"Die Küche hat uns zugesagt"
Geschrieben am 11.08.2016 2016-08-11 | Aktualisiert am 12.08.2016
JOSEPH'S
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Restaurant, Bar
022116917300
Agrippinawerft 22, 50678 Köln
"Hier „regiert“ Prinz Poldi von Köln"
Geschrieben am 11.08.2016 2016-08-11
Brauhaus Zum Prinzen
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Brauhaus, Sportcafe
022196022220
Alter Markt 20-22, 50667 Köln
"Ein echtes Brauhaus mit Stil"
Geschrieben am 11.08.2016 2016-08-11
Brauhaus Schreckenskammer
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Wirtshaus, Gaststätte
49221132581
Ursulagartenstr. 11-15, 50668 Köln
"Tablets zum Bestellen sind ein Markenzeichen"
Geschrieben am 05.08.2016 2016-08-05 | Aktualisiert am 05.08.2016
Burgerlich
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Restaurant
022127099966
Hohenzollernring 25, 50672 Köln
"Ox & Klee zieht um"
Geschrieben am 09.06.2016 2016-06-09 | Aktualisiert am 09.06.2016
Restaurant Ox & Klee | Fine Dining
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Sternerestaurant, Gaststätte, Trattoria
022116956603
Im Zollhafen 18, 50678 Köln
"Diesmal standen die Weine im Mittelpunkt – eine großartige Verkostungsrunde"
Geschrieben am 06.06.2016 2016-06-06 | Aktualisiert am 09.06.2016
Le Moissonnier
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Restaurant, Sternerestaurant, Weinkeller
0221729479
Krefelder Str. 25, 50670 Köln
"Netter kleiner Italiener mit schönem Ambiente, freundlichem Service und sehr vielfältigem Angebot."
Geschrieben am 02.06.2016 2016-06-02
La Fornace
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Restaurant, Trattoria, Pizzeria
0220328632
Kaiserstraße 202, 51145 Köln
"Gelungenes Mittagsmahl am Heumarkt"
Geschrieben am 11.05.2016 2016-05-11 | Aktualisiert am 11.05.2016
12 Apostel Köln
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Restaurant
022125083020
Heumarkt 68-72, 50667 Köln
"Leckere Pommes am Bahnhof"
Geschrieben am 05.05.2016 2016-05-05 | Aktualisiert am 09.01.2021
Potato Point
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Imbiss
02365207760
Trankgasse 11, 50668 Köln
"Nettes Brauhaus mit bodenständiger Küche"
Geschrieben am 03.05.2016 2016-05-03
Brauerei zur Malzmühle
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Restaurant, Brauhaus
022192160613
Heumarkt 6, 50667 Köln
"Die peruanische Küche ist im Kommen"
Rocios
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Restaurant
022116826625
Elsaßstraße 30, 50677 Köln
"Zur Zeit wegen Umbau - und Renovierungsarbeiten geschlossen."
Geschrieben am 12.04.2016 2016-04-12
Brandkamps Bürgerstube
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Restaurant, Gaststätte
02219927178
St.-Tönnis-Str. 68, 50769 Köln
"Am Personalmangel verzweifelt - Schluss im April 2016"
Geschrieben am 30.03.2016 2016-03-30
Am Ritter
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Restaurant
022194656066
Berliner Str. 823-825, 51069 Köln
"Hausmannskost trifft Schwabenland und Österreich"
Geschrieben am 30.03.2016 2016-03-30 | Aktualisiert am 31.03.2016
Restaurant Metzger & Marie
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Restaurant
022199879353
Kasparstraße 19, 50670 Köln
"Hey Kölle, du bes e Jeföhl (He Köln, du bist ein Gefühl)."
