1 Satz zu mir: bin selber ein ambitionierter Hobbykoch mit Carnivoren- Wurzeln, die perfekte Fusion für den Langzeitgenuss.
Ein "guter" Koch ist für mich, wer mit Mut an den Herd tritt (Salz, Zucker- und Pfefferstreuer nicht vergessen) - einfache Klassiker neu interpretieren !!
Neben der Kreativ-Küche, gehe ich sehr gerne "gut bürgerlich" essen. Wenn es der Geldbeutel zulässt, geht`s auch in Gourmet-Schuppen mit mindestens einem Michelin-Stern. Als großer Derrick Fan bleibt mein Traum einmal das Tantris (2 Sterne) zu besuchen.
Ich freue mich über zahlreiche Kommentare und versuche auch offene Fragen (gerne über Nachricht) zu beantworten.
Wenn es das Lokal zulässt, versuche ich "was fliegt" und "wildes aus dem Wald" zu vermeiden, das ist aber nicht immer möglich. Ich ernähre mich privat gerne vegetarisch dann aber 100% veganfrei.
1 Satz zu mir: bin selber ein ambitionierter Hobbykoch mit Carnivoren- Wurzeln, die perfekte Fusion für den Langzeitgenuss.
Ein "guter" Koch ist für mich, wer mit Mut an den Herd tritt (Salz, Zucker- und Pfefferstreuer nicht vergessen) - einfache Klassiker neu interpretieren !!
Neben der Kreativ-Küche, gehe ich sehr... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 397 Bewertungen 689927x gelesen 7834x "Hilfreich" 7632x "Gut geschrieben"
Geschrieben am 16.05.2016 2016-05-16| Aktualisiert am
16.05.2016
Besucht am 04.05.2016Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Mai-Urlaub 2016 Tag 4:Wirtshaus zum Schmied in Oberstdorf
Nach den ersten drei Tagen in Oberstdorf hatten wir am vierten Tag mal wieder Lust auf was bodenständiges. Wir hatten an dem Tag gut gefrühstückt und uns mittags ganz unverkrampft von einem neu eröffneten Imbiss in der Gemeinde Oberstdorf mit sündigem Oberstdorfer Steaks im Brötchen vom Jungschwein verführen lassen. Am Nachmittag gab es in einem Cafe noch ein Stück Torte und einen heißen Milchkaffee, aber am Abend hatten wir dann Lust auf was kleines, einer Art kleinem Betthupferl.
Wir zogen durch die Pfarrgasse und gerade die Pfarrgasse hat kulinarisch viel zu bieten. Am nächsten Tag sollten wir da nochmals ein Lokal aufsuchen (ich werde berichten), aber das Wirtshaus zum Schmied ähnelt doch in Mannheim dem "Alten Simpl" oder dem "Hemmlein", den beide Lokale in meiner Wahl-Heimat schmücken sich auch mit den großen Tafeln vor der Türe. Liest man diese durch wird dem Gast schnell klar: Regionale, bodenständige Hausmannskost wird einem hier geboten. Auf dem Hinweg hatte ich zu meiner Frau gesagt, ich möchte heute Abend was schön überbackenes, am besten mit viel Käse. Auf dem Schild stand auch schon das, was ich mir den ganzen Tag vorgestellt habe. Mehr Käse geht schon fast nicht: Allgäuer Schnitzel - Schnitzel mit Allgäuer Käse und Schinken überbacken auf Käsespätzle. Jackpott !!
Bestellt habe ich dann, völlig geistesabwesend aber dann Cordon Blue mit Pommes, meine Frau entschied sich für das kalte Roastbeef vom Jungbullen mit Salat und Bratkartoffeln. Zur Erklärung: Als wir eintraten war das komplette Lokal besetzt, eine Servicedame führte uns dann ins Nebenzimmer (siehe Bild) zu diesem Zeitpunkt war auch hier jeder Tisch besetzt. Links hinten saß ein älteres Pärchen die schon bezahlt hatten, wir uns aber so sympathisch waren dass wir fast den ganzen Abend dann noch am Tisch verbrachten (der Mann bestellte noch Export Nummer 3 und 4), sie waren wohl auf dem Campingplatz und schon öfter hier im Lokal gewesen.
Ich kam so ins Plaudern, dass ich das Allgäuer Schnitzel komplett vergaß und mich ohne lang zu überlegen für das Cordon Blue entschieden habe. Wolfgang Feuerstein und sein Team von der Wirtschaft zum Schmied tun alles, damit Sie sich der Gast rundum wohlfühlt. ( http://www.wirtschaft-zum-schmied.de) Das Ambiente ist etwas rustikaler als auf dem Bild von der Homepage. Schweres Holz versprühen aber eine gewisse Wärme, die Bedienungen passen zu einem Wirtshaus, schnaufen schon mal gerne etwas lauter, wenn man sie um ein paar Minuten Bedenkzeit bittet.
Es gibt die Tagesgerichte (das sind die auf den Tafeln davor) diese sollten auch in der Karte stehen, bei mir allerdings fehlte das Blatt, so dass ich auf die Standard-Karte, die sich "normal" liest, zurück gegriffen habe. Zu trinken sollte es zuerst ein Hefeweißbier von Engelmann sein 0,5 für 3,40, danach dann noch zum anstoßen ein Export von Dinkel Acker, 0,5 für faire 3,20 - da trinkt man doch gerne mal zwei oder drei. Serviert wurden dann beide Gerichte ohne jeder Art von einer kleinen Aufmerksamkeit, ich glaube, dass will man hier auch nicht. Auf dem einen Teller kam schon angerichtet das kalte und saftig aussehende Roastbeef (9,90), die Bratkartoffeln hatten Salz gesehen, das war ein, in sich, sehr leckeres Gericht. Mein Cordon Blue (12,90 ohne Salat) war handwerklich einwandfrei zubereitet, die Panade schmeckte leicht nach Butter und Fett, das Fleisch vielleicht ein Tick zu trocken, das machte aber die Füllung vom Standard - Kochschinken und dem Scheiben-Käse weg. Ich glaube dass war ein milder Butterkäse, die Pommes etwas lieblos angehäuft und sehr Salz arm zubereitet, dennoch schmackhaft und lecker. Genau das Richtige für Abends (Man soll ja am Abend keinen Salat essen, wegen dem Zellstoff der nicht richtig verdaut werden kann), von der Menge war das auch keine Fleisch-Schlacht, ich tippe auf 350 Gramm inklusive Füllung und Panade, ein kleiner Betthupferl, mehr nicht.Nach einer langen Wanderung braucht man hier bestimmt noch eine deftige Suppe oder eine Nachspeise
Fazit:
Sucht man nach regionaler, deftig zubereiteter Hausmannkost, ohne "Firlefanz", dann sollte man das Wirtshaus auf dem Zettel haben. Beim nächsten Oberstdorfer Besuch werde ich mir das "Allgäuer Schnitzel" nicht entgehen lassen.
Mai-Urlaub 2016 Tag 4: Wirtshaus zum Schmied in Oberstdorf
Nach den ersten drei Tagen in Oberstdorf hatten wir am vierten Tag mal wieder Lust auf was bodenständiges. Wir hatten an dem Tag gut gefrühstückt und uns mittags ganz unverkrampft von einem neu eröffneten Imbiss in der Gemeinde Oberstdorf mit sündigem Oberstdorfer Steaks im Brötchen vom Jungschwein verführen lassen. Am Nachmittag gab es in einem Cafe noch ein Stück Torte und einen heißen Milchkaffee, aber am Abend hatten wir dann Lust auf was kleines,... mehr lesen
Wirtschaft zum Schmied
Wirtschaft zum Schmied€-€€€Restaurant, Wirtshaus083222872Pfarrstraße 13, 87561 Oberstdorf
3.0 stars -
"Rustikales Wirtshaus, welches Hausmannskost und deftige Speisen, zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis serviert !" DaueresserGK0712Mai-Urlaub 2016 Tag 4: Wirtshaus zum Schmied in Oberstdorf
Nach den ersten drei Tagen in Oberstdorf hatten wir am vierten Tag mal wieder Lust auf was bodenständiges. Wir hatten an dem Tag gut gefrühstückt und uns mittags ganz unverkrampft von einem neu eröffneten Imbiss in der Gemeinde Oberstdorf mit sündigem Oberstdorfer Steaks im Brötchen vom Jungschwein verführen lassen. Am Nachmittag gab es in einem Cafe noch ein Stück Torte und einen heißen Milchkaffee, aber am Abend hatten wir dann Lust auf was kleines,
Geschrieben am 11.05.2016 2016-05-11| Aktualisiert am
16.05.2016
Besucht am 04.05.2016Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 58 EUR
Mai-Urlaub 2016 Tag 3:Das Fetzwerk in Oberstdorf
Stellen Sie sich Folgendes vor: Kulinarische Kreativität wird zu Fast Slow Food. Sternekoch Tobias Eisele entdeckt das Weckglas. Heimat trifft auf Asien und das Mittelmeer. Fisch, Fleisch und Vegetarisches auf „flottes Mundwerk“ und Craftbeer. Und das alles in überraschendem und keinesfalls gewöhnlichem Ambiente. Herzlich willkommen am Platz für alles, was nicht Alltag ist. Herzlich willkommen im Fetzwerk !! (HP)
16 Gault Millau Punkte, 7 Gusto Pans, 3 Bestecke im Schlemmer-Atlas, 3 Diamanten im Vartaguide, 1 Stern im Guide Michelin - seit 01.11.2015 hat das Sternerestaurant Maximillan`s in Oberstdorf auch noch seine Genusswerkstatt, das Fetzwerk. Als wir das letzte Mal in Oberstdorf waren, wurde gerade der Anbau gemacht. Das Ambiente ist echt fantastisch, vor allem der wie Fliesen aussehende Boden hat uns fasziniert (keine Ahnung was das war), versteckte Boxen für die Hintergundmusik. Die Karte ist auf Weckgläser reduziert, es ähnelt den bekannten Tapas nur halt zwei, drei Ligen höher.
Fast Slow Food mit kulinarischer Leidenschaft: Schon mal einen Dreikäsehoch verschlungen? Rückgrat nicht nur gezeigt, sondern auch bestellt? Im Parkhotel Frank lasen wir in einer Zeitschrift die ambitioniert in Szene gesetzten Weckgläser Varianten. Insgesamt 9 Weckglasvariationen, 2 Desserts obendrauf. Und das Deluxeglas? Naja, sagen wir es vorsichtig: Das fetzt so richtig! Mehr gefällig? ....
Wir lesen die Speisekarte, obwohl, Speisekarte ist zu viel gesagt. Die Karte ähnelt dem VW Baukastensystem aus Wolfsburg . Jetta, Tiguan und der Golf werden allesamt auf der Golf-Plattform hergestellt, so kommt es dass der bis 2015 gebaute Tiguan genauso im Innenraum aussieht wie der Golf Plus, Massenware anstatt Premium. Im Fetzwerk allerdings gibt es keine Massenspeisen, die Weckgläser werden zur Mittagszeit allesamt vom Sternekoch angerichtet und zubereitet. Es gibt 3 Hauptmenüs -- Dreierweck -- Heimat, Mediterran oder Asia -- möchte man aber nur jeweils ein Gericht von den 3 Menüs geht das natürlich auch. Die Menüs fangen bei 19,50 an und enden bei 22,50. Geht man abends ins benachbarte Sternerestaurant (gleiche Küche) kann man noch im Fetzwerk für 26 Euro ein kulinarisches Highlight bestellen: Das "Glas Royale - die Weckglanz Audienz". Weck me up !!
