1 Satz zu mir: bin selber ein ambitionierter Hobbykoch mit Carnivoren- Wurzeln, die perfekte Fusion für den Langzeitgenuss.
Ein "guter" Koch ist für mich, wer mit Mut an den Herd tritt (Salz, Zucker- und Pfefferstreuer nicht vergessen) - einfache Klassiker neu interpretieren !!
Neben der Kreativ-Küche, gehe ich sehr gerne "gut bürgerlich" essen. Wenn es der Geldbeutel zulässt, geht`s auch in Gourmet-Schuppen mit mindestens einem Michelin-Stern. Als großer Derrick Fan bleibt mein Traum einmal das Tantris (2 Sterne) zu besuchen.
Ich freue mich über zahlreiche Kommentare und versuche auch offene Fragen (gerne über Nachricht) zu beantworten.
Wenn es das Lokal zulässt, versuche ich "was fliegt" und "wildes aus dem Wald" zu vermeiden, das ist aber nicht immer möglich. Ich ernähre mich privat gerne vegetarisch dann aber 100% veganfrei.
1 Satz zu mir: bin selber ein ambitionierter Hobbykoch mit Carnivoren- Wurzeln, die perfekte Fusion für den Langzeitgenuss.
Ein "guter" Koch ist für mich, wer mit Mut an den Herd tritt (Salz, Zucker- und Pfefferstreuer nicht vergessen) - einfache Klassiker neu interpretieren !!
Neben der Kreativ-Küche, gehe ich sehr... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 397 Bewertungen 689915x gelesen 7834x "Hilfreich" 7632x "Gut geschrieben"
Geschrieben am 05.09.2016 2016-09-05| Aktualisiert am
06.09.2016
Gegründet Ende 1922 befindet sich der Autodromo Nazionale di Monza in der Lombardei, nördlich von Mailand in Italien. 1920 als eine Motorrad- und Automobilrennstrecke konzipiert, werden bis heute verschiedenen Rennserien in Monza ausgetragen. Wir wollten anläßlich des gestrigen Formel 1 Rennen in Monza (Italien) letzten Freitag italienische Luft schnuppern, uns von Umberto und Co mal wieder richtig nageln äähhhh verwöhnen lassen.
Da trifft es sich gut, dass der Onkel meiner Frau brüderlicherseits, meines Vaters Sohn dessen Frau und die Schwiegereltern in spe (mal wieder) zu Milizano eingeladen hat. Die Rennstrecke Autodromo di Nazionale Monza liegt im königlichen Park von Monza, dessen Schloss ab 1780 die Hauptresidenz der Lombardei bildete. Die danach benannte Rennstrecke war und ist ein Hochgeschwindigkeitskurs, der schon vielen Fahrern und Zuschauern, gerade in der Anfangszeit des Motorrennsports, das Leben kostete. Ganz ehrlich, ich liebte es dennoch als kleiner Mann, stolz wie Harry auf meinem Commodore C64 Formel 1 Circuit (glaube ich hieß es damals) Monza und Hockenheim zu spielen. Gut Video und echtes realistisches fahren ist schon was anderes, Spaß gemacht hat es trotzdem.
Das Restaurant Da Miliziano liegt in Mannheim, Stadtteil Feudenheim und ist gleichzeitig das Clubhaus des DJK Feudenheim. Fährt man mit dem Auto, biegt man gleich neben der Esso Tankstelle zu den Sportanlagen ab und folgt den Hinweisschildern. Das Navi findet die Gaststätte problemlos. Da ich vor einem Jahr schon etwas ausführlicher berichtet habe, heute nur ein kleines Update. Von der Außenanlage blickt man auf das Fußballfeld der Feudenheimer Kickers,
man hört die Bundesstraße welche an der SAP Arena Richtung Neckarau auch zum Mannheimer Kreuz führt. Wir bestellen unsere Getränke. Das Hefe kam etwas lustlos, viel zu wenig Trübung und ohne jeden Geschmack an den Tisch. Auch der italienische Grauburgunder (ich glaube Pinot Grigio) konnte ebenfalls nicht überzeugen.
Die Speisekarte bietet sehr viel Auswahl. Für meinen Geschmack etwas zu viel. Klar, Pasta und Pizza in etlichen Varianten, bei den Vorspeisen gibt es französische Weinbergschnecken in Knoblauchmarinade und einige Salate. Dazu Suppen, von S wie Stracciatella über Z wie Zuppa Suppe ist alles vertreten. Zählt man die Ofengerichte, die Fischvarianten und die Schweinefilet-, Schweinerücken- Geflügel und Rindergerichte dazu kommt man locker auf 100 Gerichte. Hier kocht man wohl viel mit Convenience, aber gut, so lange es schmeckt werden wir uns bestimmt nicht beschweren.
Wir bestellen uns Tortellini ala Panna (6,80), in Tomatensauce gegarter Tintenfisch mit Tagliatelle (13,80), Piccata Milanese (Seniorenportion) mit Tomatenspaghetti. Ich wollte eigentlich (mal wieder) den Klassiker wählen, Schnitzel al forno mit Spaghetti Bolognese, aber die Schweinelendchen in Parmaschinken mit Salbei Weißweinsoße und Tagliatelle lachten mich zu sehr an.
Bei den Fleisch und Fischgerichten war jeweils ein Vorspeisensalat dabei.
Der war „deutsch“ angemacht, mit viel Sahne und ohne jede Raffinesse, ähnlich ist das Wahlergebnis in Mecklenburg Vorpolen letzten Sonntag ausgegangen, eine Niederlage für alle christliche Demokraten in unserem Land.
Die Gerichte werden serviert. Um eins vorweg zu nehmen. Ich hätte eigentlich die Bewertung von letztes Jahr 1:1 übernehmen können. Fisch sehr gut und saftig, Fleisch ebenfalls sehr gut gewürzt und sehr saftig zubereitet, aber die Pasta !!! Ich muss mit dem Kopf schütteln. Bei allen Gerichten auf dem Tisch fehlte es an Salz. Ich hab fast den halben Salzstreuer auf meine Pasta gekippt, ich konnte das Missgeschick nicht mehr retten. Das Fleisch dafür schön gesalzen, leckerer Parmaschinken außen, schwimmend in einer leckeren Weißwein-Salbei Soße. Gut ausgesehen hat es allemal:
Lob auch vom Piccata Milanese Esser:
Die Piccata wunderbar aromatisch, die Spaghetti leicht drüber, aber noch im grünen Bereich, die Tomatensauce stimmig. Mir war nur nicht klar, wer denn jetzt die Seniorenportion hatte. Ich hatte normale Größe bestellt, hatte 3 winzige Scheibchen Schweinefilet, umwickelt mit Schinken und 4 Gabeln Nudeln. Ich hatte locker das doppelte oder dreifache verdrücken können. Ich hatte noch Hunger. Also sollte es bei mir Panna Cotta sein.
Die Sahne leider aus der Dose und auch bei der Panna Cotta möchte ich nicht die Hand ins Feuer legen, ob das nicht auch mit Pulver und Milch zubereitet wurde. Die veranschlagten 5,80 deutlich zu viel.
Fazit:
Gleichbleibende Qualität seit Jahren. Hier fällt man nicht auf die Schnauze, feine und raffinierte italienische Küche ist es aber auch nicht.
Gegründet Ende 1922 befindet sich der Autodromo Nazionale di Monza in der Lombardei, nördlich von Mailand in Italien. 1920 als eine Motorrad- und Automobilrennstrecke konzipiert, werden bis heute verschiedenen Rennserien in Monza ausgetragen. Wir wollten anläßlich des gestrigen Formel 1 Rennen in Monza (Italien) letzten Freitag italienische Luft schnuppern, uns von Umberto und Co mal wieder richtig nageln äähhhh verwöhnen lassen.
Da trifft es sich gut, dass der Onkel meiner Frau brüderlicherseits, meines Vaters Sohn dessen Frau und die Schwiegereltern in... mehr lesen
Ristorante Da Miliziano | DJK Feudenheim
Ristorante Da Miliziano | DJK Feudenheim€-€€€Restaurant, Vereinsheim, Biergarten06217993585In der Anlage 11, 68259 Mannheim
3.0 stars -
"Alle Jahre wieder ein Besuch bei Familie Miliziano, das reicht aber dann auch :-)" DaueresserGK0712Gegründet Ende 1922 befindet sich der Autodromo Nazionale di Monza in der Lombardei, nördlich von Mailand in Italien. 1920 als eine Motorrad- und Automobilrennstrecke konzipiert, werden bis heute verschiedenen Rennserien in Monza ausgetragen. Wir wollten anläßlich des gestrigen Formel 1 Rennen in Monza (Italien) letzten Freitag italienische Luft schnuppern, uns von Umberto und Co mal wieder richtig nageln äähhhh verwöhnen lassen.
Da trifft es sich gut, dass der Onkel meiner Frau brüderlicherseits, meines Vaters Sohn dessen Frau und die Schwiegereltern in
Geschrieben am 31.08.2016 2016-08-31| Aktualisiert am
31.01.2024
Besucht am 28.08.2016Besuchszeit: Mittagessen 4 Personen
Rechnungsbetrag: 50 EUR
Letzten Sonntag waren wir das erste Mal im SC Blumenau Clubhaus "Alexandra", der Vater meiner Frau war vor ein paar Wochen bei uns und hat uns berichtet, dass er während einer Fahrradtour diese Lokalität entdeckt hätte. Zu unserem Erstaunen zog er sogar noch einen Flyer hervor: Rumpsteaks alle 300 Gramm vom argent. Rind, oder Ochsenspieße allesamt 250 Gramm sind keine Holzfällerportionen, für den durschnittlichen Hunger sollte es aber allemal reichen.
Blumenau gehört zum Stadteil Sandhofen, dem nördlichsten Bezirk Mannheims. 1934-38 entstanden mehr als 50 Siedlungshäuser, die den Kern der Blumenau bildeten. Der Name geht zurück auf eine Gärtnerei mit einem Ausflugsrestaurant, das bereits 1911 eröffnet hatte. Das Angebot in Sandhofen ist in allen Bedarfsbereichen lückenlos. Entlang der Schönauer Straße sind viele kleine Läden. Auch schöne Restaurants finden sich vor Ort. Außerdem gibt es ein reges Vereinsleben. Kulturell besonders hervorzuheben ist die „Lange Nacht der Kunst und Genüsse“ und das Mundart-Theater.
Wir hatten im Vorfeld reserviert, der Parkplatz war zur Hälfte gefüllt, auf dem benachbarten Fussballplatz kickte die 2. Herrenmanschaft des SC Blumenau. Wir wurden vom Inhaber und Chef etwas zögerlich begrüßt, wir nahmen den schönsten Platz im linken Bereich der Außenterasse. Man sitzt schön hier, Zur linken hatte ich Blick auf ein Schild "... und Tschüß" nicht gerade einladend dachte ich, zur rechten sah ich auf das amerikanische Gefängnisses.
