Geschrieben am 13.01.2015 2015-01-13| Aktualisiert am
04.07.2017
Besucht am 23.08.2014
Fazit vorab: nicht noch einmal. Gäbe es nicht so viele gute Gastgeber auf der Insel, wäre es anders. So aber wurde der Unterschied zwischen Essen, weil es Leib und Seele zusammen hält und angenehm umsorgtem Genießen zu offenbar.
Wenn wir in den vergangenen 14 Tagen nach dem Essen nach Hause kamen, bat meine Frau um einen Aquavit. Heute machte sie sich ein Wurstbrötchen.
Ankunft 18:00 Uhr, Abschied 19:45 Uhr. Das kleine Restaurant liegt in bester Restaurantlage, zentrumsnah mit hinreichendem Parkraum. Außen ist ein Zeltvorbau mit Heizstrahlern zur Erhöhung der Platzkapazität wie ein Wintergarten angebaut.
Der junge Kellner, der uns in Empfang nahm, war der freundlichste. Ich habe mitgezählt: er hat viermal gelächelt im Kontakt mit uns in den 1 3/4 Stunden. Dies war ein Alleinstellungsmerkmal. Mehr Lächeln gab es von niemandem. Das sonstige Verhalten war absolut korrekt. Unser reservierter Tisch wurde uns gezeigt. Wir wurden hingeleitet und nach Getränkewünschen gefragt. Champagner und Wasser. Während das normale Servicepersonal mit bodenlangen schwarzen Schürzen auftrat, kam mit unserem Champagner ein Herr in Zivil, der lächelfrei war. Verkniffen war der Gesamteindruck dieses (wahrscheinlich) Sommeliers.
Die Tische waren aufwändig eingedeckt mit einer Grunddecke in chamoix und 45 Grad gedreht aufgelegten großen goldgelben Tischläufern. Eine hohe Kerze brannte, ein kleines Rosengesteck, maritim aufgehübscht, stand auf dem Tisch, ebenso Porzellan-Salz- und Pfefferstreuer. Die ordentlichen Karten wurden uns aufgeschlagen überreicht, die dicke Getränkekarte blieb bei uns auf dem Tisch. Eine Flasche Magnus zu 6,50 und zwei Gläser Pommery Silver brut kamen schnell und gut temperiert.
Nach hinreichender Zeit wurden wir von einer jungen Dame mit versteinerter Miene gefragt, ob wir gewählt hätten. Meine Frau hatte Feldsalat mit Croutons (9,50) und Maibockmedaillons mit Buabaspitzle (Schupfnudeln) ausgesucht. Sehr positiv: getrüffelte Soße konnte gegen ungetrüffelte getauscht werden. Plize konnten weggelassen werden (38.-). Ich nahm Jakobsmuscheln mit Belugalinsen in Curryrahm (drei zu 16,50) und Kalbsrückensteak mit Spätzle 29.-).
Als Amuse gueule kamen je drei Scheiben dunkles, drei Scheiben weißes Brot in dürftiger Qualität, dazu eine Scheibe Fischterrine, ungewohnt rau im Mund durch winzige Paprikastücke. Meine Frau rührte die geschmacksarme Masse nicht an.
Der Feldsalat war leider von der schlechten Sorte (große, dicke bittere Blätter in Supermarktqualität, verunreinigt durch Frisee, Radicchio und Chicoree mit sehr knusprigen absolut gleichförmigen und rundum gebräunten Croutons). Ich musste die Reste vertilgen die meine Frau liegen gelassen hatte. Die Kartoffelvinaigrette war eher schlecht. Meine drei Jakobsmuscheln waren perfekt gebraten, Linsen und Curryrahm waren wohlschmeckend. Der Champagner, den wir uns aufgrund seines extremen Preises (13,50 je 0,1 l) gut einteilten, reichte bis zum Ende unserer Vorspeise. Zum Hauptgericht bestellt wir offen einen Crianza aus dem Rioja-Bereich (0,2 l zu je 9.-). Mehrfach wurden wir gefragt, ob es schmecke, alles 100 % korrekt, nur eben ohne ein Lächeln.
