Ich, von "RK" zu "GG" übergewechselt, bin auch in kulinarischer Hinsicht "polyglott". Durch meinen Beruf über viele Jahre in so ziemlich der ganzen Weltgeschichte herumgekommen habe ich mich sehr für die jeweils landestypischen Küchen und Gerichte interessiert , dabei auch viele "Blindversuche" gemacht sprich alles gegessen was mir vorgesetzt wurde, ohne immer zu wissen woraus es bestand. Am meisten beeindruckt haben mich die französische, die indonesische, die vietnamesische, die thailändische, die chinesische und nicht zuletzt auch die deutsche Küche sowie die gigantischen Fleisch- und Wurstfressereien in Argentinien. Ich koche selbst auch gerne, wobei meine Stärken ganz eindeutig in den Bereichen "Wild" (alles von meiner lieben Oma Sannchen gelernt) und "Meeresfrüchte" (mir selbst aus Kochbüchern beigebracht bzw. diverse einschlägige Koch-Seminare besucht) liegen. Ein ganz normales saarländisches, pfälzisches oder elsässisches Gericht kriege ich aber auch schmackhaft hin. Wo viel mit Tiefkühlware und/oder mit Convenienceprodukten gearbeitet wird, behagt es mir nicht und Schickimickifraß mag ich nicht.. Wird aber mit frischen regionalen Produkten handwerklich gut und dann noch mit etwas Pfiff und Raffinesse gekocht, fühle ich mich wohl. Stimmen dazu noch Service und Ambiente, komme ich gerne wieder und spare auch nicht mit Lob und Bewertungs-Sternen. Wobei mir dabei egal ist, ob es sich um einen Sternetempel, einen Landgasthof oder einen sogenannten Imbiss handelt:-)))
Durch meinen sehr grenznahen Wohnsitz Saarbrücken habe ich die Möglichkeit, hier und im benachbarten Frankreich auf viele anerkannt gute Restaurants und Gaststätten "zugreifen" zu können; die ein und andere Bauchlandung lässt sich aber nicht immer ausschließen. Über meine Besuche habe ich bisher (seit 2011) im Internet-Portal "Restaurant-Kritik" (das mittlerweile leider durch "Yelp" übernommen worden ist) Rezensionen geschrieben. Dass dort nicht immer alle Mitkritiker meiner Meinung waren und auch meine Kommentare ab und zu in den falschen Hals bekommen haben, damit konnte und kann ich durchaus leben. Klare Worte (ohne jemanden zu verletzen) werde ich jedenfalls auch in diesem Forum nicht scheuen.
Ich, von "RK" zu "GG" übergewechselt, bin auch in kulinarischer Hinsicht "polyglott". Durch meinen Beruf über viele Jahre in so ziemlich der ganzen Weltgeschichte herumgekommen habe ich mich sehr für die jeweils landestypischen Küchen und Gerichte interessiert , dabei auch viele "Blindversuche" gemacht sprich alles gegessen was mir vorgesetzt wurde,... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 298 Bewertungen 689873x gelesen 10191x "Hilfreich" 8623x "Gut geschrieben"
Geschrieben am 05.12.2025 2025-12-05| Aktualisiert am
07.12.2025
Besucht am 04.12.2025Besuchszeit: Abendessen 1 Personen
Rechnungsbetrag: 44 EUR
Und ebenso findet alle Jahre wieder zur Vorweihnachtszeit das Band-Weihnachtsessen mit unseren Frauen statt. Diesen schönen Brauch hatte ich von meiner Klever Band beim Umzug ins Saarland mitgebracht und hier bei meiner neuen Band eingeführt, wobei ich im Regelfall auch den Austragungsort des Weihnachtsessens vorschlage. Hierbei sind der gastronomischen Vielfalt Tür und Tor geöffnet; von Lokalen mit gutbürgerlicher Küche bis hin zum Fine Dining-Restaurant war schon alles dabei. Die Anregung, das Essen diesmal im St.Ingberter "Cocorito" abzuhalten, kam diesmal allerdings von meiner Herzallerliebsten, die das Lokal vor Wochen mit Freundinnen besucht hatte; die Damen waren von der Küchenleistung nämlich ziemlich angetan gewesen. Als ich den Vorschlag anlässlich einer Bandprobe unterbreitete, war man sofort einverstanden, eigentlich wie immer. Alle Mitmucker ausser mir wohnen direkt in St.Ingbert, also sehr bequem für sie. Unsere Mitmuckerin, die das Lokal von früheren Besuchen her kannte, erklärte allerdings, dass sie unter keinen Umständen im "Cocorito" noch einmal die Dorade bestellen werde. Diesen feinen Fisch habe der Kellner an ihrem Tisch nicht wie in der Speisekarte annonciert "fachmännisch vor den Augen des Gastes filettiert" sondern äusserst stümperhaft geradezu massakriert. Das muss man nun wirklich nicht haben, aber auf der Karte gibt es, wie man sich im Internet überzeugen kann, ja noch etliche andere Gerichte. Die Dorade allerdings nicht mehr :-))).
Pünktlich um 18 Uhr fand man sich gestern am Abend im "Cocorito" ein; ich kam allerdings ein wenig sprich knapp 15 Minuten später. Eine frischgeschaffene und mich überraschende Baustelle zwischen SB-Scheidt und Rentrisch mit teilweise einspuriger Verkehrsführung in Zusammenhang mit Baustellenampel hatte für ordentlich Rückstau gesorgt. Für mich, der ich immer viel Wert auf Pünktlichkeit lege, sehr ärgerlich. Ausserdem kam ich ohne meine liebe Frau zum Bandessen; sie war von etwas, das sich in NRW "Dünnflitsch" nennt, befallen worden (im Saarland verwendet man einen weit drastischeren Begriff dafür) und traute sich deshalb nicht ausser Haus. Es fehlte aber auch noch die einzige Mitmuckerin, wir waren also personell diesmal schon ein wenig reduziert. Sehr schade. Trotzdem war die Stimmung insgesamt gut und wir harrten der Dinge, die da kommen sollten.
Zunächst kam eine freundliche Servicemaid mit den Speisekarten und erfragte die Getränkewünsche. Meine waren sehr bescheiden und beschränkte sich auf ein Franziskaner Helles Weizen (0,5l EUR 5,00) sowie anschliessend eine große Apfelsaftschorle (0,4l EUR 4,50). Gerne hätte ich den ein oder anderen Wein getrunken; war aber nicht drin, schliesslich musste ich ja noch fahren. By the way: was da so am Tisch alles an Speis und Trank konsumiert wurde, konnte ich nur in etwa nachhalten; das gilt auch für die aufgerufenen Preise. Getrunken wurde jedenfalls ziemlich viel an diversen intalienischen weißen und roten Weinen, dazu auch Mineralwasser und eine Art Cocktail namens "Lillith" oder so ähnlich.
Nun zu den Speisen: Vorspeisen und Hauptgericht nahmen wir alle; dafür wurde auf Desserts komplett verzichtet. Gewählte Vorspeisen waren "Zuppa di Pesce", "Antipasti Cocorito" und "Rindercarpacio"; da war man sich bei der Auswahl ziemlich einig. An Hauptgerichten wurde bestellt: "Gänsekeule mit Klößen und Rotkraut" (EUR 31,90), "Spaghetti allo Scoglio" (EUR 18,90), "Filetti vom Lamm alla "Nonna Teresa" (EUR 28,70), "Saltimbocca alla Romana/Kalbsmedaillons mit Salbei und Parmaschinken in Weißweinsoße" (EUR 29,70) und "Cordon Bleu vom Kalb" (Preis nicht erinnerlich). Zu den Lammfilets, den Cordon Bleus und den Kalbsmedaillons konnte bei der Beilage gewählt werden zwischen Rosmarinkartoffeln, Pommes Frites und Spaghetti bzw. Tagliatelle. Beilagensalate habe ich keine gesehen; es gab wohl keine.
Meine "Zuppa di Pesce" war sehr gelungen; eine bessere Fischsuppe hier im Saarland kriegt man meiner Ansicht nach nur in "Hämmerles Restaurant" oder im "La Paella"; fehlte nur wenig und diese "Zuppa di Pesce" würde in der gleichen Liga mitspielen. Nicht ganz so zufrieden war ich mit meiner Pasta mit Meeresfrüchten und Kräutern; es scmeckte zwar, aber dieses Gericht gibt es beispielsweise im "Italia" besser und kostengünstiger. Aber selber schuld; wäre ich beim Eintreten ins Lokal nicht so achtlos an der Schiefertafel mit den Tagesspezialitäten ("Alles muss weg!") vorbei gelatscht, hätte ich gewußt, dass Gänsekeule und Lammfilets zu haben waren, und eher der Jahreszeit angemessen die Gans gewählt. Diese und auch die Lammfilets wurden beide nämlich am Tisch über den grünen Klee gelobt. Vertan, vertan, sprach der Hahn! Überhaupt nicht gelobt wurde die lange Wartezeit zwischen Vorspeise und Hauptgericht; als es im Lokal so kurz nach 19:30 Uhr so richtig voll wurde, hatte wir unsere Bestellungen ja schon lange zuvor abgegeben gehabt. Gottseidank hatten wir genügend Gesprächsstoff, um die aus unserer Sich völlig überzogene Wartezeit zu überbrücken. Ohne Minderung der Gesamtbewertung geht es allerdings nicht ab. Kritik an der Küchenleistung habe ich am Tisch nicht vernommen; die Mitmucker waren mit de Gebotenen sehr zufrieden und angenehm gesättigt; ich mit leichten Abstrichen auch. Bei "Gesamteindruck" ziehe ich wartezeitbedingt einen Stern ab.
