Geschrieben am 28.08.2021 2021-08-28| Aktualisiert am
29.08.2021
Besucht am 17.08.2021Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 37 EUR
Diese leicht abgewandelten Zeilen des 70er-Jahre-Schlagers von Roberto Zerquera Blanco müssen jetzt einfach mal als Überschrift herhalten, um meine Zufriedenheit nach dem Genuss zweier höllisch scharfer Currygerichte bei meinem neuen Lieblingsthailänder in Karlsruhe-Mühlburg auf den Punkt zu bringen.
Denn gerade im Stressmonat August, der ganz im Zeichen unseres Umzugs von Steinweiler nach Wörth stand, durfte es nach überstandenen Ikea- und Baumarktbesuchen in des Pfälzers liebster Fächerstadt auf der gegenüberliegenden Seite des Rheines kulinarisch gerne auch mal etwas schärfer zur Sache gehen.
Zweimal innerhalb von 14 Tagen besuchten meine Frau und ich das Restaurant Nat-Pob, das schon seit mehreren Jahren im Vereinsheim der Turnerschaft Mühlburg 1861 e.V. untergebracht ist. Eingang zum Lokal
Den Tipp bekamen wir von der thailändischen Frau unseres Parkettabschleifers, die uns eine ganze Reihe guter Asiaten in Karlsruhe und Umgebung ans Herz legte. Also, stay tuned folks for more Asian reports from KA!
Nach der coronabedingten Schließung des von mir sehr geschätzten Chinaladens namens „Monkey King“ in der Kaiserstraße (Fußgängerzone) war es in puncto „Fernkost“ mal wieder Zeit, etwas Neues auszuprobieren. Ein kurzer Anruf sicherte uns einen Tisch für Zwei unter freiem Himmel.
Mit Blick auf das weitläufige Sportgelände der Mühlburger Turnerschaft – inklusive knüppelharter Aschenbahn, Rasenplatz und Weitsprunggrube – saßen wir ganz entspannt auf der rückseitigen Terrasse, die primär von geschlossenen Sonnenschirmen und Sitzmöbeln aus Polyrattan bevölkert wurde. Auf der Terrasse hinterm Haus
Außer unserem waren noch drei weitere Tische besetzt. Eine Gruppe von Best-Agern betrieb lautstark Stammtischpolitik in „breidschdem badisch“.
Unsere Servicedame stellte sich als echtes Unikat heraus. Die ältere Dame gehörte scheinbar zum Inventar des Vereinsheims. Sie machte ihren Job ganz hervorragend. Sowohl ihre langjährige Gastro-Erfahrung als auch die sympathisch-humorvolle Art, mit der sie die Gäste – darunter auch viel Stammklientel, wie ich den Konversationen an den Nachbartischen entnahm – umsorgte, kam gut bei uns an und hieß uns ohne jeglichen Dünkel willkommen.
Bald hielten wir die bunt bebilderten Speisenkarten in den Händen. Mehr als ein halbes Dutzend verschiedener Thai-Suppen und eine Handvoll Salate machten gleich Appetit. Dann – oh Schreck – fünf deutsche Gerichte (Maultaschen, Schnitzel und Wurstsalat) für die unverbesserlichen Kulinar-Gutbürger und Asia-Ignoranten. Schnell wurde weitergeblättert, denn da wartete bereits der wohlfrittierte fernöstliche Vorspeisenreigen in Form von Frühlingsrollen, Wantan und Knuspergarnelen.
Ein paar Veggieteller bzw. Reis-/Nudelgerichte weiter kamen endlich die ersehnten Curry-Gerichte zum Zug. Diese wurden in gewohnter Manier unter Zugabe von Schwein, Rind, Ente, Huhn, Fisch und Garnelen durchdekliniert. Das machte in der Summe rund 50 (!) mehr oder minder verschiedene Teller- bzw. Schüsselgerichte, die sich neben ihrem tierischen Bestandteil auch in der Zusammensetzung ihrer vegetabilen Momente unterschieden und preislich zwischen 12 und 15 Euro oszillierten. Die Auswahl war also nicht gerade übersichtlich. Das genaue Lesen des „Kleingedruckten“ erschien mir oberste Gästepflicht zu sein.
Der halbe Liter Radler belief sich auf 3,60 Euro. Die gleiche Menge Mineralwasser schlug mit 40 Cent weniger zu Buche. Dass man hier in Mühlburg das badische Hoepfner-Bier ausschenkte, wunderte mich nicht. Das Karlsruher Hopfenerzeugnis genießt zumindest rechtsrheinisch einen guten Ruf. Dass mir als Pfälzer die Bellheimer „Patriotenplörre“ etwas besser „reinläuft“, ist wohl meiner alkoholischen Sozialisierung im Jugendalter geschuldet.
Die kühlere Witterung verlangte beim ersten Besuch nach einer warmen Thai-Terrine, die in Form einer „Tom Yam Gung“, also einer Garnelensuppe mit Kokosmilch, Champignons uns Zitronengras (4,80 Euro), vorweg bestellt wurde. Wer sucht, der findet...Garnelen!
Bei unserer zweiten Einkehr teilten wir uns vorab den als „Yam Wun Sen“ bezeichneten Glasnudelsalat mit Garnelen, Schweinehack, Zwiebeln, Sellerie und Mu-Err-Pilzen (9,50 Euro).
Der mit gängigen TK-Garnelen ausgestattete Kokossud wurde mit frischem Koriander und Frühlingszwiebel etwas „aufgegrünt“. Aromatisch duftend und wohltuend säuerlich abgeschmeckt wurde jene Thaisuppe von uns für schmackhaft befunden. Tom Yam Gung
Der Biss auf einen darin herumschwimmenden Zitronengrasstängel empfand ich als etwas zu viel des guten Geschmacks. Auch die kleinen Stücke von der Galgantwurzel waren mir - pur genossen - etwas zu heftig und verblieben deshalb in der Schale.
Ganz anders beim Glasnudelsalat, den wir uns zwei Wochen später als Vorspeise einverleibten. Hier blieb nicht ein Fitzelchen zurück. Tomaten, Paprika, Sellerie, rote Zwiebel und Frühlingslauch sorgten für hier für frische Verhältnisse und entsprechenden Biss. Yam Wun Sen (Glasnudelsalat)
Das Highlight dieses kalten Thaiklassikers für warme Tage war sein feinsäuerlich abgeschmecktes, erfreulich pikantes Dressing, das die dünnen Reisfäden, das herzhaft gewürzte Schweinehack und die noch leicht glasigen Garnelen zu einem köstlichen Ganzen vereinte. Glasnudelsalat mit Garnelen
Nach dem Motto: „Delicious bowls can curry us home!“ orderten meine Frau und ich bei unserer ersten Einkehr zwei frischgewokte Curry-Gerichte. Die Gattin entschied sich – wie zu erwarten war – für die Veggie-Variante. Nr. 92 nannte sich „Gäng Pak“ (8,90 Euro), enthielt jede Menge Gemüse und hatte anstatt Fleisch ein paar Tofuwürfel in der Schüssel. Gäng Pak (Gemüsecurry mit Tofu)
Ich wählte die 173 mit der mutigen Bemerkung, mein grünes Curry mit Huhn („Gäng Kiew Wan Gai“, 12,90 Euro) doch bitte ein wenig schärfer als üblich zu servieren. Gäng Kiew Wan Gai (Grünes Curry mit Huhn)
Vielleicht ging mein Zusatz „ein wenig schärfer“ bei der Bestellung unter. Keine Ahnung, aber was mir da aus dem blau-weißen Porzellantöpfchen entgegenduftete war ein hocharomatischer Hotpot – ich sag nur Thai-Basilikum! –, wie ich ihn das letzte Mal zu Zeiten meines Referendariats bei meinem Mannheimer Lieblingsthai-Imbiss „Supans“ genossen habe. Ach wie schön, wenn ein Gericht alte Erinnerungen in einem wachzurufen vermag. Klar ging die Chili-Schärfe voll auf die Schleimhäute, aber bekanntlich kommen ja nur die Harten in den grünen Curry-Garten! Das grüne Curry auf dem Teller angerichtet
Nur gut, dass genug Duftreis mitgeliefert wurde. Der milderte den mit reichlich Hühnerfleisch, Bambussprossen, Bohnen, Zucchini, Paprika und Chilischoten versehenen Thai-Eintopf wenigstens etwas ab. Trotz des wirklich einbrennenden Esserlebnisses war das ein grünes Curry ohne Fehl und Tadel. Das grüne Curry auf dem Teller angerichtet
Die Soße fiel nicht gar so sämig aus, was mir sehr entgegenkam. Sogar die von mir ungeliebten Auberginen hatte man freundlicherweise weggelassen. Ich fühlte mich nach dem Verzehr dieser thailändischen Scharfspeise jedenfalls fitter als vorher – auch wenn mein Gaumen noch etwas nachbrannte.
Dass meine Frau ihr wesentlich milderes Gemüsecurry noch mit meiner Sauce pimpte, ehrte sie. Das Gemüsecurry auf dem Teller angerichtet
Auch sie war mit ihrer Wahl voll zufrieden und bekräftigte die Absicht auf einen baldigen Wiederholungsbesuch. Dieser ließ ja dann auch nicht lange auf sich warten. Und auch da verließen wir das Nat-Pob mit brennenden Zungen und gutem Bauchgefühl. Gefühlt war mein „Gäng Gai Nor Mai“ (12,90 Euro), was im Grunde das gleiche Curry-Gericht darstellte, nur diesmal eben in Rot, sogar noch eine Spur schärfer als das Grüne zwei Wochen zuvor. Auch diesmal wurde meinem Wunsch auf ein Chili-Upgrade entsprochen, was mir wieder kräftig einheizte. Gäng Gai Nor Mai (Rotes Curry mit Huhn) -> Attention, explosive!
Meine Frau ging dagegen mit „Pad Pak Tao Hu“ – gebratenem Gemüse ohne Tofu (8,90 Euro) – auf Nummer sicher. Ihr ansehnlicher Wok-Gemüse-Hügel fiel süßlich-pikant aus. Pad Pak Tao Hu (gebr. Gemüse, aber ohne Tofu!)
Über meine laufende Nase musste sie genauso schmunzeln wie über die Tatsache, dass mir während der Curryvernichtung dann doch ein paar Tränchen die Wangen herunterliefen. Nicht weil es so schlecht schmeckte, sondern aus reinster Feuerfreude am Schotenschlemmen.
Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass wir beim zweiten Mal im Inneren des Lokals Platz nahmen. Gastraum Ansicht 1
Die digitalen Impfnachweise wurden kurz kontrolliert und auch die schriftliche Erfassung unserer Daten war schnell abgehandelt. Im geräumigen Gastraum war ausreichend Platz zwischen den Tischen. Linoleum- und Fliesenboden, Faltschiebetüren im Ziehharmonika-Style und eine mit quadratischen Paneelen verkleidete Decke kündeten von der Nutzung als Vereinsheim. Gastraum Ansicht 2
Insgesamt keine ungemütliche Bahnhofshallenatmosphäre, aber draußen auf der Terrasse hatte es mir besser gefallen. Gastraum Ansicht 3
Egal, entscheidend war bei beiden Besuchen das, was auf dem Teller bzw. in der Schüssel landete. Und da hatte Chefkoch Jakkachai Netkhema, der sich gleichzeitig auch als Inhaber des Lokals verantwortlich zeichnet, richtig gut abgeliefert und das zu äußerst erschwinglichen Preisen. Die höheren Schärfegrade bei den beiden Currys waren ja meine Idee, die ich dort übrigens jederzeit wieder äußern würde.
Durch die neue Nähe zu Karlsruhe werden wir in den nächsten Jahren sicherlich die ein oder andere kulinarische Entdeckung auf der rechten Rheinseite machen. Die beiden passenden Mitstreiter (sind genau genommen jetzt deren drei…) haben wir ja seit dem Besuch bei „Sokrates“ auch gefunden. Allein schon deshalb stimme ich als Pfälzer Rhein- und nicht als Bochumer Ruhrbarde an:
„Baden, ich ess‘ gern bei diiiir – Baden, ich fahr auch gerne wieder weg von diiiir!“
Diese leicht abgewandelten Zeilen des 70er-Jahre-Schlagers von Roberto Zerquera Blanco müssen jetzt einfach mal als Überschrift herhalten, um meine Zufriedenheit nach dem Genuss zweier höllisch scharfer Currygerichte bei meinem neuen Lieblingsthailänder in Karlsruhe-Mühlburg auf den Punkt zu bringen.
Denn gerade im Stressmonat August, der ganz im Zeichen unseres Umzugs von Steinweiler nach Wörth stand, durfte es nach überstandenen Ikea- und Baumarktbesuchen in des Pfälzers liebster Fächerstadt auf der gegenüberliegenden Seite des Rheines kulinarisch gerne auch mal etwas schärfer zur Sache... mehr lesen
Restaurant Nat Pob
Restaurant Nat Pob€-€€€Restaurant0721590980Am Mühlburger Bahnhof 12, 76189 Karlsruhe
4.0 stars -
"Ein „bisschen“ scharf muss sein – dann zieht‘s sich um von ganz allein…" Ehemalige UserDiese leicht abgewandelten Zeilen des 70er-Jahre-Schlagers von Roberto Zerquera Blanco müssen jetzt einfach mal als Überschrift herhalten, um meine Zufriedenheit nach dem Genuss zweier höllisch scharfer Currygerichte bei meinem neuen Lieblingsthailänder in Karlsruhe-Mühlburg auf den Punkt zu bringen.
Denn gerade im Stressmonat August, der ganz im Zeichen unseres Umzugs von Steinweiler nach Wörth stand, durfte es nach überstandenen Ikea- und Baumarktbesuchen in des Pfälzers liebster Fächerstadt auf der gegenüberliegenden Seite des Rheines kulinarisch gerne auch mal etwas schärfer zur Sache
Geschrieben am 15.08.2021 2021-08-15| Aktualisiert am
16.08.2021
Besucht am 13.07.2021Besuchszeit: Abendessen 4 Personen
Rechnungsbetrag: 360 EUR
Freunde aus alter Zeit, die schon lange in Spanien leben, schlugen vor, mal wieder zusammen zu essen. Sie wollen stets ein neues Restaurant besuchen. Es war also nicht ganz einfach, etwas Anständiges zu finden. Die Wahl fiel auf die alte Mühle im Hermann-Löns-Park, dicht beim Annabad von 1937. Anfahrt durch grünen Wald, Restaurant Alte Bäume im Außenbereichvon hohen Bäumen grün eingerahmt.
eigedeckter Tisch außen
Unser Taxifahrer war ein leutseliger Frischling, wie er freimütig einräumte. Er hielt noch alles Neue auf Papier fest. Wir leiteten ihn sicher zum Ziel, an dem wir gleichzeitig mit unseren Freunden eintrafen. Nach Klärung der jeweiligen Impfstatus umarmten wir uns zur Begrüßung.
Aufgrund des stabil warmen Wetters wählten wir einen Tisch im Außenbereich, der schon komplett eingedeckt war. Gleich nach der Bestellung der Eröffungsgetränke fragte ich, ob Frau Linke, die uns beim vorletzten mal so perfekt Crepe Suzette zubereitet hatte, zur Zeit arbeite. Dies wurde verneint. Uns wurde aber versichert, dass jeder in der Lage sei, diesen Job zu übernehmen. Nach Crepe Suzette wolle sie einmal fragen in der Küche, auf der Karte seien sie ja nicht. Eine Weile später bekamen wir dann die Auskunft, es gebe keine Crepes. Mit Suzette würde es also nichts. Das erschien uns eher als dumme Ausrede, denn etwas Einfacheres als Crepes zu produzieren, gibt es in einer professionellen Küche kaum. Champagner gab es auch nicht offen. Ich fragte deshalb nach einem Winzersekt. Prosecco gebe es, war die Antwort. Nach der Zusicherung, er sei brut, nahmen wir dann eben vier Gläser von diesem (7,50). Eine große Flasche Wasser (Selters medium, 6,90) bestellten wir auch noch. Der Jahrgangsprosecco war besser als erwartet (7,50)
Unsere Bediendame annoncierte nun die Speisen außerhalb der Standardkarte: rosa gebratener Rehrücken, Kalbsleber Berliner Art.
Meine Frau hatte schon im Vorfeld geäußert, es sei ihr peinlich, dass sie immer so viel abbestellen müsse, was sie nicht möge. So wurde es für sie nur der Blattsalat mit Ziegenkäse ohne diesen.(16,00). Für mich gab es das Thunfischtatar mit Garnele, Avocado, Limette, Knusper-Glasnudeln (18.-). Das Tatar war gut geschnitten, die Garnele war geschält und entdarmt. Die gebratenen Glasnudeln knusperten schön. Der Algensalat war herzhaft abgeschmeckt, die Wasabi-Tupfen hatten satte Schärfe. Thunfischtatar
Der Brotkorb zur Einleitung war hervorragend bestückt mit mehreren knusprigen Brotsorten. Zwei Schälchen mit aufgeschlagener Butter (1 X Paprika/Tomate, 1 X Kräuter) begleiteten ihn.
Brot und Dips
Die beiden Damen am Tisch wählten den Rehrücken (35.-), beide ohne Pilze und versicherten sich gegenseitig, dass sie sich nicht mehr so einsam fühlten mit ihren Abneigungen. Unser Freund aus Spanien nahm die Kalbsleber, die er in seiner Heimat so lange entbehrt hatte, ich das Filetsteak mit Gnocchi und Melone (35.-)
Meine Frau lobte das Stück Rehrücken, das in der Qualität nicht dem nachstand, das wir regelmäßig auf einem Gut bei Celle kaufen. Um nicht zwei pürierte Sättigungsbeilagen auf dem Teller zu haben, hatte der Koch die Pastinaken stückig zubereitet, was eine wenig Biss brachte. Die Soßenreduktion war ausgezeichnet.
Als Getränke nahmen wir das Cuvee Opum von Kesselring (36,90), unsere beiden Freunde je ein Viertel Merlot und Cabernet Sauvignon. Sie sind ja durch knarzige Tintos im Süden des Landes recht abgehärtet. Foto im Hochformat Unser Rotwein
Mein Filet kam nicht medium rare, wie bestellt, aber saftig medium. Es lag auf einem kraftstrotzendem Soßenspiegel und war überhäuft mit verschiedenen Pilzen. Die Beilagen Melone und Gnocchi waren gut gebräunt. Ein Clou war die Steakbutterkugel mit schwarzem Knoblauch, in der Optik wie ein dunkler Leberknödel, aber geschmacklich von Liebstöckel dominiert einfach toll. Auf das Foto klicken.
mein Filetsteak
Eine zweite Flasche Wasser war nötig.
Zum Dessert bestellte meine Frau sich noch ein Glas Prosecco.
Die Dessertteller „alte Mühle“ waren sehr schön bestückt mit Pistaziencreme, Brombeereis, Mandel-Tiramisu, Physalis, Creme brulee, Mousse au chocolat, Honigmelonen-Streifen und Nektarinenspelten.
Zusammen fassen kann ich sagen, dass fast das Niveau des Basil erreicht wurde.
Dessertteller
Wir zahlten per EC-Karte am Tisch mit Geheimzahl und gaben 20 Euro Trinkgeld in bar für unseren Rechnungsanteil von 205 Euro, setzten unsere Masken wieder auf und schlenderten zur Straße. Unser Taxi kam bald. Der sehr routinierte Nachtfahrer setzte uns gegen Blick vom Parkplatz21.00 Uhr zu Hause ab.
Freunde aus alter Zeit, die schon lange in Spanien leben, schlugen vor, mal wieder zusammen zu essen. Sie wollen stets ein neues Restaurant besuchen. Es war also nicht ganz einfach, etwas Anständiges zu finden. Die Wahl fiel auf die alte Mühle im Hermann-Löns-Park, dicht beim Annabad von 1937. Anfahrt durch grünen Wald, Restaurant von hohen Bäumen grün eingerahmt.
Unser Taxifahrer war ein leutseliger Frischling, wie er freimütig einräumte. Er hielt noch alles Neue auf Papier fest. Wir leiteten ihn sicher zum... mehr lesen
Parkrestaurant Alte Mühle
Parkrestaurant Alte Mühle€-€€€Restaurant, Biergarten, Partyservice0511559480Hermann-Löns-Park 3, 30559 Hannover
4.5 stars -
"Sehr grün in der Stadt im Grünen" Ehemalige UserFreunde aus alter Zeit, die schon lange in Spanien leben, schlugen vor, mal wieder zusammen zu essen. Sie wollen stets ein neues Restaurant besuchen. Es war also nicht ganz einfach, etwas Anständiges zu finden. Die Wahl fiel auf die alte Mühle im Hermann-Löns-Park, dicht beim Annabad von 1937. Anfahrt durch grünen Wald, Restaurant von hohen Bäumen grün eingerahmt.