Unsere Hauptgericht kamen nach guter Zeit. Beide waren mit geschmacksarmem fast rohen Broccoli garniert. Die Fleischqualität war über jeden Zweifel erhaben. Die Maibockmedaillons medium to rare, mein Kalb medium to well done. Beides butterzart. Die selbst gemachten Schupfnudeln waren extrem natriumarm, meine Spätzle (selbst gemacht, gepresst) schmeckten recht gut. Meine Pfifferlinge waren sandfrei und wohlschmeckend, meine Möhre nichtssagend. Die Soßen waren gut reduziert, schmeckten aber nur mittelprächtig. Schupfnudeln und Spätzle waren knapp bemessen.
Uns war noch nach einem Dessert: ein Sorbet für meine Frau (Himbeer, weil Brombeer aus war zu 7,50), für mich Kürbiskernparfait mit Mangostückchen (10,50). Das Sorbet wurde lieblos wie eine Kugel Eis präsentiert, mein Parfait war gut. Meine Frau ließ die Hälfte des geschmacksarmen Halbgefrorenen liegen.
Das Restaurant wurde von vielen Stammgästen bevölkert. Mit unseren 56 bzw. 60 Jahren drückten wir das Durchschnittsalter. Die Gesamtatmosphäre wirkte eher steif und trocken. Alles war sehr sauber.
Insgesamt stimmt für mich das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht. Die Rechnung war ebenso hoch wie bei den anderen Restaurants der letzten Tage. Der Gegenwert war aber nicht derselbe.
Fazit vorab: nicht noch einmal. Gäbe es nicht so viele gute Gastgeber auf der Insel, wäre es anders. So aber wurde der Unterschied zwischen Essen, weil es Leib und Seele zusammen hält und angenehm umsorgtem Genießen zu offenbar.
Wenn wir in den vergangenen 14 Tagen nach dem Essen nach Hause kamen, bat meine Frau um einen Aquavit. Heute machte sie sich ein Wurstbrötchen.
Ankunft 18:00 Uhr, Abschied 19:45 Uhr. Das kleine Restaurant liegt in bester Restaurantlage, zentrumsnah mit hinreichendem Parkraum. Außen ist... mehr lesen
Franz Ganser · Das kleine Restaurant
Franz Ganser · Das kleine Restaurant€-€€€Restaurant, Biergarten, Erlebnisgastronomie0465122970Bötticherstr. 2, 25980 Sylt
3.0 stars -
"Früher mal auf Sterneniveau - aus gutem Grund nicht mehr" Ehemalige UserFazit vorab: nicht noch einmal. Gäbe es nicht so viele gute Gastgeber auf der Insel, wäre es anders. So aber wurde der Unterschied zwischen Essen, weil es Leib und Seele zusammen hält und angenehm umsorgtem Genießen zu offenbar.
Wenn wir in den vergangenen 14 Tagen nach dem Essen nach Hause kamen, bat meine Frau um einen Aquavit. Heute machte sie sich ein Wurstbrötchen.
