Seit über 10Jahren schreibe ich Restaurantbeiträge. Warum? Nun: Zuerst habe ich mir selbst gerne Tipps für einen Restaurantbesuch auf Gastroportalen geholt. Irgendwann fand ich es unfair zu "schnorren" und fing an über meine Restaurantbesuche zu berichten.
Anonym ist GastroGuide nicht. Inzwischen haben mein Mann und ich schon einige der "ständigen Schreiber" persönlich kennengelernt und die Treffen war sofort auf einer Wellenlänge. Aus angeklickten "Freunden" sind Freundschaften entstanden.
Ich bemühe mich um aussagefähige, nachvollziehbare und faire Beiträge. Ich versuche, meine Zeit in gute, genussvolle Erlebnisse umzuwandeln und den Lesern Tipps zu geben.
Mein Mann und ich gehen gerne Essen, nehmen uns dazu auch Zeit.
Ich möchte im Restaurant mindestens so gut wie zu Hause essen. Ein gepflegtes, sauberes Ambiente vorfinden. Mich als Kunde und Gast fühlen. Da ich selbst sehr gerne koche, hole ich mir im Restaurant gerne Ideen. Es kommt auch vor, dass ich hartnäckig Zutaten und Zubereitungen erfrage.
Ich bewerte nach dem Preis/Leistungsverhältnis.
Ein einfaches Lokal oder ein Imbiss kann daher mir eine hohe Punktzahl erreichen. Ich halte es für falsch, ein Bistro nach den Maßstäben eines Gourmetlokals zu bewerten.
Seit über 10Jahren schreibe ich Restaurantbeiträge. Warum? Nun: Zuerst habe ich mir selbst gerne Tipps für einen Restaurantbesuch auf Gastroportalen geholt. Irgendwann fand ich es unfair zu "schnorren" und fing an über meine Restaurantbesuche zu berichten.
Anonym ist GastroGuide nicht. Inzwischen haben mein Mann und ich schon einige der "ständigen... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 629 Bewertungen 964189x gelesen 16469x "Hilfreich" 15234x "Gut geschrieben"
Geschrieben am 30.06.2016 2016-06-30| Aktualisiert am
01.07.2016
Besucht am 18.06.2016Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 105 EUR
Seit nun ca. 2 Jahren schaffen wir es in gewisser Regelmäßigkeit zu einem Treffen mit den Saarschmeckers.
Dieses Mal war die saarländische Fraktion mit der Restaurantwahl betraut. Vom Landgasthaus Paulus haben sie uns schon oft erzählt.
Gastroguidefreund Saarschmecker reservierte zeitig einen Tisch. Ich hatte die Onlinespeisekarte gesichtet, die Spargelkarte gefiel mir sehr.
Die Anreise haben wir so gestaltet, dass wir die Saarschmeckers abholten. Da springt immer noch der erste Crémant-Aperitif raus.
Um 18.55 Uhr trafen wir zu viert am Gasthaus ein. Eine Freundin der Saarschmeckers schloss sich unserer Runde an.
Service:
Wir wurden freundlich begrüßt und zu einem Tisch geleitet. Kurze Entschuldigung, er war noch nicht fertig eingedeckt. Nun, wir waren ja auch 5 Minuten zu früh. Wenig später war die 5er-Runde komplett.
Die Tellerchen für´s Amuse verteilten wir selbst.
Die resolute erfahrene Servicedame schlug einen Aperitif vor. Ebenso später zu Vor- und Hauptspeise die Weinbegleitung für die Nicht-Autofahrer. Zum Hauptgang sagte mir die erste Empfehlung, der gleiche Wein wie zur Vorspeise, nicht zu. Der zweite Vorschlag ein Rotwein – war auch nicht so meins. Ich hätte lieber mal selbst in die Weinkarte geschaut. Geschlagen stimmte ich der 3. Empfehlung zu, einem neuen Riesling zu.
Es gibt eine "begehbare Weinkarte", ein toller Einfall, aber hier wurden wir nicht extra drauf hingewiesen. Kann man einfach reinspazieren? Nächstes Mal frage ich nach.
Letztlich war mir der Service dieser Mitarbeiterin etwas zu dominat-bestimmend und auch etwas hektisch. Speisen und Getränke wurden zack-zack, freundlich, entgegengenommen.
Auf der Stirnseite unseres Tisches lagerten über den gesamten Abend 5 kleine Porzellanschälchen. Wozu diese nötig waren? Dieses Rätsel blieb erhalten, die Teller waren mucksmäuschenstill.
Unterstützt wurde die Servicemitarbeiterin im vom Chef des Hauses – ein ruhiger Gegenpol der gerne und ausführlich Auskunft zu Speisen und Getränken gibt. Und perfekt souverän mit einer Reklamation umgeht.
Unsere Speisen wurden in angenehmen Abständen serviert. Wir hatten Zeit und konnten zwischen den Gängen gemütlich plaudern.
Die Verabschiedung war sehr freundlich und herzlich. Wir zahlten getrennt , dies wurde handschriftlich aufgeschlüsselt. So kann ich die Getränkepreise nicht 100%ig zuordnen, sie schienen aber alle sehr angemessen zu sein.
Speisen und Getränke: 1 Flasche Mineralwasser.
Als Aperitif einen trockenen Winzersekt für meinen Mann. Der Fahrer für die Rückfahrt war noch nicht auserwählt. So blieb ich beim Mineralwasser.
Das Amuse wird gereicht: Lockeres und hausgebackenes Focaccia mit 2erlei Mousse. Beide sehr fein, das Dunklere, auf Kichererbsenbasis und mit Kreuzkümmel abgeschmeckt, war der Favorit. Das Brot für 5 Personen gut bemessen, die Nockerln für 5 Personen etwas knapp. Zur Vorspeise wurde das Brot nochmals aufgefüllt.
Salat mit grünem Spargel und Kopfsalatherzen an Zitronenmelisse-Vinaigrette dazu mit Zitronenverbene gebeizte Lachsforelle € 13.50
Toll angerichtet und ebenso abgeschmeckt. Einfach gut. Beste Zutaten, da kann bei dieser Vorspeise wenig daneben gehen.
Für mich: Gekochte Rote Bete mit Ziegenfrischkäse serviert auf einem Salat aus wilder Rauke und Orangenfilets und gebrannten Walnüssen € 13.50.
Sehr fein abgestimmt. Das leichte Dressing überzeugte durch ausgewählte Zutaten. Das schmeckt frau und so war ich nicht verwundert, das der Essig vom Doktorenhof aus Vennigen in der Vorderpfalz stammt. Ein Genussgarant. Preislich war die Vorspeise allerdings höher als die Menge bemessen.
Zur Vorspeise für mich ein Sauvignon Blanc, Vorschlag unserer flotten Servicedame. Der beste aller Ehemänner erklärte sich als Fahrer und blieb den Rest des Abends beim Wasser. So war auch das geklärt :-).
Hauptgang für meinen Mann: Sanft gegartes Filet von der Lachsforelle an Viez-Sahnesauce mit Kohlrabi-Karottengemüse und Arroz-Bomba-Reis mit rotem Sauerklee & Sauerampfer € 27,50.
Mein Mann war sehr zufrieden mit seiner Wahl. Es war rundum gut abgestimmt, der Fisch sehr gut gebraten und schön angerichtet. Strafpunkte für mich: Das Foto ist ausnahmsweise gar nicht geglückt.
Ich habe mir mit der Wahl des Hauptgerichtes schwer getan. Lachsforelle gibt es auch regelmäßig bei uns zu Hause. So entschied ich mich, nach über 10 Jahren ohne Geflügel, für die Poularde. Ich hoffte und vertraute auf „Freiland“. Das Landgasthaus Paulus legt so viel Wert auf seine Produkte, wählt diese mit Hingabe aus, da freute ich mich sogar auf das Geflügel:
Marinierte & gebratene Brust von der Freilandpoularde „Label rouge“ mit einer mediterranen Soße aus Limette, Chili, Blattkoriander, Knoblauch und Arbequina Olivenöl dazu Linsen-Kartoffel-Gemüse € 22,50.
Serviert wurde nicht nur Brust, sondern auch ein Keulchen. Die Portion übersichtlich, mehr als 100 g waren es sicherlich nicht. Das Linsen-Kartoffel-Gemüse im separten Schälchen, gut bemessen. Allerdings eher ein Eintopf mit wenig Kartoffel.
Leider war mein Essen fast kalt, das Geflügel trocken, die Linsen lauwarm. Der Chef, Herr Nickels, fragte nach ob alles in Ordnung ist. Ich sagte ihm dies und sofort wurde angeboten, das Gericht neu zu machen. Es stand wohl zu lange am Pass.
Super Reaktion, ich habe dankend abgelehnt. Es hätte unser GEMEINSAMES Essen nicht mehr ermöglicht und gute Zutaten wären in den Müll gewandert. Dies geht mir dann noch mehr gegen den Strich als zu kaltes Essen. Mancher Mensch wird nie unsere Köstlichkeiten essen können. Die souveräne Reaktion von Herrn Nickels reichte mir vollkommen und er signalisierte mir ein Dessert. Aufgrund dieser Reaktion nehme ich meine Hauptspeise aus der Bewertung raus. So ist es für mich gerecht. Es kann überall was schief gehen, auch ich bin nicht fehlerfrei, leider.
Die Soße zum Geflügel der Hammer! Eine tolle Kombination, Koriander mag ich eigentlich gar nicht, aber hier hat mir das Zusammenspiel der Aromen sehr gut gefallen. Das Linsengemüse passte auch sehr gut, ich habe es mit möglichst wenig Flüssigkeit auf den Teller gebracht, sonst wäre die tolle Soße sprichwörtlich „untergegangen“.
Der neue Riesling zu meinem Hauptgang hatte für meinen Geschmack zu viel Süße.
Für uns alle gab es noch zusätzlich eine Schale mit richtig feinem Wirsinggemüse. Jeder konnte sich frei bedienen.
Ehrlich gesagt nahm ich die Ansage „beim Dessert machen wir was gut“ nicht Ernst.
