"Deftige Brauhausküche im familiengeführten Hotel-Gasthof"
Geschrieben am 04.11.2026 2026-11-04
Sperber-Bräu - Brauereigasthof
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Restaurant
0966187090
Rosenberger Str. 14, 92237 Sulzbach-Rosenberg
| Montag: | Ruhetag |
| Dienstag: | Ruhetag |
| Mittwoch: | Ruhetag |
| Donnerstag: | Ruhetag |
| Freitag: | Ruhetag |
| Samstag: | 12:00 - 21:00 Uhr |
| Sonntag: | 11:00 - 22:00 Uhr |
Im November & Dezember von Montag bis Freitag nur Für Events & Veranstaltungen auf Vorbestellung geöffnet. Kommt vorbei wir freuen uns auf Euch!
"Tolles Restaurant!"
Geschrieben am 04.11.2026 2026-11-04
TIO Rustica Erlangen
€-€€€
Restaurant
091314067621
Ludwig-Erhard-Straße 13, 91052 Erlangen
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Unser „Familienzimmer“, das von seiner Größe eher an eine Ferienwohnung erinnerte, befand sich im hinteren Teil des Gebäudes direkt unterm Dach und deshalb in absolut ruhiger Lage. Da es keinen Aufzug gab – der Denkmalschutz lässt grüßen – war es ein ziemlicher Kraftakt, unser Gepäck in den obersten Stock zu transportieren. Ein Aufwand, der sich jedoch komplett gelohnt hat. Selten haben wir im Zentrum eines Ortes ruhiger residiert als hier im Sperber-Bräu zu Sulzbach-Rosenberg.
Von der lebendigen Gasthofatmosphäre ein paar Etagen tiefer bekamen wir nicht das Geringste mit. Außer natürlich an den beiden Abenden, an denen wir in dem urigen Hauptgastraum bei hausgebrautem Bier und deftiger Brauhausküche saßen.
Die teilweise holzvertäfelten Wände, der rustikale Holzdielenboden und die hübsch in Szene gesetzte Deko rund um den Gerstensaft schufen eine bodenständige Atmosphäre wie man sie in einem bayerischen Brauereistüberl der gepflegten Art vorfindet.
Noch eine Spur behaglicher ging es in der benachbarten Kachelofen-Stube, einem von zwei Nebenräumen, zu. Aber auch im vorderen Gastraum, von dem aus man den Schanktresen im Blick hatte, herrschte ein gemütliches Ambiente. Sauber eingedeckte, unter Leinen versteckte Tische, nostalgisch wirkende Wandbänke und ausreichend gepolsterte Holzstühle bestimmten die Inneneinrichtung dieses Oberpfälzer Vorzeigegasthofes.
Wir waren gespannt, ob die Speisen mit der Güte der hier ausgeschenkten Hopfenerzeugnisse würden mithalten können. Bei unserer ersten Einkehr genehmigte ich mir zwei naturtrübe, untergärige „Zoigl-Biere“ (0,4l für 4,20 Euro), die mit angenehm hefiger Hopfenwürze überzeugten und mich später wohlsediert den Tag beschließen ließen.
Meiner beiden Damen Durst wurde zeitgleich mit einer kleinen Apfelschorle (0,2l für 3,60 Euro), einem alkoholfreien Hellen (0,4l für 4,80 Euro) und einer Flasche Tafelwasser (0,5l für 4,20 Euro) gestillt.
Wenig später meisterten meine Tochter und ich eine recht salzwürzige Leberknödelsuppe mit Backerbsen (6,90 Euro).
Bärlauch- und Spargelcremesuppe von der mit saisonalen Empfehlungen bestückten Wochenkarte hatten an diesem Abend das Nachsehen. Dafür machten danach die Spaghetti in Bärlauchcremesoße (15,90 Euro) das vegetarische Rennen, welches wir gerecht unter uns auslöffelten.
Die stattliche Nudelportion wäre mir als Alleinesser auch zu mächtig gewesen. Gut, dass mich dabei meine beiden Mädels unterstützten.