Wir schauen in die Karte:
Das Clubhaus Alexandra hat keine eigene Homepage. man kann sich auf der SC Blumenau Homepage informieren. Da steht: Komplettrenovierung der Vereinsgaststätte inklusive Küche sowie der verbundenen Wohnung im Dachgeschoss. Die Wiedereröffnung der Gaststätte unter dem neuen Pächter Evangelos Pashalis fand Mitte Juli 2011 statt. Wir bestellen die Getränke, es sollten Heferadler, Hefe, alkoholfreies Hefe sowie kleiner Apdelsaftschorle sein. Die gut gekühlten Getränke wurden wortlos von der schüchtern und unsicher wirkenden weiblichen Bedienung serviert. " Wenn sie nichts versteht kann sich auch kein Gast beschweren, höh höh", dachte sich wohl der Inhaber.
Und wieder zurück der Blick auf das ehemalig größte europäische amerikanische Gefängnis. Der Stern hatte 2006 berichtet: "Es ist das größte Gefängnis der US-Armee in ganz Europa, und es steht in Mannheim-Sandhofen. Weit hinter den Toren der US-Kaserne "Coleman Barracks" ragt ein Maschendrahtzaun zweieinhalb Meter in die Höhe, gekrönt von Stacheldraht. Hinter diesen Zäunen soll sich im Sommer 2006 eine unglaublich klingende Geschichte abgespielt haben. Drei Arabisch sprechende Männer Anfang 30, angeblich Terroristen, seien von April bis Anfang September festgehalten worden. Nicht nur dies: Man habe sie auch mit Elektroschocks an ihren Genitalien traktiert. Dafür seien extra Spezialisten eingeflogen, die die lokalen Soldaten für CIA-Leute hielten." Mittlerweile ist da glaube ich niemand mehr stationiert, dennoch lief es mir kalt den Rücken runter als ich den Sternbericht auf dem Stuhl des Clubhauses sah, mit direktem Blick zu den Folterräumen. Es werden die gegrillten Peperoni serviert:
Die hatten schöne Röstaromen, allerdings hatten mir die Schoten zu viel Kerne drin. Einige waren zu hart, einige al dente. Überzeugt haben mich die Pep nicht. Der servierte Tsatsiki fehlte es am Geschmack. Ich vermisste Salz und Knobi. Die Knoblauch/Kräuterbutter auf den Peperoni fand ich zusammen mit dem gerösteten Brot aber gut. Elektroschocks in den Genitalien, bähh ....
Wir bekommen unsere Hauptgerichte serviert. Vorab gab es noch jeweils für uns einen gemischten Beilagensalat, grüner, Karotte und Krautsalat.
Angemacht mit einer rötlichen Sauce. ich behalte mir immer gerne den Salat zur Hauptspeise auf, er heißt ja nicht umsonst Beilagensalat ... Meine Frau bekommt die frischen Calamari, sahen optisch ganz gut aus. Der Schwiegervater bekam sein Teufel-Spieß, die Schwiegermutter eine Seniorenportion Leber mit Zwiebeln. Ich entschied mich für das 300 Gramm Rumpsteak argent. Herkunft, mit Bratkartoffeln und Pfeffersauce.
Unsere Biologie-Lehrerin hatte einmal gesagt " Tintenfische sind keine Fische sondern im Wasser lebende Wirbeltiere". Mir war das nie bewusst, bis ich am Sonntag die Calamari im Mund hatte. Messerscharf bohrte sich ein Wirbel in das innere von meiner Backe. Gleich 4 spitze Wirbelknochen waren in meinem Mund. Ich bin kein Experte, aber das ist doch nicht normal ? Normal war damals, dass sich die letzte Reihe im Biologiesaal heimlich Dr. Sommer von der Bravo angeschaut hat. Aber das ? Spitze Wirbelknochen vom Tintenfisch, "kein Problem, das essen andere Gäste gerne mit :-)"
Der Teufelspieß sah optisch ansprechend aus, ich probierte ihn, das Fleisch war fürchterlich tot gebraten, außerdem viel zu fest. Ruhezeit vor und nach dem Grillen ? Wohl Fehlanzeige. Ob man das wohl 2006 den Arabern als weitere Folter (Schweinefleisch) verabreicht hat ? Es wäre durch gegangen. Unsere Servicekraft fragte nicht einmal nach ob es uns schmeckte, verstanden hätte sie es wohl eh nicht. Die Leber von meiner Schwiegermutter fand aber Gefallen. Was auch gut war, die Pommes bei dem Teufelgericht. Schön fluffig ausgebacken, dezent gesalzen.
Was aber gar nicht geht das servierte Rumpsteak.Schon beim Anschnitt floss fast der gesamt Fleischsaft in die Sauce. beim Anschnitt lief leider der ganze Saft in die Sauce
Ich weiß auch nicht wie viel Jahre mein Rind auf dem Buckel hatte, das Fleisch viel zu fest, das hatte wohl auch keine Chance bei Zimmertemperatur die Muskeln zu entspannen. Gleich auf den Grill und zack zack raus zum Gast. Ich schnitt es in der Mitte durch und mich störten sofort 3 gummiartige Sehnen-Fäden. Einer war etwas dicker, zwei recht dünn. Also schnitt ich drumherum und versuchte so das Steak zu Essen. Bis ich zur zweiten Hälfte kam, das war kein Knorpel, das war eine Frechheit. Kein Hundefutter, fetter Knorpel im Rumpsteak
Ich zeigte das Bild meinen Kollegen auf Arbeit, einige sagten ich solle das ruhig hier einstellen. Das hatte ich so stark vorher noch nie erlebt. Über die Hälfte de Fleisches ging zurück, beim Abräumen erklärten wir der Dame den Grund. Sie würde es weiter geben.
Beim Bezahlen wusste der Chef von nichts, er wusste nicht mal was Knorpel im Fleisch überhaupt ist. Auch meinte er dass Wirbelknochen im Tintenfisch ganz normal wäre, andere Gäste würden das mitessen.Als wir erklärten, dass wir uns bereits beschwert hatten,gab er uns 50 % Nachlass auf die Rechnung, war aber ziemlich angefressen.
Fazit:
Unweit der amerikanischen Folterkammer lässt es sich angenehm sitzen, ein paar Bierchen trinken. Allerdings wurden heute zu viele einfache Fehler beim Zubereiten der Speisen gemacht. Außerdem hätten wir uns eine Servicekraft gewünscht, die nicht eine halbe Stunde die halbvollen Teller vor den Gästen stehen lässt und vielleicht ein paar Worte deutsch kann. Oder vielleicht hatten wir einfach nur Pech ?
Letzten Sonntag waren wir das erste Mal im SC Blumenau Clubhaus "Alexandra", der Vater meiner Frau war vor ein paar Wochen bei uns und hat uns berichtet, dass er während einer Fahrradtour diese Lokalität entdeckt hätte. Zu unserem Erstaunen zog er sogar noch einen Flyer hervor: Rumpsteaks alle 300 Gramm vom argent. Rind, oder Ochsenspieße allesamt 250 Gramm sind keine Holzfällerportionen, für den durschnittlichen Hunger sollte es aber allemal reichen.
Blumenau gehört zum Stadteil Sandhofen, dem nördlichsten Bezirk Mannheims. 1934-38 entstanden... mehr lesen
Clubhaus Alexandra · SC Blumenau
Clubhaus Alexandra · SC Blumenau€-€€€Restaurant, Vereinsheim062143766652Viernheimer Weg 227, 68307 Mannheim
3.0 stars -
"Man sitzt schön draußen ...." DaueresserGK0712Letzten Sonntag waren wir das erste Mal im SC Blumenau Clubhaus "Alexandra", der Vater meiner Frau war vor ein paar Wochen bei uns und hat uns berichtet, dass er während einer Fahrradtour diese Lokalität entdeckt hätte. Zu unserem Erstaunen zog er sogar noch einen Flyer hervor: Rumpsteaks alle 300 Gramm vom argent. Rind, oder Ochsenspieße allesamt 250 Gramm sind keine Holzfällerportionen, für den durschnittlichen Hunger sollte es aber allemal reichen.
Blumenau gehört zum Stadteil Sandhofen, dem nördlichsten Bezirk Mannheims. 1934-38 entstanden
Geschrieben am 31.08.2016 2016-08-31| Aktualisiert am
31.08.2016
Besucht am 17.08.2016Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 20 EUR
Kaffeehäuser und Cafe`s hatte ich vor Jahren nicht auf dem Radar. Gut, ich wusste, dass man dort Kaffee und kleine Snacks zu sich nehmen kann, in meiner Geburtsstadt Landau war bis vor ein paar Jahren der Altersdurchschnitt der Gäste dementsprechend, die große Hamburger Tanne Fips Asmussen würde jetzt sagen " Das Cafe war gut besucht, nur junges Gemüse, fast alle unter 90" - aber wir sind nicht in der Universitäts-Stadt-Landau wir sind in der Kurstadt Bad Kreuznach. Meiner Frau ist es geschuldet, auch wegen ihrer Torten Affinität, dass wir jetzt in der Neuzeit immer mehr Cafe`s und Kaffehäuser besuchen.
So hatte ich den Auftrag über das Internetz eine geeignete Location zu finden für einen "guten Start in den Tag". Bei einem längst verblichenen Portal kommt das Kleine Kaffeehaus richtig gut weg, bei Tripadvisor ist das Cafe sogar auf Platz 20 in der Restaurantliste und auf Platz 2 bei den Cafe`s (in Bad Kreuznach), ich spreche von Liane Moog`s kleinem Kaffeehaus, welches direkt an der Kurhausstraße liegt:
Seit ich zurückblicken kann, wird in dieser gebaut. Auch heuer waren 3 große Baustellen in der Strasse. Das Cafe liegt direkt an der verkehrsberuhigten Straße, geographisch genau unterhalb der eigentlichen Nahe und leicht oberhalb des Nahe-Arms, die Kurhausstraße und der angrenzende Kurpark eine Art Insel.
Leider bekommt man von der herrlichen Lage im Kaffeehaus nichts mit, es gibt keinerlei Plätze hinter dem eigentlichen Gebäude, es gibt einige wenige Sitzplätze direkt auf der Kurhausstraße, sowie zahlreiche Tische im Innern des Cafes. Wir wählten zuerst einen Tisch draußen, allerdings ist der Außenbereich keine "rauchfreie Zone" wir hatten das Pech, dass drei Glimmstengel Pärchen um uns saßen, und uns die ganze Zeit zupesten sollte. Also sind wir rein in die klimatisierten Räume, da war es auch ganz nett.
Das Kaffeehaus ist ein Cafe wie man sich so ein Cafe einfach vorstellt. Es gibt an die 10 verschiedenen Frühstücksangebote, dazu in der Mittagszeit eine kleine saisonale Mittagskarte mit kleinen Gerichten (absolute Frischeküche), es gibt eine kleine feine Standardkarte sowie auf einer Schieferafel sogenannte "Extra-Gerichte". Wir hatten schon eine knappe Stunde Autofahrt hinter uns, außerdem einen kleinen Spaziergang (geschuldet der Parkplatz Problematik, wir parkten auf einem Kurhaus/Krankenkassen-Parkplatz), also wählte ich von der Schiefertafel das Gericht "frischer Zwetschgenkuchen mit Kartoffelsuppe", dazu ein schönes Hefebierchen. Meine Frau wählte ein Frühstück, der Name ist mir missfallen. Frau Moog fragte meine Frau ob sie den Latte zum Frühstück haben möchte oder davor, dass ist das was wir in den Cafe`s mittlerweile so schätzen. Das aufmerksame Service Personal. Man kennt es, man bekommt die Heißgetränke serviert, eine halbe Stunde später das Frühstück ... hier nicht !!
