"Wer auf ehrlich gewokte Thaiküche steht, dem sei dieses Lokal schärfstens empfohlen"
Geschrieben am 22.07.2024 2024-07-22 | Aktualisiert am 22.07.2024
Restaurant Soong Hau
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Restaurant
072193385334
Wilhelmstraße 17, 76137 Karlsruhe
"Gefällige Mittagsrast beim currykochenden Teigtaschen-Vietnamesen"
Geschrieben am 18.07.2024 2024-07-18 | Aktualisiert am 18.07.2024
Viet Aroma Restaurant
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Restaurant
072147002287
Gottesauer Straße 19, 76131 Karlsruhe
"Wenn Roberta und Marko zu Tisch bitten, dann tun sie das mit ganz viel Amore!"
Geschrieben am 15.07.2024 2024-07-15 | Aktualisiert am 15.07.2024
Ristorante A Tavola!
€-€€€
Restaurant
015231417360
Goethestraße 23, 76135 Karlsruhe
"Anders unterm Turmberg: Mit Bento, Bun und Pho-parazzo!"
Geschrieben am 24.06.2024 2024-06-24 | Aktualisiert am 25.06.2024
Tawa Yama - Easy
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Loungebar, Sternerestaurant
07219098950
Amalienbadstr. 41b - Bau B, 76227 Karlsruhe
"Cafe- Deli"
Geschrieben am 23.04.2024 2024-04-23
LUUC | Café · Deli · Wein
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Bistro, Cafe
072115117864
Sophienstr. 112, 76135 Karlsruhe
"Sehr fein!"
Geschrieben am 18.02.2024 2024-02-18 | Aktualisiert am 18.02.2024
Restaurant Tawa Yama | Fine
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Restaurant, Sternerestaurant
07219098950
Amalienbadstr. 41b - Bau B, 76227 Karlsruhe
"Tawa Yummy"
Geschrieben am 27.01.2024 2024-01-27 | Aktualisiert am 27.01.2024
Tawa Yama - Easy
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Loungebar, Sternerestaurant
07219098950
Amalienbadstr. 41b - Bau B, 76227 Karlsruhe
"Über zwei wundervolle Abende im (nicht mehr ganz so) neuen Karlsruher Vorzeigebistro..."
Geschrieben am 06.01.2024 2024-01-06 | Aktualisiert am 07.01.2024
Bistro Margarete
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Restaurant, Bistro
072140244773
Scheffelstraße 55, 76135 Karlsruhe
"Kulinarisch gesehen leuchtet hier nur das Burghofbier so richtig hell!"
Geschrieben am 18.12.2023 2023-12-18 | Aktualisiert am 18.12.2023
Gasthof Hoepfner Burghof
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Restaurant, Hausbrauerei, Biergarten
0721622644
Haid-und-Neu-Straße 18, 76131 Karlsruhe
"Modern oder traditionell – hier findet jeder was"
Geschrieben am 02.10.2023 2023-10-02 | Aktualisiert am 02.10.2023
Restaurant Mai Garden
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Restaurant
072195965378
Herrenstr. 23, 76133 Karlsruhe
"Bei diesem farbenfrohen „Hanoier Allerlei“ stimmten auch die Ra(h)menbedingungen"
Geschrieben am 24.09.2023 2023-09-24 | Aktualisiert am 24.09.2023
Restaurant Mai Garden
€-€€€
Restaurant
072195965378
Herrenstr. 23, 76133 Karlsruhe
"Enttäuschte Liebe"
Geschrieben am 20.09.2023 2023-09-20 | Aktualisiert am 21.09.2023
Yangda | Chinesische Küche
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Restaurant, Biergarten, Gaststätte
0721881231
Ettlinger Allee 7, 76199 Karlsruhe
"Den Wespen hat’s geschmeckt, uns nur zum Teil"
Geschrieben am 16.09.2023 2023-09-16 | Aktualisiert am 16.09.2023
Gasthof Hoepfner Burghof
€-€€€
Restaurant, Hausbrauerei, Biergarten
0721622644
Haid-und-Neu-Straße 18, 76131 Karlsruhe
"PLV-Alarm in der kulinarischen Tempo-30-Zone einer serviceschwachen System-Gastro!"
Geschrieben am 15.08.2023 2023-08-15
Purino Karlsruhe Mühlburger Tor
€-€€€
Restaurant
072196310217
Kaiserallee 3, 76133 Karlsruhe
"Ade, Bootshaus! – Salli, Wirtshaus!"
