"Die Institution am Tegernsee für Heerscharen von Touristen und Ausflüglern – Trotzdem authentisch, sympathisch und solide"
Geschrieben am 07.08.2017 2017-08-07 | Aktualisiert am 10.08.2017
Herzogliches Bräustüberl
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Restaurant
080224141
Schloßplatz 1, 83684 Tegernsee
"Wer Fleisch mag ist hier richtig - Grillen auf echter Quebracho-Holzkohle"
Geschrieben am 07.08.2017 2017-08-07
Nierskind
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Restaurant
021616605850
Wehnerstraße 1-7, 41068 Mönchengladbach
"Alexander Huber neuer Chefpâtissier"
Geschrieben am 07.08.2017 2017-08-07 | Aktualisiert am 07.08.2017
Alte Vogtei
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Restaurant, Weinstube
00491703271488
Oberdorfstr. 15, 73257 Köngen
"schöner historischer Gasthof mit See"
Geschrieben am 07.08.2017 2017-08-07
Adams Gasthof
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Restaurant
03520799775
Markt 9, 01468 Moritzburg
"Krone unter neuer Führung"
Geschrieben am 07.08.2017 2017-08-07 | Aktualisiert am 07.08.2017
Gasthof Krone
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Restaurant, Gasthaus
070248099349
Kiesweg 33, 73257 Köngen
"kleines Haus mit guten Speisen"
Geschrieben am 07.08.2017 2017-08-07
Restaurant Frieseneck
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Restaurant
046624446
Enger Straße 1, 25917 Enge-Sande
"Auf oder neben der Düne.......Teil 1"
Geschrieben am 07.08.2017 2017-08-07 | Aktualisiert am 07.08.2017
Restaurant Kai 3 · Hotel Budersand
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Restaurant
0465146070
Am Kai 3, 25997 Hörnum
"Nach wie vor eine gute Adresse für leckeres Essen mit besten Bieren aus München!"
Geschrieben am 07.08.2017 2017-08-07
Zum Goldstein
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Restaurant, Brauhaus
06131236576
Kartäuserstraße 3, 55116 Mainz
"Neuer Pächter in den Maintalstuben!"
Geschrieben am 07.08.2017 2017-08-07
Maintalstuben
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Restaurant
060213695040
Am Sportplatz 5, 63814 Mainaschaff
"Restaurant Grollander Krug, Essen lecker aber Kellnerinnen total unfreundlich"
Geschrieben am 07.08.2017 2017-08-07
Grollander Krug - Hotel Robben
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Restaurant, Biergarten, Partyservice
0421514620
Emslandstraße 30, 28259 Bremen
"Hinweis auf die Bewertung von First"
Geschrieben am 07.08.2017 2017-08-07
Restaurant & Deli der Bullerei by Tim Mälzer
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Restaurant
04033442110
Lagerstraße 34b, 20357 Hamburg
"Der Admiral ist auf Kurs, ein farbenprächtige Inszenierung für die Augen oder kreative Pfälzer Genuss Kulinarik in Perfektion 08.2017"
Geschrieben am 06.08.2017 2017-08-06 | Aktualisiert am 06.08.2017
Admiral
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Sternerestaurant
063534175
Leistadter Str. 6, 67273 Weisenheim am Berg
"Es ist Sonntag und es fehlt noch eine Pizzeriabewertung... voila. Aber nicht zu früh freuen!"
Geschrieben am 06.08.2017 2017-08-06 | Aktualisiert am 06.08.2017
Ristorante La Piazzetta
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Restaurant, Pizzeria
071481251
Marktplatz 2, 71723 Großbottwar
"Wir wollten unseren Hochzeitstag in Form eines Mittagessens gemütlich feiern."
Geschrieben am 06.08.2017 2017-08-06
Griechisches Restaurant Eleni
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Restaurant
034556649999
Lauchstädter Straße 10A, 06179 Teutschenthal
"Das Restaurant hat einen guten Ruf in der Region"
Geschrieben am 06.08.2017 2017-08-06
Pagode
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Restaurant
0220271888
Altenberger-Dom-Str. 45, 51519 Odenthal
"Urig, rustikal und einzigartig, muss …."
