Besucht am 05.04.2017Besuchszeit: Abendessen 3 Personen
Das El Toro eröffnete am 1. Juli 2016 in der Landauer Pestalozzistraße in den Räumlichkeiten des früheren „Edelweiss“, einer zu Studentenzeiten gerne besuchten Kneipe. Das Konzept mit dem Fleisch von „natürlich aufgewachsenen, freilebenden Rindern“ (Zitat Homepage) scheint aufzugehen. Vor ein paar Wochen nahm bereits ein erster Ableger des Landauer Steakrestaurants im nahegelegenen Essinger Golfclub „Landgut Dreihof“ den Gastro-Betrieb auf.
Die Meinungen gehen über das zwischen Messplatz und Fußgängerzone gelegene Mutterlokal etwas auseinander. GG-Kollege Keeshond verlieh im Januar satte 4 Sterne, sprach von gutem Service und überzeugendem Essen. Seinem Fazit nach hatte er weitere Besuche im Visier, um sich durch die Steakkarte zu futtern. Ein Arbeitskollege war von den El-Toro-Burgern begeistert. Doch einige Stimmen kritisierten die laute Atmosphäre, die ein gemütliches Abendessen beeinträchtigen würde. Auch die Preispolitik wurde von mancher Seite als zu ambitioniert betrachtet. Es half also alles nichts, ich musste mir selbst ein Bild machen.
Zusammen mit zwei Arbeitskollegen besuchte ich an einem Mittwochabend den Stier im Herzen von Landau. Mein Kollege hatte vorsorglich reserviert, was nicht nötig gewesen wäre, da sich noch etliche freie Tische im Gastraum befanden. Von seiner Einrichtung her ist das El Toro eine Mischung aus Kneipe und Restaurant. Kein Wunder, genoss ich doch vor noch gar nicht allzu langer Zeit in eben jenen Räumlichkeiten die Champions-League Spiele meines großen Münchner Lieblingsvereins auf den damals vorhandenen Bildschirmen.
Nach wie vor wird das Ambiente von dunklem Holz dominiert. Mobiliar, Thekenbereich, Wandvertäfelung und Parkettboden glänzen hölzern um die Wette. Große, dimmbare, etwas deplatziert wirkende Kugelleuchten hängen trotzig von der Decke. Diverse Stierdevotionalien haben an den Wänden und im Barbereich Einzug gehalten. Ansonsten hat sich im Inneren des Lokals vergleichsweise wenig geändert. Die hohen Decken wirken sich negativ auf die Akustik im Raum aus, was zu einer erschwerten Kommunikation am Tisch führt. Nicht der einzige Kritikpunkt an jenem Abend.
Bei der Bedienung bin ich ganz bei Keeshond. Das hat alles gut gepasst. Die blonde Servicedame brachte uns etwas verdutzt die Speisenkarten, da bereits zwei mitgebrachte Flaschen spanischen Rotweins aus meinem Weinkeller auf unserem Tisch standen. Zwei Mitbringsel für meine Kollegen, deren Arbeit ich wertschätze. Wenn uns das Weinangebot im El Toro nicht gepasst hätte, wären wir gut versorgt gewesen.
Mir war an diesem Abend eher nach was Frischerem zumute, weshalb ich mich mit zwei Gläsern Radler (0,3 l für 2,80 Euro) zufrieden gab. Der Blick in die Speisenkarte offenbarte ein reiches Angebot an kalten und warmen Tapas, diversen Fleischsorten vom Grill sowie den dazugehörigen Beilagen und Saucen, die man hier separat bestellt. Nach dem Motto „Kleinvieh macht auch Mist“ schlägt sich dieses von vielen Steakhäusern angewandte Baukastensystem natürlich preislich nieder.
Eine nette Geste kam zu Beginn unseres Essens in Form eines Küchengrußes, der aus Süßkartoffel-Pommes, Aioli und eingelegten Oliven bestand. Ein kleiner Snack zum Dippen zur Verkürzung der Wartezeit, den wir gerne annahmen.
Meine Kollegen waren in Rumpsteak-Laune. Der 300 Gramm schwere Klassiker vom argentinischen Black Angus Rind lag ohne alles bei 18 Euro. Hinzu kam jeweils eine Portion dicker Steakhouse Fritten (3,50 Euro) und ein kleiner Beilagensalat (3,20 Euro). Beide wollten ihr Steak medium gebraten. Meine Wahl fiel auf das angeblich 600g schwere T-Bone-Steak, das in der Karte mit 36 Euro ausgepreist war. Ein stolzer Preis für ein hoffentlich genauso stolzes Stück trockengereiftes Fleisch. Auch ich entschied mich für die dicken Fritten als Beilage. Zusätzlich sollte es noch die hausgemachte BBQ-Sauce sein. Wir waren gespannt, was man uns da frisch gegrillt auf die Teller legen würde.
In Erinnerung an mein erstes Dry-Age-Porterhouse-Steak vom Herxheimer Kultmetzger Adam („Herxheimer Kobe“) lag die Messlatte natürlich recht hoch. Zu hoch, wie sich bei näherer Betrachtung meines Tellers herausstellen sollte. Das Steak war flächenmäßig größer als jenes aus dem Pfälzer Tabakdorf, aber leider nur etwa halb so dick. Es kam, wie geordert, medium gebraten und hatte einen schönen Fettanteil, der knusprig gegrillt sehr fein schmeckte. Auch die Würzung des Fleisches ging in Ordnung. Es war kein zusätzlicher Pfeffer und auch kein Salz vonnöten.
Der nur im Ansatz vorhandene T-Knochen hatte eher kleinere Ausmaße und so fragte ich mich doch, wie man hier bitteschön auf 600g Fleisch kommen sollte. Kollege Daueresser hätte sicherlich eine Fleischwaage zum Aufklappen aus seinem Michelin-Koffer gezogen und nachgemessen. Für meine Vermutung, dass hier die Gewichtsangabe wahrscheinlich etwas nach unten korrigiert werden müsste, fehlten mir also die Beweismittel, aber mein Bauchgefühl wäre nach 600g sicherlich ein anderes gewesen. Auf meine Nachfrage hin, wurde die Herkunft des Rindfleisches der iberischen Halbinsel zugeschrieben. Hmm, ich war skeptisch und Skepsis ist nie gut – schon gar nicht bei einem Erstbesuch. Die besten Reifeergebnisse erzielt mein Vertrauensmetzger nach 8 Wochen im Reifeschrank. Mich hätte die Angabe von lediglich 21 Tagen (laut Speisenkarte) schon stutzig machen sollen. Denn auch am Gaumen fehlte dem dünngeschnittenen T-Bone-Steak der erhoffte, intensiv animalische Rindgeschmack, der bei sachgemäß angewandter Trockenreifung entsteht.
Den 300g Rumpsteaks meiner beiden Kollegen sah man ihr Gewicht förmlich an. Schon der Cut der beiden dicken Tranchen verriet ihre argentinische Herkunft. Leider war das eine etwas zu durch geraten, was meinen Kollegen um den rosafarbenen Fleischgenuss brachte. Unsere Pommes hatten durchschnittliche Convenience-Qualität und waren nicht sonderlich gut gewürzt. Erst in Kombination mit der BBQ-Sauce wurden sie zu einer schmackhaften Beilage.
Alles in allem also ein Besuch mit Höhen und Tiefen. Die 4 Sterne-Bewertung von GG-Kollege Keeshond kann ich nicht ganz bestätigen. Dafür schneidet bei mir das El Toro in puncto PLV einfach zu dürftig ab. Für einen Wiederholungsbesuch würde ich wahrscheinlich den Daueresser samt Fleischwaage mitnehmen und das preislich attraktivere Rumpsteak ordern. Dann aber Augen auf beim Gargrad!
Das El Toro eröffnete am 1. Juli 2016 in der Landauer Pestalozzistraße in den Räumlichkeiten des früheren „Edelweiss“, einer zu Studentenzeiten gerne besuchten Kneipe. Das Konzept mit dem Fleisch von „natürlich aufgewachsenen, freilebenden Rindern“ (Zitat Homepage) scheint aufzugehen. Vor ein paar Wochen nahm bereits ein erster Ableger des Landauer Steakrestaurants im nahegelegenen Essinger Golfclub „Landgut Dreihof“ den Gastro-Betrieb auf.
