1 Satz zu mir: bin selber ein ambitionierter Hobbykoch mit Carnivoren- Wurzeln, die perfekte Fusion für den Langzeitgenuss.
Ein "guter" Koch ist für mich, wer mit Mut an den Herd tritt (Salz, Zucker- und Pfefferstreuer nicht vergessen) - einfache Klassiker neu interpretieren !!
Neben der Kreativ-Küche, gehe ich sehr gerne "gut bürgerlich" essen. Wenn es der Geldbeutel zulässt, geht`s auch in Gourmet-Schuppen mit mindestens einem Michelin-Stern. Als großer Derrick Fan bleibt mein Traum einmal das Tantris (2 Sterne) zu besuchen.
Ich freue mich über zahlreiche Kommentare und versuche auch offene Fragen (gerne über Nachricht) zu beantworten.
Wenn es das Lokal zulässt, versuche ich "was fliegt" und "wildes aus dem Wald" zu vermeiden, das ist aber nicht immer möglich. Ich ernähre mich privat gerne vegetarisch dann aber 100% veganfrei.
1 Satz zu mir: bin selber ein ambitionierter Hobbykoch mit Carnivoren- Wurzeln, die perfekte Fusion für den Langzeitgenuss.
Ein "guter" Koch ist für mich, wer mit Mut an den Herd tritt (Salz, Zucker- und Pfefferstreuer nicht vergessen) - einfache Klassiker neu interpretieren !!
Neben der Kreativ-Küche, gehe ich sehr... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 397 Bewertungen 689889x gelesen 7834x "Hilfreich" 7632x "Gut geschrieben"
Geschrieben am 16.02.2023 2023-02-16| Aktualisiert am
16.02.2023
Ja, ich hatte Hunger. Aber auch ein wenig Schiss, bei den letzten Besuchen habe ich nie meine Fleisch-Platte komplett verputzen können.
Meine Arbeitskollegen mussten in der Vergangenheit auch immer wieder Tribut zollen beim Anblick der speicheltreibenden Bilder auf meinem "Realme" China "wegwerf"Handy. Weg mit dem ZTE Business Handy für knapp 1000 Euronen und hin zum "Billig" Flagschiff, mit 256 GB Festplatte, 86 Mio Megapixel-Kamera und 16 Gigabyte Arbeitsspeicher für 1/5 des Preises. Der Daueresser spart bei der Technik und unterstützt lieber unsere Gastronomen im eigenen Land. Bitte mehr davon !!
Auf der Rheinau angekommen, parken wir unsere Autos an der Straße und laufen über die hügelige Rasenfläche, mein Dienstwagen aus München verstecke ich hinter einem großen Busch, aktuell lässt sich der BMW nicht verschließen (Elektroprobleme mal wieder). Ja, wir hatten Lust auf erstklassige Rumpsteaks mit einem Berg voll Zwiebeln.
Corona geschuldet sind die Preise ganz leicht gestiegen, die 450 Gramm Fleischplatten auf 400 Gramm reduziert, die Feinschmeckerplatten von ehemals 400 auf 350 Gramm beschränkt. Man is(s)t sich einig. 4x Rumpsteak mit einem Berg voll Röstzwiebeln mit Beilage und Salat (28,90). Unser Chef nimmt die Hackfleisch”röllchen” 380 Gramm mit Käse überbacken.
Zu allen Fleischgerichten gibt es einen groß dimensionierten Vorabsalat, mit hochwertigem Grünem, erstklassigem Dressing und jeder Menger frischer Rohkostsalate.
Der Clou: Wenn die Fleischplatten gereicht werden, gibt es neben den obligatorischen Kartoffelchips und griechischen Reis/Nudeln, auch noch ein weiteren grünen Salat neben Krautsalat und manchmal sogar noch eingelgtes Gemüse, welches kurz auf dem Grill “angewärmt” wird.
Vorbei mit dem Schnacken, jetzt die Hände in die Nacken und glotzen:
Top Fleisch, gut abgehangenes Rückenstück vom Rind. Schön mürbe und saftig. Unsere perfekten Steaks hatten nicht eine Sehne geschweige den ein unnötiger Muskel den man nicht mit dem Gaumen zerdrücken konnte. Beim Beißen schoß mir des Rindes Blut in unregelmäßigen Abständen in den Rachen, als ob Christopher Lee wieder auf Menschen-Jagd gehen würde. Note 1a
Auch unser Chef war voll des Lobes für seine Hackröllchen,
pikant abgewürzt, mit leicht rosa Kern. Saftig, nicht langweilig, auch von der Präsentation mal was abgefahrenes. 5 dicke Walzen übereinander gesetzt, sieht man auch nicht alle Tage.
Mein Lieblings-Kollege orderte eine “Schweineplatte” Platte "Schwein"
mit erstklassigem Suflaki, Gyros (vom Nacken und Drehspieß), Schweinesteak und Lendensteak. Das Highlight für ihn: Das sensationnele Gyros welches nicht vom Knoblauch ertränkt wurde. Auch er war voll des Lobes für die Qualität und Quantität.
Natürlich gab es danach noch den obligatorischen Ouzo sowie dem Gratis “Haus Dessert”.
Fazit:
Wenn Grieche, dann Olympia auf der Rheinau.
Ja, ich hatte Hunger. Aber auch ein wenig Schiss, bei den letzten Besuchen habe ich nie meine Fleisch-Platte komplett verputzen können.
Meine Arbeitskollegen mussten in der Vergangenheit auch immer wieder Tribut zollen beim Anblick der speicheltreibenden Bilder auf meinem "Realme" China "wegwerf"Handy. Weg mit dem ZTE Business Handy für knapp 1000 Euronen und hin zum "Billig" Flagschiff, mit 256 GB Festplatte, 86 Mio Megapixel-Kamera und 16 Gigabyte Arbeitsspeicher für 1/5 des Preises. Der Daueresser spart bei der Technik und unterstützt lieber... mehr lesen
5.0 stars -
"Mittlerweile einer meiner/unserer Lieblingsgriechen !!" DaueresserGK0712Ja, ich hatte Hunger. Aber auch ein wenig Schiss, bei den letzten Besuchen habe ich nie meine Fleisch-Platte komplett verputzen können.
Meine Arbeitskollegen mussten in der Vergangenheit auch immer wieder Tribut zollen beim Anblick der speicheltreibenden Bilder auf meinem "Realme" China "wegwerf"Handy. Weg mit dem ZTE Business Handy für knapp 1000 Euronen und hin zum "Billig" Flagschiff, mit 256 GB Festplatte, 86 Mio Megapixel-Kamera und 16 Gigabyte Arbeitsspeicher für 1/5 des Preises. Der Daueresser spart bei der Technik und unterstützt lieber
Geschrieben am 23.07.2022 2022-07-23| Aktualisiert am
24.07.2022
Besucht am 12.07.2022Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 64 EUR
Nach langer Zeit „endlich“ mal wieder eine Rezi von mir. Warum so lange Pause?
Weil mir, ehrlich gesagt, einige Kommentare hier immer öfter gegen den „Strich“ gegangen sind, und mir vorerst den Spaß und die Lust am Schreiben genommen haben. Hoffentlich kommt die wieder zurück. Ich glaube Marc074 hat das auch schon das ein oder andere Mal moniert gehabt.
Wem die Rezi nicht gefällt einfach „Klappe halten“ scrollen oder gar nicht durchlesen (das nicht drücken der Hilfreich Buttons bzw Gut geschrieben Buttons reicht völlig aus) ….
Wir haben Urlaub, erste Sommerwoche. Mir ist nicht nach dem „Standard“ ich erinnere mich an einen Besuch vor einigen Jahren im „Schwarzen Adler“, damals zum Mittagstisch. Die Speisekarte für den Abend hatte mich damals schon beeindruckt.
„Rumpsteak“ mit Senfkruste und selbst gemachter Sardellenbutter oder das Sahneschnitzel mit Apfelscheiben blieben mir in Erinnerung. Natürlich verfolgte ich das Restaurant die letzten Jahre und um das gleich zu Anfang zu sagen „Schnäppchen“ macht man hier keine. Schnitzel, vom Schwein um die 20 Euro, Steaks deutlich an der 30 Euro Grenze.
Ich reservierte mittags einen Tisch- Am Telefon die Frage „Draußen?“ - war mir so nicht bekannt, dass das gingen würde. Also gerne „draußen“. Abends angekommen sahen wir schon einige gut besuchte Tische zwischen den „C“ und „D“ Quadraten. Die Tische
schön zwischen dem Reiß Museum und einer Flanke mit 3 Lokalen.
Wir werden gleich bemerkt, treten aber dennoch gerne die Türe ein. Auch drinnen gut besucht. Wir werden gefragt und bekommen draußen unseren eingedeckten Tisch zugewiesen. Hört man „aktiv“ zu, ist das Lokal von sehr vielen Stammgästen geschätzt. Zu unserer Rechten saßen 5 ältere Herrschaften die sich wohl wöchentlich hier treffen.
Die Speisekarte gibt deutsch-schwedisch-gutbürgerliche Küche her. Der Koch komme wohl aus Schweden, so überraschten uns Knäckebrot als Beilage zu einigen Gerichten. Wir entscheiden uns ziemlich schnell für eine gemeinsame Vorspeise. Angemachter Frischkäse mit Bot.
Dieser kam Pikanter Frischkäse
dann nach einem guten Zeitabstand mitsamt zwei Scheiben gutem Graubrotes und einigen Salzstangen. Der Frischkäse pikant angemacht, mundete uns hervorragend.
Danach dann unsere Hauptspeisen, die Spezialität des Hauses „Inlagd Still“ (13,50)
halb und halb, sowie das in Butterschmalz großzügig aus der Pfanne ausgebackene Schweine Schnitzel „Wiener Art“, nebst Vitamine
Beilagensalat und sehr guten Bratkartoffeln (18,80)
Der Hering wurde nach original Rezept eingelegt, kam wunderschön drapiert auf einem weißen Teller daher. Das „halb und halb“ bezog sich auf die dazu gereichten Zwiebeln. Einmal in einer milden Essig Variante, dazu eine Variante mit frisch aufgeschnittenem Dill. Dazu wurde leckeres Knäckebrot mit Butter gereicht.
Vor den beiden exzellenten Schnitzelfladen wurde der Beilagensalat gereicht. Der war süß-säuerlich angemacht und mit hochwertigen grünen Blattsalaten versehen. Dann kamen die Schnitzel: Schnitzel in Perfektion
BÄMM!! (bitte liken!!)
Zwei plattgedrückte Schweinefladen mit ausreichend Salz, Muskat, Pfeffer und Paprikapulver versehen, wohl in frischen Semmelbröseln luftig ausgebacken. Mehr Wellen gehen wohl kaum!!
Auch der Anschnitt sucht seinesgleichen:
Die Panade lag wie eine luftiges Souffle um das Fleisch, auch daselbige mit Gewürzen versehen, war ein Fest für Augen, Gaumen & Magen.
Wegen dem hohen Sättigungsgefühl verzichteten wir auf einen Nachtisch, gönnte mir aber noch einen Riesling aus der gut sortierten Weinkarte, insgesamt sind auf der Weinkarte einige Hochkaräter zu finden, dazu werden viele Weinarten in der offenen Variante angeboten (ich las alleine 4 Sorten Riesling)
Fazit:
Ganz sicher werden wir nicht lange mit einem Wiederholungsbesuch warten, leider hat das Restaurant, das schon 1774 urkundlich erwähnt wurde und in vierter Generation geführt wird, nur von Montag bis Freitag geöffnet. Empfehlung!!
Nach langer Zeit „endlich“ mal wieder eine Rezi von mir. Warum so lange Pause?
