"Gemütliche Pfälzer Traditionsweinstube mit (Über-)Sättigungsgarantie"
Geschrieben am 19.03.2023 2023-03-19 | Aktualisiert am 19.03.2023
Weinstube Spelzenhof
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Cafe, Weinstube
06327845
Hauptstraße 77, 67482 Altdorf
"Sehr gute Pizzen"
Geschrieben am 19.03.2023 2023-03-19
Pizzeria am Kloster
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Restaurant, Pizzeria
06251987176
Nibelungenstraße 37, 64653 Lorsch
"Super Schäufele"
Geschrieben am 19.03.2023 2023-03-19
Gasthaus Zum roten Ochsen
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Gasthaus, Biergarten
09132745624
Marktplatz 4, 91074 Herzogenaurach
"Die Weinstube ist wegen einer Familienfeier von Freitag, den 24. März 2023 bis einschl. Sonntag 26. März 2023 geschlossen."
Geschrieben am 18.03.2023 2023-03-18
Gutsausschank zur Dutt
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Weinstube
061353775
Langgasse 17, 55294 Bodenheim
"Gutsausschank Adler in Flörsheim - Wicker schließt vom 03.04.23 bis ca. Ende Mai 23."
Geschrieben am 18.03.2023 2023-03-18
Gutsausschank Adler
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Restaurant
0614553176
Taunusstraße 2, 65439 Flörsheim am Main
"Bester Döner mal anders"
Geschrieben am 18.03.2023 2023-03-18
Tastyy
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Restaurant
02871354310
Bahnhofsvorplatz 5, 45879 Gelsenkirchen
"Nicht der letzte Besuch"
Geschrieben am 17.03.2023 2023-03-17
Anami | Fusion Kitchen & Bar
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Restaurant
072315861081
Bahnhofstraße 10, 75172 Pforzheim
"Seit knapp vier Monaten lockt das "Namaste 2" mit indischen Spezialitäten ..........."
Geschrieben am 16.03.2023 2023-03-16 | Aktualisiert am 16.03.2023
Namaste 2
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Restaurant
068519744740
Bahnhofstraße 10 - 14, 66606 Sankt Wendel
"Immer noch empfehlenswerter Tip"
Geschrieben am 16.03.2023 2023-03-16
Sophie's Brauhaus
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Restaurant, Kneipe, Hausbrauerei
0711610962
Marienstr. 28, 70178 Stuttgart
"RundUmSchön"
Geschrieben am 15.03.2023 2023-03-15
Restaurant Das Lauschig
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Restaurant, Biergarten
025079877778
Tilbeck 3, 48329 Havixbeck
"Hier bekommt man scharf wenn es in der Karte steht"
Geschrieben am 15.03.2023 2023-03-15
Restaurant Delhi eats
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Restaurant
09112369690
Kornmarkt 4, 90402 Nürnberg
"Seit 20 Jahren gibt es das "Pablo Kunst und Wein" am St. Johanner Markt .........."
Geschrieben am 15.03.2023 2023-03-15 | Aktualisiert am 15.03.2023
Pablo | Kunst und Wein
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Tapasbar, Bar
06813798279
St. Johanner Markt 49, 66111 Saarbrücken
"DAS Dresdner Brauhaus mit dem leckersten Bier schlechthin-heute mit einigen Patzern"
Geschrieben am 14.03.2023 2023-03-14 | Aktualisiert am 14.03.2023
Ballhaus Watzke
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Restaurant, Hausbrauerei, Biergarten, Brauhaus
035165288784
Kötzschenbroder Str. 1, 01139 Dresden
"Ein weitgereister und erfahrener Koch-letztendlich fehlte das gewisse Etwas"
Geschrieben am 14.03.2023 2023-03-14 | Aktualisiert am 14.03.2023
Restaurant Mahlzeit Am Meer
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Restaurant
04721699953
Cuxhavener Straße 103, 27476 Cuxhaven
"Vom Aspen, Hochdorf nach Reichenbach/Fils"
Geschrieben am 14.03.2023 2023-03-14 | Aktualisiert am 27.03.2023
Ristorante Il Boschetto am Schlatsee
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Restaurant, Pizzeria
0715352674
Kanalstr. 60, 73262 Reichenbach an der Fils
"Bäckerei und Konditorei"
Geschrieben am 14.03.2023 2023-03-14
Barbarossa - Brotkultur
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Cafe
063168031159
Merkurstr. 40, 67663 Kaiserslautern
"Hier ist der Name Programm"
Geschrieben am 14.03.2023 2023-03-14
Giuseppe Gentile Ristorante
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Restaurant
070314666781
Gutenbergstraße 9, 71101 Schönaich
"verstecktes Juwel"
Geschrieben am 14.03.2023 2023-03-14
Eiscafe Ciao
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Bistro, Cafe, Eiscafe
062018709638
Bachgasse 23, 69502 Hemsbach
"Haus Heuport eröffnet am 23. März wieder"
Geschrieben am 14.03.2023 2023-03-14
Restaurant Haus Heuport
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Restaurant, Bar, Cafe
09415999297
Domplatz 7, 93047 Regensburg
"Nicht nur für traute Zweisamkeit. Eine glückliche Wahl für ein tolles Familientreffen!"
