvor erfragt, war ein griechisches Weißbrot und keine Pita. Dieses eben geröstet und mit Knoblauch, Öl und Kräutern versehen. Meiner Frau war es etwas zu ölig, aber im Grunde hatte es uns durchaus gefallen. Wir, bzw. ich, mussten uns etwas zurückhalten, denn sonst wäre es nichts mehr mit der Hauptspeise geworden. Das Zaziki war eher zurückhaltend in Geschmack. Beileibe nicht schlecht. Nur eben etwas blass ;-)
Und irgendwann kamen dann unsere Hauptspeisen. Sah gut aus! Pommes, goldgelb, in einem Frittierkörbchen und das überbackene Gyros in einem gusseisernen (?) Topf.
Auffällig war, dass kein Salat dabei war. Der wurde auch nicht annonciert. Aber, Hand aufs Herz, Salate beim Griechen vermisst man für gewöhnlich eher nicht ;-)
Die Pommes waren schon mal sehr gut.
Eher dicke Dinger, außen schön kross und innen noch angenehm weich. Gerne immer so!
Aber auch das überbackene Gyros glänzte. Zumindest optisch.
Das Gyros an sich, im Grunde ein gutes. Auch anständig gewürzt war es. Aber die Metaxasoße war irgendwie nicht vorhanden. Dafür war punktuell eine Art „Paste“ anwesend, die ansatzweise nach Metaxasoße schmeckte. Bei meiner lieben Frau schien sie geradezu „abgeschissen“ zu sein, denn es sammelte sich viel Öl im Grund des Topfes und obendrauf war die „Paste“ grisselich. Irgendwie war das enttäuschend. Auch fanden sich Paprika darin. Für uns kein Problem und sogar passend, aber nicht deklarierte Allergene findet nicht Jeder und Jede lustig. Was dafür gar nicht vorhanden war, zumindest spür- und schmeckbar: Die frischen Pilze, welche ebenfalls auf der Karte standen. Deretwegen fragten wir eine Bedienung und sie versprach in der Küche nachzufragen. Die Antwort war zweifelhaft: Die Pilze wären sehr fein geschnitten gewesen. Ja, nee, is’ klar! Wir behielten unseren absoluten Unglauben an diese Story für uns (und der Koch die Pilze wohl für sich).
Letztlich war die Einkehr etwas durchwachsen. Mit Höhen und Tiefen. Und einen Ouzo, welcher an anderen Tischen gesichtet wurde, gab es auch nicht. Womöglich gibt es den nur für richtig gute Freunde. Und das dürften wir nach dieser Erfahrung eher nicht werden.
Als Anna und Elsa wieder glücklich vereint waren und der letzte Vorhang dieses frostigen Musicals fiel machten wir uns auf den Weg nachhause. Dabei beschlich uns aber ein Hungergefühl und wir fingen an zu sinnieren wo wir denn einkehren könnten. Auf dem Areal der beiden Theatersäle in Stuttgart erwartete, ich zumindest, kein passables PLV und es zog mich nicht unbedingt dort hin. So fiel uns dann auf der Rückfahrt das Anni in Beutelsbach ein und wir steuerten es mal an.... mehr lesen
Restaurant Filos
Restaurant Filos€-€€€Restaurant071512709692Schönfelder Str. 27, 71384 Weinstadt
3.5 stars -
"Der Ouzo ist wohl nur für gute Freunde" AndiHaAls Anna und Elsa wieder glücklich vereint waren und der letzte Vorhang dieses frostigen Musicals fiel machten wir uns auf den Weg nachhause. Dabei beschlich uns aber ein Hungergefühl und wir fingen an zu sinnieren wo wir denn einkehren könnten. Auf dem Areal der beiden Theatersäle in Stuttgart erwartete, ich zumindest, kein passables PLV und es zog mich nicht unbedingt dort hin. So fiel uns dann auf der Rückfahrt das Anni in Beutelsbach ein und wir steuerten es mal an.
Besucht am 27.06.2025Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 55 EUR
Siebter und letzter Abend am See.Trotz Geburtstages durfte es an dem Abend wieder was Neues geben. Natürlich nicht, ohne schon mal das Netz abgeklopft zu haben. Und letztlich war ich selbst mitsamt Schwager vor ca. 20 Jahren bei einer Fahrradtour hier auf ein Bier eingekehrt. Daß es hier schön und nett sein musste wusste ich also aus eigener Erfahrung. Was die Küche sonst konnte, das war diesmal zu eruieren.
Wir hatten zeitig reserviert und trafen an dem Abend pünktlich in der lauschigen Gartenwirtschaft ein.
Jo, und da standen wir erstmal und schauten dem Herrn, welcher uns begrüßt hatte, beim Schwitzen zu, denn unsere Reservierung schien irgendwie unter gegangen zu sein. Kein Problem, dachte ich, sah man doch noch einige freie Plätze. Aber da war wohl alles ausgebucht. So blieb für uns leider nur das Not-backup, der Katzentisch an der Hauswand.
Er versprach, uns bei entsprechender Auslastung einen Tisch im Gartenbereich anzubieten,dazu kam es aber nicht, weil über den Abend tatsächlich alle Tische irgendwann mal besetzt waren. Trotzdem hat uns das schon etwas, ähm, nicht besonders gefallen.
Die Karten waren zügig da und offenbarten die typischen Klassiker solcher Landgasthausküchen.
Schnitzel, Kässpätzle, Rostbraten, Wurstsalatvariationen, Bratkartoffelvariationen, div. Salate und saurer Käs’. Und weshalb auch immer (Schbässle), haben sich sogar Gemüsebratlinge auf die Karte geschlichen.
An dem dann doch mal wieder recht warmen Tag entschied sich meine liebe Frau für einen Schweizer Wurstsalat (12,80). Meinereiner fand es dem Tag angemessen ihn mit einem Zwiebelrostbraten (29,80) ausklingen zu lassen. Dazu noch einen kleinen Beilagensalat zu 5,50. Ja es wird scheinbar immer „normaler“ den Beilagensalat extra aufzuführen. Es nervt zwar, aber die Wirte kämpfen ja auch. Unserer hier vielleicht eher mit seiner Leibesfülle, macht es aber, gefühlt, auch nicht besser.
Ein Cola (0,4l zu 4,20) und ein Spezi (0,4l zu 4,-) kamen gerade noch rechtzeitig um keine Vermisstenanzeige aufgeben zu müssen.
Die Hauptspeisen dauerten dann eine gewisse Zeit. Etwas länger als die gefühlt „passende“ Zeit, aber es war ja auch was los hier.
Vorab kam aber der Beilagensalat. Das Besteck dazu konnte man einem Bierkrug entnehmen.
Ohne pingelig sein zu wollen oder Schelte auszuteilen, nur ein Hinweis: Im Krug sammelte sich schon etwas „Zeugs“. Wohl von den Bäumen etc. Sieht nicht ganz so klasse aus, wenn jemand zufällig rein schaut.