Feldsalatblätter, Sprossen und Tomate frischten den sättigenden, laut Karte aus selbstgemachten Spaghetti bestehenden Pastateller ein wenig auf. Den geschmacklichen Rest erledigte das würzige Frühlingsgrün in der Soße. In der Summe ein solides Nudelgericht in dazu passend gewählter, dunkler Keramik.
Auch bei der großzügig belegten Braumeister-Platte (12,90 Euro) war Teilen das Gebot der Stunde.
Obatzda, Emmentaler, geräucherter Schinken, Bierschinken, Butter, rote Zwiebel, Essiggurke, Salat und – für die gebotene Belagsfülle etwas zu wenig – Bauernbrot luden zu einer zünftigen Brotzeit ein. Die appetitlich auf einem Holzbrett arrangierten, deftigen Vespereien machten zum süffigen Hausgebrauten eine gute Figur. Und mit ein paar Brotscheiben extra ließ sich die Platte auch anständig putzen.
Am Abend darauf genossen wir hier drei nahrhafte Hauptgerichte. Meine Frau tat sich an einem cremigen Pilzragout mit zwei hausgemachten Semmelknödeln gütlich, während das Töchterchen mal wieder Appetit auf Käsespätzle (13,90 Euro) hatte. Mich lachte dagegen das Braumeisterschnitzel mit Wedges und Obazda (19,90 Euro) am meisten an. Als blattgrünes Add-On bestellte meine Gattin noch einen Beilagensalat (4,90 Euro).
Die Verwendung von Braumalzgerste bei der Panierung verlieh dem saftigen Schnitzel vom Schwein noch mehr Knusper.
Die Wedges kamen kross frittiert aus den Tiefen der kühlen Truhe und wurden bereitwillig in das Schälchen mit Obazda gedippt. Solide auf den Teller gebrachte Hausmannskost, die zum süffigen „Hellen“ sehr gut funktionierte. Manchmal braucht es gar nicht mehr.
Auch Frau und Kind waren mit ihren fleischlosen Sattmachern zufrieden. Die üppig angegossene Pilzrahmsauce meiner Gattin punktete mit Aroma und reichlich Schwammerl-Einlage. Dazu passend: die beiden fluffigen Semmelknödel mit Geschmack.
Den Rest der würzigen Käsespätzle des Töchterchens teilten sich meine Frau und ich als „Nachtisch“. Und ich muss zugeben, dass mir dieses vegetarische Wirtshaus-Schmankerl durchaus taugte. Zumal die Spätzle hier scheinbar selbst hergestellt bzw. gepresst wurden und auch bei der verwendeten Käsemischung auf eine ordentliche Würze geachtet wurde.
Wer auf handwerklich tadellos zubereitete Brauhausküche steht und dabei keine saisonale Abwechslung scheut, ist bei der Familie Sperber gut aufgehoben. In dem gepflegt wirkenden Gasthof lässt es sich gut aushalten. Oberpfälzer Geselligkeit trifft hier auf süffige Gerstensäfte.
Und auch die Preise bewegen sich für die gebotene Qualität im nachvollziehbaren Bereich.
Aufgrund der etwas dünn erscheinenden Personaldecke beim Service, kann es manchmal etwas länger dauern. Aber eine Gastwirtschaft ist schließlich kein Schnellimbiss. Wohlgehopfte Entschleunigung der fränkischen Art gehört im Ortskern von Sulzbach-Rosenberg wahrscheinlich zum Konzept des Hauses.
Ein Konzept, das uns übrigens auch als Übernachtungsgäste überzeugte. Die ruhige, geräumige Familienwohnung unterm Dach war für uns ideal. Auch wenn sie von der Ausstattung her noch aus der Zeit vor der Generalrenovierung des Hotels stammte. Aber das hatte auch seinen Charme. Hier würden wir jederzeit wieder übernachten und dann selbstverständlich auch im Gasthof einkehren.
Mein besonderer Dank gilt Herrn Michael Sperber, mit dem die Kommunikation im Vorfeld und während unseres Aufenthalts reibungslos klappte und den ich als sympathisch-bodenständigen Hotelbetreiber wahrnahm. Die Oberpfalz ist ein idyllischer Landstrich, der uns ein paar schöne Tage bei bestem April-Wetter bescherte. Der nächste Osterurlaub „ins Frränggische“ ist bereits in Planung.