Unsere Dessertwünsche wurden abgefragt. Mein Mann enthielt sich, ich schloss mich den Empfehlungen meiner Paulus-Erfahrenen-Tischgenossen an: Schokoladeneisterrinen aus 55 %iger Valrhona und 99%iger Michel-Cluizel-Schokolade mit Orangenragout (auf der Karte zu € 10,00).
Zunächst wurde einen Sherry serviert, ich wusste nicht so recht, ob er was mit mir zu tun hat.
Dann kamen unsere feinen Desserts und Herr Nickels mit noch einem Teller auf dem 2 Eisnockerln angerichtet waren. Einmal mit feinster Tahitivanille und einmal mit Valrhonaschokolade. Sherry und Eis... eigentlich alles für MICH!!!!
Der besondere Sherry war ein Gaumengenuss! Solch einen Sherry habe ich noch nie gekostet und so machte er seine Runde. Jeder sollte mal probieren und 5 Gäste waren beeindruckt. Herr Nickels hat die Herkunft genau erklärt, ich konnte mir leider nicht alles merken… war betäubt vom nachhaltigen Geschmackserlebnis.
Die Eisterrinen wunderbar. Empfehlung: Erst 55% Schoki, dann hocharbeiten zu 99%. Genial, 99% ist mein Ding!
In der Deko fand sich noch ein Marzipanpralinchen, es erinnerte mich geschmacklich stark an Cointreau (Erinnerungen an eine harte Nacht mit Liebeskummer meiner besten Freundin werden wach).
Die Praline passte widerum perfekt zum Orangenragout.
Die 2 Eisbällchen wurden ebenfalls in die Mitte gestellt. Nur ein Pacojet bekommt diese hausgemachte Cremigkeit hin – ich war für alles entschädigt. Herrlich!!!
Ein richtig schöner Landgasthof. Leider konnten wir wetterbedingt (wann wird es mal wieder richtig SOMMER) nicht draußen sitzen. Der geschützte Innenhof ist sehr schön.
Aber auch das unterteilte Restaurant hat absolute Wohlfühlatmosphäre. Sehr angenehm, viel Holz, trotzdem hell und auch modern. Die Tische hochwärtig mit feinsten Gläsern, gestärkten Tischdecken und Stoffservietten eingedeckt. Ansprechende Deko mit vielen Weinflaschen. Das passt alles.
Das Gebäude ist mit sehr viel Gefühl restauriert worden.
Die Toiletten treppabwärts sehr gepflegt und topsauber, Frotteehandtücher liegen aus.
Fazit: Tolle Zutaten, insbesondere die Kräuterküche gefällt mir sehr. Weine etc. werden mit viel Sorgfalt auserwählt. Das ist hier wirklich gelungen und trifft genau meinen Nerv.
Seit nun ca. 2 Jahren schaffen wir es in gewisser Regelmäßigkeit zu einem Treffen mit den Saarschmeckers.
Dieses Mal war die saarländische Fraktion mit der Restaurantwahl betraut. Vom Landgasthaus Paulus haben sie uns schon oft erzählt.
Gastroguidefreund Saarschmecker reservierte zeitig einen Tisch. Ich hatte die Onlinespeisekarte gesichtet, die Spargelkarte gefiel mir sehr.
Die Anreise haben wir so gestaltet, dass wir die Saarschmeckers abholten. Da springt immer noch der erste Crémant-Aperitif raus.
Um 18.55 Uhr trafen wir zu viert am Gasthaus ein. Eine Freundin... mehr lesen
Landgasthof Paulus & Der Laden
Landgasthof Paulus & Der Laden€-€€€Restaurant, Gasthof0687391011Prälat-Faber-Straße 2-4, 66620 Nonnweiler
4.0 stars -
"Feine Landhausküche die viel Wert auf Zutaten legt!" PetraIOSeit nun ca. 2 Jahren schaffen wir es in gewisser Regelmäßigkeit zu einem Treffen mit den Saarschmeckers.
Dieses Mal war die saarländische Fraktion mit der Restaurantwahl betraut. Vom Landgasthaus Paulus haben sie uns schon oft erzählt.
Gastroguidefreund Saarschmecker reservierte zeitig einen Tisch. Ich hatte die Onlinespeisekarte gesichtet, die Spargelkarte gefiel mir sehr.
Die Anreise haben wir so gestaltet, dass wir die Saarschmeckers abholten. Da springt immer noch der erste Crémant-Aperitif raus.
Um 18.55 Uhr trafen wir zu viert am Gasthaus ein. Eine Freundin
Geschrieben am 19.06.2016 2016-06-19| Aktualisiert am
19.06.2016
Besucht am 26.05.2016Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Das Restaurant Blinkfür entdeckten wir schon am Anreisetag. Montag und Dienstag ist Ruhetag, also konnten wir keinen Tisch reservieren.
Unser erster Besuch dann donnerstags. Auf dem Rückweg von Wismar kamen wir am noch geschlossenen Restaurant vorbei und reservierten auf Zuruf bei der Chefin (wie sich später herausstellte).
Vorweg kann ich nehmen: Nach unserem gelungenen Erstbesuch reservierten wir auch für unseren letzen Urlaubsabend, den Samstag, einen Tisch im Blinkfür.
herr_foe hat eine schöne Erstbewertung geschrieben, wir haben ihn nur um wenige Tage in Boltenhagen verpasst.
Einen Tisch sollte man unbedingt reservieren, das Restaurant ist immer sehr gut besucht.
Service:
Am ersten Abend wurden wir von der Chefin Frau Junghans bedient, am zweiten Abend von einer jungen Dame, laut Beleg Frau Großkreutz.
Beide Damen waren wirklich spitze. Nette Begrüßung, Begleitung zum Tisch, ein Aperitif wurde angeboten. Zu den Speisen konnten sie bestens Auskunft geben.
Die Speisekarte wird wöchentlich zum Teil neu gestaltet und ist sehr gut sortiert. Auch 2 Fleischgerichte und 1 vegetarisches Gericht werden angeboten.
Die zeitlichen Abstände zwischen den Gängen passten sehr gut. Leere Teller wurden prompt abgeräumt, leere Gläser bemerkt, kurz nach dem Servieren die Frage, ob alles schmeckt. Unser Wein bekam einen Eiskühler. Hier gab es wirklich gar nichts zu beanstanden. Auch ein kleiner Plausch zwischendurch war noch drin. So erfuhren wir, dass ich mit meiner Vermutung zum Namen des Restaurants richtig lag: Blinkfür ist ein Begriff für den Leuchtturm.
Speisen und Getränke:
Auftakt beim ersten Besuch:
1 Glas Küstensturm (Sanddornlikör mit Sekt aufgegossen) für mich. € 5,50
1 Glas trockener Sekt für meinen Mann. € 4,70
Und natürlich eine Flasche Mineralwasser, 0,75 l zu € 5,50.
Ein kleiner Küchengruß folgte: Ein feiner Chili-Frischkäse und hausgemachtes Peterslilienpesto. Dazu frisches Baguette. Fein.
Als Vorspeise sollte es für mich die Triologie von Meeresfrüchten zu € 14,00 sein. Ich konnte mich nämlich nicht entscheiden, da passt doch so ein 3erlei prima.
Auf dem dreigeteilten Teller wurde meine Vorspeise serviert. Eine glasig gebratene Black-Tiger-Garnele in Sweet-Chili-Sauce. Eine kleine luftige Pastete mit Räucherlachs und Ananas, verziert mit frischen Kräutern. Wakame Algensalat mit einer ebenfalls saftig-glasig gebratenen Jakobsmuschel. Ein schöner und schmackhafter Auftakt, allerdings preislich an der Obergrenze. Sweet-Chili-Sauce und Algensalat sind ja nicht hausgemacht.
Als Hauptgang wählte ich das als Tipp gekennzeichneten Ostsee Dorschfilet, gebraten, mit cremigen Wasabigurken, rote Bete Jus & Kartoffelstampf zu € 19,00.
Ein wunderbarer Hauptgang. Das Dorschfilet kross auf der Haut angebraten und oben auf dem gekräuterten Kartoffelstampf angerichtet. Die Wasabigurken recht mild und das rote Bete Jus rundeten das Gericht sehr schön ab. Die Portion gut bemessen.
Meinem Mann passte das Wochenmenü zu € 31,00 perfekt:
Spargelcremesuppe mit Estragonespuma und Nordseekrabben
Die Spargelsuppe dampfend heiß und schön schaumig serviert. Frische Kräuter für’s Auge, die Krabben in der Suppe ertrunken aber vorhanden. Mein Mann war sehr zufrieden.
Pfeffersteak vom Atlantiklachs, gebraten, auf frischem Pfannengemüse, Honig-Soja-Sauce und Safranreis.
Vollkommen entzückt war er von seiner Hauptspeise. Das Lachssteak mit reichlich und sehr gutem Pfeffer gewürzt. Ebenfalls auf der Hautseite kross, aber innen saftig gebraten. Frisches und knackiges Gemüse. Die feine Sauce suchte ihren Weg in den Reis. Mein Mann war sehr zufrieden, besonders die Sauce hatte es ihm angetan (ich habe sie zu Hause noch nicht ganz so gut hinbekommen, ich übe weiter).
Zum Menü wurde ein trockener 2014er Grauburgunger vom Weingut Claus C. Jakob empfohlen. Für € 23,00 eine gute Weinbegleitung zu unserem Essen.
Hausgemachtes Erdbeersorbet & Crème brûlée
Das cremige Erdbeersorbet schmeckte unverfälscht nach Erdbeere, garniert mit frischer Minze. Die Crème brûlée als Klassiker dazu – wunderbar.
2 Gläser trockener Sekt zu je € 4,70 als Aperitif
1 Flasche Mineralwasser, 0,75 l, hoppla! Jetzt erst bemerkt! Sie kostet 2 Tage später plötzlich € 6,50!!! Ob es eine andere Quelle war kann ich leider nicht mehr sagen. Die Preise für Mineralwasser entwickeln sich so langsam zu meinem Lieblingsthema!
Küchengruß wie 2 Tage vorher – vollkommen in Ordnung, der muss nicht täglich wechseln.
Für mich als Vorspeise die Boulliabaise des Nordens – pikante Fischsuppe mit vielen Kräutern und Gewürzen zu € 7,90.
