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Rustikale Gastraum-Nostalgie
Ansicht Nebenraum
Where's the pumpkin?
Hirsch mit Sooß unn Spätzle

Der Gastraum - eine liebenswerte Erinnerung an alte Zeiten
Prima Spargelsüppchen...
...mit ordentlich was drin!
Beilagensalat zum Rehbraten
Paniertes und gebackenes Zanderfilet
Beim Rehbraten herrschte wahrlich kein Soßenmangel
Aufgespätzelter Rehbraten
Eingangsbereich
Das hübsch eingerahmte Speisenprogramm
Auferstanden aus Brandruinen...
Gediegenes Weinstubenambiente
Auch drinnen lässt es sich aushalten...
Auf der Terrasse grüßte nach dem ersten Ansturm die Abendsonne durchs üppige Grün
Mein Aper(ol)itif
Hausgebeizter Lachs und sommerlicher Kartoffel-Gemüse-Salat als Amuse
Knackiger Vitaminschub vorweg
Rohköstlicher Beilagensalat
So sieht nur ein Pfannen-Cordon-Bleu aus!
Rump up the Jus, rump it up!
Sommerliche Meereslandschaft vom Grill
Zwei Hacksteaks mit viel Soooß....


Pinsa Salami mit Tomate, Mozzarella und Salami
Pinsa Zunftstube mit Tom,ate, Pesto, Paprika, Champignons, Rucola und roter Zwiebel
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Terrasse
Edamame
Misosuppe
Frühlingsrollen
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Detail Nigiri
Sushiwahl 16.03.25
Sushiwahl am 03.05.25
...man lernt halt immer noch dazu!
Darauf ein frisch gezapftes Hatz!
Miss Pomodoro konnte was...
Beilagensalat zum Pfefferschnitzel
Zwei Pfefferschnitzel auf Pfefferrahm
Ein zartes Panierstück in Ehren...
Die separat gereichten Kartoffelzylinder aus der Fritteuse

Blick von der Terrasse auf den liebevoll angelegten Weingarten
Wohlfühlterrasse
Ein Panini für den ersten Hunger
Rotbarbe auf asiatischem Rettich-Salat
Gelungener Auftakt!
Halbrohes Thunfischsteak mit mediterranem "Grumbeersalat" und Ratatouile-Zucchini
Mediterraner Genuss an der Pfälzer Weinstraße
Pasta mit Kalbsragout, Rucola und Parmesan
Wiener Schnitzel mit Kartoffel- und Gurkensalat
Wer hier ein selbstgemachtes Eis ordert, sollte noch Platz im Magen haben...
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Aperitif
Frisches Brot und feine Aufstriche
Amuse
Thunfischcarpaccio mit Avocado-Mango-Tatar und Parmesanchip
Hunsrücker Damhirschrückensteak auf Apfelrotkohl, Trüffelkroketten, frischer Trüffel
Pappardelle in Trüffelrahm mit frischem Herbsttrüffel, dazu gebratenes Filet vom Färöer Lachs
Vanilleeis
11.04.25: Frisches Brot, Butter, Bärlauchbutter und Oliven
Gruß aus der Küche: Schinken mit Kartoffelschaum
11.04.25: Bärlauchschaumsüppchen mit Garnele
11.04.25: Tataki und Tatar vom Thunfisch mit frühlingshaftem Gemüsegarten
11.04.25: Rahmige Bärlauch-Kartoffelgnocchi mit confierten Tomaten
11.04.25: Doradenfilet mit Karottenpüree und Kartoffel-Spinatwürfel
11.04.25: Macarontörtchen mit Mascarponecreme, eingelgter Rhabarber und Pistazieneis


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Ein Grauburgunder in Ehren
Kürbissuppe vom Hokkaido mit Kürbiskernöl
Quiche Lorraine nach Art des Hauses Salatbouquet
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Was für ein Blick zur Decke!
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Aperitif
Kleiner Gruß
Thunfischtatar, Salat, Wasabiespuma und Kimchi
Kabeljaufilet, Sepiapasta, Orangenfenchel, Zuckerschoten und eine fruchtige Rote-Beete-Sauce.
Schweinebauch, Kartoffelpüree und Brokkoli
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Blick von der Empore
Gefüllter Kloß
Kloßfüllung
Schnitzel Wiener Art mit Pommes
Schnitzel von der Rinderhüfte "Jäger Art"
Beilagensalat
BDAZ - Beste Diavolo aller Zeiten!
Zum Sattsehen oder Hungerkriegen...
Pizza "Paradiso" mit üppiger Auflage
Das Paradies ist manchmal eine runde Sache...


