"Ehrliche deutsche Landküche, die nicht mit mediterranen Einflüssen geizt"
Geschrieben am 21.07.2022 2022-07-21 | Aktualisiert am 24.07.2023
Landgasthaus Jägerhof
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Restaurant, Landgasthof
063431575
Hauptstraße 40, 76889 Birkenhördt
"Hier ist die Abgeschiedenheit ein Trumpf"
Geschrieben am 21.07.2022 2022-07-21 | Aktualisiert am 21.07.2022
Restaurant im Hotel Sengscheider Hof
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Restaurant
068949820
Zum Ensheimer Gelösch 30, 66386 Sankt Ingbert
"Mediterrane Küche beim ehemaligen Friseur-Weltmeister Bruno Schmidt"
Geschrieben am 21.07.2022 2022-07-21 | Aktualisiert am 21.07.2022
Café und Restaurant Oi
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Restaurant, Cafe
068314005381
Odilienplatz 14, 66763 Dillingen
"Kleiner Geheimtip"
Geschrieben am 21.07.2022 2022-07-21
Gasthof im Hotel Moellner Hof
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Restaurant, Gasthof
0486210770
Dorfstraße 3, 25836 Welt
"Gute Pizza, pünktlich geliefert"
Geschrieben am 20.07.2022 2022-07-20
Pizzeria Gelateria Da Massimo
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Restaurant, Lieferdienst, Pizzeria
03076957303
Berliner Straße 22, 13467 Berlin
"Einfach gut!"
Geschrieben am 20.07.2022 2022-07-20 | Aktualisiert am 20.07.2022
Postschänke
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Restaurant, Bistro, Gaststätte
02202977780
Altenberger-Dom-Straße 23, 51519 Odenthal
"Entspannen ohne Esszwang"
Geschrieben am 20.07.2022 2022-07-20
Luitpold
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Restaurant
063419489777
Rathausplatz 1, 76829 Landau in der Pfalz
"Auch Fisch wird gut gegrillt"
Geschrieben am 20.07.2022 2022-07-20 | Aktualisiert am 11.08.2022
Restaurant Das Emskind
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Restaurant
059719844591
Salzbergener Straße 375, 48432 Rheine
"Lohnt sich"
Geschrieben am 20.07.2022 2022-07-20
Restaurant Zum Goldenen Anker
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Restaurant, Hotel
04861218
Am Hafen 32, 25832 Tönning
"Auferstanden aus Ruinen"
Geschrieben am 20.07.2022 2022-07-20 | Aktualisiert am 21.07.2022
Gasthaus Hooger Fähre
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Restaurant
04844992323
Hooger Fähre 5, 25849 Pellworm
"Nett gelegen, aber......"
Geschrieben am 20.07.2022 2022-07-20
Schweizer Haus | Café & Restaurant
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Restaurant
04862102687
Düsterbrook 10, 25881 Tating
"Für Wolfenbüttel sicher ein Gewinn ..."
Geschrieben am 19.07.2022 2022-07-19
Restaurant Zum Glück
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Restaurant
053318810655
Löwenstraße 1, 38300 Wolfenbüttel
"Breites Angebot - besondere Sorten"
Geschrieben am 19.07.2022 2022-07-19
Die Eisdielerin
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Eiscafe
022199300597
Venloer Straße 402, 50825 Köln
"Lucie war es nach Fisch"
Geschrieben am 19.07.2022 2022-07-19
Restaurant Kolle's Fischpfanne
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Restaurant, Biergarten
04372991832
Königstr. 3-5, 23769 Fehmarn
"Bella Vista, Bella Vita"
Geschrieben am 19.07.2022 2022-07-19 | Aktualisiert am 19.07.2022
Pizzeria Bella Vista
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Restaurant, Pizzeria
070835749
Bernbacher Straße 61, 76332 Bad Herrenalb
"Nach über sieben Jahren erstmals wieder im "Haus Brück", diesmal aber bei 40,5 °C und im Biergarten ........"
