"Auf dem Wümmedeich ist noch keiner verhungert!"
Geschrieben am 23.02.2020 2020-02-23 | Aktualisiert am 01.03.2021
Landhaus Kuhsiel
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Restaurant
04213016851
Oberblockland 2, 28357 Bremen
"Spendabel geht die Welt zugrunde oder: weinseliger Genuss-Gipfel im trubeligen Bremer Vorzeige-Bistrot mit ganz viel Charme und fantastischen Gastgebern"
Geschrieben am 13.02.2020 2020-02-13 | Aktualisiert am 01.03.2021
Grashoff´s Bistro
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Restaurant, Bistro, Bar, Sternerestaurant
042114749
Contrescarpe 80, 28195 Bremen
"Weiterhin eine schöne Brasserie mit gehobenem Anspruch"
Geschrieben am 04.02.2020 2020-02-04 | Aktualisiert am 04.02.2020
Topaz
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Restaurant, Bistro, Weinstube, Catering
042177625
Langenstraße 2, 28195 Bremen
"Beim 2. Besuch überzeugen auch die geliebten Hackfleischspieße - Afrin verdient eine klare Empfehlung!"
Geschrieben am 27.01.2020 2020-01-27
Afrin
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Restaurant
49421631695
Bördestraße 94, 28717 Bremen
"Essen Hui Service Pfui"
Geschrieben am 21.01.2020 2020-01-21 | Aktualisiert am 21.01.2020
La Nina | Tapas Bar & Restaurant
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Restaurant, Tapasbar
042132258680
Schwachhauser Heerstraße 213, 28211 Bremen
"Deutsche Tapas . modern schön"
Geschrieben am 17.01.2020 2020-01-17
Restaurant Flüsseviertel
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Restaurant
042143300554
Donaustraße 101, 28199 Bremen
"Fisherman`s Winterzauber" ist meine Entdeckung des Jahres"
Geschrieben am 16.01.2020 2020-01-16 | Aktualisiert am 16.01.2020
Fisherman's Seafood Bremen
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Restaurant
042133066161
Am Wall 201, 28195 Bremen
"Das Karussell dreht sich weiter"
Geschrieben am 15.01.2020 2020-01-15 | Aktualisiert am 19.01.2020
Topaz
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Restaurant, Bistro, Weinstube, Catering
042177625
Langenstraße 2, 28195 Bremen
"Geschlossen bis Ende März 2020 wegen Bauarbeiten"
Geschrieben am 06.01.2020 2020-01-06
Restaurant Feines 1783
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Restaurant
042151421250
Am Markt 13, 28195 Bremen
"Wohlfühlen bei sehr sympathischen jungen Damen......"
Geschrieben am 05.01.2020 2020-01-05 | Aktualisiert am 06.01.2020
Vanilla Instinct
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Cafe, Konditorei
042116975734
Knochenhauerstraße 4, 28195 Bremen
"Spinat zu Scholle? doch, das geht"
Geschrieben am 02.01.2020 2020-01-02
Knurrhahn
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Restaurant
0421323128
Schüsselkorb 32, 28195 Bremen
"Überall gleiches Essen ? nicht wirklich"
Geschrieben am 01.01.2020 2020-01-01 | Aktualisiert am 01.01.2020
Vapiano
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Restaurant, Bar
04211683847
Knochenhauerstraße 16, 28195 Bremen
"Große Dinge werfen lange Schatten!"
Geschrieben am 29.12.2019 2019-12-29 | Aktualisiert am 30.12.2019
Grashoff´s Bistro
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Restaurant, Bistro, Bar, Sternerestaurant
042114749
Contrescarpe 80, 28195 Bremen
"Italienisch gekocht mit Herzblut, alle Kollegen waren begeistert"
Geschrieben am 26.12.2019 2019-12-26
Porcospino
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Restaurant
042148402360
Schwachhauser Heerstraße 281, 28211 Bremen
"Todeskuss?"
Geschrieben am 30.11.2019 2019-11-30
La Plaza
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Restaurant
042116381580
Ansgaritorstraße 24, 28195 Bremen
"Syrien im hintersten Bremen-Lesum – Eine Entdeckung und positive Überraschung"
Geschrieben am 10.11.2019 2019-11-10 | Aktualisiert am 12.11.2019
Afrin
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Restaurant
49421631695
Bördestraße 94, 28717 Bremen
"Selma hat ausgeweidet und mit Alois wird es wieder gschmackig"
Geschrieben am 30.09.2019 2019-09-30
Zum Alois | Restaurant & Bierstube
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Restaurant, Wirtshaus
4942168806636
Breite Straße 12, 28757 Bremen
"Konsequent und beharrlich"
Geschrieben am 21.09.2019 2019-09-21 | Aktualisiert am 07.05.2020
Canova in der Kunsthalle Bremen
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Biorestaurant, Cafe, Cafebar, Ausflugsziel, Gourmet
04212440708
Am Wall 207, 28195 Bremen
"Wer austeilt..."
