Besucht am 24.03.2026Besuchszeit: Abendessen 5 Personen
Rechnungsbetrag: 820 EUR
Manchmal gibt es Restaurantabende, bei denen man schon nach dem ersten Schritt durch die Tür denkt: „Okay, hier werde wir heute nicht nur essen – hier werden wir glücklich.“ Genau dieses Gefühl stellt sich im Fässle le Restaurant in Degerloch sofort ein. Warmes Licht, elegant gedeckte Tische und ein Hauch Savoir-vivre treffen auf entspannte schwäbische Wohlfühl-Atmosphäre – Fine Dining ohne den erhobenen Zeigefinger, dafür mit einer Prise „Mach’s dir bequem und genieße!“ Der Service ist wie ein guter Freund, der sich nicht aufdrängt, aber immer dann auftaucht, wenn man ihn braucht – die Weinflaschen jongliert mit der Gelassenheit eines Sommeliers Pascal Foechterlé, der Maître und Gastgeber, der zweite Franzose im Fässle nach Patron und Chef de Cuisine Patrick Giboin.
Um uns in die „hedonistische Bubble“ zu begeben, starten wir Vinofiel im Ländle beim Fellbacher Rainer Schnaitmann und stoßen mit einem Evoé Blanc de Noirs Brut Nature 2021 Winzersekt an. So eingestimmt ordern alle das aktuelle „Le Menu“ mit 5 oder 6 Gängen und passender Weinbegleitung.
Amuse-bouche – der kleine Kitzel Amuse boucheDer Abend startet mit einem charmanten Amuse-bouche – heiß, klein aber oho! Ein Arancini mit Käsefüllung auf dem Löffel, frisch, aromatisch und genau groß genug, um den Appetit zu wecken.
Délice von der Ente + Scheurebe Schloss Ortenberg 2024 Délice von der Ente, Leberterrine, gebackene Keule und geräucherte Brust mit Ananas, Pfeffer und SüßkartoffelDie Ente zeigt gleich ihr ganzes Talent: cremige Leberterrine (ohne Stopfleber), Entenkeulen Ragout in knusprig frittierter Teigtasche, geräucherte Brust in kleinen Röllchen – jede Variante mit Charakter. Süßkartoffel-Chips und Ananas bringen eine fröhliche Süße und freche Kicks ins Spiel. Schloss Ortenberg, Scheurebe feinfruchtig 2024Die Scheurebe ist wie ein guter Wingman: feinfruchtiger Gutswein/Kabinett, frisch, lebendig und gleichzeitig charmant genug, um die Ente nicht zu überstrahlen mit animierender Säure und leichter Restsüße. Zusammen? Ein Dreamteam auf Teller und im Glas.
Winterkabeljau + Château des Jacques Beaujolais Blanc 2024 Tranche vom Winterkabeljau mit Kalbskopfgraupen, Rosenkohl und Krustentier-BisqueDer Kabeljau perfekt gegart, saftig und zart mit knusprig gebratener Haut. Die mittlerweile klassische Fischbeilage Kalbskopfgraupen gibt Bodenständigkeit, Rosenkohl erwacht zur großen Gala mit kräftigem Röstaroma und die Krustentier-Bisque sorgt für die wertige Leinwand auf dem sich das kulinarische Bild präsentiert mit einem „Wow, das ist tiefgründig“-Momente. Château des Jacques Beaujolais Blanc, Chardonay 2024Der Chardonnay ergänzt das Gericht wie ein passender Rahmen: elegant, präsent, dezente mineralisch aber nie aufdringlich. So harmonisch, dass man sich fragt, wer führt den Reigen an, der Fisch oder der Wein.
Sorbet im Glas – Blumenkohl trifft Tandoori
Jetzt wird’s kreativ: Das Sorbet liegt auf Blumenkohl mit Tandoori Masala – ein kühler Frischekick trifft auf würzige, leichte indische Power. Überraschend, originell und irgendwie genau richtig. Ein Sorbet, das den Gaumen aufweckt und sagt: „Achtung, Hauptgang naht mit weiteren Überraschungen!“
Käseteller + Gewürztraminer aus dem Elsass 2022 Käseteller, Auswahl von verschiedenem Käse mit Dörrobst ChutneyDer Käsegang erscheint genau zum richtigen Zeitpunkt. Eine fein abgestimmte Auswahl unterschiedlich gereifter Sorten sorgt für Abwechslung von cremig-mild bis würzig-intensiv, jeweils im idealen Reifestadium serviert. Das Dörrobst-Chutney bringt die angenehme Süße ins Spiel und hebt die Aromen der Käse elegant hervor. Dazu passt der Gewürztraminer hervorragend: aromatisch, leicht exotisch und mit genug Struktur, um auch kräftigeren Sorten standzuhalten. Kurz: Man isst, nippt, nickt anerkennend und denkt: „Ja, so muss Käse sein!“
Rhabarber-Mousse + Jurançon „Clos Uroulat“ 2020 Rhabarber Mousse auf Macadamia Cookie mit eingelegtem Rhabarber und BasilikumLeicht, frisch, frech: Die Rhabarber-Mousse und -Stücke umschmeicheln den Macadamia-Cookie, Basilikum- und Minz-Sorbet mit frittierten Basilikumblättern sorgt für den kleinen Twist. "Clos Uroulat" Jurançon Domaine Charles Hours 2020 (Petit Manseng)Dazu der süße Jurançon, der den Dessert-Tanz perfekt abrundet. Der sortenreine, in Barriques ausgebaute, Petit Manseng ist weit entfernt von übersüßem Zuckerrausch, ein eleganter, zufriedener Abschluss – man lächelt automatisch.
Mignardises & Espresso – Widerstand zwecklos Feine MignardisesKleine, kunstvolle Petit Fours begleiten den Espresso. Eigentlich hatte man schon ein Dessert – aber „eigentlich“ kennt das Fässle nicht. Natürlich probiert man alles. Aus reiner Neugier versteht sich.
Fazit
Das „Le Menu“ im Fässle ist ein Abend, der zeigt: Große Küche kann entspannt, clever und spaßig sein. Französische Klassik trifft auf Kreativität, der Service ist charmant und aufmerksam – und die Weinbegleitung ist nicht nur Beiwerk, sondern ein cleverer Begleiter durch die ganze Reise.
Man kommt voller Erwartungen, geht glücklich und ein bisschen beschwingt. Und man weiß: Das hier war kein Abendessen, das war ein Erlebnis – mit Humor, Geschmacksüberraschungen und dem kleinen Luxus, dass alles einfach passt.
Manchmal gibt es Restaurantabende, bei denen man schon nach dem ersten Schritt durch die Tür denkt: „Okay, hier werde wir heute nicht nur essen – hier werden wir glücklich.“ Genau dieses Gefühl stellt sich im Fässle le Restaurant in Degerloch sofort ein. Warmes Licht, elegant gedeckte Tische und ein Hauch Savoir-vivre treffen auf entspannte schwäbische Wohlfühl-Atmosphäre – Fine Dining ohne den erhobenen Zeigefinger, dafür mit einer Prise „Mach’s dir bequem und genieße!“
Der Service ist wie ein guter Freund, der sich... mehr lesen
Fässle le Restaurant · Gourmetrestaurant
Fässle le Restaurant · Gourmetrestaurant€-€€€Restaurant0711760100Löwenstraße 51, 70597 Stuttgart
5.0 stars -
"Weinspaß mit Fine-Dining von Patrick Giboin" GastonManchmal gibt es Restaurantabende, bei denen man schon nach dem ersten Schritt durch die Tür denkt: „Okay, hier werde wir heute nicht nur essen – hier werden wir glücklich.“ Genau dieses Gefühl stellt sich im Fässle le Restaurant in Degerloch sofort ein. Warmes Licht, elegant gedeckte Tische und ein Hauch Savoir-vivre treffen auf entspannte schwäbische Wohlfühl-Atmosphäre – Fine Dining ohne den erhobenen Zeigefinger, dafür mit einer Prise „Mach’s dir bequem und genieße!“
Der Service ist wie ein guter Freund, der sich
Geschrieben am 05.04.2026 2026-04-05| Aktualisiert am
05.04.2026
Besucht am 05.12.2025Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 240 EUR
Auf unserer Entdeckungstour durch die Freiburger Innenstadt suchten wir nach einer Gastronomie, die nicht nur sättigt, sondern begeistert. Der Weihnachtsmarkt mit Glühwein, heißen Maronen und Bratwurst lockte zwar die Masse, doch uns stand der Sinn an diesem Abend nach feinerer Küche – wir wollten nicht nur essen, sondern genießen. Die ersten beiden Kandidaten? Enttäuschend auf den ersten Blick. Also entschieden wir uns für den „umgekehrten Weg“: nicht von unten nach oben, nicht von Rostbratwurst zum Flammkuchen, sondern gleich gezielt ins Gourmet-Revier südlich des Münsters.
