"Haardt am Limit! – Ein spannender Gaumenausflug ins oberste Stockwerk der Neustadter Kau-Substanz"
Geschrieben am 23.05.2026 2026-05-23 | Aktualisiert am 26.05.2026
Restaurant Spinne
€-€€€
Restaurant, Gästezimmer
063219597799
Eichkehle 58, 67433 Neustadt an der Weinstraße
"Neustadts Referenz in Sachen handgemachter Pasta"
Geschrieben am 26.04.2026 2026-04-26
Der Nudelmacher
€-€€€
Restaurant
063211860080
Turmstr. 5, 67433 Neustadt an der Weinstraße
"Gutes Baguette"
Geschrieben am 20.03.2026 2026-03-20
Diamond Lounge
€-€€€
Cafe, Cocktailbar
063218999595
Landauer Straße 15, 67434 Neustadt an der Weinstraße
"Gute italienische Küche in einer wiederbelebten Pfälzer Traditionsadresse"
Geschrieben am 04.09.2025 2025-09-04 | Aktualisiert am 04.09.2025
Muglers Kutscherhaus
€-€€€
Restaurant
0632166062
Peter-Koch-Straße 47, 67435 Neustadt an der Weinstraße
"Mittelpunkt der Weinstrasse"
Geschrieben am 27.05.2025 2025-05-27
Ökonomierat Isler Vinothek
€-€€€
Weinstube, Ausflugsziel
0632186236
Weinstr. 622, 67434 Neustadt an der Weinstraße
"Freude schöner Gönnerfunken, Zecher im Delirium – zwei von ihnen angetrunken – na klar, bei so viel Weinkonsum!"
Geschrieben am 11.10.2024 2024-10-11 | Aktualisiert am 11.10.2024
Weinstube Zwockelsbrück
€-€€€
Weinstube, Gourmet
063216777491
Bergstraße 1, 67434 Neustadt an der Weinstraße
"Die Zweieinhalb von der Tankstelle"
Geschrieben am 17.04.2024 2024-04-17 | Aktualisiert am 18.04.2024
Weinstube Zwockelsbrück
€-€€€
Weinstube, Gourmet
063216777491
Bergstraße 1, 67434 Neustadt an der Weinstraße
"Beim früheren Neustadter Pizza-Falken wurde selbst die Wörther Kletterjugend satt"
Geschrieben am 29.12.2023 2023-12-29
Pizzeria Falcone
€-€€€
Restaurant, Pizzeria
0632184710
Hauptstraße 120, 67433 Neustadt an der Weinstraße
"Es „zwockelt“ wieder in der „Brück“, denn die Niederbremers sind zurück!"
Geschrieben am 31.07.2023 2023-07-31 | Aktualisiert am 31.07.2023
Weinstube Zwockelsbrück
€-€€€
Weinstube, Gourmet
063216777491
Bergstraße 1, 67434 Neustadt an der Weinstraße
"Für jeden was dabei auf der langen Karte"
Geschrieben am 10.02.2023 2023-02-10
IKIGAI Restaurant
€-€€€
Restaurant
063214847777
Hauptstraße 34, 67433 Neustadt an der Weinstraße
"Einfach gut"
Geschrieben am 25.12.2022 2022-12-25
Rhein Döner
€-€€€
Imbiss
06321354200
Friedrichstraße 7, 67433 Neustadt an der Weinstraße
"Es war einmal ..."