Serviert wurde in asymetrischer Schale die Fischeinlage mit reichlich Krabben und wenig Flüssigkeit. Im separaten Glaskännchen dann noch Boulliabaise zum Auffüllen. Eine intensiv-würzige Vorspeise, reichlich ebenfalls. Ein wunderbarer Fischfond mit wirklich vielen Kräutern und Gewürzen, u. a. Fenchelsaat.
Mein Mann entschied sich für gebratene Riesengarnelen und Wakame Algensalat zu € 8,90.
3 Garnelen, gut gewürzt und saftig gebraten. Der Algensalat und eine frische Safran?Creme dazu.
Ich entschied mich für den Fischteller mit Kartoffelstampf und Krustentierschaum zu € 24,00. Auch hier wurde ich nicht enttäuscht. Zander, Lachs und Dorsch, wieder perfekt gebraten. Obenauf noch einige Krabben. Der Kartoffelstampf mit frischen Kräutern schön angerichtet und das Sößchen war ein Gedicht.
Mein Mann konnte nicht umhin, auch wenn’s langweilig ist. Das Lachsgericht vom Donnerstag sollte es nochmal sein. Gleiche Zubereitung, gleiche Qualität, gleiche Begeisterung. Als einzelnes Gericht zu € 22,90.
Zum Essen am Boltenhagener Abschlussabend ein 2014er Grauburgunder von der Mittelmosel, Weingut Jüngling zu € 31,00. In der Weinkarte so schön beschrieben, über zeugte er geschmacklich und ich fand sogar die beschriebenen grünen Walnüsse im Geschmack.
Ein Dessert haben wir an diesem Abend nicht mehr geschafft.
Ambiente:
Abstauben möchte ich hier nicht! Das Haus ist noch nicht alt. Aber im Innern fühlt man sich wie in einem seit 100 Jahre etablierten Fischrestaurant. Es gibt so viel zu sehen, es wird nicht langweilig. Im Aquarium am Eingang tummeln sich Seebewohner. Meerjungfrauen ziehen die Blicke auf sich. Fischnetze- und -reusen, Bilder, Bullaugen, Buddelschiffe, imposante original Fischerlederstiel mit genagelten Sohlen.
Uns hat es richtig gut gefallen. Zudem alles sehr sauber und gepflegt ist. Die Tische schön eingedeckt mit weißen Tischdecken, Salz- und Pfeffermühle. Sehr angenehme Beleuchtung (bei unserem Besuch ohne Ausfallerscheinungen). Toiletten einwandfrei sauber. Das komplette Restaurant inklusive Toiletten ist ebenerdig.
Draußen gibt es auch sehr schöne Sitzplätze, teilweise mit Strandkörben.
Fazit:
Beide Abende sehr gelungen, wir haben uns sehr wohl gefühlt. Wir können uns gut einen weiteren Urlaub in Boltenhagen vorstellen. Dann sind wir auf jeden Fall wieder hier und schauen genau auf die Wasserpreise :-)
Das Restaurant Blinkfür entdeckten wir schon am Anreisetag. Montag und Dienstag ist Ruhetag, also konnten wir keinen Tisch reservieren.
Unser erster Besuch dann donnerstags. Auf dem Rückweg von Wismar kamen wir am noch geschlossenen Restaurant vorbei und reservierten auf Zuruf bei der Chefin (wie sich später herausstellte).
Vorweg kann ich nehmen: Nach unserem gelungenen Erstbesuch reservierten wir auch für unseren letzen Urlaubsabend, den Samstag, einen Tisch im Blinkfür.
herr_foe hat eine schöne Erstbewertung geschrieben, wir haben ihn nur um wenige Tage... mehr lesen
Blinkfür | Fish & Sea Food
Blinkfür | Fish & Sea Food€-€€€Restaurant03882522114Ostseeallee 64, 23946 Boltenhagen
4.5 stars -
"Unser Favorit in Boltenhagen! Also gleich 2 Abende in diesem Restaurant." PetraIODas Restaurant Blinkfür entdeckten wir schon am Anreisetag. Montag und Dienstag ist Ruhetag, also konnten wir keinen Tisch reservieren.
Unser erster Besuch dann donnerstags. Auf dem Rückweg von Wismar kamen wir am noch geschlossenen Restaurant vorbei und reservierten auf Zuruf bei der Chefin (wie sich später herausstellte).
Vorweg kann ich nehmen: Nach unserem gelungenen Erstbesuch reservierten wir auch für unseren letzen Urlaubsabend, den Samstag, einen Tisch im Blinkfür.
herr_foe hat eine schöne Erstbewertung geschrieben, wir haben ihn nur um wenige Tage
In Wismar dachten wir, mittags müsse es ein Backfischbrötchen direkt vom Imbisskutter am Hafen sein. Dies war leider ein Fehler. Das vor Fett triefende Teil, innen der Fisch dennoch trocken. Obwohl wir nur einen Bruchteil aßen, bekam es meinem Mann gar nicht gut.
Was liegt näher, als in der Apotheke Hilfe zu suchen. Mein Bruder empfahl uns schon dieses schöne Café. Über 300 Jahre wurde das Gebäude als Apotheke genutzt, und so ein bisschen wohl auch heute noch. Gesund essen und die Seele baumeln lassen.
Im Innenraum ist nur noch wenig von der alten Apotheke zu spüren. Ein gepflegt-rustikales Ökoflair, so könnte man die gemütliche Einrichtung beschreiben. Holztische und Stühle, frische Blumen, Kerzen. Alles sehr liebevoll gestaltet. Für Kinder gibt es eine Spielkiste.
Kleine und feine vegetarische Gerichte sind auf der Tafel angeschrieben. Die Kuchenauswahl in der Vitrine. Schade, hier hätten wir sicherlich besser und besser verträglich gegessen. Viel Bio wird verarbeitet, die hausgebackenen Kuchen werden mit Dinkelmehl zubereitet. Und die Mordskaffeemaschine macht sicherlich auch einen guten Kaffee.
Zu Bauchweh und der kühlen Witterung passt Tee. Hier gibt es eine schöne Auswahl. Für meinen Mann suche ich „Sommertee“ aus. Den fand ich sehr passend für ihn und die enthaltenen Kräuter sollten dem Magen helfen.
Für mich sollte es der „Hexentee“ sein, dass passt ebenfalls! Das Kännchen Tee kostet € 2,90.
Der freundliche „Apotheker“ serviert unsere dampfenden Teekännchen auf dem kleinen Tablett. Der Tee ist lose im Schälchen und er erklärt uns, dass wir so in dem bereitliegenden Teebeutel unseren Tee selbst dosieren können. Ein hausgebackener und würziger Dinkelkeks wird auch noch dazu gereicht.
Jedes Kännchen ergibt 3 Tassen Kräutertee. Die lassen wir uns gemütlich schmecken. Super Preis-Leistung und das Bauchweh weg.
Die Toiletten sind modernisiert, sauber und gepflegt. Für die Kleinen steht ein Wickelplatz zur Verfügung.
Eine Tüte Kekse und ein Päckchen Tee kaufen wir hier noch ein und werden freundlich verabschiedet.
Die alte Löwenapotheke hat hier ihren Beitrag verdient. Auf der Homepage findet man folgendes Zitat: „Du bist, was Du isst. Eure Lebensmittel sollen Eure Heilmittel sein“. Hippokrates
In Wismar dachten wir, mittags müsse es ein Backfischbrötchen direkt vom Imbisskutter am Hafen sein. Dies war leider ein Fehler. Das vor Fett triefende Teil, innen der Fisch dennoch trocken. Obwohl wir nur einen Bruchteil aßen, bekam es meinem Mann gar nicht gut.
Was liegt näher, als in der Apotheke Hilfe zu suchen. Mein Bruder empfahl uns schon dieses schöne Café. Über 300 Jahre wurde das Gebäude als Apotheke genutzt, und so ein bisschen wohl auch heute noch. Gesund essen und... mehr lesen
Café Alte Löwenapotheke
Café Alte Löwenapotheke€-€€€Cafe03841252538Bademutterstraße 2, 23966 Wismar
4.0 stars -
"1. Hilfe in der Apotheke. Feine Teeauswahl und kleine Speisen." PetraIOIn Wismar dachten wir, mittags müsse es ein Backfischbrötchen direkt vom Imbisskutter am Hafen sein. Dies war leider ein Fehler. Das vor Fett triefende Teil, innen der Fisch dennoch trocken. Obwohl wir nur einen Bruchteil aßen, bekam es meinem Mann gar nicht gut.
Was liegt näher, als in der Apotheke Hilfe zu suchen. Mein Bruder empfahl uns schon dieses schöne Café. Über 300 Jahre wurde das Gebäude als Apotheke genutzt, und so ein bisschen wohl auch heute noch. Gesund essen und
Geschrieben am 17.06.2016 2016-06-17| Aktualisiert am
17.06.2016
Besucht am 25.05.2016Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 63 EUR
Während unseres Ausfluges nach Gross Schwansee kam tatsächlich die Sonne raus. Die Badetasche nicht dabei. Also war die kurze Rückfahrt nach Boltenhagen angesagt, an den schönen Strand und rein in die große Badewanne, diese hatte ich für mich alleine. Erfrischend :-)
Schwimmen macht hungrig.
So peilen wir später die „Seebrücke“ an. Die interessante Rundbauweise mit kleiner Kuppel auf dem Dach sticht positiv ins Auge. Für uns eines der schönsten Gastronomiehäuser in Boltenhagen. Vor dem Haus gibt es schöne geschützte Außensitzplätze, einheitliche rote Geranien an den Fenstern geben ein sehr gepflegtes Bild.
Wir beobachten seit unserer Anreise: Den Altersdurchschnitt können wir hier wirklich noch heben. Das Restaurant ist immer gut besucht.
Wir betreten, ohne Reservierung, ca. 19.45 Uhr das Restaurant und werden sehr freundlich begrüßt.
Ein Tisch, schön eingedeckt am Fenster, wird und zugewiesen und die Karten mit schöner Speisen- und Getränkeauswahl gereicht.
Während unseres gesamten Ostseeurlaubes waren wir fast überall von dem sehr guten Weinangebot und den fairen Preisen überrascht.