Weil mir, ehrlich gesagt, einige Kommentare hier immer öfter gegen den „Strich“ gegangen sind, und mir vorerst den Spaß und die Lust am Schreiben genommen haben. Hoffentlich kommt die wieder zurück. Ich glaube Marc074 hat das auch schon das ein oder andere Mal moniert gehabt.
Wem die Rezi nicht gefällt einfach „Klappe halten“ scrollen oder gar nicht durchlesen (das nicht drücken der Hilfreich Buttons bzw Gut geschrieben... mehr lesen
Zum Schwarzen Adler
Zum Schwarzen Adler€-€€€Restaurant, Biergarten062120682D6, 18, 68159 Mannheim
5.0 stars -
"Schnitzel in PERFEKTION – oder prächtige Schnitzelfladen im wohl ältesten Gasthaus in Mannheim" DaueresserGK0712Nach langer Zeit „endlich“ mal wieder eine Rezi von mir. Warum so lange Pause?
Weil mir, ehrlich gesagt, einige Kommentare hier immer öfter gegen den „Strich“ gegangen sind, und mir vorerst den Spaß und die Lust am Schreiben genommen haben. Hoffentlich kommt die wieder zurück. Ich glaube Marc074 hat das auch schon das ein oder andere Mal moniert gehabt.
Wem die Rezi nicht gefällt einfach „Klappe halten“ scrollen oder gar nicht durchlesen (das nicht drücken der Hilfreich Buttons bzw Gut geschrieben
Geschrieben am 22.02.2022 2022-02-22| Aktualisiert am
22.02.2022
Besucht am 12.02.2022Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 56 EUR
Ich mag Heidelberg. Allerdings kenne ich viele Heidelberger, die neidisch auf Mannheim sind. Ich kenne auch einige Mannheimer, die neidisch auf Heidelberg sind. In Mannheim gibt’s keine Schnitzelbank und in Heidelberg kein Collini Center.
Seit Anfang diesen Jahres bin ich wieder zurück bei meinem alten Arbeitgeber. Da fühle ich mich wohl und möchte bis zu meinem Renteneintrittsalter arbeiten. Das heißt für mich und meine bessere Hälfte, dass wir unter der Woche nicht mehr so viel Zeit haben um Essen zu gehen, daher waren meine Berichte in den letzten Wochen etwas spärlicher. Aber keine Angst, ich habe noch etliche Besuche in der "Warteschleife".
Ja, und seit Anfang des Jahres bin ich wieder stolzer Besitzer eines Job Tickets, d.h. dass ich unter der Woche ab 19 Uhr und an Wochenenden im ganzen Rhein Neckar Verbund gratis (bis zu 4 Personen) im ganzen Gebiet RB-Züge, S Bahnen, Straßenbahnen und Expresszüge nutzen darf.
So auch an diesem Samstag, die S nach Heidelberg. Ein Tag zuvor reservierte ich bei der Heidelberger Schnitzelbank einen Tisch. Uns wurde ein „timeslot“ von 90 Minuten von 13:30 bis 15:00 Uhr angeboten. Die Reservierung hob sich von der Masse schon mal positiv ab.
Ein paar Stunden später, steigen wir am Bismarckplatz aus und laufen Richtung Fußgängerzone. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Heidelberg die größte Fußgängerzone in Europa haben soll. Dazu komme noch die vielen Abzweigungen. Bei jedem Besuch finden wir neue Geschäfte, Shops und Bars. Das hat schon was.
Wir besuchen einige Kräuterläden, Madame kauft sich für Ihre Torten einige Accessoires, wir laufen Richtung Schnitzelbank. Mist, erst 13 Uhr. Also nochmal eine kleine Runde runter zum Neckar. Ah, oben der Philosophenweg, man erkennt von unten einige Spaziergänger. Irgendwann will ich da auch mal rauf. Heute nicht, wir haben Hunger.
In der Schnitzelbank soll es die besten „hand made Schnitzel“ in Heidelberg geben. Sagt >google< (mit einer Durschnittsbewertung von 4,7), sagt >tripadvisor< (Platz 1) sowie zwei „neue“ Arbeitskollegen von mir, beiden wohnen in Heidelberg. Also 500 Meter hoch zur Brücke, dann wieder rechts rein und die Fußgängerzone runter.
Wenn das mal keine Grundlage ist? Wir stehen wieder vor der Gaststube. 5 Minuten nach 13 Uhr. Kam uns viel länger vor der Rundweg eben, aber immerhin 5 Minuten auf der Uhr abgearbeitet.
Wir treten die Türe ein und sind erst mal baff. Ganz schön eng und urig. Es geht einige Steintreppen hoch, dann eine weitere Glastüre hinein. Dunkel ist es hier, uns kommt der Duft von gebratener Butter und ungewöhnlichen Gewürzen entgegen. Im Gastraum drin, ein zu aller erst beengtes Gefühl. Auf ca 25 Quadratmeter stehen 4-6 große Tische. Die sind mit Folien und Plexiglas zusätzlich voneinander in sich und separat getrennt. Ein elektronischer Luftaustauscher sehen wir auch. Es gibt auch noch einen Außenbereich und 2 offene Fenster für stetigen Luftaustausch (im Februar)
Ein „Herzlich Willkommen“ kommt von einem Kellner mit blonden Haaren. Er ist unheimlich sympathisch, man erkennt durch die Mund-Nasen Abdeckung, dass er über das ganze Gesicht strahlt. „Ihr habt reserviert und habt großen Hunger mitgebracht? Dann seit ihr hier richtig“ .. das hört man doch gerne. Wir bekommen den Platz zu gewiesen. Mit etwas Mühe hebe ich meine Beine unter einen Holzblock. Am Ende saß ich dann aber doch gemütlich, auch wegen des frischen Luftzuges und der urigen Weinstuben-Atmosphäre.
Wir bekommen die Speisekarten gereicht, außerdem der Hinweis auf das Tagesgericht „ Pfefferschnitzel“ mit Blumenkohl und Spätzle.
Die Speisekarte liest sich super. Eine handvoll Schnitzel. Jägerschnitzel (natur) mit Pilz-Rahmsauce und Spätzle, Knoblauch Schnitzel (da hat man einen Tag später noch was von) mit Bratkartoffeln, Rahmschnitzel natur oder paniert. Es gibt auch ein Putenschnitzel sowie der Klassiker hier, das Schnitzel mit der hausgemachten „crunchy“ Panade und Zitrone. Neben den Schnitzelgerichten werden einige Weinstuben Klassiker angeboten. Saumagen mit Sauerkraut, Winzerteller (Bratwurst, Saumagen, Leberknödel), saure Lunge sowie Eisbein in Aspik. Auch wenn sich Simba wohl für die Lunge entschieden hätte und Marc074 für den Winzerteller, nahm ich das Schnitzel mit Knoblauch. „Knoblauch in Kräuterbutter gebraten“ ich konnte mir darunter nichts vorstellen. Meine bessere Hälfte nahm das Knusperschnitzel mit cremiger Champignon Sauce und Spätzle. Beide Gerichte hatten einen Salat mit dabei.
Zu trinken gab es erst mal ein „frisch gezapftes“ (O Ton Kellner) 0,33er Tannenzäpfle Hefeweizen frisch aus der Flasche. Spritzig und mit netter Trübung. Meine Frau nahm eine Cola Light, die war ebenfalls sehr gut temperiert und frisch. Als zweites Getränk nahm ich einen 0,5er Schoppen Weissherbst „sieß-sauer“, der Kellner fragte 2x nach. „mit süßem und sauren Sprudel?“ jawohl …
Die waren sehr „speziell“ angemacht. Vor allem der Rotkraut Salat. Ich fragte nach, „mit Zimt angemacht“ die kurze Antwort. Ah ha, noch nie so gehabt. Ich habe mal Rotkrautsalat mit dunkler Schokolade angemacht, aber mit Zimt war es das erste Mal (aber nicht das letzte Mal) war super. Dazu gab es Bohnensalat wie zu Omas Zeiten, Grüner Blattsalat und einige Rohkost Salate.
Dann kam das Schnitzel mit der Champignon Rahmsauce, auf Wunsch paniert (in der Speisekarte ohne Panade) Champignons Schnitzel mit Spätzle
Und da war schon das Problem. Ich dachte, dass sei eine schöne Knoblauchsauce zum Tunken. War es aber nicht. Es war, wie in der Karte stehend, eine Zehe Knoblauch in Kräuterbutter gebraten. War schön knoblauchlastig, allerdings waren da auch noch kleine grüne (Cakli?) Stücke drin. Werde ich bestimmt nicht mehr bestellen, war aber eine schöne Erfahrung wert (auch noch einen Tag danach)
Die Schweine-Schnitzel waren klasse, auch wenn sie nicht an die Referenz Schweine-Schnitzel von der Mannheimer Morgenröte ran kommen. Diese waren super geklopft, das Fleisch mürbe, gut gewürzt. Die Panade schön knusprig. Die Bratkartoffel aus Pellkartoffeln, hier fehlte mir etwas Salz und Muskat. Aber das ist meckern auf hohem Niveau.
Volle Punktzahl für das Champignon Schnitzel Gericht. Die selbst gemachten Spätzle nochmal schön durch Butter gezogen, abgeschmelzt, meine bessere Hälfte meinte mehrmals „ ein Traum“. Sauce super, was auch extra klasse war und meine beiden Omas nicht besser konnten: Das dazu gereichte Schwarzwurzel-Karotten-Gemüse. Fantastisch !!
Fazit:
Immer wieder kamen Gäste die vertröstet werden mussten, weil sie keinen Platz bekamen. Auch kamen immer wieder Anfragen per Telefon rein. Der Laden brummt. Ohne Reservierung geht hier nichts. Beim nächsten Mal kommen wir bestimmt wieder hier her. Volle Empfehlung!!
Ich mag Heidelberg. Allerdings kenne ich viele Heidelberger, die neidisch auf Mannheim sind. Ich kenne auch einige Mannheimer, die neidisch auf Heidelberg sind. In Mannheim gibt’s keine Schnitzelbank und in Heidelberg kein Collini Center.
Seit Anfang diesen Jahres bin ich wieder zurück bei meinem alten Arbeitgeber. Da fühle ich mich wohl und möchte bis zu meinem Renteneintrittsalter arbeiten. Das heißt für mich und meine bessere Hälfte, dass wir unter der Woche nicht mehr so viel Zeit haben um Essen zu gehen,... mehr lesen
4.5 stars -
"Urige Gaststube, erfrischender Service, knusprige Schnitzel und originelle Ideen oder: eine kulinarische Neuentdeckung das nach einer baldigen Wiederholung schreit" DaueresserGK0712Ich mag Heidelberg. Allerdings kenne ich viele Heidelberger, die neidisch auf Mannheim sind. Ich kenne auch einige Mannheimer, die neidisch auf Heidelberg sind. In Mannheim gibt’s keine Schnitzelbank und in Heidelberg kein Collini Center.
Seit Anfang diesen Jahres bin ich wieder zurück bei meinem alten Arbeitgeber. Da fühle ich mich wohl und möchte bis zu meinem Renteneintrittsalter arbeiten. Das heißt für mich und meine bessere Hälfte, dass wir unter der Woche nicht mehr so viel Zeit haben um Essen zu gehen,
Geschrieben am 30.12.2021 2021-12-30| Aktualisiert am
02.01.2022
Im Jahre 48 vor Christus ging Caesar nach Ägypten, da der Vater von Kleopatra ihm noch ein paar Euos schuldete. Da lernte er Kleopatra kennen und sie hatten, wie man damals sagte, ein Schäferstündchen. Auf neudeutsch: ein One-Night-Stand.
