"Wer eine feine Fischküche bei herzlichen Gastgebern sucht, ist hier genau richtig!"
Geschrieben am 27.03.2022 2022-03-27
Gasthaus Wolters - Zur Börse
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Restaurant, Partyservice
047051277
In der Langen Straße 22, 27639 Wurster Nordseeküste
"#TOP Steakrestaurant in Reichenbach"
Geschrieben am 27.03.2022 2022-03-27
B&S Lounge
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Catering,Loungebar,Steakhouse
071534359641
Ulmer Straße 5, 73262 Reichenbach an der Fils
"Ruhig, unaufgeregt und unspektakulär"
Geschrieben am 26.03.2022 2022-03-26 | Aktualisiert am 28.03.2022
Rathaus-Cafe
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Restaurant, Cafe
07452970773
Marktstr. 27, 72202 Nagold
"Noch einen kleinen Schritt abwärts"
Geschrieben am 26.03.2022 2022-03-26 | Aktualisiert am 26.03.2022
Tesoro
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Restaurant, Weinstube, Erlebnisgastronomie
051185640759
Marienstr. 113, 30171 Hannover
"Ein Trüffelmenü welches seinem Titel gerecht wurde! Herzlichen Glückwüsch zum 28. Gütchen-Geburtstag."
Geschrieben am 25.03.2022 2022-03-25 | Aktualisiert am 25.03.2022
Restaurant Im Gütchen
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Restaurant
067142626
Hüffelsheimer Str. 1, 55545 Bad Kreuznach
"Es osteret und blühet allerorten ......."
Geschrieben am 25.03.2022 2022-03-25 | Aktualisiert am 12.07.2022
Café Lolo | Literaturcafé
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Restaurant, Cafe
068151828
Bahnhofstr. 54, 66111 Saarbrücken
"Super Beratung - Hochzeitsfeier"
Geschrieben am 25.03.2022 2022-03-25
Restaurant im Hotel Heideblüte
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Restaurant, Biergarten
0508498190
Celler Straße 1, 29313 Hambühren
"Leider das ganze Jahr 2022 geschlossen"
Geschrieben am 24.03.2022 2022-03-24
Hofcafé Klein'er Kuhstall
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Cafe, Ausflugsziel
046518353005
Südhörn 7c, 25980 Sylt
"Das Essen war ok, an der Sauberkeit im Lokal haperte es gewaltig"
Geschrieben am 23.03.2022 2022-03-23 | Aktualisiert am 25.03.2022
Lübecker Nudelkontor
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Restaurant, Catering
04517907794
Beckergrube 25, 23552 Lübeck
"Ich glaube wir haben unser neues Stammcafe in Cuxhaven gefunden"
Geschrieben am 23.03.2022 2022-03-23 | Aktualisiert am 23.03.2022
Café Löwenzahn
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Cafe, Konditorei
04722489
Am Altenbrucher Markt 6, 27478 Cuxhaven
"Nach wie vor Cuxhaven´s bestes Eiscafe"
Geschrieben am 23.03.2022 2022-03-23 | Aktualisiert am 23.03.2022
Eiscafe´ Amadeus
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Cafe
0472146373
Nordfeldstraße 22, 27476 Cuxhaven
"Diese exotischen Eissorten und alternatives Essen sollte man probiert haben!"
