"Ganz starke Leistung"
Geschrieben am 20.04.2020 2020-04-20 | Aktualisiert am 20.04.2020
Restaurant Bandol sur mer
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Sternerestaurant
03067302051
Torstr. 167, 10115 Berlin
"Ja da schau her, das Haus macht sich doch tatsächlich wieder"
Geschrieben am 19.04.2020 2020-04-19
Pizzeria Zum Löwen
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Restaurant, Pizzeria
0719571360
Bürger Straße 26, 71364 Winnenden
"Check your Lunch"
Geschrieben am 19.04.2020 2020-04-19
Check Inn Foodport
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Restaurant
070312053200
Liesel-Bach-Straße 10, 71034 Böblingen
"Theater, Theater... wenn es sich wieder ergibt"
Geschrieben am 15.04.2020 2020-04-15 | Aktualisiert am 16.04.2020
Ganymed Brasserie
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Bar, Brasserie
03028599046
Schiffbauerdamm 5, 10117 Berlin
"gegenüber dem Hauptbahnhof"
Geschrieben am 15.04.2020 2020-04-15
Sushiedo
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Lieferdienst, Sushibar, Take Away
06956999869
Taunusstraße 50, 60329 Frankfurt am Main
"Jeden Dag ebbes Bsonders-wie der Schwabe sagt"
Geschrieben am 15.04.2020 2020-04-15
Café Beck
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Bäckerei, Bistro, Cafe
071254073307
Marktplatz 11, 72574 Bad Urach
"" Gourmet Delivery" Konzept 1A"
Geschrieben am 15.04.2020 2020-04-15
Gourmet Delivery by DEKHALU
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Restaurant, Lieferdienst
01716278967
Diesterwegstraße 34, 60594 Frankfurt am Main
"Für eilige"
Geschrieben am 14.04.2020 2020-04-14
Antalyia-Döner
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06321880155
Martin-Luther-Straße 67, 67433 Neustadt an der Weinstraße
"Sehr eingedeutscht mit super viel Platz und Parkplätzen"
Geschrieben am 14.04.2020 2020-04-14
Asia Palast
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Restaurant, Bowlingcenter
063211897666
Nachtweide 43, 67433 Neustadt an der Weinstraße
". Durchaus empfehlenswert"
Geschrieben am 14.04.2020 2020-04-14
Drei Engel
€-€€€
Restaurant
06321355129
Branchweilerhofstr. 31, 67433 Neustadt an der Weinstraße
"Öko + Bio + Vegan = Birkenstock Ambiente"
Geschrieben am 14.04.2020 2020-04-14 | Aktualisiert am 14.04.2020
Simonz
€-€€€
Restaurant, Cafebar, Biergarten
020294672808
Simonsstraße 36, 42117 Wuppertal
"Einfach mal im Februar die Grillsaison eröffnen…"
Geschrieben am 14.04.2020 2020-04-14 | Aktualisiert am 26.02.2021
Aroma
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Imbiss
0721854462
Kriegsstraße 274a, 76135 Karlsruhe
"Cliff Hämmerle vermisst die Routine"
Geschrieben am 14.04.2020 2020-04-14 | Aktualisiert am 14.04.2020
Hämmerle's Restaurant
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Restaurant, Sternerestaurant
0684252142
Bliestalstraße 110, 66440 Blieskastel
"Titus @ home - Feiertagsmenüs No. III"
Geschrieben am 13.04.2020 2020-04-13 | Aktualisiert am 14.04.2020
Titus
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Restaurant, Sternerestaurant
0511835524
Wiehbergstraße 98, 30519 Hannover
"Beliebtes Ausflugslokal mit großen Portionen"
Geschrieben am 13.04.2020 2020-04-13 | Aktualisiert am 13.04.2020
Am Frauenstein
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Restaurant
06396245
Kaltenbach 12, 66999 Hinterweidenthal
"" Gourmet Delivery" Konzept 1A"
Geschrieben am 13.04.2020 2020-04-13
Gourmet Delivery by DEKHALU
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Lieferdienst, Catering
01753403050
Rundeturmstraße 16, 64283 Darmstadt
"Trotz Corona sind Gastronomen flexibel und leisten Hervoragendes, Wir erhielten unser Ostermenü"
Geschrieben am 13.04.2020 2020-04-13 | Aktualisiert am 28.04.2020
Restaurant Der Lennhof
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Restaurant, Hotel, Ausflugsziel
0231758190
Menglinghauser Straße 20, 44227 Dortmund
"Uriges Lokal, tolles Ambiente und fantastisch gutes Essen"
Geschrieben am 13.04.2020 2020-04-13
Burgschänke Hohenrechberg
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Restaurant, Ausflugsziel
071719993820
Am Schlossberg 1, 73529 Schwäbisch Gmünd
"Authentisch indisch und sehr lecker"
Geschrieben am 13.04.2020 2020-04-13
Indian Palace
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Restaurant
071619875307
Kirchstr.28, 73033 Göppingen
"Vor dem Theater genossen wir die portugiesische Küche im Haus von José – war ‘ne richtig gute Idee!"