Fazit: Wieder mal ein gelungenes und wirklich schönes Band-Weihnachtsessen nur schade, dass wir diesmal nicht komplett waren!
Und ebenso findet alle Jahre wieder zur Vorweihnachtszeit das Band-Weihnachtsessen mit unseren Frauen statt. Diesen schönen Brauch hatte ich von meiner Klever Band beim Umzug ins Saarland mitgebracht und hier bei meiner neuen Band eingeführt, wobei ich im Regelfall auch den Austragungsort des Weihnachtsessens vorschlage. Hierbei sind der gastronomischen Vielfalt Tür und Tor geöffnet; von Lokalen mit gutbürgerlicher Küche bis hin zum Fine Dining-Restaurant war schon alles dabei. Die Anregung, das Essen diesmal im St.Ingberter "Cocorito" abzuhalten, kam diesmal allerdings... mehr lesen
Ristorante Cocorito
Ristorante Cocorito€-€€€Restaurant068949903769Saarbrücker Straße 7-11, 66386 Sankt Ingbert
3.0 stars -
"Alle Jahre wieder kommt das Christuskind auf die Erde nieder, wo wir Menschen sind .........." simba47533Und ebenso findet alle Jahre wieder zur Vorweihnachtszeit das Band-Weihnachtsessen mit unseren Frauen statt. Diesen schönen Brauch hatte ich von meiner Klever Band beim Umzug ins Saarland mitgebracht und hier bei meiner neuen Band eingeführt, wobei ich im Regelfall auch den Austragungsort des Weihnachtsessens vorschlage. Hierbei sind der gastronomischen Vielfalt Tür und Tor geöffnet; von Lokalen mit gutbürgerlicher Küche bis hin zum Fine Dining-Restaurant war schon alles dabei. Die Anregung, das Essen diesmal im St.Ingberter "Cocorito" abzuhalten, kam diesmal allerdings
Geschrieben am 02.12.2025 2025-12-02| Aktualisiert am
13.07.2026
Besucht am 02.12.2025Besuchszeit: Mittagessen 1 Personen
Rechnungsbetrag: 8 EUR
Bis zu meinem Umzug vom linken Niederrhein ins Saarland 211 war ich als "OiD" (Opi im Dienst) genötigt, regelmässig sprich einmal (gelegentlich auch zweimal) im Monat mit meinen beiden kleinen Enkelinnen in Kleve den örtlichen McDonalds, von mir immer als "die goldene Möve" bezeichnet, aufzusuchen, damit die jungen Damen so viel Burger verdrücken konnten bis sie fast platzten. Der schon etwas größere Enkel war nie mit von der Partie gewesen; ihn hatte es erstaunlicherweise nie zu McD gezogen, er stand mehr auf Würstchen mit Pommes und wurde deshalb von mir separat ausgeführt, wobei er sehr penibel darauf achtete, dass er im Vergleich zu seinen Cousinen nicht zu kurz kam.
Da ich bei den über die Jahre zahlreichen Aufenthalten bei McD nicht nur der Zahlmeister war sondern immer auch etwas verzehren wollte, war das für mich nicht so ganz einfach: Bier war nicht im Ausschank und Burger mochte ich nicht Und so kam es, dass ich bei unseren Aufenthalten jedesmal einen McRib verzehrte, während die Enkelinnen die Burgerauswahl rauf und runter bestellten. Was soll ich sagen: dieser McRib schmeckte gar nicht mal so übel.Im Gegensatz zu den ganzen Burgern, für mich von A - Z zu trocken, ist der Mc-Rib triefend von Soße nach allen Seiten hin. Nicht ganz so gut war, dass gerade bei diesem Gericht die Gefahr des sich Einsauens besonders groß war und auch heute noch ist.Ausserdem kommt er sehr heiß und ist deshalb im wahrsten Sinne "hot to handle".
Nach meinem heutigen Besuch beim Physiotherapeuten machte ich also einen Schlenker zur McD-Filiale am Römerkastell. Was für mich absolut neu war sind die "Daddel-Automaten", an deren Bildschirm man sich selbst die Karte anzeigen lassen und dann auch direkt bestellen kann. Mit dem anschliessend ausgedruckten Bon begibt man sich zu einer der beiden Zahlstellen, bezahlt, bekommt einen Nummernaufsteller und sucht sich dann einen Platz, zu dem ein McD-Mitarbeiter irgendwann die Bestellung bringt. So weit , so gut: ich habe mich an einem dieser Automaten versucht und nach einiger Zeit (das Gerät wollte mir anfangs penetrant ein komplettes McRib-Menü, das ich aber nicht wollte, aufs Auge drücken) war ich dann mit meiner Bestellung durch. Ich bezahlte, empfing meinen Nummern-Aufsteller und nach knapp 10 Minuten stand meine Bestellung (1 McRib für EUR 6,19 und einmal Pommes Frites klein für EUR 2,00) vor mir. Der McRib schmeckt noch genau so wie ich ihn in Erinnerung hatte, nämlich durchaus geniessbar, während die Pommes Frites nicht (mehr) so richtig knusprig waren und eine Prise Salz durchaus hätten vertragen können. Sollte ich in 15 Jahren noch auf dieser Erde wandeln, kann ich ja noch mal eine McRib-Verkostung ins Auge fassen, ansonsten habe ich bis dahin keinen weiteren Bedarf an McD-Besuchen. Und soweit ich weiss sind auch meine mittlerweile erwachsenen Enkelinnen keine Fans der "goldenen Möve" mehr :-))
Bis zu meinem Umzug vom linken Niederrhein ins Saarland 211 war ich als "OiD" (Opi im Dienst) genötigt, regelmässig sprich einmal (gelegentlich auch zweimal) im Monat mit meinen beiden kleinen Enkelinnen in Kleve den örtlichen McDonalds, von mir immer als "die goldene Möve" bezeichnet, aufzusuchen, damit die jungen Damen so viel Burger verdrücken konnten bis sie fast platzten. Der schon etwas größere Enkel war nie mit von der Partie gewesen; ihn hatte es erstaunlicherweise nie zu McD gezogen, er stand... mehr lesen
McDonald's
McDonald's€-€€€Schnellrestaurant, Cafe06818304009Eschberger Weg 1, 66121 Saarbrücken
2.5 stars -
"Jawoll; ich gestehe: "Ich habe nach knapp 15 Jahren erstmals wieder einen Mc Rib verdrückt ......." simba47533Bis zu meinem Umzug vom linken Niederrhein ins Saarland 211 war ich als "OiD" (Opi im Dienst) genötigt, regelmässig sprich einmal (gelegentlich auch zweimal) im Monat mit meinen beiden kleinen Enkelinnen in Kleve den örtlichen McDonalds, von mir immer als "die goldene Möve" bezeichnet, aufzusuchen, damit die jungen Damen so viel Burger verdrücken konnten bis sie fast platzten. Der schon etwas größere Enkel war nie mit von der Partie gewesen; ihn hatte es erstaunlicherweise nie zu McD gezogen, er stand
Geschrieben am 01.10.2025 2025-10-01| Aktualisiert am
02.10.2025
Besucht am 30.09.20251 Personen
Rechnungsbetrag: 34 EUR
Seit Tagen werden große Teile der Saarbrücker Innenstadt für den PKW-Verkehr gesperrt, um sie anschliessend mit zahlreichen Tribünen, über zwanzig Bühnen sowie sehr vielen Fress- und Saufbuden förmlich zuzukleistern. Vom 03.10. bis zum 06.10 wird hier der "Tag der Deutschen Einheit" bejubelt und begossen und dies in Anwesenheit der gesamten bundesdeutschen Politprominenz, da diesmal das kleine Saarland Ausrichter der "Einheits-Festspiele" ist. In meinen Augen wäre ein stilles Gedenken angemessener, zumal in vielen Köpfen der Einheitsgedanke immer noch nicht so richtig angekommen ist. Von den Absperrungen im Stadtgebiet betroffen ist vor allem die Gastronomie rund um den St.Johanner Markt, in der Saaruferstrasse und der Mainzer Strasse sowie in diversen Seitenstrassen. Auch das "Ivica" kommt nicht ungeschoren davon; als ich gestern dort zum Mittagessen war, konnte das Lokal nur noch von der Talstrasse aus angefahren werden, nicht mehr von der Saaruferstrasse aus. Und spätestens heute ist die Zufahrt komplett dicht; die erforderlichen Absperrgitter standen gestern schon am Strassenrand bereit.
