1 Satz zu mir: bin selber ein ambitionierter Hobbykoch mit Carnivoren- Wurzeln, die perfekte Fusion für den Langzeitgenuss.
Ein "guter" Koch ist für mich, wer mit Mut an den Herd tritt (Salz, Zucker- und Pfefferstreuer nicht vergessen) - einfache Klassiker neu interpretieren !!
Neben der Kreativ-Küche, gehe ich sehr gerne "gut bürgerlich" essen. Wenn es der Geldbeutel zulässt, geht`s auch in Gourmet-Schuppen mit mindestens einem Michelin-Stern. Als großer Derrick Fan bleibt mein Traum einmal das Tantris (2 Sterne) zu besuchen.
Ich freue mich über zahlreiche Kommentare und versuche auch offene Fragen (gerne über Nachricht) zu beantworten.
Wenn es das Lokal zulässt, versuche ich "was fliegt" und "wildes aus dem Wald" zu vermeiden, das ist aber nicht immer möglich. Ich ernähre mich privat gerne vegetarisch dann aber 100% veganfrei.
1 Satz zu mir: bin selber ein ambitionierter Hobbykoch mit Carnivoren- Wurzeln, die perfekte Fusion für den Langzeitgenuss.
Ein "guter" Koch ist für mich, wer mit Mut an den Herd tritt (Salz, Zucker- und Pfefferstreuer nicht vergessen) - einfache Klassiker neu interpretieren !!
Neben der Kreativ-Küche, gehe ich sehr... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 397 Bewertungen 689903x gelesen 7834x "Hilfreich" 7632x "Gut geschrieben"
Geschrieben am 26.06.2018 2018-06-26| Aktualisiert am
24.08.2018
Besucht am 10.02.2018Besuchszeit: Abendessen 4 Personen
… gut dass ich meine Yps „Nacht-Lupe“ und mein Yps Kugelschreiber mit unsichtbarerer Michelin-Tinte zum Notieren dabei hatte ...
Mittlerweile ist unser Besuch schon knapp vier Monate her, lange habe ich überlegt ob ich überhaupt eine Kritik schreiben soll, denn bisher waren alle Besuche in der Zwoggelsbrück absolute Volltreffer. Auf einen Kommentar von mir bei Facebook würde leider von den Inhabern unprofessionell und „patzig“ geantwortet, da hätte ich mir gewünscht dass hier bei GG nach den tollen Bewertungen von Borgi, Marco und meiner einer auch eine Antwort kommt, aber wie so oft: 100 x wird ein Restaurant gut bewertet kommt nöschd, kommt einmal eine Kritik wird patzig und hochnäsig geantwortet, aber die Antwort der Inhaber passt richtig aktuell aus unserer Sicht in den aktuellen Trend der Zwoggelsbrück.
Über Lage, Ambiente wurde in den Vorkritiken schon genug nieder geschrieben, also konzentrieren wir uns aufs wichtigste. An diesem Abend hatten wir eigentlich zu viert vor, in die Krone zu gehen nach Neupotz, zwei ehemalige Arbeitskollegen von mir wohnen passend dazu auf der anderen Rheineite, nicht weit von der SAP Stadt Walldorf. Aber wir bekamen eine kurzfristige Absage, was also tun? Wir fragen nach. Krone in Hayna, Grünwedel in Diedesfeld, Henninger und Kallstadter Hof in Kallstadt seit Wochen ausgebucht. Also Nachfrage bei Pierre Hartung in der Zwockelsbrück. Uns wurde ein Tisch in der Bergstraße,alternativ ein Tisch im Moro in Gimmeldingen (gehört seit 2017 dazu) angeboten. Im Moro ist auch ala Card essen möglich, schreibt mir noch schnell am Mittag kurzfristig der Koch vom Moro. Schaut man sich nämlich auf der Homepage um, ist das eigentliche Zwoggelsbrück Konzept nach Kirchheim, Benzinger im Leininger Hof, umgezogen. Aber was heißt das genau ?
Egal, im Vorfeld schreibe ich Hernn Hartung eine liebe Email, indem ich ihn frage, ob er für uns vier an dem Abend als „pre Dessert“ das sensationelle Butterkekseis vorbereiten könne. Am besagten Abend haben wir Glück und parken recht zeitig im Innenhof der Zwockelsbrück, unsere Kollegen, die 15 Minuten später kamen hatten Pech, sie parkten ca fünf Fussballplätze weiter.
Wir werden begrüßt und zu unserm Tisch geführt. Uns fallen gleich, zwei, drei ganz junge Bedienungen auf, die etwas unstrukturiert hin und herlaufen und dabei keine freundliche Miene aufsetzen. Die eine Bedienung, sie war wohl nur für das Abräumen der Teller und Nachfüllen des Wassers vorgesehen, sagte den ganzen Abend nicht einen Ton zu uns. Auch kein Lächeln, kein Nachfragen 0,0. Gerade die netten Smalltalks, was wir so schätzen in der „Pole“ der Neustädter Bergstraße, an diesem Abend komplett im Treibsand verschwunden.
Wir bekommen vom Inhaber die Karten gereicht und er erklärt uns kurz über das neue Konzept „ angefangen von drei Gängen bis hin zu sieben Gängen können sie auswählen. Die Portionen bleiben gleich. Bestellen sie drei Gänge, werden diese nicht größer gemacht, bestellen sie fünf werden sie ausreichend gesättigt“ Wir fragen nach der Weinbegleitung, ist vermerkt, meine Ex Kollegin und ich nehmen das volle Programm 5x Wein, meine Frau nimmt zwei Weißweine der Freund meiner Kollegein hält sich an Wasser und einem Pils.
Insgesamt bestellt jeder 5 Gänge. Meine Frau und ich nehmen jeweils „Die Vorspeise: Schwarzwurzel Ente“; „Der Fisch: diverse Fischfilets/ Quino/ Curry“; „Unser Ei“; „Das Fleisch – Roastbeef Japan Style“ zum Schluss sollte es bei meier Frau das „Dessert“ sein, bei mir „Der Käse“ zum Abschluß. Unsere beiden Tischnachbaren favorisierten „Das Krustentier – Hummer mit Beete“ als Zwischengang.
Frau Wortlos stellte uns dann ein Holzkästchen hin mit Weißbrot, Knäckebrot und Graubrot. Für 4 Personen gab es zwei Schälchen mit Frankfurter grüner Soße, aber nicht nur die Soße, wir mussten auch das Brot teilen. Wo ich auch schon bei einem wichtigen Punkt bin. Das Brot. In der Kreativen Küche gehört es einfach zum Standard, dass man während der gesamten Zeit etwas zum Beißen hat, auch wenn es wirklich nur einfaches Brot ist, oder wie zb beim Admiral, selbst gemachte Gemüsechips oder im Marly einfaches Grimminger Brot. Es kann einfach nicht sein, dass die Gäste bei diesem Anspruch des Lokals immer wieder die Bedienungen fragen müssen, ob noch Brot nach gefüllt werden kann. Einmal haben wir erlebt beim heutigen Itense Koch, Herrn Pfeifer, dass einfach nicht genug Brot da war und er uns ausrichten habe lassen, dass es keins mehr gibt. Dann passt es auch, aber diese Art und Weise ? Wortlos wurde uns zwei Mal ein Korb, einmal mit drei Scheiben Weißbrot, einmal mit zwei Scheibchen und eine zerfledderte Scheibe hin geknallt, so dass uns langsam die Lust am Brot & Wein verloren ging …
Einen „Gruß aus der Küche gibt es nicht“, es geht los mit dem Salat (Vorspeise), heute als Suppe. Ich dachte im Vorfeld entweder an einen knackigen Salat mit geräucherten Entenscheiben oder eine aufgeschäumte Suppe, schön vielleicht mit einer Entenpraline in Szene gesetzt. Aber was uns der Koch mit dem Gang sagen wollte,
war uns allen schleierhaft. Eine durchsichtige Tasse mit abgebundener Suppe, gefüllt mit einem Daumennagel hoch, als Einlage verkochte Ente, was mich an eine Dosensuppe erinnerte. Sie hat auch ehrlich gesagt nicht geschmeckt und wir drei waren uns einig, dass wir froh waren, dass jeder nur drei, vier Löffel Suppe hatten, ich ließ über die Hälfte zurück gehen. Hat der Leser aufgepasst ? Wir bekamen drei Vorspeisen, aber der Krustentier Fan an unserem Tisch musste uns beim Löffeln zuschauen . Auf eine Nachfrage warum er nichts bekommt, kam nur ein erstes Achselzucken. Frau „die nicht spricht“ mit ersten körperlichen Aktivitäten – nur nicht zu viel Anstrengung nettes Fräulein. Als Weinbegleitung hatten wir einen guten Weißwein (mir ist der Name entfallen).
Danach kamen dann unsere Zwischengänge bzw der „Fisch“ . Nach weiteren 15 Minuten, wir beide waren schon fertig, kam das „Krustentier“. Bestellt wurde zwei Mal Krustentier es kam aber nur eine Portion, auf Nachfrage hieß es, man sei wohl etwas durcheinander gekommen. Der Fahrer des 6 Zylinders aus Walldorf hatte bis dahin immer noch keinen Gang bekommen, er tat mir leid,denn auch das Nachbestellen des Brotes erinnerte mich an das Spiel zu meiner Kindergartenzeit „Reise nach Jerusalem“ - nur ohne Stühle.
Kurz noch zu den Fischfilets,
die schmeckten sehr gut, waren eingewickelt, sah aus wie eine Art Sushi, ein winzig kleiner (halber Sushi) Würfel, auf Quino und Curry. Die kleinen Filets über einander, schönes Farbenspiel, perfekter Gargrad, Fischfleisch schön saftig. Von der Optik 5 Sterne, Geschmack 4 Sterne, Portionsgröße 0,5 Sterne – Von der Menge ein Amuse Gang. Für ein 5 Gang Menü, welches lediglich mit neuem Konzept beschrieben wird, war das sehr dürftig. Meine Frau und ich durften gar nicht daran denken, dass man bei Norbert Dobler im Dobler`s mittags und abends bei jedem Gang gut 150-300 Gramm Fisch oder mindestens 200-250 Gramm Fleisch auf den Teller bekommt, und das Budget wird in keinster Weise mehr in Mitleid gezogen.
Danach wurde uns wortlos die 4 Gläser „Unser Ei“
serviert, endlich durfte auch der Fahrer des falsch parkenden 3er BMW ein paar Happen essen, allerdings war das nicht so seines. Ich fand auch dieses Mal, dass das Eiergericht etwas „unrund“ schmeckte, die Pilze labbrig und nach Wasser im Geschmack erinnernd. Nach dem Gang musste ich zudem immer wieder aufstoßen und mir kam der eklige Geschmack einer mit „braunem Wasser gefüllten Bong“ immer wieder hoch, die braune Kifferbrause (ich hasse Zigaretten&Kiffer-Rauch) So eine Art Rauchgeschmack im Rachen, ich war aber selbst Schuld, ich hatte den Deckel zu lange geschlossen.
Nach dem Onsenei kam dann das eigentlich zuvor servierte „Krustentier“,
von der Optik eine halbe Garnele, ein Löffel Schaum und viel Pulver. Geschmeckt hat es ihm, er bestellt bei der mittlerweile sichtlich genervten Bedienung diese Portion „bitte 50 Mal, aber bitte ohne zweistündiger Wartezeit“. Ich fragte ihn darauf was er macht, wenn sie das jetzt wirklich bringen sollte. Er meinte „bezahlen und essen“. Aber es kam nix, auch kein Brot.
Zeit für das Carnivoren Festival, das Japan Roastbeef. Ich musste an den vorletzten Besuch am Abend in der Zwockelsbrück denken, als ich gut 300 Gramm Fleisch (etwas flachgedrückt, aber eine große Portion, die ich fast nicht schaffte) auf dem Teller liegen hatte, aber was uns da serviert wurde ?
Ich denke dass das ein Stück Roastbeef war, inkl des Fettrands bestimmt 200 Gramm schwer. Das wurde schön geviertelt, dazu gab es ein sehr scharfes Röllchen mit einer sehr scharfen roten Füllung und kleine Gemüse Naschereien. Meine Frau und der hungrige BMW Fahrer konnten es nicht essen, mir hat es geschmeckt, allerdings esse ich gerne scharf. Leider stand in der Beschreibung nicht dabei dass es sich hier um einen „spicy“ Gang handele, lediglich Japan Style. Aber ganz ehrlich: das ganze japanische Vogelfutter beim Japaner bzw beim Asiaten ist doch nicht durchweg scharf ? „Hier brauchen wir nicht wirklich nochmal her, der?“ das kurze Zwischen-Fazit meiner Frau. Ich war zu diesem Zeitpunkt mehr als angefressen, auch meine beiden Kollegen waren kurz davor eine Pizza zu bestellen bzw kurz zum McDonald zu fahren, allerdings machte sich dann doch das vierte Glas Wein bei seiner Freundin bemerkbar, so dass es dann doch noch ein netter und witziger Abend wurde. Ich hatte ebenfalls durch den Wein geschuldet einen Bärenhunger, dass ich die scharfen Überreste auf den Tellern und das ganze nicht gegessene Fett einfach runter schluckte, welches sich in meinem Bauch zu zwei fettigen scharfen A Cup Knödeln formten, quasi das interne "Happy End" des Japan Style Fleischganges.
Es sollten dann für die Herren der „Käsegang“ kommen, die Damen durften zuschauen. Das Beste am heutigen Abend (zusammen mit dem Fisch).
Herrlicher (Weich)Käse, hübsch mit Gewürzen in Szene gesetzt - mit der Frucht und der leckeren Marmelade. Eingelegter „Käs Käs“ wie wir in der Pfalz dazu sagen, dazu noch ein Stück fester weißer Käse mit Zwiebelringen und einem großen Brotchip. Ein paar kleine Scheibchen Brot wäre dazu echt ein Traum gewesen, leider kam nix. Aber der Käsegang ein echtes Highlight. Wir riefen die eine etwas erfahrener wirkende Bedienung her. „Der Käsegang müsste eigentlich mein 5. Gang gewesen sein, ich hatte nur drei, plus den einen den sie mir nach dem Fleisch gebracht haben. Wäre es möglich, dass ich auch das Dessert bekomme ?“. Ich schließe mich der Frage gleich an, denn ich zeigte auf meinen schlanken Bauch. Sie erklärte wir würden alle vier ein Dessert bekommen, die beiden mit der Weinreise bekämen auch noch ein Glas Wein. Das war dann doch noch eine nette Aufmerksamkeit, mit dem abschließenden Dessert hatten wir dann 6 (Mini) Gänge mit 6 Gläsern Wein. Das Dessert
„Zitrusfrüchte“ schmeckte ebenfalls sehr gut, war auch nett angerichtet.
Schwierig ist es für mich auf ein Fazit zu kommen. Auch wenn Käsegang und Dessert wirklich fein geschmeckt haben (ich runde gerne auf 3 Sterne beim Essen auf), die Suppe war ein „no go“, von der Optik und der Konsistenz der Ente. Absolut Luft nach oben haben die Servicekräfte. Ein Beispiel: ich fragte während des Abends die etwas aufmerksamere blonde Bedienung, was es mit dem bestellten Butterkekseis auf sich hätte.Das verschwand laut Bedienung im Sommer 2017 nach Kirchheim, man hätte hier gar nicht das Rezept und die Möglichkeiten dafür.