Geschrieben am 25.12.2022 2022-12-25
Pizzeria Falcone
€-€€€
Restaurant, Pizzeria
0632184710
Hauptstraße 120, 67433 Neustadt an der Weinstraße
"Gerne wieder"
Geschrieben am 27.06.2022 2022-06-27
Restaurant Spinne
€-€€€
Restaurant, Gästezimmer
063219597799
Eichkehle 58, 67433 Neustadt an der Weinstraße
"Neustadts neuer Panasiate bietet - trotz einiger gut gemeinter Ansätze - die üblichen Verdächtigen aus Fernkost und scheint sich damit in seiner kulinarischen Austauschbarkeit selbst zu genügen"
Geschrieben am 28.05.2022 2022-05-28 | Aktualisiert am 29.05.2022
IKIGAI Restaurant
€-€€€
Restaurant
063214847777
Hauptstraße 34, 67433 Neustadt an der Weinstraße
"Ein rundum gelungener Abend bei sehr sympathischen Gastgebern"
Geschrieben am 29.12.2021 2021-12-29 | Aktualisiert am 29.12.2021
Restaurant Spinne
€-€€€
Restaurant, Gästezimmer
063219597799
Eichkehle 58, 67433 Neustadt an der Weinstraße
"Kleine Zeitreise ins Mittelalter oder: von A wie Apfelstrudel bis Z wie zarte Schweinshaxen"
Geschrieben am 28.12.2021 2021-12-28 | Aktualisiert am 28.12.2021
Kunigunde
€-€€€
Restaurant
06321355295
Kunigundenstraße 3, 67433 Neustadt an der Weinstraße
"Schlechtester Burger des Jahres"
Geschrieben am 22.12.2021 2021-12-22
Kochlöffel
€-€€€
Schnellrestaurant, Imbiss
0632183446
Hauptstr.44, 67433 Neustadt an der Weinstraße
"Immer wieder toll und Genuss pur"
Geschrieben am 22.08.2021 2021-08-22
Restaurant Himalaya
€-€€€
Restaurant
06321487575
Hindenburgstraße 1, 67433 Neustadt an der Weinstraße
"Schönes, gemütliches Kellergewölbe"
Geschrieben am 18.08.2021 2021-08-18
Fuxbau Vinothek und Weinstube
€-€€€
Weinstube
0632132044
Weinstr.240, 67434 Neustadt an der Weinstraße
"Tag 1 nach dem Lockdown Ende - bodenständige Gutbürgerlichkeit im historischen Stadtkern von Neustadt"
Geschrieben am 16.06.2021 2021-06-16 | Aktualisiert am 16.06.2021
Gasthaus Zur Post
€-€€€
Restaurant
0632180164
Hauptstraße 94, 67433 Neustadt an der Weinstraße






Gegrillte Baby-Calamari
Tagliatelle Adriatico
Pizza Frutti di Mare


In der Brück da gibt's koa Sünd!
Kräuterquark und Brot zum "Beißvertreib"
Kartoffelsuppe mit Blutwurst - funktioniert immer!
Kartoffel + Bärlauch + Spargel = tolle Frühlingsterrine!
Mit Chardonnay isch's immer schää!
Vitello Tonnato
Salat "Zwockelsbrück"
Gebratene Jakobsmuscheln auf Blutwurst und Apfel an Muschel-Beurre-Blanc
Lauter leckerer Schweinekram!
Rumpsteak (sousvide) mit Pommes und gut gepfefferter Crème-Fraiche-Hollandaise
Ausgebackener Apfel mit Vanille-Eis

Erst mal gemütlich, später meldet sich dann das Gesäß
Grumbeersupp mit Ufflaach
Feines Brot zur Suppe und überhaupt
Aus deutschen Gärten frisch auf dem Tisch
Schweinerei hoch drei
Das muss er sein!
Pizza Quattro Stagioni ohne Paprika
Ohne Paprika fehlt hier eine Jahreszeit!
Meine Pizza "Dolomiti" mit Peperoni-Add-On
Pizza Quattro Stagioni wie sie sein sollte!
Mächtig deftig fiel sie aus!
Pizza Peppone mit zusätzlichen Peperoni
In der Zwockelsbrück brennt wieder Licht!
Schön, dass es wieder "zwockelt" in der "Brück"!
Gediegene Landhausatmo im Inneren der "Brück"
Den Kamin hätte man im Januar ruhig befeuern können...
Nochmal der Blick in Richtung Küche
Deep Red 1000 von Oliver Zeter - unser Wein des Abends
Kräuterquark, Radieschen und Ciabattabrot vorweg
Ä guudie Grumbeersubb isch was wert!
Der Salatteller "Zwockelsbrück" ohne Upgrade
Rumpsteak mit Pommes
Das Rumpsteak wurde kurz vor medium serviert...
...und zog dann am Tisch noch etwas nach!
Mein Rumpsteak mit Pommes, Pfeffer-Crème-Fraiche-Hollandaise und einem Schluck Bratenjus
Die Pfälzer "Schweinerei"
Zu viel Schokolade geht gar nicht!

Außenfassade
Industriell angehauchte Gemütlichkeit
Darkroom mit Stil
Unsere Drinks
Da "Nem" ich mir eins...
Da rollte er schon auf uns zu...der Sommer
Coco loves soup, loves Huhn, loves...
