Seit über 10Jahren schreibe ich Restaurantbeiträge. Warum? Nun: Zuerst habe ich mir selbst gerne Tipps für einen Restaurantbesuch auf Gastroportalen geholt. Irgendwann fand ich es unfair zu "schnorren" und fing an über meine Restaurantbesuche zu berichten.
Anonym ist GastroGuide nicht. Inzwischen haben mein Mann und ich schon einige der "ständigen Schreiber" persönlich kennengelernt und die Treffen war sofort auf einer Wellenlänge. Aus angeklickten "Freunden" sind Freundschaften entstanden.
Ich bemühe mich um aussagefähige, nachvollziehbare und faire Beiträge. Ich versuche, meine Zeit in gute, genussvolle Erlebnisse umzuwandeln und den Lesern Tipps zu geben.
Mein Mann und ich gehen gerne Essen, nehmen uns dazu auch Zeit.
Ich möchte im Restaurant mindestens so gut wie zu Hause essen. Ein gepflegtes, sauberes Ambiente vorfinden. Mich als Kunde und Gast fühlen. Da ich selbst sehr gerne koche, hole ich mir im Restaurant gerne Ideen. Es kommt auch vor, dass ich hartnäckig Zutaten und Zubereitungen erfrage.
Ich bewerte nach dem Preis/Leistungsverhältnis.
Ein einfaches Lokal oder ein Imbiss kann daher mir eine hohe Punktzahl erreichen. Ich halte es für falsch, ein Bistro nach den Maßstäben eines Gourmetlokals zu bewerten.
Seit über 10Jahren schreibe ich Restaurantbeiträge. Warum? Nun: Zuerst habe ich mir selbst gerne Tipps für einen Restaurantbesuch auf Gastroportalen geholt. Irgendwann fand ich es unfair zu "schnorren" und fing an über meine Restaurantbesuche zu berichten.
Anonym ist GastroGuide nicht. Inzwischen haben mein Mann und ich schon einige der "ständigen... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 629 Bewertungen 963573x gelesen 16466x "Hilfreich" 15231x "Gut geschrieben"
Besucht am 17.02.2022Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 31 EUR
Mein letzter Besuchs“versuch“ vor 6 Jahren mit einer Kollegin scheiterte gleich zu Anfang.
Wer mag kann nachlesen. Ich lege den Schwamm des Vergessens über die Vergangenheit.
Seit 2 Jahren arbeite ich überwiegend von zu Hause. Wie ca. die Hälfte unserer Abteilung.
Die andere Hälfte möchte lieber im Firmenbüro arbeiten. Das klappt unter uns wirklich gut und wir halten uns teamfähig. Aber das Persönliche sollte nicht zu kurz kommen.
Am 17.02. war ich zum 2. Mal für 2022 in Präsenz im Meisenheimer Büro.
Vorab verabredete ich mit einer Kollegin (eine andere wie vor 6 Jahren) ein gemeinsames Abendessen zum privaten Plausch. Die Reservierung für den frühen Abend übernahm die Kollegin.
Klaus Scherer mit seinem Untertor ist ein etablierter Gastronom in Meisenheim. Bekannt für gute bürgerliche Küche, Fleischgerichte und insbesondere Wildgerichte.
Bei unserem Eintreffen wurden wir freundlich von einer Mitarbeiterin begrüßt. Unseren Impfstatus präsentierten wir unaufgefordert. Und glücklicherweise roch an diesem Tag nichts nach Zigarettenrauch.
Wir durften unter den noch vielen freien Tischen wählen. Gaststube
Wir wählten beide den gleichen Tisch in der urig-gemütlichen Gaststube.
Hier ist bewusst ein wenig die Zeit stehen geblieben. Dies ist an der gut gewählten historisch-antiken Deko zu sehen. Frische Tischdecken und Tulpen auf dem Tisch fehlten aber nicht. Gaststube
Für mich sehr stimmig und ich fühlte mich auf Abhieb sehr wohl.
Der morbide Charme der Nassräume könnte aber durchaus ein Revival vertragen, insbesondere bei der Beleuchtung.
Die Speise- und Getränkekarte wurde gereicht und wir stöberten… zu lange. Das aufmerksame Mädel mussten wir nochmals vertrösten und konzentrierten uns auf die Bestellung.
Meine Getränke: 1 gewünscht dünne Apfelsaftschorle - € 4,00 / 0,4 l, später noch 1 Mineralwasser - € 1,10 / 0,25 l. Faire Getränkepreise.
Meine Kollegin bestellte sich einen extragroßen Salatteller. Aber dem „Salat“ traute ich nicht, obwohl ich richtig Appetit auf Salat hatte.
Ich fing klein an mit einem Beilagensalat - € 4,00. Und bereute sofort nach dem Servieren nur einen Beilagensalat bestellt zu haben. Der sah nicht nur toll aus, er war es auch! Toller Beilagensalat
Vielfältig (sogar mit Spargel), top frisch, mit Sprossen, Kernen und einem top Dressing!
Meine Kollegin erhielt den Salat in Hauptspeisengröße und dieser war noch abwechslungsreicher. Top!
Wildgerichte waren aktuell leider nicht verfügbar.
Daher meine Hauptspeise, um die GastroGuideFreunde mal mit zu überraschen: Rumpsteak (medium rare bestellt) mit Kräuterbutter und Pommes Frites - € 21,90.
Auch wenn beim nächsten Besuch vielleicht der große Salatteller gewinnt: Dieses Steak begeisterte mich. Rumpsteak mit Pommes und Kräuterbutter
Endlich mal nicht zu dünn geschnitten. Im ersten Anschnitt befürchtete ich, dass es höchstens medium gegart war. Wenige Schnitte später passte es noch mit medium rare. Passt!
Neben dem Gargrad war das Fleisch super zart und auch geschmacklich sehr gut! Sehr gute knusprige Pommes, Kräuterbutter, frische Kräuter und rote Pfefferbeeren machten diesen Teller für mich richtig rund und richtig klasse.
Das war ein sehr schönes gemeinsames Abendessen. Und das werden wir sicherlich nochmal wiederholen!
Besonders freute mich, dass mich dieses seit 30 Jahren in Meisenheim etablierte Gasthaus endlich wieder so gut überzeugte!
Mein letzter Besuchs“versuch“ vor 6 Jahren mit einer Kollegin scheiterte gleich zu Anfang.
Wer mag kann nachlesen. Ich lege den Schwamm des Vergessens über die Vergangenheit.
Seit 2 Jahren arbeite ich überwiegend von zu Hause. Wie ca. die Hälfte unserer Abteilung.
Die andere Hälfte möchte lieber im Firmenbüro arbeiten. Das klappt unter uns wirklich gut und wir halten uns teamfähig. Aber das Persönliche sollte nicht zu kurz kommen.
Am 17.02. war ich zum 2. Mal für 2022 in Präsenz im Meisenheimer... mehr lesen
Zum Untertor
Zum Untertor€-€€€Restaurant06753124446Untergasse 66, 55590 Meisenheim
4.0 stars -
"Zeit, meinen letzten Eindruck zu revidieren!" PetraIOMein letzter Besuchs“versuch“ vor 6 Jahren mit einer Kollegin scheiterte gleich zu Anfang.
Wer mag kann nachlesen. Ich lege den Schwamm des Vergessens über die Vergangenheit.
Seit 2 Jahren arbeite ich überwiegend von zu Hause. Wie ca. die Hälfte unserer Abteilung.
Die andere Hälfte möchte lieber im Firmenbüro arbeiten. Das klappt unter uns wirklich gut und wir halten uns teamfähig. Aber das Persönliche sollte nicht zu kurz kommen.
Am 17.02. war ich zum 2. Mal für 2022 in Präsenz im Meisenheimer
Besucht am 01.02.2022Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 131 EUR
Über das LUMI Restaurant in der Seezeitlodge am Bostalsee berichtete ich bereits.
Nicht nur über Restaurantbesuche, auch über tolle Abholmenüs während des Lockdowns 2021.
Der geschätzte GastroGuide-Freund „der Borgfelder“ erwähnte vor einiger Zeit in einem Beitrag den Knollenziest.
Noch nie hatte ich davon gehört. Mein Interesse an den „Michelinmännchen“ anmutenden Bodenfrüchten war geweckt!
Und siehe da! Wie gerufen fand sich auf der stets wechselnden saisonalen Speisekarte bei einem Gericht die wurzelgemüsige Beilage: Knollenziest!
Flugs telefonisch reserviert. Für einen Dienstagabend war dies auch mit nur gut 1 Woche Vorlauf möglich. An Wochenenden wird es wirklich schwierig als Nicht-Hotelgast einen Tisch zu ergattern.
Bei unserem Eintreffen am frühen Abend wurden wir herzlich empfangen und die Garderobe abgenommen.
Viele Tische waren noch frei und wir durften wählen. .
Natürlich ein Tisch am Fenster mit Blick auf den See. Blöd nur, dass es Anfang Februar um 18.00 Uhr stockdunkel war und zudem der Wind den Regen auf die verglasten Fensterfronten wehte! Rein theoretisch war die Aussicht aber phantastisch!
Phantastisch war auch wieder die Serviceleistung der sehr jungen Leute. Das machte hoffentlich nicht nur den Gästen Spaß. Die jungen Mitarbeiter*innen waren wirklich unglaublich engagiert, aufmerksam und gut geschult am Start. Einen Mangel an Servicekräften gab es nicht.
Unsere bestellten Getränke Schwollener Mineralwasser, 0,75 l - € 6,50 2 Rieslingsekt brut, „Edition Lumi“, 0,1 l - € 5,50
wurden schnell und gut gekühlt serviert.
