"Krasse Nix-Nikkei-Battle Teil 2"
Geschrieben am 23.10.2022 2022-10-23 | Aktualisiert am 06.08.2023
Pajatén | Fusion Food
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Restaurant
042124196395
Graf -Moltke-Straße 26, 28211 Bremen
"Kleines aber nettes Restaurant mit familären Service in Bremen Hastedt"
Geschrieben am 18.10.2022 2022-10-18
Ristorante Italia
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Restaurant
04214992344
Am Hulsberg 74, 28205 Bremen
"Krasse Nix-Nikkei-Battle Teil 1!"
Geschrieben am 08.10.2022 2022-10-08 | Aktualisiert am 09.10.2022
Pachamama
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Restaurant
042128028996
Am Gaswerk 1, 28197 Bremen
"Abzocke pur"
Geschrieben am 02.10.2022 2022-10-02
DEM CAFÉ
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Bistro, Cafe
042151840440
Gerhard-Rohlfs-Straße 26a, 28757 Bremen
"¡Segunda ración, por favor!"
Geschrieben am 26.09.2022 2022-09-26 | Aktualisiert am 05.10.2022
Funk me foods Greta‘s
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Bistro, Cafe
042187853071
Contrescarpe 75a, 28195 Bremen
"Mäßiges Essen, Service mit Zeit"
Geschrieben am 26.09.2022 2022-09-26 | Aktualisiert am 26.09.2022
La Cantina
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Bistro
Rembertistraße 56, 28195 Bremen
"Erheblicher Schaden nach Brandanschlag"
Geschrieben am 04.09.2022 2022-09-04 | Aktualisiert am 04.09.2022
M-One
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Restaurant
042167343579
Sielwall 2a, 28203 Bremen
"Tolle authentische asiatische Küche"
Geschrieben am 16.08.2022 2022-08-16 | Aktualisiert am 18.08.2022
Restaurant Mochi
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Restaurant
042157843287
Ernst-Buchholz-Str. 17, 28279 Bremen
"Leckeres Essen, wenn nur die Fliegen nicht wären"
Geschrieben am 09.08.2022 2022-08-09
L‘Orangerie
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Brasserie
042184513825
Neukirchstraße 37a, 28215 Bremen
"Neues gastronomisches Leben an einer schwierigen Ecke"
Geschrieben am 08.08.2022 2022-08-08 | Aktualisiert am 05.03.2023
Funk me foods Greta‘s
€-€€€
Bistro, Cafe
042187853071
Contrescarpe 75a, 28195 Bremen
"Das ist eine Sushi-Bar"
Geschrieben am 10.07.2022 2022-07-10 | Aktualisiert am 10.07.2022
Toshido
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Sushibar
0421326621
Schnoor 38, 28195 Bremen
"So stellt man sich einen Besuch beim Asiaten vor"
Geschrieben am 07.07.2022 2022-07-07
Restaurant Mochi
€-€€€
Restaurant
042157843287
Ernst-Buchholz-Str. 17, 28279 Bremen
"Beste Sushi in Bremen Habenhausen"
Geschrieben am 05.07.2022 2022-07-05
Restaurant Mochi
€-€€€
Restaurant
042157843287
Ernst-Buchholz-Str. 17, 28279 Bremen
"Kein Hype um Pho und Co."
Geschrieben am 03.07.2022 2022-07-03 | Aktualisiert am 04.07.2022
Bistro ANI House
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Bistro
042156501115
Außer der Schleifmühle 84, 28203 Bremen
"Vietnam in Vegesack – gut essbar, aber auf der Würzleiter sollten noch einige Sprossen genommen werden"
Geschrieben am 03.07.2022 2022-07-03
Mr. Trung
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Restaurant
042152406614
Rohrstraße 1, 28757 Bremen
"Eines dieser türkischen Frühstückslokale..."
Geschrieben am 13.06.2022 2022-06-13 | Aktualisiert am 14.06.2022
Golden Brunch | Frühstücksrestaurant
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Bistro
017661700386
Dobbenweg 4, 28203 Bremen
"Konzentration auf das neue Restaurant in Top-Lage"
Geschrieben am 28.05.2022 2022-05-28 | Aktualisiert am 29.05.2022
Ristorante Due Fratelli
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Restaurant
042167352817
Hamburger Straße 32, 28205 Bremen
"Schöns Lokal, aber eine Behandlung der besonderen Art"
Geschrieben am 15.05.2022 2022-05-15
Restaurant Soulm8 | Asiatische Tapas & Mehr
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Restaurant
042133007904
Katharinenklosterhof 7, 28195 Bremen
"Wenn dir Sophia Loren als Pizza getarnt tief in die Augen schaut, dann sitzt du vermutlich bei einem alteingesessenen Italiener in Bremen-Lesum…"
Geschrieben am 18.04.2022 2022-04-18 | Aktualisiert am 18.04.2022
Ristorante Mama Leone
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Restaurant, Pizzeria
0421633195
Stader Landstraße 17, 28719 Bremen
"Hier wird der weltoffen praktizierten Bistronomie eine vielversprechende Weinauswahl an die Seite gestellt – serviert von jungen Gastgebern mit Enthusiasmus und Elan!"
