"Als Touri kommt man nur einmal, ganz sicher"
Geschrieben am 08.04.2023 2023-04-08
Traveblick
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Restaurant, Cafe
045022645
Vorderreihe Brücke 148, 23570 Lübeck
"Im neuen, zweiten Restaurant in der Altstadt bestätigt sich die Qualität aus Travemünde."
Geschrieben am 06.04.2023 2023-04-06 | Aktualisiert am 07.04.2023
Das Köstlich | Lübeck Altstadt
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Restaurant, Take Away
045147999447
Koberg 13-15, 23552 Lübeck
"Auch in den neuen Räumlichkeiten in der Innenstadt, und für mich nun das erste Mal vor Ort, konnte "Arsien" in der Gesamtheit mit Qualität überzeugen."
Geschrieben am 04.04.2023 2023-04-04 | Aktualisiert am 07.04.2023
Arsién - Fusion japanese cuisine
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Restaurant
045139730320
Hüxterdamm 3, 23552 Lübeck
"Kurzbericht Aktenzeichen „Shawarma“: Dank dem ALzaim zum ersten Mal probiert und dadurch kulinarisch bereichert."
Geschrieben am 04.03.2023 2023-03-04 | Aktualisiert am 10.03.2023
ALzaim
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Lieferdienst, Bistro, Take Away
045147997828
Königstraße 46A, 23552 Lübeck
"Türkisch essen in Wohlfühlatmosphäre!"
Geschrieben am 14.02.2023 2023-02-14
Restaurant Merhaba
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Restaurant
04512095181
Schüsselbuden 18, 23552 Lübeck
"Passables Fischrestaurant mit italienisch-touristischem Einschlag in uriger Location"
Geschrieben am 05.12.2022 2022-12-05 | Aktualisiert am 06.12.2022
Fisch & Meer in der Alten Vogtei
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Restaurant, Cafe, Biergarten
04502770868
Vorderreihe 7, 23570 Lübeck
"Kleines Café in historischen Gemäuern, dass mich auch mit seinem herzhaften Mittags-Tagesangebot erfreuen konnte."
Geschrieben am 15.11.2022 2022-11-15
Cafe Fräulein Brömse
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Cafe
045180909948
An der Untertrave 1, 23552 Lübeck
"Das neue, nun dritte Kapitel der veganen Fleischhauerstraßen-Gastronomie entpuppte sich als positive Überraschung."
Geschrieben am 12.11.2022 2022-11-12 | Aktualisiert am 12.11.2022
V27 - Home of Wheat
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Bistro
045130466030
Fleischhauerstraße 41, 23552 Lübeck
"Statt feinem Sushi liefert hier nun das "Raahi" feine und abwechslungsreiche indische Küche, die beim Erstbesuch auch gleich in allen Bereichen voll überzeugen konnte."
Geschrieben am 11.11.2022 2022-11-11 | Aktualisiert am 12.11.2022
Raahi - Fine Indian Food
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Restaurant
045192996460
Mühlenbrücke 1a, 23552 Lübeck
"Angenehmer Aufenthalt!"
Geschrieben am 22.10.2022 2022-10-22
Café Erdapfel
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Restaurant, Bistro
045158698390
Markt 1, 23552 Lübeck
"Man sollte doch besser NoTeaForMe vorher kontaktieren-oder-Wenn man wieder einmal auf die alten Herren hört :-("
Geschrieben am 26.09.2022 2022-09-26
Ristorante San Remo
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Restaurant, Lieferdienst, Pizzeria
04517079460
An der Obertrave 10, 23552 Lübeck
"Auch wenn es kein „innovatives Konzept" ist, präsentiert sich der Imbiss insgesamt trotzdem als sinnvolle Bereicherung der Lübecker Gastronomie-Landschaft."
Geschrieben am 23.07.2022 2022-07-23
Fisch Konzept
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Schnellrestaurant, Bistro, Gaststätte
01633970959
Lindenplatz 14, 23558 Lübeck
"Noch ein alternatives, rein pflanzliches Angebot in der Fleischhauerstraße, welches aber für mich definitiv noch optimiert werden sollte."