Wenig später wurde das tolle hausgebackene LUMIbrot serviert. Zum warmen Brot passte die feine aufgeschlagene Kräuterbutter. Hausgebackenes Brot + aufgeschlagene Butter
Unsere Vorspeisen:
Handgeschnittenes Rinder-Tatar - Wachs Ei - Eingelegte Zwiebeln – Süßkartoffelbrot € 15,00
Die Wahl meines Mannes. Rindertatar
Das Rindertatar erntete zu Recht beide Daumen hoch! Das Eigelb war perfekt sousvide wachsweich gegart. Schade, dass es mit dem recht flüssigen Eiweiß serviert wurde. Das Eiweiß stahl dem Eigelb die Show und trug nicht zum Geschmackserlebnis bei. Hier wäre weniger (kein Eiweiß, nur Eigelb) mehr gewesen.
Die geschmackvolle Dekoration, insbesondere die Zwiebeln, punktete dagegen wieder sehr.
Das geröstete Süßkartoffelbrot passte zur Vorspeise. Das vorab servierte Brot gefiel trotzdem besser.
Meine mit Spannung erwartete Vorspeise:
Skreifilet auf Zedernholz gegart – Hagebutte – Knollenziest – Brotcréme € 17,00 Skreifilet auf Zedernholz gegart – Hagebutte – Knollenziest
Mein persönlicher Hauptdarsteller: Der Knollenziest! Die „chinesische Artischocke“ fand ihren Weg nach Europa bereits um das 19. Jahrhundert. Und wie so Vieles geriet das Wurzelgemüse in Vergessenheit. Ich freute mich sehr auf meine Neuentdeckung und war begeistert von der knackigen Frische mit nussiger Note.
Untergehen sollte das für eine Vorspeise (bzw. Zwischengericht lt. Speisekarte) das Skreifilet nicht! Ein sehr großzügig bemessenes Filet des Winterkabeljaus. Perfekt und noch leicht glasig gegart. Die Hagebuttencremetupfen passten ganz hervorragend. Die aromatische Brotcreme, ebenfalls auf den Teller getupft, wäre für mich verzichtbar gewesen.
Nach einem weiteren Blick in die Karte bestellten wir noch einen Weißburgunder Kruger-Rumpf und einen Riesling Spätlese trocken, Edition Michelskirch - je € 8,50 / 0,2 l.
Unsere Hauptspeisen wurden nach sehr angenehmer Wartezeit serviert.
Mein Mann wählte von der Halbpensionskarte: Filet vom Adlerfisch, Viezschaum, Kohlrabi, Kartoffelrisotto - € 22,00. Filet vom Adlerfisch
Der große Meeresbewohner wurde auf der Hautseite richtig kross gebraten. Das feine weiße Fischfilet saftig und zart. Mein Mann ist kein Risottofan. Aber diese feinen Kartoffelwürfel fanden sich wirklich als feinschlotziges Risotto auf dem Teller ein.
Auf dem Foto ist es leider untergegangen. Dies war aber durchaus zu verzeihen, denn der Viezschaum rundete die Speise perfekt ab.
Mein Hauptgang wurde komplett als Eintopf serviert: Geschmorter Seeteufel – Venusmuscheln – Kichererbsen Cassoulet – Chorizo – Koriander € 29,00.
In einer fast glühend heißen STAUB Cocotte verbarg sich das aromatische Gericht und wurde am Tisch auf dem vorgewärmten Teller vorgelegt. Das geht schöner, tat dem Geschmack aber keinen Abbruch. Geschmorter Seeteufel – Venusmuscheln – Kichererbsen Cassoulet – Chorizo
Ein schönes Seeteufelfilet, saftig geschmort, in zarter Begleitung der Venusmuscheln.
Der Vorteil der Gussform: Ich konnte mich daran selbst bedienen und dieses höchst aromatische Gericht heiß genießen. Die heiße Cocotte
Eine feine Überraschung waren für mich die Kichererbsen. Keine Dosenware, sondern getrocknete, eingeweichte Kichererbsen wurden hier eingesetzt. Und so, wie ich bei Linsensuppe auch grundsätzlich getrocknete Linsen verwende, punkteten die Kichererbsen. Noch richtig gut mit Biss, sehr guter Geschmack.
Die fein gewürfelte Chorizo brachte herzhafte Noten zur schlotzigen Hülsenfruchtbeilage. Ich wurde tatsächlich überzeugt, dass Fisch und Fleisch/Wurst durchaus stimmig sein können. Hier ergänzten sich die Aromen für mich perfekt zu einem herzhaften Hauptgericht. Die Portion war reichlich bemessen… und ich traute mich nicht zu fragen, ob ich den übrigen Kichererbseneintopf mitnehmen könnte. Schade drum.
Eine Crème brûlée auf der Dessertcarte bot meinem Mann den krönenden Abschluss. Crème brûlée , Mango, Litchi-Kokoseis
Dazu wurde Mango-Fruchtsalat und zartcremiges Kokos-Litchieis serviert.
Wieder ein toller Besuch am Bostalsee! Küchenleiter Daniel Schöfisch war an diesem nicht anwesend (er wurde wohl vor Kurzem Papa und hatte frei). Ein gutes Team läuft auch, wenn der Chef mal frei hat. Dies wurde an diesem Abend bewiesen.
P. S.: Einer lieben Kollegin erzählte ich vom Knollenziest. Auch ihr war er unbekannt. Was fand sich vor drei Wochen auf meinem Schreibtisch: Knollenziest zum Eigenanbau. Am vorletzten Wochenende kam dieser in ein frisch aufbereitetes Beet. Natürlich hofft meine Kollegin auf guten Ertrag (ich auch) und eine Einladung zum Essen!
Über das LUMI Restaurant in der Seezeitlodge am Bostalsee berichtete ich bereits.
Nicht nur über Restaurantbesuche, auch über tolle Abholmenüs während des Lockdowns 2021.
Der geschätzte GastroGuide-Freund „der Borgfelder“ erwähnte vor einiger Zeit in einem Beitrag den Knollenziest.
Noch nie hatte ich davon gehört. Mein Interesse an den „Michelinmännchen“ anmutenden Bodenfrüchten war geweckt!
Und siehe da! Wie gerufen fand sich auf der stets wechselnden saisonalen Speisekarte bei einem Gericht die wurzelgemüsige Beilage: Knollenziest!
Flugs telefonisch reserviert. Für einen Dienstagabend war dies auch mit nur... mehr lesen
4.5 stars -
"Beim ersten Besuch 2018 lockte Roggeneis. Dieses Jahr der Knollenziest!" PetraIOÜber das LUMI Restaurant in der Seezeitlodge am Bostalsee berichtete ich bereits.
Nicht nur über Restaurantbesuche, auch über tolle Abholmenüs während des Lockdowns 2021.
Der geschätzte GastroGuide-Freund „der Borgfelder“ erwähnte vor einiger Zeit in einem Beitrag den Knollenziest.
Noch nie hatte ich davon gehört. Mein Interesse an den „Michelinmännchen“ anmutenden Bodenfrüchten war geweckt!
Und siehe da! Wie gerufen fand sich auf der stets wechselnden saisonalen Speisekarte bei einem Gericht die wurzelgemüsige Beilage: Knollenziest!
Flugs telefonisch reserviert. Für einen Dienstagabend war dies auch mit nur
Das Hotel Blechhammer wird inzwischen als reiner Hotelbetrieb geführt.
Das Restaurant läuft seit 1. März 2022 unter separatem Namen.
Schon vorher wurde hier, neben deutscher und mediterraner Küche, Thaiküche angeboten.
Unter dem Namen "Zäb Dee" wird nun ein thailändische Restaurant geführt.
Betreiber von Hotel und Restaurant ist die Moser GmbH.
Das Hotel Blechhammer wird inzwischen als reiner Hotelbetrieb geführt.
Das Restaurant läuft seit 1. März 2022 unter separatem Namen.
Schon vorher wurde hier, neben deutscher und mediterraner Küche, Thaiküche angeboten.
Unter dem Namen "Zäb Dee" wird nun ein thailändische Restaurant geführt.
Betreiber von Hotel und Restaurant ist die Moser GmbH.
Hotel Blechhammer
Hotel Blechhammer€-€€€Restaurant, Hotel063137250Am Hammerweiher 1, 67659 Kaiserslautern
stars -
"Restaurant des Hotels ausgegliedert." PetraIODas Hotel Blechhammer wird inzwischen als reiner Hotelbetrieb geführt.
Das Restaurant läuft seit 1. März 2022 unter separatem Namen.
Schon vorher wurde hier, neben deutscher und mediterraner Küche, Thaiküche angeboten.
Unter dem Namen "Zäb Dee" wird nun ein thailändische Restaurant geführt.
Betreiber von Hotel und Restaurant ist die Moser GmbH.
Geschrieben am 25.03.2022 2022-03-25| Aktualisiert am
25.03.2022
Besucht am 30.01.2022Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 204 EUR
Der Gütchen-Newsletter bimmelte auch im Januar auf meinem Handy.
Während des ewigen Lockdowns hielt das Familienunternehmen die teuren Gäste auch regelmäßig auf dem aktuellen Stand. .
Das Trüffelmenü wurde angekündigt und ich wusste: Keinesfalls zögern. Jetzt gilt‘s!
Zu oft wartete ich zu lange mit der Reservierung bei einer Menüankündigung des Gütchens. Und dann war alles ausgebucht.
Mein Mann und ich mögen sehr gerne Trüffel. Ich rief sofort an. Die Chefin, Frau Stenger-Treutle, war selbst am Telefon und zeigte sich erfreut-amüsiert über meine schnelle Reaktion. Ich reservierte für Sonntagabend und stellte meinen Mann vor vollendete Genusstatsachen. Unerfreut war er nicht.
Für 18.00 Uhr hatte ich reserviert. Mit dem Sonnenuntergang kamen wir am Schlosspark an. Blick vom Gütchen Richtung Puppentheater
Wie immer wurden wir herzlichst empfangen und unsere Garderobe entgegen genommen.
