1 Satz zu mir: bin selber ein ambitionierter Hobbykoch mit Carnivoren- Wurzeln, die perfekte Fusion für den Langzeitgenuss.
Ein "guter" Koch ist für mich, wer mit Mut an den Herd tritt (Salz, Zucker- und Pfefferstreuer nicht vergessen) - einfache Klassiker neu interpretieren !!
Neben der Kreativ-Küche, gehe ich sehr gerne "gut bürgerlich" essen. Wenn es der Geldbeutel zulässt, geht`s auch in Gourmet-Schuppen mit mindestens einem Michelin-Stern. Als großer Derrick Fan bleibt mein Traum einmal das Tantris (2 Sterne) zu besuchen.
Ich freue mich über zahlreiche Kommentare und versuche auch offene Fragen (gerne über Nachricht) zu beantworten.
Wenn es das Lokal zulässt, versuche ich "was fliegt" und "wildes aus dem Wald" zu vermeiden, das ist aber nicht immer möglich. Ich ernähre mich privat gerne vegetarisch dann aber 100% veganfrei.
1 Satz zu mir: bin selber ein ambitionierter Hobbykoch mit Carnivoren- Wurzeln, die perfekte Fusion für den Langzeitgenuss.
Ein "guter" Koch ist für mich, wer mit Mut an den Herd tritt (Salz, Zucker- und Pfefferstreuer nicht vergessen) - einfache Klassiker neu interpretieren !!
Neben der Kreativ-Küche, gehe ich sehr... mehr lesen
Bewertungs-Statistik
Insgesamt 397 Bewertungen 689907x gelesen 7834x "Hilfreich" 7632x "Gut geschrieben"
Geschrieben am 11.04.2017 2017-04-11| Aktualisiert am
11.04.2017
Besucht am 07.04.2017Besuchszeit: Abendessen 4 Personen
Rechnungsbetrag: 82 EUR
Die Stadt Mannheim hat aus Fehlern in den vergangenen Jahrzenten gelernt. Hoffentlich. Meine Frau und ich fahren seit Jahren gerne Fahrrad, gerne auch durch das Hafengebiet Mannheim. Es riecht dort nach Schokolade, im Winter, als auch im Sommer. Wir fahren vorbei an herunter gekommenen Industriegebäuden, die jetzt in der Gegenwart nach und nach saniert werden. So auch das Areal am Verbindungskanal. Die Schnittstelle zwischen Hafen und Innenstadt bietet ein großes Potenzial für Büro, Handwerk und Gastronomie. Der Inhaber des St. James hat wohl auch so gedacht und direkt am Wasser ein Bistro dahin gezimmert, nach dem Motto „ hier wird geklotzt und nicht gekleckert“. Das St James war weder bewertet noch gelistet bei Gastroguide.
Das urban gehaltene Bistro/Bar im Industrie-Look wird ganz dem Burger (ab 17 Uhr) gewidmet, das St.James hat es in der neusten Ausgabe des Espresso gleich unter die 15 besten, Rubrik "Finest fast Food" in der Region Rhein Neckar geschafft, womit wir auch gleich beim Thema wären. Mitten im Jungbusch und doch ein wenig abgelegen. Wir fahren mit unserem Auto hin und her, ein großes Schild „Eingang“ aber kein „P“ für Parken. Wir können nicht mal Behinderten-Parkplätze erkennen, das vorab ist ein großes Minus.
Unsere Bekannten sitzen bereits im nett dekorierten Außenbereich und genießen noch die letzten Sonnenstrahlen, wir blicken hinüber auf die andere Seite des Seitenkanales und nehmen noch eine letzte Brise „Container-Schiff“ und gehen in den Innenraum, der ist noch leer, wird sich aber im Laufe des Abends komplett füllen. Unsere Bekannten versuchten am Mittag zu reservieren, erreichten aber nur einen "old school"Anrufbeantworter, in der heutigen multimedialen Gesellschaft schwach. Wir erwarten für eine Lokalität im neu sanierten Bezirken mindestens eine KI Telefonstimme die kurz mit uns plaudert und die Reservierung entgegen nimmt, welche auch passend zur urbanen Inneneinrichtung wäre.
Wir sitzen an einer großen Fensterfront und schauen nach draußen. Mannheimer Industrie Charme am Verbindungskanal
Schön ist es hier. Zur linken haben wir freie Sicht in die Küche und hinter die Theke. ein Blick in die offene Küche
Im Service arbeiten heute zwei überforderte Servicedamen, eine schwarzhaarige die komplett überfordert war, sowie ein blonde Kraft, die sich sichtlich bemühte, ihr aber anzumerken war, dass sie diesen Job nicht gelernt hat. Im Laufe des Abends stößt noch der Inhaber dazu, er begrüßt lediglich die Stammgäste, die Hände die ganze Zeit in den Jeanstaschen, mehr macht er nicht.
Hinter der Theke arbeitet ein sogenannter Oberkellner, richtig strukturiert sieht das ganze leider nicht aus. Auch der Espresso lässt an dem Service kein gutes Haar, hier gibt es enormes Verbesserungspotential.
Für Veganer /Vegetarier gibt es heute im Lokal eine Alternative, einen „Wilde Hilde“ Burger, mit Quinoapatty und veganem Bun (Brötchen) dazu gibt es eine vegan/vegetarisches Birnenchutney. Für Vegetarier ist das wirklich die einzigste Alternative, schade, der Flexitarier (der Massentierhaltung aus schließt und sich nur von nachhaltiger, ökologischer Tierzucht ernährt) bzw der "Otto-Normalo" Fleischesser hat da mehrere Alternativen. Selbst an den Pescetarier wird gedacht, für ihn gibt es ein Fisch-Patty. Dazu gibt es noch Lamm-, Chicken-, Wildschwein- und Beefpattys. Nebst diversen Buns (Brötchen) von Quino über Vollkorn, Ciabatta bis hin zu Brioche Brötchen ist fast alles vertreten. Mir fehlen aber die klassischen Bun`s, die sogenannten Weizen / normalen Burger-Brötchen, welche schön mit Schweinefett bespritzt sind. Erste Hintergedanken und kleine Fragezeichen stiegen in meinem Hinterkopf auf.
Auch schön, dass bei den Burgern in der Karte jeweils die Grammangabe steht. Die Jungs in der Küche sind flexibel, man kann jede Zutat mit jeder anderen Zutat kombinieren. Ob es dann am Ende aber schmeckt, da übernimmt die Küchencrew natürlich keine Haftung, daher sollte man bei denen über der Küchentheke aus gehangenen Kreationen bleiben.
Zu trinken sollte es diverse Getränke geben, meine Frau nimmt eine selbst hergestellte orangen Limonade, sehr lecker, aber mit 4 Euro nicht gerade günstig. Ich entscheide mich für ein Welde Hefe vom Fass 0,5 für ebenfalls noch vertretbare 4 Euro und stellen nach der Essensbestellung die Stoppuhr, ob es denn die Küchencrew schafft innerhalb der 10 Minuten zu bleiben um uns die bestellten Burger zuzubereiten.
Wir warten fünf Minuten, es werden zwei Burger heraus gebracht, allerdings nicht unsere. Zehn Minuten sind vorbei, immer noch nichts. Ich schaue auf die Stoppuhr, 18 Minuten, dann bei 25 Minuten wieder, bei 32 Minuten erneut. Ich schaute den Mann der Freundin meiner Frau an, er hatte Durst und verzog die Augen. Er hatte immer noch nichts zu trinken vor sich stehen, während des ganzen Abends sollte es im verwehrt sein etwas zu trinken, denn die Servicekräfte liefen zwar gefühlt 30 mal an unserem Tisch vorbei, fragten aber nicht ein einziges Mal nach, ob der Gast noch was zu trinken haben wollte. Nach über zweieinhalb Stunden sitzen, bestellte er dann von sich aus einen Espresso zum Abschluss. Ich schwenke wieder auf die Stoppuhr meines Handys, über 45 Minuten Wartezeit (auf einen Burger), das ist viel zu lange.
Zuerst kam Walzing Matilda (9,90), dazu gab es Süßkartoffel Pommes mit Meersalz (2,90). Walzing Matilada aus 100 % Lammfleisch
Das Patty bestand aus 100 % Lammschulter, war komplett durch gegart, aber saftig. Dazu gab es eine Limetten-Aioli, nebst rohen Schalotten, eine fruchtige Salsa und ein Ciabatta Bun. Der(die) Esser(in) hat es gut geschmeckt, laut ihrer Aussage erkannte bzw erschmeckte man, dass es sich um Lammfleisch handele. „Sehr lammig“ ihre kurze Antwort. Das Lammpatty brachte stolze 180 Gramm auf die Waage und war absolut ausreichend, da die Süßkartoffel sehr zahlreich und sehr sättigend machte. Von diesem Burger probierte ich nicht. Ich probierte aber von dem Burger meiner Frau - „Cheesus Christ“ (7,90): Cheeses Christ 7,90 mit Pommes extra 1,90
160 Gramm Rindfleisch, komplett durch gegart, saftig und gut nach Beef schmeckend. Ich vermisste etwas den Käse, dennoch schmeckte er mir so gut, dass ich den wohl als zweiten finalen Burger heute Abend bestellen sollte. Auf dem Patty war Cheddar Käse, Gurke, Tomate, etliche klein geschnippselter Eisbergsalat. Das ganze in einem neutral schmeckenden Brioche Bun. Meine Frau wählte normale Pommes Frites als Beilage, das wurde mit 1,90 extra berechnet. Diese waren gut frittiert, etwas labbrig, aber noch im grünen Bereich.
Für mich sollte es zuerst der Punisher sein, der schlug mit 9,90 zu buche. Der Punisher, 180 Gramm Beef mit Bacon und Apfel-Chutney, sehr gut !!
Das Roggen Bun war außen knusprig und lau warm, in der Mitte leider kalt. Das 180 Gramm Rindfleisch-Patty bestellte ich medium rare, allerdings war das maximal medium-done, leicht nach rosa erinnernd (siehe Bild). Die rauchige BBQ Sauce verwandelte den Punisher in eine kleines Burger Fest, denn der optimale Gegenpart spielte nicht John Travolta wie in dem gleichnamigen Film, sondern eine schön fruchtige, leicht pikante Apfel-Chutney. Etwas komisch schmeckte mir der Bacon, der schmeckte ganz und gar nicht nach Schwein, sondern nach einer anderen Tierart, dennoch war das schon ganz großes Burger Kino und hieft das St James in der Burger Rangliste auf Platz 3 knapp vor Hinriette, denn der absolute Höhepunkt des Abends war „Catfish“ mit 11,50 der teuerste Burger am heutigen Abend – er sollte auch der Beste sein. CatFish mit Wells-Ingwer Patty und Algen -- Sensationell !!
Der Esser war voll des Lobes, seine Frau probierte und meinte kurz „Hammer mäßig“, auch ich probierte. Auf meiner Gabel fanden sich: Lemongras und Wakame-Alge, koreanische Asia/BBQ Sauce, Mango Chutney und ein Stück Wells, welcher als Wells Patty mit Ingwer verfeinert in der Karte stand. Das Geschmackserlebnis war sagenhaft auf neudeutsch: Hammer mäßig gut !! Irgendwie nach Fisch erinnernd, dazu leichtes Ingwer Kribbeln auf der Zunge, das Süße von der Mango, dazu das rauchige und pikante von der koreanischen BBQ Sauce. Ganz großes Burger Kino !! Die Süßkartoffelpommes passten hier wie die bekannte Faust aufs Auge !!
Das es nicht auf Platz 2 gereicht hat, daran war allein der zweite servierte Burger „Cheesus Christ“ sowie die teilweise schläfrig wirkende Bedienungen und das amateurhafte Zeitmanagement der Küche schuld. der finale Burger, den vergessen wir ganz schnell ;-)
Ich hatte bewusst auf Pommes verzichtet, damit ich mir noch einen zweiten Burger erlauben kann. Bestellt wiederum medium rare, kam dieser komplett durch gegart an den Tisch.
Das zu doll aufgegangene Brioche Brötchen schmeckte weder neutral,so wie bei meiner Frau, sondern war leider babb-süß, auch suchte ich den Käse vergebens, er lief etwas an der Seite heraus, aber das war zu wenig. Auch stimmte das Verhältnis von Brötchen und Fleisch in keinster Weise, leider durch gegart, medium rare wurde bestellt
am Ende hatte ich nur einen süßen Brei im Mund - dennoch reicht es insgesamt für einen knappen dritten Platz in der Burger Rangliste (den zweiten Burger vergessen wir mal ganz schnell)
Fazit:
Die Auswahl gefällt uns gut, Wildschwein, Chicken, Lamm und Rinderpattys. Im Internet wird zudem für eine zweite vegetarische Alternative geworben ein Falafel Patty mit rosa Linsen, wo wir auch schon beim abschließenden Thema wären. Auf Nachfrage erklärte mir die Bedienung, dass die Auswahl der Fleischsorten und der Burgerbrötchen bewusst Moslemische Gäste ansprechen sollte, der Inhaber des Bistro ist ein Moslem, dennoch sind auch alle andere Religionen gerne gesehen. Dass man das mit Alkohol im St James nicht ganz genau nimmt, finden wir sehr gut. Schön wäre es wenn man beim Bacon auf Schweine-Bacon zurückgreifen könnte, man könnte es ja als Zusatz in der Karte vermerken (der schmeckt einfach besser). Empfehlung !!
Aufgrund der hohen Wartezeit auf die Burger bekam der Tisch am Schluß noch ein kostenloses "Schmankerl", in Form eines Dessert im Glas. Eine Art Kaffee/Latte Macchiatto halb gefrorenes, war sehr gut.
Die aktuelle "Daueresser" Burger Rangliste in Mannheim:
1.***
2.***
3. St. James Bar & Deli
4..Henriette
5. Lachende Kuh
Die Stadt Mannheim hat aus Fehlern in den vergangenen Jahrzenten gelernt. Hoffentlich. Meine Frau und ich fahren seit Jahren gerne Fahrrad, gerne auch durch das Hafengebiet Mannheim. Es riecht dort nach Schokolade, im Winter, als auch im Sommer. Wir fahren vorbei an herunter gekommenen Industriegebäuden, die jetzt in der Gegenwart nach und nach saniert werden. So auch das Areal am Verbindungskanal. Die Schnittstelle zwischen Hafen und Innenstadt bietet ein großes Potenzial für Büro, Handwerk und Gastronomie. Der Inhaber des St.... mehr lesen
St. James Bar & Deli
St. James Bar & Deli€-€€€Bistro, Cafe, Catering0621 63745025Hafenstraße 25-27, 68159 Mannheim
4.0 stars -
"Auf die Burger .. fertig … los !! Auf der Suche nach dem besten Burger in Mannheim – heute: Platz 3 - Die St.James Bar im kultigen Jungbusch !!" DaueresserGK0712Die Stadt Mannheim hat aus Fehlern in den vergangenen Jahrzenten gelernt. Hoffentlich. Meine Frau und ich fahren seit Jahren gerne Fahrrad, gerne auch durch das Hafengebiet Mannheim. Es riecht dort nach Schokolade, im Winter, als auch im Sommer. Wir fahren vorbei an herunter gekommenen Industriegebäuden, die jetzt in der Gegenwart nach und nach saniert werden. So auch das Areal am Verbindungskanal. Die Schnittstelle zwischen Hafen und Innenstadt bietet ein großes Potenzial für Büro, Handwerk und Gastronomie. Der Inhaber des St.