Als wir schon am Essen waren kam die Chefin an unseren Tisch und meinte zu mir "Endlich mal ein Gast, der das Gericht richtig isst. Die meisten löffeln die Suppe, dann essen sie den Kuchen und bestellen sich manchmal da noch einen Kaffee dazu. Wie furchtbar" .. ich musste nur mit den Achseln zucken. Jedes Kind weiß doch wie man Zwetschgenkuchen mit Kartoffelsuppe isst. In die eine Hand der Löffel für die Suppe und in die andere Hand der Kuchen und immer abwechselnd rein. Das macht doch diese Gericht aus. Essen wie bei der Oma :-))
Übrigens war der Kuchen sensationell ..
.... schöne Säure, leichte Süße, der Boden fluffig. Da tropfte nichts durch. Einfach perfekt. Die Kartoffelsuppe kannte ich so nicht, meine Oma hat meist dazu eine klare Kartoffelbrühe gemacht, diese war auch wie eine Brühe, aber milchig aufgeschäumt, mit erdigem Kartoffelgeschmack. Das hätte man ohne weiteres in einem ambitioniertem Restaurant servieren können. Das Gericht ausgezeichnet.
Meine Frau war von ihrem Frühstück ebenfalls begeistert:
Es waren wieder die kleinen versteckten Aufmerksamkeiten. zb einen kleinen Spieß mit Traube und Käse, einen selbst gemachten Frische-Käse in einem kleinen Schälchen. Selbst gemachte Marmelade, als Gegenstück eingepackten Honig. Die Früchte Mund fein geschnitten, selbst die Brötchen waren schon fertig aufgeschnitten, ich hoffe man kann es auf dem Bild erkennen. Das Ei perfekt zubereitet, höchste Auszeichnungen von meiner Frau. Dazu gab es diverse kleine Käseecken, die hatten schon schön vorher bei Zimmertemperatur ihren Geschmack leicht abgeben können, so dass sie perfekt temperiert serviert werden konnten. Das Gelb noch leicht dotterig, perfekt im Geschmack. Von uns eine ganz klare Empfehlung !!
Fazit:
Großes Kino im kleinen Kaffeehaus !!
Kaffeehäuser und Cafe`s hatte ich vor Jahren nicht auf dem Radar. Gut, ich wusste, dass man dort Kaffee und kleine Snacks zu sich nehmen kann, in meiner Geburtsstadt Landau war bis vor ein paar Jahren der Altersdurchschnitt der Gäste dementsprechend, die große Hamburger Tanne Fips Asmussen würde jetzt sagen " Das Cafe war gut besucht, nur junges Gemüse, fast alle unter 90" - aber wir sind nicht in der Universitäts-Stadt-Landau wir sind in der Kurstadt Bad Kreuznach. Meiner Frau ist... mehr lesen
Kleines Kaffeehaus
Kleines Kaffeehaus€-€€€Restaurant, Cafe06712983232Kurhausstraße 3, 55543 Bad Kreuznach
5.0 stars -
"Ausgezeichneter Start in den Tag" DaueresserGK0712Kaffeehäuser und Cafe`s hatte ich vor Jahren nicht auf dem Radar. Gut, ich wusste, dass man dort Kaffee und kleine Snacks zu sich nehmen kann, in meiner Geburtsstadt Landau war bis vor ein paar Jahren der Altersdurchschnitt der Gäste dementsprechend, die große Hamburger Tanne Fips Asmussen würde jetzt sagen " Das Cafe war gut besucht, nur junges Gemüse, fast alle unter 90" - aber wir sind nicht in der Universitäts-Stadt-Landau wir sind in der Kurstadt Bad Kreuznach. Meiner Frau ist
Geschrieben am 19.08.2016 2016-08-19| Aktualisiert am
19.08.2016
Ca 10.000 Menschen leben aktuell in HD-Wieblingen, welches komplett von Industrie geprägt ist. Wir kennen aber den Stadtteil mittlerweile sehr gut, in den letzten Monaten waren wir ein paar Mal im Ludwig Schwarz, aber nicht zum Amuse Gueule Menü (gibt man Ludwig Schwarz bei Google ein, kommt sofort die Werbung), sondern immer in der Mittagszeit zum "schnellen L&S", welches jede Woche für 18,50 angeboten wird.
"Was Sie hier in etwas unscheinbarer Lage im Industriegebiet von Wieblingen finden, ist ein geschmackvoll-modernes Restaurant samt schöner Terrasse, in dem Sie sich z. B. auf "St. Pierre mit Butternut-Kürbis und Polenta" freuen dürfen." schreibt der Guide Michelin und da hat er Recht. Wir hatten zwei Stunden vorher doch per Email eine Anfrage geschrieben/ reserviert, bei Booking.Table war leider kein freier Tisch mehr verfügbar in der Mittagszeit. Frau Ludwig hat keine 15 Minuten gebraucht um meine Email zu beantworten, als ich anrufe erklärt sie mir, dass sie uns bereits einen schönen DreyerTisch an einem etwas größeren Tisch im Restaurant eingedeckt hat.
Mit diesem Besuch sind wir insgesamt das fünfte Mal in den letzten drei Monaten hier, wir haben uns aber schon geschworen, beim nächsten Mal ist das Amuse Guele Menü dran, vielleicht findet sich ja hier der ein oder andere GGler, der mit möchte ?? - Heute ist ein guter Freund von mir dabei, der mich und meine Frau begleitet, er war extremst neugierig, wie man so ein Preis-Leistungsverhältnis wohl umsetzt.
Wir werden von unserem gewohnten Kellner nett, sympathisch und professionell begrüßt. Natürlich mit Handschlag, er scheint zu schwitzen. das Restaurant ist zwar klimatisiert, allerdings sehen wir an die 12 "Reserviert" Schilder. Das haben wir auch bemerkt bei unseren letzten Besuchen. Das Restaurant erfreut sich immer größer Beliebtheit. Kaum gesessen kommt schon der erste Gruß aus der Küche, allerlei Brot mit Salzbutter und einer etwas sehr pikanten Frischkäsecreme. Der Vater unserer Begleitung ist Bäckermeister, der Sohnemann sollte sich also mit Brot auskennen. Als er das ofenwarme Olivenbrot probierte meinte er " Mein Vater würde feuchte Augen bekommen. Das Brot ist sensationell gut durch gebacken" - wir studieren die Karte. Die Wochengerichte auf der sehr überschaubaren Karte hören sich verlockend an. Arme Ritter von der Wachtel mit Pilzen und Spinat oder Rote Wildgarnele mit Tomaten und Passionsfrucht wären wohl meine Favoriten geworden. Oder doch der "Wieblinger Blattsalat mit unserem Backfisch und Kapern-Mayonaise". Wir wählen alle drei das angebotene "Schnelle L&S" für 18,50, los geht es mit dem Amouse Bouche:
Kleines Kalbstatar mit Gurke in Parmesan-Suppe. Köstlich. Sommerlich erfrischend mit der Säure der Gurke, das Tartar sehr gut abgeschmeckt, das ganze in sich stimmig. Was mir immer gut gefällt, das Amuse Guele ist im Ludwig Schwarz so ein kleiner roter Faden, der Parmesan findet sich heute u.a. in der Hauptspeise wieder.
Da unsere Begleitung überhaupt keinen Wein mag und ich gerne einen Roten zum Lamm hätte, schlug mir der Kellner vor zur Vorspeise einen erfrischenden Weißburgunder von Kuhn, zum Lamm würde er sich was besonderes einfallen lassen, ich war also gespannt.
Es ging weiter mit der Vorspeise:
Allerlei von der Melone mit Wildwasser-Garnele. In einem Glas gab es eine Art kalte Melonen-Gemüse Brühe, die schmeckte uns allen fantastisch. Ein Klasse besser die Wildwasser-Garnele. Die schmeckte so richtig nach Urlaub, nach Meeresfrüchte nach Meer. Ich brauche Meer davon, viel Meer.
Weiter ging es mit der Hauptspeise:
Lammrücken in Zitronenkruste und flüssiger Parmesan-Polenta. Das Fleisch zart rosa und saftig, allerdings war es bei mir etwas zu fest, kann natürlich auch am Tier liegen, es war einfach perfekt rosa zubereitet. Die Kruste mit leichtem Asiatischen Touch, nach Zitronengras schmeckend. Die Polenta war schön "flüssig", das Gemüse schön knackig. Um Himmels Willen, wir essen mal wieder wie Gott in Frankreich. Zum Trinken gab es einen ganz leicht gekühlten Primitivo. Ein schönes Viertel, der Wein schmeckte nach schwarzem Pfeffer, Nelke und etwas Muskat/Zimt (??), erinnernd an den Zinfandel. Allein für den Wein lohnte sich schon das Budget von 18,50, der war Bombe.
Nach einem angenehmen Zeitabstand gab es das Dessert "Limette, Kokosnuss und Karotte".
Das hätte man auch in einem Sterne-Restaurant servieren können. Geeister Karottenschaum (war ok) mit glasierten Karottenchips, das Grüne war kein Erbsen-Parfait, nein, es war ein ausgezeichnetes Limetten-Eis, wunderbar fluffig und cremig. Die Kokosnuss war gleich drei Mal auf dem Teller. Als eine Art Marschmellow-Tube, dazu winzige Kokosnuss-Splitter und eine geeiste Kokosnuss-Creme. Das mit dem Grünen zusammen auf dem Löffel war absolut der Ober-Wahnsinn
Fazit:
Ich kann mich nicht erinnern, dass ich für unter 20 Euro inkl. einem passenden Wein schon mal so ausgezeichnet gegessen habe. Und das war hier kein Einzelfall, insgesamt waren wir heute zum fünften mal hier und alle Besuche waren absolute Bombe. Top Empfehlung !!
Ca 10.000 Menschen leben aktuell in HD-Wieblingen, welches komplett von Industrie geprägt ist. Wir kennen aber den Stadtteil mittlerweile sehr gut, in den letzten Monaten waren wir ein paar Mal im Ludwig Schwarz, aber nicht zum Amuse Gueule Menü (gibt man Ludwig Schwarz bei Google ein, kommt sofort die Werbung), sondern immer in der Mittagszeit zum "schnellen L&S", welches jede Woche für 18,50 angeboten wird.
