"Traditionen leben"
Geschrieben am 08.02.2020 2020-02-08
Le Moissonnier
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Restaurant, Sternerestaurant, Weinkeller
0221729479
Krefelder Str. 25, 50670 Köln
"Französische Küche mit nordafrikanischen Einflüssen"
Geschrieben am 17.01.2020 2020-01-17 | Aktualisiert am 17.01.2020
Restaurant La Difference
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Restaurant, Bistro
0221731756
Hansaring 131, 50670 Köln
"Zentrale Lage am Bahnhof Deutz"
Geschrieben am 12.01.2020 2020-01-12 | Aktualisiert am 12.01.2020
Deutzer Brauhaus
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Restaurant, Brauhaus
022189998420
Ottoplatz 7, 50679 Köln
"Klassik mit Rheinblick"
Geschrieben am 06.01.2020 2020-01-06
Zur Tant · Gourmetrestaurant
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Sternerestaurant
0220381883
Rheinbergstr. 49, 51143 Köln
"Das Haus hat sicher Potential – bei unserem Besuch wurde nicht alles sichtbar bzw. erfahrbar für uns."
Geschrieben am 21.12.2019 2019-12-21 | Aktualisiert am 21.12.2019
Zur Alten Post
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Restaurant
02216639467
Bergisch Gladbacher Str. 1124, 51069 Köln
"The Return of Crepinette & Strudel"
Geschrieben am 15.12.2019 2019-12-15
Astrein by Eric Werner
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Restaurant, Sternerestaurant
022195623990
Krefelder Str. 37, 50670 Köln
"Fleischlastige Brauhausküche auf grundsolidem Niveau"
Geschrieben am 08.12.2019 2019-12-08
Ausschank Brauerei zum Pfaffen
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Restaurant, Brauhaus
02212577765
Heumarkt 62, 50667 Köln
"I brauch ka große Welt, i will ham nach Neuehrenfeld!"
Geschrieben am 06.12.2019 2019-12-06
Essers Gasthaus
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Restaurant, Gasthaus, Biergarten
0221425954
Ottostraße 72, 50823 Köln
"Sonntags-Lunch in der Südstadt – locker und angenehm"
Geschrieben am 27.11.2019 2019-11-27 | Aktualisiert am 27.11.2019
phaedra
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Restaurant
022116826625
Elsaßstr. 30, 50677 Köln
"Siehe Bericht über die Neueröffnung der Villa - Kalka im Link:"
Geschrieben am 26.11.2019 2019-11-26
Villa Kalka
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Restaurant, Cafe, Patisserie
022127642012
Kalk-Mülheimer Str. 58, 51103 Köln
"Betriebsferien vom 23.12.19 bis einschließlich 01.01.20"
Geschrieben am 26.11.2019 2019-11-26
Sünner Keller
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Restaurant, Hausbrauerei, Biergarten
022198557400
Kalker Hauptstr. 260-262, 51103 Köln
"In der Kürze lag viel Würze"
Geschrieben am 25.11.2019 2019-11-25
Great Wall
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Restaurant, Lieferdienst, Catering
02212774712
Burgmauer 16, 50667 Köln
"Sternekoch im Imbiss"
Geschrieben am 16.11.2019 2019-11-16
Little Foodie
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Restaurant, Schnellrestaurant
02212712460
Ehrenstraße 25-27, 50672 Köln
"Einfaches Frühstück und desorientierter Service."
