Geschrieben am 07.09.2026 2026-09-07| Aktualisiert am
08.09.2026
Besucht am 06.09.20262 Personen
Rechnungsbetrag: 53 EUR
Der Biergarten an der Insel in Gern bei Ornbau ist zu einem kleinen Paradies im fränkischen Seenland geworden. Während anderswo der Tourismus die Eigenheiten glattgebügelt hat, hat Peter Hahn hier aus einem schlichten Kiosk mit Herzblut und einer Prise Humor ein echtes Ausflugsziel gemacht. Und das Besondere: Trotz Biergarten-Atmosphäre gibt es hier Bedienung am Tisch. Keine lästigen Piepser, keine Lautsprecherdurchsagen, die die Idylle zerreißen. Stattdessen kommt das Essen ganz entspannt an den Platz. Saure ZipfelFränkische Bratwurst im EssigsudDazu gibt es ehrliche fränkische Klassiker wie Bratwürste, Saure Zipfel, also in Essig-Zwiebel-Sud gegarte Würste, Brotzeiten und saisonale Schmankerl, manchmal auch fast vergessene Kleinigkeiten wie den legendären Boxer, ein Mohnkopf in der Semmel. Humor blitzt ebenfalls durch. Wer ein Radler-Sauer bestellen wollte, fand augenzwinkernd den Hinweis auf eine Zehn-Euro-Strafe – ein Vergehen an der fränkischen Braukunst. Heute führt Peter Hahn den Biergarten meist selbst, mit Schiebermütze und ehrlichem Lächeln. Sauerbraten mit Semmelknödeln und PreiselbeerenDie Karte ist bewusst überschaubar gehalten, aber die Qualität stimmt. Schäufele mit Kartoffelklößen... innen saftig und zartaußen krosse Schwarte mit KümmelSonntags lockt das Schäufele mit kräftiger Soße und zwei Klößen – ein Preis-Leistungs-Hit, selbst wenn die Zeiten andere sind. ZwetschgendatschiApfelküchleUnd auch die klassischen Kaffeebesucher kommen nicht zu kurz. Am Nachmittag gibt es selbstverständlich Kaffee und Kuchen, ganz so, wie es sich für einen Ausflug gehört. Der Blick über den Altmühl-Zuleiter zur kleinen Biberinsel, das frische Wasser, der Sandstrand und die Liegewiese daneben – keine städtische Kulisse, nur Natur – das rundet den Besuch ab und macht ihn fast zu einer kleinen Auszeit. So entsteht durch ehrliche Küche, persönliche Handschrift und die fast postkartenreife Lage am Wasser ein stimmiges Gesamtbild. Ein Biergarten, der zeigt, dass es mehr sein kann als schnelle Abfertigung – nämlich ein Platz, an dem man gern verweilt.
Der Biergarten an der Insel in Gern bei Ornbau ist zu einem kleinen Paradies im fränkischen Seenland geworden. Während anderswo der Tourismus die Eigenheiten glattgebügelt hat, hat Peter Hahn hier aus einem schlichten Kiosk mit Herzblut und einer Prise Humor ein echtes Ausflugsziel gemacht.
Und das Besondere: Trotz Biergarten-Atmosphäre gibt es hier Bedienung am Tisch. Keine lästigen Piepser, keine Lautsprecherdurchsagen, die die Idylle zerreißen. Stattdessen kommt das Essen ganz entspannt an den Platz.
Dazu gibt es ehrliche fränkische Klassiker wie Bratwürste,... mehr lesen
Biergarten an der Insel Gern
Biergarten an der Insel Gern€-€€€Biergarten01705258936Am Anger 2, 91737 Ornbau
4.5 stars -
"Zehn Jahre Paradies „An der Insel“" GastonDer Biergarten an der Insel in Gern bei Ornbau ist zu einem kleinen Paradies im fränkischen Seenland geworden. Während anderswo der Tourismus die Eigenheiten glattgebügelt hat, hat Peter Hahn hier aus einem schlichten Kiosk mit Herzblut und einer Prise Humor ein echtes Ausflugsziel gemacht.
Und das Besondere: Trotz Biergarten-Atmosphäre gibt es hier Bedienung am Tisch. Keine lästigen Piepser, keine Lautsprecherdurchsagen, die die Idylle zerreißen. Stattdessen kommt das Essen ganz entspannt an den Platz.
Dazu gibt es ehrliche fränkische Klassiker wie Bratwürste,
Der Forellenhof Hechlingen, geführt von Marcus Zäh, liegt in Hechlingen am See, nördlich des Hahnenkammsees im Fränkischen Seenland. Der See ist nicht an die Main-Donau-Überleitung angeschlossen. Sein Einzugsgebiet ist vergleichsweise wenig besiedelt und landwirtschaftlich kaum belastet, was zu einer hervorragenden Wasserqualität beiträgt. Der familiengeführte Hof bietet eine großzügige Hotelanlage mit komfortablen Zimmern und ein Restaurant mit Schwerpunkt auf frischen Forellen aus benachbarter Zucht sowie Damwild. Der Gastraum ist mit viel Holz in klassisch fränkischem Stil gestaltet und vermittelt eine warme, bodenständige Atmosphäre. Unter der Woche ist abends geöffnet, an Wochenenden meist auch mittags. Der Service ist sehr freundlich und aufmerksam. Kulinarisch setzt die Küche auf regionale, bewusst unprätentiöse Zubereitung. Die Forelle wird beispielsweise als Forelle Blau mit zerlassener Butter oder gebacken jeweils mit klassischen Salzkartoffeln angeboten. Die Präsentation ist schlicht, aber handwerklich sauber und geschmacklich überzeugend. Die Frische des Fischs ist deutlich wahrnehmbar, was auf die regionale Herkunft aus der nahegelegenen Zucht hinweist. Insgesamt eine Küche, die auf solide Qualität und ehrliche Aromen setzt und damit überzeugt.
