"Jetzt aber: 4. Heimspiel - Mein Streifzug durch die Bremer Top-Gastronomie"
Geschrieben am 18.06.2018 2018-06-18 | Aktualisiert am 20.09.2018
Topaz
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Restaurant, Bistro, Weinstube, Catering
042177625
Langenstraße 2, 28195 Bremen
"Riesling auf dem Schiff"
Geschrieben am 13.06.2018 2018-06-13
Alexander von Humboldt - Das Schiff
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Restaurant
042138039699
Schlachte 1a Martinianleger, 28195 Bremen
"Spielabsage"
Geschrieben am 31.05.2018 2018-05-31 | Aktualisiert am 01.06.2018
Bremer Ratskeller
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Restaurant
0421321676
Am Markt, 28195 Bremen
"Hüttenkulisse in Vollendung und Schmankerl, die sich schmecken lassen"
Geschrieben am 17.05.2018 2018-05-17
Restaurant Südtiroler Hütte
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Restaurant
04213059806
Bahnhofsplatz 11, 28195 Bremen
"Solide griechische Grundversorgung im nördlichsten Zipfel Bremens"
Geschrieben am 14.05.2018 2018-05-14 | Aktualisiert am 14.05.2018
Gaststätte Dionysos
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0421682777
Rekumer Straße 116, 28777 Bremen
"Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht. Hier im Al-Dar aber doch mit Genuss und Freude"
Geschrieben am 29.04.2018 2018-04-29 | Aktualisiert am 30.04.2018
Al Dar Bremen
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Restaurant
042169686300
Konsul-Smidt-Straße 26, 28217 Bremen
"„Stylishe Location“ mit modernen Küchentrends, die schmackhaft auf den Teller gebracht werden"
Geschrieben am 29.04.2018 2018-04-29
Q1 Metropolitan Kitchen & Bar
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Restaurant
04213228590
Queerenstr. 1-4, 28195 Bremen
"Stilvolles libanesich-syrisches Restaurant im Bremer Osten – Service noch holprig und beim Würzen sollte nachgelegt werden"
Geschrieben am 03.04.2018 2018-04-03
Albeek
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Restaurant
042143675151
Stadler Straße 77, 28205 Bremen
"Und Schluss!"
Geschrieben am 08.03.2018 2018-03-08
Antons simply delicious
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Restaurant
042117865000
Knochenhauer Straße 4, 28195 Bremen
"Sehr leckere Pizza"
Geschrieben am 26.02.2018 2018-02-26
Pizzeria Tiziano
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Restaurant, Pizzeria
042169555828
Pappelstraße 75, 28199 Bremen
"3. Heimspiel - Mein Streifzug durch die Bremer Top-Gastronomie"
Geschrieben am 18.02.2018 2018-02-18 | Aktualisiert am 26.03.2018
Al Pappagallo
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Restaurant
0421327963
Außer der Schleifmühle 73, 28203 Bremen
"Umbauarbeiten"
Geschrieben am 18.02.2018 2018-02-18
John Benton Restaurant
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Restaurant, Gaststätte, Steakhouse
0421323033
Am Markt 1, 28195 Bremen
"Umbauarbeiten"
Geschrieben am 09.02.2018 2018-02-09 | Aktualisiert am 10.02.2018
Antons simply delicious
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Restaurant
042117865000
Knochenhauer Straße 4, 28195 Bremen
"In der Ruhe liegt ja bekanntlich der Geschmack oder: warum es im ehemals sardischen Ristorante nun sizilianisch zugeht"
Geschrieben am 09.02.2018 2018-02-09
Calma & Gusto
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Restaurant
042147895665
Bei den drei Pfählen 12, 28205 Bremen
"Sowohl die A Probe wie auch die B Probe bestanden!"