Bei der erfahrenen Dame im Service bestellen wir:
1 Flasche Mineralwasser, 0,75 l, € 6,00
1 Flasche Grauburgunder 0,75 l (Nahe), Gutsabfüllung , trocken € 18,50.
Hier will die Servicedame schon 2 Gläser notieren und ist leicht irritiert, wir bestellen eine Flasche (wir kommen von der Nahe, wir vertragen das, wir sind zu Fuß).
Unsere Getränke werden prompt serviert. Gut gekühlt, Wein und Wasser im Kühler. Der in der Karte nicht näher beschriebene Wein ist vom Weingut Schott. Viel näher an unsere Heimat geht es nicht. Das Weingut Schott ist nicht unbedingt unser heimischer Favorit, aber hier passte der Wein (Ostseereben sind hier ja weniger verbreitet).
Kleine Vorspeise vorweg: 2 Beilagensalate à € 3,90. Frische Zutaten mit Rohkostraspeln. Sehr gutes, würzig-scharfes Dressing. Asiatisch anmutend. Vermutlich nicht hausgemacht, aber mal was absolut anderes. Er hat uns sehr gut geschmeckt.
Die Hauptspeisen:
Für meinen Mann: Rosa gebratenes Thunfischfilet, Tagliatelle, Tomatensauce € 12,90
Für mich: Gebratenes Fischfilet (Seelachs), Penne € 12,40
Nach kurzer Wartezeit werden auch schon unsere Hauptgerichte serviert. Schön, vorgewärmte Teller.
Die Tagliatelle, bissfest, mit gut gewürzter Tomatensauce. Obenauf das Thunfischfilet, wirklich noch rosa, so muss es mindestens sein. Etwas Pesto, Zitronenspalten, frischerer Dill und Petersilie an den Tellerrand dekoriert. Die Portion im tiefen Pastateller gut bemessen und für den Preis absolut ok.
Meine Penne ebenfalls schön al dente mit einer leichten, wohl Ricotta-Tomatensauce. Der gekräuterte Fisch gut gewürzt und perfekt glasig mit leichter Bräunung gebraten. 2 große Stücke Seelachsfilet. Seelachs ist nicht mein Favorit. Aber hier überzeugte er durch die gute Zubereitung.
Zwischendurch die Frage, ob alles schmeckt. Ja, wir sind wirklich zufrieden.
Die Seebrücke leerte sich zusehends. Um kurz nach 20.30 Uhr waren wir die einzigen Gäste in dem gemütlich-gediegen gestalteten Restaurant. Das mit der Gemütlichkeit hatte sich dann aber ruckzuck erledigt. Das Servicepersonal begann die Tische neu einzudecken, Stühle zu rücken. Das ging noch.
Die freundliche Servicedame räumt unser Geschirr ab und wir bestellen noch unser "Dessert".
Für mich die regionale Frucht: Schwechower Sanddorngeist € 3,20, sehr fein. Für meinen Mann Rostocker Kümmelbrand € 2,40.
Wir sitzen direkt neben der Theke, nun fährt scheppernd ein Einkaufswagen voller Flaschen auf. Ein junger Mann aus dem Service bestückt geräuschvoll die Kühlschubladen und räumt die Spülmaschine aus. Es ist 20.45 Uhr.
Mein Mann fragt eine junge Servicemitarbeiterin, wann das Restaurant schließt. Antwort: „Um 9 Uhr, aber sie dürfen ruhig noch austrinken.“ Hoppla, dieser Rausschmiss sitzt und wir sind wirklich verblüfft.
Die ältere Servicemitarbeiterin entschuldigt sich beim Kassieren. Sie hatte auch bemerkt, dass wir uns nicht mehr wohlfühlten. Die Räumerei sei Anweisung des Chefs. Im Hinausgehen sagten wir dem Chef dann noch persönlich, dass der wirklich gelungene Abend durch die laute Räumerei und Hektik nicht mehr schön für uns war.
Ich gönne jedem seinen Feierabend. Ein Tag im Service ist hart. Aber es geht sicherlich etwas ruhiger und leiser wenn noch Gäste das sind.
Viele Restaurants scheinen gegen 21.00 Uhr in Boltenhagen zu schließen, zumindest in der Nebensaison. Das muss man wissen.
Meine Punktevergabe für den Service ist ausschließlich durch die letzte Viertelstunde reduziert, und diese Punkte gehen somit an den Chef der Seebrücke.
Wir würden die Seebrücke jederzeit wieder besuchen. Dann vielleicht zum Mittagessen, Kaffeetrinken oder zum frühen Abendessen. Wir sind ja lernfähig.
Während unseres Ausfluges nach Gross Schwansee kam tatsächlich die Sonne raus. Die Badetasche nicht dabei. Also war die kurze Rückfahrt nach Boltenhagen angesagt, an den schönen Strand und rein in die große Badewanne, diese hatte ich für mich alleine. Erfrischend :-)
Schwimmen macht hungrig.
So peilen wir später die „Seebrücke“ an. Die interessante Rundbauweise mit kleiner Kuppel auf dem Dach sticht positiv ins Auge. Für uns eines der schönsten Gastronomiehäuser in Boltenhagen. Vor dem Haus gibt es schöne geschützte Außensitzplätze, einheitliche... mehr lesen
Restaurant Zur Seebrücke
Restaurant Zur Seebrücke€-€€€Restaurant, Cafe03882529288Mittelpromenade 6, 23946 Boltenhagen
3.5 stars -
"Das war gut, leider nicht bis zum Schluss." PetraIOWährend unseres Ausfluges nach Gross Schwansee kam tatsächlich die Sonne raus. Die Badetasche nicht dabei. Also war die kurze Rückfahrt nach Boltenhagen angesagt, an den schönen Strand und rein in die große Badewanne, diese hatte ich für mich alleine. Erfrischend :-)
Schwimmen macht hungrig.
So peilen wir später die „Seebrücke“ an. Die interessante Rundbauweise mit kleiner Kuppel auf dem Dach sticht positiv ins Auge. Für uns eines der schönsten Gastronomiehäuser in Boltenhagen. Vor dem Haus gibt es schöne geschützte Außensitzplätze, einheitliche
Geschrieben am 13.06.2016 2016-06-13| Aktualisiert am
14.06.2016
Schloss Bothmer stand für unser Urlaubsprogramm fest! An unserem Besuchstag spielte sogar das Wetter mit.
Es gibt reichlich Parkmöglichkeiten, inklusive Busparkplätze. Dies lässt erahnen, was hier in der Hauptsaison los ist.
Eine Allee durchwandert man zum Schloss. Eine zweite Allee, mit spalierartig gezogenen Bäumen, führt ebenfalls zum Schloss und ist noch schöner.
Das denkmalgeschützte barocke Gebäude bietet einen imposanten Anblick. Es wurde vor dem Verfall gerettet und umfassend saniert, die Sanierungsarbeiten dauern teilweise noch an.
Wohl erst vor Kurzem wurde die Brasserie eröffnet. Innen modern, gradlinig. Aber nicht störend in dem historischen Gebäude. Außen schöne Holzbestuhlung.
Wir haben nur etwas getrunken. Der junge Mann im Service war sehr freundlich, aber wohl noch nicht lange in dem Job.
Die Speisekarte ist klein und gut sortiert.
Zeit sollte man auf jeden Fall für den riesigen wunderschönen Schlosspark mit schönen Sitzplätzen einplanen. Das Areal ist von einem Wassergraben umgeben.
Schloss Bothmer stand für unser Urlaubsprogramm fest! An unserem Besuchstag spielte sogar das Wetter mit.
Es gibt reichlich Parkmöglichkeiten, inklusive Busparkplätze. Dies lässt erahnen, was hier in der Hauptsaison los ist.
Eine Allee durchwandert man zum Schloss. Eine zweite Allee, mit spalierartig gezogenen Bäumen, führt ebenfalls zum Schloss und ist noch schöner.
Das denkmalgeschützte barocke Gebäude bietet einen imposanten Anblick. Es wurde vor dem Verfall gerettet und umfassend saniert, die Sanierungsarbeiten dauern teilweise noch an.
Wohl erst vor Kurzem wurde die Brasserie eröffnet. Innen... mehr lesen
ORANGERIE Schloss Bothmer
ORANGERIE Schloss Bothmer€-€€€Restaurant, Ausflugsziel, Eventlocation038825266733Am Park 1, 23948 Klütz
stars -
"Ein tolles Ausflugsziel! Verdursten und Verhungern muss man hier auch nicht!" PetraIOSchloss Bothmer stand für unser Urlaubsprogramm fest! An unserem Besuchstag spielte sogar das Wetter mit.
Es gibt reichlich Parkmöglichkeiten, inklusive Busparkplätze. Dies lässt erahnen, was hier in der Hauptsaison los ist.
Eine Allee durchwandert man zum Schloss. Eine zweite Allee, mit spalierartig gezogenen Bäumen, führt ebenfalls zum Schloss und ist noch schöner.
Das denkmalgeschützte barocke Gebäude bietet einen imposanten Anblick. Es wurde vor dem Verfall gerettet und umfassend saniert, die Sanierungsarbeiten dauern teilweise noch an.
Wohl erst vor Kurzem wurde die Brasserie eröffnet. Innen
Besucht am 24.05.20162 Personen
Rechnungsbetrag: 8 EUR
Direkt in Strandnähe liegt die Villa Seebach. Für uns eines der schönsten Gastronomiehäuser Boltenhagens.
Von unserer Unterkunft sind wir zu Fuß in 3 Minuten da.
Ambiente + Sauberkeit:
Am Nachmittag nehmen wir auf der geschützt überdachten Terrasse Platz. Die Tische sind mit Mitteldecke, Windlicht und Topfblume nett eingedeckt. Hier hat man einen schönen Blick auf die parkähnliche Anlage.
Dort gibt es weitere zahlreiche Sitzplätze. Sonnenschirme stehen als Schattenspender bereit. Hinter dem Haus gibt es noch eine Sonnenterrasse.
Auch der Restaurantbereich ist schön und gemütlich gestaltet. Viel Holz, nett dekoriert. Der Begriff „Villa“ ist nicht übertrieben.
Alles wirkt sehr sauber und gepflegt. Die Toilette wurde nicht aufgesucht.