"Was Sie hier in etwas unscheinbarer Lage im Industriegebiet von Wieblingen finden, ist ein geschmackvoll-modernes Restaurant... mehr lesen
Ludwig Schwarz Restaurant
Ludwig Schwarz Restaurant€-€€€Restaurant06221776039Im Schuhmachergewann 6, 69123 Heidelberg
5.0 stars -
"Unbeschwerten Hochgenuss in ansprechendem Ambiente - kleines Update !!" DaueresserGK0712Ca 10.000 Menschen leben aktuell in HD-Wieblingen, welches komplett von Industrie geprägt ist. Wir kennen aber den Stadtteil mittlerweile sehr gut, in den letzten Monaten waren wir ein paar Mal im Ludwig Schwarz, aber nicht zum Amuse Gueule Menü (gibt man Ludwig Schwarz bei Google ein, kommt sofort die Werbung), sondern immer in der Mittagszeit zum "schnellen L&S", welches jede Woche für 18,50 angeboten wird.
"Was Sie hier in etwas unscheinbarer Lage im Industriegebiet von Wieblingen finden, ist ein geschmackvoll-modernes Restaurant
Geschrieben am 19.08.2016 2016-08-19| Aktualisiert am
19.08.2016
Besucht am 17.08.2016Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 128 EUR
Familie Bollants hat in den letzten Monaten sehr sehr viel Geld in Hand genommen, um das BollAnts "in Schuss" zu bringen. Bei unserem letzten Besuch war es aber (leider) des Guten ein bisschen zu viel, ich muss heute noch schmunzeln als ein Sprengstoffmeister mit irrer Gestik zu mir gerannt ist und mich bat aus dem Pool zu steigen, die letzte Sprengung habe eine Starkstromleitung Richtung Schwimmbad offen gelegt. Neben der 50% Erlass Entschädigung, gab es als kleines Schmankerl noch einen Gutschein für 2 Personen/ eine Übernachtung inkl. Frühstück im neuen Gästehaus Halenberg obendrauf. Laut Homepage " Unser neues Gästehaus Halenberg in der Hauptanlage im Park vereint Jugendstil mit Moderne: Alle Zimmer mit antiken Möbeln, original Hästens-Betten, Südbalkon und direktem Zugang zum SPA-Bereich".
Da meine Frau und ich diese Woche Urlaub haben, haben wir im Vorfeld, in der Hoffnung dass so langsam alle Arbeiten beendet sind, für eine Nacht reserviert. Die Fahrt ins Bollants haben wir im Nachhinein nicht bereut, obwohl es im Vorfeld Grund für Diskussionen gab. Meine Frau wollte einen Tisch im ein Michelin Stern ausgezeichnete Jungborn, welches mit einem Überraschungsmenü am Mittwoch und Donnerstag Abend, 4-5 Gänge für 68 Euro wirbt. Laut Service war aber für Mittwoch das Jungborn komplett voll, wir waren aber die ersten auf der Warteliste (??). Meine Frau fragte also letztes WE nach, ob eine Stornierung rein kam. Allerdings bekamen wir die Antwort, dass wegen erneuten Renovierungsarbeiten und gleichzeitigem Verlängern des Jungborn-Betriebsurlaubes es nicht möglich sei im Jungborn zu essen. Man bat uns ein 3 Gang Alternativ-Menü im Hotel eigenen Hermannshof an, welches auch für nicht Hotelgäste ala Card Gerichte und Menüs anbietet.
Im neusten Vartaguide erhält der Hermannshof zwei Diamanten, die Menüs beginnen laut Guide ab 45 Euro. Nachdem wir unser Zimmer bekamen (um Punkt 15 Uhr und keine Minute vorher) ging ich an die Rezeption, ich wollte wissen was wohl die Gäste des Bollants am Mittwochabend ein schmeißen konnten. Allerdings erntete ich nur Achselzucken. Den Tipp von mir, den Gästen vielleicht als Menü-Info an der neu gestalteten Rezeption einen Aushang zu schenken, stieß nur auf Taube Ohren. Gut, also ließen wir uns überraschen.
Wir schlenderten am Abend Richtung Hermannshof, aber den Durchgang vom Pool bzw vom Außenbereich gibt es nicht mehr. Im Bollants gibt es viele neue Mauern, Durchgänge, jetzt kann jeder Gast von jedem Haus in jedes x beliebige laufen (ohne nass zu werden), vom Hallenbad zu unserem Zimmer waren es aber leider über 350 Schritte .. wir sind aber jetzt bei holidaycheck sondern bei GG, ich bewerte den Abend im Hermannshof. Außenbereich Hermannshof
Wir werden sehr nett und freundlich begrüßt, im Augenwinkel erkenne ich den gepflegten, äußerst attraktiven Herrn mit den dunklen Haaren. Ihn kennen wir noch von letztes Jahr, auch an Frau Helzle, die immer Zeit für einen kurzen Smalltalk hat, erinnern wir uns sehr gerne. Sie hat uns vor einem Jahr mit Weintipps sehr gut beraten. Wir waren also gut aufgehoben.
Wir nahmen einen Tisch im hinteren Eck, schön an der kühlen Fachwerkmauer. Leider sind während des Abends immer wieder Hotelgäste mit nassen Haaren und Bademäntel durch die Tische und hoch die Treppe in die Zimmer. Das hätte man irgendwie besser lösen müssen, aber gut. Wir bekommen die Menükarte, als Hauptgang gibt es Loup de Mer, als Vorspeise Rindertartar, als Dessert irgendwas mit Himbeeren. Ich frage nach, ob es eine Alternative zum Wolsbarsch gibt. Die Küche hätte noch Perlhuhnbrust im Angebot, aber ich hatte auch darauf keine Lust (ich bin nicht so der Geflügel Fan), mir wurde dann ein Kalbsrückensteak angeboten. Perfekt !!
Wir bekommen die Weinkarte gereicht, viele Weinchen aus dem Gebiet der Nahe, einige einheimische von benachbarten Reben. Die meisten 0,1er Weine kosten zwischen 5 und 7 Euro, das Viertel das doppelte. Mir fiel von den geschlossenen Flaschen gleich ein sommerlicher Cuvee ins Auge, vom Weingut Diehl. Er war noch vorrätig, also nahmen wir davon eine Flasche (der war leider viel zu schnell leer).
Als Gruß aus der Küche bekommen wir eine kleine Scheibe dunkles Brot mit einem Dip darauf, der Abend konnte beginnen. Als zweiten Gruß bekommen wir drei verschiedene Brotsorten, dazu gesalzene Butter sowie ein Kräuter-Frischkäse. In der Zwischenzeit wurde uns Wasser mit Kohlensäure (0,7 für 7 Euro autsch) sowie ein Weinkühler mit Weinflasche serviert. Die sehr aufmerksamen Kellner gossen den ganzen Abend Wein und Wasser nach, die Gerichte werden mit einem Tuch serviert, das Besteck vor jedem Gang ausgetauscht. Allerdings gab es für meine Frau bei ihrem Fisch kein Fischmesser, das sollte eigentlich nicht passieren. Es kommt der erste Gang: Rindertartar mit Sauerrahmouse und Erbsen-Allerlei: Tartar vom Rind mit Erbsen Allerlei
Noch bevor ich ein Bild machen konnte, stand schon Frau Helzle mit einem Schmunzeln und einem XXL Pfefferstreuer neben unserem Tisch und pfefferte uns richtig ein. Angerichtet war das Gericht sehr ambitioniert, die Erbsen hatten einen schönen Biss, das Sauerrahm-Mouse war ebenfalls sehr sommerlich leicht. Das Tartar erinnerte mich an das Tartar vom Edeka aus der Frischhaltefolie. Die Konsistenz war für "selbst gemacht" viel zu fest, allerdings stand "selbst gemacht" auch nicht in der Karte. Wo kein Kläger da auch kein Richter. Der Weißburgunder-Grauburgunder-Riesling Cuvee hatte allerdings mit dem Tartar zu kämpfen, gerade der Pfeffer machte ihm zu schaffen, allerdings für den Rest des Abends war er ein sehr netter sommerlich frischer Begleiter, Weißburgunder-Grauburgunder-Riesling Cuvee
die 31 Euro waren gut angelegt.
Danach wurde zeitgleich der Loup de Mer auf Kerbelrisotto serviert, ich bekam mein Kalbsrückensteak, ebenfalls auf Kerbelrisotto, allerdings hatte ich eine andere Sauce: Loup de Mer mit Kerbelrisotto
Der Wolfsbarsch war super saftig und ansprechend angerichtet. Auf einer Ebene mit dem Fisch im Karlbacher und bei Norbert Dobler. Ganz großes Kino, das Risotto super schluchzig, leichter Biss, hervorragend abgeschmeckt. Die Sauce dazu ein "Träumchen". Kalbsrückensteak mit Kerbelrisotto
Mein Rückensteak vom Kalb war (leider) total durch gebraten, allerdings tat das dem Geschmack keinen Abbruch. Das Fleisch sehr gut gewürzt, aromatisch, saftig. Das Risotto ebenfalls ganz großes Kino, die Sauce bei mir war wohl eine aufgeschlagene Rahm-Kalbs-Brühe, passte natürlich wie die bekannte Faust aufs Auge. Am Ende dieses Ganges bestellten wir nochmals Brot nach und tunkten die Stücke in die restliche Sauce, das muss einfach sein.
Zu guter Letzt gab es Himbeere-Claufotis (ich hoffe ich schreibe das richtig), ich musste googeln, angeblich ein runder fluffiger Kuchen der dem Pfannenkuchen ähnelt. Angerichtet war das Dessert spektakulär: Himbeere Clafoutis mit Rhabarber und Mascorpone-Eis
Geschmeckt hat es bombastisch gut. Das Mascarpone Eis dem Paccojet geschuldet, besser geht es nicht. Schön Cremig, leichter Schmelz, der Rhabarber bzw das Rhabarber Chutney wurde wohl leicht gesüßt eingekocht, so dass der Rhabarber nur ein Tick Säure hatte, genau richtig um dem Dessert den nötigen Feinschliff zu geben.
Fazit:
Mit jeweils 40 Euro für das 3 Gang Menü macht man im Hermannshof sicherlich keine Schnäppchen, das würde aber auch nicht in das Bollants"Gesamtbild" passen. Hier wird geklotzt und nicht gekleckert. Am Nachbartisch hatte die 8 jährige Tochter eine Louis Vuitton Tasche dabei, da hätte sie sich fast reinlegen können, so groß war die. Ihr 5 jähriger Bruder hatte ebenfalls Lacoste Schuhe, Polo Shirt und natürlich eine Kinder Bogner Hose an. "Streut Kaviar unter das Volk, damit der Pöbel ausrutscht " Wir kommen wieder ;-))
Familie Bollants hat in den letzten Monaten sehr sehr viel Geld in Hand genommen, um das BollAnts "in Schuss" zu bringen. Bei unserem letzten Besuch war es aber (leider) des Guten ein bisschen zu viel, ich muss heute noch schmunzeln als ein Sprengstoffmeister mit irrer Gestik zu mir gerannt ist und mich bat aus dem Pool zu steigen, die letzte Sprengung habe eine Starkstromleitung Richtung Schwimmbad offen gelegt. Neben der 50% Erlass Entschädigung, gab es als kleines Schmankerl noch einen... mehr lesen
Restaurant Hermannshof
Restaurant Hermannshof€-€€€Restaurant0675193390Felkestr. 100, 55566 Bad Sobernheim
4.5 stars -
"Der Hermannshof mausert sich langsam zu einem sehr guten Restaurant im Hotelkomplex Bollants, für uns sogar mehr als eine Alternative zum "Jungborn"" DaueresserGK0712Familie Bollants hat in den letzten Monaten sehr sehr viel Geld in Hand genommen, um das BollAnts "in Schuss" zu bringen. Bei unserem letzten Besuch war es aber (leider) des Guten ein bisschen zu viel, ich muss heute noch schmunzeln als ein Sprengstoffmeister mit irrer Gestik zu mir gerannt ist und mich bat aus dem Pool zu steigen, die letzte Sprengung habe eine Starkstromleitung Richtung Schwimmbad offen gelegt. Neben der 50% Erlass Entschädigung, gab es als kleines Schmankerl noch einen
Geschrieben am 18.08.2016 2016-08-18| Aktualisiert am
18.08.2016
Besucht am 18.08.2016Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 15 EUR
Frisches Hack fischte unser Fischers Fritz und zwar in Form von Hackbraten !!