Geschrieben am 05.04.2023 2023-04-05 | Aktualisiert am 06.04.2023
Kühners Wirtshaus
€-€€€
Restaurant, Wirtshaus
0721572657
Rastatter Straße 23, 76199 Karlsruhe
"Alles im Ramen"
Geschrieben am 09.03.2023 2023-03-09 | Aktualisiert am 09.03.2023
Min Ramen Bar
€-€€€
Restaurant
072114597578
Waldstraße 19, 76133 Karlsruhe
"Stehst du auf matschige Buns und siehst nur Rot-Weiß – dann bist du goldrichtig bei diesen fünf Guys!"
Geschrieben am 08.03.2023 2023-03-08 | Aktualisiert am 08.03.2023
Five Guys
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Schnellrestaurant
072120440616
Kaiserstraße 215, 76133 Karlsruhe
"Alternative Location für Cocktails, Drinks und Kaffee"
Geschrieben am 01.03.2023 2023-03-01 | Aktualisiert am 01.03.2023
Café Electric Eel
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Bar, Cafe
072166992906
Werderstr. 35, 76137 Karlsruhe
"Leckeres griechisches Essen mit schönem Außenbereich!"
Geschrieben am 01.03.2023 2023-03-01
Panorama
€-€€€
Restaurant, Take Away
072168078539
Kantstraße 12, 76137 Karlsruhe
"Tolles Café mit schönem Ambiente und leckerem vegetarischem + veganen Essen!"
Geschrieben am 01.03.2023 2023-03-01
LUUC | Café · Deli · Wein
€-€€€
Bistro, Cafe
072115117864
Sophienstr. 112, 76135 Karlsruhe


Von außen eher unscheinbar...
Blick zur alkoholbeladenen Theke
Styropor-Chips zum Klemmbrett
Zwei Vorspeisen aus dem Fettbad
Knusprige Nem mit Teriyaki-Verzierung
Die Nem im Detail
Ach diese Dumplings....
Frittierte Gyoza mit Huhn-Gemüse-Füllung
Chicken Curry von der Mittagskarte
Salat in Currysauce...muss das sein?
Unter einem Chicken Curry stelle ich mir eigentlich etwas anderes vor....
Hier gehts "zu Tisch!"
Außenansicht am Abend
Blick zur Spezialitäten-Theke
Ehrlich - süffig - badisch!
Caprese von "die Buffel"
Charcuterie vom Feinsten
Prosciutto Crudo Riserva neben eingelegten Artischocken und Zucchini
Tagliere Gourmet (linker Rand) mit Käseschwerpunkt
In Amarone gereifter Kuhmilchkäse und Mortadella aus Bologna
Tortellini di Valeggio in Salbei-Butter
Lasagne alla Bolognese wie sie sein soll!
Leckerschmecker-Nudelblätter!
Nicht nur Großmutters Lieblingskuchen
Beeindruckendes Tiramisu
Caffè americano per il Presidente
Den namensgebenden Hausberg immer fest im Blick
Hängendes Grün mit raumteilender Funktion
Ein Hauch von Asia-Kantine
Innenansicht vom "Easy"
Durch die Schrankwand ins Glück...bzw. Fine
Der Eingang war gut beschildert
Da schmeckt das Flaschenbier doch gleich viel besser!
Bao-Bun mit Bauch
Daenerys-Targaryen-Gedächtnis-Snack
Tawa-yamisches Burger-Gedeck
Der Bento Box Burger (ohne Bento Box)
Pho (ohne Caccia)...
Ach diese Mochis....

























Blick auf Durlachs Fuji
Durch die Schrankwand geht's ins Sternerestaurant
Die Tiefe des Raumes
Wolodymyr-Selenskyj-Gedächtnis-T-Shirt
Dracheneier
Sieht nur so aus wie ein Bonsai-Döner
Burger Schranke
Phorher
Nachher
Da geht's rein!
Das Brünnlein im Hof trug zur entspannten Atmosphäre bei
Lässige Sommerbar in einem lauschigen Karlsruher Innenhof
Je später der Abend, desto lauschiger der Innenhof
Hier lässt es sich im Sommer gut aushalten...
Erste Durstlöscher
Weißweincuvée vom Waldkirch - eine sichere Bank!
