"Syrien mit Wucht im Bremer Norden angekommen – Schmackhaft und sättigend"
Geschrieben am 16.12.2018 2018-12-16 | Aktualisiert am 20.12.2018
Rotana
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Restaurant
042169904070
Hammersbecker Straße 90, 28755 Bremen
"Traditionslokal mit, ja, eigentlich ganz anständiger Küche"
Geschrieben am 16.12.2018 2018-12-16
Zum Becher
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Restaurant, Biergarten
07112364965
Urbanstr. 33, 70182 Stuttgart
"Gekonnter Brückenschlag zwischen Köln und Frankreich"
Geschrieben am 16.12.2018 2018-12-16 | Aktualisiert am 16.12.2018
Restaurant Carls
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Restaurant
022158986656
Eichendorffstraße 25, 50823 Köln
"Zwischen Orangen- und Weihnachtsbäumen"
Geschrieben am 15.12.2018 2018-12-15
Taverne Mykonos
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Restaurant
074521520
Neue Str. 4, 72202 Nagold
"Kann man hingehen, muss man aber nicht!"
Geschrieben am 14.12.2018 2018-12-14
Nüsslein
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Restaurant, Cafe, Biergarten
036121698281
Krämerbrücke 17, 99084 Erfurt
"Wird das "unser neuer Italiener ums Eck" sprich nicht weit von unserer Behausung entfernt? Es hat fast den Anschein."
Geschrieben am 14.12.2018 2018-12-14 | Aktualisiert am 17.12.2018
Da Grifo Ristorante e Pizzeria
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Restaurant, Pizzeria
068977963420
Saarbrücker Strasse 210, 66125 Saarbrücken
"Seit dem 07.12.18 wieder geöffnet!"
Geschrieben am 14.12.2018 2018-12-14
Kenzo | Restaurant & Sushibar
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Restaurant, Lieferdienst, Sushibar
056417456218
Hauptstraße 19, 34414 Warburg
"SC Opel Rüsselsheim und Pächter beenden Zusammenarbeit Ende März 2019."
Geschrieben am 14.12.2018 2018-12-14
Casa Pedro
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Restaurant, Tapasbar, Bar, Catering, Vereinsheim
061422077188
Am Sommerdamm 8, 65428 Rüsselsheim am Main
"Wer auf zuvielen Hochzeiten tanzt..."
Geschrieben am 14.12.2018 2018-12-14
Piazza Italia
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Restaurant
085319471349
Am Stadtplatz 2, 94060 Pocking
"Schlemmerblock-Tours Teil 2. Die Chance wäre da gewesen. Für die Küche"
Geschrieben am 14.12.2018 2018-12-14 | Aktualisiert am 14.12.2018
Taverna Mykonos
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Restaurant, Gaststätte
0718163642
Heinkelstraße 27, 73614 Schorndorf
"Scheinbar wird die Küchenbrigade in der Vorweihnachtszeit regelmässig krank!"
Geschrieben am 14.12.2018 2018-12-14 | Aktualisiert am 14.12.2018
Zum Ochsen
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Restaurant
068517525
Balduinstr. 40, 66606 Sankt Wendel
"Gemütlich und ruhig frühstücken und tolle Kuchen genießen"
Geschrieben am 13.12.2018 2018-12-13
Herrlich
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Bistro, Cafe
091137851710
Nonnengasse 12-14, 90402 Nürnberg
"Traditionskneipe"
Geschrieben am 13.12.2018 2018-12-13
Die Fliege
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Kneipe
042115808
Bahnhofstraße 4, 28195 Bremen
"Klasse Burger in den B Quadraten - die würden wohl auch Herrn Rach schmecken !!"
Geschrieben am 13.12.2018 2018-12-13
eat that
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Restaurant
062143703623
B2 12, 68159 Mannheim
"Hier kann man lecker indisch Essen gehen"
Geschrieben am 13.12.2018 2018-12-13
Restaurant Indian Palace
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Restaurant, Lieferdienst
075619142781
Memminger Str. 44, 88299 Leutkirch im Allgäu
"Englische Wochen! 7. Heimspiel: Mein Streifzug durch die Bremer Top-Gastronomie"
Geschrieben am 12.12.2018 2018-12-12 | Aktualisiert am 12.12.2018
Restaurant Wels im Hotel Munte
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Restaurant
04212202666
Parkallee 299, 28213 Bremen
"Hier gibt es gute Pizza"
Geschrieben am 12.12.2018 2018-12-12
Pizzeria Della Casa
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Restaurant, Lieferdienst, Take Away
085198837667
Neuburger Straße 141, 94036 Passau
"Etwas Besonderes"
Geschrieben am 12.12.2018 2018-12-12
Ristorante Locoselli
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Restaurant
025519333344
Burgstraße 17, 48565 Steinfurt
"Entwaffnend inszenierte Unperfektion"
Geschrieben am 12.12.2018 2018-12-12
Evelyn’s Café
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Bistro, Cafe
01605507834
Thingoltstraße 9, 78465 Konstanz
"Zu empfehlende Cafébar mit Restaurant, etwas abseits vom Touristenstrom!"