Unser Taxifahrer war ein leutseliger Frischling, wie er freimütig einräumte. Er hielt noch alles Neue auf Papier fest. Wir leiteten ihn sicher zum
Das Restaurant / Hotel ist sehr modern gehalten und macht einen sehr guten Eindruck. Da es über einen sehr schönen Außenbereich direkt an der Elbe verfügt, ist eine Reservierung für die Terrasse bei guten Wetter empfehlenswert.
Die kleine Karte besteht aus überwiegend regionalen Gerichten mit Schwerpunkt Fisch. Das, was wir bestellt hatten, war schön anzusehen, aber irgendwie fehlte die Raffinesse.
Das Personal macht einen kompetenten Eindruck und versuchte auch besondere Wünsche umzusetzen, was auch gelang. Die Wartezeiten waren allesamt im akzeptablem Bereich.
Die Preise für Essen und Getränke sind angemessen.
Wer länger im Fährhaus verweilen möchte, sollte nach dem Essen in die Hotelbar wechseln. Hier gibt es eine erlesene Auswahl an Getränken und auch sehr innovative Cocktails.
Der gesamte Komplex macht einen sehr guten Eindruck, leider ist der Besuch aus meiner Sicht mit einer sehr langen Anfahrt verbunden, zumindest für Menschen, die Znetral in Hamburg wohnen.
Das Restaurant / Hotel ist sehr modern gehalten und macht einen sehr guten Eindruck. Da es über einen sehr schönen Außenbereich direkt an der Elbe verfügt, ist eine Reservierung für die Terrasse bei guten Wetter empfehlenswert.
Die kleine Karte besteht aus überwiegend regionalen Gerichten mit Schwerpunkt Fisch. Das, was wir bestellt hatten, war schön anzusehen, aber irgendwie fehlte die Raffinesse.
Das Personal macht einen kompetenten Eindruck und versuchte auch besondere Wünsche umzusetzen, was auch gelang. Die Wartezeiten waren allesamt im akzeptablem Bereich.
Die... mehr lesen
Zollenspieker Fährhaus
Zollenspieker Fährhaus€-€€€Restaurant, Bar, Hotel, Festsaal0407931330Zollenspieker Hauptdeich 141, 21037 Hamburg
3.5 stars -
"Regionale Küche an der Elbe" Ehemalige UserDas Restaurant / Hotel ist sehr modern gehalten und macht einen sehr guten Eindruck. Da es über einen sehr schönen Außenbereich direkt an der Elbe verfügt, ist eine Reservierung für die Terrasse bei guten Wetter empfehlenswert.
Die kleine Karte besteht aus überwiegend regionalen Gerichten mit Schwerpunkt Fisch. Das, was wir bestellt hatten, war schön anzusehen, aber irgendwie fehlte die Raffinesse.
Das Personal macht einen kompetenten Eindruck und versuchte auch besondere Wünsche umzusetzen, was auch gelang. Die Wartezeiten waren allesamt im akzeptablem Bereich.
Die
Besucht am 13.08.20218 Personen
Rechnungsbetrag: 274 EUR
Hatte gerade ne Sendung über Spitzenrestaurants gesehen und gesehen, wie die eine Sauce Holandaise herstellen. Schere raus, Tetra von Knorr Professional auf und zack auf den Teller. Und die Typen stehen auch noch dazu. Im Stadtgarten müht sich der Koch noch mit dem Schneebesen und knallt frische Butter rein und schlägt die Sauce schaumig; GEIL. Auch die Salatsaucen. Nicht einfach drüber gekippt in der Hoffnung, dass alle Blätter etwas von der Sauce abbekommen. Im Stadtgarten gibt es Hammergeile Vorspeisesalate (siehe Fotos). Die Bratensaucen, ein Traum. Denn hier werden für den Ansatz noch Knochen ausgekocht. Da kann man warten bis es dunkel wird, aber die Sauce kriegt keine „Haut“. Die Teller sind im Stadtgarten auch appetitlich angerichtet. Nicht irgendeine vermischte Pampe. Zoomt mal die Bilder etwas größer, dann sieht man von den Leckereien jedes Detail. PS: Steht mal das Lieblingsgericht nicht auf der Karte: Kein Problem für das Stadtgarten-Team. Auch das wird gemacht. Frisch und lecker.
Hatte gerade ne Sendung über Spitzenrestaurants gesehen und gesehen, wie die eine Sauce Holandaise herstellen. Schere raus, Tetra von Knorr Professional auf und zack auf den Teller. Und die Typen stehen auch noch dazu. Im Stadtgarten müht sich der Koch noch mit dem Schneebesen und knallt frische Butter rein und schlägt die Sauce schaumig; GEIL. Auch die Salatsaucen. Nicht einfach drüber gekippt in der Hoffnung, dass alle Blätter etwas von der Sauce abbekommen. Im Stadtgarten gibt es Hammergeile Vorspeisesalate (siehe... mehr lesen
Stadtgarten-Restaurant
Stadtgarten-Restaurant€-€€€Restaurant07274770010Tournuser Platz 3, 76726 Germersheim
5.0 stars -
"TOP-Restaurant in Germersheim" Ehemalige UserHatte gerade ne Sendung über Spitzenrestaurants gesehen und gesehen, wie die eine Sauce Holandaise herstellen. Schere raus, Tetra von Knorr Professional auf und zack auf den Teller. Und die Typen stehen auch noch dazu. Im Stadtgarten müht sich der Koch noch mit dem Schneebesen und knallt frische Butter rein und schlägt die Sauce schaumig; GEIL. Auch die Salatsaucen. Nicht einfach drüber gekippt in der Hoffnung, dass alle Blätter etwas von der Sauce abbekommen. Im Stadtgarten gibt es Hammergeile Vorspeisesalate (siehe
Besucht am 11.08.2021Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 28 EUR
Das "Wangener Eckle" / "Taverna" ist ein echter Geheimtipp für alle, die griechisches Essen und griechisches Ambiente lieben!
Die Wirte Tina und Georg kochen ausgezeichnet und sind unglaublich nett.
Das Essen schmeckt wie in Griechenland und da auch immer Griechen vor Ort sind, kommst du dir vor wie im Urlaub.
Die Zutaten sind frisch und man bekommt alles, was das Herz begehrt zu moderaten Preisen.
Beispel: Gyros Pita schon ab 4,50 Euro, Weinschorle: 3,50; Pils: 3,00 Euro
Sehr zu empfehlen sind auch die Fischgerichte, die es Freitags gibt. Vor allem gegrillte Dorade ist sehr lecker!
Auch der Vorspeisenteller ist super!
Im Sommer kann man draußen im Zelt sitzen und drinnen ist es ebenfalls gemütlich.
Ich komme immer wieder gerne hierher!
Das "Wangener Eckle" / "Taverna" ist ein echter Geheimtipp für alle, die griechisches Essen und griechisches Ambiente lieben!
Die Wirte Tina und Georg kochen ausgezeichnet und sind unglaublich nett.
Das Essen schmeckt wie in Griechenland und da auch immer Griechen vor Ort sind, kommst du dir vor wie im Urlaub.
Die Zutaten sind frisch und man bekommt alles, was das Herz begehrt zu moderaten Preisen.
Beispel: Gyros Pita schon ab 4,50 Euro, Weinschorle: 3,50; Pils: 3,00 Euro
Sehr zu empfehlen sind auch die Fischgerichte, die es Freitags gibt. Vor allem gegrillte Dorade ist sehr lecker!
Auch der Vorspeisenteller ist super!
Im Sommer kann man draußen im Zelt sitzen und drinnen ist es ebenfalls gemütlich.
Ich komme immer wieder gerne hierher!
5.0 stars -
"Geheimtipp für Griechenland-Fans!" Ehemalige UserDas "Wangener Eckle" / "Taverna" ist ein echter Geheimtipp für alle, die griechisches Essen und griechisches Ambiente lieben!
Die Wirte Tina und Georg kochen ausgezeichnet und sind unglaublich nett.
Das Essen schmeckt wie in Griechenland und da auch immer Griechen vor Ort sind, kommst du dir vor wie im Urlaub.
Die Zutaten sind frisch und man bekommt alles, was das Herz begehrt zu moderaten Preisen.
Beispel: Gyros Pita schon ab 4,50 Euro, Weinschorle: 3,50; Pils: 3,00 Euro
Sehr zu empfehlen sind auch die Fischgerichte,
Besucht am 16.07.2021Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 31 EUR
Im Gegensatz zu meinem Heimatort Herxheim existierten im rund 6 Kilometer entfernten Nachbarort Rülzheim eine ganze Reihe gastronomischer Einrichtungen, die einen Besuch lohnen. Und das obwohl die südpfälzische Gemeinde mit dem goldenen Ritter im Wappen knapp 2000 Einwohner weniger zählt als sein westlicher Nachbar. Auch bei Tierfreunden und Naturliebhabern genießt das Dorf ein gewisses Ansehen, denn im südwestlich, zwischen Kling- und Rottenbach gelegenen Naherholungsgebiet wird einiges geboten.
Gegenüber der 2007 eröffneten Straußenfarm „Mhou“ befindet sich ein großer Campingplatz. Ein Streichelzoo und eine „alla hopp!-Anlage“ (Spielplatz, der auf Initiative der Dietmar-Hopp-Stiftung entstanden ist, Anm.) begeistern Klein und Groß. Sportlich Aktive können im nahegelegenen Badesee schwimmen oder auf der Tennisanlage ein paar Asse servieren. Außerdem gibt es genug Möglichkeiten, die Gegend rund um das Strandbad und die Straußenfarm zu Fuß zu erkunden. Auch lädt das gut ausgebaute Wegenetz zum Spaziergang durch den angrenzenden Gemeindewald ein.
Gründe genug also, um dort an einem warmen Sommerabend Mitte Juli mal aufzuschlagen. Nach unserer Runde um das weitläufige Gelände der Straußenfarm, das mir die Erkenntnis brachte, nicht der einzige seltsame Vogel auf diesem Erdenrund zu sein, beschlich uns ein abendliches Hungergefühl.
