1 Satz zu mir: bin selber ein ambitionierter Hobbykoch mit Carnivoren- Wurzeln, die perfekte Fusion für den Langzeitgenuss.
Ein "guter" Koch ist für mich, wer mit Mut an den Herd tritt (Salz, Zucker- und Pfefferstreuer nicht vergessen) - einfache Klassiker neu interpretieren !!
Neben der Kreativ-Küche, gehe ich sehr gerne "gut bürgerlich" essen. Wenn es der Geldbeutel zulässt, geht`s auch in Gourmet-Schuppen mit mindestens einem Michelin-Stern. Als großer Derrick Fan bleibt mein Traum einmal das Tantris (2 Sterne) zu besuchen.
Ich freue mich über zahlreiche Kommentare und versuche auch offene Fragen (gerne über Nachricht) zu beantworten.
Wenn es das Lokal zulässt, versuche ich "was fliegt" und "wildes aus dem Wald" zu vermeiden, das ist aber nicht immer möglich. Ich ernähre mich privat gerne vegetarisch dann aber 100% veganfrei.
1 Satz zu mir: bin selber ein ambitionierter Hobbykoch mit Carnivoren- Wurzeln, die perfekte Fusion für den Langzeitgenuss.
Ein "guter" Koch ist für mich, wer mit Mut an den Herd tritt (Salz, Zucker- und Pfefferstreuer nicht vergessen) - einfache Klassiker neu interpretieren !!
Neben der Kreativ-Küche, gehe ich sehr... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 397 Bewertungen 689903x gelesen 7834x "Hilfreich" 7632x "Gut geschrieben"
Geschrieben am 02.04.2018 2018-04-02| Aktualisiert am
02.04.2018
Besucht am 01.04.2018Besuchszeit: Mittagessen 3 Personen
Rechnungsbetrag: 112 EUR
Ein bekennender Dauer essender Kritiker hat bereits in einer Vorrezi zum Roma geschrieben: „Anhänger der edlen kulinarisch-italienischen Küche sollten für einen mediterranen Hochgenuss mindestens einmal im halben Jahr auf den Lindenhof, einem der Vorzeige-Viertel in Mannheim fahren, um im Roma zu speisen“ - an diesen Spruch haben wir uns leider nicht gehalten, wir hatten einfach zu viel um die Ohren die letzten Wochen und Monate. Und wenn man etwas mitbringen sollte, wenn man ins Roma gehen möchte, dann ist es Zeit.
Heute wurde leider bei unserem Besuch an unserem Tisch, als auch am Tisch hinter uns am Fenster und am Tisch neben uns leider mit der Wartezeit und den standardisierten fehlenden Aufmerksamkeiten eines geschulten Serviceteams dermaßen übertrieben, dass die Gäste am Fenster bereits Scherze auflegten und u.a. ein Uno Kartenspiel herausholten, um die Wartezeit auf die Speisekarten wohlgemerkt zu überbrücken.
Kenner wissen die mindestens vier gängige Küche Italiens zu schätzen. Gestartet wird meist mit >Anti Pasti<, dann kommt der erste Gang ( Primo Patto), danach der zweite Gang (Secondo Piatto) zum Abschluss die Süßspeise (Dolce). Genauso ist es auch im Roma. Wöchentlich wechselt das 4 Gang Menü auf der Homepage, entscheidet man sich für Meerestier, dann bietet das Restaurant meist Risotto oder Pasta mit Fisch an, entscheidet man sich für Carne (Fleisch) gibt es was fleischiges im ersten Gang zu der Pasta. Wir suchen im Vorfeld einen Italiener für das 2018er Osterfest raus, und so stolpere ich über das angebotene Ostermenü.
Aus der kann man entweder einen, zwei, drei bis hin zu einem kompletten Menü inkl Dessert (4 Gänge) sein Menü selber zusammenstellen. Bisher kannten wir es im Roma so, dass es dazu noch eine reduzierte Auswahl der ala Card Gerichte gab, heute war dem nicht so, aber nach einer reifen Überlegung hat dann doch jeder an unserem Tisch sein Wunsch-Ostermenü gefunden.
Verändert hat sich im Innenraum seit dem letzten Besuch fast nichts. Die Wände sind aus Sandstein, der Rest in gelb sandigen Farben. Die hellen Tischdecken sind geziert mit den gelblichen Stoffservietten, auf jedem Tisch steht ein Wasserglas mit zwei Tulpen. Was uns ein wenig gestört hat: Reservieren die Gäste so wie wir zu dritt, wird der vierte Stuhl weg genommen und dieser als 5. Stuhl für eine reservierte Fünf-Mann Gruppe an einen Vierer Tisch gepresst. Wir saßen wieder im hinteren Bereich des Restaurants (kommen lediglich die Stammgäste in den helleren vorderen Bereich?), auf knapp 20 qm saßen heute über mehrere Stunden 42 Gäste. Das ist einfach "to much", zudem die Servicekräfte heute bei der riesigen Anzahl von Gästen öfter mal den Überblick verloren haben, aber dazu später mehr.
Wir bekommen unseren DreierTisch zugewiesen, der grenzt genau an die Küche, die lediglich vom Gastraum mit einer Trockenbau-Zwischenwand getrennt ist. Hin und wieder haben wir Küchengeräusche gehört, auch ist uns heute aufgefallen, dass ruhig Eros Ramazotti aus den Lautsprechern hätte singen können. Dem war leider nicht so, wir sitzen an unserem Tisch und schauen uns an. Wir warten ca 15 Minuten bis wir endlich die Osterkarte mit den diversen Speisen bekommen. Das ist einfach zu lang. Mit uns zeitgleich füllte sich der hintere Tisch am Fenster, die ganze Gruppe wartetet ca 45 Minuten, bis sie endlich die Speisekarten bekamen. Unsere weibliche Bedienung die heute im Service war, verlor immer wieder den Überblick. Auch ging sie immer wieder an den Tischen mit Restgeschirr vorbei, wir hatten zb nach gut einer Stunde die Wasserflasche leer aber anstatt nachzufragen ob wir noch eine zweite oder dritte Flasche haben wollen, dachte sich wohl die Dame „ Meglio sdrucciolare coi piedi che non la lingua.“ lieber ein paar unorganisierte Schritte mehr gehen, als einfach, strukturiert und effektiv zu arbeiten.
Meiner Schwiegermutter war nach Salat zum Einstieg, kurze Nachfrage beim Kellner. Nein, heute gibt es kein Salat, lediglich der Salata de Mare, aber da sei lediglich ein Stück Chicoree quasi als Schale dabei. Heute kein Salat und keine Suppe. Als Antipasti gab es heute: Vitello Tonnato // Carpaccio die Filetto (Rinderfilet) // Insalta Frutti di Mare übersetzt ins deutsche mit Insalta Frutti di Mare(!!) komplettiert von Carpaccio di Tonno. Zu trinken nahmen wir wie erwähnt eine Flasche Wasser, meine beiden Begleiterfrauen verzichteten auf die Antipasti, für mich sollte es dann doch Vitello Tonnato sein (Aufpreis von 6 Euro). Bei der Bestellung fragte ich nach einem geeigneten Rotwein für die beiden Hauptgänge, der Kellner empfahl mir einen Montepulciano. Zeitgleich waren die vier etwas ältere Herrschaften am Nachbartisch fertig, sie warteten bis die Teller leergeräumt wurden, auch gab es hin und wieder Handzeichen, das wurde aber alles überhört, so dass ca 45 Minuten die Teller auf dem Tisch herum standen.
Das Vitello kam dann nach ca 30 Minuten,
die Kalbfleischscheiben etwas dicker als das was wir gewohnt sind, dafür waren die kalten Scheiben sehr sehr saftig. Ausgezeichnet die Weißwein-Thunfischcreme, als Kontrast gab es frische, saftige etwas groß dimensionierte Kapern. Anti Pasti - Ausgezeichnet. Ein Gruß aus der Küche gab es leider nicht, so dass meine Begleitfrauen langsam große Augen bekamen, das Hungergefühl machte sich breit. Ich hatte Lust auf Wein, bestellte noch zum Rotwein einen Weißwein. Der kam aber nicht. Also bestellte ich ein Paulaner Hefeweizen, das ging ziemlich flott am hinteren Tisch. Das kam dann auch schon knappe 5 Minuten später, mein erster guter Durstlöscher (das Wasser war zu diesem Zeitpunkt schon aufgebraucht).
Primi Piatti: Kam dann insgesamt nach 90 Minuten. Für die beiden Damen: Tortelloni ricotta e spinaci – selbst gemachte Spinat-Tortellini gefüllt mit Ricotta in einer feinen sämigen Käsesauce:
für mich Tagliatelle Filetto – selbstgemachte Tagliatelle mit Rinderfiletspitzen in einer fruchtigen Sauce.
Die Spinat-Tortellini waren ein Traum. Schön "al dente", hervorragender Nudelgeschmack, die Füllung ein fluffiger Traum, die nicht allzu schwere Sauce ein Träumchen. Meine Tagliatelle hatten ebenfalls sehr guten Biss, die Sauce schön abgeschmeckt, was gar nicht ging: die Rinderfiletspitzen. Die waren komplett futuristisch zubereitet. Heißt ohne Gewürze, ohne Salz und Pfeffer. Wie schade. Ich würzte drei, vier mal nach, aber das half nichts. Die Spitzen waren saftig und weich, leider schmeckten sie total langweilig und machten dieses eigentlich schöne Gericht zu nichte. Also gab ich eine Erinnerung an den Kellner, wo denn mein bestellter Rotwein bliebe, ich bräuchte was zum spülen. Das wurde überhört. Am Nachbartisch übrigens warteten die Herrschaften immer noch auf das Abräumen der Teller …..
Secondo Piatto: Bestellt wurde Bistecc al Pepe – argentin. Gegrilltes Rumpsteak mit Pfeffersauce und Gemüse medium-done. Salmone alla griglia – gegrillte Lachs mit Gemüse, schließlich noch für meiner einer Saltimbocca alla Romana. Fangen wir mit dem Saltimbocca an.
Das Weltbeste was ich jemals gegessen habe. Kalbfleisch schön dünn, superb gewürzt, der Parmaschinken und die Salbei Weißweinsauce ein absolutes kulinarisches Träumchen. Ich hatte dazu Rosmarinkartoffeln, da fehlte mir etwas der Rosmaringeschmack, dennoch ein sehr guter Begleiter. Auf den Rotwein wartetet ich übrigens immer noch, also bin ich zum Chef hinter die Theke und habe ihn gebeten, mir endlich meinen Rotwein zu servieren, ich hätte schon mehrere Erinnerungen den Servicekräften mitgeteilt. Er entschuldigte sich, heute liefe alles irgendwie aus dem Ruder im Service.
Der gegrillte Lachs meiner Frau war eine kleine Holzfällerportion, ein Stück hätte vollkommen gereicht,
sie hatte drei groß dimensionierte Lachsstücke auf dem perfekt vorgeheizten Teller. Der Lachs ein Traum in braun. Außen leicht kross mit Butter/Zitrone Schmor-Aromen, innen perfekt glasig und wunderbar gewürzt. Leider schaffte sie den Teller nicht ganz. Das dazu servierte Gemüse ebenfalls nicht nur optisch,sondern auch kulinarisch ein Aushängeschild. Fenchel in Ringen, Saubohnen, Brechbohnen, Karotte etc. alles perfekt gegart und angenehm gesalzen.
Das Rumpsteak verdiente den Namen Steak zu recht,
hatte gute 250 Gramm, schön angerichtet. Leider war es nicht wie gewünscht: medium-done sondern medium-rare. Das gab dem tollen Fleischgeschmack aber keinen Abbruch, die Pfeffersoße angenehm nach grünem Pfeffer erinnernd, auch sie hatte das perfekt zubereitete Gemüse. Es musste meiner Schwiegermutter außerordentlich gut geschmeckt haben, denn eigentlich isst sie nur Rumpsteaks wenn sie die Garzustand von leicht rose zu done gehen.
In der Zwischenzeit wurde dann der Montepulciano serviert, wegen des Vergessen der einzelnen Weine bekamen wir jeweils einen Sambucca mit angezündeten Espressobohnen aufs Haus. Bezahlt haben die beiden Damen 29,90 für ihr Menü, ich zahlte 35,90 (inkl. Anti-Pasti). Als Dessert wurde uns heute angeboten: Tiramisu, Panna Cotta, Tartufo oder meine (geliebte) Cassata Siciliana – selbst hergestellte Zabalione- & Schokoladeneis und eine Fülle kandidierter Früchte. Schade, aber wir waren satt und waren es der enormen Wartezeit der Gerichte leid, außerdem stand irgendwann die Luft dermaßen im Restaurant, dass mir etwas schwindelig wurde.
Fazit:
Nessuno nasce maestro - Niemand wird als Meister (im Service) geboren. Das war heute definitiv im selbigen zu wenig. Das Essen,bis auf die Ausnahme mit den vergessenen Gewürzen beim Rinderfilet ausgezeichnet, so dass ich auf ein gemischtes Fazit und 3,5 Sterne im Gesamten komme.
Ein bekennender Dauer essender Kritiker hat bereits in einer Vorrezi zum Roma geschrieben: „Anhänger der edlen kulinarisch-italienischen Küche sollten für einen mediterranen Hochgenuss mindestens einmal im halben Jahr auf den Lindenhof, einem der Vorzeige-Viertel in Mannheim fahren, um im Roma zu speisen“ - an diesen Spruch haben wir uns leider nicht gehalten, wir hatten einfach zu viel um die Ohren die letzten Wochen und Monate. Und wenn man etwas mitbringen sollte, wenn man ins Roma gehen möchte, dann ist es... mehr lesen
3.5 stars -
"Es muss nicht immer Lamm zu Ostern sein, es reicht auch das weltbeste Saltimbocca oder Asino che ha fame, mangia di ogni strame" DaueresserGK0712Ein bekennender Dauer essender Kritiker hat bereits in einer Vorrezi zum Roma geschrieben: „Anhänger der edlen kulinarisch-italienischen Küche sollten für einen mediterranen Hochgenuss mindestens einmal im halben Jahr auf den Lindenhof, einem der Vorzeige-Viertel in Mannheim fahren, um im Roma zu speisen“ - an diesen Spruch haben wir uns leider nicht gehalten, wir hatten einfach zu viel um die Ohren die letzten Wochen und Monate. Und wenn man etwas mitbringen sollte, wenn man ins Roma gehen möchte, dann ist es
Besucht am 27.03.20182 Personen
Rechnungsbetrag: 36 EUR
„Das ist eine sizilianische Botschaft. Sie bedeutet, Luca Brasi liegt jetzt bei den Fischen.“ .... "Bonasera, Bonasera, was habe ich dir getan, dass du mich so respektlos behandelst. Du kommst in mein Haus am Hochzeitstag meiner Tochter und bittest mich einen Mord zu begehen.“ - Spätestens nach diesem Zweizeiler weiß jeder Filmfreak um welche Trilogie es sich handelt. Der erste Kulturkanal Deutschlands, den Filmjunkies eher als Arte bekannt (meistens ungekürzte Fassungen) hat richtig gut investiert. In richtig gute Filme, so kamen vor ein paar Wochen die von Francis Ford Coppola geschriebene Pate Trilogie welche letztendlich Filmgeschichte geschrieben hat.