Den perfekten Service von Frau Stenger-Treutle und ihrem jungen Team habe ich in meinen vorherigen Beiträgen bereits beschrieben. Ebenso das schöne und sehr gepflegte Ambiente. Hier hat sich glücklicherweise nichts geändert. Auch nicht an perfekten Abständen zwischen den Gängen. Daher fasse ich mich heute kurz.
Die Menükarte lag an unserem schön eingedeckten Tisch bereit. .
5-Gänge für € 79,00. Ich kannte sie ja bereits, mein Mann nicht (… wer nicht fragt bleibt dumm… oder vertraut der Angetrauten). Das Trüffelmenü
Unsere ersten Getränkewünsche wurden notiert. Wenig später wurden wir mit kühlem Gerolsteiner Mineralwasser, 0,75 l / stolze € 7,50 und 2 Gläsern Winzersekt brut, 0,1 l – 7,00, versorgt.
Trüffelbutter und zweierlei wunderbares Brot gaben den Auftakt. Gaues-Brot und Trüffelbutter
Das Brot schmeckte ausgezeichnet und erinnerte mich sehr an Gaues-Brot. Und da traf ich tatsächlich ins Schwarze. Frau Stenger-Treutle bestätigte: Ja, sie beziehen Gaues-Brot. Ein wirklich außergewöhnlich tolles Brot, es überzeugte uns wieder sehr.
Eine feine aufgeschlagene Kartoffelsuppe wurde als Amuse Bouche serviert. Amuse Bouche
Obenauf ein gefalteter hauchdünner getrüffelter Kartoffelchip. In der Suppe fanden sich noch feine Rindfleischwürfel. Suppe und Chip waren perfekte Appetitmacher. Die Rindfleischwürfel waren gut, aber für uns verzichtbar.
Beim Wein entschieden wir uns beide für den trockenen 2019er Grauburgunder vom Naheweingut Emmerich-Koebernik. 0,2 l / € 8,50
Das Menü selbst startete mit Hirschcarpaccio – Trüffelrührei – Feldsalat – gelackte Walnüsse - Trüffelcreme
Endlich mal ein Wildcarpaccio! Darauf freute ich mich sehr. Mein Mann war skeptisch, denn er mag eigentlich kein Wild.
Man kann nicht behaupten, dass das Carpaccio puristisch angerichtet war. Aber dies versprach die Menükarte auch nicht. Und das war gut so. Hirschcarpaccio – Trüffelrührei – Feldsalat – Walnüsse - Trüffelcreme
Besonders freute mich, dass das Hirschcarpaccio die Geschmacksnerven meines Mannes absolut traf.
Eine sehr gelungene Kombination mit tollem Feldsalat. Die Walnüsse passten sehr gut. Und die Trüffelaromen in Rührei und Creme waren gut vertreten.
Frau Stenger-Treutle präsentierte ihren Gästen, in der Zeit bis zum nächsten Gang, die aromatische Trüffelbeute. Trüffel pur!
Der nächste Gang kam schlicht daher: Kalbsvelouté – Trüffelnudeln – gehobelter Trüffel Kalbsvelouté – Trüffelnudeln – gehobelter Trüffel
Feinste Linguine, der leicht gebundene Kalbsfond luftig aufgeschäumt. Hier war der puristische Gang.
Und er gefiel uns ganz hervorragend. Die dezente Würze der Velouté ließ hier den Trüffel voll zur Geltung kommen.
Gut so. Denn der nächste Gang war ein Aromenfeuerwerk!
Seezungenschleife – Trüffel – Lauch – Hummerschaum – Spargelspitzen Seezungenschleife – Trüffel – Lauch – Hummerschaum – Spargelspitzen
Zum Edelfisch passte selbstverständlich Trüffel. Lauch mag ich, brauche ihn aber pur nicht unbedingt. Bei diesem feinen Gericht in knusprige Textur war er klasse.
Der Hummerschaum war wohl, neben dem Trüffel, der Aromenhotspot des Abends. Perfekt. Dazu knackige Spitzen vom grünen Spargel!
Ein sehr aromenreiches Gesamtbild.
Die nussigen Berglinsen, noch mit leichtem Biss, waren mit Wurzelgemüse ergänzt. Und auch bei diesem Ganz trüffelte es ordentlich. Die Gnocchi gefüllt mit Trüffel und mit einer leichten Kräutersauce napiert. Die Trüffeljus überzeugte mit erwarteter Geschmackstiefe und passte wunderbar zu dem Wachtelkotlette und den Linsen. Sehr schmackhaft ergänzend die Portweinzwiebeln.
Bei der Dessertankündigung war mein Mann skeptisch. Er konnte sich das Trüffeleis nicht so recht vorstellen. Und ich war mir sicher einer „Finte“ auf die Spur gekommen zu sein. Ich erwartete Eis mit Schokoladentrüffel! Sollte ich Recht behalten? Marinierte Panettone – Apfelkompott – Trüffeleis – Tiramisucreme
Ich sollte NICHT Recht behalten! Gerne serviert Jan Treutle seine Dessertkreationen im Glas, auch an diesem Abend. Marinierte Panettone – Apfelkompott – Trüffeleis – Tiramisucreme
In den Tiefen des Glases verbargen sich Apfelkompott und marinierte Pannettone. Dies war gut so. Den Apfel empfanden wir noch als stimmig. Die beschwipste Panettone fanden wir in der Kombination wirklich nicht gelungen. Der einzige Kritikpunkt des Abends und natürlich alles Geschmackssache. Die Gäste um uns herum löffelten in die Glastiefen. Wir sind auch tatsächlich keine Fans des Mailänder Weihnachtsgebäcks.
Wir löffelten von oben. Das wunderbar cremige Trüffeleis (mit echtem Trüffel!) in Verbindung mit der feinen Tiramisucreme. Mehr brauchte nicht! Und ja: Der Trüffel mit süßer Sahneeiskombination war sehr gelungen. Marinierte Panettone – Apfelkompott – Trüffeleis – Tiramisucreme
Fazit: Das Gütchen ist und bleibt unser Lieblingsrestaurant im Umkreis von 50 km! Quatsch: Es es wohl das einzige Lieblingsrestaurant im Umkreis.
Und obwohl wirklich in jedem Gang Trüffel verarbeitet wurde, konnten wir jeden der abwechslungsreichen Gänge für sich genießen. Wir wurden dem Trüffel nicht überdrüssig.
Abzug bei Preis/Leistung nur wegen des Mineralwasserpreises. Ich gebe zu: Da bin ich kleinlich.
Freuen würde ich mich, hier mal einen Gütchen-Beitrag zu lesen, der nicht von mir stammt ;-)
Der Gütchen-Newsletter bimmelte auch im Januar auf meinem Handy.
Während des ewigen Lockdowns hielt das Familienunternehmen die teuren Gäste auch regelmäßig auf dem aktuellen Stand.
Das Trüffelmenü wurde angekündigt und ich wusste: Keinesfalls zögern. Jetzt gilt‘s!
Zu oft wartete ich zu lange mit der Reservierung bei einer Menüankündigung des Gütchens. Und dann war alles ausgebucht.
Mein Mann und ich mögen sehr gerne Trüffel. Ich rief sofort an. Die Chefin, Frau Stenger-Treutle, war selbst am Telefon und zeigte sich erfreut-amüsiert über meine... mehr lesen
Restaurant Im Gütchen
Restaurant Im Gütchen€-€€€Restaurant067142626Hüffelsheimer Str. 1, 55545 Bad Kreuznach
5.0 stars -
"Ein Trüffelmenü welches seinem Titel gerecht wurde! Herzlichen Glückwüsch zum 28. Gütchen-Geburtstag." PetraIODer Gütchen-Newsletter bimmelte auch im Januar auf meinem Handy.
Während des ewigen Lockdowns hielt das Familienunternehmen die teuren Gäste auch regelmäßig auf dem aktuellen Stand.
Das Trüffelmenü wurde angekündigt und ich wusste: Keinesfalls zögern. Jetzt gilt‘s!
Zu oft wartete ich zu lange mit der Reservierung bei einer Menüankündigung des Gütchens. Und dann war alles ausgebucht.
Mein Mann und ich mögen sehr gerne Trüffel. Ich rief sofort an. Die Chefin, Frau Stenger-Treutle, war selbst am Telefon und zeigte sich erfreut-amüsiert über meine
Besucht am 30.12.2021Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 32 EUR
Brittas Pfannkuchenhäuschen gibt sicherlich schon seit 10 Jahren in Idar-Oberstein in einem sehr schönen Haus im Stadtteil Idar an der Fußgängerzone.
Vor ein paar Jahren starteten wir einmal einen Besuch im Idarer Pfannkuchenparadies. Nachdem wir längere Zeit unbeachtet am Tisch verbrachten suchten wir das Weite.
Zum Jahresende waren wir zur späteren Mittagszeit in Idar unterwegs, eine Mittagsrast war nicht geplant.
Aber willkommen!
2. Chance für das Pfannkuchenhaus. Wir wurden freundlich begrüßt, unser Impfstatus wurde geprüft, dann durften uns einen freien Tisch aussuchen. 3 Tische waren bereits belegt.
Der Vorteil des Eckhauses: Es gibt fast nur Fensterplätze. Natürlich nahmen wir am Fenster Platz. -
Die laminierte Speisekarte wurde gereicht. Das Angebot umfasst Frühstück, herzhafte und süße Pfannkuchen, Suppen, Salate und Spaghetti.
Entschieden hatten wir uns schnell.
Eine Dame, ob Inhaberin oder Mitarbeiterin kann ich nicht sagen, nahm unsere Wünsche entgegen.
Unsere Getränke: 1 alkoholfreies Kirner Pils, 0,33 l - € 2,70 und 1 alkoholfreies Kirner Weizen, 0,5 l - € 3,90.