Wolfshöhle oder …? Da kam uns die Löwengrube in den Sinn, unweit davon in der Konviktstraße – unsere Erwartung: etwas legerer und preislich zugänglicher als die besternte Wolfshöhle. Telefonisch blitzschnell reserviert – und schon standen wir im Portal zu einem kulinarischen Abenteuer
(unser Erstbesuch).
Ambiente: Die Löwengrube kombiniert die charmante Patina einer alten Weinstube mit modernem, gemütlichem Flair. Holzvertäfelungen, elegante Tischdekorationen und dezente Beleuchtung schaffen eine warme, einladende Stimmung – perfekt für ein entspanntes Gourmet-Erlebnis abseits des Weihnachtsmarkttrubels und Glühweinarien.
Kulinarische Philosophie: Chef de Cuisine und Inhaber Amadeus Kura liebt regionale, saisonale Zutaten und interpretiert sie kreativ, modern und manchmal mit einem kleinen Augenzwinkern. Die kleine, feine Speisekarte wechselt regelmäßig und ist ein Fest für alle, die klassische Gerichte in überraschend neuer Gestalt genießen wollen.
Startschuss: Eine Focaccia vom „Brotbruder“ (ebenfalls aus Freiburg südlich der Dreisam) – schlicht, mit vollem Sauerteigaroma, einer dezenten Kräuternote und etwas nativem Olivenöl.
Ein Auftakt, der sagt: „Die einfachsten Genüsse sind manchmal die außergewöhnlichsten.“
Wein:
Wir entschieden uns heute für eine einzige, aber ausgesuchte Flasche. Die Weinkarte ist sorgfältig kuratiert,
legt den Fokus auf Baden und Pfalz, Bioweine und seltene Kleinproduzenten – ein Fest für Weinliebhaber.
Der Sommelier war sachlich-streng, aber kompetent. Gemeinsam landeten wir bei: Bernhard Huber, Malterdinger Chardonnay 2022. Elegant, klar, ein kräftiger Begleiter, der nie zu laut ist, aber durch das Holzfass bereits Charakter entwickelt hat.
Vorspeise: Poschiertes Ei, Topinambur, Pilz, Soja – luftig, cremig, feines Pilzaroma, das sich wie eine Wolke um das perfekt gegarte Ei legt. Jeder Bissen eine kleine Textur- und Aromarevolution – ein Auftakt, der das Genießer-Herz höherschlagen lässt.
Hauptgang 1: Rochenflügel mit Aztec Gold, Kapern und Miesmuscheln – außen herrlich angebräunt, innen glasig, leicht angewärmter Kern. Goldgelbe Kartoffeln schwimmen in einem buttrigen Fisch-Muschelfond, während die ausgelösten Miesmuscheln den edlen Fischflügel krönen. Jeder Bissen: wie eine Mini-Reise in die Bretagne.
Hauptgang 2: Hirschkalb, Rosenkohl, Gnocchi, Birne – rosa, leicht geröstet, zart und perfekt gegart (Sous-Vide?). Die Gnocchi in Törtchenform mit Maronen, Rosenkohlblätter angebraten, marinierte Birnenstücke kunstvoll wieder zu einer Birne geformt – alles auf einer feinen Wildfondreduktion. Ein Gericht, das nicht nur die Augen, sondern auch den Gaumen verwöhnt.
Käse: Auswahl Waltmann, Apfelsenf, Früchtebrot – ein kleines Weihnachtsmärchen auf dem Teller. Maître Affineur Waltmann aus Erlangen liefert eine Auswahl vom Feinsten: optimale Reife, intensives Aroma, dazu die jahreszeitlich passende Beilage – süß, würzig, festlich zugleich.
Dessert: Apfel, Zimt, Karamell – Apfel-Zimt-Sahneeis mit Crunch auf Apfel-Karamell-Kreation. Leicht, frisch, aber mit dem süß-würzigen Kick, der sofort ein Lächeln auf die Lippen zaubert.
Espresso: Mit gebrannten Mandeln – ein letzter Augenzwinkerer an den Weihnachtsmarkt.
Fazit:
Die Löwengrube ist ein Refugium für alle, die Genuss ernst nehmen – aber auch lockere, unkomplizierte Leichtigkeit schätzen. Chef Amadeus Kura zaubert Gerichte, die auf der einen Seite weltbürgerlich und experimentierfreudig sind, auf der anderen Seite farm-to-table: saisonale, regionale Produkte, kreativ kombiniert. Zeitgemäß, leicht und überraschend – nie langweilig, nie konventionell. Wein, Service, Ambiente – alles passt stimmig zusammen. Sicherlich nicht nur zur Adventszeit eine Fluchtburg für Genießer. Die relativ hohe Zahl von Sternerestaurants in Freiburg ist sicher ein Ansporn für die Küche, unsere Erwartungen hat sie voll und ganz erfüllt – in einem angenehmen Rahmen mit ebenso angenehmem Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir waren begeistert.
Auf unserer Entdeckungstour durch die Freiburger Innenstadt suchten wir nach einer Gastronomie, die nicht nur sättigt, sondern begeistert. Der Weihnachtsmarkt mit Glühwein, heißen Maronen und Bratwurst lockte zwar die Masse, doch uns stand der Sinn an diesem Abend nach feinerer Küche – wir wollten nicht nur essen, sondern genießen. Die ersten beiden Kandidaten? Enttäuschend auf den ersten Blick. Also entschieden wir uns für den „umgekehrten Weg“: nicht von unten nach oben, nicht von Rostbratwurst zum Flammkuchen, sondern gleich gezielt ins... mehr lesen
Löwengrube by Amadeus Kura
Löwengrube by Amadeus Kura€-€€€Restaurant076176991188Konviktstr. 12, 79098 Freiburg im Breisgau
5.0 stars -
"Löwengenuss satt Glühweinstress" GastonAuf unserer Entdeckungstour durch die Freiburger Innenstadt suchten wir nach einer Gastronomie, die nicht nur sättigt, sondern begeistert. Der Weihnachtsmarkt mit Glühwein, heißen Maronen und Bratwurst lockte zwar die Masse, doch uns stand der Sinn an diesem Abend nach feinerer Küche – wir wollten nicht nur essen, sondern genießen. Die ersten beiden Kandidaten? Enttäuschend auf den ersten Blick. Also entschieden wir uns für den „umgekehrten Weg“: nicht von unten nach oben, nicht von Rostbratwurst zum Flammkuchen, sondern gleich gezielt ins
Geschrieben am 23.04.2025 2025-04-23| Aktualisiert am
23.04.2025
Besucht am 12.04.2025Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 160 EUR
Im „Cuore Matto“ (= verrücktes Herz) hatten wir bereits beim ersten Besuch unser Herz verloren und wollten nun prüfen, ob diese Verliebtheit auch beim zweiten Biss bestätigt wird. Zwei Monate später stand ein besonderer Tag an, den wir dort kulinarisch angemessen ausklingen lassen wollten.
Gleich vorweg: Es war abermals ein Genuss. Kaum hatten wir den Barbereich betreten, wurden wir auch schon von Alessandro Arianiello begrüßt – herzlich und charmant. Er führte uns zu unserem reservierten Tisch, diesmal im gemütlicheren, überschaubaren Nebenzimmer. Beim letzten Besuch hatten wir so kurzfristig reserviert, dass lediglich Hochtische im Barbereich frei waren – hatte auch seinen Charme, ist dort jedoch etwas betriebsamer. Der große Hauptsaal – ein tadelloser Raum, aber wegen des Geräuschpegels eher unsere dritte Wahl.
Alessandro reichte uns Speise- und Weinkarte und nannte auch das Tagesgericht, das sein Bruder Daniele „Nello“ Arianiello mit seiner Küchenmannschaft zaubert. Auf die Frage nach einem Aperitif wurde der aktuelle Cocktail „Pornstar Martini“ empfohlen (Wodka, Vanille, Limette, Passionsfrucht, Prosecco) – der Name ein bisschen verrucht, macht umso neugieriger. Bei der mitreißenden Schilderung der Ingredienzien konnte ich nicht widerstehen – ach ja, Alessandros Leidenschaft: Er war früher auch Barchef in einem Hotel der Region.
