"Interessante deutsche Küche. Empfehlung!"
Geschrieben am 24.11.2016 2016-11-24 | Aktualisiert am 25.12.2016
HABEL am Reichstag - Restaurant & Weinkultur
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Restaurant, Weinkeller
03028098484
Luisenstraße 19, 10117 Berlin
"Derzeit bis Dezember 2017 geschlossen!"
Geschrieben am 10.11.2016 2016-11-10 | Aktualisiert am 10.11.2016
la soupe populaire Tim Raue · Atelierhaus
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Restaurant
030206039880
Prenzlauer Allee 242, 10405 Berlin
"All about breakfast..."
Geschrieben am 09.11.2016 2016-11-09
Benedict · Max Brown Hotel
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Restaurant, Cafe
030994040997
Uhlandstr. 49, 10719 Berlin
"Restaurant der Zukunft?"
Geschrieben am 07.11.2016 2016-11-07
Data Kitchen
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Schnellrestaurant
03068073040
Rosenthaler Str. 38, 10117 Berlin
"Coming soon"
Geschrieben am 25.10.2016 2016-10-25
Der vegetarische Metzger
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Restaurant
03094800260
Revalerstr. 8, 10245 Berlin
"Für den Preis was geboten bei Büffet Essen, wenn man es frisch erwischt"
Geschrieben am 12.10.2016 2016-10-12 | Aktualisiert am 12.10.2016
Asia Koy Restaurant
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Restaurant, Lieferdienst
0305667251
Alt-Kaulsdorf 18, 12621 Berlin
"Leckere Eisbecher; gutes Frühstück"
Geschrieben am 09.10.2016 2016-10-09
Eiscafe Delfin
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Cafe, Eiscafe
03098350253
Körtestr. 35, 10967 Berlin
"Roel Lintermans verlässt Les Solistes"
Geschrieben am 07.10.2016 2016-10-07
Les Solistes · Waldorf Astoria
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Restaurant, Sternerestaurant
0308140000
Hardenbergstr. 28, 10623 Berlin
"Eyck Zimmer - Neuer Küchenchef"
Geschrieben am 05.10.2016 2016-10-05
Restaurant Quarré · Hotel Adlon
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Restaurant, Biergarten
03022610
Unter den Linden 77, 10117 Berlin
"Das Vau schließt erst mal am alten Ort"
Geschrieben am 26.09.2016 2016-09-26
Restaurant VAU
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Restaurant, Sternerestaurant
0302029730
Jägerstraße 54/55, 10117 Berlin
"Neuer Küchenchef"
Geschrieben am 06.09.2016 2016-09-06
Filetstück · Das Gourmetstück
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Restaurant
03054469640
Uhlandstr. 156, 10719 Berlin
"Leckeres asiatisches Büffet"
Geschrieben am 29.08.2016 2016-08-29
Royal Gourmet
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Restaurant
03070172328
Mohriner Allee 50, 12347 Berlin
"Sehr gutes italienisches Essen"
Geschrieben am 07.08.2016 2016-08-07
Trattoria da Pizzo
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Restaurant
03096608044
Eythstr. 45, 12105 Berlin
"Hier steckt die Liebe im Detail!"
Geschrieben am 25.07.2016 2016-07-25
Restaurant Stock & Stein
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Restaurant, Bar, Cafe
015254240333
Wühlischstr. 43, 10245 Berlin
"Coda bedeutet "Ausklang" – eine Dessertbar in Berlin"
Geschrieben am 24.07.2016 2016-07-24
Coda · Dessert, Dining & Bar
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Sternerestaurant
03091496396
Friedelstr. 47, 12047 Berlin
"Sushi at its best!"
Geschrieben am 21.07.2016 2016-07-21
hello sushi
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Restaurant
03071531546
Neue Bahnhofstr. 36, 10245 Berlin
"Berliner Trilogie III: Wunderbar"
Geschrieben am 18.07.2016 2016-07-18 | Aktualisiert am 18.07.2016
Restaurant E.T.A. Hoffmann
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Restaurant
03078098809
Yorckstraße 83, 10965 Berlin
"Kulinarische Klassenfahrt Teil 3: Solche Tapas gehen immer!"