Unser Auto hatten wir vor der Tennisanlage abgestellt. Direkt neben den Tennisplätzen war ein italienisches Restaurant beheimatet, das ich nicht kannte. Früher, beim gutbürgerlich eingestellten Vorpächter wurden hier bemerkenswerte Rumpsteaks serviert, die mich sehr positiv an die ein oder andere Geburtstagsfeier meiner Frau Mutter zurückdenken ließen. Besonders mein Schwager, der ein gutes Stück Fleisch zu schätzen weiß, war damals sehr angetan von der „Holzhütte beim Tennisclub“. Innenansicht vom Gastraum
Das ist alles schon eine ganze Weile her. Seit März 2017 tischen hier Küchenchef Basilio Madeo und sein Team auf italienische Art auf. Das nach seinem Inhaber benannte Ristorante befand sich vorher in der Bismarckstraße (Ortskern). Der Umzug in den grünen Teil von Rülzheim hat Herr Madeo nicht bereut, wie er uns bei einem netten Plausch nach dem Essen mitteilte. Eingangsschild
Es war eine Spontaneinkehr, die uns auf der zwischen Tenniscourts eingebetteten Außenterrasse Platz nehmen ließ. Dem etwas sperrigen Gartengestühl rückten wir mit bequemen Sitzkissen zu Lehne und genossen die ruhige Atmosphäre, die den sonnenbeschirmten Außenbereich umgab. Terrassenidylle neben dem Court
Noch war es zu früh, um von den Stechmücken gefressen zu werden, aber sie würden bald um uns herumschwirren, so viel war sicher.
An den Tischen tat sich ein gemischtes Publikum an Pizza, Pasta und Co. gütlich. Die beiden Servicekräfte schienen auf Zack zu sein und bald hielten wir die Karte in Händen, um das reichhaltige Angebot an Speisen zu studieren. Einem halben Dutzend kalter Vorspeisen folgte ein ausgedehntes Salatprogramm. An die 30 (!) verschiedene Pastavarianten waren erhältlich. Und auch bei den Pizzen war alles vertreten, was Teig und Namen hat. Das Fleisch- und Fischangebot fiel dagegen recht übersichtlich aus. Witzig, das Rumpsteak von damals schien überdauert zu haben.
Zusätzlich zum umfangreichen Standardrepertoire listete eine Tafel am „Hütteneingang“ noch ein paar Tagesempfehlungen. Zwei Ravioli-Teller, Lachsfilet, Pasta Greca, Bistecca Funghi-Speck-Gorgonzola und ein Scaloppine waren darauf nachzulesen.
Viel Auswahl bei den Speisen traf auf notorische Entscheidungsschwäche unsererseits. Der freundliche junge Mann, der unsere Bestellungen aufnehmen wollte, musste mehrmals unverrichteter Dinge von dannen ziehen. Da nur Barzahlung möglich war und die „Scheindebatte“ mit meinem Portemonnaie keine großen Sprünge an diesem Abend erlaubte, gaben wir uns getränketechnisch kleinlaut, das heißt: mit einer Dreiviertelliterflasche Mineralwasser Classic (4,90 Euro) zufrieden. Ciró, Primitivo und Nero d’Avola gerne dann beim nächsten Mal und gerne auch glasweise in dieser Reihenfolge.
Vorweg durften es ein paar angeröstete Weißbrotscheiben mit Tomaten-Zwiebel-Knoblauch-Topping (6 Euro) sein. Bruschetta und Sommerabend sind schließlich keine Begriffe, die sich gegenseitig ausschließen. Nach diesem klassischen Antipasti-Einstieg war uns beiden dann nach Pasta zumute. Die Spaghetti AOP (8,50 Euro) taugten meiner werten Gattin, während meine Wahl auf die hausgemachten Ravioli mit Garnelen (13,90 Euro) fiel.
Bei der Bruschetta wurde für meinen Geschmack etwas zu grob „modelliert“. Bruschetta 2
Keine Frage, der herzhafte Tomatenbelag auf den röschen Brotscheiben hielt allen Frischekriterien stand, nur hätte man Zwiebel und Knoblauch etwas feiner hacken können. Aber in dieser Hinsicht bin ich vielleicht zu penibel, wie meine Frau sicher bestätigen würde. Auch wenn ich die Bruschette schon etwas ansprechender serviert bekommen habe, geschmacklich gab es da nichts auszusetzen. Bruschetta
Sehr positiv überrascht war meine Frau von ihren Spaghetti Aglio, Olio et Peperoncino. Die Nudeln mit leichtem Biss, die Knoblauch-Olivenöl-Tunke mit ordentlicher Schärfe. Das Glück lässt sich manchmal so einfach um die Gabel wickeln. Auch schwamm die Pasta nicht in Öl, was gar nicht mal so häufig vorkommt. Ein paar Peperoni-Stücke schärften zusätzlich ein. Etwas geriebener Parmesan on top sorgte für noch mehr Mundfülle. Einfache Küche schnörkellos aufgetischt! Spaghetti AO mit reichlich P
Bei meinen Ravioli wurde nicht mit Garnelen gespart. Leider auch nicht mit Sahne, die das ansonsten sehr schmackige Nudelgericht etwas zu wuchtig daherkommen ließ. Hausgemachte Ravioli mit Garnelen in Sahnesauce
Da meine Knoblauchtoleranz bereits mit dem Verzehr der Bruschetta ausgereizt war, empfand ich den rustikalen Knofeleinsatz bei meiner Pasta etwas too much. Die Füllung der hausgemachten Ravioli, bei der Chefkoch Basilio Madeo Spinat, Ricotta und Thunfisch kombinierte, harmonierte gut mit der Garnelensauce, bei der auch etwas Krustentierpaste zum Einsatz kam, wie mir der sympathische Küchenchef später verriet. Nochmal die Hauspasta
Der dazu bestellte, kleine Beilagensalat (4 Euro) war schön sauer angemacht und ein willkommener Moment der Frische – gerade im Kontext der beiden deftigen Pastagerichte, die für mehr als ausreichend knoblierte Umstände auf den Tellern sorgten. Sorgte für Frische!
Sehr positiv empfanden wir die lockere Atmosphäre vor Ort und die Tatsache, dass der Chefe nach getaner Arbeit den Kontakt zu seinen Gästen suchte und dabei den ein oder anderen Digestiv – ich ließ mich gerne auf Herrn Grappa ein – spendierte. Auf kulinarische Fragen reagierte der erfahrene Koch aus Italien souverän und meinungsstark. Abendstimmung am Italo-Pavillon
Man merkte sofort, dass da jemand mit einer über viele Jahre hinweg angeeigneten Beschlagenheit in Sachen Gastronomie vor einem stand. Eine echte Type, der wir gerne zuhörten und bei dem wir bestimmt auch mal wieder einkehren werden. Denn nicht nur das Rülzheimer Naherholungsgebiet war einen kleinen Abstecher wert, auch die Küche von „Basi“ konnte uns überzeugen.
Im Gegensatz zu meinem Heimatort Herxheim existierten im rund 6 Kilometer entfernten Nachbarort Rülzheim eine ganze Reihe gastronomischer Einrichtungen, die einen Besuch lohnen. Und das obwohl die südpfälzische Gemeinde mit dem goldenen Ritter im Wappen knapp 2000 Einwohner weniger zählt als sein westlicher Nachbar. Auch bei Tierfreunden und Naturliebhabern genießt das Dorf ein gewisses Ansehen, denn im südwestlich, zwischen Kling- und Rottenbach gelegenen Naherholungsgebiet wird einiges geboten.
Gegenüber der 2007 eröffneten Straußenfarm „Mhou“ befindet sich ein großer Campingplatz. Ein Streichelzoo... mehr lesen
Da Basi - Ristorante am Tennisclub
Da Basi - Ristorante am Tennisclub€-€€€Restaurant07272 774579Am See, 76761 Rülzheim
4.0 stars -
"Knoblauchlastige Neuentdeckung zwischen Strandbad, Straußenfarm und Streichelzoo" Ehemalige UserIm Gegensatz zu meinem Heimatort Herxheim existierten im rund 6 Kilometer entfernten Nachbarort Rülzheim eine ganze Reihe gastronomischer Einrichtungen, die einen Besuch lohnen. Und das obwohl die südpfälzische Gemeinde mit dem goldenen Ritter im Wappen knapp 2000 Einwohner weniger zählt als sein westlicher Nachbar. Auch bei Tierfreunden und Naturliebhabern genießt das Dorf ein gewisses Ansehen, denn im südwestlich, zwischen Kling- und Rottenbach gelegenen Naherholungsgebiet wird einiges geboten.
Gegenüber der 2007 eröffneten Straußenfarm „Mhou“ befindet sich ein großer Campingplatz. Ein Streichelzoo
Geschrieben am 09.08.2021 2021-08-09| Aktualisiert am
09.08.2021
Besucht am 15.07.2021Besuchszeit: Abendessen 4 Personen
Rechnungsbetrag: 158 EUR
Wie sang einst die irische Rockband Thin Lizzy Mitte der 70er Jahre? Ja, richtig: „The boys are back in town!“
In etwa so fühlte es sich an, als die vierköpfige Wörther Hedonistenhorde nach langer Abstinenz mal wieder zusammen tafelte. Und das obwohl sich diese erste Zusammenkunft nach dem Lockdown gar nicht „in town“ abspielte, sondern auf der „grünen Wiese“, nämlich direkt neben dem Fußballfeld des TB Jahn Zeiskam.
Krankheitsbedingt hatte unsere Genussgemeinschaft während des letzten Schuljahres zwei Ausfälle zu verkraften. Bei lediglich vier Mitgliedern hätte dies auch gut und gerne das Aus der kollegialen Futtertruppe bedeuten können. Aber dem gastronomisch interessierten „Nachwuchs“ sei Dank erlebte der angeschlagene Gaumenvierer vor ein paar Wochen eine Art Renaissance.