Geschrieben am 23.03.2022 2022-03-23 | Aktualisiert am 23.03.2022
Claus | Eismanufaktur & Deli
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Bistro, Eiscafe
072196313994
Lammstr. 7, 76133 Karlsruhe
"Wiedereröffnung nach Umbau"
Geschrieben am 23.03.2022 2022-03-23
Eiscafe Venezia
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Restaurant, Eiscafe, Pizzeria
043923333
Am Markt 5, 24589 Nortorf
"Kein gutes italienisches Essen, aber gutes Lagerbier"
Geschrieben am 22.03.2022 2022-03-22
Ristorante Zitos Little Italy
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Restaurant, Lieferdienst
062118033444
N6, 3, 68161 Mannheim
"Empfehlung nahe der Krämerbrücke"
Geschrieben am 22.03.2022 2022-03-22 | Aktualisiert am 24.03.2022
Ballenberger Restaurant
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Restaurant, Cafe
036164456088
Gotthardtstraße 25/26, 99084 Erfurt
"Vorübergehend geschlossen"
Geschrieben am 22.03.2022 2022-03-22
El Loco | Steak & Mediterrane Küche
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Restaurant, Steakhouse
043427614712
Am Krankenhaus 2, 24211 Preetz
"Weine und Speisen sehr lecker"
Geschrieben am 22.03.2022 2022-03-22
Opera Wein Art
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Bar
092150860504
Opernstraße 9, 95444 Bayreuth
"Und auch hier auf der Rückfahrt vom Geburtstagsessen schlug der Montags-Ruhetag-Dämon zu ......."
Geschrieben am 22.03.2022 2022-03-22 | Aktualisiert am 23.03.2022
Cafe Hackenberger
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Cafe
065812270
Graf-Siegfried-Straße 19, 54439 Saarburg
"Frage: "Was verbindet viele Gastronomen mit Friseuren ?" Antwort: "Der Montag als gemeinsamer Ruhetag.""
Geschrieben am 22.03.2022 2022-03-22 | Aktualisiert am 15.02.2023
Restaurant im Hotel Maimühle
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Restaurant, Bistro, Hotel
068679113170
Bahnhofstraße 100, 66706 Perl
"Noch nicht gekannt, positiv überrascht"
Geschrieben am 22.03.2022 2022-03-22
Peter Pane
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Restaurant, Lieferdienst
091124066303
Königstraße 17, 90402 Nürnberg
"Jetzt ist der Henssler in der Stadt bzw vorm Deich"
Geschrieben am 21.03.2022 2022-03-21
Ahoi Steffen Henssler
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Restaurant, Biergarten
047512213
Schleuse 18, 21762 Otterndorf
"Nach zwei Jahren Pause geht es nun wieder los!"
Geschrieben am 21.03.2022 2022-03-21 | Aktualisiert am 21.03.2022
Hölt'ne Schluse | Gastwirtschaft am Max-Klemens-Kanal
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Biergarten, Gaststätte
015142435430
OT Sprakel, Am Max-Klemens-Kanal 303, 48159 Münster
"Familiär geführtes Pfälzer Traditionshaus, das sich seine auf hoher Produktqualität basierende Gutbürgerlichkeit auch fürstlich entlohnen lässt"
Geschrieben am 19.03.2022 2022-03-19 | Aktualisiert am 19.03.2022
Zeiskamer Mühle
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Restaurant
0634797400
Hauptstraße 87, 67378 Zeiskam
"Keine übliche Mensa-Atmosphäre - erfreuliche Küchenleistung - entspannter Service"
Geschrieben am 19.03.2022 2022-03-19
Die Küche Im Kraftwerk
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Restaurant
08945212899
Drygalski-Allee 25, 81477 München
"Alles rund um Italien und seine Teigspezialitäten - schon nach kurzem Erstbesuch eine wirkliche Bereicherung der lokalen Gastronomie um etwas Mediterranes."
Geschrieben am 18.03.2022 2022-03-18
Restaurant Mani in Pasta
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Restaurant, Bistro
4945158558862
Mönkhofer Weg 42, 23564 Lübeck
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen 









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Blick vom Gütchen Richtung Puppentheater
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Das Trüffelmenü
Gaues-Brot und Trüffelbutter
Amuse Bouche
Hirschcarpaccio – Trüffelrührei – Feldsalat – Walnüsse - Trüffelcreme
Trüffel pur!
