"Fränkische Schlachtplatte statt kulinarischer Leichtbauweise"
Geschrieben am 06.11.2026 2026-11-06 | Aktualisiert am 06.11.2026
Gasthaus Zur Linde
€-€€€
Restaurant, Biergarten
098318528
Eleonore-von-Lentersheim-Straße 25, 91710 Gunzenhausen
| Montag: | Ruhetag |
| Dienstag: | 10:00 - 18:00 Uhr |
| Mittwoch: | 10:00 - 18:00 Uhr |
| Donnerstag: | 10:00 - 18:00 Uhr |
| Freitag: | 10:00 - 18:00 Uhr |
| Samstag: | 10:00 - 18:00 Uhr |
| Sonntag: | 10:00 - 18:00 Uhr |
| Montag: | 17:00 - 23:00 Uhr |
| Dienstag: | Ruhetag |
| Mittwoch: | 17:00 - 23:00 Uhr |
| Donnerstag: | 17:00 - 23:00 Uhr |
| Freitag: | 17:00 - 23:00 Uhr |
| Samstag: | 17:00 - 23:00 Uhr |
| Sonntag: | Ruhetag |
| Montag: | Ruhetag |
| Dienstag: | 12:00 - 15:00 Uhr und 17:00 - 21:00 Uhr |
| Mittwoch: | 12:00 - 15:00 Uhr und 17:00 - 21:00 Uhr |
| Donnerstag: | 12:00 - 15:00 Uhr und 17:00 - 21:00 Uhr |
| Freitag: | 12:00 - 15:00 Uhr und 17:00 - 21:00 Uhr |
| Samstag: | 12:00 - 15:00 Uhr und 17:00 - 21:00 Uhr |
| Sonntag: | Ruhetag |
"Neapolitanische Pizza vom Feinsten – mit Schere und Leidenschaft"
Geschrieben am 06.11.2026 2026-11-06
LUCA - Pizza Napoletana
€-€€€
Restaurant, Pizzeria
Karlstraße 2, 72072 Tübingen
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen 







Limoncello Spritz - 7,50 €
Margherita - 15 €l
Diavola - 17 €
Tonno Bianca - 21 €

Der Innenbereich präsentiert sich rustikal, weitgehend unspektakulär, aber ausgesprochen gepflegt. Im Hauptgastraum sorgt zu dieser Jahreszeit der eingeheizte Kachelofen für wohlige Wärme und jene gemütliche Wirtshausatmosphäre, die andernorts längst modernen Einrichtungskonzepten geopfert wurde. Nebenan befindet sich ein größerer Saal für Familienfeiern und Veranstaltungen, der heute Abend allerdings dunkel bleibt.
Während Michael Gieser in der Küche das Regiment führt, kümmern sich seine Frau Ina und eine weitere Mitarbeiterin um das Wohl der Gäste. Ab 18 Uhr füllen sich die Tische zusehends, und wer abends einen der begehrten Plätze ergattern möchte, tut gut daran, rechtzeitig zu reservieren.
Angeboten werden neben der üppigen Schlachtplatte auch Kesselfleisch, vorzugsweise Kopffleisch, Krautfleisch aus gekochtem Schweinebauch, gekochtes Schäufele oder Knöchle sowie Leberwürste und selbstverständlich fränkische Bratwürste. Je nach Gericht begleitet von Brot, Sauerkraut oder Kartoffeln. Eine Speisenauswahl, bei der Kalorienzähler besser gleich einen freien Abend einlegen.
Getränkeseitig gibt es frisch gezapftes Bier der Landwehr-Bräu sowie Flaschenbier von Gutmann. Dazu eine kleine Weinauswahl, die üblichen alkoholfreien Getränke und natürlich den einen oder anderen Verdauungsschnaps, der nach solch deftiger Kost durchaus seine Berechtigung beansprucht – zumindest nach alter Wirtshaustradition.
Da ich heute tagsüber noch nicht allzu viel gegessen habe, entscheide ich mich für die komplette Schlachtplatte. Aus früheren Besuchen weiß ich allerdings, dass selbst ein ordentlich ausgehungerter Gast hier durchaus an seine Kapazitätsgrenzen geraten kann.
Ein herrlicher Duft nach frisch gebrühten und gebratenen Schweinereien steigt in die Nase. Hier wird nichts filigran arrangiert, mit Schäumchen dekoriert oder unter kunstvollen Saucenspiegeln versteckt. Fränkische Wirtshausküche in ihrer ursprünglichsten Form – ehrlich, herzhaft und ohne kulinarische Verrenkungen.
Mit dem zweiten Landwehrbier wird die üppige Schweinerei genüsslich vertilgt. Und siehe da: Bis auf einen winzigen Rest ist am Ende tatsächlich alles verschwunden. Offenbar hatte ich meinen Hunger doch recht realistisch eingeschätzt.
Nach derart deftiger Kost steht mir heutzutage nur noch selten der Sinn. Aber etwa einmal im Jahr, vorzugsweise in einem traditionsreichen Gasthof in Franken oder der Pfalz, darf es durchaus eine ordentliche Schlachtplatte oder Schlachtschüssel sein.