Der eine Neuzugang bestand die Aufnahmeprüfung beim Griechen in Maikammer souverän, denn er machte sich dort als veritabler Plattenputzer einen Namen. Der andere Newcomer brachte durch seine jahrelange Erfahrung als treuer Einkehrer genügend Gourmandkompetenz mit, um mit offenen Armen in unserem Verzehrverein aufgenommen zu werden. Ein Mann, der sich gastronomisch sehr gut in der Region auskennt und hoffentlich auch bald die GG-Gemeinde bereichern wird. Ich arbeite daran…
Die Idee, das von Chefkoch Jörg Weinacht im September 2020 vor den Toren von Zeiskam eröffnete Tapas-Lokal anzusteuern, hatte ich schon eine ganze Weile. Die Mundpropaganda – die Pfalz ist und bleibt halt ein Dorf – fiel derart positiv aus, dass man dort dem Hörensagen nach auf eine hervorragende spanische Küche treffen würde.
In den Örtlichkeiten der ehemaligen Jahnstube – früher ein gutbürgerliches Vereinslokal, in dem ich mir an einem längst vergangenen Karfreitag ein solides Fischbuffet gönnte – hatte sich kulinarisch scheinbar einiges getan. Umso schöner, dass meine Kollegen den Vorschlag guthießen und wir uns an einem Donnerstagabend zu viert im Zeiskamer Sportzentrum einfanden. Von außen eher unscheinbar...
Natürlich hatte ich im Vorfeld einen Tisch auf der Terrasse reserviert. Unser Tisch auf dem Balkon (im Hintergrund: hungrige Fußballer)
Schon da war klar, dass der Weinacht’sche Tapastempel auch unter der Woche gut lief. Nur noch ein Tisch war zur gewünschten Uhrzeit verfügbar. Dass wir den aus Böbingen angereisten Kollegen über eine halbe Stunde vor Ort warten ließen, tat uns schrecklich leid. Wir hatten nicht mit der Umleitung in Bellheim gerechnet und auch die tatsächliche Entfernung nach Zeiskam etwas unterschätzt.
Der Gute nahm es mit Gelassenheit. Er hatte in der ein paar Hundert Meter entfernten Zeiskamer Mühle noch einen Essensgutschein zum Verschenken besorgt und war deshalb noch vor der ausgemachten Uhrzeit vor Ort. Genug Zeit, um den übersichtlichen Speisenzettel auswendig zu lernen und die Teller der Nachbartische genauer unter die Lupe zu nehmen.
Auf dem Parkplatz vorm Haus gab es genug Möglichkeiten das Vehikel abzustellen. Der goldene Stierkopf unter den beiden Zauberworten „Tapas“ und „Meer“ hieß uns iberisch willkommen. Parkplatz vorm Haus und den Stier im Wappen! Eingang
Eine Treppe musste noch erklommen werden und dann befanden wir uns in der komplett renovierten Gastwirtschaft, wo man uns freundlich in Empfang nahm und zum wartenden Kollegen auf die Terrasse führte.
Da hatte sich einiges getan in Sachen Inneneinrichtung. Ich war erstaunt, wie geschmackvoll man das altbackene Innenleben der früheren Jahnstube auf Vordermann gebracht hatte. Das Raumkonzept erschien zeitgemäß: dunkle Bistrotische mit wertigen Holzplatten, bequem gepolsterte Stühle und Wandbänke, warme Beleuchtung. Da störte selbst der etwas nüchtern wirkende, zu helle Fliesenboden nicht. An den grau gestrichenen Wänden scharrten großformatige Stiere mit den Hufen. Ansicht Gastraum
Eine überdimensionierte Schwarz-Weiß-Fotographie aus dem Archiv des TB Jahn Zeiskam mit historischen Fußballhelden zierte großflächig eine Wand. In dieser von einem Sideboard abgetrennten Nische war etwas erhöht in der anderen Ecke ein Flachbildfernseher installiert. Ein idealer Platz zum Fußballschauen in gepflegter Herrenrunde. Gemütliches Fußball-Eck
In unmittelbarer Reichweite dieser lauschigen Stammtischecke befand sich der Tresen mit Durchgangstür zur Küche. Ausschankbereich mit Tür zur Küche
Daneben glänzten Weinkühlschrank und Dry Ager im Edelstahlgewand um die Wette. In letzterem hing ein stattliches Stück vom Rind. Dem goldenen Kopf nach zu urteilen, der das Trockenreifebehältnis trophäisch zierte, hätte es durchaus vom vorher in der Arena erlegten Toro stammen können. Für reife Leistungen!
Aber das war es dann auch schon an Deko, die das erfreulich unfolkloristische Innere des Lokals zu bieten hatte. Auch draußen auf der terrakottagefliesten Terrasse empfing uns eine schlichte Szenerie, die jedoch mit einem tollen Blick auf Feld, Wald und Wiese aufwartete. Ein Ort zum Verweilen, ein Ort zum Genießen.
Und genau deswegen hatten wir uns ja auf den Weg nach Zeiskam gemacht. Und natürlich wegen der Paella, die es laut Speisenkarte auf der Homepage nur auf Vorbestellung (ein bis zwei Tage vorher) gab. Beim Reservieren wurde diese für drei hungrige Reisenthusiasten angefordert. Wobei einer der Kollegen noch nie zuvor Paella gegessen hatte. Sachen gibt’s…aber solche kulinarischen Bildungslücken lassen sich ja Gott sei Dank leicht schließen.
Das Speisenangebot des „Tapas & Meer“ passte auf eine DIN-A4-Seite und war in Folie gepackt an einem Klemmbrett befestigt. Knapp 20 verschiedene Tapas waren darauf verzeichnet, darunter etliche bekannte Klassiker wie Chipirones (kleine frittierte Tintenfische), Datteln im Speckmantel, Albondigas (Hackfleischbällchen) in Tomatensauce, Croquetas de Pollo (vom Suppenhuhn) und Pimientos de Padron. Die Karte empfahl als Richtwert drei Tapas pro Person, was jedoch nicht für Gäste mit Hauptgangwunsch galt.
Denn die „Raciones“ bei Jörg Weinacht und seinem Team sind nicht gerade schüchtern portioniert. Kleine Tonschälchen (Cazuelas) sucht man hier vergeblich. Man setzt auf ansprechende, schwarze Keramik, in die auch ordentlich was reinpasst.
Neben dem Tapasprogramm standen noch drei Fleischgerichte – Iberico Kotelett auf spanischen Bratkartoffeln und Grillgemüse, Rumpsteak mit Schmorzwiebeln in Dornfelderjus und ein mit Käse, Speck und Zwiebel überbackenes Schnitzel – zur Auswahl. Ein paar Salate, wahlweise mit Rindfleischstreifen, Garnelenspieß oder Ziegenkäse mit Honig, hatte man ebenfalls gelistet. Mehr war nicht und mehr brauchte auch nicht sein.
Die Weinkarte konzentrierte sich erwartungsgemäß auf zwei Regionen: die heimische Pfalz, denn die hat ja bekanntlich ein paar ganz passable Weißweine zu bieten, und natürlich Spanien, das Land der Tintos und Reservas. Eine beeindruckende Auswahl an spanischen Flaschenweinen listete das mit Bedacht zusammengebastelte Suffsortiment. Schwerpunktmäßig sah man hier „Rot“, aber auch ein paar weiße Terrassenweine hatte man im Repertoire – einige davon auch glasweise im offenen Ausschank.
Auch preislich schien sich das alles im fairen Rahmen zu bewegen. Viele Flaschenweine waren schon für um die 20 Euro zu haben. Dass man für einen „Anima Negra“ aus Mallorca oder eine Reserva von Luis Cañas etwas tiefer in die Tasche greifen musste, war da nicht weiter verwunderlich.
Unsere Entscheidung fiel auf den 2019er „k-naia“, einer Cuvée aus Verdejo und Sauvignon Blanc aus der Region Rueda. Mit 22 Euro waren wir dabei und ich muss gestehen, dass unsere Wahl keine schlechte war. Feinfruchtig und mit genügend Zitrusfrische am Gaumen sorgte dieser aromatische Sommerwein für viel Trinkfreude bei meinem Kollegen und mir. Einfach mal die K-Frage mit "naia" beantworten...
Dass die beiden anderen am Tisch lieber auf Mineralwasser (Bellaris Gourmet Classic für 4,50 Euro die Flasche) und Bier (Bellheimer Silberpils vom Fass für 3,50 Euro den halben Liter) setzten, störte uns dabei nicht im Geringsten.
Der Zettel mit unseren Daten zwecks Rückverfolgung war schnell ausgefüllt. Auch die freundliche Bedienung ließ uns nicht lange warten und wir konnten unsere Bestellungen diktieren. Da ja schon dreimal Paella (18 Euro pro Person) gebucht war, wurde nur noch um einen Hauptgang ergänzt. Der Kollege entschied sich dabei für das Iberico-Kotelett (22 Euro), das er noch um einen kleinen Beilagensalat (4,50 Euro) erweiterte.
Die drei Paella-Pädagogen ließen es sich aber nicht nehmen, vorweg noch ordentlich die Tapas-Keule zu schwingen. Da waren die Augen mal wieder größer als die Mägen, denn auch die Reispfanne wollte ja noch geschafft werden. Der Kollege zu meiner Linken entschied sich für die Albondigas auf gemischten dicken Bohnen in Rosmarin-Tomaten-Sugo (8 Euro), während der gegenübersitzende Pilstrinker die spanische Chorizo auf gegrilltem, mediterranem Gemüse (8 Euro) bevorzugte.
Ich brauchte zu Beginn dringend was Knuspriges. Dies brachte mir ein Frittierkörbchen voller Alitas y Muslitos de Pollo (7 Euro) ein. Dem nicht genug, orderte ich ganz fettaffin die Chipirones fritos (8 Euro) noch obendrauf. Reines „Impaniergehabe“ zwar, aber die Lust auf rösche Häppchen war recht groß.
Den Anfang machte der Beilagensalat vom Kollegen, der schon optisch einen guten Eindruck hinterließ und der laut seinem Verspachtler diesen auch gustatorisch bestätigte. Klasse Beilagensalat!
Dann setzte der Tapas-Reigen ein. Zeitlich wurden die spanischen Leckereien an unseren Tisch gebracht. Auch hier war zuerst einmal allgemeines Staunen angesagt. Sowohl die Portionsgrößen als auch die Art, wie die Speisen präsentiert wurden, imponierten uns.
