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Außenansicht mit dem Eingangsbereich. Ganz hinten befindet sich die offene Küche, gleich vorne rechts die "Pasta Manufaktur".
Die Nudelmaschinen sind hier wahrlich nicht nur Deko.
Papardelle mit Kapern-Oliven-Sugo und Ziegenfrischkäse
Innenansicht mit Blick auf die Theke.
Die "Retro-Sofa-Ecke".
Arabisches Auberginen-Curry (auf meinen Wunsch mit Pasta statt Reis)
Speisekarte #1
Variante "Tandoori Chicken"
Variante "Geisser Herdöpfel"
Variante "Aphrodite"
Variante "Tonno"
Der Innenhof.
Baguette mit gesalzener, aufgeschlagener Butter + Amuse Bouche als Creme von roter Bete mit Couscous-Perlen und Süsskartoffel-Chip.
Calamari / Ananaschutney
Carpaccio vom US-Beef / Rucola / Parmesan
Jacobsmuschel / Spargelfrikassee
Coq au Vin / Safran-Risotto
Hummer / Kaiserschoten / Trüffel-Kartoffelsalat
Der kleine, aber feine Gastraum.
Die Theke mit dem Angebot und dahinter die offene Küche.
"Matjes-Happen" mit Matjes, rote Bete, Apfelscheiben, Hausmannsauce und Kräutern.

Der Pavillon mit dem H7 direkt am Holstentor.
„Waldmanns Heil“, mit Wildbratwurst, Pilzrahm, Frühlingszwiebeln und Rosmarin-Croutons.
„New York“ mit Rindsbratwurst mit in Honig und Schwarzbier geschmortem Sauerkraut und süßem Senf.
„El Paso“ mit Rindsbratwurst, Chili von Carne und Cheddar.
Blick auf die Theke/offene Küche.
"Bibimbap" mit Hühnerfleisch - frisch serviert.
"Bibimbap" mit Hühnerfleisch - vermischt, so wie es sein soll.
Algensalat
Kimchi-Tofu-Salat.
Schwarze Bohnen: eingekocht in süßer Sojasauce mit Walnüssen.
„Hemul“: koreanische Pfannkuchen mit Meeresfrüchten.





Trotzdem wird hier aber auch externen Gästen mit der „Weinwirtschaft“ eine Anlaufstelle für etwas ausgefeiltere Küche zu moderaten Preisen, was dem Lokal auch eine "Bib Gourmand"-Auszeichnung beschert hat.
Bereits 2x bin ich hier bereits eingekehrt und möchte meine dabei gemachten Erfahrungen gerne hier teilen.
Am Wochenende konnte man hier vor der Corona-Pandemie schon ab 12:00 zu einem Mittagsmahl oder einer Stärkung einkehren (hoffentlich wird das Restaurant bald auch wieder zu solch regulären Öffnungszeiten zurückkehren). Das Ambiente lädt natürlich mit dem stilvoll mit Weinreben gestalteten Außenbereich sehr zum Verweilen ein, welche nicht nur den Restaurantnamen aufgreifen, sondern gerade im Sommer auch angenehmen Schatten spenden.
Bei beiden Besuchen agierte das junge Serviceteam sichtlich geschult, freundlich und auch Fragen oder Änderungswünsche zur Karte wurden gerne aufgenommen bzw. erfüllt-
Natürlich liegt der Fokus bei der Getränkekarte hier auf dem edlen Rebensaft. Doch hierzu kann ich leider keine genaueren Infos geben, da ich selbst kein Weintrinker bin. Es wird jedoch auf der, auch online einsehbaren Karte, häufig versucht, eine Verbindung von Wein und Speisen zu kreieren/vorzuschlagen.
Eine weitere Besonderheit der Speisekarte ist die Möglichkeit, verschiedene Gerichte auch in einer Art Tapas-Form als "Nascherei" zu einem kleineren Preis von 4-5€ bestellen zu können. Für mich ist dies wirklich eine tolle Idee, erlaubt sie doch, gleich mehrere Gerichte auszuprobieren, ohne dass dabei Magen und Portemonnaie zu sehr strapaziert werden.