Service:
Bevor wir Platz nahmen, haben wir einen kurzen Blick ins Restaurant geworfen. Hier steht seitlich auch die Tortenvitrine. Mein „Süßer“ erblickte auch gleich das Objekt seiner Begierde. Eine Servicemitarbeiterin verfolgte seine Wahl.
Da sitzen wir nun. Wir haben Urlaub und Zeit. Drei junge Servicemädels laufen mehrfach an uns vorbei und irgendwann bemerkt eine Dame, dass wir wohl neu und unversorgt sind. Bei insgesamt 8 Gästen kann man ja den Überblick schnell verlieren.
Unsere Wünsche werden abgefragt, mein Mann wusste ja, wonach im gelüstet. Sein Wunsch wird gleich notiert. Ich bitte drum, noch kurz in die Karte schauen zu dürfen. Diese wird mir gereicht. An sich liegt sie wohl auf den Tischen bereit, bei uns fehlte sie. Kann passieren.
Ich werde fündig, es ist aber leider nicht möglich der Servicemitarbeiterin ein Signal zu senden. Laut rufen oder hinterher laufen wollte ich nun auch nicht.
Mein Mann erhält Kaffe und Torte. Dabei darf dann meinen regionalen Punsch bestellen, hungrig war ich nicht. Die junge Frau kann mir auf Anhieb beantworten, dass dieser ohne Alkohol zubereitet wird.
Nachdem ich bestellt habe, fragen mich die zwei anderen Mitarbeiterinnen, ob ich noch einen Wunsch habe. Sie entdeckten tatsächlich die Leere vor mir. Ich sagte ihnen, mein erster Wunsch sei in Arbeit. Geduldig wartete ich, der Punsch muss mit sehr viel Liebe zubereitet worden sein.
Abräumen unseres leeren Geschirrs war nicht möglich. Die Spatzen wissen dies wohl und schätzen die Villa als gratis Einkehrmöglichkeit.
Unser Wink zum Zahlen, Wechselgeld musste geholt werden (Geschirr blieb stehen). Wir zahlten, fragten nach einem Beleg. Zähneknirschend wurde dieser geholt (Geschirr blieb stehen). Beleg wurde gebracht (Geschirr blieb stehen). Wirklich nicht nachvollziehbar, chaotisch und unorganisiert.
Ich danke meiner Mutter für ihren lehrreichen Spruch „Kein Gang mit leeren Händen!“
Getränke und Kuchen:
Pott Kaffee zu € 2,80 und die Erdbeer-Sahne-Torte zu € 2,90.
Ein guter Kaffee und ein riesiges Stück luftiger Erdbeer-Sahne-Torte! Es war das letze Stück, voraussichtlich war man deshalb sehr großzügig. Der Bisquit schön locker und nicht durchgeweicht.
Mein Sanddornpunsch zu € 2,70 wurde schön heiß im Glas serviert. Schade, dass Sanddorn bei uns so unbekannt ist. Der Sanddornsaft wurde wohl mit Orangensaft gemischt, auch etwas Zimt war zu schmecken. Nicht weihnachtlich, einfach nur sehr fein und bei der an diesem Tag kühlen Witterung genau richtig. Reichlich Vitamin C im Sanddorn kann da auch nicht schaden.
Mein Mann hat es nicht komplett geschafft, zur Freude der gefiederten Freunde. Nicht artgerecht aber wohl ein besonders begehrter Happen. Ein nettes Unterhaltungsprogramm.
Fazit: Die Speisekarte des Restaurants klingt auch gut und abwechselungsreich. Da die Villa so bequem für uns erreichbar war, wollten wir hier eigentlich mal zu Abend essen. Aber wenn der Service dann genauso ist? Wir haben es dann gelassen. Vielleicht haben wir aber auch was verpasst.
Direkt in Strandnähe liegt die Villa Seebach. Für uns eines der schönsten Gastronomiehäuser Boltenhagens.
Von unserer Unterkunft sind wir zu Fuß in 3 Minuten da.
Ambiente + Sauberkeit:
Am Nachmittag nehmen wir auf der geschützt überdachten Terrasse Platz. Die Tische sind mit Mitteldecke, Windlicht und Topfblume nett eingedeckt. Hier hat man einen schönen Blick auf die parkähnliche Anlage.
Dort gibt es weitere zahlreiche Sitzplätze. Sonnenschirme stehen als Schattenspender bereit. Hinter dem Haus gibt es noch eine Sonnenterrasse.
Auch der Restaurantbereich ist schön und... mehr lesen
Restaurant im Hotel Villa Seebach
Restaurant im Hotel Villa Seebach€-€€€Restaurant, Cafe, Hotel, Biergarten0388253150Mittelpromenade 28, 23946 Boltenhagen
3.5 stars -
"Wunderschönes Ambiente, Konditor besser als Service." PetraIODirekt in Strandnähe liegt die Villa Seebach. Für uns eines der schönsten Gastronomiehäuser Boltenhagens.
Von unserer Unterkunft sind wir zu Fuß in 3 Minuten da.
Ambiente + Sauberkeit:
Am Nachmittag nehmen wir auf der geschützt überdachten Terrasse Platz. Die Tische sind mit Mitteldecke, Windlicht und Topfblume nett eingedeckt. Hier hat man einen schönen Blick auf die parkähnliche Anlage.
Dort gibt es weitere zahlreiche Sitzplätze. Sonnenschirme stehen als Schattenspender bereit. Hinter dem Haus gibt es noch eine Sonnenterrasse.
Auch der Restaurantbereich ist schön und
Unser erster „richtiger Tag in Boltenhagen“, da gilt es, sich die frische Seeluft um die Ohren wehen zu lassen.
Den Strand entlang spazieren wir vormittags zur Boltenhagener Steilküste. Durchatmen, wohlfühlen.
Auf dem Rückweg kommen wir an dem sehr sauber und gepflegten Fischimbiss vorbei. Beste Mittagszeit.
Wir betreten den Imbiss. Wohl die Seniorchefin und 2 weitere Mitarbeiterinnen schmeißen den Laden.
Die Kühltheke zeigt den frischen Fang, mit Herkunftsbezeichung und Fangart. Heimischer Fang, aber auch norwegischer Lachs aus Aquakultur. Die Auslage top gepflegt.
Die Räucherfischauslage links daneben.
Ein bisschen fühlt man sich wie auf dem Fischmarkt. An der Tafel stehen diverse Gerichte an. Das geht hier alles zack-zack, wir entscheiden uns schnell.
Die Getränke nehmen wir aus dem Kühlschrank: 1 kleine Flasche Mineralwasser € 1,65 1 Flasche Pils € 1,80
Bei den Damen bestellen wir: 1 Matjesbötchen € 2,50 1 Portion Bratkartoffeln € 3,50 1 Portion Aalmutter (Tagesfang) mit Brötchen € 3,50
Wir zahlen, erhalten den Hinweis, dass unsere Tischnummer aufgerufen wird, nehmen die Getränke mit. Platz findet man im windgeschützten Freisitz mit bequemer, einfacher und sauberer Bestuhlung.
Die „14“ wird lautstark kurze Zeit später aufgerufen. Das sind wir. An der Theke hole ich unser Essen ab.
Schön gebräunte Bratkartoffeln mit Zwiebeln.
Das Matjesbrötchen gut und mit frischem Salat und reichlich Zwiebelringen belegt.
Die Aalmutter (kannte ich noch nicht) kross gebraten. Schlicht, pur und gut. Ein Brötchen dazu reichte.
Aalmutter, so heißt der Fisch, ist kein Fangfisch. Aber wohl Beifang. Aalähnlich, aber mit dem Aal nicht verwandt. Mittig eine grünliche Mittelgräte, leicht zu entfernen. Ein guter, frischer und knuspriger Mittagssnack!
Die Familie Dunkelmann ist in 4. Generation Küstenfischer.
Das Restaurant Kamerun am Hafen (hier haben wir 3 Mal sehr gut gegessen, Bericht folgt) gehört wohl auch zur gleichen Familie Dunkelmann.
Im Imbiss gibt es Frischfisch für kleines Geld ohne Firlefanz. Aber um Welten Besser als unser Essen am Abend zuvor.
Unser erster „richtiger Tag in Boltenhagen“, da gilt es, sich die frische Seeluft um die Ohren wehen zu lassen.
Den Strand entlang spazieren wir vormittags zur Boltenhagener Steilküste. Durchatmen, wohlfühlen.
Auf dem Rückweg kommen wir an dem sehr sauber und gepflegten Fischimbiss vorbei. Beste Mittagszeit.
Wir betreten den Imbiss. Wohl die Seniorchefin und 2 weitere Mitarbeiterinnen schmeißen den Laden.
Die Kühltheke zeigt den frischen Fang, mit Herkunftsbezeichung und Fangart. Heimischer Fang, aber auch norwegischer Lachs aus Aquakultur. Die Auslage top gepflegt.
Die Räucherfischauslage... mehr lesen
De Fischer Un Sien Fruh
De Fischer Un Sien Fruh€-€€€Imbiss, Take Away03882525881Dorfstraße 1, 23946 Boltenhagen
3.5 stars -
"Tagesfrischer Fisch und Räucherfisch, idealer Mittagssnack." PetraIOUnser erster „richtiger Tag in Boltenhagen“, da gilt es, sich die frische Seeluft um die Ohren wehen zu lassen.
Den Strand entlang spazieren wir vormittags zur Boltenhagener Steilküste. Durchatmen, wohlfühlen.
Auf dem Rückweg kommen wir an dem sehr sauber und gepflegten Fischimbiss vorbei. Beste Mittagszeit.
Wir betreten den Imbiss. Wohl die Seniorchefin und 2 weitere Mitarbeiterinnen schmeißen den Laden.
Die Kühltheke zeigt den frischen Fang, mit Herkunftsbezeichung und Fangart. Heimischer Fang, aber auch norwegischer Lachs aus Aquakultur. Die Auslage top gepflegt.
Die Räucherfischauslage
Geschrieben am 09.06.2016 2016-06-09| Aktualisiert am
09.06.2016
Besucht am 23.05.2016Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 43 EUR
Ankunftstag in Boltenhagen. Wir starten durch zum Orientierungslauf durch das schöne Kurstädtchen. Unser Abendessen soll fußläufig erreichbar sein.