Der Beilagensalat war weitgehend ohne Fehl. Der hatte gut geschmeckt und stand dem Haus gut! Salate ansprechend und würzig angemacht. Reichlich und frisch. Schön und schmackig!
Als dann nach etwas strapazierter Zeit die Hauptspeisen ankamen machten auch sie schon mal eine gute Figur.
Meiner Frau Wusa schmeckte gut, würzig, war reichhaltig und, vor Allem, war genügend Brühe vorhanden, damit man das mitgelieferte (selbstgebackene) Brot auch eintunken konnte.
Mein Zwiebelrostbraten war mit hausgemachten Kässpätzle annonciert. Die erbat ich gegen Pommes zu tauschen, da mir das dann doch zu heftig geworden wäre.
Der Rostbraten war perfekt im Gargrad und schmeckte wunderbar zart. Die Kräuterbutter darauf konnte sich auch sehen und schmecken lassen. Ja wo sind se denn die Zwiebeln?
Im Nachhinein stellte ich aber fest, dass der Rostbraten aber gar kein Zwiebelrostbraten war sondern nur ein Beefsteak. Irgendwie ist mir das am Tisch durch gegangen. Doppelt schade, denn eine dicke Zwiebelschmelze mit Soße wäre ja noch geiler gewesen.
Fazit: Das Essen kann sich sehen lassen. Es war wirklich gut. Das Baukastensystem mit Salat extra mögen wir nicht. Und wenn ich dann die punktuellen Schwächen betrachte, Reservierungspanne, Zwiebelrostbraten ohne Zwiebeln, etc., dann kehre ich doch wieder lieber in die Traube im Nachbarort Wielandsweiler ein. Die glänzt auf der ganzen Strecke. https://www.gastroguide.de/restaurant/162491/gasthaus-traube/tettnang/
Siebter und letzter Abend am See.Trotz Geburtstages durfte es an dem Abend wieder was Neues geben. Natürlich nicht, ohne schon mal das Netz abgeklopft zu haben. Und letztlich war ich selbst mitsamt Schwager vor ca. 20 Jahren bei einer Fahrradtour hier auf ein Bier eingekehrt. Daß es hier schön und nett sein musste wusste ich also aus eigener Erfahrung. Was die Küche sonst konnte, das war diesmal zu eruieren.
Wir hatten zeitig reserviert und trafen an dem Abend pünktlich in der... mehr lesen
Seerose
Seerose€-€€€Restaurant07543 6489Nitzenweiler 12, 88079 Kressbronn am Bodensee
3.5 stars -
"Ein wirklich gutes, dennoch nur das zweitbeste Haus im Hinterland" AndiHaSiebter und letzter Abend am See.Trotz Geburtstages durfte es an dem Abend wieder was Neues geben. Natürlich nicht, ohne schon mal das Netz abgeklopft zu haben. Und letztlich war ich selbst mitsamt Schwager vor ca. 20 Jahren bei einer Fahrradtour hier auf ein Bier eingekehrt. Daß es hier schön und nett sein musste wusste ich also aus eigener Erfahrung. Was die Küche sonst konnte, das war diesmal zu eruieren.
Wir hatten zeitig reserviert und trafen an dem Abend pünktlich in der
Besucht am 26.06.2025Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 50 EUR
Tag 3, 4 und 5 am Bodensee waren kulinarisch abends von bekannten Vertretern begleitet.
Der Hegestrand in Wasserburg https://www.gastroguide.de/restaurant/213392/restaurant-hegestrand3/wasserburg-bodensee/
die Traube in Wielandsweiler https://www.gastroguide.de/restaurant/162491/gasthaus-traube/tettnang/
oder die Degerseestube am gleichnamigen See https://www.gastroguide.de/restaurant/162494/degerseestube/tettnang/
lieferten bekannt gut bis sehr gut ab. Bzw. bei Letzterem eben etwas durchschnittlich aber sicherlich nicht schlecht (aber Frau wollte dort hin, und wenn Frau will, was kann man schon machen), und die letzten Bewertungen sind noch nicht so lange her, daher gibt es dazu keine neuen, da diese allesamt noch voll zutreffen.
Am Abend des sechsten Tages sollte es mal wieder nach Langenargen gehen. Unweit der Flaniermeile gibt es noch eine Pizzeria, die von uns vor über 25 Jahren mit den Schwagern mal besucht wurde. Ich hatte keine wirkliche Ahnung mehr davon wie es hier war. In social media postete man sowas damals ja noch nicht. Allerdings war, was man im Netz so fand, schon recht einladend.
So riefen wir zur Mittagsöffnungszeit an und orderten einen Platz für 19 Uhr am Abend. Der Herr am Telefon meinte noch, dass er uns für 18:30 einen solchen bieten könne. Das passte natürlich auch.
Die Parkplatzsituation in Langenargen ist nur scheinbar angestrengt. Wenn man bereit ist den einen oder anderen Euro zu bezahlen, dann bekommt man genügend Parkplätze. Für uns, mit entsprechendem Ausweis für bewegungseingeschränkte Menschen, ist es sogar noch etwas einfacher.
Das Haus sah recht einladend aus und die markisierte (seesprech, frei erfunden) Terrasse ebenfalls. Auf dieser ließen wir uns dann auch nieder. Zuvor wurden wir aber freundlich begrüßt und die Karten fanden dabei auch gleich an den Tisch.
Der Kellner allerdings war schon ein wenig eine Nummer. Hatte irgendwie nie richtig her geschaut war aber auch nicht wirklich abwesend. Egal. Ihn mussten wir ja nicht essen ;-)
Bei einem kurzen Besuch im Inneren fiel der Blick sofort auf den eindrucksvollen Pizzaofen. Das Handwerkszeug für eine feine Pizza nach Andis Gusto war schon mal vorhanden ;-)
Als gemeinsamen Starter wird bei uns immer gerne ein Insalata, hier hörte er auf die Bezeichnung Insalata tonno (14,80€). Ob der Beschreibung (Thunfischsalat mit Tomaten, Zwiebeln, Mais, Kapern und Paprika) erfragten wir dann doch die Anwesenheit von Blattsalat, was dann auch bejaht wurde. Dennoch, seltsame Beschreibung.
Gegen den Seedurst sollten ein Bitter Lemon und ein „Spezi-Schorle“ (je 0,4L zu je 4,60€) helfen.
Gegen den Seehunger bestellte meine liebe Frau Tortellini Ciociare (13,30€) und meine Wenigkeit, na klar, einen Teigfladen. Dieser hörte hier diesmal auf den Nachnamen Milano und schlug mit Zwölfneunzig in der Brieftasche auf.
