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Bergisch Gladbach
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Das Wirtshaus am Bock hat seinen Namen im Zusammenhang mit dem Bach „die Strunde“ bekommen. Hier stand damals ein Bauernhof. Das historische „Bocker Gut“ existierte bereits seit dem Mittelalter und ist damit älter als die Stadt Bergisch Gladbach selbst (Stadtrechte seit 1856).
Der Name leitet sich von einem scharfen Bogen ab, den die Strunde früher an dieser Stelle schlug. Aus dem mittelhochdeutschen Wort „Boge“ wurde im Laufe der Zeit „Bock“ (daher richtig: „Am Bock“ und nicht „Zum Bock“).Heute hat der Bach allerdings einen anderen Lauf durch die Stadt. Die Strunde ist ein rund 20 Kilometer langer Bach, der im Bergisch Gladbacher Stadtteil Herrenstrunden entspringt und schließlich in Köln-Mülheim in den Rhein mündet.
Er gilt als der „fleißigste Bach Deutschlands“: denn historisch trieb die Strunde auf ihrem Weg bis zu 51 Mühlen an (darunter Getreide-, Öl-, Walk- und Pulvermühlen) und war damit einer der am intensivsten wirtschaftlich genutzten Bäche der Region.
Das alles und noch mehr erfuhren wir bei einer Führung durch die „Altstadt“.
Neben dem Brauhaus steht das historische Rathaus und auf der anderen Seite befindet sich die St. Laurentius Kirche am Marktplatz.
Es war Samstag und am Rathaus standen mindestens zwei Brautpaare und in der Kirche wurde auch eine Trauung vollzogen.
Am Ende des Rundgangs hatten wir etwas Hunger und Durst und kehrten im „Wirtshaus am Bock“ ein.
In einem „kleinen“ Saal wurde eine Hochzeit gefeiert. Im Gastraum (Thekenbereich) waren aber noch viele freie Plätze, die aber gegen Abend alle reserviert waren.
So lange wollten wir gar nicht verweilen und konnten uns daher einen beliebigen Tisch aussuchen.
Das Lokal ist schon recht groß – was man von außen vielleicht nicht annimmt.
Allein schon der „Bocker Saal“ hat laut Speisekarte eine Kapazität von bis zu 450 Sitzplätzen (oder 700 Stehplätzen) für größere Feste und Veranstaltungen (Karneval zum Beispiel).
Ambiente
Es wirkt wie ein ordentliches Brauhaus. An den Wänden sind Bilder und Bierplakate verschiedener Marken. Brauntöne überwiegen. Es erscheint gemütlich dunkel. Gegen Nachmittag oder Abend gehen noch Lichter an.
Sauberkeit
Alles war gut gepflegt.
Sanitär
Die Anlagen sind ebenerdig zu erreichen.
Service
Mehrere Frauen und Männer waren im Einsatz – es war noch nicht viel los, aber das sollte sich ja bald ändern. Die junge Dame, die sich auch um uns kümmerte, war aufmerksam und kam gelegentlich vorbei.
Die Karte(n)
Wochentags gibt es einen Mittagstisch. Neben der großen Karte gibt es noch Tagesangebote.
Die Speisen sind übersichtlich geordnet und unterteilt.
Die verkosteten Speisen
Kalbsravioli – 23,50
mit Kalbfleisch gefüllte Ravioli mit Wurzelgemüse, gerösteten Zwiebeln und kräftiger Dunkelbiersauce
Das Gericht wird in einer Art Suppenteller gereicht. Die gefüllten Teigtaschen waren reichlich vorhanden. Sie waren leicht weich und ordentlich gefüllt. Den Geschmack von Kalb habe ich nicht unbedingt gespürt. Das Gemüse war in Form von dünnen Stiften Julienne) geschnitten und gut gegart. Die Zwiebeln wurden wie die Ravioli in der Sauce schnell weich. Die Biersauce war gut gewürzt und wie eine gebundene Suppe reichlich vorhanden.
Flammkuchen Speck – 14,90
mit milden Zwiebeln, Käse und Rahm
Das Gericht wird auf einem Holzbrett gereicht. Der Teig war dünn ausgerollt und in Stücke vorgeschnitten. Der Käsebelag ist deutlich zu schmecken. Wir haben dieses Gericht schon öfter hier bestellt und waren zufrieden. Die Menge ist gut gewählt.
Reibekuchen Kürbis – 12,50
Knusprige Reibekuchen· pikantes Kürbisragout· Burrata · Wildkräuter
Drei Reibekuchen lagen auf dem Teller. Sie waren gut gebraten und braun am Außenrand. Sie waren nicht dünn und daher innen noch leicht weich und saftig. Der Käse war als Kugel vorhanden und schmeckte typisch. Es handelte sich bei der weiteren Beilage um Teile vom Hokkaidokürbis, der in kleine Stücke geschnitten und gegart war. Die Zutaten passten zueinander und schmeckten ordentlich.
Getränke
Gaffel Kölsch 0,2 l – 2,30
Cola Zero 0,33 l – 3,90
Gaffel frisch gezapft und gut gekühlt schmeckt einfach gut. Unsere Tochter trank etwas Cola (Autofahrerin).
Preis-Leistungs-Verhältnis
Gehobene Brauhauspreise
Fazit
3 – wenn es sich ergibt
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder – nach „Kuechenreise“)
Datum des Besuchs: 24.10.2026 – nachmittags – 3 Personen
Meine Genießer-Erlebnisse stehen auch bei http://kgsbus.beepworld.de/archiv.htm