Der Forellenhof Hechlingen, geführt von Marcus Zäh, liegt in Hechlingen am See, nördlich des Hahnenkammsees im Fränkischen Seenland. Der See ist nicht an die Main-Donau-Überleitung angeschlossen. Sein Einzugsgebiet ist vergleichsweise wenig besiedelt und landwirtschaftlich kaum belastet, was zu einer hervorragenden Wasserqualität beiträgt. Der familiengeführte Hof bietet eine großzügige Hotelanlage mit komfortablen Zimmern und ein Restaurant mit Schwerpunkt auf frischen Forellen aus benachbarter Zucht sowie Damwild. Der Gastraum ist mit viel Holz in klassisch fränkischem Stil gestaltet und vermittelt eine warme,... mehr lesen
Restaurant im Landhotel Forellenhof
Restaurant im Landhotel Forellenhof €-€€€Restaurant09833705Unterhoferstraße 20, 91719 Heidenheim
4.0 stars -
"Forellen oder Damwild am Hahnkekammsee" GastonDer Forellenhof Hechlingen, geführt von Marcus Zäh, liegt in Hechlingen am See, nördlich des Hahnenkammsees im Fränkischen Seenland. Der See ist nicht an die Main-Donau-Überleitung angeschlossen. Sein Einzugsgebiet ist vergleichsweise wenig besiedelt und landwirtschaftlich kaum belastet, was zu einer hervorragenden Wasserqualität beiträgt. Der familiengeführte Hof bietet eine großzügige Hotelanlage mit komfortablen Zimmern und ein Restaurant mit Schwerpunkt auf frischen Forellen aus benachbarter Zucht sowie Damwild. Der Gastraum ist mit viel Holz in klassisch fränkischem Stil gestaltet und vermittelt eine warme,
Geschrieben am 06.09.2026 2026-09-06| Aktualisiert am
07.09.2026
Besucht am 25.08.2026Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 80 EUR
Mitten am malerischen Marktplatz von Gunzenhausen, in einem gepflegten historischen Eckhaus, liegt das Isola Bella – ein kleines Stück Sizilien in fränkischer Umgebung. Das Restaurant eröffnete 2022 zunächst als Kooperation; seit 2024 führt die sizilianische Familie di Pietro das Haus in Eigenregie. Und spätestens beim Blick auf die Speisekarte wird klar: Benvenuti in Sicilia!
Das 2022 neu gestaltete Restaurant empfängt seine Gäste mit einem dezent klassischen, angenehm unaufgeregten Interieur. Eine Sizilien-Karte mit dem Herkunftsort der Familie im Hinterland von Syrakus erinnert daran, wo die kulinarischen Wurzeln liegen. Der lang gezogene Gastraum führt nach hinten zu einem gemütlichen Sitzbereich mit stimmungsvoll beleuchtetem Weinregal. Vorne, rund um Kasse und Pizza-Ausgabe, kann es naturgemäß etwas lebhafter und bisweilen hektisch zugehen – ein wenig italienisches Temperament gehört schließlich dazu. Wer es ruhiger mag, zieht sich nach hinten oder in den Nebenraum zurück. Und bei schönem Wetter sitzt man auf der großzügigen, von Schirmen beschatteten Terrasse direkt am Gunzenhäuser Marktplatz. Vielleicht nicht ganz so bequem wie im Restaurant, dafür entschädigen ein leichter Windhauch und der Blick auf die altehrwürdige fränkische Stadtkulisse. Der Marktplatz ist dabei weniger Platz im klassischen Sinne als die verkehrsberuhigte Straße durch die historische Stadtmitte – der geringe Verkehr stört die entspannte Atmosphäre jedoch kaum.
Chef Giuseppe di Pietro kocht kreativ und authentisch sizilianisch, seine Frau führt herzlich, aufmerksam und souverän durch den Service – und auch der Pizzaiolo versteht sein Handwerk. Pizza ’Nduja mit BurrataDie Pizza kommt mit luftig-fluffigem Rand und aromatischem Belag auf den Tisch: così deve essere – so soll es sein.
Für uns wird es allerdings noch interessanter, wenn man die Pizzaabteilung verlässt und sich den sizilianischen Fisch-, Fleisch- und Gemüsegerichten widmet. Frische Zutaten, kräftige mediterrane Aromen, appetitliche Präsentation – und Portionen, bei denen offensichtlich niemand Gefahr laufen soll, hungrig den Marktplatz zu verlassen. Gemischte Fisch-Vorspeise – Arancina, Sardelle „a Beccafico“, Bruschetta, marinierte Sardellen, Meeresfrüchtesalat, marinierter Lachs, frittierte Calamari, Fisch-CaponataDas zeigt bereits der Vorspeisenteller für zwei mit Arancini, Alici und verschiedenen Meeresfrüchten. Was zunächst nach einem gemütlichen Auftakt klingt, entwickelt sich schnell zu einer ernst zu nehmenden Mahlzeit. Die Familie di Pietro meint es mit ihren Gästen ausgesprochen gut: Wer diesen Teller zu zweit bewältigt, sollte beim Hauptgang entweder sehr optimistisch sein – oder gleich den direkten Weg zum Dessert ins Auge fassen. Mamma mia, hier wird nicht mit der Pinzette portioniert! Oktopus „Uranga“Besonders überzeugte uns der Oktopus „Uranga“: wunderbar zart und auf den Punkt gegart, begleitet von Kirschtomaten, roten Zwiebeln und einer fein abgestimmten Barbecue-Sauce. Oktopus „Uranga“Eine ungewöhnliche, aber ausgesprochen schmackhafte Kombination. Nur der Name „Uranga“ gibt uns weiterhin Rätsel auf. Was genau sich dahinter verbirgt, blieb ungeklärt – ein guter Grund, beim nächsten Besuch nachzufragen. Schließlich braucht man ja einen Anlass, wiederzukommen. Fischfilet in würziger Brotkruste mit Sizilianischem Salat, Kirschtomaten, Zwiebeln, Kapern, Oliven und BasilikumNicht weniger gelungen war das Fischfilet in würziger Brotkruste: optimal gegart und wunderbar saftig, dazu ein sizilianischer Salat mit Kirschtomaten, roten Zwiebeln, Kapern, Oliven und Basilikum. Frisch, mediterran und aromatisch – ein Gericht, bei dem man gedanklich den Gunzenhäuser Marktplatz kurz gegen eine Terrasse am Mittelmeer eintauscht. Tenuta Iuzzolini - Donna Giovanna 2025Zum Oktopus machte sich der Donna Giovanna 2025 aus Kalabrien ausgezeichnet. Überhaupt gefällt die Getränkekarte: Neben regionalem Bier findet sich eine schöne Auswahl italienischer Weine, und erfreulicherweise werden auch die Flaschenweine zu erstaunlich fairen Preisen angeboten. Das macht die Entscheidung für eine ganze Flasche deutlich leichter – salute! CannoloUnd wer entgegen aller Erwartungen noch ein kleines Eckchen im Magen findet, landet natürlich bei den Cannoli. Typisch sizilianisch und geschmacklich sehr gut; lediglich die Teigrolle hätte für unseren Geschmack etwas mürber und weniger hart sein dürfen. Aber nach diesem Essen wäre es Jammern auf ziemlich hohem – und vor allem gut gefülltem – Niveau.