Wir wollten unsere sizilianischen Eindrücke etwas vertiefen, so dass wir vorgestern Abend das Ziel hatten Vito Corleone (kein Witz) ein Besuch abzustatten. Also Handy raus und das Ziel ins Navi eingegeben. Ich überlegte noch kurz, kann das sein, aber wie von der Schnur gezogen, zog unser sportlicher Franzose uns aus Mannheim Richtung Ludwigshafen. Allein der Auftakt der großartigen „Der Pate“-Trilogie geht unter die Haut: Erst erklingt das bekannte Musikthema des Komponisten Nino Rota, dann äußert sich der Leichenbestatter Bonasera zu seiner Vorstellung von Amerika. Aus unserem Radio kam Bruce Springsten und unser Blick eilte von Haus zu Haus. - Wir waren angekommen in Oggersheim am Schillerplatz bei „DaVito“ - aber da wollten wir natürlich gar nicht hin. >Vito Corleone<, in Ludwigshafen Friesenheim, also nochmal Navi eingestellt und keine 5 Minuten später führen wir in die BASF Vorstadt ein. Schick ist es hier, die BASF hat komplett alle fast vom Zerfall drohende Fachwerkhäuser sanieren lassen. In der Hohenzollerstraße zb kommt eine edle Wohlfühlatmosphäre auf, welche eigentlich gar nicht so zu Ludwigshafen und seinen Vorurteilen passt.
Den Franzosen stellen wir in einer Seitenstraße ab und blicken rüber zu „Vito“, das Haus hat wohl einen neuen Außenanstrich bekommen. Helle cremefarbene Pastell-Töne, dazu das neu wirkende blaue Schild „Vito Gourmet“, wir treten die Türe ein und schon kommen uns die holzvertäfelten Wände „entgegen“. Um die Tische serviert und bedient eine rassige schwarzhaarige Bedienung, die festen Brüste schauen 3/4 raus, auf den Hügeln steht ein italienischer Spruch, genau kann ich das aber nicht entziffern bzw traue mich nicht so recht, da ich ja mit meiner besseren Hälfte da bin. Meine bessere Hälfte hat aber auch schon Miss Baywatch gesehen und geschmunzelt. Sie zeigt auf einen freien Tisch, den nehmen wir auch sofort, leider hat der Tisch keinen freien Blick zu der großen Glasvitrine, wo zahlreiche rote Ferrari als Modellautos stehen. So habe ich natürlich einen Grund hin und wieder aufzustehen und nach den roten Möpsen äähh Ferraris zu schielen. Wir bekommen die Speisekarte, unsere Bedienung macht uns auf das Tagesspecial aufmerksam: Tagliatelle mit Zuchini und Black-Tiger Garnelen für 9,90.
„Ich mache ihm ein Angebot, dass er nicht ablehnen kann“, so dachte sich das wohl auch Inhaber Vito Corleone, als er seine doppelseitige Gourmet Karte für seine Gäste schrieb. Kleines Gourmetmenü: Straciatella Suppe/ drei kleine Schweinelendchen mit Gorgonzola Soße und hausgemachte Fettuchini/kleines Tiramisu für 17,90.
Ich war hin und weg, habe ich doch auch bei den Pastavariationen meinen Favorit gesehen „Tris Pasta“ für 9,90. Zum Durst bestelle ich ein Schöfferhofer Hefe (3,80) meine Frau eine Cola Light. Als Gruß aus der Küche kam eine Art Bruschetta mit orange Paprika/Tomatenstückchen.
Sehr lecker, denn die Fuchtstückchen schwammen in einer kleinen, aber feinen Kräutersauce auf dem Brot. Ein erstes Highlight von Vito Corleone und seiner Küchencrew.
Die Speisekarte gibt alles was die sizilianische Küche ausmacht her. Grundbestandteile der sizilianischen Küche sind in erster Linie Produkte der eigenen Landwirtschaft und des Fischfangs. Vereinfacht lässt sich die Küche beschreiben mit Pasta, pesce e pasticceria, also Nudeln, Fisch und Süßspeisen. Natürlich gibt es Cassata sowie mit Ricotta gefüllte süße Nudeln zum Dessert.
Für die Carnivorenfans
gibt es eine extra Seite mit Fleisch (Rind, Schwein und Kalb, dazu ausgewählte feine Spieße vom Grill)
Wir machen es uns nicht leicht, aber wir entscheiden uns dann doch für den Klassiker als Vorspeise (wie langweilig für den Leser, ich weiß). Italienischer Salat (7,50), gefragt werden wir nicht, wie wir ihn haben wollen. Muss man auch nicht, wenn man so ein famoses leicht nach Eier und Essig/Öl schmeckendes leichtes Yoghurt-Dressing hat, welches perfekt zu dem Salat gepasst hat.
Das Dressing war dermaßen gut, dass wir das dazu gereichte leicht angewärmte Weißbrot in endlos viele Kleinteile „teilten“ um den ganzen Salatsaft aufzusaugen. Warum denke ich jetzt an Saft wenn ich an die >rassige Servicekraft< bei Vito denke ? Dieser weiße, klebrige, nach Eiern schmeckende Vitaminsaft ?
Das Hefe ist leer, ich bestelle mir bei der reizenden Dame einen Montepulciano (3,90), der wird sehr großzügig (eher 0,3) in einem Rotweinglas serviert. Meine Frau entscheidet sich beim Hauptgang für Spaghetti Carbonara, die Servicekraft erklärt, die Carbonara wird „eingedeutscht“ zubereitet (7,50). Ich entschied mich für die Tris Pasta (9,50), dazu sollte es das erstklassige Vito Pizzabrot sein (3,00).
Um es gleich vorweg zu nehmen, volle Punktzahl für das Pizzabrot. Von der Konsistenz und des zubereitetetn Teiges einzigartig im Rhein Neckar Dreieck. Klasse gesalzen, hervorragend mit Gewürzen abgeschmeckt, der Teig knuffig und saftig, unser Favorit. "Luigi, das nächste Mal bitte einen Lancia voll mit Pizzabrota, aber al dente." Die Spaghetti Carbonara schmeckten leicht nach Parmesan, Speck (Schinken), Ei und überhaupt nicht nach Sahne, obwohl sehr viel Sahne wohl vermengt wurde. Ich habe probiert, mir waren die Spaghetti etwas zu weich, auch fehlte wohl etwas Salz beim Spaghetti kochen.
Meine Tris Pasta bestanden aus Rigatoni Pesto (das Beste auf dem Teller),
gefolgt von Tagliatelle mit Pilz-Rahm Sauce (wer hätte wohl an den Klassiker der sizilianischen Gemüse-Küche gedacht?), die Tagliatelle hatten schön Biss, die sehr rahmige Sauce schmeckte leicht nach Waldpilzen und war sehr dezent gewürzt. „Er sagte ihm, entweder kommt seine Unterschrift oder sein Gehirn auf den Vertrag“ (Szene mit Al Pacino) - nach Gehirn haben die kleinen Tortellini beileibe nicht ausgesehen, aber das rote Tomatenzeugs hätte auch gut und gerne etwas Hirnmasse sein können (kleiner Scherz). Ich mag einfach keine penetrant nach Tomatensauce erinnernde "Sugo". Dennoch war die "Sauce" bei Vito sehr fruchtig und schmeckte leicht nach Oregano, aber mit Abstand das schwächste Drittel auf meinem Teller. Leider waren wir dann anschließend zu satt, so dass wir die selbst gemachte Cassata leider nicht probieren konnten. Der Kenner weiß, Cassata wird normalerweise nur an Ostern und an Hochzeiten zubereitet und serviert.
Fazit:
Ich kann es gar nicht glauben, dass wir fast zwei Jahre Pause gemacht haben um bei Vito Corleone vorbei zu schauen. Im Sommer werden wir bestimmt mit dem Rad vorbeischauen (der Salat mit der weißen Vitaminsoße und das knuffige Pizzabrot höre ich schon schreien) - in den Sommermonaten ist draußen für Vito`s Gäste alles nett eingedeckt. :-)
„Das ist eine sizilianische Botschaft. Sie bedeutet, Luca Brasi liegt jetzt bei den Fischen.“ .... "Bonasera, Bonasera, was habe ich dir getan, dass du mich so respektlos behandelst. Du kommst in mein Haus am Hochzeitstag meiner Tochter und bittest mich einen Mord zu begehen.“ - Spätestens nach diesem Zweizeiler weiß jeder Filmfreak um welche Trilogie es sich handelt. Der erste Kulturkanal Deutschlands, den Filmjunkies eher als Arte bekannt (meistens ungekürzte Fassungen) hat richtig gut investiert. In richtig gute Filme, so kamen... mehr lesen
Ristorante Pizzeria Vito
Ristorante Pizzeria Vito€-€€€Restaurant, Pizzeria0621692672Hohenzollernstr. 65, 67063 Ludwigshafen am Rhein
4.0 stars -
"„It’s a Sicilian message. It means Luca Brasi sleeps with the fishes.“" DaueresserGK0712„Das ist eine sizilianische Botschaft. Sie bedeutet, Luca Brasi liegt jetzt bei den Fischen.“ .... "Bonasera, Bonasera, was habe ich dir getan, dass du mich so respektlos behandelst. Du kommst in mein Haus am Hochzeitstag meiner Tochter und bittest mich einen Mord zu begehen.“ - Spätestens nach diesem Zweizeiler weiß jeder Filmfreak um welche Trilogie es sich handelt. Der erste Kulturkanal Deutschlands, den Filmjunkies eher als Arte bekannt (meistens ungekürzte Fassungen) hat richtig gut investiert. In richtig gute Filme, so kamen
Gelegentlich waren wir Gäste bei Edde im Weber Hotel nahe des Ikea in Mannheim. Das gehört aber neuerdings der Vergangenheit an. in wenigen Wochen Umbauzeit, schaffte man in den alten Gemäuern des Edde`s Restaurants ein stylisches und urban wirkendes Restaurant mit dem Namen "Lieblingsplatz Restaurant".
Aber zu wen gehört das neue Restaurant? Geht man auf das Impressum kommt ein Link zur Facebook Homepage. Ich denke, es gehört zur "Görtz Bäckerei Kette". Geht man mittags ins Restaurant, bestellt man unverkrampft vorne beim Görtz Bäcker, geht man abends hin wird man aber schön am Tisch von den aufmerksamen Kellnern bedient.
Wir waren auf der Durchreise, wollten eigentlich rüber zu McDoof, erinnerten aber uns an einen Tipp eines Kollegen, der von den Burger des Lieblingsplatzes vorschwärmte. Wir rein und staunen nicht schlecht. Alles wirkt modern, in sich stimmig, stylisch, hier war wohl ein Einrichte-Designer am Werk. In der Mitte eine Art "Open Front Cooking Bar", wo man sehr genau hinsehen kann, wie die Küchencrew die Paddies zubereiten. Aber nicht nur Burger, es werden auch Brotsalate, Steaks und Schnitzel angeboten. Wir hatten Lust auf Burger, also bestellte ich einen Cheeseburger mit Pommes (knappe 10 Euro), meine bessere Hälfte einen frisch zubereiteten Brotsalat mit Spiegelei (um die 8 Euro), sie entschied sich im letzten Moment um, als sie diesen am Nachbartisch sah.
Nach knapp 10 Minuten wurden die ansprechend aus schauenden Gerichte serviert. Der Burger hatte gut 180 Gramm, war wie gewünscht medium gebraten. Das Brötchen schön knusprig, gute Fleischqualität. Der Brotsalat in sich stimmig, hervorragend das fast noch flüssige Spiegelei. Gute Alternative wenn es mal schnell gehen soll.
Gelegentlich waren wir Gäste bei Edde im Weber Hotel nahe des Ikea in Mannheim. Das gehört aber neuerdings der Vergangenheit an. in wenigen Wochen Umbauzeit, schaffte man in den alten Gemäuern des Edde`s Restaurants ein stylisches und urban wirkendes Restaurant mit dem Namen "Lieblingsplatz Restaurant".
Aber zu wen gehört das neue Restaurant? Geht man auf das Impressum kommt ein Link zur Facebook Homepage. Ich denke, es gehört zur "Görtz Bäckerei Kette". Geht man mittags ins Restaurant, bestellt man unverkrampft vorne beim... mehr lesen
Lieblingsplatz Restaurant
Lieblingsplatz Restaurant€-€€€Restaurant, Schnellrestaurant062178894508Frankenthaler Str. 85, 68307 Mannheim
4.0 stars -
"Guter Burger inmitten des Weber Hotels bzw der Görtz Bäckerei !!" DaueresserGK0712Gelegentlich waren wir Gäste bei Edde im Weber Hotel nahe des Ikea in Mannheim. Das gehört aber neuerdings der Vergangenheit an. in wenigen Wochen Umbauzeit, schaffte man in den alten Gemäuern des Edde`s Restaurants ein stylisches und urban wirkendes Restaurant mit dem Namen "Lieblingsplatz Restaurant".
Aber zu wen gehört das neue Restaurant? Geht man auf das Impressum kommt ein Link zur Facebook Homepage. Ich denke, es gehört zur "Görtz Bäckerei Kette". Geht man mittags ins Restaurant, bestellt man unverkrampft vorne beim
Seit 2010 befindet sich das Le Toulonnais in N4, in der Quadrate Stadt-Mannheim. Ein Trip nach Indien geschuldet, ich kam mit langwieriger Grippe zurück, habe ich in den letzten Wochen nicht mehr für Gastroguide geschrieben. Die Batterien waren leer, ich wollte sie im Land der Frutarier, Fruganer, Veganer und Vegetarier auffrischen. Leider sah ich fast nichts als Dreck, Müll und nicht vorhandener Infrastruktur, so dass ich nach dem Urlaub nochmals vom Arzt 4 Wochen Genesungsurlaub verschrieben bekommen habe :-)
Gestern wollte ich aber nochmals meine indisch Kenntnisse auffrischen, seit einem halben Jahr gibt es einen "Top Bewerteten" Indi-Imbiss in den D Quadraten, aber meine bessere Hälfte hatte irgendwie das Indisch-Wörterbuch ;-) vergessen. Als wir uns auf dem Weg zum "Burrito Baby" machen wollten, kamen wir in die N Quadrate und zogen am "Le Toulonnais" vorbei. Meine Frau bekam große Augen "auf ein lecker Baguette hätte ich richtig Lust drauf", also rein in den Glaskasten. Ein Pärchen vor uns, so dass ich genug zeit hatte die einzelnen angebotenen Baguettes durchzulesen. Mir fiel auf das hier die Baguettes weder als vegan (wäre ja noch schöner) noch als vegetarisch gekennzeichnet werden. Ich denke der Hype um „super vegan“ und „Vegetariere sterben gesünder“ ist passe. Immer weniger Restaurants kennzeichnen die Gerichte mit vegan und ganz ehrlich: Hier ist nichts vegan. Um ein veganes Brötchen zu backen bedarf es das teure Johannisbrotkernmehl als Kleberersatz, welches mit den Kichererbsen und Sojavarianten zubereitet werden müssen. Schmeckt nicht und ist in der Anschaffung viel zu teuer.