Kalbsvelouté – Trüffelnudeln – gehobelter Trüffel
Seezungenschleife – Trüffel – Lauch – Hummerschaum – Spargelspitzen
Wachtelkotelette – Berglinsen – Trüffeljus – Trüffelgnocchis – Portwein-Zwiebeln – zweierlei Sauce
Marinierte Panettone – Apfelkompott – Trüffeleis – Tiramisucreme
Marinierte Panettone – Apfelkompott – Trüffeleis – Tiramisucreme


Lübecker Nudelkontor
Außenbereich, direkt an der Straße
Gastraum
Wein-und Ölregal
Blick zur Küche
Speisekarte
3x 0,4ér Coca Cola für je 3,80 €
Tagesangebote
Dreckflusen wohin man schaut
Kippelige Tische-und einen Lappen haben die lange nicht gesehen
CANNELLONI CON SPINACI RICOTTA - Cannelloni gefüllt mit Spinat und Ricotta (ital. Frischkäse) im Ofen überbacken für 11,70 €
CANNELLONI CON SPINACI RICOTTA mit frischen Baguette
SPAGHETTI VERDI CON PANNA FUNGHI E SPECK - frische grüne Spaghetti mit Speck und Champignons in Sahnesoße für 11,50 €
Penne mit Hähnchenstreifen und Rahmchampignons in Pfefferrahmsoße für 12,00 € als Tagesgericht
Penne mit Hähnchenstreifen und Rahmchampignons in Pfefferrahmsoße für 12,00 € als Tagesgericht
Wildpinkler
Café Löwenzahn
Gastraum
Gastraum
Gastraum
Regal mit selbstgefertigte Marmeladen und frischer Honig
Tortenvitrine
Schoko-Eierlikör-Torte mit Johannisbeeren
Latte Macchiato mit Schoko-Eierlikör-Torte
Apfel-Vanille-Torte
Pflaumenmus-Baiser-Torte
Pflaumenmus-Baiser-Torte mit Cafe Crema
Kännchen Tee
Kakao
Löwenzahntorte – die Spezialität des Hauses
Marzipantorte mit Aprikosen
Schokokuchen
Himbeer-Cheesecake
Sommerterrasse
Eiskarte
Auszug aus der Eiskarte
Schokolade Spezial mit Baileys und Schokolade Spezial mit Dooleys
Cappucino Italiano
Eis und Heiß - Heiße Himbeeren mit Schokoeis und Sahne
Baileys Becher – gemischtes Milcheis mit Baileys, Nougatsoße, Schokoraspeln und Sahne
Coppa Serenata – gemischtes Eis mit Sahne, Amarenakirschsoße mit feinen Amarenastückchen. Knusprige Baiserstreusel und Eierlikör






Bitte anklicken

















Terrasse
Ahoi Steffen Henssler Otterndorf
Blick vom Strand
Gastraum
Gastraum
Speisekarte
1x 0,4ér Hauslimonade, 1x 0,2 er Tonic Water , 1x 0,4ér Duckstein vom Fass
Auszug aus der Speisekarte
Duckstein vom Fass
Hamburger Pannfisch ''Ahoi Style'' – ein Gebratenes Kabeljaufilet mit Kartoffelpuffern, krossem Speck, Apfelmus und leckerer Senfsauce für 17,90 €
Hamburger Pannfisch ''Ahoi Style'' – ein Gebratenes Kabeljaufilet mit Kartoffelpuffern, krossem Speck, Apfelmus und leckerer Senfsauce für 17,90 €
Crispy Fish Burger – ein Knusprig gebackenes Seelachsfilet mit Remoulade, Romanasalat und frischen Zwiebeln sowie mit Süßkartoffelpommes für 13,90 €
Crispy Fish Burger
Crispy Fish Burger – ein Knusprig gebackenes Seelachsfilet mit Remoulade, Romanasalat und frischen Zwiebeln sowie mit Süßkartoffelpommes für 13,90 €
Rumpsteak – ein 200g saftiges Rumpsteak „medium“ mit Steffens Teriyakisauce und Fritten im „Henssler Style“ für 19,90 €
Rumpsteak medium
Fritten im „Henssler Style“
Rumpsteak – ein 200g saftiges Rumpsteak „medium“ mit Steffens Teriyakisauce und Fritten im „Henssler Style“ für 19,90 €

Die Mühlen-Historie im Überblick
Auf zur Mühle!
