"„Shabby“, aber original! Berliner Hausmannskost trifft auf Craft Beer in einer Traditionsgastwirtschaft"
Geschrieben am 27.05.2018 2018-05-27
Gaststätte Tiergartenquelle
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Kneipe
0303927615
Bachstr. 6, 10555 Berlin
"Zu Gast im Ableger des Bergischen Sterne-Dinos – Heldmanns „Herzhaft“ hinterlässt subjektiv gemischte Eindrücke"
Geschrieben am 27.05.2018 2018-05-27 | Aktualisiert am 28.05.2018
Heldmann & Herzhaft | Klassische Küche
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Restaurant, Bistro, Loungebar
02191291941
Brüderstraße 56, 42853 Remscheid
"Schöner Bericht über das Cafe - Restaurant Eulenpick in Darmstadt am Vivarium"
Geschrieben am 27.05.2018 2018-05-27
Café Eulenpick am Vivarium
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Restaurant, Cafe
0615146954
Schnampelweg 4, 64287 Darmstadt
"Pächterwechsel für Cafe Eulenpick am Vivarium in Darmstadt."
Geschrieben am 27.05.2018 2018-05-27 | Aktualisiert am 27.05.2018
Café Eulenpick am Vivarium
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Restaurant, Cafe
0615146954
Schnampelweg 4, 64287 Darmstadt
"Bericht in der Tageszeitung Main Spitze über die Hochheimer Terrasse am 26.05.2018."
Geschrieben am 27.05.2018 2018-05-27
Hochheimer Terrasse
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Eventlocation
061466079970061466079971
Mainzer Str. 22, 65239 Hochheim am Main
"Zum Entdecken: Kleine Taverne mit leckeren Meze in einer ruhigen Seitenstraße"
Geschrieben am 27.05.2018 2018-05-27 | Aktualisiert am 27.05.2018
Nonne & Zwerg | Mediterranes Restaurant
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Restaurant, Weinstube
03050569125
Mittenwalder Straße 13, 10961 Berlin
"Netter Griechen-Imbiss"
Geschrieben am 27.05.2018 2018-05-27
Mykonos Fresh Grill
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Imbiss, Take Away
Dr. Hans Karpfingerstraße 1, 94034 Passau
"Bis 18.07.2018 geschlossen"
Geschrieben am 26.05.2018 2018-05-26
La Trattoria
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Biorestaurant, Bar, Pizzeria
08945201670
Resi-Huber-Platz 1, 81371 München
"Casa Pedro bleibt am Sommerdamm 8 in 65428 Rüsselsheim."
Geschrieben am 26.05.2018 2018-05-26 | Aktualisiert am 26.05.2018
Casa Pedro
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Restaurant, Tapasbar, Bar, Catering, Vereinsheim
061422077188
Am Sommerdamm 8, 65428 Rüsselsheim am Main
"Alteingesessenes, etwas in die Jahre gekommenes Teppanyaki-Restaurant mit hohem Erlebnischarakter und mindestens genauso hoher Preisgestaltung"
Geschrieben am 26.05.2018 2018-05-26 | Aktualisiert am 26.05.2018
Restaurant Osaka
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Restaurant
06211225592
R7, 31, 68161 Mannheim
"Eine Oase zum Entspannen - Café in Bergisch Gladbach"
Geschrieben am 26.05.2018 2018-05-26
Café Tilda im Liederkranz
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Cafe
022022513667
Laurentiusstraße 23, 51465 Bergisch Gladbach
"Berliner Bergwandern 3: Is this New York?"