Ein Tag später las ich dann die Antwort von Pierre Hartung, man könne aktuell kein Butterkekseis herstellen, da ein Koch kurzfristig ausgefallen sei. Gerne wieder beim nächsten Besuch in der Zwockelsbrück. Da soll der Gast durchblicken ?
Fazit:
Wir haben uns irgendwie "verkohlt" gefühlt an dem Abend, nicht nur wegen des "verkohlten" Ei`s. Wir fragten uns am Tisch, ob unser Tisch und der Nachbartisch (hier wurden auch die kleinen Portionen mehrmals kritisiert) in der ARD bei „Verstehen Sie Spaß“ gezeigt werden. Wenn man jetzt als neues Konzept kleine „Amuse Gänge“ macht, welche ein Querschnitt durch die Wochenküche zeigen soll, dann soll man das bitte auch in die Karte schreiben. Bei Ludwig Schwarz in Heidelberg zB wird ein Amuse Menü angeboten, dass sind dann 12-15 Gänge für 59 Euro, da stell ich mich im Vorhinein drauf ein, aber hier hatten wir alle vier komplett falsche Vorstellungen. Wir waren natürlich auch von den Vorbesuchen, ich erinnere mich gerne an das erlebte „Mittags-Mahl“. Im Sommer gab es selbst gemachte Pasta mit Zitronenabrieb und dreierlei Fisch (bestimmt hatte jeder von uns damals 250 Gramm Fisch plus Pasta auf dem Teller, das war lediglich ein Gang) das drei Gang Erlebnis, kostete damals um die 17 Euro. Kreative Küche ist gut und schön, aber dennoch bitte mit gesundem Wareneinsatz. Ich spreche nicht von 300 Gramm Fleischhügeln, aber 100-150 Gramm Fisch oder Fleisch könnte es mindestens bei einem oder zwei Gängen sein. Dass heute an dem Abend war eindeutig zu wenig „nahrhaftes und sättigendes“ bei allen Vieren auf den Tellern. Insgesamt haben wir 300 Euro an dem Abend hingeblättert, für mich ist das maximal ein Stern bei Preis Leistung. Wie sieht die Community das ? (Anmerkung: beim checken der Rezi hob ich die Service Bewertung von 0,5 auf 1,5 Sterne hoch)
… gut dass ich meine Yps „Nacht-Lupe“ und mein Yps Kugelschreiber mit unsichtbarerer Michelin-Tinte zum Notieren dabei hatte ...
Mittlerweile ist unser Besuch schon knapp vier Monate her, lange habe ich überlegt ob ich überhaupt eine Kritik schreiben soll, denn bisher waren alle Besuche in der Zwoggelsbrück absolute Volltreffer. Auf einen Kommentar von mir bei Facebook würde leider von den Inhabern unprofessionell und „patzig“ geantwortet, da hätte ich mir gewünscht dass hier bei GG nach den tollen Bewertungen von Borgi, Marco... mehr lesen
Zwockelsbrück
Zwockelsbrück€-€€€Restaurant, Weinstube063218791707Bergstr. 1, 67434 Neustadt an der Weinstraße
2.5 stars -
"Die Zwoggelsbrück begrüßt mit neuem Konzept „mit kleinen Portiönchen versucht man künftige Gäste vor dem Lokal zu lassen“ oder: kreative und optisch herausragend inszenierte Küche – allerdings muss man(n) den Fisch und das Fleisch mit der Lupe suchen –" DaueresserGK0712… gut dass ich meine Yps „Nacht-Lupe“ und mein Yps Kugelschreiber mit unsichtbarerer Michelin-Tinte zum Notieren dabei hatte ...
Mittlerweile ist unser Besuch schon knapp vier Monate her, lange habe ich überlegt ob ich überhaupt eine Kritik schreiben soll, denn bisher waren alle Besuche in der Zwoggelsbrück absolute Volltreffer. Auf einen Kommentar von mir bei Facebook würde leider von den Inhabern unprofessionell und „patzig“ geantwortet, da hätte ich mir gewünscht dass hier bei GG nach den tollen Bewertungen von Borgi, Marco
Geschrieben am 18.06.2018 2018-06-18| Aktualisiert am
18.06.2018
Besucht am 03.06.2018Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 84 EUR
Das historische Anwesen der Buschmühle liegt in der Gemarkung der Gemeinde Weyher in der Pfalz am Oberlauf des Modenbaches am Fuße des Blättersberges. Und nicht wie hier angegeben in Flemlingen.
Ganz ehrlich, seit gut einem Jahr, fast jeden Monat verfolge ich das „Jubiläums Menü“ (im Monats voraus) auf der etwas altbackenen wirkenden Homepage des noblen (laut Google) Restaurants. Und fast jedes Mal verläuft mir da das Wasser im Munde. Neben den einzelnen Gängen, ist der Aperitif, das Wasser und die Weine dabei - keine 0,1 bzw 0,25 Schnapsgläser zu jedem Gang , sondern "all you can drink", das Angebot ist allerdings immer nur am Freitag und Samstag nach vorheriger Reservierung gültig.
Vorab-Interessierte für den Juli können sich auf: Geeiste Cantaloup- Melone mit Parma-Schinken// Mousse vom Ziegenfrischkäse auf einem Salat von frischem Fenchel und Orangen verfeinert mit Noilly Prat und Creme fraiche // Gebratene Garnele mit gegrillter Zucchini und Salbei-Schaum // Aprikosen-Sorbet mit Barack verfeinert //
Rücken-Steak vom Schwäbisch-Hällischen Landschwein mit frischen Pfifferlingen und Dornfelder-Demi-Glace, glasierte Sommer-Gemüse und Butter-Nudeln oder Hühnchen „Madras" Brust vom Maishähnchen gefüllt mit einer pikanten Farce auf einer fruchtigen Madras-Curry-Sauce, Ananas-Ingwer-Confitt und Mandel-Reis // Hausgemachtes Himbeer-Tiramisu und Mousse von weißer Schokolade zu frischen Beerenund Straciatella-Eis freuen: inkl. Aperitif, Tischweine und Soda-Wasser unter 55 Euro pro Nase, do kanns nidd meckern.
Neben den Jubiläums und Sonntags Menüs gibt es für Jedermann sich gut anhörende ala Card Gerichte (das ist aber dann sehr sehr teuer), vor gut 5 Wochen waren wir das erste Mal hier. Ein guter Freund begleitete mich, ich nahm vom Abend Menü die gefüllten frischen Champignons, das Geburtstagskind die Freifang Black Tiger Garnele, als Hauptgang jeweils ein Rumpsteak, dazu orderte er noch eine Flasche Wein. Mir verschlug es fast der Atem, als die Prima Ballerina aus der Schatulle sprang und wir den Rechnungsbetrag von 254 Euro vor uns hatten.
Nach dem lehrreichen Mittagessen waren wir dann vor gut drei Wochen zum "Sonntagsmenü" da, wir hatten nicht reserviert,sind spontan Richtung Burrweiler gedüst mit Ziel Buschmühle. Obwohl nicht reserviert, bekamen wir einen netten Platz im Außenbereich, schön im Schatten, im Laufe der nächsten halben Stunde war dann draußen jeder Tisch besetzt. Wir hatten eine samtige Karotten Ingwer Suppe, danach einen Sommersalat mit Krebsfleisch und schwarzen Bohnen, danach mein Bester Haxe vom Milchlamm
die Haxe vom Lamm, meiner einer das ENTRECOTE mit Pfeffersauce
Entrecote mit grüner Pfeffersauce und Pommes, als finaler Gang Dessert Surprise II
„Dessert Surprise“. Durch die Bank war das Essen ausgezeichnet, leider fehlte mir beim Entrecote etwas der Fleischsaft.
Aber wie heißt es so schön ? Aller guten Dinge sind drei ? Vorletzten Sonntag dann mein erster Besuch mit meiner besseren Hälfte, ich wusste was uns erwartet, meine Frau wusste es nicht und war dann vor Ort hin und weg.
Alleine wegen den vieler umher laufenden und freien Tiere – natürlich spazieren die Ziegen, Gänse, Kühe, Pfaue etc nicht durch die Außen Bestuhlung der Gäste, das ist abgetrennt, aber die Gäste der Buschmühle können separat durch die Tier-Anlage spazieren.
Kurz nochmal zur Herfahrt: Ich kannte nur den Weg von Burrweiler, kommend dieses Mal sind wir über Edenkoben und Weyher gefahren und trotz Update im Navi in unserem Auto, wollte uns die bekannte Stimme einen Kilometer hinter Weyher wieder zurück schicken. Nach 1,5 Kilometer ebenfalls, auch nach zwei Kilometern. Wir fuhren dann daher mit ungutem Gefühl (gefühlt ans Ende der Welt) bis zur nächsten Kreuzung. Dann endlich das Schild "Richtung Burrweiler" 3 Kilometer, ich wusste ja, dass 2 Kilometer nach Burrweiler rechts die Einfahrt zur Buschmühle kommt, also musste nach "Adam Riese" jetzt nach knapp einem Kilometer links die Einfahrt kommen. Und ? Die Einfahrt kam, keine Weltveränderung, kein Weltuntergang und kein Vulkanausbruch und keine Verschiebung des Pfälzer Waldes in der schönen Pfalz :-)
Das imposante Anwesen der Buschmühle im Modenbachtal wurde im Jahr 1608 erstmals urkundlich erwähnt. Hans Stephan Hartlieb aus Burrweiler begründete zu dieser Zeit die „Mal- und Ölmühle sowie Hammerschmiede“ am Oberlauf des Modenbach. Im Jahr 1838 errichtete der damalige Eigentümer Jakob Minck aus Annweiler am Trifels neben der alten Mühle das heutige Hauptgebäude der Buschmühle im Stil eines Herrschaftshauses.
Auf Bildern innen sind u.a. bekannte Staatsgäste zu sehen, Helmut Kohl war hier oft Stammgast und lud regelmäßig mit Staatsgästen und seinem Kabinett zu deftigen Gerichten, wie dem berühmten Pfälzer Saumagen oder Dampfnudeln, ein. Und heute fühlen wir uns wie Staatsgäste, wie Ehrenmänner, denn schon auf der Treppe werden wir vom Inhaber Herr Kern auffallend freundlich begrüßt. Er erkennt mich und legt noch zwei „Smalltalk Sätze ein“, nichts aufgesetzt, nein, freundlich, sympathisch, herzlich. Er fragt uns drinnen oder draußen, wir folgen erst den Sonnenstrahlen, allerdings ist es heute sehr schwül und meine Frau möchte dann doch rein.
Der Eingang voll mit Holzvertäfelungen, Herr Kern führt uns durch einen ersten größeren Saal, den Musiksaal Musik Saal
und erklärt uns, dass man den gerne auch für Feierlichkeiten reservieren lassen kann. Super finde ich in der hinteren Ecke die größeren Leder-Sessel, ich könnte mir gut vorstellen dass hier das ein oder andere Cognac Glas von den Staatsmännern geschwenkt wurde, ging damals dann irgendwann das Licht aus, holten bekanntermaßen die Staatsdamen bei Herrn Strauß gerne mal den kleinen Josef raus :-) - da habe ich doch glatt wieder Lust ein Tape mit Otto einzulegen.
Wir gehen weiter in einen weiteren fein eingedeckten Raum, dieser ist mit Spiegel und viel Glas verziert, festlich eindeckt, auf einer Vertäfelung erkenne ich „Spiegelsaal“ bis wir dann dann zum "Pfauensaal" kommen, wo uns schließlich ein netter eingedeckter Tisch am Kamin angeboten wird. Ein Tisch weiter ein nette Gesellschaft, ich kenne den netten sympathischen Mann auf 13 Uhr , er ist (war) der Inhaber des Sex Shops im Landauer Ostring-Center, Man(n) kennt sich - Die Welt ist manchmal so klein. Steht in Landau das Pavillon noch ?
Wir bekommen die „Sonntag`s Menü“ Karte gereicht. Auswählen kann der Gast meist aus 8 verschiedenen Gerichten so heute „ Rücken vom jungen Pfälzer Wildschwein mit Waldpilzen in Wachholder-Rahm-Sauce Gewürzbirne mit Preiselbeeren gefüllt, Rosenkohl und hausgemachte Spätzle oder Filet „Martigny" Tranchen vom Schweinefilet mit einem Fächer von der Williams-Birne und feiner Käse-Rahm-Sauce, glasiertes Gemüse, hausgemachte Butter-Nudeln
oder Pochiertes Filet vom Zander mit feiner Hummer-Sauce frischem Blattspinat und Basmati-Reis". Dazu wie jeden Sonntag eine Suppe, einen Salat sowie das Dessert „Surprise“ für 30 Euro.
Während wir unseren Haupt-Gang auswählen und unsere Blicke hinweg der Bilder und Fenster schweifen lassen, „määäht“ und „ kickerieeekiiiiihhhht“ es stereo alle 30 Sekunden. Ist nett, aber irgendwann reicht mir dass dann aber. Ich frage beim „Restaurant-Leiter nach, ob man vielleicht mal eine andere Platte auflegen könnte. Er witzelte und antwortete, "auf dem Hof seien viele weibliche Hühner und der Hahn möchte sie natürlich beeindrucken“.
Heute fehlt mir insgesamt im Service das Feintuning, am Nachbartisch fragt der hagere Kellner ob es noch was sein kann, 10 Sekunden später fragt der Restaurant-Leiter. Auch kommt er während der Gänge mehrmals an den Tisch und fragt nach ob alles zur vollen Zufriedenheit ist, ob er schon was mitnehmen darf, ob es noch ein Bier sein soll (obwohl ich noch die Hälfte drin habe) und möchte nach dem Salatgang den Teller mitnehmen, obwohl ich ihn sichtbar so hingestellt habe, dass ich den Salat als Begleiter zum Hauptgang genießen möchte.
Was gar nicht geht: Ich bestelle mir dann im Laufe des Mittags ein zweites Bellheimer Hefebierchen, der junge Kellner bringt mir das Glas und langt mit seiner Handinnenfläche an den obigen Glasrand und stellt es mir hin. Als ich ansetzen möchte, rieche ich starken Zigarettenrauch am Glas ...
Die Gäste bekommen, so wie wir auch, einen XL Brotkorb serviert, da bekommt man fast in Somalia eine Kleinfamilie satt (kleiner Scherz). Helles und dunkles Brot, dünn und etwas dicker aufgeschnitten, alles frisch, dazu Zweierlei Zimmer warme Butter. Für den ersten kleinen Hunger genau richtig. Was die Frage aufwirft, warum gibt es kein Snickers in Somalia ? (jetzt reicht es aber)
Wir bekommen die Suppe gereicht. Es ist eine mit Sherry abgebundene Wildschwein-Suppe, mit rustikaler Fleischeinlage. Ich bin kein Wild Fan,gut, dass die Suppe in den bekannten Kantinen-Suppen Tassen serviert wurde (so um die 150-200 ML), mehr hätten wir auch gar nicht geschafft. Die Suppe war lecker, aber auch sehr sättigend und nach umher laufenden Wildschweinen erinnernd, ich musste jedenfalls an den nassen und schweren Wald-Boden denken, als ich die Suppe hinunter löffelte.