Mein Mann entschied sich für: Rösti mit Lachsröschen, Salat und feiner Sahnemeerrettichsoße - € 14,50
Ich wählte: Salat nach Art des Hauses - Gemischter Salat mit Tomaten, Gurken, Zwiebel, Karotten, gebratenen Hähnchenstreifen (getauscht in Thunfisch), Sonnenblumenkerne - € 10,90.
Das Restaurant ist gepflegt und gemütlich eingerichtet. Die riesigen Fenster zu 2 Seiten lassen viel Licht ins Innere.
Mit unseren Getränken wurden wir zügig versorgt. Mit den Speisen dauerte es etwas.
Dann servierte die Köchin selbst die Speisen.
Beide Teller waren schön angerichtet, die Portionen nicht kleinlich.
Mein Mann war zufrieden mit seiner Wahl. Allerdings hätte die Rösti etwas länger in der Pfanne bleiben dürfen. Rösti mit Lachsröschen, Salat und feiner Sahnemeerrettich
Nur außen war sie etwas kross, innen weich und somit auch recht fettig. Und leider war der Röstiteig nicht selbst gemacht.
Die frische Salatgarnitur ergänzt mit Tomaten und Eiervieteln.
Mein Salat war einer Hauptspeise sehr würdig und mit reichlich Thunfisch bedacht.
Frischer grüner und roter Eichblattsalat, grobe Gurkenscheiben und Tomatenviertel, Karottenraspel und ein schmackhaftes Dressing. Luft nach oben war bei der Brotbeilage. Schlichtes Toast, naja.
Wir waren richtig froh über unsere spontane Entscheidung hier gemütlich zu Mittag zu essen. .
Der Ruhe und Gemütlichkeit wurde ein jähes Ende gesetzt. Eine der beiden Damen im Service holte die Leiter raus. Dann ging es los mit der Beseitigung der Weihnachtsdeko!
Erst dort wo keine Gäste waren, aber dann direkt neben den Tischen der Gäste. Klappleiter auf, hoch auf die Leiter um die Weihnachtsdekoration von der Decke und an den Fenstern abzunehmen. Ein Herr schräg gegenüber von uns schaute irritiert, war aber wenigstens mit dem Essen fertig.
Selbstverständlich wurde auch unser Tisch nicht ausgespart. Direkt hinter meinem Mann wurde die Leiter wieder aufgeklappt und die Deko über der Eingangstüre entfernt.
Staub habe ich nicht gesehen, aber nach so ein paar Wochen Weihnachtszeit dürfte sich wohl Staub abgesetzt haben. Und den wollte ich nicht auf unseren Tellern.
Die provokante Bemerkung. „Sagen Sie Bescheid, wenn wir Sie stören?“ wollte ich mir nicht verkneifen.
Das kam an. Die Dame zog einen Tisch weiter, hier saßen 2 junge Frauen. Was passierte?
Klar: Klappleiter auf u. s. w.
Für eine Nachfrage, ob bei uns alles zur Zufriedenheit ist, oder ob noch ein Getränk gewünscht wird (mein Glas war leer), fehlte die Zeit.
Die letzte Hälfte unseres Essens schlangen wir halbwegs runter. Schnell zahlen und nix wie weg.
Während der Öffnungszeiten und bei anwesenden Gästen solch eine Räumaktion zu veranstalten ist einfach nur vollkommen daneben. Soweit sollte jeder in der Gastronomie tätige Mensch denken können.
Bis zum Servieren unserer Speisen war der Service durchaus ok.
Fazit: So schnell nicht wieder. Vermutlich aber eher nie wieder.
Brittas Pfannkuchenhäuschen gibt sicherlich schon seit 10 Jahren in Idar-Oberstein in einem sehr schönen Haus im Stadtteil Idar an der Fußgängerzone.
Vor ein paar Jahren starteten wir einmal einen Besuch im Idarer Pfannkuchenparadies. Nachdem wir längere Zeit unbeachtet am Tisch verbrachten suchten wir das Weite.
Zum Jahresende waren wir zur späteren Mittagszeit in Idar unterwegs, eine Mittagsrast war nicht geplant.
Aber willkommen!
2. Chance für das Pfannkuchenhaus. Wir wurden freundlich begrüßt, unser Impfstatus wurde geprüft, dann durften uns einen freien Tisch aussuchen. 3... mehr lesen
2.5 stars -
"Weihnachtszeit adé! Leise rieselt der Staub." PetraIOBrittas Pfannkuchenhäuschen gibt sicherlich schon seit 10 Jahren in Idar-Oberstein in einem sehr schönen Haus im Stadtteil Idar an der Fußgängerzone.
Vor ein paar Jahren starteten wir einmal einen Besuch im Idarer Pfannkuchenparadies. Nachdem wir längere Zeit unbeachtet am Tisch verbrachten suchten wir das Weite.
Zum Jahresende waren wir zur späteren Mittagszeit in Idar unterwegs, eine Mittagsrast war nicht geplant.
Aber willkommen!
2. Chance für das Pfannkuchenhaus. Wir wurden freundlich begrüßt, unser Impfstatus wurde geprüft, dann durften uns einen freien Tisch aussuchen. 3
Geschrieben am 08.03.2022 2022-03-08| Aktualisiert am
08.03.2022
2017 verfasste ein GastroGuide Kollege die Info zum Restaurant "Bis auf Weiteres geschlossen".
Dies stimmt seit 2021 nicht mehr.
Die erfreuliche Nachricht: Es ist wieder geöffnet!
Im Restaurant "Hirschbachkeller" werden gehobene saisonale Gerichte angeboten.
Allerdings aktuell wohl nur für Gruppen / Feierlichkeiten nach Anmeldung.
Im Biergarten "Klostergarten" werden in den Sommermonaten frische gut-bürgerliche Gerichte angeboten.
2017 verfasste ein GastroGuide Kollege die Info zum Restaurant "Bis auf Weiteres geschlossen".
Dies stimmt seit 2021 nicht mehr.
Die erfreuliche Nachricht: Es ist wieder geöffnet!
Im Restaurant "Hirschbachkeller" werden gehobene saisonale Gerichte angeboten.
Allerdings aktuell wohl nur für Gruppen / Feierlichkeiten nach Anmeldung.
Im Biergarten "Klostergarten" werden in den Sommermonaten frische gut-bürgerliche Gerichte angeboten.
stars -
"Seit 2021 neu eröffnet!" PetraIO2017 verfasste ein GastroGuide Kollege die Info zum Restaurant "Bis auf Weiteres geschlossen".
Dies stimmt seit 2021 nicht mehr.
Die erfreuliche Nachricht: Es ist wieder geöffnet!
Im Restaurant "Hirschbachkeller" werden gehobene saisonale Gerichte angeboten.
Allerdings aktuell wohl nur für Gruppen / Feierlichkeiten nach Anmeldung.
Im Biergarten "Klostergarten" werden in den Sommermonaten frische gut-bürgerliche Gerichte angeboten.
Geschrieben am 07.03.2022 2022-03-07| Aktualisiert am
08.03.2022
Besucht am 12.12.2021Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 86 EUR
… und war sicherlich nicht unser letzter Besuch.
Die Geschichte des Gasthauses geht zurück ins 19. Jahrhundert. Als das Bier noch mit Pferdefuhrwerken ausgeliefert wurde. Alte Zeiten
Vor ca. 15 Jahren waren wir schon einmal in diesem Restaurant zu Gast. Ich erinnere mich, dass es in der Spargelzeit war. Damals noch unter anderer Führung und in sehr gediegenem Ambiente.
Ein paar Mal versuchte ich es seit dem Betreiberwechsel vor wenigen Jahren mit einer Reservierung. Entweder war ausgebucht oder die Öffnungszeiten passten (pandemiebedingt) nicht zu unserem Hungergefühl.
An diesem 2. Adventsonntag klappte es endlich. Mein telefonischer Reservierungswunsch am gleichen Tag wurde freundlich bestätigt.
Das Restaurant liegt direkt an der B41. Kostenlose Parkplätze stehen den Gästen am Haus zur Verfügung. Eingang
Schon der Eingangsbereich war sehr einladend, „heimelig“, dekoriert. Und natürlich fehlte der Hirsch nicht. Weihnachtliche Fensterdeko
Wir wurden freundlich empfangen. Die junge Dame kontrollierte unsere Impfnachweise und dann durften wir unseren Tisch wählen. Erst 18.00 Uhr und so waren wir nicht zu verwundert die ersten Gäste zu sein.
Auf der Homepage des Restaurants ist die Speisekarte nicht einsehbar, wohl aber auf facebook.
Das wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Daher waren wir erfreut, als die Speisekarte gereicht wurde.
Die beiden Gasträume sind sehr ansprechend eingerichtet und renoviert.
Ein passender und sehr gepflegter Landhausstil. Bequeme Bestuhlung, angenehme Beleuchtung. .
Und der Hirsch taucht auch immer irgendwo auf.
Zum Aperitif wählten wir 2 Gläser Winzersekt von der Nahe und wie immer eine Flasche Mineralwasser.
Auf unsere Vorspeisen warteten wir genau so lange, wie es für die frische Zubereitung erforderlich war.
.
Meinem Mann wurde die Fruchtig scharfe Cremesuppe vom Hokkaidokürbis, Kernöl, Croutons und Riesengarnele - € 8,50 Würzige Kürbissuppe
serviert. Heiß, wie angekündigt würzig abgeschmeckt. Mein Mann war sehr angetan von der gut abgestimmten Suppe. Die Garnele wurde separat serviert. Machte Sinn, denn sie war mit Schale gebraten und ließ sich so gut entfernen. Kürbissuppe mit Garnele
Perfekt saftig und von guter Qualität. Also auch bei der Garnele ging der Daumen hoch.