Wir sind auf der Rückreise vom BollAnts in Bad Sobernheim. Wie letztes Jahr auch, haben wir auf der Rückfahrt halt in Bad Kreuznach gemacht. Ich bin gerne hier, eine Ex Freundin von mir wohnte und wohnt wohl noch dort. Damals wir heute war ich gerne in der Kurstadt, schon auf der Herfahrt ins Bollants`s haben wir in der Kuranlage Bad Kreuznach geparkt und dort ein himmlisches Frühstück genossen (ich werde noch berichten).
Die Brückenhäuser aus dem 15. Jahrhundert auf der Alten Nahebrücke sind das Wahrzeichen der Stadt Bad Kreuznach, vor gut eineinhalb Jahren war da eine große Baustelle, am heutigen Tag waren wieder Bagger zu sehen, Bauarbeiter werkelten rum. Vorab waren wir noch in der Neustadt, das mittelalterlich geprägte Viertel der Stadt am Fuße der Kauzenburg auf dem westlichen Naheufer mit seinen vielen Gaststätten, das heute die ältesten noch bewohnten Bauten der Stadt beherbergt.
Gestern Abend haben wir auf dem Balkon schon die ein oder andere Alternative im Handy gesucht, immer wieder stolperten wir über die Braun und Röth Gastro, derer gehören mittlerweile 5 Locations in Bad Breuznach u.a. das benachbarte Körnchen (hier war aber leider alles belegt), das Kurhaus und das Fritz. Das Fritz bzw die Schirmbar ist genau auf der gegenüberliegenden Seite der Nahe, zu erreichen über die neu renovierte "Alte Nahebrücke", auf der Brücke gehts scharf links runter.
Meine Frau erzählte mir beim Begehen der Brücke, das ich beim letzten Besuch beinahe in ein Bistro gegangen wäre, weil es damals als Tagesangebot "Hacksteak mit Bratkartoffeln gab" mittlerweile nach Hack Norris bekanntem Welterfolg "Alles wird aus Hack gemacht" bestimmt bis Timpuktu bekannt. Und BÄHHMM : Was gab es heute im Fritz als Tagesessen ? :
"Das gibt`s ja gar nicht" der O Ton meiner Frau, sie musste lachen. Wir hatten dazu noch Glück, direkt an der Nahe war im hinteren Terrassenbereich ein kleiner Tisch frei:
Wir saßen dann direkt am Wasser, eine Bedienung brachte die Karten, wir schauten zuerst auf die Getränke und mussten schlucken. Cola 0,2 2,60 und Cola 0,4 für 4,20 sind keine Preise die Gäste freuen. Meine Frau überlegte lang, als ich ihr ein Vorschlag machte. Hefe alkoholfrei mit Kirsche, quasi ein Kirschweizen aber halt alkoholfrei. Stand nicht in der Karte wurde aber so gemacht und am Ende wurde das 0,5er Getränk, dass meiner Frau spitzen mäßig schmeckte mit lediglich 3,90 boniert. Gewusst wie !! Bei mir sollte es ebenfalls für 3,90 ein Hefe (hell) vom Fass sein und das war Gott sei dank nicht so hell wie ein klarer Apfelsaft, sondern hatte richtig Trübung und einen guten Geschmack.
Einen Hammer Geschmack hatte jeweils unsere Essen, meine Frau und ich bestellten uns ein Gericht zusammen, da wir noch leicht satt vom sensationellen BollAnts Frühstück waren. Einmal das Tagesgericht bitte:
Lecker Hacksteak mit Pfefferrahmsauce und Bratkartoffeln. Die Bratkartoffeln hatten eine schöne Kruste, schmeckten überhaupt nicht fettig, sondern schön nach Butter. Außerdem waren sie sehr gut gewürzt, mit Oregano, Salz und Pfeffer. Der Speck war da das i Tüpfelchen, das gab noch schön Geschmack ab und außerdem hatte man beim Beißen noch etwas mehr Crunch. Das Hacksteak war tadellos, gemacht mit aufgeweichten Semmeln, glasierten Zwiebelchen und nur feiner Würzung. Die Pfefferrahmsauce war nicht zu pfeffrig dominant, das passte alles so gut zusammen, das ich beim Essen die Maximalanzahl der Sterne vergebe.
Ob es innen noch Plätze gibt weiß ich nicht, aber die Tische am Wasser hatten genug Platzabstand, so dass wir von den Nachbargesprächen überhaupt nichts mitbekommen haben, daher verdiente 4 Sterne im Gesamtschnitt.
Frisches Hack fischte unser Fischers Fritz und zwar in Form von Hackbraten !!
Wir sind auf der Rückreise vom BollAnts in Bad Sobernheim. Wie letztes Jahr auch, haben wir auf der Rückfahrt halt in Bad Kreuznach gemacht. Ich bin gerne hier, eine Ex Freundin von mir wohnte und wohnt wohl noch dort. Damals wir heute war ich gerne in der Kurstadt, schon auf der Herfahrt ins Bollants`s haben wir in der Kuranlage Bad Kreuznach geparkt und dort ein himmlisches Frühstück genossen... mehr lesen
Fritz die Schirmbar
Fritz die Schirmbar€-€€€Restaurant, Ausflugsziel06714833355Mannheimer Straße 92, 55543 Bad Kreuznach
4.0 stars -
"Fischers Fritz fischt frische Fische !!" DaueresserGK0712Frisches Hack fischte unser Fischers Fritz und zwar in Form von Hackbraten !!
Wir sind auf der Rückreise vom BollAnts in Bad Sobernheim. Wie letztes Jahr auch, haben wir auf der Rückfahrt halt in Bad Kreuznach gemacht. Ich bin gerne hier, eine Ex Freundin von mir wohnte und wohnt wohl noch dort. Damals wir heute war ich gerne in der Kurstadt, schon auf der Herfahrt ins Bollants`s haben wir in der Kuranlage Bad Kreuznach geparkt und dort ein himmlisches Frühstück genossen
Geschrieben am 14.08.2016 2016-08-14| Aktualisiert am
18.08.2016
Besucht am 13.08.2016Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 25 EUR
Das Restaurant "Geflügelzüchterverein" befindet sich auf dem Gelände der Goggelrobber Mannheim-Feudenheim. Es liegt etwas versteckt in der Theodor-Storm Straße. Parkmöglichkeiten gibt es vor dem Restaurant oder umliegend. Wir sind vor gut 5 Jahren auf die Feudenhemer Goggelrobber aufmerksam geworden, damals zufällig, als wir mit dem Rad vorbei gefahren sind und wir uns schon damals über den sehr aufmerksam und sympathischen Kellner gewundert haben, die Goggelrobber-Klause vermittelt "beim Vorbeifahren" von außen nicht mehr als einen besseren Imbiss inmitten von Hühnern und Kanarienvögel.
Meine Frau und ich waren gestern zurück von unserem Wanderclub, genannt die "Wandervögel". Da gibts zwei Gruppen, die einen wandern, ich bin aber bei der anderen Gruppe :-) .... als wir dann daheim waren, waren sichtlich geschafft. Also warfen wir einen Blick auf unsere todo Liste 2016 u.a. stehen da die Lokale drauf wie die Balkanperle, Bier und Kutschenhaus sowie die Feudenheimer Goggelrobber. Immer wenn wir mit dem Rad vorbei radeln, riecht es leicht nach gegrilltem Mittelmeer-Food.
Die kroatische Küche kann, grob zusammengefasst, auf einige Regionen aufgeteilt werden, in denen ganz spezifische Küchentraditionen nachzuweisen sind, Kroatisch ist eben nicht nur Polla Polla un Ćevapčići – die bekannten Fleischröllchen aus gewürztem Hackfleisch. Mittlerweile jedoch sind die meisten Gerichte in ganz Kroatien anzutreffen. Dazu gehören auch Rumpsteaks mit Knoblauch, Tafelspitz mit Sauerkraut oder berühmte Süßspeisen und Knödel.
Kaum gesessen im Außenbereich, kam auch schon eine weibliche Bedienung mit kroatischem Akzent und fragt nach den Getränkewünschen, zeitgleich bringt sie die Karten. (Auf der Homepage bekommt man einen schönen Eindruck vom Innen und Außenbereich) Wir nehmen einen Radler 0,3 (1,90) sowie ich ein Maisels Weise vom Fass (0,5 für 3,20). Die Speisekarte beinhaltet deutsch-kroatische Küche. Verschiedene Salate, kleine Gerichte, Schnitzel, diverses Grillfleisch, etc sowie einige kroatische Klassiker. Bei den meisten Gerichten ist ein Salat vorab dabei. Die Gerichte fangen bei 8 Euro an und enden bei 13-14 Euro. Nur die Rumpsteak und der Ochsenschwanz werden mit 18 Euro (und ein paar Zerquetschte) kalkuliert.
Bei der Essensbestellung musste ich an eine Bewertung, ich glaube von Nolux denken, als er Polla Polla bestellte und ich damals nicht wusste was das ist. Ich meine "halb und halb", ich wählte Polla Polla meine Frau nahm die Cevapcici. Nach knapp 5 Minuten kamen die Getränke, ratz fatz, so muss das im Biergarten sein. Die Bierchen sehr gut gekühlt,mein Waisels entpuppte sich als ein Krombacher Weizen, aber egal, schöne Trübung, sehr guter Geschmack. Danach wurden uns die Salate serviert, der war wunderbar lediglich mit Essig und Öl, Salz und Pfeffer angemacht. Gelber Blattsalat, Karotten, Blaukraut und Weißkraut. Sehr gut.
Nach 15 Minuten kamen dann unsere Hauptspeisen an den Tisch. Meine Frau bekam 7 selbst geformte Hackfleischröllchen (9,40), Die Fleischmischung wurde mit Salz, Bohnenkraut, Pfeffer und Paprikapulver gewürzt. Knoblauch haben wir nicht heraus geschmeckt. Dazu gab es diesen typischen Djuvec Reis, der schmeckte leicht nach Paprika und mildem Chillie. Pommes und Ajvar vervollständigten das Gesamtbild. Wir fragten nach, der Ajvar wird selbst gemacht und nach altem Familienrezept hergestellt und nur ganz leicht mit Salz und Pfeffer gewürzt. Das schmeckte richtig gut.