Danach kam der XL Sommersalat, Beilagensalat :-))
in einem größeren Suppenteller angerichtet. Knackiger grüner Salat frisch mit Essig und Öl angemacht, dazu Feldsalat und jede Menge frischer Kräuter. Auf dem Tellerrand lag noch Gurkensalat, Radieschensalat, Karottensalat sowie ein Amouse Löffel mit Shrimps, Crevetten und schwarzen Böhnchen. Der Löffel schwamm in einem Hummersud, schmeckte ganz fantastisch. Ganz ehrlich, in jedem gutbürgerlichen Restaurant geht der Salat als Hauptspeise für um die 12-15 Euro durch. Das war in sich eine Hauptspeise, für ein „Sonntagsmenü“ fast schon des Guten zu viel.
Wir bekommen unsere Hauptgänge. Meine Frau entscheidet sich für das Kalbsrückensteak mit Sauce Hollandaise Kalbsrücken Steak mit Trüffel
und frisch gehobelten Trüffel, dazu gab es aufgespritzte Kroketten und Gemüse. Meiner einer entschied sich für das 280 Gramm Rumpsteak vom argentinischen Angus Rind mit Pommes und sautierten Bohnen, laut Karte wird das Rumpsteak „rosa“ gebraten (war da nicht was mit dem fehlenden Fleischsaft beim Entrecote), war es auch,
allerdings heute wiederum leicht trocken und stumpfig am Gaumen. Ich fragte nach, der Oberkellner erklärte mir, bei der vielen Anzahl der Gäste, würde man die Rumpsteaks vorab „senior“ braten, dass die dann schön rosa serviert werden können, allerdings hätte ich dem Kellner auch Bescheid geben können, dass wir es „medium haben“ wollen. Schön dass er mich da nochmals daran erinnert hat, den meine Frau und ich haben dem anderen Kellner bei der Bestellung sehr wohl „Kalb und Rind bitte medium saftig“ bestellt.
Das Kalbssteak war wunderbar rose im Innern, schön saftig, hervorragend gewürzt, leider fiel das Gemüse heute etwas ab, es war zu weich, etwas verkocht. Auch meine sautierten Böhnchen waren leider etwas zu matschig, geschmacklich akzeptabel-gut. Das Fleisch war aber wie auch schon bei unseren vorangegangenen Besuch von allerhöchster Qualität, dass auch das stumpf zu essende Rumpsteaks noch richtig Spaß gemacht hat zu Essen. Ich musste an die argentinischen Weiden denken, an frei umher laufende Angus Rinder, und wünschte mir dass Messi seinen ersten Elfmeter bei der WM in Russland verschießen möge und die Gauchos als Mitfavorit bestenfalls gegen die Teilzeit Fußballer aus Island ein Punkt mitnehmen würden.
Schließlich wurde dann unser Dessert serviert, das Dessert ist in der Buschmühle bisher immer ein Highlight gewesen So auch hier: Dessert Surprise
Selbst hergestelltes fruchtiges Mangoeis, Vanille-Espuma, Erdbeere-Panna-Cotta, Sahne und frische Früchte. Leider war das Dessert viel zu schnell leer.
Fazit:
Die Buschmühle ist eine gute Empfehlung. Tolles Ambiente, historische Gemäuer, klasse Menü-Angebote - aber auch und gerade wegen des Defizit beim Service (Hygiene) und den (teilweise) fehlenden Basics bei der Zubereitung der Speisen kein Gourmet-Schuppen mit hohen Preisen und Anspruch auf kreative Sterne Küche. In der Buschmühle bekommt der Gast reichlich und optisch ansprechende Speisen ( ausgesprochene sehr gute Fleisch-, Fisch- und Gemüse Qualität ) serviert, auch wenn es hier und da wegen dem fehlenden Feinschliff beim Essen nicht zur Höchstpunktzahl beim Essen reicht. Dafür aber 5 Sterne bei Preis-Leistung
Das historische Anwesen der Buschmühle liegt in der Gemarkung der Gemeinde Weyher in der Pfalz am Oberlauf des Modenbaches am Fuße des Blättersberges. Und nicht wie hier angegeben in Flemlingen.
Ganz ehrlich, seit gut einem Jahr, fast jeden Monat verfolge ich das „Jubiläums Menü“ (im Monats voraus) auf der etwas altbackenen wirkenden Homepage des noblen (laut Google) Restaurants. Und fast jedes Mal verläuft mir da das Wasser im Munde. Neben den einzelnen Gängen, ist der Aperitif, das Wasser und die Weine dabei - keine 0,1 bzw 0,25 Schnapsgläser zu... mehr lesen
4.0 stars -
"Every Sunday Bush-Mill, every time a big and fine lunch oder: Wo einst „ The Wizzard“ Helmut „magic“ Kohl seine Staatsgäste verzauberte gibt es jeden Sonntag das „Sonntag`s Menü“ mit ausgezeichnetem Preis-Leistungsverhältnis" DaueresserGK0712Das historische Anwesen der Buschmühle liegt in der Gemarkung der Gemeinde Weyher in der Pfalz am Oberlauf des Modenbaches am Fuße des Blättersberges. Und nicht wie hier angegeben in Flemlingen.
Ganz ehrlich, seit gut einem Jahr, fast jeden Monat verfolge ich das „Jubiläums Menü“ (im Monats voraus) auf der etwas altbackenen wirkenden Homepage des noblen (laut Google) Restaurants. Und fast jedes Mal verläuft mir da das Wasser im Munde. Neben den einzelnen Gängen, ist der Aperitif, das Wasser und die Weine dabei - keine 0,1 bzw 0,25 Schnapsgläser zu
Geschrieben am 14.06.2018 2018-06-14| Aktualisiert am
14.06.2018
Besucht am 26.05.2018Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 74 EUR
Die bulgarische Küche hat sich ihren unverwechselbaren Charakter bewahrt, obwohl sie von der griechischen und türkischen Küche beeinflusst wurde. Witzig, dass ich bis vor ein paar Woche davon ausging, dass das „4 Jahreszeiten“ ein griechisches Lokal ist. Sehr verbreitet seien Eintopfgerichte mit oder ohne Fleischeinlage. Die haben wir aber, um es gleich vorneweg zu nehmen, nicht in der Speisekarte gesichtet. (Anmerkung: da ich mir nicht schon wieder mit der Kritik die „Finger verbrennen möchte“, siehe GG Kommentare vom Clubhaus MA-Sandhofen, hab ich mich bei dem Besuch der 4 Jahreszeiten „vor Ort“ und auch im „world wide web“ informiert).
>Back to the Roots< an einem warmen Samstagnachmittag im Mai diesen Jahres besuchte ich einen guten Freund. Seit seinem siebten Lebensjahr ist er „Landauer“, ohne bekannte Umzüge in andere Städte. Ich kann mich noch gut erinnern, als wir mit acht oder neun Lenzen mit unseren BMX Bikes die frisch aufgeschütteten Sandberge nahe des Horstring überquerten, wer konnte denn damals ahnen, dass das mal die A 65 wird? Unsere Restaurant Auswahl in den letzten Monaten war monoton, immer wieder das Referenz Rumpsteak im Weinkontor. Schade, dass die Lokalität bald die Toren dicht macht.
Daher fragte ich bei einem „DB Lokführer“ im Bekanntenkreis nach, er kennt ebenfalls die Landauer Lokalitäten in und auswendig. „ wenn ihr gudds Hähnel esse wollt, missd er zum Paulaner gehe, do gibts die beschde in Landaach“ - gut, Geflügel ist ja nicht gerade mein Lieblingsessen, seit ein paar Monaten versuche ich komplett auf Geflügelwurst und Geflügel“Fleisch“ zu verzichten - daher habe ich mich vorab auf der Homepage des Restaurants „4 Jahreszeiten“ schlau gemacht. Gegrillte Pep, dazu der Grillteller >hört sich doch gut an<, meinte auch mein Bester.
Ich fragte ihn dann noch schließlich, ob er denn vielleicht Lust habe mit ins Koza zu gehen, frisches Sushi, er antwortete trocken „ wenn ich Quecksilber essen möchte, fresse ich ein Thermometer“ er musste wie ich grinsen, natürlich zitierte er Harvey Keitel aus dem Blockbuster „ Die Wiege der Sonne“, eines meiner absoluten Lieblingsfilme mit Sean Connery (er spielt einen Gai Jin) und Wesley Snipes.
Wir parken auf dem Weißquartiersplatz, die Sonne scheint, im Außenbereich gibt es jede Menge schattige Tische und Stühle, sowie schwere Holzbänke. Die Tische stehen sehr eng, aber so lange nicht ein Typ wie Hella von Sinnen auf meinem Schoß sitzt, ist mir das wurschd. Wir schauen in die Speisekarte und schauen uns an. Ein Vegetarier wird es schwer haben, ein Veganer braucht erst gar nicht hier anzuhalten.
Verlockend klingt die Vorspeisen Auswahl, steht nicht die Bezeichnung „deutsch-mediterrane“ Landesküche auf der Homepage? Gerne ein halbes Dutzend Weinbergschnecken, mit einer pikanten Kräuterbutter überbacken dazu Baguette. Was die Frage aufwirft: warum werden Schnecken meist mit Kräuterbutter oder mit Knoblauch angeboten ? Wahrscheinlich deshalb, dass man den eigentlichen Schnecken Geschmack nicht erkennt ? Die schlüpfrigen Dinger ? Was ist wenn zwei Berliner, ein Amerikaner auf drei Schnecken liegt – ein GB in der Bäckerei ;-))
Frisch gegrillter Oktopus, frisch geangelt aus der tiefen Queich, mit Rucola und Zitronen-Olivenöl Marinade? Nee, wir halten uns an die bekannten Klassiker: geröstetes Knoblauchbrot (2,80), sowie eine Portion gegrillte Pep (4,80). Die Peperoni
hatte ordentlich „schmackes“, waren gut scharf, aber auch gut saftig. Sehr gut,war das Knoblauchbrot,
es war gebacken, dennoch sehr saftig und nach "Vampirgift" erinnernd. Danach gab es „quasi“ als Zwischengang einen angemachten Beilagensalat, der schmeckte frisch und gut, ohne jemals unter den „Top 3 Beilagensalate“ im Daueresser Ranking zu stehen. Mein Bester allerdings verzog das Gesicht, es stellte sich bei ihm das erste kleine Sättigungsgefühl ein. Bei mir noch nicht, es waren Platz für vier, fünf „Halbe“ Paulaner Hefe Bierchen, die kamen wunderbar temperiert und wohl mit offenem Gasventil zapfend an unseren Tisch. Nach Beendigung des ersten Durstes suchte ich mir für den Hauptgang einen passenden Wein. Ich nahm den einzigen Wein, der mir nichts sagte, daher fragte ich nach. „ Unser teuerster auf der Karte, kommt aus Bulgarien, eine Spezialität“, es war ein Rotwein „Reserve“ - wenn ich mich recht entsinne hieß er „ Maffrüd Reserve“ (0,25 für 4,80), wobei da bestimmt nicht die Reserve Mannschaft einer Bundesliga Mannschaft gemeint ist. Gut, vielleicht der VFB Stuttgart, die es mit ach und Krach gerade so ins gesicherte Mittelfeld geschafft haben.
Dieser Maffrüd Reserve schmeckte im ersten Moment vollmundig und fruchtbetont. Mir ist der aber zweite Schluck (der erste große Schluck) im Gedächtnis geblieben. Der fruchtige lange Abgang, schön weich am Gaumen mit gut eingebundenem Tannin. Der Leser wird sich jetzt denken … der Daueresser kennt sich halt nur mit Weizen aus, dabei kann ich blind ….. äähh nix sehen.
Es werden unsere beiden Fleischplatten mit dem gut aus getüfteltem Namen „4 Jahreszeiten Teller“, serviert. Wir orderten dazu die im Text erwähnten Bratkartoffeln, wir hatten vorab nachgefragt, der Kellner war sichtlich etwas genervt, da er wohl einzig diese Zubereitungsart – aus gekochten Pellkartoffeln – kennt.
Der 4 Jahreszeiten Teller (16,50) hatte jeweils ein gegrilltes Lammkotelett (allerdings sehr fettig), Schweinefilet mit Käsesauce, Putensteak und kleines Rumpsteak mit selbstgemachter Kräuterbutter dazu Bratkartoffeln und Beilagensalat. Sah dann so aus:
War insgesamt ok. Das Rumpsteak war leicht rosa, das Schwein leider komplett durch, die Käsesauce erinnerte uns an den einen Käse aus dem Film „ 2 Nasen tanken Käse“, so dass wir gerne noch eine zusätzliche Schatulle mit frisch zubereiteter Käsesauce, lediglich mit einem Euro auf der Rechnung angegeben, bestellten. Uns hat es geschmeckt, wir mussten auch eine vernünftige Grundlage schaffen, an dem Abend sollte das Spiel zwischen Klopps Reds und den Königlichen stattfinden, wobei wir nicht die Mission 1000 vorhatten, nein, wir hatten uns je mit einem kleinen Elfer Franziskaner und einem Elfer Schöfferhofer Maurerbrause im Vorfeld ausgestattet. Blöd dass in der Halbzeitpause das Gesöff schon leer war und ich nach der Niederlage bei "schnick schnack schnuck" zum Rewe- Discounter fahren musste. Da war ich dann froh, dass ich Nachmittags im 4 Jahreszeiten eingekehrt bin, und mein Bauch ordentlich gefüllt war.
Fazit:
Ich komme immer wieder gerne vom eigentlichen Thema ab, das Problem an dem Essen war, es gibt nichts was komplett daneben ging, aber es war auch nix dabei, um in naher Zukunft nochmal von Mannheim kommend, am späten Nachmittag oder frühen Abend im „4 Jahreszeiten“ vorbeizuschauen. Doch eins bleibt mir in Erinnerung, der "Maffrüd Reserve" mit fruchtigem langem Abgang …. :-)
Die bulgarische Küche hat sich ihren unverwechselbaren Charakter bewahrt, obwohl sie von der griechischen und türkischen Küche beeinflusst wurde. Witzig, dass ich bis vor ein paar Woche davon ausging, dass das „4 Jahreszeiten“ ein griechisches Lokal ist. Sehr verbreitet seien Eintopfgerichte mit oder ohne Fleischeinlage. Die haben wir aber, um es gleich vorneweg zu nehmen, nicht in der Speisekarte gesichtet. (Anmerkung: da ich mir nicht schon wieder mit der Kritik die „Finger verbrennen möchte“, siehe GG Kommentare vom Clubhaus MA-Sandhofen,... mehr lesen
Vier Jahreszeiten
Vier Jahreszeiten€-€€€Restaurant06341942001Weißquartierstraße 25, Landau, 76829 Landau in der Pfalz
3.0 stars -
"Grundsolide deutsch -“bulgarische“ Küche 3.0 oder: hier macht man nichts falsch, die hohe Kochkunst ist es aber auch nicht. Dafür sitzt man im Sommer nett im Schatten unter großen Paulaner Schirmen beim Paulaner-Reißen in der halben Liter Klasse" DaueresserGK0712Die bulgarische Küche hat sich ihren unverwechselbaren Charakter bewahrt, obwohl sie von der griechischen und türkischen Küche beeinflusst wurde. Witzig, dass ich bis vor ein paar Woche davon ausging, dass das „4 Jahreszeiten“ ein griechisches Lokal ist. Sehr verbreitet seien Eintopfgerichte mit oder ohne Fleischeinlage. Die haben wir aber, um es gleich vorneweg zu nehmen, nicht in der Speisekarte gesichtet. (Anmerkung: da ich mir nicht schon wieder mit der Kritik die „Finger verbrennen möchte“, siehe GG Kommentare vom Clubhaus MA-Sandhofen,
Geschrieben am 02.06.2018 2018-06-02| Aktualisiert am
02.06.2018
Besucht am 01.06.2018Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 28 EUR
Lösung: Regionales Rind gegen Australischer Barramundi.