Die Albondigas vom Kollegen gerieten herrlich fluffig und die Tomatensauce, in der sie lagen, duftete aromatisch nach Rosmarin und langem Einköcheln. Albondigas auf gemischten dicken Bohnen in Rosmarin-Tomaten-Sugo
Meine „Wings“ hätten krosser gar nicht ausfallen können. Mutig gesalzen und gar nicht mal besonders fettig lagen sie übereinander gestapelt im Körbchen. Gut, dass mir die Kollegen beim Verzehr ein wenig aushalfen. Die Portion allein hätte mich nämlich fast gesättigt. Alitas y Muslitos de Pollo = mehr als ein frittiertes Stück vom Glück
Auch nicht von schlechten Fetten frittiert zeigten sich die Baby-Kalamares, die mit ein paar Spritzern Zitrone genossen eine ganz vorzügliche Vorspeise darstellten. Den schmackigen Mini-Tuben fehlte es auch nicht an Würze. Dafür hatte man beim Anfertigen des Backteigs gut gesorgt. Ein maritimes Vergnügen zum Fingerablecken! Maritime Frittaten-Taten!
Die beiden feurigen Chorizo-Würste, die auf knackigem Grillgemüse (Zucchini, Paprika, Kirschtomaten) weilten, muteten keineswegs wie leichtverdauliche Kost an. So eine würzige spanische Paprikawurst kann ja ganz schön auf den deutschen Magen schlagen. Wobei ihr seitlicher Einschnitt verriet, dass ein Großteil des Fetts bereits während des Grillvorgangs ausgetreten war. Also alles halb so wild, wie ich dem „Wurstwehrbeauftragten“ am Tisch entlocken konnte. Chorizo auf gegrilltem, mediterranem Gemüse
Zumindest bei den drei Paella-Anwärtern war das Hungergefühl nach dem Verzehr der nicht gerade spartanisch ausgefallenen Vorspeisen – natürlich wurde dabei auch kreuz und quer probiert – bereits gut gestillt. Aber allein der Anblick der prächtig gefüllten Emaille-Pfanne ließ wieder Appetit aufkommen. DIE Paella!
Ein ausgewogenes und äußerst ansehnliches Potpourri aus Meeresfrüchten (Garnelenschwänze, Venus- und Miesmuscheln, Shrimps), Fleisch (Hähnchenflügel und -schenkel, gewürfelter Schweinenacken), Gemüse (Bohnen, Paprika, Zwiebeln und Erbsen) und gelb gefärbtem Reis hatte man in Tischmitte platziert. Da war beherztes Zulangen angesagt! Paella auf dem Teller
Ich muss gestehen, dass ich selbst bei meinen vielen Urlaubsreisen nach Spanien bzw. Mallorca nie eine köstlichere Reispfanne vorgesetzt bekommen habe. Das war wirklich allerfeinstes Handwerk, das da mit frischen Zutaten und dem richtigen Händchen beim Würzen und Abschmecken ausgeübt wurde.
Jörg Weinacht, der viele Jahre als Koch in Spanien verbracht hat und dort in sehr guten Häusern (z.B. im Restaurant „L’Illa/Die Insel“ bei Harry Phal in Roses) tätig war, weiß eben genau, wie man eine Spitzenpaella in die Pfanne bringt.
Der Reis hatte noch ganz leichten Biss und auch das Gemüse war nicht zu weich geraten. An den himmlischen Duft von Safran und frischem Meeresgetier, den die Paella bei ihrer Ankunft auf unserem Tisch ungeniert verströmte, kann ich mich auch Wochen später noch bestens erinnern. Nicht nur das Auge aß hier eifrig mit, auch die Nase war stets mittendrin statt nur dabei.
Auch über die Meeresfrüchte bzw. deren Qualität kann ich mich nur lobend äußern. Das passte genauso wie die delikat gewürzten Geflügelteile und die saftigen Stückchen vom Schwein, die den fleischigen Gegenpol bildeten und dem spanischen Nationalgericht genügend Deftigkeit verliehen. Kann man eigentlich nicht besser machen, so die einhellige Meinung der drei „Paellamentarier“ am Tisch. Paella (Detailansicht)
Der Vierte im Bunde hatte derweil sein Iberico-Kotelett „in Arbeit“. Das Fleisch lag zusammen mit einer großzügig bemessenen Portion hausgemachter Kräuterbutter auf den Bratkartoffeln, die wiederum von etwas Grillgemüse flankiert wurden. Das Iberico-Kotelett
Dem Kollegen war das gute Stück vom Iberischen Schwein etwas zu durchgebraten bzw. zu trocken. Aufgrund des Sous-Vide-Vermerks in der Karte hatte er sich wohl Saftigeres vorgestellt. Und nochmal das Iberico!
Dies blieb jedoch der einzige kleine Kritikpunkt eines insgesamt sehr stimmigen Abends, denn alles andere gelang vortrefflich und machte richtig (Urlaubs-)Laune. Den guten Ruf hat sich das Tapas & Meer in Zeiskam definitiv verdient. Für Freunde der spanischen Küche ein absolutes Muss.
Nach Germersheim ins „Las Tapas“ – meinem früheren Lieblingsspanier – zieht mich nun nichts mehr, denn die von Jörg Weinacht angebotene „Cocina Brava“ ist dem um mehr als eine Stierlänge voraus. Und zwar in allen Belangen. Ich bin sehr gespannt, wo es uns dieses Jahr noch überall hin verschlägt und freue mich schon auf weitere Schlemmerabende mit den drei Kollegen.
In diesem Sinne: „Vámonos de esta habitación al espacio exterior…“ (aus dem Song „Hechizo“ von Héroes del Silencio)
Wie sang einst die irische Rockband Thin Lizzy Mitte der 70er Jahre? Ja, richtig: „The boys are back in town!“
In etwa so fühlte es sich an, als die vierköpfige Wörther Hedonistenhorde nach langer Abstinenz mal wieder zusammen tafelte. Und das obwohl sich diese erste Zusammenkunft nach dem Lockdown gar nicht „in town“ abspielte, sondern auf der „grünen Wiese“, nämlich direkt neben dem Fußballfeld des TB Jahn Zeiskam.
Krankheitsbedingt hatte unsere Genussgemeinschaft während des letzten Schuljahres zwei Ausfälle zu verkraften.... mehr lesen
Tapas und Meer - Cocina Brava
Tapas und Meer - Cocina Brava€-€€€Restaurant06347 6125Karl-Doppler-Str. 1, 67378 Zeiskam
5.0 stars -
"Ambitioniert vorgetragene Tapas und eine Paella vom Allerfeinsten! – In Zeiskams Sportzentrum begeisterte uns Jörg Weinacht mit seiner „Cocina Brava“ auf ganzer Linie" Ehemalige UserWie sang einst die irische Rockband Thin Lizzy Mitte der 70er Jahre? Ja, richtig: „The boys are back in town!“
In etwa so fühlte es sich an, als die vierköpfige Wörther Hedonistenhorde nach langer Abstinenz mal wieder zusammen tafelte. Und das obwohl sich diese erste Zusammenkunft nach dem Lockdown gar nicht „in town“ abspielte, sondern auf der „grünen Wiese“, nämlich direkt neben dem Fußballfeld des TB Jahn Zeiskam.
Krankheitsbedingt hatte unsere Genussgemeinschaft während des letzten Schuljahres zwei Ausfälle zu verkraften.
Besucht am 01.08.2021Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 50 EUR
Allgemein
Es war Sonntag, zu Hause blieb die Küche kalt. Also was lag näher als wieder einmal einen Biergarten aus unserer Umgebung aufzusuchen.
Also beschlossen wir, nach langer Abstinenz wieder einmal im Biergarten der Maintalstuben in Mainaschaff unser Mittagsmahl einzunehmen.
Aufgrund der Tatsache, dass ein etwas diffuses Wetter herrschte fuhren wir statt mit dem Fahrrad mit unserem Auto zum Restaurant. Parkplätze vor dem Restaurant gibt es mehr als genug.
Bedienung
Um 13.30 Uhr standen wir dann am Eingang zum Biergarten und warteten auf Personal welches uns Einlass gewähren sollte. Eine junge weibliche Bedienung hatte uns schon erblickt und kam schnurstracks auf uns zu. Sie begrüßte uns freundlich und fragte gleich nach, ob wir reserviert hätten. Wir hatten nicht reserviert, da aber genug Tische frei waren wurden wir von ihr zu einem schön schattigen Tisch geleitet.
Am Tisch zeigten wir unsere digitalen Impfausweise mit der CovPassApp auf unserem Smartphone vor. Sicherheitshalber mussten wir dann doch noch einen Zettel mit unseren Daten ausfüllen. Kurz darauf kam ein Kollege mit den Speisekarten an unseren Tisch. Auch er begrüßte uns freundlich und entfernte sich vom Tisch, um nach 5 Minuten wieder vor uns zu stehen und unsere Getränkewünsche nachzufragen.
Schätzchen wählte einen Montepulciano aus, der im 0,2-l Glas für 5 € wohl temperiert serviert wurde und gut zu ihrem gewählten Gericht passte Für mich sollte es ein Schlappeseppel Pils vom Fass sein (0,4 l, 3,30 €). Gut gekühlt, mit feiner Schaumkrone, wurde es mir auf dem Tisch serviert.
Das Essen
Auf einer Kreidetafel am Eingang stand geschrieben, dass es heute Kalbsleber mit Bratkartoffeln und Beilagensalat (19,50 €) gab. Schätzchen entschied sich für diese Hauptspeise. Dies war eine gute Wahl von ihr. Die Kalbsleber war super zart und schmeckte ihr vorzüglich. Die Bratkartoffeln mit der Schale gebraten passten gut dazu. Kalbsleber mit Bratkartoffeln
Ich entschied mich für ein Gericht aus der Speisekarte, und zwar Tagliatelle Pfifferling mit Lachs, Rucola und Parmesan (14,50 €). Volltreffer, Tagliatelle gut mit der Gabel aufzurollen, genügend gut gebratene Pfifferlinge, der Lachs in kleinen Stücken noch schön saftig. Das ganze Gericht sehr gut abgeschmeckt. Rucola und gehobelter Parmesan passten auch wie die Faust aufs Auge. Tagliatelle mit Pfifferlingen, Lachs, Ruccola und Parmesan
Zum Abschluss noch due espressi (2,50), die super heiß und sehr aromatisch, wie man es nur beim Italiener kennt, unser Mittagessen abrundeten
Das Ambiente
Der Biergarten ist ziemlich groß. Die Tische typisches Biergarten-Mobiliar. Man kann sich gut längere Zeit im Bierarten aufhalten.