Das mag auch der Grund dafür gewesen sein, dass diesmal Wirtin Mare nicht so gut wie sonst drauf war; es fehlte ihr schon ein wenig an der sonstigen Freundlichkeit und Flottheit im Service. Und auch Wirt und Chefkoch Ivica war in seiner Küche nicht so ganz bei der Sache; bei meinem Gericht fehlte es schon etwas an der sonstigen sehr guten Qualität. Es schien mir so, als ob den beiden eine Art "Einheitslaus" über die Lebern gelaufen wäre. Lediglich die beiden von mir bestellten Getränke waren so wie immer, nämlich sehr gut.
Wirtin Mare, diesmal ziemlich kurz angebunden, brachte mir die Karten und wurde dann erst mal nicht mehr gesehen; als ich die Warterei satt war, schnappte ich mir die Karten, begab mich eigenfüssig zum Tresen, hinter dem Mare thronte und wurde so auch meine Bestellung los. Wäre ich am Tisch sitzen geblieben, hätte ich dort vielleicht Wurzeln geschlagen. Ich bestellte mir als Getränk ein Karlsberg Kellerbier Dunkel (0,5l EUR 4,90) und zum Essen dann ein Glas Grasevina (0,2l EUR 7,00), neben Plavac einer meiner kroatischen Lieblingsweine. Auf eine Vorspeise verzichtete ich; Hauptgericht hätten einmal mehr die gegrillten Calamares Girilic werden sollen. Leider hatte sich die frische Lieferung verspätet; sehr schade. So musste als eine Art Lückenbüßer "Pola Pola" (EUR21,90) herhalten; dieses Gericht bestelle ich hier aber auch ganz gerne. Zumal am Montag in der von mir gerne und regelmässig gesehenen Sendung "Mein Lokal, dein Lokal" im Langenfelder "Steakhaus Passage Stube" der dort gezeigte Grillteller mir mächtig Lust auf Cevapcici gemacht hatte.
Auf der Karte steht "Pola Pola" wie folgt: "Lamm-/Rinderhackfleischröllchen und Schweinefiletspieße mit Djuvecreis, Ajvar und rohe Zwiebel". Hier wird ein bisschen geschwindelt, denn es liegt nur ein Spieß (und nicht mehrere) auf dem Teller, dazu vier Cevapcici und der Reis. Ajvar und gehackte Zwiebel werden separat in kleinen Schüsselchen dazugegeben. In gewohnt sehr guter Qualität waren Reis, Ajvar und Zwiebel. Die Cevapcici liessen diemal die gewohnt sehr pikante Würzung etwas vermissen, sie schmeckten eher ziemlich flau, und der Schweinefiletspieß war so übergart wie sonst eigentlich nur die Enten in den meisten Asia-Gastros; zwar gerade noch zart aber ansonsten "durcher als durch". Dafür kann ich im Bereich "Essen" und auch beim "Gesamteindruck", beim "Service" sowie bei "Preis/Leistung" nun wirklich nicht mehr als sehr gut gemeinte drei Sternlein geben. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass, wenn die beiden Betreiber Mare und Ivica erst mal die negativen "Einheits-Begleiterscheinungen" verdaut haben, alles wieder wie gewohnt, nämlich wie am Schnürchen und in sehr guter Qualität laufen wird. Ganz egal, ob mit oder ohne "Slivo aufs Haus"; der fehlte nämlich gestern auch.
Seit Tagen werden große Teile der Saarbrücker Innenstadt für den PKW-Verkehr gesperrt, um sie anschliessend mit zahlreichen Tribünen, über zwanzig Bühnen sowie sehr vielen Fress- und Saufbuden förmlich zuzukleistern. Vom 03.10. bis zum 06.10 wird hier der "Tag der Deutschen Einheit" bejubelt und begossen und dies in Anwesenheit der gesamten bundesdeutschen Politprominenz, da diesmal das kleine Saarland Ausrichter der "Einheits-Festspiele" ist. In meinen Augen wäre ein stilles Gedenken angemessener, zumal in vielen Köpfen der Einheitsgedanke immer noch nicht so richtig... mehr lesen
3.0 stars -
"Wie viele hiesige Gastronomien ist auch das "Ivica" von den Vorbereitungen zum Tag der Deutschen Einheit betroffen..." simba47533Seit Tagen werden große Teile der Saarbrücker Innenstadt für den PKW-Verkehr gesperrt, um sie anschliessend mit zahlreichen Tribünen, über zwanzig Bühnen sowie sehr vielen Fress- und Saufbuden förmlich zuzukleistern. Vom 03.10. bis zum 06.10 wird hier der "Tag der Deutschen Einheit" bejubelt und begossen und dies in Anwesenheit der gesamten bundesdeutschen Politprominenz, da diesmal das kleine Saarland Ausrichter der "Einheits-Festspiele" ist. In meinen Augen wäre ein stilles Gedenken angemessener, zumal in vielen Köpfen der Einheitsgedanke immer noch nicht so richtig
Geschrieben am 28.09.2025 2025-09-28| Aktualisiert am
28.09.2025
Mit dem "Maison douce" erfüllen sich Moni und Ida Wilden einen lange gehegten Traum - und bringen frischen Wind in die Saarbrücker Café-Szene.
Die beiden Frauen verbreiten von der ersten Sekunde an gute Laune. Voller Euphorie erzählen Mutter Moni (53) und Tochter Ida Wilden (24), die nicht weit hinter der saarländischen Grenze zwischen Landstuhl und Zweibrücken wohnen, von ihren Plänen für ihr Café am St.Johanner Markt. "Saarbrücken hat uns schon immer gut gefallen. Und die Lage des Cafés ist ja Bombe." Es ist ein Ort, den viele kennen und schätzen gelernt haben - bis vor einigen Monaten das plötzliche Aus kam für "Lilli´s Kuchenwerkstatt". Ähnlich überraschend kommt jetzt der Neubeginn in dem schön eingerichteten Laden direkt am Brunnen. Als Mutter und Tochter vor einiger Zeit in Saarbrücken unterwegs waren, entdeckten sie im Schaufenster des Cafés eine Telefonnummer. "Das war vor ungefähr drei Wochen", erzählt Moni Wilden. "Ich konnte den Vermieter überreden, dass er uns den Laden gibt, denn eigentlich hatte er schon jemanden gefunden." Dann ging alles Schlag auf Schlag. Am 9.September wurde der Mietvertrag unterschrieben, sether wird fieberhaft auf die Eröffnung hingearbeitet.
Auf die Eröffnung des "süßen Hauses" am Markt. "Maison douce" nämlich wird das Café heißen, dazu kommt noch der Beiname "by Idas Pastry". Damit ist schon viel erklärt. Die Chefin des Cafés ist Mutter Moni, aber die meisten Leckereien kommen von Tochter Ida. Sie ist Konditormeisterin und Schokoladen-Sommelière, hat unter anderem in einer Sterneküche auf Sylt gearbeitet, in Heidelberg gelebt und hat sich vor gut einem Jahr selbständig gemacht - mit der Auftragskonditorei "Idas Pastry", die unter anderem sehr ausgerfallene Torten und süße Buffets im Angebot hatte. Saarbrücken will sie nun mit traditionellen Konditoreiprodukten mit moderner Handschrift erobern. Wenig Standardkuchen soll es geben im "Maison douce", eher Torten, Tartlets,Éclairs und Macarons. Dazu besondere Kreationen wie ein neu interpretiertes Schwarzwälder Törtchen oder ungewöhnliche Geschmackskombinationen mit Sanddorn. "Ich will, dass die Leute Gefallen finden an dem, was wir machen. Und ich denke, wir werden die Saarbrücker begeistern." Doch es wird noch viel mehr auf der Karte stehen, wie Mutter Moni verrät. Drei Frühstücksvariationen möchte sie anbieten, daneben auch ein "bombastisch leckeres" Egg-Drop-Sandwich. Mittagessen wird es ebenfalls geben: eine Suppe, Salate sowie wöchentlich wechselnde Gerichte, etwa Thai-Curry. Dazu gibt es Kaffee, Tee, Weine aus der Pfalz, Crémant und Champagner. Trendgetränke wie Cold Brew Latte oder Iced Matcha Latte werden ebenfalls nicht fehlen. "Ein Café hat uns schon lange vorgeschwebt, wir dachten nur, dass wir das später machern - irgendwann", sagt Moni Wilden. Jetzt freut sie sich umso mehr, dass es so schnell, nämlich am 1.Oktober 2025, losgeht.
(auszugsweise SZ vom 27./28.09.2025)
Mit dem "Maison douce" erfüllen sich Moni und Ida Wilden einen lange gehegten Traum - und bringen frischen Wind in die Saarbrücker Café-Szene.