Geschrieben am 06.08.2017 2017-08-06
Gasthaus Königsruhe
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Gasthaus, Biergarten, Ausflugsziel
039472726
Hirschgrundweg 1, 06502 Thale
"Besser als erwartet" oder „Was schwimmt im See, fängt mit Z an und wird in Asia-Restaurants oft serviert ? - Na klar, Zwei Enten !“"
Geschrieben am 06.08.2017 2017-08-06 | Aktualisiert am 06.08.2017
The East | Restaurant · Lounge · Sushi
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Restaurant, Bar, Loungebar
062117895252
N1, 1, 68161 Mannheim
"Mal was anderes"
Geschrieben am 06.08.2017 2017-08-06
Esszimmer
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Restaurant, Cafe
068729999033
Am Hügel 2, 66679 Losheim am See
"Pelmeni mit Ausblick"
Geschrieben am 06.08.2017 2017-08-06
Restaurant Veranda
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Restaurant
4970317782527
Max-Eyth-Str. 35, 71088 Holzgerlingen
"Mäßige Pommesbude"
Geschrieben am 05.08.2017 2017-08-05
Münchner Hahn
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Restaurant, Take Away
0465141509
Dünenstr. 37, 25996 Wenningstedt
"Neuer Burgwirt in Eichstätt kocht auf hohem Niveau"
Geschrieben am 05.08.2017 2017-08-05 | Aktualisiert am 05.08.2017
Burgschänke
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Restaurant, Biergarten
084219364300
Burgstraße 19, 85072 Eichstätt
"Nettes Lokal mit leckerem Essen und super freundlicher Bedienung"
Geschrieben am 05.08.2017 2017-08-05 | Aktualisiert am 05.08.2017
Mythos
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Vereinsheim, Gaststätte
072156876793
Ehlersstraße 20, 76187 Karlsruhe
"Wenn Altstadt dann maiBeck"
Geschrieben am 05.08.2017 2017-08-05
maiBeck
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Restaurant
022196267300
Am Frankenturm 5, 50667 Köln
"Lausitzer & sorbische Küche neu sufgelegt"
Geschrieben am 04.08.2017 2017-08-04
Haus des Müllers in der Krabatmühle
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Restaurant
035722951900
Koselbruch 22, 02977 Hoyerswerda
"Gut-bürgerliches Essen in rustikaler Umgebung"
Geschrieben am 04.08.2017 2017-08-04
Meersburger Winzerstuben
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Restaurant, Gasthaus, Cafe, Weinstube, Gaststätte
07532414314
Steigstr. 33, 88709 Meersburg
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen 

von außen...
Eingangsbereich
Innenbereich
Besteck steht auf dem Tisch
Das älteste Alt-Bier
Burger "Udo"
Karree vom Duroc-Schwein
Fleischtheke
Tomahawk Steak
























Blick zur Theke (und den Schirmen)
Beilagensalat
Rumpsteak (Schmorzwiebeln) und Bratkartoffeln
Lecker Paulaner Zwick'l

















Insalata
Pizzabrötchen
Pizza Bolognese
Pizza weißnimmer

Eingangsbereich
Aquarium und Buddha
Aufenthaltsbereich vor dem Gastraum
Teilansicht des Gastraums
Waschbecken
der Platz
Suppe mit Einlage
Fleisch- und Fisch-Auswahl (Teller)
Obstbüffet (Teilansicht)
Obst und Eis (Nachtisch)
Glückskeks
Mineralwasser (durch die Tischdecke gefärbt)



Himbeer-Rosmarin Limonade
Kräuterschnitzel
Salatteller mit Hähnchenbrust
Ausblick vom Fenster zum Rhein
Platz
Brot
Lachs
Tortellini
Ochsenbacke
Bulgur
Himmelkuchen
Himbeer-Sorbet
Plätzchen



Das Bräustüberl im Westflügel des Schlosses ist eine der bekanntesten Großgastronomien Deutschlands. Originell der Diminutiv „Stüberl“, wenn man das „Stüberl“ betritt. In den drei Räumlichkeiten in den Kreuzgewölben finden 500 Trinker ihren Platz. Auf der riesigen Terrasse sollen in etwa ebenso viele Hungrige und Durstige auf den Bänken einrücken können.
Um die Auslastung muss sich der Wirt, der von der Herzoglichen Brauerei Tegernsee rechtlich unabhängig ist, keine Sorgen machen. Wie uns unser Segwayführer sagte, brummt das Bräustüberl 365 Tage im Jahr, und zwar ab 9:00 Uhr!