Mit Dillöl verfeinerter Gurkensalat in flüssiger Form
Ein Knusperbrot der Extraklasse
Bretonische Salzbutter
Rindertatar mit Pfifferlingssalat und Wildkräutern
Klassisch, köstlich, senfig! Das famose Rindertatar
Pfifferlinge von Format
Pfifferlingschaumsüppchen mit ordentlicher Pilzeinlage
Ein stattliches Panierstück!
Cordon-Bleu vom Landschwein mit Pommes, Gurkensalat und Preiselbeeren
Cremiges Püree sucht zartes Bäckchen zwecks hausmannsköstlicher Vermählung
Mit Madeirajus noch besser!
Für Omas Käsekuchen war noch ein wenig Platz im Magen
Urbaner Bistrochic in trendigem "Dark"
Schickes Ambiente

Manchmal muss es ein Chardonnay vom Mosbacher sein
Echte, abgeflämmte Saiblingskunst!
Toller Fischgang - optisch und gustatorisch!
Burratina vom Bodensee auf bunten Tomaten mit Aprikose
Rumpsteak auf badisch...
Kalbsrücken in "symbadisch"...
Ein perfektes "Medium"...
Margarete by night
War gut was los im Bistro
Bei der Auslastung scheint das Konzept des Lokals aufzugehen
"Eine feste Burg ist unser Hof!" (frei nach M. Luther)
Relaxte Abendstimmung im Biergarten
Das wirklich exzellente Burghof-Helle
In dem Fall dann doch lieber Bier als Gulasch!
Sicher ein beliebter Hauptgang in jeder AFD-Kantine...
Badischer Flammkuchen
Fast von allem zu viel...






Außenansicht
Der Gastraum machte einen gediegenen Eindruck
Platz hatten wir genug...
Mit Blick in die Küche
Kunstvoll arrangierte Heimatgeschichte an der Wand
Gastraum mit Mut zur klaren Linie
My Quang Dau Phu - mit Erdnüssen und Sesamchip
Tofu auf Reisbandnudeln mit Spiegelei...why not?
Mein farbenfrohes "Pho Tron Thap Cam"
Entrecôte-Streifen, Maishähnchenstücke und Garnelen auf Reisbandnudeln in Curry-Sauce
Eine der Garnelen im Detail
Blick nach drinnen
Blick nach draußen durch die Phalänopsen
Man kann ja wenigstens mal gucken.
CO2 nur rechts
Aber die Zwiebeln...!
Ente an Ketchup
Bierburg
Burgtor, aber zu
Industriespürnasen
Dritter Versuch
Schattenwirtschaft
Laubenpieper
Sich wundernder Hund
Auch für Nichtradler
Bereits angetrunken
Wiener Art
Schwein muss man haben
Zähes Gulasch
Hmm...wir waren gespannt!
Außenansicht (by night)
Fabrik-Charme mit Stil
Der Gastraum im wertigen Industrial-Look
Die technische Ausstattung am Empfang beeindruckte...
Thunfischcrème-Stulle alias Bruschetta-Tonnato
Das Knoblauchbrot
Meine noch nicht umgerührte Tomatensuppe
Insalata "Grande" mit gebratenen Rinderstreifen
Taglierini alla Carbonara
Pizza "Gamberetti" mit Thunfisch, Shrimps und Peperoni (statt Oliven)
Statt Pizzapalaver gab's Pizza "Parlare" (mit Kochschinken und Champignons)
Manchmal hilft nur noch Bier aus großen Gläsern!
Der alkoholfreie Virgin Ginger Mojito
Leute, Leute...sowas geht gar nicht!!
Waldarbeiterplatte vom Schweinenacken
Beilagensalat mit feinem Honig-Senf-Dressing
Knusprig, dünn geklopft und gut gewürzt!
Das Schnitzel vom Jäger












Von außen modern verglastes "Hui"
Innen herrschte sterile Funktionalität gepaart mit teils maßloser Refill-Mentalität
Links sitzt einer von five guys an diesem späten Vormittag
Blick zur Bestelltheke
Man beachte die Knautschreste am Bun nach dem Entfernen der Alufolie
Mein Bacon-Cheeseburger
Tüten statt Tabletts - nur die Five Guys wissen wahrscheinlich wieso...











Hier existiert seit 1929 (!) das kultige Programmkino „Schauburg“, in dem ich mir früher als Student die ein oder andere Double- bzw. Triple-Night – wer sich einmal drei Monty-Python-Filme hintereinander angeschaut hat, der gilt zumindest in Sachen englischem Humor als komplett schmerzbefreit – um die Ohren geschlagen habe.