Meeresessenz mit reichlich Einlage und hohem Suchtfaktor
Ilbesheimer Bouillabaisse - mehr als nur eine Fischsuppe!
Rindertartar als "Ausweichessen"
Rindertartar mit getrüffeltem Croque Madame und Wachtelspiegelei
Gut abgehangenes Schwergewicht in Rot
Kalbsmedaillon mit Briochekruste, Wirsinggemüse, Selleriepüree und Schwarzwurzelstange
Ein winterlicher Wohlfühlteller vom Feinsten
Geschmolzener Vacherin in Backteig mit geräucherter Topinambur, Birne und Nüssen




Vom „Sapori“, wie viele das seit 2010 von der Familie Orsini betriebene Lokal in Kurzform auch nennen, habe ich lange nicht mehr berichtet. Das liegt in erster Linie an der Tatsache, dass ich seit unserem Umzug nach Wörth viel seltener in Landau weile. Und wenn ich dann mal vor Ort war und Zeit für eine Spontaneinkehr in dem trubeligen Ristorante hatte, war dieses entweder geschlossen oder alle Plätze waren belegt.
Insofern ist es immer ratsam, vorher anzurufen, um auch sicher einen Tisch zu bekommen. Da wir Anfang April zu fünft dort aufschlagen wollten, hatte ich bereits ein paar Tage zuvor die Plätze per Telefon klargemacht. Und so saßen wir an jenem frühlingshaften Mittwochabend kurz vor den bald beginnenden Osterferien in voller Clubstärke auf den unbequemen Holzstühlen und atmeten den appetitanregenden, würzig-mediterranen Pizzadunst, der aus dem nicht weit entfernten Ofen drang, in erwartungsvoller Vorfreude auf die stets verlässliche Cucina der Orsinis ein.
Der Geräuschpegel im Lokal hatte die normale „Schallhöhe“ längt erreicht. Man musste also schon ein wenig die Stimme erheben, um sich einer funktionierenden Tischkonversation sicher zu sein. Aber das gehört einfach zu dieser lebhaften Trattoria wie die Salume in deren Feinkostauslage, die hier übrigens richtig gut sortiert ist.
Inhaber Dario Orsini, der wie immer vor dem heißen Pizzaofen die deftigen Scheiben zubereitete, grüßte freundlich in unsere Runde. Bald hatte sich Servicechef Italo, der Sohn des Pizzaiolos, zu uns gesellt und nahm im gewohnten Stakkato unsere Bestellungen entgegen.
Inspiriert von den Schiefertafeln mit den Al-Forno-Klassikern oben an der Wand, den an der Plexiglasscheibe vor dem Pizza-Abteil angebrachten Plakaten mit den „Außer-der-Reihe-Angeboten“ und dem Standardrepertoire von der aufklappbaren Karte, wählten wir uns einmal quer durchs gut aufgestellte Pizza-Pasta-Programm der sympathischen „Saporianer“.
Den mit reichlich Parmaschinken, Rucola und Parmesan gesegneten Büffelmozzarella-Salat (17 Euro) musste ich mit einem meiner Kollegen teilen, denn der ist von der Menge her eher wie ein Hauptgericht portioniert.
Wegen den gebotenen Großformaten hat Salat-Sharing im „Sapori“ übrigens Tradition.
Ende November teilte ich mir mit meiner Gattin einen stattlichen „Italienischen“ (10 Euro). Und auch da war die Zufriedenheit mit dem knackfrischen, mit Schinken, Tomaten, Gurken, Karotten und Käse veredelten Blattgrün sehr hoch. Besonders das würzige Essig-Öl-Dressing sei an dieser Stelle positiv erwähnt, denn es brachte ordentlich viel Schmackes in den bunten Salathügel.
Doch zurück zum Besuch in kollegialer Schlemmerrunde im April. Allein die unter dem Schinkendach lauernde Menge an cremig-weichem Büffelmozzarella, dem Tofu des mediterranen Südens, musste bei unserem Vorspeisensalat erst einmal bewältigt werden, was gar keine so leichte Aufgabe war.
Gut vorgesättigt ging es für mich danach mit den Strozzapreti ai Frutti di Mare (19 Euro) weiter.
Auch zwei andere Tischgenossen hatten sich eine Vorspeise geteilt. Im „Sapori“ bietet man auch eine kleine Auswahl an herzhaft belegten Fladenbroten, den sogenannte Pucce, an.
Die Version mit dünn aufgeschnittenem Spanferkelrollbraten, Käse, Salat und einer hellen (Salat)Sauce (8 Euro) kam jedenfalls als veritables „Italo-Sandwich“ bei den beiden bekennenden „Puccisten“ gut an.
Zeitgleich mit meiner Meeresfrüchte-Pasta wurden drei Pizzen und ein Jägerschnitzel mit Pommes Frites (17,50 Euro) serviert. Die drei deftigen, ausreichend tomatisierten Hefeteigerzeugnisse in Wagenradgröße hörten auf die Namen „Italo“ (mit Thunfisch, Zwiebeln, Kapern, scharfer Peperoni und Oregano / 14 Euro), „Prosciutto“ (mit Thunfisch zusätzlich / 12 Euro) und „Clarissa“ (mit Salami und frischen Champignons / 13 Euro) und schienen wie aus dem Lehrbuch für italienische Teigfladenoptik entnommen.