Where's the fish???
Mauldäschle Asia-Style
Die hängende Pastalocken von Neustadt mit Mango-Ente
Saftige Tranchen von der Entenbrust
Udo(n) im Schwarzwald
Der Thunfisch auf Wokgemüse
Draußen vor dem Tore
Das grüne Nebenzimmer
Impression aus dem vorderen Gastraum
Unser Genussgewölbe
Längst ausgetrunkene Schätze als Deko
Ambiente pur!
Rubinroter Sanbittèr-Secco
Lila Kartoffelchips
Zwei Sorten Brot mit Salzbutter und Kräuterdip
Unser Favorit: das Malzbrot
Amuses in der Seepocke
Auberginenpüree in der Filoteigflöte
Petersilientraumsüppchen mit Trüffel
Filigranbau vom Kabeljau
Nochmal der marinierte Kabeljau
Mein Weißwein zum Fisch
Adlerfisch an Zweierlei vom Blumenkohl in köstlicher Nage
Gans schön mächtig!
Knusperhaut meets Gänsejus...hmmmm!
Boeuf de Hohenlohe - wie man sieht eine gänzende Idee
Mais in Variationen zum Rind
Der Grappa des Kollegen
Eine Nocke Kokossorbet als süßes Finale (man beachte das Spinnennetz...)


Da stehen sie unsere Burger






Viel zu lange habe ich damit gewartet. Vier Jahre zuvor war ich mit drei gleichgesinnten Kulinarkumpanen bei Küchenchef Jörg Friedrich und seinem Team zu Gast, um dort ein paar genussvolle Stunden in familiärer Atmosphäre zu verbringen.
Dieser legendäre Abend von damals (ich habe ausführlich darüber berichtet…) war mir noch in guter Erinnerung als ich das äußerst idyllisch, direkt am Waldrand gelegene Restaurant mit angeschlossenem Gästehaus betrat.
Keine zwei Minuten später traf auch mein von Lachen-Speyerdorf angereister Kollege ein.
Servicechefin Christiana Mix war an diesem Abend nicht zugegen. Eine sehr charmante junge Dame mit osteuropäischem Akzent, die normalerweise in der Küche ihren Dienst verrichtet, vertrat sie jedoch ganz hervorragend. Sie begrüßte uns herzlich, nahm unsere Jacken entgegen und wies uns zu unserem in elegantem Weiß eingedeckten Tisch.
Ich machte es mir auf der bequem gepolsterten Wandbank gemütlich, während mein Kollege den nicht minder komfortablen Polsterstuhl okkupierte. Die Flasche Mineralwasser (0,75l für 7 Euro) für den Durst ließ nicht lange auf sich warten. Während das gut gekühlte Wässerchen in unseren Gläsern perlte, machten wir uns mit dem im Vergleich zum letzten Besuch vor vier Jahren noch etwas reduzierter wirkenden Speisenprogramm vertraut.
Die von der Decke hängende Retrokugelleuchte aus den 70ern tauchte unseren Tisch in strahlendes Licht. Perfekte Bedingungen für gute Futter-Fotos. Ein Blick in den sehr geschmackvoll dekorierten Gastraum mit dem gut gefüllten Digestiv-Regal um die Ecke
ließ mich zufrieden das behaglich-gediegene Ambiente dieses gastronomisch genutzten „Wohnzimmers“ inhalieren. Auch mein Genusskumpel fühlte sich hier auf Anhieb wohl.
Das kleine, aber feine Speisenangebot versprach zwei Vorspeisen, eine Suppe und drei Hauptgänge. Auch ein paar mehr oder minder süße Verführer zum Abschluss listete die Karte. Aus diesen Komponenten konnte man sich ein Drei-, Vier- oder Fünf-Gang-Menü zusammenstellen. Dazu war auch eine passende Weinbegleitung (7 Euro pro 0,1l Glas) möglich.
Ein zusätzliches Menü außerhalb des À-la-Carte-Angebots wurde nicht (mehr) offeriert. Selbstverständlich konnte man die Gerichte auch einzeln bestellen – für den Fall, dass einem drei Gänge dann doch zu viel „abverlangen“ würden. Wir legten uns auf die viergängige Gaumenreise (90 Euro), die aus einer Vorspeise, der „Zwischen-Suppe“, einem Hauptgericht und einem Dessert bzw. einem abschließenden Käsegang bestand, fest.
