"Küche in Perfektion, Koch mit Haltung"
Geschrieben am 21.11.2018 2018-11-21
Victor’s Fine Dining by Christian Bau
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Restaurant, Sternerestaurant, Sternehotel
0686679118
Schloßstr. 27-29, 66706 Perl
"Ein wundervoller italienischer Abend"
Geschrieben am 20.11.2018 2018-11-20
Ristorante Osteria
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Restaurant
04131789227
Hauptstraße 2, 21335 Lüneburg
"Gutbürgerliches Essen mit organisatorischen Schwächen"
Geschrieben am 20.11.2018 2018-11-20
Zum Wietzetal
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Restaurant, Hotel
05196395
Reiningen 1, 29649 Wietzendorf
"Sehr gutes Essen in historischem Gemäuer"
Geschrieben am 20.11.2018 2018-11-20
Steakhaus zur Alten Schmiede
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Restaurant, Steakhouse
0413138156
Bardowicker Straße 25, 21335 Lüneburg
"Unprofessionellste Bedienung aller Zeiten"
Geschrieben am 20.11.2018 2018-11-20
Casa Miguel
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Restaurant
06966389571
Grüneburgweg 25, 60322 Frankfurt am Main
"Nachfolger vom Martini"
Geschrieben am 20.11.2018 2018-11-20
Conny`s Schnitzelhaus
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Restaurant, Biergarten
042429379319
Barrier Straße 20, 28857 Syke
"Unsere erneute Auszeit in Oberstdorf - Tag 2 - Das Abendmotto "Deftige Hausmannskost gemixt mit Schnitzelparade und fleischigen Schmankerl oder: "alles rotscher in kambotscher"
Geschrieben am 20.11.2018 2018-11-20 | Aktualisiert am 20.11.2018
Wirtschaft zum Schmied
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Restaurant, Wirtshaus
083222872
Pfarrstraße 13, 87561 Oberstdorf
"Unsere erneute Auszeit machen wir wieder in Oberstdorf - Tag 1 respektive Part 1.1 oder: "Hat dir eigentlich schon mal einer mit einem Vorschlaghammer einen Scheitel gezogen?""
Geschrieben am 20.11.2018 2018-11-20 | Aktualisiert am 20.11.2018
Zur Alten Sennküche
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Restaurant, Biergarten
083229589971
Lorettostraße 2, 87561 Oberstdorf
"Einfach genial"
Geschrieben am 19.11.2018 2018-11-19
Ristorante Pizzeria La Fattoria
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Restaurant, Pizzeria, Sky Sportsbar
02841921611
Unterwallstraße 42, 47441 Moers
"Das "kleine Restaurant" unter neuer Leitung nunmehr mit kulinarisch stark italienischem Touch"
Geschrieben am 18.11.2018 2018-11-18 | Aktualisiert am 06.05.2021
Im kleinen Restaurant
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Restaurant, Cafe, Weinstube
01623325050
Gersweiler Straße 39-43, 66117 Saarbrücken
"Siehe Bericht in Echo Online über das Indian-Tandoori-Haus in Eppertshausen."
Geschrieben am 18.11.2018 2018-11-18
Restaurant Indian Tandoori Haus
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Restaurant, Biergarten
060714978714
Kurt-Schumacher-Straße 34, 64859 Eppertshausen
"Nusskuchen wird als Eierlikörtorte verkauft!"
Geschrieben am 18.11.2018 2018-11-18
Kaffeehaus St. Quirinus
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Cafe, Ausflugsziel
026439039980
Römerstr. 30, 53507 Dernau
"Gemütliches Bistro in der beliebten Kölner Südstadt"
Geschrieben am 17.11.2018 2018-11-17
Aller Kolör im Alteburger Hof
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Restaurant, Bistro
01757979488
Alteburger Str. 15a, 50678 Köln
"Ein neuer Stern am Himmel"
Geschrieben am 17.11.2018 2018-11-17 | Aktualisiert am 19.11.2018
Asteri Kouzina
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Restaurant, Biergarten
071629474340
Staufenecker Straße 43, 73084 Salach
"Der diskrete Charme der Bourgeoisie..."
Geschrieben am 16.11.2018 2018-11-16 | Aktualisiert am 18.11.2018
Feinkost Böhm · Restaurant
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Restaurant
07112275628
Kronprinzstraße 6, 70173 Stuttgart
"Ausbruch aus dem Hotel! Ich brauche Frisches!"