Die beiden Frauen verbreiten von der ersten Sekunde an gute Laune. Voller Euphorie erzählen Mutter Moni (53) und Tochter Ida Wilden (24), die nicht weit hinter der saarländischen Grenze zwischen Landstuhl und Zweibrücken wohnen, von ihren Plänen für ihr Café am St.Johanner Markt. "Saarbrücken hat uns schon immer gut gefallen. Und die Lage des Cafés ist ja Bombe."... mehr lesen
Café Maison Douce
Café Maison Douce€-€€€CafeSankt-Johanner-Markt 18, 66111 Saarbrücken
stars -
"Pfälzer Powerfrauen eröffnen in Rekordtempo Café am Markt" simba47533Mit dem "Maison douce" erfüllen sich Moni und Ida Wilden einen lange gehegten Traum - und bringen frischen Wind in die Saarbrücker Café-Szene.
Die beiden Frauen verbreiten von der ersten Sekunde an gute Laune. Voller Euphorie erzählen Mutter Moni (53) und Tochter Ida Wilden (24), die nicht weit hinter der saarländischen Grenze zwischen Landstuhl und Zweibrücken wohnen, von ihren Plänen für ihr Café am St.Johanner Markt. "Saarbrücken hat uns schon immer gut gefallen. Und die Lage des Cafés ist ja Bombe."
Geschrieben am 22.09.2025 2025-09-22| Aktualisiert am
22.09.2025
Hier kennt sie fast jeder, nun machen sie auch bundesweit Schlagzeilen: Die "Gebrüder Kalinski" sprich Elias und Joseph Klein haben sich in Berlin den Titel "Restaurant des Jahres" im diesjährigen Wettbewerb der Bestellplattform "UberEats" gesichert.
Sie setzten sich dabei gemeinsam mit ihrem Team im Laufe des Wettbewerbs gegen insgesamt knapp 160 andere Restaurants durch, diese Woche beim Finale gegen drei verbliebene Konkurrenten aus Hamburg, Nürnberg und Berlin. "Wir wollen das Ding für das Saarland gewinnen!" hatte Elias Klein vor Beginn der Entscheidung gesagt. Er sollte Recht behalten. Die Jury um Sternekoch Tim Raue und Schauspielerin Janina Uhse wählte die Saarländer nach einem ausgedehnten Probeessen auf Platz 1. Sie hatten mit der Currywurst-Variante "Chévre Chaud" überzeugt, einer Rostwurst vom Milchkalb mit fruchtiger Soße, geflammtem Ziegenkäse, Honig und Thymian. Der besondere Titel bescherte den "Kalinskis" und ihrer "Wurstwirtschaft" nicht nur Ruhm und Ehre, sondern auch ein Preisgeld in Höhe von 40.000 Euro. Ein besonderer Gruß kam von der Landesvertretung des Saarlandes in Berlin:"Einfach nur der Knüller! Wie geil ist das ?? Wir feiern euch sehr! Herzlichen Glückwunsch! So verdient!" Nach dem Sieg erklärte der SPD-Politiker Thorsten Bischoff, Bevollmächtigter des Saarlandes beim Bund": Das Saarland auf die 1! Oh leck! Hauptsach gudd gess!"
(auszugsweise SZ vom 19.09.2025)
Hier kennt sie fast jeder, nun machen sie auch bundesweit Schlagzeilen: Die "Gebrüder Kalinski" sprich Elias und Joseph Klein haben sich in Berlin den Titel "Restaurant des Jahres" im diesjährigen Wettbewerb der Bestellplattform "UberEats" gesichert.
Sie setzten sich dabei gemeinsam mit ihrem Team im Laufe des Wettbewerbs gegen insgesamt knapp 160 andere Restaurants durch, diese Woche beim Finale gegen drei verbliebene Konkurrenten aus Hamburg, Nürnberg und Berlin. "Wir wollen das Ding für das Saarland gewinnen!" hatte Elias Klein vor Beginn der... mehr lesen
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"Kalinskis Wurstwirtschaft holte sich beim bundesweiten "UberEats"-Wettbewerb Sieg und Titel ..." simba47533Hier kennt sie fast jeder, nun machen sie auch bundesweit Schlagzeilen: Die "Gebrüder Kalinski" sprich Elias und Joseph Klein haben sich in Berlin den Titel "Restaurant des Jahres" im diesjährigen Wettbewerb der Bestellplattform "UberEats" gesichert.
Sie setzten sich dabei gemeinsam mit ihrem Team im Laufe des Wettbewerbs gegen insgesamt knapp 160 andere Restaurants durch, diese Woche beim Finale gegen drei verbliebene Konkurrenten aus Hamburg, Nürnberg und Berlin. "Wir wollen das Ding für das Saarland gewinnen!" hatte Elias Klein vor Beginn der
Geschrieben am 14.09.2025 2025-09-14| Aktualisiert am
14.09.2025
Authentisch italienisches Flair, familiäre Atmosphäre, einfache, leckere Gerichte und immer wieder Live-Musik. Die Pizzeria "Unica" will - wie ihr Name schon sagt - "einzigartig" in Saarbrücken sein.
"Ich wollte hier eine richtig authentische und familiäre Pizzeria aufmachen, mit einfachen Gerichten aus sehr guten Zutaten wie in Italien" erzählt Paolo Compagnino - weitestgehend auf Italienisch. Sein Deutsch ist nach gerade mal eineinhalb Jahren in Saarbrücken noch recht holprig. Partnerin Manuela Carratu übersetzt. Anfang 2024 eröffnet Paolo das "Unica". Er ist ein sehr erfahrener Gastronom aus Tropea an der süditalienischen Adriaküste von Kalabrien. Dort betreibt er seit fast 25 Jahren eine große Cocktail-Bar mit Blick über den Hafen. Zuletzt war der umtriebige Geschäftsmann auch Pächter und Betreiber einer Hütte im österreichischen Sölden. "Ich arbeite schon immer im Tourismus", sagt er. So wie fast seine ganze Familie. Aber was verschlägt einen Süditaliener aus einer pittoresken touristischen Hochburg an der Adria an den Homburg in Saarbrücken ? Da kann es - man vermutet es schon - nur einen Grund geben: die Liebe. Und genau so ist es: Für Manuela und den gemeinsamen Sohn hat Paoloi vor knapp zwei Jahren die Segel in Tropea gestrichen und in Saarbrücken wieder neu angedockt. Mit Wehmut und Sehnsucht nach der Heimat im Herzen, da spürt man. Deshalb reist er mehrmals im Jahr zurück in seine Heimatstadt, auch um nach dem Rechten in seinem Betrieb, dem "Munizione", zu sehen. Manuela war als Tourismus-Managerin jahrelang auf der ganzen Welt unterwegs, heute arbeitet sie bei der Saarbrücker Victor´s-Hotelkette als Bankett-Leiterin. Sie hilft nur ab und zu aus im "Unica", das aber offensichtlich mit großer Freude. Die beiden lernten sch kennen und lieben, als die Saarbrückerin vor einigen Jahren in Süditalien "stationiert" war.
"Sono un figlio di mare", lacht der 48-jährige Paolo. Nun steht dieser "Sohn des Meres" also im ehemaligen Restaurant "Am Homburg" hinter der Theke und vor dem Pizzaofen und bewirtet seine deutschen Gäste. "Wir haben tolle Gäste", schwärmt er. "Viele Italien-Liebhaber, die auch gerne die Gelegenheit nutzen, Italienisch zu sprechen", übersetzt Manuela. Und die natürlich die Pizzen genießen. Paolo lässt den Teig 72 Stunden gehen, das garantiert ein fluffig-knuspriges, gut bekömmliches Gaumen-Erlebnis.Und die Spaghetti Carbonara sind garantiert ohne Sahne, versichert die Chefin. So will es das original italienische Rezept. Pasta-Gerichte stehen allerdings auf der "Unica"-Karte nur wenige. Alles dreht sich hier hauptsächlich um die Pizza, vor allem kalabresische Zutaten - und gute Drinks. Die werden bei schönem Wetter auch im großen Biergarten rund ums Haus serviert. Freitags meist zu Live-Musik. Aber auch drinnen ist es sehr gemütlich. Paolo hat das Restaurant selbst renoviert und daraus eine moderne, typisch italienische Trattoria gemacht. "Ohne viel Schnickschnack und ohne Chi-Chi", betont Manuela. An den dunkelgrünen Wänden hängern Filmstils und Portraits einschlägiger italienischer Stars wild und schief durcheinander -- von Gina Lollobrigida über Marcello Mastroianni bis zu Sofia Loren. Und tatsächlich: im "Unica" steht sogar noch die klassische Pizza "Sophia Loren" - die mit den zwei Spiegeleiern - auf der Karte. Sogar "Pizza Hawaii" hat Paolo auf die Karte genommen. "Er hat sich dabei lange gewehrt", lacht Manuela. Über diese typisch deutsche Pizza-Extravaganz mit Ananas und Schinken rümpfen die meisten Italiener eher die Nase.
Ab 19.September gibt es jeden Freitagabend Live-Musik im "Unica". Für Anfang Oktober ist ein Oktoberfest geplant, für Ende Oktober eine Halloween-Party. Am liebsten würde Paolo Compagnino die Pizzeria auch als Veranstaltungsort etablieren. Gerne soll dann auch getanzt werden. "Dolce Vita" eben.