Geschrieben am 12.12.2018 2018-12-12
Central | Restaurant & Cafébar
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Restaurant, Cafebar
03411492370
Reichsstraße 2, 04109 Leipzig
"Va Bene? Eher Va OK..."
Geschrieben am 12.12.2018 2018-12-12
Va Bene
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Restaurant, Cocktailbar
08514907209
Große Klingergasse 3, 94032 Passau
"Tolle Aussicht ins Moseltal, ordentliche Aussicht auf den eigenen und den Nachbarteller"
Geschrieben am 11.12.2018 2018-12-11 | Aktualisiert am 11.12.2018
Burg Landshut
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Restaurant, Biergarten, Ausflugsziel
065315005900
Am Burgberg 1, 54470 Bernkastel-Kues
"Frühstück ohne Hektik in nettem Ambiente"
Geschrieben am 11.12.2018 2018-12-11
"Mein Bistro"im Modehaus Maas
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Bistro, Cafe
0424193400
Sulinger Straße 3, 27211 Bassum
"Kronen CafeRestaurant am Zoo Dortmund"
Geschrieben am 11.12.2018 2018-12-11
Kronen am Zoo
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Restaurant
0231778159
Mergelteichstraße 76, 44225 Dortmund
"ansprechender Tankstop"
Geschrieben am 11.12.2018 2018-12-11
T&R. Anlage Hunsrück Ost
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Rasthaus
067243311
An der BAB 61, 55442 Daxweiler
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen 


Rostbraten
Beilagensalat

Interieur
Terrine von der geräucherten Forelle und Gurke mit kleinem Gurkensalat
Paté de campagne mit hausgemachtem Zwiebelchutney
Scampi auf Tagliatelle mit hausgemachtem Basilikumpesto
Kaltes Kräuterroastbeef mit Sauce Remoulade, Krautsalat und Bratkartoffeln
Zitronentarte
Millefeuilles vom Tafelspitz mit Sahnemeerrettich
Törtchen vom gebeizten, leicht geräucherten Lachs, Rote Bete, Apfel und Wasabi
Lammrücken in Kräutersauce, Wirsingbällchen und gratin dauphinois
Ochsenschwanzragout - am Knochen mit Herbstgemüse und Spätzle
Rotweinbirne mit Marzipanparfait
Sorbet vom Roten Weinbergspfirsich und Mandeleis



































Mandarinen-Schmand-Torte
Mohn-Käse-Kuchen


Burg Landshut
Aufstieg
Barrierefrei. Parkplätze und Aufzug vorhanden.
Untere Terrasse mit Verglasung als Windfang
Mosel-Riesling-Blick
Gebratenes Rumpsteak mit Zwiebelmarmelade , Dornfelderjus, Grillgemüse und Winzerkartoffeln mit Schmand
Salat Ziegenkäse
Frisches Baguette zum Salat
.


Bremen-Nord ist kein einfaches Pflaster für die Gastronomie. Das Adost, ein groß aufgemachtes türkisches Restaurant, hat keine zwei Jahre überlebt und wird als Steakrestaurant fortgeführt. Der Afghane Pamir in Burg ist auch schon Vergangenheit. Auch nicht alle Griechen sind auskömmlich und so hat das Ifestos an der belebten Kreuzung am Aumunder Bahnhof vor einem Jahr die Türen geschlossen. Lange tat sich in den Räumen nichts. Im Frühsommer begannen dann aber gründliche Renovierungsarbeiten und Aufkleber an den Scheiben kündeten die Neueröffnung eines syrischen Restaurants an. Am 1. November 2018 war es dann soweit, aber Zweifel kamen auf, denn in den neuen, schmucken Aushangkästen fanden sich noch keine Karten.