Einen schönen Salat ziehe ich meist der Suppe vor. Meine Wahl: Feldsalat mit Kartoffeldressing mit gebratenem Honig-Chilikürbis - € 9,90. Feldsalat, Honig-Chilikürbis
Ein knackig frischer, bunter Salat wurde serviert. Der Feldsalat in sehr guter Qualität. Orangenscheiben, Salatgurke, Tomate, rote Paprika gesellten sich dazu. Die süß-scharfen gebratenen Scheiben vom Hokkaidokürbis waren richtig klasse und hätten ruhig etwas mehr sein dürfen.
Dies sagte ich auch der freundlichen Mitarbeiterin bei ihrer Nachfrage, ob alles schmeckt. Sie bot an, sofort noch etwas Kürbis nachzureichen. Das war aber nicht nötig, denn der Salat war durchaus großzügig bemessen. Das Dressing soll nicht unerwähnt bleiben: Alles stimmig und sehr lecker. Dazu wurde schlichtes Baguette gereicht.
Und genauso ging es mit unseren Hauptspeisen weiter.
Fisch ist uns stets willkommen. Und mir Wild. Also auch beim Hauptgang getrennte Wege.
Für meinen Mann: Lachs und Seeteufel, Riesling-Dillsahne, Bratkartoffeln, Rosenkohl - € 24,90.
Dazu wählte er den uns bekannten trockenen Grauburgunder vom Naheweingut Weber, Monzingnen. 0,2 l - € 4,90. Lachs und Seeteufel, Bratkartoffeln, Rosenkohl
Die Fischfilets kräftig goldgelb angebraten und innen noch saftig. Die Riesling-Dillsahne einfach, aber passend, abgeschmeckt. Dazu richtig gute Bratkartoffeln. Die Röstaromen hätten noch kräftiger ausfallen dürfen, aber das ist natürlich Geschmackssache. Zum knackigen Rosenkohl gesellte sich noch Blattspinat. Amüsiert beobachtete ich, dass mein Mann sogar den sonst gemiedenen Spinat genussvoll verspeiste.
Natürlich sollten Wildgerichte im „Hirschen“ nicht fehlen. Mir wurde Zart geschmortes Ragout vom Soonwaldreh, getrüffelter Kartoffel-Pilzstrudel (statt eigentlich Spätzle), Apfelrotkohl - € 23,50.
wie bestellt serviert. Auch bei meine Gericht auf gut vorgewärmtem Teller. Ragout vom Soonwaldreh, Kartoffel-Pilzstrudel, Apfelrotkohl
Meine Naheweinentscheidung zum Wild: „Dreisatz“ ein trockenes Rotweincuvée vom Weingut Baumberger, Mandel.
Auf das Rehragout freute ich mich. Und es war wirklich zart, tadellos und mit feiner würziger Sauce.
Auch der Rotkohl, bei dem der Apfel sich unauffällig verhielt, war sehr gut.
Für mich war aber wirklich die Umbestellung von Spätzle in Studel ein Treffer. Die feine Kartoffelfüllung war umhüllt vom hauchdünnen und goldgelb gebratenen Strudelteig. Das war eine sehr stimmige und gute Beilage zum heimischen Reh.
Ein Löffel gebratener Champignons in Rahm rundete mein Gericht ab.
Die junge Dame im Service war immer für uns da. Unterstützte wohl aber auch die Küche. Eine effiziente Lösung. Aber leider wohl der mangelnden Gästezahl geschuldet. Denn bis wir freundlich verabschiedet wurden, waren wir die einzigen Gäste an diesem Abend. Leider.
Unser Besuch war sehr gelungen und wir kommen gerne wieder.
Wir wünschen dem Haus konstante und ausreichende Reservierungen!
… und war sicherlich nicht unser letzter Besuch.
Die Geschichte des Gasthauses geht zurück ins 19. Jahrhundert. Als das Bier noch mit Pferdefuhrwerken ausgeliefert wurde.
Vor ca. 15 Jahren waren wir schon einmal in diesem Restaurant zu Gast. Ich erinnere mich, dass es in der Spargelzeit war. Damals noch unter anderer Führung und in sehr gediegenem Ambiente.
Ein paar Mal versuchte ich es seit dem Betreiberwechsel vor wenigen Jahren mit einer Reservierung. Entweder war ausgebucht oder die Öffnungszeiten passten (pandemiebedingt) nicht zu... mehr lesen
Gasthaus Zum Goldenen Hirschen
Gasthaus Zum Goldenen Hirschen€-€€€Restaurant067549461440Hauptstraße 80, 55627 Martinstein
4.0 stars -
"Einige Reservierungsversuche – zum Jahresende klappte der erste Besuch…" PetraIO… und war sicherlich nicht unser letzter Besuch.
Die Geschichte des Gasthauses geht zurück ins 19. Jahrhundert. Als das Bier noch mit Pferdefuhrwerken ausgeliefert wurde.
Vor ca. 15 Jahren waren wir schon einmal in diesem Restaurant zu Gast. Ich erinnere mich, dass es in der Spargelzeit war. Damals noch unter anderer Führung und in sehr gediegenem Ambiente.
Ein paar Mal versuchte ich es seit dem Betreiberwechsel vor wenigen Jahren mit einer Reservierung. Entweder war ausgebucht oder die Öffnungszeiten passten (pandemiebedingt) nicht zu
Geschrieben am 24.02.2022 2022-02-24| Aktualisiert am
10.06.2023
Besucht am 06.12.2021Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 55 EUR
Was macht man nach einem Abend bei Christian Bau?
Das Frühstück ausfallen lassen und nach Saarburg fahren.
Saarburg besuchten wir vor wenigen Jahren. Ein wunderschönes Städtchen.
Unsere Anreise am Vorabend führte uns bereits durch Saarburg. Wunderschön waren die historischen Gebäude, samt Burg, beleuchtet. Selbst die Verkehrskreisel erstrahlten so weihnachtlich, dass man fast im Kreisel parken wollte.
Im Kreisel parkten wir natürlich nicht. Aber bewusst am Rande des Zentrums um dem Bewegungsmangel entgegen zu treten.
Gemütlich spazierten wir durch das schöne Städtchen. So ruhig wie an diesem Montag erlebten wir Saarburg noch nicht.
Und natürlich zog es meinen Mann magisch hoch zur Ruine der Saarburg.
Manchmal sind es Kleinigkeiten die zum Restaurantbesuch führen. Und es wäre gelogen, wenn ich nicht nach einer Mittagseinkehr Ausschau gehalten hätte.
Vom Burgplatz hat man einen wunderschönen Ausblick über die Stadt und das Saartal. Blick ins Saartal
Aber auch einen schönen Blick auf die mittelalterliche Burganlage. Und aus dem restaurierten Restauranttrakt grüßte mich freundlich ein Koch durchs große Küchenfenster!
Sollte hier am Montagmittag tatsächlich geöffnet sein? Nichts wie hin!
Kurz nach 12 Uhr betraten wir das Restaurant. Die Dame an der Theke, wie sich später herausstellte die Chefin, wirkte tatsächlich überrascht. Herzlich begrüßte sie die ersten Gäste des Mittags. Erfreut, dass wir Impfstatus und noch aktuellen Test parat hatten.
Das Restaurant gefiel uns sofort! Die freie Platzwahl war schön, dem Betreiberpaar hätten wir trotzdem einige Gäste mehr gewünscht. Wir wählten einen Platz am Fenster.
Sehr gepflegtes Ambiente mit angenehmer Tischaufteilung und Beleuchtung. .
Modern und trotzdem gemütlich. Geschmackvolle weihnachtliche Dekoration.
Die Karte wurde gereicht und erste Wünsche wurden abgefragt.
Unsere Getränke:
1 Flasche Mineralwasser, 0,75 l. 1 Pfefferminztee. Je 1 alkoholfreies Pils und Weizenbier.
Ausgehungert fühlten wir uns, trotz ausgelassenem Frühstück, noch nicht.
Aber die Speisekarte war schon sehr verlockend, die Entscheidung entsprechend schwer.
Pizza sucht man bei diesem Italiener vergeblich und so stiegen unsere Erwartungen. Authentische italienische Küche wird angeboten, Pizza braucht es dazu nicht zwingend und am Angebot des italienischen Teigfladens mangelt es wohl in Deutschland nicht.
7 Vorspeisen. Klassiker wie Antipasto und Vitello Tonnato fehlten nicht.
6 Primi Piatti – hausgemachte Pastagerichte
5 Hauptgänge, 5 Desserts und verschiedene Eis- und Sorbetsorten rundeten die Speisekarte ab.
Wir fragten nach, ob wir die Vorspeise INSALATA PANZANELLA
Typischer toskanischer Brotsalat mit Tomaten, Gurke, Essigzwiebeln,
Parmigiano Reggiano und extra natives Olivenöl - € 12,00
zum Teilen bestellen dürfen. Gerne durften wir teilen! Und das war gut so.
Mein Mann bestellte zum Hauptgang:
SPAGHETTI AGLIO OLIO E PEPERONCINO - € 12,50
Spaghetti mit Knoblauch, Olivenöl und Chili
Und ich: SPAGHETTI ALLE VONGOLE - € 18,00
Spaghetti mit Venusmuscheln, Weisswein, frischem Chili, Petersilie
Mit der Chefin, Tatjana Meyer, kamen wir sehr nett ins Gespräch. Seit ein paar Jahren betreibt sie mit Ihrem Mann und Koch Vincenzo Di Tuoro das Burgrestaurant. Mittags, und sogar montags, sei das Restaurant immer sehr gut besucht. Der Sommer sei sehr zufriedenstellend gewesen. Aktuell sei die Lage schwierig durch die Auflagen zum Restaurantbesuch und die Unsicherheit der Gäste. Ein sachliches Gespräch – kein Jammern. Sehr schade.