Geschrieben am 09.07.2016 2016-07-09
YOSOY Tapas Bar
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Restaurant, Tapasbar, Catering
03028391213
Rosenthaler Straße 37, 10178 Berlin
"Seit Januar drittes Standbein von Ludwig Kramer-Klett"
Geschrieben am 08.07.2016 2016-07-08
Oh! Panama
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Restaurant, Bar
030983208435
Potsdamer Str. 91, 10785 Berlin
"Gute Burger in der Clayallee"
Geschrieben am 05.07.2016 2016-07-05
The Sixties
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Restaurant, Cocktailbar
03081058204
Clayallee 328, 14169 Berlin



























Auf dem Weg zu den im Untergeschoß (auch Weinkeller!) gelegenen, sehr geschmackvollen, gut ausgestatteten und sauberen Toiletten zogen die Mediziner und -zinerinnen vorbei, doch mein Tisch lag weit genug zurück gesetzt, so dass es mir fast wie ein Laufsteg vorkam.
Zufrieden, doch noch apart versorgt zu werden, war ich auf die Karte gespannt, denn ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet. Bei der Reise ins Ungewisse sollte mich wenigstens ein guter Kamerad begleiten: Garçon, Champagner! Habe man nicht, aber Flaschengärung von Schloß Vaux, der schmecke wie Champagner! Wie Champagner schmeckt nur Champagner... vor mich hinbrummelnd, ließ ich mich aber doch erweichen und von einem Rheingau Riesling Brut dieses ursprünglich in Berlin gegründeten Maison in heitere Stimmung bringen. Auch der Preis von 6€ nicht unangemessen. Zur Sicherung der guten Laune noch ein anderes Berliner Erzeugnis, den Belsazar Dry Vermouth ebenfalls für 6€, schön würzig und leicht bitter, ein eleganter Aperitif.
Zum Essen bestellte ich später eine Flasche 2013er Rheingauriesling Spätlese aus Erbach von Lamm Jung, QbA, aber von alten Reben, durchaus zufrieden stellend. Erst recht, nachdem ich später am Nebentisch einen anderen Riesling probieren durfte. Aber ich greife vor...
Für Ehepaar Beermann hält der Keller übrigens zwei weiße und eine ganze Reihe roter Tropfen aus der Türkei bereit!
Die Betreuung durch die Servicekräfte war gut und aufmerksam einschließlich einer fachkundigen Weinberatung. Auch die nicht für mich zuständigen jungen Menschen in Barber-Outfit erkundigten sich gelegentlich nach meinem Wohlergehen und erkannten leere Teller und mit etwas Ermutigung auch solche Gläser. Es wurde eine gute Atmosphäre vermittelt, ohne die professionelle Dienstleistung zu vernachlässigen. Angesagt wurde allerdings nicht. Eine abgebrannte Kerze wurde bemerkt und ausgetauscht. Unter Einbeziehung der großen Gesellschaft und der übrigen Auslastung gut gemeinte 4 Sterne.
Die Küche bietet deutsche und Berliner Küche in moderner Ausführung. Tagesempfehlungen gab es nicht, Spezialität des Hauses ist die Weißweinkrem Berliner Luft, die ich nicht probierte.
Stattdessen wurde wie folgt geordert:
Spinatrahmsuppe mit gebackenem Ei (5,5€)
Rinderhäckerle mit Apfel-Rote Bete-Salat und Röstbrot 11,5€)
Kalbsleber mit grünem Kartoffelbrei und Zwiebelmarmelade (19€). Zusätzlich bat ich um Pfifferlinge aus einem anderen Gericht, die ohne Berechnung blieben. Der Gargrad wurde erfragt, bei Leber nach meiner Erfahrung nicht selbstverständlich. Ich mag es noch rosa.
Statt Dessert wählte ich 5erlei Käse für stolze 14,5€.
Das PLV sehe ich in der Gesamtschau bei leicht überdurchschnittlichen 3,5 Sternen, wobei die Präsentation durchaus ansprechend war.
Zum schweren, wenig überzeugendem Kräuterquark wurde helles und dunkles Stangenbrot gereicht und auf Nachfrage auch nachgelegt.
Bereits der erste Gang traf meinen Geschmack.
Die Suppe in einem frischen Grün, der Spinat nicht gänzlich püriert, sondern etwas "fetzig", der richtige Schuss Sahne für eine elegante Textur und genug Würze für eine kräftige Struktur. Reichlich violette Kresse für einen leicht pikanten Kick. Dazu das in Semmelbrösel gewendete, schön knusprig ausgebackene Ei, das nur etwas weicher hätte sein dürfen
Fast perfekte 4,5 Sterne.
Auch der Zwischengang sehr gut. Handgeschnittenes (-gehacktes?) einheimisches Rindfleisch
zart, aber mit genügend Bissfestigkeit. Schon angemacht mit deutlicher Senf- und Estragon(!)note. Von der Mischung auch einige Kleckse auf der Schieferplatte. Äpfel- und Beetebrunoises in einem guten Mischungsverhältnis steuerten fruchtig-frische wie erdige Nuancen bei. Das Tatar auf einer runden, angerösteten Scheibe Vollkornbrot. Eine herzhafte Wucht mit 5 Sternen.