Geschrieben am 09.11.2019 2019-11-09 | Aktualisiert am 10.11.2019
alter markt 55
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Restaurant, Cafe, Loungebar
02219201980
Alter Markt 55, 50667 Köln
"Tage wie diese… Hochzeitstag – Christopher Street Day – Kennenlernen „Tischnotizen“"
Geschrieben am 05.11.2019 2019-11-05 | Aktualisiert am 06.11.2019
Essers Gasthaus
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Restaurant, Gasthaus, Biergarten
0221425954
Ottostraße 72, 50823 Köln
"Siehe WEB Seite https://www.markthalle-belgischesviertel.de"
Geschrieben am 12.10.2019 2019-10-12
Markthalle im Belgischen Viertel
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02215000735
Maastrichter Str. 45, 50672 Köln
"Vielleicht die besten Törtchen der Stadt"
Geschrieben am 12.10.2019 2019-10-12
Törtchen Törtchen
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Cafe
022127253081
Apostelnstraße 19, 50667 Köln
"mittags 2 Gänge a la Carte"
Geschrieben am 12.10.2019 2019-10-12
Astrein by Eric Werner
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Restaurant, Sternerestaurant
022195623990
Krefelder Str. 37, 50670 Köln
"Kostas griechisches Fischmenü"
Geschrieben am 11.10.2019 2019-10-11 | Aktualisiert am 11.10.2019
phaedra
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Restaurant
022116826625
Elsaßstr. 30, 50677 Köln



Außenansicht
Interieur
Brot & Aufstrich
Amuse Bouche: Rote Bete Tatar & Lachs
Foie gras I Holunderblüte I Bohnen I Brioche
Getauchte Jakobsmuschel I Muschelrahm I Kohlrabi I Kapuzinerkresse
Steinbutt I Blumenkohl I Steinpilze I Ei I Kalbskopf-Ravioli
Onglet I Rotweinsauce I Wilder Brokkoli I Wurzelgemüse I Kartoffel
Käse von Maître fromager Affineur Antony
Schokolade I Passionsfrucht I Heidelbeeren
Petits Fours
Apéros
Apéros
Zweierlei von der Gillardeau Auster No. 0, roh und geliert mit Passepierre, roten Algen, Meerrettich-Kartoffelcreme und Imperial Kaviar
Brot, Butter, Kräutercreme
Duett von Kabeljau und Taschenkrebs mit Kokos-Melonen-Kaltschale und Eis von Koriander und Granny Smith
Bretonische Scholle mit Rotlingen, Kartoffelspaghetti und Ragout von breiten Bohnen
Strudel von Bresse Geflügel, Taube, Poularde und Leber mit Aubergine orientalisch kandiert und Püree von Herbsttrompeten
Crepinette vom Odenwälder Wildschwein und Bäckchen, geschmorten Zwetschgen, Walnüssen und Fichtensprossen an Rosa-Pfeffer-Sauce
Gebratene Krause Glucke mit Creme von Piemonteser Haselnuss
Mirabellen aus Brühl mit Topfen-Vanille-Mousse, karamellisierter Macadamianuss und Kerbeleis
Savarin in Orangenblüten Sirup getränkt Dickmilch Mousse mit Zitronenthymian und marmoriertes Himbeer-Sauerrahm Eis
Petits Fours
Petits Fours





Kleines Frühstück, auf Wunsch ohne Schinken
Rührei
Frische Backwaren
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Kalbstatar auf frischem Bauernbrot
Romanasalat mit gebratenen Champignons und Kräutersaitlingen
Matjes mit Kaviarlinsensalat
Wiener Schnitzel. Kalbsschnitzel mit Erdäpfel-Gurken-Salat
Steirischer Bauernsalat
flambierter Marillenpalatschinken
Prozentiges Dessert













Vincent Moissonnier, ewig junggebliebener und charmanter Patron, begrüßt uns und – zu meiner allergrößten Überraschung - spricht mich auf meine Besprechung vom vergangenen Jahr an und bedankt sich dafür. Als wäre nicht jeder Besuch hier sowieso schon ein Highlight, ist der Abend damit jetzt schon für mich ein Gewinn.
Aber wir sind ja zum Essen gekommen und wie auch sonst, entscheiden wir uns für eine à la Carte Auswahl. Die startet wie immer mit einem Amuse Bouche, das noch Raum für Fantasie lässt. Das leicht angegarte Lachs-Sashimi auf Sushi-Reis im Meerrettichsud weist eine feine Schärfe nach hinten raus auf, ist aber wie immer bei den Grüßen hier mehr eine kleine Fingerübung, die auf die komplexen Tellerkompositionen einstimmt, die noch kommen werden.