Die Meinungen gehen über das zwischen Messplatz und Fußgängerzone gelegene Mutterlokal etwas auseinander. GG-Kollege Keeshond verlieh im Januar satte 4 Sterne, sprach... mehr lesen
El Toro
El Toro€-€€€Restaurant, Steakhouse06341 1449626Pestalozzistraße 21, 76829 Landau in der Pfalz
3.0 stars -
"Saftige Steaks zu saftigen Preisen im ehemaligen „Edelweiss“" Ehemalige UserDas El Toro eröffnete am 1. Juli 2016 in der Landauer Pestalozzistraße in den Räumlichkeiten des früheren „Edelweiss“, einer zu Studentenzeiten gerne besuchten Kneipe. Das Konzept mit dem Fleisch von „natürlich aufgewachsenen, freilebenden Rindern“ (Zitat Homepage) scheint aufzugehen. Vor ein paar Wochen nahm bereits ein erster Ableger des Landauer Steakrestaurants im nahegelegenen Essinger Golfclub „Landgut Dreihof“ den Gastro-Betrieb auf.
Die Meinungen gehen über das zwischen Messplatz und Fußgängerzone gelegene Mutterlokal etwas auseinander. GG-Kollege Keeshond verlieh im Januar satte 4 Sterne, sprach
Besucht am 04.04.2017Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 44 EUR
Mitten in der Frankweiler Weinbergslandschaft wurde vor etwa fünf Jahren ein rot gestrichener Pavillon neu errichtet. Dass es sich in seinem Inneren gut essen und trinken lässt, scheint kein Geheimnis mehr zu sein. In der zum Weingut Müller gehörenden Weinbar war an jenem Dienstagabend nämlich „full house“. Wie gut, dass wir reserviert hatten und uns noch an einen großen Tisch dazu setzen durften.
Der Außenbereich ist nun auch fertig gestellt und bei warmen Temperaturen lässt es sich hier ganz vortrefflich sitzen. Einziges, jedoch aus meiner Sicht eher zu vernachlässigendes Manko: der groß angelegte Spielplatz für die Kleinen, dessen lebendiges Treiben ein wenig zu Lasten der Gemütlichkeit und der Atmosphäre geht. Aber an Essen und Trinken unter freiem Himmel war aufgrund der kühlen Temperaturen an jenem Dienstagabend eh nicht zu denken.
Vor dem Betreten des Weinpavillons der Müllers wanderte unser Blick westwärts und blieb am Mittelgebirgsrand des Pfälzerwaldes kleben. Der ehemalige Steinbruch stach mit seinem gelblich-hellen Muschelkalk aus der Waldlandschaft hervor. Weiter drüben dann die von Weinreben dominierte, dem Waldrand vorgelagerte Hügelzone, die mit fruchtbaren Lössriedeln sanft in die flache Rheinebene überging. „What a wonderful place to be!“
Wir traten in den fast komplett gefüllten Gastraum ein und wurden von einer jungen Bedienung (Aushilfe?) an einen Tisch geführt, an dem schon zwei Gäste saßen. In der Pfalz durchaus nicht ungewöhnlich und in vielen Weinstuben schon seit jeher gang und gäbe. Mir war das betriebsame Treiben in dem Weinlokal anfänglich etwas zu viel des Guten. Die Lautstärke im Gastraum empfand ich als grenzwertig. Später, als es leerer wurde, fühlte ich mich doch um einiges wohler.
Die ausgeklügelte Beleuchtung durch die einzeln von der Decke baumelnden Spots trug zu späterer Stunde maßgeblich zur gemütlichen Stimmung bei. Auf bequem gepolsterten Stühlen ließ es sich komfortabel sitzen. Dabei immer die namensgebende Bar im Blick. Hier befand sich das Epizentrum des Geschehens, denn hier wurde bestellt, probiert und später dann auch bezahlt. Das komplette Weinsortiment der Winzerfamilie Müller hätte man hier zu Ab-Hof-Preisen käuflich erwerben können. Über der Theke war eine große Kunststofftafel angebracht (es geht scheinbar auch ohne Schiefer…), auf der das Speiseprogramm niedergeschrieben stand.
Mit argentinischem Rumpsteak (Block House Qualität), Feldsalat mit neuseeländischer Lammhüfte, Tafelspitz mit Meerrettichsauce, deftigen Käsespätzle, knusprigen Chickenwings und Calamares im Backteig wurde eine vielfältige Auswahl an Essbarem geboten. Eine zusätzliche Flammkuchenkarte mit etwa acht verschiedenen Varianten - teilweise waren da etwas gewollt ungewöhnliche Kreationen mit Lachs, Krabben und Lauch dabei - und eine kleine Snack-Karte mit Obatzda, eingelegtem Münsterkäse und diversen Salaten ergänzten die Speiseauswahl. Preislich war das alles im „besserbürgerlichen“ Normbereich angesiedelt. Das Rumpsteak zog mit 19,90 Euro die obere Grenze.
Von der gut bestückten Bandbreite an gutseigenen Weinen wählten wir eine Riesling Spätlese und einen Blanc de noir aus Merlot-Trauben in homöopathischer 0,1l-Dosierung. Mit 2,70 Euro bzw. 2 Euro für das Gläschen waren wir dabei. Vorneweg sollte es für mich die Rinderkraftbrühe mit Leberknödeleinlage (4,90 Euro) sein. Mit dem Wiener Schnitzel vom Tiroler Milchkalb mit Pommes frites und Salatbouquet (18,90 Euro) und der Ofenkartoffel mit Frühlingsquark und Salat (6,90 Euro) standen unsere Hauptspeisen fest.
Die Suppe kam in einem tiefen Teller, in dessen Innerem sich ein ansehnlicher Leberknödel (von der Landmetzgerei Roland Benz aus Ottersheim) befand. Die Brühe hatte jedenfalls genügend Kraft. Man schmeckte, dass hier keine Helferlein aus der Tüte die klare Rinderkonsommee trübten. Auch der Leberknödel hatte ordentliche Qualität und war mit seiner süßlich-würzigen Note ein passendes Beiwerk zur herzhaften Brühe. Die Ofenkartoffel meiner Begleitung erschien in stattlicher Portion. Genau wie bei meinem Schnitzel von einem lecker angemachten, gemischten Salat begleitet. Die beiden Kalbsschnitzel lagen butterzart und mit lockerer, leichte Blasen bildender Panade umhüllt auf meinem Teller. Die Pommes frites waren von tadelloser Beschaffenheit und zudem hervorragend gewürzt. Ein besseres „Schniposa“ hatte ich lange nicht mehr gegessen. Da musste ein zusätzliches Gläschen trockener Sauvignon blanc (0,1 l für 2 Euro) vom Bioland Weingut Kuntz aus Mörzheim (Gastwinzer des Monats) herhalten.
Zum kulinarischen Ausklang des Abends teilten wir uns noch eine Portion Marillenknödel (6,90 Euro) von der Desserttafel. Und je später es wurde, desto atmosphärischer war die Stimmung im modernen Weinpavillon der Müllers. Hier, inmitten der Frankweiler Weingärten, lässt es sich gut aushalten. Die preislich sehr fair gestaltete Weinkarte, die ein breites Spektrum abdeckende Speiseauswahl und deren Qualität locken viele Gäste an, weshalb das Reservieren vorab sicherlich ratsam ist. Beim nächsten Besuch im Sommer sitzen wir dann garantiert auf der Außenterrasse und schauen den Reben beim Wachsen zu.
Mitten in der Frankweiler Weinbergslandschaft wurde vor etwa fünf Jahren ein rot gestrichener Pavillon neu errichtet. Dass es sich in seinem Inneren gut essen und trinken lässt, scheint kein Geheimnis mehr zu sein. In der zum Weingut Müller gehörenden Weinbar war an jenem Dienstagabend nämlich „full house“. Wie gut, dass wir reserviert hatten und uns noch an einen großen Tisch dazu setzen durften.