Der Hauptgang konnte dieses Niveau leider nicht halten.
Die zwei leicht mehlierten, kräftig angebratenen Lebertranchen entgegen der Bestellung nicht mehr rosa, allerdings noch saftig genug. Angerichtet auf dem gekräuterten, recht festen und salzigen Kartoffelstampf. Auf die Zwiebelmarmelade war ich gespannt. Stattdessen gab es ordinäre frittierte Zwiebeln, die schon weitgehend kalt und damit überwiegend hart geworden waren. Mitgeteilt wurde die Änderung nicht. Ich finde das unhöflich. Eine Zutat kann ja mal ausgehen, aber mit einem Hinweis (möglichst vor der Zubereitung) und vielleicht einer kleinen Entschuldigung weiß der Gast, woran er ist und kann entscheiden. Schön die frischen Birnenspalten, die nicht zu weich und nicht zu süß waren. Überzeugend die mittelgroßen, mit Biss und Geschmack versehenen Pfifferlinge
die gesondert in einem Schälchen, sehr heiß und in einer leichten hellen Sauce serviert wurden.
Zieht man die leichte Verärgerung ab, in der Summe eine 3,5 - 3,75.
Zum versöhnlichen Abschluss sollte es noch eine Käseplatte
sein. Leider schien die Küche schon im Feierabendmodus gewesen zu sein, denn die Warterei zog sich zu lange hin. Gerade als Einzelgast und am Ende des Mahls lässt die Geduld ja nach. Der Service fragte zweimal nach und konnte schließlich auf der hier noch nicht im Rückzug befindlichen Schieferplatte Ziegenkäse mit und ohne Blauschimmel, jungen und zweijährigen Schafskäse sowie 10%igen Kuhmilchkäse kredenzen. Bis auf den letzteren alle recht lecker und ein breites Geschmacksspektrum abdeckend. Dazu wurde die wohl wieder aufgefundene Zwiebelmarmelade serviert, die ich als (gelungene) Rot- und/oder Portweinzwiebeln bezeichnen möchte. Dafür fehlte dann der angekündigte Feigensenf. Die Küche gibt, die Küche nimmt...
Mein Gastgeber bedauerte die Holprigkeiten in der Küche und bot mir einen Kaffee an. Mir war der Sinn indes nach einem Likör, um die "Sorgen" im Busch'sen Sinne aufzuarbeiten. Die umfangreiche Wein- und Spirituosenkarte setzt auch hier u. a. auf Nostalgie aus Berlin (Futschi!). Ich schwankte noch zwischen Mampe halb und halb oder Persico, als mein Blick auf Omas Eierlikör fiel. Mann, war der gut! Zufrieden leckte ich mir die Lippen und beglich gerne die Rechnung.
Ja, und damit hätte der recht gelungene Abend eigentlich enden können. Doch vom Nebentisch der beiden jungen Berliner Geschäftsleute (die zuvor intensiv über ihr Internet-Startup diskutierten und somit - da es sich nicht um eine Gastroseite handelte - völlig meine Aufmerksamkeit verloren hatten) kam ob des sichtlich schmeckenden Eierlikörs Ironisches : Den gab's früher bei meiner Oma, da hab ich die Gläser ausgeleckt, höhö! Stimmt, entgegnete ich nachsichtig, und so lecker schmeckt er für kleine Jungs immer noch! Großes Gelächter und die Einladung, sich doch herüber zu setzen. Oh nein, wie das ausgeht, wissen wir doch seit Essen! Ging es aber nicht. Vielmehr entwickelte sich ein zunehmend lustiger Abend, bei dem mein restlicher Riesling, ihr restlicher Riesling, eine Psychologin von der Charité und dann weitere Flasche Riesling, weitere Käseplatte, weitere Runde Likör vom Haus, weitere Psychologin, hoch ernsthafte Diskussionen um die Funktion von Perspektive in der bildenden Kunst und des wingman im nächtlichen Berlin Thema waren. Und als die Gin Tonics schon bestellt waren, gelang es mir gerade noch, durch den Hinterausgang zu entschlüpfen. Beseelt von (Wein-)Geist und unerwarteter Berliner Freundlichkeit ließ ich mich durch die nächtliche Friedrichstraße treiben.
Und mit dem Sommer endeten (bis jetzt...) auch die denk- oder merkwürdigen Restauranterlebnisse, im Herbst standen wieder allein die mehr oder weniger großen kulinarischen Genüsse im Mittelpunkt.