Wenn ich morgens nach dem Aufstehen schlechte Laune habe denke ich immer öfter an Veganer, denn die können nichts mit original Edamer und Gouda überbacken, essen. Und schon geht’s mir wieder gut.
Und gerade deshalb gehe ich auch so gerne in Le Toulonnais und diese Woche ist sogar eines meiner Favoriten das „Baguette der Woche“. Meine Frau wählt eine Cola Light, ich nehme die originale Cola, diese wird in der kleinen 0,3 Liter Flasche frisch mit Strohhalm heraus gegeben. Toulon (4,30) – eigentlich die Hauptstadt des französischen Départements Var und liegt an der Mittelmeerküste am östlichen Ende des Golfe du Lion, rund 70 km südöstlich von Marseille -Familienmitglieder der Rockefeller (wer wird denn jetzt das Vermögen erben?) ist die Côte d’Azur wahrscheinlich eher ein Begriff. Toulon steht für eines der Favoriten meiner besseren Hälfte. Belegt war das Baguette mit feinem Käse, Kräuter, Salat und leichtem Schinken. Der Geschmack sehr zart und fein, eigentlich passt hervorragend die Kräutersauce dazu, aber heute sollte es die Knoblauch-Sauce dazu sein. Meiner einer entschied sich für das Baguette der Woche „Pizza-Baguette“,(4,90) belegt mit reichlich gewürzter Salami, Schinken, Salat und ordentlich Käse. Geschmeckt hat es wie eine Pizza (vielleicht wurde mit Pizza-Gewürz noch nachgeholfen?), grandios. Grandios immer wieder die luftig fluffig gebackenen Weißbrotstangen. Die Krume knusprig, innen weich und fluffig, einfach perfekt – die Portionen sind groß, aber dermaßen lecker, dass ich mich meist zwingen muss nicht noch ein zweites zu essen.
Fazit:
Die Baguetterie Le Toulonnais bieten ihre überbackenen Baguettes in vielen leckeren Variationen an. Außerdem gibt es knackig frische Salate im Angebot. Dazu serviert man (Frau) gerne die bekannte & hausgemachte Kräuter-, Curry- oder Knoblauchsauce. Und das alles zwischen vier und sechs Euro, da bekommt man bei McDonalds nicht mal ein Menü, geschweige denn den Big King.
Übrigens: einmal hat Chuck Norris im Mannheimer McDonalds einen Big King bestellt und hat ihn auch bekommen ….
Seit 2010 befindet sich das Le Toulonnais in N4, in der Quadrate Stadt-Mannheim. Ein Trip nach Indien geschuldet, ich kam mit langwieriger Grippe zurück, habe ich in den letzten Wochen nicht mehr für Gastroguide geschrieben. Die Batterien waren leer, ich wollte sie im Land der Frutarier, Fruganer, Veganer und Vegetarier auffrischen. Leider sah ich fast nichts als Dreck, Müll und nicht vorhandener Infrastruktur, so dass ich nach dem Urlaub nochmals vom Arzt 4 Wochen Genesungsurlaub verschrieben bekommen habe :-)
Gestern wollte ich aber nochmals... mehr lesen
Baguetterie Le Toulonnais
Baguetterie Le Toulonnais€-€€€Bistro, Imbiss, Take Away0621100000N4, 1, 68161 Mannheim
5.0 stars -
"Ein Stück Frankreich inmitten Mannheims oder: wenn sich der Inder mit dem Mexikaner streitet, gewinnt immer der Franzose" DaueresserGK0712Seit 2010 befindet sich das Le Toulonnais in N4, in der Quadrate Stadt-Mannheim. Ein Trip nach Indien geschuldet, ich kam mit langwieriger Grippe zurück, habe ich in den letzten Wochen nicht mehr für Gastroguide geschrieben. Die Batterien waren leer, ich wollte sie im Land der Frutarier, Fruganer, Veganer und Vegetarier auffrischen. Leider sah ich fast nichts als Dreck, Müll und nicht vorhandener Infrastruktur, so dass ich nach dem Urlaub nochmals vom Arzt 4 Wochen Genesungsurlaub verschrieben bekommen habe :-)
Gestern wollte ich aber nochmals
Geschrieben am 31.01.2018 2018-01-31| Aktualisiert am
31.01.2018
Besucht am 28.01.2018Besuchszeit: Abendessen 8 Personen
Rechnungsbetrag: 500 EUR
Neue Umgebung, gleiches Konzept ? Nicht ganz, die Weinstube in Hainfeld ehemals gepachtet, musste in der Gegenwart wohl u.a. der Bausparvertrag herhalten für den Erwerb des Hotelkomplexes „Haus am Weinberg“. Das "Haus am Weinberg" ist nicht nur Restaurant, sondern lädt auch Gäste zum Entspannen (u.a. Sauna, Dampfbad, türkisches Bad etc) ein, natürlich sprangen wir nach dem Essensbesuch allesamt in den Whirlpool und tauchten ab.
Turbo, ein geschätzter Gastroguide Kritiker, wollte hier auch gerne übernachten. Aber ich glaube, er hatte da was falsch verstanden. So teuer wie in seiner Bewertung angegeben, sind die Übernachtungen nicht. Es gibt Arrangements 2 Übernachtungen mit jeweils einmal 3 Gang Regional Menü sowie einmal 5 Gang Gourmet-Menü am Abend inkl. Wellness, Dampfbad und Blick in die Rheinebene für 239 Euro pro Person, da kannst eigentlich nicht meckern.
Unser Familienoberhaupt hat für 8 Personen eingeladen, meiner einer reservierte vor gut 3 Wochen für letzten Sonntag ein Tisch. Gerne habe ich die Vorbewertungen von Marc074 und Turbo gelesen, hier scheint es öfters sehr voll zu sein, daher die Vorab-Reservierung. Ziel sollte also heute St Martin sein, eines der schönsten Dörfer Deutschlands, steht zumindest auf der Homepage. Und nach St Martin kann man nicht nur am 11. November, jenes Dorf, welches geografisch oberhalb von Maikammer liegt. Maikammer kann man natürlich (kleiner Tipp für "Nicht-Pfälzer") auch nicht nur im Mai besuchen (man sollte es aber), denn das Dorf macht außer einigen Winzern nicht wirklich was her. Wir haben unser Navi geladen, ist auch von Nöten, denn nach den Ortschaften endet wohl irgendwo die Straße, aber vorab geht es noch einen Bergweg hinauf, zur Rechten unterhalb eines Baumes steht auch ein kleines Hinweisschild "Haus am W..." (vielleicht könnte man das beleuchten?)
Zwei mal hoch und runter und schon kommen wir an dem Parkplatz an. Ein großes Gedränge ist hier nicht. Ganz hinten steht ein weißer Golf mit dem Schild NW-AP .... (Arens Phillipp?), sowie ein dunkelblauer Ford. Mit dem Ford fort und mit dem Zug heim oder was ? Nee, nicht ganz, es ist das Auto von meiner Schwester. Sie befindet sich auf dem angeblichen Keschdeweg mit ihrem Mann, nachdem sie 20 Minuten später am Parkplatz ankam stellte ich die Frage, ob sie nicht doch im Grand Canyon war, von oben bis unten vermatscht. Sie kamen wohl in ein riesiges Schlammloch, ihr Mann rutschte wohl zudem noch in nassem Treibsand, er hatte Glück nicht unter gegangen zu sein (hier in Sankt Martin sind schon einige mysteriös verschwunden), ein geübter Pfälzer Wanderspaziergänger geht aber ohnehin ohne sein Wenger nicht aus dem Haus (Hinweise gibt es hier: https://www.amazon.de/Wenger-Schweizer-Offiziersmesser-Messer-Schatulle/dp/B000R0JDSI)
Wir kommen
oben an der Rezeption an, die Hotel-Kraft schaute uns an und fragte „Sie wünschen ?“, wir antworteten, wir hätten reserviert für heute Abend im Restaurant, uns sollte ein schöner eingedeckter Achter Tisch vorbereitet werden. „Das muss ein Irrtum sein. Wir haben heute keine Reservierungen“, sie schaute nochmal nach und bekräftigte ihre Aussage. Ich kramte mein Handy hervor und zeigte auf die Bestätigung, sie zuckte mit den Achseln und rief jemanden an. "Tisch gehe in Ordnung, für die Wartezeit ginge der Aperitif dann beim Menü aufs Haus." Original O Ton Empfangsdame.
Unten im Restaurant (geht man die Treppe zuvor hoch dann ja, man kann auch ebenerdig rein, dann ist das Restaurant auf der Etage) kommt uns die Mutter von Philipp Arens entgegen. Sie hat in der Hand ein große Flasche Sekt. „Geht doch“ mein Gedanke. „Sie kenne ich noch“ sagte ich grinsend zu ihr. Ihre sympathische Antwort „ und ich muss sie jetzt auch kennen oder was ?“. -- Na klar, man(n)/frau muss mich kennen. Wer mich nicht kennt, der pennt. Oder leasen ? Bei Auto Friesen ? (mir geht der Spruch seit meiner Kindheit nicht mehr aus dem Hirn)
Wir werden dann am Tisch nach einem Aperitif gefragt, ich verrate schon jetzt dem Leser, dass der Aperitif nicht aufs Haus ging. Da wir alle Durst & Lust hatten auf erfrischenden Raumland Traubensecco und Rieslingsekt, riss der Aperitif schon mal ein erstes größeres Loch ins Budget. Aber wir sind ja hier um zu schlemmen. Es wird heute geklotzt und nicht gekleckert. Ich hatte extra an dem Tag mittags nur eine kleine Stulle gegessen und an der Salami gelutscht, damit nicht nur mein Auge sich am Essen ergötzen konnte. Wir bekommen back to the roots / genau wie früher - den ersten Küchengruß, klassisch an den Tisch:
Butter, Fleur de Sel, Limettencreme und Aioli wurde zum selbstgebackenen Brot gereicht. Die zweite Amuse Bouche, der erste kleine kulinarischer Gaumenkitzler, folgte nach einem kleinen aber angenehmen Zeitabstand. Kleiner Gaumenkitzler
Auf rohem Rotkraut eine Art Fleisch-Tatar, zudem als Gegenpart auf einem krossen Chip ebenfalls "fleischiges" in brauner Soße, dazu Butter und grüne Soße. Wir starten gut und hofften insgeheim, dass die Fleischportionen später etwas größer ausfallen würden.
Die Frau des Erzeugers vom jüngsten Stammhalter hatte sich schon vor Wochen in das angebotene 4 Gang Hummer Menü verliebt. Ihre Wahl fiel auf das Hummer Spektakel, alle anderen am Tisch entschieden sich für ein selbst zusammengestelltes 2-3 Gang Menü. Am Ende mussten etwas mehr als 500 Euro berappt werden. Der Junior, bei Leibe kein Süßer, verzichtet bewusst auf den Nachtisch, um anschließend bei seiner Freundin zu kosten. Da auch bei unserer Familie der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, entscheidet sich der Vater und sein ältester Sohn für ein jeweils ähnliches 3 Gang Menü. Gleiche Vorspeise (Forelle), dazu gibt es eine Flasche von Bassermann Jordan, ein Weißburgunder für erfreulich faire 18 Euro angeboten. Da kann die Servicebedienung gerne zeitnah eine zweite Flasche bringen.
Insgesamt bestellen wir 3x die „Dreyerlei“ von der Forelle, Dreyerlei Forelle, Filet, Geräuchert und Tatar
ich hätte da gerne ein Mouse bzw ein Schäumchen gehabt. Dreierlei ist für mich immer auf drei verschiedene Arten zubereitet, oder verschiedene Gar-Zustände, oder verschiedene Temperaturen, oder verschiedene Zubereitungsarten etc. Ich spreche aber hier nicht von Sterne- oder Kreativküche, sondern einfach von den "Dimi" Basics. Vielleicht aber hatte Herr Arens wirklich heute mit keinem Gast gerechnet und daher nichts vorbereitet ?
Kann aber eigentlich nicht sein. Geschmeckt hat es uns dann doch die dreierlei Forelle. Schade, dass alles auf dem Forellen-Teller kalt war. Einmal Filet auf Pumpernickel und einmal geräuchert sowie ein Teelöffel Forellen-Tatar. Für eine Vorspeise und mit 15 Euro nicht zu knapp kalkuliert, war mir da zu wenig „schwimmendes Tier“ auf dem Teller. Vor ein paar Jahren hatte ich ein Praktika-Erfahrung in einem gehobenen Restaurant erleben dürfen. Wenn ich mich richtig entsinne: Fisch oder Fleisch als Vorspeise ca 80-100 Gramm, aber das was wir Forellen-Esser da auf den Tellern hatten, war wenig. Bis auf die Hummer Esserin. Mousse und Tatar vom Hummer mit Kohlrabi und Mandarine
Ihre Vorspeise war sensationell, vom Geschmack, von der Anrichte und von der Menge.
Der jüngste Bruder meiner Schwester entschied sich für geräucherten Büffelmozarella. Es hat ihm geschmeckt, Geräucherter Büffelmozarella
aber auch hier, hätte es gern etwas mehr sein können.
Erfreuliches gab es von meiner besseren Hälfte. Sie hatte sich für zweierlei Gans entschieden. Und hier, siehe da. Auf zwei diverse Arten zubereitet. Rotkohlsuppe mit Limetten Liasion und zweierlei Gans
Als lauwarme Gans-Praline, sowie scharf angebratenem Gänse-Speck, dazu gab es einen Teller geschäumte Rotkohlsuppe. Diese war sehr samtig-cremig-fluffig. Hervorragend abgeschmeckt, schöne Säure, schön ausbalanciert. Auch der Preis für das Gericht stimmig, ich glaube um die 7 Euro.
Es sollten dann die Hauptspeisen kommen. Endlich, das Karnivorenfestival konnte beginnen. Obwohl, zuerst wurde der Fasahn serviert. Oh je, dachte ich. Zwar schön angerichtet, aber wo war das Fleischige ? Das Beste vom Wild Fasan mit Riesenpapaya und Schwarzwurzel für € 26,00
Das Beste vom Wild Fasan mit Riesenpapaya und Schwarzwurzel für € 26,00 dazu gab es die Empfehlung aus 2011 ein Cuvee „Z“, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Syrah, Barrique vom Weingut Oliver Zeter.