Geschrieben am 15.03.2016 2016-03-15 | Aktualisiert am 16.03.2016
FRÜH am Dom
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Restaurant, Gasthaus, Hausbrauerei, Catering
02212613215
Am Hof 12-18, 50667 Köln
"Der Lunch hat mich nicht enttäuscht"
Geschrieben am 19.02.2016 2016-02-19 | Aktualisiert am 23.06.2016
Glashaus Restaurant & Sushi Bar
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Restaurant, Sushibar, Biergarten
022182811773
Kenndy-Ufer 2a, 50679 Köln
"Nettes Kleinod in versteckter Lage mit gehobener gutbürgerlicher Küche und attraktivem Mittagsmenü."
Geschrieben am 03.02.2016 2016-02-03
Waldschenke
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Restaurant, Biergarten, Ausflugsziel
022197771699
Am Kunstfeld 41, 51069 Köln
"The Kidchen ist leider gescheitert !!"
Geschrieben am 29.01.2016 2016-01-29
THE KIDCHEN
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Restaurant
022165008250
Fichtenstrasse 28, 50858 Köln
"Das ist "Echt abgefahren" - The KID'chen von Jens Dannenfeld"
Geschrieben am 16.01.2016 2016-01-16 | Aktualisiert am 17.01.2016
THE KIDCHEN
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Restaurant
022165008250
Fichtenstrasse 28, 50858 Köln
"Nette Kneipe..."
Geschrieben am 09.01.2016 2016-01-09 | Aktualisiert am 10.01.2016
Restaurant Der Zollhof
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Restaurant
01754849243
Herthastraße 64, 50969 Köln


Prinz Poldi von Köln
Straßenmusiker
Schankraum
Blick auf das Sälchen
Fußboden mit Sand
Platz
Biergarten
Außenbereich
Blick nach draußen
Abteilung mit Hochplätzen
Deckenlampe
Kartoffeln
Tablet 1
Tablet 2
Tablet 3
WC Türe
Waschtisch
Pulled Pork Burger
Chips
Cheeseburger

Außenansicht

Der Chef








Hotel - außen
Dom, Brücke
Gastraum
Waschraum
Rote Bete, Stampf, Filet
Eis und Mango
Sion Kölsch, Brot, Öl, Sojasoße








Die Wahl fiel diesmal auf das „Joseph's“. - Vielleicht gab ein Artikel vom 1. August 2016 im Stadtanzeiger über den neuen Chefkoch und die Philosophie des Hauses den Ausschlag für den Besuch.
Wie klappt wohl „locker und zwanglos“ als Konzept?
Jedenfalls werden die Zutaten, die Köche und der Service auf der Homepage wie folgt beschrieben: „Feinste Produkte sachkundig veredelt, ohne zu verfälschen. Ohne anstrengend zu sein. … Nach unserem Verständnis ist ein freundlicher, aufmerksamer und persönlicher Service der Schlüssel zu einem gelungenen Abend.“
Seit fünf Jahren wird das Lokal bereits betrieben und hat sich einen Namen mit vorwiegend süddeutschen und österreichischen Spezialitäten gemacht. Unter anderem zählte 2013 Helmut Gote deswegen das Lokal zu seinen Lieblingsrestaurants in Köln.
Aber im „Joseph's“ will man sich nun in Zukunft von der ausschließlichen Fokussierung auf diese Küche lösen. Man will sich auch für eine junge und mediterran angehauchte Küche öffnen.
Dafür soll (auch) der neue Küchenchef sorgen.
Sascha Kossmann wurde in Bilbao geboren, wuchs aber in Leverkusen auf. Er absolvierte seine Ausbildung im Hyatt Regency (Graugans) in Köln. Danach zog es ihn nach Spanien ins weltbekannte Restaurant El Bulli. Anschließend machte er zwei Jahre Station in der Schwarzwaldstube in Baiersbronn und für ein Jahr im Fat Duck in London. Auch im Münchner Tantris war er tätig. Nur eine kurze Episode war ein eigenes Lokal in Leverkusen. Dann wurde er Küchenchef der „Brasserie La Vie“ im Mercure Hotel in Düsseldorf.
In Köln möchte er auf Sterneniveau kochen und strebt auch eine entsprechende Anerkennungen in Restaurantführern an.