In den beiden letzten Wochen waren meine Frau und ich „zufälligerweise“ im Papageno im Maritim Hotel. Bis Dezember 2017 stand das Papageno immer unter „Tagesessen Mannheim“ drin, im Januar dann eine andere Marketing Strategie. Durch Recherche im Internet sind wirdann doch auf die „Papageno Stammessen“ gestoßen.
Bei TripAdvisor steht das Papageno auf Platz 293 von über 650 gelisteten Restaurants, da kann ich nur den Kopf schütteln. Gut, bei den Mannheimern ist das Lokal auch als Bier und Weinstube bekannt, das stimmt auch, so steht auch die Bezeichnung im aktuellen Schlemmeratlas Hotelguide. Aber wer hier blaue Nasen und vollalkoholisierte Gäste vermutet, der irrt gewaltig. Schon bei unserem ersten Besuch vor knapp 3 Wochen waren wir erstaunt. Fast nur Geschäftsleute und an zwei Tischen etwas ältere Herrschaften, wohl Rentner, aber im Papageno bekannt, die geschulten Servicekräfte sprachen die Gäste mit Namen an.
Wir bekommen die Weinkarte, als auch die Standardkarte, werden aber gleich auf die Tagesessen und die Spezialitäten angesprochen, die zweite Servicekraft gibt uns gleich im Anschluss ein Körbchen mit frisch aufgeschnittenem leicht erwärmten Weißbrot, dazu gibt es eine mit Kräuterfrischkäse und Butter gefüllten kleineren Glasschale.Erster Eindruck, sehr gut. Meine Frau und ich entscheiden uns dann für das angebotene 2 Gang Tagesmenü,bestehend aus Tagessuppe (auch separat für 4,50 bestellbar) und einem Hauptgang. Hier kann der Gast meist wählen aus Geflügel/Fleisch und einer vegetarischen Alternative, manchmal auch Fisch. Beim Zwei-Gang Menü ist ein Getränk inklusive. Bei mir sollte es bei beiden Besuchen ein 0,5er Hefe von Schöfferhofer sein (Einzelpreis 4,90), meine Frau entschied sich jeweils für eine kleine Flasche Cola Light. Alternativ kann man sich aus der Weinkarte einen offenen Wein heraussuchen (0,2 L).
Die Inneneinrichtung ist Geschmackssache. Ich finde es super gemütlich, die Weinstube ist im Keller, daher angenehm kühl. Heute erklärte ich meiner Frau, auch wenn wir erst das zweite Mal im Papegno waren, habe ich das Gefühl, dass ich hier schon 100 Mal gewesen bin. Das Ambiente versprüht rustikalen Flair. Viel dunkelbraunes Holz, in der Mitte die Theke. Die Servicekräfte sind gelernte Kräfte, alle einheitlich angezogen, weißes Hemd, Ärmellose blaue Weste, mit den Farben vom maritim Hotel. Es wird die Tagessuppe serviert, eine Spargelschaumsuppe. Sie trägt den Namen zurecht. Als Einlage weißer Spargel (Stückchen) und Ringe vom grünen Spargel. Dazu wurde vom Koch noch etwas Petersilien-Öl unter die Schaumkrone gehoben. Wunderbar ausbalanciert, das letzte Drittel musste ich herab schlürfen, indem ich beide Henkel in meine Hände nahm und die Tasse am Mund ansetzte. Viele behaupten, nur so kann man den richtigen Geschmack der Suppe genießen (ich bin einer davon). Nach einer angenehmen Verschnaufpause kamen zeitgleich unsere beiden Hauptgänge. Hüfte vom regionalen Odenwälder Rind, mit gebackener Polentaschnitte und Sauce. Gleich beim Anschnitt merkte ich, dass der Koch wohl auf "medium rare" (auch wenn man das am Bild nicht erkennen kann) steht: Klasse "saftiger" Anschnitt
War mir fast ein Tick zu roh, man konnte fast die Graswiese beim Beißen herausschmecken, aber die Qualität des Fleisches machte das wieder weg. Meine Frau musste kämpfen, ich ebenfalls. Zwischendurch riefen wir die Servicekräfte heran. „ alle unsere Fleischgerichte haben am Mittag und am Abendmindestens 320 Gramm nach dem Braten“, die freundliche und sympathische Auskunft. Klasse Portionen
Ich hätte die Einzel Medaillons schon auf 150-180 Gramm Fleisch geschätzt, jeder hatte zwei Stück auf dem Teller. „Do kannsd nidd meckern“. Die Polentaschnitte schön abgeschmeckt und in Butter ausgebacken, Sauce ebenfalls schön ausbalanciert und von hervorragender Konsistenz, die könnte auch beim Soßen-Gott Carl Emil durchgehen.
2014 stand in der Boulevard Zeitschrift Focus ein interessanter Bericht: Noch einmal zurück zum Sternenhimmel. – Als Star der Neuen Deutschen Welle wurde Hubert Kah berühmt. Dank „Promi Big Brother“ und seiner schrägen Art wird er jetzt wieder geliebt. Dass er mit schweren Depressionen kämpft und in Psychiatrien lebte, wissen nur wenige.“Gemeint wurde die Psychiatrie in Mannheim, denn Hubert Kah wohnt seit Jahren im Mannheimer Maritim Hotel, er kann es sich auch leisten, da er an unzähligen Top Hits beteiligt ist. Bei unserem heutigen Besuch fragte ich nach, er sei schon länger nicht mehr im Hotel-Restaurant gesichtet worden, vor ein paar Jahren war er aber „Stammgast“.
Zu Stammgästen könnten meine Frau und ich werden. Heute wieder das gleiche Bild, zuerst Speisekarten etc, danach die Butter und Brot. Es wird nach den Getränken gefragt, wieder das Hefe und die Cola Light. Im Vorfeld hatte ich schon recherchiert, heute wurde das Filet des australischen Speisefisches Barramundi angeboten, im 2 Gang Menü. Selbstverständlich zogen wir das wechselhafte Wesen den ganzen Dönerbuden vor. Mal lebt der Barramundi in Süß-, mal in Salzwasser, zudem wird er männlich geboren und später zum Weibchen. Die Australier lieben an ihm das feste und aromatische Fleisch, wir waren also gespannt und wurden nicht enttäuscht.
Als Suppe gab es heute eine frisch abgekochte Rinderkraftbrühe mit "Gemüsestückchen und Maultaschen mit Rinderfüllung". Maultaschen "al dente"
Die Suppe hatte einen extremen Geschmack, war heute wieder sensationell abgeschmeckt. Die Maultaschen hatten Biss, die Füllung sehr delikat und herzhaft. Der Barramundi wurde dann zeitgleich an unserem Tisch serviert. Das Fleisch schön fest, aber wunderbar aromatisch. Die Haut knusprig und nicht eine einzige, nicht mal eine winzige Gräte. Der Speisefisch wurde geteilt und lag auf saftigem Spinat der mit einer leichten Safransauce vermengt wurde, die Safransauce war auch Unterlage des Spinats. Barramundisch gut :-)
Ausgezeichnet das Risotto, von der Konsistenz etwas an Milchreis erinnernd, weich aber überhaupt nicht "schlotzig" , hat aber wunderbar gepasst und der super Gegenpool zum sehr saftigen Fisch.
Fazit:
Natürlich hat das alles einen Preis, Schnäppchen macht man im Papageno keine, dennoch sind die jeweils "14 Euro" für das "Zwei Gang Menü", inklusive Getränk und Brotgang vorab sehr, gut angelegt und im Vergleich zu anderen Restaurants in den Quadraten sogar günstig. Leider nehmen zu wenige Mannheimer das Angebot war, heute waren lediglich zwei Tische besetzt, schade, man muss also von einem „Geheimtipp“ sprechen. Top Empfehlung - aktuell wird ein Frühling/Sommer 3 Gang Menü am Abend für 35 Euro (mit Kalbsfilet und selbst gemachter Sauce Holl.) angeboten, das klingt verlockend.
Lösung: Regionales Rind gegen Australischer Barramundi.
In den beiden letzten Wochen waren meine Frau und ich „zufälligerweise“ im Papageno im Maritim Hotel. Bis Dezember 2017 stand das Papageno immer unter „Tagesessen Mannheim“ drin, im Januar dann eine andere Marketing Strategie. Durch Recherche im Internet sind wirdann doch auf die „Papageno Stammessen“ gestoßen.
Bei TripAdvisor steht das Papageno auf Platz 293 von über 650 gelisteten Restaurants, da kann ich nur den Kopf schütteln. Gut, bei den Mannheimern ist das Lokal auch als... mehr lesen
5.0 stars -
"Jeopardy! "Was läuft auf Odenwälder Wiesen" versus "Was kommt aus den (Australischen) Süß und Salz-Gewässern ?" Oder : erstklassige Küche, erstklassiger Service, auch beim heutigen Wiederholungsbesuch – Daueresser-Geheimtipp für die Mannheimer-Innenstadt" DaueresserGK0712Lösung: Regionales Rind gegen Australischer Barramundi.
In den beiden letzten Wochen waren meine Frau und ich „zufälligerweise“ im Papageno im Maritim Hotel. Bis Dezember 2017 stand das Papageno immer unter „Tagesessen Mannheim“ drin, im Januar dann eine andere Marketing Strategie. Durch Recherche im Internet sind wirdann doch auf die „Papageno Stammessen“ gestoßen.
Bei TripAdvisor steht das Papageno auf Platz 293 von über 650 gelisteten Restaurants, da kann ich nur den Kopf schütteln. Gut, bei den Mannheimern ist das Lokal auch als
Geschrieben am 28.05.2018 2018-05-28| Aktualisiert am
28.05.2018
Besucht am 12.05.2018Besuchszeit: Abendessen 4 Personen
Rechnungsbetrag: 150 EUR
Angefixt von der klasse Bewertung von Marc074 reservierten wir im Vorfeld modern per WhatsApp einen Tisch für den vorletzten Samstag. Wir hatten dementsprechend hohe Erwartungen und wurden leider enttäuscht.
Mein Vater war zwei Tage vorher mit dem Rad dort und hat sich alles schon mal angeschaut (er wohnt keine 5 Kilometer entfernt), sein erster Kommentar als wir ihn am Abend abholten. „Von wegen, das Lokal ist im Kreis Germersheim, das verrät dir doch schon die Vorwahl.“ Stimmt, denn die Vorwahl hat eine 72 am Ende und die steht für Rheinzabern/Rülzheim etc. Von der Adresse her steht aber Hatzenbühl drin, und Hatzenbühl gehört zu Kandel. Für mich als Ur-Rülzheimer ein Unding, aber gerne erinnere ich mich noch an die heiß hergehenden Saisonspiele zwischen Rülzheim und Kandel, manches ging sehr blutig aus.
Parkplätze gibt es zu Genüge vorne vor dem Lokal und wenn man dann den Kiesweg hin marschiert, kommt dem Gast ein erstes nettes wohliges Gefühl entgegen. Schön vorne am Eingang ein Brett mit den Gerichten und den auf den ersten Blick, etwas überzogenen Preise (zb 14 Euro für ein Schnitzel „Wiener Art“ mit Pommes), aber wir wollen jedem Lokal gerne eine Chance geben. Wir werden drinnen nett begrüßt, wir könnten uns einen vierer Tisch aussuchen. Drei Vierertische sind eingedeckt, dazu noch ein länglicher zehner Tisch, da sollte im Laufe des Abends eine Geburtstagsgesellschaft kommen. Die Alte Mühle wurde hervorragend saniert. Schön die Ziegeln unter der Decke, dazu der abgetrennte Thekenbereich. Allerdings ist es drinnen sehr, sehr eng. Ich schätze jeder Gast hat einen knappen qm zur Verfügung (umgerechnet), eine Stunde später zählte ich ca 24 Gäste auf knappe 20 QM, meinem Vater war das ganze dann viel zu laut, dazu knurrte sein Magen, aber dazu später mehr …
Wir sitzen und bestellen bei der Bedienung jeweils drei mal ein Viertel weißen Burgunder zur Tagessuppe (4,50), das sollte heute eine Spargelsuppe sein, dazu Wasser und dann die Hauptgänge. Für meinen Vater und für mich das Entrecote (ohne Grammangabe) mit Kräuterbutter und Pommes für 19,50, meine Frau und meines Vater`s Frau nahmen den Alten Mühlen Burger. Dessert sollte danach dann kommen. Keine drei Minuten später kam der sehr gut gekühlte Wein und eine Minute später die Suppe. Auch an den beiden Nachbartischen, die Gäste kamen rund eine Viertel Stunde später wie wir, ebenfalls die Suppen mit den Getränken.
Die Spargelsuppe hatte eine gute Konsistenz, allerdings komplett ohne Spargeleinlage. Auch stellte sich der Spargelgeschmack nach ein paar Löffeln an meinem Gaumen als „etwas langweilig“ ein. „Na ja“ war auch das Feedback meines Vater, er hätte auch sagen können, "bessere Kantinensuppe". Meine Frau erklärte mir, dass meine Spargelsuppe die ich am Muttertag gemacht habe, mindestens drei Klassen besser geschmeckt hat, und ich bin kein Koch :-), ich ließ auch etwa ein Drittel der Suppe zurück. Kritiker würden jetzt vielleicht sagen, gut, was kann man schon für 4,50 anderes erwarten, diese bitte ich auf meine Bewertung vom Maritim Hotel, welche ich als nächste verfasse, zu vertrösten.
10 Minuten später wurden dann am Nachbartisch die Sauerbraten und die Burger serviert. Weitere 10 Minuten später dann die Hauptgerichte an dem Tisch der als letztes kam. Nach knapp einer Stunde kamen dann die Gerichte von der Geburtstagsgesellschaft, dazu noch eine handvoll Currywurst-Gerichte, einige Radler kamen im Anschluß, und stärkten sich mit dem Berliner Lieblingsgericht. Wir schauten uns fragend an, meine Frau schüttelte den Kopf. Nach über einer Stunde fragte ich nach,ob wir vergessen wurden. Als Antwort kam kein Entschuldigen, lediglich eine plumpe Antwort „ in der Küche wurde was verwechselt“, das hat natürlich nicht gestimmt, was die ganze Kritik auch noch 2 Wochen für mich etwas fade macht. So darf man mit zahlenden Gästen nicht umgehen, auch wenn das Lokal prummt. Ich fühlte mich als Kunde und nicht als Gast.
Keine 10 Minuten ging es dann (endlich) weiter, die Burger und die Entrecote Gerichte sahen super lecker aus. Burger war noch leicht medium, schmeckte fantastisch, auch mein Entrecote brachte mir ein erstes Grinsen auf die Lippen. Leider war es viel zu schnell leer, wo ich beim nächsten Kritikpunkt bin. Die Portionsgrößen. Das Fleisch war einfach zu wenig. Pommes gut und schön, aber ein 300 Gramm Fleischhügel sättigt doch anders. Nach dem Dessert kam die Restaurantleiterin an unseren Tisch und bestätigt indirekt 200-220 Gramm Fleisch. Jeder der einmal Entrecote zubereitet hat,weiß, was aus 200 Gramm Fleisch am Ende rauskommt, daher hatte die männliche Fraktion am Tisch noch ordentlich Gelüste. Wir orderten dann nochmal die Karte und bestellten jeweils Dessert. Bei mir sollte es Panna Cotta mit marinierten Erdbeeren sein. Mein Vater und meine Frau bestellten ebenfalls das Dessert, nur die bessere Hälfte von meinem Vater nahm die Tages“Dessert“empfehlung.