Der fruchtig-kühle Cocktail: ausgezeichnet. Hin und wieder mal etwas Neues für mich. Meine Partnerin hingegen blieb standhaft bei ihrem Lieblingsglas Weißwein – diesmal ein Roero Arneis – perfekt zum Kartenstudium. Das Angebot der neapolitanischen Brüder ist italienisch-mediterran, deckt ein breites Spektrum ab, bleibt jedoch angenehm überschaubar und wechselt saisonal sowie marktfrisch.
Und wie es sich für ein Ristorante ziemt – ohne Pizza. Als Begleiter für die folgenden Gerichte – Fisch und Geflügel – wende ich mich Norditalien zu: „Winkl“ Sauvignon Bianco Alto Adige Terlano DOC 2023. Ein Südtiroler, der sich nicht aufdrängt, aber trotzdem Eindruck hinterlässt (wurde kurze Zeit zuvor auch von einem anderen GG-Autor bevorzugt ;-). Die Weinflasche wird umgehend und stilsicher im Weinkühler am Tisch bereitgestellt.
Antipasto: „Gambas al Stampaggio“ In einer heißen Gusseisenpfanne: drei stattliche Garnelen (Black Tiger), teilweise vom Panzer, ganz vom Darm befreit, auf einigen Eismeergarnelen gebettet, mit Olivenöl, Chili, reichlich Knoblauch und einem Hauch Zitrone mariniert. Kross geröstete Weißbrotstücke saugten begierig die pikante Sauce auf und begleiteten die kurz angebratenen, im Kern noch glasigen, aromatischen Krebstiere – samt dem Saft ihrer Köpfe und den Kräutern. Geschmacklich eher Spanien oder Italien? Hauptsache mediterran.
Tagesgericht: Pollo Fino mit grünem Spargel und Bärlauch-Gnocchi als Secondo Piatto In goldbrauner Panko-Panade, mit Kräutern und Gewürzen verfeinert, lag der ausgelöste Pollo-Oberschenkel auf gedämpften grünen Spargelstücken und in Bärlauch und Olivenöl geschwenkten, fluffigen Gnocchi – über einem Spargelcreme-Spiegel mit feinem Olivenöl. Ausgezeichnet, dass Gnocchi und Spargel das Geflügel über der Sauce praktisch schweben ließen, ohne dass die Panade vor dem Anschneiden durchweicht wurde. So blieb der krosse Panko-Effekt mit der milden Würzmischung auf beiden Seiten erhalten. Das Fleisch des Hühnerschenkels zerging – mit einem zufriedenen Blick meinerseits – auf der Zunge. Der grüne Spargel hielt sich, nicht nur als Stütze, dezent zurück, ohne sich verstecken zu müssen.
Crunchy Branzino für meine Partnerin Ebenfalls gekrönt von Luzerne- und Rote-Bete-Sprossen kam der Wolfsbarsch optisch im entsprechenden Panko-Gewand daher – auch hier kross und zurückhaltend, um das feine Aroma des kurz und saftig gegarten Fischs zu unterstreichen und nicht zu dominieren. Das köstliche Gemüsebeet aus bissfestem Paprika, Zucchini, Karotten – in einem Hauch Olivenöl geschwenkt – wurde wertig ergänzt durch Queller und wilden Brokkoli. Der wilde Brokkoli hatte ein intensives, typisch leicht bitteres Aroma und wird vom „Keltenhof“ in Filderstadt aus Italien importiert. Die rustikalen, neuen Kartoffelspalten in der Schale lieferten die wohlschmeckende Sättigungsbeilage.
Der Service wird von Alessandro Arianiello omnipräsent und unaufdringlich freundlich geleitet. Trotz gut besuchtem Haus bleibt immer wieder etwas Zeit für Beratung und Erfahrungsaustausch. Selbst das Nachschenken des Weins klappt harmonisch – gemeinsam mit der jungen Dame im Service, die ungezwungen locker und gut gelaunt agiert. Die Chefs haben anscheinend auch ein Händchen und Herz fürs Personal.
Dolce: Torta Caprese Die kulinarische Reise ging nach Neapel, genauer gesagt nach Capri: Der traditionelle Mandel-Schokoladenkuchen auf Himbeerspiegel. Luftiger, nussiger Teig, nicht zu süß – genau, wie ich ein Dessert bevorzuge. Einzig die neutrale Sahne empfand ich als etwas einfallslos.
Der Espresso danach – von Bristot aus Norditalien, natürlich aus der Siebträgermaschine – mit filigranen Aromen und endlich mal kein „Espresso lungo“, wie so oft nördlich der Alpen serviert. Rundet den gelungenen Abend perfekt ab. Meine geliebte Variante „Caffè Corretto“ verbietet allerdings die Heimfahrt.
Ergänzend noch einige Bemerkungen zu den Gerichten unseres ersten Besuchs, deren Bilder ich hier bereits eingestellt hatte:
Variazione di Verdure Gegrilltes, eingelegtes und geschmortes Gemüse. Die gegrillten Melanzane aromatisch und nicht in Öl ertränkt, geröstete Paprikastreifen und Pilze, marinierte Rote Bete, Tomaten und Oliven. Nicht nur ansprechend angerichtet, sondern auch aromatisch und gekonnt zubereitet.
Tagesgericht: Carré di Vitello Kalbskarree, vom Knochen gelöst, mit rustikalen Kartoffeln. Ebenfalls mit Luzerne- und Rote-Bete-Sprossen sowie einem Rosmarinzweig angerichtet. Der sicherlich hausgemachte Kalbsfond begleitete das herrlich kurz angebratene Kalbfleisch – à point! Von vorne bis hinten zart und feinaromatisch.
Scaloppine Vino Bianco Kalbfleisch in feiner Weißweinsauce mit mediterranem Gemüse und rustikalen Kartoffeln. Die dünnen Kalbsschnitzel waren behutsam plattiert und korrekt gegart – das Resultat: saftig und zart, sicherlich auch aufgrund ausgezeichneter Qualität. Ebenso stimmig: die feine Kalbsfond-Sauce. Das Gemüse entspricht dem der zuvor genannten Vorspeise, obenauf Rote-Bete-Sprossen mit Blattpetersilie – sorgen für den essbaren Farbklecks.
(Für 2 Personen hatte der 1. Besuch 87 € gekostet / der 2. Aufgrund der Getränke 160 €)
Bei der Verabschiedung bedankt sich die junge Servicedame noch ausdrücklich fürs Trinkgeld – finde ich sehr angenehm, da es andernorts meist kommentarlos eingesteckt wird. Auf dem Weg zum Ausgang fiel unser Blick im Flur auf die Wandbilder, die den Umbau im Jahr 2024 zeigen. Das alte Restaurant war zwar kein Augiasstall, jedoch glich die Renovierung einer Herkulesaufgabe – vor allem mit der komplett neuen, funktionalen Kücheneinrichtung, die solche Speisenqualität zwar nicht von allein produziert, sie aber sicherlich begünstigt. Das ein oder andere Gerät hätte ich auch gern zu Hause.
Im „Cuore Matto“ (= verrücktes Herz) hatten wir bereits beim ersten Besuch unser Herz verloren und wollten nun prüfen, ob diese Verliebtheit auch beim zweiten Biss bestätigt wird. Zwei Monate später stand ein besonderer Tag an, den wir dort kulinarisch angemessen ausklingen lassen wollten.
Gleich vorweg: Es war abermals ein Genuss.
Kaum hatten wir den Barbereich betreten, wurden wir auch schon von Alessandro Arianiello begrüßt – herzlich und charmant. Er führte uns zu unserem reservierten Tisch, diesmal im gemütlicheren, überschaubaren Nebenzimmer.
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5.0 stars -
"Im Cuore Matto geht das verrückte Herz verloren" GastonIm „Cuore Matto“ (= verrücktes Herz) hatten wir bereits beim ersten Besuch unser Herz verloren und wollten nun prüfen, ob diese Verliebtheit auch beim zweiten Biss bestätigt wird. Zwei Monate später stand ein besonderer Tag an, den wir dort kulinarisch angemessen ausklingen lassen wollten.
Gleich vorweg: Es war abermals ein Genuss.
Kaum hatten wir den Barbereich betreten, wurden wir auch schon von Alessandro Arianiello begrüßt – herzlich und charmant. Er führte uns zu unserem reservierten Tisch, diesmal im gemütlicheren, überschaubaren Nebenzimmer.