Ankunft 18:00 Uhr, Abschied 19:45 Uhr. Das kleine Restaurant liegt in bester Restaurantlage, zentrumsnah mit hinreichendem Parkraum. Außen ist
Geschrieben am 13.01.2015 2015-01-13| Aktualisiert am
13.01.2015
Besucht am 14.06.2014
Nun ist Norbert Schu wieder dort angekommen, wo er bei seinem Abschied vom Schweizer Hof schon war, bei verdienten 16 Punkten im Gault Millau. Die Lage am Südufer des Maschsees toppt die alte innenstadtnahe natürlich locker. Es ist schon ein besonders feines Plätzchen mit tollem Ausblick Wir hatten unser 10-Jahres-Treffen unserer Jahresarbeitsgruppe von ehemaligen Tellkämpfern. Die Tellkampfschule liegt gegenüber dem Pier 51 am Maschsee. Dies war unsere erste Wahl, hatte aber leider geschlossene Gesellschaft. So wurde es eine Klasse höher. Entsprechend dem höheren personellen Aufwand (vier waren um unseren Fünfer-Tisch bemüht) sind natürlich auch die Preise geklettert, beim Essen sehe ich hier die 4, bei den Getränken die 3. Dass unser Tisch untadelig gedeckt war und gut belüftet vor dem offenen Durchgang zur Seeterrasse stand (ein Segen bei der Wärme), versteht sich fast von selbst. Kaum saßen wir, folgte die Frage nach einem Aperitif. Unser Hauptkellner bot vor allem Moet Chandon ICE demi sec als aufgeminzten Cocktail an, dem zwei von uns entsprachen. Zwei bevorzugten Aperol Spritz, ich wie üblich, Champagner Brut. Preise 15.-, 9,50 und 16.-. Der Roederer kam frischperlig, eiskalt im passenden Glas. Da vergisst man den Preis leicht. Als Wasser hatten wir Selters La Culinar zu 6,90/0,7 l. Die sehr stilvollen Karten wurden uns geöffnet gereicht. Empfehlungen wurden ausgesprochen. Hier hätten wir blättern sollen, und dies hätte man uns sagen müssen. Weiter hinten in der Hauptkarte waren Weine zwischen 23.- und 59.- Euro aufgelistet, bei denen wir mit Sicherheit fündig geworden wären. Sehr schnell kam auch schmackhaftes Gaues-Brot in zwei Sorten und zweimal drei Schälchen mit je drei Löffeln und Würz-Olivenöl, Öl mit Sun-Dried-Tomatoes und ein Kräuterdip. Wunderschöne Einstimmung. Der erste Gruß aus der Küche bestand aus einer Vitello-Tonnato-Interpretation mit sehr kleinen Kalbfleischwürfeln, wie man sie in gutem Ragout Fin findet (siehe Foto). Brillant. Der Sommelier brachte die Weinkarte. Hier waren mir die Preise eindeutig zu hoch, nur ca. 10 Prozent der 1950 Weine lagen im zweistelligen Bereich. Die günstigeren Weine der Hauptkarte hatten wir nicht wahrgenommen, und man wies uns nicht darauf hin, obwohl ich sagte, dass die meisten Weine mir zu teuer seien. Der von mir notgedrungen gewählte Rote für 59.- war leider aus, so dass ich einen Primitivo Salento Don Cosimo zu 69.- als Ersatz bekam. Ich war ein wenig verschnupft. Als Vorspeise nahm ich von der Tagesempfehlung frische Pfifferlinge mit Spaghettini. Auch hier eine perfekte Zubereitung, was Gargrad und Würzung angeht (18.-). Der Wein war wohl temperiert und schmeckte dazu gut. Als Hauptgericht wählten zwei meiner Klassenkameraden und ich Entrecote vom Hereford-Rind aus den USA (Maismast) medium rare und von der Holzkohle. Der Keramik-Grill, der hier beworben wurde (Big green egg) sollte 600 Grad erreichen. Das Fleisch kam traumhaft mit guten Röstaromen und halb roh. Das war echte Perfektion (siehe Fotos). Es wurde von unserem Hauptkellner neben dem Tisch stillvoll tranchiert und auf den vorbereiteten Tellern mit dicken Pommes frites (natürlich hausgemacht), Sellerieraspel und geröstetem Queller. Die gesamte Komposition war 100 % überzeugend (49.-) Dann erreichte uns ein zweiter Gruß aus der Küche: hausgemachtes Tiramisu mit frischen Erdbeeren. Das war ein echter Genuss und relativiert die recht hohen Preise. Der Dessertteller „die Insel“ (15.-) war extrem phantasievoll zusammen gestellt (siehe Foto) und bestand aus Mango-Sorbet-Cornetto, Mousse au chocolat, Frucht-Crème brûlée, hauchdünnem Schokoteig mit hausgemachtem Eis und frischen Kirschen und Erdbeeren. Insgesamt ein Traum-Dessert. Zum ausgezeichneten Abschluss-Espresso (2,70 und so, wie er sein soll) wurde noch eine Schieferplatte mit Leckereien gereicht (siehe Foto). Die Sauberkeit inkl. der Toiletten war makellos. Da wir uns beim Weinkonsum zurück gehalten hatten, war die Endrechnung, die ich problemlos mit der Mastercard begleichen konnte, nicht so hoch, wie befürchtet. Leider habe ich die Bilder zum Teil zu eilig und unscharf geschossen.