Panna Cotta war ok, meine Frau fand gut, dass sie nicht so süß schmeckte. Ist bestimmt Geschmackssache, aber meine Erfahrung zeigt auf 100 ml Sahne 10 Gramm Zucker und ein halbes Päckchen Vanillezucker, wenn keine Schote vorhanden ist, entpuppt sich als ideal. Davon war diese Panna Cotta ein Stückchen entfernt, keine drei Klasen, aber zwei bestimmt. Erschwerend kam hin zu dass die marinierten Erdbeeren sich als „nackte“ Erdbeeren herausstellten. Wo war die Marinade, wo die obligatorische Sauce zur Panna Cotta ? Für mich reihte sich das Dessert an die „schwache“ Vorspeise ein, so dass ich beim Essen maximal auf gut gemeinte 3 Sterne komme.
Das Tagesempfehlungsdessert hatte ich probiert, mein erster Kommentar „kein Paccojet“. Zum Entrecote tranken mein Vater und ich einen guten Merlot. Nach dem Dessert kam, wie oben schon erwähnt, die Restaurantleiterin an den Tisch. Der Chefkoch Herr Gehrlein und Frau Gehrlein hätten mit der Alten Mühle nichts zu tun, sie sei die „Leiterin des Lokals“ Familie Gehrleinaus Bayern habe hier das Anwesen gekauft und saniert, deswegen der Name. In der Küche arbeiten zwei Köche, sie hätten aber nichts verwechselt, die Aussage der anderen Kellnerin würde nicht stimmen. Sie haben es einfach vergessen.
Fazit:
Für mich ist es schwer auf ein Fazit zu kommen. Die Lokalleiterin sieht die "Alte Mühle" als ein ganz normales, bodenständiges Lokal für regionale ausgesuchte Zutaten und Gerichte. Dagegen sprechen aber eindeutig die Stoffhandtücher in den Sanitäranlagen, in denen auch ziemlich viel Geld investiert wurde, dazu sind mir die Preise dann doch zu hochpreisig. Was für gehobene Küche spricht, sind die schön angerichteten Speisen, die auserwählten Zutaten, das „Drumherum“ sowie die Crossoverküche. Was gar nicht geht, ist, wie mit den zahlenden Kunden umgegangen wird. Als Gast habe ich mich heute nicht gefühlt, daher auch keine Empfehlung. Der Wirtin habe ich es auch so gesagt.
Von mir gibt’s daher keine Empfehlung, meine Frau und ich würden aus Mannheim extra nicht mehr in die „Alte Mühle“ kommen, aber wenn man in der Gegend ist und andere Restaurants geschlossen haben, gerne wieder. Dazu ist die Auswahl in der Südpfalz doch einfach viel zu gut.
Angefixt von der klasse Bewertung von Marc074 reservierten wir im Vorfeld modern per WhatsApp einen Tisch für den vorletzten Samstag. Wir hatten dementsprechend hohe Erwartungen und wurden leider enttäuscht.
Mein Vater war zwei Tage vorher mit dem Rad dort und hat sich alles schon mal angeschaut (er wohnt keine 5 Kilometer entfernt), sein erster Kommentar als wir ihn am Abend abholten. „Von wegen, das Lokal ist im Kreis Germersheim, das verrät dir doch schon die Vorwahl.“ Stimmt, denn die Vorwahl hat... mehr lesen
Gehrlein's Alte Mühle
Gehrlein's Alte Mühle€-€€€Restaurant07272 9579993Zur Untermühle 1, 76770 Hatzenbühl
3.0 stars -
"Der Schlemmeratlas schreibt:"Beste Produkte der Saison vereint mit höchster handwerklicher Qualität, welches der Gast aber auch bezahlen muss" oder: tolle Crossoverküche heute leider (teilweise) nicht an unserem Tisch" DaueresserGK0712 Angefixt von der klasse Bewertung von Marc074 reservierten wir im Vorfeld modern per WhatsApp einen Tisch für den vorletzten Samstag. Wir hatten dementsprechend hohe Erwartungen und wurden leider enttäuscht.
Mein Vater war zwei Tage vorher mit dem Rad dort und hat sich alles schon mal angeschaut (er wohnt keine 5 Kilometer entfernt), sein erster Kommentar als wir ihn am Abend abholten. „Von wegen, das Lokal ist im Kreis Germersheim, das verrät dir doch schon die Vorwahl.“ Stimmt, denn die Vorwahl hat
Geschrieben am 02.05.2018 2018-05-02| Aktualisiert am
02.05.2018
Besucht am 30.04.2018Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 32 EUR
Der eifrig und sportlich ambitionierte Leser wird sich ungern an 1994 erinnern. Fußball-WM in USA. Das Eröffnungspiel kommentierte Heribert Faßbender ( Gudn aahbend allerseids) von der ARD, er scherzte noch „hoffentlich denken die Amerikaner nicht, dass der Fussball wie beim American Football über die Torlatte geschossen wird“, werde ich als Heranwachsender nie vergessen. Danach, der absolute Tiefpunkt: WM Viertelfinale 74. Minute: „Icke“ Thomas „Kopfball-Ungeheuer“ Häßler verliert das entscheidende Kopfballduell mit Letchkov, dieser köpft ein, 2:1 für Bulgarien. Heute würden unsere Fußball-Nationalmannschaft die erste Mannschaft Bulgariens zweistellig aus dem Stadion schießen.
Was ist geblieben von einst Balakav & Stoitchkov, jene damals einst von mir geliebte Weltklasse-Fußballer? Gut, man sagt in Bulgarien kann man (noch) günstig Urlaub machen. Aber bulgarische Küche ? Heute so unbekannt wie der Libero, damals 1994 von Lothar Matthäus grandios spielend (der Libero war damals noch erlaubt) oder englischer Hallenhandball. Aber bulgarische Küche ?
Wer mich kennt, weiß, dass ich abends gerne mal google maps frage, nach Biergärten und Lokalen im Umkreis von 7-8 Kilomter vom Heimatort suche. Gesagt getan meldet sich Facebook bei mir auf dem Smartphone. Eigentlich bin ich ein Facebook Gegner, aktivierte aber meinen Account vor ein paar Monaten wieder (wg der Arbeit und sozialem Netzwerk). Da bekomme ich also eine Empfehlung: „Clubhaus Sandhofen 03“ mit Biergarten und regionaler Frischeküche ohne Convenience Produkte. Woher weiß Facebook das ?
Kleiner Scherz, einmal bei Facebook angemeldet per PC/Smartphone, weiß Facebook natürlich alles. Kontostand, wann kommt das Gehalt (Amazon weiß das natürlich auch und schickt mir nicht ablehnbare Filmangebote zu, nach Gehaltseingang), welche Seiten besuche ich wann und wie oft etc.
Wir leben 2018 in einer Multimedia Gesellschaft, ohne Privatsphäre (selbst die Telekom, Deutsche Post, die Kommunen, alle verkaufen Daten und handeln damit.
Ich schaue mir die Facebook-Bewertungen an und auch meine Frau sagt „ die sind alle voll begeistert, das probieren wir mal aus“. Gesagt getan, führt uns unser sportlicher Franzose vom östlichen Waldhof hoch ins nördliche Mannheim nach Sandhofen in die Gaswerkstraße. Wir stellen unser KFZ ab, der ganze Parkplatz voll. Viele Väter holen ihre Söhne vom Sandhofener Fußballclub ab. Wir schauen auf den Eingang „Clubhaus“ und machen uns auf den Weg.
Im Clubhaus angekommen, viel helles Holz, sehen wir dass die Tische sehr weit auseinander gezogen sind. Das schon mal positiv, die etwas besseren Plätze sind an der linken Wand, kleinere Tische mit Eckbänke und Sitzstühlen, davon sind auch mehrere Tische belegt, einer ist noch frei, perfekt für uns. Wir sitzen nicht lang alleine, denn nach zwei Minuten kommt ein Herr mit bulgarischem Akzent, gibt uns die Speisekarte, er wirkt freundlich und sympathisch. Ich frage nach dem Bellheimer Bier, er zeigt lediglich auf den kleinen Bellheimer Pappaufsteller (Weizen-Radler).
Wir schauen uns die Speisekarte an. Zwei Spargelgerichte, Rumpsteak mit Zwiebeln oder Kräuterbutter, Pfannkuchen und Schnitzel neben einer kleiner Anzahl von Geflügel- und Schweinesteaks aus kontrollierter und ökologischer Zucht. Die Preise mehr als fair. Rumpsteak mit 16 Euro das absolut teuerste in der Karte. Neben einer Mittagstischkarte, gibt es noch eine Wochenkarte mit Rindfleisch-/Wurstsalat, Steak von der Pute sowie Lende Diavolo, die Preise hier von 8 – maximal 13,90 für die Lende vom Schwein, bei den Hauptspeisen mit Fleisch und Geflügel ist meist noch ein Beilagensalat dabei.
Erneut kommt der Kellner, ich entscheide mich für ein Hefebierchen, meine Frau für eine Cola Light klein. Das Hefebierchen 3 Euro, die kleine Cola Light 1,80. Meine Frau nimmt von der Wochenkarte den Rindfleischsalat mit Gurke,Paprika und Bratkartoffeln für 10,80, ich entscheide mich von der „Hauptspeisekarte vom Schwein“ für das panierte Feta-Schnitzel (original unpaniert, ich hatte Angst dass es etwas zu hart wird) mit Knoblauch, Schafskäsesoße, Kroketten und Salat. Bei der Bestellung werde ich noch gefragt, ob ich das Schnitzel mit Panade und Sauce oder separaten Sauce haben mag; ich entscheide mich für die Originale Zubereitung und frage nach wer in der Küche steht. „Wir sind bulgarische Gastronomen, in der Küche steht ein bulgarischer Koch, der gerne und sehr gerne würzt“, seine sympathische Antwort. Ich muss Wikipedia fragen, was die bulgarische Küche ausmacht:
Sehr verbreitet sind Eintopfgerichte mit oder ohne Fleischeinlage. Im Winter dienen Kraut, Sauerkraut, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, aber auch Pflaumen, getrocknete Aprikosen und Kastanien als Zutaten. Im Frühling verwendet man eher Zwiebeln, Knoblauch, Spinat, Erbsen und anderes Gemüse der Saison. Während im Winter das Fleisch älterer Tiere wie Hammel auf dem Speisezettel steht, isst man traditionell im Frühjahr Jungtiere wie Lamm.
Es kommt der Salat. Helle Bohnen zuerst probiert, ein Traum mit klein geschnippselte Schalotten und Kräuter fein angemacht. Karottensalat mit eigenem Dressing, das Highlight: Der Grüne, am Gaumen explodierte der Blattsalat mit einem erfrischenden Joghurtdressing, das letzte mal hatte ich so ein Gefühl als ich mit 12 Lenzen, im Aqua Park irgendwo bei Barcelona bei knapp 50 Grad mir ein Milch-Creme-Speiseeis gekauft habe und dieses bei der Glut-Hitze fast mit einem Happen verschlang.
SENSATIONELL !!
Nicht falsch verstehen, ich spreche hier nicht von Wohlfahrt`s besten Vorspeisen-Salat oder Wissler`s neuer bulgarischer Interpretation von einem grünen Salat – frischer, sehr lecker angemachter Vorspeisen-Salat mit frischen Zutaten – das Leben kann manchmal so einfach sein. Wir sind begeistert, der Koch bringt uns die beiden Hauptspeisen. Rindfleisch-Salat mit Bratkartoffeln und das „Feta“ Schnitzel, ich scherzte vorab noch und meinte, „ich hoffe nicht, dass die bulgarischen Bratkartoffeln genauso bekannt sind wie der englische Handball“
Zuerst sind wir von der Größe des Rindfleisch-Salates beeindruckt. Man(n) erkennt gleich das klein geschnittene und saftig ausschaueende Carnivoren-Allerlei. Erste Gabel: beeindruckende Rindfleisch Qualität, bei meiner ersten Gabel denke ich: steht in der Küche ein Asiate? Das Spiel zwischen süß und sauer meistert der Koch mit Leichtigkeit. Dazu die Gürkchen, Zwiebel (leicht angeschwitzt), Paprika alles wirkt roh, dennoch schmeckt alles „küchenfertig vorbereitet“ heißt Frischeküche zum SANDHOFENER CLUBHAUSPREIS:
Wir schwenken um. Mein Feta Schnitzel. Von der Anrichte: beeindruckend. Zwei mittlere Schweineschnitzel, auf Nachfrage aus der Oberschale geschnitten, mit frischen Semmelbrösel paniert, bulgarisch delikat gewürzt (am Nachbartisch klagte eine älterer Dame das Schnitzel sei über würzt, 15 Minuten später setzte sie zum ersten Glimmstengel an) - Das Schnitzel perfekt. Schön gewürzt, die Panade herrlich luftig und leicht vom Fleisch fallend, die Sauce ein Traum: nach Schafskäse erinnernd, cremig, der perfekte Doppelpartner für das Tennis Olympia Finale: Boris trifft Michael. Für ein Dessert waren wir leider zu voll.
SENSATIONELL !!
Fazit:
Wir sehen uns schon am warmen Sommertagen auf der netten Außenterrasse mit Blick auf den grünen Rasen. Nicht auf Wimbledon, sondern auf den Rasenplatz des Sandhofener Fussballclub 03 und genießen deutsche Küche, bulgarisch inspiriert mit einem Koch der Lust und den Drang zum Würzen hat. Das finden wir: SPITZE !!
Der eifrig und sportlich ambitionierte Leser wird sich ungern an 1994 erinnern. Fußball-WM in USA. Das Eröffnungspiel kommentierte Heribert Faßbender ( Gudn aahbend allerseids) von der ARD, er scherzte noch „hoffentlich denken die Amerikaner nicht, dass der Fussball wie beim American Football über die Torlatte geschossen wird“, werde ich als Heranwachsender nie vergessen. Danach, der absolute Tiefpunkt: WM Viertelfinale 74. Minute: „Icke“ Thomas „Kopfball-Ungeheuer“ Häßler verliert das entscheidende Kopfballduell mit Letchkov, dieser köpft ein, 2:1 für Bulgarien. Heute würden unsere... mehr lesen
5.0 stars -
"WM 2018 Bulgarien – Deutschland: 1:0 oder neu eröffnetes deutsch-bulgarisches Clubhaus in Ma-Sandhofen überzeugt mit reiner Frischeküche und delikatem Würzen der Speisen" DaueresserGK0712Der eifrig und sportlich ambitionierte Leser wird sich ungern an 1994 erinnern. Fußball-WM in USA. Das Eröffnungspiel kommentierte Heribert Faßbender ( Gudn aahbend allerseids) von der ARD, er scherzte noch „hoffentlich denken die Amerikaner nicht, dass der Fussball wie beim American Football über die Torlatte geschossen wird“, werde ich als Heranwachsender nie vergessen. Danach, der absolute Tiefpunkt: WM Viertelfinale 74. Minute: „Icke“ Thomas „Kopfball-Ungeheuer“ Häßler verliert das entscheidende Kopfballduell mit Letchkov, dieser köpft ein, 2:1 für Bulgarien. Heute würden unsere
Geschrieben am 24.04.2018 2018-04-24| Aktualisiert am
24.04.2018
Erst vor kurzem haben ich von einem alt eingesessenen Michelin Inspektor erfahren: beim Michelin und seiner Sternenvergabe zählt lediglich das was auf dem Teller ist. Serviceteam, Ambiente, Sitzplätze, Anzahl der geschlossenen Weinflaschen im Weinkeller ist alles „Café froid“. Ein guter Freund von mir aus meiner Geburtsstadt Landau ist zu Besuch. Er war noch nie in einem "Sterne-Restaurant", geschweige denn in einem mit zwei oder drei Sterne prämierten Michelin-Restaurant. Seine kulinarischen Highlights erlebte er bisher im Fünf Sterne Hotel in Side bzw in der Mercedes Kantine in Wörth. Machen wir es kurz: Er war dermaßen begeistert, dass wir in der Zwischenzeit noch weitere zwei Male im Marly waren, ich aber unser Erstbesuch hier bei GG veröffentliche, quasi ein kleines Update meiner voran gegangenen Rezi.