Auch Marc074 berichtete schon „bäriges“ von diesem Rotwein. Er stand mit 38 Euro in der Karte, nach dem ersten Schluck das trockene Fazit des Ältesten am Tisch „es gibt sicherlich bessere Rotweine“ - dennoch, ich kann die Begeisterung von Marc074 teilen, auch wenn der Syrah den wir beide mal in Hainfeld genossen haben, ich glaube das war ein großes Gewächs vom Weingut Klein, ich da besser in Erinnerung hatte. Aber der war schon gut. Ja, beim Karnivoren-Festival hätte da der Wild Teller wohl einen hinteren Platz belegt. Das Filet wirklich winzig (aber vielleicht ist das immer beim Fasahn?), dazu noch zwei kleine Tranchen. Da hatten meine Bruder und ich schon mehr auf dem Teller. Wir beide hatten Rinderfilet Rinderfilet mit Wacholder und Apfel
mit Wacholderhaube, Apfel und allerlei von der Milchrübe. Da gab es ein kleines Gratin, dazu eine kleine Spalte Apfel und gute 200-250 Gramm Filet. Beide hatten wir es schön medium, das Filet angenehm gesalzen. Was ich übelst vermisste: ein paar Kartoffelspalten, ein paar Kohlenhydrate, kleine Sattmacher. Immerhin ist das Arens ja auch Weinstube/Restaurant und nicht nur ein "Vitales Fit for Fun" Amuse Bouche Restaurant. Sattmacher hatte die Freundin meines Bruders dagegen, sie wählte zum Hauptgang den Arens-Klassiker, dieser bestand aus Saumagen, halber Leberknödel mit Specksauce und ordentlich gewürzter Bratwurst. Dazu gab es Kraut und sehr gut abgeschmecktes Sellerie-Püree. Ja, heute waren es wieder die regionalen Klassiker, die wir auch schon in Hainfeld lieben durften. Meine Frau entschied sich daher Mit Zwiebelmarmelade gefüllte Frikadelle auf Wirsing-Curry. Keine Experimente
für die mit Zwiebelmarmelade gefüllte Frikadelle auf Wirsing-Curry. Keine Experimente bei ihr.
Experimente gingen aber meine Schwester und ihr Mann ein. Da fällt mir doch gleich ein Lacher ein, wenn ich an die beiden „Lehrer-Beamte“ denke. Für Kreuzworträtsel-Junkies: Flüssigkeit mit 15 Buchstaben ? „BEAMTENSCHWEISS“ Meine Lieblingsschwester entschied sich experimentierfreudig (so wie sie halt ist) Brust und Keule vom Milchhahn mit Totentrompeten und Brokkoli für 23,00 €
für Brust und Keule vom Milchhahn mit Totentrompeten und Brokkoli für 23,00 €, der Vater meiner Lieblingsnichte: Dampfnudel mit Wildschweinragout gefüllt, Grünkohl und Mandarinen 26,00 €
Dampfnudel mit Wildschweinragout gefüllt, Grünkohl und Mandarinen 26,00 € . Beide Gerichte ernteten volles Lob und Anerkennung. - für Qualität, Anrichte, Zubereitung und Menge. Schaue ich mir jetzt nochmal die beiden Bilder an, weiß ich, was die beiden richtig gemacht haben
Kommen wir zu den Desserts. Im Menü gab es eine Abschluss:Kombination von Pfälzer Karotte und Buttermilch mit Limette. Meine Frau nahm diesen Gang. Kombination von Pfälzer Karotte und Buttermilch mit Limette
Aber irgendwo an diesem Abend haben wir Teile schon gesehen. Ah ja, zum Kaffee, gab es diesen Karottenhupf. Auch das Pre-Dessert, welches vorab unsere Zungen auf den süßen Höhepunkt lustvoll vorbereiten sollte, haben wir schon gesehen bzw geschmeckt (nicht geleckt) gehabt an diesem Abend. Kann natürlich auch Absicht gewesen sein, die Bedienung und einige an unserem Tisch rasselten ein paar Mal "akustisch" zusammen. Kleines Beispiel: Unser(e) Hummer Esser (in) hatte noch ein Zwischengericht, und dass alle anderen am Tisch nicht nur zuschauen mussten, gab es eine kleine Aufmerksamkeit der Küche. In einer Espresso-Tasse: Hummerschaumsuppe mit Aa ... Einlage
Hummerschaumsuppe mit Algen-Einlage. Sauer und bitter, nicht Jedermann Sache. Ich fand sie gut (Geschmäcker sind verschieden), als die Bedienung die Tassen abräumte und zeitgleich meine Schwester mir ins Ohr flüsterte (die Suppe war nicht so mein Ding) wollte es die Bedienung erneut wieder genau wissen. Meine Schwester, in ihrer Art schüchtern und introvertiert, erklärte leise, der erste Gruß, habe ihr deutlich besser geschmeckt. Da antwortete die Bedienung prompt „seien sie doch froh, dass sie überhaupt was gekriegt haben. Die Geschmäcker sind verschieden. Gott sei Dank, sonst hätten heute alle mein Hemd an“, manche an unserem Tisch fanden die direkte Art, auch wenn sie uns so bekannt war, nicht so prickelnd. Wir kennen bereits den Umgang mit ihren Gästen und kommen gut aus, für den ein oder anderen am Tisch war das heute wohl ein „Einzelner Besuch“, das Fazit von einem Gast am Tisch : „war ok der Abend“ - mehr nicht. Schade.
Ein Schade gab es dann auch von mir für das Dessert. Zwei Mal unpassender Geschmack für das Allerlei Crème brûlée, Allerlei Crème brûlée 8,50
irgendwas mit Traube und Mango ?.Hat aus meiner Sicht nicht gepasst. Kleines Lob gab es dann mehrmals für das Dessert: Halbflüssiger Schokoladenkuchen mit zweierlei Banane und Zitronen-Rosmarin-Eis
Halbflüssiger Schokoladenkuchen mit zweierlei Banane und Zitronen-Rosmarin-Eis, wobei sich fast alle einig waren. Den halb flüssigen Schokoladenkuchen haben sie allesamt schon mal besser gegessen. Marc074 ? Irgendwo dunkel im Hinterkopf ? Schoko-Malheur ? In der Orange ? An einem verschneiten Ort, unweit vom Mercedes Werk auf dem Erfinder Bezirk Waldhof ?
Zusammenfassend hat der ein oder andere heute mit seinen drei Gängen wohl nicht das erwartende auf dem Teller, am Ende nicht ausreichend genug in der Magengegend gehabt. Das kann dem Anspruch der kreativen Küche geschuldet sein. Der Abend war kulinarisch kreativ, ich würde mir dennoch mehr Sättigungsbeilagen wünschen, nachdem ich mitunter beim ersten Mal zum Brot nachfüllen „schräg angeschaut wurde“.um den Anspruch der Wandertouristen, Seminarteilnehmer und Daueressenden gerecht zu werden.
Fazit:
Meine Frau und ich werden bestimmt in der Spargelzeit nochmal kommen, wenn die Außenbestuhlung dem Gast den atemberaubenden Blick in die Rheinebene erleichtert und die Küchencrew mit saisonalen Gängen uns bestimmt wieder ein Kulinarisches Lächeln auf die Lippen zaubert, dass dann auch unser Magen mit einem angenehm gesättigten Gefühl die direkte Heimreise antritt und nicht wie letzten Sonntag noch der Super Döner auf dem Waldhof besucht werden muss.
Neue Umgebung, gleiches Konzept ? Nicht ganz, die Weinstube in Hainfeld ehemals gepachtet, musste in der Gegenwart wohl u.a. der Bausparvertrag herhalten für den Erwerb des Hotelkomplexes „Haus am Weinberg“. Das "Haus am Weinberg" ist nicht nur Restaurant, sondern lädt auch Gäste zum Entspannen (u.a. Sauna, Dampfbad, türkisches Bad etc) ein, natürlich sprangen wir nach dem Essensbesuch allesamt in den Whirlpool und tauchten ab.
Turbo, ein geschätzter Gastroguide Kritiker, wollte hier auch gerne übernachten. Aber ich glaube, er hatte da was... mehr lesen
Gourmetrestaurant Arens im Arens Hotel 327 m NN
Gourmetrestaurant Arens im Arens Hotel 327 m NN€-€€€Restaurant, Hotel063239450Oberst-Barrett-Straße 1, 67487 Sankt Martin
3.5 stars -
"Philipp Arens inszeniert weiterhin die Speisen raffiniert in Szene (leider) mit Abzügen in der P-NOTE – das Flair vergangener gemütlicher Kulinarik-Tage scheint dagegen in Hainfeld geblieben zu sein" DaueresserGK0712Neue Umgebung, gleiches Konzept ? Nicht ganz, die Weinstube in Hainfeld ehemals gepachtet, musste in der Gegenwart wohl u.a. der Bausparvertrag herhalten für den Erwerb des Hotelkomplexes „Haus am Weinberg“. Das "Haus am Weinberg" ist nicht nur Restaurant, sondern lädt auch Gäste zum Entspannen (u.a. Sauna, Dampfbad, türkisches Bad etc) ein, natürlich sprangen wir nach dem Essensbesuch allesamt in den Whirlpool und tauchten ab.
Turbo, ein geschätzter Gastroguide Kritiker, wollte hier auch gerne übernachten. Aber ich glaube, er hatte da was
Geschrieben am 21.12.2017 2017-12-21| Aktualisiert am
22.12.2017
Besucht am 21.10.2017Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 94 EUR
– Heute ist der Gast König, der saftig-irische Karnivorenhügel, meine neue Benchmark für die Rubrik Rumpsteak !!
Inmitten des Geländes der ehemaligen Landesgartenschau thront der sanierte Teil des ehemaligen Kasernen-Gebäudes 041, der Rest wurde aufwendig saniert und macht diesen Ort zu Landau`s einzigartigem Wein-Restaurant im ehemaligen Kasernengebäude. Ach, es ist noch gar nicht so lange her, keine 35 Jahre, als ich mit meiner Mutter fahrend, ich auf der Rückbank sitzend mit unserem blauen Renault 5 von der Verwandtschaft im Dahner-Land zurück, in Landau eingebogen bin (heutige Landau Süd Einfahrt). Ich kann mich noch an die großen Gitterstäbe und die dicken Beton-Wänden zu meiner linken erinnern, das große Franzosen Areal und zur rechten Seite das damalige „Assi Viertel“ in der Eutzinger Straße /Weißenburger Straße. Und nach 500 Meter kam dann auf der rechten Seite der Burger King (damals gab es noch kein McDonald, nein nur Kochlöffel und Burger King), ich glaube aktuell haust da ein Reifen und Felgengeschäft.
Meine Freunde und ich haben uns da aber richtig wohl gefühlt. Bei den Franzosen konnte man umsonst Tennis spielen, es gab 2 Tennis-Hardcourt Betonplätze (mit ganzjährigem Netz), ein Basketball-Feld, außerdem konnte wir in der Jugendzeit mit unseren BMX Rädern die Sandberge hoch- und runter düsen. Aber das alles ist jetzt vorbei. Die Stadt plante eine Landesgartenschau, die anschließend für die Landauer erhalten werden sollte. Die Stadt plant aber auch noch viel mehr ... Aber Pustekuchen. Bei unserem Besuch im Weinkontor vor gut 8 Wochen kam uns karges, ungepflegtes Ackerland entgegen. Einige Areale wurden schon als Bauplätze veräußert, aber wer mag da schon hinziehen ? Auswärtige, die das Landauer Stadt Areal nicht kennen ? Vor gut 15 Jahren sollte schon mal das Gebiet ehemaliges Franzosenviertel bis hin zur Cornichonstraße und weiter herum bis zum Hauptbahnhof als Baugelände angeboten werden. Proben im Grund ergaben aber, dass der Boden komplett verseucht ist. Und das ist jetzt alles wieder tutti frutti ? Oder wurden nur die Richtwerte für Gift politisch gerade gerückt ? Hat Super-Angie ihren magischen Schieber für Richtwerte wieder heraus geholt ? Man sieht es zB auch wenn man im Sommer an den Schienen mit dem Radius von 100 Metern durch die City entlang läuft, da blüht nix mehr, das ist alles hinüber.
Umso mehr erfreut es mich, dass Inhaber Mury und Berrevoets den Mut haben ihren Traum, mit dem edlen Weinkontor 041 auf dem >>Akte X Gelände<< zu verwirklichen und in der ehemaligen Besatzungszone ihr kleines Kulinarisches Paradies, nach dem Umzug aus Mörzheim, geschaffen zu haben. Wir parken direkt vorne dran und haben Glück, einige der wenigen Parkplätze sind noch frei. Was heißt Parkplätze ? Wir parken in einer Baustelle !! ... Die Anfahrt ist für Auswärtige allerdings etwas abenteuerlich, da man durch etliche für Kinder gesperrte Spielstraßen muss.
Aber wir haben uns dafür zum Schlemmen eine gute Zeit ausgesucht. 15.30, das Weinkontor 041 bietet als eines der wenigen Restaurants in Landau durchgehende warme Küche an. Und um 15:30 spielen in Landau auch keine Kinder mehr, so wie wir damals vor 35 Jahren. Schon gar nicht in den besseren Vierteln. Heutzutage sitzen die Kiddies vor Ihrem Tablet/Smartphone oder zocken online auf dem 16K Smart-TV online virtuelle Spiele und nennen ihre Eltern auf neudeutsch: Bezugsperson.
Anscheinend haben aber noch mehr Landauer vor um diese Uhrzeit zu speisen, nach und nach wird es ganz schön voll und nicht nur Kaffee und Kuchen, nein, auch Fleisch und Fisch wird gewünscht. Wo wir schon bei der Karte wären, die ist mehrseitig, allerdings stehen da ausschließlich Weine im Angebot. Bei den Speisen sieht es etwas spartanischer aus. 5 Vorspeisen, 4 Hauptgerichte, 3 Desserts, dazu gibt es noch eine Hauptgang Tagesempfehlung auf der Schiefertafel, sowie eine Dessert Empfehlung. Eine derart schlanke Karte erspart dem Gast da natürlich schnell die Suche nach dem richtigen Gericht. Wer will denn da noch von einer „Qual der Wahl“ sprechen ?
Meine Begleitung und ich sind uns sehr schnell einig. Zum Durst ein Erdinger Hefeweizen aus dem Fass, das kam dann spritzig, aber nicht ganz so trübe an den Tisch (war ja klar), dennoch trinkbar. Als Vorspeise orderten wir jeweils die kleine Kartoffelsuppe.
Ich glaube für 4,50. Die war wunderbar cremig und fluffig und hatte einen erdigen, samtigen, feinen Kartoffel Geschmack. Selten eine so feine Kartoffelsuppe gegessen. Auf der Speisekarte standen auch, sich recht gut anhörende Salatkreationen: mit Minze, Limette und Wassermelone, sowie Fisch zum Hauptgang mit weiteren asiatischen Einf(l)üssen. Alles, vom Ambiente bis hin zur Beleuchtung, alles wirkt retro-stylisch - sehr modern und ansprechend auf den Gast, was genauso für die Karte gilt. . Blättert man das Klammbrett durch, kommt einem automatisch das Wort „Crossover Küche“ entgegen. Da ist etwas regionales, was orientalisches, was asiatisches, ja sogar mediterran angehauchtes dabei. Auf der Empfehlungskarte
steht heute: „Entenleber Praline mit Kernen und gebratenem Radicchio und eingelegtem Kürbis“. Wir mögen Kürbis, Radicchio. Wir mögen auch orientalisches und asiatisches, nur nicht heute. Asiatisch und orientalisch gerne danach in feucht fröhlichen Sushi-Bar. Heute soll es Irisches sein. Irish Black Angus Beef, in Worten :Rumpsteak vom Irischen Black Angus Weide-Rind mit Kräuterbutter oder Zwiebeln und Backkartoffeln für schlappe 23 Euro. Aber jetzt rückblickend auf das Festessen beziehend: war günstig, denn in der Zwischenzeit habe ich leider erfahren, dass man auch für 21 Euro in einem Neustädter Lokal ordentlich beißen und sich nach dem Essen noch herum ärgern muss. Beißen mussten wir beide heute fast nicht. Das Fleisch ließ sich (fast) mit der Gabel schneiden, saftig und zart, das Messer wie ein Lötkolben, der Butter abschneidet. Der Anschnitt.