Gastronomie ist in dem gepflegten Ort reichlich vorhanden. Wir entdecken das schöne Restaurant am Kurpark, das sieht sehr einladend aus. Außen Hinweistafeln auf frisches Gebäck und Fischgerichte.
Wir betreten das Restaurant, nur 2 Gäste sitzen hier bei einem Getränk. Da hätten wir, trotz Vorsaison, schon wachsam werden müssen.
Die weibliche Bedienung (Chefin?) signalisiert: Wir dürfen uns einen Platz aussuchen. Das machen wir. Die Speisekarten mit Klarsichthüllen werden auf den Tisch gelegt und sie ist wieder weg.
Die Karte ist geschmeidig drauf bedacht, es jedem Recht zu machen. Unter „Vollwertkost“ findet sich ein „Omlett mit Kaisergemüse, Bohnen und eingebackener Hollandaise“. Was ist hier vollwertig? Es wäre nun der richtige Zeitpunkt gewesen, die Biege zu machen. Chance vertan.
Ein Blick auf die Weinkarte und wir wissen: Es ist der Tag für ein frisch gezapftes Bier gekommen.
Die Servicedame kommt, wir bestellen: 1 Freiberger Pils, 0,5 l zu € 4,35 für meinen Mann 1 Freiberger Schwarzes Bergbier, 0,5 l zu € 4,35 für mich.
Unsere Gerichte werden gleich mit aufgenommen. Die gut gekühlten Biere kurz drauf serviert.
Viel Freundlichkeit kommt hier wenig auf.
Vorweg für uns beide ein kleiner Salat der Saison zu € 3,60.
Mein Mann fragt, ob die Bratkartoffeln mit Speck sind. Ja, sind sie. Frage ob es auch ohne Speck geht? „Nein“. Wir sind aber auch wirklich richtig lästig! Fazit: Bratkartoffelmischung kommt aus der Tüte.
Also gibt es für meinen Mann Rotbarschfilet gebraten mit Salzkartoffeln zu € 12,90.
Ich wähle von der Saison-Spargelkarte (da kann man doch nichts falsch machen?): Frischer Stangenspargel mit Salzkartoffeln, Hollandaise oder Butter und gebratenem Wildlachsfilet zu € 15,10.
Ich fragte lästig nach, ob die Hollandaise selbst gemacht sei. Mit sichtbarer Verwunderung über diese Frage wird verneint (kann man Hollandaise selbst machen?) und ich entschied mich für Variante Butter.
Wir waren die einzigen Gäste die Speisen bestellten. Aus der Küche kam ein unwilliges Gemurmel.
Serviert wurde dann ein kleiner Salat, in dieser Zusammenstellung hat er wohl ganzjährig Saison. Eisbergsalat, Rucola, Gurke, Tomate, Paprika und wie erwartet: Fertigdressing. Sollte wohl an Joghurt erinnern. Wenigstens waren die festen Bestandteile frisch.
Brot dazu gab es nicht. Ist ja auch sehr umstritten mit den Kohlenhydraten am Abend.
Unsere Fischgerichte wurden serviert.
Dazu Hollandaise und eine Tetra-Dillsauce im Kännchen.
Ich wies die Bedienung darauf hin, dass ich Butter bestellt hatte. „Das ist Butter“. Ich sagte ihr, dass ich den Unterschied durchaus kenne und dies Hollandaise sei. Nochmals: „Das ist Butter“. Ich reichte ihr das Kännchen, es wurde etwas gemurmelt und kurz darauf geschmolzene Butter serviert.
Der Hungertod stand mir noch nicht bevor, zum Glück. Der Lachs für mich nicht essbar. Tiefkühlware minderer Qualität, tot gebraten, völlig trocken, die tranigen Stellen statt vor dem Braten zu entfernen dekorativ obenauf angerichtet.
Als ich den Fisch umdrehte, sah ich dass der Fisch an einer Stelle umgeknickt war und auch so gebraten wurde. Ich klappte auseinander und fand ein graues Etwas, mit abgesetztem Eiweiß, vor mir.
Der Fisch wanderte wohl gefroren in die Pfanne. Die Kartoffeln völlig ohne Aroma. Aus dem Gastronomie-Vakkumpaket? Der Spargel sehr weich, ebenfalls ohne Aroma. Es schmeckte wie aufgewärmt. Dafür obendrüber eine Streuwürze bei der sich Greenpeace sicherlich auch für ein Verbot, ähnlich Glyphosat, einsetzen würde.
Der Spargel nicht abgetropft, ein Wassersee bildete sich in der Tellermitte. Der unnötig gestorbene Lachs sollte wohl nochmal schwimmen, saftiger wurde er dadurch nicht.
Meinem Mann erging es nicht viel besser. Der Rotbarsch in einer Panade, ebenfalls „furztrocken“ mit penetrantem fischigem Geschmack und den wässrigen Kartoffeln. Kleine Salatdeko nebendran, das bereits bekannte Fertigdressing drüber.
Die Dillsauce aus dem Päckchen hat er erst gar nicht versucht, den Geschmack konnte man sehen.
Die Beilagen haben wir dann größtenteils gegessen. Sie waren aber wohl aufgewärmt.
Eine Frage, ob alles in Ordnung ist, kam während des Essens nicht. Beim Abservieren dann der fassungslose Blick der Bedienung (Chefin?): Warum liegt noch so viel auf dem Teller? Dass sie sich die Frage, ob es geschmeckt hat, sparen kann, hat sie auch gemerkt. Dieser wurde ersetzt durch „Was ist denn hier los?“ Wenn mein Mann sich als erster zu Wort meldet und sagt: „So schlecht habe ich schon lange nicht mehr gegessen!“ will das was heißen!
Ich legte nach: „Das war doch beides Tiefkühlfisch!“ Dies wurde zumindest ehrlich bestätigt. Ich sagte ihr dann noch, dass ich nicht zum Essen von Tiefkühl- und Fertigware an die Ostsee fahre. Das Meer, ca. 200 m vom Restaurant entfernt. Hätten wir draußen gesessen, wir hätten es rauschen hören können!
Wir verlangten die Rechnung. Diese kam prompt und selbstverständlich in voller Höhe. Genau: Die Sche…-Touris kommen sowieso nicht mehr. In einem Punkt war man hier auch noch konsequent: Freundlichkeit, oder das Gefühl als Gast willkommen zu sein... Fehlanzeige.
Ambiente und Sauberkeit:
Von außen wirkt alles sehr schön und gepflegt, mit neuer Bestuhlung.
Innen ist eine Renovierung überfällig. Hier wurde wohl nach der Wende zuletzt renoviert. Die hellen Holzmöbel mit Abtrenngittern zwischen den Tischen weisen deutlichste Gebrauchsspuren auf, die mit blauem Kunststoff bezogenen Sitzmöbel auch.
Auf einen Besuch der Toilette verzichtete ich lieber. Als Tischdecke fungiert eine Serviette, künstliche Blume dazu, Salz- und Pfefferstreuer.
Fazit: Will sich hier jemand „Koch“ nennen? Das Beste waren die 2 Bier.
Zugegeben: Die Preise für das Essen waren nicht hoch. Im Vergleich zur Frischeküche mittags in Lübecks Zentrum haben wir uns nicht gewundert. Auch im Preisvergleich zur übrigen frischen Küche in Boltenhagen konnte man hier durchaus frischen Fisch erwarten.
Lösung: Eine Umbenennung in „Imbiss am Kurpark“, dann passt es. Aber es schmeckt dann immer noch nicht!
… nach diesem, für uns glücklicherweise seltenen, Reinfall ging es in diesem Urlaub glücklicherweise nur noch schöne Erlebnisse.
Dies ist meine 173 Bewertung und wenn ich richtig liege die goldene Zitrone: Unser schlechtestes Restauranterlebnis.
Ich bin froh, wenn hier einige meiner unappetitlichen Bilder bei GastroGuide nicht auf der Startseite auftauchen!
Ankunftstag in Boltenhagen. Wir starten durch zum Orientierungslauf durch das schöne Kurstädtchen. Unser Abendessen soll fußläufig erreichbar sein.
Gastronomie ist in dem gepflegten Ort reichlich vorhanden. Wir entdecken das schöne Restaurant am Kurpark, das sieht sehr einladend aus. Außen Hinweistafeln auf frisches Gebäck und Fischgerichte.
Wir betreten das Restaurant, nur 2 Gäste sitzen hier bei einem Getränk. Da hätten wir, trotz Vorsaison, schon wachsam werden müssen.
Die weibliche Bedienung (Chefin?) signalisiert: Wir dürfen uns einen Platz aussuchen. Das machen wir. Die... mehr lesen
Restaurant & Cafe Am Kurpark
Restaurant & Cafe Am Kurpark€-€€€Restaurant, Cafe03882529269Mittelpromenade 14, 23946 Boltenhagen
0.5 stars -
"Komplettausfall am Anreisetag. Mitten rein in die Tourifalle!" PetraIOAnkunftstag in Boltenhagen. Wir starten durch zum Orientierungslauf durch das schöne Kurstädtchen. Unser Abendessen soll fußläufig erreichbar sein.
Gastronomie ist in dem gepflegten Ort reichlich vorhanden. Wir entdecken das schöne Restaurant am Kurpark, das sieht sehr einladend aus. Außen Hinweistafeln auf frisches Gebäck und Fischgerichte.
Wir betreten das Restaurant, nur 2 Gäste sitzen hier bei einem Getränk. Da hätten wir, trotz Vorsaison, schon wachsam werden müssen.
Die weibliche Bedienung (Chefin?) signalisiert: Wir dürfen uns einen Platz aussuchen. Das machen wir. Die
Geschrieben am 07.06.2016 2016-06-07| Aktualisiert am
07.06.2016
Besucht am 23.05.2016Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 40 EUR
Lübeck wollten wir uns auf dem Weg von Hamburg an die Ostsee natürlich ansehen.
Vormittags trafen wir ein und machten uns auf zur Stadterkundung. Hier führte unser Weg gleich nach dem Holstentor rechts am Traveufer mit viel Gastronomie vorbei. Die Betreiber richteten bereits die Tagesempfehlungen und die Bestuhlung her. Vor dem Yachtzimmer wurden wir im Vorbeigehen freundlich von einer Mitarbeiterin oder sogar der Chefin gegrüßt.