Den Betreibern reicht eine gute Küche, sie wollen einen Stern nicht um jeden Preis. Eine widersprüchliche Aussage für mich; aber genau im Zeitgeist liegend: Kein Druck in der Küche und Lockerheit im Service; denn Michelin oder GaultMillau engen ja ein oder verschrecken Gäste - möglicherweise.
Nun ja, wenn das denn so ist! Ich bin da wohl in der Schublade „Old School“.
Doch am Ende zählt für mich nur, was auf dem Teller und im Glas ist.
Ambiente
Der Name „Joseph's“ hat wohl nichts mit Kaisernamen (Österreich) oder der Bibel (AT - Genesis) zu tun, sondern bezieht sich auf einen Hund, einen Dackel.
Dieses Tier ist überall gegenwärtig: Er schmückt das Firmen-Logo, die Speisenkarte und die Papier-Sets auf den Tischen.
Doch damit ist auch Ende der Romantik. Bei der Architektur ist Industrie- Design angesagt: Sicht- Beton-Pfeiler stehen im Raum und nackte Glühbirnen beleuchten die Bistro-Tische, die mit Gläsern, Brottellern und Stoffservietten eingedeckt sind.
An der Decke deuten Silo-Schüttvorrichtungen an, dass hier früher einmal ein Getreidespeicher war.
Europaletten dienen als Weinlager. Aber auch ein dunkler Fliesenboden und holzvertäfelte Nischen erzeugen eine noble Atmosphäre.
Ein Stil-Mix eben, der in New York seine Ursprünge hat und Weltflair nach Köln bringen soll.
Im Übrigen ist die Lage direkt am Rhein (mit Außenterrasse) wahnsinnig schön.
Sauberkeit
Das Haus ist gut gepflegt.
Sanitär
Alles ist sauber und ordentlich. Doch gibt es keine besonderen Stücke oder architektonische Überraschungen; außer vielleicht das der Waschtisch in der Raummitte ist.
Service
Für uns war eine junge Kellnerin zuständig. Sie war freundlich und kommunikativ. Sie konnte uns die Gerichte gut erklären und beraten. Beim Wein waren die Kenntnisse etwas geringer. Das Haus hat aber wohl einen Sommelier, der uns aber nicht aufgefallen ist oder nur abends vor Ort ist.
Die Karte(n)
Der Ruf des Lokals gründete sich auf „Alpenküche“. Doch nun sollen auch andere Einflüsse zum Zuge kommen.
Die Karte weist also jetzt Klassiker und Zuckerbäckerei (Österreich) sowie Vorspeisen, Suppen, Salate und Hauptspeisen (mediterran) aus dem erweiterten Angebot aus.
Auf einer Tafel werden noch die Tagesgerichte gezeigt.
Die Karte ist ein einfaches Blatt Papier auf einem Klemmbrett.
Die verkosteten Speisen
Da wir gerne von vielen Gerichten probieren wollten, empfahl uns die Kellnerin, eine Vorspeisen-Etagere für vier Personen als Hauptgericht zu wählen (17 Euro pro Person – 68,00 €). Das war ein guter Tipp; denn sie war reichlich und abwechslungsreich gestaltet: Drei Etagen Fleisch, Fisch, Gemüse und eine Hähnchen-Platte.
Vorweg wurde lediglich Weißbrot mit Olivenöl gereicht. Es war frisch und – Brot.
Dann kamen die vier Teller auf den Tisch und wir probierten uns durch.
Oben waren die Frikadellen und der Kartoffelsalat – auf der Karte heißt das: Kalbfleischpflanzerl, Kartoffel, Endivien-Salat.
Die Frikadellen waren locker und sanft gewürzt (zu Hause hätten wir Senf dazu probiert). Der Kartoffelsalat war sehr schmackhaft und schmeckte zusammen mit dem Salt ausgezeichnet.