Ich bilde mir ein, etliche der großen Saufanstalten der Republik in Düsseldorf, Köln und München zu kennen. Das Bräustüberl reihe ich in diese Liga ein und es ist sicherlich einer der umsatzstärksten Gastronomiebetriebe in Deutschland. Der Wirt hat ähnlich wie die Festwirte auf der Wies`n ein ganz großes Los gezogen.
Aber anders als auf dem Oktoberfest hat man im Bräustüberl nicht das Gefühl, dass hier der schnelle Euro mit Unmengen Einmalgästen oder Firmenkunden gemacht werden soll.
Selbstverständlich ist alles professionell organisiert und das Marketing geht hin bis zum eigenen Shop mit Bräustüberl-Devotionalien und einem Newsletter, alles auf der guten Homepage einschließlich Karten nachvollziehbar (http://www.braustuberl.de/). Trotzdem erwartet einen ein Ambiente und eine Atmosphäre, die oberbayerisch zünftig und authentisch ist.
Nun genug der Vorschusslorbeeren.
Über das Publikum braucht man nichts zu sagen, denn es ist ein solider Querschnitt aller derjenigen, die in Oberbayern leben oder die es dort für einen Urlaub, einen Ausflug, eine Tagesreise mit dem Bus oder in großen Rudeln von Radfahrern hinzieht. Eine Gruppe, die im Sommer mittlerweile auch von München an den Tegernsee ausstrahlt, arabische Großfamilien, erlebt man freilich im Bräustüberl nicht, ist es doch aus muselmanischer Sicht ein Sündenpfuhl
mit dem hektoliterweisen Bierkonsum und all dem Schweinernen, das die Küche verlässt.
Die Preise sind aus norddeutscher Sicht beim ersten Besuch zum Augenreiben und wenn man wieder klar sieht,
kommen einem die Freudentränen: Da hau ich mal fünf Sterne für das PLV raus.
Diese Kritik ist eine Art Zwischenfazit nach einer Mittagsbrotzeit und zwei Abendessen im Bräustüberl; auf diese drei Besuche bezieht sich auch die Zeche.
Service:
Im Bräustüberl zapfen Männer und die Frauen schleppen die Bierkrüge, Weißbiergläser und Teller an die Tische. Alle Altersklassen sind vertreten und alle sind festangestellte Stammkräfte. Ihre einheitlichen, wadenlangen Faltenröcke sind mit ihrem wechselnden Ringel- oder Rechteckmuster wahre Scheußlichkeiten. Darüber weiße Schürzen und das Top in weiß, entweder als Bräustüberl–Polo oder Eigenbluse.
Drei Besuche, jeweils im Großen Stüberl angesichts der Außenhitze Platz genommen, drei verschiedene, etwas ältere Kellnerinnen. Alle freundlich, alle mit Sinn für Humor und die Getränke flutschen nach der Order praktisch auf den Tisch. Die Speisen dauern zuweilen, was angesagt wird und darauf hindeutet, dass in der Küche auch frisch zubereitet bzw. auf den Tellern angerichtet wird, wenn man etwas aus der kalten Schmankerlfraktion wählt. Wer den Laufweg der Kellnerinnen versperrt, der schon die Frequenz eines Ameisenpfads haben kann, wird mit einem bestimmten „Bittschön“ verdrängt. Die Laufwege im Stüberl von der Schänke Richtung Terrasse kann man übrigens anhand der Feuchtspur klar erkennen, denn bei dem Massenzapfen schwappt es ordentlich über die Ränder. Wir haben uns gewundert, dass keine der flotten Damen auf dem feuchten Boden ins Rutschen kam.
Abgerechnet wurde zweimal am Abend auf dem klassischen Kellnerblock mit gutem Gedächtnis und korrekter Addition.
Solide 4 Sterne für die sympathische und souveräne Bedienung.
2,95 € sind aufgerufen für die Halbe Hell, Spezial oder Dunkel Export, der im Gebäudekomplex hinter dem Bräustüberl produzierenden Herzoglichen Brauerei. Deren Tafelwasser 0,5 l ist im Vergleich dazu mit 2,70 € schon prohibitiv bepreist. Wein habe ich auf der Karte nicht entdeckt.
Essen:
Im Bräustüberl gibt es eine umfangreiche Karte mit eindeutigem Schwerpunkt auf kalte und warme Brotzeitschmankerl, wozu allerdings z. B. auch der warme Leberkäse mit der Standardbeilage Kartoffel-Gurkensalat zählt. Schön, dass man auch saures Lüngerl oder Bauernpresssack neben vielen üblichen Gerichten bekommt. Unter Brotzeit in diesem weiten Sinne kann man 32 Positionen fassen. Dazu sieben verschiedene Würste und 8 Hauptspeisen (Haxe, gebratenen Schweinebauch , Schnitzel Wiener Art und Rahmschwammerl mit Semmelknödel sowie vier Suppen).