Polla Polla (10,40), bestand aus 4 Cevapcici sowie einem Fleischspieß. Dieser war bombastisch, oben klebte noch flüssige Kräuterbutter drauf, das Fleisch saftig und aromatisch, selten habe ich so einen wunderbaren Fleischspieß gegessen. Die Cevapcici schmeckten auf meinem Teller ebenfalls klasse, hier dominierte keine Fertig Gewürzmischung sondern einfach der Fleischgeschmack. Ebenfalls ausgezeichnet bei mir der Ajvar und die Beilagen.
Als der Kellner abräumte fragte er nach ob wir einen Schnaps wollen und ich weiß dass gerade die Kroaten geknickt sind, wenn man das ablehnt. Zur Auswahl standen ein original hergestellter Slivovic sowie ein Julischka. Da ich beides nicht kannte fragte ich nach, der Kellner meinte " Julischka is sießer" also gab es zwei Julischka. Der erste Schluck erinnerte mich an Grappa (ich hasse den Geschmack) beim Schlucken kam mir dann aber ein fruchtiger, leicht birniger Geschmack im Rachen entgegen. Sehr mild und im Nachhinein ein sehr guter Abschluss.
Fazit:
Schnäppchen macht man hier sicherlich keine, allerdings sind die Portionen reichlich, die Getränkepreise für Feudenheimer Verhältnisse (Nobel-Bezirk) günstig. Wir werden dieses Jahr bestimmt noch einmal kommen.
Das Restaurant "Geflügelzüchterverein" befindet sich auf dem Gelände der Goggelrobber Mannheim-Feudenheim. Es liegt etwas versteckt in der Theodor-Storm Straße. Parkmöglichkeiten gibt es vor dem Restaurant oder umliegend. Wir sind vor gut 5 Jahren auf die Feudenhemer Goggelrobber aufmerksam geworden, damals zufällig, als wir mit dem Rad vorbei gefahren sind und wir uns schon damals über den sehr aufmerksam und sympathischen Kellner gewundert haben, die Goggelrobber-Klause vermittelt "beim Vorbeifahren" von außen nicht mehr als einen besseren Imbiss inmitten von Hühnern und... mehr lesen
4.0 stars -
"Sehr gute kroatische-deutsche Küche !!" DaueresserGK0712Das Restaurant "Geflügelzüchterverein" befindet sich auf dem Gelände der Goggelrobber Mannheim-Feudenheim. Es liegt etwas versteckt in der Theodor-Storm Straße. Parkmöglichkeiten gibt es vor dem Restaurant oder umliegend. Wir sind vor gut 5 Jahren auf die Feudenhemer Goggelrobber aufmerksam geworden, damals zufällig, als wir mit dem Rad vorbei gefahren sind und wir uns schon damals über den sehr aufmerksam und sympathischen Kellner gewundert haben, die Goggelrobber-Klause vermittelt "beim Vorbeifahren" von außen nicht mehr als einen besseren Imbiss inmitten von Hühnern und
Geschrieben am 06.08.2016 2016-08-06| Aktualisiert am
06.08.2016
Besucht am 06.08.2016Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 88 EUR
Auf der Suche nach einer geeigneten Location für meinen runden Geburtstag (im kommenden Dezember) und dementsprechend kreativer Küche, ging die Reise heute nach Grosskarlbach, wer kennt es nicht. Durch Bissersheim, die eigentliche Weltmetropole neben Kuhardt (Kreis GER), hindurch kommt man nach Großkarlbach. Das wohl schönste Fachwerkhaus im Ort gehört seit Jahren dem Ehepaar Ruppert, die da drin auch wohnen. Steht man vorne an der Ecke wirkt das pompöse Fachwerkhaus mit hübschem Erker, erbaut im 17. Jahrhundert imposant. Das hat schon was, eigentlich ideal für eine Geburstagsfeier, meine ersten Gedanken. Also musste heute nur das Essen wirklich Tipp topp sein und an meinem Wunschdatum sollte natürlich noch ein passender Raum frei sein. Hatten wir denn heute so viel Glück ?
In Großkarlbach gibt es traditionelle Feste. Dazu zählen das über die Region hinaus ausstrahlende Kändelgassenfest am letzten Juliwochenende, die Kerwe im September und der Weihnachtsmarkt. Daneben führen die örtlichen Vereine kleinere Veranstaltungen durch. Der Ort liegt in der Nähe der Deutschen Weinstraße am Eckbach-Mühlenwanderweg in der touristisch ausgerichteten Ferienregion Leiningerland. Neben Ferienwohnungen gibt es zwei Hotels. Wichtigster Landwirtschaftszweig ist der Weinbau.
Kulinarisch gibt es neben dem Karlbacher noch die Gebrüder Meurer. Entegegen deren Gewohnheiten findet man bei den Rupperts keine Aufbäbber von michelin, Varta und Schlemmeratlas, obwohl in den ganzen Guides das Gourmet Restaurant natürlich gelistet ist. Im Michelin gibt’s den BIP, im Schlemmeratlas gibt es zwei Bestecke. Wir hatten im Vorfeld reserviert und werden auch schon gleich sehr höflich, nachdem wir durch das etwas kleinere Hoftor in den Innenhof gelangt sind. Wir mussten zuerst schlucken (positiv). Ambiente
Das ganze Ambiente in sich stimmig, Alle Tische sind eingedeckt mit hochwertigen Gläsern für Wasser und Wein, gestärkte Stoffservietten, edle weiße Tischdecken. Schaut man hoch
ist der ganze Innenhof überdacht. Über eine alte Holztreppe kommt man hoch auf die Galerie, von da hat man einen guten Überblick und kommt auch in die „Private Dinnig“ Räume. Oben der Raum bis max. 14 Personen, zählt das Fest mehr als 14 Personen gibt es die Alternative in das Kreuzkeller-Gewölbe zu gehen. Wir sind aber jetzt nicht im Dezember sondern in Echtzeit heute das erste Mal hier. Wir werden von den beiden männlichen Kellnern, beide wohl Franzosen, immer sehr höflich und mit leichtem französischem Akzent, eingekleidet als wollten sie zur Trauung, schick mit weißem Hemd und schwarzer Krawatte, bedient. Sie sind zu jeder Zeit immer aufmerksam, freundlich, ihnen entgeht nichts. Natürlich werden leere Wasser Gläser immer nach geschenkt, beim Wein wird nachgefragt, vor den Gängen wird das passende Besteck auf den Tisch gelegt
Eine Standard-Karte gibt es nicht, es gibt einige Gerichte auf einer Schiefertafel, ausgerichtet je nach Marktlage, sowie wohl noch einige zusätzliche Wochen/Saisongerichte, diese kann man mit einem Aufschlag von 3-5 Euro auch in die Menüs einbauen bzw kombinieren, allerdings lassen die Menüs eigentlich keine Wünsche offen. Die Menüs für die Mittagszeit wechseln wöchentlich, aus der kann man wählen aus drei Vorspeisen, drei Hauptgängen, zwei Desserts alternativ gibt es eine kleine Käseauswahl.
Wir dürfen uns einen Tisch aussuchen, wir nehmen einen an der kühlen Wand, man geht eine Stufe hoch, von hier haben wir einen unverkrampften Blick über den Innenhof, außerdem haben wir es nicht weit zu der silbernen Schüssel, welche mit Eis und Wasser wohl die Weißweine kühlen soll. Lieblings-Platz
Uns gefällt das sehr gut. Der DauerWeintrinkerPlatz. Unterstützt werden die beiden jungen Männer im Service von der Chefin, Frau Ruppert. Sie erklärt uns am Tisch, dass beim Mittags Menü ein Wein sowie Kaffee und Petit Four inklusive sei. Beim Wein hat der Gast diverse Auswahlmöglichkeiten. Wir haben mehrere Weine probiert (zwei gingen aufs Haus) alles sehr gute Weine. Wir werden nach einem Aperitif gefragt, wir entscheiden uns für einen alkoholfreien Traubensecco, ich mich für einen ausgezeichneten Riesling-Sekt. Beide von der Sektkellerei Raumland, als Aperitif Begleiter bekommen wir Öl, Salz und ein Brotkorb mit 4 verschiedenen Brotsorten: Aperitif mit Aperitif Begleiter, kleine Gaumenkitzler ...
Auf einer Schiefertafel gibt es noch extra gesalzene französische Butter (sah aus wie ein frisch gebrühtetes Mini-Ei) sowie eine Gemüse Tapenade (ich hoffe ich schreibe sie richtig). Beides schmeckte uns mit der Kombination von den diversen Brotsorten ausgezeichnet. Wir bekommen einen weiteren Gruß aus der Küche, während wir unseren Sekt runter schlürfen. Geräucherte Entenbrust mit Sellerie-Granatapfel-Mouse und einer Rotwein Reduktion. Ente mit Sellerie-Apfel-Mouse und Rotwein-Reduktion
Das schmeckte einfach Bombe, mehr gibt es da nicht zu sagen. Meine Frau wählt als ersten Gang Geflügel Weißwurst, bei mir soll es das Lachstartar sein. Zeitgleich werden uns die Vorspeisen serviert. Die Geflügel Weißwurst, Geflügel und Pfirsich ? geht das ?
eine regionale Karlbacher. Angerichtet auf einem Artischocken-Weinberg Pfirsich Ragout und Zwiebel Chips. Wir konnten uns nichts drunter vorstellen, aber Küchenchef Christian Ruppert haute da schon einen raus. Geschmacklich alles wunderbar abgestimmt, meine Frau meinte gleich „hier hat einer Mut zum Würzen“, ich probierte die Wurst zusammen mit dem Pfirsich Allerlei, das war ganz großes Kino. Süße und Säure, dazu die erdige und bodenständige Geflügelwurst, leicht angeschmorter Pfirsich, schöne Röstaromen, einfach herrlich. Ich bekam
mein Lachstartar in Safran-Zwiebel Marinade. Die Marinade nur ganz leicht unterstützend am Gaumen, der ausgezeichnete Lachs schön geschnitten, obendrauf der Rukola-Salat, leicht nussig und mit nur ganz wenig Öl/Vinaigrette angemacht.,welches leicht nach Holunder schmeckte. Alles hervorragend abgeschmeckt und durchdacht. Passend dazu die weißen Würfel, das eigentliche Highlight bei der Vorspeise. Die Kartoffel-Quark-Terrine, als kleine Würfel geschnitten und mit fruchtiger gelber Safran Sauce veredelt. Das war schon Champions-League. Als Weinbegleitung nahm ich einen Weißwein Cuvee Weißburgunder/Chardonnay aus Laumersheim, das Weingut weiß ich nicht mehr. Im ersten Moment dachte ich, "ist der Wein kaputt?", im zweiten Schluck merkte ich dann die Raffinesse und den Charakter des Weines. Ein ganz famoser Vertreter seiner Zunft getreu dem Motto: „Guten Tag ich vertrete Zahnpasta“ – „Aber bitte nicht auf meinem Teppich“ :-)
Bei der Hauptspeise sollte es bei meiner Frau der Wolfsbarsch sein, auf der Haut gebraten, dazu gab es Liebstöckel-Knöpfe und Wurzelgemüse im Weißwein-Specksaft.