Mit einem Küchengruß rechneten wir überhaupt nicht.
Als gelungene Überraschung wurden 3 Sorten ganz frisch und hausgebackenes Brot serviert!
Ich kann gar nicht sagen, welches Brot am besten schmeckte.
Jedes Brot anders, sehr abwechslungsreich und einfach köstlich. Tolles Brot, Oliven und würzige Butter
Dazu sehr guten Oliven und tomatisierte Butter. Wir hätten uns daran sattessen können.
Das Zeitfenster bis zum servierten Brotsalat passte perfekt. Und auch hier wussten wir auf den ersten Blick: Das wird gut!
Zum Glück bestellten wir die Vorspeise zum Teilen. Sie war sehr großzügig bemessen und wurde mittig platziert, 2 Teller wurden uns dazu gereicht.
Optisch war dieser Brotsalat schon mal ganz anders als „mein“ Brotsalat. Aber wir wollten ja auch nicht zu Hause essen. toskanischer Brotsalat
Die Brotwürfel waren würzig mariniert, aber immer noch wunderbar kross. Dazu leicht gesüßten Gurken, milde Essigzwiebeln, Oliven, frische Tomaten. Obenauf Friseesalat uns große Parmigianohobeln. Insgesamt eine tolle Vorspeise.
Auf die Pasta mussten wir nicht lange warten. Wir waren (leider) noch immer einzigen Gäste.
Dampfend heiß wurden frischen Spaghetti im tiefen Pastateller serviert.
Die Spaghetti Aglio Olio nicht nur mit Knoblauch und sehr gutem Olivenöl. Der würzige Kräutersud und Knusperbrösel waren eine sehr geschmackvolle Ergänzung und das Pastagericht dadurch nicht zu öllästig. Spaghetti Aglio e Olio
Etwas Schärfe brachten die roten Chilistreifen. Eine gut gewählte Chilisorte. Nicht zu scharf. So, dass die anderen Aromen nicht von der Schärfe überlagert wurden.
Ich freute mich sehr über die Spaghetti Vongole – die habe ich schon ewig nicht mehr gegessen. Spaghetti Vongole
Auch bei mir perfekte Pasta mit gut abgeschmeckten Weißweinsud. Die Vongole, die riesige Geschmacksexplosion bringen sie ja eigentlich nicht. Das wusste ich vorher, ich mag sie trotzdem. Wie mein Mann war auch ich sehr zufrieden.
Zum Abschluss noch ein kleiner Plausch. Und auch der Koch, Vincenzo Di Tuoro, kam noch an unseren Tisch.
Das fanden wir ganz besonders nett.
Bis in die Küche hat sich mein Interesse an seinem frisch gebackenen Brot herumgesprochen. Zurecht ist er stolz auf seine mühe- und liebevoll selbst mit Apfelschalen gezüchtete Lievito Madre. Die braucht Aufmerksamkeit, Zuwendung und Geduld. Geduld ist nicht meine Stärke, aber das war so spannend, dass ich einen Zuchtversuch wagen werde.
Wir wurden sehr freundlich verabschiedet und wünschen dem freundlichen Betreiberpaar alles Gute und viele Gäste.
Italienische Küche, handwerklich frisch und top zubereitet. Wir kommen auf jeden Fall gerne wieder. Geplant ist ein Ausflug nach Saarburg im Sommer. Denn ein Abend auf der wunderschönen Außenterrasse der Saarburg ist sicherlich eine Reise wert.
Was macht man nach einem Abend bei Christian Bau?
Das Frühstück ausfallen lassen und nach Saarburg fahren.
Saarburg besuchten wir vor wenigen Jahren. Ein wunderschönes Städtchen.
Unsere Anreise am Vorabend führte uns bereits durch Saarburg. Wunderschön waren die historischen Gebäude, samt Burg, beleuchtet. Selbst die Verkehrskreisel erstrahlten so weihnachtlich, dass man fast im Kreisel parken wollte.
Im Kreisel parkten wir natürlich nicht. Aber bewusst am Rande des Zentrums um dem Bewegungsmangel entgegen zu treten.
Gemütlich spazierten wir durch das schöne Städtchen. So ruhig... mehr lesen
Burgrestaurant di Vincenzo Di Tuoro
Burgrestaurant di Vincenzo Di Tuoro€-€€€Restaurant065819998585Auf dem Burgberg 1, 54439 Saarburg
4.5 stars -
"Über den Dächern von Saarburg lässt es sich gut speisen!" PetraIOWas macht man nach einem Abend bei Christian Bau?
Das Frühstück ausfallen lassen und nach Saarburg fahren.
Saarburg besuchten wir vor wenigen Jahren. Ein wunderschönes Städtchen.
Unsere Anreise am Vorabend führte uns bereits durch Saarburg. Wunderschön waren die historischen Gebäude, samt Burg, beleuchtet. Selbst die Verkehrskreisel erstrahlten so weihnachtlich, dass man fast im Kreisel parken wollte.
Im Kreisel parkten wir natürlich nicht. Aber bewusst am Rande des Zentrums um dem Bewegungsmangel entgegen zu treten.
Gemütlich spazierten wir durch das schöne Städtchen. So ruhig
Zum Jahresende 2021 hat der Essschalter geschlossen.
Und zum Glück lag es nicht an meinen mangelnden Besuchen. Bedingt durch Homeoffice waren einfach viele Fahrten durch Lauterecken entfallen.
Aber Corona trifft keine Schuld.
Die Nachfrage nach den frischen (Tages)Gerichten war einfach zu hoch um es im kleinen Team persönlich und gesundheitlich bewältigen zu können.
Die freundliche Verabschiedung ist auf der Facebookseite des Essschalters nachzulesen.
Sehr schade. Viele Kunden (mich eingeschlossen) schätzten die immer frischen und gut zubereiteten (Tages)Gerichte. Nicht nur ich werde die türkischen Köstlichkeiten vermissen.
Alles Gute für die immer fröhliche und freundliche Chefin mit Ihrem Team!
Zum Jahresende 2021 hat der Essschalter geschlossen.
Und zum Glück lag es nicht an meinen mangelnden Besuchen. Bedingt durch Homeoffice waren einfach viele Fahrten durch Lauterecken entfallen.
Aber Corona trifft keine Schuld.
Die Nachfrage nach den frischen (Tages)Gerichten war einfach zu hoch um es im kleinen Team persönlich und gesundheitlich bewältigen zu können.
Die freundliche Verabschiedung ist auf der Facebookseite des Essschalters nachzulesen.
Sehr schade. Viele Kunden (mich eingeschlossen) schätzten die immer frischen und gut zubereiteten (Tages)Gerichte. Nicht nur ich werde die türkischen Köstlichkeiten vermissen.
Alles Gute für die immer fröhliche und freundliche Chefin mit Ihrem Team!
Ess-Schalter Türkische Spezialitäten
Ess-Schalter Türkische Spezialitäten€-€€€Imbiss, Take Away063829948900Saarbrücker Straße 47 a, 67742 Lauterecken
stars -
"Leider, leider geschlossen!" PetraIOZum Jahresende 2021 hat der Essschalter geschlossen.
Und zum Glück lag es nicht an meinen mangelnden Besuchen. Bedingt durch Homeoffice waren einfach viele Fahrten durch Lauterecken entfallen.
Aber Corona trifft keine Schuld.
Die Nachfrage nach den frischen (Tages)Gerichten war einfach zu hoch um es im kleinen Team persönlich und gesundheitlich bewältigen zu können.
Die freundliche Verabschiedung ist auf der Facebookseite des Essschalters nachzulesen.
Sehr schade. Viele Kunden (mich eingeschlossen) schätzten die immer frischen und gut zubereiteten (Tages)Gerichte. Nicht nur ich werde die türkischen Köstlichkeiten
Geschrieben am 13.02.2022 2022-02-13| Aktualisiert am
13.02.2022
Besucht am 05.12.2021Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
2021.
Das zweite Jahr, an dem nichts sicher planbar war.
Jedes Fest ein Fragespiel.
Darf es stattfinden oder nicht?
2021 – 3 Jubiläen standen bei uns persönlich an. Feierlichkeiten fielen pandemiebedingt entweder komplett aus oder waren mit Einschränkungen / Auflagen verbunden.
Spätestens als GastroGuideKollege „tischnotizen“ sein erstes BAUwerk hier schrieb, wollte ich auch mal in den Genuss von Christian Baus Kreationen kommen. Zumal das, mit 3 Michelinsternen ausgezeichnete, Restaurant nicht weit von uns entfernt liegt.
Einen hervorragenden Vorgeschmack lieferte die BAUküche während des Lockdowns im Februar 2020 mit der BAUbox zu uns nach Hause (wer mag, lese hierzu meinen Beitrag und noch besser die von Kollege tischnotizen).
Wenigstens die „20“ wollte am 06.12.21 gefeiert richtig werden (50 und 25 waren bereits abgehakt).
Ein Montag.Also reservierten wir für den Abend des 05.12. unseren Tisch in Christian Baus Residenz auf Schloss Berg um in den Montag zu feiern.
Der telefonische und schriftliche Kontakt war perfekt. Es wurden Abneigungen und Unverträglichkeiten abgefragt. „Wir wollen Gäste mit unserer Arbeit glücklich machen“, so heißt es auf der Homepage.
Da gab es gar nicht so viel zu besprechen, denn die Zutaten der Menüs im VICTOR’S FINE DINING stammen überwiegenden Teil aus dem Meer. Starke japanische Einflüsse zeichnen Baus Küche aus. Also ganz nach unserem Geschmack.
Tisch reserviert, Übernachtung ebenfalls. Die Vorfreude stieg… und das Bangen, dass es hoffentlich nicht noch einmal einen Lockdown gibt!