Die Getränke kamen recht zügig und die Essen zu passenden Zeit. Bis dahin blieb es noch etwas Zeit sich einzufinden und anzukommen. Angekommen war meine Frau umgehend. Sah sie doch in einem Pflanztrog mehrere Ableger verschiedener Grünlilien die sie unbedingt haben wollte. Das schaffte sie später auch noch. Natürlich nicht ohne den Bedienerich vorher zu fragen ;-)
Aber auch ohne die Flora abzugrasen war es nett hier. Man konnte es durchaus aushalten.
Der Thunfischsalat fand mit zwei Extratellern an den Tisch und wurde begleitet von einem Körbchen Pizzabrötchen.
Letztere sahen gut aus und schmeckten entsprechend.
Der Insalata fand auch Gefallen und war durchgehend mit einem leichten Dressing angemacht. Vielleicht hätte das eine oder andere Salatblatt nicht ganz so lange warten dürfen, da es leichte „Ermüdungserscheinungen“ zeigte. Auch ein halber Strunk im Salat muß nicht sein. Besonders wenn für etwas wenig Salat etwas spürbar Preis aufgerufen wird.
Meine Frau zeigte sich sehr zufrieden mit ihren Miniteigtaschen. Sie waren auf den Punkt, wiesen eine leckere Füllung auf und wurden von einer nicht minder leckeren Soße begleitet. Happy wife….
Meine Pizza Milano wurde mit Salami und Champignons geliefert und machte optisch einen guten Eindruck. Dieser hielt sich auch geschmacklich weitgehend. Sie war gut gewürzt, hatte einen ansprechenden Teig und war am Boden angenehm dünn. Leider konnte der Rand nicht ganz mithalten. Der war nicht ganz so luftig wie erhofft aber beileibe nicht schlecht. Da habe ich in dieser Woche am See definitiv schon deutlich schlechter die Himmelsscheibe vom Apennin bekommen. Eigentlich war es weniger das Ergebnis auf dem Teller als die Hoffnung auf ein so richtig geiles Erzeugnis aus diesem beeindruckenden Ofen. Im Grunde hat sie geschmeckt. Gut geschmeckt.
Was am Ende dann noch komisch auffiel, war die Tatsache, dass es dann doch immer genug Platz gab, uns der Herr aber um eine halbe Stunde früher her bat. Wir wissen natürlich nicht, was später noch ging. Vielleicht streben sie hier auch eine zweite Belegung am Abend an. Ohne es so richtig zu manifestieren.
Jedenfalls hat es uns hier gefallen und wir können uns einen Wiederbesuch sehr gut vorstellen.
Tag 3, 4 und 5 am Bodensee waren kulinarisch abends von bekannten Vertretern begleitet.
Der Hegestrand in Wasserburg https://www.gastroguide.de/restaurant/213392/restaurant-hegestrand3/wasserburg-bodensee/
die Traube in Wielandsweiler https://www.gastroguide.de/restaurant/162491/gasthaus-traube/tettnang/
oder die Degerseestube am gleichnamigen See https://www.gastroguide.de/restaurant/162494/degerseestube/tettnang/
lieferten bekannt gut bis sehr gut ab. Bzw. bei Letzterem eben etwas durchschnittlich aber sicherlich nicht schlecht (aber Frau wollte dort hin, und wenn Frau will, was kann man schon machen), und die letzten Bewertungen sind noch nicht so lange her, daher gibt es dazu keine neuen, da diese allesamt noch... mehr lesen
Pizzeria De Marchi
Pizzeria De Marchi€-€€€Pizzeria075431826Oberdorfer Straße 2, 88085 Langenargen
4.0 stars -
"Lodda fand ihn gut, wir ebenfalls" AndiHaTag 3, 4 und 5 am Bodensee waren kulinarisch abends von bekannten Vertretern begleitet.
Der Hegestrand in Wasserburg https://www.gastroguide.de/restaurant/213392/restaurant-hegestrand3/wasserburg-bodensee/
die Traube in Wielandsweiler https://www.gastroguide.de/restaurant/162491/gasthaus-traube/tettnang/
oder die Degerseestube am gleichnamigen See https://www.gastroguide.de/restaurant/162494/degerseestube/tettnang/
lieferten bekannt gut bis sehr gut ab. Bzw. bei Letzterem eben etwas durchschnittlich aber sicherlich nicht schlecht (aber Frau wollte dort hin, und wenn Frau will, was kann man schon machen), und die letzten Bewertungen sind noch nicht so lange her, daher gibt es dazu keine neuen, da diese allesamt noch
Besucht am 22.06.2025Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 65 EUR
In dem Haus gab es schon so manche Küchenrichtung. Bislang meist mehr oder weniger durchwachsen.
Beim Griechen in Betznau waren wir vor Jahren schon mal. Er hält sich also schon eine ganze Weile. Und ich hatte auch schon darüber berichtet. Wie gut, dass man sowas auch nachlesen kann ;-)
Und da las ich, dass das Gyros etwas (zu) schwach gewürzt gewesen wäre und auch punktuell etwas zu dick geschnitten gewesen wäre.
Aber dem kann man ja vorhalten indem man die Bestellung entsprechend variiert. Und das sollte beim Griechen ja kein Problem sein.
So war unser zweiter Abend am Bodensee darauf ausgerichtet dort mal wieder einzukehren. Der Garten und das ganze Drumrum waren und sind noch immer sehr nett und angenehm. Eine vorherige Reservierung dürfte aber kein Fehler sein, es war schon was los an einem Sonntagabend außerhalb der Ferien.
Wir wurden freundlich begrüßt und an unseren Platz geführt. Die Karten waren umgehend am Tisch und so stöberten wir umgehend in dem umfangreichen aber doch soweit bekannten Klassiker griechischer Küche in Deutschland.
Bei erster Gelegenheit orderten wir dann an diesem heißen Tag ein Spezi (0,4L/3,90€) und ein Weizenbier (0,5L/4,50€) welche auch rasch an den Tisch kamen. Begleitet von zwei eiskalten Ouzo.
Beim Griechen sind Vorspeisen für uns Ouzo Usus. Zaziki (6,90€), Pita (2,80€) und gegrillte Peperoni mit Knoblauch und Öl (9,40€) waren quasi bei ihrer Entdeckung auf der Karte eingebucht.
Meiner lieben Frau war es nach dem Kos-Teller (Gyros, Calamaris, Tomatenreis, Zaziki, Salat zu 18,80€). Kurioserweise stand an jedem Gericht mit Calamaris handschriftlich darunter „mit Wasser“. Eine spätere Nachfrage ergab: Das käme von „eingefroren“ und dergleichen (glasiert?).
Wo anders las ich von einem Drängen von Amts wegen...
Meinereiner schielte mal wieder auf das überbackene Gyros in Metaxasoße (18,80).
Die Vorspeisen kamen nach angemessener Zeit mitsamt der Beilagensalate der Hauptspeisen. Speziell die gegrillten Peperoni gefielen mir ausgesprochen. Die Pita war ganz nett, habe ich anderswo aber auch schon etwas würziger bekommen. Dasselbe beim Zaziki.