Geschrieben am 11.09.2019 2019-09-11 | Aktualisiert am 14.09.2019
Das Kleine Lokal
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Restaurant
04217949084
Besselstraße 40, 28203 Bremen
"Einen Besuch Wert"
Geschrieben am 06.09.2019 2019-09-06 | Aktualisiert am 06.09.2019
B1 Einfach Lecker
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Restaurant, Bistro, Bar, Cafe, Kneipe, Sky Sportsbar
042137940494
Willi-Brandt-Platz 1-3, 28215 Bremen


Bistro-Impression 1
Bistro-Impression 2
We got the Rothenberg-Feeling!
Mein Rotwein-Favorit
Pittoreske Altglassammlung
Ikarimi-Lachs
Salat von Flusskrebsschwänzen mit grünem Spargel
Nochmal der Flusskrebssalat, weil er so verdammt lecker war!
Rote-Beete mit Apfel
Getrüffelte Sieglinde
Pasta mit Hummer
Kross gebratenes Kalbsbries
Rinderfilet in Pfefferrahm
Der Nachschlagsteller!
Rinderfilet mit Beilagen
Wildragout mit Waldpilzen
Spätzle und Wirsinggemüse (Beilagen zum Wild)
Gratinierter Picandou
Borgfelders "Dessert"-Platte





































Käse aus der Fromagerie Olivier









Das kulinarische Ziel des Abends stand zu dem Zeitpunkt schon fest. Wie im letzten Jahr sollte es im familiären Kreis zum griechischen Gotterböten der Neuen Vahr Nord, den von mir bereits rezensierten Hellenentempel Hermes, gehen.
Wie hungrig der Körper doch immer wieder auf die Kombination aus frischer Luft und Bewegung reagiert. Dieses mir nicht gänzlich unsympathische Phänomen brachte eine Spontaneinkehr im direkt am Wümmedeich gelegenen Landhaus Kuhsiel mit sich.
Meine Frau war von dieser Idee weitaus weniger begeistert, da sie sich noch genügend Hunger für die Vorspeisenplatte beim Griechen aufheben wollte. Auch auf die Gefahr hin, dass ich wohl der einzige am Tisch mit Essenswunsch sein würde, betraten wir das vor knapp drei Jahren komplett renovierte Traditionslokal, das schon von außen einen sehr gepflegten Eindruck machte.
Das für seine Kohlfahrten bekannte Ausflugslokal wird seit dem Frühjahr 2017 von der Gastronomin Galyna Bielefeld geführt. Diese hatte schon vorher Erfahrungen in verschiedenen Bremer Lokalitäten gesammelt (zum Beispiel im Restaurant „Zum Platzhirsch“ in Bremen-Lehe), ehe sie sich dazu entschloss, aus der „alten Muffbude“ einen mit wertigen Materialien ausgestatteten, äußerst ansprechend wirkenden Landgasthof zu machen.
Und so staunten wir nicht schlecht, was sich hinter der schmucken, von dunklen Holzbalken und hellem Klinker gesäumten Fassade befand. Beim zeitgemäßen Bistromobiliar dominierte helles Holz, das sich nicht nur in Form der blanken Tischplatten wiederfand, sondern auch als freiliegende Deckenbalken und raumteilende Säulen zugegen war. Neben einfachen Sitzgelegenheiten aus dunkel lackiertem Holz, waren auch ein paar wesentlich bequemere Schalensessel auszumachen. Diese allerdings nur vereinzelt.
Spots von der Decke, Vintage-Lampen und indirekte Decken- und Wandfluter sorgten in der Summe für angenehme Lichtverhältnisse. Der in der Mitte des Gastraums platzierte Kamin bildete dabei sozusagen das lauschige Epizentrum des Landhauses. Um ihn herum gruppierten sich ein paar gepolsterte Sessel. Es gibt sicher schlechtere Orte, um sich nach einem Winterspaziergang aufzuwärmen.