Was eine Kombo! Der Fisch auf der Hautseite richtig kross, innen schön glasig (wie schaffen es diese Gourmetköche einfach immer wieder nur) Norbert Dobler in Mannheim lässt grüßen, gleiches Level, ohne Frage. Die Sauce zum Niederknien, meine Frau saugte mit dem Brot (während unserer 2,5 Stunden wurde mehrmals das Brot aufgefüllt) die restlichen Saucen-Klekse auf, so gut hat sie geschmeckt – Sensationell !! Meine Frau wählte einen Grauburgunder, der schmeckte ihr ganz ausgezeichnet und war zudem von einem regionalen Winzer. Aber meine Hauptspeise musste sich auch nicht verstecken: „Bavette vom Kalb“ Bavette, hol noch schnell das Tablett ;-)
Die Chefin meinte schmunzelnd dass ich der erste Gast in dieser Woche war, der gewusst hat was „Bavette“ bedeutet. Natürlich ist die Flanke gemeint, aus dem unteren Rippenbereich. Ein etwas günstigere Alternative zum Rücken/Hüfte/Filet. Das Fleisch etwas fester, dafür mit mehr Charakter im Geschmack. Und wenn es noch so zart rosa und saftig auf dem heißen Teller serviert wird, dann ist der Daueresser im Daueresser-Himmel. Das Kalb wurde in einer sommerlichen Kräuterkruste gebraten, mit Basilikum-Kartoffel-Püree und einer famos schmeckenden Tomaten-Echalotten Sauce serviert. Das ganze war erneut Champions League würdig. Als Begleiter wählte ich einen Cabernet vom Weingut Zelt aus Laumersheim, der wird mir länger in Erinnerung bleiben, die 0,2 L sparte ich mir bis zum Ende auf und nahm immer wieder nur kleine Mini Schlückchen, so gut war er.
Zum süßen Abschluss wählte meine Frau die Großkarlbacher Brombeeren, Karlbacher Brombeeren vom Brombeerminister
als Kompott angerichtet mit Zitronen-Minze Sorbet und karamellisierten Brioche Pudding. Das ganze war wieder ein süß-saurer Hingucker und auch geschmacklich ein Volltreffer. Das Zusammenspiel von süß und sauer, von heiß und kalt, von fruchtig und erdig, von prickelnd und cremig. Mehr geht nicht.
Oder doch ?
Ich entschied mich für die Pfirsich Trilogie. Pfirsich und die Himbeere
Pfirsich Creme Brülee mit Pfirsich Vanillecreme und Pfirsich-Vanille-Eis, dazu gab es ein aufgeschlagener Himbeerschaum und crunchig zerkleinerte Brösel von irgendwas. Die Creme Brülee wie "Gott in Frankreich". Oben der Crunch, hart und heiß, die Creme dazu eiskalt, so muss Creme Brülee !! Und nicht die ganzen Imitate in Mannheim und Umland wo die obere Schicht warm und die Creme unten drunter lauwarm ist. Das Sorbet bei meiner Frau und das Eis bei mir wurden im Paccojet hergestellt (hatte es vermutet und wurde schmunzelnd von der Chefin bestätigt).
Nach dem Menü wurden wir gefragt ob wir Espresso oder Kaffee haben wollen. Wir nahmen den Espresso, der wurde begleitet von einem saftigen Mini-Gugelhupf und einer aufgeschäumten warmen Vanillesoße. Erneut ein Volltreffer, Desserts können sie halt machen die Franzosen. Nachdem wir die Rechnung in der antiken Schatulle beglichen hatten, reservierten wir gleich für meinen Runden Geburtstag im Dezember einen Tisch im Kellergewölbe, wir hatten Glück, mein Wunsch-Termin war noch frei. Eigentlich hatten wir doppelt Glück, oder insgesamt dreifach Glück ? Auf der Rechnung fanden wir lediglich einen Weißwein mit 4 Euro taxiert, dazu das Wasser mit 6,50, zwei Sektchen zum Aperitif 2x Menü (inkl. Espresso, Weiß- und Rotwein) für jeweils 32 Euro – macht zusammen keine 90 Euro, ja ist denn heute schon Weihnachten ?
Fazit:
Top-Empfehlung !!
Auf der Suche nach einer geeigneten Location für meinen runden Geburtstag (im kommenden Dezember) und dementsprechend kreativer Küche, ging die Reise heute nach Grosskarlbach, wer kennt es nicht. Durch Bissersheim, die eigentliche Weltmetropole neben Kuhardt (Kreis GER), hindurch kommt man nach Großkarlbach. Das wohl schönste Fachwerkhaus im Ort gehört seit Jahren dem Ehepaar Ruppert, die da drin auch wohnen. Steht man vorne an der Ecke wirkt das pompöse Fachwerkhaus mit hübschem Erker, erbaut im 17. Jahrhundert imposant. Das hat schon... mehr lesen
karlbacher restaurant | christian rubert
karlbacher restaurant | christian rubert€-€€€Restaurant, Weinstube, Catering062383737Hauptstraße 57, 67229 Großkarlbach
5.0 stars -
"Französisch angehauchte Kreativ-Küche in edlem Gemäuer aus dem 17. Jahrhundert oder: Speisen wie Gott in Frankreich !!" DaueresserGK0712Auf der Suche nach einer geeigneten Location für meinen runden Geburtstag (im kommenden Dezember) und dementsprechend kreativer Küche, ging die Reise heute nach Grosskarlbach, wer kennt es nicht. Durch Bissersheim, die eigentliche Weltmetropole neben Kuhardt (Kreis GER), hindurch kommt man nach Großkarlbach. Das wohl schönste Fachwerkhaus im Ort gehört seit Jahren dem Ehepaar Ruppert, die da drin auch wohnen. Steht man vorne an der Ecke wirkt das pompöse Fachwerkhaus mit hübschem Erker, erbaut im 17. Jahrhundert imposant. Das hat schon
Geschrieben am 05.08.2016 2016-08-05| Aktualisiert am
05.08.2016
Besucht am 05.08.2016Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 66 EUR
Dossenheim gehört, ähnlich wie Heidelberg, mit der geschützten Lage im Oberrheingraben zum wärmsten Gebiet Deutschlands. Zu großen Teilen wird das Wetter durch die Zufuhr maritimer Luftmassen aus Westen bestimmt. Vorausschauend auf die wärmeren Luftströme werden regelmäßig in den Sommermonaten große Segel für die Gäste der Besenwirtschaft "Dossema Weinhof" gesetzt. Wir kennen den Weinhof seit gut sechs Jahren, immer wieder schlägt es uns in die knapp 12.000er Gemeinde um für ein, zwei Stunden den Alltag zu vergessen und schön abzuschalten.
Der 552 Meter hohe Weiße Stein ist der Hausberg von Dossenheim. Er dient als Treffpunkt von Radfahrern und Wanderern. Markantestes Merkmal des Weißen Steins sind sein aus Sandstein erbauter Aussichtsturm und sein an ein Ufo erinnernder Fernsehturm. Aber nicht nur "White Stone" nein auch die drei Burgen zählen in Dossenheim mitunter zu den Sehenwürdigkeiten. Die Ruine Schauenburg ist die bekannteste Burg Dossenheims. Die Kronenburg befand sich weiter im Odenwald, die Burg Schwabeck, als dritte Burg auf der heutigen Gemarkung Dossenheims, lag dagegen am Neckar. Der eifrige Leser denkt sich jetzt vielleicht am Neckar ? Ja, wir sind in der Region Rhein-Neckar, meine Frau überraschte mich heute Mittag mit einer von ihr improvisierten spontanen Fahrradtour, sie hatte heimlich für heute ein Tisch im herlich begrünten Innenhof reservieren lassen, das war auch von Nöten, als wir nach der Tour leicht verschwitzt (ohne E Motor) ankamen, war der Hof gut besucht:
Ein bildhübscher, romantischer Hofgarten empfängt die Gäste beim Eintritt in den Dossema Weinhof. Umgeben von alten Gemäuern haben wir uns sofort wieder heimisch und wohl gefühlt, uns werden die Wünsche und Gedanken von den Augen abgelesen. Kaum gesessen kam schon das gekühlte Hefebierchen (0,5 3,60) meine Frau wünschte sich wohl eine dünne Radler und machte neben mir einen baffen Eindruck. Das ist mal Service !! Wir schauen in die Karte, in Gedanken hatte ich mich schon auf eine Spezialität des Hauses, Schweinerückensteak mit Birne, Preiselbeere und Camembert überbacken (das hatte ich beim letzten Mal) eingestellt. Als Alternativen gibt es auf der Karte einige Odenwälder und regionale Klassiker:
Aber ich wurde eines besseren belehrt. Heute keine Helene. Das Fleisch, aus regionaler & ökologischer Erzeugung, nicht ganz billig, aber absolut angemessen auf dem "Heißen Stein" als Spezialität des Hauses angepriesen. Das sollte es heute für mich und meine Frau sein "Rumpsteak vom heißen Stein" für jeweils 26,90. Zur Auswahl stehen alternativ Hähnchenbrustfilet (22,90), Schweinefilet (24,90) oder Rinderfilet (29,90) jeweils gute 200 Gramm (un ä bissel mehr).
Alle Gäste die lieber eine Vesper und ein paar saftige Weinschoppen (0,5) vorziehen, können sich alternativ zu den Empfehlungen und der Speisekarte etwas aus der Vesperkarte (Dosenbratwurst/Koch- und Handkäse mit Musik/Hausmacher Wurstplatte etc) aussuchen. Die Preise jeweils absolut der Qualität und der Größe mehr als angemessen.
Wir unterhalten uns mit der hübsch an zu sehenden schwarzhaarigen Bedienung. Kurzer Smalltalk mit den Gästen, aufmerksam, sympathisch aber nie aufdringlich wirkend, das passt. Unsere Beilagen werden serviert: Zu den "heiße Stein " Gerichten gibt es jeweils eine Ofenkartoffel mit Sauerrahm und Salat. Zum Fleisch gibt es diverse selbst gemachte Saucen. Cocktail und Knoblauchsauce, dazu noch einen leckeren Senfdip. Mehr geht und braucht es auch nicht. Zum Schluß wird der heiße Stein serviert, das Fleisch, das mindestens eine Stunde vorher Ruhezeit bekommen hat riecht schon im rohen Zustand und schreit mich an "ess mich, ess mich" - aber ich muss mich gedulden. Rumpsteak vom heißen Stein
Langsam schreitet das Garen auf dem heißen Stein voran, veredelt wird das ganze mit hochwertigem Meeressalz und Pfeffer aus der großen Mühle. Ein Fleischeslust Frische-Versprechen. Das Fleisch ist saftig und aromatisch, ein Genuss mit jedem Biss und ganz ohne Reue, leider ist es viel zu schnell leer. Die Ofenkartoffel hält was es verspricht. Nicht ganz durch gegart, die Kartoffel nach Acker schmeckend, der selbst gemachte Sauer-Rahm der perfekte Gegenpart zu den Kohlenhydraten und dem tierischen Eiweiß.