Sauberkeit
Tische sauber, Gläser, Bestecke sowie Servietten werden im Bierkrug auf den Tisch gestellt Fazit:
Wir beide waren sehr zufrieden und können das Restaurant guten Gewissens weiter empfehlen!
Deshalb mein Gesamteindruck:
4 = gerne wieder!
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt, wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder)
Allgemein
Es war Sonntag, zu Hause blieb die Küche kalt. Also was lag näher als wieder einmal einen Biergarten aus unserer Umgebung aufzusuchen.
Also beschlossen wir, nach langer Abstinenz wieder einmal im Biergarten der Maintalstuben in Mainaschaff unser Mittagsmahl einzunehmen.
Aufgrund der Tatsache, dass ein etwas diffuses Wetter herrschte fuhren wir statt mit dem Fahrrad mit unserem Auto zum Restaurant. Parkplätze vor dem Restaurant gibt es mehr als genug.
Bedienung
Um 13.30 Uhr standen wir dann am Eingang zum Biergarten und warteten auf Personal welches... mehr lesen
Ristorante Maintalstuben Il Mediterraneo
Ristorante Maintalstuben Il Mediterraneo€-€€€Restaurant060213695040Jahnstraße 50, 63814 Mainaschaff
4.0 stars -
"Immer wieder gerne!" Ehemalige User
Allgemein
Es war Sonntag, zu Hause blieb die Küche kalt. Also was lag näher als wieder einmal einen Biergarten aus unserer Umgebung aufzusuchen.
Also beschlossen wir, nach langer Abstinenz wieder einmal im Biergarten der Maintalstuben in Mainaschaff unser Mittagsmahl einzunehmen.
Aufgrund der Tatsache, dass ein etwas diffuses Wetter herrschte fuhren wir statt mit dem Fahrrad mit unserem Auto zum Restaurant. Parkplätze vor dem Restaurant gibt es mehr als genug.
Bedienung
Um 13.30 Uhr standen wir dann am Eingang zum Biergarten und warteten auf Personal welches
Gute Küche, sehr vielseitig und auch gut zubereitet, aufmerksamer Service. Eine gute Wahl für einen Wangerooge Aufenthalt.
Gute Küche, sehr vielseitig und auch gut zubereitet, aufmerksamer Service. Eine gute Wahl für einen Wangerooge Aufenthalt.
StrandLust im Kaiserhof
StrandLust im Kaiserhof€-€€€Restaurant, Cocktailbar04469 6539033Obere Strandpromenade 27, 26486 Wangerooge
3.0 stars -
"Schönes Ambiente am Strand" Ehemalige UserGute Küche, sehr vielseitig und auch gut zubereitet, aufmerksamer Service. Eine gute Wahl für einen Wangerooge Aufenthalt.
Besucht am 27.07.2021Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 30 EUR
Am 16. Juli war die Eröffnung vom neuen Restaurant Sole in der Räuschberghalle im Alzenauer Stadtteil Hörstein.
Es heißt nicht mehr Pizzeria Sole, wie die letzten ca. 28 Jahre vom Pächter Roberto und seiner Familie sondern Restaurant Sole, die im April 2020 den Pachtvertrag känzelte. Der neue Inhaber kocht nach dem Motto deutsche sowie mediterrane Küche.
Das machte uns neugierig, und 11 Tage nach Neueröffnung machten Schätzchen und ich uns zu Fuß auf den Weg nach Hörstein zum Mittagessen. Die drei Kilometer bergauf machten uns nichts aus. Nach 40 Minuten betraten wir bei sonnigem Wetter den Biergarten, in dem noch das ganze Mobiliar wie beim Vorgänger stand. Ein paar Gäste saßen auch schon an den massiven Holztischen und -bänken.
Service 3*
Eine Frau mittleren Alters begrüßte uns freundlich und wir durften uns unseren Platz am großen Tisch im Schatten aussuchen. Die Frage nach unserem Getränkewunsch kam, kaum dass wir saßen, auch schon. Okay, es war heiß an diesem Tag und so bestellten wir gleich unsere Getränke. Für mich Schlappeseppel Pils vom Fass (0,5 l, 3,80 €), welches dann komischerweise im Henkelmann serviert wurde. Schätzchen bestellte ein alkoholfreies Weizen von Schlappeseppel (0,5 l, 3,80 €). Beide Getränke waren gut gekühlt, so wie es sein soll.
Aufgrund des großen Abstands der Tische und meines Hinweises auf unseren vollständigen Impfschutz mussten wir uns weder einchecken noch irgendeinen Nachverfolgungszettel ausfüllen.
Nachfragen nach unserer Zufriedenheit oder ob es denn geschmeckt hat sind mehrmals an unseren Tisch geflattert. Der Bezahlvorgang ging zügig und mit einem korrekten Bon über die Bühne. Eine freundliche Verabschiedung gab es auch.
Allerdings muss sich der Service erst noch mal so richtig einspielen.
Essen 4*
Beim Servieren unserer Biere wurde uns jeweils die in kleiner Buchform gedruckte Speisekarte auf den Tisch gelegt
Nach dem Lesen der Speisekarte hatten wir uns schnell entschieden und zwar für Mediterran.
Ambiente
sowohl drinnen wie draußen noch alles wie beim Vorgänger und selbstverständlich piccobello sauber, so dass es nichts zu beanstanden gab.
Fazit:
Es hat uns beiden gut geschmeckt. Wir waren sehr zufrieden. Wir werden auf alle Fälle in absehbarer Zeit wiederkommen. Und dann die deutsche Küche ausprobieren.
Gesamteindruck: (nach „Küchenreise“)
4 – gerne wieder
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt, wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder)
Am 16. Juli war die Eröffnung vom neuen Restaurant Sole in der Räuschberghalle im Alzenauer Stadtteil Hörstein.
Es heißt nicht mehr Pizzeria Sole, wie die letzten ca. 28 Jahre vom Pächter Roberto und seiner Familie sondern Restaurant Sole, die im April 2020 den Pachtvertrag känzelte. Der neue Inhaber kocht nach dem Motto deutsche sowie mediterrane Küche.
Das machte uns neugierig, und 11 Tage nach Neueröffnung machten Schätzchen und ich uns zu Fuß auf den Weg nach Hörstein zum Mittagessen. Die drei Kilometer... mehr lesen
Restaurant Sole in der Räuschberghalle
Restaurant Sole in der Räuschberghalle€-€€€Restaurant, Biergarten060234388Aschaffenburger Weg 4, 63755 Alzenau in Unterfranken
4.0 stars -
"Unser erster Besuch nach Neueröffnung wird nicht der letzte gewesen sein!" Ehemalige User
Am 16. Juli war die Eröffnung vom neuen Restaurant Sole in der Räuschberghalle im Alzenauer Stadtteil Hörstein.
Es heißt nicht mehr Pizzeria Sole, wie die letzten ca. 28 Jahre vom Pächter Roberto und seiner Familie sondern Restaurant Sole, die im April 2020 den Pachtvertrag känzelte. Der neue Inhaber kocht nach dem Motto deutsche sowie mediterrane Küche.
Das machte uns neugierig, und 11 Tage nach Neueröffnung machten Schätzchen und ich uns zu Fuß auf den Weg nach Hörstein zum Mittagessen. Die drei Kilometer
Wenn Sie unsere Webseiten besuchen, kann Ihre Systemsoftware Informationen in Form von Cookies oder anderen Technologien von uns und unseren Partnern abrufen oder speichern, um z.B. die gewünschte Funktion der Website zu gewährleisten.
Datenschutz-Einstellungen
Hier können Sie festlegen, wie wir Ihre Daten verwenden dürfen. Bitte beachten Sie, dass auf Basis Ihrer Einstellungen womöglich nicht mehr alle Funktionen zur Verfügung stehen.
Unbedingt erforderliche Technologien
Um Sicherheit gewährleisten, Missbrauch verhindern und Inhalte und Anzeigen technisch sowie unsere Services wie von Ihnen gewünscht bereitstellen zu können, sind folgende Technologien erforderlich.
Produkte oder Inhalte technisch bereitstellen
z.B. Session für Warenkorb, Favoriten, letzte Bestellungen ...
Google Maps
z.B. Integration von Google Maps Standorten über iFrame- / Javascript Technologie im internen Bereich an erforderlichen Stellen.
Google Anzeigen
z.B. die kostenlose Nutzung unserer Website ist nur mit Google Adsense Werbeanzeigen möglich.
Performance Cookies
Mithilfe dieser Cookies können wir Besuche und Traffic-Quellen zählen, damit wir die Leistung unserer Website messen und verbessern können. Sie geben uns Aufschluss darüber, welche Seiten beliebt und weniger beliebt sind und wie sich Besucher auf der Website bewegen.
Google Analytics
z.B. Erfassung der Seitenaufrufe, Verweildauer usw.
Google Tag Manager
z.B. Erfassen von Events (Warenkorb, Bestellprozess, Aktionen usw.)
Facebook Pixel
z.B. Erfassen von Events (Warenkorb, Bestellprozess, Aktionen usw.)
Multimediale Cookies
Diese Cookies ermöglichen es uns, die Funktionalität und individuelle Gestaltung zu verbessern, beispielsweise von integrierten Videos und virtuellen 360° Rundgängen. Ohne diese Cookies können einige oder alle dieser Funktionen nicht ordnungsgemäß funktionieren.
Youtube Videos
z.B. Integration von Youtube Videos über iFrame Technologie.
Google Maps
z.B. Integration von Google Maps Standorten über iFrame- / Javascript Technologie.
Google Maps 360° Rundgänge
z.B. Integration von Google Maps 360° Rundgängen per Javascript
Marketing Cookies
Diese Cookies ermöglichen es uns, auf die Benutzerinteressen abgestimmte Werbung einzublenden.
Denn gerade im Stressmonat August, der ganz im Zeichen unseres Umzugs von Steinweiler nach Wörth stand, durfte es nach überstandenen Ikea- und Baumarktbesuchen in des Pfälzers liebster Fächerstadt auf der gegenüberliegenden Seite des Rheines kulinarisch gerne auch mal etwas schärfer zur Sache gehen.
Zweimal innerhalb von 14 Tagen besuchten meine Frau und ich das Restaurant Nat-Pob, das schon seit mehreren Jahren im Vereinsheim der Turnerschaft Mühlburg 1861 e.V. untergebracht ist.