Beim letzten
Geschrieben am 13.04.2025 2025-04-13| Aktualisiert am
13.04.2025
Besucht am 24.03.2025Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 136 EUR
Das Stephan’s war über viele Jahre hinweg mit Peter Stephan, dem unermüdlichen Hüter des guten Geschmacks und Bewahrer von Maultasche und schlotzigem Kartoffelsalat, eine feste Burg der Gastronomie auf der Filderebene. Bereits sein Vater, Peter Stephan Senior, hatte den exzellenten Ruf des Restaurants – damals noch unter dem Namen „Bahnhof“ – begründet. Peter Junior brachte nach Stationen in Sternerestaurants wie der Zirbelstube im Schlossgarten oder der Villa Hammerschmiede gekonnt internationale, vorrangig frankophile Einflüsse in den elterlichen Betrieb ein – nicht nur beim Namen, sondern auch bei der Innenausstattung.
Wie bereits in meinem allgemeinen Beitrag hier in GG berichtet, fand die Karriere von Peter Stephan Junior durch seinen viel zu frühen Tod ein jähes Ende. In der Presse wurde jedoch bald die Weiterführung des Restaurants – im Sinne von Peter – unter der Leitung von Patricia Pfeifer und mit dem neuen Koch Fabio Fischer eloquent angekündigt.
Zwei Wochen nach der Wiedereröffnung wollten wir, in alter Verbundenheit und aus Neugier, mit einem Besuch den Neuanfang unterstützen. Pfannen und Personal sollten sich bis dahin sortiert haben, der Herd brummen, die Abläufe sitzen – und der neue Koch Peters Karte ein paar Mal von oben bis unten durchgekocht haben.
Der Empfang? Durchaus freundlich – beinahe überfreundlich. Zwei junge Kellner, die wirkten, als kämen sie gerade aus einem Achtsamkeitsseminar – voller Elan. Ansonsten war das Restaurant praktisch unverändert: Die Farben Rot und Schwarz (sofern man Schwarz überhaupt zu den Farben zählt) dominieren weiterhin die Einrichtung. Wir hatten einen Tisch im Bistrobereich gegenüber der Bar reserviert. Früher musste man für Samstagabend immer reservieren, doch diesmal war das Restaurant lediglich zu einem Drittel besetzt.
Beim Überreichen der Karte dann der erste Schockmoment: Der höfliche Kellner teilte uns mit leicht geknickter Miene mit: „Keine Maultaschen. Keine Nieren“. Im Ernst? Das ist ungefähr so, als würde beim guten Italiener einem Massimo erklären: „Heute leider weder Pasta noch Kalbfleisch“. Die schwäbischen Klassiker – einst Publikumslieblinge – sind zwar noch immer Bestandteil der Karte, glänzen aber erneut durch Abwesenheit, wie andere Gäste im Netz bereits anmerkten.
Die Karte selbst: stark geschrumpft – vermutlich zur Entlastung der neuen Küchencrew. Verständlich. Weniger Auswahl, weniger Chaos. Doch wenn gleichzeitig das legendäre 5-Gänge-Menü beerdigt wurde, stellt sich leise die Frage: Was genau ist von der kulinarischen Fackel, die Peter Stephan einst trug, noch übrig? ½ DTZD. WEINBERGSCHNECKEN in Gewürzbutter gratiniert mit krossem Weißbrot
Ich entschied mich tapfer für das, was noch vertraut klang: sechs Weinbergschnecken in Kräuterbutter. Was soll da schon schiefgehen? Antwort: das Brot. Das hätte laut Karte „kross“ sein sollen, war aber mit so viel Öl geröstet, dass es sich vehement weigerte, auch nur ein bisschen der Schneckenbutter aufzunehmen. Die Schnecken selbst waren aromatisch und zart, die Kräuterbutter musste dann eben gelöffelt werden. ENTRECOTE/RIB-EYE 200g, COGNAC-PFEFFERRAHMSAUCE, STEPHANS CEASAR SALAD
Dann das Rib-Eye-Steak: Außen Röstaromen, innen medium, zart, gute Qualität – aber optisch wirkte es, als hätte es sich auf dem Teller verlaufen. Augenscheinlich hätte ich ihm auch nicht die angekündigten 200 Gramm zugesprochen.
Daneben eine Schale Kräuterbutter aus dem Feinkostlabor – offenbar identisch mit jener, die schon den Schnecken Gesellschaft leistete. Und damit das Steak nicht so einsam war, gab’s noch eine überdimensionierte Saucière mit der zusätzlich bestellten Cognac-Pfeffersauce. Bei der fragte ich mich allerdings, ob sich Koch und Topf den Cognac zuvor geteilt hatten. Dafür: Pfeffer! Viel Pfeffer! Kein grüner, sondern ausschließlich scharfer, bitterer schwarzer Pfeffer. Eventuell vorhandener Fleischfond? Kaum zu erahnen. STEPHANS CEASAR SALAD mit Parmesandressing, Gurke, Tomate und Kräutercroutons
Der Caesar Salad? Er erinnerte in keiner Weise an Cesare Cardini. Statt cremigem Dressing: lediglich ein paar Parmesanspäne auf gewaschenem Blattsalat. Dazu Tomaten und Gurken, die in Reih und Glied am Tellerrand herumlungerten wie Gäste auf einer Party, bei der keiner jemanden kennt. Die Croutons: hart - es gab ja kein Dressing, das sie hätte erweichen können.
Man kann sich meine Enttäuschung vorstellen – besonders, als auf der Rechnung fürs Steak samt der zwei Beilagen stolze 53 Euro standen. SELBSTGEMACHTE RINDERROULADE mit frischem rahmigem Kraut und selbstgemachtem Kartoffelpüree
Meine Begleitung bestellte die „selbstgemachte Rinderroulade mit frischem, rahmigem Kraut und selbstgemachtem Kartoffelpüree“. Verdächtig oft „selbstgemacht“.
Doch wie das Gericht aussah, als es serviert wurde – siehe Foto – ließ vermuten: Liebe soll hier eher durch den Magen gehen, ohne sich vorher lange beim Anrichten aufzuhalten.
Das Fleisch war gut gegart, zunächst ein zufriedener Blick bei meiner Partnerin. Doch dann Stirnrunzeln: Beim Zergehen auf der Zunge kam eine vehemente Salz-Note durch – versalzen! Das gute, lockere Püree mühte sich redlich, die salzige Wucht zu mildern – vergeblich.
Wir gaben unser Feedback weiter. Die Kellner – weiterhin tapfer freundlich – versprachen, es an die Küche weiterzugeben. Ja, Herr Fischer war anwesend. Nur: Aus der Küche kam nichts. Kein Wort, kein Gruß, keine Reaktion. Vielleicht auch besser so.
Fazit: Ein Neustart voller guter Lippenbekenntnisse, aber leider mit zu vielen kulinarischen Fehlzündungen. Wer das Stephan’s von früher kannte, wird sich bei diesem Besuch unweigerlich fragen: „Was würde Peter dazu sagen?“ …
Das Stephan’s war über viele Jahre hinweg mit Peter Stephan, dem unermüdlichen Hüter des guten Geschmacks und Bewahrer von Maultasche und schlotzigem Kartoffelsalat, eine feste Burg der Gastronomie auf der Filderebene. Bereits sein Vater, Peter Stephan Senior, hatte den exzellenten Ruf des Restaurants – damals noch unter dem Namen „Bahnhof“ – begründet. Peter Junior brachte nach Stationen in Sternerestaurants wie der Zirbelstube im Schlossgarten oder der Villa Hammerschmiede gekonnt internationale, vorrangig frankophile Einflüsse in den elterlichen Betrieb ein – nicht... mehr lesen
2.5 stars -
"Das Stephan’s: Zwischen Erbe, Anspruch und Realität" GastonDas Stephan’s war über viele Jahre hinweg mit Peter Stephan, dem unermüdlichen Hüter des guten Geschmacks und Bewahrer von Maultasche und schlotzigem Kartoffelsalat, eine feste Burg der Gastronomie auf der Filderebene. Bereits sein Vater, Peter Stephan Senior, hatte den exzellenten Ruf des Restaurants – damals noch unter dem Namen „Bahnhof“ – begründet. Peter Junior brachte nach Stationen in Sternerestaurants wie der Zirbelstube im Schlossgarten oder der Villa Hammerschmiede gekonnt internationale, vorrangig frankophile Einflüsse in den elterlichen Betrieb ein – nicht
Besucht am 17.03.2025Besuchszeit: Mittagessen 1 Personen
Rechnungsbetrag: 12 EUR
Mitten im Herzen von Stuttgart, mit echtem Kiezflair, steht eine Institution für alle, die es deftig und authentisch lieben: der Udo-Snack. in der Calwer Straße 23Seit über 60 Jahren versorgt der legendäre Imbiss hungrige Gäste, sei es in der Mittagspause oder vor einem Konzert- oder Kinobesuch mit saftigen Burgern, klassischer Currywurst und knusprigen Pommes. Gegessen wird im Stehen, in dem recht kleinen Raum mit Konzertplakaten an den Wänden. ... an den Wänden Speisekarte und Event-PlakateDie Erfolgsgeschichte begann 1962, als der Sachse Udo Höroldt in einer improvisierten Bretterbude an der Bolzstraße Pommes servierte. 1964 folgte in der Calwer Straße 23 (Mitten in Stuttgart) der erste feste Laden – und brachte als einer der Ersten in Deutschland den Hamburger auf die Speisekarte. Ein Volltreffer! Noch bevor McDonald's 1978 nach Stuttgart kam, hatte sich der Udo-Snack längst als Burger-Pionier etabliert. Udo im StadtzentrumIn den 1970er-Jahren wuchs Udos Imbiss-Imperium auf über 30 Filialen. Doch nach seinem frühen Tod 1989 schrumpfte das Geschäft – übrig blieben die legendären Standorte in der Calwer Straße und in Stuttgart-Ost, die heute von neuen Eigentümern weitergeführt werden. Die Markenrechte blieben bei der Familie Höroldt, die inzwischen eigene Burger-Läden in Reutlingen und Tübingen betreibt. Stuttgarts Kult-BurgerMeinen ersten Burger habe ich hier 1970 bestellt – Essen mal ganz anders als zuhause. Alternativ auch die scharfe Currywurst mit Pommes. Udo war von unserer Werner-Siemens-Schule fußläufig gut erreichbar, quasi der perfekte Boxenstopp für ausgehungerte Schüler. Udo war für uns kulinarischer Pionier in der Spätzle-Metropole!
