
Abends ausgehen und was trinken Ausgiebig frühstücken und brunchen Barrierefrei essen Drinnen rauchen dürfen Eine Feier veranstalten Eine Rast machen Einen Ausflug machen Eis essen Essen bestellen Gemeinsam Fußball schauen Gemütlich Kaffee trinken Gesund und vegetarisch essen Günstig satt werden Haute cuisine erleben Lecker essen gehen Mit Freunden essen gehen Mit Kindern ausgehen Nett draußen sitzen Party machen und tanzen Romantisches Candle Light Dinner Schnell mal was essen Sehen und gesehen werden Was neues ausprobieren Zum Geschäftsessen einladen
Esslingen am Neckar
Göppingen
Ludwigsburg
Reutlingen
Schwäbisch Gmünd
Stuttgart
Tübingen 















Pliezhausen ist ein kleiner Ort links des Neckars zwischen Tübingen und Nürtingen und erstreckt sich quasi vom Uferbereich bis auf die Höhen über dem Tal.
Das Hotel hat einen wunderbaren Platz im oberen Bereich des Ortes. Somit hat man vom Restaurant aus einen herrlichen Blick über das Neckartal, auf die gegenüberliegenden Gemeinden und bis an den steilen Albtrauf der Schwäbischen Alb – sofern es hell ist. Unser kulinarisches Treffen fand an einem Sonntagabend statt, und da musste man beim Blick aus dem Fenster einfach seine Phantasie walten lassen.
Die Gasträume sind in einem modernen Stil mit klarer Linie gestaltet; gedämpftes Licht ergänzt das stilvolle Ambiente, dem ich jedoch nicht gerade das Prädikat „gemütlich“ verleihen würde. Aber so etwas ist natürlich immer Geschmackssache.
Begonnen haben wir den Abend mit einem Sekt als Aperitif. Danach gabs für uns zwei das 3-Gänge-Menü des Monats für 30,- Euro, als Getränk ein alkoholfreies Bier und zweimal ein Glas Weißwein (Grauburgunder)
Vorspeise: Avocadosalat mit Ruccola und Garnele
Hauptgang: Zum einen Piccata von der Putenbrust an Tomatensugo und Linguini aus dem Parmesanlaib und zum anderen Zweierlei vom Lachs mit Blattspinat und kleinen Kartoffeln
Nachspeise: Ananascarpaccio mit Joghurteis
Wir waren beide sehr angetan vom Geschmack aller Menüteile. Gut gekocht, geschmacklich schön abgestimmt. Der Avocadosalat mundete hervorragend und die Garnelen waren wohl vor dem Grillen in einer schmackhaften Marinade gelegen. Das Picata war eher einfach gestaltet und geschmacklich nicht wirklich interessant. Und leider musste den Linguine im Parmesanlaib noch frischer Parmesan zugegeben werden, da nach Aussage des Chef de Service ein Koch den letzten noch vorhandenen Laib komplett „entbeint“ und einen geriebenen Parmesanvorrat hergestellt habe. Der Lachs dagegen war wieder ein Genuss, und auch das Joghurteis in der Nachspeise passte wunderbar zu dem Ananascarpaccio. Insgesamt konnte man für den Preis von 30,-Euro pro Menu wirklich nicht meckern.
Anders sah es schon bei den Getränken aus: Ein eher nichtssagender Sekt als Aperitif für 7,- Euro und ein Glas 0,2 l Grauburgunder zweifelhafter Herkunft für ebenfalls 7,- Euro, zwei Espressi, eher schlechtes Bier und ein Wasser ließen dann die Rechnung am Ende doch auf stolze 100,- Euro anwachsen, was mich erstaunte. Scheinbar werden die günstigen Menüs dort gerne durch die eher hochpreisigen Getränke ausgeglichen.
Bezüglich des Service gab es eigentlich keine Beanstandungen. Wir wurden freundlichst und zuvorkommend bedient, die Servicekräfte machten immer wieder die Runde und schauten, dass es an unserem Tisch an nichts fehlte. Der Chef de Service bestach durch seinen schwäbischen Humor, den er aber sehr dezent zu nutzen wusste, und gab dadurch ein wenig das Gefühl, sich schon etwas länger zu kennen, ohne aufdringlich zu wirken. So etwas weiß ich dann doch sehr zu schätzen.
Alles in allem war dieser kulinarische Abend ein Erfolg, mit den genannten kleinen Abstrichen, was aber insgesamt die vergebenen 4 Sterne in der Gesamtwertung wirklich rechtfertigt. Der geneigte Leser sollte sich, sofern er sich in die Gegend wagt, wirklich selbst ein Bild machen und dürfte grundsätzlich auch nicht enttäuscht werden.
Erwähnenswert wäre, dass im Hotelrestaurant regelmäßig Kleinkunstabende mit Künstlern aus der Gegend veranstaltet werden. Infos hierüber sind auf der Hoteleigenen Homepage zu finden