Geschrieben am 25.05.2018 2018-05-25 | Aktualisiert am 28.05.2018
Noto
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Restaurant, Bar
03020095387
Torstr. 173, 10115 Berlin
"Wow! Einfach spitze! Das perfekte Steak"
Geschrieben am 25.05.2018 2018-05-25
Abacco's Steakhouse
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Restaurant, Biorestaurant
071199792777
Rotebühlplatz 10, 70173 Stuttgart
"Klein, aber fein"
Geschrieben am 25.05.2018 2018-05-25 | Aktualisiert am 25.05.2018
Tai Lake
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Restaurant
02024292388
Friedrich-Ebert-Str .131 h, 42117 Wuppertal
"Die Karawane zieht weiter…"
Geschrieben am 25.05.2018 2018-05-25
Bedouin | Eritreisches Restaurant
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Restaurant
061519674409
Schlossgartenplatz 11, 64289 Darmstadt
"Bester Döner der Umgebung"
Geschrieben am 25.05.2018 2018-05-25
Cedars Imbiss
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Schnellrestaurant, Imbiss
06201340457
Friedrichstr. 1, 69469 Weinheim
"Sehr gutes Essen mit Biergarten"
Geschrieben am 24.05.2018 2018-05-24
Gasthof Roter Ochsen
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Restaurant
070829253930
Marktstraße 18, 75305 Neuenbürg
"Die Küche im "La Bastille" einmal mehr eine sichere Bank.........."
Geschrieben am 24.05.2018 2018-05-24 | Aktualisiert am 24.05.2018
Restaurant La Bastille
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Restaurant
068131064
Kronenstraße 1 b, 66111 Saarbrücken
"Mittelmaß"
Geschrieben am 23.05.2018 2018-05-23
Huong Nam
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Imbiss, Catering, Partyservice
082140836821
Friedberger Straße 122, 86163 Augsburg
"SB-Restaurant mit sehr gutem Fisch"
Geschrieben am 23.05.2018 2018-05-23
Bistro im Fischfachgeschäft Elke Möller
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Imbiss
04834938080
Am Fischereihafen 9, 25761 Büsum
"Schön und zentral gelegen mit sehr nettem Service"
Geschrieben am 23.05.2018 2018-05-23
Historischer Keller - Trierer Wirtshausspezialitäten
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Restaurant, Wirtshaus, Weinkeller
0651469496
Simeonstraße 46, 54290 Trier
"herrliche Alleinlage im Naturpark Sächsische Schweiz"
Geschrieben am 23.05.2018 2018-05-23
Hocksteinschänke
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Restaurant, Biergarten, Ausflugsziel
03597581342
Am Hockstein 1, 01848 Hohnstein
"Ausflugziel"
Geschrieben am 23.05.2018 2018-05-23
Morgenstern
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Restaurant, Hotel, Biergarten, Konditorei
0620794010
Weinheimer Str. 55, 69483 Wald-Michelbach
"Neuer Küchenchef"
Geschrieben am 23.05.2018 2018-05-23
Gusto · Villa Kennedy, a Rocco Forte hotel
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Restaurant, Bar, Hotel
069717120
Kennedyallee 70, 60596 Frankfurt am Main
"Unendlicher Spaß?"
Geschrieben am 22.05.2018 2018-05-22
teatro Kulturgastronomie
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Restaurant, Bar, Kantine, Casino
4971199793990
Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen 







Ceviche vom Fjord Lachs | Escabeche |Avocado
Spargel Risotto mit Garnelen
Crème brûlée von der Tonkabohne mit Mangosorbet






Eingangsbereich
Teilansicht Raum
Platz
Cheese-Cake
Schokoladentorte
Regalwand mit Angeboten















Die jährliche Berlininspektion. Kulinarisch wieder aufgeteilt in Nostalgie und südländisch (siehe Nonne & Zwerg). Hier nun die nostalgische Einkehr.
Schon des Öfteren bin ich über Jahrzehnte verteilt, immer mal wieder an der Tiergartenquelle vorbeigegangen, die im S-Bahnbogen direkt neben der S-Bahnstation Tiergarten untergebracht ist. Aber die jetzige Wahl war das Ergebnis einer Recherche nach dem guten alten Berlin jenseits des veganen Hipstertums. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Sehr gemischt das Publikum. Im Biergarten, der auf der anderen Straßenseite liegt, auch junges Publikum, eher unauffällig studentisch (TU ist nahe gelegen), das an meinem Tisch vorbei in die Feuchträume wechseln musste. Drinnen erschien dann eine achtköpfige Herrenriege mit internationalen Kollegen, denen wohl auch ein Stück altes Berlin vorgeführt werden sollte. Nebenan dann drei Handwerker frisch von der Baustelle auf ein Bauernfrühstück und Bier. Also eine gute Durchmischung, die zeigt, dass Authentisches überleben kann. Eine Mode macht aber auch die Tiergartenquelle mit, die aber passt: Es wird Craft Beer der Berliner Brauerei Lemke ausgeschenkt und auch außer Haus verkauft. Wer will, bekommt aber auch ein schlichtes Schultheiss. Wie ich im Nachhinein feststellen konnte, gehört die Tiergartenquelle seit 2003 auch zum kleinen Imperium des Brauhauses Lemke. Die Einrichtung lasse ich aber glatt als 20er Jahre durchgehen, es sei denn, dass „Shabby“ ist doch nicht original. Dann würde ich aber meinen Hut ziehen vor den Bühnenbildnern, die das Kneipeninterieur geschaffen haben!