Damals war Udo ein Geheimtipp – unsere Eltern machten eher einen Bogen um den kleinen Snack mit 68er Charm, Stehtischen und Event-Plakaten von teils umstrittenen Künstlern. frisch zubereitet vor den Augen der GästeHeute gönne ich mir den Udo-Burger-Spezial: ein saftiges Rinderhack-Patty, angebratene fruchtige Ananasscheibe überbacken mit Käse (Hawaii-Vibes - oder Reminiszenz an Clemens Wilmenrod!), getoppt mit einem Spiegelei und knackigem Salat, Tomate sowie Zwiebel und natürlich BBQ-Sauce – alles eingebettet in einem frisch-warmen, krossen Bun. ... der "Udo-Burger-Spezial"Während ich in Erinnerungen schwelge, stelle ich fest: Der beste Burger meines Lebens? Vielleicht nicht uneingeschränkt, aber frische, gute Zutaten, aromatisch, würzig und ein Ambiente, das mich zurück in meine Sturm- und Drangzeit katapultiert - „Gute alte Zeit“ wäre quatsch – denn jetzt kann ich endlich das Bier dazu genießen, das mir damals altersbedingt verwehrt blieb. Cheers auf die Jugend von gestern! Calwer Straße 23
Mitten im Herzen von Stuttgart, mit echtem Kiezflair, steht eine Institution für alle, die es deftig und authentisch lieben: der Udo-Snack. Seit über 60 Jahren versorgt der legendäre Imbiss hungrige Gäste, sei es in der Mittagspause oder vor einem Konzert- oder Kinobesuch mit saftigen Burgern, klassischer Currywurst und knusprigen Pommes. Gegessen wird im Stehen, in dem recht kleinen Raum mit Konzertplakaten an den Wänden.
Die Erfolgsgeschichte begann 1962, als der Sachse Udo Höroldt in einer improvisierten Bretterbude an der Bolzstraße Pommes... mehr lesen
Udo Snack
Udo Snack€-€€€Schnellrestaurant, Imbiss07112269894Calwer Str. 23, 70173 Stuttgart
5.0 stars -
"Udo-Snack – Stuttgarts Kult-Imbiss seit 1964" GastonMitten im Herzen von Stuttgart, mit echtem Kiezflair, steht eine Institution für alle, die es deftig und authentisch lieben: der Udo-Snack. Seit über 60 Jahren versorgt der legendäre Imbiss hungrige Gäste, sei es in der Mittagspause oder vor einem Konzert- oder Kinobesuch mit saftigen Burgern, klassischer Currywurst und knusprigen Pommes. Gegessen wird im Stehen, in dem recht kleinen Raum mit Konzertplakaten an den Wänden.
Die Erfolgsgeschichte begann 1962, als der Sachse Udo Höroldt in einer improvisierten Bretterbude an der Bolzstraße Pommes
Geschrieben am 23.03.2025 2025-03-23| Aktualisiert am
26.03.2025
Besucht am 28.11.2024Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 28 EUR
Wer das „Alte Rathaus“ in Gunzenhausen betritt, spürt sofort: Hier weht der Geist fränkischer Gastlichkeit – und das seit über 400 Jahren! Bereits 1585 ist in den Annalen von einer "Wein- und Bierschenke" die Rede. Die Geschichte der Wirtschaft im schmucken gelben Giebelhaus am Marktplatz geht auf das Jahr 1617 zurück. Wer also behauptet, dass Tradition in Deutschland nicht mehr gelebt wird, sollte dringend hier einkehren. Doch wer Degustationslöffel der Molekularküche und Pinzetten Deko sucht, braucht gar nicht erst weiterlesen.
An der Spitze des kulinarischen Geschehens steht Erika Wüst – Wirtin, Köchin und Herzstück des Lokals. Sie kocht nicht nur mit Leidenschaft, sondern serviert auch mit einem Augenzwinkern und einem lockeren Spruch auf den Lippen. Stammgäste kennen sie mit Vornamen, Neulinge werden spätestens nach dem zweiten Besuch wie alte Freunde behandelt. Fränkisch, deftig, einfach gut
Die Speisekarte? Eine Ode an die fränkische Küche! Auf einer kleinen Schiefertafel im Gastraum sind die täglich wechselnden Gerichte, zumeist 3 bis 4, angeschrieben. Da alles frisch zubereitet wird, verschwindet dann auch mal je nach Gästezahl das eine oder andere Gericht von der Tafel gegen Ende der Küchenzeit.
Lendchentopf mit Püree – Schweinefilet jenseits von trocken - Seelenfutter für hungrige Genießer mit luftigem Stopfer - Stopfer ist die fränkische Bezeichnung für Kartoffelpüree.
Sauerbratenmit Kloß – so, wie Oma ihn einst gemacht hat, mit herrlich fluffigen Kartoffelklößen. Und die Bratensoße mit etwas mehr Säure als im Sternerestaurant, jedoch authentisch köstlich.
Krenfleisch mit Salzkartoffel – mürber, lange im Wurzelgemüsesud gegarter Rinderbraten mit Meerrettichsauce, feine Schärfe und als Kontrast süß-säuerliche Preiselbeeren.
Gunzenhäuser Bratwürste – außen kross, innen saftig, mit einem Hauch von Tradition und mehr als einem Hauch würzigem Majoran. Nicht zu verwechseln mit den Nürnberger Winzlingen vom Rost. Schäufele mit Kloß – knusprig, zart und frisch auf den Teller, nicht aufgewärmt (und wahrscheinlich auch größer als dein Hunger).
Schaschlik, Fleischküchle mit hausgemachtem Kartoffelsalat, Cordon bleu … - und noch vieles mehr!
Jede Portion kommt mit einer Extraportion Gemütlichkeit und wird begleitet von Spalter Bier oder einem guten Tropfen aus der Region - auch hier ist die Auswahl eher klein aber fein. Und als ob das nicht schon genug wäre, gibt’s obendrauf noch einen Espresso und ein kleines Stück Kuchen – weil Erika eben weiß, was glücklich macht.
Und die Preise treiben einem die Tränen in die Augen, Preise die eigentlich jede Gastronomin ruinieren – Vollkostenrechnung ist hier für Erika ein absolutes Fremdwort.
Wo Gastfreundschaft noch was zählt Ob Stammtische, Kirchweih oder einfach nur ein Feierabendbier – das „Alte Rathaus“ ist Treffpunkt für Jung und Alt. Wer Glück hat, ergattert einen Platz im gemütlichen Ratsstüberl, diese Gaststube ist ein echtes fränkisches Original: dunkle Holzdecke, rustikale Eichentische, an denen schon Generationen von Gunzenhäusern gegessen, getrunken und philosophiert haben, sorgen für ein Gefühl von Vertrautheit. Nostalgischen Charme vergangener Zeiten versprühen auch die Accessoires wie Krüge und alte Brauereischilder, hier scheinen die Geschichten der letzten Jahrzehnte gespeichert zu sein und schaffen eine wohlige Wirtshaus-Atmosphäre. In den Bildern an den Wänden findet man auch so manche alte Fotografie von Stammgästen und Ereignissen, hier wird die Stammtischkultur noch immer gelebt. Also nicht einfach irgendwo Platz nehmen, die Wirtin weiß schon, wo jeder hingehört. Unter Sonnenschirmen der Brauereien Spalt und Tucher lässt sich auf der Terrasse vor dem Haus jeden Donnerstag das Markttreiben genüsslich beobachten, man plaudert bei einem frischen kühlen Bier oder genießt sein Mittagsgericht. Öffnungszeiten? Eine Wissenschaft für sich!
