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Die letzten Besuche hatten mich bzw. uns bis auf die sehr lange Wartezeit beim Erstbesuch zwischen Vorspeise und Hauptgericht sehr gut gefallen, vor allem die Küchenleistung hatte uns überzeugt. Dies war heute leider nur bedingt der Fall, ausserdem hätte ich mir fast den A.... abgefroren, denn im Gastraum war es wirklich lausig kalt; ohne meinen Daunenanorak und den Norwegerpulli darunter hätte ich ganz schön gebibbert. Gegen die laute "Hintergrundmusik", vietnamesisches bzw. japanisches Liedgut, konnte ich was tun, indem ich ganz einfach meine Hörgeräte heruntergeregelt habe. Ansonsten hätte ich mir wohl aus Tempotaschentüchern Ohrstöpsel basteln müssen :-))
Getrunken habe ich Tsingtao-Bier (0,33l EUR 4,50) ; das mache ich in asiatischen Restaurants immer, sofern sie Tsingtao-Bier führen, in Andenken an meinen Opa, der im letzten Jahrhundert vor Ort am Bau der Tsingtao-Brauerei beteiligt gewesen war. Die Brauerei gibt es in Tsingtao nach wie vor und nach wie vor haben sie dort auch einen deutschen Braumeister.Gegessen habe ich heute als Vorspeise "Canh Chua Hai San" (Pikante Suppe mit Fisch, Meeresfrüchten, vietnamesischen Kräutern, Zitronengras,Chili und asiatischen Gemüsen) für EUR 8,50 und als Hauptgericht "Vit Xao Ri Do" (Knusprige Ente mit rotem Curry, Peperoni, Auberginen, grünen Bohnen, Zitronengras und Kokosmilch) für EUR 17,90; im Flyer steht dieses Gericht noch für EUR 16,90.
Die Suppe hat mich überzeugt; sie war wirklichg sehr pikant. Dass der als Einlage annoncierte Fisch nicht vorhanden war, hat mich nicht weiter gestört; dafür waren die Meeresbewohner mit mittelgroßen Garnelen, Miesmuscheln und Tintenfisch gut vertreten. Nicht so gut war leider mein Entengericht. Man konnte es wahlweise mit Jasminreis oder mit Nudeln bestellen. Ich hatte Nudeln bestellt, gekommen war Jasminreis (auf dem Kassenzettel steht es so wie es bestellt gewesen war, nämlich mit Nudeln). Das hätte ich noch klaglos verschmerzt; absolut nicht gefallen hat mir dagegen die Qualität des servierten Entenfleischs. Ich frage mich manchmal wirklich, woher manche Asia-Restaurants ihre Enten beziehen. Auf meinem Teller waren jedenfalls anstelle der erwarteten schieren Entenbrustscheiben eher unansehnliche und teilweise sogar knorpelige Stücke, die mit Entenbrust nur sehr wenig Ähnlichkeit hatten; gut die Hälfte davon liess ich unberührt liegen und Entengerichte (sechs davon gibt es hier) werde ich im "Yoko" künftig jedenfalls nicht mehr bestellen. Da bleibe ich lieber bei "Phò Bò", "Phò Bò Dac Biet" oder den angebotenen Fisch- und Meeresfrüchte-Gerichten. Die machen sie hier wirklich sehr gut; für das Entengericht muss ich aber im Bereich "Essen" zweieinhalb Sterne abziehen und unter "Gesamteindruck" für die unzureichende Heizung und die laute "Hintergrundmusik" eineinhalb Sterne.
Fazit: Ich komme trotzdem wieder!