Kleopatra versprach sich aber davon mehr und schrieb ihm einige Nachrichten, sie offenbarte ihm die große Liebe, primär interessierte sie sich aber für eine Vergrößerung ihres Reiches. Irgendwann folgte Kleopatra Caesar nach Rom, aber am besagten Freitag, ließ der Vertreter von Caesar, der große Obelix, ihr ausrichten, dass Caesar seinem Hunger Tribut zollte und in einer Trattoria ein Steak esse. Kleopatra war erzürnt, da sie sich ausschließlich vegetarisch ernährte. Das war keine Basis, somit schlug er ihre Liebe aus und Kleopatra fuhr wieder nach Hause.
So ist es niedergeschrieben.
Das sind keine irre Geschichten, so wurde alles in Stein gemeißelt. Daraus sind folglich Traditionen entstanden und viele Restaurants nehmen diese bis in die heutige Gegenwart auf. So auch das Kleopatra in Mannheim, Stadtteil Käfertal: Freitag ist bekanntlich dort Steaktag. Was Caesar konnte, kann ich allemal.
Nach kurzem Austausch mit dem damaligen Betreiber der Trattoria, wurde mir zugetragen, dass Julius Caesar, Mittwochs gerne Schnitzel und Donnerstags gerne Spieß gegessen hat. Auch diese Tradition hat das Kleopatra übernommen und das ist gut so.
Was uns hier im Kleopatra so gut gefällt: die gleichbleibende Küchenqualität. Es werden auch keine Trands mitgemacht, der Gast bekommt ordentliche Portionen, die Karte beinhaltet fast alles was man aus der griechischen Küche kennt.
Wir entscheiden uns für gegrillte Peperoni mit geröstetem Brot, dann für meine bessere Hälfte das Lendensteak mit Zwiebeln, ich nehme die gefüllten Steaktaschen, beide Gerichte mit Pommes und einem Beilagensalat für 7,90. Jeden Freitag stehen 8-10 ausgesuchte Steakgerichte für 7,90 auf der Karte.
Das Ambiente ist sehr einfach, helle Holztische mit passenden Stühlen im Nebenraum, im Hauptraum vorne ist es etwas gemütlicher, da gibt es meine drei Favoriten-Tische umgeben von weißen Säulen und etwas griechischer Deko.
Die gegrillten Peperoni zeigen sich als klasse Einstieg.
Wir haben meist ein schlechtes Gewissen dem Betreiber gegenüber, 7,90 für ein Fleischgericht mit einem klasse angemachten Beilagensalat, dazu wird auch noch mit elektronischer Kasse boniert, da kann nicht allzu viel hängen bleiben, daher nehmen wir gerne eine Vorspeise dazu. Aber die Peperoni waren so, wie wir es mögen. Schön mit Essig eingelegt, deutliche Grillaromen, von der Schärfe her genau richtig. Leichtes Kitzeln am Gaumen und in der Nase. Nasenkitzler Peperoni eben.
Zwischen Peperoni und Hauptgerichte werden die Salate serviert.
Der schmeckt uns hier mit am Besten. Das Dressing für den grünen Salat (kein billig Gelber) ist eingedeutscht. Mit Sahne, Essig Öl. Im Abgang erinnert mich das etwas an Hühnerbrühe, aber nur ganz leicht. Die Böhnchen separat angemacht. Der Karotten-Salat hat ein orangenes Dressing, der Gurkensalat ein weißes, Heute waren außerdem noch ein Löffel frisch angemachter Kartoffelsalat dabei, hat uns sehr gut gefallen. Kleopatra bietet einfache, aber sehr gute deutsch griechische Küche an.
Das spiegelt sich dann auch bei den Hauptgerichten wieder. Das Lendensteak mit Zwiebeln
super saftig, zart, das Fleisch hatte ordentlich Grillaromen. Die Wellenpommes mit ordentlicher Bräunung, etwas Abzug gibt es für das „TK“ Gemüse. Aber das wird auch vor dem Servieren nochmal kurz durch Butter gezogen, schmeckt uns meist dazu, so auch heute.
Was mir gerade auffällt: Wir waren noch nie Mittwochs im Kleopatra, denn da gibt es ausgesuchte Schnitzelgerichte für 6,90.
Die gefüllten Steaktaschen
waren vom Schwein. Das Fleisch sehr mager, aber keinesfalls trocken. Ganz im Gegenteil, der Anschnitt saftig. Verstärkend dazu die Füllung mit dem sehr guten Schafskäse. Die beiden Steaktaschen werden mit einer sehr gut schmeckenden Metaxasauce serviert, dazu ebenfalls gut gebräunte Wellenpommes und das Gemüse.
Fazit:
Ich mag den Salat, mag Wellenpommes. Ich mag auch die sehr gute, aber auch sehr einfache deutsch-griechische Küche, dazu den gut passenden Gratis Ouzo. Volle Empfehlung !!
Im Jahre 48 vor Christus ging Caesar nach Ägypten, da der Vater von Kleopatra ihm noch ein paar Euos schuldete. Da lernte er Kleopatra kennen und sie hatten, wie man damals sagte, ein Schäferstündchen. Auf neudeutsch: ein One-Night-Stand.
Kleopatra versprach sich aber davon mehr und schrieb ihm einige Nachrichten, sie offenbarte ihm die große Liebe, primär interessierte sie sich aber für eine Vergrößerung ihres Reiches. Irgendwann folgte Kleopatra Caesar nach Rom, aber am besagten Freitag, ließ der Vertreter von Caesar, der... mehr lesen
4.0 stars -
"Bodenständige, griechische Hausmannskost oder: One Night in Ägypten, nicht in Frankreich" DaueresserGK0712Im Jahre 48 vor Christus ging Caesar nach Ägypten, da der Vater von Kleopatra ihm noch ein paar Euos schuldete. Da lernte er Kleopatra kennen und sie hatten, wie man damals sagte, ein Schäferstündchen. Auf neudeutsch: ein One-Night-Stand.
Kleopatra versprach sich aber davon mehr und schrieb ihm einige Nachrichten, sie offenbarte ihm die große Liebe, primär interessierte sie sich aber für eine Vergrößerung ihres Reiches. Irgendwann folgte Kleopatra Caesar nach Rom, aber am besagten Freitag, ließ der Vertreter von Caesar, der
Geschrieben am 28.12.2021 2021-12-28| Aktualisiert am
28.12.2021
Besucht am 18.12.2021Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 52 EUR
Ich mag Woi. Und Persching.
Natürlich auch Neustadt an der Weinstraße, nicht weil ich mehrere Jahre im Ortsteil Königsbach gewohnt habe, nein, weil es mir hier außerordentlich gut gefällt. Hier irgendwo fängt die Pfalz an, so richtig an. Traumhafte Burgen, herrschaftliche Häuser bzw Villen und viel Weinreben. Nicht umsonst wird die Gegend hier die "Toskana Deutschlands" genannt. Auf den gleichen Titel legt übrigens mein Bensheimer Kollege wert. Die Welt ist halt schon klein.
Wir sind kurz vor Weihnachten in Neustadt, auf unserer "todo" Liste stehen noch etliche Neustädter Lokale. Eines davon das "Restaurant Kunigunde" welches hier bei Gastroguide schwer zu finden war. Über die Suchmaske habe ich es leider nicht gefunden. Egal ob "Restaurant Kunigunde" oder "Kunigunde" es kamen keine Treffer. Liegt hier vielleicht ein Bug vor?
Über die Eingabe "Gastro neu" kam es dann. Wie ist so was möglich?
Na ja, wir sind also vor dem Lokal in der Kunigundenstraße. Die Straße ist sehr eng, ein Ferrari Modena passt hier nicht rein, also ließen wir unser Auto sicherheitshalber auf der Haardt stehen und liefen stadteinwärts. Vor uns drängeln sich vier ältere Herrschaften vor, von Mindestabstand kennen sie leider nix. Schade.
Als wir hereintreten
kommt mir gleich ein wohl befinden entgegen. Es wurde nach "3G" gefragt, ich hatte sogar 4G. Uns wurde ein Platz angeboten und am Platz wurden wir nochmals auf die Luca App hingewiesen, außerdem auf die installierte Technik für den Luftaustausch. Das wirkte auf uns sehr professionell. Ich habe meiner Schwester (sie ist Lehrer) das Bild von diesem Gerät gezeigt, sie meinte, dass sind die Geräte die seit einem Jahr in den Unterrichtszimmern in den Schulen stehen sollten, aber nicht stehen. Zumindest nicht bei ihr in den Klassenräumen.
Die Tische im Lokal sind allesamt von transparenten Flexiglaswänden umgeben. Das mindert etwas die Behaglichkeit, sichert aber die Gäste. Auch gut. Generell gefällt es uns sehr gut. Versetzte Ebenen, gemauerte Wände, grob gezimmerte Tische.
Wir bekommen die Speisekarten. Es gibt wohl einen Mittagstisch, eine große Auswahl an vegetarischen Gerichten, Schnitzel, Steak und Burger. Die Bedienung macht uns ebenfalls auf die Burger aufmerksam, dass sei ihre Spezialität, die Patties kämen von einem regionalen Lieferanten, das Brot ebenfalls. Die Saucen werden selbst gemacht. Eine gute Mischung, wir nehmen beide den "Cheeseburger", Ein kleiner Persching und ein Arbeitersekt "süß sauer" vorab. Die Getränke kamen zügig und waren auch zügig leer, gerade der Persching, sündhaft gut. Da meine bessere Hälfte fahren musste, durfte es bei ihrem zweiten Getränk Cola und Arbeitersekt II
lediglich eine Cola sein, für mich das Gleiche noch einmal. Ja, wir (ich) hatte Durst.
Wir studieren bis zum Eintreffen der Burger noch die Karte und finden ein "Rittermahl". Es wird getafelt wie bei den Rittern. Jeder bekommt ein Lätzchen und wohl so eine Art Holz Göppel. Während mittelalterliche Musik aus den Lautsprechern kommt, gibt es frisch gebackenes Brot mit "triefendem Griebenschmalz", dazu eine deftige Gemüsesuppe mit handgepflückten Burg-Kräutern. Als Hauptgang gibt es sündhaft zarte Schweinshaxen mit "handmade" Knödel und saftige-blutigem Rotkraut. Danach warmer Apfelkuchen mit frisch aufgeschlagener Sahne und zum Abschluss ein "Käse-Scheiterhaufen" mit frischen Trauben, Weine aus Kelchen für fast unverschämte 49 Euro. Hört sich gut an, allerdings mag ich keine Haxen ... hört sich dennoch gut an :-)
Wir bekommen unsere Burger: Da stehen sie unsere Burger
Ah, schmecken sehr gut. Das Fleisch mürbe und krümmelig, gut gesalzen. Auch wird die goldene Regel eingehalten, 2/3 Fleisch, 1/3 Rest. Das Bun so wie ich es mag. Schön gebacken und nicht so labblig wie ich sie vor ein paar Jahren in New York bekommen habe. Das mag ich einfach nicht, auch, wenn unser US Burger Laden in Mannheim ebenfalls so "labblig" serviert. Labblig und Wabblig. Lolek und Bolek.
Nein, ich erzähle jetzt nicht den Witz aus dem Programm von Markus Krebs, wo sich zwei Junggesellen treffen und der eine fragt: "Hast Du denn jetzt ne feste Freundin", darauf der andere "ne, immer noch die Wabblige ..." :-)
Die Saue vom Burger erinnerte irgendwie an eine selbst gemachte "Lokko Lokko" Sauce, war sehr sehr gut und passte hervorragend.
Fazit:
Mit einer Einkehr macht man hier nichts verkehrt. Die Preise sind mehr als fair für die zentrale Lage in Neustadt. Das Rumpsteak auf dem Nachbartisch sah auch sehr vielversprechend aus. Als ich an dem Tag nach Hause kam, habe ich mich gleich in mein Kinozimmer gesetzt und "Prinz Eisenherz" eingelegt.