Passte soweit, geht aber auch deutlich besser. Mit Knoblauch zum Beispiel ;-). Die Beilagensalate waren die typischen Vertreter. Frisch aber langweilig mit Fertigtunke (zumindest schmeckte sie so).
Die Hauptspeisen kamen (wie so oft) als sie in der Küche fertig waren. Und nicht nachdem wir der Vorspeisen Herr geworden waren. So gab es etwas Gedrängel auf dem Tisch.
Der Kos-Teller meiner Frau machte einen etwas überschaubaren Eindruck. Und überschaubar war auch die geschmackliche Begeisterung bei den darauf enthaltenen Calamaris. Teils geschmacksneutral und mit abgeplatzter Panierung, teils sogar ledrig. Irgendwie aus den Tiefen des strombetriebenen Eismeeres. Natürlich ist einem das bewusst, aber auch das gibt es in „gut“.
Eismeercalamaris
Das Gyros war laut ihrer Aussage gut. Dünn geschnitten teils kross, teils weich und passabel gewürzt. Überschaubarkeit gab es dann wieder beim 3. Protagonisten auf dem Teller. Tomatenreis. Reis ist ja jetzt nicht der finanzielle Kaviar unter den Gemüsen. Da könnte man schon etwas mehr beisteuern. Nicht nur quantitativ. Auch geschmacklich war er quasi nicht vorhanden!
Ganz im Gegensatz dazu mein überbackenes Gyros. Schöne würzige Metaxasoße begleitete ein gutes Gyros. Das hatte insgesamt schon bumms. Gefiel mir!
Die dazu gelieferten Pommes waren anständig und schön heiß.
Kleine Unverschämtheit am Schluß:
Der Kellner brachte den Bon und mein mittlerweile dann doch etwas nachlassendes Augenlicht (gepaart mit unaufmerksam machender Sättigung) las die 6 als eine 9 und meinte beim Überreichen eines Hunnies, es passe so.
Meine liebe Frau, wohl nicht so unaufmerksam gesättigt, hakte nach und dann sah ich auch, dass es sich um eine Sechs und nicht um eine Neun ganz vorne handelte.
Der Kellner war natürlich sofort weg. Aber auf unser Nachhaken war es kein Problem das wieder glatt zu ziehen. Dennoch werfe ich ihm vor, dass er mein Missgeschick bemerkt haben muss. Aber keine Silbe von ihm… Der war eh schon wieder ganz woanders. Wie eigentlich den ganzen Abend.
Naja, war eh nicht herausragend. Die Preise in Anbetracht des Gebotenen auch empfindlich angezogen. Von daher … bis auf vielleicht irgendwann oder auch nimmer.
In dem Haus gab es schon so manche Küchenrichtung. Bislang meist mehr oder weniger durchwachsen.
Beim Griechen in Betznau waren wir vor Jahren schon mal. Er hält sich also schon eine ganze Weile. Und ich hatte auch schon darüber berichtet. Wie gut, dass man sowas auch nachlesen kann ;-)
Und da las ich, dass das Gyros etwas (zu) schwach gewürzt gewesen wäre und auch punktuell etwas zu dick geschnitten gewesen wäre.
Aber dem kann man ja vorhalten indem man die Bestellung entsprechend variiert.... mehr lesen
Restaurant Zum Griechen
Restaurant Zum Griechen€-€€€Restaurant, Biergarten075433029807Kapellenstraße 26, 88079 Kressbronn am Bodensee
2.5 stars -
"Da geht schon was ... aber die Richtung stimmt nicht!" AndiHaIn dem Haus gab es schon so manche Küchenrichtung. Bislang meist mehr oder weniger durchwachsen.
Beim Griechen in Betznau waren wir vor Jahren schon mal. Er hält sich also schon eine ganze Weile. Und ich hatte auch schon darüber berichtet. Wie gut, dass man sowas auch nachlesen kann ;-)
Und da las ich, dass das Gyros etwas (zu) schwach gewürzt gewesen wäre und auch punktuell etwas zu dick geschnitten gewesen wäre.
Aber dem kann man ja vorhalten indem man die Bestellung entsprechend variiert.
2025 sind wir 2x am Bodensee. Teil 1 war Ende Juni und Teil 2 folgt später noch.
Heuer haben wir uns nicht so viele Gedanken gemacht wo es abends jeweils hin gehen soll. So kam es, dass wir uns für den Abend des Anreisetages mal wieder fürs La Gondola entschieden. Seit Töchterlein eigene Wege geht waren wir nicht mehr dort. Damals besuchten wir es aber bei jedem Aufenthalt. Versprachen die Pizzen doch wegen ihrer schieren Größe und auch wegen z.T. unorthodoxen Belages einen entspannten Abend. Tja, wenn man Nutella oder Pommes auf der Pizza fand, dann war man im La Gondola. Und geschmeckt sollen die Pizzen, der Erinnerung nach, auch haben.
Das Erste das auffiel als wir im Infozentrum, in dem die Pizzeria beheimatet ist, ankamen war, dass sie neben dem Eingang nun eine Art Abholschalter haben. Ok, das Teil scheint also noch besser zu laufen als damals schon. Zweite Auffälligkeit beim Platz nehmen, die Terrasse wurde vergrößert und eine gescheite, verglaste Überdachung wurde installiert. Früher war an der Markise irgendwie immer etwas kaputt. Aber wenigstens das trug zur Wiedererkennbarkeit bei, ein Schiebefenster hing auch auf „halb 8“ und ließ sich nicht öffnen. Das sorgte für mollige Temperaturen. Aber das war nicht schlimm, es waren ja nur 30° draußen…
Wir wurden zuvor aber schon freundlich begrüßt, zu unserem Platz geleitet und mit Karten ausgestattet. Meiner lieben Frau war nach Bruschetta und mir natürlich nach Pizza zumute. Einen gemeinsamen Salat zuvor sollte es ebenfalls geben.
Recht zügig wurden die Getränke (Weizenbier 0,5l/4,40€ und Spezi 0,4l/3,90€) gebracht. Der Insalata della Casa (Blattsalat, Tonno, Oliven, Käse; 12,50€) fand ebenfalls zeitnah an den Tisch. Praktischerweise kamen auch gleich zwei Extrateller mit. Der Salat an sich war ganz ok. Nichts Besonderes aber auch keinen Grund für Tadel.
Insalata Dingenskirchen. Leider schon verteilt Einzig die mitgelieferten Pizzabrötchen waren leider nicht aufgewärmt sondern kalt. Was an dem Tag natürlich eine angestrengt relative Beschreibung ist.
Aber nicht nur der Insalata, auch die Hauptspeisen tauchten alsbald am Tisch auf. Tja, der Laden läuft, da muß man den Schurz wackeln lassen!
Meiner Frau Bruschetta (8,50€) sahen gut aus aber waren nicht unbedingt zufriedenstellend. Klar gehen Tomaten im Juni noch etwas der Geschmack ab, aber dann sollte man eben mit Zwiebeln und Knoblauch nachhelfen. Dem war hier nicht unbedingt so, denn meine Frau bemängelte durchaus eine sehr geringe, wenn nicht gar fehlende Würze. Das geht besser!