Das Lokal mit malerischer Kaiterrasse und Designerflair bietet frankophile Gourmetmenüs nach eigenen Rezepten - so steht es geschrieben in "google". Die Rede ist von Gregor Ruppenthals Gourmetküche, im ehemaligen Speicher direkt am Rhein. Das Restaurant Marly ist das Hotel Restaurant vom Speicher 7. Gregor Ruppenthal ist ein „Pälzer Bub“ wie aus dem Bilderbuch, der an der Weinstraße geboren wurde und sein Handwerk im Sternelokal des „Deidesheimer Hofes“ gelernt hat. Vor ein paar Jahren war er noch in Ludwigshafen gegenüber, wo er ebenfalls schon ambitionierte, französisch angehauchte mediterrane Küche, „ohne Fußfesseln“ wie ein Inspektor im Michelin Guide schreibt, angeboten hat.
Wir bekommen zuerst die Aperitif Karte, heute soll es für uns jeweils ein frisch gezapftes Pils sein, dazu eine Flasche Wasser. Vom angebotenen 5 Gang Lunch nehmen wir 4 Gänge, dazu die Weinreise, zusätzlich zwei Flaschen Wasser und die kleinen Pils zur Erfrischung, so dass wir mit knapp 200 Euro ein schon etwas größeres Loch in unser Tages-Budget reißen. Es geht los mit zweierlei Butter und frischem, leicht gewärmten Grimminger Brot. Besonders die geräucherte Paprikabutter hat es uns angetan. Weiter geht es mit dem ersten Küchengruß.
Auf einem grünlichen Tellerdie "Amouse Trilogie": Amouse "Trilogie"
jeweils ein frittierter Reisball „Arancino“ mit Fischcreme, Garnele und Cotto-Schinken; geeiste rote Beete mit zweierlei Käse sowie in einem separaten Glas, gab es ein erfrischender Maracuja Smoothi mit Gemüse und geschäumten Ziegenfrischkäse. Bis auf die geeiste rote Beete hat uns alles ausgezeichnet geschmeckt. Ich finde auch nicht, dass man alle Trends verfolgen sollte zb Rote Beete als Eis. Der gehört in die Tube und fertig.
Ein erstes kulinarisches Aushängeschild: gratinierter Ziegenkäse mit Wildkräutersalat. Gratinierter Ziegenfrischkäse mit Wildkräuter-Salat
Dazu gab es ein Weißwein von Thomas Hensel. Der war spitze, schön fruchtig und das perfekte Gaumenspiel mit dem sehr leichten Ziegenfrischkäse. Die zerkleinerten Apfelspalten schwammen dann im Bauch zusammen mit dem Sauvignon Blanc und gingen eine Apfel-Apfel Liaison in meinem Magen ein wo jeder Bio Bauer nur davon träumen kann. Experimentierfreudige unter uns hätten ihre Freude mit dem Wildkräutersalat gehabt. Das war mir etwas zu viel des Guten, am kommenden Montag waren sämtliche Krankheiten aus meinem Körper verschwunden, ich war topfit, so dass ich Montags zur Arbeit musste. Dazu kam dass in meinem Bild-Tageshoroskop stand, ich könnte gesundheitlich „(Kräuter) Bäume ausreißen“.
Es kommt die Hauptspeise. Das Highlight des Tages Simmenthaler Rinderfilet
„Simmentaler Rinderfilet mit Pommes Dauphin und karotten-Ingwer-Püree“. Der Anschnitt: lecker schmecker ....
Ein Traum in Braun. Mehr gibt’s da nicht zu sagen. Das Fleisch so weich, ich konnte es an meinem Gaumen mit der Zunge zerdrücken, dabei lief mir der Simmenthaler-Fleischsaft den Rachen hinunter dass aus meinem Herz ein Simmenthaler-Rinderherz wurde, ein Fest für Carnivoren Enthusiasten. Das hätte auch unserem Doktor aus Hannover gemundet. Wir staunten auch nicht schlecht, als der Sommelier unseren Nero Avola aus einer 1,50 Meter langen Karaffe in unser Glas ein schenkte.
Als Zwischengang gab es eine Käseauswahl, lecker Käse, wurden am Tisch vorgestellt
besonders ist mir da der orangene Pecorino in Erinnerung geblieben. Zum Abschluß gab es ein Milch Schoko Dessert, welches uns Herr Ruppenthal ausführlich am Tisch erklärte, mit welcher Geschwindigkeit und Technik er die Milch bei den Betonischen-Kühen abgezapft hat. Geschmacklich war das sehr gut, hing aber von der Optik den anderen Gängen etwas hinterher. Dazu gab es den Dessertwein Payul.
Der Abschluß zum Espresso bildete ein weiterer Gruß aus der Küche. Creme Brülee, Schoko-Keks sowie mit Wodka und Limette gemischter Digestif. Zum Abschluß nochmals großes kulinarisches Kino: verschiedene Temperaturen (heiß und eiskalt), verschiedene Garzustände. Fazit:
Ich finde es toll, dass der Begriff Menü bei Herrn Ruppenthal und seinem Team eine wichtige Rolle spielt. Gibt es dunkles Fleisch und ein Rotwein zum Essen, kommt der Käsegang vor dem Dessert. Gibt es Fisch im Menü und ein helleren Wein, wird der Käse nach dem Dessert serviert. Auch wiederholen sich kleine Details immer wieder im Menü. zb im Amouse Bouche der Ziegenfrischkäse, der kommt dann im ersten Gang erneut mit den Wildkräutern. Oder der Wodka, im ersten und im letzten "kleinen" Gang.
Ein Michelin-Stern und das mit Recht: eine Küche voller vollendeter Raffinesse, auch wenn wir die rote Beete lieber in der Tube genießen :-)
Erst vor kurzem haben ich von einem alt eingesessenen Michelin Inspektor erfahren: beim Michelin und seiner Sternenvergabe zählt lediglich das was auf dem Teller ist. Serviceteam, Ambiente, Sitzplätze, Anzahl der geschlossenen Weinflaschen im Weinkeller ist alles „Café froid“. Ein guter Freund von mir aus meiner Geburtsstadt Landau ist zu Besuch. Er war noch nie in einem "Sterne-Restaurant", geschweige denn in einem mit zwei oder drei Sterne prämierten Michelin-Restaurant. Seine kulinarischen Highlights erlebte er bisher im Fünf Sterne Hotel in Side bzw... mehr lesen
5.0 stars -
"Produkte von ausgesuchter Qualität & auf den Punkt gebrachter Geschmack verhelfen dem Marly und seinem Koch Herrn Ruppenthal zu einem Stern im aktuellen Michelin Guide: „Ein MICHELIN Stern: eine Küche voller vollendeter Raffinesse“" DaueresserGK0712Erst vor kurzem haben ich von einem alt eingesessenen Michelin Inspektor erfahren: beim Michelin und seiner Sternenvergabe zählt lediglich das was auf dem Teller ist. Serviceteam, Ambiente, Sitzplätze, Anzahl der geschlossenen Weinflaschen im Weinkeller ist alles „Café froid“. Ein guter Freund von mir aus meiner Geburtsstadt Landau ist zu Besuch. Er war noch nie in einem "Sterne-Restaurant", geschweige denn in einem mit zwei oder drei Sterne prämierten Michelin-Restaurant. Seine kulinarischen Highlights erlebte er bisher im Fünf Sterne Hotel in Side bzw
Geschrieben am 23.04.2018 2018-04-23| Aktualisiert am
23.04.2018
Sonntag, 14:30. Mannheim Käfertal. Wir besteigen unsere Drahtesel und unser Ziel lautet „Am Neckar entlang Richtung Heidelberg“ aber schon nach guten zwei Kilometern wird uns klar. Es ist viel zu heiß. Kurzer Blick auf die Temperatur-Anzeige: 36,2, wohl in der Sonne, dennoch, für Mitte April ein sehr hoher Wert. Als wir ein paar Kilometer später ein paar Minuten im Schatten gefahren sind, ging es gerade mal 3 Grad runter, es war verdammt warm. Also verkürzten wir unsere Tagestour mit dem Hauptziel, Mannheim Feudenheim „ Eiscafe Toscani“.
Das Toscani ist in einem normalen Haus unter gebracht, das Erdgeschoss offen gehalten mit der großer Eis-Theke. Viele Balken sind weiß gestrichen und werden als Glasunterlage für die Eisbecher genutzt. Die Platzabstände im Eiscafe sind ausreichend. Weiße Klapptische und Stühle mit Armlehnen in diversen Farben bunt zusammen gestellt stehen im Außengang (dort ist SB). Im vorderen Außenbereich mit den hoch wertigerer Ausstattung wird man bedient. Der Name Toscani, lässt nicht unbedingt auf Eis zurückschließen. Ich, als harter Action Film-Fan bekomme da sofort feuchte Augen. Steven Seagal alias Nico Toscani, ein 1a Action Kracher aus den 80ern, der wurde erneut direkt am Abend in meinem DVD Zimmer eingelegt. Danach sollte es der Action-Kracher Alarmstufe Rot: 1 sein, Steven Seagal spielt da Chefkoch Casey Ryback, der im Alleingang 40 Terroroisten platt macht - wer kennt ihn nicht.
Zurück zu Toscani in Feudenheim: Die Auswahl ist wie in meiner Vorbewertung beschrieben: gigantisch.
Wie wäre es mit einem M&M Becher, einem After Eight Becher, einem Simpson-Donut-Eisbecher oder ein Käsekuchen-Eis-Becher mit gegrillten Käsekuchen-Stückchen? Als Käsekuchenessender Simpson Fan bestimmt eine Alternative. Weiter könnte es gehen mit Apfelmus Becher, mit frischem Apfelmus, Apfelmuseis und viel Sahne. Oder mit einem normalen Spaghetti-Eis, Riesen-Erdbeerbecher, sowie einem Special Shake (0,6 Liter) mit Espresso und Karamell ? Interessenten können diese Trilogie hier sehen:
Auf den ersten Seiten in der Karte die üblichen Verdächtigen. Spaghetti-Becher, Lasagne-Eis, Schoko-Becher etc. Dann geht es weiter mit Schokowaffeln und kleine süße Naschereien, bis wieder einige Seiten kommen mit den oben schon angeschnittenen „Spezial-Becher“, diese gibt es in normal und groß, zB Lion-Becher, Milky-Way Becher, Kit-Kat Becher, Apfelmus Becher usw. Nach den Spezial Bechern gibt es nochmals auf acht Seiten eine weitere Auswahl an Eisbechern, mir kam es im letzten Jahr so vor, dass diese 8 Seiten von der Aufmachung ein extra Eiscafe war/ist, das man wohl übernommen hat -- dennoch irgendwie originell.
Wir bestellen Yogurette Becher mit frischen Erdbeeren 8,90, sowie ein Erdbeere Frapone Becher (7,90) mit Batida de Coco. Eiskugel-Enthusiasten müssen für die einzelne Kugel Eis ein Euro und zehn Cent berappen.
Zuerst kam mein Erdbeere Frapone Becher.
Der bestand aus 4 Kugeln Eis, viel Sahne. Das Erbeere-Eis und das Vanille-Eis ein Traum. Ich frage nach: Das Eis kommt von der eigenen Herstellung nach italienischer Tradition, heißt, Eis wird mit Ei und mit Sahne/Milch etc. hergestellt. Die Sahne schön fluffig, die Erdbeeren frisch, auch wenn sie noch nicht aus der Pfalz kommen können :-).
Ein Highlight der Yogurette Becher. Das Joghurt Eis hab ich nirgends so gut genießen können. Nicht mal in Italien selbst. Ich denke das wird mit griechischem Joghurt zubereitet bzw hergestellt, denn im Mund hatte ich einen erfrischenden Joghurt Geschmack, welches ich lediglich vom griechischen Joghurt her kenne. Dazu gab es Schoko Eis (sehr lecker), Erdbeer-Eis, Milcheis, viel Schokosoße und Sahne:
Fazit:
Das Toscani überzeugt mit ausgezeichnetem Preis Leistungsverhältnis. Bei den XL Bechern ab 10 Euro ist jeweils noch ein Milchshake inklusive, aber dafür sollte man schon einen großen Eishunger haben, ansonsten sind die Becher (fast) nicht zu schaffen. Außer Umberto, der schafft natürlich alle.
Sonntag, 14:30. Mannheim Käfertal. Wir besteigen unsere Drahtesel und unser Ziel lautet „Am Neckar entlang Richtung Heidelberg“ aber schon nach guten zwei Kilometern wird uns klar. Es ist viel zu heiß. Kurzer Blick auf die Temperatur-Anzeige: 36,2, wohl in der Sonne, dennoch, für Mitte April ein sehr hoher Wert. Als wir ein paar Kilometer später ein paar Minuten im Schatten gefahren sind, ging es gerade mal 3 Grad runter, es war verdammt warm. Also verkürzten wir unsere Tagestour mit dem Hauptziel, Mannheim Feudenheim... mehr lesen
5.0 stars -
"Groß, größer ... Toscani oder: gut, besser ... Toscani !! Unser neues Lieblings-Eiscafe !!" DaueresserGK0712Sonntag, 14:30. Mannheim Käfertal. Wir besteigen unsere Drahtesel und unser Ziel lautet „Am Neckar entlang Richtung Heidelberg“ aber schon nach guten zwei Kilometern wird uns klar. Es ist viel zu heiß. Kurzer Blick auf die Temperatur-Anzeige: 36,2, wohl in der Sonne, dennoch, für Mitte April ein sehr hoher Wert. Als wir ein paar Kilometer später ein paar Minuten im Schatten gefahren sind, ging es gerade mal 3 Grad runter, es war verdammt warm. Also verkürzten wir unsere Tagestour mit dem Hauptziel, Mannheim Feudenheim
Besucht am 13.04.2018Besuchszeit: Abendessen 3 Personen
Rechnungsbetrag: 80 EUR
Bei der Ankunft um halb sechs am Abend war das apulische Restaurant recht leer besetzt, allerdings standen auf fast allen Tischen ein „reserviert“ Schild und wir hielten kurz die Luft an, als Familie Nardelli uns drei an einen kleinen "Einser Eck Tisch" setzen wollte. Meine Frau rief mittags noch an und reservierte einen großen Vierer Tisch für uns drei, da wir wissen dass die Tische sehr eng im Da Michele stehen.