Das Essen war solide, aber für sich genommen noch kein Grund, die Tiergartenquelle aufzusuchen. Für mich ist es das Ambiente, dass zusammen mit solider Hausmannskost und den Bieren ein Gesamtkunstwerk bildet.
Die Speisen sind moderat bepreist und Nicht-Bauarbeiter bzw. nicht nimmersatte Gastrokritiker werden für 8,50 € sicherlich ihren Hunger stillen können. Etwas tiefer in den Beutel muss man für das Craft Beer greifen. Aber gute vier Sterne gebe ich gerne für das Preis-Leistungsverhältnis.
Eine Homepage (tiergartenquelle.de) zeigt die Karten und die inneren Werte der Tiergartenquelle.
Service:
Als ich ausgehungert schon gegen 17:30 Uhr die Tiergartenquelle betrat, war wenig los. Ein paar Tische im Biergarten waren besetzt und im linken Bogen mit der Raucherloggia saßen wenige Zecher. Ich zeigte auf einen runden Zweiertisch, von dem aus ich einen guten Blick auf das Geschehen hatte. Der telefonierende Kellner nickte. Es war ein jüngerer Mann im Freizeitschwarz und mit Zopf, aber ohne Hipsterattitüde und -aussehen, der mich dann betreute. Auch die übrigen Kräfte, die im Laufe der Zeit das Personaltableau vervollständigten, waren unauffällig. Eine jüngere Frau und ein Hilfskellner mit türkischem Phänotyp hatten zunehmend die Teller über die gut befahrene Straße in den Biergarten zu schleppen. Eine Ampel vor der Tiergartenquelle macht die Überquerung sicher, aber auch langwierig. Aber es muss ja seit vielen Jahren funktionieren. In der Küche, die in der verlängerten Flucht der Theke von mir einsehbar war, werkelten vier, davon zwei in schwarzer Kochjacke.
Mein Kellner (laut Bon Markus Lessig) verrichtete angenehm und flott seinen Job.
Die Getränke kamen schnell auf den Tisch. Auch die Suppe ließ nicht lange auf sich warten, leider auch die Buletten, so dass ich ohne nennenswerte Pause meinen Magen bis weit oben füllen musste.
Die gute Laune der Herrenriege konnte mein Kellner im etwas aufwändigeren Bestellmultilog gut erwidern. Meinen Wunsch nach einem Fernet Branca zur Verdauung konnte er nicht erfüllen und schlug stattdessen einen Mampe Halb und Halb vor, der eiskalt serviert wurde und zumindest suggerierte, sich an der Verdauungsarbeit zu beteiligen. Großzügig wäre gewesen, ihn aufs Haus zu nehmen, aber verschenkt wird in der Tiergartenquelle nichts!
Frisch gezapft werden Biere des Brauhauses Lemke; das IPA war leider nicht verfügbar. So probierte ich das Pale Ale (0,5 l für 4,90 €) und das Weizen (0,5 l 5,50 €). Beide Biere gefielen, waren aber nicht so „crafttypisch“, wie ich es von den Bieren der Brau Union Bremen gewohnt bin (dort: PA mit Grapefruit- und Zitrusnote, Weizen bananig).
Zu dem übrigen Getränkeangebot und die Bepreisung, in meinen Kritiken ja ein Pflichtfeld, kann ich nichts sagen, denn die Homepage ist zur Zeit leider „offline“. Sie zeigt in Funktion aber das gesamte Angebot an Speis und Trank.
Für den Service ein „in Ordnung“ oder drei Sterne auf meiner Bewertungsskala.