Meine Pizza Pugliese (Salami, Peperoni zu 12,90) war schon mal richtig groß. Und ordentlich belegt. Das waren aber auch schon die positiv hervorzuhebenden Attribute. Geschmacklich war sie dann doch recht eindimensional.
Der Teig war ebenfalls etwas teilnahmslos und der Boden relativ dick, aber einigermaßen kross.
Erbetenes Chili- und Knoblauchöl wurde irgendwie vergessen. Das regelte dann ein weiterer Kellner umgehend. So konnte ich dem Fladen wenigstens noch etwas auf die Sprünge helfen.
Vielleicht wird die Vergangenheit ganz automatisch irgendwie verklärt. Altersmilde oder was auch immer. Wir wurden hier freundlich bedient, es war, bis auf die Temperaturen, ein angenehmer Abend und es ist auch nett dort. Eine Pizza brauche ich im La Gondola aber nimmer. Selbst an einem schlechten Tag mache ich sie zuhause um mindestens zwei Gewichtsklassen besser. Aber irgendwie geht es beim Essen gehen ja auch darum sich bekochen zu lassen und einen netten Abend zu haben. Den hatte ich mit meiner Begleitung aber dennoch.
2025 sind wir 2x am Bodensee. Teil 1 war Ende Juni und Teil 2 folgt später noch.
Heuer haben wir uns nicht so viele Gedanken gemacht wo es abends jeweils hin gehen soll. So kam es, dass wir uns für den Abend des Anreisetages mal wieder fürs La Gondola entschieden. Seit Töchterlein eigene Wege geht waren wir nicht mehr dort. Damals besuchten wir es aber bei jedem Aufenthalt. Versprachen die Pizzen doch wegen ihrer schieren Größe und auch wegen z.T. unorthodoxen... mehr lesen
Ristorante La Gondola
Ristorante La Gondola€-€€€Restaurant, Pizzeria083822736455Seehalde 2, 88149 Nonnenhorn
2.0 stars -
"Ich weiß nicht, was den Rückblick verklärte..." AndiHa2025 sind wir 2x am Bodensee. Teil 1 war Ende Juni und Teil 2 folgt später noch.
Heuer haben wir uns nicht so viele Gedanken gemacht wo es abends jeweils hin gehen soll. So kam es, dass wir uns für den Abend des Anreisetages mal wieder fürs La Gondola entschieden. Seit Töchterlein eigene Wege geht waren wir nicht mehr dort. Damals besuchten wir es aber bei jedem Aufenthalt. Versprachen die Pizzen doch wegen ihrer schieren Größe und auch wegen z.T. unorthodoxen
Geschrieben am 18.04.2025 2025-04-18| Aktualisiert am
18.04.2025
Besucht am 04.04.2025Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 55 EUR
Die Krone in Necklinsberg. Das Haus gab es eigentlich schon immer und ich musste überlegen ob ich da je drin war.Ja, gut, die Kegelbahn wurde in grauer Vorzeit mal besucht bzw. genutzt. Und die Erinnerung erzählte mir, dass die Kugel dort recht holperig lief. Allerdings nicht dem eingeschränkten Talent sondern eher der unebenen Bahn geschuldet. Kulinarisch hatte das Haus jedenfalls keine Erinnerung hinterlassen.
Dann war sie irgendwann geschlossen. Lange.
Und vor anderthalb Jahren war dann plötzlich ein Grieche drauf. „Olymbos“ hieß das Haus dann. Man hörte nix und so blieb es dann auch unterm Radar.
So schnell wie er gekommen war war Grieche Nummer 1 aber auch wieder weg.
Und Grieche Nummer 2 da. Olympus heißt es nun. Man kennt sich in dieser ländlichen Gegend und ich triggerte mal einen Kumpel an, wie denn das Haus zu sehen wäre. Nach diesem Interview blieb das Haus auf dem Radar.
Ich ging meiner lieben Frau schon gelegentlich mal auf die Nerven als ich beiläufig hin und wieder mal das Olympus ansprach und nach ein paar Wochen hatte steter Tropfen dann doch den Stein gehöhlt.
Necklinsberg liegt in Sichtweite auf dem übernächsten Hügel hier in den pittoresken Berglen und es ist wie allerorten hier ein kleiner Weiler mit vielleicht drei- oder vierhundert Einwohnern.
Nur eben in Necklinsberg hat sich die Dorfwirtschaft, welche früher allgegenwärtig war, gehalten. Parkplätze gibt es irgendwie schon. Vermutlich wurden sie aber von dem großen Freisitz in Beschlag genommen. Aber auch ohne findet man sie in fußläufiger Umgebung. Kleiner Weiler ohne nennenswerten Parkdruck eben.
Auto abgestellt und die drei Stufen (!) von dem Vorplatz erklommen und nun erst mal einen tiefen Zug 70er Innenarchitektur geatmet.
Ja man kennt sie noch, diese Einrichtungen. Vorderer Gastraum mit Theke, hinterer Gastraum mit versenkbarer halbhoher Glaswand, und anschließendem Nebenraum. Und alles in Eichenoptik. Aber hier nicht furniert, sondern echt. Hach, das waren damals Zeiten in den ausklingenden Schnitzeljahren.
Wir wurden von einem Herrn und einer recht jungen Dame, wohl Mitglieder der Betreiberfamilie, wie in einem Zeitungsartikel erwähnt, freundlich begrüßt.
Den Tisch durften wir uns selber aussuchen. War aber auch nicht schwer, waren doch zu unserem frühen Eintreffen erst zwei Parteien anwesend.
In den, alsbald gereichten , Karten konnte man noch lesen, dass es sich derzeit noch um ein Softopening handele und die Karten noch nicht den anvisierten Umfang hätten.
Basics wie ein paar griechische Tapas und Gyros, Souvlaki oder Bifteki waren aber schon anwesend. Und danach war es uns ja auch. Erstmal die Basics testen bevor wir uns irgendwann vielleicht mal zu den Paradediszipilnen durchfressen ;-)
Ganz nebenbei: Auch hier kommt man wohl um die Klassiker der Dorfgaststube nicht herum. Jäger- und paniertes Schnitzel stellen wohl auch den letzten Fremdenfürchter zufrieden.
Dann mal los: Gyros, Pommes, Zaziki (16,50) jeweils für uns beide.
Da kein Salat annonciert war bestellten wir einen kleinen griechischen Bauernsalat (7,80) zum gemeinsamen Teilen.
Cola, Spezi (je 3,80 für 0,33) und eine Flasche Mineralwasser (5,20 für 0,75) sollten sich dazu gesellen.
Einen alsbald eintreffenden Ouzo lehnten wir natürlich nicht ab.