Nun ist Norbert Schu wieder dort angekommen, wo er bei seinem Abschied vom Schweizer Hof schon war, bei verdienten 16 Punkten im Gault Millau. Die Lage am Südufer des Maschsees toppt die alte innenstadtnahe natürlich locker. Es ist schon ein besonders feines Plätzchen mit tollem Ausblick Wir hatten unser 10-Jahres-Treffen unserer Jahresarbeitsgruppe von ehemaligen Tellkämpfern. Die Tellkampfschule liegt gegenüber dem Pier 51 am Maschsee. Dies war unsere erste Wahl, hatte aber leider geschlossene Gesellschaft. So wurde es eine Klasse höher.... mehr lesen
Die Insel
Die Insel€-€€€Restaurant, Biergarten0511831214Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 81, 30519 Hannover
4.0 stars -
"Traumlage und Küche auf hohem Niveau" Ehemalige UserNun ist Norbert Schu wieder dort angekommen, wo er bei seinem Abschied vom Schweizer Hof schon war, bei verdienten 16 Punkten im Gault Millau. Die Lage am Südufer des Maschsees toppt die alte innenstadtnahe natürlich locker. Es ist schon ein besonders feines Plätzchen mit tollem Ausblick Wir hatten unser 10-Jahres-Treffen unserer Jahresarbeitsgruppe von ehemaligen Tellkämpfern. Die Tellkampfschule liegt gegenüber dem Pier 51 am Maschsee. Dies war unsere erste Wahl, hatte aber leider geschlossene Gesellschaft. So wurde es eine Klasse höher.
Geschrieben am 12.01.2015 2015-01-12| Aktualisiert am
12.01.2015
Besucht am 25.12.2014
Wer nicht nach dem Ungewöhnlichen strebt, dem glückt auch das Gewöhnliche nicht - eines von mehreren Zitaten auf der Homepage der Klosterschänke.
Alle Jahre wieder - meine Männer lieben es, am 1. oder 2 Weihnachtsfeiertag ausgiebig zu brunchen und so fiel unsere Wahl diesmal auf die Klosterschänke in der Lenneper Altstadt, hatten wir doch in den Vorjahren gute Erfahrungen mit den Partnerlocations Schützenhaus und Schloss Burg gemacht.
Ich hatte ein paar Wochen vorher per Mail reserviert und umgehend eine Bestätigung mit der Nachricht erhalten, dass der Brunch im großen Veranstaltungssaal des Kulturzentrums Klosterkirche direkt neben dem Restaurant stattfinden würde.
Im ersten Stock angekommen, müssen wir erst einmal eine Servicekraft suchen, die uns unseren Tisch zuweist. Unsere Getränkewünsche werden alsbald erfragt, eine große Flasche Gourmetwasser (5,50 €) soll es vorerst sein, Saft, Rot- und Weißwein sind im Preis von 28,50 € enthalten, Kinder bis 12 J. zahlen die Hälfte, bis zum Alter von 6. J. ist der Brunch kostenlos.
Die Männer wählen Rotwein, ich Weißwein, so werden uns prompt 2 Flaschen serviert, der Weiße (Le Poesie) im Kühler. Beide Tropfen geschmacklich keine Offenbahrung, der Merlot Vero Italia kostet im Einzelhandel 3,99 €, der Gastronom dürfte ihn zu einen Preis von unter 3,- € beziehen. Sorry, aber diesen Wein würde ich nicht mal ins Essen geben, dann besser nur einen vernünftigen Aperitif vorweg, so wie es die Partnerlocations handhaben.
Nun, wir sind nicht die ersten und auch nicht die letzten beim Sturm auf das Büffet, der Lachs ist leider schon aus und wird auch nicht nachgelegt, da hat man sich anscheinend verkalkuliert.
