"Zu jeder Jahreszeit ganz viel Geschmack!"
Geschrieben am 24.07.2023 2023-07-24 | Aktualisiert am 24.07.2023
Restaurant Hubertushof
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Restaurant
06341930239
Arzheimer Straße 5, 76831 Ilbesheim bei Landau in der Pfalz
"Bestes Lokal in Darmstadt"
Geschrieben am 24.07.2023 2023-07-24
Lilienschänke SportsBar
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Restaurant, Biergarten, Sky Sportsbar
061511595775
Nieder-Ramstädter Straße 170, 64285 Darmstadt
"Der Montag ist nicht nur der angestammte Ruhetag der Friseure sondern mittlerweile vermehrt auch der der Gastronomen"
Geschrieben am 24.07.2023 2023-07-24 | Aktualisiert am 17.10.2023
Saigon Restaurant
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Restaurant
068195417772
Sulzbachstraße 27, 66111 Saarbrücken
"Ehrlicher Vietnamese mit zusätzlichem Sushiangebot wird gut angenommen/Update"
Geschrieben am 24.07.2023 2023-07-24 | Aktualisiert am 21.01.2026
Restaurant Lee1996
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Restaurant
041229798189
Großer Sand 24, 25436 Uetersen
"Angenehmes Ambiete - Innenhof lädt ein zum Verweilen - Essen schmackhaft"
Geschrieben am 23.07.2023 2023-07-23 | Aktualisiert am 24.07.2023
Restaurant Nikopolis
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Restaurant, Biergarten
093813834
Kirchbergweg 2, 97332 Volkach
"Seht gut und sehr nett"
Geschrieben am 23.07.2023 2023-07-23
Gaststätte Loichinger Eck
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Restaurant
087313230211
Speisemarkt 1, 84130 Dingolfing
"Das liebe GG - suche läuft- so gingen wir rein"
Geschrieben am 23.07.2023 2023-07-23
Brauhaus König von Flandern
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Wirtshaus, Brauhaus
082120709818
Maximilianstraße 25, 86150 Augsburg
"Traditionssyrer der mich nicht durchgängig überzeugte"
Geschrieben am 23.07.2023 2023-07-23 | Aktualisiert am 25.07.2023
Restaurant Palmyra
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Restaurant
04219579934
Langemarckstr. 230, 28199 Bremen
"Gutes Essen und Top-Service - super nette Bedienung !"
Geschrieben am 23.07.2023 2023-07-23
XIAO
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Restaurant, Ausflugsziel, Erlebnisgastronomie
020980074449
Willy Brandt Allee 65, 45891 Gelsenkirchen
"Einmal mehr waren wir mit dem im Café Steigleiter Gebotenen zufrieden ....."
Geschrieben am 22.07.2023 2023-07-22 | Aktualisiert am 23.07.2023
Café Steigleiter
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Cafe
068162855
Arndtstraße 29, 66121 Saarbrücken
"Bier können´s, das Ambiente ist urig, dann hört´s aber leider schon auf"
Geschrieben am 22.07.2023 2023-07-22 | Aktualisiert am 22.07.2023
Spreeblick | Restaurant & Brauhaus
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Hausbrauerei, Biergarten, Gaststätte
0359148960
Fischergasse 6, 02625 Bautzen
"Cafebar in Nachbarschaft zum Theater mit einer hinreißenden Inhaberin und einem schönen, kleinen, hausgemachten Snack-Angebot."
Geschrieben am 22.07.2023 2023-07-22
Cole Street | Cafébar
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Bar, Cafe, Erlebnisgastronomie
04513891231
Beckergrube 18, 23552 Lübeck
"Augenschmaus !!!!!"
Geschrieben am 21.07.2023 2023-07-21 | Aktualisiert am 21.07.2023
BOK | Brust oder Keule
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Restaurant, Sternerestaurant
02519179656
Melchersstraße 32, 48149 Münster
"Franken am Münsterländer Bahnhof"
Geschrieben am 21.07.2023 2023-07-21 | Aktualisiert am 21.07.2023
Restaurant im Hotel XtraGleis - Alter Bahnhof
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Restaurant, Biergarten, Partyservice
0545980490
Bahnhofstraße 52, 48477 Hörstel
"Tolles Gesamtpaket"
Geschrieben am 21.07.2023 2023-07-21 | Aktualisiert am 21.07.2023
Waldrestaurant St. Valentin
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Restaurant, Berggasthof, Biergarten, Ausflugsziel
07617077748
Valentinstraße 100, 79100 Freiburg im Breisgau
"Griechische Frikadellen, Suflaki, Steaks -- legt Man(n) ausgezeichnetes auf den Grill, kommt meist auch "ausgezeichnetes" zum Gast oder: Ordentlich Pep in der Eroni!!"