Geschrieben am 18.07.2022 2022-07-18
Restaurant Erbse | Vegane Küche
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Restaurant, Imbiss
017662393660
Fleischhauerstraße 59, 23552 Lübeck
"Eine neue Cafebar in Sichtweite zum Holstentor, die mit kreativem Tagesgericht überraschen und überzeugen konnte."
Geschrieben am 15.07.2022 2022-07-15 | Aktualisiert am 15.07.2022
Cafebar Blaupause
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Cafebar
045130449224
An der Obertrave 12, 23552 Lübeck
"Sommerpause 2022"
Geschrieben am 17.06.2022 2022-06-17
Restaurant Yamas
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Restaurant, Lieferdienst, Take Away
045130434592
Bülowstraße 24, 23566 Lübeck
"Das Essen war ok, an der Sauberkeit im Lokal haperte es gewaltig"
Geschrieben am 23.03.2022 2022-03-23 | Aktualisiert am 25.03.2022
Lübecker Nudelkontor
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Restaurant, Catering
04517907794
Beckergrube 25, 23552 Lübeck
"Alles rund um Italien und seine Teigspezialitäten - schon nach kurzem Erstbesuch eine wirkliche Bereicherung der lokalen Gastronomie um etwas Mediterranes."
Geschrieben am 18.03.2022 2022-03-18
Restaurant Mani in Pasta
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Restaurant, Bistro
4945158558862
Mönkhofer Weg 42, 23564 Lübeck
"Ein simples Konzept, dass seinem Preis qualitativ und geschmacklich gerecht werden konnte, aber auch ein paar Abstriche aufwies."
Geschrieben am 14.03.2022 2022-03-14
Moku Poke
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Imbiss
015750628304
Königstr. 81, 23552 Lübeck
"Trotz langer Historie des Ruderclubs ist die Gastronomie im "Bootshaus" keineswegs "verstaubt"."
Geschrieben am 11.03.2022 2022-03-11
Restaurant Bootshaus
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Restaurant, Vereinsheim, Eventlocation
0451791427
Hüxtertorallee 4, 23564 Lübeck
"Ein interessanter Videobericht bringt einem die Arbeit hinter den Kulissen näher."
Geschrieben am 09.03.2022 2022-03-09 | Aktualisiert am 09.03.2022
UTER | Konditorei – Bar
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Bar, Cafe, Konditorei
015143564369
Fleischhauerstraße 62, 23552 Lübeck



Außenansicht mit der Terrasse.
Gastraum mit Empfangstisch und Bar.
Malereien hübschen die Wände auf.
Innenansicht mit künstlichem Kamin.
Das Séparée.
„Hausgemachtes Labskaus -zum kennenlernen - serviert mit dänischen Gurken und einem Spiegelei“.
Das „norddeutsche Ragout“ freigelegt.
Außenansicht mit der kleinen Terrasse.
Der Gastraum mit der Bar.
Gang ins Untergeschoss zu den Toiletten.
"chicken ramen soup“.
Außenansicht.
Der Thekenbereich mit den Shawarma-Drehspießen.
Kalb-Lamm-Shawarma-Rolle in der Maxi-Größe.




Dips Cacik und Ezme
Geschnetzeltes vom LammLamm
Hähnchen in Currysauce

Außenansicht.
Der Thekenbereich.
Innenansicht zum 1. Gastraum.
Innenansicht zum 2. Gastraum.
Mittagstisch: Kürbissuppe mit hausgebackenem Brötchen.
Außenansicht.
Innenansicht mit Blick zum Fenster.
"Wheat Balls" - gewürzte Bulgurgpaste in Kugelform mit Salat, Saucen und Fladenbrot.
Außenansicht.
Innenansicht mit Blick zur Bar.
Innenansicht mit Blick zum Fenster.


Ristorante San Remo
Außenbereich
Speisekarte
Auszug aus der Speisekarte
Himbeer-Granatapfel-Erfrischer, die hausgemachte Limonade
Spaghetti Carbonara nach italienischer Rezeptur mit Pancetta, Eigelb, Sahne und Grana Padano
Lasagne al forno – hausgemachter Nudelhackauflauf aus 100% Rindfleisch und Mozzarella
Lasagne al forno – hausgemachter Nudelhackauflauf aus 100% Rindfleisch und Mozzarella
Pizza mit Hähnchen, roten Zwiebeln und Champignons
Creme Brülee mit hausgemachter Vanillecreme und saisonalen Früchten
Panna Cotta mit hausgemachter Erdbeersoße
Der gesamte Kiosk-Bereich.