Traktoren-Museum im Innenhof
Da geht's rein...
Verglaster Empfangs- und Eingangsbereich
Im Foyer
Blick von der Weinstube in Richtung Foyer
Impression aus der Mühlenstube
Pfälzer Landgasthausidylle pur
Entspannte Atmosphäre
Hinsetzen - wohlfühlen!
Der Mühlentraum-Aperitif
Paprikacrème für den ersten Hunger
Die Riesengarnelen im Detail
Riesengarnelen als Vorspeise
Vitello tonnato
Der Beilagensalat
Noch ein Beilagensalat
Spätzle (self-pressed)
The Wiener!
Fluffig-lockeres Panierstück
Cordon "Tristesse"
Filet vom Pfälzer Landschwein
Die Schoko-Mousse-Trilogie
Schoko-Mousse von vorn
Das Mühlendessert

Teilansicht Gastraum
Tatar vom bayrischen Ochsen
gestatten: die Roulade
frisch und knackig der Salat
diese Sünde lohnt sich :-)

Blick auf die Theke.
Innenraum mit einer kleinen Sitzgelegenheit.
Außenansicht.
„Insalata di Tacchino“: aus gemischten Blattsalaten, roten Zwiebeln, Tomaten, auf meinen Wunsch Südtiroler Speck statt Putenstreifen und Oliven in einem Honig-Senf-Dressing ; kleine Portion.
Als wir dann endlich bei den Schwiegereltern in Bremen ankamen, wollten wir sie von der „beklemmend“ langen Zeit im Maxi-Cosi erlösen und disponierten kurzerhand um. Die letzte Etappe in Richtung Küste trat ich dann alleine an. Meine Frau blieb zusammen mit der Kleinen in Bremen bei ihren Eltern, die nicht nur ihr Enkelkind sehr vermisst hatten.
Natürlich hätten wir unsere Ferienwohnung in Imsum, einer rund 1000 Einwohner zählenden Ortschaft nördlich von Bremerhaven, auch absagen können. Da ich aber noch eine Menge Arbeiten zu korrigieren hatte, würde ich bei meinem dreitägigen Solo-Trip keinen rechten Grund zur Langeweile haben. Außerdem hielt nach den heftigen Stürmen wieder sonniges Wetter Einzug, was sicher den ein oder anderen Deichspaziergang ermöglichen würde.
Über die Verpflegung am Abend machte ich mir nach vollzogener Einquartierung Gedanken. Ein einziges Restaurant listete der Guide Rouge in meiner Nähe. Das mit einem Bib Gourmand ausgezeichnete Gasthaus „Zur Börse“ von Björn und Inge Wolters im rund 6 km entfernten Nachbarort Wremen. Und zufällig hatten die an jenem Dienstagabend auch noch geöffnet. Ein kurzer Anruf genügte und nach einem netten Plausch mit der Chefin war mein Abendessen gesichert.
Die Informationen auf deren Homepage steigerten meine Vorfreude auf die feine Fischküche, mit der sich Küchenchef Björn Wolters einen guten Ruf „erkocht“ hat. Viel Stammklientel konnte ich an den Nachbartischen ausmachen. Das wunderte mich nicht, denn die Art und Weise wie man hier seine Gäste umsorgt, ist von einer fürsorglichen Herzlichkeit geprägt, die man heute nicht mehr so häufig antrifft.