Den Tipp bekamen wir von der thailändischen Frau unseres Parkettabschleifers, die uns eine ganze Reihe guter Asiaten in Karlsruhe und Umgebung ans Herz legte. Also, stay tuned folks for more Asian reports from KA!
Nach der coronabedingten Schließung des von mir sehr geschätzten Chinaladens namens „Monkey King“ in der Kaiserstraße (Fußgängerzone) war es in puncto „Fernkost“ mal wieder Zeit, etwas Neues auszuprobieren. Ein kurzer Anruf sicherte uns einen Tisch für Zwei unter freiem Himmel.
Mit Blick auf das weitläufige Sportgelände der Mühlburger Turnerschaft – inklusive knüppelharter Aschenbahn, Rasenplatz und Weitsprunggrube – saßen wir ganz entspannt auf der rückseitigen Terrasse, die primär von geschlossenen Sonnenschirmen und Sitzmöbeln aus Polyrattan bevölkert wurde.
Außer unserem waren noch drei weitere Tische besetzt. Eine Gruppe von Best-Agern betrieb lautstark Stammtischpolitik in „breidschdem badisch“.
Unsere Servicedame stellte sich als echtes Unikat heraus. Die ältere Dame gehörte scheinbar zum Inventar des Vereinsheims. Sie machte ihren Job ganz hervorragend. Sowohl ihre langjährige Gastro-Erfahrung als auch die sympathisch-humorvolle Art, mit der sie die Gäste – darunter auch viel Stammklientel, wie ich den Konversationen an den Nachbartischen entnahm – umsorgte, kam gut bei uns an und hieß uns ohne jeglichen Dünkel willkommen.
Bald hielten wir die bunt bebilderten Speisenkarten in den Händen. Mehr als ein halbes Dutzend verschiedener Thai-Suppen und eine Handvoll Salate machten gleich Appetit. Dann – oh Schreck – fünf deutsche Gerichte (Maultaschen, Schnitzel und Wurstsalat) für die unverbesserlichen Kulinar-Gutbürger und Asia-Ignoranten. Schnell wurde weitergeblättert, denn da wartete bereits der wohlfrittierte fernöstliche Vorspeisenreigen in Form von Frühlingsrollen, Wantan und Knuspergarnelen.
Ein paar Veggieteller bzw. Reis-/Nudelgerichte weiter kamen endlich die ersehnten Curry-Gerichte zum Zug. Diese wurden in gewohnter Manier unter Zugabe von Schwein, Rind, Ente, Huhn, Fisch und Garnelen durchdekliniert. Das machte in der Summe rund 50 (!) mehr oder minder verschiedene Teller- bzw. Schüsselgerichte, die sich neben ihrem tierischen Bestandteil auch in der Zusammensetzung ihrer vegetabilen Momente unterschieden und preislich zwischen 12 und 15 Euro oszillierten. Die Auswahl war also nicht gerade übersichtlich. Das genaue Lesen des „Kleingedruckten“ erschien mir oberste Gästepflicht zu sein.
Der halbe Liter Radler belief sich auf 3,60 Euro. Die gleiche Menge Mineralwasser schlug mit 40 Cent weniger zu Buche. Dass man hier in Mühlburg das badische Hoepfner-Bier ausschenkte, wunderte mich nicht. Das Karlsruher Hopfenerzeugnis genießt zumindest rechtsrheinisch einen guten Ruf. Dass mir als Pfälzer die Bellheimer „Patriotenplörre“ etwas besser „reinläuft“, ist wohl meiner alkoholischen Sozialisierung im Jugendalter geschuldet.
Die kühlere Witterung verlangte beim ersten Besuch nach einer warmen Thai-Terrine, die in Form einer „Tom Yam Gung“, also einer Garnelensuppe mit Kokosmilch, Champignons uns Zitronengras (4,80 Euro), vorweg bestellt wurde.
Bei unserer zweiten Einkehr teilten wir uns vorab den als „Yam Wun Sen“ bezeichneten Glasnudelsalat mit Garnelen, Schweinehack, Zwiebeln, Sellerie und Mu-Err-Pilzen (9,50 Euro).
Der mit gängigen TK-Garnelen ausgestattete Kokossud wurde mit frischem Koriander und Frühlingszwiebel etwas „aufgegrünt“. Aromatisch duftend und wohltuend säuerlich abgeschmeckt wurde jene Thaisuppe von uns für schmackhaft befunden.
Der Biss auf einen darin herumschwimmenden Zitronengrasstängel empfand ich als etwas zu viel des guten Geschmacks. Auch die kleinen Stücke von der Galgantwurzel waren mir - pur genossen - etwas zu heftig und verblieben deshalb in der Schale.
Ganz anders beim Glasnudelsalat, den wir uns zwei Wochen später als Vorspeise einverleibten. Hier blieb nicht ein Fitzelchen zurück. Tomaten, Paprika, Sellerie, rote Zwiebel und Frühlingslauch sorgten für hier für frische Verhältnisse und entsprechenden Biss.
Das Highlight dieses kalten Thaiklassikers für warme Tage war sein feinsäuerlich abgeschmecktes, erfreulich pikantes Dressing, das die dünnen Reisfäden, das herzhaft gewürzte Schweinehack und die noch leicht glasigen Garnelen zu einem köstlichen Ganzen vereinte.
Nach dem Motto: „Delicious bowls can curry us home!“ orderten meine Frau und ich bei unserer ersten Einkehr zwei frischgewokte Curry-Gerichte. Die Gattin entschied sich – wie zu erwarten war – für die Veggie-Variante. Nr. 92 nannte sich „Gäng Pak“ (8,90 Euro), enthielt jede Menge Gemüse und hatte anstatt Fleisch ein paar Tofuwürfel in der Schüssel.
Ich wählte die 173 mit der mutigen Bemerkung, mein grünes Curry mit Huhn („Gäng Kiew Wan Gai“, 12,90 Euro) doch bitte ein wenig schärfer als üblich zu servieren.
Vielleicht ging mein Zusatz „ein wenig schärfer“ bei der Bestellung unter. Keine Ahnung, aber was mir da aus dem blau-weißen Porzellantöpfchen entgegenduftete war ein hocharomatischer Hotpot – ich sag nur Thai-Basilikum! –, wie ich ihn das letzte Mal zu Zeiten meines Referendariats bei meinem Mannheimer Lieblingsthai-Imbiss „Supans“ genossen habe. Ach wie schön, wenn ein Gericht alte Erinnerungen in einem wachzurufen vermag. Klar ging die Chili-Schärfe voll auf die Schleimhäute, aber bekanntlich kommen ja nur die Harten in den grünen Curry-Garten!
Nur gut, dass genug Duftreis mitgeliefert wurde. Der milderte den mit reichlich Hühnerfleisch, Bambussprossen, Bohnen, Zucchini, Paprika und Chilischoten versehenen Thai-Eintopf wenigstens etwas ab. Trotz des wirklich einbrennenden Esserlebnisses war das ein grünes Curry ohne Fehl und Tadel.
Die Soße fiel nicht gar so sämig aus, was mir sehr entgegenkam. Sogar die von mir ungeliebten Auberginen hatte man freundlicherweise weggelassen. Ich fühlte mich nach dem Verzehr dieser thailändischen Scharfspeise jedenfalls fitter als vorher – auch wenn mein Gaumen noch etwas nachbrannte.
Dass meine Frau ihr wesentlich milderes Gemüsecurry noch mit meiner Sauce pimpte, ehrte sie.
Auch sie war mit ihrer Wahl voll zufrieden und bekräftigte die Absicht auf einen baldigen Wiederholungsbesuch. Dieser ließ ja dann auch nicht lange auf sich warten. Und auch da verließen wir das Nat-Pob mit brennenden Zungen und gutem Bauchgefühl. Gefühlt war mein „Gäng Gai Nor Mai“ (12,90 Euro), was im Grunde das gleiche Curry-Gericht darstellte, nur diesmal eben in Rot, sogar noch eine Spur schärfer als das Grüne zwei Wochen zuvor. Auch diesmal wurde meinem Wunsch auf ein Chili-Upgrade entsprochen, was mir wieder kräftig einheizte.
Meine Frau ging dagegen mit „Pad Pak Tao Hu“ – gebratenem Gemüse ohne Tofu (8,90 Euro) – auf Nummer sicher. Ihr ansehnlicher Wok-Gemüse-Hügel fiel süßlich-pikant aus.
Über meine laufende Nase musste sie genauso schmunzeln wie über die Tatsache, dass mir während der Curryvernichtung dann doch ein paar Tränchen die Wangen herunterliefen. Nicht weil es so schlecht schmeckte, sondern aus reinster Feuerfreude am Schotenschlemmen.
Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass wir beim zweiten Mal im Inneren des Lokals Platz nahmen.
Die digitalen Impfnachweise wurden kurz kontrolliert und auch die schriftliche Erfassung unserer Daten war schnell abgehandelt. Im geräumigen Gastraum war ausreichend Platz zwischen den Tischen. Linoleum- und Fliesenboden, Faltschiebetüren im Ziehharmonika-Style und eine mit quadratischen Paneelen verkleidete Decke kündeten von der Nutzung als Vereinsheim.
Insgesamt keine ungemütliche Bahnhofshallenatmosphäre, aber draußen auf der Terrasse hatte es mir besser gefallen.
Egal, entscheidend war bei beiden Besuchen das, was auf dem Teller bzw. in der Schüssel landete. Und da hatte Chefkoch Jakkachai Netkhema, der sich gleichzeitig auch als Inhaber des Lokals verantwortlich zeichnet, richtig gut abgeliefert und das zu äußerst erschwinglichen Preisen. Die höheren Schärfegrade bei den beiden Currys waren ja meine Idee, die ich dort übrigens jederzeit wieder äußern würde.
Durch die neue Nähe zu Karlsruhe werden wir in den nächsten Jahren sicherlich die ein oder andere kulinarische Entdeckung auf der rechten Rheinseite machen. Die beiden passenden Mitstreiter (sind genau genommen jetzt deren drei…) haben wir ja seit dem Besuch bei „Sokrates“ auch gefunden. Allein schon deshalb stimme ich als Pfälzer Rhein- und nicht als Bochumer Ruhrbarde an:
„Baden, ich ess‘ gern bei diiiir – Baden, ich fahr auch gerne wieder weg von diiiir!“