Ein Traum. Ein echter Medium-Traum. Eine durchgängige rötliche Farbe, herrliche Marmorierung ist zu erahnen bei dem Bild. Ein irischer Traum von Rinder-Herde, von Schlössern und Whiskey. Die Backkartoffeln dazu schmecken tadellos, das kannte ich sogar in diesem Garzustand noch gar nicht. Das war eine Art Brat/Backkartoffel im Ganzen, wohl kleine neue Kartoffeln, schön mit Butter und Rosmarin abgeschmeckt. Tadellos die Kräuterbutter. Anfangs dachte ich noch „Herje, was soll denn dieser Berg von Butter“,
aber nach und nach schmolz die Butter über dem Fleisch und die Kräuter gingen mit der Butter und dem Fleisch auf meiner Zunge und meinem Gaumen eine traumhafte Liaison der besonderen Art und Weise ein, welche ich geschmacklich bei einem „Rumpsteak“ bisher noch nicht in meinem Leben erleben durfte.
Ich hatte mal ein ähnlich gutes fleischiges Kulinarisches-Geschmackserlebnis, bei Norbert Dobler in Mannheim. Da wurde mir ein medium gebratenes Dry Aged Nebraska-Steak serviert, welches ich aber mit 46 Euro und nur mit Auberginenröllchen als Beilage, bezahlen durfte, außerdem damals die Schüssel Pommes bzw die „Weinkontor Backkartoffeln“ einfach gefehlt haben. Das Leben kann so einfach sein. Rein ins Auto und ab nach Landaaach, auf der Fahrt noch schnell eine Harald Schmidt DVD Best of eingelegt und an Zeiten erinnert als es die A65 noch nicht gab und ein Essen erleben dürfen, welches bis hin in die USA wohl noch seines Gleichen sucht, der bekannte Untere Süddeutsche Abschnitt :-) Zu dem Irischen Spektakel gönnten meine Begleitung und ich uns jeweils einen Shiraz- Cabernet (?) für 7,50 das Viertel, ein wunderbarer Begleiter.
Aber so ein schönes saftiges Steakchen, auch wenn es wunderbar geschmeckt hat und eine kleine Cappuccino Tasse voll mit Suppe reicht, einem Daueresser zur einstweiligen Sättigung natürlich nicht. Denn ich erblickte wieder an der Wand die Tages-Dessert-Empfehlung“ hausgemachtes Weißes Schokoladen Eis mit Schokoladen Cookie und eingelegten Zwetschgen“, das konnte ich mir nicht entgehen lassen. Meine Begleitung nahm den Weinkontor Klassiker „geeistes Nougat“ von der "normalen" Karte.
Zeitgleich an unserem Tisch serviert, zuerst eingehend mein Dessert,
ich hatte mir da etwas anderes drunter vorgestellt, der Cookie war in etliche Stücke gebrochen, aber mit ordentlich Crunch und Cook, ein echter Cookie eben. Der Cookie war kalt, dafür waren die Zwetschgen warm und das Eis war in einer Knusper Kugel mit Nüssen umgeben. Ein absolutes Hammer ! Ein wahres Hammer* Hammer Dessert.
So fein hatte damals im 17 Jahrhundert der große Sonnenkönig Heinrich 14., der in Landau weilte und „sein Landau“ zur größten Festungsstadt in der Christenzeit ausbaute, bestimmt auch täglich sein Nachtisch königlich verzehrt. Heute bin ich/sind wir aber der König/die Könige, leider ohne Entscheider Gewalt für meine alte Geburtsstadt. Es ist einfach traurig, was die Stadt mit der riesigen Festung bzw den alten Ruinen vor hat, ich las da unlängst einen Zeitungsartikel drüber. Auch möchte man wohl aus den Weinbergen Bauland machen ? Geht`s noch ? Aber wollen und tun sin die eine Seite. Wollen und auf alle Fälle wieder haben wollen, in kurzfristiger Zukunft, mag ich das geeiste Nougat wieder haben.
Meine Begleitung ließ mich probieren. Das schmeckte einfach himmlisch. Geiler Nougat Geschmack, welches auf der Zunge mit dem zart schmelzenden Eis (war wohl eher ein Parfait?) eine Liasion auf der Zunge und am ....
Fazit:
Im Weinkontor ist der Gast König, denn das Team um Chefkoch Murly zaubert kulinarische Offenbarungen mit Kreativität, handwerklicher Perfektion und einer schier unfassbaren Lässigkeit, dass der Gast hier nur gewinnen kann. Die fließenden Übergänge von Restaurant, Terrasse (im Sommer) und der Weinbar sind in sich stimmig und geizen nicht mit ganz viel Wohlfühle - Atmosphäre. Das Weinkontor041 ist der perfekte Platz für die weltoffene Crossover-Küche - und das Ganze, ohne die „Südpfälzer Küche“ zu verraten. Top Empfehlung !! (nicht nur in Landaach)
– Heute ist der Gast König, der saftig-irische Karnivorenhügel, meine neue Benchmark für die Rubrik Rumpsteak !!
Inmitten des Geländes der ehemaligen Landesgartenschau thront der sanierte Teil des ehemaligen Kasernen-Gebäudes 041, der Rest wurde aufwendig saniert und macht diesen Ort zu Landau`s einzigartigem Wein-Restaurant im ehemaligen Kasernengebäude. Ach, es ist noch gar nicht so lange her, keine 35 Jahre, als ich mit meiner Mutter fahrend, ich auf der Rückbank sitzend mit unserem blauen Renault 5 von der Verwandtschaft im Dahner-Land zurück,... mehr lesen
Weinkontor Null 41
Weinkontor Null 41€-€€€Restaurant, Gaststätte, Weinkeller06341 945485Georg-Friedrich-Dentzel-Straße 11, 76829 Landau in der Pfalz
5.0 stars -
"Referenz Rumpsteak nicht nur für die Südpfalz sondern für auch für die USA – aus Mury`s Küche kommt nur allerbeste Qualität, die vorzüglich zubereitet und mit Crossover/allerwelt- Einlagen pfälzisch regional kulinarisiert für die Gäste serviert wird – Heu" DaueresserGK0712– Heute ist der Gast König, der saftig-irische Karnivorenhügel, meine neue Benchmark für die Rubrik Rumpsteak !!
Inmitten des Geländes der ehemaligen Landesgartenschau thront der sanierte Teil des ehemaligen Kasernen-Gebäudes 041, der Rest wurde aufwendig saniert und macht diesen Ort zu Landau`s einzigartigem Wein-Restaurant im ehemaligen Kasernengebäude. Ach, es ist noch gar nicht so lange her, keine 35 Jahre, als ich mit meiner Mutter fahrend, ich auf der Rückbank sitzend mit unserem blauen Renault 5 von der Verwandtschaft im Dahner-Land zurück,
Besucht am 28.11.20172 Personen
Rechnungsbetrag: 28 EUR
Wir haben in Mannheim weit mehr als 1300 Restaurants/Kneipen/Dönerläden. Ich war bei Leibe nicht in allen (aber in vielen), aber für das „Yi Xiang Yuan“ gab es im Vorfeld sensationelle Empfehlungen. Bei meinen Kollegen die die chinesische und japanische authentische Küche schätzen, gab es ein volles Lob. Denn in den M4 Quadraten, soll es seit April diesen Jahres, eine authentische, chinesisches Nudelbar mit leckeren Speisen geben. Als ich das letzte Mal so richtig an China erinnert wurde, da lief gerade >>In China essen sie Hunde Teil 1+2<< auf >>Tele5<<, das ist schon eine Ewigkeit her. Auch mein erster FSK12 Film kam aus Fernost (damals Super8), ich glaube er hatte den Titel >>Chinese Dickstory`s<<. Oder war es 1954 doch das >>Wunder im Bernd<< ?
Meine Frau hatte keine großen Lust auf überflüssige Kohlehydrate, außerdem habe sie gehört, dass die Chinesischen Nudeln aus purem Eiweiß bestünden und daher Satt und keine Dickmacher seien. Genug der Vorrede, am besagten Abend machten wir uns also auf in die Quadrate. Ich las vorab noch einen Bericht bei Ryukoch einem Blog im WorldWideWeb ( https://ryukoch.de/glossar/restaurant/yi-xiang-yuan-chinesisches-restaurant-und-nudelbar/) Auch dieser war/ist voll des Lobes, genauso wie dieaktuellen knapp 60 Google Bewerter.
Wir treten die Türe ein und sind erstaunt. Wie ein Schnell-Restaurant sieht das nicht aus. Schwere Holztische, dunkle Holzbänke, aus unsichtbaren Lautsprechern kommt >>Mahjong<< Geklimper. Mittig zentral die Theke, dahinter oben die Speisekarte, darunter wohl der Gang zur Küche. Hinter der Theke ein etwas gelassener, aber sehr sympathischer Kellner. Er begrüßt uns „Fül zwei ?“ und zeigt uns unseren Tisch. Wir nehmen einen an der linken grünen Wand. Nach drei Minuten bekomme ich Kopfweh, die Lampe strahlt direkt auf meinen Kopf, also nehmen wir den einzigen Platz ohne direkte Lampenscheinwerfer, ziemlich mittig und zentral im Restaurant.
Die Speisekarte ist überschaubar. 12-13 Nudelgerichte, dazu 8 Reisgerichte. Bei den Hauptgerichten mit den Nudeln sei wohl ein Salat dabei, bei den Reisgerichten eine Suppe. Die Preise auf den ersten Blick im Rahmen, allerdings habe ich dazu keinen Vergleich. Ich halte mich an die Empfehlung des Blockschreibers und nehme das würzige Lammgericht. Meine Frau nimmt Meeresfrüchte& Garnelen beides mit chinesischen Nudeln. Es wurden uns die Getränke serviert, frisch aus der Dose und gut gekühlt, das war es aber auch schon mit dem Guten.
Nach wenigen Minuten bekommen wir ein Schälchen, oben drauf so eine Art Karottenstifte bzw Selleriestifte. Ich probiere ganz vorsichtig,denke mir nichts dabei. Meine Frau ebenfalls und ich bemerke dass mein Gegenüber komplett einen dunkelroten Kopf bekommt „ach Gott ist das scharf“. Ja, da hatte sie Recht. Ich konnte es auch fast nicht kauen bzw schlucken. Meine Zunge schwoll an, ich dachte mein Rachen spuckt Feuer. Den Rest ließ ich ganz unverkrampft liegen. Meine Frau tat ähnliches. Nach weiteren knappen 8 Minuten kamen dann unsere beiden Teller.
Moderne Steingut/Suppenteller in dunklen Farben. Aber was schwamm denn bei mir drinnen herum? Es sah aus wie ein halber Hund. Knochen vom Kniegelenk und vom Hunde-Fuß bellten mich an. Meeresfrüchte und Muscheln (noch im Tauchgang)
Dazu roch das ganze richtig ekel erregend. Pfui. Nein, für westliche Gaumen ist das sicher nichts, besonders nicht für den Daueressenden Fleisch-Fanatiker. Das ganze Gericht schwamm in einer schäumenden Brühe, die mich vom Aussehen an >>Putzwasser<< erinnerte.
Meine Frau schaute auch mit großen Augen auf ihren Teller „ Das ist ja alles noch ganz“, ihre knappe Analyse. Die frische Garnele schwamm im ebenfalls schäumenden Sud und schauten meine Frau mit den, natürlichen toten Augen an. Sie fing an mit den Stäbchen die >>Japanischen Nudeln<< aufzudrehen.
Das ging aber nicht so gut, sie glitten immer wieder vom Stengel ab, diese schlüpfrigen eiweißhaltigen Liebesnudeln (angeblich gibt das beim Mann „extra Tinte“ auf dem Füller). Wir verlangten also einen Löffel. Wir bekamen dann einen Suppenschopflöffel --> mit einem solchen Schöpfer bekommt man wohl in China gleiche eine halbe Tischfamilie satt. Ich suchte das Gemüse und die Nudeln bei mir, aber immer wieder kam mir dieser stechende, nach frischem Katzenurin erinnernde --> eine Mix-Mischung aus Katzenurin, nassem Hund und verkochten Hammelfleisch -- auf neudeutsch " nix gscheides". Ich merkte gleich: heute werde ich kein Freund mit dem Gericht. Ich probierte dann doch wenigstens die Nudeln, die Konsistenz war aber überhaupt nichts für mich. Also suchte ich zu guter Letzt Grünzeugs und Pilze. Ich hatte dann doch was raus gefischt, eine Art Petersilie-Stengel, 30-40 cm lang, so kennt man das bei den Chinesen. Alles schön mundfein zubereitet. Ich versuchte das Grünzeugs zu kauen, das war so stumpf wie ein veganes Weihnachtsgebäck. Ich schluckte und war kurz davor den Notruf zu alarmieren.
Ein Drittel des Stiels in der Magengegend, ein Drittel hing im Rachen und ein Drittel hing aus dem Mund heraus. Das Bild sah wohl so ähnlich aus, wie bei der fernöstlich ausschauenden Dame im Besteller >>Mongolisches Büffet - es wird geschluckt was in den Mund kommt<< Ich röchelte nach Luft und zog mit der Hand den Stiel wieder raus, ein Gefühl wie bei meiner letzten Magenspiegelung. Mein Arzt schaute mich damals verdutzt an,als er meine Taschenuhr im Magen entdeckte und er mich danach fragte ob ich nie Probleme damit gehabt habe. Meine kurze Antwort." nur beim Aufziehen"
Ich frag mich, wie man so was essen kann ohne eine Schneidemöglichkeit. Also verlangte ich ein Messer, der Kellner lachte „ich habe kein Messel, abel vielleicht in Küche“ nach 3 Minuten kam er mit einem Holzmesser, allerdings hatte ich da schon genug. Das Lammfleisch, auf das ich mich so gefreut hatte, bestand aus einem Art "Hautfetzen", darunter eine "Fettschicht", etwas gekochtes Fleisch und viel Knochen. Ich bat den Kellner den Teller wieder mit zu nehmen, er fragte noch was in einer Sprache die ich leider nicht mächtig war. Ich erklärte „In China sei das bestimmt ein Gourmetessen und ihr Koch hat alles richtig gemacht. Ich kann es nur nicht essen, geschweige denn in den Mund nehmen“. Meine Frau hatte auch lediglich ein Drittel ihrer Portion aufgegessen, sie hatte Hunger, aber wir waren uns einig, dass diese authentische chinesische Küche nichts für uns ist.
Fazit:
Für Fans der authentischen chinesischen Küche ein Muss !!