Geschrieben am 11.04.2017 2017-04-11| Aktualisiert am
11.04.2017
Besucht am 09.04.2017Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 20 EUR
Vorkritikerin Maja hat es schon erwähnt. Bei Toscani hat man eine große Auswahl, aber das ist bei Leibe nicht alles.
Meine Frau und ich waren bei den Schwiegereltern in spe Mittagessen. Ich schuldete meine Frau wegen einer verlorenen Wette noch eine Kugel Eis. Mein Favorit, die Adria, konnte keine Begeisterung bei meiner Frau auslösen. Sie hatte Recht, wir waren schon Freitag und Samstag bei unserem "Edel-Italiener-Adria". Sie hatte Lust auf das Leoni in Ilvesheim, mir war aber schon klar, dass an einem so sonnigen Sonntag, in der Sonne zeigte unsere Außenthermometer-Anzeige 32 Grad im Auto, dass Leoni wohl ziemlich gut besucht sein durfte. War es am Ende auch, so dass wir zurück nach Feudenheim fuhren Richtung Hauptstraße. Wir fuhren am Toscani vorbei, meine Frau mit der Blitzidee "schnapp Dir einen freien Tisch, ich suche einen freien Parkplatz".
Das Toscani ist in einem normalen Haus untergebracht,das Erdgeschoss offen gehalten mit der großen Eistheke. Weiße Klapptische und Stühle mit Armlehnen in diversen Farben bunt zusammen gestellt.Auch der Name Toscani, lässt nicht unbedingt auf Eis zurückschließen. Ich, als harter Action Film-Fan bekomme da sofort feuchte Augen. Steven Seagal alias Nico Toscani, ein 1a Action Kracher aus den 80ern, den musste ich nach unserem Eis Besuch direkt im Anschluss einlegen und mich aus 15 Lautsprechern in meinem DVD Zimmer vom FSK18 Streifen "Nico" berieseln lassen.
Der Service besteht wohl aus Studentinnen die sich noch was dazu verdienen, dafür hatten sie nicht genug „rundum Blick“ was an einem solchen warmen und stark frequentierten Tag eigentlich von Nöten wäre. Meine Tischnachbarn waren fertig mit aussuchen, ich mit großen Augen mitlesend, bekam nach der Eisbestellung natürlich nicht die Karte, diese wurde auf den Ablegestapel an der Theke abgelegt.
Nach kurzer Bemerkung und kleiner Kritik bekam ich die Eiskarte. Die Auswahl ist gigantisch. Wie wäre es mit Simpson-Donut-Eisbecher oder ein Käsekuchen-Eis-Becher ? Als Käsekuchenessender Simpson Fan bestimmt eine Alternative. Auf den ersten Seiten die üblichen Verdächtigen. Spaghetti-Becher, Lasagne-Eis, Schoko-Becher etc. Dann geht es weiter mit Schokowaffeln und kleine süße Naschereien, bis wieder einige Seiten kommen mit „Spezial-Becher“, diese gibt es in normal und groß, zB Lion-Becher, Milky-Way Becher usw. Nach den Spezial Bechern gibt es nochmals auf acht Seiten eine weitere Auswahl an Eisbechern, mir kam es so vor, dass diese 8 Seiten von der Aufmachung ein extra Eisacfe war/ist, das man wohl übernommen hat. Irgendwie war das alles zusammengestückelt, dennoch originell.
Meine Frau entscheidet sich für den Rafaello Becher groß, ich nehme den Toffifee-Becher ebenfalls in groß. Nach 10 Minuten meint meine Frau zu mir „ich glaube die machen gerade unsere Becher, oh mein Gott“ … wir beteten und hofften dass unser der Allmächtige irgendwie helfen wird, leider vergebens. Er ist wohl aktuell der Lage geschuldet zu beschäftigt (Nordkorea Atomkrieg gegen USA). Fünf Minuten später kam dann zuerst der Rafaello Becher: Großer Rafaello Becher mit 10 Kugeln Eis
Hammer. Wahnsinn.10- 12 Kugeln Rafaello Eis, dazu Sahne, Likörchen, Waffeln und viel Kokosraspeln. Aber, es fehlte irgendwie an Kreativität. Vielleicht hätte die Bedienung nachfragen können, ob man noch andere Eissorten dazu haben möchte? 10-12 Kugeln gleiches Eis, irgendwann stellt sich der Geschmack dann ein. Abropo Geschmack. Der war gut, das Eis beim Rafaello Becher war gut und erinnerte mich an das Eis aus der Adria. Da schmeckt das Rafaelloeis genauso, vielleicht vom gleichen Eis-Lieferanten ?
Da kommt er, mein Spezial Becher, der Toffifee-Becher groß: Großer Toffifee-Becher mit 8 Kugeln Eis inkl. leckerem Shake
Wahnsinn auch hier.10 Kugeln Eis, drei Mal Schokolade, drei Mal Nuss und vier Mal ?? dunkle Schokolade ?? Ich konnte es nicht herausschmecken. Was ich aber schmecken konnte, der Toffifee Geschmack bei meinem Shake, den gibt es nämlich bei meinem Becher gratis dazu. Ein nettes Gimmick. Auch ich hatte Soße, Sahne und acht halbe Toffifee-Halbkugeln auf meinem Becher verstreut. Das ganze in sich rund.
Meine Frau bei Leibe keine schlechte Eisesserin, musste kappitulieren, nach der ¾ geschafften Portion kamen die weißen Fähnchen. Nichts geht mehr. Jesses, was eine Monsterportion. Mir gig es ähnlich, ich musste kämpfen, dazu noch der Shake, aber am Ende schaffte ich meine Portion, war mir aber sicher an dem Tag kein Eis mehr essen zu wollen.
Ach ja, die Eissorten schmeckten mir alle gut, erinnernten mich aber an das Eis von der Adria. Aus meinem Bekanntenkreis weiß ich, dass einige Eiscafes in Mannheim ihr Eis von einer Groß-Eismeisterei aus Kaiserslautern beziehen, ob das Tosacani ebenfalls ihr Eis von einem Liferanten beziehen weiß ich nicht, es ist aber gut möglich. Alle Eissorten waren gut die ich heute gessen habe, natürlich gibt es besseres Eis in Mannheim, Landau und Heidelberg. Um nur Eis essen zu wollen würde ich nicht mehr ins Toscani gehen, aber um das besondere Eiserlebnis zu suchen und vielleicht mal was ganz anderes auszuprobieren, da ist das Toscani super. Bestimmt waren wir hier nicht zum letzten Mal.
Fazit:
Hat man mal was größeres vor, ist das Toscani die Nummer 1. Steven Seagal lässt grüßen. Empfehlung !!
Vorkritikerin Maja hat es schon erwähnt. Bei Toscani hat man eine große Auswahl, aber das ist bei Leibe nicht alles.
Meine Frau und ich waren bei den Schwiegereltern in spe Mittagessen. Ich schuldete meine Frau wegen einer verlorenen Wette noch eine Kugel Eis. Mein Favorit, die Adria, konnte keine Begeisterung bei meiner Frau auslösen. Sie hatte Recht, wir waren schon Freitag und Samstag bei unserem "Edel-Italiener-Adria". Sie hatte Lust auf das Leoni in Ilvesheim, mir war aber schon klar, dass an... mehr lesen
3.5 stars -
"Groß, Größer -- Toscani !!" DaueresserGK0712Vorkritikerin Maja hat es schon erwähnt. Bei Toscani hat man eine große Auswahl, aber das ist bei Leibe nicht alles.
Meine Frau und ich waren bei den Schwiegereltern in spe Mittagessen. Ich schuldete meine Frau wegen einer verlorenen Wette noch eine Kugel Eis. Mein Favorit, die Adria, konnte keine Begeisterung bei meiner Frau auslösen. Sie hatte Recht, wir waren schon Freitag und Samstag bei unserem "Edel-Italiener-Adria". Sie hatte Lust auf das Leoni in Ilvesheim, mir war aber schon klar, dass an
Geschrieben am 01.04.2017 2017-04-01| Aktualisiert am
01.04.2017
Ottobrunn ist eine Gemeinde mit ungefähr 21.000 Einwohnern (ich weiß nicht warum Gastroguide Unterhaching angibt). Mich hat es geschäftlich einen Tag in die Gemeinde verschlagen, der Wunsch eines unserer Kunden mich einmal persönlich vor Ort kennenzulernen, stand Pate. Da dieser besagte Tag an einem Freitag sein sollte, beschlossen meine Frau und ich kurzerhand, an diesen Freitag noch einen weiteren „Urlaubstag“ dranzuhängen um die Gegend kennenzulernen.
Tags zuvor kamen wir nach einer über sechs stündigen Autofahrt an unserem Übernachtungshotel an der Autobahn, Raststätte Holledau etwas genervt und leicht hungrig an. Für diesen Fall planten wir schon voraus und suchten uns im Vorfeld eine geeignete Location heraus, wo der Mannheimer Daueresser „Ottobrunner Gastfreundlichkeit“ am frühen Morgen einsaugen kann, sich etwas stärken, gut gelaunt den Tag beginnen und favorisierte zusammen mit meiner Frau die Konditorei Fiegert.
Erwähnenswert ist, die Gemeinde Ottobrunn liegt im südöstlichen Umland von München. Der kürzeste Abstand zur Münchner Stadtgrenze beträgt rund 540 Meter, von der Ottobrunner Ortsmitte zum Marienplatz in München sind es aber gute 12 Kilometer. In der Straße wo die Konditorei Fiegert beheimatet ist, stehen etliche mehr geschossige Familienhäusern, meist als Highlight mit wunderbaren Dachterrassen ausgestattet. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals in einer Gemeinde in Deutschland war, wo ich so viele sensationelle Terrassen-Wohnungen gesehen habe. Hier lässt es sich leben, die Miet- und Kaufpreise sind dementsprechend. In einer ausgelegten Zeitung in Ottobrunn erfuhr ich, dass die Gemeinde keinerlei Bauplätze mehr zur Verfügung hat, die Bevölkerungsdichte ist mittlerweile deutschlandweit am zweithöchsten. Wir sprechen von über 11000 Kommunen in der Bundesrepublik !!!
Vor der Konditorei stehen einige Außentische mit Sitzgelegenheiten, die Ottobrunner schätzen und lieben die Bäckerei (siehe google), vor allem die Brötchen und das Brot. Hinter der Theke stehen einige Verkäuferinnen, alle mit einem breiten Grinsen ausgestattet, in der Theke diverse Kuchen und Feingebäck, hinten an der Wand diverse Brot und Brötchen. Von hellen, über Mischkorn, Lauge und Mehrkorn war fast alles vertreten. Die Backstube ist hinten dran, in der Bäckerei gibt es auch noch mehrere Sitzgelegenheiten, teilweise auf 80er Jahre roten Lederbänken.
Alles wirkt gepflegt, sauber und aufgeräumt, so wie es in einer Backstube sein sollte. Immer wieder kommen Hausfrauen in die Bäckerei und kaufen Brot, Brötchen und Süßteilchen, die Verkäuferinnen haben ganz schön viel zu tun, dennoch nehmen sie sich Zeit für uns. Wir wollen frühstücken, es gibt ein kleines, mittleres und großes Frühstück. Dazu ein französisches Frühstück und eine Gourmetversion. Wir sind uns unschlüssig, die Dame hinter der Theke fragt nach, ob wir ein Ei haben wollen, aus der Gemeinde und natürlich aus freier Bodenhaltung. Sehr weich, weich und fest gäbe es zur Auswahl. Wir entscheiden uns dann schließlich bei de für das mittlere Frühstück, dazu jeweils 2 Milchkaffee (1,90). Die Brötchen können wir uns selbst heraussuchen, auch die Aufstriche.
Wir nehmen jeweils ein helles Brötchen sowie ein Laugenbrötchen,
dazu Himbeere- und Erdbeermarmelade, Butter und jeweils ein halb weich gekochtes Ei, dazu 2 Milchkaffee (große Tassen) und bezahlen faire 10,90.
Überrascht hat uns dann anschließend die Fertigung des Bäckers beim Brötchen backen. Das Brötchen neben dem Kaffee, natürlich das Wichtigste beim Frühstück. Ich muss kurz ausholen, den besten Burger habe ich bei …. (wird noch nicht verraten) in Mannheim gegessen, auch diese Burger Lokalität verwendet beim klassischen Burger ein Kaiserbrötchen. Das Burgerbrötchen war genau wie dieses Kaiserbrötchen beim Fiegert sensationell. Die Krume hatte eine ungleichmäßige Struktur (extrem wichtig beim Backwerk), sehr elastisch und weich, fast schon an Watte erinnernd, aber einen Tick fester. Der Teig schön mit Salz und Zucker ausbalanciert. Die Kruste unheimlich knusprig. So muss Kaiserbrötchen – Kaiser Friedrich der Dritte wäre genauso begeistert gewesen, nach ihm wurden die Kaiserbrötchen benannt.
Die beiden Laugenbrötchen ebenfalls von ausgezeichneter Back-Qualität. Der Geschmack erinnerte nicht an den künstllichen Schweine-&Buttergeschmack, der meistens durch industrieller Fertigung künstlich erzeugt wird. Das Laugenbrötchen beim Fiegert schön nach Butter, Mehl und leichtem Schweineschmalz-Geschmack schmeckend, auch hier volle 5 Sterne. Alle 4 Brötchen wurden schön vorgeschnitten, Butter (Convenience) und auch die Marmelade (regionaler Erzeuger) passten hervorragend ins Gesamtbild. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich morgens so froh gelaunt 2 Brötchen verdrückt habe.
Das im Verlauf des Frühstücks dann servierte Frühstücksei war ebenfalls hervorragend,
halb weich wie gewünscht.
Fazit:
Dieser Start war ein absoluter Volltreffer !! Empfehlung !!
Ottobrunn ist eine Gemeinde mit ungefähr 21.000 Einwohnern (ich weiß nicht warum Gastroguide Unterhaching angibt). Mich hat es geschäftlich einen Tag in die Gemeinde verschlagen, der Wunsch eines unserer Kunden mich einmal persönlich vor Ort kennenzulernen, stand Pate. Da dieser besagte Tag an einem Freitag sein sollte, beschlossen meine Frau und ich kurzerhand, an diesen Freitag noch einen weiteren „Urlaubstag“ dranzuhängen um die Gegend kennenzulernen.