Die Auswahl an Vorspeisen für mich eher begrenzt, Vitello Tonnato akzeptabel. das Fleisch dünn aufgeschnitten und zart, die Sauce hätte für mich etwas aromatischer sein dürfen. Verschiedener Bratenaufschnitt, das Roastbeef und Remoulade okay, am überzeugendsten Feldsalat und Rucola mit Frenchdressing. Pasteten und Mayonaisensalate können mich nicht locken.
Die Hauptspeisen durchweg kalt bis lauwarm, Rindfleisch à la Stroganoff gewürzarm und eher belanglos, Hähnchenbrust mit Schinken in Salbeisauce leicht salzig, Salbei konnte ich nur erahnen, alles ohne einen Hauch Raffinessse zubereitet. Des Weiteren im Angebot ein Fischgericht, Schweinebraten mit separater Sauce, diverse Beilagen wie Broccoli, Rotkohl, Reis, Nudeln, Kartoffelgratin etc. Meinem Wunsch nach etwas mehr Sauce konnte man nicht nachkommen, mit einem perforierten Vorlegelöffel geht das auch schlecht......"weiß auch nicht, was man sich dabei gedacht hat" so der Koch....nun, ich auch nicht.
Der Nachtisch konnte überhaupt nicht überzeugen, kleine Weckgläser mit verschiedenen Puddings, Schoko-Walnuss-Brownies, Obstsalat ohne Aroma, Käseplatte, der Kaiserschmarrn kalt und geschmacksneutral, die Vanillesauce fade.
Selten war ich so enttäuscht wie hier, ein Brunch bietet meiner Meinung nach nicht den üblichen Standart eines Restaurants, hier ist leider auch das Gewöhnliche nicht geglückt. Schade, wie ich von einem Kritikerkollegen erfahren konnte, soll es Anfang 2014? einen Wechsel in der Küche gegeben haben. Unsere letzen Besuche (Sonntagsbrunch und à la carte) waren wesentlich erfreulicher, liegen aber schon über ein Jahr zurück, so dass ich diese nicht in meine Bewertung mit einfließen lasse.
Die für uns zuständige Servicedame freundlich aber auch recht forsch, unsere Espressi lasse ich zurückgehen, kalt, dünn, ohne Crema...."wie, schmeckt der ihnen nicht"? Nein, da war unser Morgenkaffee stärker. Ein Espresso aus dem Restaurant im Erdgeschoss ist leider nicht möglich, ein technisches Problem. Manchmal läuft aber auch alles schief, die vermeintlichen Heißgetränke werden uns selbstverständlich nicht in Rechnung gestellt.
Die Einrichtung des 200 qm großen Veranstaltungssaals mit Empore sehr schlicht, ein schwarzer Vorhang vor der Bühne, das Mauerwerk weiß gekalkt, die Beleuchtung gut gelungen, hohe bodentiefe Fenster mit schweren Vorhängen, der Geräuschpegel annehmbar, auf den großen runden Tischen weiße, eckige, bis zum Boden reichende Stofftischdecken, ein Bäumchen in einem rot lackierten Blecheimer, ein Glasgefäß mit Kerze, einfache Papierservietten und etwas einfallslose Weihnachtsdeko, hier hat man anscheinend ein nicht so geschicktes Händchen. Die Stühle mit schräger Rückenlehne sind nicht gerade bequem.
Sparprogramm in der Klosterschänke? Kühl war es hier zudem und etwas zugig.
Wir kommen vorerst nicht wieder, da hätte ich gerne erst positivere Neuigkeiten aus sicherer Hand.
Wer nicht nach dem Ungewöhnlichen strebt, dem glückt auch das Gewöhnliche nicht - eines von mehreren Zitaten auf der Homepage der Klosterschänke.
Alle Jahre wieder - meine Männer lieben es, am 1. oder 2 Weihnachtsfeiertag ausgiebig zu brunchen und so fiel unsere Wahl diesmal auf die Klosterschänke in der Lenneper Altstadt, hatten wir doch in den Vorjahren gute Erfahrungen mit den Partnerlocations Schützenhaus und Schloss Burg gemacht.