Die Brotauswahl ist seit Jahren unverändert und wie immer ausgezeichnet. Besonders das hauchdünne Knäckebrot hat es mir seit langem angetan.
Von den Klassikern wählt mein Mann, wie schon so häufig, die Foie Gras von der Ente. Die Terrine ist üppig bemessen, schmelzig, klassisch und so wie sie sein muss, ebenso das Traminergelee. Auch Brioche und Salat dazu sind top.
Für mich geht es los mit einem Doppelfilet vom Steinbutt. Das ist in brauner Butter perfekt gebraten. Die Süßholznote ist nur dezent spürbar. Im ersten Teller dazu gibt es einen leicht cremig angemachten Bohnensalat mit Kaviar. Die Himbeerpaste dazu ist zwar marginal sichtbar, aber nicht prägnant herauszuschmecken. Ganz wunderbar dazu als Ergänzung ein geliertes Tomatenwasser mit Taschenkrebs und Langustinengelee. Das steuert Frische und eine angenehme Süße bei, die den fülligen Hauptteller angenehm kontrastiert.
Für den nächsten Gang wird es auf der Gegenseite noch enger als ohnehin schon, denn diesmal müssen vier Teller untergebracht werden. Die Hauptrolle spielt natürlich die Suppe, die ähnlich einer Bouillabaisse mit sehr aromatischem Meeresfrüchtegeschmack konzentriert daher kommt. Allerdings setzen Mandarinenöl und Zitronengras hier ganz unerwartete Noten, die das Spektrum ausgezeichnet erweitern. Die Fischeinlage, hier bestehend aus gegrillter Jakobsmuschel, Sankt Petersfisch und Pulpo, wird separat auf mit Kräutern und Gewürzen versehenem Meersalz serviert. Alleine diese Bouillabaisse ist bereits hinreißend.
À part gibt es sehr aromatische Briochecroutons und ein Taschenkrebssalat, der mir zwar etwas dezent gewürzt ist, aber eine frische Note in die Komposition bringt.
Da ich bereits mit Fisch begonnen habe, entscheide ich mich für ein Pithivier vom geschmorten Kaninchen, also einer Art Blätterteigtorte. Die Füllung ist extrem würzig mit einer prägnanten Wildnote. Dazu passt auch die intensive Jus mit Trüffel als Paste und in Scheiben sowie der Merrettich, der eine tolle Schärfe beisteuert. Kaninchen gilt ja meist als eher neutrales und geschmacksarmes Fleisch. Das ist hier überhaupt nicht der Fall und vermutlich ist dies das aromatischste Kaninchengericht, das ich je hatte. Beim ersten Bissen wusste ich bereits, dass dies ein toller Gang ist.
Begleitet wird das von Spitzkohl, der mit angenehm scharfen Kimchi gefüllt ist und einem aromatisierten Tomatenwasser, das angesichts der Jahreszeit einen außergewöhnlich deutlichen Eigengeschmack aufweist und die Schärfe und Würzigkeit der beiden Teller gut abpuffert.
Mein Göttergatte wählt im nächsten Gang das super zart gegarte Short Rib mit einer kräftigen Grillnote. Die Sauce Mironton ist mir bisher unbekannt. Im Netz finden sich Rezepte, die vor allem auf Basis von Rinderbouillon, Tomatenkonzentrat, Senf und Zwiebel, manchmal auch Cornichons basiert. In jedem Fall hat diese Version hier ausreichend Wumms, um mit dem Fleisch mithalten zu können.
Auf den Satellitentellern finden sich Polenta mit kräftig marinierten Gemüsen und Würfel von Foie Gras und Brioche mit Popcorn. Vor allem Letzteres ist eine nette Spielerei, die aber nicht zwingend in einem direkten Zusammenhang zum Protagonisten stehen muss, dem hier aber auch nichts die Schau stehlen sollte.
Auch in meinem Gang ist die Hauptrolle eigentlich klar vergeben. Die Seezunge kommt als beachtlich fleischiges Doppelfilet mit einer durch Chorizo ordentlich aufgepeppten Beurre Blanc Nantaise und besticht durch fabelhafte Qualität und Zubereitung.