Ein weiterer Pluspunkt, die angebotenen Craftbiere. Für jedes Menü gibt es ein abgestimmtes und extra gebrautes Craftbier. Meine Frau und ich sind uns schnell einig, wir bestellen beide das Menü Heimat " von Dohuim" für 19,50. Als Begleitung gibt es ein "Camba Amber Ale" Craftbeer - es hält was es verspricht. Im Duft reife Kirschen und Zwetschgen. Am Gaumen Süße vom Karamell, Waldbeere und Zimt und leichter Hopfengeschmack. Ideal zur Linie "von Dohuim" - das obergärige mit 7,2 % Alkoholgehalt nicht ganz so extrem gehaltene Bier schmeckt mit jedem Schluck.
Den Anfang(ll) macht Lachsforelle, Wurzelgemüse, Feinweizen, Sauerrahm - Gebeiztes Lachsforellenfilet stolpert gut gelaunt über Gemüsevariationen und Sauerrahmmousse.- der Lach(s) Anfall. Der Lachs von sensationeller Qualität, zimmerwarm, konnte er seinen ganzen Geschmack auf der Zunge zeigen. die diversen Gemüsevariationen hatten eine unterschiedliche Konsistenz und waren unterschiedlich zubereitet, mit unterschiedlichen Temperaturen. So muss es sein.
Als nächstes: Dreierlei Knödel, Spinat, Egerlinge "3 Käse hoch " - Käsknödel kämpft um Vorherrschaft gegen Pilzknödel mit eingelegten Champignons und Spinatgelee. Möge der Bessere gewinnen! - Uns hat das ganze Weckglas nicht enttäuscht, alle 3 Knödel sind für uns der klare Sieger - einer besser als der andere. Das Highlight sicherlich das klebrige Spinatgelee, Erinnerungen werden an Christian Krüger (Axt in Mannheim) wach, als er uns ein "Überraschungsei" mit einer Spinatgelee/Algen Matratze quasi als "pre" Zwischengang servierte.
Abschließend musste "Rückgrat gezeigt werden". Roastbeef, Kartoffel, Berglinsen, Kürbis - das Highlight bis dahin. Das Roastbeef so zart und saftig, wurde mit Meersalz nur noch leicht weiter hervorgehoben. Allgäuer Weiderind bekennt sich öffentlich zu Kartoffel-Speck-Gelee und bunten Berglinsen mit eingelegtem Kürbis. Wahnsinn !!
Uns hat das alles ausgezeichnet geschmeckt. Als wir überlegten noch ein Dessert zu bestellen. wurden wir aber vom einsetzenden Sättigungsgefühl unterbrochen. Aber ?? Dessert geht immer :-) Das Dessert "Herzklopfen" sollte die Krönung sein - Früchteragout, Panna Cotta und Parfait mit Haselnuss lassen alle (nicht nur unsere) Herzen höher schlagen.
Erwähnenswert: alle Weckgläser wurden von unterschiedlichen Kellnern serviert, alle waren freundlich, aufmerksam und sehr sympathisch.
Fazit:
Schon wieder 5x5 Sterne - das ist ja der Wahnsinn !! (wir kommen definitiv wieder)
Mai-Urlaub 2016 Tag 3: Das Fetzwerk in Oberstdorf
Stellen Sie sich Folgendes vor: Kulinarische Kreativität wird zu Fast Slow Food. Sternekoch Tobias Eisele entdeckt das Weckglas. Heimat trifft auf Asien und das Mittelmeer. Fisch, Fleisch und Vegetarisches auf „flottes Mundwerk“ und Craftbeer. Und das alles in überraschendem und keinesfalls gewöhnlichem Ambiente. Herzlich willkommen am Platz für alles, was nicht Alltag ist. Herzlich willkommen im Fetzwerk !! (HP)
16 Gault Millau Punkte, 7 Gusto Pans, 3 Bestecke im Schlemmer-Atlas, 3 Diamanten im Vartaguide, 1 Stern... mehr lesen
Gourmetrestaurant Das Fetzwerk
Gourmetrestaurant Das Fetzwerk€-€€€Restaurant, Biergarten49832296780Freibergstraße 21, 87561 Oberstdorf
5.0 stars -
""Let`s fetz!!" -- es fetzt im Fetzwerk !! Fast Slow Food mit kulinarischer Leidenschaft !!" DaueresserGK0712Mai-Urlaub 2016 Tag 3: Das Fetzwerk in Oberstdorf
Stellen Sie sich Folgendes vor: Kulinarische Kreativität wird zu Fast Slow Food. Sternekoch Tobias Eisele entdeckt das Weckglas. Heimat trifft auf Asien und das Mittelmeer. Fisch, Fleisch und Vegetarisches auf „flottes Mundwerk“ und Craftbeer. Und das alles in überraschendem und keinesfalls gewöhnlichem Ambiente. Herzlich willkommen am Platz für alles, was nicht Alltag ist. Herzlich willkommen im Fetzwerk !! (HP)
16 Gault Millau Punkte, 7 Gusto Pans, 3 Bestecke im Schlemmer-Atlas, 3 Diamanten im Vartaguide, 1 Stern
Besucht am 03.05.2016Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Mai-Urlaub 2016 Tag 2 – Teil 2:Frank`s Kulinarium im Parkhotel Frank in Oberstdorf
Als ich ein kleiner Bub war, hat mein Vater immer wieder zu mir gesagt: Die Großen bekommen alles in den Rachen geschoben, die Kleinen müssen hart schaffen um zu überleben. Ganz so krass würde ich es nicht ausdrücken, aber im Grunde hatte er damals Recht. Wenn ich meine bescheidene Lohnabrechnung in der Hand halte oben schaue was ich verdiene und unten das bißchen Netto heraus kommt, frage ich mich warum die Millionäre in Deutschland nur 30% Steuer bezahlen müssen, zudem gibt es noch die vielen Steuerlöcher. Aber egal, meine Frau und ich wollten auch mal zu den „Großen“ zählen und reservierten schon vor einem halben Jahr ein paar Tage im 5 Sterne Superior Wellness Hotel „Frank“ in Oberstdorf, was bei meinem Vater und seinem Bruder, quasi mein Onkel, im Vorfeld (und das zu Unrecht) unseres Urlaubs nur auf Unverständnis gestoßen ist.
Allerdings muss man sagen, dass wir alles was wir im Parkhotel Frank erlebt, von der ersten Minute bis hin zur Abreise in vollstem Zuge genossen haben. Es hat uns so gut gefallen, dass wir im Juli erneut 3 Tage als Gast im Hotel verweilen werden. Ich weiß, wir sind hier nicht bei holidaycheck, dennoch möchte ich kurz auf das Hotel eingehen. Wir hatten ein Standardzimmer, welches mit 35 qm erstaunlich groß war, die Dusche hatte 360 Grad Düsen, aus jeder Wand kamen diverse Brausen, so dass schon morgens das Duschen zum Erlebnis wurde. Der Wellnessbereich wurde neu gestaltet, mit meinem Handy habe ich 4 Bilder zu einem Foto zusammengefügt, ich werde es noch hochladen. Zu unserem Arrangements schenkte uns die Famile Frank am Anreisetag ein 5 Gang Gourmetmenü. Schon das Einchecken war eine Freude. Wir bekamen ein Gratis Willkommensgetränk, ich entschied mich für ein Glas Champagner, meine Frau für eine Fruchtsaftschorle. Die Minibar (erste Füllung kostenlos) bestand aus zwei Weinen von Kuhn aus Laumersheim sowie ein Rotwein-Cuvee von Knippser, zahlreiche Softgetränke, eine kleine Flasche Schampus. Obwohl wir nur Frühstück gebucht hatten, bekamen wir alles regelrecht „umsonst“ in den Rachen geschoben. Herrlich – mein Vater sollte also doch Recht behalten.
Das geschenkte „Gourmet-Menü“ bestand aus 5 Gängen, wobei es eigentlich nur drei echte Gänge waren. Voran gab es ein Amouse Bouch (als ersten Gang bezeichnet) das war ein Frühlingspesto-Paprika Mouse mit Roter Paprika und rotem Parika Gelee und frische Kräuter. Das war ein fantastischer Beginn eines sehr guten Menüs. Barchef Uwe empfahl mir vorab an der Bar (ich trank ein Export Bier für schlappe 5 Euro) zwei Weißweine zum Menü. Es waren pfälzische, allerdings kann ich mich nicht mehr daran erinnern, zu ko waren wir von den vielen Sauna Gängen (die Saunawelt wurde im April 2016 neu gemacht) - die Preise hierfür aber vollkommen in Ordnung jeweils das Viertel für 7 Euro.
Als zweiten Gang konnte man sich vom Salatbüffet bedienen, das Motto war an dem Abend „ Frühlingshaftes Salatbüffet mit diversen Tomaten und 2erlei Feta-Käse“, das war völlig in Ornung, auch wenn man bei dem ein oder anderen Salat merkte, dass sie „gesund“ angemacht wurden. Als eigentlichen ersten Gang gab es dann eine Karotten-Ingwer-Schaumsüppchen mit gesundem Korianderöl. Die Suppe kam etwas zu heiß an den Tisch, war aber schön cremig, hervorragend abgeschmeckt, leichte Säure, ich schmeckte auch etwas Kartoffel heraus (wohl zur Bindung), es hätte vielleicht ein Tick mehr Ingwer drangehört, dennoch schmeckte sie lecker und machte Lust auf mehr.
Der Hauptgang war dann das abendliche Highlight, von der Anrichte und von der Zubereitung. „Rosa geschmortes“ vom Allgäuer Milchkalb auf Tomaten Grießstrudel an Melange Noir Jus. Das Kalb war so zart und saftig, dass ich es mit meiner Zunge am Gaumen zerdrücken konnte. Der Grießstrudel hätte etwas größer sein können, der Jus ausgezeichnet. Als Abschluss gab es den „Oberstdorfer Scheiterhaufen“ mit gepfefferten Rotweinkirschen und Nougateis. Der Scheiterhaufen war schlichtweg sensationell, das Nougateis wohl leider nicht aus dem Paccojet, das hatten wir in der Vergangenheit schon (deutlich) besser gehabt, es schmeckte mir einen Tick zu sehr nach Kaffee (warum auch immer), die gepfefferten Kirschen hätten noch einen Tick Pfeffer vertragen können, daher gab es noch ein, zwei Dreher von der Rotweinflasche (siehe Bild).