Ich hatte ein paar Wochen vorher per Mail reserviert und umgehend eine Bestätigung mit der... mehr lesen
2.0 stars -
"Xmas- Brunch in der Klosterkirche kann ich nicht empfehlen - in der Tat.....ein Satz mit X" Ehemalige UserWer nicht nach dem Ungewöhnlichen strebt, dem glückt auch das Gewöhnliche nicht - eines von mehreren Zitaten auf der Homepage der Klosterschänke.
Alle Jahre wieder - meine Männer lieben es, am 1. oder 2 Weihnachtsfeiertag ausgiebig zu brunchen und so fiel unsere Wahl diesmal auf die Klosterschänke in der Lenneper Altstadt, hatten wir doch in den Vorjahren gute Erfahrungen mit den Partnerlocations Schützenhaus und Schloss Burg gemacht.
Ich hatte ein paar Wochen vorher per Mail reserviert und umgehend eine Bestätigung mit der
Wir kamen um 18:30 Uhr im Restaurant am und wurden sofort von einem Herrn begrüßt. Wir hatten nicht reserviert und fragten nach einem Tisch. Kein Problem für eine Dame, welche aus einer Ecke auf uns zukam und uns zu einem Tisch führte. Zu diesem Zeitpunkt war nur 1 weiterer Tisch besetzt.
Wir bekamen einen schönen Vierertisch am Fenster, welcher auch nur für 2 Personen eingedeckt war. Wenige Minuten später erhielten wir auch die Speisekarten. Es werden in diesem Restaurant sowohl Pizza- und Pastagerichte, sowie auch Fleischspieße und Steaks vom Grill angeboten.
Wir entschieden uns beide für je einen 300gr. Fleischspieß vom Schwein und Rind mit einem kleinen Salat (14,50€), eine Änderung von Pommes auf Folienkartoffel war ohne Aufpreis möglich. Dazu bestellten wir 1/4 Montepulciano (5,50€), eine Weißweinschorle (4,00€), und ein kleines Wasser (2,00€).
Die Getränke kamen nach sehr kurzer Wartezeit und waren richtig temperiert. Der Rotwein hatte intensive Aromen und war samtig und weich im Gaumen.
Das Restaurant hat Platz für ca. 25 – 30 Gäste, der Chef ist in der Küche, die Dame des Hauses zusammen mit einem älteren Herrn macht den Service. Ab und zu kommt der Chef aus der Küche und begrüßt seine Gäste. Man merkt, dass hier viele Stammgäste einkehren, denn das Restaurant hat sich im Laufe unseres Besuches zusehend gefüllt und offensichtlich kannte man sich untereinander.
Nach wenigen Minuten bekamen wir ein Brotkörbchen mit 4 leicht gerösteten Baguettescheiben und einen Teller mit 2 Dips auf Mayonnaisen Basis und Oliven. Beide Dips sehr gut, eines war Aioli, die andere konnten wir nicht definieren.
Nach weiteren 10 Minuten erhielten wir unsere Fleischspieße mit dem Salat. Der Salat war mit wenig Essig und Öl angemacht, nicht besonders gut, fast gewürzneutral. Das Fleisch auf dem Spieß mit Paprika- und Zwiebelscheiben war fast ein wenig zu sehr gegrillt, etwas saftiger wäre mir noch lieber gewesen. Das Fleisch an sich war bis auf sehr wenige Stücke aber zart und gut im Geschmack. Die Kräuterbutter auf der Folienkartoffel war wie die servierte Steaksauce mit Knoblauch selbst gemacht und sehr lecker.
Ein großes Lob an den Service, der die ganze Zeit präsent und sehr freundlich war.