Ein Tipp für Erstbesucher: Vorher nachfragen! Denn hier gelten Öffnungszeiten, die so individuell sind wie das Lokal selbst. Grob gesagt: Montag geht’s ab 16 Uhr los, Mittwoch gibt’s Kaffee und Klatsch, Donnerstag ist Markt-Tag (also auch ab 10 Uhr Gasthaus-Tag), und am Samstag kann man von 10 bis 16 Uhr einkehren. Wer die Tür verschlossen vorfindet – nicht verzagen, einfach ein andermal wiederkommen. Übrigens einen Aushang mit Karte und Öffnungszeiten gab’s früher mal, jetzt ist der Kasten leer. Fazit
„Zum alten Rathaus“ ist kein Restaurant, es ist ein Lebensgefühl. Wer auf moderne Designermöbel und internationale Trendküche hofft, ist hier definitiv falsch. Wer aber herzhaftes Essen, bodenständige Wirtshauskultur und eine ordentliche Portion Fränkische Gemütlichkeit sucht, wird sich hier pudelwohl fühlen. Sofern man selbst offenherzig ist, kommt man auch mit dem Nebentisch oder den Tischnachbarn ins Gespräch und erhält die neusten regionalen Tipps und Empfehlungen.
Wer das „Alte Rathaus“ in Gunzenhausen betritt, spürt sofort: Hier weht der Geist fränkischer Gastlichkeit – und das seit über 400 Jahren! Bereits 1585 ist in den Annalen von einer "Wein- und Bierschenke" die Rede. Die Geschichte der Wirtschaft im schmucken gelben Giebelhaus am Marktplatz geht auf das Jahr 1617 zurück.
Wer also behauptet, dass Tradition in Deutschland nicht mehr gelebt wird, sollte dringend hier einkehren. Doch wer Degustationslöffel der Molekularküche und Pinzetten Deko sucht, braucht gar nicht erst weiterlesen.
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Zum Alten Rathaus
Zum Alten Rathaus€-€€€Gaststätte098313068Marktplatz 41, 91710 Gunzenhausen
5.0 stars -
"Die Wirtin mit Herz und Dirndl" GastonWer das „Alte Rathaus“ in Gunzenhausen betritt, spürt sofort: Hier weht der Geist fränkischer Gastlichkeit – und das seit über 400 Jahren! Bereits 1585 ist in den Annalen von einer "Wein- und Bierschenke" die Rede. Die Geschichte der Wirtschaft im schmucken gelben Giebelhaus am Marktplatz geht auf das Jahr 1617 zurück.
Wer also behauptet, dass Tradition in Deutschland nicht mehr gelebt wird, sollte dringend hier einkehren. Doch wer Degustationslöffel der Molekularküche und Pinzetten Deko sucht, braucht gar nicht erst weiterlesen.
An
Geschrieben am 03.12.2023 2023-12-03| Aktualisiert am
04.12.2023
Besucht am 23.09.2023Besuchszeit: Abendessen 4 Personen
Rechnungsbetrag: 120 EUR
Bei einer hausgemachten Zitronen-Ingwer Limonade studierten wir im stielvoll renovierten Gastraum die Karte.
Das Restaurant wirbt mit „weltfränkischer Küche“, eine kreative Abwandlung der fränkischen Küche durch Integration und Modifikation internationaler Gerichte. Zumindest bietet das prächtige Fachwerkhaus mit repräsentativen Räumen und gekonnt aufmerksamem und freundlichem Service den passenden Rahmen. Ende Frühling `23 wurde die Themenküche „Okinawa – Insel des ewigen Frühlings“ geboten, japanische Gerichte aus fränkischer Küche - klingt verlockend und vielversprechend. „Gyoza“, gebratene Teigtaschen gefüllt mit Garnelen und SchweinDie Vorspeise „Gyoza“, gebratene Teigtaschen gefüllt mit Garnelen und Schwein, Honig-Sesamsoße, eingelegter Ingwer. Leicht angebraten und anschließend gedämpfte Teigtaschen mit schmackhafter, zarter Füllung. Dazu leicht süßlicher Sesam-Dipp vermutlich mit einem Hauch Sojasauce. Die geschmackliche Reise-Entführung aus Franken beginnt appetitanregend und ist recht gut gelungen.
Beim Wein wird auch ein japanischer „Choya“ aus der Ume-Frucht angeboten. Aufmerksam, dass der Kellner darauf hinweist, dass dieser Wein doch recht feinherb bis lieblich ist. Zu den japanischen Gerichten durchaus passend, kühl serviert ist die Süße dezent und die Fruchtnote angenehm mit dezenter Bitternote im Abgang. Für mich zwar kein Highlight, aber mal einen Versuch wert zum Hauptgericht. „Teriyaki Zackenbarsch“ gebratener Zackenbarsch mit Teriyaki Glasur, lila Süßkartoffelpüree, Pak Choi-Shiitakegemüse„Teriyaki Zackenbarsch“ gebratener Zackenbarsch mit Teriyaki Glasur, lila Süßkartoffelpüree, Pak Choi-Shiitakegemüse. Im Kern glasiger Fisch mit süß-würziger Glasur überzeugt, so wird selbst Fischhaut zur Delikatesse. Den Kontrast dazu bietet, nicht nur farblich, das rotviolette Püree, dezent gewürzt und angenehm wenig gesalzen. Das Pilzgemüse mit Pak Choi bietet dagegen den leicht bitterwürzigen, säuerlichen Kontrapunkt.
Für das Dessert verlassen wir kulinarisch die „Insel der 100-jährigen“, im Okinawa Menu wären es marinierte Pflaumen gewesen. Aus der fränkischen Dessertkarte wählten wir die Apfel Variationen. „Dreierlei vom Apfel“ Apfel-Schoko-Brownie, Gewürz-Apfel-Sorbet, Safran-Apfel-Confit„Dreierlei vom Apfel“ Apfel-Schoko-Brownie, Gewürz-Apfel-Sorbet, Safran-Apfel-Confit. Der Brownie mit weichem Schokokern halbbitter, das Sorbet mit für Franken typischer, dezenter Lebekuchennote und ein köstliches Confit mit intensivem Apfelaroma.
Im Herbst beim zweiten Besuch in der Vogtei in diesem Jahr 2023 wählten wir aus der Standard-Speisekarte. Vorspeisenteller (weltfränkisch) Probierschälchen mit drei VorspeisenVorspeisenteller (weltfränkisch) Probierschälchen mit drei Vorspeisen. In einem Schälchen befindet sich würziger Pecorino mit Tomaten Pesto und Kresse. Das zweite Schälchen mit Gemüse Confit wird durch eine dezent gebratene Garnele gekrönt. Natürlich darf im dritten die fränkische Bratwurst mit kräftigem Majoran Aroma nicht fehlen. Übrigens die fränkische oder auch Ansbacher Bratwurst unterscheidet sich ganz klar von der Nürnberger, darauf wird in dieser Region viel wert gelegt, ein augenfälliges Unterscheidungsmerkmal ist ihre Größe. Daher findet man im Schälchen Stücke dieser groben, würzigen Wurst und keine ganze Nürnberger.
Die Hauptgänge diesmal weitgehend aus der Region. „Seenländer Forellenfilets“ Ratatouille, Gnocchi, Basilikum-Pesto„Seenländer Forellenfilets“ Ratatouille, Gnocchi, Basilikum-Pesto. Süßwasser Fischzucht gibt es im Seenland reichlich, da ist die Frische garantiert. Zartes Forellenfilet auf der Haut gegart mit scharf angebratenen Gnocchi mit feinem Pesto übergossen und dazu aromatisches Ratatouille. „Schweinefilet“ mit grobem Senf und Rosmarin gefüllt„Schweinefilet“ Mit grobem Senf und Rosmarin gefüllt, in Landschinken gehüllt, gebratenes Gemüse, Risolée-Karoffeln. Durch die Füllung und Schinkenhülle war das Filet zart und saftig, das Paprika-Zucchini-Möhren Gemüse mit angenehmem Biss genauso wie die Kartoffelstückchen. Dazu ein köstlicher Bratenfond ebenfalls mit leichter Senfnote.