Geschrieben am 16.11.2018 2018-11-16
Sushi Trier
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Restaurant, Sushibar
06519943637
Neustraße 33, 54290 Trier
"Goldene Bar wirft AFD Politikerin raus"
Geschrieben am 16.11.2018 2018-11-16 | Aktualisiert am 17.11.2018
Goldene Bar
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Bar
498954804777
Prinzregentenstr 1, 80538 München
"Gasthof Weißig macht zu"
Geschrieben am 16.11.2018 2018-11-16
Gasthof Weißig
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Restaurant, Landgasthof, Hotel, Biergarten
03512683455
Bautzner Straße 1, 01328 Dresden
"Puli, Pumi und Mudi machen heute das Richtige :-) - kleines Update für das Paprika in Mannheim !!"
Geschrieben am 16.11.2018 2018-11-16 | Aktualisiert am 16.11.2018
Paprika am Ring
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Restaurant, Biergarten, Pizzeria
062143759339
U4, 13, 68161 Mannheim
"Ein Seminar ist kein Wunschkonzert…"
Geschrieben am 15.11.2018 2018-11-15 | Aktualisiert am 03.02.2024
Best Western Hotel Trier City
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Bar, Hotel, Tagungshotel
065194950
Kaiserstraße 29, 54290 Trier
"Sehr gute Burger gute Bedienung"
Geschrieben am 15.11.2018 2018-11-15 | Aktualisiert am 17.11.2018
Restaurant Plietsch im Hotel Kröger
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Restaurant, Bar, Partyservice
049719248282
Bahnhofstraße 20, 26427 Esens
"Tolle Torten, nettes Ambiente und witzige Bedienung"
Geschrieben am 15.11.2018 2018-11-15
Schlickys Café und Konditorei
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Cafe, Konditorei
049714577
Steinstraße 24, 26427 Esens
"Angemacht worden und schon sind wir gegangen."
Geschrieben am 15.11.2018 2018-11-15 | Aktualisiert am 15.11.2018
Tante Tuddel
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Cafe
01718323631
Herdestr. 16, 26427 Esens
"So ein Käse! Hier wird "gemeckert"!"
Geschrieben am 15.11.2018 2018-11-15 | Aktualisiert am 15.11.2018
Vulkanhof
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Landgasthof, Ausflugsziel
065739148
Vulkanstraße 29, 54558 Gillenfeld
"Heute zahlten wir Lehrgeld - Chuck Norris weiß wo der Pfeffer wächst"
Geschrieben am 15.11.2018 2018-11-15 | Aktualisiert am 15.11.2018
Gasthaus Zentrale
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Restaurant
062120243
N 4, 15, 68161 Mannheim
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen 






























Gebratener Waller mit frischen Trauben, Pfifferlingen, Rettich




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Misosuppe
Algensalat mit Sesam
Sushimenü




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Kartoffelsuppe
Vegetarische Maultaschen
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TK-Pizza
Ziegen-Milcheis
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Die zickige Theke



Und dann gibt es die besonderen Tage, für die es gerne die Besten sein dürfen. Die Restaurants mit der Glücklichmach-Garantie sozusagen. Wer meine Besprechungen schon etwas verfolgt, weiß, dass ich die Küche von Christian Bau zum Allerbesten zähle, das ich kenne. Jedes Menü auf Schloss Berg hat einen tief verwurzelten Platz in meiner Erinnerung. Dieser Ort soll es also heute wieder sein.
Und wie gewohnt fällt die Begrüßung ausgesprochen herzlich aus. Irgendwie fühlt es sich jedes Mal noch ein wenig vertrauter an. So wie auch die ersten Grüße zum festen Bestandteil gehören und bitte auch in Zukunft gehören mögen. Der Macaron mit Entenleber, Räucheraal und Granny Smith ist ebenso fein und elegant gearbeitet wie das Cornet mit Tartar vom Bio-Ochsen, Räucherfischcreme und Kaviar. Vor allem letzterer begeistert mich immer wieder auf's Neue durch die perfekten Proportionen auf kleinstem Raum und den wundervollen Geschmacksakkord.
Der nächste Gruß kombiniert Leichtigkeit und Frische des Gurkenespumas mit dem Gehaltvollen der japanischen Holzmakrele, die sich grobstückig darunter verbirgt. Die Top-Qualität des Fisches springt einen förmlich an. Knusper steuert der geröstete Quinoa bei. Toll.
Ebenso toll und ähnlich angelegt präsentiert sich auch der Taschenkrebs mit Strukturen von Granny Smith. Auch hier ist die Frische sehr markant. Ein wunderbar schmelziges Gänselebereis fügt dem aber auch eine leichte Üppigkeit bei.
Nicht weniger begeisternd ist auch das abschließende Amuse, eine Ceviche vom Wolfsbarsch, das mit diversen Meeresfrüchten, darunter Shrimps und Stabmuscheln, und einer Ponzusauce die passenden Mitspieler erhält.