Geschrieben am 13.04.2020 2020-04-13 | Aktualisiert am 27.02.2021
Restaurant Casa do José
€-€€€
Restaurant, Bistro, Bar
072191438018
Kriegsstraße 92, 76133 Karlsruhe
"Handwerk @ home - Feiertagsmenüs No. II"
Geschrieben am 12.04.2020 2020-04-12 | Aktualisiert am 12.04.2020
Handwerk | Casual Fine Dining
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Restaurant, Sternerestaurant
051126267588
Altenbekener Damm 17, 30173 Hannover
"Moderne Oper ist eben nicht einfach..."
Geschrieben am 11.04.2020 2020-04-11 | Aktualisiert am 12.04.2020
Engelhorn · Restaurant Opus V · 6. Etage
€-€€€
Sternerestaurant, Gourmet
06211671199
O 5, 9-12, 68161 Mannheim
"astrein @ home - Feiertagsmenüs No. I"
Geschrieben am 11.04.2020 2020-04-11 | Aktualisiert am 11.04.2020
Astrein by Eric Werner
€-€€€
Restaurant, Sternerestaurant
022195623990
Krefelder Str. 37, 50670 Köln
"Sehr leckeres Essen"
Geschrieben am 10.04.2020 2020-04-10
Offene Flamme - Thomas Kreis
€-€€€
Catering, Partyservice, Eventlocation
015255813167
Ritterstraße 2, 55758 Kempfeld
"66130 Brebach Ümüt Döner Saarbrückerstr."
Geschrieben am 09.04.2020 2020-04-09
Ümüt Kebab Haus
€-€€€
Schnellrestaurant, Take Away
06819590693
Saarbrücker Str. 68, 66130 Saarbrücken
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen 

Insalate Portofino
Rigatoni mantecati
Pizza Etna












Außenansicht
Das renovierte Innere
Dönertheke Royal
...ist ganz hübsch geworden!
Grüner Beilagensalat
That was the great Iskeeeendöör!
Lamm satt
Karisik Izgara


Die Kiste
Die Komponenten
Backfisch vom Wels / Curry-Ananas / Spargel-Linsensalat
Spargelkremsuppe / Feine Einlage
Dialog von Lamm & Poularde / Rahmwirsing / Kartoffelpüree
Nougatmousse / Amarettini / Eierlikörsauce / Erdbeer-Rhabarberkompott
Der heutige Wein: 2014 Old Vine, Weingut Mullineux, Swartland / Südafrika


Nebenraum
Blick zum Hauptgastraum
Mediterraner Bauernsalat
Extra Bratkartoffeln
Beilagensalat

Die Anleitung für das Erwärmen der Speisen
Die verpackten Speisen zum Abholen
Vorspeisenteller
geschmorter Lammbraten
Lachsschnitte
Dessert
Innenansicht 1
Innenansicht 2
Die Küche grüßte
Rissóis de Carne
Es hing ein Spieß....
Espetada...medium rare
Salat zur Espetada
Frittierte Polenta
Kokosnuss-Tarte
Schoko-Crumble und Consorten
Die Komponenten
Hausgebackenes Sauerteigbrot mit aufgeschäumter Butter
Tataki von der Lachsforelle mit Spargel und Rucola
Geschmorte Kalbsbacke mit Parmesan-Tortelloni und Selleriepüree
Rhabarbertarte mit Petersilienschmand und Mandel
Petits Fours
Der Wein heute: 2011 Riesling Wiltinger Braunfels, Weingut Van Volxem, Wiltingen / Saar





Oshibori
Sepiaragout Umamischaum von Kombu-Dashi grüne Bohnen!