Der Service ist stets präsent und freundlich, auch wenn, wie bei unserem letzteren Besuch, parallel in einem anderen Saal eine Hochzeitsgesellschaft verköstigt wird. Das aufwendig renovierte Haus bietet für solche Veranstaltungen oder auch Einladungen im kleineren Kreis einen schönes, stilvolles Ambiente. Die hohen Räume und die gediegene Einrichtung tragen ihren Teil dazu bei. Die Küche hat eine zuverlässige Leistung sichergestellt was Qualität und Speisenfolge sowie gleichzeitiges Auftragen angeht. Das Preis-Leistungs-Verhältnis war recht gut und bis dato sind die Preise in 2023 unverändert geblieben.
Bei einer hausgemachten Zitronen-Ingwer Limonade studierten wir im stielvoll renovierten Gastraum die Karte.
Das Restaurant wirbt mit „weltfränkischer Küche“, eine kreative Abwandlung der fränkischen Küche durch Integration und Modifikation internationaler Gerichte. Zumindest bietet das prächtige Fachwerkhaus mit repräsentativen Räumen und gekonnt aufmerksamem und freundlichem Service den passenden Rahmen.
Ende Frühling `23 wurde die Themenküche „Okinawa – Insel des ewigen Frühlings“ geboten, japanische Gerichte aus fränkischer Küche - klingt verlockend und vielversprechend.
Die Vorspeise „Gyoza“, gebratene Teigtaschen gefüllt mit... mehr lesen
Gasthof Alte Vogtei
Gasthof Alte Vogtei€-€€€Gasthof09875968880Hauptstr. 21, 91639 Wolframs-Eschenbach
4.5 stars -
"Alte Vogtei mit weltfränkischer Küche" GastonBei einer hausgemachten Zitronen-Ingwer Limonade studierten wir im stielvoll renovierten Gastraum die Karte.
Das Restaurant wirbt mit „weltfränkischer Küche“, eine kreative Abwandlung der fränkischen Küche durch Integration und Modifikation internationaler Gerichte. Zumindest bietet das prächtige Fachwerkhaus mit repräsentativen Räumen und gekonnt aufmerksamem und freundlichem Service den passenden Rahmen.
Ende Frühling `23 wurde die Themenküche „Okinawa – Insel des ewigen Frühlings“ geboten, japanische Gerichte aus fränkischer Küche - klingt verlockend und vielversprechend.
Die Vorspeise „Gyoza“, gebratene Teigtaschen gefüllt mit
Geschrieben am 28.10.2023 2023-10-28| Aktualisiert am
28.10.2023
Besucht am 24.08.2023Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 48 EUR
Ein fränkisches Gasthaus, äußerlich eher traditionell klassisch, innen spürt man die Einflüsse der jungen fränkischen Küche. So bekommt man hier im Sommer als Tagessuppe auch mal eine kalte Gurkensuppe. Tagessuppe: kalte GurkensuppeIm heißen August genau das Richtige, angenehm fisch und feiner Geschmack.
Die Tagesangebote und die Karte sind ständig im Wandel.
Die 5 Burgervarianten sind seit längerem fester Bestandteil der Karte. Burger "Der Rustikale" 'Rinderhack 200g auf Paprikarelisch, belegt mit Speck und KäseVom Bun bis zu Patty alles frisch und hausgemacht, natürlich auch die Burger-Saucen, nichts aus dem Convenience Katalog. Das fränkische Hacksteak wird auf Kundenwunsch gegart, schön medium, saftig und mit intensivem, natürlichem Rindfleischgeschmack.
Ebenso das Walder Schnitzel, eine Variation vom Cordon Bleu jedoch gefüllt mit Champignons, Speck, Zwiebeln und Käse, dazu Pommes oder Kartoffelsalat. Walder Schnitzel, Cordon Bleu Champignons und KartoffelsalatSaftiges Schweinefleisch, nicht vom Discounter, frische Füllung und hausgemachter, schlotziger Kartoffelsalat aus aromatischen Kartoffeln.
Dem Namen des Hauses zu Folge fehlen auch nicht die Wildgerichte. Hirsch-Wildragout an Rotwein-Sauce mit ServiettenknödelDas Hirsch-Wildragout zart in herrlicher Rotwein-Sauce mit vollem Aroma und die Serviettenknödel absolut lecker. Alles aus frischen, regionalen Produkten die es hier praktisch vor der Tür des Hauses reichlich gibt.
Ebenso Süßwasserfische aus dem fränkischen Seenland stehen regelmäßig auf der Karte. Altmühlseeplatte 3erlei heimischer Fisch mit Sour Cream und KartoffelsalatAltmühlseeplatte 3erlei heimischer Fisch mit Sour Cream und Kartoffelsalat.
Frischer Saibling, Karpfen und Forellenmousse als Fisch geformt, herrlich frisch aus dem Fisch-Bassin vom Züchter um die Ecke.
In traditionellen fränkischen Gasthäusern sind oftmals die Portionen so groß, dass man sie nur schafft, wenn man zuvor auf dem Acker oder im Wald körperlich hart gearbeitet hat. Hier gibt’s vernünftige Portionen und man braucht auch keinen Doggybag – dafür passt manchmal noch ein Dessert. Apfelküchle mit Vanilleeis, Sahne und ein paar FrüchtenFrische, warme, hausgemachte Apfelküchle mit Vanilleeis, Sahne und ein paar Früchten.
Die fränkischen Klassiker wie Schäufele oder Sauerbraten gibt's auch, aber nur am Sonntag.
Der Service ist nicht bemüht, die Arbeit mit den Gästen scheint hier Freude zu machen. In der Küche ist die Wirtstochter Bianca Moezer für den frischen Wind und modernere Kreationen verantwortlich. Ihre Eltern haben den historischen Gasthof 2013 gekauft und 2016 renoviert. Die beiden großen Nebenzimmer sind, wie das ganze Haus, sehr gepflegt und für warmes Wetter gibt's auch noch einen schönen Biergarten. Die Preise sind hier wirklich moderat, eigentlich noch ein Geheimtipp.
Tagessuppe 4,20 / Burger - Der Rustikale 12,20 / Wildragout 16,10 / Apfelküchle 5,90 / Tucher Export 0,5L 3,50
Ein fränkisches Gasthaus, äußerlich eher traditionell klassisch, innen spürt man die Einflüsse der jungen fränkischen Küche. So bekommt man hier im Sommer als Tagessuppe auch mal eine kalte Gurkensuppe.
Im heißen August genau das Richtige, angenehm fisch und feiner Geschmack.
Die Tagesangebote und die Karte sind ständig im Wandel.
Die 5 Burgervarianten sind seit längerem fester Bestandteil der Karte.
Vom Bun bis zu Patty alles frisch und hausgemacht, natürlich auch die Burger-Saucen, nichts aus dem Convenience Katalog. Das fränkische Hacksteak wird auf Kundenwunsch gegart, schön... mehr lesen
Gasthof Zum Hirschen
Gasthof Zum Hirschen€-€€€Biergarten, Gasthof098312696Wald 57, 91710 Gunzenhausen
4.5 stars -
"Im Hirschen weht ein frischer fränkischer Wind" GastonEin fränkisches Gasthaus, äußerlich eher traditionell klassisch, innen spürt man die Einflüsse der jungen fränkischen Küche. So bekommt man hier im Sommer als Tagessuppe auch mal eine kalte Gurkensuppe.
Im heißen August genau das Richtige, angenehm fisch und feiner Geschmack.
Die Tagesangebote und die Karte sind ständig im Wandel.
Die 5 Burgervarianten sind seit längerem fester Bestandteil der Karte.
Vom Bun bis zu Patty alles frisch und hausgemacht, natürlich auch die Burger-Saucen, nichts aus dem Convenience Katalog. Das fränkische Hacksteak wird auf Kundenwunsch gegart, schön
Geschrieben am 11.06.2016 2016-06-11| Aktualisiert am
13.06.2016
Besucht am 09.06.2016Besuchszeit: Mittagessen 1 Personen
Rechnungsbetrag: 7 EUR
Die Franchise-Kette mit 4 Restaurants in Stuttgart – eine schmackhafte Alternativere zu Mensa, Pizza oder Döner.
Selfservice: man bestellt und holt sein Essen an der Theke. Frische Zubereitung aber extrem flott und, da das Restaurant so klein ist, keine langen Wege / wenn’s warm ist auch zum draußen sitzen. Drinnen wie draußen einfache, zweckmäßige und saubere Möblierung.
Das Personal ist stets sehr freundlich und extrem gut drauf. Sehr angenehm ist auch, dass wenn’s Essen abholbereit ist, Vornamen und nicht Nummern ausgerufen werden.