Die Ausrichtung der Küche kann als süddeutsch bzw. Hausmannskost-orientiert bezeichnet werden.
Bei meinem ersten Besuch im Juli 2018 probierte ich dieses Angebot auch gleich mit einem Dreierlei aus.
Meine Wahl umfasste dabei zum ersten die Schlutzkrapfen mit Spinatfüllung in Kamptaler Blütenbutter mit geschmolzenen Tomaten und Ziegenkäse. Der Ravioli-ähnliche Krapfen überzeugte mit samtigem Teig und sehr leckerer Füllung.
Weiterhin gefiel mir das Tatar von der geräucherten Bachforelle auf Pumpernickel mit roten Senfzwiebeln und Ackersalat durch Frische, angenehmer Konsistenz und ausgewogenem Verhältnis von Süße und Säure. Nur die kleinen Soßentupfer blieben neutral und brachten keinen zusätzlichen Geschmack in die Kleinigkeit.
Die marinierten Scheiben vom Brezenknödel hätten zu guter Letzt etwas dicker sein können, denn sie kamen geschmacklich doch eher kaum zur Geltung. Schwarzwälder Schinken und Kressesalat mussten als einzige Geschmacksträger hier herhalten, waren aber erneut mit guter Produktqualität gesegnet.
Natürlich machten all diese Portionen nicht satt, aber das soll ja auch nicht der Sinn einer „Nascherei“ sein. Nur beim Brezenknödel wirkte sich die geringe Portionierung auch geschmacklich leider etwas negativ aus. Aber das war schon ein Jammern auf etwas höherem Niveau.
Im August 2018 sollte es dann mal eine wirkliche Stärkung mit einem Gericht aus dem Tagesangebot sein. Das Saures Kachelfleisch vom Duroc-Schwein mit Schnittlauchquark, Knoblauchgurken und auf meinen Wunsch (welcher freundlicherweise gern erfüllt wurde) mit Bandnudeln statt gebratenen Drillingen für 15,2€ wollte ich mir einfach nicht entgehen lassen
Vorweg wurde als „Gruß“ etwas: Ciabatta und Sauerteigbrot mit Erbsenbutter gereicht.
Das Sauerteigbrot hatte eine doch sehr dunkle Kruste, die zwar kross, aber leider etwas bitter war. Die Krume war ansonsten schön locker und nicht trocken. Beim Ciabatta gab es hingegen nichts zu bemängeln.
Die Erbsenbutter überraschte mit einem tatsächlich wahrnehmbaren Erbsenaroma. Eine leicht Süße von der Erbse und die Buttersäure verbanden sich so sehr gut.
Beim Tagesgericht überzeugten die Bandnudeln schon einmal mit "al dentem" Gargrad. Sie waren noch zusätzlich mit etwas Öl und Schnittlauch angemacht, wodurch sie vor dem Austrocknen geschützt und geschmacklich etwas definiert wurden.
Das Kachelfleisch war in gebratener Form in saurem Gelee zusammen mit Karotten, Gewürzgurken und Staudensellerie eingelegt. Die Säure war nicht zu stark und ließ dem zarten Fleisch Raum zur geschmacklichen Entfaltung. Senfkörner lieferten eine sehr gut passende pikante Note.
Der Quark war ebenfalls mit frischem Schnittlauch angemacht und angenehm kühl.
An den Gurken ließ sich auch nichts aussetzen, da auch sie nicht zu sauer geraten waren.
Kurz zusammengefasst kann ich nach meinen zwei Besuchen die „Weinwirtschaft“ allen Travemünde-Besuchern, die entweder einen Snack als auch eine ganze deftige Mahlzeit suchen, durchaus sehr empfehlen. Hier kann man wirklich auf eine gute Qualität hoffen, die dem in der Lübecker Bucht sowieso gehobenen Preisniveau auch gerecht wird und nicht eher einer Touristenfalle gleicht.