An dem Abend vergeigte dann im Anschluß an das Abendessen die Telekom Werksmannschaft aus München das Champions-League-Finale in Mailand mit dem 2:1 Heimsieg gegen Atletico (obwohl ich am Schluß für die Münchner echt mitfieberte, was sehr selten vorkommt), es war zu diesem Zeitpunkt kurz vor 20:45 und mein Platz im Kaminzimmer (der TV hatte eine Diagonale von über 2 Meter) schrie nach mir, ansonsten hätte ich mich wohl noch vom Käsebüffet bedient. Gekostet hätte das Abendessen (ging aufs Haus) 30 Euro zusätzlich, für uns einen Tick zu viel wegen der sehr kleinen Portionen und der fehlenden Sättigungsbeilagen dennoch schmeckte es uns sehr gut.
Die Bedienungen wirken allesamt freundlich und aufmerksam, hin und wieder gibt es aber einige kleinere Defizite - dafür dass der Vartaguide den Service in Frank`s Kulinarium mit sehr guten 3 Diamanten bewertet, so dass ich auf einen Gesamtschnitt von 4,5 Sternen komme, auch wegen des exzellenten Frühstückangebotes in den kommenden Tagen (Lachs, Sekt etc.)
Fazit:
Uns hat es so gut gefallen, dass wir in 10 Wochen wieder für 3 volle Tage ins Parkhotel einkehren werden.
Mai-Urlaub 2016 Tag 2 – Teil 2: Frank`s Kulinarium im Parkhotel Frank in Oberstdorf
Als ich ein kleiner Bub war, hat mein Vater immer wieder zu mir gesagt: Die Großen bekommen alles in den Rachen geschoben, die Kleinen müssen hart schaffen um zu überleben. Ganz so krass würde ich es nicht ausdrücken, aber im Grunde hatte er damals Recht. Wenn ich meine bescheidene Lohnabrechnung in der Hand halte oben schaue was ich verdiene und unten das bißchen Netto heraus kommt, frage... mehr lesen
4.5 stars -
"Perfektes 5 Sterne Wellness-Hotel mitten in Oberstdorf mit einem (fast) perfekten Abendessen, dafür mit exzellentem Frühstück !!" DaueresserGK0712Mai-Urlaub 2016 Tag 2 – Teil 2: Frank`s Kulinarium im Parkhotel Frank in Oberstdorf
Als ich ein kleiner Bub war, hat mein Vater immer wieder zu mir gesagt: Die Großen bekommen alles in den Rachen geschoben, die Kleinen müssen hart schaffen um zu überleben. Ganz so krass würde ich es nicht ausdrücken, aber im Grunde hatte er damals Recht. Wenn ich meine bescheidene Lohnabrechnung in der Hand halte oben schaue was ich verdiene und unten das bißchen Netto heraus kommt, frage
Besucht am 03.05.2016Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 45 EUR
Mai-Urlaub 2016 Tag 2 – Teil 1: Speisemeisterei Burgthalschenke in Vöhringen
Es war irgendwann im Herbst 2015. Es war feucht, windig und kalt. Dazu regnete es in Strömen. Es klingelte. Meine Schwiegermutter in spe stand pitsche patsche nass vor der Türe, ich entgegnete ihr „ Aber Schwiegermutter. Was stehst Du denn da vor der Türe ? Geh doch nach Hause !“ - Dass hatte sie sich natürlich gemerkt, auch wenn das natürlich ein Witz war, schenkte sie mir quasi als Retourkutsche an Weihnachten (2015) einen Varta-Guide in Buchform von 2013, natürlich gebraucht, den hatte sie wohl für einen Euro auf dem Trödel erstanden. Natürlich blätterte ich durch, ich rächte mich noch gleich an dem Abend, denn ich habe ca. 2 Stunden in dem Guide geschmökert. Da sind mir einige Restaurants ins Auge geschossen, die ich bis dato nicht auf dem Radar hatte. Unter anderem die Speisemeisterei Burgthalschenke in Vöhringen, ausgezeichnet mit 2 Diamanten im Jahr 2013.
Aktuell im Jahre 2016 ist das Restaurant da immer noch gelistet, außerdem hat es 2 Bestecke im Schlemmeratlas, ein BIP im Guide Michelin bei TripAdvisor auf Platz 1 von 11 von 11 Vöhringen Restaurants – und das zu Recht. Nach dem Debakel Tag 1 unseres Maiurlaubs (ich berichtete hier ausführlich) und der anstehenden Reise nach Oberstdorf ins Parkotel Frank (https://www.parkhotel-frank.de/hotel), wo uns abends ein 5 Gang Gourmetmenü erwarten sollte (ich werde noch berichten) suchte ich über diverse Apps ungefähr 2/3 der Reise was „gescheites“ heraus. Es sollte hier die Schlemmeratlas App sein (die ist super), es erschien direkt an der Autoahn gelegen die Burgthalschenke. Ich also auf die Homepage, Email-Reservierungen werden leider nicht angenommen, ich sah aber auf der Internetseite 120 verfügbare Plätze, dafür leider keine Preise bei den Gerichten und Menüs.
Abfahrtszeit war angedacht 10 Uhr, es wurde dann wie immer eine halbe Stunde später, aber fünf Minuten vor 13 Uhr sind wir die A 7 Ausfahrt Vöhringen dann doch runter – wir hatten Hunger, zum Frühstück gab es nur eine Stulle und ein Kaffee. Vöhringen ist eine Gemeinde im Landkreis Rottweil in Baden-Württemberg. Mit ihrem malerisch sanierten Ortskern und ihrer landschaftlichen Lage, eingebettet im schönen Mühlbachtal hat die Gemeinde ihren Reiz.
Unweit des Neckars, am Übergang des Schwarzwaldes zur Schwäbischen Alb ist Vöhringen ein lebenswerter Naherholungsort, da beide Landschaften in kürzester Zeit erreichbar sind. Zum anderen ist sie ein aufstrebender Arbeits- und Gewerbestandort an der A81 und der A7, der auch über eine ansprechende Wohnqualität verfügt, da viele Einrichtungen des täglichen Lebens vorhanden sind.
Wir stehen auf dem Parkplatz, hatten vorher ein Bild von der imposanten Inneneinrichtung gesehen (mehrere Ebenen) und schauen auf einen kleinen 8 eckigen Anbau. Das soll es sein ?? Kein Auto auf dem Parkplatz, es brennt aber Licht und wir laufen einmal um das Stopschild rum. Im Aushang eine Karte mit nicht gerade auf den ersten Blick günstigen Preise. Fleischgerichte um die 20 Euro, 2-3 vegetarische Gerichte, eine handvoll Salate und ein 3 und ein 4 Gang Menü für jeweils knappe 45 respektive 56 Euro. Die Menüs laßen sich aber klasse, wir entschieden einzukehren.
Innen angekommen erwartete uns ein dunkler in medieterranem Stil gehaltener Fließenboden. Ein paar Tische waren (wohl von Stammgästen, sie wurden mit Namen angesprochen) besetzt. Das ganze Ambiente wirkt in sich stimmig, versetzte Ebenen, in den vergippsten Querbalken Lüftungsschlitze und verstecktes Dimmlicht sowie die versteckten Lautsprecherboxen. Die ganze Zeit während unseres Aufentahltes kam leichte Klimper -Klaviermusik. Auf den Fensterbretter Figuren eines bekannten Künstlers der sein Geld mit etwas dickeren Models verdient (ich komme nicht auf den Namen), wir werden dazu freundlich, herzlich und sympathisch begrüßt und zu unserem Tisch geführt. Die Tische sind mit edlen Stofftischdecken überzogen, darauf leicht gestärkte Stoffservietten, edles Besteck.
Mit der Karte kommt ein erster Gruß aus der Küche, ein sensationeller Frischkäse-Kräuterquark mit frisch aufgebackenem Brot und geviertelten Radieschen. Exzellent !! Es werden die Getränke aufgenommen, mich lacht das kleine Menü an.
Kleiner Bunter Frühlingssalat / Hausgemachte Bärlauchnudeln mit Ragout vüm württemberger Spargel und Parmesan/ Frische Erdbeeren mit süßer Sahne das ganze für faire 24 Euro.
Meine Frau bestellt Wasser , ich bestelle ein Hefeweizen. Ich teste die jung ausschauende männliche Bedienung und fragte ob es sich um regionales Wasser handele. Er antwortete direkt aus Baden-Württemberg, nannte mir die Quelle und garantierte das hohe Alter des Grundwasserstocks, außerdem einen rundern harmonischen ausgewogenen Geschmack, ich sparte mir darauf die Frage ob er wisse welches Hefe denn ausgeschenkt wurde. Das kam dann wie das Wasser perfekt temperiert an den Tisch. Wir lesen ca 15 Minuten die sehr ansprechende Karte. Wir überlegten die ganze Zeit ob wir beide das Frühjahrsmenü (53,50) nehmen sollen: als Vorspeise eine Terrine von der Bauern Wachtel auf mariniertem Pfälzer Spargel mit Aprikosenvinaigrette
und kleinem Frühlingslauchstrude// Zwischengang:Karottenschaumsuppe mit
Ziegenfrischkäseravioli// Hauptgang:Lammrücken vom Allgäuer Weidelamm in feinen Kräutern gebraten auf Zucchini-Tomatengemüse mit Bärlauch-Schupfnudeln// Dessert:Rhabarbertarte
mit hausgemachtem Vanillesafraneis .. und ganz ehrlich, hätten wir gewusst mit welcher Handwerklicher Perfektion hier gekocht wird, hätten wir beide das Menü genommen.
Meine Frau entschied sich dann für die Empfehlung des Hauses: gebratene Maultaschen mit einem herzhaften Frühlingssalat (13,90) bei mir sollte es das Tagesgedeck sein: Maultaschensuppe, als Hauptgang „rosa“geschmortes Saftgulasch vom Jungbullen mit handgeschabten Spätzle (18,90).
Ich bekam meine Maultaschensuppe, ich hatte nachgefragt, bei der Brühe handelte es sich um eine doppelte geklärte Rinderbrühe, die war ganz fein und hervorragend abgeschmeckt. Die Maultasche in der Suppe fluffig, innen fast schon cremig, der Teig mit Biss, sensationell. Der Frühlingssalat war der Hammer. Hübsch angerichtet, herrlich ausbalanciert. Zwischen Vorspeise und Hauptgang checkte ich die Sanitäranlagen. Wahnsinn, zwei verschiedene Stoffhandtücher zum Hände trocknen, Desinfektionsspray, Lufterfrischer, als ich mich auf die Brille setzte erklang Musik aus unsichtbaren Lautsprechern.....
Die Maultaschne kamen anschließend herausragend angerichtet und handwerklich perfekt zubereitet. Bilder sagen hier mehr als tausend Worte. Mein Saftgulasch war tatsächlich rosa, ich frage mich noch bis heute wie das gehen soll, an den Geschmack kann ich mich auch jetzt eine Woche danach noch gut erinnern. Schön deftiger Rindergeschmack, das Fleisch wohl mehliert und die Soße zum Niederknien. Auch die Spätzle sahen so unregelmäßig aus wie ich es vorher noch nie erlebt habe. Verrückt, was man auf der Hinfahrt ins Allgäu erleben kann … Das war ein Mittagessen wie man es ich immer im Urlaub wünscht, aber leider sehr selten erlebt.