Frau Wolters empfing mich als einzigen Einzelgast des Abends und checkte verordnungskonform meine aktuelle Impflage. Dann bekam ich einen Platz vor der Theke zugewiesen. Ich hatte den letzten freien Tisch ergattert und freute mich einfach nur auf was Leckeres vom Flossentier.
In den beiden gemütlichen Gasträumen, die durch eine offene Glastür miteinander verbunden waren, war mächtig was los. Frau Wolters und zwei jüngere Mädels schmissen gutgelaunt den Service und was sie da so an die einzelnen Tische brachten, sah sehr verlockend aus. Mein zentraler Thekenplatz war also keineswegs ein zugiger „Katzentisch“ für misanthropische Alleinverzehrer, sondern eine Beobachtungswarte von Rang, die außerdem das Kommunizieren förderte.
Ich genoss die interessanten Ein- und Ausblicke auf das gastronomische Geschehen um mich herum. Da waren zum Beispiel die beiden jungen Mädels, die Frau Wolters im Service unterstützten. Sie werkelten mal alleine, mal gemeinsam hinter dem Tresen. Eine von ihnen schien noch nicht so lange im Service zu arbeiten bzw. auszuhelfen. Sie wurde jedoch mit viel Verständnis von Frau Wolters und der anderen, erfahreneren Bedienung eingelernt.
Am Nachbartisch hatte gerade eine Familie den Geburtstag ihrer im Grundschulalter befindlichen Tochter gefeiert. Dies fiel mir allerdings erst auf als sie gegangen waren. Luftschlangen und andere bunte Deko lagen noch als Reste des Festes auf dem Tisch. Wer sich so viel Mühe mit den kleinen Gästen gibt, wird auch die großen nicht enttäuschen. Beruhigende Gedanken, die mir schon vor dem ersten Bissen versicherten, hier goldrichtig zu sein.
Zumal auch das gemütliche Ambiente zum Verweilen einlud. Jede Menge dunkles Holz umgab mich. Die Bistrotische, von in die Decke eingelassenen Spots ins rechte Licht gerückt, waren allesamt mit frischen Schnittblumen ausgestattet. Außer einem antik anmutenden Kerzenständer sowie den üblichen Salz- und Pfeffermühlen, wirkten sie recht puristisch eingedeckt. Ein übergeworfener Tischläufer aus Leinen hellte die hölzerne Tischplatte zusätzlich auf. Alles wirkte sehr sauber und es ließ sich auf den einfachen Holzstühlen mit bequem gepolsterter Unterlage gut aushalten.
Da saß ich nun inmitten des ehemals als Viehbörse – daher der Name des Lokals – dienenden Anwesens im Ortskern von Wremen und fühlte mich verdammt gut aufgehoben. Ich war zwar alleine bei den Wolters aufgeschlagen – das kennen und können andere GG-Genossen sicher besser als ich –, aber ich fühlte mich keineswegs allein. So oft es eben passte, tauschte ich mich mit der Chefin des Hauses aus, gab Feedback zu den Speisen und versuchte, ihr ein paar Ausgehtipps für die kommenden beiden Abende zu entlocken. Denn zu meinem großen Entsetzen musste ich feststellen, dass die „Börse“ an den beiden Folgetagen geschlossen hatte.
Aus dem kulinarischen Fortsetzungsklassiker „An drei Abenden durch die Karte!“ wurde leider nichts. Also musste es beim Erstversuch klappen. Apropos klappen, die Speisenkarte hielt ich mittlerweile in den Händen und klappte sie bedächtig auf. Die erste Seite erzählte von der 300 Jahre (!) alten Vergangenheit der Gastwirtschaft, die reich an Geschichte und Geschichten zu sein schien. Was hier einem französischen Marodeur Anfang des 19.Jahrhunderts aus reiner Notwehr passiert sein soll, beunruhigte mich nicht im Geringsten, hatte ich doch viel Friedlicheres als dieser im Sinn.