Eine mehrteilige Abfolge von Grüßen kann man ja in vielen Restaurants erleben, aber was Christian Bau hier bereits zu Beginn aus der Küche schickt, setzt immer wieder auf's Neue Maßstäbe. Häufig sind es Miniaturen von Gerichten, die sich ansonsten auch in der regulären Menüfolge finden könnten. Aber auch wenn dies nicht so wäre, stehen sie in Aufwand und Detailliebe den großen Gängen in nichts nach.
Ich habe an anderer Stelle erwähnt, dass Christian Bau der Koch ist, dem ich blindlings Carte Blanche gebe. Und genau so ist es auch heute wieder. Das Menü steht bereits und es sieht viele Gänge vor! Brot und Butter sind in gewohnt hervorragender Qualität. Ich beschränke mich aber darauf, es vor allem zum Aufwischen der Saucen zu verwenden.
Die Japanese Raw Bar, eine Abfolge von diesmal vier kalten Gerichten, variiert Bau immer mal wieder. Heute startet sie mit einem Fingerhappen aus Tartar von Gamberoni auf einem Brioche mit einer üppigen Nocke Kaviar und geht weiter mit abgeflämmtem Bauch vom Lachs, rotem Reis, Edamame-Bohnen, die auch als Creme verarbeitet sind sowie einem Sake-Granité, das eine unglaublich schöne Frische beisteuert. Das ist komplex, mit viel Textur und absolut stimmig.
Ein Traum in grün die dann folgende Hamachi. Die Gelbflossenmakrele ist eingefasst von einer Variation von Gurke und weist eine ganz dezente Schärfe auf.
Den Abschluss in diesem Gang bildet ein Gericht, das Christian Bau im Rahmen des Sternefresser-Cooktanks zum Thema „Asien – Reduktion auf das Wesentliche“ präsentierte. Angesichts der offensichtlichen Vielzahl an Komponenten wird das Thema Reduktion zwar ein klitzekleines bisschen ad absurdum geführt, aber das ändert ja nichts daran, dass auch hier der Geschmack über jeden Zweifel erhaben ist. Zweierlei vom Blauflossen-Thunfisch, Rücken (Akami) und Bauch (Torro), jeweils in Variationen, ist von einer hinreißenden Kojyu-Vinaigrette begleitet, die wir in ähnlicher Form bereits von seinem Signature Dish, dem Bar de Ligne mit BBQ-Aal in Erinnerung haben. Vor allem der Bauch des Thunfisches ist von sensationeller Qualität und schmilzt förmlich im Mund. Die Cremigkeit der Avocado unterstützt das noch zusätzlich. Gut – Reduktion sieht für mich jetzt zwar anders aus, aber das Ergebnis ist klasse.
Einen gänzlich anderen Charakter zeigt das folgende Gericht. Artischocke in Texturen und Trüffel, pur und in der Sauce, sind per se schon mal eine Kombination, die gut funktioniert. Der australische Trüffel ist intensiv und schmiegt sich schön an die Artischocke an. Damit es aber nicht allzu gefällig wird, sorgt der Wildkräutersalat mit seiner prägnanten Würze für den nötigen Kontrapunkt.
Weiter geht es mit Kampachi, dem Rücken von der Gelbflossenmakrele und Kaluga-Kaviar. Die üppige Ingwer-Schnittlauchbutter steuert zwar hart an der Salzgrenze, verträgt aber gut den von Nina Mann hervorragend dazu ausgesuchten Riesling vom blauen Schiefer von Heymann-Löwenstein mit seiner ausgeprägten Säure.
Man merkt, dass die Küche die Intensität der Gänge nun merklich steigert. Nach den eher leichten und frischen ersten Gerichten kommt jetzt eine angenehme Fülle und Üppigkeit mit ins Spiel. Dass trotzdem kein Gefühl von Schwere aufkommt, ist auch einem ausgewogenen Säurespiel zu verdanken. Wie bei der jetzt servierten Langoustine, die selbstverständlich von großartiger, fleischiger Qualität ist. Ich beneide ja nie diejenigen, die es vorbereiten müssen, aber halbierte Erbsen haben optisch schon was. Dazu gibt es einige schöne Knusperelemente, weißen Misoschaum und eine intensive Krustentierjus.
Den Abschluss der Fischgänge bildet Seezunge mit Pilzen und Lauch. Was verhältnismäßig unspektakulär klingt, bereitet uns einen der erinnerungswürdigsten Gänge überhaupt. Abgesehen von der – natürlich – fabelhaften Produktqualität, ist es die – pardon – grenzgeile Sauce auf Basis von Vin Jaune. Die ist zum Augen schließen und Abtauchen. Ein Traum. Und absolute Referenz.