Zur Sterne Vergabe:
Service: ohne wenn und aber 5 Sterne
Sauberkeit: nichts zu meckern und auch daher die 5 Sterne
Essen: hängt ein wenig hinterher. Aber alles ist frisch zubereitet worden. Abzug für den Salat und das etwas zu lange gegrillte Fleisch, aber dennoch 4 Sterne durch das Preis-Leistungs-Verhältnis
Ambiente: etwas dunkel, aber sehr gemütlich und mit Liebe eingerichtet, daher 4 Sterne
Preis-Leistung: das Gericht für 14,50€ anzubieten ist für diese Gegend fast sensationell. Die Getränkepreise sind ok und dafür 4 Sterne.
Wir kommen gerne wieder ins Don Camillo.
Wir kamen um 18:30 Uhr im Restaurant am und wurden sofort von einem Herrn begrüßt. Wir hatten nicht reserviert und fragten nach einem Tisch. Kein Problem für eine Dame, welche aus einer Ecke auf uns zukam und uns zu einem Tisch führte. Zu diesem Zeitpunkt war nur 1 weiterer Tisch besetzt.
Wir bekamen einen schönen Vierertisch am Fenster, welcher auch nur für 2 Personen eingedeckt war. Wenige Minuten später erhielten wir auch die Speisekarten. Es werden in diesem Restaurant sowohl Pizza-... mehr lesen
Don Camillo / Haus Fussbach
Don Camillo / Haus Fussbach€-€€€Restaurant2173854404Kaiserstr. 27, 40764 Langenfeld
4.0 stars -
"Man sagt, hier gibt es die besten Steaks." Ehemalige UserWir kamen um 18:30 Uhr im Restaurant am und wurden sofort von einem Herrn begrüßt. Wir hatten nicht reserviert und fragten nach einem Tisch. Kein Problem für eine Dame, welche aus einer Ecke auf uns zukam und uns zu einem Tisch führte. Zu diesem Zeitpunkt war nur 1 weiterer Tisch besetzt.
Wir bekamen einen schönen Vierertisch am Fenster, welcher auch nur für 2 Personen eingedeckt war. Wenige Minuten später erhielten wir auch die Speisekarten. Es werden in diesem Restaurant sowohl Pizza-
Wir waren zum Jahreswechsel im Mephisto Essen..Wir können den Kritikern NICHT zustimmen.Das Essen war warm geschmacklich perfekt.Auch unsere Tische waren sauber.Ausserdem kann man bei so einen Andrang Nicht erwarten das alles sofort neu eingedeckt wird.(wir haben Verständnis).Da wir auch schon grössere Reservierungen hatten und immer stets zufrieden sind können wir das Mephisto und ihr Team nur weiterempfehlen.Da wir im Januar wieder mit 12 Leuten reserviert haben freuen wir uns schon wieder auf die Köstlichkeiten.
Wir waren zum Jahreswechsel im Mephisto Essen..Wir können den Kritikern NICHT zustimmen.Das Essen war warm geschmacklich perfekt.Auch unsere Tische waren sauber.Ausserdem kann man bei so einen Andrang Nicht erwarten das alles sofort neu eingedeckt wird.(wir haben Verständnis).Da wir auch schon grössere Reservierungen hatten und immer stets zufrieden sind können wir das Mephisto und ihr Team nur weiterempfehlen.Da wir im Januar wieder mit 12 Leuten reserviert haben freuen wir uns schon wieder auf die Köstlichkeiten.
4.0 stars -
"Gute und preiswerte Küche" Ehemalige UserWir waren zum Jahreswechsel im Mephisto Essen..Wir können den Kritikern NICHT zustimmen.Das Essen war warm geschmacklich perfekt.Auch unsere Tische waren sauber.Ausserdem kann man bei so einen Andrang Nicht erwarten das alles sofort neu eingedeckt wird.(wir haben Verständnis).Da wir auch schon grössere Reservierungen hatten und immer stets zufrieden sind können wir das Mephisto und ihr Team nur weiterempfehlen.Da wir im Januar wieder mit 12 Leuten reserviert haben freuen wir uns schon wieder auf die Köstlichkeiten.
