"Fränkische Schlachtplatte statt kulinarischer Leichtbauweise"
Geschrieben am 06.11.2026 2026-11-06 | Aktualisiert am 07.11.2026
Gasthaus Zur Linde
€-€€€
Restaurant, Biergarten
098318528
Eleonore-von-Lentersheim-Straße 25, 91710 Gunzenhausen
"Steuerfrau, Decksoffizier und Smutje bringen das Lighthouse auf Kurs!"
Geschrieben am 16.10.2026 2026-10-16 | Aktualisiert am 16.10.2026
Lighthouse Restaurant
€-€€€
Restaurant, Bar, Biergarten
098318847886
Ansbacher Str. 9, 91710 Gunzenhausen


Biergarten mit Sommerregen
Eingangsportal mit Tagesempfehlung
Großer Gastraum mit Theke im Hintergrund
Sunset Spritz – Yuzu küsst Vodka & Aperol
Golden Corn Bites
Lagrein „Rivus“
Kalbsrückensteak mit getrüffeltem Püree, gegrillte Pfifferlinge, Spargel, dazu Thymian Jus
Ribeye mit Süsskartoffel Pommes und Chimichurri
medium rare








Während Michael in der Küche das Regiment führt, kümmern sich seine Frau Ina und eine weitere Mitarbeiterin um das Wohl der Gäste. Ab 18 Uhr füllen sich die Tische zusehends, und wer abends einen der begehrten Plätze ergattern möchte, tut gut daran, rechtzeitig zu reservieren.
Angeboten werden neben der üppigen Schlachtplatte auch Kesselfleisch (Kopffleisch), Krautfleisch aus gekochtem Schweinebauch, gekochtes Schäufele oder Knöchle sowie Leberwürste und selbstverständlich fränkische Bratwürste. Je nach Gericht begleitet von Brot, Sauerkraut oder Kartoffeln. Eine Speisenauswahl, bei der Kalorienzähler besser gleich einen freien Abend einlegen.
Getränkeseitig gibt es frisch gezapftes Bier der Landwehr-Bräu sowie Flaschenbier von Gutmann. Dazu eine kleine Weinauswahl, die üblichen alkoholfreien Getränke und natürlich den einen oder anderen Verdauungsschnaps, der nach solch deftiger Kost durchaus seine Berechtigung beansprucht – zumindest nach alter Wirtshaustradition.
Da ich heute tagsüber noch nicht allzu viel gegessen habe, entscheide ich mich für die komplette Schlachtplatte. Aus früheren Besuchen weiß ich allerdings, dass selbst ein ordentlich ausgehungerter Gast hier durchaus an seine Kapazitätsgrenzen geraten kann.
Ein herrlicher Duft nach frisch gebrühten und gebratenen Schweinereien steigt in die Nase. Hier wird nichts filigran arrangiert, mit Schäumchen dekoriert oder unter kunstvollen Saucenspiegeln versteckt. Fränkische Wirtshausküche in ihrer ursprünglichsten Form – ehrlich, herzhaft und ohne kulinarische Verrenkungen.
Mit dem zweiten Landwehrbier wird die üppige Schweinerei genüsslich vertilgt. Und siehe da: Bis auf einen winzigen Rest ist am Ende tatsächlich alles verschwunden. Offenbar hatte ich meinen Hunger doch recht realistisch eingeschätzt.
Nach derart deftiger Kost steht mir seit eh und je nur selten der Sinn. Aber etwa einmal im Jahr, vorzugsweise in einem traditionsreichen Gasthof in Franken oder der Pfalz, darf es durchaus eine ordentliche Schlachtplatte oder Schlachtschüssel sein.