Empfehlung !!
Ich mag Woi. Und Persching.
Natürlich auch Neustadt an der Weinstraße, nicht weil ich mehrere Jahre im Ortsteil Königsbach gewohnt habe, nein, weil es mir hier außerordentlich gut gefällt. Hier irgendwo fängt die Pfalz an, so richtig an. Traumhafte Burgen, herrschaftliche Häuser bzw Villen und viel Weinreben. Nicht umsonst wird die Gegend hier die "Toskana Deutschlands" genannt. Auf den gleichen Titel legt übrigens mein Bensheimer Kollege wert. Die Welt ist halt schon klein.
Wir sind kurz vor Weihnachten in Neustadt, auf unserer... mehr lesen
Kunigunde
Kunigunde€-€€€Restaurant06321355295Kunigundenstraße 3, 67433 Neustadt an der Weinstraße
4.5 stars -
"Kleine Zeitreise ins Mittelalter oder: von A wie Apfelstrudel bis Z wie zarte Schweinshaxen" DaueresserGK0712Ich mag Woi. Und Persching.
Natürlich auch Neustadt an der Weinstraße, nicht weil ich mehrere Jahre im Ortsteil Königsbach gewohnt habe, nein, weil es mir hier außerordentlich gut gefällt. Hier irgendwo fängt die Pfalz an, so richtig an. Traumhafte Burgen, herrschaftliche Häuser bzw Villen und viel Weinreben. Nicht umsonst wird die Gegend hier die "Toskana Deutschlands" genannt. Auf den gleichen Titel legt übrigens mein Bensheimer Kollege wert. Die Welt ist halt schon klein.
Wir sind kurz vor Weihnachten in Neustadt, auf unserer
Geschrieben am 17.12.2021 2021-12-17| Aktualisiert am
17.12.2021
Besucht am 16.09.2021Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 74 EUR
Mannheim. Dezember. Es ist mild, die letzten Wochen grau und kalt. Gestern, am Donnerstag, ein kleiner Lichtblick. Sonne und angenehme 18 Grad auf unserem Balkon.
Ich sitze mit Kapuzensweater und einem Hefebierchen aus Bayern draußen, schaue mir Bilder vom letzten Urlaub an.
Was kann es also schöneres geben als an einem Wintertag eine sommerliche Rezi zu lesen, welche dem Leser ein Sonnenstrahl ins Herz zaubert?
Unser Sommerurlaub 2021, etwas gekürzt und spontan entschieden, wegen der aktuellen Corona Situation. Wir buchen mehrere Tage in Rest Jugoslawien - Nord, im Zillertal. Für die Rückfahrt planen wir am Tegernsee einen drei tägigen Zwischenstopp einzulegen. Und Essens technisch sollten wir schon was finden, dachten wir.
Im Vorfeld kurz bei „tripadvisor“ die ersten 20 Restaurants angeschrieben, Pustekuchen. Allesamt ausgebucht (und das 4 Wochen vorher), ein kleiner Lichtblick, das Postillion in Rottach Egern.
Der Inhaber schrieb mir, dass leider immer wieder kurzfristige Absagen die Regel sind und wir gerne mittags im Lokal vorbeikommen können, so könnte ich mir schon mal das Ambiente anschauen und einen ersten Einblick bekommen. Zur Not könnte er uns „irgendwo dazu setzen“.
Der Email Austausch war schon mal wunderbar.
Unsere Rückreise auch. Am Tegernsee angekommen bzw in Tegernsee machte ich mich zuerst auf die Suche nach unserem alten Hotel, wo ich eine Woche im Jahr meine Ferien verbringen durfte, zusammen mit der Familie. Das ehemalige Max Geiger Haus wurde (leider) mittlerweile abgerissen. Auch die Hotelfachschule Speiser (??) musste einem LIDL weichen. Schade ….
Wir machen uns also auf den Weg zum Hotel. Ich weiß, wir sind hier nicht bei „holidaycheck“, sondern bei „gastroguide“. Aber das tolle was wir in den drei Tagen erlebt haben war: das jeder super über andere Restaurants und Hotels spricht. Und mit jeder meine ich jeder. Egal ob die Inhaber vom Golfplatz, der Postkartenladen, der Eisverkäufer. Jeder möchte wissen wo wir schlafen, wo wir herkommen und wie wir uns fühlen. Irgendwie angekommen.
Grundlagenbasis Training. Ich liege am Indoorpool und studiere die kleine aber feine Speisekarte im Postillion. Ich war kurz davor vor Ort und habe reserviert. Tatsächlich gab es an einem der großen Tische ein Storno. Erster Eindruck: spektakulär. Riesige helle Holztische, bayrische Accessoires, mittig die helle Holztheke. Was ein „Wäscher“ wie man in der Pfalz gerne sagt.
ich kann gar nicht anders, denn nach 18 Metern Wasseroberfläche wartet eine Schiebetür auf mich, dahinter 34 Grad warmes Wasser, Sprudel-Liegen und freie Sicht auf den Tegernsee.
Es ist Abend. Wir stehen vor dem Postillon. Es herrscht reger Eingangsverkehr. Im Speisekartenfenster, geschickt in der Mauer versenkt, brennt einladendes Licht. Aus den Fenstern sprüht eine behagliche Stimmung, wir blicken nochmal Richtung Hotel, dann nochmals auf den See, anschießend treten wir die Türe ein.
Der Kellner vom Mittag kann sich an mein Gesicht erinnern, obwohl es halber mit einer Nasenabdeckung „verdeckt“ ist. Er zeigt mir den Tisch. Auf 11,12 ,13 Uhr sitzt schon eine Familie mit 3 Personen, wir setzen uns auf 17 und 18 Uhr. Natürlich mit dem nötigen Mindestabstand. Generell ist das Lokal sehr modern eingerichtet, viel helles Holz gepaart mit bayrischem Ambiente. Es fehlte nur noch der bekannte Leberkäs-Jodler vom Musikantenstadel.
Wir bekommen die Speisekarten. Herrlich, das liest sich alles wunderbar. Ich frage nach, ob die Gäste in der Regel Vorspeise und Hauptspeise oder Hauptspeise und Dessert bestellen. "In der Regel Drei Gänge", die präzise Antwort.
Über uns auf der Tafel thronte die Kürbiscremesuppe (7,60), in der Karte stehend die Bayerische Breznsuppe mit gebratenen Weißwurstradel (6,80) sowie die Tafelspitzbrühe mit Lebernockerl.
Ich bin nicht so der Leberfreund. Auf der Fahrt zum Restaurant kamen wir an einer weiterem Gastro vorbei, da gab es bayrische Klassiker wie „saure Lunge“ oder „lauwarmer Leber- Nierenpudding“. Das kann mich nicht so begeistern. Ich esse mal ein Leberkäseweck (hat natürlich nichts mit Innereien zu tun) beim Globus oder maximal ein Leberknödel auf einem Pfälzer Teller, aber dann nur mit ordentlich Zwiebelsauce und Bratensauce.
Ich höre die Küche, als ob sie mit der Handoberfläche die Kalbsschnitzel zart und saftig klopfen würden. Das mache ich übrigens genauso. Der Kellner fragt nach, ob ich mir die Küche ansehen möchte. Ich möchte.
Die Küche ist offen. Hinter der Glaswand stehen ein paar Köche, sie fragen mich was ich wissen möchte. Ich erkläre, dass ich vom Fach sei, aber gerne nachher nochmal auf sie zukommen möchte. Denn ich bestelle mir die Kalbsschnitzel, meine bessere Hälfte entscheidet sich für die selbst gemachten Käseknöpfle mit Salat.
Generell gibt die Karte einiges beschauliches her: Oma`s Kalbsfleischpflanzerl (2 Stück) mit Bratensoße und Kartoffelsalat (13,80), Knuspriger ofenfrischer Schweinsbraten mit Tegernseer Dunkelbiersoße, Kartoffelknödel und Krautsalat (14,20) „Knusper-Backhenderl“ von der ausgelösten Keule mit Cornflakes-Kruste gebacken dazu Kartoffel-Rucolasalat (14,80) oder "Gesottener Tafelspitz" aus der Fleischbrühe mit Wurzelgemüse, cremiger Meerrettichsoße und geschwenkten Petersilienkartoffeln. Hört sich alles ordentlich an.
Und dann kam das Essen. Zuerst der grüne, herzhaft angemachte, süß-saure Salat der Knöpfle. Beilage Salat
Wunderbar angemacht, der Salat frisch und knackig.
Die Knöpfle Käseknöpfle
waren wunderbar cremig. Ich denke es wurde etwas Creme Fraiche in die Pfanne gelassen, dann die Knöpfle, dann zweierlei Käse. So mache ich es privat auch, damit der Käse eine schöne leichte Verbindung mit den Knöpfle hat. Ich durfte probieren, es waren erdige Gewürze im Einsatz (Muskat, Piment?). Perfekt.
Es waren zwei kleinere Kalbsschnitzel, die Panade ging etwas hoch, allerdings war da noch Luft. Die Schnitzel wurden am Ende mit Meersalz gewürzt, kann man machen, ich hätte mir lieber das Salz auf dem Fleisch in der Panade gewünscht. Die Panade schön kross, so muss es sein.
Die dazu gereichten Bratkartoffeln waren natürlich keine echten Bratkartoffeln, sondern vorher gekocht und dann in der Pfanne geschwenkt. Schmeckten aber gut, die Konsistenz passte. Kann man natürlich so machen, muss man aber nicht.
Danach ging es nochmals in die offene Küche. Hier geht es zur Küche
Die beiden Herren fragten mit osteuropäischen Akzent höflich nach ob es passte. Ich erklärte Ihnen dann wie man die Haube um das Fleisch noch pimpen kann, damit da deutlich mehr Luft drunter kommt. Sie bedankten sich und meinten sie würden es ausprobieren.
Selbst 2 Sterne Koch Alexander Herrmann bekommt die Wiener Schnitzel nicht perfekt hin, dass hatte er in einem Interview zugegeben. Das sei eine Kunst für sich, ein Luftkissen unter die krosse Panade zu bekommen. Bei der Sendung Stadt Land Lecker verlor er nämlich gegen den regionalen österreichischen Koch, und da gab es „Wiener Schnitzel“. ;-)
Aber nach zwei kleineren Schnitzel und fehlender Vorspeise war uns noch der Gedanke aufgekommen ein Dessert zu bestellen. Bei mir sollte es ein geeister Wodka sein, bei meiner besseren Hälfte zwei Kugeln Wallnusseis mit Eierlikör und Sahne. Das sei laut Bedienung der Klassiker im Postillon.
Ja, schaut gut aus :
Bei meinem Zitronensorbet mit einem Schuss Wodka, hat es der Koch wohl sehr gut gemeint und mit etwas zu viel Wodka rein gemacht. Geeister Wodka mit Zitronensorbet
Ganz nach dem Motto „vielen Dank für den Tipp“, so dass ich innerlich eine Wärme spürte. Die war auch von Nöten, denn mittlerweile regnete es draußen in
Rottach Egern.
Fazit:
Hier kommen wir bestimmt wieder her und hoffen dass die Wiener Schnitzel bis zur perfekten Vollendung geübt werden. Allzu weit ist man da nicht entfernt. Wir kommen auf alle Fälle wieder, vielleicht schon beim nächsten Tegernsee Urlaub. Preis technisch wird mit dem Gast hier fair umgegangen. Empfehlung !!
Mannheim. Dezember. Es ist mild, die letzten Wochen grau und kalt. Gestern, am Donnerstag, ein kleiner Lichtblick. Sonne und angenehme 18 Grad auf unserem Balkon.