Wie in München auch erlebt, wird ein Korb mit reellen Brezeln auf den Tisch gestellt und jede entnommene wird mit 1,20 € abgerechnet. Sie waren jedes Mal außen knusprig und innen weich. Zweierlei Senf, Ketchup und Einmalmühlen mit Salz und Pfeffer runden den Tischstandard ab.
Hier nun die Aufzählung und Bewertung dessen, was wir in den drei Einkehren verzehrt haben:
Bräubazi heißt der Obazda im Bräustüberl und die große Probierkugel kommt auf 2,90 €. Leider nur auf Frischkäsebasis, also ohne Camembert und damit nur 2,5 Sterne.
Ein Paar Weißwürste, klassisch in einer Edelstahlterrine mit Decke und heiß serviert (5,10 €); von meiner Weißwurstspezialistin gelobt und deswegen 4 Sterne.
Radisalat in Form fein geschnittener Scheiben (nicht die spiralförmige Art) und gesalzen. In einem tiefen Teller serviert, in dem sich das Rettichwasser gesammelt hatte (2,70 €). Schlicht aber im Sommer erfrischend; 3 Sterne.
Der Schweizer Wurstsalat (6,80 €) auch gut mit Flüssigkeit versehen, die leicht säuerlich war, wie der Sud von Gewürzgurken. Die Wurstscheiben mit der Maschine sehr dünn geschnitten. Deutlich größer als klassische Regensburger, aber die wird auf der Karte auch nicht versprochen. Die Wurstscheiben in mehreren viellagigen Pulks, dazu Käsestifte, die wenig Eigengeschmack aufwiesen und einige Scheiben von der roten Zwiebel, 3 Sterne.
Der Bauernpresssack sauer (5,10 €) war sorgfältiger angerichtet worden. Scheiben von der Sülzwurst und Rotwurst in einem ähnlichen Sud wie der Wurstsalat mit Gewürzgurkenscheiben und Ringen von der roten Zwiebel, kühl serviert und eine erfrischende Brotzeit um 13:00 Uhr mit über 30 Grad Außentemperatur; 3,75 Sterne.
Ein paar lange Debrecziner (5,00 €), sehr fein und leicht pikant. Nicht so überzeugend wie beim Jugoslawen, aber in der deutschen Würstllandschaft vorzeigbar, 3,5 Sterne.
Nun die vier Gerichte, die wir an den beiden Abenden als Hauptspeisen ausgewählt hatten.
Sechs Rostbratwürste mit Sauerkraut (7,90 €). Die kleinen Rostbratwürste erinnerten mich von Form und Farbe an Nürnberger, waren aber etwas flauer gewürzt, als die in Nürnberg genossenen oder dort beim Metzger gekauften. Das Sauerkraut in der für Brauhäuser typischen schlonzigen Zubereitung und gut abgeschmeckt, also nicht zu sauer und auch nicht ins Rahmige gehend. Insgesamt 3,25 Sterne.
Bierwürste mit Kartoffel-Gurkensalat (7,90 €). Bei allen Würsten (ausgenommen Weißwurst) ist in der Karte vermerkt, von welcher Metzgerei sie stammen, immerhin vier verschiedene. Die Bierwürste werden in Bamberg hergestellt und entpuppten sich als eine Mischung aus Krakauer und Debrecziner und hatten gegenüber den Debreczinern die Nase vorn. Sehr gut auch der süddeutsch-schlonzige Kartoffel-Gurkensalat, in dem dünne Salatgurkenscheiben mit Schale eingearbeitet waren. 4 Sterne für dieses Gericht.
Auf den ersten Blick sieht man keinen Schweinsbraten auf der Karte, findet dann aber schnell heraus, dass das Bierbratl quasi das Pendant im Bräustüberl bildet (9,90 €). Zwei Scheiben magerer Schweinebauch mit röscher Kruste und dem schon gelobten Kartoffel-Gurkensalat werden auf einem Teller serviert. Der Schweinebauch sehr gut durchgegart. Er wurde mit der typischen, kaum gebundenen Soße serviert und das leider auf einem Teller mit dem Kartoffel-Gurkensalat, der von der ihn unterminierenden Soße nicht gewinnt. Der Salat sollte separat gereicht werden. Aber ansonsten auch hierfür 4 Sterne.