Wir machten uns zum Glück frühzeitig am Nikolausabend auf den Weg Richtung Mosel. Vorher noch zum Testen, es galt noch 2 G+. Wir wollten gemütlich im Hotel einchecken, vielleicht noch eine kleine Runde laufen und uns dann für den Abend fertig machen.
Der Weg führte durch den Hunsrück, es war fast dunkel und es setzte Schneeregen ein. Das Reh links im Hang sahen wir rechtzeitig. Leider blieb es nicht im Hang und mit beherztem Bremsen kam es, um gefühlte Millimeter verfehlt, unversehrt auf der rechten Waldseite an. Dafür machte es hinter uns „bupp“. Einer jungen Frau mangelte es leider an Reaktionsvermögen und sie war uns aufgefahren. Zum Glück waren beide Autos noch fahrtauglich.
Die Anreise mit Hindernis reichte gerade noch zum Umziehen und schon ging es wenige Schritte zum Restaurant.
Alle Gebäude waren sehr schön weihnachtlich beleuchtet. Schloss Berg
Im Eingangsbereich stand ein in üppigem Gold dekorierter Weihnachtsbaum. .
Herzlich wurden wir begrüßt im kleinen Renaissance-Schloss aus dem 16. Jahrhundert. Impf- und negativer Teststatus gesichtet und schon wurden wir von einem jungen Herrn zu unserem reservierten Tisch begleitet.
Im Restaurant setzte man auf edle und schlichte Tischkultur ohne Weihnachtsdekoration.
Richtig, den zu Baus Küche hätten Tannenwedel und –zapfen einfach nicht gepasst. .
Das Restaurant, kleiner als erwartet, bietet wohl max. 30 Gästen Platz.
Die bequeme Bestuhlung, unerlässlich für einen Genussabend ohne Eile.
Die Menükarten wurden gereicht und die mitnehmende Sommelière Nina Mann fragte unsere Aperitifwünsche ab.
Wir starteten mit zwei Gläsern feinem Winzersekt brut (den wir einem Champagner vorziehen). .
Und natürlich mit Mineralwasser, insgesamt 3 Flaschen sorgten im Verlaufe des Abends für gesunde Flüssigkeitszufuhr.
Zum Aperitif wurden die Amuses Bouches gereicht. Was für Appetithäppchen! Vor dem ersten Bissen schon Augenweiden. Dank der vorherigen Absprache verschonten wir uns mit Gestopftem, die Gans wurde trotz unserer Abstinenz sicherlich nicht verschont.
Die gebotenen Genusshäppchen waren ein wahres Aromenfeuerwerk.
Toro I Nori I Kimizu I Myoga
Auf einem Nori-Tartelette wurde der fein geschnittene Thunfisch gereicht. Schmelzend im Mund mit einem Kleks der japanischen Mayonaise (Kimizu) und japanischem Ingwer (Myoga).
Die Macarons, wie vor unserem Besuch mit der freundlichen Frau Pleintinger besprochen, für uns ohne Foi Gras, waren der leichteste Happen der Grüße. Toro + Macaron
Japanische Waffel I Sardine I Meereskräutercreme Japanische Waffel I Sardine I Meereskräutercreme
Die japanische Waffel weckte Kindheitserinnerungen an die gepuderzuckerten Rosettenwaffeln meiner Mutter. Die luftig-salzige Knuspervariante holte uns vollständig ab. In Kombination mit Sardine und Meereskräutercreme: Auch dies wie ein Kurzurlaub am Meer.
Sicherlich ein Klassiker der Baugrüße: Bio-Ox I Räucherfisch I Caviar. Bio-Ox I Räucherfisch I Caviar
Perfekt, in mundgerechter Größe proportioniert. Im hauchdünnen Knuspertartelette serviert verbarg sich die zarte Räucherfischcreme in den Tiefen des Tartelette. Das Rindertatar cremig und mit wunderbarem Eigengeschmack, gekrönt mit Kaviar der eine feine Salzigkeit / Jodigkeit gab.
Saba I Austern I Granny Smith Saba I Austern I Granny Smith
Der Saba-Makrele wurde elegant auf seinem Knusperwaffelpodest präsentiert. In der Waffelcroustarde die erfrischende Kombination frischer Austern und grünen Apfel.
Taschenkrebs I Yuba I Tosazu I Curry Taschenkrebs I Yuba I Tosazu I Curry
Der nussig-aromatische Taschenkrebs kombiniert mit der der aromatischen Tosazusauce. Yuba, ein zartes Teigblatt aus Soja, überraschend dazu zartschmelzendes Sorbet mit dezent eingesetztem Curry.
Wachteleigelb I Jabugo Bellota Wachteleigelb I Jabugo Bellota
Der einzige warme Gruß. Luftig und sehr cremig fanden sich Wachteleigelb und cremiger Spinat. Dazu cross der feinstückige iberische Schinken. Ein Gericht mit Tendenz zum „Seelenfutter“. Und geschickt, ein mal einen Gruß in der Würzung zurückzunehmen.
Es folgte frisch gebackenes, warmes Krustenbrot und kräftiges Vollkornbrot.
Begleitet von zweierlei Butter: Bordier-Butter und mit Sojasauce aromatisierte Butter. Brot und Butter. Nicht so schlicht wie es aussieht.
Beide Brote, beide Buttersorten schmeckten ausgezeichnet. Vollkornbrot mögen wir sehr gerne, aber die feine Butter kam mit dem Krustenbrot geschmacklich besser durch. Manchmal würde fast Brot + Butter reichen. Im Hinblick auf die Gänge die noch folgen sollten, hielten wir uns doch etwas zurück.
Unser Wein für den Abend war schnell gefunden. Die Weinkarte ließ wohl kaum einen Wunsch offen. Wir entdeckten den 2018er Riesling GG vom VDP Naheweingut Schäfer-Fröhlich. Der Senior Hans Fröhlich verstarb 4 Wochen zuvor. Viel zu früh riss er eine große Lücke in den Familienbetrieb. .
Frau Mann kündigte an, dass sich dieser Wein mit jedem Gang geschmacklich verändern würde. Und natürlich behielt sie Recht. Ein spannender (Gedenk)Wein, der uns mit jedem weiteren Gang besser gefiel.
Kampachi I Blumenkohl I Yuzo I Kombu Kampachi I Blumenkohl I Yuzo I Kombu
Detailverliebt angerichtet. Das feine Sashimi der Gelbflossenmakrele hatte seinen verdienten Auftritt und die Topqualität war auf den ersten Blick zu erkennen. Auch hier wurde nochmals mit etwas Kaviar gekönt. Der Blumenkohl in unterschiedlichen Texturen. Geschmacklich unverfälscht, stimmig begleitet von Kombualge und dem Zitrusaroma im Yuzogel.
Langoustine I Thai Aromen I Palmherz I Brokkolini Langoustine I Thai Aromen I Palmherz I Brokkolini
Das bretonische Prachtexemplar des Kaisergranates! Saftig, innen schön glasig. Die Thaiaromen im würzigen, aufgeschäumten Sud. Palmherz und der wilde Brokkoli noch knackig.
Steinbutt I Japanische Aubergine I Zwiebel I Kojyu Steinbutt I Japanische Aubergine I Zwiebel I Kojyu
Die Tranche vom atlantischen Steinbutt, abgeflämmt und so mit leichten Röstaromen versehen.
Die japanische Aubergine wurde stückig mit Sesam und als Creme serviert. Die karamellisierten Zwiebeln gefielen uns ganz besonders gut dazu. Auch hier fehlte das asiatische Aroma nicht. Hier dezent eingesetzt mit Kojyuvinaigrette auf Basis von japanischem Lauch.
Eine Suppe und letzter Fischgang vor dem Fleischgang: Misoshiru I Edamame I Seidentofu I Krustentier
Die Suppentasse wurde mit mittig angerichteter Einlage am Tisch serviert. Misoshiru I Edamame I Seidentofu I Krustentier
Das sah nicht nur schön aus, es roch auch schon sehr aromatisch. Kaisergranat, Algen, verschiedene asiatische Pilze, Edamamebohnen wurden am Tisch mit dampfendheißer Misosuppe angegossen. Misoshiru angegossen
Eine leichte Suppe mit unglaublicher Geschmackstiefe.
Australisches Wagyu I Artischocke I Crème von gerösteten Algen I Meereskopfsalat
Zum Rindfleisch empfahl Frau Mann dann ein Glas Rotwein dem wir gerne zustimmten.
Ein 2009er Tinto Reserva Vina Tondonia Rioja wurde bereits nach einem Probeschluck vor dem Servieren den Fleischganges eingeschenkt. So konnte sich der Wein noch entfalten. Rotwein zum Beef
Das Rindfleisch, mit intensiver Aromatik, zeigte wieder den Einsatz höchster Produktqualität. Australisches Wagyu I Artischocke I Crème von gerösteten Algen I Meereskopfsalat
Das Fleisch mit fester Struktur, perfekt rosa, außen mit schöner Kruste, innen zart. Die feine Sauce drängte sich nicht auf, unterstützte den hervorragenden Fleischgeschmack. Es blieb kein Tropfen zurück. Sehr fein die Algencreme. Der als Nocke geformte Meereskopfsalat holte uns dagegen als Begleiter zum Fleisch nicht so ganz ab.
Nach diesem sehr aromatischen Gang samt begleitendem Rotwein passte die folgende Frische: ‚Multivitamin‘ I Exotische Früchte in Textur Exotische Früchte in Textur
Wieder ein zu Teller gebrachtes Kunstwerk. Ein fruchtiger und vielfältiger Reigen. Nicht zu süß, sehr erfrischend. Perfekt um die Geschmackssinne neu für das eigentliche Dessert zu kalibrieren. Die Perlen, wenn ich mich recht erinnere, Passionsfrucht. Exotische Früchte als Eis, Cremes, einfach pur, als Sorbet. Für mich, da nicht so süß, ein Traumdessert.