(auszugsweise SZ vom 13./14.09.25)
Authentisch italienisches Flair, familiäre Atmosphäre, einfache, leckere Gerichte und immer wieder Live-Musik. Die Pizzeria "Unica" will - wie ihr Name schon sagt - "einzigartig" in Saarbrücken sein.
"Ich wollte hier eine richtig authentische und familiäre Pizzeria aufmachen, mit einfachen Gerichten aus sehr guten Zutaten wie in Italien" erzählt Paolo Compagnino - weitestgehend auf Italienisch. Sein Deutsch ist nach gerade mal eineinhalb Jahren in Saarbrücken noch recht holprig. Partnerin Manuela Carratu übersetzt. Anfang 2024 eröffnet Paolo das "Unica". Er ist ein sehr... mehr lesen
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"Das "Unica" ist mehr als nur eine Pizzeria ....." simba47533Authentisch italienisches Flair, familiäre Atmosphäre, einfache, leckere Gerichte und immer wieder Live-Musik. Die Pizzeria "Unica" will - wie ihr Name schon sagt - "einzigartig" in Saarbrücken sein.
"Ich wollte hier eine richtig authentische und familiäre Pizzeria aufmachen, mit einfachen Gerichten aus sehr guten Zutaten wie in Italien" erzählt Paolo Compagnino - weitestgehend auf Italienisch. Sein Deutsch ist nach gerade mal eineinhalb Jahren in Saarbrücken noch recht holprig. Partnerin Manuela Carratu übersetzt. Anfang 2024 eröffnet Paolo das "Unica". Er ist ein sehr
Geschrieben am 07.09.2025 2025-09-07| Aktualisiert am
07.09.2025
Besucht am 06.09.2025Besuchszeit: Abendessen 6 Personen
Rechnungsbetrag: 198 EUR
Und dieses Erlebnis hat uns (sechs Personen) am 6.September das Geburtstagsessen meiner Frau gründlich versaut. Eigentlich begehen wir ihren Geburtstag, der gleichzeitig unser Hochzeitstag ist, sowie meinen Geburtstag am 21. März seit Jahr und Tag mit einem Essen beim Sternekoch Cliff Hämmerle in Blieskastel, nur fiel der 6.September diesmal auf einen Samstag und Samstag/Sonntag bleibt bei den Hämmerles die Küche kalt (Ruhetag). Dafür sind wir dann am kommenden Montag dort zum Mittagessen. So musste mein Schatz nach einer anderen Lösung für ihr Geburtstagsessen suchen und die Wahl fiel (leider) auf "Unter der Linde", ein Gasthaus im Altsaarbrücker Ortsteil St.Arnual, von den "Eingeborenen" gerne als Daarle bezeichnet. Das Gasthaus war uns von früheren Besuchen recht gut bekannt, weil man dort gut essen und bei schönem Wetter auch im Aussenbereich gemütlich sitzen konnte . Meine diesbezüglichen GG-Besuchsberichte sind wohl irgendwie "verschwunden", die zugehörigen Fotos sind aber unter "User-Fotos" nach wie vor zu finden.
Gegen 18 Uhr trafen wir sprich meine Frau und ich nebst Tochter, Schwiegersohn, Sohn und einer langjährigen Freundin der Jubilarin am "Unter der Linde" ein. Das milde Wetter hätte es zwar zugelassen, im bereits gut gefüllten Aussenbereich zu sitzen, aber irgendwie zog es uns doch nach drinnen in den nicht allzu großen Gastraum. Dort war auch bereits für uns einer der beiden größeren Tische eingedeckt und auch die Speisekarten lagen schon parat. Gut betreut wurden wir von einer jungen Dame; hätten wir draussen gesessen, wären wir wohl im Bereich eines mittelalten vollbärtigen Servicemenschen gelandet, der sich jedesmal, wenn er hereinkam und Richtung Küche ging entweder in seinen Zähnen herumporkelte oder sich in der Nase bohrte. Dass er sich dann hinterher jedesmal die Hände gewaschen hat, bevor er am Pass neue Teller aufnahm, darf bezweifelt werden. Mit unserem Service hatten wir also Glück; das war und blieb allerdings auch das einzige Glück.
Zitat aus der "Unter der Linde"-Speisekarte: "Willkommen Dehemm!" Unsere Mission ist es, Ihnen kulinarische Erlebnisse zu bieten, die auf den besten regionalen Zutaten basieren. Wir glauben fest daran, dass die Qualität unserer Gerichte direkt von der Frische und Herkunft der verwendeten Produkte abhängt. Deshalb arbeiten wir eng mit lokalen Produzenten zusammen, um Ihnen stets Frisches und Saisonales zu bieten." Wie heißt es doch in Goethes "Faust" so treffend :"Grau, teurer Freund, ist alle Theorie, und grün des Lebens goldner Baum." An diesem Abend war für uns in Sachen Kulinarik leider so gut wie alles in tristem Grau gehalten, das stellenweise fast schon einen Stich ins Trauerschwarze hatte. Wenigstens die Getränke waren soweit in Ordnung; meine liebe Frau hatte sich für alkoholfreies Weizenbier (0,5l EUR 4,90) entschieden. Für mich gab es zunächst ein Bayreuther Landbier Dunkel (0,5l EUR 5,20) und zum Essen ein Glas Château Carbonac Corbières (0,2l EUR 8,50). Weiter wurden am Tisch getrunken: Mineralwasser (EUR 6,00 pro 0,75l), Auxerrois (EUR 4,30 pro 0,1l), Kaffee (EUR 3,20) und Espresso. (EUR 2,80).
Hätten wir geahnt wie gering die Portionen bei den Hauptgerichten ausfallen, hätten wir alle sicher vorweg Vorspeisen geordert; so aber wurden nur Hauptgerichte bestellt. Die Jubilarin bestellte sich "Daarler Gudd Gess" (Selbstgemachter Rindfleischsalat mit Röstkartoffeln) für EUR 19,80, normalerweise eine sehr ordentliche Portion Rindfleischsalat mit einem Häufchen Brat- oder Röstkartoffeln. Hier war das Verhältnis buchstäblich auf den Kopf gestellt: einem Haufen Röstkartoffeln, die diesen Namen nun wirklich nicht verdienten, lag ein fast kläglich kleines Häuflein Rindfleisch gegenüber. Die Bestellerin sprich meine liebe Frau war verständlicherweise richtig enttäuscht. Mein Schwiegersohn hatte sich für das "Rumpsteak (ca. 250 Gramm) Büffel Bill von der Bodensee-Färse" (EUR 28,00 plus EUR 4,00 für die Beilage) entschieden. Ich tendierte zunächst für "Tartar Frites" (Frisch gewolftes "Büffel Bill" Rindfleisch mit Garnitur zum selber anmachen (Eigelb, Kapern, selbstgemachte Remoulade, Rucola, rote Zwiebeln und Pommes Frites)) für EUR 25,50. Allerdings wollte ich das Tartar nicht gewolft sondern geschnitten haben; nachdem man küchenseits diesen meinen Wunsch nicht erfüllten wollte, nahm ich auch das Rumpsteak und wählte Kartoffelgratin als Beilage. Die Gargrade waren erfragt worden, allerdings hatte die Küche wohl andere Vorstellungen was das Braten von Rumpsteaks anbelangt. Schon rein optisch machten die Rumpsteak-Gerichte keinen sonderlich guten sondern eher einen ärmlichen Eindruck: einsames Steak auf großem weißem Teller und daneben die Mini-Beilage; beim Schwiegersohn die nichtgerösteten Röstkartoffeln und bei mir ein kleines Quadrätchen von schlecht gemachtem Kartoffelgratin. Für solche Beilagen EUR 4,00 in Rechnung zu stellen ist gelinde gesagt eine Frechheit; das brachten wir auch unserer Servivemaid gegenüber zum Ausdruck. Die Arme konnte natürlich nichts dafür, auch nicht dafür, dass der Gargrad unserer Rumpsteaks ziemlich weit überschritten war, aber sie kriegte unsere Beschwerden nun mal ab. Unsere Tochter hatte für sich "Fish & Chips" (EUR 26,00) ausgesucht; dieses Gericht war wohl einigermassen o.k., genau wie der "Flammkuchen Alsace mit Beilagensalat" (EUR 17,00), den der Sohn sich ausgesucht hatte. Annähernd gesättigt war niemand von uns; angesichts der sehr bescheidenen Küchenqualität riskierten lediglich meine liebe Frau, ihre Freundin und ich die Bestellung von Desserts, während die Kinder und der Schwiegersohn auf der sicheren Seite blieben und es bei Kaffee bzw. Espresso bewenden liessen. Sie hatten gut daran getan, denn unsere Desserts waren jetzt nochmal der buchstäbliche Griff ins Klo: der angeblich frische Mirabellenkuchen (EUR 3,60) meiner lieben Frau hatte schon einige Tage auf dem Buckel und mit der namensgebenden Mirabelle war sehr gegeizt worden, meine "Crême brulée" (EUR 9,90) war schon allein handwerklich nicht gut gemacht, und der "Apriko Crumble" (3,60) der Freundin meiner Frau schmeckte quasi nach nichts und Crumble war so gut wie nicht vorhanden. Insgesamt hatten wir in Anbetracht der fast durchgängig äusserst mässigen Qualität der Speisen keinen schönen Geburtstagsabend, stattdessen schlug der Frust bei uns mehr oder weniger hohe Wellen.