In der Mitte waren die Bete untergebracht. In der Karte steht: Carpaccio „Gelbe und Rote Bete“, Ziegenfrischkäse-Törtchen, Himbeervinaigrette
Dieser „Gang“ war für mich wirklich gelungen. Zwar wird ja oft geschrieben, dass die „Mode“ Bete zu verarbeiten eigentlich zu Ende sei. Aber ich muss sagen, Gelbe Bete erfreuen mich noch. Die Küche hatte die Scheiben dünn geschnitten und genau richtig gegart mit leichtem Biss. Der Frischkäse war sehr sahnig und passte vorzüglich. Feldsalat und Blutampfer passten auch gut. Die Vinaigrette war für mich der Höhepunkt: fruchtig, süß und pikant im Aromenspiel. Ich hätte vielleicht die Himbeerkerne nicht in der Sauce gelassen.
Unten war ein asiatischer „Ausflug“. Die Karte verheißt: Sashimi und Tatar vom Yellow Fin Thunfisch, gebeizter Rettich, Avocadocreme, Zitronen-Minz-Vinaigrette
Wir finden, dass der Koch diese Linie ruhig weiter verfolgen kann. Der Thunfisch war herrlich mariniert und angenehm gewürzt. Die dünnen Rettichscheiben ergänzten mit der sanften Schärfe den Geschmack. Die verschiedenen Saucen ergaben feine Überraschungen im Mund. Die unterschiedlichen Blattsalate schmeckten mit den unterschiedlichen Marinaden ebenfalls.
Auf dem Extra-Teller waren die Bruststücke vom Hähnchen angeordnet. In der Kartensprache: Backhendl „Eifler Freilandhuhn“, grüner Kräuter Dip, Erdapfel/Vogerlsalat.
Das Hähnchen war saftig im Fleisch und zart im Biss. Die Kruste war wirklich knusprig gelungen und wie eine Schutzschicht um die Brust gelegt. Sie bestand wohl aus Kürbismehl und groben Brotbröseln. Also auch ein gelungener Teil. Der Salat und der Dip rundeten den Gang ab.
Natürlich sollte der süße Abschluss nicht fehlen: Topfenschmarren mit Pflaumenröster (12 € pro Person)
Wenn man so sagen darf, war es ein Kaiserschmarren aus cremigem, buttrigem Voll-Quark. Die Konsistenz ist fester als beim Eierkuchen, aber nicht unangenehm – ganz im Gegenteil. Der Geschmack ist intensiver. Auch Rosinen waren im Teig zu finden. Ummantelt waren die Stücke mit einer Karamell-Kruste. In einem Schälchen waren leicht geköchelte Pflaumenhälften mit Sternanis und Saft.
Ein mächtiger aber leckerer Abschluss.
Getränke
Viel Wert wird auch auf die Getränke gelegt und ein Sommelier gehört auch zum Team. Aber auch Bier vom Fass ist kein Stilbruch, verkündet die Homepage.
Daher haben wir von den offenen Weinen drei probiert (zu den Weinen konnte der Service nur wenig aussagen). Die Weine waren gut temperiert aber es wurde nicht aus der Flasche eingeschenkt, sondern das volle Glas serviert.
Grüner Veltliner von Bründlmayer (0,15 l – 7,50 €)
Chardonnay Löwengang von Lageder (0,15 l – 12,50 €)
Auslese von Kracher (0,1 l – 4,90 €)
Der Veltliner passte gut zu den Speisen. Der Edelsüße war ebenso ein guter Begleiter der Nachspeise. Den „Löwengang“ haben wir eigentlich nur zum Vergnügen bestellt. Er war vielleicht noch zu jung, um seine Möglichkeiten voll zu zeigen. Ich habe vor einiger Zeit einmal einen gereiften Lageder verkostet und war sehr angetan.
Die Flasche Selters Classic kostet 7,70 €.
Fazit
4 – gerne wieder. Die Gerichte sind schmackhaft und nicht extravagant, sondern ehrlich und gut.
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder – nach „Kuechenreise“)
Datum des Besuchs: 10.08.2016 – mittags – zwei Personen