Geschrieben am 13.03.2023 2023-03-13 | Aktualisiert am 14.01.2024
Restaurant La Bonne Adresse
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Restaurant, Weinstube
0653197260
Am Ring 37, 54470 Bernkastel-Kues
"Übertrieben gut"
Geschrieben am 13.03.2023 2023-03-13
Chois Hotpot & Lounge
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Restaurant, Loungebar
08939290131
Tumblingerstraße 36, 80337 München
"Nach dem Umbau unter neuer Führung"
Geschrieben am 13.03.2023 2023-03-13
Hasenhäusle | Vereinsheim der Kleintierzüchter
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Vereinsheim, Gaststätte, Take Away
071154088708
Wettenhalde, 73770 Denkendorf
"Aus für „Frau Kruse“ auf Sylt"
Geschrieben am 13.03.2023 2023-03-13
Frau Kruse auf Sylt | Vegetarisch - Vegan - Nachhaltig
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Restaurant
046517673
Am Seedeich 38, 25980 Sylt
"Neuer Pächter im Restaurant Stettenfels"
Geschrieben am 12.03.2023 2023-03-12
Restaurant Stettenfels
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Restaurant, Eventlocation
07131701470
Obergruppenbacher Str. 27, 74199 Untergruppenbach
"„Küchenparty“ in Solingen Oberburg: über einen Abend mit vielen Fragezeichen"
Geschrieben am 12.03.2023 2023-03-12 | Aktualisiert am 13.03.2023
Restaurant Zur schönen Aussicht
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Restaurant, Biergarten
021241093
Schloßplatz 8, 42659 Solingen
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen 




Wir wollten nicht munkeln, sondern essen und fotografieren
Schon früh lernt der Hund: Alles Gute kommt von oben
Wiederholungstat



Mittagsangebot
Hähnchen-Gnocci-Pfanne











Ball-und Brauhaus Watzke
Sowas möchte jeder Biertrinker im keller stehen haben, die Biertanks
Aufgang zum Ballsaal
Blick zur Theke
Durchgang zur Veranda, links die Küche
Der rustikale Gastraum
Am Stammtisch
Speisekarte
kleine Getränkeauswahl
Watzkes Brotkorb mit Treberbrot und Brezel, dazu wahlweise Butter, Frischkäse oder Schmalz
Hausgemachtes Würzfleisch vom Goldbroiler, mit Champignons, gratiniert mit Käse, dazu Toast und Zitronenecke
Zwiebelsuppe nach französischer Art mit Käsecroutons und Kräutern verfeinert
Gnocchiteller - Gnocchis mit Wurzelgemüse, Champignons und allerlei Gewürzen verfeinert, sacht in Sahne geköchelt, dazu kräftiger Bergkäse
Watzke´s Hähnchen-Burger - ofenwarmes Fladenbrot, bestrichen mit hausgemachter Mango-Chilisoße, belegt mit Tranchen von der Hähnchenbrust, Eisberg- und Krautsalat, Zwiebeln und Tomaten
Steak au four - Schweinerückensteak mit hausgemachtem Watzke-Würzfleisch überbacken, dazu Buttererbsen, Pommes frites und eine Zitronenecke
ein ziemlich dünnes Steak
Steak au four - Schweinerückensteak mit hausgemachtem Watzke-Würzfleisch überbacken, dazu Buttererbsen, Bratkartoffeln und eine Zitronenecke
da versteckt sich der Pizzafleischkäse
Ofenfrischer gefüllter Brotlaib, im Ofen gebackener Brotlaib mit einer Füllung aus Pizzafleischkäse und mediterranen Gemüse, an einem Salatstrauß und Tomatensoße
Ofenfrischer gefüllter Brotlaib, im Ofen gebackener Brotlaib mit einer Füllung aus Pizzafleischkäse und mediterranen Gemüse, an einem Salatstrauß und Tomatensoße
diverse Brände werden angeboten
Ofenwarmer Apfelstrudel an einer Kugel Milcheis mit Vanillegeschmack und Schlagsahne
unsere Verdauer
Mahlzeit am Meer
Eingang zum Restaurant und Hotel, links der Wintergarten
Aushang der Speisekarte
Sitzgruppe im Wintergarten
Sitzgruppe im Wintergarten
Das "alte" Restaurant
Gang zur Toilette im Obergeschoss
Der vollbesetzte Wintergarten
Tischdeko
Speisekarte
Auszug aus der Speisekarte
Wochenkarte
Na, welcher ist der alkoholfreie Cocktail?