Der Außenbereich ist nun auch fertig gestellt und bei warmen Temperaturen lässt es sich hier ganz vortrefflich sitzen.... mehr lesen
Weinbar auf dem Weingut Müller
Weinbar auf dem Weingut Müller€-€€€Bar, Weinstube06345953663Zum Kunststück 2, 76833 Frankweiler
4.0 stars -
"Modernes Weinrestaurant mit Thekenkonzept, anständiger Küchenleistung und fair bepreisten hauseigenen Weinen" Ehemalige UserMitten in der Frankweiler Weinbergslandschaft wurde vor etwa fünf Jahren ein rot gestrichener Pavillon neu errichtet. Dass es sich in seinem Inneren gut essen und trinken lässt, scheint kein Geheimnis mehr zu sein. In der zum Weingut Müller gehörenden Weinbar war an jenem Dienstagabend nämlich „full house“. Wie gut, dass wir reserviert hatten und uns noch an einen großen Tisch dazu setzen durften.
Der Außenbereich ist nun auch fertig gestellt und bei warmen Temperaturen lässt es sich hier ganz vortrefflich sitzen.
Besucht am 20.04.2017Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 15 EUR
Allgemein
Heute waren wir mal wieder in Aschaffenburg, um einige Besorgungen zu erledigen. Gleichzeitig wurde natürlich geschaut, ob Frau und Mann ihren Kleiderschrank etwas auffüllen können. Der nächste Sommer kommt bestimmt, auch wenn das Außenthermometer unseres Wagens um 10 Uhr heute Morgen gerade mal 4 Grad anzeigte. Drei Stunden später, nachdem wir beide fündig wurden, machte sich der Hunger bei uns bemerkbar. Uns war nach asiatisch und besonders nach Ente. Und so fuhren wir vom Parkhaus City-Galerie direkt in den Stadtteil Damm, um dem China-Restaurant Fan Fan unseren Erstbesuch abzustatten. Es handelt sich hier nicht um einen großen AYCE-Tempel, sondern laut eigener Aussage um ein traditionelles chinesisches Restaurant. In dem Gebäude, in welchem das Restaurant beherbergt ist, befindet sich auch die Turnhalle des Traditionsvereins TuS Damm. Wer neugierig ist, kann sich auch die Website anschauen, um schon mal einen Blick auf das Angebot zu werden.
Eingangsansicht
Direkt an der Schillerstraße, einer Durchgangsstraße und Fortführung der B 26, befindet sich vor dem Eingang zum Restaurant ein Parkstreifen, der von ca. 10 Autos genutzt werden kann. Als wir eintrafen, waren alle Plätze schon belegt. Als Ortskundiger war es aber nicht schwer, in der nächsten Seitenstraße einen kostenfreien Parkplatz zu finden. Die 100 m zu Fuß zum Restaurant schafften wir mit links. Der Eingang ist ebenerdig und deshalb auch für Gehandicapte kein Problem. Dasselbe gilt für den Innenbereich des Restaurants.
Der Service
Trotz der Auslastung der Parkplätze vor dem Haus waren nach unserem Betreten der Location, verbunden mit der gleichzeitigen freundlichen Begrüßung durch die junge, weibliche asiatische Servicekraft, übrigens in einwandfreiem Deutsch, höchsten 10 bis 12 Gäste anwesend. Wir durften uns deshalb auch gleich einen Platz aussuchen und wählten einen Zweiertisch direkt an der Fensterfront zur kleinen Außenterrasse. Innen1
Sie brachte uns die Karte und fragte auch gleich nach unserem Getränkewusch. Heute kein Problem für uns, wir hatten Durst und wollten auch keinen Wein trinken, also entschieden wir uns jeder für eine Cola-Light. Schätzchen klein (0,2 l, 1,80 €), ich groß (0,4 l, 3,20 €).
Unser Blick in die Karte wurde eigentlich nur auf die Entengerichte gelegt. Als sie die gut gekühlten Getränke brachte, konnten wir so gleich unser Essen bestellen. Leider gab es zur Antwort, Ente gibt es nicht mehr. Auf Nachfrage durften wir erfahren, dass keine Enten mehr vorrätig sind, und es frühestens am Wochenende wieder Entengerichte gibt. Ich lass das mal so stehen. Aber ganz ehrlich, wenn wir das vorher gewusst hätten, wären wir wieder gegangen. Aber, was solls, probieren wir mal was Anderes aus. Dafür musste natürlich nochmal in die Karte geschaut werden. Und wir bestellten um.
Nach kurzer Zeit wurde von ihr je ein vorgewärmter Teller vor uns auf den Tisch gestellt. Kleines Manko: Der Teller meiner Gattin war nicht richtig gespült. Es klebte noch einer kleinster, aber doch deutlich sichtbarer Essensrest auf ihm und so gab ich ihr, wohl wissend um ihre Empfindlichkeit in diesen Dingen, ich sag nur Herpes durch Ekel, meinen sauberen und reklamierte einen anderen Teller. Vielleicht lag es an ihren Augen oder aber es fehlt der Blick für Sauberkeit, auch dieser Teller musste zurück. Beim dritten Versuch hat es dann endlich mit einem blitzblank sauberen Teller geklappt.
Die Speisen wurden später von einem jungen Mann der gleichen Ethnie geliefert und auf einem zwischenzeitlich gebrachten Tischgerät zum Warmhalten, auch Rechaud genannt, drapiert.
Er wünschte uns dabei in perfektem Deutsch guten Appetit, bevor er sich entfernte und kurz darauf mit dem Reis und der Erdnuss-Sauce wiederkam. Nachdem wir leergegessen hatten, wurde beim Abräumen auch gefragt, ob es denn geschmeckt hätte.
Der spätere Bezahlwunsch unsererseits wurde umgehend erfüllt, die Rechnung auf einem Block mit Kugelschreiber notiert und mir in die Hand gegeben. Beim Rausgeben auf einen Schein verrechnete sich die junge Dame auch noch zu meinen Gunsten, und so bat ich sie nochmal an den Tisch, um ihr das zu viel rausgegebene Wechselgeld zurückzugeben, was mir ein dickes Dankeschön einbrachte.
Freundlich waren sie, bemüht um den Gast auch, vielleicht die Lady ein bisschen schusselig, aber insgesamt würde ich es noch als okay, also drei GG-Sterne ansehen.
Das Essen
Zum Essen gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Unsere Wahl fiel dann auf das Gericht Nr. 44: Mariniertes Hühnchen, knusprig gebraten, mit Gemüse (10,90 €). Der Reis, den es dazu gab, stand zwar nicht in der Karte, wurde aber mitgeliefert. Und auch unser Sonderwunsch nach Erdnuss-Sauce wurde erfüllt.
Mariniertes Hühnchen mit Wok-Gemüse
Die Hühnchenstücke waren goldbraun, knusprig und innen nicht zu fest. Geschmacklich, da gut, aber nicht zu scharf gewürzt. Das Wok-Gemüse einwandfrei im Biss und auch geschmacklich gut abgeschmeckt. Der Reis, so wie wir ihn vom Chinesen kennen, leicht klebrig, aber in Ordnung. Die Erdnuss-Sauce, die wir beide ja so lieben, besonders bei der Ente, passte gut dazu. Auch die Portionsgröße war in unseren Augen durchaus okay. Wir waren satt, aber nicht vollgefressen, und das hat ja auch seinen Vorteil. Alles in allem waren wir mit dem Essen sehr zufrieden, auch wenn uns Ente natürlich lieber gewesen wäre.
Unser Essen würden wir mit 3,5 GG-Sternen taxieren.
Ambiente und Sauberkeit
Asiatisch angehaucht, dunkles Mobiliar. An den Wänden außenherum gepolsterte, durchgehende Bank. Ansonsten mit dem gleichen Polster versehene Stühle. Die Tische mit innenliegendem Glas versehen, unter dem chinesische Zeichen im Holz prangen. Einfach gedeckt. Insgesamt die Räumlichkeit trotz großer Fensterfront doch etwas düster wirkend. Auf den Fensterbrettern sowie im Raum selbst befinden sich etliche Grünpflanzen. Innen2
Die Toiletten sind meiner Meinung nach zu wenig, vor allem wenn das Restaurant voll besucht ist. Ein kleiner Raum, dahinter noch zwei kleinere, in denen sich für Frau und Mann je eine weitere kleine Räumlichkeit mit Platz für jeweils nur eine Person befindet. Da sollte der Verpächter mal wirklich ein paar Euros in die Hand nehmen und diese Räumlichkeit zeitgemäß gestalten. Auch hier alles zu dunkel und nicht wirklich zu erkennen, ob sauber oder nicht.