Geschrieben am 19.07.2022 2022-07-19
Restaurant Haus Brück
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Restaurant, Biergarten, Gourmet
06819508800
Mainzer Straße 6, 66111 Saarbrücken
"Ein Novum in Wernau"
Geschrieben am 19.07.2022 2022-07-19 | Aktualisiert am 19.07.2022
Neue Weberei | Work · Eat · Bike
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Bistro, Take Away
071537036900
Borsigstraße 26, 73249 Wernau
"Noch ein alternatives, rein pflanzliches Angebot in der Fleischhauerstraße, welches aber für mich definitiv noch optimiert werden sollte."
Geschrieben am 18.07.2022 2022-07-18
Restaurant Erbse | Vegane Küche
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Restaurant, Imbiss
017662393660
Fleischhauerstraße 59, 23552 Lübeck
"Hier trifft sich der halbe Ort"
Geschrieben am 18.07.2022 2022-07-18
Café Engel
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Cafe, Eiscafe
4983819292684
Alemannenweg 2, 88175 Scheidegg
"Internationales Flair"
Geschrieben am 18.07.2022 2022-07-18
Restaurant Großstadt
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Restaurant, Cafebar, Take Away
083825042998
In der Grub 27, 88131 Lindau (Bodensee)
"Super essen und nettes personal gute atmosphäre"
Geschrieben am 18.07.2022 2022-07-18
Restaurant Hagsfelder Stuben
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Restaurant
0721689486
Schäferstraße 26, 76139 Karlsruhe
"Auswahl nicht zu groß , aber das essen schmeckte"
Geschrieben am 18.07.2022 2022-07-18
Hoi An Bistro
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Restaurant
08945670999
Truderingerstraße 263, 81825 München
"Neue Tapasbar am Starnberger See"
Geschrieben am 18.07.2022 2022-07-18
Tapasbar Comodo
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Restaurant, Tapasbar
Bahnhofplatz 8, 82319 Starnberg
"Beliebt, stark frequentiert und gut besucht"
Geschrieben am 18.07.2022 2022-07-18
Bergwelt Eiscafe
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Cafe, Eiscafe
4908325252
Mittagstr. 7, 87509 Immenstadt im Allgäu
"Jause mit Ausblick"
Geschrieben am 18.07.2022 2022-07-18
Berghütte Bärenfalle
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Berggasthof
08325389
Ratholz 24, 87509 Immenstadt im Allgäu
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen 











































Tischgruppe 1
Tisch 2
Tel Aviv Bowl

Außenansicht mit Sitzplätzen im Freien.
Innenansicht mit Blick auf die Theke.
Innenansicht, rechts von der Theke.










Keine 100 Meter vom Landgasthaus Jägerhof, dem ersten Haus im Dorfe, entfernt, befindet sich die urige Gaststätte „Zum Häädstorze“, die mit deftiger Weinstubenküche lockt. Nur am Wochenende öffnet das kleine, aber feine Restaurant „La Fleur“, von dem ich schon viel Positives gehört habe. Mal schauen, vielleicht schaffen wir es ja dieses Jahr dort einzukehren…
Noch ein paar Anmerkungen zur Örtlichkeit. Birkenhördt kenne ich ziemlich gut. Zumindest seine Hauptstraße. Denn auf dem Weg zum Lauterschwaner Rappenfelsen – einem meiner liebsten Kletterziele im Pfälzerwald – fuhr ich schon zigmal durch das kleine Dörfchen.
An dem von der Familie Mössinger seit 1998 geführten Jägerhof hielt ich aus unerfindlichen Gründen nie an. Ein Fehler, wie sich vor ein paar Wochen herausstellen sollte und der nun Gott sei Dank korrigiert wurde.
Auch diesmal waren wir wieder am „Lauterschwaner“ zugange und zogen uns an seinen Sandsteinwänden anständig die Finger lang. Nach dem Klettern wollten wir auf dem Rückweg noch irgendwo einkehren.
Ich schlug den Jägerhof vor, da dieser am schnellsten zu erreichen wäre. Meinem Kletterpartner und dessen Freundin sagte das auf der Webseite nachzulesende Speisenprogramm des im Slowfood-Genussführer gelisteten Landgasthofs zu, also machten wir in der Birkenhördter Hauptstraße halt.