Der herzliche und aufmerksame Service rundet das Gesamtbild ab. Das Motto des Hauses, die „Liebe zu frischen Zutaten und gutem Geschmack“, ist hier erfreulicherweise nicht nur Homepage-Lyrik, sondern landet tatsächlich auf dem Teller. Fazit: Authentische sizilianische Küche, ausgezeichnete Pizza, hervorragend gegarter Fisch, großzügige Portionen und eine erfreulich faire Weinauswahl. Dazu Gastgeber, bei denen man spürt, dass sie ihre Gäste nicht nur bewirten, sondern ihnen etwas Gutes tun wollen. Ein schönes Stück Sizilien mitten in Gunzenhausen – oder, um es italienisch zu sagen: Ci vediamo! Wir sehen uns wieder.
P.S. Die beschriebenen Gerichte haben wir zu zweit an zwei verschiedenen Abenden im August im Isola Bella genossen; pro Abend lagen wir bei etwa 80 Euro. Angesichts der Qualität, der Frische und der wirklich üppigen Portionen empfinden wir das als stimmiges, faires Preis-Leistungs-Verhältnis.
Mitten am malerischen Marktplatz von Gunzenhausen, in einem gepflegten historischen Eckhaus, liegt das Isola Bella – ein kleines Stück Sizilien in fränkischer Umgebung. Das Restaurant eröffnete 2022 zunächst als Kooperation; seit 2024 führt die sizilianische Familie di Pietro das Haus in Eigenregie. Und spätestens beim Blick auf die Speisekarte wird klar: Benvenuti in Sicilia!
Das 2022 neu gestaltete Restaurant empfängt seine Gäste mit einem dezent klassischen, angenehm unaufgeregten Interieur. Eine Sizilien-Karte mit dem Herkunftsort der Familie im Hinterland von Syrakus erinnert... mehr lesen
4.5 stars -
"Isola Bella – ein Stück Sizilien in Gunzenhausen" GastonMitten am malerischen Marktplatz von Gunzenhausen, in einem gepflegten historischen Eckhaus, liegt das Isola Bella – ein kleines Stück Sizilien in fränkischer Umgebung. Das Restaurant eröffnete 2022 zunächst als Kooperation; seit 2024 führt die sizilianische Familie di Pietro das Haus in Eigenregie. Und spätestens beim Blick auf die Speisekarte wird klar: Benvenuti in Sicilia!
Das 2022 neu gestaltete Restaurant empfängt seine Gäste mit einem dezent klassischen, angenehm unaufgeregten Interieur. Eine Sizilien-Karte mit dem Herkunftsort der Familie im Hinterland von Syrakus erinnert
Die malerische Gunzenhäuser Kultkneipe mit wechselvoller Geschichte schließt nach dem erfolgversprechenden Neustart im Jahr 2024 bereits nach 2 Jahren wieder.
Info der Nürnberger Nachrichten:
"Gastronomie in Gunzenhausen: Kult-Wirt „Bello“ hört im Holzwurm auf - die Gesundheit!
Gunzenhausen - Das ist keine gute Nachricht für seine vielen Stammgäste: Gesundheitliche Gründe zwingen den Gunzenhäuser Kult-Gastronomen Semsettin Türüc nach Jahrzehnten im Gastgewerbe zum Schlussstrich."
Die malerische Gunzenhäuser Kultkneipe mit wechselvoller Geschichte schließt nach dem erfolgversprechenden Neustart im Jahr 2024 bereits nach 2 Jahren wieder.
Info der Nürnberger Nachrichten:
"Gastronomie in Gunzenhausen: Kult-Wirt „Bello“ hört im Holzwurm auf - die Gesundheit!
Gunzenhausen - Das ist keine gute Nachricht für seine vielen Stammgäste: Gesundheitliche Gründe zwingen den Gunzenhäuser Kult-Gastronomen Semsettin Türüc nach Jahrzehnten im Gastgewerbe zum Schlussstrich."
https://www.nn.de/region/gunzenhausen/gastronomie-in-gunzenhausen-kult-wirt-bello-hort-im-holzwurm-auf-die-gesundheit-1.15182371
stars -
"Erneutes Aus für den Holzwurm" GastonDie malerische Gunzenhäuser Kultkneipe mit wechselvoller Geschichte schließt nach dem erfolgversprechenden Neustart im Jahr 2024 bereits nach 2 Jahren wieder.
Info der Nürnberger Nachrichten:
"Gastronomie in Gunzenhausen: Kult-Wirt „Bello“ hört im Holzwurm auf - die Gesundheit!
