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Bremen
Bremerhaven 



Men at work
Kein Quäntchen flüssigen Glücks, sondern ein Quant!
Die rohe Auster kurz nach dem Öffnen
Die schwitzende Auster
Hommage an einen großen Bremen Gaumenakrobaten
Geflämmte Auster "Big in Japan"
Nochmal zum Sattsehen!
No muddy waters! Muddy Snow!
MEIN Lieblingsdessert 2022
Blick auf die Bar des Topaz mit typischer Szenerie (=Oligarch sitzt mit teurer Blondine an der Theke)...;-)
Out of the dark...into the light!
Eindruck von Drinnen
Blick von unserem Platz in Richtung Theke
Zweierlei von der Olive als Appetizer
Die beiden Briouats
"Zaalouuuk!"
Harira (vegetarisch)
Ein knusprig-saftiges Filoteigpaket, das sie hier "B'stilla" nennen
Einblick ins Innenleben der B'stilla
Mit Chermoula adelt man Lamm
Lammspieße mit Couscous und Salat
Ein Cous ist hier definitiv zu wenig...
Leichter Roter vom Chateau "Atlas"
Von außen nicht besonders einladend...
Pizzaiolos at work
Ausschankbereich mit Blick in die Küche
Vom Antipastiteller musste ich (mir) ein Bild machen...
Saftig - fluffig - köstlich diabolisch
Meine Teufelsscheibe
Die Pizza Parmiggiana bot Käse satt
Gnocchi alla Sorrentina mal nicht als Auflauf
Pizzabrot mit Kräuter-Aioli
Die Ananas zählt hier - zumindest auf der Pizza - zu den verbotenen Früchten
Die Tagesempfehlungen hingen draußen vor dem Tore
Von außen so lala...
"Suspicious" Interieur
Back to the 90's...
Wenig frühlingshafte Rollen im Glanze des Fettes
Vorwegsättiger ohne Gaumeninfo
Saftig-knuspriger Vogel auf Knackgemüse
Das komplette Lunch-Ensemble
Keimlinge in Reisessig angemacht
Nochmal die lobenswerte Ente
Viel Gong - wenig Bao!
Staubreis aus dem heißen Dampf




La Trattoria im "Ufficio"
Etwas steril wirkte das Interieur ja schon...
Den Gastraum bestimmt die lange Theke
Kariertes Kantinenflair
Giuseppe lässt die Flammen tanzen...
Schau mir in die Röhren, Kleines!
Ein grundsolides Bolo-Erlebnis