Fazit: Von weiteren Besuchen "unter der Linde" werden wir in jedem Fall künftig absehen.
Und dieses Erlebnis hat uns (sechs Personen) am 6.September das Geburtstagsessen meiner Frau gründlich versaut. Eigentlich begehen wir ihren Geburtstag, der gleichzeitig unser Hochzeitstag ist, sowie meinen Geburtstag am 21. März seit Jahr und Tag mit einem Essen beim Sternekoch Cliff Hämmerle in Blieskastel, nur fiel der 6.September diesmal auf einen Samstag und Samstag/Sonntag bleibt bei den Hämmerles die Küche kalt (Ruhetag). Dafür sind wir dann am kommenden Montag dort zum Mittagessen. So musste mein Schatz nach einer anderen Lösung... mehr lesen
Unter der Linde | Wirtshaus · St. Arnual
Unter der Linde | Wirtshaus · St. Arnual€-€€€Restaurant068195906699St. Arnualer Markt 8, 66119 Saarbrücken
1.5 stars -
"Eine absolut unambitionierte Küche und ein krasses Preis-/Leistungs-Mißverhältnis; so kannten wir bisher "Unter der Linde" nicht." simba47533Und dieses Erlebnis hat uns (sechs Personen) am 6.September das Geburtstagsessen meiner Frau gründlich versaut. Eigentlich begehen wir ihren Geburtstag, der gleichzeitig unser Hochzeitstag ist, sowie meinen Geburtstag am 21. März seit Jahr und Tag mit einem Essen beim Sternekoch Cliff Hämmerle in Blieskastel, nur fiel der 6.September diesmal auf einen Samstag und Samstag/Sonntag bleibt bei den Hämmerles die Küche kalt (Ruhetag). Dafür sind wir dann am kommenden Montag dort zum Mittagessen. So musste mein Schatz nach einer anderen Lösung
Im "Le Temple" in Neuhütten trifft Perfektion auf Tradition. Seit über 30 Jahren begeistert das Ehepaar Christiane Detemple-Schäfer und Oliver Schäfer Feinschmecker und verteidigt seinen Mchelin-Stern.
In Neuhütten bei Hermeskeil, knapp hinter der saarländischen Grenze, befindet sich ein bemerkenswertes Gourmetrestaurant, das viele Feinschmecker leider nicht im Blick haben. 1992 eröffneten Christiane Detemple-Schäfer und Oliver Schäfer "Le Temple du Gourmet" - mittlerweile heißt es nur noch "Le Temple". Ausrichtung und Anspruch der Küche sind unverändert. Auch der Michelin sieht das so. Seit 1994 bewertet er das Haus mit seiner "Küche voller Finesse" ununterbrochen mit einem Stern. Solch eine lange Tradition gibt es äußerst selten - der Weg dorthin lohnt sich. Mit unglaublichem Ehrgeiz und perfektionistischem Können bekochen die beiden ihre Gäste. "Sehr filigran und überaus präzise" kommentiert der Michelin ihren Stil. Angeboten werden ein Fünf- und ein Sieben-Gänger-Menü (EUR 165 bzw. EUR 195). Etwa alle sechs bis acht Wochen wchseln sie die Gerichte. Das große Sommer-Menü sah vor Kurzem noch so aus: Nach kreativen kleinen Grüßen aus der Küche begann es mit einer ganz vorzüglichen Gänselebervariation, gefolgt von einem butterzarten Bio-Ei mit Kaviar und passenden Zutaten - nicht nur eine Augenweide , sondern auch perfekt komponiert. Es folgten zwei Fischgänge: "knusprig gebratene Seezunge im Tramezzini-Brot" mit einer aufgeschäumten Bouillabaisse, mit Meeresspargel und Miesmuscheln abgerundet sowie perfekt gegartes Zanderfilet mitb gebratenen Pfifferlingen, dazu eine Crême aus Champignons mit Edamame-Bohnen. Das Reh im Hauptgang war ein weiterer geschmacklicher Höhepunkt. Käse, Predessert und Dessert vervollständigten das Ganze. Wahlweise können die Gänge mit denen des anderen Menüs ausgetauscht werden. In der Küche sitzt jeder Handgriff, das Par kann sich aufeinander verlassen, sie sind ein eingespieltes Team. Ein weiterer Koch wird schon lange nicht mehr gesucht. "Lieber nehmen wr weniger Gäste an, als Kompromisse einzugehen", meint die Chefin. Die Details finden ihren perfekte Platz. Schon der Anblick der Gerichte ist ein Genuss.
Mit einem Schmunzeln erzählen die beiden von ihrer Anfangszeit. Oliver Schäfer war erst 21 Jahre alt, als er und seine Gattin erstmals die große Auszeichnung, den M;ichelin-Stern, bekamen. Ein Gast wollte nicht glauben, dass er der chefkoch sei, und verlangte nach dem "richtigen" Chef. Seiner Gattin erging es nicht anders. Ein Gast wollte sie nicht auf dem Foto mit dem Sternekoch haben - ihm war nicht klar, dass sie gemeinsam Chef und Chefin in der Küche sind. Nach den Lehrjahren lernten sie sich in der Küche des legendären "Sonora" nahe Wittlich kennen und lieben. Dass ihr dortiger Chef keine "Liebelei" unter seinen Mitarbeitern wolte, erleichterte die Entscheidung, sich selbständig zu machen. Vater Detemple betrieb in Neuhütten ine Dorfgaststätte und bot den beiden an, sich in dem Anwesen zu etablieren. Und so geschah es; das war der Beginn ihrer anhaltenden Karriere als Sterne-Gastronomen. Bei der Auswahl ihrer Produkte fahren sie seit vielen Jahren eine klare Linie. Der Hauptlieferant ist "Rungis Express", die auf edle Produkte für die Spitzengastronomie spezialisiert sind. Zu Lieferantenbeziehungen in der Umgebung kam es nie so richtig, es war und ist einfach zu viel Aufwand. Rungis liefert reimal wöchentlich, so kann jederzeit reagiert werden, wenn die Ware mal nicht den strengen Anforderungen genügt. Der überaus sympathische Service liegt in den Händen von Schwester Dorothee Mader-Detemple und aktuell auch beim Sohn, der allerdings kurz vor seinem Studium steht.
(auszugsweise SZ vom 04.09.2025)
Im "Le Temple" in Neuhütten trifft Perfektion auf Tradition. Seit über 30 Jahren begeistert das Ehepaar Christiane Detemple-Schäfer und Oliver Schäfer Feinschmecker und verteidigt seinen Mchelin-Stern.
In Neuhütten bei Hermeskeil, knapp hinter der saarländischen Grenze, befindet sich ein bemerkenswertes Gourmetrestaurant, das viele Feinschmecker leider nicht im Blick haben. 1992 eröffneten Christiane Detemple-Schäfer und Oliver Schäfer "Le Temple du Gourmet" - mittlerweile heißt es nur noch "Le Temple". Ausrichtung und Anspruch der Küche sind unverändert. Auch der Michelin sieht das so. Seit... mehr lesen
Le Temple
Le Temple€-€€€Restaurant, Hotel, Sternerestaurant06503 7669Saarstraße 2, 54422 Neuhütten
stars -
"Le Temple" - ein Haus, zwei Köche, ein Stern ......." simba47533Im "Le Temple" in Neuhütten trifft Perfektion auf Tradition. Seit über 30 Jahren begeistert das Ehepaar Christiane Detemple-Schäfer und Oliver Schäfer Feinschmecker und verteidigt seinen Mchelin-Stern.
In Neuhütten bei Hermeskeil, knapp hinter der saarländischen Grenze, befindet sich ein bemerkenswertes Gourmetrestaurant, das viele Feinschmecker leider nicht im Blick haben. 1992 eröffneten Christiane Detemple-Schäfer und Oliver Schäfer "Le Temple du Gourmet" - mittlerweile heißt es nur noch "Le Temple". Ausrichtung und Anspruch der Küche sind unverändert. Auch der Michelin sieht das so. Seit
Geschrieben am 21.08.2025 2025-08-21| Aktualisiert am
21.08.2025
Aus dem Bauernhof der Familie Leick wurde Anfang der Neunziger ein Gasthaus. Inzwischen hat die zweite Generation das Sagen an diesem wunderbaren Wohlfühlort.
Im Zentrum von Rehlingen-Siersburg haben Lea und Pablo Schon ein echtes Kleinod übernommen. Die Eltern der Geschwister kauften 1988 das direkt an der Nied gelegene Bauernhaus der Familie Leick. 1991 eröffneten sie dieses besondere Gasthaus, das originell und geschmackvoll eingerichtet ist und ein einzigartiges Ambiente mit besonderer Wohlfühlatmosphäre bietet. Wer von der Strassenseite kommt, steht erst mal in der "Kneipe". Rechter Hand lädt eine Theke zum Verweilen ein. Links geht es in den großen Gastraum, daneben folgen weitere Räume. Alles ist sehr liebevoll renoviert. Das Gasthaus ist sehr kinderfreundlich, darum gehören viele Familien mit Kindern zu den Gästen neben vielen Stammgästen und Fans, die von weiter her anreisen.