Geschrieben am 05.02.2018 2018-02-05 | Aktualisiert am 05.02.2018
Das Kleine Lokal
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Restaurant
04217949084
Besselstraße 40, 28203 Bremen
"2. Heimspiel - Mein Streifzug durch die Bremer Top-Gastronomie"
Geschrieben am 04.02.2018 2018-02-04 | Aktualisiert am 04.02.2018
Das Kleine Lokal
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Restaurant
04217949084
Besselstraße 40, 28203 Bremen
"Heimspiel - Mein Streifzug durch die Bremer Top-Gastronomie"
Geschrieben am 27.01.2018 2018-01-27 | Aktualisiert am 28.01.2018
Küche13
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Restaurant, Catering
042120824721
Beim Steinernen Kreuz 13, 28203 Bremen
"„Das kommt vom Kochen“"
Geschrieben am 26.01.2018 2018-01-26
Asia Bistro Fu Loi im Weserpark
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Imbiss, Take Away
04214097957
Hans-Bredow-Straße 19, 28307 Bremen
"Diese Tapas hätten einen gemütlichen Platz verdient"
Geschrieben am 07.01.2018 2018-01-07
Muchos Más
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Restaurant, Bar
042151705608
Am Wall 135, 28195 Bremen
"Wirklich was für Leib und Seele"
Geschrieben am 27.12.2017 2017-12-27
Schröter's Leib & Seele
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Restaurant, Cafe, Cocktailbar, Eiscafe
0421326677
Schnoor 13, 28195 Bremen





































Trüffel zum Espresso









Selbstkritik sieht anders aus. Aber vielleicht liegt es ja tatsächlich nur an den abgehobenen Ansprüchen.
Schaun mer mal, wie die üblichen Verdächtigen sich so schlagen...
IV. Der Peppige
Das Topaz gehört zu den Dauerläufern in Sachen gehobener Küche an der Weser. Auch an wechselnden Standorten ist seit geschätzt 30 Jahren eines immer klar gewesen: Das (aktuell über zwei Ebenen verteilte) Bistro könnte ohne Weiteres auch in Paris zu finden sein. Das Interieur mit Fliesenboden und Metalltheke, die Ausstattung, vieles von den Speise- und Weinkarten, die Kundschaft von den Geschäftsleuten am Mittag bis zu den Paaren und gesetzten Männer-Runden am Abend, das quirlige Stimmengewirr und selbst die ehemalige Inhaberin nebst ihrem langjährigem Oberkellner lassen die Herzen frankophiler Genussfreunde höher schlagen. Wirtschaftlich war das alles wohl zunehmend schwieriger geworden, denn nach dem Verkauf wurde von den Neu-Inhabern ein bewusstes down-grading (Buh!) umgesetzt, einschließlich eines (relativ) günstigen Mittagstisches und einer sehr zu bedauernden Kürzung der ehedem formidablen Auswahl französischer Weine. Die im Internet einsehbare Karte sei „mindestens drei Jahre alt“, wie mir der Kellner schnippisch mitteilte, als ich daraus eine gute Flasche geordert hatte.
An der Empfehlung des Guide Michelin hat das Auf und Ab nichts geändert und dem Gault Millau sind die Leistungen noch 13 Punkte wert.
Das ist sicher nicht zu hoch gegriffen, denn bei meinem Besuch hatte die Küche unter einem recht neuen Chef den turn-around zu kreativen, aber noch alltagstauglichen Gerichten geschafft.
Als Aperitif kam ein klassischer Vermouth di Torino von Drapó. (4,9€ - Wer sagt, dass ein Downgrade nur Nachteile hat?) Auch ohne Zitronenschale o.ä. sehr gut. Die vorhandenen Alternativen (z. B. Belsazar feat. Dr. Loosen) wurden gar nicht erst vorgestellt. Ich hatte ja nicht gefragt. Da ich mal einen anderen Sauvignon als die angepriesenen und auch zum Probieren angebotenen Bukett-Bomben von Oliver Zeter trinken wollte, einigten wir uns nach der gewohnt guten und gewohnt blasierten Weinberatung auf einen jungen Sancerre von alten Reben
Der 2016er aus dem Hause Vincent Gaudry wird von Herrn Lobenberg im Netz zu 21,5€ verkauft. Da kann man gegen die aufgerufenen 38,8€ im Hause Topaz aber gar nichts sagen (Downgrade? Bin großer Fan!)
Bei der Tischwahl wollte ich mich partout nicht zwischen die vielen fröhlich besetzten Hochtische im zugegeben schönen Erdgeschoss zwängen. Zur konzentrierten Erfüllung meiner Chronistenpflicht wählte ich stattdessen einen Tisch auf der im klassischen Bistro-Stil
möblierten Empore
Ich hatte ein ruhiges Plätzchen, aber der genervte Service lange Wege. Das brachte mir zwar ein nettes Wiedersehen mit der Geschmacksschule von Jürgen Dollase aus dem gut gefüllten Bücherregal ein, aber leider auch das trockenste Brot seit der Service Gäste hasst. Ich wollte schon von Zumutung! poltern, als wohl versehentlich ein weiterer Brotkorb den Weg an meinen Tisch fand. Jetzt mit einem schön fluffigen, selbst gemachten hellen Brot
Viel besser, auch wenn ich noch mehr die kleinen Brötchen schätze, die hier z.B mit Curry oder Tomate kräftig aromatisiert werden. Auch sehr gut die aufgeschlagene Kräuterbutter im Geschmack einer Frankfurter Soße.