Ich gebe mal fürs Ambiente ein Okay und für die Sauberkeit im Restaurant sowie auf den Toiletten ein gerade noch Okay.
Fazit:
Da Schätzchen, als sie meinen Autoschlüssel in ihre Handtasche legte, dabei zufällig den Schlemmerblock fand, in dem das Fan Fan gelistet ist, nutzten wie diesen auch aus. Für 15,90 € wurden wir gut satt, und geschmeckt hat es auch. Übers Essen gibt es deshalb im Großen und Ganzen nichts zu meckern. Wir werden, falls es sich ergibt, mal wieder dort einkehren, in der Hoffnung, dass es dann auch Ente gibt.
Gesamteindruck:
3 – wenn es sich ergibt, wieder
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt, wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder)
Allgemein
Heute waren wir mal wieder in Aschaffenburg, um einige Besorgungen zu erledigen. Gleichzeitig wurde natürlich geschaut, ob Frau und Mann ihren Kleiderschrank etwas auffüllen können. Der nächste Sommer kommt bestimmt, auch wenn das Außenthermometer unseres Wagens um 10 Uhr heute Morgen gerade mal 4 Grad anzeigte. Drei Stunden später, nachdem wir beide fündig wurden, machte sich der Hunger bei uns bemerkbar. Uns war nach asiatisch und besonders nach Ente. Und so fuhren wir vom Parkhaus City-Galerie direkt in den Stadtteil... mehr lesen
FAN FAN China Restaurant
FAN FAN China Restaurant€-€€€Restaurant060215817881Schillerstraße 60, 63741 Aschaffenburg
3.0 stars -
"Ein Erstbesuch mit einigen Ungereimtheiten!" Ehemalige UserAllgemein
Heute waren wir mal wieder in Aschaffenburg, um einige Besorgungen zu erledigen. Gleichzeitig wurde natürlich geschaut, ob Frau und Mann ihren Kleiderschrank etwas auffüllen können. Der nächste Sommer kommt bestimmt, auch wenn das Außenthermometer unseres Wagens um 10 Uhr heute Morgen gerade mal 4 Grad anzeigte. Drei Stunden später, nachdem wir beide fündig wurden, machte sich der Hunger bei uns bemerkbar. Uns war nach asiatisch und besonders nach Ente. Und so fuhren wir vom Parkhaus City-Galerie direkt in den Stadtteil
Immer nett - wenn man eine frei Bahn bekommt. Super auch für Kinder weil die Bande individuell bei einzelnen Bowlern hochgefahren werden kann, so dass die Kleinen auch realistische Chancen haben.
Immer nett - wenn man eine frei Bahn bekommt. Super auch für Kinder weil die Bande individuell bei einzelnen Bowlern hochgefahren werden kann, so dass die Kleinen auch realistische Chancen haben.
5.0 stars -
"Bestes Bowlingcenter in Paderborn" Ehemalige UserImmer nett - wenn man eine frei Bahn bekommt. Super auch für Kinder weil die Bande individuell bei einzelnen Bowlern hochgefahren werden kann, so dass die Kleinen auch realistische Chancen haben.
Geschrieben am 18.04.2017 2017-04-18| Aktualisiert am
18.04.2017
Da ich über Ostern alleine war, war ich erstmals auch alleine im Restaurant Cospuden. Auf Nachfrage wurde mir außerhalb der Karte noch einmal der Hauptgang aus dem "Kochsternstundenmenü 2017" zubereitet, nämlich
Bäckchen und Filet vom Hereford Rind, meine Lieblingskomponente aus dem Menü. Auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Ein "Fleischtraum" bei traumhaftem Ausblick auf den See (für außen war es leider zu kalt). Da ich alleine war, habe ich auch - entgegen meiner festen Überzeugung, dass man in einem Restaurant ausschließlich isst, trinkt und sich unterhält und nicht fotografiert - ein paar Fotos für meine Freunde und kritischen Begleiter auf diesem Portal gemacht.
Da ich über Ostern alleine war, war ich erstmals auch alleine im Restaurant Cospuden. Auf Nachfrage wurde mir außerhalb der Karte noch einmal der Hauptgang aus dem "Kochsternstundenmenü 2017" zubereitet, nämlich
Bäckchen und Filet vom Hereford Rind, meine Lieblingskomponente aus dem Menü. Auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Ein "Fleischtraum" bei traumhaftem Ausblick auf den See (für außen war es leider zu kalt). Da ich alleine war, habe ich auch - entgegen meiner festen Überzeugung, dass man in einem Restaurant ausschließlich isst, trinkt und sich unterhält und nicht fotografiert - ein paar Fotos für meine Freunde und kritischen Begleiter auf diesem Portal gemacht.
Seehaus Cospuden
Seehaus Cospuden€-€€€Restaurant, Bar, Cafe, Imbiss034135882603Ostuferstr. 1, 04416 Markkleeberg
5.0 stars -
"Bäckchen und Filet vom Hereford Rind" Ehemalige UserDa ich über Ostern alleine war, war ich erstmals auch alleine im Restaurant Cospuden. Auf Nachfrage wurde mir außerhalb der Karte noch einmal der Hauptgang aus dem "Kochsternstundenmenü 2017" zubereitet, nämlich
Bäckchen und Filet vom Hereford Rind, meine Lieblingskomponente aus dem Menü. Auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Ein "Fleischtraum" bei traumhaftem Ausblick auf den See (für außen war es leider zu kalt). Da ich alleine war, habe ich auch - entgegen meiner festen Überzeugung, dass man in einem Restaurant ausschließlich
Besucht am 08.04.2017Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 120 EUR
Hallo "Simbas" und "Jenomes" dieses Portals: Ja wir waren schon wieder da. Und wir haben wieder nicht fotografiert oder Notizen gemacht, sondern einfach unser 4-Gänge Menü mit Weinbegleitung genossen. Großes Kompliment an Küche und Service. Besonders fein war der geteilt Hauptgang (Filet und Bäckchen vom Herfordrind). Besonderes Lob an den Küchenchef, der es sich auch bei vollem Lokal nicht nehmen lässt, bei jedem Tisch vorstellig zu werden.
Ja, diese Bewertung klingt nach Werbung für das Restaurant. So soll es auch sein. Sehe offensichtlich nicht nur ich so, da das Restaurant auf den 4. Platz bei den Kochsternstunden 2017 gewählt wurde (bei 36 teilnehmenden Restaurants). Großes Kompliment. Weiter so.
Und jetzt freue ich mich auf die Kommentare der Profinörgler.
Hallo "Simbas" und "Jenomes" dieses Portals: Ja wir waren schon wieder da. Und wir haben wieder nicht fotografiert oder Notizen gemacht, sondern einfach unser 4-Gänge Menü mit Weinbegleitung genossen. Großes Kompliment an Küche und Service. Besonders fein war der geteilt Hauptgang (Filet und Bäckchen vom Herfordrind). Besonderes Lob an den Küchenchef, der es sich auch bei vollem Lokal nicht nehmen lässt, bei jedem Tisch vorstellig zu werden.
Ja, diese Bewertung klingt nach Werbung für das Restaurant. So soll es auch sein. Sehe offensichtlich nicht nur ich so, da das Restaurant auf den 4. Platz bei den Kochsternstunden 2017 gewählt wurde (bei 36 teilnehmenden Restaurants). Großes Kompliment. Weiter so.
Und jetzt freue ich mich auf die Kommentare der Profinörgler.