Tags zuvor kamen wir nach einer über sechs stündigen Autofahrt an unserem Übernachtungshotel an der Autobahn, Raststätte Holledau etwas genervt und... mehr lesen
5.0 stars -
"Klasse Frühstück und einen ausgezeichneten Start in den Tag !!" DaueresserGK0712Ottobrunn ist eine Gemeinde mit ungefähr 21.000 Einwohnern (ich weiß nicht warum Gastroguide Unterhaching angibt). Mich hat es geschäftlich einen Tag in die Gemeinde verschlagen, der Wunsch eines unserer Kunden mich einmal persönlich vor Ort kennenzulernen, stand Pate. Da dieser besagte Tag an einem Freitag sein sollte, beschlossen meine Frau und ich kurzerhand, an diesen Freitag noch einen weiteren „Urlaubstag“ dranzuhängen um die Gegend kennenzulernen.
Tags zuvor kamen wir nach einer über sechs stündigen Autofahrt an unserem Übernachtungshotel an der Autobahn, Raststätte Holledau etwas genervt und
Geschrieben am 27.03.2017 2017-03-27| Aktualisiert am
28.03.2017
Besucht am 25.03.2017Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 50 EUR
Tartufo ist eigentlich eine italienische Eisspezialität, die den Trüffelpralinen nachempfunden ist. Wir hatten aber an unserem vorletzten Abend in der Olympia Gemeinde Oberstdorf nicht schon wieder Lust auf ambitionierte Trüffelgerichte, sondern Lust auf klassische italienische Kochkunst. Nochmal den italienischen Liebesgott Amor anflehen um dem roten Flitzer von Sebastian Vettel die entscheidenden Zehntel zu schenken. Wer hätte gedacht, dass genau diese Zehntelsekunden den Australischen GP 2017 zu Gunsten von der roten Göttin, am Steuer der Mann aus Heppenheim, wohl entscheiden sollten?
Nach all den Drei-, Vier- und Fünfgang Abenden in Oberstdorf hatten wir Lust auf Pasta. Wir hatten uns vorab schlau gemacht. Bei Tripadvisor auf Platz 18 von 109 Oberstdorf Restaurants. Wir kennen schon die Top Ten auswendig, immerhin sind wir heuer das sechste Mal hier um Urlaub zu machen. Warum nicht also Nummer 18 antesten ? Allerdings legten wir den Besuch nicht in die „must have“ Spalte, sondern ließen es darauf ankommen, so dass wir kurz nach 19 Uhr am Samstagabend noch einen schönen Tisch bekommen sollten. Falls nicht stand schon Plan B zur Seite.
Seit unserer ersten Reise nach Oberstdorf hatte vermehrt meine Frau den Wunsch hier mal einzukehren, die Lage am Oberstdorfer Marktplatz natürlich sehr zentral und gut liegend. Neben den Eingangssäulen bzw der Eingang unterhalb des Halbbogens zwei große Tafeln mit Empfehlungen. Von Lachs-Lasagne über Baby Calamari mit Mangold und Trüffel-Pizza ist fast alles zu finden. Kein Italiener der „Standard-0815“ Kost anbietet, dennoch mit den Füßen auf dem Boden bleibend was die Preise betrifft. An alle Leser die noch nie in Oberstdorf waren. Schnäppchen macht man hier keine. Meine Frau wollte eine einfache Halskette mit einem weißen glänzenden Stein, keine Marke erkennend, aber mit 119 Euro sicherlich kein „Billig-Schnapperl“. Von Bogner gab es eine ähnliche, die kostete aber 499 Euro (für eine Kette versteht sich) ohne Schmuck geschweige denn Diamanten.
Wir sind aber nicht in der Boutique sondern im Restaurant und werden von einer groß gewachsenen hübschen Bedienung begrüßt „Für zwei ? Gerne diesen oder den Tisch am Fenster“. Wir nahmen den Tisch zu unserer linken. Die Tische eingedeckt mit einfachen Papierservietten, Wasserglas und silbernem Besteck, allerdings ist mir sehr warm. Und das lag nicht an meinem doppelten Aufguß den ich vorab in der Eis-Sauna im Hotel hatte. Mir klebte fast das T Shirt am Rücken und Bauch. Meine Frau schlug vor mal raus zu gehen, ich dampfte richtig aus. Dann wieder rein, wieder so warm. Ich war kurz davor zu gehen, bis meine Frau grinste. „Die haben hier dein Lieblingsgericht – Pasta Mista. Hier nennen sie es Tris Pasta, aber nur ab 2 Personen“. Und schon sah ich wieder die hübsche Bedienung, sie grinste uns an. „Darf ich schon mal was zum Aperitif bringen?“ - Zum Aperitif nahmen wir nichts, ein Aperitif Begleiter sollte sowieso nicht kommen. Ich nahm eine 0,25 Karaffe Montepulciano, dazu ein Wasser ebenfalls 0,25. Meine Frau entschied sich für eine kleine Cola Light. Zum Essen sollte es dann jeweils die Tris Pasta sein (für jeweils 13,90). Wir wurden gefragt ob wir die Nudeln wissen möchten, ob wir einen Wunsch haben oder ob der Küchenchef uns überraschen darf. Wir lieben Überraschungen, wenn keine reine Tomatensauce dabei ist.
In der Zwischenzeit wurde an unserem Nachbartisch Fisch serviert. Ich glaube es war Dorade vom Grill (der wurde am Tisch auseinander genommen), sowie Lachs mit Tagliatelle. Das Lachsgericht sah ganz passabel aus. Nach gefühlten fünf Minuten kamen die Getränke, wurde vor unseren Augen herzlich profissionell eingeschenkt. Nach einer knappen halben Stunde kamen unsere beiden „Tris-Pasta“ Teller. Die rochen verdammt lecker. Allerdings waren mit die Nudeln, angefangen von den Spaghetti einen Tick zu heiß. Diese badeten in einer tomatigen Zwiebel-Speck-Sauce, schmeckten ordentlich. Die Spaghettti fast "al dente", einen Ticken drüber.
Geschmacklich ein Highlight die Penne Quattro Formagi. Schön käsiger Geschmack, ohne aufdringlich zu werden, schöne Konsistenz der Sauce, leicht sahnig, cremig. Herrlich. Das absolute Highlight aber die (wohl Covenience) Gnocchi in einer fruchtigen Spinat-Sauce. Herrlicher Rahm-Spinat Geschmack, dazu die Gnocchi – Fantastico. Als nachgefragt wurde antwortete ich, „ wenn es nicht so heiß hier im Lokal wäre, würden wir glatt noch ein Dessert bestellen, so gut schmeckt es uns“. Die Antwort, man könne gerne lüften, wurde leider nicht nach gegangen, so dass ich nach dem Essen wiederum für fünf Minuten vor die Türe müsste. Kurz T Shirt ausgezogen, meinen muskulösen nackten Oberkörper (rüsper) gezeigt, das Shirt ausgewrungen und weiter ging es.
Nach 10 Minuten kam dann die Empfehlung der Bedienung, das Tartufo (wird nach Hausrezept hergestellt). Ich weiß nicht was das war, aber es schmeckte brutal lecker. Erst dachte ich, das Hellbraune obendrauf sei eine Art Nuss-Sahne, das war aber cremiges halb gefrorenes Schokoladen- (??), Mocca- (??) oder Nuss-Eis. Keine Ahnung, es wurde auf Nachfrage auch nicht erklärt. Es schmeckte fantastisch (unheimlich cremig und fluffig). Unten der Sockel war etwas härter gefrorenes Schokoladen-Eis, welches wohl noch in Kakao gewälzt wurde. Als Füllung in der Mitte gab es helles Bisquit-Eis es konnte aber auch ein Bisquit-Vanille Eis gewesen sein. Es schmeckte uns ausgezeichnet. Die 6,90 waren sehr gut angelegt.
Vor dem Bezahlen fragte man uns noch ob wir ein Espresso oder ein Digistif wünschen. Ich entschied mich für einen Sambucca, der leider mit 3,90 auf der Rechnung boniert wurde. Das trübt dann doch wieder den guten Gesamteindruck. Abzug wegen der tropischen Hitze und der fehlenden Kühlung gibt es beim Ambiente, welches im Ristorante Tartufo sowieso recht einfach gehalten ist (siehe Bild).
Ein absoluter Gag auf der Herrentoilette. Die hängenden Urinal-Becken hingen nicht in der Standardhöhe von 80 cm sondern maximal auf 30 cm. Der Italiener ist bekanntermaßen etwas kleiner, aber so klein ? Das muss nicht sein. Witzig war es dennoch allemal.
Fazit:
Sehr gute Pasta, aufmerksamer Service, Preis-Leistung ist in Ordnung. Hier macht man nichts verkehrt. Gerne wieder !!
Tartufo ist eigentlich eine italienische Eisspezialität, die den Trüffelpralinen nachempfunden ist. Wir hatten aber an unserem vorletzten Abend in der Olympia Gemeinde Oberstdorf nicht schon wieder Lust auf ambitionierte Trüffelgerichte, sondern Lust auf klassische italienische Kochkunst. Nochmal den italienischen Liebesgott Amor anflehen um dem roten Flitzer von Sebastian Vettel die entscheidenden Zehntel zu schenken. Wer hätte gedacht, dass genau diese Zehntelsekunden den Australischen GP 2017 zu Gunsten von der roten Göttin, am Steuer der Mann aus Heppenheim, wohl entscheiden sollten?
Nach all den Drei-, Vier-... mehr lesen
Ristorante Il Tartufo
Ristorante Il Tartufo€-€€€Restaurant, Biergarten083227823Marktplatz 5, 87561 Oberstdorf
3.5 stars -
"Ordentliche italienische Küche, die mehr als das Alltägliche bietet !!" DaueresserGK0712Tartufo ist eigentlich eine italienische Eisspezialität, die den Trüffelpralinen nachempfunden ist. Wir hatten aber an unserem vorletzten Abend in der Olympia Gemeinde Oberstdorf nicht schon wieder Lust auf ambitionierte Trüffelgerichte, sondern Lust auf klassische italienische Kochkunst. Nochmal den italienischen Liebesgott Amor anflehen um dem roten Flitzer von Sebastian Vettel die entscheidenden Zehntel zu schenken. Wer hätte gedacht, dass genau diese Zehntelsekunden den Australischen GP 2017 zu Gunsten von der roten Göttin, am Steuer der Mann aus Heppenheim, wohl entscheiden sollten?
Nach all den Drei-, Vier-
Geschrieben am 16.03.2017 2017-03-16| Aktualisiert am
16.03.2017
Besucht am 10.03.2017Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 34 EUR
Letzten Freitag hatten meine Frau und ich eine Blitzidee. Wir fahren mit der Straßenbahn zur Feuerwache, inhalieren nochmals die gute alte Neckarstädtler Luft und laufen Schnurstracks durch den Jungbusch Richtung Mannheimer-Hafen. Entweder St. James oder Henriette, wir waren da flexibel, es sollte dann aber Henriette sein, da sie auf dem Weg zum Hafen uns als erster mit offenen Armen entgegen kam.
Über den Jungbusch kann man sagen was man will. Es stimmt. Es stimmt einfach. Wikipedia ist der Meinung, dass überwiegend einkommensschwache Familien im Jungbusch leben und wohnen. Das ist das Außenbild. Allerdings geht der Jungbusch geografisch gesehen bis westlich der Quadrate, die die Innenstadt bilden. Er ist im Norden durch den Neckar, im Osten und Süden durch den Luisenring und im Westen durch den Handelshafen eingegrenzt. Die aktuelle Immobilienausgabe 1/2017 zeigt eine ganz andere Statistik. Der Jungbusch ist zusammen mit dem Lindenhof die teuerste Gegend in Mannheim. Seit einigen Jahren saniert die Stadt Mannheim mit etlichen Millionen, den Jungbusch mit allerlei baulichen und sozialen Maßnahmen wieder aufzuwerten und zu Mannheims Vorzeige Viertel zu hiefen. Unter anderem wurden die Popakademie Baden-Württemberg, das Existenzgründerzentrum Musikpark Mannheim und das Kreativwirtschaftszentrum C-HUB dort angesiedelt. Heute gilt der Jungbusch als Multi-Kulti-Viertel mit Wachstums- und Suchtpotenzial. Auch in der 1881 erbauten Kauffmannmühle entsteht ein Raum für kulturell-kreative Aktivitäten. Ein Radiosender und ein Sternrestaurant (Marlys) sind ebenfalls im Jungbusch vertreten.
Wir kommen an und sind erstmal "gebläddelt" von der schönen Außendarstellung des Lokals. Feine weiße Farben,weiße Fließen zieren die Straße und einge Häuser. Henriette hat große Fenster, ein Schild mit Henriette drauf. Innendrin zur linken die große Burger Theke, oben auf der Tafel stehen Henriette`s Henriettchen(120 Gramm) und Henry (180 Gramm) Burger. Theke mit Fleischwolf
Sämtliche Burger kann man mit diversen Zutaten aufpimpen. Bestellt und bezahlt wird vorne an der Theke, man hinterlässt seinen Vornamen, wenn der Burger fertig ist wird quer durchs Lokal gerufen und man kann seine Burger abholen.
Die Inneneinrichtung ist richtig gemütlich. Keine Ikea- oder Mömax-Standardmöbel, in denen Betten Kinder gezeugt werden, die dann von ihren Eltern auch noch genauso getauft werden. Harva, Hennes, Andi und Bryan lassen grüßen. Bei Henriette stehen nur Unikate. Von der Oma der Tisch von 1930 mit goldener Zierleiste, von der französischen Tante kommen zwei ähnlich ausschauende, im Detail aber andere, mit Seide bezogene Stühle. An hinteren Tisch steht ein Stuhl welchen ich mal in der Loge der French Open gesichtet habe, als der mit Dopingmittel vollgepumpte Andre Agassi sein Comeback wagte (warum nur hat der das zu gegeben?). Wir setzen uns an ein weiteres Pärchen dran , sie sitzen bequem auf einer Bierzeltgarnitur. Gleich am Eingang stand noch ein Tisch mit 4 einzelnen Stühlen, teilweise mit Rückenlehnen, aber gleich hinter uns kam eine vierköpfige Gruppe mit osteuropäischen Akzent. Jungbusch, ist halt multi kulti. Uns gefällt das alles hier sehr gut.
Für die Getränke steht ein zwei Meter hoher Fritz Kola Kühlschrank den Gästen zur Verfügung, meine Frau entscheidet sich für eine Bio Fritz Limonade (Zitrone) bei mir sollte es ein Hefe aus der Flasche sein (0,5 für 3,50 – es geht doch). Meine Frau wählt Henri ohne Schnick Schnack mit Käse bitte (8 Euro), Henri ohne Schnick Schnack, aber mit Käse bitte !!
dazu ordert sie hausgemachte Fritten für 2,90 inkl. Meersalz und selbst hergestelltem Ketchup. Ich wähle den Henri Barbie &Crew Burger für 9 Euro Henri Barbie & Crew
ebenfalls dazu hausgemachte Fritten für 2,90 inkl. Meersalz und selbst hergestelltem Ketchup. Meine Frau interessiert sich für die selbst hergestellte Basilikum Mayo für einen Euro extra.
