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Mango-Lassi
Gyoza
Bò né - vietnamesisches Frühstücksgericht
Mien Xao - mit Rindfleisch
California Inside Out
California Inside Out - Surimi
Tuna Don Bowl
Xa Ot mit Barbarie-Entenbrust
Sushi-Show mit Trockeneis-Nebel
Thunfisch-Nigiri, Kappa Maki und Lachs in Tempura
hinten rechts - Fried Rolls aus Lachs im Tempuramantel
Sommerhofenpark
Wiesengarten
Selbstbedienung
Fußgängerweg durch den Biergarten
Zwei Rindfleischfrikadellen mit Bratensauce, Krautsalat und Pommes
Flannkuchen - Elsässer Art
Portion Obatzda mit Brot & Brezel
Paniertes Schweineschnitzel mit Kartoffelsalat und Salatbukett
Boule (Pétanque) Bahnen sogar mit Flutlicht
Eingang zum Wiesengarten ;-)






















Eine Adresse, an der wir diese Küche schon früh schätzen lernten, war das Restaurant Kashmir in Leonberg, das Tilkraj Mehra im Jahr 2000 eröffnete. Das Konzept ging auf: Das Lokal erfreute sich großer Beliebtheit und war stets gut besucht. Auch wir gehörten zu den regelmäßigen Gästen, fühlten uns dort ausgesprochen wohl und schätzten vor allem die Küche, die sich qualitativ und geschmacklich erfreulich deutlich vom üblichen Durchschnitt indischer Restaurants abhob.
Der Erfolg machte offenbar Lust auf mehr. Gemeinsam mit seinen Brüdern expandierte Mehra und eröffnete August 2013 ein zweites Kashmir im Echterdinger Industriegebiet. Im Jahr 2017 folgte schließlich ein dritter Standort in Stuttgart-Weilimdorf.
Nach der Eröffnung in Echterdingen waren wir einige Male zu Gast, mussten allerdings feststellen, dass die Küchenleistung zunächst nicht an das gewohnte Leonberger Niveau heranreichte. Der indische Funke wollte hier anfangs noch nicht so recht überspringen. Erfreulicherweise hat sich das im Laufe der Jahre geändert. Mittlerweile wird auch in Echterdingen auf vergleichbar hohem Niveau indisch gekocht, mit einer Küche, die durchaus authentische Züge trägt. Dafür spricht zumindest auch die zahlreiche indische Kundschaft, die man regelmäßig bei ausgiebigen Mahlzeiten beobachten kann. Offenbar weiß man auch fern der Heimat zu schätzen, was hier aus den Kochtöpfen kommt.
Die Speisekarte erfreut auch mit eigenständigen Gerichten und beschränkt sich nicht, wie so manche asiatische Fusionsküche, auf ein kulinarisches Baukastensystem nach dem Motto: Garnele, Huhn, Ente oder Rind – dazu Sauce Nummer 17. Hier finden sich erfreulicherweise auch individuelle Kompositionen mit eigenständigem Charakter.
Unsere Wahl fällt auf zwei Klassiker: Murgh Jalfrezi, Hühnerfleisch mit gemischtem Gemüse, sowie Mutton Vindaloo, Lammfleisch mit Kartoffeln in einer traditionell sehr scharfen Currysauce. Dazu bestellen wir Kheera Raita, Joghurt mit Gurken und Gewürzen, ein Garlic Naan sowie Mango-Chutney. Eine großzügige Portion duftender Basmatireis gehört ohnehin zu beiden Hauptgerichten – wunderbar locker, mit langen, fein voneinander getrennten Körnern und genau jenem zarten Biss, den ein perfekt gegarter Basmatireis haben sollte.
An diesem Mittag ist das Restaurant nur etwa zu einem Drittel besetzt. Entsprechend hält sich die Wartezeit angenehm in Grenzen, und sämtliche Speisen erreichen uns erfreulich heiß. Bei indischen Currys ist das zwar nicht ganz unwichtig, aber die eigentliche Wärmeentwicklung soll schließlich erst beim Essen einsetzen.
Mit den beiden Hauptgerichten und unseren zusätzlichen Beilagen haben wir uns eine recht üppige Auswahl zusammengestellt. Wir schaffen zwar alles, sind anschließend aber so angenehm und nachhaltig gesättigt, dass diesmal selbst ein Dessert keine Chance mehr bekommt. Der Geist wäre vielleicht noch neugierig gewesen, der Magen hatte seine Entscheidung allerdings bereits getroffen.
Als Getränk zum Essen wählen wir schlichtes stilles Tafelwasser. Ein Liter für 5,40 Euro – eine erfreulich moderate Preisgestaltung, die man in der Gastronomie inzwischen keineswegs mehr als selbstverständlich betrachten darf. Mancherorts wird Wasser mittlerweile schließlich beinahe wie ein edler Tropfen aus dem Weinkeller kalkuliert.
Fazit: Das Kashmir in Echterdingen hat seine anfänglichen Schwächen längst hinter sich gelassen. Die Küche präsentiert sich heute auf einem erfreulich hohen Niveau und erinnert uns wieder an jene Qualität, mit der uns die Familie Mehra einst in Leonberg für ihre indische Küche begeistert hat. Freundlicher, aufmerksamer Service, gepflegte Räumlichkeiten und eine Küche mit aromatischem Tiefgang machen den Besuch rundum erfreulich.
Die äußere Erscheinung mag wenig Appetit machen, doch bekanntlich sollte man weder ein Buch nach seinem Einband noch ein indisches Restaurant nach seiner Industriegebietsfassade beurteilen. Entscheidend ist, was aus den Töpfen kommt – und das kann sich hier wirklich schmecken lassen.