Geschrieben am 21.07.2023 2023-07-21 | Aktualisiert am 21.07.2023
Thomas-Grill
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Restaurant
0621676073
Im Schelmenherschel 6, 67071 Ludwigshafen am Rhein
"Guter Sushi Genuss - weit außerhalb Asiens oder: Suki in Ludwigshafen war geschmacklich ein Volltreffer !!"
Geschrieben am 21.07.2023 2023-07-21 | Aktualisiert am 21.07.2023
Suki
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Restaurant, Bar
4962168553724
Lisztstraße 178, 67061 Ludwigshafen am Rhein
"Eine Kahnfart die ist lustig....oder ebend doch romantisch, und macht hungrig. Echte Spreewälder Kost."
Geschrieben am 20.07.2023 2023-07-20
Restaurant Zum Nußbaum
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Gasthaus, Cafe, Biergarten
035423673
Dammstraße 76, 03222 Lübbenau/Spreewald
"Pappsatt, lecker gegessen und Service passte auch"
Geschrieben am 20.07.2023 2023-07-20
snaBo.ba
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Restaurant
08213176225
Schießgrabenstraße 28, 86150 Augsburg
"Schöne Scholle mit ausgezeichneter Aussicht"
Geschrieben am 19.07.2023 2023-07-19 | Aktualisiert am 17.01.2024
Restaurant Schaarhörn im Badhotel Sternhagen
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Restaurant
047214340
Cuxhavener Str. 86, 27476 Cuxhaven
"Das war ein scharfer Hochzeitstag"
Geschrieben am 18.07.2023 2023-07-18
Jaipur
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Restaurant
03514568946
Louisenstraße 59, 01099 Dresden
"Bestes Restaurant in Altenbruch"
Geschrieben am 18.07.2023 2023-07-18
Gasthaus Hadler Hof Altenbruch
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Restaurant, Gasthaus, Biergarten
047222280
Bei den Türmen 6, 27478 Cuxhaven
"Nicht empfehlenswert"
Geschrieben am 18.07.2023 2023-07-18
Baustelle Altenbruch
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Kneipe
047228419060
Am Altenbrucher Markt 2, 27478 Cuxhaven
"Unter neuer Führung und mit aufgefrischter Speisekarte zeigte das Restaurant "Lübecker Hanse" bereits bei dieser kleinen Kostprobe in allen Bereichen eine bärenstarke Leistung."
Geschrieben am 17.07.2023 2023-07-17
Restaurant Lübecker Hanse
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Restaurant
045148904474
Kolk 7, 23552 Lübeck
"Gastgarten mit Ausblick - Personal aufmerksam - üppig portionierte wohlschmeckende Gerichte"
Geschrieben am 17.07.2023 2023-07-17
Vereins-Gaststätte auf der Höh
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Vereinsheim, Biergarten, Gaststätte
093052680786
Maidbronner Straße 40, 97230 Estenfeld
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen 

































Restaurant Spreeblick Bautzen
Blick zur Friedensbrücke
Durchgang zum Biergarten
Blick zum Restaurant
schattiger Biergarten
Blick zur Bestellhütte
die besagten Aufsteller auf den Tischen
Speisekarte
Getränkekarte
die Bestellhütte
Getränkeauswahl
Bierangebot des Tages
deftige Soljanka mit Toast und Sahnehaube
Soljanka
bissel dünne.....
Brauerschnitzel mit Remoulade, Steakpommes und Salatbeilage
Brauerschnitzel ohne Rahmchampignons aber mit Remoulade, Steakpommes und Salatbeilage
frisch vom Grill: Grillrippchen mit Grillsoße und Kartoffelsalat
da ist ordentlich Fleisch dran
frisch vom Grill: Grillrippchen mit Grillsoße und Kartoffelsalat
Frenzel Bräu Pils und Maibock

Außenbereich.