Aber auch die Mitspieler müssen sich in diesem Ensemble nicht verstecken. Das mit Hechtmousse gefüllte Sandwich ist per se schon toll, die Zwiebelsuppe nicht minder. Und auch die Sepia-Lasagne mit Blumenkohl als Creme und in kleinen Stücken und mit Krabben ist sehr komplex angelegt. Eine deutliche Anis- und Estragonnote ist spürbar. Auch Dill setzt Akzente und insgesamt ist das aromatisch eher als Kontrapunkt zur Seezunge zu sehen, gleichzeitig aber auch spannend, wenn man es im Wechsel isst.
Zwar nur als kleine Zutat präsent, aber dennoch nicht zu unterschätzen, ist der Garnelen-Chip, auf den auch wieder nur das omnipräsente Adjektiv intensiv zutrifft.
Als Dessert soll es zum einen gebratener Braeburn-Apfel sein, der von Mandel-Financiers und einer Ziegenkäsecreme begleitet ist. Das ist insgesamt eher unauffällig. Auch das Heu-Eis mit Lavendelcreme ist nicht wirklich meins. Es ist nicht das erste Heu-Eis, das wir haben und jedes Mal hinterlässt es bei mir den Eindruck, dass es halt einen etwas muffigen Charakter hat. Sehr gut hingegen gefällt mir die Brot-Mousse in einem knusprigen Brot-Tartelette. Das finde ich ausgesprochen originell und köstlich.
Für mich soll es ein Ausflug in die Bretage geben. Der bretonische Butterkuchen weist zwar den typischen Geschmack auf, ist mir aber etwas zu trocken. Da braucht es auf jeden Fall das ausgezeichnete Eis von Kouign Amann, dem bretonischen Blätterteigkuchen, bei dem gesalzene Butter und Zucker das Gebäck zum Süßspeisen gewordenen Alptraum ein jeder Weight Watcher-Versammlung werden lässt. Da käme es auf den Salzkaramell dann auch nicht mehr an. Hier ist er jedoch ausgesprochen nützlich.
Im Glas dazu gibt es das fruchtig, frische Gegenprogramm in Form von Mango-Mousse, Ananas, Kokos-Krokant. Auch der Rum ist sehr deutlich zu schmecken. Das ist abwechslungsreich, ein schönes cremiges Pendant und macht einfach Spaß.
Zu den Traditionen im „Le Moissonnier“ gehören die Petits Fours, die sich bis auf die unterschiedlichen Macaron-Versionen eigentlich nie verändert haben. Marshmellow, Karamellbonbon und der Orangen-Lolly werden uns auch in Zukunft begleiten – und das ist auch gut so.
Ein Essen im „Le Moissonnier“ ist in jedem Fall mit jeder Menge Überraschungen gespickt. Das Duo Menchon / Moissonnier kombiniert nach Lust und Laune und schafft damit viele unerwartete Geschmackserlebnisse. Die Zutaten sind erlesen, die Zubereitungen makellos. Dass die Satellitenteller dabei nicht immer einen direkten Bezug zum Hauptteller haben müssen, gehört zum Spiel. Bei diesem Besuch allerdings habe ich relativ viele Kombinationen erlebt, die eher von ergänzenden als von kontrastierenden Elementen lebten.
Lediglich die Desserts haben mich dieses Mal nicht völlig überzeugt. Aber das ist angesichts vieler großartiger Gerichte vorher leicht zu verschmerzen.
Eric Menchon ist in diesem Jahr vom „Gault Millau“ zum Koch des Jahres gewählt worden, eine Auszeichnung, die ich sehr begrüße und angemessen finde, wenn man bedenkt, seit wie vielen Jahrzehnten hier schon auf höchstem Niveau kreativ gearbeitet wird.
Und das wollen und werden wir auch in Zukunft gerne weiter erleben. Nur unseren nächsten Hochzeitstag werden wir leider nicht im „Le Moissonnier“ feiern können. Die Tradition kommt halt auch an Ruhetagen nicht vorbei. Aber es gibt ja noch 364 andere Tage.
Bericht und mehr Bilder auf: http://tischnotizen.de/le-moissonnier-koeln-3/