Wir haben in Mannheim weit mehr als 1300 Restaurants/Kneipen/Dönerläden. Ich war bei Leibe nicht in allen (aber in vielen), aber für das „Yi Xiang Yuan“ gab es im Vorfeld sensationelle Empfehlungen. Bei meinen Kollegen die die chinesische und japanische authentische Küche schätzen, gab es ein volles Lob. Denn in den M4 Quadraten, soll es seit April diesen Jahres, eine authentische, chinesisches Nudelbar mit leckeren Speisen geben. Als ich das letzte Mal so richtig an China erinnert wurde, da lief gerade... mehr lesen
Yi Xiang Yuan Nudelbar
Yi Xiang Yuan Nudelbar€-€€€Restaurant, Schnellrestaurant062118149450M4, 5, 68161 Mannheim
2.5 stars -
"Das hat Mannheim noch (nicht) gebraucht – eine authentische „Chinesische Nudelbar“, welches nicht für den westlichen Gaumen bestimmt ist oder: „Eine für alle und alle in einer !!“" DaueresserGK0712Wir haben in Mannheim weit mehr als 1300 Restaurants/Kneipen/Dönerläden. Ich war bei Leibe nicht in allen (aber in vielen), aber für das „Yi Xiang Yuan“ gab es im Vorfeld sensationelle Empfehlungen. Bei meinen Kollegen die die chinesische und japanische authentische Küche schätzen, gab es ein volles Lob. Denn in den M4 Quadraten, soll es seit April diesen Jahres, eine authentische, chinesisches Nudelbar mit leckeren Speisen geben. Als ich das letzte Mal so richtig an China erinnert wurde, da lief gerade
Geschrieben am 09.12.2017 2017-12-09| Aktualisiert am
09.12.2017
Besucht am 07.12.2017Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 35 EUR
Genuss und Kommunikation - diesem Grundsatz wollen Thomas Schmitt und Joachim Linus Weber treu belieben und erinnern seit 2014 mit dem Namen die Metzgerei Hausansicht und Eingang
an vergangene Tage. Die Metzgerei war bis vor ein paar Jahrzenten auch eine „echte“ Metzgerei, wurde dann unter Denkmalschutz gestellt und von den beiden Inhaber im neuen“Style“ zum Leben erweckt. Nicht als Fleischtheke-Verkaufs-Geschäft sondern als feines Bistro. Machen wir es kurz, nach unseren diversen Besuchen zu unterschiedlichen Zeiten und, auch zu unterschiedlichen Anlässen, konnte die „Die Metzgerei“ beide Mal mit fast perfekter Maximalpunktzahl überzeugen und so zu unserem Favoriten aufsteigen.
Eine offene Theke mit kleinem Barbereich ist das Herz des schmucken Lokals auf dem Lindenhof. Der Lindenhof ist zusammen mit der Schönau, die einzigen Stadtteile Mannheim`s , welche auch Bezirke sind, und sozusagen auch „Stadtrechte“ besitzen. Aber das Leben auf dem Lindenhof ist etwas gepflegter als auf der "Schäänauhh", das Ambiente, das Leben hochwertiger. Auch,und gerade wegen der Nähe des Rheins, der Mannheimer Rheinpromenade und natürlich die zentrale Lage quasi „hinter dem Mannheimer Hauptbahnhof". Das Klientel ist dementsprechend hoch, die Mietpreise von knapp 15 Euro für den knappen Quadratmeter eines der teuersten Viertel in Mannheim.
Vor gut zwei Monaten hatten meine bessere Hälfte und ich Jahrestag, ein gute Basis um das erste Mal die Metzgerei richtig zu besuchen. Direkte Parkplätze gibt es nicht. Da auf dem Lindenhof aber sehr großzügig ge- und verbaut wurde und es auch ausreichend Parkplätze für Besucher gibt, war es bisher nie ein Problem unser Auto innerhalb von 300 Meter abzustellen. Wir traten ein und waren erstaunt, ziemlich voll, ein Gedränge, die Tische sehr sehr nah aneinander (geht aber nicht anders, der Gastraum ist sehr klein), es war aber noch ein schöner großer vierer Tisch frei, mit Sitzband direkt vor dem Schaufenster. „Ihr könnt den gerne nehmen“ eine bis dahin unbekannte Stimme. Es stellte sich heraus, es war Joachim Linus Weber, einer der Inhaber der „schmucken und hippen“ Metzgerei.
Gleich sofort als wir uns ein, zwei Mal in die Augen geschaut haben waren wir uns sympathisch. Er fragt nach einem Aperitif, einem gekühlten Sektchen. Da wir Jahrestag hatten empfahl er uns einen „Cremant“ aus dem Elsaß, der kam dann gut gekühlt an unseren Platz. Sehr großzügig ausgeschenkt, für 5,50 sehr fair kalkuliert. Neben den Aperitifs gibt es in der sehr überschaubaren Karte jede Menge für den Durst. Schneider, Klein, Siegrist, Knipser, Meßmer oder Rings sind eine von zahlreichen bekannten Winzern. Viele Weine werden offen angeboten, perfekt passend für Käse-Etageren, welche den ganzen Tag angeboten werden, perfekt für zB für einen gepflegten Sonntag Vormittag :-)
Auf der überschaubaren Speisekarte gibt es diverse Salatvariationen, Flammkuchen und die „beste Lasagne der Welt". Auf dem Spiegel mit Goldrand gibt es Tagesempfehlungen, schon mal Fisch oder Fleisch, dazu vervollständigt der attraktive Mittagstisch für 9,90 € die Auswahl . Dieser wird von Montag bis Freitag 12-14 Uhr angeboten und beinhaltet: Getränk, entweder Apfelsaftschorle oder Mineralwasser (0,2), ein schöner frisch angemachter Beilagensalat, das Mittagsgericht und wahlweise Kaffee oder Espresso. Da sollte jeder was finden. Wir fanden beim ersten Besuch auch was, meine Frau nahm die Tagesempfehlung „Selbst gemachter“ Semmel Knödel (11,90), mit diversen Waldpilzen in einer rahmigen Pilze Sauce. Ich entschied mich für die beste Lasagne der Welt (9,80) Dazu sollte es eine Empfehlung sein vom „Hausweingut“ Metzger in Grünstadt, einen sehr fruchtigen Grau(?) Burgunder.
Die Speisen kamen nach einem angenehmen Zeitabstand, wir merkten da bereits die „Tagesessen am Mittag“ kommen etwas kurzfristiger, so soll es sein.
Die „Creme“ Soße bei meiner besser Hälfte schmeckte ihr fantastisch, der Knödel schön fluffig, gute Konsistenz, der Teig gut abgeschmeckt. Alles in allem ein sehr gutes Gericht. Gemischte Gefühle bei der besten Lasagne, Lasagne "leider nicht die beste der Welt" für mich
diese war an sich hervorragend im Geschmack. Die Nudelplatten nicht verkocht, mit leichtem Biss, die Hackfleischzwischenschichten auch gut vom Geschmack, aber es war keine Bechamel Sauce dabei. Es gab eine etwas eingetrocknete Soße am Rand, die schmeckte gut, in den Zwischenschichten war noch Schinken und Champignons drinnen und viel frische Kräuter. Das Gericht in sich stimmig, wenn man weiß dass bei der Metzgerei Lasagne keien Sauce dabei ist. Für die Weltbeste reicht es daher nicht.
Kleiner Zeitsprung:
Wir hatten an meinem letztwöchigen Geburtstag Lust auf Urlaub. „Strandfeeling auf Helgoland“, „Schiefer Turm von Pisa“ oder etwa der „französische Eifelturm“ ? Sollte es nach Italien, Helgoland oder doch nach Frankreich gehen ? Das Leichtgewicht unweit der Seine sollte es dann sein, wir kamen übrigens kurz nach 1230 in der Metzgerei an. Frühstück ? Welches in 6 Varianten angeboten wird, zu fast jeder Zeit machbar. Das begrüßen insbesondere die Studenten in Mannheim, da steht man gerne nach 15 Uhr auf. Unsere Bedienung heute war das gewohnt, hatte bei jedem Gang zum Tisch einen lustigen Spruch auf Lager. Insgesamt sind alle Servicekräfte, vom Aushilfskellner bis hin zu den Inhabern sympathisch, aufmerksam, freundlich und herzlich. Wir bekamen sogar einmal die Auskunft dass „mein Thomas der beste Küsser der Welt sei“ (Aussage seines Ehemanns), wir fanden das etwas unpassend, sind meine Frau und ich doch eher konservativ christlich erzogen, dennoch irgendwie passend für das Gesamtbild und das moderne, metrosexpolitische Deutschland.
Unser französischer Start beinhaltete für insgesamt 30,90 Eifelturm für 30,90
jeweils ein Kaffeegetränk oder eine Tasse Tee nach Wahl, 1 Glas frisch gepresster Orangensaft, 1 Glas Crémant, Rührei mit Schnittlauch, Lachstatar und Forellenfilet mit Sahnemeerrettich, Käseauswahl, frischer Obstsalat und diverse Brotscheiben, Brötchen. Das Frühstück wird in einer Etagere serviert. Obendrauf Rührei mit Schnittlauch, schön heiß und dampfend. Meine Frau meinte wohl von freilaufenden Bio-Hühnern, das Rührei sehr gelb gewesen. Eine Etage drunter jeweils Sahne-Käse und Camembert, Schnittkäse und Butter. Auf der untersten Etage die Highlights. Forellenstückchen (ausgezeichnete Qualität), Sahnemeerrettich und jeweils ein frisch zubereitetes Lachs-Schmand Tatar. Ausgezeichneter und ganz feiner Geschmack. Meine Frau wählte ein Kännchen Tee (frisch zubereiteter Earl Grey), für mich sollt es eine große Tasse Milchkaffee sein. Dazu schlürften wir ein Glas frisch ausgepresster O Saft, kein Valensina (!! hatte extra nachgefragt) sowie ein gutes Glas Cremant. Grundlage für die Aufstriche waren diverse Brotscheiben (Lauge und Weißbrot), sowie 4 kleinere Kornbrötchen. So lässt es sich gut in den Tag starten, das Frühstück ausgezeichnet.
Fazit:
Ein besonderer Clou: Möchte man am Rhein Picknick machen können sich Gäste ein Picknick Korb von der Metzgerei zusammen stellen lassen, dieser beinhaltet ein Korb mit Speisen und Getränken, nebst Gläser und weiteren Utensilien. Man(n) kann es aber auch wunderbar in den kleiner Gastraum aushalten, welcher charmant eingerichtet wurde. Innendesignerin Yasmin von Schaabner, die u. a. bereits trendige Hotels und Restaurants wie das „Weingut am Nil“ in Kallstadt sowie das „Leopold“ in Deidesheim gestaltet hat, gelang hier die perfekte Mischung aus modernem Design und nostalgischen Elementen. Empfehlung !!
Genuss und Kommunikation - diesem Grundsatz wollen Thomas Schmitt und Joachim Linus Weber treu belieben und erinnern seit 2014 mit dem Namen die Metzgerei
an vergangene Tage. Die Metzgerei war bis vor ein paar Jahrzenten auch eine „echte“ Metzgerei, wurde dann unter Denkmalschutz gestellt und von den beiden Inhaber im neuen“Style“ zum Leben erweckt. Nicht als Fleischtheke-Verkaufs-Geschäft sondern als feines Bistro. Machen wir es kurz, nach unseren diversen Besuchen zu unterschiedlichen Zeiten und, auch zu unterschiedlichen Anlässen, konnte die „Die Metzgerei“... mehr lesen
Bistro Die Metzgerei
Bistro Die Metzgerei€-€€€Bistro, Bar, Cafe062183252615Rheinparkstr. 4, 68163 Mannheim
4.5 stars -
"Plus + und Plus + ergibt= Plus+ oder das schmucke Jugendstilhaus, welches 1894 erbaut wurde, erstrahlt im neuen Glanz ... „ die Metzgerei“ unser Liebling in Mannheim für die Rubrik: „Bistro“" DaueresserGK0712Genuss und Kommunikation - diesem Grundsatz wollen Thomas Schmitt und Joachim Linus Weber treu belieben und erinnern seit 2014 mit dem Namen die Metzgerei
an vergangene Tage. Die Metzgerei war bis vor ein paar Jahrzenten auch eine „echte“ Metzgerei, wurde dann unter Denkmalschutz gestellt und von den beiden Inhaber im neuen“Style“ zum Leben erweckt. Nicht als Fleischtheke-Verkaufs-Geschäft sondern als feines Bistro. Machen wir es kurz, nach unseren diversen Besuchen zu unterschiedlichen Zeiten und, auch zu unterschiedlichen Anlässen, konnte die „Die Metzgerei“
Geschrieben am 04.12.2017 2017-12-04| Aktualisiert am
04.12.2017
Besucht am 06.11.2017Besuchszeit: Abendessen 3 Personen
Rechnungsbetrag: 85 EUR
Der Vermerk „eigene Schlachtung“ auf dem Eingangsschild lässt Gutes erahnen. Der Odenwälder ist seit 50 Jahren in Familienbesitz, mittlerweile ist die weiterführende Generation hinter den Tresen und in die Küche gezogen. Was einst 1964 von den Eheleuten Heine (Senior) als einfaches, mit viel Bürgernähe, Speiselokal eröffnet wurde.
Einfach vorbeikommen und kulinarisches, wie frisch panierte Schnitzel und saftige Steaks genießen, geht leider nicht. Das kommt einem Märchen gleich, denn vor gut 4 Monaten war mal wieder eine Gleissperre auf der Linie 1, als ich abends mit der Straßenbahn vorbei gefahren bin (bzw diese stehend auf den Gleisen). Ich raus und in den Odenwälder rein. Alle Plätze und auch alle Biergarten Plätze komplett reserviert. „Da müssen sie schon zwei Wochen vorher reservieren, sonst geht hier nix“ habe ich eine Bedienung im Hinterkopf. Sie empfahl mir aber, die selbst gemachte und in Dosen abgefüllte Gulaschsuppe. Da ich aber keinen Dosenöffner, geschweige denn, eine mobile Küche dabei hatte, verzichtete ich dankend (ich muss mir unbedingt ein "Wenger Giant" kaufen, für Nicht Wenger Kenner: Das Sammlermesser Wenger Giant verfügt über 87 Werkzeuge mit 141 Funktionen inkl einem mobilen Grill/Küche).
Gute 8 Wochen ist es her, dass ich für den benannten Montag einen Tisch reservieren sollte. Ein schwieriges Unterfangen, es war wohl Gänsezeit und auch für diesen Abend wieder kein Tisch frei. Als ich vom voran gegangenen Erlebnis erzählte, lenkte die Dame ein. „Wenn ihnen ein kleiner 4er Tisch ausreicht, könnte ich noch was umorganisieren“ - gesagt getan, wir haben zudem intern umorganisiert und aus unserer vierköpfigen Feierabendtruppe wurde eine nette Trilogie.