Seehaus Cospuden
Seehaus Cospuden€-€€€Restaurant, Bar, Cafe, Imbiss034135882603Ostuferstr. 1, 04416 Markkleeberg
5.0 stars -
"Kochsternstunden 2017 - Ein Traum am Cospudener See!" Ehemalige UserHallo "Simbas" und "Jenomes" dieses Portals: Ja wir waren schon wieder da. Und wir haben wieder nicht fotografiert oder Notizen gemacht, sondern einfach unser 4-Gänge Menü mit Weinbegleitung genossen. Großes Kompliment an Küche und Service. Besonders fein war der geteilt Hauptgang (Filet und Bäckchen vom Herfordrind). Besonderes Lob an den Küchenchef, der es sich auch bei vollem Lokal nicht nehmen lässt, bei jedem Tisch vorstellig zu werden.
Ja, diese Bewertung klingt nach Werbung für das Restaurant. So soll es auch sein.
Besucht am 09.04.2017Besuchszeit: Mittagessen 4 Personen
Rechnungsbetrag: 42 EUR
Allgemein
Sonntag, wolkenloser Himmel, gerade richtig, um mal eine Radtour in Angriff zu nehmen. Wir treffen uns nach kurzem Telefonat um 11 Uhr mit einer Schwester meiner Angetrauten und deren Mann, also unserem Schwager, an der Fußgängerbrücke über den Main, um von unserem Heimatort aus nach Mainhausen ins Hessische zu radeln. Über gut ausgebaute Waldwege sowie Fahrradwege an Bundesstraßen sowie Durchquerungen einiger Orte erreichten wir über den Umweg Babenhausen, Schaafheim, nach knapp über 30 km wieder unser schönes Frankenland. Ziel in Großostheim waren die Bachgau-Stuben, um dort unser Mittagsmahl einzunehmen.
Es handelt sich hier um das Vereinsheim des VfR Großostheim, das direkt am Sportplatz liegt. Etliche Fahrräder standen schon neben dem Eingang und der Parkplatz für die Autos war auch schon gut besucht, da die Östemer ein Heimspiel hatten. Es deutet also alles daraufhin, dass es mit dem Platz im Restaurant eng werden könnte. Zu dem Zeitpunkt war aber der Mittagessenrun (überwiegend Schlemmerblocknutzer) schon vorbei und wir bekamen locker Platz.
Am Eingang erwarten einen drei Stufen. Eine große Treppe nach oben muss in Angriff genommen werden, bevor man den Gastraum durch eine weitere Tür betreten kann.
Der Service
Dass es dort durchgehend warme Küche gibt, wussten wir schon vorher, also mussten wir nicht lange fragen, sondern begaben uns schnurstracks an einen freien Vierer-Tisch mitten im vorderen Bereich des Restaurants. Eine jüngere weibliche Servicekraft nahm dies abwartend zur Kenntnis. Nachdem wir saßen kam sie auch schon mit den Speisekarten in der Hand zu uns an den Tisch und begrüßte uns dabei freundlich. Unsere beiden Begleiter waren ihr durch zwei Besuche in den letzten Wochen schon bekannt, da sie als eifrige Schlemmerblock-Nutzer die dort dritte einer dreimal möglichen Nutzung desselben vornahmen. Wir waren zuletzt im Jahre 2015 dort, ebenfalls mit Schlemmerblock, und hatten heute auch unseren dabei, was wir ihr ankündigten, als wir unser Essen bestellten.
Wollen Sie schon was trinken oder erst mal schauen, die obligatorische Frage: Hier stört die Frage nicht, da wir ordentlich Durst hatten und auch gleich wussten was wir trinken wollen. Unsere beiden Mädels entschieden sich für das alkoholfreie Weizen (0,5 l, 2,60 €) und die Herren der Schöpfung jeweils ein frisch gezapftes Pils (0,4 l, 2,10 €), beide Getränkesorten von der örtlichen Brauerei Eder. Nach angenehmer Wartezeit wurden die gut gekühlten und schön gezapften Getränke serviert. Österliche Tischdeko
Aufmerksam wurde bei den schnell leeren Gläsern der Herren durch Blickkontakt und Handzeichen mit der Bedienung für den nötigen Getränkenachschub gesorgt.
Die bestellten Speisen wurden gleichzeitig serviert, Nachfrage, ob alles in Ordnung ist, wurde gestellt und beim Abräumen der leeren Teller sich vergewissert, ob es uns auch geschmeckt hat, was ja schon durch die ratzeputz leeren Teller dokumentiert war.
Der spätere Bezahlwunsch unsererseits wurde umgehend erfüllt, und jedes Paar von uns bekam seine separate Rechnung auf einem Block mit Kugelschreiber notiert in die Hand.
Die Servicekraft musste jetzt keine ungewöhnliche Leistung abrufen, aber das was man erwarten konnte, wurde von ihr in die Tat umgesetzt und so denke ich, dass ein Okay, also 3*, in Ordnung ist.
Das Essen
Die Speisekarte, die auch auf der Website des Restaurants einzusehen ist, bietet deutsche und indische Küche sowie italienische Pasta und Pizzen an.
Auf einer Tafel unten am Eingang war zu lesen, dass es heute frischen Spargel mit paniertem Schnitzel, Sauce Hollandaise sowie Salzkartoffeln für 13,50 € gibt. Da gab es für unsere besseren Hälften nix zu überlegen, die Spargelgerichte wurden geordert. Beide waren mit ihrer Auswahl sehr zufrieden. Das Schnitzel zart, die Panade gut gelungen, der Spargel einwandfrei geschält und gut zu schneiden wie auch im Biss in Ordnung. Und die Hollandaise, die garantiert nicht hausgemacht war, gehörte zu der Kategorie der etwas besseren Fertigprodukte. Jedenfalls hatten die Hausfrauen nichts daran auszusetzen. Auch die Salzkartoffeln waren auf den Punkt.
Nun zu den Herren: Der Schwager entschied sich für das Schweinesteak mit Kräuterbutter, gebratenen Zwiebeln und gebratenen Pilzen, dazu Pommes (11,90 €). Dass die Kräuterbutter ein Fertigprodukt war, störte ihn nicht im Geringsten. Das Fleisch war top, der Geschmack gut, die Pilze (Champignons) sowie die Zwiebeln gut gebraten. Nichts, aber auch gar nichts, blieb auf seinem Teller übrig.
Da ich in meiner Rezi von 2015 geschrieben hatte, dass ich mir beim nächsten Mal vielleicht indisch bestellte, ist ja nicht so meine Geschmacksrichtung) setzte ich es diesmal prompt in die Tat um:
Chicken Jaipuri (würzig) (11,90 €): Hähnchenfleisch mit Nüssen, Rosinen, Knoblauch, dazu Reis. Ordentliche Portion, viel Sauce, das Hähnchenfleisch okay, der Reis schön locker. Ich hab ihn schön mit der Sauce vermischt, die ordentlich würzig, aber nicht scharf war. Von Nüssen und Rosinen hab ich nichts gesehen, geschweige denn aus der Sauce herausgeschmeckt, falls sie denn mit eingebracht waren. Auch Knoblauch spürte weder meine Zunge noch hatte ich anschließend eine Knobifahne. Nichtsdestotrotz, der Teller wurde leer gegessen. Die Fans der indischen Küche mögen mir verzeihen, dass ich a) keine Ahnung davon habe und b) dass ich trotzdessen es mir ja einigermaßen geschmeckt hat, nicht unbedingt einen zweiten Versuch starten werde. Chicken Jaipuri
Für die Herren gab es vorab einen Beilagensalat, der genauso aussah und schmeckte, wie bei meinem Erstbesuch. Blattsalat, Karottenstreifen, Krautsalat, ein Tomatenachtel, zwei Scheiben Gurke, ein paar Kräuter. Nur dieses Mal Joghurt-Dressing. Ich hab ihn mit Schätzchen geteilt.
Fazit:
Damit wir uns nicht falsch verstehen. Ich rede hier von ganz normaler bürgerlicher Küche, die geschmeckt hat und somit unseren Erwartungen gerecht wurde. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Zumindest auch für Schlemmerblock-Besitzer eine empfehlenswerte Adresse. Zumal ja auch die Preise, insbesondere bei den Getränken, äußerst moderat sind.