An diesem Abend lief dort die amerikanische Tragikomödie „The Holdovers“, in der sich ein mürrischer Lehrer gezwungen sieht, seine Weihnachtsferien mit ein paar renitenten Schülern – den sogenannten „Holdovers“ (= „Überbleibsel“) – zu verbringen. Für meinen Lehrerkollegen und mich die perfekte Story, die da mit einem großartigen Paul Giamatti (bekannt aus dem humorvollen Schluckspecht-Roadmovie „Sideways“) verfilmt wurde.
Das Soong Hau liegt fußläufig knapp 5 Minuten von der „Schauburg“ entfernt. Optimal gelegen, um vor dem Film die im Netz sehr gut beleumundete Thaiküche von Choochan Duberny einmal auszuprobieren. Küchenchefin Duberny führt das Lokal zusammen mit ihrem Mann Hans-Jürgen, der sich als Serviceleiter „symbadisch“ um seine Gäste kümmert.
Kostenfreie Parkmöglichkeiten sind in der Karlsruher Südstadt ein seltenes Gut. Abhilfe schaffen da die nahegelegenen Parkhäuser des Badischen Staatstheaters und des Kongresszentrums. Wir waren mit der Straßenbahn unterwegs, was uns einen kleinen Spaziergang vom „Ettlinger Tor“ aus einbrachte.
Das Innere des Thairestaurants sah mal gar nicht asiatisch aus.
Die verklinkerten Wände, der in die Jahre gekommene Holzdielenboden und das einfache, aber keineswegs unbequeme Wirtshausmobiliar erinnerten eher an gutbürgerliche Zeiten. Die hatte der Laden wahrscheinlich vor dem Einzug der Dubernys in ausreichendem Maße erlebt.
Choohan Duberny und ihr Mann Hans-Jürgen haben den etwas aus der Zeit gefallenen Gastraum mit ein paar wenigen, auf den Fensterbänken und an den Wänden platzierten Accessoires so behutsam in Richtung Asien dekoriert, dass dies kaum auffällt.
Zum Kneipenflair passte dann auch die Wahl unserer Getränke. Mein Kollege unterstützte mit einer Flasche Rothaus Tannenzäpfle (0,5l für 4,50 Euro) die Badische Staatsbrauerei, während ich gerne zum gut gekühlten Hacker Pschorr Kellerbier aus der Bügelflasche (0,5l für 4,80 Euro) griff. Ein solch wohlgehopfter Auftakt verlangte nach ein paar deftigen Startern.
Um dieser Absicht nachzukommen, ließen wir uns zunächst eine aus dem überschaubaren Vorspeisenangebot zusammengestellte, gemischte Knusper-Platte liefern. Das in der Karte als „Soong Hau Vorspeise“ (16 Euro) bezeichnete Potpourri an gebrutzelten Asia-Snacks bestand aus einer großzügig bemessenen Portion altbekannter „Wokgefährten“.
Wir waren positiv überrascht. Das kross frittierte Fingerfood war anscheinend selbstgemacht und kam nicht wie leider so häufig aus dem ewigen Eis. Auch fiel es nicht besonders fettig aus, was auf sorgfältiges Entfetten (mit Gitter oder Küchenkrepp) schließen ließ. Die mit Hackfleisch gefüllten Wan Tans nannten sich hier „Giew Thod“ und krachten bei jedem Bissen.
Das knusprige Frittiervergnügen für zwei hungrige Cineasten wurde von zwei gängigen Saucen (süß-sauer und Erdnuss) adäquat begleitet. Dippen gehört ja schließlich zum Handwerk dazu. Die vorher mit Curry-Kokos-Marinade behandelten Satay-Spieße begeisterten mit ihrem tollen Zitronengrasaroma.
Bei den saftigen Frühlingsrollen wurden fein geschnittenes Gemüse, Mu-Err-Pilze, Hackfleisch, Glasnudeln und Sojasprossen in Filoteigblätter gepackt und dann im Wok frittiert. Das Ergebnis war zwar außen etwas bröselig, aber innen verdammt lecker.