Wir warten und stellen uns die Stoppuhr. 10 Minuten vorbei, mein erstes Hefe ist leer, ich bezahle mein zweites und frage nach wo unsere Burger bleiben. Bei dem Vorgang frage ich gleich nach (damit die Inhaber genau wissen wer ich war, folglich beim nächsten Besuch) aus welchem Land das Beef herkommt und von welchem Körperteil das Fleisch verarbeitet wird. Der Kollege mit dem schwarzen Gummihandschuh erklärt mir, es sei regionales Beef, man nehme ein Viertel Nacken, ein Viertel Hochrippe, ein Viertel Flanke und ein Viertel Rücken (ich hoffe ich habe das richtig behalten) er erklärt weiter, man müsse dem Beef noch zusätzlich tierisches Fett beigeben, damit man mindestens auf 25% Fett komme, damit die Burger schön saftig bleiben.
Oh ja und wie saftig die Burger waren. Eine Riesen-Sauerei war das, als wir die Burger verschlungen haben. Beim anbeißen ist mir nicht nur der Fleischsaft den Rachen runter gelaufen, sondern auch an der Hand runter auf die Jeans. So muss das sein, Papierservietten gibt es ja zu Genüge. Weicheier können weiter zu Burger King und McDoof gehen. Der ohne Schnickschnack Burger schmeckte mir einen Tick besser als mein Barbie & Crew. Der Grund: Die Haussauce richtig lecker, dazu der Bio Heumilchkäse, das schreit nach Cheeseburger 2.0. Fantastisch.
Ich hatte angeschwitzte,leicht karamellisierte Zwiebeln, angerösteter Speck und eine hausgemachte Barbecue Sauce. Aber wo war da der Rauchgeschmack? Mittlerweile gibt es so geiles „geräuchertes Beefgewürz“, womit man hier und da schon etwas nachhelfen kann. Schade, dennoch war auch mein Burger saftig und wie gewünscht medium zubereitet. medium gebraten/gegrillt
Beide Weizenbrötchen modern gebacken, eine Art Brioche Burger Brötchen, aber Gott sei dank überhaupt nicht süß. Was gar nicht ging: Die Pommes. Die wurden mit 2,90 extra berechnet und waren nach unserer Einschätzung maximal eine bessere Happy Meal Portion Pommes. Auch die Basilikum Mayo erinnerte mich an irgendwas, nur nicht an frisch aufgeschlagene Mayonaise mit Basilikum. Müssen wir nicht mehr haben. Beim nächsten Besuch werde ich mir wohl eine Currywurst als Beilage bestellen, hätte unser Kellner auch sofort eingebucht, hätte ich nicht gesagt, dass sei nur ein Scherz gewesen. Abropo nächster Besuch: Henri Holzfäller Frühstück
Wie wäre es mit einem Holzfäller Frühstück mit Bio-Heumilchkäse, Salat, hausgemachte Bacon-Whiskey-Marmelade und rustikalem Bun (siehe Bild) hatte unser netter Tischnachbar aus Landau. Oder Stinkstiefel mit Gorgonzola, Birne, Waldhonig und Whiskey-Marmelade. Klingt alles sehr verlockend.
Fazit:
Auch wenn das heute schon großes Burger Kino war, für die ersten drei Plätze reicht es in meiner Mini-Serie (noch nicht) - man muß ja etwas Spannung aufbauen. Aber ein guter Vierter Platz mit Drang auf das Siegertreppchen ist es allemal.
Schuld waren diese blöden Pommes, außerdem die Portionsgröße vom „großen Burger“ (ein großer Burger muss groß sein), da hätte ich locker nochmals 2-3 Burger essen können. Nicht weil ich es geschafft hätte,sondern weil sie so saftig gut geschmeckt haben und ich gerne komplett in Öl, Fett und Fleischsaft eingesifften Klamotten Richtung Feuerwache gelaufen wäre. An der Portionsgröße noch etwas schrauben, (Hungrige können sich gerne auch 2 Fleischscheiben ordern) das Fleisch noch besser salzen oder auf irisches oder amerikanisches Beef umsteigen und auf normale (TK) Steakhouse Pommes zurückgreifen. Man kann auch Covenience Fritten mit leichten Tricks aufpimpen (zB Wurzelgemüse ins Frittierfett geben) Man muss übrigens nicht bei der jeder Burger-Eröffnung versuchen das Rad (die Pommes) neu zu erfinden. Das Ambiente ist wiederum nicht zu toppen, klein, gemütlich, individuell (Service gibt es leider keinen). Empfehlung !!
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4..Henriette
5. Lachende Kuh
Letzten Freitag hatten meine Frau und ich eine Blitzidee. Wir fahren mit der Straßenbahn zur Feuerwache, inhalieren nochmals die gute alte Neckarstädtler Luft und laufen Schnurstracks durch den Jungbusch Richtung Mannheimer-Hafen. Entweder St. James oder Henriette, wir waren da flexibel, es sollte dann aber Henriette sein, da sie auf dem Weg zum Hafen uns als erster mit offenen Armen entgegen kam.
Über den Jungbusch kann man sagen was man will. Es stimmt. Es stimmt einfach. Wikipedia ist der Meinung, dass... mehr lesen
Henriette Burger Bar
Henriette Burger Bar€-€€€Restaurant, Bar, Take Away062148207038Beilstraße 5, 68159 Mannheim
4.0 stars -
"Auf die Burger .. fertig … los !! Auf der Suche nach dem besten Burger in Mannheim – heute: Part 2 „Henriette“ im kultigen Jungbusch - „leckeres, saftiges Beef, allerdings fehlt dem Ganzen etwas die Würze, das Rauchige, der Feinschliff" !!" DaueresserGK0712Letzten Freitag hatten meine Frau und ich eine Blitzidee. Wir fahren mit der Straßenbahn zur Feuerwache, inhalieren nochmals die gute alte Neckarstädtler Luft und laufen Schnurstracks durch den Jungbusch Richtung Mannheimer-Hafen. Entweder St. James oder Henriette, wir waren da flexibel, es sollte dann aber Henriette sein, da sie auf dem Weg zum Hafen uns als erster mit offenen Armen entgegen kam.
Über den Jungbusch kann man sagen was man will. Es stimmt. Es stimmt einfach. Wikipedia ist der Meinung, dass
Geschrieben am 15.03.2017 2017-03-15| Aktualisiert am
15.03.2017
Besucht am 14.03.2017Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 38 EUR
In Mannheim sprudeln in den letzten Monaten die Burger Restaurants gerade so aus dem Boden. Es gibt bestimmt ein Dutzend solcher Lokalitäten, schwer da einen Überblick zu behalten. Dazu kommt, dass viele Restaurants zB der Dachgarten und das Palm`s sehr gute Burger, teilweise fast schon Gourmet Burger (auch der Anspruch bei der lachenden Kuh) anbieten. Daher heute eine vom Daueresser ins Leben gerufene „Auf der Suche nach Mannheims besten Burger“ Serie und starte mit der lachenden Kuh.
Darum lacht die Kuh: Der Homepage ist zu entnehmen „Burger schmecken bei uns natürlich gut! Wir legen Wert auf frische Zutaten und verzichten auf Geschmacks- und Konservierungsstoffe jeglicher Art. „Mononatriumglutamat“ und ähnliche, nach Dopingmittel klingende Zusatzstoffe, kommen bei uns nicht auf den Teller. Das sollte nicht nur Allergiker glücklich machen!“ – das klingt schon mal gut. Weniger gut das Feedback meines Arbeitskollegen. „War gut, aber viel zu teuer“. Ähnliches hörte ich auch von der jüngeren Fraktion bei mir im Verein. „Burger geschmacklich gut, aber voll teuer und das Ketchup schmeckt nach Tomatensuppe“. Wir sind also gewarnt, im Vorfeld schlagen wir aber zu. Bei Groupon gab es zur Eröffnung der Filiale in Mannheim ein 20 Euro Wertgutschein für 10 Euro, allerdings gibt es da Spielregeln, welche ich erst im Lokal drin erfahren habe. Reservieren kann man auch auf der gelungenen Homepage, allerdings nur mit einem Mindestzeitabstand von 6 Stunden.
Gäähn, dann halt nicht. Meine Frau hat es auch irgendwie vergessen zu reservieren, also versuchen wir auf gut Glück unser Vorhaben und siehe da, kurz nach 17.30 sind zwar etliche Tische mit einem reserviert Schild „belegt“, wir haben aber noch einen schönen zweier Tisch mit Blick auf den stark frequentierten mit Glas überdachten Fußgängerbereich im neuen Stadtquartier ergattern können. Wir werden auch gleich von dem jungen Kellner gesichtet und begrüßt, er erklärt, wenn wir nicht auf 20 Euro beim Essen kommen sollten (was schwer möglich ist) könnten wir nur hausgemachte Getränke auswählen. Auch das 250 Gramm Entrecote und das Prime Steak seien da leider außen vor.
„Dein Burger hat es verdient dass er mit Liebe gemacht wird“ und „aus unseren Verpackungsmaterialien wird LKW Sprit hergestellt“ - passend zur heutigen Audi Razzia von der Staatsanwaltschaft. Die Kuh hat gut lachen, der Laden brummt und ist jeden Abend voll
Erst VW und jetzt Audi … aber davon lassen wir uns nicht beeindrucken, ich suche und suche, finde aber keine Grammangabe für die Pattys, lediglich dass es sich um Bio Rindfleisch aus der Region handelt. Auch die Burgerbrötchen kommen von einem Bäcker Lieferanten, alles wird frisch gemacht.
Dennoch gibt es bei den angebotenen Burgern Zusatzkennzahlen (verstehe ich irgendwie nicht, aber gut). Ich entscheide mich für den Waldburger für schlanke 7,95, dazu wähle ich Pommes als Beilage zusätzlich mit 3,25 berechnet. Am Nachbartisch werden große Zwiebelringe geordert, der Mann meint zu seiner Frau „iss mal, die Burger sind nicht gerade groß“, die Zwiebelringe sehen super aus. Gibt es laut Karte zusätzlich auch mit Hühnchenfleisch, werde ich beim nächsten Mal auf alle Fälle ordern.
Meine Frau entscheidet sich für den klassischen „Avocado Burger“ für ebenfalls auf den ersten Blick schlanke 7,95. Sie nimmt auch die Pommes dazu, wo wir schon bei knapp 23 Euro wären. Ich nehme dazu ein Hefe (rekordverdächtige 4,25) sowie eine kleine Cola Light (es wurde aber eine Cola daraus) für 3 Euro (puhhh, äähh muhhhhh), heißt wir haben schon die 30 Euro Marke durch brochen. Die magisch "goldene" im Fast Food Bereich (Getränk und Burger für 2 Personen).
Wir warten und warten, das Restaurant wird voller und voller. Die Fast Food Grenze, von nicht mehr als 10 Minuten auch überschritten, warten wir weiter, bis endlich unsere Burger kamen. Sahen gut aus, schmeckten auch gut, aber:
Burgerbrötchen arg dunkel und kalt. Hatte Röstaromen, war aber kalt. Auf Nachfrage erklärt mir die Bedienung, „die kommen so vom Lieferanten. Mal hell, mal dunkel, bei uns werden sie einfach aufs Fleisch gelegt und saugen sich mit der Wärm voll“. Ah ha, wieder was gelernt. (Minuspunkt)
schön saftig, gewünscht medium gegrillt, es fehlt aber an Gewürzen (Salz am Fleisch). Meiner Frau schmeckt ihr Burger sehr gut, mir schmeckt er gut. Als Soße gibt es bei mir Barbecue und Merrettich, passt gut, ich habe auch einen schönen rauchigen Geschmack im Mund. Die Zwiebeln und die frischen Champignons kurz in der Pfanne geschwenkt, vervollständigen den wirklich guten Burger Eindruck. Störend fand ich die Rukola-Stiele am Gaumen und im Hals (beim Schlucken), der Speck war klein geschnippselt und zu hart, fast schon wie Gummi passten nicht so ins Gesamtbild.
Die Pommes gut frittiert, angenehm gesalzen. Mayo und Ketchup selbst hergestellt. Mayo sehr fest und das Ketchup an Tomatensuppe erinnernd (da wohl kein Zucker), schön fruchtig, das passt. Mein Allgäuer Bübli Hefe war leer, aber 4,25 sind wirklich kein Grund nochmals eins zu bestellen. Vielleicht überlegen sich die Betreiber da was. Hätte es 3 Euro gekostet, hätte ich bestimmt drei getrunken. Auch an den Nachbartischen wurde maximal ein Getränk bestellt.
Der Avocadoburger Avocado Burger mit Pommes 11,25
meiner Frau bestand ebenfalls aus einer Scheibe Beef, diese hatte ebenfalls ca 5 cm Durchmesser und war ähnlich dünn. Klein geschnippselte Avocado, dazu frische Meerretichcreme und ein helleres Brötchen, aber allenfalls maximal lauwarm
Nach Rückfrage sagte man uns, die Scheibchen hätten vor dem Braten ca 160-170 Gramm (???), ich glaube nicht dass das 120 Gramm Beef (nach dem Braten) waren, daher finde ich das ganze hier einfach zu teuer, auch wenn der Geschmack passt. Das Mini-Brötchen oben und unten könnte das 3 jährige Kind unserer Nachbarin in Ihrem Kinder Kaufland anbieten.
Geschmeckt hat uns aber auch das Dessert, meine Frau hatte einen kleineren Mango Orkan Mango Orkan 3,75
(Joghurt Sahne mit Baiser Bruch und Mango Früchtemus) für faire 3,75, ich hatte den dänischen Milchreis Dänischer Milchreis mit Kompott 4,80
mit Kirschkompott und Mandelstiften. Das Kompott war kalt, in der kurzen Zeit kühlt das nicht so ab (also wohl auch nicht frisch gemacht), dennoch lecker. Die Menge vom Milchreis war als Dessert ausreichend. Beim nächsten Mal dann die Zwiebelringe als Vorspeise, oder einen kleinen Waldburger, als Hauptgang einen Double Cheeseburger und als Dessert Milchreis, aber ob das dann reicht ?
Fazit:
Mit dem Groupon Coupon war es finanziell gerade noch so in Ordnung, als Normalzahler, und das muss ich ja hier bewerten, nicht mal 2 Sterne. Da fehlte es am nötigen Zeitmanagement in der Küche. Service war gut (er erklärte er habe beim Dessert die in der Küche unterstützt und mein Reis in der Mikro zubereitet), auch das Ambiente, gerade mit dem Blick ins Stadtquartier gefällt mir sehr gut.
Die Luft war angenehm temperiert,viel gefilterte Frischluft durch die moderne Klima-Anlage. Mit meinen Pfälzer Jungs, die gerne einen über den Durst (2-3 Liter Bierchen) trinken und schon mal ein Kilo Beef weg hauen, wird das aber ein zu teures Unterfangen, dennoch werden meine Frau und ich wieder kommen - wenn es passen sollte.