Gunzenhausen - Das ist keine gute Nachricht für seine vielen Stammgäste: Gesundheitliche Gründe zwingen den Gunzenhäuser Kult-Gastronomen Semsettin Türüc nach Jahrzehnten im Gastgewerbe zum Schlussstrich."
https://www.nn.de/region/gunzenhausen/gastronomie-in-gunzenhausen-kult-wirt-bello-hort-im-holzwurm-auf-die-gesundheit-1.15182371
Geschrieben am 14.05.2026 2026-05-14| Aktualisiert am
14.05.2026
Seit vergangenem Jahr beweist das Gebauer’s Edeka-Center in Bonlanden eindrucksvoll, dass man für ein französisches Fine-Dining-Erlebnis nicht zwingend nach Paris reisen muss – manchmal reicht auch ein Einkaufswagen als Alternative zum TGV. OrangerieMitten im Supermarkt befindet sich die Orangerie, eine stilvolle französische Brasserie rund um einen prächtigen Orangenbaum, geführt von Chefkoch Mohammed Ez-Zaky.
Die Speisekarte liest sich wie ein Kurzurlaub in Frankreich: Austern, Hummer, Quiche Lorraine oder Bouillabaisse – hier kann man sich kulinarisch verwöhnen lassen. Wem der Sinn nach Fleisch steht, findet vom Wagyu-Burger über Entrecôte bis hin zum Dry-Aged Irish Tomahawk-Steak (750 Gramm) alles, was Herz und Gaumen begehren.
Gruß aus der KücheBereits der Gruß aus der Küche macht klar, dass man sich hier nicht in der üblichen Supermarkt-Gastronomie befindet. Serviert wurde eine herrliche Oliventapenade mit zwei Brotsorten – darunter das legendäre rote „Teufelchen“-Brot aus der Eselsmühle in Leinfelden. Rote Bete, Apfel, Walnüsse und eine feine Meerrettichnote verbinden sich hier zu einem Brot, bei dem man kurz vergisst, dass man eigentlich „nur“ im EDEKA ist.
Canard à l’Orange - Sauce au Grand MarnierWir bleiben klassisch bei der berühmten Canard à l’Orange: butterzarte rosa Entenbrust, sous-vide gegart und knusprig auf der Haut gegrillt, serviert mit Sauce au Grand Marnier, cremigem Gratin Dauphinois und aromatischem Ratatouille. Très magnifique!
Bouillabaisse MarseillaiseEin weiteres Highlight war die Bouillabaisse Marseillaise: eine klassische französische Fischsuppe mit Safran-Kartoffeln, edlen Mittelmeerfischen, Muscheln, Garnelen, Gruyère, Rouille und knusprigen Croûtons – Garpunkt und Aroma exzellent.Gruyère, Rouille auf knusprigem Croûton
Dazu ein hervorragend passender LaCheteau Sancerre AOC 2024 im Offenausschank (0,2 l für unter 10 €).
Tresen mit Tür zur WeinabteilungZwar stehen lediglich sechs weitere offene Weine auf der Karte, doch darüber hinaus warten in den direkt ans Restaurant angrenzenden Weinregalen über 2.000 Positionen auf ihren großen Auftritt. Gegen äußerst faire 5 Euro Korkgeld wird die Wunschflasche fachgerecht serviert, gekühlt oder auf Wunsch dekantiert.
Der aufmerksame und sympathische Service durch Philipp rundet den Nachmittag perfekt ab: freundlich, professionell und mit genau dem richtigen Gespür zwischen gehobener Gastronomie und entspannter Brasserie-Atmosphäre.
Die Orangerie schafft etwas, das wir sehr schätzen: echtes Fine Dining ohne steife Attitüde.
Zudem ein Ort, an dem man erst Bouillabaisse schlürft und danach noch kurz Vacherin, Kartoffeln, Baguette und einen Fendant für den gemeinsamen Abend zuhause einkauft. Savoir-vivre trifft Filderstadt – und das überraschend grandios. Am 12. Mai 2026 haben wir hier zu zweit dafür faire 85 € + Trinkgeld bezahlt.
Seit vergangenem Jahr beweist das Gebauer’s Edeka-Center in Bonlanden eindrucksvoll, dass man für ein französisches Fine-Dining-Erlebnis nicht zwingend nach Paris reisen muss – manchmal reicht auch ein Einkaufswagen als Alternative zum TGV. Mitten im Supermarkt befindet sich die Orangerie, eine stilvolle französische Brasserie rund um einen prächtigen Orangenbaum, geführt von Chefkoch Mohammed Ez-Zaky.
Die Speisekarte liest sich wie ein Kurzurlaub in Frankreich: Austern, Hummer, Quiche Lorraine oder Bouillabaisse – hier kann man sich kulinarisch verwöhnen lassen. Wem der Sinn nach Fleisch... mehr lesen
4.5 stars -
"Fine Dining neben Gemüseabteilung und Wursttheke" GastonSeit vergangenem Jahr beweist das Gebauer’s Edeka-Center in Bonlanden eindrucksvoll, dass man für ein französisches Fine-Dining-Erlebnis nicht zwingend nach Paris reisen muss – manchmal reicht auch ein Einkaufswagen als Alternative zum TGV. Mitten im Supermarkt befindet sich die Orangerie, eine stilvolle französische Brasserie rund um einen prächtigen Orangenbaum, geführt von Chefkoch Mohammed Ez-Zaky.
Die Speisekarte liest sich wie ein Kurzurlaub in Frankreich: Austern, Hummer, Quiche Lorraine oder Bouillabaisse – hier kann man sich kulinarisch verwöhnen lassen. Wem der Sinn nach Fleisch
Geschrieben am 05.04.2026 2026-04-05| Aktualisiert am
05.04.2026
Besucht am 05.12.2025Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 240 EUR
Auf unserer Entdeckungstour durch die Freiburger Innenstadt suchten wir nach einer Gastronomie, die nicht nur sättigt, sondern begeistert. Der Weihnachtsmarkt mit Glühwein, heißen Maronen und Bratwurst lockte zwar die Masse, doch uns stand der Sinn an diesem Abend nach feinerer Küche – wir wollten nicht nur essen, sondern genießen. Die ersten beiden Kandidaten? Enttäuschend auf den ersten Blick. Also entschieden wir uns für den „umgekehrten Weg“: nicht von unten nach oben, nicht von Rostbratwurst zum Flammkuchen, sondern gleich gezielt ins Gourmet-Revier südlich des Münsters.