Königskrabbe Pastinake Forellenkaviar Wacholder-Cannelono
Stabmuscheltatar Joghurt Sanddorn
Jakobsmuscheltatar Beurre-blanc-shots Seeigel-Curry-Schaum
Ora King Lachs, Kimizu, Ama ebi
Rote Bete, schwarzer Knoblauch, Amarant
Carabinero, Kimchi, Ananas
Collagen rules...
Kalbskopf Spinat Teriyaki
Maronensuppe mit Alba-Trüffel
Alba-Trüffel, Landei, Spinat
Kohlenfisch
Black Cod, Soja, Zitrusfrüchte
Wagyu Rinderrücken Kartoffel Brokkoli
Schokolade, Passionsfrucht, Topinambur
Quitte, Crème fraiche, Karamell
Parmesan Aubergine Champignon, alter Balsamico



Das Menü vor der Fertigstellung
Tarte von Kullererbsen mit Wacholder, gebeizter Lachs, Salat von weißem Spargel und Kräutersalz, Wildkräutersalat
Samtsuppe von der Brühler Kartoffel mit glasiertem Kaiserbein und grünem Spargel
In Salz-Zitronen-Joghurt marinierte Lammkeule mit Lorbeer, Parmesanpolenta und Gemüse-Kapern-Relish
Panna Cotta von der jungen Kokosnuss mit Rhabarber und Himbeersauce
Petit Fours
Die Weinbegleitung heute: 2017 Sauvignon Blanc I, Weingut von Winning, Deidesheim/Pfalz & 2016 Rotweincuvée Maximilian, Weingut Johner, Vogtsburg-Bischoffingen/Baden

Ok, manchmal lernt selbst ein alter Borgfelder noch neue Tricks bzw. den Umgang mit dem Reservierungssystem.
Beim Eintreten (eine niedrige Stufe) durch den schweren, windabhaltenden Vorhang ist die vergangene Nutzung noch deutlich zu erkennen. Die linke Seite des Raums beherbergt in zwei Zeilen die offene Küche, und wo jetzt Chef Saul mit einem Kollegen seine Sterneküche anrichtet
wurden sicher früher die Teigfladen „mit allem“ gefüllt. Im Gastraum mittig eine kleine Reihe von Zweier-Tischen mit harter Bistromöblierung, rechts davon auf einer Mini-Empore eine gepolsterte Wandbank, die in kleinen Ecken mündet. Auf der großen Tafel darüber werden die bis zu acht Gänge des Abends für die internationalen Gästeschar auch in englisch mitgeteilt.
Gut für das etwas exaltierte Pärchen in der Ecke, das sich nicht nur intensiv über die Speisen austauschte, sondern auch fotografierte und sogar Notizen machte. Sachen gibt’s...
Von unserem Tisch hatten wir einen guten Blick durch den ganzen Raum und konnten so die ungewöhnliche Ausstattung entdecken und bewundern, die aus dem abgerissenen Palast der untergegangenen Republik stammt und auch ganz ohne Ostalgie für Technik- wie Designfreaks einige Schmankerl bereit hält. Dazu spielte unerwartet melancholischer Rhythm’n’Blues. Das ebenso ausgefallene wie stimmige (weil eben gar nicht aufgesetzt „konzeptlastige“) Gesamtpaket hat mich trotz oder auch wegen einer gewissen Geschäftigkeit in den engen Gängen völlig überzeugt, ja begeistert. Beim nächstenmal würde ich allerdings lieber auf der hoffentlich weicheren Bank sitzen.
(Derzeit kein echtes Außer-Haus-Geschäft. Allerdings wird ein „Weinpakt“ angeboten:
5 ausgesuchte Wein-Entdeckungen zzgl. einem Liter Garnelenfrikassée oder Wildschweinragout aus der Sterneküche für 200€ deutschlandweit frei Haus)
Der Blick in die noch nicht allzu lange von Gastgeber Alexander Seiser verantwortete Weinkarte lässt für meine Vorlieben wenig Wünsche offen, Frankreich und Riesling satt, da vergeht schon mal ein Viertelstündchen mit der Auswahl. Wie gut, dass man digital vorab ja nicht nur Unverträglichkeiten mitteilen kann, sondern auch Vorlieben. Und so atmete kurz nach der Begrüßung ein feiner Chardonnay auf
und ich den (erwartbaren) Preis-Schock weg... Was übertrieben ist, denn die Weinkalkulation scheint mir angesichts der durchweg hohen Qualität sehr fair zu sein, allemal bei den Flaschen.