Grevensteiner Pils
reichlich Einlage
Klare Fischsuppe – heiße Fischbrühe mit Fischwürfeln, Safran, frischen Krabben und Gemüse
zuviel der "Röstaromen"
Rotbarschfilet Parmagini – Gebratenes Rotbarschfilet mit Blattspinat und Parmesancreme gratiniert, dazu Rosmarinkartoffeln
frische Kartoffeln, saftiger Rotbarsch, leckerer Grünkohl
Grünkohl und Fisch – Herzhafter Grünkohl mit frischem Filet vom Rotbarsch mit Salzkartoffeln und Senf
Duhner Fischpfanne – Filets vom Lachs, Dorsch, und Zander mit mediterranen Gemüse, Bratkartoffeln und Gurken-Senfsauce
Duhner Fischpfanne – Filets vom Lachs, Dorsch, und Zander mit mediterranen Gemüse, Bratkartoffeln und Gurken-Senfsauce
Hausgemachtes Creme Brûlée mit einer Kugel Himbeersorbet und Beeren
Hausgemachtes Creme Brûlée
frische Beeren
Himbeersorbet
Lauwarmer Schokoladenkuchen mit Vanilleeis
Lauwarmer Schokoladenkuchen mit Vanilleeis
Als letztes ein Schluck Friesengeist. Tschüß Nordsee bis nächstes Jahr!





















Da traf es sich doch gut, dass drei Wörther Schlemmerkollegen dem Ruf des Vierten im Bunde folgten und sich auf den Weg ins etwas abseits der ausgetretenen Touristenpfade befindliche Örtchen Altdorf (östlich von Edenkoben) machten, um dort in der alteingesessenen Weinstube Spelzenhof nach langer Zeit mal wieder eine offizielle „Clubsitzung“ – die letzte Zusammenkunft war Ende Mai in der Essinger Golfclub-Gastro „El Toro“ – abzuhalten.
Der werte Gaumenfreund, der den Spelzenhof als Einkehradresse ausgesucht hatte, wohnt nicht weit von diesem entfernt im Nachbarort Böbingen. Er kennt und schätzt die von Ursula „Uschi“ Hitschler (Küche) und ihrem Ehemann Hermann Hitschler (Weinbau) seit weit über 30 Jahren geführte Anlaufstelle für Freunde bodenständiger Pfalzkost und kehrt hier regelmäßig ein. Ich selbst hatte bis dahin nur in meinem Pfälzer Weinstubenführer vom Spelzenhof gelesen und freute mich auf gutbürgerliches Neuland aus der Heimat.
Wir schritten durch den von Topfpflanzen begrünten Innenhof.
Ein lauschiges Fleckchen heile Pfalzwelt, dessen mediterraner Touch besonders in der warmen Jahreszeit voll zur Geltung kommen dürfte. Zu unserer Rechten konnten wir durch die Fensterscheiben einen ersten Eindruck vom gemütlichen Innenleben der Weinstube gewinnen. Geradeaus ging es schnurstracks in die von einem uralten Holzofen beheizte, zu einer behaglichen Gaststube ausgebauten Scheune, wo zwischen Sandsteinwänden, Fachwerk und antikem Mobiliar unser reservierter Vierertisch auf uns wartete.
Auf einer Anrichte hatte man ein paar Flaschen von den gutseigenen Weinen platziert. Dabei weckte die nach der Tochter benannte Rotweincuvée „Laura“ mein Interesse. Nach kurzer Beratung mit dem freundlichen jungen Mann vom Service wurde mir ein Probierglas mit diesem durchaus gut trinkbaren Roten kredenzt. Er gefiel und sollte wenig später meinen Hauptgang begleiten (0,1l für 3 Euro).