Mit den ausliegenden Kuhfellen holte man ein wenig Alpenflair an den Wümmedeich. Sicher wollte man auch bei der Einrichtung dem Namen des Gasthofs ein wenig Rechnung tragen. Damit erklärte sich auch das überdimensionale Porträt einer Kuh, das den gegenüberliegenden Wandbereich zierte. Zu unserer Linken befand sich der hell erleuchtete Ausschankbereich, der von inflationär vielen frei herabhängenden Glühbirnen ge“vintaged“ wurde. Rechts von uns prangte eine riesige Schiefertafel mit den Empfehlungen der Küche sowie ein paar Infos zum Mittagstisch und dem Frühstücksangebot.
Man reichte uns die Speisenkarten, die ein breit aufgestelltes Programm an regionalen (Labskaus, Bremer Knipp, Sauerfleisch, etc.) und gutbürgerlichen (Puten Cordon Bleu, Boeuf Stroganoff, gebratene Kalbsleber) Gerichten listete. Mit der Wümmeplatte kultivierte man die norddeutsche Brotzeit, mit den hausgemachten Teigtaschen (Quark-Kartoffel-Füllung) wurde Fleischverzichtern eine vegetarische Alternative geboten.
Ein paar Pastagerichte, diverse Salate und der leider nicht mehr wegzudenkende Flammkuchen (hier in vier verschiedenen Ausführungen) komplettierten den reichhaltigen Speisezettel des Landhauses.
Mir persönlich wäre weniger natürlich lieber gewesen. Denn eine derart große Palette an Gerichten geht zwangsläufig auf Kosten der Produktfrische. Aber gut, es sollte ja auch nur eine Kleinigkeit sein, die mir die Zeit bis zur abendlichen Hellenenkost verkürzen sollte. Da musste ich mich nun entscheiden und das fiel mir bei der opulenten Auswahl gar nicht leicht. Das Kräuterrahmsüppchen mit Stremellachs (6,50 Euro) lockte. Die mediterranen Weinbergschnecken mit Baguette (8,20 Euro) dagegen weniger.
Flammkuchen kam gar nicht in Frage. Das wäre einem Verrat am eigenen Alter Ego („Elsassinator“) gleichgekommen. Nein, es sollte etwas Deftiges aus der Region sein. Und da hier schon vor Urzeiten Torfkähne durch das benachbarte Siel schipperten, fiel meine Wahl auf die „Torf Schnitte“ (10,80 Euro) – einem hausgemachten Hackbraten im Bacon-Mantel mit dunkler Bratensauce, geschmortem Spitzkohl und Kartoffelstampf – genau die richtige „Kleinigkeit“, um gut gesättigt dem kalten Bremer Deichwind zu trotzen.
Noch heute hört man in diesem idyllisch-ländlichen Teil der Hansestadt an der Weser Teilnehmer von Kohlfahrten den alten Klassiker der Gruppe Torfrock grölen: „Unser Boss is’n Torfstechermeister, der zählt den Torf und Borgi heißt er…“. So weit, so nostalgisch.
Inzwischen hatte uns der freundliche Kellner eine Flasche Vilsa Mineralwasser gebracht (0,75l für 5,90 Euro). Der Alkoholentzug infolge des Vorabends war bitter nötig und in vollem Gange. Meine Frau erwärmte sich indessen an einem Latte Macchiato (3,70 Euro) und war genauso gespannt wie ich, was man dem Adular Zech aus der Pfalz da wohl auftischen würde.
Den üppig bestückten Teller für hungrige Torfstecher zierten zwei ordentliche Scheiben besagten Hackbratens.
Auch mit der Beigabe von Spitzkohl wurde nicht geknausert. Ebenso verhielt es sich mit dem anständig gebutterten Kartoffelpüree, das seiner Form nach mit Hilfe einer Spritztüte den Weg auf den Teller fand. Gut, dass mich meine Frau in Sachen Spitzkohl ein wenig unterstützte.
Das Püree war ohne Fehl und Tadel. Die beiden Hackfleischscheiben geizten nicht mit pikanter Würze. Dem nicht gerade homöopathischen Einsatz von Salz verdankte ich übrigens das problemlose Leeren der Mineralwasserflasche.
Trotzdem war es in der Summe ein positives Sättigungserlebnis im hübsch renovierten Landhaus am Wümmedeich. In Borgis Jugendrevier wildert man schließlich nicht alle Tage. Und wer die mehrgängigen Gaumenorgien des Bremer Vorzeigekritikers kennt, weiß auch, dass sein gut gedehnter Magen nicht von irgendwoher stammt. Denn auf dem Wümmedeich ist sicherlich noch kein Borgfelder verhungert.