Den Wein des Abends suchten wir aus der sehr umfangreichen Flaschenweinkarte mit klarem Regionalbekenntnis (Mittelhaardt, Südpfalz) aus. Trotz der unmittelbaren Nachbarschaft zum Top-Winzer Oliver Zeter, dessen Rot- und Weißweine ich sehr schätze, entschieden wir uns für einen Rotwein aus dem etwas weiter unten gelegenen Neustadter Ortsteil Diedesfeld. Der trockene Syrah aus dem Jahr 2018 (Flasche für 40 Euro) stammte vom Weingut Stortz-Nicolaus, das sich seit vielen Jahren dem ökologischen Weinbau verschrieben hat.
Dem 20 Monate in französischer Eiche (Barrique-Fass) gereiften Rotwein spendiert man im Hause Stortz-Nicolaus noch ein zusätzliches Jahr Flaschenreife. Kräftige, gut eingebundene Tannine und die typische Syrah-Würze machten ihn zu einem vollmundigen Fest für Freunde des flüssigen roten Stoffes. Er begleitete uns fast schwerelos (lediglich 13,5%) durch das Menü und wenn wir nicht beide mit dem Auto hätten zurückfahren müssen, wäre eine zweite Flasche die logische Konsequenz dieses gepflegten Trinkspaßes gewesen.
Die junge, gut aufgelegte Servicedame versorgte uns mit guter Butter und noch besserem, hausgebackenem Brot.
Besonders das etwas dunklere Malzbrot hatte ich noch in guter Erinnerung. Mit seiner süßlich duftenden Krume punktete es als fluffig-röstiges Beispiel für tadellos ausgeführte Backwerkskunst auch an diesem Abend. Der erste Hunger verlief damit wie „weggeschmiert“.
Dann wurde der Syrah „fachfrauisch“ präsentiert, entkorkt und eingegossen. Wir gaben ihm noch ein wenig Zeit zum Atmen und widmeten uns den kleinen Leckereien vorab, die in den Löchern eines dekorativen Meeresgebildes (Seepocken) steckten. Die ungewöhnliche Präsentation der schmackigen Fingerfuttereien gefiel mir schon vor vier Jahren.
Auch diesmal grüßte Jörg Friedrich aus der Küche mit einem gefüllten Cornet, in dem Thunfischtartar mit pikantem Wasabi-Schaum vereint wurde,
sowie einer beherzt nach Orient schmeckenden Mini-Frikadelle (Kreuzkümmel!), die auf einem kleinen Holzspieß steckte.
Handwerklich top arrangiert und mit gutem Gespür für exotische Aromen abgeschmeckt, fanden wir für die kleinen Gaumenkitzler nur lobende Worte.
Beim Menüauftakt gingen mein Kollege und ich getrennte Vorspeisenwege. Während er sich an einer farbenfrohen Escabeche vom wilden Zander mit karamellisierter Zwiebel und Karottenmus delektierte,
genoss ich den Crispy Fasan mit Avocadocrème, Röstpaprikasalsa und Koriander-Öl auf einer leicht angegrillten Scheibe Ananas.
Auf die Idee, Fasanenfleisch in knuspriger Nugget-Form anzubieten, muss man auch erstmal kommen. Die frischen (Koriander), cremigen (Avocado), leicht bitteren (Paprika) und süßen (Ananas) Akzente machten daraus eine überaus spannende Vorspeise, die wohl durchdacht war und ganz hervorragend funktionierte.
Großes Lob an die Küche für diese außergewöhnliche Komposition.
Auch mein Gegenüber war mit seinem sauer-gebeizten Zander hochzufrieden und freute sich nach dieser bunten, iberischen Aromenbombe auf die nach angenehmer Wartezeit folgende Schwarzwurzelsuppe. Und das mit Recht. Denn, dass Chefkoch Friedrich bei den Terrinen in der Regel nichts anbrennen lässt, ist auch außerhalb von Neustadt-Haardt längst kein Geheimnis mehr.
Erdig-würzig duftete mir der frisch in den Suppenteller gehobelte Trüffel entgegen. Er befand sich mit drei Ricotta-Ravioli und etwas frischem Schnittlauch noch in trockenen Tellern.
Doch bald verschwanden die feinen Einlagen in der am Tisch angegossenen Schwarzwurzelsuppe.