Innenbereich.
Kleine Tapasauswahl von der Theke (von oben im Uhrzeigersinn): Gegrillte Champignons; Hähnchen-Erbsen-Salat in Erdnusssauce; Pimientos de Padron; Sonnenblumenkernbrot; Dolmdakia.
























Bauernsalat


Gegrillte Pep
Lendenspieß mit angemachten Schafskäse

Kleiner Lendenspieß mit Käse vom Schaf
Ouzo Big



Maki
Gasthaus „Zum Nussbaum“
alte landwirtschaftliche Geräte
Blick zum Biergarten
Terrasse am Wintergarten mit Blick zu den Kähnen
Blick in den Gastraum/Wintergarten
Speisekarte
Auszug aus der Speisekarte
Getränkeauswahl
Lübbenauer Babben dunkel
Kartoffelspalten mit Kräuterrahm und Hähnchenbrust
Kartoffelspalten mit Kräuterrahm und Hähnchenbrust
Schweinenacken mit Bratkartoffeln, Zwiebeln, Meerrettich, Kräuterbutter und Gurken
reichlich geschmorte Zwiebel und scharfer Meerrettich
hausgemachte Bratkartofeln
Gastraum
Gasthaus „Zum Nussbaum“
Der Blick vom Kahn zum Biergarten


















Jaipur Dresden
Auszug aus der Speisekarte
Neues aus der Küche
unterer Gastraum mit Blick zur Theke
Getränkeauswahl
Paneer Pakora – indischer Rahmkäse, mariniert mit Kichererbsenmehl und frittiert
Onion Bahji – Zwiebelringe mit Kichererbsenmehl und frittiert
Onion Bahji
Schälchen zum Dippen mit Aioli, Minzsauce und scharfer Sauce
Sauer-Scharf-Suppe – scharfe, fein cremige Suppe mit Lamm und Huhn
nicht nur verdammt scharf, auch etwas Fleisch gab´s
Mutton Murgh Masala – eingelegtes Lamm- und Hähnchenfleisch mit Paprika, Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch
Mutton Murgh Masala – eingelegtes Lamm- und Hähnchenfleisch mit Paprika, Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch
Mutton Murgh Masala angerichtet auf dem Teller
körniger Reis als Beilage
Mango Chicken – Hühnchenfilet in fruchtiger Mango-Cashew Sauce
Mango Chicken angerichtet auf dem Teller
Naan Brot als Beilage
Mango Schnaps aufs Haus
Wegweiser zum Restaurant.
Außenansicht.
Innenansicht mit Blick zum Eingang.
Unverwechselbare Historie eines 400 Jahre alten Hauses.
Gruß aus der Küche: Gazpacho aus Paprika, Tomate und Chili.
Aus dem "Tapas"-Bereich: "Pannacotta von der Räuchermakrele" mit Orangenpüree, Wasabischaum, Chicorée und Grapefruit.
Die Rede ist vom altehrwürdigen Hubertushof, der seit seiner gastronomischen Renaissance im Jahre 2014 zu unseren Favoriten zählt. Vor allem wenn ein besonderer Anlass vorliegt und/oder es etwas zu feiern gibt, kehren wir hier bevorzugt ein.
In dem historischen Gemäuer aus Sandstein, das hinter seinem knorrigen Eingangstor einen der schönsten Innenhöfe der Südpfalz versteckt hält, trifft gesellige Weintradition – von der Dame des Hauses Sandra Bernhard mit Kompetenz und Charme offeriert – auf eine fantasievoll-kreative Regionalküche mit erkennbarem Saisonbezog, für die sich Chefkoch Jochen Sitter verantwortlich zeigt.
Über das einzigartige Ambiente der ehemaligen Postkutschenstation aus dem 17.Jahrhundert habe ich schon so manche Zeile verfasst.
Auch auf das an den Jahreszeiten orientierte Speisenangebot bin ich in meinen bisherigen Berichten detailliert eingegangen.