In Mannheim sprudeln in den letzten Monaten die Burger Restaurants gerade so aus dem Boden. Es gibt bestimmt ein Dutzend solcher Lokalitäten, schwer da einen Überblick zu behalten. Dazu kommt, dass viele Restaurants zB der Dachgarten und das Palm`s sehr gute Burger, teilweise fast schon Gourmet Burger (auch der Anspruch bei der lachenden Kuh) anbieten. Daher heute eine vom Daueresser ins Leben gerufene „Auf der Suche nach Mannheims besten Burger“ Serie und starte mit der lachenden Kuh.
Darum lacht die Kuh:... mehr lesen
Die Kuh die Lacht
Die Kuh die Lacht€-€€€Restaurant+49 621 336 444 73Q7, 4, 68161 Mannheim
3.5 stars -
"Auf die Burger .. fertig … los !! Auf der Suche nach dem besten Burger in Mannheim – heute: Part 1 „Die Kuh die lacht“ im neuen Stadtquartier - „gut aber teuer“" DaueresserGK0712In Mannheim sprudeln in den letzten Monaten die Burger Restaurants gerade so aus dem Boden. Es gibt bestimmt ein Dutzend solcher Lokalitäten, schwer da einen Überblick zu behalten. Dazu kommt, dass viele Restaurants zB der Dachgarten und das Palm`s sehr gute Burger, teilweise fast schon Gourmet Burger (auch der Anspruch bei der lachenden Kuh) anbieten. Daher heute eine vom Daueresser ins Leben gerufene „Auf der Suche nach Mannheims besten Burger“ Serie und starte mit der lachenden Kuh.
Darum lacht die Kuh:
Geschrieben am 11.03.2017 2017-03-11| Aktualisiert am
11.03.2017
„ Hier kann, nein, muss man sich einfach wohl fühlen“ und weiter „ beim Eintreten fällt sofort die eher klassisch ausgerichtete, geschmackvolle Einrichtung auf, ebenso die beiden großen modernen Kronleuchter, die ein angenehmes Licht spenden. Braun, weiß, ecru, die bestimmenden Farben, angenehme Kontraste, sparsame Dekorationen an den Wänden ..“ schrieb vor ca 10 Monaten meine geschätzte GG-Kollegin Lavandula und da hat sie 100%ig Recht.
Mein Vater und dessen jüngster Sohn, neudeutsch „Bruder“ waren noch nie in einem Sterne Restaurant. Mein Vater war einmal in den Pfälzer Stuben als Karl Emil Kunz für 90 Euro den geladenen Gästen einen für ihn „überteuerten Einblick in die Sternewelt“ aufzeigte. „Da war alles sehr eng, ich spürte vom Nachbar regelmäßig seinen Ellenbogen in den Nieren“. Ich war also vorab informiert und belehrt, auch weil wir vor ca 1,5 Jahren im Restaurant Schneider einkehrten und da ein Vierbeiner, so ein kleiner Mischlingshund, ich glaube es war eine dänische Dogge mit 150 Kilo Kampfgewicht, meinen Vater die ganze Zeit anlächelte. Seine Worte „ in dieser Preisklasse darf das eigentlich nicht sein“. Meine Frau und ich waren also gewarnt, dennoch wollten wir ihm und seinem jüngsten Sohn einfach mal unverkrampft Mannheims Sternewelt aufzeigen.
Opus ? Nein, fast jeder Gang mussten wir nachwürzen, außerdem viel zu laut und unpersönlich. Marly wäre unsere Alternative gewesen, aber im Januar reservierte ich gut vorausschauend für diesen Samstag im März einen Tisch für vier Personen imDobler in Mannheims Vorzeige-Viertel "Schwetzinger Vorstadt".
Das Dobler kommt hier bei Gastroguide mit einer Durchschnitt-Noten-Bewertung von 5,0 einfach atemberaubend gut weg. Wir machen einen Zeitsprung: Der junge Norbert Dobler macht sich 1987 in Mannheim selbstständig, seit über 10 Jahren hält er einen Michelin-Stern. Nicht weil er bei jedem Gang 15 Schäumchen und 25 Sößchen auf die Teller ziert, sondern weil er französisch angehauchte, mediterrane und neue regionale Küche so kombiniert, dass es seit Jahren dem Michelin Guide das Ganze ein Stern wert ist. Seit unserm ersten Besuch ist uns klar, hier werden konsequent frische, hochwertige Produkte verwendet. Der natürliche Geschmack, der von einer perfekten Würzung der Produkte lebt, steht hier absolut im Vordergrund. Und dazu wird der Geldbeutel nicht allzu sehr ge“beutelt“. Auch heute war kein Gang nur gut oder sehr gut. Alle Gänge waren wieder ausgezeichnet, Chapeau Herr Dobler.
Wir werden wie immer vorne am Eingang persönlich begrüßt, unsere Jacken werden abgenommen. Es wird gefragt wie wir hergekommen sind. Der erste Smalltalk gleich zu Beginn. Man fühlt sich als Gast und nicht als bezahlbarer Kunde. Von der ersten Minute, nein, von der ersten Sekunde waren mein Vater, mein Bruder und wir verzaubert, im Sterne Bann und sind erst nach zweieinhalb Stunden davon befreit worden. Wir sitzen, die Stoffstühle haben bequeme Armlehnen. Wir werden nach einem Aperitif gefragt, mein Vater und ich (eher klassisch aufgestellt) nehmen ein frisches Pils. Der Rest einen alkoholfreien Cocktail.
Beider sehr lecker. Wir werden nach unserem Essen gefragt, wir nehmen alle das kleine Menü welches heute 39,50 kostet, alle nehmen Schwarzfußhahn und Iberico-Schwein, mein Bruder den Skrei als Hauptgang. Was ich bemerkenswert finde: Unter der Woche habe ich Herrn Dobler angeschrieben per Email, gefragt ob es möglich sei als Überraschung für meine Frau ein Dessert mit Kokos vorzubereiten. Er antwortete prompt „ aktuell bieten wir ein Dessert mit Kokos an“.
Das stand zwar nicht auf der Karte, aber die Bedienung fragte bei der Menübestellung, ob es bei einem Kokosdessert bzw „eine himmlische Schneekugel“ bleiben soll, oder ob der ganze Tisch die Alternative heute mag ? Der extra Wunsch wurde mit keinem Euro Aufpreis berechnet, das nenne ich absoluten Top Service. Das sind sie wieder. Die kleinen Mosaik Steinchen, welche so ein Spitzen-Restaurant ausmachen.
Es geht los mit Entenleber-Mouse,
mit einer Reduktion aus Portwein, als Gelee-Würfel oberhalb serviert, dazu als Kontrast herbe Espresso-Splitter. Ein erster wahnsinnig guter Gruß.
Es ging weiter mit dem klassischen Dreierlei.
Links ein geräucherter Rinderschinken auf Brotcreme, in der Mitte eine konzentrierte Maronen-Schaumsuppe, und rechts ein kleiner Thai-Spargel-Salat. Mit dem fingen wir auch an. Erfrischend natürlicher Spargel Geschmack, etwas herb, der Spargel mit Biss, leichte süßliche Säure. Toll !! Danach der Schinken, mit diesem Brot-Mouse/Creme ein wahres Gedicht. In der Espresso-Tasse eine fantastische Maronen-Reduktion, etwas aufgeschäumt, perfekt. Besser geht es nicht !!
Es wird uns dreierlei Brot serviert. Ganz rechts eine Art Kartoffel-Brot, mit schöner Kruste, das Innenleben weich, saftig und leicht süßlich schmeckend. Das ganze mit der leicht gesalzenen Butter ein absolutes Gedicht. Die beiden anderen Brotarten/Sorten ebenfalls ein weiterer Grund um wieder bei Norbert und seinem Team einzukehren, aber mit dem ersten eigentlichen Gang kam dann das erste richtig große Highlight. Wer mich kennt, weiß, dass ich kein Geflügel Fan bin. Aber heute sollte es mal ein Hahn sein. Es gab Brust &Keule vom Schwarzfußhahn, dazu Couscous, Limonen-Joghurt und Frühlingssalat (Einzelpreis 24 Euro).
Hammer, die knusprige Haut von dem Hahn, leicht warm, ein Traum. Das Geflügel „Fleisch“ saftig, zart, harmonierte wunderbar mit dem erfrischenden Limonen-Joghurt, der Couscous hervorragend verarbeitet, ich glaube da wurde noch etwas Minze und andere Gewürze mitunter verarbeitet. Der Salat dazu perfekt, das ganze wie immer auf den edlen durchsichtigen quadratischen Glastellern, das haben wir schon 7 Jahre so erlebt, ich glaube das werden wir auch die nächsten 7 Jahre so erleben.
Immer wieder werden Brot und Butter nachgereicht, während unserer 2,5 Stunden hat jeder von uns immer was zu beißen gehabt. Aber auch das Flüssige wurde aufmerksam nach geschenkt. Wir entschieden uns für eine Flasche Weißburgunder von Dr. Deinhard aus Deidesheim, für faire 26 Euro angeboten.
Es geht weiter mit dem Hauptgang, bei meinem Bruder der in Limonenbutter schwimmende Skrei (Einzelpreis 33,50):
auf Blumenkohlpüree, Bärlauchzwiebeln und neuen Kartoffeln. Diese kamen aus Zypern, brachten dem Geschmack aber keinen Abbruch. Der Skrei war perfekt, schon wieder muss ich Lavandula zitieren „So muss Fisch“, perfekt glasig, schön gewürzt, die Limonenbutter gab dem Gericht das erste Frühlingserwachen. Alles perfekt aufeinander abgestimmt.
Aber auch der Rest war voll des Lobes mit dem Rücken vom Iberico-Schwein. (33,50).
Saftig, zart rosa, unheimlich guter Iberico-Geschmack. Dazu gab es einen mediterran abgeschmeckten Kartoffel-Püree, Tropea-Frühlingszwiebeln und Tempranillo-Sauce, diese war hervorragend reduziert und unheimlich ausbalanciert.
Damit sich unsere Zunge von dem Skrei bzw Schwein lösen konnte, wurden uns kleine Naschereien in Form von Pralinen und kleinen Kuchen serviert. Dazu gab es helle und dunkle Valrhona Schokolade und karamellisierte Orangen-Schalen.
Das Dessert dann abschließend der Höhepunkt. Mein Bruder ist wahrhaft kein „Süßer“, aber dass er als erster seinen Teller leer gemacht hat, war das eigentliche Highlight an dem Tag. Eine bessere Auszeichnung kann es für den Koch nicht geben.
By the way, Herr Dobler kam dann an unseren Tisch und unterhielt sich noch mit uns. Er meint, Rhabarber sei eines seiner Lieblingsgewächse, unvergleichbarer Geschmack und das i Tüpfelchen heute bei dem Dessert. Es gab eingelegter Rhabarber, Himbeere-Sorbet und „Crunchy Cheesecake“. Hier muss ich das Bild einfügen:
Das Himbeeresorbet war der Knaller, der Rhabarber wunderbar eingelegt, süß-sauer, fast schon Asia-Style. Der Cheesecake eine weitere Ausbaustufe, von dem was Lavandula und meiner einer vor knapp einem Jahr erleben durften. Ganz großes Kino.
Und endlich: Meine Frau kam in den Genuss eines Kokos-Desserts.
Eine himmlische Schneekugel, die Außenhaut weiße, auf der Zunge schmelzende Valrhona Schokolade, das Innenleben luftig weicher Kokos-Schaum und als Kern, eine dann aufbrechende lauwarme Karamell-Kugel (mit flüssigem Karamell). Als Gegenpart gab es eine Kugel säuerliches Mojito-Sorbet, ganz ausgezeichnet. Was für ein geiler Abschluss eines fantastischen Mittagessens !! Wir waren alle derart begeistert, dass wir uns einig waren. Wir müssen wieder her und das ziemlich schnell !!
„ Hier kann, nein, muss man sich einfach wohl fühlen“ und weiter „ beim Eintreten fällt sofort die eher klassisch ausgerichtete, geschmackvolle Einrichtung auf, ebenso die beiden großen modernen Kronleuchter, die ein angenehmes Licht spenden. Braun, weiß, ecru, die bestimmenden Farben, angenehme Kontraste, sparsame Dekorationen an den Wänden ..“ schrieb vor ca 10 Monaten meine geschätzte GG-Kollegin Lavandula und da hat sie 100%ig Recht.
Mein Vater und dessen jüngster Sohn, neudeutsch „Bruder“ waren noch nie in einem Sterne Restaurant. Mein... mehr lesen
Restaurant Dobler's
Restaurant Dobler's€-€€€Restaurant, Sternerestaurant062114397Seckenheimer Straße 20, 68165 Mannheim
5.0 stars -
"Über die Jahre hinweg gleichbleibende kulinarische Qualität, der Michelin gibt seit Jahren ein Stern und das zu Recht !!" DaueresserGK0712„ Hier kann, nein, muss man sich einfach wohl fühlen“ und weiter „ beim Eintreten fällt sofort die eher klassisch ausgerichtete, geschmackvolle Einrichtung auf, ebenso die beiden großen modernen Kronleuchter, die ein angenehmes Licht spenden. Braun, weiß, ecru, die bestimmenden Farben, angenehme Kontraste, sparsame Dekorationen an den Wänden ..“ schrieb vor ca 10 Monaten meine geschätzte GG-Kollegin Lavandula und da hat sie 100%ig Recht.
Mein Vater und dessen jüngster Sohn, neudeutsch „Bruder“ waren noch nie in einem Sterne Restaurant. Mein
Geschrieben am 01.03.2017 2017-03-01| Aktualisiert am
01.03.2017
Besucht am 24.02.20172 Personen
Rechnungsbetrag: 145 EUR
Sich einen Abend lang in die Hände des Sternekochs Andre Tinelt und eines versierten Sommeliers begeben, einfach nur genießen, entzückt sein über die Geschmackserlebnisse und mal fünf gerade sein lassen, das war unser „todo“ Plan für unseren Schwarzwald-Kurztrip. Immer wieder schauen wir auf die Homepage, bis wir endlich das für uns perfekte Arrangement vom Hotel Ritter gefunden haben. Eine Übernachtung, 36 Stunden Wellness, Sektfrühstück und abends kulinarisch genießen vom „regionalen von hier“ Sterneküchen Menü, 3 Gänge plus zusätzlich bis zu vier Zwischengängen für 139 Euro pro Person. Wir buchten für den letzten Freitag.
Zwischen Oberkirch und Offenburg in der südlichen Ortenau liegt das Hotel Ritter mit seiner über 350 jährigen verbrieften Gastronomie-Tradition. Im historischen Fachwerkhaus und den angrenzenden Neubauten sind 87 Zimmer, Wellnessbereich (mit Hallenbad und Whirlpool), Veranstaltungsräume und drei Restaurants angesiedelt. Im letzten Jahr waren wir im normalen „Hotel-Restaurant“ als wir uns für Fans der Sterneküche outeten bekamen wir kurzfristig das Sterne-Dessert serviert, das war fantastisch, seitdem hatten meine Frau und ich den Wunsch im Sternrestaurant Gast zu sein.
