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Aus einer Weinlaune heraus entstand die Idee der Garten-Weinwirtschaft.
Anne und Matthias Barth öffnen über die Sommermonate, Donnerstags- und Freitagsabends, die Pforten ihres wunderschönen und idyllischen Grundstücks.
Verständlicherweise nur bei schönem Wetter.
Im Mittelpunkt steht die Auswahl sehr guter Naheweine.
Dazu gibt es im wöchentlichen Wechsel Brotzeiten mit ausgewählten Zutaten und Flammkuchen. Und ab und zu noch kleine Events mit Livemusik.
Das war solch ein geheimer Geheimtipp, dass ich erst 2024 von dieser Gartenwirtschaft erfuhr. Gegen Ende des Sommers und witterungsbedingt wurde es leider nichts mehr mit einem Besuch.
Im vergangenen August versuchten wir es dann ganz spontan und hatten Glück.
Im bereits sehr gut besuchten Garten fand sich noch ein Tisch, geschützt unter Weinranken, für uns.
Reservieren kann man nicht (jedenfalls nicht offiziell). Einen Parkplatz muss man sich entlang der Straße suchen (bitte ohne Anwohner zu verärgern).
Wir gingen von Selbstbedienung aus und erkundigten uns an der Theke nach dem Angebot.
Freundlich wurden wir Neulinge aufgeklärt: Es gibt Tischservice und dieser wird uns gleich die Karte bringen.
So war es dann auch. Ein gut gelaunter junger Mann brachte die zweiseitige Karte. 1 Seite eine richtig feine Weinauswahl angesehener Nahewinzer Flaschenbiere und alkoholfreie Getränke.
Auf der 2. Seite sechs kleine Brotzeiten die gut zum Wein passen.
Wenig später nahm er unsere Wünsche auf und wenig später wurde serviert:
Grauburgunder trocken, Weingut Emmerich-Koebernik, € 5,00 / 0,2 l
Riesling „Porphyr“, Weingut Hexamer, € 5,00 / 0,2 l
Blanc de noir, Weingut Bamberger, € 2,50 / 0,1 l
Unsere Speisen wurden nach kurzer Wartezeit serviert.
Mein Mann war sehr angetan von seinem Wurstsalat bayerische Art (Essig und Öl) mit Gewürzgurke und Zwiebelstreifen, zu € 9,00. Dazu Bauernbrot.
Eine reichliche Portion Wurstsalat. Dieser sehr gut und nicht zu sauer abgeschmeckt. Dazu richtig gutes Brot eines regionalen Bäckers.
Ich entschied mich für den Nussschinken mit Parmesankäse, Olivenöl, Zitronensaft, Rucola und Bauernbrot zu € 12,00.
Auch mir gefiel das Servierte ausgesprochen gut. Schinken und Parmesankäse ähnlich wie Carpaccio anzumachen erwies sich als schmackhafte Idee. Das brachte Frische auf den Teller, der Rucola trug natürlich auch dazu bei.
In dem wunderschön und gastfreundlich hergerichteten Garten fühlten wir uns ausgesprochen wohl und kamen schnell mit unseren sympathischen Tischnachbarn ins Gespräch.
Das war ein entspannter und sehr gelungener erster Abend.
Eine tolle Weinauswahl, schöne Speisen. Und ein sehr vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis.
Das „Sommergrün“ ist kein professioneller Gastronomiebetrieb. Wir fühlten uns aber professionell und herzlich umsorgt an diesem Abend. Bezahlen kann man hier nur in bar.
Hoffentlich ist in diesem Jahr donnerstags und freitags oft schönes Wetter!