Notorische Nicht-Leser mögen mir die vielen Worte verzeihen und sich bitte an den über 130 (!!) Food-Fotos sattsehen, die ich meinen diversen Reportagen mitgegeben habe. Sie ermöglichen ebenfalls einen guten Überblick über die kulinarische Ausrichtung dieses kulinarischen Kleinods, dessen weltoffen vorgetragene Kreativküche mich immer wieder aufs Neue begeistert.
Im Grunde ist zu diesem Schmuckstück bereits alles gesagt. Warum also in Lukullus Namen eine weitere Gaumenstory aus dem beschaulichen Ilbesheim erzählen? Ganz einfach, weil es mir nach wie vor große Freude bereitet, von den dort erlebten Genussmomenten zu berichten und auch auf die kleinen Veränderungen einzugehen.
Eine davon ist das dreigängige Jahreszeitenmenü (49 Euro), das immer mittwochs und donnerstags als zusätzliche Option zur Standardkarte angeboten wird. Es ersetzt quasi die Tagesempfehlungen bzw. macht aus ihnen eine äußerst preiswerte Speisenfolge, die sich ganz nach der Saison richtet.
Als ich dort an einem Januarabend alleine aufschlug – meine beiden Mädels schliefen zu der Zeit bereits tief und fest –, hatte ich vor, mir kurz vor meinem 49.Geburtstag noch etwas richtig Leckeres zu gönnen und mit einem guten Tropfen im Glas ins nächste Lebensjahr „rein“ zu feiern.
Dass es im Laufe des langen Abends „zwei oder mehr“ Tropfen wurden, war nicht nur der sensationellen Weinauswahl des Hauses geschuldet, sondern auch der um keine Empfehlung verlegenen Sommelière und Hausherrin Sandra Bernhard, die mir mal wieder eine sehr gelungene Korrespondenz zum Essen bescherte.
Leider weiß ich davon keine genauen Einzelheiten mehr. Gemäß dem Motto: „Wer sich noch daran erinnert, war nicht dabei!“, wurde der bevorstehende Ehrentag aber angemessen angegossen. Nur so viel sei gesagt: der von ihr ausgesuchte Weißwein machte zu beiden Meeresfrüchte-Tellern eine richtig gute Figur. Und das rote Schwergewicht zum Fleischgang, dem die Luft im Dekanter ausgesprochen gut bekam, war sowieso ganz nach meiner Fasson.
Ach wie herrlich, ich saß alleine im Separee, lauschte der dezenten Musik im Hintergrund und knabberte mich durch das selbstgebackene Knäcke- und Sauerteigbrot, das mit etwas hausgemachter Misobutter bestrichen, als erster Leckerbissen zum Amuse gereicht wurde.
Die grüne Oliventapenade blieb dagegen unberührt, da ich mit den mediterranen Steinfrüchten noch nie richtig warm wurde.
Dennoch ein Auftakt, der den kulinarisch sehr kurzweiligen Abend stimmig eröffnete.
Jochen Sitters Kreationen bestehen zwar in der Regel aus bekannten Komponenten, vermitteln aber häufig den Eindruck, dass man sie in der Kombination eher selten auf den Teller bekommt. Bestes Beispiel hierfür war mein erster Gang, der Pulpo „Bangkok-Streetfood-Style“ (22 Euro). Der vorgegarte Arm vom Oktopus wurde dazu in Panko-Kokos-Panade gewälzt und kurz frittiert.
Zum zarten Kopffüßer-Knusper gesellte sich ein schmackhafter Salat aus Mango, frischer Kokosnuss und Koriander, dessen köstliche Thai-Vinaigrette aus Limettensaft, Fischsauce und etwas Puderzucker mich gustatorisch in fernköstliche Gefilde verfrachtete. Ihren Job als cremig-pikante Wonnepfütze erledigte der nicht allzu schwer daherkommende Chili-Mayo-Dip mit Bravour. Fett und Fett gesellt sich eben gern. Und in dieser Kombi einfach unschlagbar lecker.
Mein Appetit auf frische Meeresfrüchte konnte das zart-knusprige Pulpo-Ärmchen nicht alleine stillen. Da traf es sich gut, dass auf der Karte mit den Tagesempfehlungen ein Salat aus gebratenen Garnelen, Jakobsmuscheln und Pulpo (21 Euro) als Vorspeise angeboten wurde. Mit genügend Schalentierverstärkung würde sich auch mein mediterran gestimmtes Gemüt zufriedengeben – so zumindest der Plan.