Wir sind fertig geduscht, ich spüle noch schnell von der Zimmerbar ein 0,5er Hefe runter um die Grundlagen für den Abend zu schaffen und gehe zusammen mit meiner Frau runter in den Exklusiv-Bereich, wo wir an der Eingangstür schon von 3 Servicekräften erwartet werden. Im Restaurant drin wirkt alles gedimmt nach dem Motto „im Dunkeln ist gut munkeln“. Zur linken stehen diverse Likörchen und Schnäpse und dahinter, geschickt von einem schwarzen Vorhang getrennt unser Tisch mit sensationeller Privatsphäre. Ein Tisch allein für uns und weit und breit nichts, der nächste Tisch über 10 Meter entfernt, so muss es sein.
Auf dem Tisch stehen frische Blumen, Brotteller in einer dunkelgrünen Farbe, Stofferserviette mit Silberring, Glas für Mineralwasser und ein ominöser schwarzer Kelch, was das wohl zu bedeuten hat ?
In der Reservierung stand dass das Küchenteam aus dem „von hier Menü“ (5 Gang für 139 Euro) 3 Gänge für uns zubereitet, mittags stand ich schon vor der Türe und studierte die ausgehangene Karte. 3XFisch, 1xFleisch (für 62 Euro) und Dessert. Ich hatte nur ein Wunsch, bitte Fleisch, viel Fleisch und mein Gebet wurde wohl erhört. Heimischer Saibling/Kotelett und Bauch vom regionalen Silva Schwein/Durbacher Bratapfel. Bevor jedoch der erste Gang serviert wurde, haben uns bereits fünf oder sechs „Grüße aus der Küche“ sämtliche Sinne auf höchsten Genuss eingestellt. Für den eiligen Leser der gerne den Text überfliegt eine Zusammenfassung:
sowie
Es ging los, schön in einer Holzwurzel serviert, jeweils ein Hirsesalat mit Bananen-Crunch. Hirsesalat mit Bananencrunch
Passend dazu servierte man mir ein kühles Pils als Aperitif, meine Frau nahm einen alkoholfreien Sekt mit Bratapfel+Apfelessig. Schmeckte super und passte etwas besser zu dem etwas süßlicheren Einstieg als mein herbes Pils. Als Begleitung für den Abend suchte ich uns eine Flasche Wein aus, der Sommelier Marco Feger empfahl uns einen Sauvignon Blanc, der stand aber mit 79 Euro in der Karte. Wir nahmen eine Flasche Riesling Kabinett vom Weingut Leiner in Ilbesheim (32 Euro), der hatte leichtes Spiel mit jedem Gang und war für uns ein perfekter Begleiter. Als nächsten Gruß aus der Küche kam ein dreierlei Gurke, stylisch auf einem Holzbalken serviert.
Rechts im Glas war das Beste von dieser Trilogie, Gurkenrelish mit hellem Tomatenschaum, oben war was fruchtiges rotes drauf, ich kann mich leider nicht mehr erinnern. In der Mitte eine Praline mit Stopfleber-Schicht und oben ein extrem hochdosierter Apfel-Gurken-Creme (ging so), und links auf dem Holzbrett ein Gurken Gelee mit Füllung (war auch nicht meins), ich spülte mit dem Rest Pils was ich noch hatte.
Als nächsten Gruß aus der Küche bekamen wir einen feinen Gugelhupf mit Speck vom regionalen Wollschwein, der Speck ganz zart und saftig im Geschmack, ganz ganz fein. kleine Brotauswahl
Dazu gab es noch eine Vielzahl von Brötchen, alle drei Brötchen hatten eine andere Konsistenz und wurden wohl anders zubereitet (salzig, süß und neutral). Dazu gab es in zwei Schälchen eine frisch aufgeschlagene Salzbutter sowie eine Art halbfeste Frankfurter Grüne Soße mit Einlage (weiß aber nicht mehr was das war, zu viel erlebten wir an dem Abend).
Als nächsten Gang kam der Sommelier an unseren Tisch und hielt in der Hand ein schwarzes Tuch, es verdeckte ein Gefäß. Jackpott, ein flüssiger Gang. Der Sommelier meinte, wir sollten Schlückchen weise das Getränk bitte genießen und nach 5 Minuten sollen wir ihm bitte sagen was das war. Die Farbe erkannten wir nicht, wir mussten uns 100% auf unseren Geschmack verlassen. Beim ersten Schluck stießen mir schon diverse Gemüsevarianten in den Kopf. Ich schmeckte Sellerie und Zitronengras heraus. Ich tippte auf einen Gemüsesud, meine Frau meinte gleich dass ist ein Wein. Aber welchen ? Nach 5 Minuten kam dann der Sommelier, ich erklärte dass ich Pfeffer und Sellerie und Zitronengras herausschmeckte, ich tippte auf Gemüsebrühe. Der Sommelier lachte und erklärte dass sei natürlich ein Wein und keine Gemüsebrühe. Wegen der Gewürze und tippte ich auf einen Gewürztraminer, meine Frau meinte sie habe keine Vorstellung, der Wein sei aber unheimlich würzig und lecker, es stellte sich ein „Weißherbst“ heraus, welcher mit asiatischen Gewürzen und „Dschungelfrüchten“ sehr gut zum Essen passte. Ein Unfall von einem regionalen Weinerzeuger, den man aber ins Programm mit aufnehmen werde.
Um uns auf den ersten Gang einzustimmen kam ein weiterer Gruß aus der Küche. Gelbe Beete mit Variationen von der Tomate
Gelbe Beete mit Variationen von der Tomate. Obendrauf ein Zwiebelchip für den Crunch, das ganze wurde dann vor unseren Augen mit flüssigem Kopfsalat aufgefüllt. Die gelbe Beete Kugel war gefüllt mit einer ganz zarten Feta Creme, welche sich ausgezeichnet den diversen Tomaten untergeordnet hat, ohne den fruchtigen-tomatigen Geschmack zu überdecken. Das war schon ganz großes Kino.
Als erster Ganz überzeugte uns dann der heimsche Saibling in Nussbutter gegart. heimischer Saibling "Komposition mit rotem Marshmellow-Baiser, rote Beete und gelbe Beete Kugel mit Kaviar"
Das Fisch-Fleisch war besonders aromatisch, schon pur ein absoluter Genuss. Die Komposition mit rotem Marshmellow-Baiser, rote Beete und einer famosen gelben Beete Kugel mit Kaviar, die Kugel war mit erfrischendem gelben Schmand gefüllt, erlaubte unserem Gaumen ein erstes richtig geiles Highlight zu erleben. Applaus, ich kann mich nicht erinnern, so einen fulminanten Auftakt jemals erlebt zu haben. Die verschiedenen Geschmacksrichtungen auf dem Teller, zusammen mit der erfrischen Schmandkräuter Sauce, ein Traum.
Wir bekamen dann immer wieder Brot nachgereicht, das schmeckte so lecker, dass wir aufpassen mussten uns nicht so den Bauch voll zu schlagen. Als nächstes kam eine kleine Postkarte an unseren Tisch,
auf der sah man eine Zeichnung vom gebratenen Salat, knuspriger Bauch vom Silva Schwein, Sauce Hollandaise, Schweineknusper und Weizengras. Die Servicekraft erklärte, man teile den Hauptgang in zwei Akten. Zuerst kommt der Schweinebauch.
Dieser kam auf einem vorgewärmten Teller, vor unseren Augen wurde uns wieder eine braune Nage eingegossen, die Sauce war himmlisch. Der Bauch oben schön Kross, der Speck schön weich, das i Tüpfelchen aber das Schweineknusper. Vom Geschmack und der Konsistenz erinnernd an die Cheese- und Onionringe, nur mit Schweineknusper-Geschmack. Das gebratene Salatherz hatte herrliche Röstaromen, dennoch war der Salat nicht weich sondern hatte Biss. Sensationell !!
Es ging weiter mit dem zweiten Akt und wieder der Postkarte (zum Einstellen und Nachlesen während des Essens). Kotelett vom Silvaner Schwein, eingelegter Kürbis, gebackene Eisbein-Kugel mit Füllung (ich glaube Stopfleber) und Pilzen.
Das Highlight am heutigen Abend. Der Sommelier erklärte uns was das mit dem Silvaner Schwein auf sich hat. „Glückliche Schweine, denen es „saugut“ geht und die das Wort Streß nicht kennen. Das schmeckte man. Ein Traum von Fleisch, noch ein oder zwei Stufen höher als mein geliebtes Iberico Schwein, das musste ich neidlos anerkennen „So muss Schwein schmecken“, so unser Sommelier und klopfte sich selber auf die Schultern. „Stücke mit Charakter“ fand ich, es muss nicht immer Filet sein. Was mir nicht so schmeckte, die Kugel Eisbein mit der Füllung, die Füllung erinnerte etwas vom Aussehen an den englischen Nierenpudding (das muss ich nicht haben). Da meine Frau aber gerne Innereien isst, war sie voll des Lobes über die Kugel.
Ein erstes Sättigungsgefühl trat ein, wir bekamen den nächsten Gruß aus der Küche.
Ich weiß nicht der wievielte das schon war, zur Erfrischung ein Blutorangensorbet, auf erfrischendem Schmand mit Knusper und Baiser. Das war eine moderne Art von Schwarzwälder Tiramisu, erfrischte unsere etwas eingeschlafene Zunge. Das war auch von Nöten, denn es ging schon weiter mit dem nächsten Gang.
Durbacher Bratapfel, in Form des Zeichens von Apple, giftgrün, erinnernd an Schleimi von den Ghostbusters. Gefüllt war das Teil mit einer feinen Nougatschicht und weißer Schokolade. Ich weiß nicht wie der Koch das hin gezaubert hat, dass dieser Eischnee so die Form hielt. Phantastisch. Dazu gab es knusper, knusper herrliche Karamellchips, Nusseis, zweierlei Haßelnuss (Creme und Mouse), Dörrapfel, Apfelbutter und zweierlei Apfel (einmal als Gelee und einmal als Fruchtdrops) – das Dessert war leider viel zu schnell leer. Als Begleitung fragte ich nach einem roten Süßwein, in der Hoffnung dass ich einen Banyuls Rimage bekomme. Aber Maitre Marius Jürke meinte, den habe man nicht,man habe aber den Thor da. Eine Art Portwein mit hohem Alkohogehalt (über 15 %), ich nahm die Empfehlung an und machte natürlich ein Bild. Im ersten Moment war er mir zu dominant, aber dann im Anschluss zu den Süßigkeiten welche noch folgen sollten, passte er sehr gut.
Als wir schon nach einem abschließendem Schnaps fragen wollten, kam der Patissirie Chef Tony Oehm mit einem Holzbrett und voller süßer weiterer Offenbarungen,
da ich fast nichts mehr essen konnte sagte ich zu ihm „lassen sie einfach das ganze Brett da, wir machen das schon leer“ - ich bekam Kokos-Curry, den Klassiker Schwarzwälder-Kirsch, Double Nougat sowie Trüffel. Die Nougat-Praline hatte mir am besten geschmeckt und ich fragte nach einem Nachschlag, ich bekam dann nochmals zwei (eine für meine Frau und eine für mich)
Zum wirklich Allerletzten, nochmals ein Gruß aus der Küche, ein "After the Dessert" Gruß,
auf einer grünen Gimmick Weinflasche nochmals feine Köstlichkeiten aus Nougat, Schokolade, Trüffel und "Wackelpudding" !!
Fazit:
Im exklusiven Gourmetbereich „Wilder Ritter“ zaubert der Sternekoch Andre Tinelt und sein Küchenteam. 1 Michelin-Stern, 16 GaultMillau Punkte, 8 Gusto „Pans“ sind schon mal ein kleiner Wink, was den Gast hier erwartet. Was uns super Gefallen hat, das Menü welches wir genießen konnten wird für Hotelgäste für 49 Euro angeboten. Auch die Getränke sind fair kalkuliert, für den Espresso werden 2 Euro, für den Sambucca 3 Euro fällig. Absolute Top-Empfehlung, das schreit nach einem Wiederholungsbesuch !!
Sich einen Abend lang in die Hände des Sternekochs Andre Tinelt und eines versierten Sommeliers begeben, einfach nur genießen, entzückt sein über die Geschmackserlebnisse und mal fünf gerade sein lassen, das war unser „todo“ Plan für unseren Schwarzwald-Kurztrip. Immer wieder schauen wir auf die Homepage, bis wir endlich das für uns perfekte Arrangement vom Hotel Ritter gefunden haben. Eine Übernachtung, 36 Stunden Wellness, Sektfrühstück und abends kulinarisch genießen vom „regionalen von hier“ Sterneküchen Menü, 3 Gänge plus zusätzlich bis zu... mehr lesen
Restaurant [maki:´dan] im Hotel Ritter
Restaurant [maki:´dan] im Hotel Ritter€-€€€Restaurant, Hausbrauerei, Weinkeller078193230Tal 1, 77770 Durbach
5.0 stars -
"Sterneküche mit regionalen, ausgezeichneten Frischeprodukten, modern interpretiert, kreativ inszeniert mit klassischen Wurzeln oder unser Kulinarische Kurzreise 02/2017 - Part 1.2" DaueresserGK0712Sich einen Abend lang in die Hände des Sternekochs Andre Tinelt und eines versierten Sommeliers begeben, einfach nur genießen, entzückt sein über die Geschmackserlebnisse und mal fünf gerade sein lassen, das war unser „todo“ Plan für unseren Schwarzwald-Kurztrip. Immer wieder schauen wir auf die Homepage, bis wir endlich das für uns perfekte Arrangement vom Hotel Ritter gefunden haben. Eine Übernachtung, 36 Stunden Wellness, Sektfrühstück und abends kulinarisch genießen vom „regionalen von hier“ Sterneküchen Menü, 3 Gänge plus zusätzlich bis zu
Geschrieben am 27.02.2017 2017-02-27| Aktualisiert am
27.02.2017
Besucht am 24.02.2017Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 96 EUR
Wir machen uns auf den Weg nach Durbach, am Abend sollte ein kulinarischer Höhepunkt mit dem Besuch des ein Sterne * Restaurant „Wilder Ritter“ folgen. Wie so oft suchen wir uns im Vorfeld, im optimalen Falle mittig, quasi bei der Hälfte der Zielroute einen schönen Zwischenstop heraus. Dieses Mal sollte es mal wieder Karlsruhe sein, in der letzten Zeit hier bei GG durch Borgfelder und Marc074 gastronomisch aufgewertet. Normalerweise besuchen meine Frau und ich meist das Cafe Bleu, die Kippe, den Hoepfner Treff oder meinen geliebten Griechen in der Herrenstraße auf. Dieses Mal sollte es aber anders sein. Ich stolperte in einer Gastro-Zeitschrift auf die kulinarischen Kochkünste von Sven Hemmann. Dieser bietet mit dem „Le Salon“ (1 Michelin Stern) und dem Bistro (2 Bestecke im Schlemmeratlas, 2 Diamanten im Vartaguide) der ehemaligen Färberei in Karsruhe Grünwinkel ambitioniertes Essen für jeden Geldbeutel an.