Wolfshöhle oder …? Da kam uns die Löwengrube in den Sinn, unweit davon in der Konviktstraße – unsere Erwartung: etwas legerer und preislich zugänglicher als die besternte Wolfshöhle. Telefonisch blitzschnell reserviert – und schon standen wir im Portal zu einem kulinarischen Abenteuer
(unser Erstbesuch).
Ambiente: Die Löwengrube kombiniert die charmante Patina einer alten Weinstube mit modernem, gemütlichem Flair. Holzvertäfelungen, elegante Tischdekorationen und dezente Beleuchtung schaffen eine warme, einladende Stimmung – perfekt für ein entspanntes Gourmet-Erlebnis abseits des Weihnachtsmarkttrubels und Glühweinarien.
Kulinarische Philosophie: Chef de Cuisine und Inhaber Amadeus Kura liebt regionale, saisonale Zutaten und interpretiert sie kreativ, modern und manchmal mit einem kleinen Augenzwinkern. Die kleine, feine Speisekarte wechselt regelmäßig und ist ein Fest für alle, die klassische Gerichte in überraschend neuer Gestalt genießen wollen.
Startschuss: Eine Focaccia vom „Brotbruder“ (ebenfalls aus Freiburg südlich der Dreisam) – schlicht, mit vollem Sauerteigaroma, einer dezenten Kräuternote und etwas nativem Olivenöl.
Ein Auftakt, der sagt: „Die einfachsten Genüsse sind manchmal die außergewöhnlichsten.“
Wein:
Wir entschieden uns heute für eine einzige, aber ausgesuchte Flasche. Die Weinkarte ist sorgfältig kuratiert,
legt den Fokus auf Baden und Pfalz, Bioweine und seltene Kleinproduzenten – ein Fest für Weinliebhaber.
Der Sommelier war sachlich-streng, aber kompetent. Gemeinsam landeten wir bei: Bernhard Huber, Malterdinger Chardonnay 2022. Elegant, klar, ein kräftiger Begleiter, der nie zu laut ist, aber durch das Holzfass bereits Charakter entwickelt hat.
Vorspeise: Poschiertes Ei, Topinambur, Pilz, Soja – luftig, cremig, feines Pilzaroma, das sich wie eine Wolke um das perfekt gegarte Ei legt. Jeder Bissen eine kleine Textur- und Aromarevolution – ein Auftakt, der das Genießer-Herz höherschlagen lässt.
Hauptgang 1: Rochenflügel mit Aztec Gold, Kapern und Miesmuscheln – außen herrlich angebräunt, innen glasig, leicht angewärmter Kern. Goldgelbe Kartoffeln schwimmen in einem buttrigen Fisch-Muschelfond, während die ausgelösten Miesmuscheln den edlen Fischflügel krönen. Jeder Bissen: wie eine Mini-Reise in die Bretagne.
Hauptgang 2: Hirschkalb, Rosenkohl, Gnocchi, Birne – rosa, leicht geröstet, zart und perfekt gegart (Sous-Vide?). Die Gnocchi in Törtchenform mit Maronen, Rosenkohlblätter angebraten, marinierte Birnenstücke kunstvoll wieder zu einer Birne geformt – alles auf einer feinen Wildfondreduktion. Ein Gericht, das nicht nur die Augen, sondern auch den Gaumen verwöhnt.
Käse: Auswahl Waltmann, Apfelsenf, Früchtebrot – ein kleines Weihnachtsmärchen auf dem Teller. Maître Affineur Waltmann aus Erlangen liefert eine Auswahl vom Feinsten: optimale Reife, intensives Aroma, dazu die jahreszeitlich passende Beilage – süß, würzig, festlich zugleich.
Dessert: Apfel, Zimt, Karamell – Apfel-Zimt-Sahneeis mit Crunch auf Apfel-Karamell-Kreation. Leicht, frisch, aber mit dem süß-würzigen Kick, der sofort ein Lächeln auf die Lippen zaubert.
Espresso: Mit gebrannten Mandeln – ein letzter Augenzwinkerer an den Weihnachtsmarkt.
Fazit:
Die Löwengrube ist ein Refugium für alle, die Genuss ernst nehmen – aber auch lockere, unkomplizierte Leichtigkeit schätzen. Chef Amadeus Kura zaubert Gerichte, die auf der einen Seite weltbürgerlich und experimentierfreudig sind, auf der anderen Seite farm-to-table: saisonale, regionale Produkte, kreativ kombiniert. Zeitgemäß, leicht und überraschend – nie langweilig, nie konventionell. Wein, Service, Ambiente – alles passt stimmig zusammen. Sicherlich nicht nur zur Adventszeit eine Fluchtburg für Genießer. Die relativ hohe Zahl von Sternerestaurants in Freiburg ist sicher ein Ansporn für die Küche, unsere Erwartungen hat sie voll und ganz erfüllt – in einem angenehmen Rahmen mit ebenso angenehmem Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir waren begeistert.