1966 beging Feudenheim seine 1200-Jahr-Feier.1986 wurden die Maulbeerinsel und das Wörthel, die durch den Bau des Kanals entstanden waren und seitdem einen natürlichen Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren boten, zum Naturschutzgebiet erhoben. Erwähnenswert ist auch der in den letzten Jahren angelegte Bürgerpark mit dem Naturdenkmal Bell. Das Einkaufs- und Dienstleistungsangebot in hauptsächlich familiär geprägten Geschäften deckt alle Bedarfsbereiche ab. Freitags findet zudem am Rathaus ein Wochenmarkt statt. Für Kinder und Jugendliche gibt es im Stadtteil sieben Kindertagesstätten, eine Grundschule, eine Hauptschule, eine Realschule und ein Gymnasium, welches Xavier Naidoo besuchte.
Seit über 25 Jahren begeistern Michelle Nardelli und Familie in dem schönen Stadtteil Mannheim-Feudenheim mit einer Hand voll ausgesuchten Speisen und Weinen aus Apulien, einem der ältesten Weinanbau Gebieten der Welt. Die Inneneinrichtung erinnert stark ans ehemalige Da Michelle in Landau, die Theke unter einem Ziegeldach untergebracht, die restlichen Tische edel, wenn auch stark aneinander gereiht. Der Espresso gibt 65 Plätze an, das reicht bei weitem nicht. Kurz vor 20 Uhr überflog ich die Gäste, es waren knapp 80 im Gastraum, viel zu viel, die Lautstärke war extrem hoch, uns dreien dröhnte der Kopf, das war too much. Wir werden dann doch noch an einen größeren Tisch gesetzt, direkt neben uns die Tagesempfehlungen auf der Schiefertafel: Empfehlungskarte
Macht was her, wir schauen in Speisekarte, hier gingen die Preise etwas nach oben, aber dennoch alles im grünen Bereich, wie es so schön heißt. Wir entscheiden uns für ein Hefe von König Ludwig 0,5 für 3,20, kleine Apfelsaftschorle sowie eine Cola Zero. Ich nehme von der Standard-Karte das Kalbssteak 280 Gramm, mit Gorgonzola Sauce und Pommes, anstelle des Beilagen-Salates pimpe ich mir einen kleinen italienischen Salat als Beilage (Aufpreis 1,50).
Die beiden Damen nehmen vorab einen kleinen gemischten Salat (3,50). Meine Frau nimmt die „ Spaghetti Carbonara “, ihre Mutter die Tortellini „ ala panna “, beide Gerichte um die 8 Euro.
Der Italien-Experte weiß: Carbonara steht für Kohlehändler und werden in dem Gericht als schwarze Punkte gekennzeichnet. Entweder schön angebratener Speck oder frisch aus der Pfeffermühle. Und endlich: Carbonara
Nach langer Zeit bekommen wir endlich die Carbonara „italienisch“, heißt ohne den Becher Sahne.
Auch die Tortellini überzeugen auf der ganzen Linie. Schöner Biss, die Sauce leicht nach Parmesan und Sahne erinnernd. Ein Highlight der Anschnitt meines Kalbs-Steaks. Anschnitt
Ein Traum, zartrosa, saftig. Die Pommes wunderbar frittiert, leicht gesalzen. Ein Traum die Pommes in die gut nach Gorgonzola Kalbssteak mit Gorgonzola
erinnernde Sauce zu tunken. Vorab gab es den kleinen Italiener: Italienischer Kleiner Salat mit Artischocken
Ich lege mich aus dem Fenster, der beste angemachte Salat in Mannheim. Tolles Olivenöl welches leicht im Hals kratzt, erfrischender Essig, frische Kräuter. Gut abgeschmeckt mit Zitrone und Zucker. Perfekt. Zum Steak bestellte ich mir einen apulischer „Monte Pulciano“, das Viertel für 5 Euro, ein sehr guter Begleiter. Lediglich meine Frau schaffte ihre Portion nicht, zu ihrer Entschuldigung. Die Portion, gut gemeint, war eine Holzfällerportion. Wer auf große Salate steht, dem sei der große italienische Salat ans Herz gelegt. Da mir noch nach süßem war, entschied ich mich für die auf der Schiefertafel stehende „Dessertvariation“: Dessertvariation
Am besten hat mir Zuccotto geschmeckt, ganz rechts auf dem Bild. Ein frisch gebackener Apulischer Kuchen. Sensationell, dazu gab es frische Panna Cotta und ein kleines Stück Kuchen.
Fazit:
Leider wurde es im Laufe des Abends zu laut, anscheinend hatten sich die meisten Gäste an den Tischen untereinander einige Wochen nicht mehr gesehen und versuchten natürlich in der Lautstärke den anderen Tisch zu überbieten. Manche verwechseln ein Restaurant mit einer Stehkneipe, schade. Dem könnte man abhelfen, indem man einfach die Hälfte der Tische rausnimmt. Aber: dann würde Familie Nardelli nur die Hälfte verdienen, denn „Da Michele“ ist fast jeden Tag komplett voll. Dennoch eine Empfehlung, nicht nur wegen des Salates.
Bei der Ankunft um halb sechs am Abend war das apulische Restaurant recht leer besetzt, allerdings standen auf fast allen Tischen ein „reserviert“ Schild und wir hielten kurz die Luft an, als Familie Nardelli uns drei an einen kleinen "Einser Eck Tisch" setzen wollte. Meine Frau rief mittags noch an und reservierte einen großen Vierer Tisch für uns drei, da wir wissen dass die Tische sehr eng im Da Michele stehen.
1966 beging Feudenheim seine 1200-Jahr-Feier.1986 wurden die Maulbeerinsel und das... mehr lesen
Ristorante Da Michele
Ristorante Da Michele€-€€€Restaurant0621791077Ziethenstraße 11, 68259 Mannheim
4.0 stars -
"Mama Mia – apulische Speisen & Weine auf der Tageskarte verhelfen „Da Michele“ zu fünf von fünf Punkten beim Essen – leider gibt`s Abzüge in der L Note" DaueresserGK0712Bei der Ankunft um halb sechs am Abend war das apulische Restaurant recht leer besetzt, allerdings standen auf fast allen Tischen ein „reserviert“ Schild und wir hielten kurz die Luft an, als Familie Nardelli uns drei an einen kleinen "Einser Eck Tisch" setzen wollte. Meine Frau rief mittags noch an und reservierte einen großen Vierer Tisch für uns drei, da wir wissen dass die Tische sehr eng im Da Michele stehen.
1966 beging Feudenheim seine 1200-Jahr-Feier.1986 wurden die Maulbeerinsel und das
Besucht am 06.04.2018Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 54 EUR
Über einen Teich mit Wasserfall und Tempelruine spannt sich eine aztekische Brücke, vorbei an einem 1000 Jahre alten Baum, so etwas gibt es nicht nur in Mexiko City, nein auch in Karlsruhe. Durch ein aztekisches Gewölbe betritt man das Restaurant El Taquito. Es ist Freitag, früh am Abend, kurz nach 17 Uhr. Wir haben die Wahl, draußen oder drinnen. Wir zogen es drinnen vor, denn vor ein paar Jahren hat das "El Taquito" investiert. In mexikanische Accessoires, Krieger aus Stein, Maya`s, gelben, grünen und roten Farben. An der Decke hängen witzige fünf Gummiblätter, sie wedeln den Gästen frischen Wind zu, ein nettes Gimmick. Wir saugen das Ambiente der mexikanischen Staubfänger ein und fühlen uns fast wie im Azteken Urlaub. Gerne erinnere ich mich noch an die WM 1982 in Mexiko mit Rummenige und dem blutjungen Pierre Littbarski genannt "Litti", der nach seiner aktiven Karriere irgendwo im Fernost verschwand.
Wir haben im Vorfeld reserviert, waren uns aber sicher, auch wenn wir ne Stunde früher kommen, sollten wir einen Tisch bekommen. So war es dann auch. Schön, in der Mittagszeit wird ein mexikanischer Mittagstisch angeboten und Nachmittags hat das "El Taquito" durchgehend warme Küche. Gestern Abend habe ich mir bereits auf dem Smartphone die Speisekarte herunter geladen ich wusste bereits welche Speichel anregende Speisen uns erwarten sollten. Beim Durchlesen der Speisekarte, deren Vielfalt an interessant klingende Gerichte, von mild über pikant bis hin zu sehr scharf, die Wahl alles andere als einfach macht. Wir schauen uns um,
in jeder Ecke steht ein mexikanisches Accessoire, es fehlt nur noch dass Bully Herbig als Winnetou verkleidet aus der künstlich angelegten Hecke springt.
In der Speisekarte vermerkt, die Speisen sind primär an die Nordmexikanische Küche angelehnt. Mexikanische Rezepte aus dem Norden sind rindfleischorientiert und stehen eher unter dem spanisch-kolonialen Einfluss, was auch der Grund dafür ist, dass hier die Gerichte nicht so scharf gewürzt werden. Was meiner Frau sehr gefällt, denn sie isst nicht unbedingt gerne scharf. Einige Gerichte sind aber auch aus Südmexiko. Ein weiterer Hinweis von der Speisenkarte: Im Süden Mexikos orientiert sich das Essen mehr an der Indio-Tradition, die sich viel mit Chili beschäftigt. Die Tradition der Maya fließt hier recht stark mit ein, was den hohen Maisanteil in den Gerichten erklärt.
Gerne werden den Gästen im El Taquito Eintöpfe und Saucen gekocht, die meisten mit Chili in den unterschiedlichsten Schärfen abgeschmeckt werden. Dazu werden die weit bekannten Maistortillas gereicht. Wir tun uns schwer, meine Frau hat Lust auf Enchilada oder Burrito, ich habe Lust auf die große mexikanische kulinarische Reise (ab 2 Personen für insgesamt 48 Euro), welche Nord & Süd und die regionale mexikanische Küche verbindet und aus sechs kleinen Einzelgerichten besteht. 1)Puebla:Pechuga de Pollo en mole poblano -- Hähnchenbrüstchen in einer berühmten Sauce aus 24 Gewürzen. 2)Mexico D.F.: Lomo de cerdo en salsa verde -- Schweinrücken in einer Sauce aus grünen Tomaten und milden Chilis und Koriander. 3)Hidalgo: Barbacoa de cordero -- Lamm im Bananenblatt gedünstet. 4) Oaxaca: Mancha manteles -- (Tischtuchbeflecker) Schweinefilet in Nußsauce mit Früchten. 5)Sonora: Bistec de res ranchero -- Rumpsteak auf Farmer Art zubereitet. 6)Jalisco: Taquitos -- kleine Tortillaröllchen gefüllt mit Hühnerfleisch. Das klingt verlockend, allerdings hat meine Frau Bedenken ob wir denn das alles schaffen werden, denn zudem war es heuer im Lokal sehr warm. Der Freitag war der erste warme Tag im April. Schreibe ich mal hier in den Text, ich vergesse zu erwähnen dass vergessen wurde die Heizung (unterhalb der Tische) von Maximum herunter zu drehen.
Ich schwenke nochmal meinen Kopf zur Spezialplatte, mein Favorit seit eh und je: SPEZIALITÄTENTELLER „quer durch die mexikanische Küche“heißt :Schweinesteak in Salsa verde, Gerollter Taco, Hähnchenbrüstchen in Mole poblano, Chili con carne, Bohnenpüree mit Tortilla-Chips, Chili Jalapeño, gebackene Banane, WeizentortillaKörbchen, Salat, Guacamole und Reis. Für 20,90. Ein Highlight.
Neuerdings wird auch eine Spezialitätenplatte für 2 Personen angeboten, allerdings ohne gebackene Banane und ohne Chilli Con Carne, dafür aber mit Schweinefilet in Nussoße und Mango. Für knappe 41 Euro sollte das heute unser Favorit sein. Zu trinken wird es bei mir ein König Ludwig vom Fass (0,5 für 4,50), meine Frau wählte eine Cola Light, die standardisierten bekannten mexikanischen Durstlöscher.
Nach ca 35 Minuten kam dann eine große Gusseisen(Blech)pfanne: SPEZIALITÄTENPLATTE „MEXIKO LINDO“ für 2 Personen (41 Euro) Auf dieser Platte sind die drei Hauptgeschmacksrichtungen Mexikos vertreten:
Der Anblick versetzte uns in ein erstes „Oh“ und „Wow“. Sieht gut aus. Muss jetzt nur noch schmecken. Mitten platziert war der sehr fluffig und luftig leicht gewürzte Curry-Reis mit Erbsen. Sehr gut (den hätte ich pur ohne was anderes komplett runter schlingen können). Wir freuten uns weiter auf: Hähnchenbrüstchen in Schokoladen-Molesauce und Sesam, Schweinesteak in grüner Tomatensauce mit Feta, Schweinefilet in Nußsauce mit Mango und Granatapfel, gerollter Taco, Burrito, Gemüsetostades, Bohnenmus mit Tortilla Chips, Chili Jalapeño und mexikanischer Reis im Tortillakörbchen. Dazu gab es noch Guacomole, Creme Fraich, eine Salsa sowie eine Kaktuscreme mit Meskalinbeigabe.
Uns hat alles geschmeckt, wenn ich was hervorheben sollte: Die Hähnchenbrüstchen mit der schokoladig erinnernde Molesauce, abgeschmeckt mit 24 Kräutern und hellem Sesam. Sehr sehr lecker. Aber auch die Gemüsetostates waren recht schnell leer. Am Ende mussten wir beide kämpfen und haben uns bestätigt gefühlt, als zwei Tische weiter die große Kulinarische Reise serviert wurde
Fazit:
Geschmacklich war alles durch die Bank ausgezeichnet - und das Essen reißt auch kein allzu großes Loch ins Budget. Empfehlung !!
Über einen Teich mit Wasserfall und Tempelruine spannt sich eine aztekische Brücke, vorbei an einem 1000 Jahre alten Baum, so etwas gibt es nicht nur in Mexiko City, nein auch in Karlsruhe. Durch ein aztekisches Gewölbe betritt man das Restaurant El Taquito. Es ist Freitag, früh am Abend, kurz nach 17 Uhr. Wir haben die Wahl, draußen oder drinnen. Wir zogen es drinnen vor, denn vor ein paar Jahren hat das "El Taquito" investiert. In mexikanische Accessoires, Krieger aus Stein, Maya`s,... mehr lesen
Ristorante El Taquito
Ristorante El Taquito€-€€€Restaurant, Cocktailbar, Partyservice072123881Waldstraße 24-26, 76133 Karlsruhe
4.5 stars -
"Eintreten in eine andere Welt oder: Endlich wieder im "El Taquito" nach knapp 10 Jahren Abstinenz" DaueresserGK0712Über einen Teich mit Wasserfall und Tempelruine spannt sich eine aztekische Brücke, vorbei an einem 1000 Jahre alten Baum, so etwas gibt es nicht nur in Mexiko City, nein auch in Karlsruhe. Durch ein aztekisches Gewölbe betritt man das Restaurant El Taquito. Es ist Freitag, früh am Abend, kurz nach 17 Uhr. Wir haben die Wahl, draußen oder drinnen. Wir zogen es drinnen vor, denn vor ein paar Jahren hat das "El Taquito" investiert. In mexikanische Accessoires, Krieger aus Stein, Maya`s,
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Mittlerweile ist unser Besuch schon knapp vier Monate her, lange habe ich überlegt ob ich überhaupt eine Kritik schreiben soll, denn bisher waren alle Besuche in der Zwoggelsbrück absolute Volltreffer. Auf einen Kommentar von mir bei Facebook würde leider von den Inhabern unprofessionell und „patzig“ geantwortet, da hätte ich mir gewünscht dass hier bei GG nach den tollen Bewertungen von Borgi, Marco und meiner einer auch eine Antwort kommt, aber wie so oft: 100 x wird ein Restaurant gut bewertet kommt nöschd, kommt einmal eine Kritik wird patzig und hochnäsig geantwortet, aber die Antwort der Inhaber passt richtig aktuell aus unserer Sicht in den aktuellen Trend der Zwoggelsbrück.