Im Netz findet sich die Facebookseite https://www.facebook.com/pages/category/Syrian-Restaurant/Rotana-Restaurant-545426065917517/, auf der die Karte einsehbar ist, aber nur für Facebooknutzer. Auch am besuchten Samstag, sechs Wochen nach der Eröffnung, immer noch keine Karten im Aushang. Sie seien zwar gekommen, so unsere aufgeschlossene Kellnerin, aber leider fehlerhaft. Damit schadet sich der Wirt, denn wie ich aus meinem Bekanntenkreis hörte, „kauft man nicht die Katze im Sack“, will sagen, dass man ein Restaurant nur aufsucht, wenn man einen Blick in die Karte werfen konnte. Im Restaurant gibt es schöne Flyer mit der Karte und einen solchen hatte ich Anfang November herausgeholt und das Speiseangebot macht neugierig. Als Wirt hätte ich zumindest die Flyer im Aushang angebracht.
Nach Auskunft unserer Bedienerin kommt der Wirt aus dem Waschmaschinenhandel. Aber zumindest hat er sich eine gute Mannschaft zusammengestellt, die ihr Fach ordentlich bis gut versteht.
Syrisch ist in Bremen stark im Kommen und nach dem Großrestaurant Al Dar in der Überseestadt waren die letzten Neuzugänge das Nayla in Findorff (2016) und das Albeek in Hastedt (2018). Alle drei besuchbar; das Nayla hatte bislang die Nase vorn.
Das Rotana hat einen Schwerpunkt bei Grillgerichten und damit eine größere Nähe zu türkischen Grillrestaurants, aber auch Geschmortes weiß zu gefallen. Auch sind die Portionen üppig im Vergleich zur Peergroup. Das kommt im bodenständigen Aumund-Hammersbeck sicher gut an, denn hier setzt sich das zu verköstigende Publikum nicht aus Studenten, Lehrern oder Grün-Alternativen zusammen.
Die Facebookseite zeigt etliche Eintragungen arabischer Besucher, aber am Samstagabend war das im rechten Bereich gute besuchte Restaurant fest in der Hand mittelalter deutscher Pulloverträger. Nur ein junges Pärchen, zu dem sich zuweilen einer der Köche setzte, war türkischer oder arabischer Herkunft.
Wir können das Rotana gerne empfehlen, denn hier stimmt schon das Meiste und das Preis-Leistungsverhältnis ist mir solide vier Sterne wert.
Mit dem Rotana hat die Nordbremer Restaurantlandschaft eine überzeugende Alternative zur griechischen, türkischen und kroatischen Grillküche gewonnen.
Service:
Unsere erfrischende weibliche Kellnerin führte uns zu unserem Tisch, auf dem unser Namen fast richtig geschrieben vermerkt war; telefonische Reservierungen klappen also. Sie sprach auch ein akzentfreies Deutsch. An den Tischen zudem eine sehr junge deutsche Frau (Mädchen würde besser passen), ebenfalls offen und freundlich und ein älterer männlicher Kellner im klassischen Schwarz-weiß-Outfit. Auch er sprach ein gutes Deutsch. Der Wirt und die Küchencrew sollen allesamt syrischer Abstammung sein.
Die Vorspeisen werden brav annonciert, was bei überwiegend Pastösem auch passt.
Was ist verbesserungswürdig: Mit dem Überreichen der Karte sollte der erste Getränkewunsch aufgenommen werden. Hier hörten wir nur ein „gleich“ und mussten uns gedulden. Wenn serviert wird, sollten leere Gläser unaufgefordert abgeräumt werden.
Ansonsten ging es zügig zu.
Wie meist, hatten wir uns mit der Speisenorder eine Pause zwischen Vor- und Hauptspeisen erbeten. Dem wurde im Ergebnis nicht entsprochen, denn nur kurze Zeit verging zwischen dem üppigen Vorspeisenmahl und dem Servieren unserer Hauptspeisen. Hier sollte dem Gast angeboten werden, dass die Küchenorder erst auf seinen Wunsch hin ausgelöst wird.
Positiv festzuhalten ist die offene und freundliche Art aller Servicekräfte, die Abläufe hingegen weisen kleinere Schwächen auf. Dafür drei Sterne.
Die Getränkeauswahl ist leider nicht sehr regionaltypisch. Einen Arak oder libanesische Rotweine sucht man vergebens.
Gezapft wird das lokale Haake-Beck des „grünen“ Großkonzerns für 2,70 € für 0,3 l. Eine Flasche stilles Wasser 0,75 l ist mit stolzen 5,60 € bepreist und mein australischer Shiraz kommt auf 4,80 € für 0,2 l.
Der zweite georderte Ouzo (auch stattliche 2,60 € für den Allerweltsouzo Pilavas) wurde nicht berechnet. Das würde durch ein offenes Spendieren, wie wir es vom Griechen gewohnt sind, aufgewertet.