Fazit:
Frischen Speisen aus der Region werden hier raffiniert zubereitet, so dass das Essen zu einem Stück Lebensfreude wird. 5X5 Sterne.. mehr braucht es nicht zu sagen. Herkommen und genießen. Wir werden definitiv wiederkommen !!
Mai-Urlaub 2016 Tag 2 – Teil 1: Speisemeisterei Burgthalschenke in Vöhringen
Es war irgendwann im Herbst 2015. Es war feucht, windig und kalt. Dazu regnete es in Strömen. Es klingelte. Meine Schwiegermutter in spe stand pitsche patsche nass vor der Türe, ich entgegnete ihr „ Aber Schwiegermutter. Was stehst Du denn da vor der Türe ? Geh doch nach Hause !“ - Dass hatte sie sich natürlich gemerkt, auch wenn das natürlich ein Witz war, schenkte sie mir quasi als Retourkutsche... mehr lesen
5.0 stars -
"Ein Volltreffer !! 5x5 Sterne machen 25 Sterne !" DaueresserGK0712Mai-Urlaub 2016 Tag 2 – Teil 1: Speisemeisterei Burgthalschenke in Vöhringen
Es war irgendwann im Herbst 2015. Es war feucht, windig und kalt. Dazu regnete es in Strömen. Es klingelte. Meine Schwiegermutter in spe stand pitsche patsche nass vor der Türe, ich entgegnete ihr „ Aber Schwiegermutter. Was stehst Du denn da vor der Türe ? Geh doch nach Hause !“ - Dass hatte sie sich natürlich gemerkt, auch wenn das natürlich ein Witz war, schenkte sie mir quasi als Retourkutsche
Geschrieben am 08.05.2016 2016-05-08| Aktualisiert am
08.05.2016
Besucht am 02.05.2016Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Mai-Urlaub 2016 Tag 1: Merlin in Heidelberg
Meiner einer wollte unbedingt nach Landau an unserem ersten gemeinsamen Urlaub in diesem Jahr, am nächsten Tag sollte es dann Richtung Oberstdorf (Allgäu) gehen und vorher wollte ich nochmaler Landacher Luft schnuppern, aber meine Frau wollte unbedingt in den Heidelberger Zoo, da es dort wohl sensationellen Nachwuchs im Affenhaus gegeben habe. Also Augen zu und durch. Von wegen, natürlich Augen auf und im Vorfeld nach einer geeigneten Location gesucht um etwas einzuschmeißen. Zuerst frühstücken und dann in den Zoo und am nachmittag irgendwas essen ?? Oder doch anders ??
In Mannheim haben wir lediglich unter Mannheimer Morgenweb die Möglichkeit nach Tagesessen/Mittagstisch zu suchen. Aber was in Heidelberg abgeht, ist die Hölle. An die 15 diversen Seiten mit Übersicht von einschlägigen empfehlenswerten Bistros und Restaurants. Wir waren zudem gewarnt von unserem letztjährigen Besuch. Das mit 30-35% Wareneinsatz nehmen viele in Heidelberg nicht so genau, Bierpreise bis zu 8 Euro für einen halben Liter sind keine Seltenheit.
Google wirbt mit dem Eintrag: Wer frische kulinarische Spezialitäten und mediterrane Atmosphäre sucht, ist im MerlinCafebar und Restaurant in Heidelberg genau richtig – ja ist denn heute schon Weihnachten ? Nein es ist Tag 1 unseres Maiurlaubs. Mittagstischangebote ab 4,50Euro, das klingt zu verlockend. 4,50 Euro, das hat es auch mal vor Lichtjahren bei unserem Stamm Griechen Dimmi gegeben, da gibt es mittlerweile kein Gericht mehr unter 5 Euro.
Schaut man unter TripAdvisor nach erscheint das Lokal auf Platz 81 von 443 von 443 Heidelberg Restaurants – oh je. Aber gut, gefrühstückt haben wir dann am ersten Tag doch im Heidelberger Zoo, für mich gab es zwei Weißbier 0,5, für meine Frau eine Saftschorle und einen Zebra-Kuchen. Den Affenzuwachs haben wir nicht gesehen, die Orang Utan Mutter zog es vor in den eigenen 4 Wänden zu bleiben, so machten meine Frau und ich einen verkürzten Rundgang um die Gehege und sind weiter Richtung Bergheimer Straße gedüst.
Die Bergheimer Straße ist die zentral gelegene Ost-West-Achse des Stadtteils Bergheim. Im Westen mündet sie in die Bundesautobahn 656. Sie war lange eine Hauptverkehrsader Heidelbergs. Von dieser gelangt man vom Stadtteil Bergehim direkt an den Heidelberger Bismarcksplatz. Einige Restaurants sind hier sowie einige Einzelahndelsgeschäfte. Am Merlin angekommen merken wir dass es keine Parkplätze für Gäste gibt. Erstes Minus.
Wir also wieder zurück Richtung Bergheim in der Hoffnung dass die Parktickets etwas günstiger sind als in Heidelberg drin. Pustekuchen. Wir parken 800 Meter weiter und zahlen einen Euro für 20 Minuten. Warum gibt es in Deutschalnd eigentlich das Kartell-Amt ? Eine Stunde parken für 3 Euro ?? Gehts noch ?? Für 3 Euro kann ich am Mannheimer Collini Center das Auto 3 Nächte lang abstellen …
Wir sind aber nicht im Collini Center sondern stehen vor dem Cafe-Bierbrauerei-Lokal-Restaurant-Bistro. Ja, was ist es denn jetzt genau ?? - Der Heidelberger Gastroguide schreibt: Das stilvoll eingerichtete Merlin ist Café, Restaurant und Biergarten in einem. Auf der Karte mit großer Auswahl werden auch Vegetarier fündig: leckere Snacks, Salate, Pasta, Wraps, Gegrilltes, … Frühstücken kann man hier täglich bis 16.00 Uhr und unter der Woche den beliebten Mittagstisch mit zwei wechselnden Gerichten (eines davon vegetarisch) besuchen.
Uns fällt das top in Schuß gehaltene mehrgeschössiges Anwesen gleich ins Auge. Was hier wohl die Miete kostet ? Ahh .. ist ja die Heidelberger Brauerei. Also gleich mal ein Hefe bestellt, autsch, über 4 Euro (4,10 um genau zu sein) ist für ein quer subventioniertes Lokal deutlich unter der Gürtellinie. Meine Frau findet nichts auf der Mittagskarte, ich schaue nach dem 4,50 Gericht: ahh verstehe, eine Suppe …. nee, ich bzw wir haben schon Hunger also bestellen wir die XL Grillplatte mit gegrillten Garnelen vom Spieß (mit Mango Chutney), ein saftiges Schweine Filet Medailon, lecker gegrillte Feuerwurst als Begleitung gibt es eine Ofenkartoffel mit Quark für 9,90. In Gedanken hatte ich schon das Fest vor Augen bis mir die etwas unaufmerksame Bedienung den Teller hinstellte natürlich ohne Besteck – hat den Vorteil dass alles auf dem Teller schon mal gut abkühlen kann bevor es gegessen wird. Übrigens ist das bei jedem Tisch so. Zuerst wird das Essen serviert, nach 5 Minuten kommt dann das Besteck. Wir wollten dann noch ein zweites Getränk bestellen, aber trotz mehrmaligen Winken, lautstarkem „Hallo, wir würden gerne noch was bestellen“ kam nix. Muss ich hier überhaupt einen Stern vergeben ?
Meine Frau und ich wurden aus unserem Traum regelrecht gerissen, wir schauten uns an. Soll das ein Witz sein ? Grillplatte ? Lieber Leser, schaue Dir bitte das Bild von der Grillplatte (Teller) an. Sieht man da irgendwelche Grillspuren ? Der 25-30 Gramm kleiner Mini-Schweineberg, wird hübsch mit Medaillon in der Karte beschrieben. Der Obergau war aber die einfach erwärmte extremst salzarme Pellkartoffel. Durchgeschnitten und mit Convenience Quark gefüllt. Die war von einer roh zubereiteten Kartoffel im Ofen so weit entfernt wie Heidelberg von Hong Kong. Das geht gar nicht. Es wurde nicht nachgefragt ob es recht sei, wir hatten keine Möglichkeit zu reklamieren – wir hätten natürlich direkt die Teller nehmen können und in die Küche laufen, aber die anderen Teller sahen ähnlich auf den Tischen aus. Besser geht es hier wohl nicht. Anscheinend war heute der Onkel aus Timpuktu da und hat sich die Kochschürze umgebunden. Gerettet hat sich der Koch mit dem gut feurig ausgesuchten Chutney, das gab den TK Garnelne den nötigen Pep, so dass ich einen Stern als gerechtfertigt halte. Wir hatten so Hunger dass wir den Rest (bis auf die Kartoffel) dann so verschlungen haben, sind uns aber sicher dass wir hier nie wieder einkehren werden.
Mai-Urlaub 2016 Tag 1: Merlin in Heidelberg
Meiner einer wollte unbedingt nach Landau an unserem ersten gemeinsamen Urlaub in diesem Jahr, am nächsten Tag sollte es dann Richtung Oberstdorf (Allgäu) gehen und vorher wollte ich nochmaler Landacher Luft schnuppern, aber meine Frau wollte unbedingt in den Heidelberger Zoo, da es dort wohl sensationellen Nachwuchs im Affenhaus gegeben habe. Also Augen zu und durch. Von wegen, natürlich Augen auf und im Vorfeld nach einer geeigneten Location gesucht um etwas einzuschmeißen. Zuerst frühstücken... mehr lesen
1.0 stars -
"Leider ein Reinfall ...." DaueresserGK0712Mai-Urlaub 2016 Tag 1: Merlin in Heidelberg
Meiner einer wollte unbedingt nach Landau an unserem ersten gemeinsamen Urlaub in diesem Jahr, am nächsten Tag sollte es dann Richtung Oberstdorf (Allgäu) gehen und vorher wollte ich nochmaler Landacher Luft schnuppern, aber meine Frau wollte unbedingt in den Heidelberger Zoo, da es dort wohl sensationellen Nachwuchs im Affenhaus gegeben habe. Also Augen zu und durch. Von wegen, natürlich Augen auf und im Vorfeld nach einer geeigneten Location gesucht um etwas einzuschmeißen. Zuerst frühstücken
Geschrieben am 26.04.2016 2016-04-26| Aktualisiert am
26.04.2016
Besucht am 24.04.2016
Versteckt zwischen dem Steinhäuserwühlsee und dem Wammsee, beides sind öffentlich zugelassene Baggerseen in Speyer, liegt etwas versteckt das von M.R. aus S. entdeckte Restaurant Paradies. Ich las bei seiner Bewertung zwischen den Zeilen, für mich eine klare Empfehlung, auch wenn Herr R. aus S. bei den Sternen nicht ganz in die vollen ging.