Pablo Schon erlernte das Kochhandwerk im anspruchsvollen Gästehaus der Dillinger Hütte. Dort lernte er die Vorteile von guten Produkten und deren frischer Zubereitung kennen. Die Speisekarte vom "Leickshof" bietet solide Hausmannskost, vieles ist vegetarisch. Manchmal muss aber auch Speck in den Salat oder in die Quiche - schmeckt halt besser. Unter den zehn Hauptspeisen von Spaghetti bis Tomaten-Sommergemüse-Quiche ist "Leick´s Bierfladen" der absolute Renner. Den Fladen, der mit Bier statt mit Wasser im Teig hergestellt wird, gibt es in drei Varianten: Mit Speckrahmsoße und Champignons, mit Gemüse (jeweils mit Käse überbacken) oder mit Basilikumpesto, Tomaten und Mozarella belegt und überbacken. Dazu gehört jeweils ein gemischter Salat. (Fladen und Salat zwischen EUR 21,50 und EUR 22,50) Das Vorspeisenprogramm reicht von überbackenem Ziegenkäse über Tomatensuppe bis zu grünem Salat mit Bratkartoffeln, Speck und Ei. Interessant ist auch das Angebot von ca. 20 weißen offenen, überwiegend deutschen Weinen.
Öffungszeiten: Mi bis Sa ab 18:00 Uhr, So ab 12:00 Uhr; Mo und Di ist Ruhetag
(auszugsweise SZ vom 21.08.2025)
Aus dem Bauernhof der Familie Leick wurde Anfang der Neunziger ein Gasthaus. Inzwischen hat die zweite Generation das Sagen an diesem wunderbaren Wohlfühlort.
Im Zentrum von Rehlingen-Siersburg haben Lea und Pablo Schon ein echtes Kleinod übernommen. Die Eltern der Geschwister kauften 1988 das direkt an der Nied gelegene Bauernhaus der Familie Leick. 1991 eröffneten sie dieses besondere Gasthaus, das originell und geschmackvoll eingerichtet ist und ein einzigartiges Ambiente mit besonderer Wohlfühlatmosphäre bietet. Wer von der Strassenseite kommt, steht erst mal in... mehr lesen
stars -
"Leickshof - das gemütliche Gasthaus an der Nied ...." simba47533Aus dem Bauernhof der Familie Leick wurde Anfang der Neunziger ein Gasthaus. Inzwischen hat die zweite Generation das Sagen an diesem wunderbaren Wohlfühlort.
Im Zentrum von Rehlingen-Siersburg haben Lea und Pablo Schon ein echtes Kleinod übernommen. Die Eltern der Geschwister kauften 1988 das direkt an der Nied gelegene Bauernhaus der Familie Leick. 1991 eröffneten sie dieses besondere Gasthaus, das originell und geschmackvoll eingerichtet ist und ein einzigartiges Ambiente mit besonderer Wohlfühlatmosphäre bietet. Wer von der Strassenseite kommt, steht erst mal in
Geschrieben am 19.08.2025 2025-08-19| Aktualisiert am
19.08.2025
Besucht am 18.08.2025
Geladen hatte eine alte Dame aus der Verwandtschaft meiner lieben Frau; sie wollte ihren neunzigsten Geburtstag in fideler Runde feiern und bemerkte dazu: " Da kann ich euch alle nochmal sehen!" Na ja, mit ihrem Gesundheitszustand steht es wohl nicht gerade zum Besten; sie saß zumindest gestern im Rollstuhl, wirkte auch etwas matt, ist aber zumindest geistig noch gut dabei. Die Feier fand in besagtem "El Carnicero" statt: Ab 16.30 Uhr wurde mit einem Sektempfang gestartet und ab 18 Uhr sollte dann mit den Vorspeisen begonnen werden.
Zumindest mir war das Lokal in nicht allzu guter Erinnerung. Am 16.11.2017 waren mein Schatz und ich dort zu Gast gewesen (siehe Bericht) und während sie damals mit ihrem Spanferkel-Rollbraten buchstäblich das große Los gezogen hatte, waren meine "Spaghetti à la Chef mit Schweinefiletspitzen" voll der Griff in die Matschepampe gewesen. Konnte also für mich gestern nur besser werden; wurde es auch. Warum für die Geburtstagsfeier ausgerechnet das "El Carnicero" ausgewählt worden war, erfuhr ich im Lauf des Abends von einer Schwiegertochter der Jubilarin. Diese Schwiegertochter hatte bis vor ein paar Jahren in der St.Arnualer Julius-Kiefer-Strasse das sehr bekannte Lokal "Altes Haus" betrieben. Ein Lokal, das ich leider nur von aussen kannte; es lag nämlich auf dem Weg zum Winterberg-Klinikum, das ich im Lauf meiner Saarbrücker Jahre mehrfach hatte aufsuchen müssen. Heute läuft "Altes Haus" unter neuer Führung weiter; so ganz wollte sich die Schwiegertochter nach der Lokal-Übergabe offenbar wohl doch nicht aus der Gastronomie zurückziehen und ist nun am "El Carnicero" beteiligt.
Als wir unser Auto nahe dem Lokal abgestellt hatten und gerade den üblichen Eingang nehmen wollten kam uns ein Mann entgegen mit der Frage "Wollen Sie ins Steakhaus oder zum Geburtstag?" Unsere Antwort war klar: "Zum Geburtstag !" Daraufhin wurde uns erklärt, dass wir in dem Fall einen anderen Eingang nehmen müssten. "Ums Eck; da wo die Sonnerschirme stehen gehts rein." Und so wars dann auch.
Es herrschte bereits gut Betrieb und es brauchte ziemlich viel Zeit bis wir zur Jubilarin vordringen konnten, so umlagert wie sie war. Irgendwann gelang es aber doch, unsere Glückwünsche und unser Geschenk an die richtige Adressatin loszuwerden. Eine Bedienung offerierte uns Cremant; ich, ansonsten nicht gerade ein Freund von Champagner, Sekt oder Cremant, bat "anstandshalber" um ein Glas, während meine liebe Frau, gestern FvD, verzichtete. Eine Tischordnung gab es nicht und nachdem wir eine kleine Weile herumgestanden und uns mit den uns bekannten Verwandtschaftsteilen ein wenig unterhalten hatten, suchten wir uns ein freies Plätzchen. Als alle Platz genommen hatten, bat ein Herr mittleren Alters (wie sich herausstellte, war es der Geschäftsführer des "El Carnicero") um Ruhe, um eine Rede auf die Jubilarin zu halten. Dass er im Anschluss daran mit lauter (um nicht zu sagen gellender) Stimme für sie noch ein Geburtstagslied, das er eigenem Bekunden nach auch schon am Ballermann gesungen hätte, herausschmetterte, peinigte zumindest meine empfindlichen Lauscher. Nach dem Lied teilte er noch mit, dass im Nebenraum das Büffet aufgebaut sei; man könne sich bereits bei den Vorspeisen bedienen, die Hauptgerichte seien noch in Arbeit". Vorab war bereits eine Bedienung an den Tischen gewesen und hatte auf dem Tablett kleine unterschiedlich belegte Schnittchen offeriert. Auch Getränke konnten bereits bestellt werden; meine liebe Frau blieb bei Mineralwasser, ich nahm ein Gutmann Hefeweizen, später dann ein zweites.
Auf dem Vorspeisenbüffet war fünf- oder sechserlei Sorten Finger. bzw. Löffelfood aufgebaut; alle sah wirklich sehr appetitlich aus und war wirklich schmackhaft, Der Favorit meiner lieben Frau war wohl das Fisch-Tatar, während ich eher zu Honigmelone mit Wildschinken tendierte. Eigentlich bin ich nicht so der Freund von Löffelfood; will man sich nicht den ganzen gefüllten Löffel in den Mund schieben, ist es schon den bisschen mühevoll, den Löffelinhalt unfallfrei mit der Gabel vom Löffel herunterzubefördern. Aber irgendwie gings dann doch. Und ich habe für uns beide auch einmal Nachschlag geholt.
Zum Hauptgericht trank ich einen sehr ansehnlichen Côte du Rhone; ein italienischer Roter, von dem mir die "Ex-Gastronomin" eine Flasche zum Probieren und ein Glas gebracht hatte, hatte mir nicht gefallen und so wurde es eben besagter Côte du Rhone, nachdem das Lokal leider keinen Riesling im Angebot hat. Für mich unverständlich.