Schon das Amuse konnte voll überzeugen
In Panko knusprig ausgebackene Praline von Labskaus mit eindeutigen Pökelfleisch-Stückchen. Dazu statt der allzu bekannten roten Bete Portweinzwiebel und Weißweinschaum. Regionales neu interpretiert. Allenfalls etwas mehr Würzung wäre willkommen gewesen.
Ansprechendes aus der Karte war schnell gefunden:
Dreierlei von der Avocado (12,5€)
Crêmesuppe von der Zuckererbse (8,5€! s.u.)
Praline vom Maishähnchen (15,5€)
Schwarzfederhuhn „Berliner Art“ (23,5€)
Die Vorspeise war ein kühl anmutender Teller
Perfekt gegarter Rettich erhielt Salz und Umami durch einen intensiven Dashi von Bonitoflocken. Gurke brachte Frische und die exotische Butterfrucht natur, in geröstetem Sesam und als Öl verband dann doch alles mundschmeichelnd.
Sehr schnell folgte der nächste Gang und ich musste erfolgreich um etwas Entschleunigung bitten.
Maishähnchen in einer wirklich ungewöhnlichen Darreichung
Das häufig zu Trockenheit neigende Fleisch war mit Sahne zu einer saftigen Farce verarbeitet und nach der Art einer Weißwurst gekocht worden. Schließlich als große halbierte Parisienne angerichtet. Nicht schlecht, Herr Specht! Zumal sich der Geflügel-Geschmack trotz der Sahne klar zeigte. Der fluffige Schwamm, der Farbe nach wohl auch Huhn, dagegen eher neutral. Etwas zu dominant waren mir die Begleiter Rauch-Paprika und Oliventapenade, allerdings band auch hier eine Olivenöl-Emulsion die zu starken Aromen ein wenig ein. Insgesamt ein zwar leicht unausgewogener, aber doch überraschend kreativer Gang.
Weiter ging’s mit Kalbsbries, das ich hier immer sehr gern bestelle. Von wunderbarer Konsistenz und in Panko-Panade knusprig ausgebacken
diente der Klassiker als high-end-Einlage für eine am Tisch angegossene, kochend heiße Erbsensuppe
Klingt etwas grob, war es aber nicht. Crêmesuppe von der Zuckererbse klingt gleich besser. Ein wunderbarer Duft stieg mir in die Nase, so dass ich nach dem ersten Löffel fast etwas enttäuscht war. Dann entwickelte sich aber die Süße und etwas später das leicht pikante Minzpesto zur feinen Ergänzung des Kalbsbries. Sehr gut bis hin zur hübschen Dillblüte als Deko. 8,5€ für mich das Schnäppchen des Monats!
Der abschließende Hauptgang konnte dieses Niveau (fast) halten
Ein Klassiker hier intelligent interpretiert: Schwarzfederhuhn „Berliner Art“, also feines Kartoffelpüree, dazu eine Beurre Blanc, begleitet von einem angenehm frischen Kompott von Granny Smith, dessen gebackene Schale den Teller wuchtig mehr oder weniger zierte. Hervorragend die Süße der in Tempurateig ausgebackenen Zwiebelringe. Beim Hauptdarsteller Licht und Schatten, aber auf jeden Fall erneut eine kreative Leistung. Der ganze Hühnerschlegel war o.k., das Bruststück sehr saftig, meist ist es ja umgekehrt. Nur das ausgelöste Schenkelfleisch war weitgehend tot gebraten. Sehr schade, da mein Lieblingsstück. Der junge Chef nahm die Rückmeldung selbstkritisch an; was für ein angenehmer Gegensatz zum Oberkellner. Ein Kaffee aufs Haus wurde nicht erwartet, aber sofort angeboten.
Sieht man von den leichten Schwächen ab, ist absolut nachvollziehbar, dass der Feinschmecker das Topaz auch jüngst wieder in seine 500 Besten „für alle Tage“ aufgenommen hat. Und auch beim Gault Millau dürfte noch ein Pünktchen mehr möglich sein, wenn das Niveau gehalten und weiter fokussiert wird.