Und dann kamen zu passender Zeit ein kleiner griechischer Bauernsalat und noch zwei weitere Salate.
Unsere fragenden Blicke wurden damit beantwortet, dass die größere Karte zwar schon bedient werden könne und dort die Beilagensalate auch ausgewiesen wären, dieselbe aber eben noch nicht aus der Druckerei angekommen wäre.
Alles schön und gut, nimmt man ja auch gerne an, aber man kann sowas auch bei der Bestellung beiläufig erwähnen. Kann man. Muss es aber nicht. Ist etwas blöd gelaufen.
Aber absolut verschmerzbar, denn die Salate waren angenehm gut. Gar nicht so typisch griechisch mit Eisbergsalat, Karottenstreifen und einem seltsamen Johurtdingens oben drauf. Nein, die hatten ein angenehmes Dressing erfahren und schmeckten frisch und gut. Ok, die Karottenstreifen retteten die „Ehre“ des deutschen Griechen ;-)
Währenddessen konnten wir auffällig viele Abholer beobachten. Gyros Pita geht hier wohl ausgesprochen gut. Und ganz nebenher füllten sich langsam beide Gasträume. Ja was ist denn hier los?
Es wurde vorher angekündigt, dass es eine kleine Spur länger dauern könne. Jetzt wussten wir warum. Aber es war wirklich eine verschmerzbare Zeitspanne. Eine starke viertel Stunde lasse ich mir gerne gefallen. Kürzer wäre mir eher seltsam vor gekommen.
Das Gyros, sorry, „Gyros Zeus“, kam mitsamt Zaziki und Pommes auf einem schwarzen, rechteckigen Teller und war wirklich reichlich. Das Foto täuscht da ein wenig.
Und, was noch wichtiger ist, das Gyros war richtig gut! Angenehm das Verhältnis saftig zu kross und insgesamt eine sehr feine Würze. Das machte wirklich Freude. Die Pommes waren dankbarerweise von der dicken Fraktion und perfekt frittiert. So hielten sie die Hitze noch ausreichend lange. Das Zaziki war ok. Nicht langweilig aber auch nicht gerade herausragend.
Wir wurden freundlich verabschiedet und ließen zufrieden 36,70 vor Ort.
Zuhause stellten wir fest, dass ein Gyros auf der Rechnung vergessen wurde. Das holen wir dann bei einem sicherlich erfolgenden weiteren Besuch nach.
Ein großer Lyriker aus Pizzafeld meinte mal, dass ein guter Italiener um die Ecke ein Menschenrecht wäre. Dasselbe könnte man auch auf einen guten Haus- und Hofgriechen anwenden. Hier sehe ich das Potenzial dazu.
PS: Ich habe mittlerweile auch schon mal Gyros Pita dort geholt und es ist sehr gut. Meine Frau erwähnte, dass ich die vielen Abholer mit diesem Termin verwechselt haben könnte. Das kann wohl sein ;-)
Aber die Gasträume waren zu der Zeit wirklich gut belegt.
Die Krone in Necklinsberg. Das Haus gab es eigentlich schon immer und ich musste überlegen ob ich da je drin war.Ja, gut, die Kegelbahn wurde in grauer Vorzeit mal besucht bzw. genutzt. Und die Erinnerung erzählte mir, dass die Kugel dort recht holperig lief. Allerdings nicht dem eingeschränkten Talent sondern eher der unebenen Bahn geschuldet. Kulinarisch hatte das Haus jedenfalls keine Erinnerung hinterlassen.
Dann war sie irgendwann geschlossen. Lange.
Und vor anderthalb Jahren war dann plötzlich ein Grieche drauf. „Olymbos“ hieß... mehr lesen
3.5 stars -
"Ein guter Grieche um die Ecke ist ein Menschenrecht...." AndiHaDie Krone in Necklinsberg. Das Haus gab es eigentlich schon immer und ich musste überlegen ob ich da je drin war.Ja, gut, die Kegelbahn wurde in grauer Vorzeit mal besucht bzw. genutzt. Und die Erinnerung erzählte mir, dass die Kugel dort recht holperig lief. Allerdings nicht dem eingeschränkten Talent sondern eher der unebenen Bahn geschuldet. Kulinarisch hatte das Haus jedenfalls keine Erinnerung hinterlassen.
Dann war sie irgendwann geschlossen. Lange.
Und vor anderthalb Jahren war dann plötzlich ein Grieche drauf. „Olymbos“ hieß
Geschrieben am 06.01.2025 2025-01-06| Aktualisiert am
06.01.2025
Besucht am 09.04.2024Besuchszeit: Abendessen 1 Personen
Rechnungsbetrag: 23 EUR
Im Frühjahr 2024 stieß ich auf einen Bericht in der lokalen Zeitung, dass ein Pizzadealer, welcher von einem sehr unvorteilhaften Standort in Winnenden (welchen ich darum auch nie aufsuchte) sein Domizil für überwiegend Lieferpizza an einen anderen Standort wechseln wolle. An diesem, dann natürlich mit Vorort-Speisung, sollte man die gelobte Pizza Napoletana dann auch frisch genießen können.
Das Tennisheim des TC Winnenden.
Ja, da war mal was.
Eine mittelprächtige Pizzeria mit starken Anlaufschwierigkeiten wurde von mir 2016 hier präsentiert. Wie lange sie sich hielt, weiß ich nicht, deren „Ableben“ wunderte mich aber auch nicht wirklich. Dann gab es noch einen Griechen, der derart kurz darin war, dass wir es nicht schafften ihn zu besuchen.
Und nun eben das OUH.
Seltsamer Name, der aber dadurch erklärt wird, dass dies ein Ausdruck positiven Erstaunens in italienischen Gefilden wäre. Ob man diesen auch in württembergischen Gefilden nun öfter hört, wird sich zeigen.
Frauchen ging es nicht so prickelnd und wollte irgendwie auch länger nicht mit. Da triggerte ich an einem Dienstagabend einfach mal einen Kumpel an, welcher für solche Unterfangen immer zu haben ist.
An einem Dienstagabend rechnete ich nicht mit einer Reservierung und es klappte tatsächlich auch ohne, wenngleich dann doch gut was los war.
Wir wurden freundlich begrüßt und konnten uns einen Zweiertisch an der Fensterfront aussuchen. Die Karten lagen schon als bedruckte DIN-A3-Blätter auf dem Tisch und zeigten auch gleich die Ausrichtung der Küche: Pizza Napoletana.
Ein kleiner Pastabaukasten mit 5 versch. Ausrichtungen war auch noch vorhanden. Jeweils „Pasta nach Wahl“. Also „napoletana“, „arrabiata“, „bolognese“, „pesto“ und „carbonara“. Die verschiedenen Pasta habe ich nicht erfragt, dürften sich aber im absoluten Standardbereich bewegen und eher nicht hausgemacht sein.
