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Bremen
Bremerhaven 
































Draußen vor der Fensterfront im Bremer Regen
Plunderstruck! (wie der AC/DC-Fan sagen würde...)
Gyoza - knusprig - saftig - heiß
Immer ein guter Reinkommer in die Küche Asiens
Asahi - klassisch - frugal
Zu viel Sauce verdirbt das Sushi!
Burning Sakana Roll
Das äußere Erscheinungsbild ließ zu wünschen übrig...
Drinnen sah es dagegen schon deutlich besser aus!
Kleine Bohnen mit großer Wirkung...am Gaumen ;-)
Craftbeer im Bremer Viertel...passt!
Ohne Wasabi-Mayo leider nur die Hälfte wert...
Das Frittierhuhn sah knuspriger aus als es in Wirklichkeit war
Ein kalter Bauch geht manchmal auch...

Schicker Laden!
Der Leuchtbaum zu Bremen wies uns den Weg...
Früher konnte man noch in die Küche blicken...
Penne Al Pomodoro als "Kinderportion"
Teufelspizza mit roten Scharfmachern
Ach du dickes Ei!
Außenansicht (von der Vegesacker)
Der linke Gastraum im Überblick
Besser viele frisch zubereitete Speisen als wenige...
Duckstone with pita!
Ein Körbchen voll Fladenbrot für den ersten Hunger
Lamm- und Spießgesellschaft
Die Almaz Grillplatte für 1 Person
Beilagen zur Grillplatte
Kabuli Palau mit Safran-Basmati-Reis
Des Grilltellers frische Momente
Khorescht-e Gheymeh (persisches Lammragout)
Gebratene Auberginen und Tomaten mit Joghurt-Graffiti
Mein erstes Faloodeh