Auch der Fleischgang lebt von der herausragenden Qualität. Das Lamm vom Hofgut Polting gehört in der Spitzengastronomie seit einiger Zeit zu den beliebtesten Produkten. Hier setzt Christian Bau den Rücken mit ganz feiner, krosser Kruste und die geschmorte Schulter in einen Kontext von japanischer Aubergine, Pimientos und schwarzen Knoblauch. Erneut ist die Sauce, neben dem Fleisch, der eigentliche Star. Ein sehr schöner Hauptgang.
Das erste Dessert, von einem Pré-Dessert zu sprechen, wäre wohl maßlos untertrieben, kommt sehr erfrischend daher, indem es exotische Früchte, Kokos-Eis, Guavensorbet und eine Pandan-Creme kombiniert. So wunderschön es anzusehen ist, so schmeckt es auch.
Als hätte die Küche es geahnt, denn insgeheim habe ich mir genau dieses Dessert für heute gewünscht, gibt es zum Schluss noch einen Klassiker aus der Bau'schen Dessertschmiede, den „Bau.Stein“ mit Tonkabohne und einem unglaublich cremigen Rotwein-Butter-Eis. Die Brombeeren, natur und in Nachbildung als Eis sowie Birne runden einen perfekten Teller ab.
Dass nach all diesen Gängen unser Sättigungsgrad mehr als erreicht ist, versteht sich vermutlich von selbst. Bei den Petits Fours müssen wir auf halber Strecke dann aber doch kapitulieren.
So wie Christian Bau uns erneut ein großartiges Menü serviert hat, das nicht nur in jedem Gang und Detail wunderschön anzuschauen war, sondern auch ebenso perfekt gearbeitet war und größtmöglichen Genuss bot, so hat Nina Mann mit der Weinbegleitung dem nicht nachgestanden. Wir kamen in den Genuss einiger Weine aus dem Jahrgang 1998, die eigentlich ein spezielles Menü begleiteten, um das 20 jährige Bestehen des Restaurants zu feiern. Ansonsten ist natürlich wieder viel regionaler Riesling mit im Spiel sowie ein Sake, was naturgemäß die hochkomplexen Kompositionen und japanischen Aromen hervorragend ergänzt.
Yildiz Bau als charmante Gastgeberin trägt wie immer, ebenso wie das übrige Team, zu einem absoluten Wohlfühlabend bei.
Schwer vorstellbar, dass in Deutschland etwas über Christian Bau geht. Seit Jahren kocht er auf schwindelerregendem Niveau, mit einem ganz eigenen Küchenstil, der hierzulande einmalig ist. Es ist schon verwunderlich, warum dies nicht auch in den einschlägigen, wenn auch manchmal kritisch zu hinterfragenden, Weltbestenlisten viel stärker Beachtung findet.
Es läuft trotzdem gut für Christian Bau. Koch des Jahres, in der „Opinionated about Dining“-Liste zumindest das am besten bewertete deutsche Restaurant in Europa, mit sehr authentischen Auftritten in den TV-Shows „Kitchen Impossible“ und „The Taste“ viel Anerkennung gewonnen und schlussendlich das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen als erster Koch für seine Kochkunst.
Was soll da eigentlich noch kommen?
In der ihm bescheidenen Art hat Christian Bau das Bundesverdienstkreuz nur stellvertretend für seine Branche angenommen. Dass es trotzdem seinen Grund hat, warum er ausgewählt wurde, sollte er nicht gänzlich ignorieren. Dazu gehört zum Beispiel auch, Haltung zu zeigen. Und das hat Bau in diesem Jahr einige Male deutlich demonstriert. Sei es, als er dem Kollegen Thomas Bühner kurz nach der überraschenden Schließung seines Restaurants „La Vie“ deutlich gegen hämische und geschmacklose Kommentare eines TV-bekannten Sternekochs zur Seite sprang oder er in einem viel beachteten Interview mit der Süddeutschen Zeitung die Missachtung der Spitzengastronomie durch die Politik beklagt. All dies zeigt, dass – man möchte sagen endlich – jemand mit dem nötigen Renommée den Mut hat, sich für die Branche zu positionieren und für ihr Ansehen zu kämpfen. Sein eigenes Statement „...und wenn ich der sein soll oder darf, der als Fahnenträger voranschreitet, so bin ich das gerne...„ zeigt, dass er bereit ist, diese Rolle zu übernehmen. Auch dafür gebührt ihm Respekt.
Ich weiß nicht, was in 2019 für Christian Bau noch kommt. Solange er so weiter kocht wie bisher, macht er mich alleine damit schon glücklich. Und das ist nicht das Einfachste – auch wenn ich eigentlich recht einfach gestrickt bin.
Bericht auch auf meinem Blog: tischnotizen.de/victors-fine-dining-by-christian-bau-perl-nennig-3/