Zwei Kollegen gerieten gleich in obligatorische Aperitif-Lage. Mit Aperol und Hugo (beide jeweils 6,90 Euro) wurde diese prickelnd behoben. Als veritable Durstlöscher fungierten dagegen Traubensaft- und Johannisbeerschorle für 5 bzw. 6 Euro pro Schoppen und eine kleine Flasche Mineralwasser der Marke „Schwarzwald-Sprudel“ (3,60 Euro). Später traute sich unser Lokalmatador noch ein Viertel Weißburgunder (4,90 Euro) zu, ehe wir zum Abschluss mit zwei Mirabellenbränden (jeweils 3,80 Euro) den Verdauungsvorgang unterstützen mussten.
Soweit ein paar Anmerkungen zur abendlichen Situation in Sachen Flüssigkeitsaufnahme. Mittlerweile stöberten wir in der gar nicht mal so kleinen Speisenpalette und durften unsere Wünsche dann auch zügig loswerden. Der Kollege gegenüber von mir wollte sich zuerst an einer Suppe vom Hokkaido-Kürbis (6,90 Euro) erwärmen, ehe er – wie so oft – beim Schnitzel Wiener Art (16,90 Euro) landete.
Bei diesem war zwar der Beilagensalat inkludiert, aber die Pommes-Beilage musste der diplomierte Schnitzeljäger gegen einen Aufpreis von 3,90 Euro hinzuordern. Schni-Sa mit allem Pi, Pa und vor allem Po sollte es für ihn sein, weshalb er seinen gutbürgerlichen Redundanzteller mit einem zusätzlichen Pfefferrahmsoßen-Upgrade (2,80 Euro) adelte.
Der Mann neben ihm – nicht gerade bekannt für ein ausgedehntes Magenvolumen – riskierte aus der allein sechs Varianten umfassenden Hackbratenrubrik den mit Limburger-Käse überbackenen Falschhasen. Bei ihm oder besser gesagt: bei ihnen – es landeten später nämlich zwei stattliche Exemplare auf seinem Teller – waren ein kleiner grüner Beilagensalat und Pommes frites als Beilagen im Preis von 19,80 Euro inbegriffen. Schon da war ich gespannt, wie er das alles gefuttert bekommen sollte.
Unser Spelzenhof-Spezi aus Böbingen setzte an jenem Abend auf ein medium gebratenes Rumpsteak mit Pfeffer-Rahmsauce und kleinem Beilagensalat (29,80 Euro). Um einen Sättigungs-Gau von vornherein auszuschließen, erweiterte er seine Bestellung noch um eine Portion Bratkartoffeln (3,90 Euro).
Beeindruckt von der heiligen Dreifleischigkeit meiner Fressbegleiter, reihte ich mich in die Phalanx des eingefleischten Karnivorentrios mit einem wohl der Jahreszeit geschuldeten Kastanien-Schnitzel (19,90 Euro) nahtlos ein.
Genau genommen waren es zwei panierte Schweineschnitzel, die unter einem Berg von glasierten Kastanien, gebratenen Apfelringen, Preiselbeeren und knusprigen Baconwürfeln auf ihren Anschnitt warteten. Dass man dieser großzügig belegten, geradezu pittoresk anmutenden Paniermeile noch eine Kelle Sauce Béarnaise spendiert hatte, ließ die Chancen auf ihren Komplettverzehr nicht gerade steigen.
Was mich Simbel dazu gebracht hatte, diesem nahrhaften Zwei-Personen-Teller noch eine Portion Bratkartoffeln als Beilage hinzuzufügen, kann ich rückblickend nicht mehr nachvollziehen. Besonders im Kontext eines als Vorspeise deklarierten, grünen Beilagensalates (3,60 Euro), den ich mir zum Einstieg schmecken ließ.
Auch die Zusatzorder einer Bratensoße (2,80 Euro) – von einer Béarnaise war in der Karte keine Rede – lässt rückblickend auf den Tatbestand der vorsätzlichen Völlerei schließen. Anscheinend hatte mein Hunger beim Bestellvorgang beachtliche Ausmaße angenommen.
Die Salatteller und die Kürbissuppe machten die Vorhut. Die leicht süßliche Vinaigrette fand bei den drei „Salatisten“ am Tisch großen Anklang.
Der Hokkaido-Hasardeur löffelte dagegen missmutig seine mit Kürbiskernöl und gerösteten Kernen ausgestattete, aber ansonsten recht fad schmeckende Herbstterrine aus.
Da war der Pürier-Profi aus Herxheim dann doch etwas enttäuscht über sein kraftloses Süpplein, das er sich eingebrockt hatte.