Einziger Kritikpunkt an dieser handwerklich einwandfrei auf die Platte gebrachten Auswahl an „Knusperkeiten“ war ihre Portionsgröße. Da wären auch locker drei Personen gut vorgesättigt zu ihren Hauptgerichten übergegangen. Aber vielleicht würden diese ja etwas reduzierter ausfallen – so zumindest unsere Hoffnung nach getätigter Plattenputzaktion.
Doch das war wohl eher Wunschdenken unsererseits. Sowohl die gebratene Ente auf rotem Curry namens „Gäng Ped Nor Mai“ (20,90 Euro) meines Kollegen als auch mein gebratenes Hühnerfleisch mit Bohnen, Paprika, Pilzen, Chili und Thai-Basilikum (15,90 Euro) waren nicht gerade schüchtern portioniert.
Keine Ahnung, warum ich bei der Bestellung meines „Gai Phat Gra-Pau“ leichtfertig Gaumenmut mit brennender Thaischärfe verwechselte. Eines stand bereits nach dem ersten Bissen fest: ich sollte meinen Wunsch nach Rachenfeuer übererfüllt bekommen. Aber wer sich im Soong Hau verschärfte Bedingungen wünscht, der muss auch mit den kulinarischen Konsequenzen umgehen können.
Mein Tischgenosse lobte unterdessen sein vortranchiertes, über dem roten Gemüsecurry thronendes Geflügel, das nicht nur durch seine kross gebratene Haut, sondern vor allem durch sein saftiges Fleisch überzeugte. Eine Chance auf Komplettverzehr des röschen Vogels hatte er dennoch nicht.
Dafür lag einfach zu viel Entenbrust auf seiner rechteckigen Servierplatte. Außerdem war da ja auch noch das knackig gewokte Gemüse (Paprika, Bambussprossen und Thai-Basilikum), das unter dem „Asia-Adler“ in reichlich roter Currysauce badete, und zusammen mit dem separat gelieferten Duftreis auch verzehrt werden wollte.
Auch ich mühte mich nach bestem Gewissen, mein mit zupackender Sauce und diversen kleinen roten Teufelchen gewürztes Hühnerklein verputzt zu bekommen.
Es schmeckte so viel besser als das mit angezogener Scharfbremse ein paar Stunden zuvor beim Vietnamesen servierte Curry. Bohnen, Pilze, Bambus und Paprika hatten genau den richtigen Biss. Den aromatischen Rest erledigten Knoblauch, Zwiebel, Chili und Thai-Basilikum in exakt austarierter Menge und Zusammensetzung.
Huhn und Reis traten angesichts des feurig-würzigen Arrangements eher im Hintergrund als Texturgeber mit Sättigungsfunktion auf, was nicht weiter schlimm war. Das kühle Kellerbier aus München musste die doch arg in Wallung geratenen Papillen von Zeit zu Zeit wieder etwas besänftigen. Auch der tadellos unter Dampf gekochte Duftreis sorgte für ein wenig gustatorische Entspannung am Gaumen. Keine Ahnung wie, aber ich schaffte es gerade so, diese „heiße“ Hühnerplatte gänzlich zu vertilgen.
In diesem authentischen Thailokal – durchaus vergleichbar mit dem ebenfalls auf aromatische Frische und mutige Würze setzenden Restaurant „Thai-Orchid“ aus der Adlerstraße – würde ich jederzeit wieder aufschlagen. Allerdings würde ich mich mit der „Standard-Ausführung“ bei den in der Karte als „scharf“ ausgewiesenen Speisen zufriedengeben. Allein schon um keine unnötigen Gaumenkriegsschauplätze zu eröffnen.
Auch den frisch frittierten Querschnitt durchs krosse Vorspeisenprogramm würde ich auf ein paar wenige knusprige Teigtaschen oder ein paar im Teigmantel ausgebackene Garnelen reduzieren. Denn überfuttern muss sich ja wirklich niemand.
Wer sich also vom etwas altbacken anmutenden Ambiente nicht abschrecken lässt und statt konfektionierter panasiatischer Massenware lieber ehrlich gewokte Thaiküche aus fachkundiger Frauenhand bevorzugt, dem sei das Soong Hau in der Südstadt schärfstens empfohlen.
Wie in unserem Fall lässt sich dieser anregende Abstecher nach Fernkost prima mit einem Besuch des Programmkinos „Schauburg“ kombinieren. Vielleicht schaffen es ja meine Frau und ich nach langer Abstinenz auch mal wieder, zu zweit einen Film in unserem Karlsruher Lieblingskino anzuschauen. Apropos schauen: schau’n mer mal…