Wir hatten heute vor auf Ausstellung in Speyer "Detektive, Agenten & Spione"zu gehen, pünktlich trafen wir uns kurz vor 13 Uhr mit unseren Freunden am Eingang. Die Ausstellung war ganz interessant, dennoch kam sie nicht ganz an die Playmobil Ausstellung vorletztes Jahr heran (oder war es letztes Jahr?). Im Vorfeld planten wir einen Besuch auf der Ausstellung bis 17 Uhr, wir waren aber dann um 1430 schon durch (war wenig zu besichtigen), dass wir beschlossen um kurz vor 15 Uhr Richtung "Paradies" zu fahren.
Auf der Landzunge angekommen (ohne Navi hätten wir das nie gefunden) kommt einem die Natur sprichwörtlich entgegen. Keine Straße, keine Parkplätze, alles nur Schlamm, Sand und Kies, wie es aber so oft vorkommt an Pfälzer Baggerseen. Wir haben uns schlau gemacht, über den ein oder anderen Internet Eintrag, sowie zwei älteren Pfalz Gastro Führern. Das Restaurant gibt es seit 13 Jahren, anfangs hat man nur solide griechische Grillkunst auf die Teller gezaubert, seit ein paar Jahren setzt man vermehrt auf die mediterrane Küche. Der Kenner weiß es, der Begriff vereint die Küchen aus Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland und der Türkei. Tapas, Schnecken, Flammkuchen, Froschschenkel, Kamel, Kalbskopf etc. aber das alles findet man in der gut geschriebenen Karte nicht. Für mich liest sich die Karte wie ein internationaler Grieche, regional, leicht ambitioniert. Aber mit mediterraner Küche hat die Karte sehr wenig zu tun, dafür ist sie mir viel zu Lamm- und Schweinefleischlastig, Aufgepimpt wird das von Seezunge, Oktopus. Tintenfisch und Garnelen. Die Fleischgerichte lesen sich aber dafür sehr spannend, wir vier brauchten über eine halbe Stunde bis wir wussten war wir nehmen sollen. Meine Frau hatte Lust auf gefüllte Calamari mit Käse und Gemüse oder auf Lamm. Ich war mir ziemlich schnell sicher, dass ich die Grillplatte nehmen würde genauso wie mein Tischnachbar. Seine Frau dagegen favorisierte gleich drei Hauptspeisen. Am Ende sollten es doch die Fetzen vom Schweinefilet in einer Zitronen-Tymian Sauce mit Reis sein.
Vom Stil auch wegen des rustikalen Interieurs, könnten wir auch in einem Western Steakhaus, oder in einer Pfälzer Wanderhütte sein. Wir fanden es alle gemütlich, dazu die schweren polierten Holztische, wie in einer Pfälzer Weinstube. Das hat was, dazu der Blick auf den See. Wir fragten die Inhaber nach dem Bezahlen warum der Name Paradies. Man erklärte uns als man vor gut 15 Jahren hier das erste Mal eine Besichtigung gemacht hatte, meinte ihr Mann dass sei so schön wie im Paradies, daher der Name. und da hat er Recht (siehe Bild vom Außenbereich). Ich hatte die ganze Zeit das Bild von der gemischten Vorspeisenplatte vor mir, welches Herr M.R. aus S. geblitzt hatte. Wir bestellten quasi als Überbrückung diese. Einen Gruß aus der Küche bekamen wir nicht, nach 3 Minuten kamen aber dann schon vier extra warm gehaltene Vorspeisenteller. Zu Trinken sollte es bei mir ein Erdinger Weizen vom Fass sein, das war erstaunlich gut trüb und schmeckte so gar nicht lasch (ich hatte erst Bedenken wegen dem Fass), zum Hauptgang nahm ich gerne die Empfehlung der Inhaberin an, einen griechischen Merlot. Herr R. kritisierte etwas die zu kleine Weinauswahl. Ich finde, da ist für jeden was dabei. Der Fokus liegt auf griechischen Weinen, das wolle man sich nicht nehmen lassen, so die Inhaberin, das beste aus Griechenland muss ausreichen.
Uns wird die gemischte Vorspeisenplatte serviert, wir hatten ja auf eine leicht fettige und ölige Platte gehofft, wurden aber enttäuscht. Alles war perfekt zubereitet. Die frittierte Calamri zb gut abgetropft und superb gewürzt, auf 4 rötlichen Blättern waren jeweils ein Duett von Sardellen (paniert ausgebacken sowie natur), ein pikanter Schafskäsesalat, ein Farmersalat mit Shrimps, Karotte und Ananas, sowie Tsatsiki mit leichtem Knobi Geschmack. In der Mitte der Schieferplatte fanden sich gut gewürzte und leicht mehlierte, knusprig frittierte Zucchini-Chips, Zwiebelringe, geschmorter Fenchel, das Highlight: griechische Schafskäse Wan Tan, sowie Fladenbrot mit Olivenpesto und Tomtensugo. Als wir die sehr sättigende Platte verdrückt hatten, hatten wir keine Ölspuren auf der Platte (siehe Beweisfoto), alles war optimal zubereitet.
Als nächstes bekamen wir einen herzhaft angemachten Vorspeisensalat (stand nicht in der Karte). Wir waren uns alle einig, so gut angemacht, haben wir schon seit Monaten keinen Salat mehr gehabt. Richtig mit süß-saurem Essig, hervorragendem Olivenöl, schön mit Salz, Pfeffer und frischen Kräutern abgeschmeckt. Der Karottensalat hatte ein orangenes Dressing, die Böhnchen ein leicht hellbraunes Öl-Dressing. Perfekt.
Als dann die Hauptspeisen kamen, hatten wir schon ein erstes einsetzen von Sättigung. Was dann aber kam verschlug uns alle die Sprache. Zuerst zwei mal der Hausklassiker „Pikilia Kreaton“ (14,80 Euro). Eine vorzügliche Grillplatte, vom Feinsten. Gyros, welches den Namen zu Recht trägt. Frisch vom Drehspieß, würzig, knusprig, saftig, fantastisch. Das Mini-Bisteki in der Karte als Suzukakia (Hackfleischrolle) stehend ebenso. Perfekte Konsistenz, perfekt gewürzt, leicht rose im Innern, super. Auch der Souvlaki-Spieß und das Schweinesteak waren von überzeugender Fleischqualität und dermaßen perfekt gegrillt, das wir feststellen mussten, auf einen erneuten Besuch werden wir bestimmt nicht lange warten. Das ganze wurde aber von den Schweinefetzen in einer erfrischenden Zitronen-Thymian Soße mit dem Namen "Tigania Limonati" (15,20) noch leicht getoppt. Das war schlichtweg sensationell. Der saure Geschmack von der Soße. mit den Kräutern und dem perfekt rose gebratenen Schweinefetzen, das sucht man im Rhein Neckar Kreis sonst vergebens. Kann man das alles noch toppen ??
Man(n)kann. Meine Frau entschied sich auch dank meines zu reden (Schulterklopf) für das "Duett vom Lamm" (18,70). Auf einem dicken Holzbrett kamen ca 300 Gramm bestes Lammfleisch in hervorragender Qualität. 3x Lammkotelett plus 3x Lammhüfte, die 6 Fleischbrocken waren zu einer Art Pyramide aufgeschichtet. Das Fleisch war nur leicht mit Kräuter und Salz Pfeffer gewürzt, welches den zarten Lammgeschmack noch unterstützt hat. Die Kotelett waren perfekt medium - von außen stark gebräunt, innen rose - perfekt, die Hüften hatten den Garzustand medium rare - Lammfleischsaft war zu erkennen, ansonsten durchgehend rose-rot. Auf dem Bild ist der Anschnitt von einem der drei Lammhüfte Brocken zu sehen, da kann man den leicht rohen Kern erkennen. Verstärkt wurde der Geschmack von einer tief dunklen eingekochten Lamm-Soße, abgerundet wurde das Gericht von frisch geschmortem Ratatouille Gemüse. Sensationell !!
Wir alle hatten mit unseren Platten derart zu kämpfen, dass für einen Nachtisch kein Platz war. Natürlich hätte ich mich für das angebotene Galaktoboureko - den Griechischer Grießblechkuchen mit Filo-Teig - in der Karte stehend als Pastete entschieden. Das nächste Mal dann. Nach dem Bezahlen bekamen wir dann noch vier sehr gute Ouzo serviert.
Fazit:
Mit einem Besuch macht man hier sicher nichts verkehrt. Die Qualität setzt sich deutlich vom Mainstream Standard Griechen ab. Bei mir und meiner Frau neben Dioni (Schindkaut Mannheim), Waldhaus El Greco (Neulußheim) gehört das Restaurant in der Kategorie griechische Restaurants in die Top 3. Empfehlung !!
Versteckt zwischen dem Steinhäuserwühlsee und dem Wammsee, beides sind öffentlich zugelassene Baggerseen in Speyer, liegt etwas versteckt das von M.R. aus S. entdeckte Restaurant Paradies. Ich las bei seiner Bewertung zwischen den Zeilen, für mich eine klare Empfehlung, auch wenn Herr R. aus S. bei den Sternen nicht ganz in die vollen ging.
Wir hatten heute vor auf Ausstellung in Speyer "Detektive, Agenten & Spione" zu gehen, pünktlich trafen wir uns kurz vor 13 Uhr mit unseren Freunden am Eingang. Die Ausstellung... mehr lesen
Paradies am See
Paradies am See€-€€€Restaurant06232 291040Am Rübsamenwühl 31, 67346 Speyer
5.0 stars -
"Willkommen im Paradies !! Ein international griechisches Restaurant welches unbedingt in die "to do" Liste mit aufgenommen werden muss ..." DaueresserGK0712Versteckt zwischen dem Steinhäuserwühlsee und dem Wammsee, beides sind öffentlich zugelassene Baggerseen in Speyer, liegt etwas versteckt das von M.R. aus S. entdeckte Restaurant Paradies. Ich las bei seiner Bewertung zwischen den Zeilen, für mich eine klare Empfehlung, auch wenn Herr R. aus S. bei den Sternen nicht ganz in die vollen ging.
Wir hatten heute vor auf Ausstellung in Speyer "Detektive, Agenten & Spione" zu gehen, pünktlich trafen wir uns kurz vor 13 Uhr mit unseren Freunden am Eingang. Die Ausstellung
Geschrieben am 23.04.2016 2016-04-23| Aktualisiert am
23.04.2016
Besucht am 23.04.2016
Die moderne orientalische Küche bildete sich in ihrer „endgültigen“ Form durch die Agrarimporte aus der Neuen Welt aus, vor allem Paprika (Chili), Tomate, Mais, Kartoffel, Sonnenblume, um nur die wichtigsten zu nennen, ohne die viele Gerichte undenkbar wären. Genau wie im libanesischen Spitzen-Restaurant "Die Zeder". Wo früher die Bratkartoffel war, stehen seit Frühjahr 2015 scharf gewürzte Kartoffelwürfel mit Koriander, pikante Soßen mit Zitronengras und anderen orientalischen Gewürzen. In Städten wie Bagdad oder Damaskus entstanden schon früh spezialisierte Bereiche der Lebensmittelproduktion, die somit aus den Haushalten ausgelagert waren, etwa für Brot und Backwaren. Wobei das Brot (in vielerlei Formen) im Orient fester Bestandteil jeder Mahlzeit ist und somit jene Rolle erfüllt die in den asiatischen Küchen der Reis innehat. Das Brot wird fast immer in Stücke gebrochen statt es zu schneiden. Es dient auch zum Aufnehmen der Speisen oder als Grundlage für Süßspeisen, wie beispielsweise Om Ali.