Doch die nach angenehmer Wartezeit vom tadellos agierenden Service herangeschafften Rustikalitäten zum Hauptgang beseitigten auch bei ihm die letzten Zweifel in Sachen nicht erbrachter Würzleistung.
Doch der Reihe nach. Das durchaus nicht triviale Handwerk des fachgerechten Fleischbratens beherrschte man im Spelzenhof sichtlich. Rumpsteak, Schnitzel und Hackbraten wurden in erstaunlich hoher Qualität und mit ausreichender Saftigkeit auf die Teller gebracht.
Auch an den beigegossenen bzw. separat gelieferten Saucen – die Extratunken kamen in einer kleinen, verschließbaren Thermo-Sauciere, damit diese auch warm blieben – gab es nicht das Geringste auszusetzen. Hausgemacht und ohne Helferlein angesetzt, waren es flüssig-cremige bzw. kräftig-gehaltvolle Ergänzungen unserer üppigen Fleischportionen.
Gut gewürzte Pommes frites im 10/10mm Normalschnitt
und knusprige, mit Kräutern verfeinerte Bratkartoffeln (Majoran!) trugen zusätzlich zur Widerspenstigen Sättigung bei.
Alle Gerichte kündeten von soliden Küchenhandwerk und waren geschmackvoll arrangierte Vertreter aus gutbürgerlichstem Milieu. Nur die Portionsgrößen waren völlig überdimensioniert.
Klar, soll man in einer Pfälzer Weinstube nicht hungrig von dannen ziehen. Eine deftige Mahlzeit ist und war schon immer eine gute Grundlage für den damit einhergehenden Weinkonsum. Aber an jenem Donnerstagabend Mitte Oktober wären an unserem Tisch auch locker zwei bis drei Personen mehr (bei gleicher Speisung) satt geworden.
Der Hackbraten-Held strich bereits nach einem, mit geschmolzenem Limburger Käse überbackenen Fleischstück die in erster Linie in seinem Béarnaise-See ertränkten Segel.
Auch unser Schnitzel-Präsident hatte mit seiner Wiener Spezies schwer zu kämpfen.
Meine nicht gerade hauchdünn geklopften, mit opulentem Keschde-Apfel-Preiselbeer-Topping ausgestatteten Panierstücke ergaben in der Summe wohl eines der mächtigsten Gerichte, an dem ich mich in den letzten Jahren versuchte.
Und um es auf den Punkt zu bringen: es blieb auch beim Versuch. Nach der Hälfte des Tellers musste auch ich übersättigt das Handtuch werfen und den zweiten Teil als „To-Go-Version“ mit nach Hause nehmen.
Nur der Rumpsteak-Rambo aus Böbingen machte aus seiner mit reichlich Pfefferrahmguss gesegneten Rinderportion regelrecht Kleinvieh. Dabei störten ihn weder die imposante Bratkartoffelbeilage noch die im krossen Speckmantel steckenden Datteln, mit denen sich seine gebratene Tranche vom Roastbeef den Teller teilte.
Nach überstandener Hauptgerichtsverhandlung verzichtete unser völlig übersättigtes Gaumenquartett auf jegliche finale Süßspeisung. Nur die obligatorische Tasse Kaffee (2,60 Euro) ließ sich unser präsidiales Oberhaupt nicht nehmen.
Fazit:
Die von uns genossenen Deftigkeiten waren zwar allesamt recht einfacher Natur, aber handwerklich ehrlich zubereitet. Bis auf die Kürbissuppe gab es - was den Geschmack der Speisen betraf - auch keinerlei Grund zur Beanstandung.
Die vornehmlich aus der Region stammenden Zutaten erfuhren in Frau Hitschlers Küche nicht nur eine sorgfältige Behandlung, sondern waren auch von ordentlicher Qualität. Mehr erwartet man bei gutbürgerlicher Deutschkost im Grunde nicht.
Apropos mehr. Der einzige echte Kritikpunkt des Abends waren die viel zu großzügig angelegten Portionen. Da wären wir mit weniger deutlich zufriedener gewesen, denn unser Sättigungsziel wurde hier prinzipiell übererfüllt.
Egal, wie sagte einst Gernesser und Lyriker William Shakespeare: „Satt essen kann sich jeglicher zu Hause, geselliges Vergnügen, munteres Gespräch muss einem Festmahl Würze geben.“ Unter diesem Aspekt lässt sich unsere Zusammenkunft im Herbst als durchweg gelungen bezeichnen