Und zum Schluss ein Missverständnis: Hausgemachte Bratensülz mit Röstkartoffeln (7,80 €). Meine ständige Begleiterin und ich lasen wohl nur „Sülze“, die von uns gerne genommen wird. Aber hier waren es drei Scheiben eines durchwachsenen Schweinebratens in festem Aspik in einem tiefen Teller serviert. Mit der Scheibe Ei und den Scheiben saurer Gurke und Möhre erinnerte es an Hering in Aspik. Etwas lustlos wurde an einer der drei Scheiben herumgeschnitten. Für sich genommen fand ich das Gericht im Hochsommer erfrischend, zumal das Aspik gut gewürzt und schnittfest war. Die Bratkartoffeln leider kaum angebraten und ohne Speck, der gut zu dem leicht säuerlichen Aspik gepasst hätte. 3,25 Sterne für diese letzte große Speise.
Würste, Presssack, Bierbratl sind meine Favoriten und Empfehlungen. Vielleicht kehren wir ja noch einmal ein und dann stehen Suppen auf dem Prüfstand.
Nachtrag nach einem weiteren Abendessen:
Gulaschsuppe (4,40 €): Ein reeller Suppenteller einer klassischen Gulaschsuppe mit viel Einlage, kleinteilig geschnitten. Darunter Kartoffeln und mageres Rindfleisch. Mit etwas Habaneropulver aus dem eigenen Döschen eine feurige Angelegenheit, gerne 4 Sterne.
Die sechs Schnapswürstl mit Kartoffel-Gurkensalat (7,90 €) entpuppten sich als die schmackhaftesten Würste. Ein rötliches, nicht zu feines, pikant gewürztes Wurstbrät überzeugte; 4 Sterne
Die halbe Schweinshaxe (9,90 €) war eine gut bewältigbare Portio nach der Gulaschsuppe. Die Kruste krachend, wie es sich gehört. Das Fett überwiegend ausgebraten und das Haxenfleisch mit dem mittelscharfen Senf gut essbar. Das Bierbratl würde ich aber vorziehen; 3 Sterne.
Über alles liegen die von uns gewählten Speisen bei 3,5 Sternen, was ich angesichts des Küchenoutputs für eine sehr ordentliche Bewertung halte.
Noch eine abschließende Bemerkung zu den Portionsgrößen: Mit einer Vorspeise wie dem Presssack und einer Brezel dazu und dem Bierbratl danach wird auch ein gestandenes Mannsbild satt, eine Feststellung, die ich nicht für jedes rheinische Brauhaus treffen kann. Und mit gut 16 € bzw. mit zwei Halben dazu und 22 € auf dem Bon, weiß man, was man am Bräustüberl hat!
Ambiente:
Der Eindruck von den Innenräumen wird bestimmt durch die weißen Kreuzgewölbe. Wenige gestalterische Elemente sind die halbhohe dunkle Wandtäfelung, alte Ölgemälde, Wandmalerei und ein Kachelofen. Auf dem Dielenboden stehen helle blanke Tische und man sitzt an den Wandseiten auf Bänken oder auf alpenländischen Stühlen mit Herzlausschnitt und gedrechselten Beinen ohne Armlehnen. Polster würden den insofern etwas kargen Eindruck nur verweichlichen.
Der Raum zwischen den Tischen ist großzügig, an den Tischen kann es eng werden, wenn man sich vorstellt, dass alle acht Stühle um einen runden Tisch besetzt werden, die ihm zugeordnet sind.
Auf der perfekt beschirmten und notfalls beheizten Terrasse (nennt das Bräustüberl „Biergarten“) muss man auf langen Bänken Platz nehmen, was einige Bewegung hervorruft, wenn Mittelsitzer eine Erleichterung angehen müssen.
Sauberkeit:
Die Spur der Schank- und Trinkverluste auf dem Boden habe ich bereits angesprochen und wenn ich Wirt wäre, würde ich den Burschen an der Schänke auf die Finger klopfen, die die gefüllten Gläser mit Schwung Richtung Thekenrand zur Aufnahme durch die Kellnerinnen stoßen! Ansonsten ist es bei aller Zünftigkeit bis in den eigentlichen Feuchtbereich sauber. Unter den Pissoirs ein halber Meter Lochgitter mit Abfluss, falls das Zielwasser Irrwege verursacht.