Eine Seite weiter folgte die komplette Aufschlüsselung der Lieferanten. Das Gemüse bezog man teilweise von Hobbygärtnern aus der Umgebung, Frischfisch und Krustentiere ließ man sich von Krabben Böger aus Wremen liefern. Das Fleisch von Wasserbüffel, Rind (Galloway und Schwarzbuntes Niederungsrind) und Färse stammte von Tieren, die auf den Salzwiesen der Region weideten.
Reh, Hase und Wildschwein sagten beim Anblick der hiesigen Jäger ein letztes Mal „Gute Nacht!“. Pilze, Beeren, Bärlauch, Hagebutten und Holunderblüten sammelte man weitgehend selbst. Der Verzicht auf Geschmacksverstärker passte in das von Regionalität und Komplettverwertung geprägte Küchencredo. Das las sich alles sehr vertrauenserweckend und machte mal Appetit.
Dieser wurde durch das Studium der Speisenlektüre noch verstärkt. Mein Hunger war groß. Drei Gänge durften es an diesem Abend schon sein. Die Entscheidung für das dreigängige Fischmenü (34,50 Euro), das aus einer Fischsuppe, auf der Haut gebratenem Wolfsbarschfilet und gratinierten Beeren zum Dessert bestand, fiel mir dementsprechend leicht. Auch Rumpsteak, Filet vom Weiderind und Rehragout in Waldpilzsauce konnten da mein Fischverständnis nicht erschüttern.
Bei den Getränken hielt ich mich an Wasser – kleine Flasche Tönissteiner (0,25l für 2,60 Euro) – und Wein. Erfreulicherweise wurde nahezu jeder Flaschenwein auch offen ausgeschenkt. Auf mein Bedauern, dass ausgerechnet der Sauvignon Blanc „Collage“ vom Weingut Hammel & Cie aus Kirchheim (nördlich von Bad Dürkheim) nicht glasweise zu haben war, reagierte man mit nordischer Nonchalance.
„Gerne machen wir Ihnen eine Flasche für ein Gläschen auf. Um den Rest kümmern wir uns dann morgen an unserem Ruhetag selbst.“ Frau Wolters erfüllte mir umgehend meinen fast schon asketisch anmutenden Weißweinwunsch. Die Chefin wusste halt, wie man Gäste verwöhnt.
Das Viertel Sauvignon Blanc (5,40 Euro) aus der heimischen Pfalz war ein besonders elegantes Tröpfchen, reifte doch der mit schönem Säurespiel und reichlich zartem Schmelz ausgestattete Weiße jeweils zur Hälfte im Holzfass und im Edelstahltank.
Bis zur Fischsuppe vertrieb ich das erste Magenknurren mit zwei vorweg gereichten Brotaufstrichen und einem kleinen Körbchen frischer Backwaren. Besonders das Griebenschmalz wirkte - mit ein wenig Pfeffer und Salz versehen - auf dem fluffigen Baguette wahre Wunder. Aber auch der Kräuterquark konnte was.
Ich versuchte mich beim Stullenschmieren in Zurückhaltung zu üben, was jedoch spätestens beim danach servierten Amuse komplett misslang. Das in einer kleinen Terrine versteckte Grünkohlcrèmesüppchen war aber auch derart fein abgeschmeckt, dass die restlichen Brotscheiben für Stippdienste draufgingen.
Auf das Süppchen folgte der erste Gang des Menüs, die vor Schuppentiereinlage strotzende Meeresterrine. Ihre klare Brühe duftete mir wie eine würzig-frische Nordseebrise entgegen. In kleine Stücke geschnittene Wolfsbarsch-, Schollen- und Limandesfilets bekamen von ein paar Garnelen und ausgelösten Miesmuscheln Gesellschaft.