Ein erkleckliches Häuflein kurz zuvor durch die Pfanne geschleuster Frutti di Mare von beachtlicher Qualität und Frische duftete mir entgegen. So ein kulinarischer Abstecher an die Küste kam mir Ende Januar gerade recht, denn er hielt auch den sich langsam anschleichenden Winter-Blues – zumindest einen Abend lang – auf Distanz.
Die lediglich kurz in Olivenöl, etwas Knoblauch, einem Schluck Brühe und Zitronensaft sautierten Preziosen aus dem Ozean überzeugten durch ihren typisch süßlich-nussigen Geschmack, den der Küchenchef weitestgehend für sich sprechen ließ.
Staudensellerie sorgte für etwas texturellen Knack, während rote Zwiebel und Glattpetersilie eine feine vegetabile Würze ins Spiel brachten. Die recht säurearm ausfallenden Zitronenscheiben statteten den Meeressalat mit zusätzlicher Frische aus. Wie schon beim Pulpo-Gang zuvor wurde auch hier die erfrischende Säure von cremiger Würze gekontert.
Diesmal war es eine deftige Aioli, die genügend Fett auf die Kette brachte, um die tadellos gebratenen Meeresbewohner mit noch mehr Aroma zu versehen. Kein spektakulärer, aber doch sehr stimmiger, leicht zugänglicher Teller, der mich begeisterte.
So richtig winterlich wurde es erst bei meinem Hauptgang. Ich hatte mich für das Zweierlei vom Pfälzer Reh (38 Euro) entschieden. Dies bestand aus einem kurzgebratenen Medaillon vom Rücken und einem nach bester Burgunder Art geschmorten Ragout. Auf dem perfekt medium gebratenen Rehrücken thronte zusätzlich eine kleine Scheibe Entenleberparfait, die das Edelwild mit süßlichem Schmelz krönte.
Eine cremig-buttrige Thymian-Polenta, die optisch und texturell eher an ein Püree erinnerte, eine stattliche Portion Rotkraut sowie eine Handvoll eingelegter Quitten und Preiselbeeren flankierten dieses facettenreiche Wildgericht, das nun wahrlich nicht mit molligen Geschmacksmomenten geizte.
In der Summe ergab das einen sehr tiefen, dichten und auch äußerst sättigen Hauptgang, der zusammen mit dem guten Roten im Glas prächtig harmonierte.
Dass darauf kein süßer Abschluss mehr folgen konnte, war wenig verwunderlich. Jedoch wurde mit dem ein oder anderen Schluck tanninreich das neue Lebensjahr begangen. Ein denkwürdiger Abend, den ich in vollen Zügen genoss. Danke an dieser Stelle an Sandra Bernhart und Jochen Sitter, die mir ein derart gelungenes „Geburtstagssolo“ bescherten.
Zeitsprung. Es ist Mitte Juli und wieder gibt es etwas zu feiern. Diesmal war es unser 4. Hochzeitstag, den wir mit einem guten Essen an einem angenehm warmen Donnerstagabend im wunderschön angelegten Innenhof begehen wollten. Um es gleich vorwegzunehmen: auch dieser Plan ging voll auf.
Im hinteren Teil des lauschigen Pfalz-Patios wartete ein liebevoll mit Herzchen und Glückwünschen ausgestatteter Tisch auf uns.
Man hatte uns hier mit Bedacht platziert, denn die Schaukel für unsere Kleine war nicht weit entfernt. Zudem befand sich eine kuschelige Sitzgruppe in direkter Reichweite. Ein idealer Rückzugsort, um mit dem Töchterchen die dort ausliegenden Bilderbücher zu studieren.
Wir waren die ersten Gäste des noch jungen Abends. Beim Blick über den herrlich begrünten, von Sandra Bernhart mit sehr viel Geschmack arrangierten Freisitz beschlich mich eine große innere Zufriedenheit, die wohl auch aus einer gehörigen Portion „Heimatgefühl“ heraus resultierte.
Oder in anderen Worten: ein Ort zum Ankommen, ein Ort zum Bleiben!