Auf unserer Entdeckungstour durch die Freiburger Innenstadt suchten wir nach einer Gastronomie, die nicht nur sättigt, sondern begeistert. Der Weihnachtsmarkt mit Glühwein, heißen Maronen und Bratwurst lockte zwar die Masse, doch uns stand der Sinn an diesem Abend nach feinerer Küche – wir wollten nicht nur essen, sondern genießen. Die ersten beiden Kandidaten? Enttäuschend auf den ersten Blick. Also entschieden wir uns für den „umgekehrten Weg“: nicht von unten nach oben, nicht von Rostbratwurst zum Flammkuchen, sondern gleich gezielt ins... mehr lesen
Löwengrube by Amadeus Kura
Löwengrube by Amadeus Kura€-€€€Restaurant076176991188Konviktstr. 12, 79098 Freiburg im Breisgau
5.0 stars -
"Löwengenuss satt Glühweinstress" GastonAuf unserer Entdeckungstour durch die Freiburger Innenstadt suchten wir nach einer Gastronomie, die nicht nur sättigt, sondern begeistert. Der Weihnachtsmarkt mit Glühwein, heißen Maronen und Bratwurst lockte zwar die Masse, doch uns stand der Sinn an diesem Abend nach feinerer Küche – wir wollten nicht nur essen, sondern genießen. Die ersten beiden Kandidaten? Enttäuschend auf den ersten Blick. Also entschieden wir uns für den „umgekehrten Weg“: nicht von unten nach oben, nicht von Rostbratwurst zum Flammkuchen, sondern gleich gezielt ins
Geschrieben am 03.04.2026 2026-04-03| Aktualisiert am
03.04.2026
7-Mühlental am ReichenbachDie Kochenmühle im Siebenmühlental ist ein wildromantisches Ausflugsziel für Radler, Wanderer und alle, die nach ein paar Kilometern Natur dringend eine ehrliche Stärkung brauchen. Die ehemalige Mühle liegt idyllisch am Reichenbach und gehört zu den historischen Mühlen des Siebenmühlentals, die über Jahrhunderte hinweg das Leben und Arbeiten in der Region geprägt haben. Einst wurde hier mit Wasserkraft gemahlen – heute werden eher Wanderer „aufgetankt“. .... der Besen hängt draußenBewirtschaftet wird in der Regel von Freitag bis Sonntag - und wie es sich für einen echten schwäbischen Geheimtipp gehört, gilt: Hängt draußen der Besen, ist geöffnet. Ein zuverlässigeres Leitsystem als jede App.
Ab Herbst gibt es dann den hauseigenen Most, frisch, ehrlich und mit ausreichend Charakter - solange der Vorrat reicht - also vielleicht bis ins nächste Frühjahr. Kalbsbratwurst mit KartoffelsalatFleischküchle mit Kartoffel- und KrautsalatDie deftigen Gerichte werden frisch zubereitet und schmecken genau so, wie man es sich nach einer Wanderung vorstellt: bodenständig, großzügig und absolut ohne Schnickschnack. Kalorien zählen hier höchstens die Wanderuhren, nicht die Gäste. Kurz gesagt: Ein Ort, an dem man eigentlich nur kurz einkehren wollte - und plötzlich sehr überzeugende Gründe findet, noch ein wenig sitzen zu bleiben da man mit den netten Tischnachbarn ins Plaudern gekommen ist. Ein kleines Stück gelebter Mühlengeschichte - mit sehr angenehmen Nebenwirkungen.
Die Kochenmühle im Siebenmühlental ist ein wildromantisches Ausflugsziel für Radler, Wanderer und alle, die nach ein paar Kilometern Natur dringend eine ehrliche Stärkung brauchen. Die ehemalige Mühle liegt idyllisch am Reichenbach und gehört zu den historischen Mühlen des Siebenmühlentals, die über Jahrhunderte hinweg das Leben und Arbeiten in der Region geprägt haben. Einst wurde hier mit Wasserkraft gemahlen – heute werden eher Wanderer „aufgetankt“.
Bewirtschaftet wird in der Regel von Freitag bis Sonntag - und wie es sich für einen echten... mehr lesen
4.5 stars -
"Wo der Reichenbach rauscht und der Besen hängt" GastonDie Kochenmühle im Siebenmühlental ist ein wildromantisches Ausflugsziel für Radler, Wanderer und alle, die nach ein paar Kilometern Natur dringend eine ehrliche Stärkung brauchen. Die ehemalige Mühle liegt idyllisch am Reichenbach und gehört zu den historischen Mühlen des Siebenmühlentals, die über Jahrhunderte hinweg das Leben und Arbeiten in der Region geprägt haben. Einst wurde hier mit Wasserkraft gemahlen – heute werden eher Wanderer „aufgetankt“.
Bewirtschaftet wird in der Regel von Freitag bis Sonntag - und wie es sich für einen echten
Besucht am 24.03.2026Besuchszeit: Abendessen 5 Personen
Rechnungsbetrag: 820 EUR
Manchmal gibt es Restaurantabende, bei denen man schon nach dem ersten Schritt durch die Tür denkt: „Okay, hier werde wir heute nicht nur essen – hier werden wir glücklich.“ Genau dieses Gefühl stellt sich im Fässle le Restaurant in Degerloch sofort ein. Warmes Licht, elegant gedeckte Tische und ein Hauch Savoir-vivre treffen auf entspannte schwäbische Wohlfühl-Atmosphäre – Fine Dining ohne den erhobenen Zeigefinger, dafür mit einer Prise „Mach’s dir bequem und genieße!“ Der Service ist wie ein guter Freund, der sich nicht aufdrängt, aber immer dann auftaucht, wenn man ihn braucht – die Weinflaschen jongliert mit der Gelassenheit eines Sommeliers Pascal Foechterlé, der Maître und Gastgeber, der zweite Franzose im Fässle nach Patron und Chef de Cuisine Patrick Giboin.
Um uns in die „hedonistische Bubble“ zu begeben, starten wir Vinofiel im Ländle beim Fellbacher Rainer Schnaitmann und stoßen mit einem Evoé Blanc de Noirs Brut Nature 2021 Winzersekt an. So eingestimmt ordern alle das aktuelle „Le Menu“ mit 5 oder 6 Gängen und passender Weinbegleitung.
Amuse-bouche – der kleine Kitzel Amuse boucheDer Abend startet mit einem charmanten Amuse-bouche – heiß, klein aber oho! Ein Arancini mit Käsefüllung auf dem Löffel, frisch, aromatisch und genau groß genug, um den Appetit zu wecken.