Gesamteindruck:
3 – wenn es sich ergibt, wieder
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt, wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder)
Allgemein
Sonntag, wolkenloser Himmel, gerade richtig, um mal eine Radtour in Angriff zu nehmen. Wir treffen uns nach kurzem Telefonat um 11 Uhr mit einer Schwester meiner Angetrauten und deren Mann, also unserem Schwager, an der Fußgängerbrücke über den Main, um von unserem Heimatort aus nach Mainhausen ins Hessische zu radeln. Über gut ausgebaute Waldwege sowie Fahrradwege an Bundesstraßen sowie Durchquerungen einiger Orte erreichten wir über den Umweg Babenhausen, Schaafheim, nach knapp über 30 km wieder unser schönes Frankenland. Ziel in... mehr lesen
3.0 stars -
"Man weiß, was einen erwartet, und diese Erwartung wurde erfüllt!" Ehemalige UserAllgemein
Sonntag, wolkenloser Himmel, gerade richtig, um mal eine Radtour in Angriff zu nehmen. Wir treffen uns nach kurzem Telefonat um 11 Uhr mit einer Schwester meiner Angetrauten und deren Mann, also unserem Schwager, an der Fußgängerbrücke über den Main, um von unserem Heimatort aus nach Mainhausen ins Hessische zu radeln. Über gut ausgebaute Waldwege sowie Fahrradwege an Bundesstraßen sowie Durchquerungen einiger Orte erreichten wir über den Umweg Babenhausen, Schaafheim, nach knapp über 30 km wieder unser schönes Frankenland. Ziel in
Geschrieben am 10.04.2017 2017-04-10| Aktualisiert am
10.04.2017
Besucht am 23.02.2017Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Wie man diversen Restaurantführern entnehmen kann, haben Sybille und Swen Bultmann mit ihrem Restaurant Atable im Ludwigshafener Stadtteil Hemshof eine geschmackvoll eingerichtete Gourmetadresse geschaffen. 2013 zog das sympathische Gastro-Paar in die ehemaligen Räumlichkeiten des über die Rheinseite „geflohenen“ Restaurants Marly ein. Mit Swen Bultmann, der schon im Osnabrücker Sternelokal La Vie am Herd stand, und seiner mehrfach ausgezeichneten Frau Sybille, die vorher im Ketschauer Hof als Sommelière für die Auswahl der Weine verantwortlich war, sind hier zwei absolute Profis am Werk. Dem guten Ruf des Atable folgend ließen wir uns hier gerne „zu Tisch“ bitten.
Schon das Ankommen erwies sich als stressfreie Angelegenheit. Keine 100 Meter entfernt befand sich ums Eck ein Parkhaus mit vernünftiger Preispolitik. Nähert man sich dem Ort des kulinarischen Geschehens strömt einem schon die wohlige Atmosphäre gehobener Gastlichkeit durch die hohe Glasfront entgegen. Das geradlinig-moderne Interieur wirkte schon auf den ersten Blick sehr einladend.
Drinnen wurden wir von einer jungen Service-Dame sehr herzlich in Empfang genommen und an unseren reservierten Tisch geführt. Getreu dem Motto der beiden Gastgeber: „wohlfühlen und genießen“, ließen wir uns auf gut gepolsterten Stühlen mit Kunstlederbezug nieder und waren auf Anhieb begeistert. Die warmfarbig-dunkelrote Wandgestaltung, die hübsch eingedeckten Tische und die stimmungsvolle Beleuchtung des Gastraumes sorgten in der Summe für eine anspruchsvolle, aber dennoch zwanglose Umgebung, in der wir uns sofort willkommen fühlten. Das hochwertige Zweifach-Besteck von Sambonet, die putzigen Brottellerchen und die vorbildlich polierten Wein- und Wassergläser zeugten von aparter Tischkultur.
Frau Bultmann und ihr junges Service-Team hatten alle Hände voll zu tun, da an diesem Abend nahezu alle Plätze belegt waren. Allem Anschein nach waren viele Stammgäste zugegen. Paare, Familien und kleinere Gesellschaften füllten das Innere des kleinen, aber feinen Restaurants. Es war einiges los im Atable, aber das schien die Mädels vom Service nicht davon abzuhalten, stets den Überblick zu bewahren und ihren Gästen die volle Aufmerksamkeit zu schenken. Um es gleich vorweg zu nehmen, einen Service auf so hohem Niveau hätten wir hier nicht erwartet. Selbst in besternten Häusern geht das nicht besser.
Ohne in die Karte zu schauen wurde die Aperitif-Frage nach kompetenter Beratung mit der Bestellung eines Martini und eines nach Kräutern duftenden Pastis von Henri Bardouin aus der Provence hinreichend beantwortet. Beim Blick in die Speisenkarte erfuhren wir, dass neben dem regulären Angebot ein Hummermenü zu drei, vier oder fünf Gängen offeriert wurde. Daneben konnten sich Austern-Esser an feinen Fines de Claires von Roumégous erfreuen. Neben den Edelprodukten aus dem Meer lockte ein weiteres Menü, das ebenfalls in variierender Anzahl an Gängen sowie mit der passenden Weinbegleitung erhältlich war. Wer lieber à la Carte bestellen möchte, hat die Wahl zwischen vier Vorspeisen und ebenso vielen Hauptgerichten bzw. Desserts.
Neben ambitionierten Vorspeisen wie sanft gegarter Perlhuhnbrust mit pochiertem Wachtelei, Artischockensalat und Trüffelvinaigrette (19 Euro) und Fischsuppe „Bourride“ mit gebratener Rotbarbe, Sauce Rouille und Croutons (14 Euro), sind es vor allem die verlockend klingenden Hauptgerichte, auf die unser Augenmerk fiel. Bretonischer Seeteufel mit geschmortem Fenchel, cremigen Carmargue-Reis und confierter Tomate (34 Euro) klang wie eine kleine kulinarische Frankreich-Tour. Tournedo vom Rinderfilet „Rossini“ mit gebratener Entenstopfleber, Blattspinat, Dauphine Kartoffeln und Périgord-Trüffel (38 Euro) mutete dagegen eher klassisch an.
Trotz der bewusst übersichtlich gehaltenen Auswahl an Gerichten war es gar nicht so leicht das Passende auszusuchen, klang doch alles sehr reizvoll und lecker. Unsere Entscheidung fiel letztendlich auf die beiden Menüs, wenn auch jeweils in der etwas abgespeckten 4-Gang-Version. Für 75 Euro beinhaltete das Lobstermenü einen klassischen Hummercocktail mit Orangen-Chicorée und Feldsalat als Vorspeise, eine kräftige Hummerbisque mit Hummerklößchen im Zwischengang, einen halben Hummer Thermidor mit feinen Nudeln als Hauptgericht und einem geeisten Schokoladentrüffel mit Sauerkirschkompott, Sorbet und Vanille-Crème fraiche zum Dessert. Vier klassisch französisch beeinflusste Gänge, auf die wir sehr gespannt waren.
Auch beim Standardmenü (vier Gänge für 65 Euro) bediente sich Chefkoch Bultmann aus dem kulinarischen Fundus unseres Nachbarlandes Frankreich. Gebratene Jakobsmuscheln kombinierte er einfallsreich mit Elsässer Blutwurst, Sellerie und Calvadosschaum. Das auf der Haut gebratene Seehechtfilet lag auf dicken Fava-Bohnen, die in intensivem Krustentierjus badeten. Das Kalbsfilet im Hauptgang kam ganz klassisch mit einer Café de Paris-Buttermischung, Puy Linsen und gebratenen Kräutersaitlingen auf den Teller. Das Dessert war das gleiche wie beim Hummermenü.
Bei der Weinkarte lag der Schwerpunkt eindeutig auf namhaften Pfälzer Gewächsen. Dabei merkte man gleich die jahrelange Sommelière-Erfahrung von Frau Bultmann, die ihre Weinauswahl mit sehr viel Bedacht zusammengestellt hat. Ihr gelingt auch der Blick über die Pfälzer Weinhügel, indem sie andere bekannte deutsche Anbaugebiete, wie beispielsweise Rheinhessen, Rheingau und Mosel, passend mit einbezieht. Zusätzlich stand eine große Anzahl an Flaschenweinen, deren Provenienz einmal quer durch Frankreich verlief und auch in Italien und Spanien Station machte.