Dazu gesellten sich noch zwei unausweichliche Zugeständnisse, die in einem deutschen Vereinsheim einfach anzubieten sind, da der Vorstand wohl nicht zufrieden wäre: Schnitzel und Maultaschen. Aber auch das dürfte in der Küche keine erhöhte Betriebstemperatur hervorrufen. Sind doch auch diese Zugeständnisse problemlos vorzuhalten.
Für uns sollte es aber unbedingt die Neapolitanische Wunderdroge für den gemeinen Pizzajunkie sein.
Neben einem Weizenbier (0,5L zu 4,50) orderte ich bei nächster Gelegenheit eine Pizza Fratello (14,50) beim Bruder am Gaumen. Diese war mit einer ellenlangen Beschreibung versehen die ich hier mal aufs Wesentliche konzentriere: Tomatensoße, Mozzarella, scharfe Salami.
Kumpel wählte die Pizza Parma (14,60). Zusammenfassung: Tomatensoße, Mozzarella, Parmaschinken, Basilikum.
Die Biere kamen zügig, waren gut gekühlt und schmeckten wie erwartet gut.
Aber auch die Pizzen brauchten nicht wirklich Zeit um mit Umweg über den Ofen an unseren Tisch zu finden.
Kumpels Pizza sah etwas eindimensional aus und er merkte umgehend an, dass der Parmaschinken heuer etwas spärlich darüber wäre.
Die Servicedame entschuldigte sich umgehend und nahm die Pizza schnell wieder mit in die Küche. Dort wurde sie dann ausgesprochen großzügig mit dem namensgebenden Schinken versorgt und landete schnell wieder am Tisch.
So machte sie richtig was her und Kumpel war auch sehr zufrieden.
Ganz so toll sah meine Pizza leider nicht aus, aber entscheidend ist ja auf dem Teller.
Und am Gaumen.
Und da glänzte sie durchaus ebenfalls. Ein perfekter, luftig-krosser Rand und ein schöner dünner Boden.
Der Belag war angenehm würzig und ich war sehr zufrieden. Bis zu dem Punkt als ich quasi tiefer in den Fladen vordrang. Da war der Boden nicht mehr wirklich habbar und nur noch Matsch. Sehr ärgerlich, denn dem Bräunungsgrad nach hätte da eine halbe Minute mehr nicht geschadet.
Allerdings habe ich den Ofen selbst nicht gesehen und kann nicht sagen „an wat hat et jelegen“? Ich vermute eine Kombi aus zu kaltem Stein (<350°C) und zu kurzer Verweildauer, da der deutsche Michelpizzaesser das Dunkle an den Pizzarändern als „verbrannt“ und somit das ganze Rund als komplett ungenießbar ansieht.
Da das Haus noch nicht lange in den neuen Räumen war sehe ich diese Fauxpas als noch nicht so gravierend an. Auch der Bon war noch ein handschriftlicher Zettel. Auch das wird sich sicherlich einstellen.
In dem Raum ist es nett und angenehm schallgedämpft. Das mag an der flauschigen Decke liegen und ist sicherlich eine gute Idee. Ob die Illumination der Decke und des Raumes im Allgemeinen eine gute Idee ist, mag im Auge des Betrachters liegen. Das Meinige bekam Schluckauf...
Im Sommer ist es sicherlich angenehm auf der großzügigen Terrasse.
Ach ja, das ganze Ensemble ist dahingehend barrierefrei, als dass es ebenerdig ist. Ob dies die Toiletten ebenfalls sind (ebenerdig, geräumig) kann ich leider nicht sagen.
Es hat Spaß gemacht mit dem Kumpel mal wieder ein gutes Bier zu trinken und es war letztlich schon eine recht gute Pizza.
Warum ich seither nicht wieder dort war?
Ich kann es mittlerweile selbst sogar besser. Aber das ist eine andere Geschichte ;-)
Im Frühjahr 2024 stieß ich auf einen Bericht in der lokalen Zeitung, dass ein Pizzadealer, welcher von einem sehr unvorteilhaften Standort in Winnenden (welchen ich darum auch nie aufsuchte) sein Domizil für überwiegend Lieferpizza an einen anderen Standort wechseln wolle. An diesem, dann natürlich mit Vorort-Speisung, sollte man die gelobte Pizza Napoletana dann auch frisch genießen können.
Das Tennisheim des TC Winnenden.
Ja, da war mal was.
Eine mittelprächtige Pizzeria mit starken Anlaufschwierigkeiten wurde von mir 2016 hier präsentiert. Wie lange sie... mehr lesen
Ristorante OUH
Ristorante OUH€-€€€Restaurant, Pizzeria07195 3127Albertviller Straße 40, 71364 Winnenden
3.5 stars -
"Reduce to the max, irgendwie" AndiHaIm Frühjahr 2024 stieß ich auf einen Bericht in der lokalen Zeitung, dass ein Pizzadealer, welcher von einem sehr unvorteilhaften Standort in Winnenden (welchen ich darum auch nie aufsuchte) sein Domizil für überwiegend Lieferpizza an einen anderen Standort wechseln wolle. An diesem, dann natürlich mit Vorort-Speisung, sollte man die gelobte Pizza Napoletana dann auch frisch genießen können.
Das Tennisheim des TC Winnenden.
Ja, da war mal was.
Eine mittelprächtige Pizzeria mit starken Anlaufschwierigkeiten wurde von mir 2016 hier präsentiert. Wie lange sie
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Dieses Mal war ich mit dem Kollegen da und es wurde auch eine Übernachtung geplant. Mittags ging es mit den Mitarbeitern/Studies/Profs in die Mensa. Danach war mir mal wieder bewusst, warum über viele Mensen so herzhaft gelästert wird.
Zum Abend musste es dann etwas Herzerwärmenderes sein.
Kollege ist nach eigener Aussage Allesesser. Zwar auch ansprechenderem Essen zugeneigt, es ginge notfalls aber auch alles was satt macht.
Punktum, er hatte sich noch gar nicht dafür interessiert. Vielleicht hatte er es aber auch darauf ankommen lassen, dass ich da etwas Initiative zeige, da es in kleinem Kollegenkreis schon durchaus bekannt ist, was bei mir zuhause manchmal auf den Tisch kommt ;-)
Tja und wenn der AndiHa auf Reisen ist, dann scannt er die Möglichkeiten. Daß es zu dem anvisierten Haus aber schon eine GG-Bewertung gab, das kam mir nicht in den Sinn. Zumindest nicht rechtzeitig unterwegs. Zuhause dann gleich mal danach gesucht und beim Lesen so manches mal genickt. Aber der Reihe nach.
Zu dem Haus, welches offenbar das (bis dato?) dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte überlebt hat und im Äußeren eine schöne und etwas mondäne Architektur zeigt, ging es vom Hotel aus fußläufig. Parkplätze gibt es in der näheren Umgebung. Doch ob jemals einer frei ist, das steht wohl auf einem anderen Blatt. Soll heißen: Per Pedes ist man in der Gegend besser unterwegs. Oder eben mit den öffentlichen Rumpelkammern auf Gleisen.