An dem Abend angekommen, war der Rollladen um kurz nach 1730 noch herunter gelassen. Wir ahnten zuerst böses. Also nochmal eine Runde um den Block und geschaut, was der Almenhof so zu bieten hat. Der Almenhof hat eine sehr gute Verkehrsanbindung und Nahversorgung mit Geschäften, Ärzten und Kinderbetreuungseinrichtungen. Durch die unmittelbare Nachbarschaft zu Neckarau ist zudem eine Freizeit- und Vereinsstruktur gegeben. Die Nähe zum Rhein und zum Waldpark ermöglicht Erholung und Sport. Dazu gibt es viel Industrie, ein echtes Mischgebiet. Und um kurz vor 1745 Uhr gingen dann die Odenwälder-Rolläden hoch. Drinnen im Gastraum angekommen, 70er Jahre Charme
kommt dem Gast dieser heimlige Metzgerei „Schlachtgeruch“entgegen. An der Wand viel Holz, beim genaueren Hinsehen, hat es sich wohl um Plastik/Kunststoff heraus gestellt – Holzdekoration., aber dennoch richtig gemütlich. Das ganze Interieur passt zusammen. An der Theke steht ein übergroßer transparenter Kühlschrank mit Fleisch (wenn ich das richtig in Erinnerung habe), verschiedene Wurstsorten bummeln in der Vitrine, daneben baumeln ein paar getrocknete Würste an einer Stange. Die Tische (2er, 4er und 8er) stehen gut verstreut im Raum, dennoch haben die Bedienungen kurze Wege. Uns gefällt der erste Eindruck sehr gut. Die Bedienung spricht uns direkt an, wir sind mitten im ersten Austausch (das erste Mal hier ? Wo kommen wir her ? Schuhgröße? Welche Vornamen hatten die geschlachteten Tierchen etc)
Sympathisch, ja wir werden freundlich, herzlich und mit einer erfrischenden (pfälzer/odenwälder) Art empfangen und fühlen uns willkommen und angekommen. Es wird (natürlich) zuerst nach dem Durst gefragt, bei den Bierchen gibt es diverse Pils (u.a. Tannenzäpfle). Der Älteste in unserer Dreiergruppe nimmt eine kleine Cola, der Jüngste ein Pils, frisch gezapft. Meiner einer entschied sich für ein frisch gezapftes Hefebierchen. Es schmeckte mir so gut, dass ich bevor ich meinen Rotwein ordern sollte noch ein zweites und ein drittes hinunter spülte. Wir bekommen die glänzenden und neu wirkenden Speisekarte gereicht. Auf der Homepage bekommt man einen gewissen Einblick, was hier primär serviert wird. Frisches Fleisch, teilweise aus der eigenen Schlachtung, steht in der Karte betreffend drin. Für Vegetarier gibt es immerhin frische Kartoffelpuffer mit Apfelmus oder Salat.
Da unser Kollege (fast) immer ziemlich kurz angebunden ist, verzichten wir auf eine Vorspeise. Der selbst hergestellte Leberknödel, hier als Suppe angeboten, wäre da mein Favorit gewesen. Die Preise generell für die Speisen sind vollkommen fair, teilweise sogar günstig. Billig ist mir mittlerweile in der „Geiz ist Geil“ Gesellschaft als zu negativ behaftet. Aber ein "Original Wiener Schnitzel" vom Kalb mit selbst gemachtem Erdäpfel-Salat für 13,80 findet man in Mannheim kein zweites Mal. Auch die Premium (Angus) Rumpsteaks (gute 280 Gramm) mit Beilage und Salat für unter 20 Euro sollte man Beachtung schenken. Daneben gibt es noch zahlreiche Lenden Gerichte, als Jäger- und Zigeuner-Art (jawoll, im Odenwälder schert man sich einen D**** was man in Berlin verabschiedet). Unsere Bedienung empfiehlt uns den Chefspieß und die Rumpsteaks „aber normal können sie blind alles von der Karte rauf und runter bestellen. Außerdem empfehle ich ihnen heute unser Gans-Menü. Keule von der Gans mit Maronen-Zwetschgen Sauce, inkl. Suppe mit „gansen Knödel“ und Dessert für 25 Euro“. Der Presbyter, links von mir sitzend nahm die Empfehlung der Servicefrau an, er nahm den Chefspieß mit Pommes für knappe 13 Euro ( den genauen Preis habe ich nicht mehr im Kopf). Unser Küken (vom Alter) nahm den Pfälzer Teller (aus der eigenen Schlachtung), ich entschied mich für ein Medium gebratenes Pfeffersteak.
Vor den eigentlichen Hauptspeisen wurde uns ein sehr sehr gut angemachter Beilagensalat serviert. Der bestand aus frisch geraspelten Karotten, Gurke und diversen Blattsalaten. Hervorragend, leicht säuerlich angemacht und auch in der Schüssel vermengt. Im Laufe des frühen Abends wurde das Lokal immer voller, zwei Tische weiter entschieden sich zwei reife Damen für das Gans-Menü und orderten einen dunkelroten Wein, der sah von der Optik aber besser aus, als er dann vom Geschmack war. Ich weiß es nicht mehr, ich glaube blauer Zweigelt. Den nahm ich dann als Begleitung zum Pfeffersteak. War aber vollkommen in Ordnung.
Wein hätte es nämlich nicht gebraucht, das Rumpsteak saftiges und zartes Pfeffer- (Rump)Steak
(knappe 18 Euro und gute 250 Gramm) war so saftig und zart, selten ein so gutes Rumpsteak bekommen in Mannheim. Es hätte vielleicht noch einen Tick mehr Ruhezeit haben können, etwas Fleischsaft kam beim Schneiden auf den Teller, aber das ist schon meckern auf hohem Niveau. Die Pfeffersauce schön rahmig, leichter grüner Pfeffergeschmack, herrlich die gut frittierten Kroketten in der Sauce zu tunken. Der Chefspieß Chef-Spieß - nicht nur für Chefs
entpuppte sich als eine sehr gute Wahl. Schweinelende-Medaillons umwickelt vom Speck und in diesem angebraten (am Spieß), dazu gab es gegrillte Zwiebel und Paprika. Das Fleisch hatte laut unserem Oberhaupt einen leichten Speck Geschmack und war außerdem schön saftig. Highlight des Abends war aber der „Pfälzer Teller“ (um die 11 Euro) oder hieß er doch Schlachtplatte ?
Die Bratwurst mit ausgefallenem pfeffrig-geräuchertem Geschmack, saftig und knusprig. Der Leberknödel fluffig, zerfiel aber nicht. Gute Portion. Der ausgezeichnete Saumagen schön rustikal buttrig angebraten, alle drei Einzelkomponenten würde ich zu fast jeder Zeit blind verdrücken. Die Bratkartoffeln aus Pellkartoffeln gemacht, mit leichter Bräunung; das Sauerkraut ausgezeichnet abgeschmeckt und nach Riesling erinnernd. Dazu gab es eine schöne ausbalancierte dunkle Sauce. Beim nächsten Mal bestimmt mein Favorit (für die Vorspeise) :-)
Als Nachspeise orderten wir dann nochmal die Karte. "Heiße Liebe", "Alte Liebe". Die Liebe hat viele Gesichter auf dem Almenhof, Viel Liebe und Geduld müssen die Gäste aber mit eigenen Automobil mitbringen. Ein weiteres Gesicht der Odenwälder-Spielregeln. Parkplätze ? Bestimmt irgendwo, aber nur nicht hier und heute. Gegenüber des Lokals ist eine Tankstelle und in der Mitte eine Bundesstraße vierspurige Straße (B36?). Unter den Neckarauer Einwohner auch als „Neckarauer Straße“ bekannt (ein Brüller). Aber drinnen bekommt der Gast von der sehr stark befahrenen Straße überhaupt nichts mit. Wir nahmen dann schließlich jeweils die „Alte Liebe“ - "alte Liebe" - nicht gemeint ist der ehemalige Anleger im Hafen von Cuxhaven
drei Kugeln Vanille-Eis, frisch aufgeschlagene Sahne und heiße Schokoladensauce. Der Becher war leider viel zu schnell leer. Dennoch eine runde Sache, welches nach einem Wiederholungsbesuch schreit.
Fazit:
Einfache, bodenständige aber (fast) perfekte gutbürgerliche Küche. Frische regionale Produkte werden fachgerecht in der Küche zubereitet, aus Heidelberg kommen zB von einem spezial Lieferanten die hausgemachten Eierspätzle. Hier und da könnte man wohl mit etwas mehr Salz, noch mehr Geschmack am Fleisch herausholen.
Karnivoren-Fans und Fleischliebhaber sollten um den Odenwälder keinen allzu großen Bogen machen. Reservierung ist Pflicht (am besten zwei-drei Wochen vorab) - nicht nur reservieren, sondern ein Besuch ist Pflicht. Zahlreiche Speisen sind aus der eigenen Schlachtung, zb Kammrippchen, Saumagen, Leberknödel oder der Fleischkäse. Mittwochs ist immer Schlachtfest mit Straßenverkauf. Empfehlung !!
Der Vermerk „eigene Schlachtung“ auf dem Eingangsschild lässt Gutes erahnen. Der Odenwälder ist seit 50 Jahren in Familienbesitz, mittlerweile ist die weiterführende Generation hinter den Tresen und in die Küche gezogen. Was einst 1964 von den Eheleuten Heine (Senior) als einfaches, mit viel Bürgernähe, Speiselokal eröffnet wurde.
Einfach vorbeikommen und kulinarisches, wie frisch panierte Schnitzel und saftige Steaks genießen, geht leider nicht. Das kommt einem Märchen gleich, denn vor gut 4 Monaten war mal wieder eine Gleissperre auf der Linie 1,... mehr lesen
Gaststätte Odenwälder
Gaststätte Odenwälder€-€€€Restaurant0621815217Neckarauer Straße 149, 68199 Mannheim
4.5 stars -
"Prima gutbürgerliche Küche, seit über 50 Jahren ist der Odenwälder in Familienbesitz oder „ausgezeichnete Mannheimer Traditions-Gaststätte im rustikalen, gemütlichen Ambiente“" DaueresserGK0712Der Vermerk „eigene Schlachtung“ auf dem Eingangsschild lässt Gutes erahnen. Der Odenwälder ist seit 50 Jahren in Familienbesitz, mittlerweile ist die weiterführende Generation hinter den Tresen und in die Küche gezogen. Was einst 1964 von den Eheleuten Heine (Senior) als einfaches, mit viel Bürgernähe, Speiselokal eröffnet wurde.
Einfach vorbeikommen und kulinarisches, wie frisch panierte Schnitzel und saftige Steaks genießen, geht leider nicht. Das kommt einem Märchen gleich, denn vor gut 4 Monaten war mal wieder eine Gleissperre auf der Linie 1,
Geschrieben am 03.12.2017 2017-12-03| Aktualisiert am
03.12.2017
Die Indoor Kartbahn Power Car Motodrom Mannheim ist die Anlaufstelle für Kart-Begeisterte in der Metropolregion Rhein-Neckar. Und bei ZPM, ist nicht das Zentrum Politischer Misserfolge gemeint, sondern bei ZPM ist der Name Zahnradpumpenfabrik Mannheim GmbH in Stein gemeiselt. Die Zahnradpumpenfabrik Mannheim steht seit 1904 weltweit für technisch ausgereifte und langlebige Produkte. Neben diesen Eckpfeilern sieht Schotti`s Imbiss wie ein kleiner Zwerg in der Friesenheimer Straße aus. Und zu sagen, dass Schotti`s Imbiss von der Straße sehend besonders einladend ist, der wird ganz schnell in die Welt der Fabeln geschickt.
Wir sind beim zweiten Platz meiner Burger Reise durch Mannheim angekommen. Kein edel „Klaus Wedel“ Ambiente, keine futuristischen „Ikea“ Bretter und kein Brutalismus Stil mit offenem Beton und Stahlträgern aus der Decke und der Wand. Bei Schotti wird gefuttert und die Burger sind fantastisch. Das es nicht ganz auf Platz 1 reicht ist der Platz eins geschuldet. Da schmecken die Burger fantastisch*fantastisch*fantastisch. Und bei Schotti "nur" fantastisch*fantastisch. Und das ganze ohne Fanta wenn man(n) mag, den Bierchen gibt es genügend. Pils, Export, Weizen auch Becks und alkoholfreies wird angeboten. In der Regel zwischen 1,50 und 1,90 für die 0,5er Flasche mit Glas. Für den Kölner gibt es sogar ein eigens angebotenes Kölsch, die 0,33 für 1,60, die 0,25 er für 1,40.
Preislich geht es bei Schotti mehr als fair zu. Los geht’s beim Futtern mit der M Größe.
M normal 125 Gramm Rohgewicht, M2 das doppelte usw. Mein Favorit ist die Größe L. 180 Gramm als Single als L2 360 Gramm saftig gegrilltes Beef. Saftiges Fleisch& knuspriges Brötchen es kann manchmal so einfach sein. Das perfekte Zusammenspiel von Salat, Brötchen, Fleisch und Soße. So sollte, so muss ein guter Burger sein.
Wählen kann man den klassischen Hamburger, dazu reihen sich Cheeseburger, Barbecue Burger, Bacon Burger, Hawai Burger, Mexican Burger (seit 2017) und ganz neu der „extrem scharf Burger“. Wem L nicht ausreicht, da er auch seine Beisserchen nicht allzu weit öffnen wie Deutschlands Homo-Referenz „Hackfresse“ bekannt aus dem Quatsch Comedy Club. Wer hat nicht 2008 die Trauung (lief auf allen Kanälen) Comedian Thomas Hermanns und Unternehmer Wolfgang Macht gesehen - möge die Macht mit ihm sein, kann er sich doch 3 dicke Bratwürste nebeneinander „reinziehen“. Klasse auch die Würste bei Schotti, besonders zu empfehlen die große Currywurst (pikant) 500 Gramm Wurstgewicht mit Pommes rot/weiß für unter 10 Euro, Falls das alles nicht ausreicht, dem sei ein XL Burger gegönnt, einfach mit 330 Gramm als XL2 mit 660 Gramm Fleisch eher was für den Bau-Arbeiter in der Frühstückspause. Ach ja, Thomas Hermanns steht auch im Buch der Rekorde, er kann mit seiner Zunge einen Brief zukleben, der schon im Briefkasten ist (jetzt reicht es aber)
Für Rekorde und zum Wettessen eignen sich die XXL Burger (nur auf Vorbestellung wegen den passenden Burger Brötchen), einfach 1200 Gramm, als XXL2 2400 Gramm das Ende der Fahnenstange. Warum auch mehr anbieten, wir sprechen ja nicht vom großen Fressen, sondern vom gepflegten Burger zwischendurch. Übrigens, beim letzten Mal hat es keine 6 Minuten gedauert bis Cheese-Burger M2 und L2 ausgerufen wurden inkl. der Pommes M mit hausgemachter Mayo.
Dazu gönnte sich meine Frau eine Fritz Cola, ich mir ein Paulaner Hefebier für 1,90, die bayrische Hefe-Plörre wird natürlich günstiger als das feine regionale Eichbaum Hefebierchen angeboten.