Sie zeichneten sich alle durch eine schöne Saftigkeit aus. Die verwendete Tomatenbasis hatte wie immer ordentlich viel Schmackes. Und der nette Pizzaiolo spart auch nicht bei den übrigen Belagzutaten.
Der außen knusprige und innen angenehm luftige Boden überzeugte auf ganzer Linie. Er hatte genau die richtige Dicke vorzuweisen und geriet auch am Rand wunderbar kross.
Wer hier watteweiche Teigpolster im Schlauchbootformat à la Neapolitana erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht sein. Freunde gut durchgebackener Rustikalscheiben hingegen können bei den Orsinis ungeniert ihren Spachteldrang besänftigen. Und das taten die drei Pizza-Enthusiasten an unserem Tisch mit Bravour.
Auch der notorische Schnitzelesser in unserer Runde lobte sein mit reichlich Sauce überdecktes, schnörkelloses Panierstück vom Schwein, das er sich zusammen mit einer beachtlichen Portion Pommes Frites und einer stramm durchsoßten Champignon-Paprika-Zwiebel-Haube schmecken ließ.
Gut, dass er keine Vorspeise bestellt hatte. Der Komplettverzehr dieses gutbürgerlichen Redundanzgerichts wäre wohl in Gefahr geraten. So mancher Jäger wäre wohl nach der Bewältigung dieser reichbedeckten Schnitzelei nicht mehr den Hochsitz hochgekommen.
Da lobte ich mir doch die leichte Pastaküche mit Meerblick, die mir meine teiggewordenen und danach in perfektem „Al-Dente“ auf dem Teller gelandeten „Priesterwürger“ (= Strozzapreti) bescherten.
Klar, die dafür aufgerufenen 19 Euronen waren schon eine recht sportliche Ansage ans eigene Portemonnaie, aber die großzügige Ausstattung mit qualitativ hochwertigen Meeresfrüchten rechtfertigte die pekuniären Mittel allemal. Pulpo, Miesmuscheln, Garnelen kamen ausreichend knobliert und mit einem aromatischen Tomatensugo süffig unterfüttert auf den nicht gerade kleinen Glasteller in passender Fischform.
Beim Besuch mit meiner Familie waren es übrigens die frischen Miesmuscheln mit Spaghetti (19,90 Euro), die mir den Abend retteten. Selbstverständlich wurde auch diese formidable „Moules-Pâtes-Liaison“ mit der gleichen, astreinen Tomatensauce veredelt wie ein halbes Jahr zuvor meine Strozzapreti.
Keine leichte Aufgabe, zu dem Miesmuschelberg vom Volumen eines mittelgroßen Kochtopfs noch einen ansehnlichen Spaghetti-Hügel zu verdrücken. Die Nudeln waren zwar nicht hausgemacht, ließen sich aber mit wahrnehmbarer Bissfestigkeit um die Gabel wickeln. Die fruchtig-pikante Tomatentunke ließ auf die Verwendung reifer Zutaten schließen. Ein Teller voll Glückseligkeit, der außerdem ordentlich sättigte.
Auch meine beiden Damen genossen ihre Leckereien aus Pfanne und Ofen. Das Töchterchen knabberte mit Inbrunst an ihrer Pizza Margherita (10 Euro), von der wir am Folgetag die erkalteten, aber nicht weniger schmackhaften Reste vertilgten.
Und die Spaghetti Carbonara (12 Euro), die sich meine Gattin einverleibte, waren auch nicht gerade von schlechten „Köhlern“.
Es beeindruckt mich immer wieder, wie man diesen Inbegriff italienischer Pasta-Saturiertheit komplett verdrücken kann. Aber mit genügend San Pellegrino aus der Dreiviertelliterflasche (5,50 Euro) kann Frau es schaffen.
Auf ein Tiramisu (5 Euro), das ich mir bei der Einkehr mit den Kollegen im April dann doch nicht nehmen ließ,
verzichteten wir jedoch aus reinem Platzmangel in der Magengegend. Dieser herrschte mittlerweile auch im Gastraum, weshalb sich etliche Spontanbesucher (ohne Reservierung) unbestellter Dinge eine Alternative suchen mussten, da mal wieder alle Tische belegt oder ausreserviert waren.
Möge der trubelige Laden der fleißigen Apulier weiterhin so brummen. Die Qualität der Speisen stimmt nach wie vor. Da lassen sich auch die paar Euro mehr für das ein oder andere Gericht verschmerzen.
Für romantisch veranlagte Pizza- und Pastagänger ist die quirlige Trattoria vielleicht nicht unbedingt die erste Wahl fürs erste Date. Und auch ungeduldige Gäste mit knappem Zeitfenster werden wahrscheinlich wegen der manchmal etwas längeren Wartezeiten aufs Essen schnell nervös. Dafür wird hier alles frisch gekocht bzw. gebacken.
Wir gehen jedenfalls immer noch sehr gerne in diesen durch und durch italienischen Laden in der Landauer Trappengasse, in dem sich die „sapori d’Italia“ auf so unterschiedliche Art und Weise inhalieren lassen. Insofern ist hier jeder Besuch wie ein kleiner kulinarischer Kurztrip über die Alpen.