Der Pavillon.
Der kleine "Gastraum".
Speisekarte Juli 2022
Backfisch "Bruscetta" in Sesam-Burgerbrötchen mit klassischer Remoulade, Tomaten, Rucola und Balsamico-Creme.
Backfisch "Bruscetta" in Sesam-Burgerbrötchen mit klassischer Remoulade, Tomaten, Rucola und Balsamico-Creme.
Innenansicht mit Blick auf die Theke.
Innenansicht, rechts von der Theke.
Falafel mit Hummus und Salat-Mix mit Mango-Chili-Dressing.
Außenansicht.
Sitzmöglichkeiten im Innenbereich.
Innenansicht mit Blick zum Eingang.
Brötchen nach indischer Roti-Art mit Baby-Leaf-Salat.
Orangen-Ingwer-Curry.
Lübecker Nudelkontor
Außenbereich, direkt an der Straße
Gastraum
Wein-und Ölregal
Blick zur Küche
Speisekarte
3x 0,4ér Coca Cola für je 3,80 €
Auszug aus der Speisekarte
Tagesangebote
Dreckflusen wohin man schaut
Kippelige Tische-und einen Lappen haben die lange nicht gesehen
CANNELLONI CON SPINACI RICOTTA - Cannelloni gefüllt mit Spinat und Ricotta (ital. Frischkäse) im Ofen überbacken für 11,70 €
SPAGHETTI VERDI CON PANNA FUNGHI E SPECK - frische grüne Spaghetti mit Speck und Champignons in Sahnesoße für 11,50 €
Penne mit Hähnchenstreifen und Rahmchampignons in Pfefferrahmsoße für 12,00 € als Tagesgericht
Penne mit Hähnchenstreifen und Rahmchampignons in Pfefferrahmsoße für 12,00 € als Tagesgericht
Wildpinkler
Blick auf die Theke.
Innenraum mit einer kleinen Sitzgelegenheit.
„Insalata di Tacchino“: aus gemischten Blattsalaten, roten Zwiebeln, Tomaten, auf meinen Wunsch Südtiroler Speck statt Putenstreifen und Oliven in einem Honig-Senf-Dressing ; kleine Portion.
Innenansicht.
Blick auf die Zutaten in der Theke.
„Niihau“-Bowl: Garnelen, Soja-Knoblauch-Marinade, für mich Quinoa statt Salat, Rote-Bete-Mayonnaise, Edamame, Mango, Rotkohl, rote Zwiebeln, Karotten und Wasabi-Erbsen; kleine Portion.
„Niihau“-Bowl mit freigelegter Quinoa-"Basis".
Außenansicht.
Blick aus dem Gastraum auf die Trave mit den Türmen des Doms im Hintergrund.
Die Theke.
Innenbereich.
Mittagstisch KW10 2022.
Aus dem Wochen-aktuellen Mittagsangebot: -„Forellenfilet gebraten, mit Salzkartoffeln, Dillsauce und Gurkensalat“.
Aus dem Wochen-aktuellen Mittagsangebot: -„Forellenfilet gebraten, mit Salzkartoffeln, Dillsauce und Gurkensalat“ - Detail Fisch.
Gurkensalat zum „Forellenfilet gebraten, mit Salzkartoffeln, Dillsauce und Gurkensalat“ aus dem Wochen-aktuellen Mittagsangebot.