Geschrieben am 15.04.2022 2022-04-15 | Aktualisiert am 15.04.2022
Restaurant Topaz
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Restaurant
042177625
Horner Straße 90, 28203 Bremen

































Hazel - Nach dem Diebstahl






























Außenansicht
Der hintere Gastraum
Pizzabrot
Tomatensalat
Kleiner grüner Salat
Pizza Napoli (Normalgröße)
Pizza Funghi (Normalgröße)
Pizza Sophia Loren
Da schaut sie mich an, die Sophia...
Spaghetti Aglio e Olio
Willkommen in Südfrankreich...äh Fesenfeld
Draußen vor dem Topaz-Tore...
Der Tatort
Blick zur offenen Küche, wo Lisa Staats gerade anrichtet
Geistlich fing der Abend an...
Pfalzwein zum Auftakt
Unser Motto des Abends lieferte das Weinetikett gleich mit...
Fluffiges Ciabattabrot und Butter
Pimientos de Padron
Miniatur-Hot-Dog
Riesengarnele in aufgeschäumter Chili-Butter
Fischsuppe à la Topaz
Gegrillter Sepia auf Beluga-Linsen an Pernodsauce
Sizilianische Blutorange als Carpaccio
Pecorino zur Blutorange
Nochmal die Blutorange im Detail
Ein weißer Bordeaux...warum nicht?
Sashimi als Zwischengang
Knusperteppich aus Kalb
Das Wiener im Anschnitt
Das Pracht-Wiener
Gebratener Skrei mit Kartoffelpüree und Spinat
Halbe Flasche für den Shiraz-Sheriff
Schampus für den Schamanen
Unser Küsten-Dessert
Nordsee meets Topaz










Das Restaurant selber ist seit einigen Jahren in einem flachen Gebäude entlang der Bahnstrecke Bremen-Hannover beheimatet, vielleicht ein Behelfsbau aus der Nachkriegszeit. Die ehemaligen Veranda ist mittlerweile komplett umbaut und großzügig verglast. Hier kann man auch an trüberen Tagen hübsch sitzen, wobei es nach meiner Erfahrung in solchen „Schuppen“ oft übelst zieht. Aber das ist Spekulation und an diesem Sommertag sicher nicht das Problem der Golden Ager und Freundinnen-Gruppen, die es sich lautstark gut gehen ließen, wie ich durch die geöffneten Fenster live miterleben durfte. Auch mehrere Südamerikanerinnen waren unter den Gästen; ist ja nicht die schlechteste Visitenkarte für eine exotische Gastro. Nach hinten gleicht der Raum einem langen Schlauch, links Theke und Küchenzeile, rechts mit notdürftiger Deko hingezimmerte „gemütliche“ Nischen. Kann man mögen... Wenn ich beim Essen ungestört Geheimnisse austauschen will, nehm ich lieber eine Priölke im Bremer Ratskeller.
Angesichts des doch regen Zuspruchs war die Besetzung etwas dünn. Eine Dame in der Küche, eine im Service, die auch für die Getränke zuständig war. Ich halte sie für die Betreiberin, denn die Auskünfte waren freundlich und fachkundig. Nach der ersten Runde dauerte es - zwangsläufig - recht lange, bis sie wieder vor der Tür erscheinen konnte, so dass ich mich für spätere Bestellungen eigenfüßig an die Theke begab. Speisen musste ich dabei nicht zurücktragen, denn das Essen im Pajaten war zwar anders als im Pachamama, aber ebenfalls gut.
Was sich problemlos vergleichen ließ, denn nach Durchsicht des Angebots fasste ich natürlich den kühnen Vorsatz, weitgehend identisch zu bestellen.
Was schon beim Getränk scheiterte. Cusqueño steht zwar Karte, sei aber „aus“. Nun gut, es hätte hier wohl kaum anders geschmeckt. Aber: Wenn die Wirtin dir kein Bier gibt, bestell halt Chicha Morada! Schon wieder eine Premiere! Nicht etwa, da eine Einkehr auch außerhalb der Fastenzeit so ganz ohne geistige Getränke blieb, sondern weil ich ganz sicher noch nie etwas auf der Basis von ausgekochtem Purpurmais getrunken hatte. Wer sich für die Zubereitung interessiert, möge bitte dem Link folgen
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Chicha_morada#Zubereitung
Optisch und auch am Gaumen erinnerte es an eingekochten Kirschsaft, aber mit deutlichen Aromen von Zitrone, Zimt und Nelke (Wie Kinder-Glühwein?).