Erfreulicherweise leistete mir ein Kollege kurzfristig Gesellschaft, der auf die Frage nach dem Wein meist „Rot, Cuvée“ antwortet. Da bot sich ein Chateauneuf-du-Pape an. Champagne und Elsass (Vin de Voile!) besuchten wir bei unserer flüssigen Frankreich-Reise glasweise, nur Madeira fiel aus dem geografischen Rahmen.
Nicht nur als Sommelier machte Herr Seiser eine gute Figur. Stets aufmerksam, flott, zugänglich und bereit für einige informative Worten wuppte er den Service unter nur gelegentlicher Hilfe der Küche sehr souverän und schuf eine schöne, gastfreundliche Atmosphäre. Meine Vermutung, dass kleinere Sternerestaurants die Reservierung von Einzelessern aus wirtschaftlichen Gründen beschränken müssten, wollte er nicht bestätigen. Erst recht nicht den auch schon gehörten Vorwurf, dass einzelne Gäste für müde Stimmung sorgten. Im Gegenteil hätten im Bandol durch geschickte Platzierung schon spontane Gruppen zusammen gefunden. Kann ich mir gut vorstellen. Am Service gab es nullkommanichts auszusetzen, daher auch mal von mir die seltenen 5 Sterne.
Die bestellten sechs Gänge waren mit 109€ angesichts von Produkten und Mengen durchschnittlich kalkuliert. Die Karte versprach einige Abwechslung:
Vorweg
- Pilz, Estragon, Kaviar & Schwarzwurzel, XO, Liebstöckel
- Rote Bete, Pflaume, Knochenmark
- Makrele, Kapuzinerwurzel, grüne Erdbeeren
- Ziege, Teltower Rübchen, Grünkohl
- Fermentierter Rotkohl, Rote Bete, Austernvelouté
- Havelzander, Roggen, Waldpilztee
- Taube, Lauch, Rettich
- (eingelegte Kirschen, Topinambur, schwarzer Knoblauch - ohne Bestellung)
- Cassis, Stilton, Rosmarin
Hier nimmt jemand Region und Saison ernst, ohne daraus eine anstrengende Weltanschauung zu machen.
Als Tagesangebot Gänseleber, Umami-Sauce & Holzkohleapfel für zusätzliche 24€.
Auch die notgedrungen spontane Bitte meines Begleiters nach möglichst glutenfreien Speisen wurde ohne Gemaule von der Küche gut umgesetzt. Man scheint darauf vorbereitet zu sein, Respekt.
Mit einer cremigen karamellisierten Butter (Suchtgefahr!) gab es ein Kartoffel(misch)brot mit toller Kruste.
Der Teig war deutlich kartoffelig, aber recht schwer und für mich etwas zu salzarm. Als glutenfreie Variante wurden Chips von Garnele, Sellerie und Kartoffel gereicht.
Den Aufschlag machte ein Champignon-Chip mit frischen Blättern und sehr präsentem Estragonstaub, etwas Kaviar steuerte eine Spur Salz bei.
Mutige Kräuter und Crunch, schon knuspere ich dahin...
Deutlich anders angelegt ein vermutlich sehr lange im Ofen bis zu einer weingummiartigen Konsistenz gegarter Streifen Schwarzwurzel mit einer Crème aus XO-Sauce, dazu getrockneter Ingwer und Liebstöckel.
Irgendwo kam Säure her. Mutig, sehr eindeutig, der Chef hat mehrere Jahre im Rutz bei Marco Müller gekocht.
Die zweite Runde war erneut ein Fingerhappen, aber deutlich komplexer:
Tartelette von Sonnenblumenkernen, darauf eine Schicht Rote Bete, darüber ein Marshmallow eindeutig mit dem Geschmack von Rindermark. Bestrichen mit einem Hauch von Bierbalsam, der an alten Essig erinnerte. Schließlich Tupfen von Pflaume, die würzige Süße mitbrachten. Sehr, sehr süffig. Alter Falter, da weiß jemand, was er tut.
Zum Start ins Menü die inzwischen häufig erlebte gebeizte Makrele, deren Fett den Hintergrund bildete für so kräftige Geschmäcker wie salziges Seegras, saure grüne Erdbeeren, eine kräuterig-scharfen Mayo mit Kapuzinerwurzel und einen nachträglich angegossenen Dashi von Hühnerknochen, Muschel und Shitakepilzen.