Den Apéro hatte meine Schwester bereits vorab arrangiert, indem sie uns zwei Gläser Rosé Sekt brut vom Weingut Siener aus Birkweiler spendierte. Ein traditionell in Flaschengärung hergestellter Schaumwein, der eine kräftige Perlage mit erfrischender Frucht und Mineralität mit sich brachte. Ein absolut würdiger Auftakt.
Mit etwas Kräuter- und Avocadocrème – letztere mit toller Koriandernote! – sowie ein paar Radieschen und grobem Meersalz ging es los.
Das phänomenale Roggensauerteigbrot des Küchenchefs wollte schließlich adäquat bestrichen werden. Wobei auch sein selbstgebackenes Weißbrot jedem besseren Baguettevergleich aus Grand-Est locker standhält.
Bei der alle paar Wochen wechselnden Standardkarte fuhr man ein übersichtliches 5–4–3-Sytem. Besonders von den fünf Vorspeisen las sich eine besser als die andere. Aber auch gegen Rehschnitzel, Rochenflügel und Ribeyesteak hätte man zweifellos „hauptgerichtlich“ vorgehen können.
Meine Frau wandelte vorweg auf regionalen Pfaden und entschied sich für Jochen Sitters Evergreen, die gebratene Blutwurst mit Walnusskrokant, frischem Meerrettich und Gewürzapfelchutney (22 Euro). Mich entführte der erste Gang des Sommermenüs dagegen in mediterrane Gefilde. Der Wolfsbarsch im Serranomantel mit pikantem Tomatensalat klang äußerst vielversprechend.
Zu meinem Drei-Gang-Menü wählte ich die angebotene Weinbegleitung. Der Preis von 15 Euro für drei gut eingeschenkte Gläser aus Pfälzer Weinlanden war ein regelrechtes Schnäppchen, bedenkt man, was da in anderen Restaurants gleicher Güteklasse abgerufen wird.
Den Auftakt zum Wolfsbarsch machte übrigens ein trockener Weißburgunder vom Weingut Ackermann aus Ilbesheim. Sein nach dem Boden, auf dem die Reben wachsen, benannter „Landschneckenkalk“ hatte eine feine mineralische Würze im Abgang und war mit seiner cremigen Frische ein idealer Fischbegleiter.
Das im krossen Schinkenmantel versteckte, saftige Filetstück vom Wolfsbarsch lag auf einem verblüffend unkonventionellen Tomatensalat.
Bereits die verschiedenen Rottöne deuteten auf die Verwendung unterschiedlicher Sorten in Cocktailgröße hin. Ihre vollreifen Stücke schwammen in einem weißen Tomatenschaum, der sie zusätzlich mit Säure und Frische unterfütterte. Für knusprige Abwechslung sorgten die kross gebratenen Croutons, wodurch ein Hauch von Toskana (Panzanella!) über diesem Teller wehte.
Der kleine, wie immer mit hübscher Meerrettich-Frisur versehene Blutwurstbratling schmeckte meiner Gattin ganz vorzüglich.
Ich kann verstehen, dass diese in sich stimmige Kombination aus erdiger Blutwurstwürze, nussiger Linsenbasis, vegetabiler Meerrettichschärfe und der leicht pikanten Frucht des Apfelchutneys bei vielen Gästen sehr gut ankommt und deshalb ihren wohlverdienten Stammplatz auf Jochen Sitters Speisenkarte seit Jahren erfolgreich verteidigt.
Während sich meine Frau ihren rein vegetarischen Hauptgang in Form einer pfiffig gefüllten Spitzkohlroulade mit frischen Pfifferlingen, geschmorter Spitzpaprika und hausgemachten Ziegenkäsegnocchi (34 Euro) schmecken ließ,
wartete auf mich ein Fleischgang wie er sommerlicher nicht hätte ausfallen können.
Drei unfassbar zarte Stücke einer im Smoker heißgeräucherten und dann kurz angebratenen Entenbrust lagen auf einer pittoresken Landschaft aus Süßkartoffelpüree, wildem Brokkoli, gegrilltem Paprika, angebratenen Süßkartoffelscheiben und rauchiger BBQ-Whisky-Jus.
Der wilde, kaum an Kohl erinnernde Brokkoli tendierte geschmacklich eher in Richtung von grünem Spargel. Und der fühlt sich bekanntlich auf jedem Grillteller wohl. Die leichte Süße des Grillpaprikas wurde von dem seidigen, mit etwas Entenfett veredelten Süßkartoffelpüree hervorragend eingebunden.