Kommt man rein, dann eröffnet sich einem ein sehr hoher und weitläufiger Raum welcher durch seine extravaganten Deckenleuchter, die ein orange changierendes Licht ausstrahlen, eine deutliche Spur Gemütlichkeit ausstrahlt. Das sieht schon sehr einladend aus.
Zentral kommt man auf einen Pult zu an dem unmissverständlich dazu aufgefordert wird bitte kurz zu warten, bis man zu (s)einem Platz gebracht wird. Der ausgesprochen freundliche „Platzhalter“ war aber auch gleich zur Stelle und führte uns zu einem strategisch sehr günstigen Zweiertisch auf einer der zwei Emporen, die sich links und rechts an der Wand befanden.
Dann bekamen wir auch die angemessene Zeit uns erst mal zu akklimatisieren und die Karten in Holzständern (dort mitsamt Servietten und Besteck) zu scannen.
So schön und angenehm das Licht dort auch war, aber, das trübe Licht und das alternde Auge forderten ihren Tribut! Und die Lesebrille ruhte sich im Hotel aus.
Als der Cameriere (er begrüßte uns zumindest mit „buona sera“ (hatte aber ein zu geschliffenes deutsch ;-)) dann wieder erschien bestellte ich einfach aufs Geradehinaus ein Weizenbier. Kollege entschied sich für ein „Helles“.
Dann war Pragmatismus angesagt!
Ich knipste die Karte einfach mit der Taschenknipse ab um sie anschließend groß ziehen zu können.
Ich erzähle das jetzt nicht aus Beileidsheischerei oder Beifallsbekundungen erwartend, sondern einfach um Mitleidende auf diesen Kniff aufmerksam zu machen. Hier bei GG sind wir wohl alle nimmer 29!
Und wenn man die Linse hin und wieder reinigt, dann bekommt man das Geknipste gestochen scharf richtig groß gezogen…
Kollege wollte noch etwas Grünzeug in Form eines Beilagensalates. Als ich das hörte wurde mir gewahr, dass ich nach der mittäglichen Mensa ebenfalls noch das eine oder andere Vitaminchen aufnehmen sollte und zog gleich.
Kollege bestellte anschließen eine Pizza „Schinken-Champignons“. Die „Vodka-Peperhoney“ mit FSK18 schminkte ich mir ab, da ich mit den Gepflogenheiten (oder Geflegeltheiten) im Haus natürlich nicht vertraut war. Interessiert hätte sie mich dennoch. Aber die Gefahr den Abend zu versauen…. Naja ;-) Ich hatte mit offensiven Bestellungen ja auch schon so Manches erlebt.
Es sollte die „Don Diablo“ für saftige 16.50€ werden. Mehr auf den Namen vertrauend und weniger es wirklich gelesen (oder gar verstanden) zu haben. Laut Karte beinhaltete dieser Sehnsuchtsfladen: San Marzano Tomatensoße, Chorizo de Bellota, Fior di Latte, Bio Chili-Honig, geräuchertes Paprikapulver.
Und die Biere kamen dann doch ganz zügig. Das Weißbier von Benediktiner schmeckte gut, ließ sich mit 5,90 für die Halbe aber auch gut entlohnen. Jetzt kenne ich das Preisgefüge in KA nicht wirklich, aber das erschien mir schon recht anspruchsvoll. Was uns unterm Strich aber auch nicht wirklich von einer späteren Nachbestellung abhielt… ;-)
Natürlich dauerte es eine kleine Zeit, bis die Beilagensalate kamen. Und in der Zeit hatte ich, neben den Gesprächen mit dem Kollegen, natürlich des optimalen Emporenplatzes geschuldet, die Gelegenheit den Teigbeleger(n) (Pizzaiolo wäre zu euphemistisch!) zuzuschauen. Und was sagt Pizzapapst Teichner immer? „Wenn die Tomatensoße drauf kommt, dann läuft die Zeit! Irgendwann suppt sie sonst nämlich durch“.
Und da hatten die „Vor- und bei dem Ofensteher“ irgendwie manchmal die Ruhe weg.
A propos Ofen. Es gibt dort deren zwei und die machen optisch schon bella Figura!
Aber wichtig ist auf dem Teller, oder im Falle des Grüngutes eben im Schüsselchen. Und das war durchwachsen. Zeigte es Anfangs eine kleine Spur eines sehr interessanten und spannenden Dressings mit nettem Aroma, tauchte es mitsamt der Schüsseltiefe in ein dann irgendwann sehr bekanntes und langweiliges Dingens ein, welches sehr an tausend Inseln erinnerte. Hiermit bemängele ich ausschließlich das Dressing! Der Salat war frisch, knackig und richtig gut. Selbst die Kirschtomaten wussten ansatzweise zu gefallen. Und das um diese Jahreszeit!!!
Die Pizzen erreichten uns „mitten im Salat“ und sahen wirklich gut aus. Ein Rand wie auf Botox, neapolitanischer Art eben.
Der freundliche und zugewandte Kellner war auch sonst recht aufmerksam. Er kam bald wieder an den Tisch und fragte ob ich denn ein scharfe Öl wolle. Das kam mir wie gerufen, denn die Schärfe ging bislang komplett ab. Und das Öl war mal so ein fieser Fächerstädter! Anfangs angenehme Schärfe potenzierte sich im Rachen beim Abgang nach und nach. Wie gut, dass ich vorsichtig probierte.
Dann wäre da noch der größte Schwachpunkt des Fladens, ich hatte ihn zuvor schon anklingen lassen: Der Boden war total durchgesuppt und defacto nicht vorhanden.
Was dagegen hilft?
Nur kurze Standzeit ab dem Zeitpunkt auf dem Feuchtigkeit auf den Teig kommt und eine etwas längere Backzeit (80 seconds to Napoli) bei dann vielleicht nur noch 450°C.
Kurioserweise war dem beim Kollegen nicht so. Auf dessen dünnen aber stabilen Boden schielte ich zwischendrin leicht neidisch.
Letztlich hatte es uns und mir dann doch ganz gut geschmeckt. Da dies, wie ich auch erst im Nachhinein feststellte, eine schnell wachsende Restaurantkette ist, wundert es mich umso mehr, dass solche Schwächen wie ein durchgesuppter Boden nicht schnell abgestellt werden.
Wenn man also in das Haus stolpert ist man kulinarisch nicht verloren. Man geht sicherlich auch nicht unzufrieden raus. Und im Vergleich zu Gourmies Besuch scheint sich ja auch zumindest das Rand-Flächenverhältnis etwas gebessert zu haben. Aber ob ich dennoch so schnell wieder ein Haus dieser Kette betrete will ich zwar nicht ausschließen. Es kommt aber auf die Alternativen an. ;-)
Barrierefreiheit ist mit den Emporen (Hochparterre) und Sanitäranlagen (U1) nicht unbedingt gegeben.