Ich sitze mit Kapuzensweater und einem Hefebierchen aus Bayern draußen, schaue mir Bilder vom letzten Urlaub an.
Was kann es also schöneres geben als an einem Wintertag eine sommerliche Rezi zu lesen, welche dem Leser ein Sonnenstrahl ins Herz zaubert?
Unser Sommerurlaub 2021, etwas gekürzt und spontan entschieden, wegen der aktuellen Corona Situation. Wir buchen mehrere Tage... mehr lesen
4.5 stars -
"Bayrische und Österreichische Klassiker am Fuße des Tegernsees mitten in Rottach Egern" DaueresserGK0712Mannheim. Dezember. Es ist mild, die letzten Wochen grau und kalt. Gestern, am Donnerstag, ein kleiner Lichtblick. Sonne und angenehme 18 Grad auf unserem Balkon.
Ich sitze mit Kapuzensweater und einem Hefebierchen aus Bayern draußen, schaue mir Bilder vom letzten Urlaub an.
Was kann es also schöneres geben als an einem Wintertag eine sommerliche Rezi zu lesen, welche dem Leser ein Sonnenstrahl ins Herz zaubert?
Unser Sommerurlaub 2021, etwas gekürzt und spontan entschieden, wegen der aktuellen Corona Situation. Wir buchen mehrere Tage
Geschrieben am 05.12.2021 2021-12-05| Aktualisiert am
05.12.2021
Besucht am 05.12.2021Besuchszeit: Mittagessen 4 Personen
Rechnungsbetrag: 120 EUR
War Paul Bocuse nicht der Fussball-Star von Olympique Marseille?
Ich blätterte letztens ein Reisemagazin durch, vom Aldi. Da gab es eine Weltreise für 17.999 Euro, knappe 118 Tage lang. Am dritten Tag der Aufenthalt in Marseille geplant, das macht auch Sinn, denn Marseille gilt als die kriminellste Stadt auf unserem Planeten und wer reist schon gerne mit unnötigem Gepäck, Ausweisen und Kreditkarten durch die Welt?
Wobei ich überlege?
Marseille noch vor Germersheim?
Das will was heißen.
Und Paul Bocuse war ja der Kapitän und Küchen-Chef der ersten Elf. Ich frage mich, wie er Gulasch serviert hat. Oder Kalbsgeschnetzeltes?
…. wir mögen die Waldpforte in Mannheim, denn die Waldpforte im Stadtteil Käfertal Nord steht für deutsche, bodenständige, gut gewürzte bürgerliche Küche. Und viel ordentlicher Soße.
Wir waren heute eingeladen und müssen dank der Bundesländerregelung, obwohl wir doppelt geimpft, uns noch ein Test besorgen. Also reservieren wir online bei der VFB Gartenstadt (dort gibt es ein öffentliches Testzentrum) ein Termin. Nach 15 Minuten kommt das Ergebnis auf das Handy. War negativ, aber schon währenddessen, als mir die forsche Dame den "Watte-Stengel" ins Hirn drückte, wusste ich, das wird ein einmaliges „Erlebnis“.
Wir Geimpfte werden erneut bestraft, dass sich ein paar Hirnverbrannte nicht impfen lassen und dadurch die Indexzahl der Intensiv-Betten durch die Höhe geht.
Ich desinfiziere mir auf Arbeit alle 60 Minuten die Hände, habe 37,5 Stunden die Woche die Maske während der Arbeit auf (klar, bin auch Chirurg), halte immer 2 Meter Abstand, nur nicht bei meinem Club die „Wandervögel“. Da gibt’s nämlich zwei Gruppen, die einen wandern ...
Das Zigeunerpfännchen war immer eines meiner Lieblings Gerichte in der Waldpforte. Die Sauce schmackhaft, leicht scharf abgebunden. Die Schnitzel dank der Cornflakes Panade knusprig (ahhh was für ein toller Crunch), das ganze schön mit Käse überbacken ala "Callmund", also dachte ich mir nichts dabei, heute das Paprika Pfännchen zu bestellen.
Außerdem bestellten wir Rumpsteak, Leber und Cordon Blue, allesamt mit Bratkartoffeln und Salat. Meiner einer nahm die Spätzle. Mir fällt dabei auf, dass es kein Zigeuner Schnitzel und auch kein Jägerschnitzel mehr gibt. Da hat sich die die Jäger-Vereinigung wohl heftig in Berlin beschwert. Aber das ist eine andere Baustelle.
Uns ist weiter aufgefallen, dass die Preise nach oben gingen. 20,40 Euro für ein Paprika Schweineschnitzel mit Salat sind nicht gerade schüchtern bepreist. Im Nachgang habe ich mit Marc074 gechattet. Er ist der gleichen Meinung, für „Gerichte“ mit „Schweinefleisch“ ist das zu hoch angesetzt. Da bekommst in anderen Lokalen ein Kalbsschnitzel dafür.
Aber heute dachten wir, dass es entsprechend der langen Wartezeit (meistens eine knappe Stunde, heute knappe 80 Minuten) und des hohen Preises dementsprechend gut gewürzt und zubereitet ist. Weit gefehlt.
Vor gut drei Wochen war ich bei uns auf dem Waldhof beim Lidl, da gibt es ein neues „Käse und Wein“ Regal. Keine Lagerweine Marc074, aber ich nahm ein Chateauneuf du Pape von 2015 (für unverschämte 27,99) mit, der noch am gleichen Abend von mir herunter gekippt wurde (auf Ex, ja fast). Mit holländischem Käse und französischem Baguette natürlich. Im LIDL-Angebot war dagegen ein XL Familienpack, BIO Schweinefleisch, 4,5 Kilo für knappe 17 Euro. Das sah super aus und bestätigt einen Bericht im ZDF, dass Schweinefleisch (warum auch immer) so günstig wie noch nie auf dem Weltmarkt sei. Kilopreise für knappe 2-3 Euro wurden da genannt.
Für die Differenz der heutigen Preise (bei einem gesundem Wareneinsatz von 25-30%) erwarte ich dementsprechend gute Fette, Gewürze, Produktqualität und handwerkliches Geschick. Beim Schnitzel fehlten die Gewürze und das Geschick komplett, die Panade vermisste die Cornflakes. Das Schnitzel komplett aufgeweicht, die Sauce wässrig. Mir kam es vor, dass bei der Sauce einfach Wasser mit roher Paprika aufgekocht wurde. Da fehlten Fette (zB Creme Fraiche), ganz viel Butter, da fehlte Säure (ein gescheiter Rotwein) und Bratansatz (Fleischgeschmack). Fast die Hälfte mein Gericht hier im Hintergrund
von meinem Gericht ging zurück.
Die Bratkartoffeln wurden bei jedem Esser von unserem Tisch beanstandet. Das waren mehlige Pell-Kartoffeln mit zu viel Stärke. Entweder hat man die nicht mindestens 24 Stunden auskühlen lassen oder man hat eine falsche Sorte genommen. Außerdem hat man die auch zu dick geschnitten und viel zu wenig Bräunung gegeben.
Das Cordon Blue ebenfalls zu hell, Cordon Blue
die Panade matschig. Der Esser bemängelte ebenfalls die fehlende Würze bei der Paprika Sauce. Die Sauce wurde extra gereicht, sah aber nicht appetitlich aus. Gerade eine Paprikasauce kann man so gut mit gelber, grüner und roter Paprika (in feine Streifen geschnitten) aufwerten. Da braucht man einen guten Fond, die Paprika enthäuten (was heute bei uns auch vergessen wurde) und scharf anbraten oder im heißen Ofen backen, dann verarbeiten. Aber das alles vermisste ich heute bei dieser Variation. Beim Cordon Blue lief schön der Käse raus, war aber aus meiner Sicht nicht richtig portioniert, das Fleisch sah auch nicht geklopft aus. Mein Schnitzel war ebenfalls nicht geklopft und nicht gesalzen (Anmerkung des Schreibers)
gebratene Leber. Auch Lob von mir für die gut gemachten Spätzle
Spätzle. Aber was sich schon beim Schnitzel angedeutet hat, wurde beim Rumpsteak fortgesetzt. Handwerkliche Fehler bei der Zubereitung von Fleisch. Das Rind und auch das Schwein keine Klopf-Spuren, kein Salz, kein Pfeffer
wurde vor dem Braten nicht gesalzen, gepfeffert und auch nicht gezuckert. Gut, mit dem Zucker, das machen nur Ausnahmeköche. So wie ich einer bin. Aber Salz gehört auf jedes Fleisch, wenn es nicht gerade ein Ultra Wagyu, irisches Rinderbeef oder ein irisches Salzwiesen-Lamm ist. Am Ende (beim Gast) gab es kein "Fleischkaramell" beim Rumpsteak, was durch braune Flecken gekennzeichnet wird. Und das ist auch keine „höhere Küche“, das sind einfache Basics. Die Preise für Rumpsteak (27,40) und Schnitzel (20,40) für das Dargebotene aus meiner Sicht viel zu hoch. Und das ist mal wieder ein Beispiel dafür, dass man angesetzte Preise nicht mit dem Niveau der Küche gleichsetzen kann. Das Preis-Leistungsverhältnis muss immer separat bewertet werden.
Ich erinnerte mich an eine Bewertung von Petra, wo sie ebenfalls bemerkt hatte, dass jeder ausgegebene Cent ihr sehr, sehr weh tat. Uns ging es heute genauso. Das war heute alles lieblos daher gekocht. Große Portionen ja, aber wenn es nicht schmeckt, dann ist der Rest eine Qual. Qualität anstatt Quantität wäre hier die richtige Strategie. Der Inhaber hat uns dann noch 4 kostenlose Espresso ausgegeben, aber das ist nur der kleine Tropfen auf dem heißen Stein.
Positives Aushängeschild war der tolle Service heute, so dass ich auch insgesamt auf 2 Sterne kommen kann. Auf vereinzelte Fragen wurde reagiert, es wurde auch agiert und nicht nur reagiert. Immer wieder Augenkontakt zu den Gästen, das war sehr gut von der jungen Dame, so dass wir auch 10 % Trinkgeld gegeben haben (knappe 10 Euro). Auch der gute" Beilagensalat" rettet mit dem sehr guten Service die gut gemeinten 2 Sterne im Gesamtbild. Aber Preis-Leistungstechnisch ist das nicht mal ein Stern für mich und wird von mir mit einem halben Stern bewertet. Vielleicht sollte man sich über die Preispolitik Gedanken machen. Die Gäste nehmen Strapazen (so wie wir mit dem Test) auf sich, da muss der Gast erwarten können, das Gemüse und das Fleisch ordentlich mit Gewürzen und dem richtigen Zeitmanagement in Szene gesetzt werden kann.
Ausbaufähig dagegen das Timing der Küche. Wir haben knappe 80 Minuten auf unsere Hauptgerichte gewartet. Insgesamt waren fünf Tische besetzt. Am Nachbartisch wurde das Martinsgans Menü vorbestellt, nach 20 Minuten kam da das Essen. Allerdings waren die Leute am Nachbartisch nicht zufrieden. Sie vermissten die typischen „Gänse Gewürze“ so wie die knusprige Haut.
Wir sind uns sicher, dass wir von einem weiteren Besuch Abstand nehmen. Aktuell Keine Empfehlung.
War Paul Bocuse nicht der Fussball-Star von Olympique Marseille?
Ich blätterte letztens ein Reisemagazin durch, vom Aldi. Da gab es eine Weltreise für 17.999 Euro, knappe 118 Tage lang. Am dritten Tag der Aufenthalt in Marseille geplant, das macht auch Sinn, denn Marseille gilt als die kriminellste Stadt auf unserem Planeten und wer reist schon gerne mit unnötigem Gepäck, Ausweisen und Kreditkarten durch die Welt?