Wir erkundeten das Stadtzentrum mit seinen schönen Bauten. Ein paar Stunden sind für diese Stadt wirklich zu wenig. Im Zentrum war uns die Gastronomie zu voll. Also machten wir uns wieder auf zum Traveufer. Wo kehrten wir ein? Dort, wo wir schon morgens so nett gegrüßt wurden!
Das Wetter sehr schön und warm. So konnten wir außen Platz nehmen. Die Tische einladend dekoriert, bequeme Stühle. Leichte Fleecedecken liegen bereit, falls es zu kühl wird.
Innen ist es auch sehr schön und hanseatisch-gemütlich eingerichtet. Die Toiletten sehr sauber und gepflegt.
Die gleiche Dame von morgens bediente uns ausgesprochen aufmerksam, flott und freundlich.
Die Karten wurden gereicht und die Getränkewünsche abgefragt. Fragen konnte sie sofort gut beantworten, ein Sonderwunsch war kein Problem. Chefin? Sie kennt sich jedenfalls aus.
Die säuberlich laminiere Karte ist für uns wunderbar. Hier möchte ich so Einiges gerne bestellen.
Labskaus steht auf der Karte… ein Traditionsgericht muss man doch mal gegessen haben? Für diesen Urlaub habe ich es mir vorgenommen. Ich frage vorsichtig nach und unsere freundliche Dame rät eher ab. Nicht weil sie am eigenen Essen und dem Gericht zweifelt, sondern an mir. So viel Fingerspitzengefühl – erstklassig. Ich entscheide anders, bin sehr zufrieden, aber Labskaus kenne ich immer noch nicht :-)
Wir bestellen 1 alkoholfreies Erdinger Weißbier zu € 4,50 (für mich) und 1 Rhabarberschorle zu € 2,90 (eine zweite sollte folgten) für meinen Mann. Die Getränke werden prompt vom Chef serviert, sehr gut gekühlt. Das Weizen wird meinem Mann zugedacht, ha ha!
Mein Mann entschied sich für den Lübecker Pannfisch mit Speckbratkartoffeln, Senfsauce und Gemüsestreifen zu € 13,50.
Ich entdeckte den „Fang des Tages“ mit Remoulardensauce, Bratkartoffeln und Gurkensalat zu € 16,90. Ich fragte nach, was den heute ins Netz gegangen ist. „Steinbeißer“ sei es! Na, den habe ich aber gerne bestellt!
Unser Wunsch, die Bratkartoffeln ohne Speck zu braten, war kein Problem.
Unser Essen wurde gemeinsam auf gut vorgewärmten Tellern serviert. Große und saftige Fischfilets, perfekt gebraten.
Die Teller ansprechend angerichet. Der feine Steinbeißer nicht knapper bemessen als der Pannfisch (Seelachsfilet). Klasse Preis-Leistung.
Die Bratkartoffeln waren wunderbar. Knusprig in der Pfanne mit Zwiebeln gebraten. Dazu zum Schluß noch feine Frühlingszwiebeln und Blattpetersilie.
Die Gemüsestreifen zum Pannfisch noch mit Biss und gut gewürzt.
Der Gurkensalat zum Tagesfang hatte zwar schon reichlich Wasser gezogen, war aber sehr gut. Die Gurken geschält, leicht süßlich abgeschmeckt. Ein Fan von Gurkensalat bin ich nicht, aber dieser war klasse.
Die Remouladensauce kam nicht aus dem Glas. Sie war hausgemacht und so schmeckte sie auch! Meinem Mann auch, geteilt habe ich gerne mit ihm.
Wir genießen unser Essen, sind sehr zufrieden. Bezahlen per Kreditkarte kein Problem. Wir werden freundlich verabschiedet.
Schräg gegenüber startet unsere schöne Bootstour rund um Lübeck! Diese Bootstour kann ich genauso wie das Restaurant Yachthafen empfehlen.
Eine sehr gelungene Tagestour. Mit einem Mittagessen, fernab von Tourinepp! Hierher würde ich sofort wiederkommen! Danke.
Lübeck wollten wir uns auf dem Weg von Hamburg an die Ostsee natürlich ansehen.
Vormittags trafen wir ein und machten uns auf zur Stadterkundung. Hier führte unser Weg gleich nach dem Holstentor rechts am Traveufer mit viel Gastronomie vorbei. Die Betreiber richteten bereits die Tagesempfehlungen und die Bestuhlung her. Vor dem Yachtzimmer wurden wir im Vorbeigehen freundlich von einer Mitarbeiterin oder sogar der Chefin gegrüßt.
Wir erkundeten das Stadtzentrum mit seinen schönen Bauten. Ein paar Stunden sind für diese Stadt wirklich... mehr lesen
Restaurant Yachtzimmer
Restaurant Yachtzimmer€-€€€Restaurant045177282An der Obertrave 4, 23552 Lübeck
4.5 stars -
"Frischeküche direkt am Holstentor!" PetraIOLübeck wollten wir uns auf dem Weg von Hamburg an die Ostsee natürlich ansehen.
Vormittags trafen wir ein und machten uns auf zur Stadterkundung. Hier führte unser Weg gleich nach dem Holstentor rechts am Traveufer mit viel Gastronomie vorbei. Die Betreiber richteten bereits die Tagesempfehlungen und die Bestuhlung her. Vor dem Yachtzimmer wurden wir im Vorbeigehen freundlich von einer Mitarbeiterin oder sogar der Chefin gegrüßt.
Wir erkundeten das Stadtzentrum mit seinen schönen Bauten. Ein paar Stunden sind für diese Stadt wirklich
Geschrieben am 07.06.2016 2016-06-07| Aktualisiert am
07.06.2016
Mein Bruder weilt beruflich seit geraumer Zeit einmal monatlich in Hamburg. Gut, dass er nun einen Tag mit Schwester und Schwager in Hamburg verbringen durfte!
Jetzt heißt es nämlich: Nicht immer in den gleichen Laden. Wobei Stammgäste das tollste Kompliment an den Wirt sind.
Nach unserem kleinen Nachmittagssnack, herrliches Wetter, schlenderten wir an der Alster entlang. Den Eingang zur Kajüte kann man(n) übersehen. Ich sah die Aufschrift als Torbogen, Blick zur Alster und stoppte meine beiden Herren. „Hier trinken wir was!“. Brüderli kannte die Kajüte (natürlich) noch nicht.
Über Holzbohlen ging es am Restaurant direkt zu schönen Sitzplätzen in der Abendsonne. Die Terrasse ist über das Wasser gebaut.
Eine handbeschriebene Tafel wies auf: „Crugo“ Prosecco, Mineralwasser, Cranberry und Minze. Coctail-Alsterblick-Preis: € 7,50. Das hört sich erfrischend an, und wir kennen es noch nicht!
Wir nehmen direkt am Wasser Platz (ich bin Wassermann, Wasser zieht mich magisch an!). Die modernen Flechtmöbel sind sehr bequem, unser Tisch sauber.
Ein junger Servicemitarbeiter begrüßt uns sehr nett.
2 Crugo und 1 Jever Pils, 0,5 l zu € 5,00 dürfen es sein.
Die Getränke kommen flott. Jever ist Jever. Unser Crugo, ein schöner Pott mit Eis und Plastikhalm ist wie gehofft: Schön kalt, erfrischend, anders und sehr lecker!
Die Terrasse wird von Sonnenschirmen gesäumt. Frischer Wind zieht auf. Der Servicemitarbeiter, laut Beleg Christian, entschuldigt sich und klappt mit Kraft die Schirme ein. Diese sind uralt (ich habe es mir leider nicht gemerkt, hatte aber vollen Respekt, über 50 Jahre dürfen es wohl sein). Mast und Verstrebungen aus Holz. Der Sturmmelder hatte „einklappen“ gemeldet. Gut so!
Christian macht noch ein Erinnerungsfoto für uns. Voller Tatendrang.
Ein Blick auf die Karte und ich ärgere mich, nur 2 Tage in Hamburg zu sein. Die Karte (online einzusehen) bietet viele Speisen die ich gerne gekostet hätte.
Toiletten, außen um die Ecke, vorbildlich. Restaurant hanseatisch-urig, ein Wintergarten hell und freundlich. Also auch die Innenräume schön.
Abschied von Hamburg. Schade. Vielleicht irgendwann mal wieder in der Kajüte zum Essen.
Mein Bruder weilt beruflich seit geraumer Zeit einmal monatlich in Hamburg. Gut, dass er nun einen Tag mit Schwester und Schwager in Hamburg verbringen durfte!
Jetzt heißt es nämlich: Nicht immer in den gleichen Laden. Wobei Stammgäste das tollste Kompliment an den Wirt sind.
Nach unserem kleinen Nachmittagssnack, herrliches Wetter, schlenderten wir an der Alster entlang. Den Eingang zur Kajüte kann man(n) übersehen. Ich sah die Aufschrift als Torbogen, Blick zur Alster und stoppte meine beiden Herren. „Hier trinken wir was!“. Brüderli... mehr lesen
Kajüte
Kajüte€-€€€Restaurant040 243037An der Alster 10 a, 22041 Hamburg
4.0 stars -
"Entspannungsdrink direkt am (Alster)Wasser" PetraIOMein Bruder weilt beruflich seit geraumer Zeit einmal monatlich in Hamburg. Gut, dass er nun einen Tag mit Schwester und Schwager in Hamburg verbringen durfte!
Jetzt heißt es nämlich: Nicht immer in den gleichen Laden. Wobei Stammgäste das tollste Kompliment an den Wirt sind.
Nach unserem kleinen Nachmittagssnack, herrliches Wetter, schlenderten wir an der Alster entlang. Den Eingang zur Kajüte kann man(n) übersehen. Ich sah die Aufschrift als Torbogen, Blick zur Alster und stoppte meine beiden Herren. „Hier trinken wir was!“. Brüderli
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Dieses Mal war die saarländische Fraktion mit der Restaurantwahl betraut. Vom Landgasthaus Paulus haben sie uns schon oft erzählt.
Gastroguidefreund Saarschmecker reservierte zeitig einen Tisch. Ich hatte die Onlinespeisekarte gesichtet, die Spargelkarte gefiel mir sehr.