Die Hinfahrt ist etwas tricky, unser Navi erkennt die Adresse nicht an, deswegen parken wir irgendwo auf einem Firmengelände, die Arbeiter meinen „einfach über das Firmengelände laufen, dann kommen sie ans Kesselhaus, aber den gefüllten Geldbeutel nicht vergessen“. Uns war etwas mulmig, mitten unter der Arbeiterschaft hier durch zu gehen, aber nach 350 Metern kamen wir dann an der ehemaligen Färberei an.
Zur rechten das topp in Schuss wirkende Sandsteingebäude, in dem das Bistro und das Sterne-Restaurant beheimatet ist.
Meine Frau meint „hier scheint das Sternrestaurant zu sein, aber wo ist das Bistro ?“ sie deutetet auf die unzähligen Michelin, Gusto Points und andere Auszeichnungen, aber es scheint wohl nur einen Eingang zu geben :-)
Wir rein und gleich beeindruckt, ein kleiner schwarzer Flügel steht da imposant im Flur. Links ein Eingang, dahinter eine grelle orange schimmernde Farbe und viel Steinwerk und Holz. Wir gehen rein und sind nicht minder beeindruckt, als dass wir es schon von außen waren.
Mittig im Raum eine Freiluft-Empore, auf der standen schicke weiße Retro-Lounge Plastikstühle, alles einheitlich, auf beiden Ebenen. Fast alle Tische waren noch frei als wir schon von dem sehr sehr aufmerksamen Kellner mit Berliner Dialekt begrüßt wurden. Er erklärt, man sei fast voll in der Mittagszeit, aber ein Plätzchen gäbe es noch für uns "icke määnte noch einen Tisch gesichtet zu haben, wahh ?". Wir begleiteten ihn an die schicke Bar, Tische 107, 109 und 111 wären noch frei. Er begleitet uns dann zu unserem Tisch erklärt man habe für die Beruftstätigen einen schnellen Mittagstisch für 8,90. Heute waren das Linser Eintopf mit Würstchen und einen winterlichen Salat, außerdem gäbe es geschmortes Rind mit Tagliatelle für 13,90, dazu empfiehlt er uns auch gerne einen Wein und verließ uns wieder.
In der Mitte unseres Tisches ein gefaltetest DIN4 Blatt, in einem gestärkten Karton eingearbeitet. Ein 4 Gang Vegan/Vegetarisches Menü, außerdem zur rechten Sven Hemmans Bistro-Menü für 35 Euro.
Das hörte sich gut an, obwohl wir bei 35 Euro eigentlich schon im Sterne Niveau sind für ein Mittagessen (zb Dobler in Mannheim oder Becker`s in Trier). Aber wir sollten ja erst abends in den Genuss von Sterne Essen kommen, daher waren wir auch mit dem 35 Euro Menü von Sven Hemmann (er hat ja auch einen Stern in seinem Le Salon) einverstanden. Zum Durst sollte es ein Rothäuser Hefeweizen sein 0,5 für 3,80. Meine Frau wählte eine Cola Light.Wir bestellten beide das 3 Gang Menü welches unser Kellner mit einem „sehr geil“ kommentierte sowie „darf es zum Kalbsschnitzel ein trockenen Weißwein sein ? Wir haben einen perfekten Begleiter, einen fruchtig trockenen Grauburgunder von einem badischen Erzeuger“ - ja klar, den nehme ich natürlich auch.
Nach 10 Minuten bekamen wir ein Körbchen warmes und knsupriges Weißbrot hingestellt, ein Gruß aus der Küche, eine Creme, ein wenig Butter oder irgendwas anderes bekamen wir leider nicht. Das fand ich sehr schade. Dafür füllte sich das Lokal inzwischen, fast alle Tische waren besetzt. Am Nachbartisch wurde das Ragout vom Rind bestellt, dazu gab es einen Rotwein. Der wurde in einer Mini Karaffe (0,2 Liter) serviert, hatte ich vorher so noch nie gesehen. Das ist es auch, ohne jetzt schon mal auf die Essen und die Qualität der Zutaten ein zu gehen. Die kleinen Gimmicks für die Gäste, das Ambiente, das ganze Drumherum. Geht man auf die Toiletten ist es alles sehr sauber und modern, edle schwarze Fließen, zweierlei Stoffhandtücher, Desinfektion, Gel und Cremes für die Hände- Im Gang stehen zwei edle Sessel
die zum Verweilen vor den Toiletten einladen, wahrscheinlich für den Herren gedacht, so lange sich noch die feine Gattin die Nase pudert. Möglichkeiten auf den Toiletten gibt es zu Genüge, schön dazu der flache Fliesenspiegel oberhalb des Drückers. Alles sehr sehr fein in der Gerichtsstadt.
Wir bekommen unsere Vorspeise serviert.
Rote Beete Sushi mit Thaispargel-Salat und Soja-Ingwersud. Thaispargel knackig und lauwarm, der Soja Sud schmeckte leicht nach Soja, aber nicht nach Ingwer. Dazu gab es noch grüner Blattsalat und grüne Blattfäden, leider war das nicht angemacht. Zwei Sushi waren kalt, zwei Sushi hatten die Wärme vom Teller angenommen, etwas unrund. Was mich störte. Die Sushi schmeckten total fad, man schmeckte leicht die Rote Beete raus, aber vielleicht hätte man die Beete noch etwas auf peppeln können. Angerichtet sehr schön, es fehlte aber ein wenig die Würze und das runde in dem Gericht. Aber völlig Ordnung für den Anfang, aber ich merkte schon dass heute Sven Hemmann wohl nicht in der Küche stand, der Name stand wohl eher Pate des Menüs.
Aber gut, wir freuen uns auf das Kalbschnitzel. Und wie. Ein neues Referenz-Schnitzel ? Ganz ehrlich, so richtig angelacht hätte uns heute das Gericht vom Schlemmeratlas „ Das Haus empfhiehlt: Spinattagliatelle mit confiertem Eigelb, Pinienkernbröseln und weißem Trüffelschaum“, aber Kalbschnitzel geht natürlich auch immer:
Da lag es nun, vor uns.
Das Fleisch in einer knusprigen Hülle, diese hatte Salz und Pfeffer gesehen, sie löste sich schön vom Kalbfleisch, aber das Fleisch war meines Erachtens überhaupt nicht gewürzt. Pur schmeckte es total fad und überhaupt nicht nach Kalb erinnernd. Da fehlte Salz am Fleisch (und nicht nur ein wenig) – kein Vergleich zu dem Schnitzel von der Pinzgauer Stube in Mannheim, da liegen schon 2 Ligen dazwischen.Zu dem Schnitzel gab es in Butter ausgebackene Pellkartoffelscheiben, in der Pfalz „Gebredelte“ genannt. Das ganze mit Speck verarbeitet. Wenn man nun diesen Speck und Kartoffel und Schnitzel zusammen in den Mund schob, schmeckte das ganz gut.
Als Salat wurde uns ein Gurkensalat serviert, der wurde nicht geschält und auch nicht entkeimt, dünne Scheiben wohl vom elektronischen Küchenhelfer. Wenn ich Gäste habe mache ich mir schon die Mühe und entkeime die Gurken unter fließendem Wasser mit dem kleinen Löffel und mache auch die Schale (teilweise) ab, ich brauche ja Schale für das Dressing. Und den Anspruch stelle ich dann natürlich auch den Lokalen wo ich essen gehe. Vorspeise und Hauptgang jeweils 3,5 von 5 Sternen, passend dazu auch das Dessert.
Auf der Karte hörte sich das schön an. Bisquit Roulade mit Walnuss und Schoko. Tannenhonigeis und eingeleten Birnenspalten. Meine Frau mag keine Birnen, ich erklärte die schmecken bestimmt schön nach Rotwein, passend zur Schokolade.
Die gleiche Idee hatte auch der Koch, es tummelten sich aber noch Scheibchen vom Apfel dazwischen, das passte nicht ganz so gut mit dem Rotwein. Die Roulade war aber gut gemacht, das Tannenhonigeis konnte ebenfalls überzeugen ohne zu glänzen. In jedem Gang fehlte uns das Runde, das Ausgewogene, das Abschmeckende. Überzeugt hat uns heute der Kellner mit dem Berliner Dialekt, bestimmt bedient er auch abends die Gäste im Sterne-Restaurant, desweiteren die kleinen Gimmicks sowie das Ambiente und die Sauberkeit. Vielleicht war der eigentliche Koch heute krank, oder die Putzfrau machte ein Praktikum in der Küche, wer weiß ….
Fazit:
Der Grauburgunder schmeckte gut, erfrischte auf der ganzen Linie, schlug aber gleich mit 8,50 (für 0,2) zu buche, so dass wir am Schluß mit 2 Espresso (gingen nicht aufs Haus) mit knappen 100 Euro weniger die Weiterreise nach Durbach antraten. Ganz schön viel für das Erlebte, finde ich. Dennoch eine Empfehlung, schließlich verließen wir das Bistro gut gesättigt, ohne ein Völlegefühl zu haben.
Wir machen uns auf den Weg nach Durbach, am Abend sollte ein kulinarischer Höhepunkt mit dem Besuch des ein Sterne * Restaurant „Wilder Ritter“ folgen. Wie so oft suchen wir uns im Vorfeld, im optimalen Falle mittig, quasi bei der Hälfte der Zielroute einen schönen Zwischenstop heraus. Dieses Mal sollte es mal wieder Karlsruhe sein, in der letzten Zeit hier bei GG durch Borgfelder und Marc074 gastronomisch aufgewertet. Normalerweise besuchen meine Frau und ich meist das Cafe Bleu, die Kippe,... mehr lesen
4.0 stars -
"Regionale Frischeküche, modern interpretiert, mit kleinen Schwächen in der Zubereitung, aber perfektem Ambiente und Sterne (verdächtigem) Service oder unser Kulinarische Kurzreise 02/2017 - Part 1.1" DaueresserGK0712Wir machen uns auf den Weg nach Durbach, am Abend sollte ein kulinarischer Höhepunkt mit dem Besuch des ein Sterne * Restaurant „Wilder Ritter“ folgen. Wie so oft suchen wir uns im Vorfeld, im optimalen Falle mittig, quasi bei der Hälfte der Zielroute einen schönen Zwischenstop heraus. Dieses Mal sollte es mal wieder Karlsruhe sein, in der letzten Zeit hier bei GG durch Borgfelder und Marc074 gastronomisch aufgewertet. Normalerweise besuchen meine Frau und ich meist das Cafe Bleu, die Kippe,
Geschrieben am 10.02.2017 2017-02-10| Aktualisiert am
10.02.2017
Besucht am 05.02.20173 Personen
Rechnungsbetrag: 83 EUR
Der erste Blick auf die Speisekarte und der Gast weiss, hier gibt es mehr als Gyros und Bifteki. Wir wollten schon lange mal einkehren ins Malvasia, immer wieder stolpere ich über famose Google und tripadvisor Bewertungen, spätestens seit dem Neueintrag im Espresso 2017 war mir klar, hier müssen wir unbedingt einkehren – ganz ehrlich, wir haben es zu keiner Zeit bereut. Mehr noch, meine Frau sagt kurzerhand ihre Feier in Kallstadt bei einem angesagten Restaurant ab und vereinbart noch am gleichen Tag einen Termin zu ihrem Tag des Jahres.
Malvasia oder Malvasier sind eigentlich in südlichen Ländern verschiedene Weiß- und Rotweinsorten, vor allem aus Italien, Spanien, Portugal und Kroatien. Viele dieser Sorten sind antiken griechischen Ursprungs. Aber auch im antiken Griechenland hat es wohl keinen besseren Ausblicke gegeben als diese: Die Aussicht auf den See vom Wintergarten: beeindruckend. Der Blick auf die Speisekarte: beeindruckend. Der Blick auf die Dessertkarte: beeindruckend. Preis-Leistung: beeindruckend - das ganze Ambiente und drumherum im Wintergarten: beeindruckend !!
Kleiner Blick gefällig ?:
Der Wintergarten sommerlich leicht in hellen Farben mit lila Stich. Im Sommer gibt es noch eine kleine Außenterrasse, zum See ist es gefühlt nur eine Handbreit. Wir bekommen unseren reservierten Tisch zugeteilt, wir würden gerne in den Wintergarten, der Kellner „ leider komplett ausgebucht“ - macht nichts, dann beim nächsten Mal. Wer hätte gedacht dass 90 Minuten später meine Frau derart begeistert im Wintergarten ihren Geburtstag feiern wird ?
Das Restaurant hat leider keine eigenen Parkplätze, auf der Homepage wird aber darauf hingewiesen, man muss in dem schmucken Wohngebiet parken. Das macht uns überhaupt nichts aus. Alle Mehrfamilienhäuser sind hier top gepflegt, viele Maisonette Wohnungen unter den Dächern, die Vögel zwitschern, hier zu wohnen, das ist schon traumhaft. Zurück ins Restaurant: Leder an den Wänden, die Eckbänke sind top gepolstert, die Tische sind poliert, oben drauf Fliedertöne im Form von besseren Papierservietten und edlen Tischläufern. Echte Blumen auf den Tischen, wir schauen in die Speisekarte: Oktopussalat kalt und lauwarm, mit Paprikawürfeln oder angemachten Kartoffeln. Auberginenpaste mit Knoblauch, Garnelen im Chili-Knoblauch, Baby Calamari mit Spinatpaste und frischem Baby-Mangold sind nur einige wenige Vorspeisen, die mehr als verlockend klingen. „Nehmen sie sich Zeit und stellen sie ihre Mecedes Auswahl selbst zusammen“zu einigen Vorspeisen gibt es perfekt passende Weine.Wie klingt Lammfilet auf gegrillten Auberginen, auf Zuchini Pilz Beet und feinem Balsamico Dressing verfeinert ? Oder Xtapodi Sto Grill – saftig gegrillter Oktopus an Olivenöl-Zitronensauce und zweierlei Tentakel ?
Wir entscheiden uns für gegrillte Peperoni und Weißbrot - der Klassiker schlechthin. Zu Trinken sollte es bei mir zum Durst eine Hefe sein, das kam leider etwas mit ärmlicher Trübung an meinen Platz und nannte sich „Maisels Weiße“. Die Peperoni waren perfekt gegrillt, eingelegt in frischer Knoblauch-Butter-Kräuterbutter-Essig Sauce.
Mit den Peperoni im alten Simpl meine neuen Referenz Peperoni. Das Brot schön gerostet, mit Kräutern verfeinert, das Brot in der Sauce zu tunken, ein griechisches Fest. Auch meine Frau und meine Schwiegermutter in spe waren voll des Lobes.