Da Opi Hartwig aber noch etwas schwach auf den Beinen ist, sollte es nicht der übliche Stadtrundgang durch Lübeck werden, sondern eher mal die ruhigere Variante. Da Walther in Israelsdorf sein Häuschen hat, und wir ihn dort abholen wollten, war natürlich der kürzeste Weg zum schön spazieren gehen der nach Travemünde. Von Israelsdorf waren wir in wenigen Minuten da, unser Auto stellten wir auf einem der vielen gebührenpflichtigen Parkplätze ab, und nun konnten wir auf der Strandpromenade entlang der Trave schön flanieren und spazieren gehen. Das Wetter war uns hold, Sonnenschein, blauer Himmel und die ersten frühlingshaften Temperaturen. So recht hatten wir im Vorfeld kein Restaurant auserkoren, für uns war nur klar, es sollte Fisch geben. Bei Gosch an der Strandpromenade wurden wir fast schwach, der Laden war uns dann aber zu gut besucht, so dass im Innenbereich kein vernünftiger Platz mehr frei war, und draußen unter den Heizpilzen wollten wir aber auch nicht sitzen.
Schließlich kamen wir unweit vom Gosch an das schwimmende Restaurant „Traveblick“. Hier hatten wohl Hartwig und Walther vor sehr langer Zeit schon einmal gespeist, und waren damals zumindest zufrieden. Da Walther uns Sachsen immer als Touris sieht, wir waren ja noch nicht genug in Lübeck und Travemünde, war das nun hier der perfekte Platz. Das Restaurant ist, wie es Kollege NoTeaforme schon beschrieben hat, auf Pontons gelagert und besteht aus zwei Etagen. Die Küche ist in einem Seitenponton untergebracht.
Das Restaurant war zur Mittagszeit gut besucht, wir hatten das Glück das auf dem Oberdeck zwei Tische frei waren. Wir hatten freie Auswahl, und nahmen uns natürlich den zur See gewandeten Tisch. Hier hat man einen wunderbaren Blick über die Trave zum Priwall als auch zum Kreuzfahrtterminal. Ab und an kommt dann auch mal eine Fähre oder so ein großer Kreuzfahrer vorbeigeschippert, da hat man als Touri natürlich was zu sehen. Das Restaurant ist schlicht ausgestattet. Auf dem rustikalen Holzboden stehen ausreichend große, aber wackelige Tische, auf den großen Korbmöbeln mit Sitzkissen sitzt man ganz angenehm. Die Sonne heizte dem schwimmenden Restaurant schon schön ein, daher waren im Dach schon die Dachluken geöffnet. Wie ist das dann hier im Sommer?
Begrüßt wurden wir von zwei Damen, die hier in beiden Bereichen den Laden am Laufen hielten. Knochenjob, den ganzen Tag treppauf, treppab. Die beiden wissen was sie Abends gemacht haben. Vielleicht lag auch deren Freundlichkeit an den vielen Kilometern, die sie am Tag absolvieren, oder war es einfach die so viel gepriesene nordische Freundlichkeit. Wir fühlten uns jedenfalls nicht unbedingt freundlich bedient, der Ton war ruppig.
Die Speisekarten wurden gleich nach unserem setzen gereicht, und da wollte man auch schon wissen was wir denn zu trinken haben wollten. Ja, aber woher weiß ich denn was dieser Laden hier zu trinken anbietet? Dürften wir erst einmal in der Karte schauen? Naja, wenn´s sein muss. Gleichzeitig bat ich die Dame, doch bitte die Außentüre im Servicebereich, welcher am Ende des Lokals lag, doch bitte zu schließen, da es unwahrscheinlich zog, die beiden älteren Herren und meine Dame fröstelten, und ich aber genau im Zug saß. Als Antwort bekam ich das dies nicht gehen würde, da die beiden Servicekräfte dann in dieser Ecke „verrecken“ würden. Stattdessen würde sie die Dachfenster schließen. Gesagt getan, viel Besserung brachte es mir zumindest nicht, da der Treppenaufgang schräg hinter mir war, und es noch immer zog. Ich bin nun keine Frostbeule, aber im Laufe unseres Essens musste ich mir dann doch die Jacke überziehen, da es mir zu kalt wurde. Zwei Tische weiter hinten moserten derweil zwei alte Damen, die hier ihren täglichen Cocktail zu sich nahmen. Denen war es nun wieder zu warm. Ob es am Alkoholgenuss oder was anderen liegt, kann ich nun nicht sagen, jedenfalls war es entweder zu warm oder zu kalt.