Sellerie, etwas Knoblauch, Zwiebel und Weißwein fungierten zwar dezent im Hintergrund, verliehen jedoch der gut ausbalancierten Bouillabaisse von Nordseefischen eine wunderbar aromatische Note. Mit ein paar Scheiben Knoblauchbaguette – ganz „oldschool“ mit selbstgemachter Knoblauchbutter bestrichen – war das ein Auftakt nach Maß.
Die Fischsuppe löffelte sich wunderbar leicht aus der weißen Porzellantasse. Auch von der Portion her war sie perfekt bemessen. Sie erwies sich als gelungener Appetizer für die bald folgenden, saftigen Wolfsbarschfilets. Von ihnen lagen bald darauf drei schmalere Exemplare in gebratener Perfektion auf meinem Teller. Alle hatten sie eine herrlich krosse Haut, saftiges weißes und grätenfreies Fleisch sowie eine wohltuende Würze gemein. Nicht nur den Umgang mit Salz schien Küchenchef Björn Wolters zu beherrschen.
Unter dem Bratfischhorizont lauerte ein mit Sahne verfeinertes Gemüse-Ragout, dessen Protagonisten noch reichlich Biss hatten. Es bestand im Wesentlichen aus Zuckerschoten, Lauchringen, Tomatenwürfeln und Erbsen. À part wurde mir noch ein Extraschälchen davon spendiert – getreu dem Motto „In der Börse ist noch kein Pfälzer verhungert!“.
Ebenfalls separat kam die Bandnudelbeilage auf den Tisch.
Von dem behutsam zubereiteten Hauptgang ließ ich nichts, aber auch rein gar nichts zurückgehen. Ganz im Gegenteil, wären fünf Fischfilets auf dem Teller gelegen, hätte ich auch diese geschafft, so köstlich fielen die knusprigen Filetstücke vom Wolfsbarsch aus. Endlich fühlte ich mich so richtig an der Küste angekommen.
Nach meinem Hauptgericht trat es dann doch ein: das recht ungebeten daherkommende Sättigungsgefühl. Doch halt – der süße Abschluss stand ja noch bevor! Die überbackenen Beeren, die meine Mutter früher zu besonderen Anlässen mit einer Mascarponecreme, zu Pulver geriebenen Löffelbiskuits und etwas Kirschwasser kredenzte, hatten bei mir schon damals einen gewissen Lieblingsdessertstatus inne.
Hier kamen sie mit einer schaumig-leichten, für meinen Geschmack etwas zu süßen Holunderblüten-Sabayone daher. In dieser tummelten sich jede Menge weiche Biskuitwürfel. Statt der gefrorenen Waldfrüchte von damals, schauten frische Blau- und Himbeeren unter der süffigen Masse hervor. Ein sicheres Indiz, dass man es mit der Regionalität hier auch nicht übertrieb. Zusammen mit der Kugel Vanille-Eis genossen, ergab das einen schönen Kalt-Warm-Kontrast. Die Fruchtsäure der reifen Beeren verlieh der warmen Süßspeise die nötige Frische. Kann denn Schaumcrème Sünde sein?
Nach diesem „Beerendienst“, den ich mir selbst erwiesen hatte, erklärte ich meine Nahrungsaufnahme endgültig für beendet. Völlerei gilt ja bekanntlich als die süßeste Todsünde der Welt. Insofern nahm ich mir vor, am nächsten Abend Buße zu tun, was jedoch nur teilweise gelang.
Man empfahl mir die Wremer Fischerstube, ein gutbürgerliches Lokal direkt hinterm Deich und in unmittelbarer Nähe zum kleinen Wremer Fischereihafen. Von Frau Wolters verabschiedete ich mich mit einem herzlichen „Dankeschön!“ und auch ein wenig Wehmut, da ich gerne hier nochmal eingekehrt wäre. Beim nächsten Wremen-Besuch ist die „Börse“ der Wolters Pflicht. Dann natürlich mit meinen beiden Mädels im Schlepptau.