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Uriges Ambiente
Wirtshaus zum Wohlfühlen
Eingangsbereich
Beherzt gewürzte Leberknödelsuppe
Bärlauch-Pasta
Braumeister-Brotzeit
Braumeister-Schnitzel mit Wedges
Schnitzel mit Braumalz-Panierung
Knödel à la crème gehen immer!
Hauptgang mit Sättigungsgarantie
Sulzbacher Durstlöscher von Format



























Während Michael in der Küche das Regiment führt, kümmern sich seine Frau Ina und eine weitere Mitarbeiterin um das Wohl der Gäste. Ab 18 Uhr füllen sich die Tische zusehends, und wer abends einen der begehrten Plätze ergattern möchte, tut gut daran, rechtzeitig zu reservieren.
Angeboten werden neben der üppigen Schlachtplatte auch Kesselfleisch (Kopffleisch), Krautfleisch aus gekochtem Schweinebauch, gekochtes Schäufele oder Knöchle sowie Leberwürste und selbstverständlich fränkische Bratwürste. Je nach Gericht begleitet von Brot, Sauerkraut oder Kartoffeln. Eine Speisenauswahl, bei der Kalorienzähler besser gleich einen freien Abend einlegen.
Getränkeseitig gibt es frisch gezapftes Bier der Landwehr-Bräu sowie Flaschenbier von Gutmann. Dazu eine kleine Weinauswahl, die üblichen alkoholfreien Getränke und natürlich den einen oder anderen Verdauungsschnaps, der nach solch deftiger Kost durchaus seine Berechtigung beansprucht – zumindest nach alter Wirtshaustradition.
Da ich heute tagsüber noch nicht allzu viel gegessen habe, entscheide ich mich für die komplette Schlachtplatte. Aus früheren Besuchen weiß ich allerdings, dass selbst ein ordentlich ausgehungerter Gast hier durchaus an seine Kapazitätsgrenzen geraten kann.
Ein herrlicher Duft nach frisch gebrühten und gebratenen Schweinereien steigt in die Nase. Hier wird nichts filigran arrangiert, mit Schäumchen dekoriert oder unter kunstvollen Saucenspiegeln versteckt. Fränkische Wirtshausküche in ihrer ursprünglichsten Form – ehrlich, herzhaft und ohne kulinarische Verrenkungen.
Mit dem zweiten Landwehrbier wird die üppige Schweinerei genüsslich vertilgt. Und siehe da: Bis auf einen winzigen Rest ist am Ende tatsächlich alles verschwunden. Offenbar hatte ich meinen Hunger doch recht realistisch eingeschätzt.
Nach derart deftiger Kost steht mir seit eh und je nur selten der Sinn. Aber etwa einmal im Jahr, vorzugsweise in einem traditionsreichen Gasthof in Franken oder der Pfalz, darf es durchaus eine ordentliche Schlachtplatte oder Schlachtschüssel sein.