Genug gemeckert. Zwischenzeitlich hatten wir in der Karte zumindest schon einmal die Getränkeseite aufgeschlagen, und das war wohl das Zeichen: jetzt Wissens was in der Karte steht. So warfen wir wenigstens einen schnellen Blick in die Karte und bestellten da als Getränke:
· 3x 0,2ér Grauer Burgunder für je 5,50 €
· 1x 0,5ér Benedektiner Hefeweizen Alkoholfrei für 4,90 €
Nun entschwand erst einmal die Dame, war sie erst einmal beschäftigt. In der Zwischenzeit konnten wir nun erst einmal die Speisen sondieren. 110 Fischgerichte und 9 Gerichte aus Topf und Pfanne sollten ausreichend sein, um das passende für sich zu finden. Die Preise sind dabei für diese Lage sehr human und liegen zwischen 14 und 22 Euro. Zwischenzeitlich waren nun auch unsere Getränke gekommen, und um weiteren Stress vorzubeugen bestellten wir unsere Speisen. Auf eine Vorspeise verzichteten wir.
Als Hauptspeise sollten es sein:
· 2x Rotbarschfilet gebraten - auf einem Bett von gebratenem Rosenkohl, Pastinaken und Karotten, mit Parmesan verfeinert, dazu Kürbis-Kartoffel-Stampf für je 16,90 €
· 1x Dorschfilet im Speckmantel gebraten - auf einem Bett aus Kürbis, Zwiebeln, Speck, frischer Rote Bete und weißen Bohnen, dazu Kartoffelkrustel für 18,90 €
· 1x Labskaus nach „Seemannsart“ - dazu Spiegeleier, umlegt mit Matjesfilet, Bismarckhering, Rote Bete, Zwiebeln und Gewürzgurke für 14,90 €
Die „nette“ Dame entschwand mit unseren Wünschen, und wir konnten erst einmal klönen und schnaken. Dabei stießen die Weingläser dann doch stark auf unsere Verwunderung. Diese hätte ich jetzt vielleicht in einem Dorfgasthof in Hinterkleckersdorf erwartet, oder in der Mitropa der Deutschen Reichsbahn, aber nicht in einem Lokal am Tourihotspot Travemünde. Aber wie die Gläser aussahen, so schmeckte letztendlich auch der Wein. Der war sauer und schmeckte einfach nur billig, so die übereinstimmende Meinung der beiden Herren und meiner Frau. Naja.
Zum Glück mussten wir nicht lange nur bei diesem Gesöff bleiben, denn bereits nach einer viertel Stunde standen unsere Teller mit den gewünschten Speisen am Platz. Auf den ersten Blick sahen sie erst einmal ganz ansprechend aus, das wars dann aber schon fast.
Meine Frau und Walther hatten sich das Rotbarschfilet auserkoren. Unbedingt viel war es letztendlich nicht was dann bei den beiden am Platz stand. Zwei Filets vom Rotbarsch, allen Anschein nach in der Fritöse zubereitet, denn das Fett trifte nur so heraus. Das eine Filet meiner Frau war wahrscheinlich schon das zweite Mal durch dieses Fettbad gewandert, denn am schmalen Ende des Fisches war er einfach nur knusprig und (furz)trocken.
Das bekomm ich in der Imbissbude so auch geliefert. Der Rosenkohl machte zumindest vom Anblick her Appetit, denn dieser war herrlich hellgrün geblieben. Kein Wunder, war er doch wahrscheinlich nur sehr kurz im heißen Wasser und anschließend in der Pfanne, denn er war so hart, dass er beim Zerschneiden gern auch mal vom Teller fluppen wollte, oder wenn man ihn im Ganzen gegessen hat, brauchte man ordentliche Zähne.
Bei den klein geschnittenen Karottenscheiben war es in Ordnung das diese bissfest waren. Pastinaken und Karotten hielten sich in der Anzahl die Waage. Das Gemüsebett wurde noch mit etwas Parmesan bestreut, fertig. Der Kürbis-Kartoffel-Stampf wurde in einer größeren Schale gebracht, wo sich beide hineinteilen mussten. Das fand ich persönlich nicht unbedingt schön, denn auch wenn Hartwig und Walther unsere Väter sein können, muss ich nicht mit ihnen aus einer Schüssel essen. So viel wurde dann aber letztendlich nicht von diesem Kartoffelstampf gegessen, denn trotz das er recht grob war und auch kleine Kürbisstückchen zu sehen waren, schmeckte er nach nichts.