Essen:
Die Karte bietet die Klassiker wie Eisbein, Bulette und Currywurst und Zugeständnisse an zarte Studentinnen, die sich nicht in die durch die Evolution entstandene Nahrungskette oben einreihen wollen.
Ich wählte die Gulaschsuppe (5,50 €) und die Buletten mit Bratkartoffeln und Setzei (8,50 €).
Die Suppe mit einem kleinen, unnützen Sahneklacks. Ansonsten für einen warmen Sommerabend heiß genug und mit Einlage üppig versehen, so dass ich eher von einem kleinwürfeligen Gulasch mit Soße sprechen möchte. Beim Umrühren kamen ein paar verschämte Gemüsestückchen zum Vorschein. Abgeschmeckt war die Suppe klassisch, ohne feurigen Würzanflug (und ich hatte meine Döschen nicht dabei!). Von der Portionsgröße her schon ein kleines Gericht mit den zwei Frischen Scheiben Stangenweißbrot.
Auch nicht gegeizt wird beim Bulettengericht. Zwei klassisch dicke Bratklopse mit vorgegarter Zwiebel und grüner Kräuterzugabe, die aber an meine Rezeptoren nichts abgab, was ich aufschreiben könnte. Also geschmacklich schlicht. Die Bratkartoffeln aus dem großen Conveniencebeutel (ich konnte das Entnehmen und Scheibenschneiden beobachten). Aber sie waren frisch und kräftig gebraten worden. Einige dickere Stücke hätten noch fünf Pfannenminuten vertragen. Sehr ungewöhnlich die Mischung aus kleinsten Speck- und Zwiebelwürfeln, die auch nur angeschwitzt waren. Bei aller Rustikalität: Das Tomatenachtel wurde ohne Stielansatz auf den Teller dekoriert.
Mit etwas mehr Würzmut bei den Buletten (z. B. Senf) und gemeinsamer Bratzeit von Kartoffeln, Speck und Zwiebeln, würde das einfache Gericht noch gewinnen können.
Für mein Essen sollen es 3,25 Sterne sein.
Ambiente:
Fangen wir draußen an.
Der Biergarten gegenüber liegt auf einem Dreieckgrundstück in einer Straßengabelung. Er ist eingezäunt und an den offenen Seiten grün umwuchert. Rückwärtig Hausfassaden mit der typischen Berliner Traufhöhe. Getränke werden in einer Bude ausgegeben; die Speisen herangetragen. Platz nimmt man auf typischen Biergartenstühlen. Ein paar große Bäume und Sonnenschirme spenden Schatten. Also kein Biergarten zum Sehen und gesehen werden, sondern die schattige Erfrischung im Kiez.
Die eigentliche Gaststätte ist in zwei Bögen des Stadtbahnviadukts mit Durchgang untergebracht. So ergeben sich die eigentliche Gaststätte mit Theke, Küche, Toiletten und Fernsehzimmer im rechten Teil und links ein offener, aber unter dem Rundbogen geschützter Raucherbereich mit einem dahinterliegenden Gesellschaftsraum, der auch eine Theke hat.
Im Hauptraum eine halbhohe dunkle Täfelung, ein abgewetzter Dielenboden und ebenso von jahrzehntelanger Nutzung zeugende Spuren an den blanken Holztischen und Stühlen. Die Wanddeko ist ein ziemliches Sammelsurium aus gerahmten Fotos, Plakaten, Schildern und Fahnen. Auf der Vertäfelung ein Band an Bierdeckeln, auf denen sich Gäste verewigt haben. Wie gesagt, optisch original shabby. Aber man bleibt auf dem blanken Tisch nicht kleben, wenn man die Unterarme auflegt. Eine Investition würde guttun: Die Schmutzmatte im Eingang sollte ersetzt werden. Ob sie sich in einem Stück aufnehmen lässt, mag zweifelhaft sein, aber mit Schutzkleidung und anfeuchten gegen Staubentwicklung sollte sie expedierbar sein. Solche neumodschen Teile sind nun mal nicht für die Ewigkeit gemacht.
Sauberkeit:
Die Toiletten für den Herrn schätze ich mal auf Sechziger des vorherigen Jahrhunderts. Aber alles funktioniert und ist sauber. Also bis auf die Schmutzmatte …