Über Lage, Ambiente wurde in den Vorkritiken schon genug nieder geschrieben, also konzentrieren wir uns aufs wichtigste. An diesem Abend hatten wir eigentlich zu viert vor, in die Krone zu gehen nach Neupotz, zwei ehemalige Arbeitskollegen von mir wohnen passend dazu auf der anderen Rheineite, nicht weit von der SAP Stadt Walldorf. Aber wir bekamen eine kurzfristige Absage, was also tun? Wir fragen nach. Krone in Hayna, Grünwedel in Diedesfeld, Henninger und Kallstadter Hof in Kallstadt seit Wochen ausgebucht. Also Nachfrage bei Pierre Hartung in der Zwockelsbrück. Uns wurde ein Tisch in der Bergstraße,alternativ ein Tisch im Moro in Gimmeldingen (gehört seit 2017 dazu) angeboten. Im Moro ist auch ala Card essen möglich, schreibt mir noch schnell am Mittag kurzfristig der Koch vom Moro. Schaut man sich nämlich auf der Homepage um, ist das eigentliche Zwoggelsbrück Konzept nach Kirchheim, Benzinger im Leininger Hof, umgezogen. Aber was heißt das genau ?
Egal, im Vorfeld schreibe ich Hernn Hartung eine liebe Email, indem ich ihn frage, ob er für uns vier an dem Abend als „pre Dessert“ das sensationelle Butterkekseis vorbereiten könne. Am besagten Abend haben wir Glück und parken recht zeitig im Innenhof der Zwockelsbrück, unsere Kollegen, die 15 Minuten später kamen hatten Pech, sie parkten ca fünf Fussballplätze weiter.
Wir werden begrüßt und zu unserm Tisch geführt. Uns fallen gleich, zwei, drei ganz junge Bedienungen auf, die etwas unstrukturiert hin und herlaufen und dabei keine freundliche Miene aufsetzen. Die eine Bedienung, sie war wohl nur für das Abräumen der Teller und Nachfüllen des Wassers vorgesehen, sagte den ganzen Abend nicht einen Ton zu uns. Auch kein Lächeln, kein Nachfragen 0,0. Gerade die netten Smalltalks, was wir so schätzen in der „Pole“ der Neustädter Bergstraße, an diesem Abend komplett im Treibsand verschwunden.
Wir bekommen vom Inhaber die Karten gereicht und er erklärt uns kurz über das neue Konzept „ angefangen von drei Gängen bis hin zu sieben Gängen können sie auswählen. Die Portionen bleiben gleich. Bestellen sie drei Gänge, werden diese nicht größer gemacht, bestellen sie fünf werden sie ausreichend gesättigt“ Wir fragen nach der Weinbegleitung, ist vermerkt, meine Ex Kollegin und ich nehmen das volle Programm 5x Wein, meine Frau nimmt zwei Weißweine der Freund meiner Kollegein hält sich an Wasser und einem Pils.
Insgesamt bestellt jeder 5 Gänge. Meine Frau und ich nehmen jeweils „Die Vorspeise: Schwarzwurzel Ente“; „Der Fisch: diverse Fischfilets/ Quino/ Curry“; „Unser Ei“; „Das Fleisch – Roastbeef Japan Style“ zum Schluss sollte es bei meier Frau das „Dessert“ sein, bei mir „Der Käse“ zum Abschluß. Unsere beiden Tischnachbaren favorisierten „Das Krustentier – Hummer mit Beete“ als Zwischengang.
Frau Wortlos stellte uns dann ein Holzkästchen hin mit Weißbrot, Knäckebrot und Graubrot. Für 4 Personen gab es zwei Schälchen mit Frankfurter grüner Soße, aber nicht nur die Soße, wir mussten auch das Brot teilen. Wo ich auch schon bei einem wichtigen Punkt bin. Das Brot. In der Kreativen Küche gehört es einfach zum Standard, dass man während der gesamten Zeit etwas zum Beißen hat, auch wenn es wirklich nur einfaches Brot ist, oder wie zb beim Admiral, selbst gemachte Gemüsechips oder im Marly einfaches Grimminger Brot. Es kann einfach nicht sein, dass die Gäste bei diesem Anspruch des Lokals immer wieder die Bedienungen fragen müssen, ob noch Brot nach gefüllt werden kann. Einmal haben wir erlebt beim heutigen Itense Koch, Herrn Pfeifer, dass einfach nicht genug Brot da war und er uns ausrichten habe lassen, dass es keins mehr gibt. Dann passt es auch, aber diese Art und Weise ? Wortlos wurde uns zwei Mal ein Korb, einmal mit drei Scheiben Weißbrot, einmal mit zwei Scheibchen und eine zerfledderte Scheibe hin geknallt, so dass uns langsam die Lust am Brot & Wein verloren ging …
Einen „Gruß aus der Küche gibt es nicht“, es geht los mit dem Salat (Vorspeise), heute als Suppe. Ich dachte im Vorfeld entweder an einen knackigen Salat mit geräucherten Entenscheiben oder eine aufgeschäumte Suppe, schön vielleicht mit einer Entenpraline in Szene gesetzt. Aber was uns der Koch mit dem Gang sagen wollte,
war uns allen schleierhaft. Eine durchsichtige Tasse mit abgebundener Suppe, gefüllt mit einem Daumennagel hoch, als Einlage verkochte Ente, was mich an eine Dosensuppe erinnerte. Sie hat auch ehrlich gesagt nicht geschmeckt und wir drei waren uns einig, dass wir froh waren, dass jeder nur drei, vier Löffel Suppe hatten, ich ließ über die Hälfte zurück gehen. Hat der Leser aufgepasst ? Wir bekamen drei Vorspeisen, aber der Krustentier Fan an unserem Tisch musste uns beim Löffeln zuschauen . Auf eine Nachfrage warum er nichts bekommt, kam nur ein erstes Achselzucken. Frau „die nicht spricht“ mit ersten körperlichen Aktivitäten – nur nicht zu viel Anstrengung nettes Fräulein. Als Weinbegleitung hatten wir einen guten Weißwein (mir ist der Name entfallen).
Danach kamen dann unsere Zwischengänge bzw der „Fisch“ . Nach weiteren 15 Minuten, wir beide waren schon fertig, kam das „Krustentier“. Bestellt wurde zwei Mal Krustentier es kam aber nur eine Portion, auf Nachfrage hieß es, man sei wohl etwas durcheinander gekommen. Der Fahrer des 6 Zylinders aus Walldorf hatte bis dahin immer noch keinen Gang bekommen, er tat mir leid,denn auch das Nachbestellen des Brotes erinnerte mich an das Spiel zu meiner Kindergartenzeit „Reise nach Jerusalem“ - nur ohne Stühle.
Kurz noch zu den Fischfilets,
die schmeckten sehr gut, waren eingewickelt, sah aus wie eine Art Sushi, ein winzig kleiner (halber Sushi) Würfel, auf Quino und Curry. Die kleinen Filets über einander, schönes Farbenspiel, perfekter Gargrad, Fischfleisch schön saftig. Von der Optik 5 Sterne, Geschmack 4 Sterne, Portionsgröße 0,5 Sterne – Von der Menge ein Amuse Gang. Für ein 5 Gang Menü, welches lediglich mit neuem Konzept beschrieben wird, war das sehr dürftig. Meine Frau und ich durften gar nicht daran denken, dass man bei Norbert Dobler im Dobler`s mittags und abends bei jedem Gang gut 150-300 Gramm Fisch oder mindestens 200-250 Gramm Fleisch auf den Teller bekommt, und das Budget wird in keinster Weise mehr in Mitleid gezogen.
Danach wurde uns wortlos die 4 Gläser „Unser Ei“
serviert, endlich durfte auch der Fahrer des falsch parkenden 3er BMW ein paar Happen essen, allerdings war das nicht so seines. Ich fand auch dieses Mal, dass das Eiergericht etwas „unrund“ schmeckte, die Pilze labbrig und nach Wasser im Geschmack erinnernd. Nach dem Gang musste ich zudem immer wieder aufstoßen und mir kam der eklige Geschmack einer mit „braunem Wasser gefüllten Bong“ immer wieder hoch, die braune Kifferbrause (ich hasse Zigaretten&Kiffer-Rauch) So eine Art Rauchgeschmack im Rachen, ich war aber selbst Schuld, ich hatte den Deckel zu lange geschlossen.
Nach dem Onsenei kam dann das eigentlich zuvor servierte „Krustentier“,
von der Optik eine halbe Garnele, ein Löffel Schaum und viel Pulver. Geschmeckt hat es ihm, er bestellt bei der mittlerweile sichtlich genervten Bedienung diese Portion „bitte 50 Mal, aber bitte ohne zweistündiger Wartezeit“. Ich fragte ihn darauf was er macht, wenn sie das jetzt wirklich bringen sollte. Er meinte „bezahlen und essen“. Aber es kam nix, auch kein Brot.
Zeit für das Carnivoren Festival, das Japan Roastbeef. Ich musste an den vorletzten Besuch am Abend in der Zwockelsbrück denken, als ich gut 300 Gramm Fleisch (etwas flachgedrückt, aber eine große Portion, die ich fast nicht schaffte) auf dem Teller liegen hatte, aber was uns da serviert wurde ?
Ich denke dass das ein Stück Roastbeef war, inkl des Fettrands bestimmt 200 Gramm schwer. Das wurde schön geviertelt, dazu gab es ein sehr scharfes Röllchen mit einer sehr scharfen roten Füllung und kleine Gemüse Naschereien. Meine Frau und der hungrige BMW Fahrer konnten es nicht essen, mir hat es geschmeckt, allerdings esse ich gerne scharf. Leider stand in der Beschreibung nicht dabei dass es sich hier um einen „spicy“ Gang handele, lediglich Japan Style. Aber ganz ehrlich: das ganze japanische Vogelfutter beim Japaner bzw beim Asiaten ist doch nicht durchweg scharf ? „Hier brauchen wir nicht wirklich nochmal her, der?“ das kurze Zwischen-Fazit meiner Frau. Ich war zu diesem Zeitpunkt mehr als angefressen, auch meine beiden Kollegen waren kurz davor eine Pizza zu bestellen bzw kurz zum McDonald zu fahren, allerdings machte sich dann doch das vierte Glas Wein bei seiner Freundin bemerkbar, so dass es dann doch noch ein netter und witziger Abend wurde. Ich hatte ebenfalls durch den Wein geschuldet einen Bärenhunger, dass ich die scharfen Überreste auf den Tellern und das ganze nicht gegessene Fett einfach runter schluckte, welches sich in meinem Bauch zu zwei fettigen scharfen A Cup Knödeln formten, quasi das interne "Happy End" des Japan Style Fleischganges.
Es sollten dann für die Herren der „Käsegang“ kommen, die Damen durften zuschauen. Das Beste am heutigen Abend (zusammen mit dem Fisch).
Herrlicher (Weich)Käse, hübsch mit Gewürzen in Szene gesetzt - mit der Frucht und der leckeren Marmelade. Eingelegter „Käs Käs“ wie wir in der Pfalz dazu sagen, dazu noch ein Stück fester weißer Käse mit Zwiebelringen und einem großen Brotchip. Ein paar kleine Scheibchen Brot wäre dazu echt ein Traum gewesen, leider kam nix. Aber der Käsegang ein echtes Highlight. Wir riefen die eine etwas erfahrener wirkende Bedienung her. „Der Käsegang müsste eigentlich mein 5. Gang gewesen sein, ich hatte nur drei, plus den einen den sie mir nach dem Fleisch gebracht haben. Wäre es möglich, dass ich auch das Dessert bekomme ?“. Ich schließe mich der Frage gleich an, denn ich zeigte auf meinen schlanken Bauch. Sie erklärte wir würden alle vier ein Dessert bekommen, die beiden mit der Weinreise bekämen auch noch ein Glas Wein. Das war dann doch noch eine nette Aufmerksamkeit, mit dem abschließenden Dessert hatten wir dann 6 (Mini) Gänge mit 6 Gläsern Wein. Das Dessert
„Zitrusfrüchte“ schmeckte ebenfalls sehr gut, war auch nett angerichtet.
Schwierig ist es für mich auf ein Fazit zu kommen. Auch wenn Käsegang und Dessert wirklich fein geschmeckt haben (ich runde gerne auf 3 Sterne beim Essen auf), die Suppe war ein „no go“, von der Optik und der Konsistenz der Ente. Absolut Luft nach oben haben die Servicekräfte. Ein Beispiel: ich fragte während des Abends die etwas aufmerksamere blonde Bedienung, was es mit dem bestellten Butterkekseis auf sich hätte.Das verschwand laut Bedienung im Sommer 2017 nach Kirchheim, man hätte hier gar nicht das Rezept und die Möglichkeiten dafür.
Ein Tag später las ich dann die Antwort von Pierre Hartung, man könne aktuell kein Butterkekseis herstellen, da ein Koch kurzfristig ausgefallen sei. Gerne wieder beim nächsten Besuch in der Zwockelsbrück. Da soll der Gast durchblicken ?
Fazit:
Wir haben uns irgendwie "verkohlt" gefühlt an dem Abend, nicht nur wegen des "verkohlten" Ei`s. Wir fragten uns am Tisch, ob unser Tisch und der Nachbartisch (hier wurden auch die kleinen Portionen mehrmals kritisiert) in der ARD bei „Verstehen Sie Spaß“ gezeigt werden. Wenn man jetzt als neues Konzept kleine „Amuse Gänge“ macht, welche ein Querschnitt durch die Wochenküche zeigen soll, dann soll man das bitte auch in die Karte schreiben. Bei Ludwig Schwarz in Heidelberg zB wird ein Amuse Menü angeboten, dass sind dann 12-15 Gänge für 59 Euro, da stell ich mich im Vorhinein drauf ein, aber hier hatten wir alle vier komplett falsche Vorstellungen. Wir waren natürlich auch von den Vorbesuchen, ich erinnere mich gerne an das erlebte „Mittags-Mahl“. Im Sommer gab es selbst gemachte Pasta mit Zitronenabrieb und dreierlei Fisch (bestimmt hatte jeder von uns damals 250 Gramm Fisch plus Pasta auf dem Teller, das war lediglich ein Gang) das drei Gang Erlebnis, kostete damals um die 17 Euro. Kreative Küche ist gut und schön, aber dennoch bitte mit gesundem Wareneinsatz. Ich spreche nicht von 300 Gramm Fleischhügeln, aber 100-150 Gramm Fisch oder Fleisch könnte es mindestens bei einem oder zwei Gängen sein. Dass heute an dem Abend war eindeutig zu wenig „nahrhaftes und sättigendes“ bei allen Vieren auf den Tellern. Insgesamt haben wir 300 Euro an dem Abend hingeblättert, für mich ist das maximal ein Stern bei Preis Leistung. Wie sieht die Community das ? (Anmerkung: beim checken der Rezi hob ich die Service Bewertung von 0,5 auf 1,5 Sterne hoch)