Die Anreise haben wir so gestaltet, dass wir die Saarschmeckers abholten. Da springt immer noch der erste Crémant-Aperitif raus.
Um 18.55 Uhr trafen wir zu viert am Gasthaus ein. Eine Freundin der Saarschmeckers schloss sich unserer Runde an.
Service:
Wir wurden freundlich begrüßt und zu einem Tisch geleitet. Kurze Entschuldigung, er war noch nicht fertig eingedeckt. Nun, wir waren ja auch 5 Minuten zu früh. Wenig später war die 5er-Runde komplett.
Die Tellerchen für´s Amuse verteilten wir selbst.
Die resolute erfahrene Servicedame schlug einen Aperitif vor. Ebenso später zu Vor- und Hauptspeise die Weinbegleitung für die Nicht-Autofahrer. Zum Hauptgang sagte mir die erste Empfehlung, der gleiche Wein wie zur Vorspeise, nicht zu. Der zweite Vorschlag ein Rotwein – war auch nicht so meins. Ich hätte lieber mal selbst in die Weinkarte geschaut. Geschlagen stimmte ich der 3. Empfehlung zu, einem neuen Riesling zu.
Es gibt eine "begehbare Weinkarte", ein toller Einfall, aber hier wurden wir nicht extra drauf hingewiesen. Kann man einfach reinspazieren? Nächstes Mal frage ich nach.
Letztlich war mir der Service dieser Mitarbeiterin etwas zu dominat-bestimmend und auch etwas hektisch. Speisen und Getränke wurden zack-zack, freundlich, entgegengenommen.
Auf der Stirnseite unseres Tisches lagerten über den gesamten Abend 5 kleine Porzellanschälchen. Wozu diese nötig waren? Dieses Rätsel blieb erhalten, die Teller waren mucksmäuschenstill.
Unterstützt wurde die Servicemitarbeiterin im vom Chef des Hauses – ein ruhiger Gegenpol der gerne und ausführlich Auskunft zu Speisen und Getränken gibt. Und perfekt souverän mit einer Reklamation umgeht.
Unsere Speisen wurden in angenehmen Abständen serviert. Wir hatten Zeit und konnten zwischen den Gängen gemütlich plaudern.
Die Verabschiedung war sehr freundlich und herzlich. Wir zahlten getrennt , dies wurde handschriftlich aufgeschlüsselt. So kann ich die Getränkepreise nicht 100%ig zuordnen, sie schienen aber alle sehr angemessen zu sein.
Speisen und Getränke:
1 Flasche Mineralwasser.
Als Aperitif einen trockenen Winzersekt für meinen Mann. Der Fahrer für die Rückfahrt war noch nicht auserwählt. So blieb ich beim Mineralwasser.
Das Amuse wird gereicht: Lockeres und hausgebackenes Focaccia mit 2erlei Mousse. Beide sehr fein, das Dunklere, auf Kichererbsenbasis und mit Kreuzkümmel abgeschmeckt, war der Favorit. Das Brot für 5 Personen gut bemessen, die Nockerln für 5 Personen etwas knapp. Zur Vorspeise wurde das Brot nochmals aufgefüllt.
Für meinen Mann als Vorspeise:
Salat mit grünem Spargel und Kopfsalatherzen an Zitronenmelisse-Vinaigrette dazu mit Zitronenverbene gebeizte Lachsforelle € 13.50
Toll angerichtet und ebenso abgeschmeckt. Einfach gut. Beste Zutaten, da kann bei dieser Vorspeise wenig daneben gehen.
Für mich:
Gekochte Rote Bete mit Ziegenfrischkäse serviert auf einem Salat aus wilder Rauke und Orangenfilets und gebrannten Walnüssen € 13.50.
Sehr fein abgestimmt. Das leichte Dressing überzeugte durch ausgewählte Zutaten. Das schmeckt frau und so war ich nicht verwundert, das der Essig vom Doktorenhof aus Vennigen in der Vorderpfalz stammt. Ein Genussgarant. Preislich war die Vorspeise allerdings höher als die Menge bemessen.
Zur Vorspeise für mich ein Sauvignon Blanc, Vorschlag unserer flotten Servicedame. Der beste aller Ehemänner erklärte sich als Fahrer und blieb den Rest des Abends beim Wasser. So war auch das geklärt :-).
Hauptgang für meinen Mann:
Sanft gegartes Filet von der Lachsforelle an Viez-Sahnesauce mit Kohlrabi-Karottengemüse und Arroz-Bomba-Reis mit rotem Sauerklee & Sauerampfer € 27,50.
Mein Mann war sehr zufrieden mit seiner Wahl. Es war rundum gut abgestimmt, der Fisch sehr gut gebraten und schön angerichtet. Strafpunkte für mich: Das Foto ist ausnahmsweise gar nicht geglückt.
Ich habe mir mit der Wahl des Hauptgerichtes schwer getan. Lachsforelle gibt es auch regelmäßig bei uns zu Hause. So entschied ich mich, nach über 10 Jahren ohne Geflügel, für die Poularde. Ich hoffte und vertraute auf „Freiland“. Das Landgasthaus Paulus legt so viel Wert auf seine Produkte, wählt diese mit Hingabe aus, da freute ich mich sogar auf das Geflügel:
Marinierte & gebratene Brust von der Freilandpoularde „Label rouge“ mit einer mediterranen Soße aus Limette, Chili, Blattkoriander, Knoblauch und Arbequina Olivenöl dazu Linsen-Kartoffel-Gemüse € 22,50.
Serviert wurde nicht nur Brust, sondern auch ein Keulchen. Die Portion übersichtlich, mehr als 100 g waren es sicherlich nicht. Das Linsen-Kartoffel-Gemüse im separten Schälchen, gut bemessen. Allerdings eher ein Eintopf mit wenig Kartoffel.
Leider war mein Essen fast kalt, das Geflügel trocken, die Linsen lauwarm. Der Chef, Herr Nickels, fragte nach ob alles in Ordnung ist. Ich sagte ihm dies und sofort wurde angeboten, das Gericht neu zu machen. Es stand wohl zu lange am Pass.
Super Reaktion, ich habe dankend abgelehnt. Es hätte unser GEMEINSAMES Essen nicht mehr ermöglicht und gute Zutaten wären in den Müll gewandert. Dies geht mir dann noch mehr gegen den Strich als zu kaltes Essen. Mancher Mensch wird nie unsere Köstlichkeiten essen können. Die souveräne Reaktion von Herrn Nickels reichte mir vollkommen und er signalisierte mir ein Dessert. Aufgrund dieser Reaktion nehme ich meine Hauptspeise aus der Bewertung raus. So ist es für mich gerecht. Es kann überall was schief gehen, auch ich bin nicht fehlerfrei, leider.
Die Soße zum Geflügel der Hammer! Eine tolle Kombination, Koriander mag ich eigentlich gar nicht, aber hier hat mir das Zusammenspiel der Aromen sehr gut gefallen. Das Linsengemüse passte auch sehr gut, ich habe es mit möglichst wenig Flüssigkeit auf den Teller gebracht, sonst wäre die tolle Soße sprichwörtlich „untergegangen“.
Der neue Riesling zu meinem Hauptgang hatte für meinen Geschmack zu viel Süße.
Für uns alle gab es noch zusätzlich eine Schale mit richtig feinem Wirsinggemüse. Jeder konnte sich frei bedienen.
Ehrlich gesagt nahm ich die Ansage „beim Dessert machen wir was gut“ nicht Ernst.
Unsere Dessertwünsche wurden abgefragt. Mein Mann enthielt sich, ich schloss mich den Empfehlungen meiner Paulus-Erfahrenen-Tischgenossen an:
Schokoladeneisterrinen aus 55 %iger Valrhona und 99%iger Michel-Cluizel-Schokolade mit Orangenragout (auf der Karte zu € 10,00).
Zunächst wurde einen Sherry serviert, ich wusste nicht so recht, ob er was mit mir zu tun hat.
Dann kamen unsere feinen Desserts und Herr Nickels mit noch einem Teller auf dem 2 Eisnockerln angerichtet waren. Einmal mit feinster Tahitivanille und einmal mit Valrhonaschokolade. Sherry und Eis... eigentlich alles für MICH!!!!
Der besondere Sherry war ein Gaumengenuss! Solch einen Sherry habe ich noch nie gekostet und so machte er seine Runde. Jeder sollte mal probieren und 5 Gäste waren beeindruckt. Herr Nickels hat die Herkunft genau erklärt, ich konnte mir leider nicht alles merken… war betäubt vom nachhaltigen Geschmackserlebnis.
Die Eisterrinen wunderbar. Empfehlung: Erst 55% Schoki, dann hocharbeiten zu 99%. Genial, 99% ist mein Ding!
In der Deko fand sich noch ein Marzipanpralinchen, es erinnerte mich geschmacklich stark an Cointreau (Erinnerungen an eine harte Nacht mit Liebeskummer meiner besten Freundin werden wach).
Die Praline passte widerum perfekt zum Orangenragout.
Die 2 Eisbällchen wurden ebenfalls in die Mitte gestellt. Nur ein Pacojet bekommt diese hausgemachte Cremigkeit hin – ich war für alles entschädigt. Herrlich!!!
Ein Espresso noch für meinen Mann und noch ein Dessertteller: Schokobohnen und Pralinchen!
Ambiente:
Ein richtig schöner Landgasthof. Leider konnten wir wetterbedingt (wann wird es mal wieder richtig SOMMER) nicht draußen sitzen. Der geschützte Innenhof ist sehr schön.
Aber auch das unterteilte Restaurant hat absolute Wohlfühlatmosphäre. Sehr angenehm, viel Holz, trotzdem hell und auch modern. Die Tische hochwärtig mit feinsten Gläsern, gestärkten Tischdecken und Stoffservietten eingedeckt. Ansprechende Deko mit vielen Weinflaschen. Das passt alles.
Das Gebäude ist mit sehr viel Gefühl restauriert worden.
Die Toiletten treppabwärts sehr gepflegt und topsauber, Frotteehandtücher liegen aus.
Fazit: Tolle Zutaten, insbesondere die Kräuterküche gefällt mir sehr. Weine etc. werden mit viel Sorgfalt auserwählt. Das ist hier wirklich gelungen und trifft genau meinen Nerv.