„Wir hätten gerne eine Flasche Grauburgunder vom Volker!“ Da wusste Frau Bultmann gleich, welche Wahl wir getroffen hatten. Und tatsächlich stellte sich der 2015er Grauburgunder Calcit vom Weingut Gies-Düppel aus Birkweiler (22 Euro) als toller Begleiter unserer fisch- und meeresfrüchtelastigen Gerichte heraus.
Auch sehr lobenswert, dass zu jedem Gericht in der Karte eine Weinempfehlung im 0,1l-Format gegeben wird. Der im Barrique ausgebaute Kindenheimer Katzenstein Syrah vom Weingut Ludi Neiss (0,1l für 8 Euro) wäre sicherlich die perfekte Ergänzung zu meinem Kalbsfilet gewesen, blieb jedoch nur eine Anregung für den nächsten Rotwein-Kauf.
Man brachte uns etwas salzige Butter und zwei Sorten Brot. Zusätzlich wurde uns ein wenig hocharomatisches Olivenöl eingegossen und dazu ein Schälchen Fleur de Sel gereicht. Kaum hatten wir das erste Brotkörbchen geleert, stand es schon wieder frisch aufgefüllt vor uns. Dann folgte als Amuse-Gueule ein auf Linsen gebetteter, hausgebeizter Lachs, dessen feine Würze von einem Curry-Mousse-Quader in gepuffter Amaranth-Panade kongenial begleitet wurde. Ein erster Gaumenschmeichler, der sowohl optisch, als auch geschmacklich einiges her machte. Unsere Geschmackspapillen waren danach justiert.
Jakobsmuscheln und Hummercocktail eröffneten unsere beiden Menüs. Uns fiel gleich beim ersten Bissen die hohe Produktqualität der exakt zubereiteten Meeresbewohner auf. Die Muscheln waren im Inneren noch schön glasig und lagen neben einer angebratenen Blutwurst, deren deftiges Aroma zusammen mit dem Apfelnachhall vom Calvadosschaum und der knackigen Frische des Staudenselleries zu einer kleinen Geschmacksexplosion im Mund führte. Die leicht süßlich schmeckenden Hummerstücke punkteten mit saftiger Konsistenz und gingen mit der Cocktail-Sauce eine äußerst leckere Liaison ein.
Unsere beiden Zwischengänge hielten das hohe Niveau, das die Vorspeisen eingeschlagen hatten. Bei beiden Gerichten merkte man, dass es Swen Bultmann in erster Linie um die einwandfreie Zubereitung guter Produkte und deren Geschmack geht und weniger um technische und optische Sperenzchen. Die Hummerbisque hatte ein unglaublich intensives Krustentieraroma, während der Seehecht auf den Punkt gebraten und nach mediterranen Gewürzen duftend vor uns stand.
Absolut stimmig war auch die Zeit, die man uns zwischen den einzelnen Gängen einräumte und die den kulinarischen Spannungsbogen über die gesamte Menülänge hinweg aufrechterhielt. Der Hummer Thermidor, der zu den Klassikern der französischen Küche zählt, war ein in der Karkasse gratiniertes Hummerragout, das mit Champignons und etwas Cognac verfeinert worden war. Dazu passten die hausgemachten Tagliatelle hervorragend. Das rosa gebratene Kalbsfilet mit appetitlicher Café de Paris-Haube wurde von einer ausgezeichneten Jus, noch leicht bissfesten Puy-Linsen und noch knackigen Kräutersaitlingen begleitet. Das zartmürbe Fleisch wurde somit von einer verführerischen Aromenallianz eskortiert, die ihm jedoch nicht die Schau stahl.
Die Kombination aus kräftiger, dunkler Schokolade und eingekochten Kirschen zum Dessert ließ erkennen, dass die Pâtisserie des Atable mit den anderen Posten in der Küche locker mithalten kann. Ein süß-saurer Abschluss, der geschmacklich und texturell zu überzeugen wusste.
Fazit:
Mit solch einer Küchen- und Serviceleistung wundert es nicht, dass sich das Atable zu Ludwigshafens erstem Haus am Platz entwickelt hat. Die schnörkellos-stilsichere Küche von Swen Bultmann harmoniert vortrefflich mit dem geradlinigen Interieur des Restaurants. Und dass Frau Bultmann die passenden Weine bereit hält, macht das Ganze zu einem außergewöhnlichen Erlebnis für Feinschmecker und Liebhaber guter Tropfen.
Wie man diversen Restaurantführern entnehmen kann, haben Sybille und Swen Bultmann mit ihrem Restaurant Atable im Ludwigshafener Stadtteil Hemshof eine geschmackvoll eingerichtete Gourmetadresse geschaffen. 2013 zog das sympathische Gastro-Paar in die ehemaligen Räumlichkeiten des über die Rheinseite „geflohenen“ Restaurants Marly ein. Mit Swen Bultmann, der schon im Osnabrücker Sternelokal La Vie am Herd stand, und seiner mehrfach ausgezeichneten Frau Sybille, die vorher im Ketschauer Hof als Sommelière für die Auswahl der Weine verantwortlich war, sind hier zwei absolute Profis am... mehr lesen
Atable
Atable€-€€€Restaurant062168556565Welserstr. 25, 67063 Ludwigshafen am Rhein
5.0 stars -
"Geradlinig zubereitete Speisen und ein Service auf Top-Niveau – so macht Feinschmeckerküche richtig Spaß!" Ehemalige UserWie man diversen Restaurantführern entnehmen kann, haben Sybille und Swen Bultmann mit ihrem Restaurant Atable im Ludwigshafener Stadtteil Hemshof eine geschmackvoll eingerichtete Gourmetadresse geschaffen. 2013 zog das sympathische Gastro-Paar in die ehemaligen Räumlichkeiten des über die Rheinseite „geflohenen“ Restaurants Marly ein. Mit Swen Bultmann, der schon im Osnabrücker Sternelokal La Vie am Herd stand, und seiner mehrfach ausgezeichneten Frau Sybille, die vorher im Ketschauer Hof als Sommelière für die Auswahl der Weine verantwortlich war, sind hier zwei absolute Profis am
Besucht am 04.04.2017Besuchszeit: Abendessen 3 Personen
Rechnungsbetrag: 125 EUR
Es war Messe in Nürnberg, alle Hotels ausgebucht und auch in den meisten Restaurants lief ohne Reservierung nichts. Diese Osteria liegt in der Nähe des Hauptbahnhofs in einer Seitenstraße und ich meine, man muss das Lokal schon kennen, denn Laufkundschaft gibt es hier nicht, bis auf die zwei, drei Hotels "nebenan"!
Also, Restaurant voll und dadurch auch recht laut. Die Tische sind relativ eng gestellt.
Es gibt eine Standardspeisekarte und wie üblich eine Tafel mit Tagesgerichten.
Leider dauerte es eine Weile bis wir unseren Getränke bestellen konnten und auch die Tafel mit den Tagesangeboten kam sehr spät. Wir sind schon aufgestanden, um einen Blick darauf zu werfen.
Der Hauswein - ein Pinot Grio - der halbe Liter zu EUR 10,90 war etwas flach und so wechselte ich dann zu einem Luganer (0,2 l EUR 5,50). Eine Flasche Wasser schlägt hier mit EUR 5,30 zu Buche.
Wir hatten nach dem Messetag nur "Lust" auf eine Hauptspeise und wählten Spaghetti Frutti di Mare zu EUR 12,50
Bitte schaut Euch die Fotos an, die zeigen wie perfekt die Speisen trotz hoher Auslastung serviert wurden. Alles war auf den Punkt angerichtet und gebraten. Geschmacklich ebenfalls sehr gut abgestimmt. Wir waren alle rundum zufrieden mit dem Essen.
Leider war der Nachschub der Getränke nicht so perfekt. Hinzu kam, dass eine (Aushilfs?)-Kraft kaum deutsch verstand. Naja, Messezeit.. ;-(
Es war Messe in Nürnberg, alle Hotels ausgebucht und auch in den meisten Restaurants lief ohne Reservierung nichts. Diese Osteria liegt in der Nähe des Hauptbahnhofs in einer Seitenstraße und ich meine, man muss das Lokal schon kennen, denn Laufkundschaft gibt es hier nicht, bis auf die zwei, drei Hotels "nebenan"!