Möchte man in den Genuss des Brotes, welches auf einem sauren Stein gebacken wird, kommen, muss der Gast tief in die Tasche greifen. Für eine Umbestellung Brot anstatt Reis werden pro Portion 2,50 drauf gerechnet. Aber so ist es halt nun mal, kaum in einschlägigen Guides wie Schlemmeratlas, Varta oder Michelin gelistet (schreiben die etwa ab?) kosten Sonderwünsche extra. Wir informierten uns nicht nur in den einschlägigen Guides, nein auch im neuen Espresso 2016 kommt die Zeder mit 14 von 15 möglichen Punkten bombastisch gut weg. Selbst bei Tripadvisor ist man in den vorderen Rängen, richtige Sitzenrestaurants wie zB das Atable sind nur im Rückspiegel zu entdecken.
Vor 2 Wochen kam mein Neffe und fragte "Onkel, was ist denn die Hauptstadt vom Ghadafi ... ähhh Libanon" da habe ich geantwortet, " das kann ich Dir genau sagen .... ahhh ... überlegschs dir" und als heute morgen mein Nachbar zwei Stockwerke unter mir, ich glaube der wohnt im 26. Stock, versuchte sein orientalischen Teppich auszuklopfen und ich hinunter rief " na Herr Nachbar, springt er heute wieder mal nicht an ?" war es klar, heute war der große Tag, wir düsten mit unserem schwarzen Flitzer in die Ludwigshafener Südstadt.
Vor dem Lokal hängt eine große Tafel, auf der stehen ziemlich viele Gerichte. Als wir rein gehen, kommt einem schon der "verbrannte Holzkohle Geruch" entgegen. Wir wollen einen schönen hellen 4er Tsch im hinteren Eck, aber die Bedienung mit osteuropäschem Akzent hat was dagegen. "ist für vier Personen, sie nur zwei. Wird voll heute" ahh gut, freundliche Begrüßung ist nicht, dafür gleich eine leicht aggressive Grundeinstellung (kennt man ja von den Ländern), also suchen wir im Eingangsbereich einen 2er Tisch, von dem haben wir schönen Blick ins Lokal hinein, also wird gleich mal drauf los geblitzt. Die Karten lagen schon auf dem Tisch bis fünf Minuten später unsere Miss Tschechoslowakei kam und nach einer Vorspeise fragte. Wir antworteten dass wir nicht wüssten wo die gemischte Vorspeisenplatte stünde, der Michelininspektor schwärmte von ihr in den größten Tönen. "Stäähht nicht in Karte, kostet 9,50 pro Person" ihre kurze Antwort. Ah ha, also gibt es auch Gerichte die nicht in der Karte stehen. Wir bestellen unsere Getränke und nein, es gab keine Bierchen. Auch kein Wein, dafür Pfefferminztee, Kamillentee, Löwenzahntee und Eistee. Den nahm ich dann. Pfirsich Eistee von nestle. In der Zwischenzeit kam dann eine 3er Gruppe, eine halbe Stunde später kam dann noch ein Vierköpfige Gruppe .. also eine Gruppe von vier Personen und keine Tschernobil-Gruppe (man weiß ja nie wie der Leser das versteht). Ich nahm dann den Inhaber unter die Fittiche, warum er keine Bierchen anbietet. Seine kurze Antwort:"wegen der Religion und der Außendarstellung. Wenn es sich herumspricht dass es hier Alkohol gibt, kann es schnell Ärger geben.Privat trinke ich natürlich jeden Abend meine drei bis vier Bierchen" Wenigstens ist er ehrlich und lügt mir nicht ins Gesicht.
Ich studiere die Karte, 3-4 vegetarische Gerichte, einige Fleischgerichte (alle Fleischgerichte haben mindestens 200 Gramm) sowie einige Empfehlungen des Hauses sowie einige Salate und Suppen.Da kommt wieder der Inhaber und erklärt, er habe vor 2 Stunden eine Fischsuppe aufgesetzt, die steht nicht in der Karte, die empfiehlt er uns. Orientalische Fischsuppe als Vorspeise ?? Warum nicht, wir sind um jede Empfehlung dankbar.
Schon in vorislamischer Zeit wurden Zuckerrohr, Reis und das Huhn aus Indien eingeführt. Die Nahrungsgrundlage bilden Weizen (als Brotgetreide und vor allem in Form von Weizengrieß, Couscous oder Bulgur), Hirse, Datteln(das Brot der Wüste), diverse Gemüsesorten (oft gefüllt, als Schmorgericht oder milchsauer eingelegt) und Hülsenfrüchte. Der Islami lebt ja nach seiner Zeitrechnung erst im 15 Jahrhundert, glaub ich, das erklärt natürlich einiges. Aber wenn ich daran denke wo wir vor 500 Jahren standen, da steht der Orient-Express um einiges besser da. Meine Frau entscheidet sich für die gemischte Grillplatte, wäre auch mein Favorit gewesen, da ich noch nie in Tunesien war (und wahrscheinlich auch nie freiwillig hinkommen werde), habe ich mich für das tunesische Spezialgericht entschieden "Rigatoni mit geschmortem Kalbsfleisch,mit Kichererbsen und Kartoffeln in pikant feuriger Tomatensauce" Abropo: Ziegen, Schafe, Hühner, seltener Rinder und Kamele decken im Orient den Bedarf an tierischen Nahrungsmitteln. Das ist auch so bei der Grillplatte bei meiner Frau. Mann war ich gespannt, ich dachte immer die Rigatoni kommt aus Italien, wer hätte es denn ahnen können dass der Tunesier die Rigatoni erfunden hat ?? Gut, der Ägypter dachte ja auch er habe die Pyramiden zuerst gebaut, bis er das erste mal "Stargate" geschaut hat :-)
Aber ganz ehrlich, das Rigatoni Gericht war nix. Auf türkisch "nöx". Die Nudeln total verkocht und geschmacksneutral, das Kalbfleisch (2 kleine Brocken, kaum mehr als 100 Gramm) war in Ordnung, hätte ein Tick mehr Würze vertragen. der Tomatensud einfach nur scharf, 0 Geschmack, es fehlte da die Power. Ein lecker eingekochter Rowtein hätte der Sauce gut zu Gesicht gestanden, dafür waren ziemlich viele salzarme Kartoffelstücke in meinem Gericht. Nee, das war nix äähhh nöx. Bestenfalls 2 Sterne. Aber oh weh, ich hab die Fischsuppe noch gar nicht erwähnt: Die war sehr gut. Gut abgeschmeckt, schöne Säure, schön ausbalanciert.
Der Hammer war die Grillplatte von meiner Frau. Drei Hammerspieße, einmal Lamm-Rinderhack mit Minze und Zitrone, dann Lamm und ein marinierter Hühnchenspieß. Dazu gab es zwei Dips (sehr lecker) eine gegrillte mittelscharfe Paprika-Peperoni, dazu einen ausgezeichneten Petersiliensalat und Reis. Das ganze hat ausgezeichnet geschmeckt, bis auf den Lammspieß, da musste man(n Frau) etwas nachhelfen (daher 3 Sterne beim Essen: 4 Sterne Spieße und 2 Sterne für das tunesische Landesgericht). Nach dem Essen roch es dann auf einmal extrem nach Rauch, irgendwas fing Feuer in der offenen Küche, das war schon extrem, irgendwann ging dann Sauerstoff bei mir und meiner Frau aus und wir wachten dann im Krankenwagen wieder auf (natürlich ohne Wertsachen)
Fazit:
Kleiner Scherz am Rande, wir wachten natürlich erst im Krankenhaus auf ;-))
nee, war bis auf den kleinen Fauxpas mit dem Feuer ein netter Besuch im Orient, wahrscheinlich wird es nicht zu einem erneuten Besuch kommen, obwohl die Gemischte Grillplatte eigentlich sehr gut war. Was wir vermissten: Fladenbrot - vielleicht als kleiner Gruß aus der Küche in einem Körbchen, dazu ein leckerer Dipp ? Oder einfach so zu den Hauptgerichten hinstellen ??
Die moderne orientalische Küche bildete sich in ihrer „endgültigen“ Form durch die Agrarimporte aus der Neuen Welt aus, vor allem Paprika (Chili), Tomate, Mais, Kartoffel, Sonnenblume, um nur die wichtigsten zu nennen, ohne die viele Gerichte undenkbar wären. Genau wie im libanesischen Spitzen-Restaurant "Die Zeder". Wo früher die Bratkartoffel war, stehen seit Frühjahr 2015 scharf gewürzte Kartoffelwürfel mit Koriander, pikante Soßen mit Zitronengras und anderen orientalischen Gewürzen. In Städten wie Bagdad oder Damaskus entstanden schon früh spezialisierte Bereiche der Lebensmittelproduktion, die somit aus den Haushalten ausgelagert waren, etwa für Brot und Backwaren. Wobei das Brot (in vielerlei... mehr lesen
Die Zeder
Die Zeder€-€€€Restaurant0621 67196686Lisztstraße 178, 67061 Ludwigshafen am Rhein
2.5 stars -
"Super Grillplatte - leider kostet Brot extra ... - aber essen ist nicht alles !!" DaueresserGK0712Die moderne orientalische Küche bildete sich in ihrer „endgültigen“ Form durch die Agrarimporte aus der Neuen Welt aus, vor allem Paprika (Chili), Tomate, Mais, Kartoffel, Sonnenblume, um nur die wichtigsten zu nennen, ohne die viele Gerichte undenkbar wären. Genau wie im libanesischen Spitzen-Restaurant "Die Zeder". Wo früher die Bratkartoffel war, stehen seit Frühjahr 2015 scharf gewürzte Kartoffelwürfel mit Koriander, pikante Soßen mit Zitronengras und anderen orientalischen Gewürzen. In Städten wie Bagdad oder Damaskus entstanden schon früh spezialisierte Bereiche der Lebensmittelproduktion, die somit aus den Haushalten ausgelagert waren, etwa für Brot und Backwaren. Wobei das Brot (in vielerlei
Geschrieben am 22.04.2016 2016-04-22| Aktualisiert am
22.04.2016
Besucht am 11.04.2016
Spaghetti alla Carbonara ist weltweit eins der berühmtesten Rezepte der italienischen Kochkunst. Wie es so oft bei den berühmten Kreationen der Fall ist, tauchten im Laufe der Zeit verschiedene Legenden über den Ursprung dieses Rezepts auf Carbonar vs Badminton. Sportlich betätigen nach getaner Arbeit. Wir suchten uns eine geeignet Location, mein Zimmer Kollege B.K. aus P. machte Werbung für das Racket Center in Nußloch. Er sei begeisterter Squash Spieler, würde uns aber gerne auch mal beim Badminton abziehen - natürlich sollte er gegen meine gefürchteten Schmetterbälle dann am Ende doch kein Land sehen, aber im Vorfeld fand ich heraus, dass das im Michelinguide gelistete Marea Ristorante ebenfalls im Racket Center untergebracht ist. Mein Chef war von der Idee, nach dem Badminton noch im Marea einzukehren weniger begeistert, er hatte vor 2 Jahren weniger gute Erfahrungen gemacht, aber wir haben ja nicht 2014, nein, wir schreiben das Jahre 2016.