Wobei ich überlege?
Marseille noch vor Germersheim?
Das will was heißen.
Und Paul Bocuse war ja der Kapitän und... mehr lesen
Gasthaus Zur Waldpforte
Gasthaus Zur Waldpforte€-€€€Restaurant, Biergarten, Partyservice0621751898Lampertheimer Straße 144, 68305 Mannheim
2.0 stars -
"Paul Bocuse meinte „ Wenn der Koch einen Fehler macht, gießt er ein wenig Sauce drüber und sagt, es wäre ein neues Gericht“ oder: ohne einen echten "Zigeuner ist es auch kein Zigeuner-Pfännchen" DaueresserGK0712War Paul Bocuse nicht der Fussball-Star von Olympique Marseille?
Ich blätterte letztens ein Reisemagazin durch, vom Aldi. Da gab es eine Weltreise für 17.999 Euro, knappe 118 Tage lang. Am dritten Tag der Aufenthalt in Marseille geplant, das macht auch Sinn, denn Marseille gilt als die kriminellste Stadt auf unserem Planeten und wer reist schon gerne mit unnötigem Gepäck, Ausweisen und Kreditkarten durch die Welt?
Wobei ich überlege?
Marseille noch vor Germersheim?
Das will was heißen.
Und Paul Bocuse war ja der Kapitän und
Geschrieben am 27.11.2021 2021-11-27| Aktualisiert am
27.11.2021
Besucht am 02.09.2021Besuchszeit: Abendessen 12 Personen
Der Onkel meiner besseren Hälfte, mütterlicherseits, lädt jedes Jahr zu seinem Geburtstag ein. Da seine Tochter unweit von Mundenheim lebt, und gerne Gast im "Fasenenheim" ist, ist es ganz logisch, dass wir seit ein paar Jahren jedes Jahr im Fasenenheim einkehren.
Eigentlich wollte ich schon vor einem Jahr das Lokal hier bei Gastroguide eintragen, habe es dann aber vergessen und hoffte es macht ein anderer. Aber Irrtum, das Restaurant scheinen nur die zahlreichen Stammgästen zu kennen und von denen scheint keiner hier bei Gastroguide zu sein. Da muss also der Daueresser das erledigen.
Gegenüber des auslaufenden Waldparks auf dem Stadtteil und gleichzeitigen Stadtbezirk`s Lindenhof (das gleiche Kunststück weist nur noch die Schönau auf) liegt der Ortsbezirk Mundenheim, welches auf eine über 1000 jährige Geschichte zurück weist. Die beiden Schwesterstädte werden bekanntlich lediglich vom Rhein getrennt.
Ich weiß nicht, wann genau das Fasenenheim die Eröffnung hatte, aber das ganze Drumherum, die Inneneinrichtung, das erinnert irgendwie an die 1950er Jahre. Sehr sympathisch die Inhaber, immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. Am Nachbartisch meinte sie "ein Schweißfuß kommt selten allein", oder "rutschte im Winter die Jogginghose, dann war schon im Herbst das Gummi lose", Die Stimmung jedes Jahr bombig.
Wir blättern die Speisekarte durch. Sämtliche Schnitzel und Steakgerichte gibt es als Seniorem Portion oder normale Portion. Auf die Frage, ob ich den die Sauce auch extra bekommen würde kam augenzwinkernd " wir sind hier nicht im Altenheim mein Herr. Ein Jägerschnitzel mit Sauce extra ist kein Jägerschnitzel sondern ein Schnitzel Wiener Art mit separater Sauce". Punkt.
Na, mittlerweile bin ich in einem Alter wo ich die Sauce extra haben möchte, also umging ich diesem und bestellte kurzfristig das "Schlemmer Schnitzel", welches ich schon am Nachbartisch gesehen hatte. Auf meiner Tisch-Seite wurde noch das Jägerschnitzel und das Zigeunerschnitzel bestellt. Das Zigeuner in der Seniorportion.
Hier werfe ich mal ein, was ich sonst sehr selten tue. Mir gehen diese zahlreichen öffentliche Verbote mittlerweile auf den Keks. Auf der Sarotti-Schokolade wird der Mohr entfernt, aus einem Jägerschnitzel wird ein Schnitzel mit Waldpilzsauce. Warum? Weil Frau Merkel und die Jägervereinigung was dagegen hat. Ein Zigeunerschnitzel wird natürlich auch verboten. Was soll der Mist?
Bei mir in der Straße wohnt ein Zigeuner, der ist super. Der ist stolz, dass er ein Zigeuner ist und isst auch sehr gerne Zigeunerschnitzel. Ich sehe in öfter und frage ihn meist " Und Du Zigeuner. Was machen die Geschäfte?" Er lacht immer und meint meistens "mein Deutscher Nachbar .. ich lasse arbeiten " :-)) .... finde ich persönlich gut, wenn die Nachbarschaft so harmonisch abläuft.
Ganz ehrlich: Ist mein Nachbar jetzt ein Rassist, weil er mich als "Deutscher" anspricht? Oder sind wir Rassisten weil wir beide gerne "Zigeunerschnitzel" essen? Das ist mehr echt "too much" von der Merkel-Regierung und bin froh, dass nach 16 Jahren ein anderer Wind weht in Deutschland. Das gleiche Thema wurde übrigens vor ein paar Jahren von Herrn Özdemir angeprangert
Aber wir sind nicht in Berlin. Wir sind in Mundenheim und sind froh, dass es Zigeunerschnitzel auf der Karte gibt. Es kommen die Getränke, danach unsere Beilagen-Salate. Der Beilagen-Salat ist frisch, der Grüne schön knackig (wobei es mehr ein Gelber war), also der Gelbe war sehr knackig. Tomate, Gürkchen und kleiner Bohnensalat, dazu Karottenstifte (Bild fehlt).
Wir bekommen unsere Schnitzel. Zuerst das Senioren Zigeunerschnitzel: Zigeunerschnitzel Senior
Die Sauce schön drüber gekippt, weichte etwas die Panade auf, aber tat dem saftigen Geschmack keinen Abbruch. Ich habe probiert. Die Sauce wurde schön mit Cayenne (nein nicht mit dem Porsche) abgerundet, hatte ordentlich Pfiff. Auch hatte das Schnitzel eine ordentliche Bräunung und hatte genug Hitze abbekommen. Die Pommes wunderbar ausgebacken bzw frittiert und mit schöner brauner Farbe. Fast so braun wie mein geliebter Sarotti-Mohr ääähhh Sarotti-Magier ;-)
Das Jägerschnitzel, Jägerschnitzel
mit frischen Champignons sehr sehr lecker. Die Champignons hatten schöne Röstaromen, die Sauce schön rahmig. die Schnitzel etwas heller als beim ZIgeuner. Das finde ich gut, dass hier nicht jedes Schnitzel gleich lange in der Pfanne bleibt, sondern je nach Soßencharakter drauf geachtet wird. Am Nachbartisch war das übrigens genauso. Die Pommes beim Jäger nicht nur optisch ein Hingucker.
Zu guter Letzt das Schlemmerschnitzel. Schlemmer Schnitzel
Hier hat man es sich etwas einfach gemacht. Die Hollandaise wurde direkt aus der Kartonage über den Schinken "herausgedrückt" das sah man am Muster. ich hätte mir gewünscht, dass man die Soße, die sehr an die aus dem Hause Kraft erinnerte, in einem separaten Gefäß vorher noch mal kurz mit einem Zauberstab und etwas flüssiger Butter aufgeschäumt hätte. Aber auch hier tat es dem richtig guten Geschmack keinen Abbruch. Schnitzel gut in der Pfanne ausgebacken, mit dem Schinken, der Soße (war etwas zu viel des Guten gemeint) und den zahlreichen Kroketten ein gutes Essen.
Am restlichen Tisch wurde noch das Geschnetzelte mit Rösti, Spaghetti mit Meeresfrüchte und ein Putensteak geordert. Alle Gerichte sahen optisch gut aus. Beschwerden kamen keine, allen hat es gut geschmeckt.
Fazit:
Das restaurant "Zum Fasanenheim" ist eine gute Alternative, wenn man Hunger hat. Die Portionen sind ordentlich, aber keine XL Portionen. Preis Leistung angemessen. Empfehlung !!
Der Onkel meiner besseren Hälfte, mütterlicherseits, lädt jedes Jahr zu seinem Geburtstag ein. Da seine Tochter unweit von Mundenheim lebt, und gerne Gast im "Fasenenheim" ist, ist es ganz logisch, dass wir seit ein paar Jahren jedes Jahr im Fasenenheim einkehren.
Eigentlich wollte ich schon vor einem Jahr das Lokal hier bei Gastroguide eintragen, habe es dann aber vergessen und hoffte es macht ein anderer. Aber Irrtum, das Restaurant scheinen nur die zahlreichen Stammgästen zu kennen und von denen scheint keiner... mehr lesen
Restaurant Zum Fasanenheim
Restaurant Zum Fasanenheim€-€€€Restaurant, Biergarten0621575873Hoheneckenstraße 13, 67065 Ludwigshafen am Rhein
4.0 stars -
"Bürgerliches Essen mitten in Mundenheim oder: und jährlich grüßt der Sarotti-Mohr!!" DaueresserGK0712Der Onkel meiner besseren Hälfte, mütterlicherseits, lädt jedes Jahr zu seinem Geburtstag ein. Da seine Tochter unweit von Mundenheim lebt, und gerne Gast im "Fasenenheim" ist, ist es ganz logisch, dass wir seit ein paar Jahren jedes Jahr im Fasenenheim einkehren.
Eigentlich wollte ich schon vor einem Jahr das Lokal hier bei Gastroguide eintragen, habe es dann aber vergessen und hoffte es macht ein anderer. Aber Irrtum, das Restaurant scheinen nur die zahlreichen Stammgästen zu kennen und von denen scheint keiner
Geschrieben am 13.11.2021 2021-11-13| Aktualisiert am
13.11.2021
Besucht am 13.11.2021Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 27 EUR
Ich liebe die Mannheimer Fressgasse.
Nein.
Nicht wegen der Nähe zum Collini Center, welches im Stil des Brutalismus und auch nicht zu der noch näheren Nähe des neuen Stadtquartiers Q6Q7, welches ebenso im Stil des Brutalismus, gebaut wurde.
Viele verdrängen das ganz gerne.
Der Inhaber des "Paco`s Tacos" verdrängt wohl auch ganz gerne eine genaue Beschreibung auf der lustig klingenden Speisekarte.
Es gibt unter einer "Glastischdecke" auf einem DINA3 Blatt verschiedene Mexikanisch klingende Speisen. Zu finden sind diverse Chilis, Burritos, Burgers, Snacks und Nachos, Daneben gibt es sechs verschiedene Quesadillas. Die Quesadilla ist eine typisch mexikanische Speise auf der Basis einer mexikanischen Tortilla.
Oh ha,
Tortilla gibt`s nämlich nicht, da hat der Daueresser aber aufgepasst!! Im Original wird diese Tortilla mit Käse zubereitet, der in die Mitte einer geklappten Tortilla gelegt wird, die dann gebacken oder frittiert wird. Hier gibt`s Quesadillas. Auch gut. Beim nächsten Ma(h)l dann vielleicht.
Wir sind schon öfter bei Paco`s Tacos vorbei gelaufen, nie haben wir einen einzelnen freien Tisch gesehen. Heute war das anders. Gut, ich habe alle wichtigen Sport Ereignisse mit meiner Horizon Box programmiert, wir konnten uns unbefristet in der Stadt aufhalten. Und? 15 Uhr scheint eine gute Zeit zu sein um im Paco`s einzukehren.