Meine Frau wählte als Hauptgang (mal wieder) Lendenspieß vom Schwein mit Feta (15,90) dazu Steakhouse Pommes (laut Karte) und vorab ein Salat. Meine Schwiegermutter war nach pikantem – Gegrillter „Kafterospieß“ Schweinemedaillons, mit einer sehr pikanten Paprika-Chili-Sauce, ebenfalls mit Steakhouse Pommes und Salat, das Gericht schlug mit 13,90 zu Buche. Meiner einer suchte sich heuer das Teuerste heraus. Von der Sonderkarte „saftige Schweinemedaillns in Calvados-Apfel-Rahm-Sauce und einem Kartoffel-Zuchini-Fächer, vorab ebenfalls ein Salat für 17,90.
Alle drei Gerichte waren ausgezeichnet. Der Kafterospieß:
schön saftig gegrillt, die Sauce fruchtig, scharf, aber nicht imMund brennend.
Der Lendenspieß mit Feta
mit dem untypischen kräftigen Stall-Geschmack. Erinnerte schon an sehr guten Schafskäse, das Fleisch einen Tick zu lange auf dem Grill. Dazu gab es aber keine Steakhouse Pommes, meine Frau fragte nach, ob auch Gemüse machbar sei. Auf dem Teller wurde dann saftig gegrilltes Gemüse serviert. Diese war sehr gut gesalzen, schön ausbalanciert, die Änderung hat nix extra gekostet.
Ausgezeichnet auch die Clavados-Apfel Lende mit dem Fächer:
Auch hier das Fleisch einen Tick zu lange auf dem Grill /in der Pfanne, dennoch mit der exzellenten Sauce ein Genuss mit jedem Biss. Ich hörte auf den Kellner, der mir einen fruchtigen Cabernet Sauvignon (70%)/Syrah (30%) Cuvee dazu empfahl. Der passte ausgezeichnet, das Viertel für 4,80, mehr als fair.
Nach der Hauptspeise kam wieder der sehr aufmerksame und sympathisch wirkende Kellner an unseren Tisch. Ich fragte nach Galaktoboureko , dem griechischen Kult-Dessert. Er erklärte dass man dazu den Filoteig/Blätterteig (!!!!) selbst herstelle, diesen dann in einer riesen mehrstündigen Arbeit mit Griessteig vermengt, wieder erkalten lässt und am Ende wird er nochmals gebacken (?)/erwärmt und getränkt. 3,90 für dieses selbst gemachte Dessert mehr als ein Witz.
Angerichtet mit einer schmelzenden Kugel Bourbon-Vanille- Eis war das ein geschmackliches Highlight - aber nicht nur das Galaktoboureko nein auch Kadaifi, Baklavas, Bougatsa und die griechischen Loukoumades werden selbst hergestellt. Griechenland das Land der Desserts, ich dachte immer das sei Frankreich ?
Fazit:
5x5 Sterne, mehr geht nicht. Top Empfehlung !!
Der erste Blick auf die Speisekarte und der Gast weiss, hier gibt es mehr als Gyros und Bifteki. Wir wollten schon lange mal einkehren ins Malvasia, immer wieder stolpere ich über famose Google und tripadvisor Bewertungen, spätestens seit dem Neueintrag im Espresso 2017 war mir klar, hier müssen wir unbedingt einkehren – ganz ehrlich, wir haben es zu keiner Zeit bereut. Mehr noch, meine Frau sagt kurzerhand ihre Feier in Kallstadt bei einem angesagten Restaurant ab und vereinbart noch am... mehr lesen
Restaurant Malvasia
Restaurant Malvasia€-€€€Restaurant, Vereinsheim, Take Away0621180684870Alberichstraße 98 a, 68199 Mannheim
5.0 stars -
"Feine, ausgezeichnete, beeindruckende griechische Küche mit erstklassigem Ausblick auf den Stollenwörthweier. Ach, wie schön kann es nur in Mannheim sein ..." DaueresserGK0712Der erste Blick auf die Speisekarte und der Gast weiss, hier gibt es mehr als Gyros und Bifteki. Wir wollten schon lange mal einkehren ins Malvasia, immer wieder stolpere ich über famose Google und tripadvisor Bewertungen, spätestens seit dem Neueintrag im Espresso 2017 war mir klar, hier müssen wir unbedingt einkehren – ganz ehrlich, wir haben es zu keiner Zeit bereut. Mehr noch, meine Frau sagt kurzerhand ihre Feier in Kallstadt bei einem angesagten Restaurant ab und vereinbart noch am
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Das urban gehaltene Bistro/Bar im Industrie-Look wird ganz dem Burger (ab 17 Uhr) gewidmet, das St.James hat es in der neusten Ausgabe des Espresso gleich unter die 15 besten, Rubrik "Finest fast Food" in der Region Rhein Neckar geschafft, womit wir auch gleich beim Thema wären. Mitten im Jungbusch und doch ein wenig abgelegen. Wir fahren mit unserem Auto hin und her, ein großes Schild „Eingang“ aber kein „P“ für Parken. Wir können nicht mal Behinderten-Parkplätze erkennen, das vorab ist ein großes Minus.
Unsere Bekannten sitzen bereits im nett dekorierten Außenbereich und genießen noch die letzten Sonnenstrahlen, wir blicken hinüber auf die andere Seite des Seitenkanales und nehmen noch eine letzte Brise „Container-Schiff“ und gehen in den Innenraum, der ist noch leer, wird sich aber im Laufe des Abends komplett füllen. Unsere Bekannten versuchten am Mittag zu reservieren, erreichten aber nur einen "old school"Anrufbeantworter, in der heutigen multimedialen Gesellschaft schwach. Wir erwarten für eine Lokalität im neu sanierten Bezirken mindestens eine KI Telefonstimme die kurz mit uns plaudert und die Reservierung entgegen nimmt, welche auch passend zur urbanen Inneneinrichtung wäre.
Wir sitzen an einer großen Fensterfront und schauen nach draußen.
Schön ist es hier. Zur linken haben wir freie Sicht in die Küche und hinter die Theke.
Im Service arbeiten heute zwei überforderte Servicedamen, eine schwarzhaarige die komplett überfordert war, sowie ein blonde Kraft, die sich sichtlich bemühte, ihr aber anzumerken war, dass sie diesen Job nicht gelernt hat. Im Laufe des Abends stößt noch der Inhaber dazu, er begrüßt lediglich die Stammgäste, die Hände die ganze Zeit in den Jeanstaschen, mehr macht er nicht.
Hinter der Theke arbeitet ein sogenannter Oberkellner, richtig strukturiert sieht das ganze leider nicht aus. Auch der Espresso lässt an dem Service kein gutes Haar, hier gibt es enormes Verbesserungspotential.
Für Veganer /Vegetarier gibt es heute im Lokal eine Alternative, einen „Wilde Hilde“ Burger, mit Quinoapatty und veganem Bun (Brötchen) dazu gibt es eine vegan/vegetarisches Birnenchutney. Für Vegetarier ist das wirklich die einzigste Alternative, schade, der Flexitarier (der Massentierhaltung aus schließt und sich nur von nachhaltiger, ökologischer Tierzucht ernährt) bzw der "Otto-Normalo" Fleischesser hat da mehrere Alternativen. Selbst an den Pescetarier wird gedacht, für ihn gibt es ein Fisch-Patty. Dazu gibt es noch Lamm-, Chicken-, Wildschwein- und Beefpattys. Nebst diversen Buns (Brötchen) von Quino über Vollkorn, Ciabatta bis hin zu Brioche Brötchen ist fast alles vertreten. Mir fehlen aber die klassischen Bun`s, die sogenannten Weizen / normalen Burger-Brötchen, welche schön mit Schweinefett bespritzt sind. Erste Hintergedanken und kleine Fragezeichen stiegen in meinem Hinterkopf auf.
Auch schön, dass bei den Burgern in der Karte jeweils die Grammangabe steht. Die Jungs in der Küche sind flexibel, man kann jede Zutat mit jeder anderen Zutat kombinieren. Ob es dann am Ende aber schmeckt, da übernimmt die Küchencrew natürlich keine Haftung, daher sollte man bei denen über der Küchentheke aus gehangenen Kreationen bleiben.
Zu trinken sollte es diverse Getränke geben, meine Frau nimmt eine selbst hergestellte orangen Limonade, sehr lecker, aber mit 4 Euro nicht gerade günstig. Ich entscheide mich für ein Welde Hefe vom Fass 0,5 für ebenfalls noch vertretbare 4 Euro und stellen nach der Essensbestellung die Stoppuhr, ob es denn die Küchencrew schafft innerhalb der 10 Minuten zu bleiben um uns die bestellten Burger zuzubereiten.
Wir warten fünf Minuten, es werden zwei Burger heraus gebracht, allerdings nicht unsere. Zehn Minuten sind vorbei, immer noch nichts. Ich schaue auf die Stoppuhr, 18 Minuten, dann bei 25 Minuten wieder, bei 32 Minuten erneut. Ich schaute den Mann der Freundin meiner Frau an, er hatte Durst und verzog die Augen. Er hatte immer noch nichts zu trinken vor sich stehen, während des ganzen Abends sollte es im verwehrt sein etwas zu trinken, denn die Servicekräfte liefen zwar gefühlt 30 mal an unserem Tisch vorbei, fragten aber nicht ein einziges Mal nach, ob der Gast noch was zu trinken haben wollte. Nach über zweieinhalb Stunden sitzen, bestellte er dann von sich aus einen Espresso zum Abschluss. Ich schwenke wieder auf die Stoppuhr meines Handys, über 45 Minuten Wartezeit (auf einen Burger), das ist viel zu lange.
Nach knapp 50 Minuten kamen dann unsere bestellten Essen.
Zuerst kam Walzing Matilda (9,90), dazu gab es Süßkartoffel Pommes mit Meersalz (2,90).
Das Patty bestand aus 100 % Lammschulter, war komplett durch gegart, aber saftig. Dazu gab es eine Limetten-Aioli, nebst rohen Schalotten, eine fruchtige Salsa und ein Ciabatta Bun. Der(die) Esser(in) hat es gut geschmeckt, laut ihrer Aussage erkannte bzw erschmeckte man, dass es sich um Lammfleisch handele. „Sehr lammig“ ihre kurze Antwort. Das Lammpatty brachte stolze 180 Gramm auf die Waage und war absolut ausreichend, da die Süßkartoffel sehr zahlreich und sehr sättigend machte. Von diesem Burger probierte ich nicht. Ich probierte aber von dem Burger meiner Frau - „Cheesus Christ“ (7,90):
160 Gramm Rindfleisch, komplett durch gegart, saftig und gut nach Beef schmeckend. Ich vermisste etwas den Käse, dennoch schmeckte er mir so gut, dass ich den wohl als zweiten finalen Burger heute Abend bestellen sollte. Auf dem Patty war Cheddar Käse, Gurke, Tomate, etliche klein geschnippselter Eisbergsalat. Das ganze in einem neutral schmeckenden Brioche Bun. Meine Frau wählte normale Pommes Frites als Beilage, das wurde mit 1,90 extra berechnet. Diese waren gut frittiert, etwas labbrig, aber noch im grünen Bereich.
Für mich sollte es zuerst der Punisher sein, der schlug mit 9,90 zu buche.
Das Roggen Bun war außen knusprig und lau warm, in der Mitte leider kalt. Das 180 Gramm Rindfleisch-Patty bestellte ich medium rare, allerdings war das maximal medium-done, leicht nach rosa erinnernd (siehe Bild). Die rauchige BBQ Sauce verwandelte den Punisher in eine kleines Burger Fest, denn der optimale Gegenpart spielte nicht John Travolta wie in dem gleichnamigen Film, sondern eine schön fruchtige, leicht pikante Apfel-Chutney. Etwas komisch schmeckte mir der Bacon, der schmeckte ganz und gar nicht nach Schwein, sondern nach einer anderen Tierart, dennoch war das schon ganz großes Burger Kino und hieft das St James in der Burger Rangliste auf Platz 3 knapp vor Hinriette, denn der absolute Höhepunkt des Abends war „Catfish“ mit 11,50 der teuerste Burger am heutigen Abend – er sollte auch der Beste sein.
Der Esser war voll des Lobes, seine Frau probierte und meinte kurz „Hammer mäßig“, auch ich probierte. Auf meiner Gabel fanden sich: Lemongras und Wakame-Alge, koreanische Asia/BBQ Sauce, Mango Chutney und ein Stück Wells, welcher als Wells Patty mit Ingwer verfeinert in der Karte stand. Das Geschmackserlebnis war sagenhaft auf neudeutsch: Hammer mäßig gut !! Irgendwie nach Fisch erinnernd, dazu leichtes Ingwer Kribbeln auf der Zunge, das Süße von der Mango, dazu das rauchige und pikante von der koreanischen BBQ Sauce. Ganz großes Burger Kino !! Die Süßkartoffelpommes passten hier wie die bekannte Faust aufs Auge !!
Das es nicht auf Platz 2 gereicht hat, daran war allein der zweite servierte Burger „Cheesus Christ“ sowie die teilweise schläfrig wirkende Bedienungen und das amateurhafte Zeitmanagement der Küche schuld.
Ich hatte bewusst auf Pommes verzichtet, damit ich mir noch einen zweiten Burger erlauben kann. Bestellt wiederum medium rare, kam dieser komplett durch gegart an den Tisch.
Das zu doll aufgegangene Brioche Brötchen schmeckte weder neutral,so wie bei meiner Frau, sondern war leider babb-süß, auch suchte ich den Käse vergebens, er lief etwas an der Seite heraus, aber das war zu wenig. Auch stimmte das Verhältnis von Brötchen und Fleisch in keinster Weise,
am Ende hatte ich nur einen süßen Brei im Mund - dennoch reicht es insgesamt für einen knappen dritten Platz in der Burger Rangliste (den zweiten Burger vergessen wir mal ganz schnell)
Fazit:
Die Auswahl gefällt uns gut, Wildschwein, Chicken, Lamm und Rinderpattys. Im Internet wird zudem für eine zweite vegetarische Alternative geworben ein Falafel Patty mit rosa Linsen, wo wir auch schon beim abschließenden Thema wären. Auf Nachfrage erklärte mir die Bedienung, dass die Auswahl der Fleischsorten und der Burgerbrötchen bewusst Moslemische Gäste ansprechen sollte, der Inhaber des Bistro ist ein Moslem, dennoch sind auch alle andere Religionen gerne gesehen. Dass man das mit Alkohol im St James nicht ganz genau nimmt, finden wir sehr gut. Schön wäre es wenn man beim Bacon auf Schweine-Bacon zurückgreifen könnte, man könnte es ja als Zusatz in der Karte vermerken (der schmeckt einfach besser). Empfehlung !!
Aufgrund der hohen Wartezeit auf die Burger bekam der Tisch am Schluß noch ein kostenloses "Schmankerl", in Form eines Dessert im Glas. Eine Art Kaffee/Latte Macchiatto halb gefrorenes, war sehr gut.
Die aktuelle "Daueresser" Burger Rangliste in Mannheim:
1.***
2.***
3. St. James Bar & Deli
4..Henriette
5. Lachende Kuh