Essen:
Die Karte ist nicht sehr lang, hält aber einige Rubriken mit sehr unterschiedlichen Zubereitungsarten vor. Sie beginnt mit zehn Vorspeisen, darunter die erwartbaren Schalen mit Hummus oder Joghurt oder Auberginen. Auffällig sind Würzzutaten wie Minze, Granatapfelsirup oder Sesampaste.
Die dreizehn Salat nur vereinzelt orientalisch gewürzt.
Die Hauptgerichte haben einen klaren Schwerpunkt bei Hähnchenfleisch. Zwei Zubereitungsarten, nämlich am Spieß (Shawarma, ähnlich Gyros oder Döner am Drehspieß) oder gegrillte Hähnchen können in der offenen Küche nicht beobachtet werden. Wohl aber alle Gerichte vom Holzkohlegrill, die tatsächlich (siehe Foto) klassisch auf Grillholzkohle gegart werden. Auch hier finden sich wieder Huhn, ergänzt durch Lamm. Huhn und Lamm gibt es auch aus dem Backofen. Eine Konzession an einen aktuellen Trend sind die sechs Burger und da ein großer Ofen für das selbst gebackene Fladenbrot vorhanden ist, finden sich acht Pizzen auf der Karte. Alle Preise bewegen sich in einem moderaten Rahmen und das Rinderfilet als teuerstes Gericht kommt auf 17,40 €.
Noch nicht ahnend, dass wir zwei Vorspeisen vom Haus bekommen werden, wählten wir Kibbeh (frittierte Teigbällchen mit Rinderhack, 9,00 €), Mutabbal (Auberginen mit Joghurt, 4,20 €) und Hummus Beiruter Art (6,00 €).
Vom Haus in normaler Portionsgröße gab es dann noch (geschlossen aus der Beschreibung auf der Karte, den Fotos und der Geschmackserinnerung) Auberginen-Salat und eine Frischkäsezubereitung (Labne?).
Im dazu gereichten Korb großzügige fünf Stücke selbst gebackenes Fladenbrot mit Schwarzkümmel und Sesam, knusprig und warm.
Alle Vorspeisen waren sehr eindeutig und unterschiedlich gewürzt. Mein Favorit war die spendierte Vorspeise mit noch stückiger Aubergine, die sehr erfrischend war und das Hummus. Meine ständige Begleiterin neigte zu Mutabbal, also die Auberginenzubereitung mit Joghurt. Kein Ausfall auf dem gut gefüllten Tisch.
Unpassend fand ich den Aceto Balsamico auf drei Vorspeisen. Hiervon sollte der Koch die Finger lassen. Unvermeidbar wohl die Granatapfelkerne, auf denen ich nicht gerne herumkaue.
Und noch einen Tipp für die Karte: Viele Gäste türkischer und syrischer Restaurants kommen wegen der Vorspeisen. Diese würden gemischte Vorspeisenplatten mit Sicherheit goutieren. Auf der Standardkarte bietet das Rotana dergleichen noch nicht.
Reichlich Langkornreis wurde als Sättigungsbeilage zu beiden Hauptgerichten gereicht. Der Reis ist nicht klebrig und gut gewürzt. Ich denke mal Kurkuma und Kardamom waren dran. Ein paar Pinienkerne und Rosinen thronten auf dem Reis.
Ich hatte Kabse mit Lammfleisch. Laut Karte: Ingwer, Kurkuma, Karotten, Paprika, Zimt, Kardamom, gegrilltes Lammfleisch im Backofen, geröstete Mandeln, 13,50 €. Das klang für mich unwiderstehlich. Nun habe ich gerade recherchiert, dass Kabse ein arabisches Reisgericht ist, das sich durch ein reichliches orientalisches Würzpotpourri auszeichnet. Im Rotana setzt es sich zusammen aus dem bereits beschriebenen Reis, Gemüse (Broccoli, Blumenkohl, Möhre, Gurke) und einigen größeren Stücken gabelzarten Lammfleisches mit Fettanteil. Letzteres liegend auf ein wenig Schmorflüssigkeit. Insgesamt hat es mir sehr gut geschmeckt, aber die Aromatenbombe, die Ingwer, Zimt und Kardamom versprachen, zündete nicht ganz. Hier sollte der Koch ein wenig mehr Mut zeigen.
Meine ständige Begleiterin setzte auf „bekannt und bewährt“, nämlich den Kebab-Teller (13,50 €).