Die mit subtiler Whisky-Note ausgestattete BBQ-Jus setzte ein rauchig-würziges Ausrufezeichen und machte mit ihrem rassig-herben Taste mächtig Dampf auf der Keramik. All diese Komponenten ergaben in der Summe ein sehr gelungenes Fleischgericht, das diesem lauen Sommerabend kulinarisch die Krone aufsetzte.
Dazu genosss ich eine wohltemperierte (also nicht zu warme!) Cabernet-Sauvignon-Merlot-Cuvée aus dem Jahr 2019 vom ortsansässigen Weingut Kaiserberghof.
Die passte mit ihrem leichten Paprikabouquet und der typischen Cabernet-Röstaromatik natürlich ganz hervorragend zur rosa gegrillten Entenbrust und ihren Komparsen auf dem Teller.
Beim Dessert erbat ich eine kleine Änderung. Statt dem ursprünglich angebotenen Cassis-Sorbet gelüstete es mich nach dem hier schon oft genossenen Sauerrahmeis, das die Küche zähneknirschend – da nun der Milchsäureanteil zu hoch und kaum Farbkontrast auf dem Teller vorhanden war – mit weißem Waldmeister-Joghurtschaum, zerstoßenem Baiser (auch weiß!) und einem sommerlichen Beerenmix servierte.
Zugegeben, farblich lag mein Nachtisch deutlich über der "Schneefallgrenze", entpuppte sich aber am Gaumen als wunderbar leichter, von reifer Fruchtsüße und dezenter Waldmeistersäure kündender Abschluss eines denkwürdigen Sommermenüs.
Nicht unerwähnt möchte ich den dazu ausgeschenkten Dessertwein, ein feinherber Gelber Muskateller vom Weingut Erlenwein (Wacholderhof, zwischen Ilbesheim und Leinsweiler gelegen, Anm.), lassen. Ein leichter Sommerwein, bei dem sich die Restsüße in Grenzen hielt und der von seiner feinen Säure und gelben Frucht lebte. Ein solider Tropfen, der goldgelb und gut gekühlt im Glas schimmerte und mir den Übergang zum Dessert erleichterte.
Meiner Gattin Brownie mit Pistazien und Orangencrème (14 Euro) ließ da unweigerlich ein paar Kalorien mehr purzeln.
Das ordentlich gebutterte, sündhaft süße Kakao-Gebäck aus den Staaten wurde von einer leichten Pistaziencrème getoppt. Kumquat und Orangencrème verpassten dem saftigen Protagonisten den nötigen Fruchtsäureschliff. Geröstete Pistazien und Schoko-Crumble taten was fürs Mundgefühl. Ein süßer Abschluss ganz nach dem Gusto meiner Frau.
Und was gab es für unsere Kleine? Noch bevor unsere Vorspeisen auf dem Tisch landeten, hatte Maître Sitter aus einem ganz formidablen, um eine Pfütze Jus erweiterten Kartoffelpüree, zwei Cocktailtomatenhälften und ein paar Gurkenscheiben ein lachendes Gesicht auf der Keramik hinterlassen.
Damit war unser Töchterchen erst einmal gut beschäftigt und später mindestens genauso gut gesättigt. Danke an dieser Stelle, liebes Hubertushof-Team, für diesen schmackhaften Kleinkind-Teller. Den hätte unsere kleine Maus beim nächsten Besuch gerne wieder!
Außerdem ein dickes „Merci“ für den liebevoll eingedeckten, mit Bedacht ausgewählten Tisch, den herzlichen Service und die vielen kleinen Extras, die zu diesem wunderschönen Abend beitrugen.
Diese beiden so unterschiedlichen Geschmackshighlights des Jahres 2023 unter einen Hut bzw. in einen Bericht zu packen, war wahrlich kein leichtes und schon gar kein kurz und knappes Unterfangen. Aber es war mir eine echte Herzensangelegenheit.
Ich habe vor dem sympathischen Gastronomenpaar Bernhart/Sitter großen Respekt, denn sie wuppen Küche und Service nahezu alleine. Hoffentlich haben die beiden noch genügend Kraft und Motivation für viele weitere Jahre in der Gastro. Nicht nur der Pfälzer Genusslandschaft wäre es zu wünschen.