Das Marea ist Ristorante & Bar und bietet neben zahlreichen Weinchen, Bier (vom Fass), Softgetränke, Pizza, Fisch, Pasta, Meeresfrüchte und Fleisch an. Mediterrane Frischeküche, direkt neben dem Center Court, wir mussten es testen - testen musste ich natürlich auch die Spaghetti Carbonara (von der Empfehlungskarte für 8,90), denn laut Bedienung wird die nach originalem italienischem Rezept (ohne Sahne) zubereitet. Zu dem Gericht gibt es zwei glaubwürdige Theorien: Die gängigste Theorie besagt, dass die Pasta alla Carbonara während des Zweiten Weltkriegs von einem Koch erfunden wurde, als die amerikanischen Soldaten einrückten. Er verwendete ihre Speck- und Eirationen als Sauce für die Pasta und fügte am Schluss Pfeffer und Käse hinzu, um den Geschmack zu unterstreichen. Geschmack, ja, ich hatte Durst und Sehnsucht nach Hefebier Geschmack!! Das kam dann gut temperiert an den Platz, während dessen ich die gut gelungene Speisekarte durchblätterte. 4 Seiten, 2 Seiten Empfehlungen, 2-3 Seiten Standard Gerichte. Aufgefallen ist mir Parpadelle con Calamari e Zaffarano oder der Burger "Grande Siciliano" 232 Gramm Beef mit Käse Rucola, Parmesan, schwarzer Trüffel, Trüffelpesto und hausgemachter Burgersoße. Da hatte ich richtig Lust drauf, aber noch mehr auf die Spaghetti Carbonara. Eine andere Theorie hingegen vertritt die Meinung, dass die Carbonara die Weiterentwicklung eines uralten Rezepts namens „Cacio e ova“ (Käse und Ei) aus dem Latium sei, von dem sich die Köhler (auf italienisch carbonari) ernährten, wenn sie zur Kohleförderung in die Wälder zogen. Ausgehend von der Verwendung als Pastasauce nahm das Rezept im Zweiten Weltkrieg seine endgültige Form an, so wie wir es heute als Carbonara kennen. Ich weiß dass Carbonara für "Kohlehändler" allgemein steht, der bei diesem Gericht durch die schwarzen Pfefferkörner erinnert werden soll.
Meine Kollegen bestellten den Cäsar-Salat mit gebratenen Hühnchen (9,59) mit Parmesan und Oliven und leckerem Cäsardressing, meine Arbeitskollegin wählte den Lachs vom Grill (ohne Parmesankruste) als Beilage mediterranes Gemüse vom Grill. Die Gerichte kamen dann nach gut 35 Minuten alle zeitgleich an den Tisch, einen Gruß aus der Küche gab es leider nicht. Wir fanden es schade, einen Teller mit Bruschetta hätten wir als Zwischenmahlzeit gerne genascht. Aber gut, was dann kam entschädigte alles. Meine Spaghetti Carbonara waren sensationell, schön schluchzig vom Ei, kräftig gewürzt, gebratener Speck, herrlicher Parmesan-Speck-Eier-Pfeffer Geschmack, dazu die al dente Spaghetti, zum Niederknien gut. Auch die Portion war von der Menge genau richtig um angenehm gesättigt zu werden. Höchstes Lob auch vom Lachs-Esser(in), der Lachs schön glasig, das Gemüse mit leichtem Biss, schön gewürzt. Volle Punktzahl auch für den Cäsarsalat, das Hühnchen ofenwarm, saftig, gut gegrillt. Der Salat von ausgezeichneter Qualität. Nochmals vielen Dank an die Amerikaner, denn für die "Originale" Carbonara - sollen Amerikanische Soldaten die Köche der Lokale damals gebeten haben, dem Gericht Speck hinzuzufügen, im Glauben es handele sich um Bacon, den sie normalerweise zu Eiern aßen. :-)
Fazit:
Klasse Essen, klasse Service, ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis, da vergisst man schnell und gerne mal die Zeit (wir saßen fast 3 Stunden und ich becherte 3 Hefebierchen dazu) - wir kommen gerne wieder !!
Spaghetti alla Carbonara ist weltweit eins der berühmtesten Rezepte der italienischen Kochkunst. Wie es so oft bei den berühmten Kreationen der Fall ist, tauchten im Laufe der Zeit verschiedene Legenden über den Ursprung dieses Rezepts auf Carbonar vs Badminton. Sportlich betätigen nach getaner Arbeit. Wir suchten uns eine geeignet Location, mein Zimmer Kollege B.K. aus P. machte Werbung für das Racket Center in Nußloch. Er sei begeisterter Squash Spieler, würde uns aber gerne auch mal beim Badminton abziehen - natürlich sollte... mehr lesen
Marea | Ristorante & Bar
Marea | Ristorante & Bar€-€€€Restaurant, Bar, Cafe06224990955Walldorfer Straße 100, 69226 Nußloch
4.5 stars -
"Ausgezeichnete italienisch- mediterrane Frischeküche, direkt am Center-Court !!" DaueresserGK0712Spaghetti alla Carbonara ist weltweit eins der berühmtesten Rezepte der italienischen Kochkunst. Wie es so oft bei den berühmten Kreationen der Fall ist, tauchten im Laufe der Zeit verschiedene Legenden über den Ursprung dieses Rezepts auf Carbonar vs Badminton. Sportlich betätigen nach getaner Arbeit. Wir suchten uns eine geeignet Location, mein Zimmer Kollege B.K. aus P. machte Werbung für das Racket Center in Nußloch. Er sei begeisterter Squash Spieler, würde uns aber gerne auch mal beim Badminton abziehen - natürlich sollte
Geschrieben am 22.04.2016 2016-04-22| Aktualisiert am
22.04.2016
Besucht am 17.04.2016
Kommt man von der SAP Stadt Walldorf über die L723 kommt man direkt auf die Walldorfer Straße, biegt man dann rechts ab, so stellt man sich unweigerlich die Frage, ob man hier richtig ist. Wir wollten "Zum Löwen" in der 7000 Einwohner Gemeinde Reilingen im Rhein-Neckar Kreis.
Meine Arbeitskollegen waren hier schön öfter, von absoluter Frische-Küche ohne Friteuse und sonstige Convenience Zusatz-Stoffen war vorab die Rede. Reilingen selbst hat allerhand historisches aufzuweisen, ich blicke aber nur kurz auf die letzten 50 Jahre zurück. Im Rahmen der Kreisreform 1973 kam Reilingen vom aufgelösten Landkreis Mannheim zum neuen Rhein-Neckar-Kreis. Bei der baden-württembergischen Gemeindereform konnte Reilingen seine Selbständigkeit bewahren und ging 1975 mit Hockenheim, Altlußheim und Neulußheim eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft ein. Wir sind aber nicht im Erdkunde-Unterricht der benachbarten Knetschule, wir (ich) suche den Eingang des Lokals. Wenn man ihn nicht kennt, wird es schwierig den Eingang zu finden. Neben dem Restaurant gibt es noch eine Stallung, ein Museum, zahlreiche Häuser, einige Landwirtschaftsbetriebe, es stinkt ordentlich nach Kuh und Kacke - der typische ländliche Duft.
Innen im Lokal werde ich zuerst von den drei Damen nicht beachtet, ich setzte mich dann wortlos an unseren Tisch. Eine jüngere Dame kam dann, ohne uns zu begrüßen nahm sie Bestellung auf. Eine Empfehlung gab es nicht, aber mein Kollege zeigte mir schon den angebotenen Mittagstisch. Solo für 7,90, möchte man noch Salat, Dessert bzs Suppe vorab werden nochmals jeweils 2,90 (? könnten auch 2,10 oder 2,40 gewesen sein)) oben drauf geschlagen. Ohne auf die Getränkekarte zu schauen, bestelle ich ein alkoholfreies Weizen, meine Kollegen haben schon ihre etwas Kohlensäurearme Cola-Light bzw Cola.
Ich schaue mich im Lokal um. Die Tische ala Weinstube, polierte Holztische mit sehr kleiner Stoff-Unterlage. Die Fenster sind geputzt, alles wirkt sauber und gepflegt. Leider riechen die Sanitäranlagen etwas nach "WC Ente", auch klemmt mein Drücker auf der Toilette, hier und da könnte man ruhig mal etwas investieren. Als ich gerade von der Toilette kam, sah ich wie die jüngere Dame etwas umständlich ans Hefeglas griff "ob das mal gut geht" dachte ich, es ging nicht gut, platsch lag die Hälfte auf dem Tisch, gott sei dank hatte ich das Vorausgesehen .... Bei ihr bestellten wir das Essen, der ganze Tisch nahm das Ragout vom Jungschwein mit Kartoffelklöße und feiner Cognacsauce, vorab wollten vier von uns die Tagessuppe.
Die Tagessuppe war das Beste. Klare Rinderkraftbrühe, mit ordentlich Fettaugen, mit einem selbst gemacht Grießklößchen, dazu gab es Lauch und Lauchzwiebeln, unten schwamm noch etwas Gemüse-Julienne. Nach einer sehr kurzen Wartezeit kamen dann die großen vorgewärmten Kartoffelklöße, leider hatte nur jeder von uns einen auf dem Teller. Der schmeckte gut, hatte genug Salz abbekommen, innen war er ein Tick zu fest. - Das Ragout konnte da mit dem Kloß und der Suppe leider nicht mithalten. Es war schön viel, leider waren etliche Fleischbrocken kalt, die meisten waren arg trocken.Vom Cognac schmeckte ich leider gar nichts, war vielleicht auch besser so, die Soße hatte eine schöne Konsistenz, aber es fehlte deutlich an Salz und Pfeffer. Auch das Ragout hätte mehr Salz, Pfeffer/Nelke vertragen können, aber gut, die meisten Gäste waren irgendwo zwischen 60 und 90 (und viele derer bevorzugen ja eine salzarme Küche), wir senkten deutlich den Altersschnitt.
Beim Bezahlen bemerkte ich, dass das alkoholfreie Hefe mit 3,80 nicht gerade Gäste freundlich kalkuliert wurde, das Ragout kostete 7,90 (ohne Salat) nicht gerade günstig, da das Gericht irgendwie einen "aufgewärmten " Eindruck vermittelte. Insgesamt bezahlte ich kanppe 17 Euro, für einen "aufgewärmten" Mittagstisch - das geht sicher besser.
Fazit:
Hier kann man sicher gut essen. Heute konnte mich das Team, weder vom Service noch von der Küche vom Löwen leider nicht überzeugen, an der Suppe sah ich aber, dass das Küchenteam Potential hat, daher eine 3,0 im Schnitt.