Wir waren spät dran und die Servicechefin, Frau Dagmar Mössinger, musste zuerst bei ihrem Mann in der Küche nachfragen, ob dieser denn noch etwas zubereiten würde. Küchenchef Bernd Mössinger gab grünes Licht und wir taten gut daran, uns nach dem anstrengenden Klettertag in den lauschigen Innenhof zu setzen und zunächst mit drei großen Radlern (0,5l zu jeweils 4,40 Euro) unseren nicht unerheblichen Durst zu stillen.
Sämtliche Fassbiere stammten übrigens von der Karlsbergbrauerei aus dem saarländischen Homburg.
Frau Mössinger, die ihr Herz auf der Zunge trägt und um keinen Spruch verlegen ist, reichte uns die auf einem Klemmbrett befestigte Speisenkarte. Die Schiefertafel mit den „Außer-der-Reihe-Gerichten“ hatten wir da schon erspäht. Schade, dass die darauf vermerkte Provenzalische Fischsuppe bereits aus war. Ich hätte sie zu gerne probiert.
Mit dem Bauern-Omelette, dem Sauerbraten vom Rind mit hausgemachten Semmelknödeln oder der geschnetzelten Schweinelende „Züricher Art“ mit Spätzle vom Brett hätte ich mich auch anfreunden können, aber unter der Rubrik „Hähnchen, Hähnchen, Hähnchen…“ warb die Standardkarte mit Backhendl und Coq au Vin.
Meine beiden Begleiter einigten sich schnell auf das sowohl entbeinte als auch panierte Freilandhähnchen, das mit hausgemachtem Kartoffelsalat und grünem Salat geliefert wurde (18,80 Euro). Meine Wenigkeit kam schließlich zu der Überzeugung, sich an einem wohlgetränkten Coq au Vin – einem in Rotweinsauce geschmorten Freiland-Maishähnchen mit Nudeln und kleinem Beilagensalat (20,80 Euro) – zu laben.
Doch der Hunger am Tisch war groß genug, um den gemeinschaftlichen Geflügelgenuss mit einer eingeschobenen Vorspeise noch etwas auf die lange Hühnerleiter zu schieben. Vom wirklich beeindruckenden Sortiment an Vorweggerichten suchte ich mir das Bergkäsecarpaccio mit Apfelvinaigrette und Baguette (7,80 Euro) aus, während sich meine beiden Tischgenossen für den Blattsalat mit Tomaten, Buttercroutons und zupackendem Joghurt-Knoblauchdressing (8,80 Euro) entschieden.
Manche der im Speisenprogramm gelisteten Gerichte hätte ich so nicht unbedingt in einem auf deutscher Küchentradition gründenden Landgasthof im Pfälzerwald erwartet. Neben der schon erwähnten Provenzalischen Fischsuppe waren dies beispielsweise die Pimientos de Padron, das panierte Lammzüngerl auf Wirsing-Kartoffelstampf oder das in Kräuter-Korianderbutter gebratene Doradenfilet mit grünen Bohnen und Kartoffelpüree „Elsässer Art“.
Traditionelle Rustikal-Leckereien, wie etwa die Rinderkraftbrühe mit Flädle, das Dreierlei vom hausgeräucherten Schinken, der herzhafte Rindfleischsalat oder die gebratene Rinderleber mit Kräuterbutter, grünen Bohnen und Bratkartoffeln, hat man hier aber auch parat. Auffallend oft las ich im Kleingedruckten die Begriffe „hausgemacht“ und „frisch“. Dass hier auf Qualität und Frische bei den verwendeten, häufig regional bezogenen Zutaten wertgelegt wird, lässt sich nicht nur auf der Webseite nachlesen. Man schmeckte es auch.
Der Küchenchef grüßte mit einem lauwarmen Artischockenherz, das mit einer kräftigen Aioli die Geschmacksnerven vom Ruhezustand in Betriebsbereitschaft versetzte.
Auch die Vorspeisen ließen nicht lange auf sich warten. Frau Mössinger hatte ja mitbekommen, was für drei ausgehungerte Kletterwölfe da im idyllisch begrünten Innenhof lauerten.
An Kleinigkeiten war zu erkennen, dass hier mit dem Attribut „hausgemacht“ kein Schindluder getrieben wurde. Allein die in der Butterpfanne angerösteten Croutons machten den mit deftigem Knoblauchdressing versehenen Salat meiner Kletterkollegen zum knusprig-knackigen Sommergenuss.