Indische Linsensuppe mit Fladenbrot 4,90 € / echt gigantisch - toll gewürzt / große Portion / lecker!
Kartoffelcremesuppe mit Speck 5,50 € / sättigend aber ohne Pepp / geht so.
Bali Wrap vegan 4,70 € / sehr gut / echt lecker
Übrigens die Wraps gibt’s wahlweise mit Pita oder Tortilla.
Chili con Carne 5,50 € / scharf, nicht extrem aber gut gewürzt nach Beschreibung anderer / noch nicht selbst gekostet.
Der Softdrink zum Essen kostet + 1,50 € (solo ohne Essen 2,00 €). Pure Smoothies + 2,50 € (solo 2,90 €).
Wird von Studenten - und auch mir - gut frequentiert und geschätzt.
Wie gesagt, hochwertige und daher auch ein kleinwenig teurere Alternative zu Döner, Currywurst oder Mac!
Natürlicher Geschmack ohne Verstärker – „True Flavor“ so wirbt der Flyer – und so schmeckt’s auch!
By the way:
carpe.diem hat eine gute Bewertung über das Pokkez in der Stuttgarter City „Pokkez · Wrap Culture · Königsbau Passagen · Foodlounge“ verfasst, eines der genannten 4 Restaurants der Kette.
Die Franchise-Kette mit 4 Restaurants in Stuttgart – eine schmackhafte Alternativere zu Mensa, Pizza oder Döner.
Selfservice: man bestellt und holt sein Essen an der Theke. Frische Zubereitung aber extrem flott und, da das Restaurant so klein ist, keine langen Wege / wenn’s warm ist auch zum draußen sitzen. Drinnen wie draußen einfache, zweckmäßige und saubere Möblierung.
Das Personal ist stets sehr freundlich und extrem gut drauf. Sehr angenehm ist auch, dass wenn’s Essen abholbereit ist, Vornamen und nicht Nummern ausgerufen werden.... mehr lesen
Pokkez · Wrap Culture · Uni Stuttgart
Pokkez · Wrap Culture · Uni Stuttgart€-€€€Schnellrestaurant, Imbiss, Take Away071193586975Pfaffenwaldring 60, 70569 Stuttgart
3.0 stars -
"Wraps / Suppen / Maultaschen / Salate - True Flavor - nach Rezepten von Frank Oehler" GastonDie Franchise-Kette mit 4 Restaurants in Stuttgart – eine schmackhafte Alternativere zu Mensa, Pizza oder Döner.
Selfservice: man bestellt und holt sein Essen an der Theke. Frische Zubereitung aber extrem flott und, da das Restaurant so klein ist, keine langen Wege / wenn’s warm ist auch zum draußen sitzen. Drinnen wie draußen einfache, zweckmäßige und saubere Möblierung.
Das Personal ist stets sehr freundlich und extrem gut drauf. Sehr angenehm ist auch, dass wenn’s Essen abholbereit ist, Vornamen und nicht Nummern ausgerufen werden.
Geschrieben am 01.05.2016 2016-05-01| Aktualisiert am
14.05.2016
Besucht am 15.12.2015
Der Innenstadt-Italiener Mezzogiorno erfreut sich großer Beliebtheit. Pluspunkte sind:
- zentrale Lage zwischen Hauptbahnhof und Liederhalle
- große Glasfronten mit Blick auf angrenzenden Park, schöne große Terrasse für den Sommer
- zu empfehlen für gehobene Qualität richtiger italienischer Gerichte (neben Italien Fast Food = Pizza)
Die Uni-Nähe ist wahrscheinlich nur ein Plus für betuchte Studenten, denn die Preise sind ziemlich gepfeffert.
Der Service ist gut besetzt, flott und leider nur aufgesetzt freundlich - aber wir wollen ja nicht kuscheln sondern essen.
Bei unserer großen Gruppe klappt’s mit der Organisation in der Küche überraschend gut - sehr gute Leistung. Die Vorspeisenplatte für 4 Personen
Die Vorspeisenplatte für 4 Personen - qualitativ gut / Menge etwas knapp / Preis 50,00 € Lammkarree
Lammkarree - das Fleisch top lecker - gut medium / allerdings winzige Beilagen Menge Dorade vom Grill
Dorade vom Grill - toll präpariert, die Gräten wurden bereits in der Küche entfernt - geschmacklich sehr gut!
Gute Küchenleistung in Qualität und Timing / Schöne Location - vor allem im Sommer!
Gepflegt und sauber.
Allerdings gesalzene Priese - selbst für Stuttgart - bis auf P/L dennoch empfehlenswert! (Tippfehler: die Priese sollte Preise werden - oder besser "gesalzene Prise")
Am besten nicht von der Hospital-Seite her kommen, nicht wegen Krankheit, sondern weil das Restaurant aus dieser Richtung unscheinbar hinter einer Tankstelle liegt.
Allerdings gibt’s unter der Tankstelle ein Parkhaus - als Pluspunkt.
Der Innenstadt-Italiener Mezzogiorno erfreut sich großer Beliebtheit. Pluspunkte sind:
- zentrale Lage zwischen Hauptbahnhof und Liederhalle
- große Glasfronten mit Blick auf angrenzenden Park, schöne große Terrasse für den Sommer
- zu empfehlen für gehobene Qualität richtiger italienischer Gerichte (neben Italien Fast Food = Pizza)
Die Uni-Nähe ist wahrscheinlich nur ein Plus für betuchte Studenten, denn die Preise sind ziemlich gepfeffert.
Der Service ist gut besetzt, flott und leider nur aufgesetzt freundlich - aber wir wollen ja nicht kuscheln sondern essen.
Bei unserer großen Gruppe klappt’s... mehr lesen
Mezzogiorno · Bar Ristorante Café
Mezzogiorno · Bar Ristorante Café€-€€€Restaurant, Bar, Cafe, Catering0711295089Kriegsbergstraße 55, 70174 Stuttgart
3.5 stars -
"Breites Spektrum guter italienischer Küche zu Innenstadt Preisen" GastonDer Innenstadt-Italiener Mezzogiorno erfreut sich großer Beliebtheit. Pluspunkte sind:
- zentrale Lage zwischen Hauptbahnhof und Liederhalle
- große Glasfronten mit Blick auf angrenzenden Park, schöne große Terrasse für den Sommer
- zu empfehlen für gehobene Qualität richtiger italienischer Gerichte (neben Italien Fast Food = Pizza)
Die Uni-Nähe ist wahrscheinlich nur ein Plus für betuchte Studenten, denn die Preise sind ziemlich gepfeffert.
Der Service ist gut besetzt, flott und leider nur aufgesetzt freundlich - aber wir wollen ja nicht kuscheln sondern essen.
Bei unserer großen Gruppe klappt’s
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Um uns in die „hedonistische Bubble“ zu begeben, starten wir Vinofiel im Ländle beim Fellbacher Rainer Schnaitmann und stoßen mit einem Evoé Blanc de Noirs Brut Nature 2021 Winzersekt an. So eingestimmt ordern alle das aktuelle „Le Menu“ mit 5 oder 6 Gängen und passender Weinbegleitung.
Amuse-bouche – der kleine Kitzel
Délice von der Ente + Scheurebe Schloss Ortenberg 2024
Winterkabeljau + Château des Jacques Beaujolais Blanc 2024
Sorbet im Glas – Blumenkohl trifft Tandoori
Jetzt wird’s kreativ: Das Sorbet liegt auf Blumenkohl mit Tandoori Masala – ein kühler Frischekick trifft auf würzige, leichte indische Power. Überraschend, originell und irgendwie genau richtig. Ein Sorbet, das den Gaumen aufweckt und sagt: „Achtung, Hauptgang naht mit weiteren Überraschungen!“
Schwarzfederhuhn „Label Rouge“ + La Vaisinerie Puisseguin Saint-Émilion 2020
Käseteller + Gewürztraminer aus dem Elsass 2022
Rhabarber-Mousse + Jurançon „Clos Uroulat“ 2020
Mignardises & Espresso – Widerstand zwecklos
Fazit
Das „Le Menu“ im Fässle ist ein Abend, der zeigt: Große Küche kann entspannt, clever und spaßig sein. Französische Klassik trifft auf Kreativität, der Service ist charmant und aufmerksam – und die Weinbegleitung ist nicht nur Beiwerk, sondern ein cleverer Begleiter durch die ganze Reise.
Man kommt voller Erwartungen, geht glücklich und ein bisschen beschwingt. Und man weiß: Das hier war kein Abendessen, das war ein Erlebnis – mit Humor, Geschmacksüberraschungen und dem kleinen Luxus, dass alles einfach passt.