Ihr betörendes Aroma war allein schon den Weg nach Neustadt-Haardt wert. Eine tiefgründige Leib- und Seelen-Terrine, die einem glatt den Tag retten konnte.
Und die frisch gehobelten Trüffelspäne sorgten für den gewissen Kick am Gaumen. Wir waren beide schwer beeindruckt von dieser von Meisterhand zubereiteten Löffelspeise.
Danach durften sich die Papillen mit Hilfe eines frischen Zitrus-Sorbets wieder neu justieren,
denn die Barbarie-Entenbrust à la Orange mit Rotkraut und Macaire-Kartoffeln war bereits im Anflug. Wir hatten uns beide für dieses Hauptgericht entschieden und damit der Ente den Vorzug vor dem Tagesfisch und der Rehkeule gegeben. Als notorischer Rotkraut-Verschmäher bat ich um eine kleinere Portion des Wintergemüses, das ich dann letzten Endes in einem Extraschälchen serviert bekam.
Die Brust vom Wasservogel kam im perfekten Gargrad auf das mit aromatischer Orangensauce benetzte Porzellan. Das rosafarbene, saftige Entenfleisch ließ keinerlei Zweifel an der Topqualität des Geflügels zu.
Es vertrug sich ausgezeichnet mit der vollmundigen Orangentunke, die große französische Saucenklasse bewies. Dazu mundete mir sogar das sonst wenig geliebte Rotkraut – und das soll was heißen.
Ganz abgesehen von den zart-mürben Macaire-Kartoffeln, der feineren Rösti-Version aus dem Franzosenland. Wenn meine Mutter früher noch Kartoffelpüree übrighatte, gab es die am nächsten Tag als in der Pfanne gebratene „Lätscherle“ (so nannte sie jedenfalls meine Mum…).
Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an Küchenchef Friedrich, dass er mir diese unerwarteten kulinarischen Erinnerungen an früher mit dieser einfachen, aber köstlichen Kartoffelbeilage bescherte. Es sind ja häufig die kleinen Dinge im Leben…
Ein paar Worte zur überragenden Sauce à l’Orange möchte ich aber noch loswerden. Die alle Komponenten dieses französischen Winterklassikers umarmende, keine Spur zu süß ausgefallene Bigarade-Sauce punktete mit eleganter Tiefe (Entenfond bzw. Entenjus als Basis), lebendiger Säure (Orangensaft), leichter Süße (karamellisierter Zucker) und einer feinen Bitterkeit (Orangenzesten). Dazu passte der smarte Pfälzer Rote mit dem seidigen Tanningerüst wie der Korken auf die Syrah-Flasche.
Sie hob die vom geschmolzenen Entenfett ins beste gustatorische Benehmen gesetzten Röstaromen der formidablen Haut mit Bravour hervor und wusste auch das feinfaserige, saftige Entenfleisch um eine delikate Zitrusnote passend zu erweitern. Der bei diesem Gericht nicht gerade einfache Balanceakt zwischen vollmundiger Wärme und süßer Frische gelang dank der aromatischen Orangensauce par excellence.
Bereits gut gesättigt widmeten wir uns der letzten kulinarischen Etappe dieses denkwürdigen Abends. Während sich mein Kollege an einem mit Sekt aufgegossenen Sorbet gütlich tat,
gönnte ich mir zum Abschluss einen Crottin Cendré mit Mirabellenkompott und kleingehackten Haselnüssen aus dem Piemont.
Die passten wiederum zum fein-nussigen Aroma des mit einer mild-säuerlichen Note ausgestatteten Ziegenkäses aus der Region Berry (Zentral-Frankreich). In Verbindung mit der letzten Rotweinpfütze im Glas ein absolut würdiger Schlusspunkt eines von A bis Z begeisternden Vier-Gang-Menüs.
Rundum zufrieden verließen wir um einen für das Gebotene absolut angemessenen Geldbetrag erleichtert dieses durch und durch sympathische Restaurant und machten uns auf den Heimweg. Auf der Haardt da gibt’s halt koa Sünd. Von wegen!
Aber es wäre eine noch viel größere, nicht beim talentierten Maître Friedrich einzukehren, wenn man hier – zufällig oder geplant – in der Nähe weilt. Allzu lange sollte man damit allerdings nicht warten, denn der erfahrene Küchenchef steht schon viele Jahre am Herd...