Der jährliche Weihnachtsmarktbesuch soll immer mit einem zünftigen Essen abschließen. Nach vielen Jahren fiel heuer meine Wahl auf das Edelweiss, dessen Karte sich gut liest und bayerisch war jahrelang ohnehin unsere favorisierte Einkehr; leider sind uns einige Adressen in Bremen abhandengekommen (Hofbräuhaus, Andechser, Erdinger).
Wie zu erwarten, war das Edelweiss proppenvoll, aber ich hatte ja bereits vor Monaten mit der Online-Funktion auf der Homepage gebucht und man wies uns einen gut gelegenen Vierertisch zu. Aber in der Nische am Nachbartisch eine Vierermännerbande, die bierenthemmt ordentlich lautstark war. Nach der Erfahrung im Roma mit einer großen Horde, bat ich um einen Tisch mit mehr Distanz und dem Wunsch wurde stattgegeben. Ansonsten verhielt sich das gemischte Publikum zivilisiert.
An dem Adventssamstag wird das Edelweiss sicherlich jeden Tisch dreimal verkauft haben. Uns wurde mit der Reservierungsbestätigung auch ein Zeitfenster von 18 bis 20 Uhr vorgegeben, was für uns auskömmlich war und wenn es angekündigt wird, auch akzeptabel ist.
Insgesamt war der Besuch im Edelweiss angenehm, auch wenn man an die Speisen nicht den Maßstab guter Einkehren in München mit richtig reschem Schweinsbraten anlegen darf (mein Favorit ist der Hofbräukeller am Wiener Platz). Aber mit dieser Einschränkung kann man das Edelweiss gut aufsuchen, wenn es zünftig sein soll.
Das Preis-Leistungsverhältnis möchte ich getrennt bewerten: Die Biere und der Marillenschnaps waren für die Innenstadt moderat bepreist (4 Sterne), die Speisen sind strammer kalkuliert (3 Sterne).
Service:
Die 3er-Damencrew im Service kommt im Dirndl daher. Unsere Kellnerin im besten Frauenalter fragte mich gleich, ob ich mit einem „M.M.“ verwandt sei, der bei ihr in der Nachbarschaft wohne (sie hatte meinen seltenen Nachnamen auf der Reservierungsliste gelesen). Ich konnte das bejahen und ab da war ich quasi – derivativ – ein Bekannter und wir wurden sehr freundlich und aufmerksam von ihr bedient. Aber auch anderen Gästen gegenüber war sie gut gelaunt, was angesichts des Volllastbetriebs bemerkenswert ist.
Die Getränke kamen flott auf den Tisch und die Speisenfolge passte auch.
Zum Schluss bekamen wir von ihr noch eine Runde kalten Obstler ausgegeben, vielleicht wegen der „Bekanntschaft“.
Da spendiere ich doch glatt gute vier Sterne.
Wie es sich für ein bayerisches Restaurant gehört, werden im Edelweiss mehrere Biere vom Fass angeboten. Laut Karte sechs, darunter Weißbier hell und dunkel und Andechser Doppelbock; die übrigen (Pils, Helles und ein dunkles Landbier) wohl von der Bayreuther Bierbrauerei wie das Aktien Zwickl aus der Bügelflasche. Für 0,3l werden 3,70 Euro fällig, gut rabattiert ist die Maß mit 9,50 Euro. Wasser 0,75l liegt bei 6,50 Euro und die offenen, klassifizierten Weine kommen auf 7,10 bis 7,90 Euro für 0,2l. Empfehlenswert der milde Marillenschnaps für 2,90 Euro. Auch die sonstigen Standardschnäpse sind moderat bepreist.
Essen:
Die vollständige Karte ist auf der Homepage verfügbar (https://edelweiss-bremen.de/wp-content/uploads/2024/12/Speisekarte-Stand-01.12.2024.pdf).
Zum Start gab es ein Körbchen mit Zwiebelbaguette und einem Knoblauchdip. Beides löste kein Oha aus, aber genießbar.
Besser meine Leberknödelsuppe (7,90 Euro): Heiße Rinderbrühe und ein Knödel mit kräftigem Lebergeschmack. Die Frauen am Tisch teilten sich den Obazda für 15,50 Euro mit Brot und Brezelbeigabe und Salatbegleitung. Die Brezel warm und etwas weich, aber besser als kalt und alt und keksig. Der Obazda gefiel mir nicht, weil eine wesentliche und geschmacksbildende typische Zutat fehlte, nämlich reifer Camembert, auch Fehlanzeige für Kümmelwürzung; beides steht hingegen auf der Karte. Den Frauen hat es gleichwohl oder wohl deswegen geschmeckt.
Die Hauptspeisen vielfältig. Mein Schweinenackenbraten Tante Wally für 23,50 Euro wurde mit Rotkohl, einem Semmelkloß und Soße serviert. Der Rotkohl gut, leicht weihnachtlich gewürzt und auch die Soße schmeckte mir. Die zwei ordentlich dimensionierten Bratenscheiben recht trocken.
Der zweite Mann am Tisch hatte Straubinger Hax`npfeffer mit Spätzle und einer Soße mit grünem Pfeffer für 22,90 Euro. Er bemerkte gute Pfefferschärfe, die Reichhaltigkeit der Portion und geschmeckt hat es ihm sichtlich auch. Auch seine Begleiterin war mit ihren fleischlosen Rosenheimer Kartoffeln, Salat und zwei Dips für stramme 18,90 Euro zufrieden. Ich fand die Dips (Knobi wie zum Brotkorb) und Kräuterquark etwas flau. Meine Begleiterin begnügte sich mit zwei Weißwürsten und Brezel für 9,90 Euro. Zum Haxenfleisch und den Kartoffeln durften sich die beiden an der Salatbar mit guter Auswahl und Frische bedienen.
Eine Pfeffermühle wurde auf Wunsch gebracht.
Alles in allem für die Küche im Edelweiss knappe vier Sterne.
Ambiente:
Das Edelweiss ist klein und es geht einige Stufen hinab. Es gibt drei Sitzbereiche, von denen einer wieder Stufen hinauf auf Straßenniveau mit Blick durch große Fenster hinaus gelegen ist, wobei der Ausblick wenig erfreulich ist angesichts des „Publikums“ im Bahnhofsvorfeld.
Unten kriegt man davon nichts mit und man taucht ein in eine „Dekoschwemme“ mit vielerlei Krimskrams an den Wänden bis hin zu Plastikwurstringen; freie Stellen waren mit Weihnachtsdeko belegt. Die Tische stehen gut abgegrenzt durch halbhohe Raumteiler oder auf einem Podestbereich links, so dass zusammen mit dem Wandschmuck Gemütlichkeit entsteht. Ein mächtiger Kunstbaum teilt weiter auf. Man sitzt auf dunkelbraunen gepolsterten Stühlen oder Bänken. Die Tische waren blank und unser Vierertisch von den Abmessungen her mittelgroß. Die Laufwege lassen Begegnungsverkehr zu. Zur Toilette hin löblich viele Garderobenhaken an der Wand.
Sauberkeit:
Die Toiletten ausreichend dimensioniert und mit lustiger Kachelbeschriftung über den Urinalen (siehe Foto). Der Papierhandtuchbehälter quoll über, ansonsten nichts zu bemäkeln.