Also, Restaurant voll und dadurch auch recht laut. Die Tische sind relativ eng gestellt.
Es gibt eine Standardspeisekarte und wie üblich eine Tafel mit Tagesgerichten.
Leider dauerte es eine Weile bis wir... mehr lesen
Osteria Del Centro
Osteria Del Centro€-€€€Restaurant0911226015Eilgutstr. 10, 90443 Nürnberg
4.0 stars -
"Gute Qualität der Speisen - mit verbesserungswürdigen Service" Ehemalige UserEs war Messe in Nürnberg, alle Hotels ausgebucht und auch in den meisten Restaurants lief ohne Reservierung nichts. Diese Osteria liegt in der Nähe des Hauptbahnhofs in einer Seitenstraße und ich meine, man muss das Lokal schon kennen, denn Laufkundschaft gibt es hier nicht, bis auf die zwei, drei Hotels "nebenan"!
Also, Restaurant voll und dadurch auch recht laut. Die Tische sind relativ eng gestellt.
Es gibt eine Standardspeisekarte und wie üblich eine Tafel mit Tagesgerichten.
Leider dauerte es eine Weile bis wir
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Die Meinungen gehen über das zwischen Messplatz und Fußgängerzone gelegene Mutterlokal etwas auseinander. GG-Kollege Keeshond verlieh im Januar satte 4 Sterne, sprach von gutem Service und überzeugendem Essen. Seinem Fazit nach hatte er weitere Besuche im Visier, um sich durch die Steakkarte zu futtern. Ein Arbeitskollege war von den El-Toro-Burgern begeistert. Doch einige Stimmen kritisierten die laute Atmosphäre, die ein gemütliches Abendessen beeinträchtigen würde. Auch die Preispolitik wurde von mancher Seite als zu ambitioniert betrachtet. Es half also alles nichts, ich musste mir selbst ein Bild machen.
Zusammen mit zwei Arbeitskollegen besuchte ich an einem Mittwochabend den Stier im Herzen von Landau. Mein Kollege hatte vorsorglich reserviert, was nicht nötig gewesen wäre, da sich noch etliche freie Tische im Gastraum befanden. Von seiner Einrichtung her ist das El Toro eine Mischung aus Kneipe und Restaurant. Kein Wunder, genoss ich doch vor noch gar nicht allzu langer Zeit in eben jenen Räumlichkeiten die Champions-League Spiele meines großen Münchner Lieblingsvereins auf den damals vorhandenen Bildschirmen.
Nach wie vor wird das Ambiente von dunklem Holz dominiert. Mobiliar, Thekenbereich, Wandvertäfelung und Parkettboden glänzen hölzern um die Wette. Große, dimmbare, etwas deplatziert wirkende Kugelleuchten hängen trotzig von der Decke. Diverse Stierdevotionalien haben an den Wänden und im Barbereich Einzug gehalten. Ansonsten hat sich im Inneren des Lokals vergleichsweise wenig geändert. Die hohen Decken wirken sich negativ auf die Akustik im Raum aus, was zu einer erschwerten Kommunikation am Tisch führt. Nicht der einzige Kritikpunkt an jenem Abend.
Bei der Bedienung bin ich ganz bei Keeshond. Das hat alles gut gepasst. Die blonde Servicedame brachte uns etwas verdutzt die Speisenkarten, da bereits zwei mitgebrachte Flaschen spanischen Rotweins aus meinem Weinkeller auf unserem Tisch standen. Zwei Mitbringsel für meine Kollegen, deren Arbeit ich wertschätze. Wenn uns das Weinangebot im El Toro nicht gepasst hätte, wären wir gut versorgt gewesen.
Mir war an diesem Abend eher nach was Frischerem zumute, weshalb ich mich mit zwei Gläsern Radler (0,3 l für 2,80 Euro) zufrieden gab. Der Blick in die Speisenkarte offenbarte ein reiches Angebot an kalten und warmen Tapas, diversen Fleischsorten vom Grill sowie den dazugehörigen Beilagen und Saucen, die man hier separat bestellt. Nach dem Motto „Kleinvieh macht auch Mist“ schlägt sich dieses von vielen Steakhäusern angewandte Baukastensystem natürlich preislich nieder.
Eine nette Geste kam zu Beginn unseres Essens in Form eines Küchengrußes, der aus Süßkartoffel-Pommes, Aioli und eingelegten Oliven bestand. Ein kleiner Snack zum Dippen zur Verkürzung der Wartezeit, den wir gerne annahmen.
Meine Kollegen waren in Rumpsteak-Laune. Der 300 Gramm schwere Klassiker vom argentinischen Black Angus Rind lag ohne alles bei 18 Euro. Hinzu kam jeweils eine Portion dicker Steakhouse Fritten (3,50 Euro) und ein kleiner Beilagensalat (3,20 Euro). Beide wollten ihr Steak medium gebraten. Meine Wahl fiel auf das angeblich 600g schwere T-Bone-Steak, das in der Karte mit 36 Euro ausgepreist war. Ein stolzer Preis für ein hoffentlich genauso stolzes Stück trockengereiftes Fleisch. Auch ich entschied mich für die dicken Fritten als Beilage. Zusätzlich sollte es noch die hausgemachte BBQ-Sauce sein. Wir waren gespannt, was man uns da frisch gegrillt auf die Teller legen würde.
In Erinnerung an mein erstes Dry-Age-Porterhouse-Steak vom Herxheimer Kultmetzger Adam („Herxheimer Kobe“) lag die Messlatte natürlich recht hoch. Zu hoch, wie sich bei näherer Betrachtung meines Tellers herausstellen sollte. Das Steak war flächenmäßig größer als jenes aus dem Pfälzer Tabakdorf, aber leider nur etwa halb so dick. Es kam, wie geordert, medium gebraten und hatte einen schönen Fettanteil, der knusprig gegrillt sehr fein schmeckte. Auch die Würzung des Fleisches ging in Ordnung. Es war kein zusätzlicher Pfeffer und auch kein Salz vonnöten.
Der nur im Ansatz vorhandene T-Knochen hatte eher kleinere Ausmaße und so fragte ich mich doch, wie man hier bitteschön auf 600g Fleisch kommen sollte. Kollege Daueresser hätte sicherlich eine Fleischwaage zum Aufklappen aus seinem Michelin-Koffer gezogen und nachgemessen. Für meine Vermutung, dass hier die Gewichtsangabe wahrscheinlich etwas nach unten korrigiert werden müsste, fehlten mir also die Beweismittel, aber mein Bauchgefühl wäre nach 600g sicherlich ein anderes gewesen. Auf meine Nachfrage hin, wurde die Herkunft des Rindfleisches der iberischen Halbinsel zugeschrieben. Hmm, ich war skeptisch und Skepsis ist nie gut – schon gar nicht bei einem Erstbesuch. Die besten Reifeergebnisse erzielt mein Vertrauensmetzger nach 8 Wochen im Reifeschrank. Mich hätte die Angabe von lediglich 21 Tagen (laut Speisenkarte) schon stutzig machen sollen. Denn auch am Gaumen fehlte dem dünngeschnittenen T-Bone-Steak der erhoffte, intensiv animalische Rindgeschmack, der bei sachgemäß angewandter Trockenreifung entsteht.
Den 300g Rumpsteaks meiner beiden Kollegen sah man ihr Gewicht förmlich an. Schon der Cut der beiden dicken Tranchen verriet ihre argentinische Herkunft. Leider war das eine etwas zu durch geraten, was meinen Kollegen um den rosafarbenen Fleischgenuss brachte. Unsere Pommes hatten durchschnittliche Convenience-Qualität und waren nicht sonderlich gut gewürzt. Erst in Kombination mit der BBQ-Sauce wurden sie zu einer schmackhaften Beilage.
Alles in allem also ein Besuch mit Höhen und Tiefen. Die 4 Sterne-Bewertung von GG-Kollege Keeshond kann ich nicht ganz bestätigen. Dafür schneidet bei mir das El Toro in puncto PLV einfach zu dürftig ab. Für einen Wiederholungsbesuch würde ich wahrscheinlich den Daueresser samt Fleischwaage mitnehmen und das preislich attraktivere Rumpsteak ordern. Dann aber Augen auf beim Gargrad!