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Auf dem Weg zum Weinhändler meines Vertrauens fällt mir dieser im Netz gehypte neue Streetfood-Laden auf, der gar nicht auf der oder die Straße verkauft.
An einem Freitag um 14.00 Uhr brummt der Laden. Als höflicher Gast warte ich, um platziert zu werden und werde freundlich an den kleinen Zweiertisch gebeten, weil man die beiden Vierertische "für Gruppen freihalten will". Das verstehe ich. Weniger, dass der nächste neue Einzel-Gast sich einfach hinsetzt und am Vierertisch freundlich bedient wird. "Was soll ich denn machen?" fragt der junge Servicemann. Den Tisch für Gruppen freihalten. War doch der Plan. Dachte ich…
Was lernen wir? Frech gewinnt und die permanente(!) Klage der Gastronomen über unhöfliche Gäste hat auch eine Kehrseite...
Cut!
Wie die Straßen von Tokyo aussehen, kann ich aus eigenem Erleben nicht berichten. Der Eingang des Lokals gibt allerdings einen guten Eindruck davon, wie die Straßen eines durchschnittlichen deutschen „Amüsier“ -Viertels aktuell aussehen.
Zum schmalen Gastraum führen drei Stufen hoch. Die knapp 40 Plätze verteilen sich entlang den grau gestrichenen Wänden, die von großformatigen Fotos der - natürlich - Tokyoter Straßen geziert werden. Das Mobiliar auf den rustikalen Holzbohlen ist etwas zusammengewürfelt und teilweise von der vorher hier befindlichen Kneipe übernommen. Man sitzt nur am Beginn leidlich bequem auf niedrigen kleinen Metall-Hockern; nur wenige sind gepolstert.
Es läuft gemäßigter Rap und andere street-tunes. Erwartbar, passend und vor allem nicht zu laut. Die vielen Paare können sich ohne Weiteres in Zimmerlautstärke unterhalten; wobei das Ambiente weder zum längeren Verweilen noch für eine traute Zweisamkeit gedacht ist. Dafür stehen die Tische viel zu eng und es herrscht ein Kommen und Gehen. Vom Konzept eben auch Izakaya/Kneipe. Es ist nicht meine Art von Gastro, aber schon stimmig.
Der junge Angestellte im Service ist flott, versiert und vielleicht von einer etwas zu glatten Freundlichkeit. Die "flotten Sprüche" wiederholen sich jedenfalls während der überraschend langen Wartezeit, aber auch in der Küche scheint nur ein Koch zu werkeln.
Es ist aber, wie gesagt, schon sehr voll, zwischendurch will noch jemand einen Gutschein. Die Tische werden abgewischt, ich werde zwischendurch mit ein paar Worten vertröstet und die Frage nach der Zufriedenheit wird immerhin professionell gestellt. Es wird Besteck angeboten, aber ich bediene mich an den Stäbchen, die immerhin in eine Serviette eingewickelt in einem Glas auf dem Tisch stehen. Das geht schon mal alles deutlich schlechter.
Die drei ausgewählten asiatischen „Tapas“ kommen fast gleichzeitig und sind optisch schon mal gelungen:
Ich beginne mit der marinierten Aubergine. Den kleinen Würfeln hat vermutlich ein kurzes Bad in der Fritteuse eine leichte Hülle verpasst. Sie sind erfreulich wenig matschig. Die Teryakisauce ist merklich, aber nicht zu intensiv, so dass sogar der Eigengeschmack der Eierfrucht durchkommt. Gepoppte Reisperlen sorgen für den Crunch. Gelungen.
Die frittierten Pilze (Buchenpilze?) standen etwas lange am Pass, daher nicht heiß. Hat ihrem Tempura-Knusper aber nicht geschadet.
Dazu Wasabi-Majo, der ich etwas mehr Wumms gewünscht hätte. Andererseits sind auch die Pilze keine Umami-Monster.
Der kalte Schweinebauch ist durchs Marinieren zart, die Fettschicht fest. Sehr gut mit Stäbchen zu essen. Die Süße der Marinade hätte ebenfalls mehr Schärfe vertragen, aber das ist Geschmacksache. Etwas Sojasauce hätte gut getan, aber ich kann keine entdecken. Später sehe ich ein übliches Fläschchen hinter der Theke. Insgesamt aber mein Favorit.
Insgesamt waren die drei Kleinigkeiten (vegetarisch 4,9€, Fleisch 6,5€) natürlich nicht weltbewegend, aber sehr ordentlich gemachtes Barfood. I like it.
Weil ich vorher natürlich schon ein Mittagessen hatte, verzichtete ich auf die im Netz hochgelobte Ramen und knabberte nur noch am "Kimchi", der hier zwar mit Chilipaste geschärft wird, aber nicht mehr fermentiert. Dadurch bleibt der Chinakohl natürlich frischer. Knackig war der Kohl also, scharf genug (mir Memme) auch, aber Frühlingsgrün und zu wenig schwarzer Sesam konnten nicht verhindern, dass das Ganze recht eindimensional blieb. Ich bin Team Kimchi Original.
Die spontane Einkehr hat mir gut gefallen, die vielen positiven Stimmen auf den anderen, irrelevanten Portalen kann ich voll bestätigen. Die Ramen werde ich gern beim nächsten Besuch probieren; dann schmeiße ich mich einfach an den größten freien Tisch, den ich finde;-))