Das „richtige“ Dessert aber von Christian Bau angekündigt als „Hommage an meine Heimat“: Schwarzwälder Kirsche Schwarzwälder Kirsch
Serviert als moderne Interpretation, fernab der klassischen Torte. Alles enthalten, was zur Schwarzwälder Kirschtorte gehört. Vollkommen anders und ein vollkommener Genuss. Eine Entdeckungsreise die nicht enttäuschte und zeigte, dass auch Klassiker mit viel Liebe neu, anders und keinesfalls schlechter überzeugen können. „Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann“. Perfekt gelungen, Veränderungen können das Leben bereichern.
Chocolats & Sweets
Den süßen Abschluss ließ sich das Küchenteam nicht nehmen. Petits Fours – ein Tisch gedeckt mit Madleines, feinsten Pralinen, fruchtig gefüllten Knusperhappen, kühle Himbeercreme mit Crumble… Chocolats & Sweets... und rechts die Matchamutprobe Chocolats & Sweets Chocolats & Sweets
Frau Mann war auch zum süßen Abschluss unsere perfekte Ratgeberin. Auf einen gehaltvollen Digestif verzichteten wir. Unter der reichhaltigen Auswahl der Kaffebohnen entschieden wir uns für Brazil Yellow Bourbon. Ein ausgezeichneter, nussig-schokoladiger, Begleiter zu den wenigen Süßigkeiten, die wir noch schafften.
Leider war ich nicht aufmerksam genug. Mein Mann griff zielstrebig die grünpudrige Praline. Er mag weder grünen Tee noch Matchatee, ich mag beides sehr. Aber damit muss man mit einem Fuß in Tokio rechnen. Schwubbs, war sie im Mund verschwunden und die Reaktion ließ nicht auf sich warten. Der einzige und erste Fehlgriff des Abends. Ob sich den Fehlgriff mein Mann oder die Pâtisserie leistete sei dahin gestellt. Mein Mann nahm es kurz entsetzt, ich mit Humor. Allerdings fand ich die staubige Haptik am Gaumen und den dominanten Matchageschmack auch nicht angenehm.
Er tröstete sich noch mit einer kleinen Dosis der süßen Happen.
Wir waren sehr gut gesättigt. Das war uns leider dann zum Schluss zu viel und wir mussten passen.
Wie soll ich den Service des Abends in Worte fassen? Zunächst dachte ich an ein exakt laufendes Uhrwerk. Das stimmt, klingt aber steif. Eine Choreografie – das trifft es. Das junge und natürlich perfekt geschulte Serviceteam hatte immer den Gast im Blick ohne im Mindesten steif zu sein. Ein absoluter Wohlfühlabend bei dem sich auch der ein oder andere kurze nette Plausch ergab.
Es war ein Abend, der unsere hohen Erwartungen noch übertraf. Wir durften Neues kennen lernen. Speisen auf allerhöchstem Qualitätsniveau erleben. Der „normale“ Endverbraucher wird an solche Zutaten auch in unserer digitalen Welt nicht in dieser Vielfältigkeit herankommen. Geschweige denn zubereiten.
Die japanische Waffel ließ mich das geerbte Rosettenwaffeleisen meiner Mutter entdecken. Schnell und einfach lassen sich süße Knusperwaffeln damit herstellen. Die herzhaft-salzige Variante werde ich bald ausprobieren. Leider fehlt mir Herrn Baus Waffelteigrezept. Manche Rezepte wollen einfach erarbeitet werden.
Danke an das BAU-Team. Und ja: Es war ein glücklicher Abend!
Ich entschuldige mich, dass dieser Beitrag so lange auf sich warten ließ. Trotz leider noch aktueller Coronapandemie ist es nicht langweilig bei mir / uns. Es gibt immer was zu tun!
Gestern, 12.02.22, durften Nolux, Carsten1972 +Angetraute, mein Mann und ich einen wunderbaren und fröhlichen Genussabend an der Nahe verbringen. Dies verlieh die Flügel, mir die Nacht mit diesem Beitag um die Ohren zu schlagen. Schön!
Und die 500? Dürfen die Leser erraten und sie ergab sich, als ob es so sein soll!
2021.
Das zweite Jahr, an dem nichts sicher planbar war.
Jedes Fest ein Fragespiel.
Darf es stattfinden oder nicht?
2021 – 3 Jubiläen standen bei uns persönlich an. Feierlichkeiten fielen pandemiebedingt entweder komplett aus oder waren mit Einschränkungen / Auflagen verbunden.
Spätestens als GastroGuideKollege „tischnotizen“ sein erstes BAUwerk hier schrieb, wollte ich auch mal in den Genuss von Christian Baus Kreationen kommen. Zumal das, mit 3 Michelinsternen ausgezeichnete, Restaurant nicht weit von uns entfernt liegt.
Einen hervorragenden Vorgeschmack lieferte die BAUküche während des... mehr lesen
Victor’s Fine Dining by Christian Bau
Victor’s Fine Dining by Christian Bau€-€€€Restaurant, Sternerestaurant, Sternehotel0686679118Schloßstr. 27-29, 66706 Perl
5.0 stars -
"50. – 25. – 20. - 500. Das ist schon einen Bau wert!" PetraIO2021.
Das zweite Jahr, an dem nichts sicher planbar war.
Jedes Fest ein Fragespiel.
Darf es stattfinden oder nicht?
2021 – 3 Jubiläen standen bei uns persönlich an. Feierlichkeiten fielen pandemiebedingt entweder komplett aus oder waren mit Einschränkungen / Auflagen verbunden.
Spätestens als GastroGuideKollege „tischnotizen“ sein erstes BAUwerk hier schrieb, wollte ich auch mal in den Genuss von Christian Baus Kreationen kommen. Zumal das, mit 3 Michelinsternen ausgezeichnete, Restaurant nicht weit von uns entfernt liegt.
Einen hervorragenden Vorgeschmack lieferte die BAUküche während des
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Wer mag kann nachlesen. Ich lege den Schwamm des Vergessens über die Vergangenheit.
Seit 2 Jahren arbeite ich überwiegend von zu Hause. Wie ca. die Hälfte unserer Abteilung.
Die andere Hälfte möchte lieber im Firmenbüro arbeiten. Das klappt unter uns wirklich gut und wir halten uns teamfähig. Aber das Persönliche sollte nicht zu kurz kommen.
Am 17.02. war ich zum 2. Mal für 2022 in Präsenz im Meisenheimer Büro.
Vorab verabredete ich mit einer Kollegin (eine andere wie vor 6 Jahren) ein gemeinsames Abendessen zum privaten Plausch. Die Reservierung für den frühen Abend übernahm die Kollegin.
Klaus Scherer mit seinem Untertor ist ein etablierter Gastronom in Meisenheim. Bekannt für gute bürgerliche Küche, Fleischgerichte und insbesondere Wildgerichte.
Bei unserem Eintreffen wurden wir freundlich von einer Mitarbeiterin begrüßt. Unseren Impfstatus präsentierten wir unaufgefordert. Und glücklicherweise roch an diesem Tag nichts nach Zigarettenrauch.
Wir durften unter den noch vielen freien Tischen wählen.
Wir wählten beide den gleichen Tisch in der urig-gemütlichen Gaststube.
Hier ist bewusst ein wenig die Zeit stehen geblieben. Dies ist an der gut gewählten historisch-antiken Deko zu sehen. Frische Tischdecken und Tulpen auf dem Tisch fehlten aber nicht.
Für mich sehr stimmig und ich fühlte mich auf Abhieb sehr wohl.
Der morbide Charme der Nassräume könnte aber durchaus ein Revival vertragen, insbesondere bei der Beleuchtung.
Die Speise- und Getränkekarte wurde gereicht und wir stöberten… zu lange. Das aufmerksame Mädel mussten wir nochmals vertrösten und konzentrierten uns auf die Bestellung.
Meine Getränke: 1 gewünscht dünne Apfelsaftschorle - € 4,00 / 0,4 l, später noch 1 Mineralwasser - € 1,10 / 0,25 l. Faire Getränkepreise.
Meine Kollegin bestellte sich einen extragroßen Salatteller. Aber dem „Salat“ traute ich nicht, obwohl ich richtig Appetit auf Salat hatte.
Ich fing klein an mit einem Beilagensalat - € 4,00. Und bereute sofort nach dem Servieren nur einen Beilagensalat bestellt zu haben. Der sah nicht nur toll aus, er war es auch!
Vielfältig (sogar mit Spargel), top frisch, mit Sprossen, Kernen und einem top Dressing!
Meine Kollegin erhielt den Salat in Hauptspeisengröße und dieser war noch abwechslungsreicher. Top!
Wildgerichte waren aktuell leider nicht verfügbar.
Daher meine Hauptspeise, um die GastroGuideFreunde mal mit zu überraschen:
Rumpsteak (medium rare bestellt) mit Kräuterbutter und Pommes Frites - € 21,90.
Auch wenn beim nächsten Besuch vielleicht der große Salatteller gewinnt: Dieses Steak begeisterte mich.
Endlich mal nicht zu dünn geschnitten. Im ersten Anschnitt befürchtete ich, dass es höchstens medium gegart war. Wenige Schnitte später passte es noch mit medium rare.
Neben dem Gargrad war das Fleisch super zart und auch geschmacklich sehr gut! Sehr gute knusprige Pommes, Kräuterbutter, frische Kräuter und rote Pfefferbeeren machten diesen Teller für mich richtig rund und richtig klasse.
Das war ein sehr schönes gemeinsames Abendessen. Und das werden wir sicherlich nochmal wiederholen!
Besonders freute mich, dass mich dieses seit 30 Jahren in Meisenheim etablierte Gasthaus endlich wieder so gut überzeugte!
Schöne Meisenheimer Abendstimmung verabschiedete mich zur Heimfahrt.