Bei den Hauptgerichten konnte man zuschlagen bei geschmorter Lammhaxe, irischem Rumpsteak, gefüllter Hähnchenbrust, Zanderfilet, einem veganen Gericht. Zwei weitere Gerichte hatte es noch gegeben; beide sind mir leider nicht mehr erinnerlich. Als Beilagen standen Pommes Frites, Rosmarinkartoffeln, Reis, Spaghetti und breite Bandnudeln zur Wahl Ich lud eine kleine Auswahl auf meinen Teller und brachte ihn zum Tisch; meine liebe Frau wollte zunächt schauen, was ich gebracht hatte und dann sollte ich für sie einen Teller fertig machen und bringen. Gesagt , getan. Für sie, derzeit auf zwei Krücken sprich Unterarmgehhilfen angewiesen, ist es schon problematisch, dann auch noch im Gehen mit einem vollbeladenen Teller zu jonglieren. Da springe ich doch lieber und gerne als Kellner ein.
Mit dem Gebotenen waren wir beide wie sicher auch die anderen Gäste und vor allem die Jubilarin hochzufrieden. Kleiner Kritikpunkt von mir: Ein Lokal, das als "Steakhaus" firmiert, sollte eigentlich wissen, wie man ein Rumpsteak fachgerecht schneidet. Die auf dem Büffet offerierten Rumpsteaks waren jedenfalls viel zu dünn geschnitten; bei solchen Dingern den Gargrad "medium rare" oder selbst "medium" hinzukriegen ist de facto ein Ding der Unmöglichkeit. Mein Rumpsteak war ich hatte es im Vorfeld bereits befürchtet, dann auch "durcher als durch". Deshalb blieb mehr als die Hälfte davon ungegessen auf meinem Teller zurück. Genau wie ein Großteil der breiten Bandnudeln; sie waren nicht al dente sondern genau so matschig wie meine Spaghetti à la Chef beim Besuch im November 2017. Mit Pasta insgesamt hats die Küche hier wohl nicht so. Absolut ohne Fehl und Tadel waren für mich dagegen die geschmorten Lammhaxen in ihrer köstlichen Rotweinsoße, die Scheiben von der gefüllten Hähnchenbrust und der Zander. Bei diesen Gerichten hätten ein Fine Dining-Lokal oder selbst eine Sterneküche Mühe, sie noch besser zu machen. Meln absoluter Favorit war jedenfalls die Lammhaxe.
Fazit: Wir hatten einen wirklich schönen Abend, das Geburtstagskind, dem wir noch etliche Jährchen bei einigermassen stabiler Gesundheit wünschen, hoffentlich auch. Unser Eindruck vom "El Carnicero" ist diesmal durchaus positiv": Bei der Bewertung "Essen" lasse ich Rumpsteak und Bandnudeln einfach mal aussen vor und "Preis/Leistung" kann ich nicht bewerten, da mir diesmal weder die Preise der Speisen noch die der Getränke bekannt sind.
Geladen hatte eine alte Dame aus der Verwandtschaft meiner lieben Frau; sie wollte ihren neunzigsten Geburtstag in fideler Runde feiern und bemerkte dazu: " Da kann ich euch alle nochmal sehen!" Na ja, mit ihrem Gesundheitszustand steht es wohl nicht gerade zum Besten; sie saß zumindest gestern im Rollstuhl, wirkte auch etwas matt, ist aber zumindest geistig noch gut dabei. Die Feier fand in besagtem "El Carnicero" statt: Ab 16.30 Uhr wurde mit einem Sektempfang gestartet und ab 18 Uhr... mehr lesen
Steakhouse El Carnicero
Steakhouse El Carnicero€-€€€Restaurant, Steakhouse0681702796Am Zimmerplatz 1a, 66128 Saarbrücken
4.0 stars -
"Gestern führte uns eine Geburtstagseinladung ins "El Carnicero" nach SB-Gersweiler ........" simba47533Geladen hatte eine alte Dame aus der Verwandtschaft meiner lieben Frau; sie wollte ihren neunzigsten Geburtstag in fideler Runde feiern und bemerkte dazu: " Da kann ich euch alle nochmal sehen!" Na ja, mit ihrem Gesundheitszustand steht es wohl nicht gerade zum Besten; sie saß zumindest gestern im Rollstuhl, wirkte auch etwas matt, ist aber zumindest geistig noch gut dabei. Die Feier fand in besagtem "El Carnicero" statt: Ab 16.30 Uhr wurde mit einem Sektempfang gestartet und ab 18 Uhr
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Pünktlich um 18 Uhr fand man sich gestern am Abend im "Cocorito" ein; ich kam allerdings ein wenig sprich knapp 15 Minuten später. Eine frischgeschaffene und mich überraschende Baustelle zwischen SB-Scheidt und Rentrisch mit teilweise einspuriger Verkehrsführung in Zusammenhang mit Baustellenampel hatte für ordentlich Rückstau gesorgt. Für mich, der ich immer viel Wert auf Pünktlichkeit lege, sehr ärgerlich. Ausserdem kam ich ohne meine liebe Frau zum Bandessen; sie war von etwas, das sich in NRW "Dünnflitsch" nennt, befallen worden (im Saarland verwendet man einen weit drastischeren Begriff dafür) und traute sich deshalb nicht ausser Haus. Es fehlte aber auch noch die einzige Mitmuckerin, wir waren also personell diesmal schon ein wenig reduziert. Sehr schade. Trotzdem war die Stimmung insgesamt gut und wir harrten der Dinge, die da kommen sollten.
Zunächst kam eine freundliche Servicemaid mit den Speisekarten und erfragte die Getränkewünsche. Meine waren sehr bescheiden und beschränkte sich auf ein Franziskaner Helles Weizen (0,5l EUR 5,00) sowie anschliessend eine große Apfelsaftschorle (0,4l EUR 4,50). Gerne hätte ich den ein oder anderen Wein getrunken; war aber nicht drin, schliesslich musste ich ja noch fahren. By the way: was da so am Tisch alles an Speis und Trank konsumiert wurde, konnte ich nur in etwa nachhalten; das gilt auch für die aufgerufenen Preise. Getrunken wurde jedenfalls ziemlich viel an diversen intalienischen weißen und roten Weinen, dazu auch Mineralwasser und eine Art Cocktail namens "Lillith" oder so ähnlich.
Nun zu den Speisen: Vorspeisen und Hauptgericht nahmen wir alle; dafür wurde auf Desserts komplett verzichtet. Gewählte Vorspeisen waren "Zuppa di Pesce", "Antipasti Cocorito" und "Rindercarpacio"; da war man sich bei der Auswahl ziemlich einig. An Hauptgerichten wurde bestellt: "Gänsekeule mit Klößen und Rotkraut" (EUR 31,90), "Spaghetti allo Scoglio" (EUR 18,90), "Filetti vom Lamm alla "Nonna Teresa" (EUR 28,70), "Saltimbocca alla Romana/Kalbsmedaillons mit Salbei und Parmaschinken in Weißweinsoße" (EUR 29,70) und "Cordon Bleu vom Kalb" (Preis nicht erinnerlich). Zu den Lammfilets, den Cordon Bleus und den Kalbsmedaillons konnte bei der Beilage gewählt werden zwischen Rosmarinkartoffeln, Pommes Frites und Spaghetti bzw. Tagliatelle. Beilagensalate habe ich keine gesehen; es gab wohl keine.
Meine "Zuppa di Pesce" war sehr gelungen; eine bessere Fischsuppe hier im Saarland kriegt man meiner Ansicht nach nur in "Hämmerles Restaurant" oder im "La Paella"; fehlte nur wenig und diese "Zuppa di Pesce" würde in der gleichen Liga mitspielen. Nicht ganz so zufrieden war ich mit meiner Pasta mit Meeresfrüchten und Kräutern; es scmeckte zwar, aber dieses Gericht gibt es beispielsweise im "Italia" besser und kostengünstiger. Aber selber schuld; wäre ich beim Eintreten ins Lokal nicht so achtlos an der Schiefertafel mit den Tagesspezialitäten ("Alles muss weg!") vorbei gelatscht, hätte ich gewußt, dass Gänsekeule und Lammfilets zu haben waren, und eher der Jahreszeit angemessen die Gans gewählt. Diese und auch die Lammfilets wurden beide nämlich am Tisch über den grünen Klee gelobt. Vertan, vertan, sprach der Hahn! Überhaupt nicht gelobt wurde die lange Wartezeit zwischen Vorspeise und Hauptgericht; als es im Lokal so kurz nach 19:30 Uhr so richtig voll wurde, hatte wir unsere Bestellungen ja schon lange zuvor abgegeben gehabt. Gottseidank hatten wir genügend Gesprächsstoff, um die aus unserer Sich völlig überzogene Wartezeit zu überbrücken. Ohne Minderung der Gesamtbewertung geht es allerdings nicht ab. Kritik an der Küchenleistung habe ich am Tisch nicht vernommen; die Mitmucker waren mit de Gebotenen sehr zufrieden und angenehm gesättigt; ich mit leichten Abstrichen auch. Bei "Gesamteindruck" ziehe ich wartezeitbedingt einen Stern ab.
Fazit: Wieder mal ein gelungenes und wirklich schönes Band-Weihnachtsessen nur schade, dass wir diesmal nicht komplett waren!