Es kamen uns gleich groovige, tiefe Bässe entgegen. Yeah. Snoop Doggy Dog (ich hoffe ich schreibe den richtig) und andere Rap/Hip Hop- Songs kamen uns in den nächsten 35 Minuten entgegen.
Ich musste immer wieder schmunzelnd an die Szene eines meiner Lieblingsfilme denken "Last Boy Scout" wo Hale Berry ihre Brüste Bruce Willis zeigt und meint " ich will Dich schreien hören Babe .." darauf Bruce ganz trocken " da musst Du nur ein Rap auflegen .... "
Meine bessere Hälfte hat bei ihrem letzten mexikanischen Besuch einen weichen Burrito gegessen. Daher fragten wir, bei der der ersten (wohl neuen) Bedienung, nach. Sie meinte nur kurz " ja, ich glaube die sind weicher", bei meiner Getränkebestellung (es gab Benedikter 0,5 Hefebierechen für sensationelle 3,50 ) meinte sie kurz " wir habenleider nur Pils und Weißbier" :-))...
Da ich mich in der mexikanischen Küche gut auskenne und auch gerne "pikant und scharf" esse wusste ich gleich was ich nehmen sollte. Meine Frau tat sich da etwas schwieriger.
Sie nahm den Pollorito für 9,20. Ich entschied mich für 2x Tacos PT in der Variante soft (ich mag die Tacos zu rollen) für zusammen 4,90 (was ich super günstig fand), außerdem den Sloppy Joe, den ich vor Wochen bei INSTAGRAM gesehen hatte. Mann, da bekam ich beim Anblick fast eine Erektion, so geil sah der damals aus.
Nach 5 Minuten kamen die Getränke: Benediktiner, schön trübe
und nach knapp 10 Minuten kamen die bestellten Speisen.
Super, die goldene "Fast Food" Regel eingehalten, dachte ich.
Irgendwie war der Schuppen heute cool. Trendige Bilder,
coole Mucke und eine riesige Fensterfront wo man das Treiben der Fressgasse gut verfolgen konnte. Und dann kamen die Speisen:
2x der PT:
Hammer. Super soft, die Einlage weltmeisterlich. Rinderhackfleisch, welches die Kakao Bohne geküsst hat. Richtig geiles Mexiko Gemüse ( es fehlte nur noch Mexiko von den Onkelz). Volle 5 Sterne.
Dann der Burrito. BÄMM!! Tor. 1:0 für Mexiko.
Das waren gute 250 Gramm feinstes krümmeliges Hühnchen Hack, welches gar nicht nach "Chicken" schmeckte, sondern mehr an Rind erinnerte. Aber das war traumhaft, allerdings auch sehr sehr scharf. Der Speisekarte war das nicht zu entnehmen. Auch die Bedienung meinte danach "das ist halt `tex mex` Küche, ungewürzte Speisen gibts nicht bei uns". Aber das ist doch logisch, oder? Gehe ich zum Thai oder zum Mexikaner, da muss sich der Gaumen "warm" anfühlen.
Ich fand es super.
SLOPPY JOE.
Yeah.
SLOPPY JOE
GEIL
Bester Burger ever.
Der Speisekarte war es nicht zu entnehmen, dass sich unter Sloppy Joe ein 150 Gramm Rindfleisch Patty verbirgt. Es stand original : "naschig süße Chilli Masse auf einem Brioche Bun", das hörte sich mehr nach einem vegetarischen, als nach einem "Karnivoren" Burger an.
War es aber nicht. Beim ersten Bissen schoss mir der Fleischsaft in den Rachen, der Rest lief mir (leider) auf mein Lacoste Business Hemd. Aber das war mir dieser Bissen wert. Krümeliges Rinderhack, zart schmelzender Cheddarkäse. Knackiges Salatblatt.
Meine Frau hatte zu kämpfen mit dem Burrito. Es lag immer noch ein halber Burrito auf dem Holzbrett:
BÄMM
Nachspeise für den Mannheimer Daueresser.
Fazit:
Als wir zu Hause waren, merkte ich, dass ich eigentlich nur zwei Lacoste Polo Shirts habe und kein Lacoste Business Hemd. Nach unserer ungefährdeten Niederlage beim TC Leimen am Morgen muss ich wohl das falsche Hemd angezogen haben. Das eigentliche Hemd habe ich von einem Bekannten günstig erworben, der versuchte vor knapp einem Jahr gefälschte NKD Klamotten auf den Markt zu bringen. :-)
Wir kommen wieder !!
derhack
Ich liebe die Mannheimer Fressgasse.
Nein.
Nicht wegen der Nähe zum Collini Center, welches im Stil des Brutalismus und auch nicht zu der noch näheren Nähe des neuen Stadtquartiers Q6Q7, welches ebenso im Stil des Brutalismus, gebaut wurde.
Viele verdrängen das ganz gerne.
Der Inhaber des "Paco`s Tacos" verdrängt wohl auch ganz gerne eine genaue Beschreibung auf der lustig klingenden Speisekarte.
Es gibt unter einer "Glastischdecke" auf einem DINA3 Blatt verschiedene Mexikanisch klingende Speisen. Zu finden sind diverse Chilis, Burritos, Burgers, Snacks und Nachos, Daneben... mehr lesen
5.0 stars -
"Bei Paco`s gibt`s Tacos oder: ein nicht zu erwartender Referenz Burger für den Mannheimer Daueresser" DaueresserGK0712Ich liebe die Mannheimer Fressgasse.
Nein.
Nicht wegen der Nähe zum Collini Center, welches im Stil des Brutalismus und auch nicht zu der noch näheren Nähe des neuen Stadtquartiers Q6Q7, welches ebenso im Stil des Brutalismus, gebaut wurde.
Viele verdrängen das ganz gerne.
Der Inhaber des "Paco`s Tacos" verdrängt wohl auch ganz gerne eine genaue Beschreibung auf der lustig klingenden Speisekarte.
Es gibt unter einer "Glastischdecke" auf einem DINA3 Blatt verschiedene Mexikanisch klingende Speisen. Zu finden sind diverse Chilis, Burritos, Burgers, Snacks und Nachos, Daneben
Geschrieben am 07.11.2021 2021-11-07| Aktualisiert am
07.11.2021
Besucht am 30.10.2021Besuchszeit: Abendessen 4 Personen
Rechnungsbetrag: 230 EUR
Wir hatten im Vorfeld für den letzten Oktober-Samstagabend fleißig Emails versendet und Anfragen gestellt. Der erste der uns für den Samstagabend ein Tisch angeboten hat war Martin Gehrlein, in einer sehr persönlichen Email. Denn meine Oma und der Opa haben vor gut 35 Jahren jährlich im Haardtwald ihre damaligen Feiern veranstaltet, damals noch bei „Gehrlein Senior“
Ich habe das Restaurant ganz anders in Erinnerung. Als einen großen Saal, aber wie man den Kritiken von Marco und Petra schon entnehmen kann, es wurde Jahr für Jahr modernisiert und renoviert ohne den Charme des gewünschten Landhaus Stils zu vernachlässigen. Der ist geblieben. Alles wirkt gut aufeinander abgestimmt, die Platzabstände passen auch (Corona bedingt). Für meinen Geschmack könnte man das Licht für etwas mehr Behaglichkeit und Wärme etwas dunkler dimmen. Denn wir bekamen einen Platz im vorderen Zimmer, direkt an der Theke, da ist es schon arg hell, aber dafür konnten wir wiederum gute Bilder schießen. Auch gut.
Begrüßt wurden wir sehr herzlich von einer blonden hübschen groß gewachsener Dame mit Dirndl. Das wirkte auf uns sehr sympathisch und herzlich. Von unserem zugewiesenen Platz konnte man schön über die Theke in die Küche schauen, schon mal kein Nachteil für den Mannheimer Daueresser :-)
Eine etwas kleinere, auf uns weniger sympathisch wirkende (was sich im Laufe des Abends noch verstärken sollte) junge Frau, legte uns wortlos 4 Speisekarten hin. Auf einer DINA3 Seite, welche eingeschweißt war, standen Vorspeisen, Hauptgänge, ein paar offene Weine als auch eine handvoll Flaschenweine. Am Nachbartisch wurde nach einer Weinkarte verlangt, die gab es nicht. Ich dachte darauf: „Aber auf der großen Karte sollte man doch fündig werden!!“
Uns allen war klar, als wir die Portionsgröße an einem weiteren Tisch anschauten, dass wir uns schnell auf 3 Gänge einigten. Die Karte gibt es auch her, die Preise für die Gerichte auf den ersten Blick sehr fair. Auch ist der BIP Michelin nachzuvollziehen, denn mit 38,50 kann sich der Gast locker ein 3 Gang Menü aus der Karte zusammenstellen. Preis technisch alles gut.
Die Preispolitik für die Weine fand ich dagegen spektakulär. Ein spitzen Riesling von Christmann (mehrmaliger Weltmeister im Riesling Anbau) oder eine Grauburgunder von Knipser für 27 Euro habe ich in anderen Restaurants schon deutlich höher gesehen. Für solche edlen Gewächse liegen die Preise um die 11- 14 Euro im gut sortierten Weinladen - das zauberte mir, als großer Fan von pfälzischen Weißweinen, ein Lächeln auf die Lippen.
Das Lächeln, welches wir gerne bei der ein oder anderen Servicedame gesehen hätten. Ein Gesicht zu verziehen wie „3 Tage Regenwasser“ ist wenig hilfreich. Erst recht nicht, wenn das Küchenteam sensationelle Kunstwerke auf die Teller bringt. Das sollte schon mit „guter Laune“ zum Gast transportiert werden.
Ich bin ein humorvoller Typ, bringe meine Frau mehrmals am Tag zum Lachen. Ganz nach dem Motto: Wenn man lacht, hat man gleich gute Laune.
Aber vielleicht waren meine Sprüche wie „streut Kaviar unters Volk damit der Neupotzer Pöbel ausrutscht“, „am besten eine Runde Schampus für alle“, „machen sie das Glas randvoll bis zum Scheitelstrich meiner Omma“ nicht angebracht?
Mein Vater knurrte „ der ist kein Lächeln auf die Lippen zu bringen, mein Junge. Da beißen wir alle hier am Tisch auf Granit“. Wo wir jetzt schon beim Service sind:
Das Restaurant bietet „gehobene Landhausküche“ an, da erwarte ich keinen erstklassigen Service. Aber einem Gast ein Rotwein in ein Weißweinglas (am Nebentisch) einzuschenken? Oder wie bei uns, wortlos über einem Kopf eines essenden Gastes (die Frau meines Vaters) ein voll gepackter Teller zu reichen, anstatt einmal um den Tisch zu laufen? Das passiert nicht mal im Clubhaus des SV Waldhof – beim DIMI..
Da ist noch etwas Luft nach oben, aber, auch um den Gesamtschnitt nicht außer Acht zu lassen, vergebe ich beim Service gut gemeinte 3 Sterne, mit der Bitte, dass das in Zukunft besser gemacht wird. Denn: kulinarisch war das alles erste Sahne (der gute Sahne Joghurt von Zott :-) ) heute Abend.
Ach ja, wir nahmen für den ersten und zweiten Durst ein Pils (mit toller Schaumkrone), eine Flasche Wasser und meiner einer zwei frisch gezapfte Hefeweizen von Paulaner. Hier nochmal die super faire Preispolitik. Das Pils mit 0,4 für 2,70 auf der Rechnung.
Für die Vorspeise fragte ich nach einem „fangfrischen Känguru Salat“, welches frei von einer veränderten Miene verneint wurde. Wir bestellten darauf drei Mal die Petersilie-Wurzelsuppe mit Chorizo sowie einmal die Tagessuppe Kürbis mit Garnelen. Auch suchten wir uns einen Wein aus. Wir nahmen den Grauburgunder von Knipser für erfreuliche 27 Euro, der uns mit seiner Bernsteinfarbe überraschte. Geschmacklich super und ein klasse Begleiter.