Auch meine Vorspeise erfüllte die gehegten Erwartungen. Die dünnen Bergkäsescheiben stammten von einem gut gereiften Vertreter seiner Art. Die leicht nach Olivenöl duftende, wunderbar runde Apfelvinaigrette konterte die Würze des gereiften Milcherzeugnisses mit ausreichend Süße und Säure.
Kleine Apfelstücke, grob gemahlener Pfeffer und ein paar Kapern komplettierten diesen schlichten, aber äußerst geschmacksintensiven Käseteller, dessen einziges „Manko“ die Portionsgröße war. Diese vermochte selbst den hungrigsten Kraxler ohne Umwege auf den Pfad der Saturiertheit zu führen.
Der kleine, nur scheinbar profane Beilagensalat war mit einer wirklich hervorragend ausbalancierten Essig-Öl-Tunke angemacht. Ein grünes Ausrufezeichen in Sachen Salatfrische, das ganz unaufgeregt die Zeit bis zur Landung meines Weingockels überbrückte.
Die beiden Backhendl-Portionen hatte man auf einer Servierplatte aus Edelstahl vereint. Zugegeben, das sah auf den ersten Blick etwas „kantinesk“ aus, aber die mehr als reichlich vorhandenen Hendl-Happen punkteten mit krosser Bröselhülle und saftigem Inneren.
Mit etwas Zitrone genossen, waren es gelungene Panadebeispiele, die für unkomplizierten Wohlgeschmack bei ihrem Verzehrduo sorgten. Auch der dazu gereichte Kartoffelsalat wurde sehr gelobt.
Dann duftete mir das in Rotwein ersoffene Maishuhn entgegen.
Herr Mössinger hatte bei Ansetzen der Sauce nicht mit rotem Rebsaft gespart. Ein grundsolider, tiefdunkler Beiguss, den auch die untergemengten Champignons nicht verwässern konnten.
Das Fleisch meines zerteilten, halben Hahns hatte die typisch gelbliche Färbung, die das Geflügel beim Füttern mit Mais erhält.
Es war wirklich ein ganz großes Vergnügen, das zarte Hähnchenfleisch von den Knochen zu nagen und zusammen mit der aromatischen Weinsauce zu genießen. Die nicht übertrieben portionierte Nudelbeilage (mit Semmebrösel oben drauf) stellte sich als Tunkmasse in den Dienst der Sauce.
Ich schaffte trotz fortgeschrittener Sättigung die komplette Portion, denn bei diesem Huhn gab’s kein Vertun! Das nachträglich georderte, trübe Kellerbier von Karlsberg (0,5l für 4,60 Euro) passte übrigens erstaunlich gut zum herzhaften Hühnerteller. Für einen Rotwein war es mir an diesem Abend einfach zu sommerlich mild. Aber bei dem respektablen Angebot an offen ausgeschenkten Weinen aus der Region (Heuchelheim-Klingen, Schweigen, Kapellen-Drusweiler und Landau-Mörzheim) würde ich zu kühleren Zeiten beherzt zugreifen.
Auf einen Nachtisch verzichteten wir dankend, obwohl mich der Affogato al caffè „espressiv“ anlachte. Egal, wir waren pappsatt und verließen rundum zufrieden das sympathische Familienlokal im Ortskern von Birkenhördt. Zu einem kleinen Schwätzchen mit dem Küchenchef, der nach getaner Arbeit einen verdienten Drink mit ein paar rüstigen Rentnern zu sich nahm, ließ ich mich beim Verabschieden gerne hinreißen. Meine Kenntnis von den nahegelegenen, klettertechnisch eher unrelevanten (da sehr bröckligen) Birkenhördter Ruschelfelsen, verblüffte die einheimische Tischgesellschaft.
Auch wir waren verblüfft von der souverän aufgetischten Frischeküche der Familie Mössinger, die man zwar als gutbürgerlich, aber eben nicht als alltäglich bezeichnen kann. Schön, dass es solche grundehrlichen Landrestaurants noch gibt. Wenn sie dann auch noch mit solch klaren geschmacklichen Aussagen überzeugen wie der Jägerhof, kann der Kalorienausgleich nach dem Sandsteinklettern gerne öfter hier stattfinden.