Kommt man von der SAP Stadt Walldorf über die L723 kommt man direkt auf die Walldorfer Straße, biegt man dann rechts ab, so stellt man sich unweigerlich die Frage, ob man hier richtig ist. Wir wollten "Zum Löwen" in der 7000 Einwohner Gemeinde Reilingen im Rhein-Neckar Kreis.
Meine Arbeitskollegen waren hier schön öfter, von absoluter Frische-Küche ohne Friteuse und sonstige Convenience Zusatz-Stoffen war vorab die Rede. Reilingen selbst hat allerhand historisches aufzuweisen, ich blicke aber nur kurz auf die letzten 50... mehr lesen
Gasthaus Zum Löwen
Gasthaus Zum Löwen€-€€€Restaurant062058776Hauptstraße 1, 68799 Reilingen
3.0 stars -
"Regionaler Mittagstisch, am Ende wurden dann doch die magische 15 Euro "Mittagstisch" Grenze überschritten ..." DaueresserGK0712Kommt man von der SAP Stadt Walldorf über die L723 kommt man direkt auf die Walldorfer Straße, biegt man dann rechts ab, so stellt man sich unweigerlich die Frage, ob man hier richtig ist. Wir wollten "Zum Löwen" in der 7000 Einwohner Gemeinde Reilingen im Rhein-Neckar Kreis.
Meine Arbeitskollegen waren hier schön öfter, von absoluter Frische-Küche ohne Friteuse und sonstige Convenience Zusatz-Stoffen war vorab die Rede. Reilingen selbst hat allerhand historisches aufzuweisen, ich blicke aber nur kurz auf die letzten 50
Geschrieben am 01.04.2016 2016-04-01| Aktualisiert am
01.04.2016
Was macht die Adria für viele Mannheimer zum wichtigsten Italiener der Stadt ?? Vielleicht dass man ungezwungen abends um 21 Uhr noch frühstücken kann ?? Studenten gibt es hier, sie treffen auf Doktoren und Professoren. Fotografen treffen Musiker. Ob Student, Pfarrer, Rentner, Hipster, Autohändler oder einfach so. Das Adria ist stadtbekannt und fast zu jeder Saison picke packe voll. In den Wintermonaten hilft man da mit besonderen "Aktionen" nach, siehe Bilder. Vor 4 Wochen kamen wir, bzw meine Frau noch in den Genuss der Weihnachtsaktion. Rigatoni mit Sahne-Parmesan-Champignonsauce, Beilagensalat und kleines Getränk für 6,50, ich entschied mich (mal wieder) für die Pizza speziale groß (extra gut durch gebacken) mit Salami und Zwiebeln für 6,50. Beide Gerichte sensationell gut schmeckend. Die Pizza hatte einen wunderbar fluffigen knusprigen Boden ....
Letzten Mittwoch waren es herrliche 16 Grad, die Sonne strahlte, aber gestern Abend leider wieder Baden-Württemberger graue Wolken und nass kalt (sagt ja leider schon der Name " Baden"), wir also in den Innenraum, da haben wir uns einen schönen Fensterplatz geangelt mit Blick auf die 3 wuchtigen Neckarpromenade Hochhäuser, mit 101,20 Meter Höhe um einiges niedriger als Mannheims höchstes Hochhaus, dem Collini Center mit stolzen 102 Meter Höhe ;-))
Die Winter Aktionskarte sagte leise "Ciao" wir müssen uns was von der normalen Karte heraussuchen, dennoch ist alles hier unverschämt günstig. Ich bestelle mir eine Schnitzel mit Spaghetti und fruchtiger Tomatensauce, dazu gibt es einen Beilagensalat für 9,90, meine Frau wählt eines ihrer Lieblings Speisen. Tortellini ala Panna (5,50), dazu einen extra Beilagensalat mit Yoghurt Dressing (2,80), als Dessert gibt es ein Latte mit Nutella, bei mir sollte ein doppelter Sambucca genügen. Das Schnitzel war wunderbar saftig, das Fleisch weich, die Soße schön fruchtig. Die Spaghetti gewohnt "al dente", genau wie die Tortellini meiner Frau. Auch ihre Sauce "ala Panna" zum Niederknien gut.
Fazit:
Was macht die Adria für viele Mannheimer zum wichtigsten Italiener der Stadt ?? Die Lage am viel befahrenen Ring ?? Die oldschool rote Plastik Stühle ?? Der Service ?? Keine 2 Minuten vergehen bis die Getränke serviert werden .. ich denke von allem ein bisschen. Hoffentlich wird im Mai das Wetter so gut sein, dass wir gemütlich den Abend in der Adria ausklingen lassen können !!
Was macht die Adria für viele Mannheimer zum wichtigsten Italiener der Stadt ?? Vielleicht dass man ungezwungen abends um 21 Uhr noch frühstücken kann ?? Studenten gibt es hier, sie treffen auf Doktoren und Professoren. Fotografen treffen Musiker. Ob Student, Pfarrer, Rentner, Hipster, Autohändler oder einfach so. Das Adria ist stadtbekannt und fast zu jeder Saison picke packe voll. In den Wintermonaten hilft man da mit besonderen "Aktionen" nach, siehe Bilder. Vor 4 Wochen kamen wir, bzw meine Frau noch in... mehr lesen
Eiscafé und Pizzeria Adria
Eiscafé und Pizzeria Adria€-€€€Restaurant, Eiscafe0621332210Lange Rötterstr. 1, 68167 Mannheim
4.5 stars -
"Authentisch italienischer Szenetreff für jung und alt, seit Jahren unsere eigentliche Nummer 1 in Sachen Preis-Leistung" DaueresserGK0712Was macht die Adria für viele Mannheimer zum wichtigsten Italiener der Stadt ?? Vielleicht dass man ungezwungen abends um 21 Uhr noch frühstücken kann ?? Studenten gibt es hier, sie treffen auf Doktoren und Professoren. Fotografen treffen Musiker. Ob Student, Pfarrer, Rentner, Hipster, Autohändler oder einfach so. Das Adria ist stadtbekannt und fast zu jeder Saison picke packe voll. In den Wintermonaten hilft man da mit besonderen "Aktionen" nach, siehe Bilder. Vor 4 Wochen kamen wir, bzw meine Frau noch in
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Nach den ersten drei Tagen in Oberstdorf hatten wir am vierten Tag mal wieder Lust auf was bodenständiges. Wir hatten an dem Tag gut gefrühstückt und uns mittags ganz unverkrampft von einem neu eröffneten Imbiss in der Gemeinde Oberstdorf mit sündigem Oberstdorfer Steaks im Brötchen vom Jungschwein verführen lassen. Am Nachmittag gab es in einem Cafe noch ein Stück Torte und einen heißen Milchkaffee, aber am Abend hatten wir dann Lust auf was kleines, einer Art kleinem Betthupferl.
Wir zogen durch die Pfarrgasse und gerade die Pfarrgasse hat kulinarisch viel zu bieten. Am nächsten Tag sollten wir da nochmals ein Lokal aufsuchen (ich werde berichten), aber das Wirtshaus zum Schmied ähnelt doch in Mannheim dem "Alten Simpl" oder dem "Hemmlein", den beide Lokale in meiner Wahl-Heimat schmücken sich auch mit den großen Tafeln vor der Türe. Liest man diese durch wird dem Gast schnell klar: Regionale, bodenständige Hausmannskost wird einem hier geboten. Auf dem Hinweg hatte ich zu meiner Frau gesagt, ich möchte heute Abend was schön überbackenes, am besten mit viel Käse. Auf dem Schild stand auch schon das, was ich mir den ganzen Tag vorgestellt habe. Mehr Käse geht schon fast nicht: Allgäuer Schnitzel - Schnitzel mit Allgäuer Käse und Schinken überbacken auf Käsespätzle. Jackpott !!
Bestellt habe ich dann, völlig geistesabwesend aber dann Cordon Blue mit Pommes, meine Frau entschied sich für das kalte Roastbeef vom Jungbullen mit Salat und Bratkartoffeln. Zur Erklärung: Als wir eintraten war das komplette Lokal besetzt, eine Servicedame führte uns dann ins Nebenzimmer (siehe Bild) zu diesem Zeitpunkt war auch hier jeder Tisch besetzt. Links hinten saß ein älteres Pärchen die schon bezahlt hatten, wir uns aber so sympathisch waren dass wir fast den ganzen Abend dann noch am Tisch verbrachten (der Mann bestellte noch Export Nummer 3 und 4), sie waren wohl auf dem Campingplatz und schon öfter hier im Lokal gewesen.
Ich kam so ins Plaudern, dass ich das Allgäuer Schnitzel komplett vergaß und mich ohne lang zu überlegen für das Cordon Blue entschieden habe. Wolfgang Feuerstein und sein Team von der Wirtschaft zum Schmied tun alles, damit Sie sich der Gast rundum wohlfühlt. ( http://www.wirtschaft-zum-schmied.de) Das Ambiente ist etwas rustikaler als auf dem Bild von der Homepage. Schweres Holz versprühen aber eine gewisse Wärme, die Bedienungen passen zu einem Wirtshaus, schnaufen schon mal gerne etwas lauter, wenn man sie um ein paar Minuten Bedenkzeit bittet.
Es gibt die Tagesgerichte (das sind die auf den Tafeln davor) diese sollten auch in der Karte stehen, bei mir allerdings fehlte das Blatt, so dass ich auf die Standard-Karte, die sich "normal" liest, zurück gegriffen habe. Zu trinken sollte es zuerst ein Hefeweißbier von Engelmann sein 0,5 für 3,40, danach dann noch zum anstoßen ein Export von Dinkel Acker, 0,5 für faire 3,20 - da trinkt man doch gerne mal zwei oder drei. Serviert wurden dann beide Gerichte ohne jeder Art von einer kleinen Aufmerksamkeit, ich glaube, dass will man hier auch nicht. Auf dem einen Teller kam schon angerichtet das kalte und saftig aussehende Roastbeef (9,90), die Bratkartoffeln hatten Salz gesehen, das war ein, in sich, sehr leckeres Gericht. Mein Cordon Blue (12,90 ohne Salat) war handwerklich einwandfrei zubereitet, die Panade schmeckte leicht nach Butter und Fett, das Fleisch vielleicht ein Tick zu trocken, das machte aber die Füllung vom Standard - Kochschinken und dem Scheiben-Käse weg. Ich glaube dass war ein milder Butterkäse, die Pommes etwas lieblos angehäuft und sehr Salz arm zubereitet, dennoch schmackhaft und lecker. Genau das Richtige für Abends (Man soll ja am Abend keinen Salat essen, wegen dem Zellstoff der nicht richtig verdaut werden kann), von der Menge war das auch keine Fleisch-Schlacht, ich tippe auf 350 Gramm inklusive Füllung und Panade, ein kleiner Betthupferl, mehr nicht.Nach einer langen Wanderung braucht man hier bestimmt noch eine deftige Suppe oder eine Nachspeise
Fazit:
Sucht man nach regionaler, deftig zubereiteter Hausmannkost, ohne "Firlefanz", dann sollte man das Wirtshaus auf dem Zettel haben. Beim nächsten Oberstdorfer Besuch werde ich mir das "Allgäuer Schnitzel" nicht entgehen lassen.