Délice von der Ente + Scheurebe Schloss Ortenberg 2024 Délice von der Ente, Leberterrine, gebackene Keule und geräucherte Brust mit Ananas, Pfeffer und SüßkartoffelDie Ente zeigt gleich ihr ganzes Talent: cremige Leberterrine (ohne Stopfleber), Entenkeulen Ragout in knusprig frittierter Teigtasche, geräucherte Brust in kleinen Röllchen – jede Variante mit Charakter. Süßkartoffel-Chips und Ananas bringen eine fröhliche Süße und freche Kicks ins Spiel. Schloss Ortenberg, Scheurebe feinfruchtig 2024Die Scheurebe ist wie ein guter Wingman: feinfruchtiger Gutswein/Kabinett, frisch, lebendig und gleichzeitig charmant genug, um die Ente nicht zu überstrahlen mit animierender Säure und leichter Restsüße. Zusammen? Ein Dreamteam auf Teller und im Glas.
Winterkabeljau + Château des Jacques Beaujolais Blanc 2024 Tranche vom Winterkabeljau mit Kalbskopfgraupen, Rosenkohl und Krustentier-BisqueDer Kabeljau perfekt gegart, saftig und zart mit knusprig gebratener Haut. Die mittlerweile klassische Fischbeilage Kalbskopfgraupen gibt Bodenständigkeit, Rosenkohl erwacht zur großen Gala mit kräftigem Röstaroma und die Krustentier-Bisque sorgt für die wertige Leinwand auf dem sich das kulinarische Bild präsentiert mit einem „Wow, das ist tiefgründig“-Momente. Château des Jacques Beaujolais Blanc, Chardonay 2024Der Chardonnay ergänzt das Gericht wie ein passender Rahmen: elegant, präsent, dezente mineralisch aber nie aufdringlich. So harmonisch, dass man sich fragt, wer führt den Reigen an, der Fisch oder der Wein.
Sorbet im Glas – Blumenkohl trifft Tandoori
Jetzt wird’s kreativ: Das Sorbet liegt auf Blumenkohl mit Tandoori Masala – ein kühler Frischekick trifft auf würzige, leichte indische Power. Überraschend, originell und irgendwie genau richtig. Ein Sorbet, das den Gaumen aufweckt und sagt: „Achtung, Hauptgang naht mit weiteren Überraschungen!“
Käseteller + Gewürztraminer aus dem Elsass 2022 Käseteller, Auswahl von verschiedenem Käse mit Dörrobst ChutneyDer Käsegang erscheint genau zum richtigen Zeitpunkt. Eine fein abgestimmte Auswahl unterschiedlich gereifter Sorten sorgt für Abwechslung von cremig-mild bis würzig-intensiv, jeweils im idealen Reifestadium serviert. Das Dörrobst-Chutney bringt die angenehme Süße ins Spiel und hebt die Aromen der Käse elegant hervor. Dazu passt der Gewürztraminer hervorragend: aromatisch, leicht exotisch und mit genug Struktur, um auch kräftigeren Sorten standzuhalten. Kurz: Man isst, nippt, nickt anerkennend und denkt: „Ja, so muss Käse sein!“
Rhabarber-Mousse + Jurançon „Clos Uroulat“ 2020 Rhabarber Mousse auf Macadamia Cookie mit eingelegtem Rhabarber und BasilikumLeicht, frisch, frech: Die Rhabarber-Mousse und -Stücke umschmeicheln den Macadamia-Cookie, Basilikum- und Minz-Sorbet mit frittierten Basilikumblättern sorgt für den kleinen Twist. "Clos Uroulat" Jurançon Domaine Charles Hours 2020 (Petit Manseng)Dazu der süße Jurançon, der den Dessert-Tanz perfekt abrundet. Der sortenreine, in Barriques ausgebaute, Petit Manseng ist weit entfernt von übersüßem Zuckerrausch, ein eleganter, zufriedener Abschluss – man lächelt automatisch.
Mignardises & Espresso – Widerstand zwecklos Feine MignardisesKleine, kunstvolle Petit Fours begleiten den Espresso. Eigentlich hatte man schon ein Dessert – aber „eigentlich“ kennt das Fässle nicht. Natürlich probiert man alles. Aus reiner Neugier versteht sich.
Fazit
Das „Le Menu“ im Fässle ist ein Abend, der zeigt: Große Küche kann entspannt, clever und spaßig sein. Französische Klassik trifft auf Kreativität, der Service ist charmant und aufmerksam – und die Weinbegleitung ist nicht nur Beiwerk, sondern ein cleverer Begleiter durch die ganze Reise.
Man kommt voller Erwartungen, geht glücklich und ein bisschen beschwingt. Und man weiß: Das hier war kein Abendessen, das war ein Erlebnis – mit Humor, Geschmacksüberraschungen und dem kleinen Luxus, dass alles einfach passt.
Manchmal gibt es Restaurantabende, bei denen man schon nach dem ersten Schritt durch die Tür denkt: „Okay, hier werde wir heute nicht nur essen – hier werden wir glücklich.“ Genau dieses Gefühl stellt sich im Fässle le Restaurant in Degerloch sofort ein. Warmes Licht, elegant gedeckte Tische und ein Hauch Savoir-vivre treffen auf entspannte schwäbische Wohlfühl-Atmosphäre – Fine Dining ohne den erhobenen Zeigefinger, dafür mit einer Prise „Mach’s dir bequem und genieße!“
Der Service ist wie ein guter Freund, der sich... mehr lesen
Fässle le Restaurant · Gourmetrestaurant
Fässle le Restaurant · Gourmetrestaurant€-€€€Restaurant0711760100Löwenstraße 51, 70597 Stuttgart
5.0 stars -
"Weinspaß mit Fine-Dining von Patrick Giboin" GastonManchmal gibt es Restaurantabende, bei denen man schon nach dem ersten Schritt durch die Tür denkt: „Okay, hier werde wir heute nicht nur essen – hier werden wir glücklich.“ Genau dieses Gefühl stellt sich im Fässle le Restaurant in Degerloch sofort ein. Warmes Licht, elegant gedeckte Tische und ein Hauch Savoir-vivre treffen auf entspannte schwäbische Wohlfühl-Atmosphäre – Fine Dining ohne den erhobenen Zeigefinger, dafür mit einer Prise „Mach’s dir bequem und genieße!“
Der Service ist wie ein guter Freund, der sich
Auch zehn Jahre später wird in der Lorenz-Straußi die weihnachtliche Reizüberflutung von Carmen und Claus Lorenz hingebungsvoll zelebriert – oder gnadenlos überdreht, je nach persönlicher Schmerzgrenze. Doch keine Sorge: Die Atmosphäre lässt sich problemlos schöntrinken. Zwischen lockerem Straußenwirtschaft-Smalltalk mit wildfremden, erfreulich netten Tischnachbarn und dem offen lodernden Kamin stellt sich rasch eine wohlige, leicht rührselige Adventsstimmung ein. Und die Augenschmerzen notorischer Kitschverächter? Die klingen spätestens auf dem Weg nach draußen langsam ab.