Herausfordernd, genau mein Ding.
Kaum leiser der folgende Gang, der sich leider als vegetarisch herausstellte. Leider, denn auf Ziegenfleisch war ich sehr gespannt gewesen. So war es dann „nur“ Quark, der die mexikanisch scharf eingelegte Gurke, schön herausgearbeiteten Grünkohl in verschiedenen Texturen und Teltower Rübchen verband, die zu malzig schmeckenden Chips verarbeitet waren. Das hatte zwar viel Biss, aber auch viel Säure, die hier zwar unterschiedlich, aber letztlich ohne interessanten Konterpart inszeniert wurde. Ein Foto ist nicht auffindbar, so sad...
Auch der nächste Teller kam ohne Fleisch aus. (Ich nehme an, dass Vegetarier aus dem Menü die fleischfreien Gänge wählen, die dann von der Portionsgröße angepasst werden.)
Die Küche richtete fermentierten Rotkohl und Rote Bete in verschiedenen Varianten (darunter intensiv dehydriert) zunächst „trocken“ mit Champignonsand und Saiblingskaviar an. Später wurde eine Austern-Velouté angegossen.
War wieder säuerlich, aber durch die weiteren Komponenten nicht mehr so extrem. Gut, aber vegetarisch begeistert mich eben selten.
Nach den jahreszeitlich bedingten Gemüsefermentationen freute ich mich auf ein schönes Stück Fisch. Für diesen Wunsch war der heimische Zander nicht umsonst gestorben.
Saftig, mit einer knusprigen Haut und etwas Roggensand bestreut war das schon solo 1a. Mit dem wiederum am Tisch beigefügten Waldpilztee ging’s aber nochmal eine Stufe höher, zumal ein Gel aus Pflaumensaft der umami-Bombe einen kleinen fruchtig-süßen Twist gab.
Elegant dazu ein kleiner Raviolo mit einer kühlen Roggencrème-Füllung. Schön, dass auch Temperatur eingesetzt wurde. Toller Teller.
Die folgende, kräftig angebratene Foie gras war vorzüglich und wurde durch eine Sauce aus Schweinefüßen noch vollmundiger.
Gut, dass ein knuspriger Kalbskopf-Chip der Cremigkeit ebenso Einhalt gebot, wie die geräucherten Apfel-Parisienne, die natürlich auch die notwendige Säure einbrachten. Ganz anders, aber nicht weniger süffig war ein mit Entenrilette gefüllter Dumpling, der mit heißem Bärlauch-Öl und Panko-Crumble aber überhaupt keine Wünsche offen ließ.
Genialer Begleiter das Gläschen vom Rebensaft aus deutschen Landen,
der auch nach über 40 Jahren mit einem Quäntchen Frische neben aller Süße erfreute. (Was würden Sie auf eine einsame—It’s SCHARZHOFBERGER, stupid!)
Taube polarisiert.
Ich mag den eigentümlichen, leicht metallischen Geschmack. Hier wären vermutlich viele Genießer ausgestiegen, denn es gab auch das Herz und in einer kleinen Galette
wurde die Leber mit Meerettich und Grünkohl gereicht. Die beiden Tranchen auf dem Teller waren sous-vide, aber noch mit Textur gegart und hatten dann das berühmte Röstaroma mitbekommen.
Zum Aufnehmen der vollmundigen Sauce auf der Basis von Schweinefüßen gab’s lockere Buchweizenbrötchen
extra! Mehr geht nicht - perfekter Fleischteller. Der Vollständigkeit halber seien eher geschmacksarmer Lauch und süß-saurer Rettich erwähnt.
Während sich mein Gegenüber die eingelegten Kirschen schmecken ließ, freute ich mich an verarbeitetem Stilton, der durchaus kräftiger hätte sein dürfen, da neben säuerlichem Cassis auch Rosmarin ätherisch hervor schmeckte.
Aber das war keine Unausgewogenheit, sondern betraf lediglich meine persönlichen Vorlieben.
Und die haben die Bandolisten aus der Torstraße wirklich fast perfekt getroffen. Küche, Service und Ambiente - hier hat mal wieder alles gestimmt und sich zu einem wundervollen Abend gefügt. Danke dafür!