Opi Hartwig hatte sich wie immer für Dorsch entschieden. Hier gab es ihn als Dorschfilet im Speckmantel gebraten. Da man ja Fisch mit einem Fischmesser isst, haben die drei Fischesser natürlich auch eins bekommen. Aber wie bitte schön soll ich mit so einem Ding einen Speckmantel, mit welchem der Dorsch umwickelt war, durchschneiden?
Nachdem Opi Hartwig vergeblich darauf hin und her gejuchtelt war, erbarmte ich mich, und begab mich in den Servicebereich, um dann ein richtiges Messer mit Zacken zu holen. Um siehe da, jetzt konnte Hartwig endlich essen. Der Dorsch im Speckmantel war so wie er aussah sicher auch in der Fritöse zubereitet, denn vom Fett hatte er noch einiges zu bieten. Nicht schlecht mag ja die Idee sein, ein Bett aus Kürbis, Zwiebeln, Speck, frischer Rote Bete und weißen Bohnen dazu zu machen. Davon war auch reichlich unter dem Dorsch vorhanden, allerdings mutierte das nach wenigen Happen bereits zu einem undefinierbaren, roten Matsch. Und da das Auge ja bekanntlich mitisst. Nee, das war definitiv nix. Einzig die Kartoffelkrustel waren ordentlich frittiert und bissfest. Das Matschefoto erspar ich euch lieber.
Ich freute mich wieder auf den Labskaus nach „Seemannsart“. Wie ihr wisst, esse ich diese norddeutsche Spezialität oft und allzu gerne. Das erste Mal kam mir jedoch Labskaus mit einem Matjesfilet und nicht nur mit Bismarckhering auf den Teller. Das war mir neu, und um ehrlich zu sein, der Matjes passte eigentlich nicht so recht dazu.
Das Matjesfilet und Bismarckhering nicht vom Fischer um die Ecke kommen war auch am Geschmack und Aussehen deutlich. Deutlich war auch, dass das Spiegelei fast schon zu lange in der Pfanne verbracht hatte. Das Eigelb war zwar gerade noch so flüssig, das Eiweiß war am Rand jedoch schon zu knusprig, fest und dunkel gebraten. Das eigentliche Labskaus, die Mischung aus Kartoffeln, Rindfleisch und Roter Beete verdiente aber diesen Namen nicht. Kartoffeln waren reichlich, Rote Beete zu wenig, und vom Rindfleisch kam kaum der typische Geschmack durch, also noch weniger. Der ganze Stampf war trocken und krümelig, und erinnerte eher an Labskaus aus der Dose, wie man ihn bei manch einem Discounter zu kaufen bekommt. Das machten dann die paar Scheiben Rote Bete, die paar Ringe frischer Zwiebeln und die Gewürzgurke auch nicht mehr wett. Das war der schlechteste Labskaus den ich je gegessen habe. Gut das der Koch auf keinem Schiff angeheuert hat, ich glaube die Seemänner/innen hätten ihn über Bord geworfen.
Im Gespräch mit dem Nachbartisch bekamen wir mit, dass der Koch wohl erst seit einigen Tagen hier arbeitet, und des demnächst eine neue Karte geben soll, da er sie umarbeitet. Ich habe ja die böse Vermutung das die Karte dann zu irgendwelchen einfachen Gerichten gewechselt wird, denn so richtig wirklich gut kochen kann er nicht. Das hat er bei allen drei Gerichten eindrucksvoll bewiesen.
Nach einer glatten Stunde im Lokal hatten wir gezahlt, und verließen mehr als enttäuscht das Lokal.
Unser Fazit: wir ließen zu viert glatt 89,00 € im Lokal, und dabei beließen wir es auch. Weder das Ambiente noch der Service geschweige denn die Kochkünste konnten uns hier überzeugen. Und wenn selbst die beiden älteren Herren dies unumwunden zugeben, lieg ich mit meiner Einschätzung nicht falsch: hier werden wir das nächste Mal nen großen Bogen drum machen.