Die Vorspeisen kamen dann auch nach einer angenehmen Wartezeit. Zuerst die optisch ansprechende Petersilie-Wurzelsuppe: Petersilienwurzelsuppe mit Chorizo
Die Kürbissuppe schmeckte meinem Vater vorzüglich. Als Einlage waren neben gut abgeschmeckten und ein hauch glasiger Garnelen, schöne Kürbis Kugeln. Haben wir so noch nicht gesehen. Die Kugeln hatten angeblich noch ein wenig Biss, was natürlich der Suppe einen schönen Kontrast gab. Probieren durfte ich sie leider nicht.
Optisch war meine Suppe und die der beiden Damen am Tisch ein echter Hingucker. Sie meinten „Super, sehr schmackhaft. Ausgezeichnet.“ Ich fand sie auch sehr gut, die Einlage mit der Chorizowurst fand ich spannend, würde das aber nicht nach kochen. Die Petersilienwurzel ist ein sehr feines Gemüse, es wird ja nicht umsonst als das „Kaiser Gemüse“ bezeichnet. Da war mir die Wurst etwas zu „brutal“. Sie gab nochmals Würze und gab auch etwas rote Farbe ab.
Geschmeckt hat die Suppe mir sehr gut, ich schmeckte etwas Kondensmilch heraus, was der Suppe sehr gut zu Gesicht steht. Das wirklich einzige was ich vermisst habe.: das „erdige“ der Suppe. Mir war das Mundgefühl ein bisschen zu glatt. Aber das ist meckern auf sehr hohem Niveau, das weiß ich auch. Optisch 5 Sterne, geschmacklich 4 macht 4,5 für die Vorspeisen.
Bei den Hauptgängen haben wir es dann richtig krachen lassen. Für meinen Vater das Tagesgericht. Lamm (Preis unbekannt), meine Frau nahm das Beste vom Strohschwein (26,50), die Frau meines Vaters die Kalbsschulter (27,50) und meiner einer das Rinderfilet (29,50). Ich bin kein Rinderfilet Freund , daher fragte ich nach einem einfachen Rumpsteak nach, was erneut frei von einer veränderten Miene verneint wurde.
sehr zart und saftig. Ich habe das Gericht nicht probiert, aber von der Esserin kam volles Lob.
Das Tagesgericht – Lamm mit selbst gemachten Gnocchi: Echte Stücker
Auch hier volles Lob für die Qualität des Fleisches. Allerdings wurden die drei saftig gebratenen Lamm „Stücker“ von meinem Vater als „Stückchen“ bezeichnet, er hätte sich gerne eine größere Portion gewünscht, geschuldet auch, weil es sehr gut geschmeckt hat und viel zu schnell leer war. Meiner Meinung nach, war die Portionsgröße völlig ausreichend, das waren gute 250 Gramm Lamm-Fleisch.
Aus meiner Sicht wurde das Lamm rundherum angebraten und wurde noch ins Rohr gelegt, das sah man auf der Schnittfläche des Fleisches. Ein durchgehendes rosa, was von einem scharf angebratenem Ring umgeben war. Ich durfte die Gnocchi probieren, aber an die Referenz Gmocchi vom Friedrichsfelder Hof (das Bild der damaligen Gnocchi hat sich in meine Hirn gebrannt) kamen sie nicht heran. Waren aber ein netter kleiner Begleiter für meinen Vater. Er hatte ja noch etwas Gemüse auf dem Teller.
Meine bessere Hälfte war begeistert vom Strohschwein. Strohschwein
Es waren mehrere Stücke, an einem Rückenstück hing noch etwas Fett, mega lecker. Dazu gab es Fenchel, Honigsenf, Feigen und Schinken Knöpfle. Eine für uns ungewöhnliche Komposition, aber super aufeinander abgestimmt und eine kulinarische Bombe. Da hat alles gestimmt.
Bei der Bestellung meines Rinderfilets Rinderfilet
habe ich „Pfeffer“ gelesen, ich dachte sofort an die galaktische Pfeffer Sauce von Marc074 in seiner Vorkritik. Aber Sauce gab es nicht, das Filet badete in Pfefferkörnern (auch nicht schlecht), dazu gab es saisonalen Kürbis in verschieden Variationen. Geschmort, als Püree und als eine Art „Pudding“. War sehr gut. Leider fehlte es dem Fleisch etwas an Ruhezeit, was dem fantastischen Bild aber keinen Abbruch tat: Da ist sie doch die Sauce
mich hat es nicht gestört, dass der Fleischsaft auf dem Teller „schwamm“, ich bin kein Christian Rach der da minutiös bei einem Steak drauf achtet, dass da kein winziger Tropfen raus läuft.
Wenn ich da an die Besuche beim Italiener denke als ich ein Jugendlicher war und der Vater meines besten Freundes „ein Hardcore Rocker“ das Steak „extra blutig“ bestellte und schon beim Anschnitt der Saft (das Bluuut) auf sein Hemd spritzte, er dabei lachte …. daher bin ich da einiges gewohnt.
Erwähnenswert noch, dass die Kalbsschulter mit Kirschlack eingepinselt wurde. Als Gemüse gab es Petersilienwurzel. Die Beilage zwei fantastisch fluffige Spinatknödel. Die gab es auch beim Nachbartisch als Vorspeise. Fand ich super.
Hauptgänge volle 5 Sterne.
Aber wie sagte einst Kollege Turnschuh: Ein Menü ist wie ein Spannungsbogen, das Beste kommt zum Schluß: Dessertauswahl
Joah, liest sich super und hört sich super an. Ein Dessert nach dem anderen. Ich hatte kein Hungergefühl mehr verspürt, aber ein immer größeres Lustgefühl. Wir waren aber nicht im Mannheimer Laufhaus, sondern bei Martin Gehrlein, der Vater des Lustgefühls. Der Olymp des Nachtisches?
Wir nahmen natürlich verschiedene Desserts, denn jeder Geschmack ist verschieden. Das weiß wohl auch der Pate des Desserts.
Wir nahmen das Heidelbeer-Tartelette (8,80), großes Creme Brülee mit Rumsauerkirschen (7,80), sowie zwei Mal das Nougatparfait.
kurz: ich vergebe 5,5 Sterne, die Dessert allesamt Sterne verdächtig. Gerade das Nougat-Teil. Ich hatte unterschiedliche Temperaturen, verschiedene Nougatarten, ein Traum – in braun.
Ich brauchte nicht nachzufragen, ob Gehrlein Junior in der Küche ein Paccojet hat. Er hat.
Fazit:
Das war ein wunderbarer Abend mit der Familie. Mein Vater hat eingeladen, daher kann ich nicht genau sagen, was bezahlt wurde. Um die 230 Euro, was aber für die Küchenleistung fast schon ein echter „Schnapper“ ist. Weiter so – Empfehlung !!
Wir hatten im Vorfeld für den letzten Oktober-Samstagabend fleißig Emails versendet und Anfragen gestellt. Der erste der uns für den Samstagabend ein Tisch angeboten hat war Martin Gehrlein, in einer sehr persönlichen Email. Denn meine Oma und der Opa haben vor gut 35 Jahren jährlich im Haardtwald ihre damaligen Feiern veranstaltet, damals noch bei „Gehrlein Senior“
Ich habe das Restaurant ganz anders in Erinnerung. Als einen großen Saal, aber wie man den Kritiken von Marco und Petra schon entnehmen kann, es... mehr lesen
4.5 stars -
"Endlich, der kulinarische Volltreffer in Neupotz, mit winzigen Abzügen in der „S“ Note oder: ein rundherum gelungener Abend, auch ohne ein einziges Lächeln der Servicedamen" DaueresserGK0712Wir hatten im Vorfeld für den letzten Oktober-Samstagabend fleißig Emails versendet und Anfragen gestellt. Der erste der uns für den Samstagabend ein Tisch angeboten hat war Martin Gehrlein, in einer sehr persönlichen Email. Denn meine Oma und der Opa haben vor gut 35 Jahren jährlich im Haardtwald ihre damaligen Feiern veranstaltet, damals noch bei „Gehrlein Senior“
Ich habe das Restaurant ganz anders in Erinnerung. Als einen großen Saal, aber wie man den Kritiken von Marco und Petra schon entnehmen kann, es
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Meine Arbeitskollegen mussten in der Vergangenheit auch immer wieder Tribut zollen beim Anblick der speicheltreibenden Bilder auf meinem "Realme" China "wegwerf"Handy. Weg mit dem ZTE Business Handy für knapp 1000 Euronen und hin zum "Billig" Flagschiff, mit 256 GB Festplatte, 86 Mio Megapixel-Kamera und 16 Gigabyte Arbeitsspeicher für 1/5 des Preises. Der Daueresser spart bei der Technik und unterstützt lieber unsere Gastronomen im eigenen Land. Bitte mehr davon !!
Auf der Rheinau angekommen, parken wir unsere Autos an der Straße und laufen über die hügelige Rasenfläche, mein Dienstwagen aus München verstecke ich hinter einem großen Busch, aktuell lässt sich der BMW nicht verschließen (Elektroprobleme mal wieder). Ja, wir hatten Lust auf erstklassige Rumpsteaks mit einem Berg voll Zwiebeln.
Corona geschuldet sind die Preise ganz leicht gestiegen, die 450 Gramm Fleischplatten auf 400 Gramm reduziert, die Feinschmeckerplatten von ehemals 400 auf 350 Gramm beschränkt. Man is(s)t sich einig. 4x Rumpsteak mit einem Berg voll Röstzwiebeln mit Beilage und Salat (28,90). Unser Chef nimmt die Hackfleisch”röllchen” 380 Gramm mit Käse überbacken.
Zu allen Fleischgerichten gibt es einen groß dimensionierten Vorabsalat, mit hochwertigem Grünem, erstklassigem Dressing und jeder Menger frischer Rohkostsalate.
Der Clou: Wenn die Fleischplatten gereicht werden, gibt es neben den obligatorischen Kartoffelchips und griechischen Reis/Nudeln, auch noch ein weiteren grünen Salat neben Krautsalat und manchmal sogar noch eingelgtes Gemüse, welches kurz auf dem Grill “angewärmt” wird.
Vorbei mit dem Schnacken, jetzt die Hände in die Nacken und glotzen:
Erstklassiges Rumpsteak mit Zwiebeln
Top Fleisch, gut abgehangenes Rückenstück vom Rind. Schön mürbe und saftig. Unsere perfekten Steaks hatten nicht eine Sehne geschweige den ein unnötiger Muskel den man nicht mit dem Gaumen zerdrücken konnte. Beim Beißen schoß mir des Rindes Blut in unregelmäßigen Abständen in den Rachen, als ob Christopher Lee wieder auf Menschen-Jagd gehen würde. Note 1a
Auch unser Chef war voll des Lobes für seine Hackröllchen,
pikant abgewürzt, mit leicht rosa Kern. Saftig, nicht langweilig, auch von der Präsentation mal was abgefahrenes. 5 dicke Walzen übereinander gesetzt, sieht man auch nicht alle Tage.
Mein Lieblings-Kollege orderte eine “Schweineplatte”
mit erstklassigem Suflaki, Gyros (vom Nacken und Drehspieß), Schweinesteak und Lendensteak. Das Highlight für ihn: Das sensationnele Gyros welches nicht vom Knoblauch ertränkt wurde. Auch er war voll des Lobes für die Qualität und Quantität.
Natürlich gab es danach noch den obligatorischen Ouzo sowie dem Gratis “Haus Dessert”.
Fazit:
Wenn Grieche, dann Olympia auf der Rheinau.