Der gastronomische Teil präsentiert sich solide, leidet jedoch spürbar unter der schieren Menge der Gäste. Frische und Feinheit bleiben dabei zwangsläufig auf der Strecke. Die halbe Ente kommt erwartungsgemäß vorgegart und (zu)lange warmgehalten auf den Tisch – was ihrer Saftigkeit nicht unbedingt zugutekommt. Auch das Hirschragout folgt demselben Manuskript: eine ordentliche Basis, der es jedoch an Feinschliff mangelt. Doch Claus Lorenz und sein Team versprühen eine derart ansteckend gute Laune – inklusive aufmerksamem Service – dass man geneigt ist, wohlwollend über kulinarische Schwächen hinwegzusehen. Es ist eben eine Straußenwirtschaft: Hier steht weniger die Küche als vielmehr die Stimmung im Mittelpunkt.
Auch zehn Jahre später wird in der Lorenz-Straußi die weihnachtliche Reizüberflutung von Carmen und Claus Lorenz hingebungsvoll zelebriert – oder gnadenlos überdreht, je nach persönlicher Schmerzgrenze. Doch keine Sorge: Die Atmosphäre lässt sich problemlos schöntrinken. Zwischen lockerem Straußenwirtschaft-Smalltalk mit wildfremden, erfreulich netten Tischnachbarn und dem offen lodernden Kamin stellt sich rasch eine wohlige, leicht rührselige Adventsstimmung ein. Und die Augenschmerzen notorischer Kitschverächter? Die klingen spätestens auf dem Weg nach draußen langsam ab.
Der gastronomische Teil präsentiert sich solide, leidet jedoch spürbar... mehr lesen
Lorenz Straußi
Lorenz Straußi€-€€€Besenwirtschaft076339299050Krozinger Str. 13, 79238 Ehrenkirchen
3.5 stars -
"Adventslicht in der Straußi – wo viel Licht ist, fällt auch Schatten" GastonAuch zehn Jahre später wird in der Lorenz-Straußi die weihnachtliche Reizüberflutung von Carmen und Claus Lorenz hingebungsvoll zelebriert – oder gnadenlos überdreht, je nach persönlicher Schmerzgrenze. Doch keine Sorge: Die Atmosphäre lässt sich problemlos schöntrinken. Zwischen lockerem Straußenwirtschaft-Smalltalk mit wildfremden, erfreulich netten Tischnachbarn und dem offen lodernden Kamin stellt sich rasch eine wohlige, leicht rührselige Adventsstimmung ein. Und die Augenschmerzen notorischer Kitschverächter? Die klingen spätestens auf dem Weg nach draußen langsam ab.
Der gastronomische Teil präsentiert sich solide, leidet jedoch spürbar
Man hat mit vielen Emotionen um das Überleben gekämpft – mit Pfanne und Nerven.
Die Lebenspartnerin des verstorbenen Peter Stephan hat sich mit beeindruckendem Engagement, sicher auch mit einer ordentlichen Portion Herzblut, daran gemacht, das Erbe des renommierten Restaurants zu bewahren. Ein ehrenwerter Versuch, doch die Lücke, die Peter Stephan hinterließ, war einfach zu groß – sie konnte auch nicht durch Teamgeist, Küchenakrobatik oder einem Teamcoach gestopft werden.
Nach drei Monaten stand fest: Der Kochlöffel musste leider niedergelegt werden. Das Servicepersonal gab wirklich alles – mit einem Lächeln und Charme – aber wenn die Küche nicht mithalten kann, helfen auch die besten Bonussmileys der Stammkundschaft nicht weiter.
Fazit: Das Vermächtnis von Peter Stephan konnte im ersten Anlauf leider nicht in die nächste Runde getragen werden. Schade – aber wer weiß, vielleicht wird ja irgendwann jemand mit dem richtigen Rezept den Herd und die Emotionen wieder anheizen.
Man hat mit vielen Emotionen um das Überleben gekämpft – mit Pfanne und Nerven.
Die Lebenspartnerin des verstorbenen Peter Stephan hat sich mit beeindruckendem Engagement, sicher auch mit einer ordentlichen Portion Herzblut, daran gemacht, das Erbe des renommierten Restaurants zu bewahren. Ein ehrenwerter Versuch, doch die Lücke, die Peter Stephan hinterließ, war einfach zu groß – sie konnte auch nicht durch Teamgeist, Küchenakrobatik oder einem Teamcoach gestopft werden.
Nach drei Monaten stand fest: Der Kochlöffel musste leider niedergelegt werden. Das Servicepersonal gab... mehr lesen
stars -
"Mit Herzblut, Hoffnung – und leider ohne Happy End" GastonMan hat mit vielen Emotionen um das Überleben gekämpft – mit Pfanne und Nerven.
Die Lebenspartnerin des verstorbenen Peter Stephan hat sich mit beeindruckendem Engagement, sicher auch mit einer ordentlichen Portion Herzblut, daran gemacht, das Erbe des renommierten Restaurants zu bewahren. Ein ehrenwerter Versuch, doch die Lücke, die Peter Stephan hinterließ, war einfach zu groß – sie konnte auch nicht durch Teamgeist, Küchenakrobatik oder einem Teamcoach gestopft werden.
Nach drei Monaten stand fest: Der Kochlöffel musste leider niedergelegt werden. Das Servicepersonal gab
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