Mir zu süß, aber etwas verdünnt, gerne wieder. Der halbe Liter schlug auf dem ordentlichen Kassenbon mit satten 5€ zu Buche.
Für den gerösteten Knuspermais, der im Pachamama auf‘s Haus ging, hätte ich hier 3,5€ (!) löhnen müssen. Vielleicht wäre die Portionsgröße ja entsprechend gewesen; ich verzichtete dankend und orderte erneut
Empanadas
Leche de Jaguar (Richtig so, wie kommt der Tiger überhaupt in die Anden?)
Causa limeña de pollo
Anticuchos und Patacones mit Huancaina-Soße
Und ohne ein Schmankerl ging‘s los:
Statt einer großen kam hier ein Trio von drei kleinen Teigtaschen (10€), alle sich gleichend wie ein Ei dem anderen und diejenigen mit Fleischfüllung zur Unterscheidung mit einem kleinen Brandzeichen versehen.
Also höchstwahrscheinlich vorgefertigte Ware, deren Teig auch deutlich dicker war und auch nicht so fein knusperte wie bei den drei Damen vom Anden-Grill. Die Füllungen waren kräftig, aber nicht überwürzt.
Besonderheit: Die vegetarische Version war mit lockerem Weißkäse gefüllt und frittiert, ein Tequeño.
Das hat natürlich wieder etwas Boden gut gemacht, aber trotzdem fehlte die Raffinesse des Vortags: Punkt für das Pachamama.
Auch beim Ceviche (9,5€) ging das Pajaten eigene Wege. Statt einer frittierten Garnele wurde ein gekochtes Exemplar noch mit Kopf und Panzer aufgelegt, das gegen den knusprigen Kameraden etwas das Nachsehen hatte. Das glich dann der getrocknete Mais wieder aus, der hier anstelle der eingekochten Riesen-Variante vorhanden war. Als Fisch wurde Rotbarsch verwendet, eine der leider vielen überfischten Arten. Für die „Raubkatzen-Milch“ wurde lt. Karte neben Limettensaft Chili-Art Aji de Limo (Lemon Drops) genutzt, die wohl auch einen eigenen Zitrusgeschmack mitbringt. Da überrascht zwar, dass weniger Schärfe im Spiel war, aber nicht die kräftige Säure. Für den Ausgleich war im Pachamama der eingekochte süße Mais zuständig, im Pajaten erfüllte Süßkartoffel die gleich Aufgabe. Statt der Gemüseeinlage begleiteten hier nur rote Zwiebeln den Fisch, die etwas gröber geschnitten waren.
Zwei unterschiedliche Varianten; für mich ein geschmackliches Unentschieden.
Noch interessanter dann die zweite Causa de pollo (8,5€), die zumindest äußerlich der Premiere sehr nahe kam; Avocado war allerdings reichlicher verwendet worden. Die Innenansicht zeigte einen höheren Kartoffelanteil, den die Küche zu einem gröberen Püree verarbeitet hatte. Auch das Hähnchen in größeren Fetzen, was kein Schaden war. Die Farbe belegte wieder die gelbe Paprika, aber am Gaumen überraschte die fast völlige Abwesenheit von Limette.
Same, same but different.
Beim Hauptgericht wenig Überraschendes. Die Scheiben vom Rinderherz (9,5€) kamen aus der Pfanne, nicht vom Grill. Das Muskelfleisch war besser pariert, aber ordentlich kauen musste ich auch diesmal. Die angenehm pikante Sauce leider nur sparsam portioniert. Am Gaumen leider ein Totalausfall die gekochten Maiskolbenringe. Würde ich jetzt erst mal nicht wieder bestellen.
Die frittierte Kochbanane (6,5€) etwas dünner geschnitten, die Panade nicht ganz so knusprig wie tags zuvor aber durchaus gelungen. Da passte es doch gut, dass wie zum Fleisch ein Töpfchen Huancaína-Salsa serviert wurde.
Die braven Leute aus der Anden-Stadt Huancayo vermengen Frischkäse mit der beliebten gelben Chili Aji Amarilla, Knoblauch und roten Zwiebeln zu einer cremigen, würzigen Käsesauce. Die Karte wies keine Zusatzstoffe aus, trotzdem kam sie mir wie ein Industrieprodukt vor. Sie war schon bei den Vorspeisen reichlich zur Verzierung verwendet worden. Beim letzten Teller leichte Vorteile für das Pajaten.
„Und damit darf ich zum Fazit kommen“ (C.), nämlich meiner kleinen Battle:
Beide Restaurants sind zu empfehlen, auch um eine neue Küche kennenzulernen.
Die Speisen im Pachamama schienen mir einen Tick „echter“. Die Authentizität kann ich gar nicht beurteilen, aber sie hatten im Vergleich(!) mehr Eigenständigkeit. Im Pajaten alles professioneller und „glatter“. Aber wie immer Geschmacksache - und das ist auch gut so!