Fazit:
Heute hat mich mal wieder die Besenwirtschaft zu 100% überzeugt, das i Tüpfelchen wär es noch, wenn vielleicht sich der ein oder andere Wein aus der Pfalz auf der Weinkarte finden lassen würde, aber auch die Weine aus dem Odenwald müssen sich nicht hinter den Pfälzer Weinen verstecken ... gut, ein bisschen schon :-) !!
Dossenheim gehört, ähnlich wie Heidelberg, mit der geschützten Lage im Oberrheingraben zum wärmsten Gebiet Deutschlands. Zu großen Teilen wird das Wetter durch die Zufuhr maritimer Luftmassen aus Westen bestimmt. Vorausschauend auf die wärmeren Luftströme werden regelmäßig in den Sommermonaten große Segel für die Gäste der Besenwirtschaft "Dossema Weinhof" gesetzt. Wir kennen den Weinhof seit gut sechs Jahren, immer wieder schlägt es uns in die knapp 12.000er Gemeinde um für ein, zwei Stunden den Alltag zu vergessen und schön abzuschalten.
Der 552... mehr lesen
4.5 stars -
"Rumpsteak vom heißen Stein - das Fleischeslust Frische-Versprechen !!" DaueresserGK0712Dossenheim gehört, ähnlich wie Heidelberg, mit der geschützten Lage im Oberrheingraben zum wärmsten Gebiet Deutschlands. Zu großen Teilen wird das Wetter durch die Zufuhr maritimer Luftmassen aus Westen bestimmt. Vorausschauend auf die wärmeren Luftströme werden regelmäßig in den Sommermonaten große Segel für die Gäste der Besenwirtschaft "Dossema Weinhof" gesetzt. Wir kennen den Weinhof seit gut sechs Jahren, immer wieder schlägt es uns in die knapp 12.000er Gemeinde um für ein, zwei Stunden den Alltag zu vergessen und schön abzuschalten.
Der 552
Geschrieben am 05.08.2016 2016-08-05| Aktualisiert am
05.08.2016
Winzli`s Tapas Bar wirbt jede Woche in einer Extra Gastro Beilage für seinen Mittagstisch. Jeden Tag gibt es zur Mittagszeit drei Speisen zur Auswahl. Heut zbSchweinesteak 'a four' /Fischfilet mit Kräutersoße/Pasta mit Spinat in Käsesoße. Wer großen Hunger hat, darf sich gerne auch alle drei Speisen nehmen, ganz hungrige können auch "all you can eat" essen, so viel wie man will. Und das zu einem Preis von 6,50.
Klingt auf den ersten Blick fair, ja geradezu unverschämt günstig. An dem Montag hatten meine Frau und ich noch frei, wir suchten uns was am Vortag heraus. Montags wird öfters bei Winzli mit "Rumpsteak all you can eat" für 6,50 geworben, na klar, wir wollten das ausprobieren. Gefunden haben wir das Lokal dank Navi gleich, es liegt im Industrieviertel von Edingen-Neckarhausen. Allerdings war der erste Eindruck von außen schon mal schlecht. Ein halb geöffneter blauer Sonnenschirm Schirm, verlebte Tische und extrem abgenutzte Plastikstühle zum selber suchen. Wir sind also die Treppen hoch, da saßen sie schon, die Musterbeispiele an Früh-Rentnern mit neofarbenen Achsel Shirts, einige mit weißem Feinrip Unterhemd, kurze Hosen, Jesus-Air und weiße Tennissocken. Vor ihnen ein kleines gekühltes Pils und ordentlich Fleisch auf dem Teller, was gar nicht mal schlecht aussah, was uns aber extremst gestört hat: die fast unzumutbare Luft und die verlebte/teilweise verklebt wirkende Inneneinrichtung. Extremst heiß, absolut schlecht gelüftet, in der Luft lag ein Gas (vom Büffet) Duft, mir wurde nach wenigen Augenblicken schon schummrig in der Birne. Meine Frau verzog das Gesicht "willst Du wirklich hier bleiben?" ihre schnelle Frage. Ihr war genauso unwohl wie mir.
Eine Servicekraft haben wir während unseres zwei minütigen Besuches auch nicht entdecken können. Nur zur Vervollständigung: als zweites Gericht gab es vom Büffet. Tortellini in Schinken-Sahne Sauce, sowie Kartoffel-Gemüse Auflauf. Nur nicht für uns - als wir wieder im Freien waren haben wir wohl beide gedanklich gleichzeitig 3 Kreuze im Kalender gemacht - gott sei dank wieder raus.
Winzli`s Tapas Bar wirbt jede Woche in einer Extra Gastro Beilage für seinen Mittagstisch. Jeden Tag gibt es zur Mittagszeit drei Speisen zur Auswahl. Heut zbSchweinesteak 'a four' /Fischfilet mit Kräutersoße/Pasta mit Spinat in Käsesoße. Wer großen Hunger hat, darf sich gerne auch alle drei Speisen nehmen, ganz hungrige können auch "all you can eat" essen, so viel wie man will. Und das zu einem Preis von 6,50.
Klingt auf den ersten Blick fair, ja geradezu unverschämt günstig. An dem Montag... mehr lesen
1.5 stars -
"Rumpsteak - "all you can eat" für 6,50 - und wir Trottel fallen darauf rein .... !!" DaueresserGK0712Winzli`s Tapas Bar wirbt jede Woche in einer Extra Gastro Beilage für seinen Mittagstisch. Jeden Tag gibt es zur Mittagszeit drei Speisen zur Auswahl. Heut zbSchweinesteak 'a four' /Fischfilet mit Kräutersoße/Pasta mit Spinat in Käsesoße. Wer großen Hunger hat, darf sich gerne auch alle drei Speisen nehmen, ganz hungrige können auch "all you can eat" essen, so viel wie man will. Und das zu einem Preis von 6,50.
Klingt auf den ersten Blick fair, ja geradezu unverschämt günstig. An dem Montag
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Da trifft es sich gut, dass der Onkel meiner Frau brüderlicherseits, meines Vaters Sohn dessen Frau und die Schwiegereltern in spe (mal wieder) zu Milizano eingeladen hat. Die Rennstrecke Autodromo di Nazionale Monza liegt im königlichen Park von Monza, dessen Schloss ab 1780 die Hauptresidenz der Lombardei bildete. Die danach benannte Rennstrecke war und ist ein Hochgeschwindigkeitskurs, der schon vielen Fahrern und Zuschauern, gerade in der Anfangszeit des Motorrennsports, das Leben kostete. Ganz ehrlich, ich liebte es dennoch als kleiner Mann, stolz wie Harry auf meinem Commodore C64 Formel 1 Circuit (glaube ich hieß es damals) Monza und Hockenheim zu spielen. Gut Video und echtes realistisches fahren ist schon was anderes, Spaß gemacht hat es trotzdem.
Das Restaurant Da Miliziano liegt in Mannheim, Stadtteil Feudenheim und ist gleichzeitig das Clubhaus des DJK Feudenheim. Fährt man mit dem Auto, biegt man gleich neben der Esso Tankstelle zu den Sportanlagen ab und folgt den Hinweisschildern. Das Navi findet die Gaststätte problemlos. Da ich vor einem Jahr schon etwas ausführlicher berichtet habe, heute nur ein kleines Update. Von der Außenanlage blickt man auf das Fußballfeld der Feudenheimer Kickers,
man hört die Bundesstraße welche an der SAP Arena Richtung Neckarau auch zum Mannheimer Kreuz führt. Wir bestellen unsere Getränke. Das Hefe kam etwas lustlos, viel zu wenig Trübung und ohne jeden Geschmack an den Tisch. Auch der italienische Grauburgunder (ich glaube Pinot Grigio) konnte ebenfalls nicht überzeugen.
Die Speisekarte bietet sehr viel Auswahl. Für meinen Geschmack etwas zu viel. Klar, Pasta und Pizza in etlichen Varianten, bei den Vorspeisen gibt es französische Weinbergschnecken in Knoblauchmarinade und einige Salate. Dazu Suppen, von S wie Stracciatella über Z wie Zuppa Suppe ist alles vertreten. Zählt man die Ofengerichte, die Fischvarianten und die Schweinefilet-, Schweinerücken- Geflügel und Rindergerichte dazu kommt man locker auf 100 Gerichte. Hier kocht man wohl viel mit Convenience, aber gut, so lange es schmeckt werden wir uns bestimmt nicht beschweren.
Wir bestellen uns Tortellini ala Panna (6,80), in Tomatensauce gegarter Tintenfisch mit Tagliatelle (13,80), Piccata Milanese (Seniorenportion) mit Tomatenspaghetti. Ich wollte eigentlich (mal wieder) den Klassiker wählen, Schnitzel al forno mit Spaghetti Bolognese, aber die Schweinelendchen in Parmaschinken mit Salbei Weißweinsoße und Tagliatelle lachten mich zu sehr an.
Bei den Fleisch und Fischgerichten war jeweils ein Vorspeisensalat dabei.
Der war „deutsch“ angemacht, mit viel Sahne und ohne jede Raffinesse, ähnlich ist das Wahlergebnis in Mecklenburg Vorpolen letzten Sonntag ausgegangen, eine Niederlage für alle christliche Demokraten in unserem Land.
Die Gerichte werden serviert. Um eins vorweg zu nehmen. Ich hätte eigentlich die Bewertung von letztes Jahr 1:1 übernehmen können. Fisch sehr gut und saftig, Fleisch ebenfalls sehr gut gewürzt und sehr saftig zubereitet, aber die Pasta !!! Ich muss mit dem Kopf schütteln. Bei allen Gerichten auf dem Tisch fehlte es an Salz. Ich hab fast den halben Salzstreuer auf meine Pasta gekippt, ich konnte das Missgeschick nicht mehr retten. Das Fleisch dafür schön gesalzen, leckerer Parmaschinken außen, schwimmend in einer leckeren Weißwein-Salbei Soße. Gut ausgesehen hat es allemal:
Lob auch vom Piccata Milanese Esser:
Die Piccata wunderbar aromatisch, die Spaghetti leicht drüber, aber noch im grünen Bereich, die Tomatensauce stimmig. Mir war nur nicht klar, wer denn jetzt die Seniorenportion hatte. Ich hatte normale Größe bestellt, hatte 3 winzige Scheibchen Schweinefilet, umwickelt mit Schinken und 4 Gabeln Nudeln. Ich hatte locker das doppelte oder dreifache verdrücken können. Ich hatte noch Hunger. Also sollte es bei mir Panna Cotta sein.
Die Sahne leider aus der Dose und auch bei der Panna Cotta möchte ich nicht die Hand ins Feuer legen, ob das nicht auch mit Pulver und Milch zubereitet wurde. Die veranschlagten 5,80 deutlich zu viel.
Fazit:
Gleichbleibende Qualität seit Jahren. Hier fällt man nicht auf die Schnauze, feine und raffinierte italienische Küche ist es aber auch nicht.