Ach ja, die besten Mannheimer Pommes, natürlich bei Schotti, sind gute TK Pommes, aber mit einem hausgemachten pikanten Paprika/Salz Mix versehen. Diese gibt es auch als Steakhouse Fries mit Ketchup, Mayo und viel rohen Zwiebeln.
Zurück zu unserem letzten Besuch. Meine Frau hatte Cheeseburger M2 250 Gramm Fleischgewicht (6,70), dazu zwei Scheiben Cheester Käse, dieser war leicht verlaufen und mit einem ordentlichen Cheeseburger Geschmack am Gaumen. Ich hatte den L2, insgesamt 360 Gramm Fleisch(8,50). Der Salat (Blatt) super frisch und knackig. Die Brötchen knusprig und fluffig( hatte ein rundes Mundgefühl), warm und umarmten das saftige Fleisch, wie einst King Kong seine (oder ihre) Jane. King Kong lebte übrigens , bevor er in die Zivilisation verschleppt wurde, in einem paradiesischen Zustand und befand sich an der Nahtstelle zwischen Mensch und Tier, männlich und weiblich, Erwachsenem und Kind, Gut und Böse. All das gibt’s bei Schottis gratis dazu. Erwachsene, Kinder, Arbeiter, Nörgler, Hippies, Hostessen, Geschäftsleute, Motorradfahrer und jetzt wieder „BMX“ Fahrer. Da bin ich jetzt auf den neuen „Skull Island“ gespannt, den ich mir vor 2 Wochen als BlueRay gegönnt, aber noch nicht gesehen habe. Übrigens waren 80 % der Kinobesucher bei „Skull Island“ weiblich, kein Wunder, hat bei diesem Film die Kalifornierin Brie Larson die Rolle der Menschenfrau übernommen, die dem Riesenaffen sogar Gefühle entlockt - und Kong darf endlich mehr sein als der Zerstörer .. Man(n) habe ich jetzt Lust ein Burger bei Schotti zu „zerstören“ :-) aber einen Richtigen ! Vielleicht ein XL hoch2 zum Frühstück ? Dazu ein Kaffee ? Kommt noch jemand mit aus der Community ?
Fazit:
SCHOTTI's Burger Imbiss - wahnsinnig leckere hausgemachte Burger. Das "hausgemacht" bezieht sich auf den unvergleichbaren Geschmack der Burger, auch, durch die selbst gemachte pikant schmeckende Senf/Cocktail Burger Soße. Die passt wie die Faust aufs Auge und erinnert mich irgendwie an die Cocco Lokko Soße aus dem Palms :-) Schotti in Mannheim ist ein Unikat und kein „Kommerz-American-Burger-Schuppen“. Hoffentlich bleibt das so für die Ewigkeit. Besser ist das. Top- Empfehlung !!
Die Indoor Kartbahn Power Car Motodrom Mannheim ist die Anlaufstelle für Kart-Begeisterte in der Metropolregion Rhein-Neckar. Und bei ZPM, ist nicht das Zentrum Politischer Misserfolge gemeint, sondern bei ZPM ist der Name Zahnradpumpenfabrik Mannheim GmbH in Stein gemeiselt. Die Zahnradpumpenfabrik Mannheim steht seit 1904 weltweit für technisch ausgereifte und langlebige Produkte. Neben diesen Eckpfeilern sieht Schotti`s Imbiss wie ein kleiner Zwerg in der Friesenheimer Straße aus. Und zu sagen, dass Schotti`s Imbiss von der Straße sehend besonders einladend ist, der wird ganz schnell in die Welt der... mehr lesen
Schotti's Burger Imbiss
Schotti's Burger Imbiss€-€€€Schnellrestaurant, Imbiss01752146888Friesenheimer Straße 6, 68169 Mannheim
4.5 stars -
"Auf die Burger fertig los.. King Kong sitzt im Quatsch Comedy Club und strahlt SILBER!!" DaueresserGK0712Die Indoor Kartbahn Power Car Motodrom Mannheim ist die Anlaufstelle für Kart-Begeisterte in der Metropolregion Rhein-Neckar. Und bei ZPM, ist nicht das Zentrum Politischer Misserfolge gemeint, sondern bei ZPM ist der Name Zahnradpumpenfabrik Mannheim GmbH in Stein gemeiselt. Die Zahnradpumpenfabrik Mannheim steht seit 1904 weltweit für technisch ausgereifte und langlebige Produkte. Neben diesen Eckpfeilern sieht Schotti`s Imbiss wie ein kleiner Zwerg in der Friesenheimer Straße aus. Und zu sagen, dass Schotti`s Imbiss von der Straße sehend besonders einladend ist, der wird ganz schnell in die Welt der
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Heute wurde leider bei unserem Besuch an unserem Tisch, als auch am Tisch hinter uns am Fenster und am Tisch neben uns leider mit der Wartezeit und den standardisierten fehlenden Aufmerksamkeiten eines geschulten Serviceteams dermaßen übertrieben, dass die Gäste am Fenster bereits Scherze auflegten und u.a. ein Uno Kartenspiel herausholten, um die Wartezeit auf die Speisekarten wohlgemerkt zu überbrücken.
Kenner wissen die mindestens vier gängige Küche Italiens zu schätzen. Gestartet wird meist mit >Anti Pasti<, dann kommt der erste Gang ( Primo Patto), danach der zweite Gang (Secondo Piatto) zum Abschluss die Süßspeise (Dolce). Genauso ist es auch im Roma. Wöchentlich wechselt das 4 Gang Menü auf der Homepage, entscheidet man sich für Meerestier, dann bietet das Restaurant meist Risotto oder Pasta mit Fisch an, entscheidet man sich für Carne (Fleisch) gibt es was fleischiges im ersten Gang zu der Pasta. Wir suchen im Vorfeld einen Italiener für das 2018er Osterfest raus, und so stolpere ich über das angebotene Ostermenü.
Aus der kann man entweder einen, zwei, drei bis hin zu einem kompletten Menü inkl Dessert (4 Gänge) sein Menü selber zusammenstellen. Bisher kannten wir es im Roma so, dass es dazu noch eine reduzierte Auswahl der ala Card Gerichte gab, heute war dem nicht so, aber nach einer reifen Überlegung hat dann doch jeder an unserem Tisch sein Wunsch-Ostermenü gefunden.
Verändert hat sich im Innenraum seit dem letzten Besuch fast nichts. Die Wände sind aus Sandstein, der Rest in gelb sandigen Farben. Die hellen Tischdecken sind geziert mit den gelblichen Stoffservietten, auf jedem Tisch steht ein Wasserglas mit zwei Tulpen. Was uns ein wenig gestört hat: Reservieren die Gäste so wie wir zu dritt, wird der vierte Stuhl weg genommen und dieser als 5. Stuhl für eine reservierte Fünf-Mann Gruppe an einen Vierer Tisch gepresst. Wir saßen wieder im hinteren Bereich des Restaurants (kommen lediglich die Stammgäste in den helleren vorderen Bereich?), auf knapp 20 qm saßen heute über mehrere Stunden 42 Gäste. Das ist einfach "to much", zudem die Servicekräfte heute bei der riesigen Anzahl von Gästen öfter mal den Überblick verloren haben, aber dazu später mehr.
Wir bekommen unseren DreierTisch zugewiesen, der grenzt genau an die Küche, die lediglich vom Gastraum mit einer Trockenbau-Zwischenwand getrennt ist. Hin und wieder haben wir Küchengeräusche gehört, auch ist uns heute aufgefallen, dass ruhig Eros Ramazotti aus den Lautsprechern hätte singen können. Dem war leider nicht so, wir sitzen an unserem Tisch und schauen uns an. Wir warten ca 15 Minuten bis wir endlich die Osterkarte mit den diversen Speisen bekommen. Das ist einfach zu lang. Mit uns zeitgleich füllte sich der hintere Tisch am Fenster, die ganze Gruppe wartetet ca 45 Minuten, bis sie endlich die Speisekarten bekamen. Unsere weibliche Bedienung die heute im Service war, verlor immer wieder den Überblick. Auch ging sie immer wieder an den Tischen mit Restgeschirr vorbei, wir hatten zb nach gut einer Stunde die Wasserflasche leer aber anstatt nachzufragen ob wir noch eine zweite oder dritte Flasche haben wollen, dachte sich wohl die Dame „ Meglio sdrucciolare coi piedi che non la lingua.“ lieber ein paar unorganisierte Schritte mehr gehen, als einfach, strukturiert und effektiv zu arbeiten.
Meiner Schwiegermutter war nach Salat zum Einstieg, kurze Nachfrage beim Kellner. Nein, heute gibt es kein Salat, lediglich der Salata de Mare, aber da sei lediglich ein Stück Chicoree quasi als Schale dabei. Heute kein Salat und keine Suppe. Als Antipasti gab es heute: Vitello Tonnato // Carpaccio die Filetto (Rinderfilet) // Insalta Frutti di Mare übersetzt ins deutsche mit Insalta Frutti di Mare(!!) komplettiert von Carpaccio di Tonno. Zu trinken nahmen wir wie erwähnt eine Flasche Wasser, meine beiden Begleiterfrauen verzichteten auf die Antipasti, für mich sollte es dann doch Vitello Tonnato sein (Aufpreis von 6 Euro). Bei der Bestellung fragte ich nach einem geeigneten Rotwein für die beiden Hauptgänge, der Kellner empfahl mir einen Montepulciano. Zeitgleich waren die vier etwas ältere Herrschaften am Nachbartisch fertig, sie warteten bis die Teller leergeräumt wurden, auch gab es hin und wieder Handzeichen, das wurde aber alles überhört, so dass ca 45 Minuten die Teller auf dem Tisch herum standen.
Das Vitello kam dann nach ca 30 Minuten,
die Kalbfleischscheiben etwas dicker als das was wir gewohnt sind, dafür waren die kalten Scheiben sehr sehr saftig. Ausgezeichnet die Weißwein-Thunfischcreme, als Kontrast gab es frische, saftige etwas groß dimensionierte Kapern. Anti Pasti - Ausgezeichnet. Ein Gruß aus der Küche gab es leider nicht, so dass meine Begleitfrauen langsam große Augen bekamen, das Hungergefühl machte sich breit. Ich hatte Lust auf Wein, bestellte noch zum Rotwein einen Weißwein. Der kam aber nicht. Also bestellte ich ein Paulaner Hefeweizen, das ging ziemlich flott am hinteren Tisch. Das kam dann auch schon knappe 5 Minuten später, mein erster guter Durstlöscher (das Wasser war zu diesem Zeitpunkt schon aufgebraucht).
Primi Piatti: Kam dann insgesamt nach 90 Minuten. Für die beiden Damen: Tortelloni ricotta e spinaci – selbst gemachte Spinat-Tortellini gefüllt mit Ricotta in einer feinen sämigen Käsesauce:
für mich Tagliatelle Filetto – selbstgemachte Tagliatelle mit Rinderfiletspitzen in einer fruchtigen Sauce.
Die Spinat-Tortellini waren ein Traum. Schön "al dente", hervorragender Nudelgeschmack, die Füllung ein fluffiger Traum, die nicht allzu schwere Sauce ein Träumchen. Meine Tagliatelle hatten ebenfalls sehr guten Biss, die Sauce schön abgeschmeckt, was gar nicht ging: die Rinderfiletspitzen. Die waren komplett futuristisch zubereitet. Heißt ohne Gewürze, ohne Salz und Pfeffer. Wie schade. Ich würzte drei, vier mal nach, aber das half nichts. Die Spitzen waren saftig und weich, leider schmeckten sie total langweilig und machten dieses eigentlich schöne Gericht zu nichte. Also gab ich eine Erinnerung an den Kellner, wo denn mein bestellter Rotwein bliebe, ich bräuchte was zum spülen. Das wurde überhört. Am Nachbartisch übrigens warteten die Herrschaften immer noch auf das Abräumen der Teller …..
Secondo Piatto: Bestellt wurde Bistecc al Pepe – argentin. Gegrilltes Rumpsteak mit Pfeffersauce und Gemüse medium-done. Salmone alla griglia – gegrillte Lachs mit Gemüse, schließlich noch für meiner einer Saltimbocca alla Romana. Fangen wir mit dem Saltimbocca an.
Das Weltbeste was ich jemals gegessen habe. Kalbfleisch schön dünn, superb gewürzt, der Parmaschinken und die Salbei Weißweinsauce ein absolutes kulinarisches Träumchen. Ich hatte dazu Rosmarinkartoffeln, da fehlte mir etwas der Rosmaringeschmack, dennoch ein sehr guter Begleiter. Auf den Rotwein wartetet ich übrigens immer noch, also bin ich zum Chef hinter die Theke und habe ihn gebeten, mir endlich meinen Rotwein zu servieren, ich hätte schon mehrere Erinnerungen den Servicekräften mitgeteilt. Er entschuldigte sich, heute liefe alles irgendwie aus dem Ruder im Service.
Der gegrillte Lachs meiner Frau war eine kleine Holzfällerportion, ein Stück hätte vollkommen gereicht,
sie hatte drei groß dimensionierte Lachsstücke auf dem perfekt vorgeheizten Teller. Der Lachs ein Traum in braun. Außen leicht kross mit Butter/Zitrone Schmor-Aromen, innen perfekt glasig und wunderbar gewürzt. Leider schaffte sie den Teller nicht ganz. Das dazu servierte Gemüse ebenfalls nicht nur optisch,sondern auch kulinarisch ein Aushängeschild. Fenchel in Ringen, Saubohnen, Brechbohnen, Karotte etc. alles perfekt gegart und angenehm gesalzen.
Das Rumpsteak verdiente den Namen Steak zu recht,
hatte gute 250 Gramm, schön angerichtet. Leider war es nicht wie gewünscht: medium-done sondern medium-rare. Das gab dem tollen Fleischgeschmack aber keinen Abbruch, die Pfeffersoße angenehm nach grünem Pfeffer erinnernd, auch sie hatte das perfekt zubereitete Gemüse. Es musste meiner Schwiegermutter außerordentlich gut geschmeckt haben, denn eigentlich isst sie nur Rumpsteaks wenn sie die Garzustand von leicht rose zu done gehen.
In der Zwischenzeit wurde dann der Montepulciano serviert, wegen des Vergessen der einzelnen Weine bekamen wir jeweils einen Sambucca mit angezündeten Espressobohnen aufs Haus. Bezahlt haben die beiden Damen 29,90 für ihr Menü, ich zahlte 35,90 (inkl. Anti-Pasti). Als Dessert wurde uns heute angeboten: Tiramisu, Panna Cotta, Tartufo oder meine (geliebte) Cassata Siciliana – selbst hergestellte Zabalione- & Schokoladeneis und eine Fülle kandidierter Früchte. Schade, aber wir waren satt und waren es der enormen Wartezeit der Gerichte leid, außerdem stand irgendwann die Luft dermaßen im Restaurant, dass mir etwas schwindelig wurde.
Fazit:
Nessuno nasce maestro - Niemand wird als Meister (im Service) geboren. Das war heute definitiv im selbigen zu wenig. Das Essen,bis auf die Ausnahme mit den vergessenen Gewürzen beim Rinderfilet ausgezeichnet, so dass ich auf ein gemischtes Fazit und 3,5 Sterne im Gesamten komme.