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Angersdorf
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Teutschenthal 










Das Ambiente ****
Der Gastraum ist italienisch angehaucht. Die Tische verteilen sich großzügig im Gastraum, zu dem auch eine Empore in Stockwerkhöhe gehört. Das noch erträgliche Stimmengewirr der zahlreichen Gäste läßt die sonst in italienischen Restaurants sich ins Ohr bohrenden "Una festa sui prati" oder "Felicità" nicht vermissen. Kein Adriano Celentano, keine Romina Power, kein Al Bano – wohltuend, denn sie wären ohnehin im Stimmengewirr untergegangen.
Der Service ****
Wir werden sehr freundlich begrüßt. Eine der bedienenden Damen geleitet uns zu einem freien Tisch. Wir werden den Abend über zuvorkommend und professionell bedient. Schnell und freundlich wird uns die Speisekarte übergeben – ein reichhaltiges Angebot, natürlich durchweg italienisch. Ein "Gut" für den Service.
Das Essen ***
Wir wählen
– Tagliatelle alla Sorrentina zu 8,50 Euro und
– Spaghetti aglio e olio con peperoncino zu 7,80 Euro.
Zuvor sollen es zwei Insalate miste mit Croutons sein. Meine Frau probiert den weißen Hauswein (3,20 Euro), einen Sizilianer, der ihr mundet. Sie beschreibt ihn als spritzig, fruchtig, trocken. Ich bleibe bei einem bekannten sächsischen Bier, dem ältesten Pils Deutschlands.
Als "primo piato" kommt der Salat. Angemacht ist er – wie "beim Italiener" üblich – nicht. Viel lieber würzen wir mit dem aufmerksam bereitgestellten Balsamico, Olio, Salz und Pfeffer selber. Ein Körbchen mit Baguette wird mitgeliefert.
Der Salat ist frisch und knackig. Allerdings dominieren der Rote Eichblattsalat und der Lollo Rosso die vier Gurkenscheiben und die vier Tomatenviertel. Der Teelöffel voll geraspelter Möhren kann hier auch nichts mehr wettmachen. Eigentlich ist es ein Blattsalat mit Dekoration. Die Menge erscheint uns im Vergleich zum Preis von 5,20 Euro auch als zu gering. Er wäre bei einem Euro weniger auch bezahlt gewesen. Aber wir essen ja in der "Touristenstraße".
Und was dem Baguette an Backhitze fehlt, haben die Croutons auf dem Salat zuviel. Sie sind teilweise verbrannt und ungenießbar. Das Baguette ist pappig, wohl eher untypisch für einen "Italiener", erwartet man dort doch eher knuspriges, warmes Brot.
Die Bedienung entschuldigt sich auf unsere Reklamation hin für die verbrannten Croutons – tut mir sehr leid. Das war's.
Die Tagliatelle sind bißfest, aromatisch und – wie wir es gerne haben – knobig. Der Sonderwunsch meiner Frau nach zusätzlicher Schärfe bei der Sauce ist erfüllt.
Mit den Spaghetti – ganz al dento – liegen etliche Kirschtomaten in der Knoblauch-Öl-Peperoncino-Sauce, die dem Gericht einen angenehmen fruchtigen Geschmack geben. Meine Geschmackspapillen melden mir eine angenehme Schärfe und frischen Knoblauch.
Die Sauberkeit ****
Die Herrentoilette ist sauber, ganz o. k. Meine Frau erzählt mir aber von wenig Licht in der ansonsten sauberen Damentoilette. Der Gastraum ist gut gepflegt.
Das Preis-/Leistungsverhältnis ***
Die drei Sterne für das Essen dominieren die durchweg gute Bedienung, deshalb gibt es "nur" drei Sterne für das Preis-/Leistungsverhältnis.
Das Fazit ***
*(3,6 Sterne)Die Bewertung über die oben genannten Kategorien ergibt aufgerundet vier Sterne. Das "Dolce Vita" ist "Nomen est omen" bei unseren beiden Hauptgerichten. Ohne die Vorspeisen gäbe es jetzt eine uneingeschränkte Empfehlung. Aber bei den Salaten und dem Brot kommt ein bißchen "Schall und Rauch" durch. Hier ist noch Luft nach oben.
Deshalb: Ein "bene" mit Abstrichen!