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Das Wetter erlaubte eine für November angenehm sonnige Wanderung von Neustadt-Haardt aus zur Ruine Wolfsburg und wieder zurück. Also ging es mit dem Auto von der City hoch nach „Haardt“, wo zunächst ein Besuch des Weingutes Oliver Zeter auf dem Programm stand. Die heimischen Weißweinvorräte mussten dringend aufgebessert werden.
Nach dem Wandern schlug ich zur späteren Mittagszeit spontan beim genauso kleinen wie gut beleumundeten „Nudelmacher“ in der Stadtmitte auf. An einem Dienstagmittag würde sicherlich nicht ganz so viel los sein. Denkste! Nur mit viel Glück – es zahlten gerade ein paar Gäste – konnte ich einen der wenigen Tische im vorderen Bereich des gemütlichen, etwas verwinkelt anmutenden Lokals besetzen.
Zur entspannt-lockeren Atmosphäre trug maßgeblich der gut gelaunte Chef bei, der ohne aufdringlich zu wirken, gerne mit seinen Gästen kommunizierte. Mir gefiel der legere Umgangston jedenfalls von vornherein.
Im Gegensatz zu mir waren die meisten Gäste sicherlich nicht zum ersten Mal in dem von außen recht unscheinbar wirkenden, im Parterre eines denkmalgeschützten, dreigeschossigen Krüppelwalmdachbaus mit Fachwerkfassade untergebrachten Restaurants zu Gast.
Die Einrichtung lässt sich als schlicht rustikal, aber durchaus mit persönlicher „Handschrift“, beschreiben. Von meinem Platz aus konnte ich dem Koch beim Zubereiten der Speisen zuschauen. Eine offene, fast wohnzimmerartige Umgebung, in der vieles ein wenig improvisiert, aber durchweg sympathisch erschien.
Man reichte mir umgehend die bewusst übersichtlich gehaltene Speisenkarte, aus der ich mir die Bruschetta (6,50 Euro) für vorweg und die Schinkennudeln (11,80 Euro) zur Haupthungerbekämpfung aussuchte. Eine Flasche Mineralwasser (0,75l für 5 Euro) für den durstigen Wandersmann sprudelte rasch auf dem Tisch.
Bereits die Bruschetta wusste zu überzeugen.
Gut gewürzte, mit Knoblauch, Zwiebeln und frischen Kräutern aufgepeppte Tomatenstücke lagen auf drei knusprig gerösteten Baguette-Scheiben, die zuvor mit etwas Olivenöl benetzt worden waren, verteilt. Frisch geriebener Parmesan verlieh dieser einfachen, aber sehr schmackigen Vorspeise eine noch intensivere Note.
Bei den nach angenehmer Wartezeit servierten Schinkennudeln trafen hausgemachte, bissfest gekochte Spaghetti auf würzigen Kochschinken.
Von einer harmonisch abgeschmeckten Käse-Sahne-Sauce süffig unterfüttert und mit frisch gemahlenem Pfeffer aromatisiert, schmeckte der handwerklich tadellos zubereitete Nudelteller keineswegs nach durchschnittlicher „Alla-Panna-Ware“.
Derart begeistert orderte ich im Anschluss an diesen rundum gelungenen Pasta-Lunch noch eine Portion Spaghetti Bolognese (11,80 Euro) zum Mitnehmen für daheim. Schließlich sollte auch mein Töchterchen von meiner Bekanntschaft mit dem Nudelmacher profitieren. Auch die Mutter aller italienischen Fleischsoßen geriet vorzüglich. Ihr kräftiger Geschmack ließ auf langes Einköcheln schließen. Handwerklich sauber und ohne „Industrie-Verstärkung“ gekocht, machte sie abends nicht nur meine Kleine glücklich…
Fazit:
Wer auf ehrliche, handgemachte Pasta mit Charakter in gemütlich-familiärem Ambiente steht, ist in der Turmstraße 5 im Neustadter Ortskern definitiv gut aufgehoben. Die dafür aufgerufenen Preise empfand ich als absolut fair. Das begrenzte Platzangebot nimmt den ambitionierten Nudelfreund jedoch in die Reservierungspflicht. Vielleicht nicht unbedingt der beste Ort für das erste Date, aber sicherlich eine Wohlfühloase für gesellige Gäste, die gerne mit den Leuten an den Nebentischen ins Gespräch kommen. Kein Wunder also, dass dieses Konzept in der Pfalz so gut funktioniert…