Drei Stränge kräftig gegrillter Lammhackfleischspieße auf dünnem Fladenbrot mit viel Petersilie und ein wenig Deko (Grilltomate und -zwiebel) und zwei getunkten Fladenabschnitten obenauf, leicht scharf. Die Hackfleischspieße und die übrigen Grilladen sind unter dem offenen Holzkohlengrill mit der großen Kupferhaube in einer Kühlung mit Frontglas zu bewundern. Die Hackspieße mit sichtlichem Fettanteil (30 % müssen es sein, damit die Spieße ihre Form halten). Geschmacklich eindeutig Lamm und da bedarf es nur einer zurückhaltenden Würzung. Mit die besten Adana Kebabs, die wir je hatten und sehr empfehlenswert.
Ohne Aceto Balsamico und mit einigen Prisen mehr an Gewürz hat die Küche des Rotana das Potential für 4,5 Sterne; unser gestriges Essen hat solide vier Sterne verdient.
Ambiente:
Das Rotana befindet sich in einem großen Eckhaus, geschätzt aus den Sechzigern. Links und rechts vom Eingang befinden sich die beiden großen Gasträume, offen gestaltet. Gegenüber vom Eingang eine kleine Theke und eine grell erleuchtete Kühlvitrine mit kaum Inhalt. Das wirkt nicht sehr heimelig. Der Eingang verfügt über keinen Windfang und so kam mit jeder Türöffnung unerwünscht viel Kälte ins Restaurant. Hier sollte der Wirt dringend nachrüsten und wenn es nur ein Vorhang ist.
Der Wirt hat das ehemalige Ifestos bis auf die Mauern und Fensterfronten ausgemerzt. Herausgekommen ist ein Ambiente, das allein schon aufgrund der Größe der Räume nicht die filigrane Wohnzimmeratmosphäre eines Albeek erreichen kann. Aus einem Guss ist es schon, was der Restaurantausstatter dem Wirt verkauft hat. Auf dem Boden helles Steinzeug in Holzplankenoptik, darauf stehen die derzeit so beliebten Stühle mit hoher, gepolsterter Lederrückenlehne. Die Tische dunkelbraun und belegt mit einem transparenten Kunststofftischläufer mit floralem Muster.
Die Tischgröße für uns zwei an einem Vierertisch in Ordnung, nicht aber für vier Esser, die reichlich Vorspeisen ordern. Die Laufwege zwischen den Tischreihen sind breit bemessen. Zwischen den Tischen stehen die Stühle eher eng und vor dem Abrücken sollte man schon darauf achten, dem Hintersitzenden nicht zu eng auf die Lehne zu rücken.
An den Wänden großflächige Reliefs aus festem Material, die z. B. rustikale Holztüren darstellen sollen, dazwischen helles Dekomauerwerk.
Bei der Beleuchtung wurde an arabischer Ausstattung gespart, obwohl es ein reichhaltiges Angebot an typischen arabischen Leuchten gibt. Stattdessen Deckenspots und ein verdecktes Leuchtenband, dass ständig die Farbe wechselt und jahrmarktskitschig wirkt. Das ist eine Scheußlichkeit und sollte auf eine warme Farbe reduziert werden. Passend die leicht melancholische Folklore als Beschallung.
Ein Hingucker ist die offene Küche. Man schaut auf einen offenen Grill mit stattlicher Grillhaube, der auch einen Standard bilden muss, denn in einem kurz vor der Eröffnung stehenden türkischen Restaurant in Vegesack kann man die gleichen Hauben sehen. Der Restaurantname dort wie im Rotana eingearbeitet. Anderthalb Meter mag der Grill breit sein und auf langen Spießen aufgezogen oder in Grillgittern wird auf der glühenden Holzkohle gegart. Daneben hat der Brot- und Pizzabäcker seine Arbeitsplatte und seinen großen Edelstahlofen. Wie gesagt: Hähnchengrill oder Drehspieß sieht man nicht.
Für das Ambiente wegen des Grills noch 3,5 Sterne.
Das Restaurant verfügt über Parkplätze auf dem Hof, auf den man durch eine Hofeinfahrt gelangt. Vom Parkplatz aus gelangt man durch einen Hintereingang ins Restaurant.
Sauberkeit:
Sehr gepflegt. Die Herrentoilette ist frisch renoviert und das Farbspiel des Restaurants setzt sich am Boden und an den Wänden fort. Als ich den Raum betrat, überkam mich der Frost, denn an dem Nullgradtag muss das Fenster über der Stehkeramik ständig offen gestanden haben; von Heizung keine Spur. Mit zittrigen Fingern muss man in dieser Kältekammer … (der Rest des Satzes ist Opfer der hausinternen Zensur geworden!).