Eher zufällig habe ich entdeckt, dass sich im Untergeschoss des Eiscafés die "Trattoria LaLuna" befindet. Direkt auf der Rheinuferpromenade im Sommer ein Eis oder Abends lecker italienisch essen gehen, wo geht das schon? Na hier! Leckeres Eis und vor allem auch sehr gutes Essen zu angemessenen Preisen - sehr empfehlenswert!
Eher zufällig habe ich entdeckt, dass sich im Untergeschoss des Eiscafés die "Trattoria LaLuna" befindet. Direkt auf der Rheinuferpromenade im Sommer ein Eis oder Abends lecker italienisch essen gehen, wo geht das schon? Na hier! Leckeres Eis und vor allem auch sehr gutes Essen zu angemessenen Preisen - sehr empfehlenswert!
Trattoria und Gelateria La Luna
Trattoria und Gelateria La Luna€-€€€Eiscafe, Trattoria021186930010Rathausufer 11, 40213 Düsseldorf
5.0 stars -
"chic essen - super Lage!" Ehemalige UserEher zufällig habe ich entdeckt, dass sich im Untergeschoss des Eiscafés die "Trattoria LaLuna" befindet. Direkt auf der Rheinuferpromenade im Sommer ein Eis oder Abends lecker italienisch essen gehen, wo geht das schon? Na hier! Leckeres Eis und vor allem auch sehr gutes Essen zu angemessenen Preisen - sehr empfehlenswert!
Als wir um 19:00 Uhr vor dem Restaurant ankamen, wurde uns von innen sofort die Schranke für den zum Restaurant gehörenden Parkplatz geöffnet. Vor dem Restaurant brannte das Kaminfeuer für die Raucher. Nach dem Eintreten wurden wir freundlich von Frau Maike Lischka und 2 netten Kellnerinnen begrüßt. Nachdem uns die Jacken abgenommen wurden, wurde wir zu unserem Tisch geführt. Kurz danach kam auch das nette Ehepaar, mit dem wir diesen Abend verbringen durften.
Das Restaurant ist schon mehrmals gut beschreiben worden, so dass ich auf weitere Beschreibungen verzichten möchte. Wir saßen in dem oberen Raum, das Restaurant war voll ausgebucht. Wir bekamen die Speisekarten, hatten uns aber im Vorwege bereits für das Menü „Abendreise“ entschieden (41,00€) und ließen uns erklären, woraus die Menüfolge besteht. Wir hatten nur einen kleinen Änderungswunsch, der durch einen Vorschlag aus der Küche schnell erfüllt wurde. Dennoch bietet dieses Restaurant auf der Karte eine kleine und ausgewogene Anzahl von Gerichten an. Eigentlich müsste Jeder etwas finden und kann sicher sein, dass die Zutaten frisch sind.
Vorweg für mich ein gut gekühltes Königs-Pils, für die anderen ein Gläschen Sekt. Der Tisch war liebevoll eingedeckt und zu unserer Überraschung bekamen wir nach einer angenehmen Wartezeit als Amuse Bouche eine regionale Vesperplatte mit Blutwurst, Wildschweinwürstchen, grober Leberwurst, Gurken, Wachteleiern, Meerrettich, Senf und Körnerbrot. Wie man uns erklärte, waren dieses regionale Produkte. Blutwurst ist nicht mein Fall, der Rest hat so gut geschmeckt, dass wir es nicht mehr geschafft hatten, ein Foto hiervon zu machen.
Als weitere Getränke bestellten wir uns medium Wasser 0,75l 5,50€, Weinschorle 0,2l 5,50€ und versch. Rotweine aus Frankreich 0,2l 7,50€. Jedes Getränke kam schnell, war gut temperiert und geschmacklich einwandfrei.
Vor jeder Gangfolge wurde uns sehr freundlich erklärt, was wir serviert bekamen.
Zuerst geräucherte Gänsebrust mit mariniertem Chicorée, Portweinrosinen, Broiche und Grenadine Zwiebeln. Die Gänsebrust sehr zart und mit den anderen Zutaten ein Gedicht.
Danach Kabeljau mit Ravioli gefüllt mit Krustentieren in einer schaumigen Hummersauce. Das Ganze serviert auf einen schönen Teller in Form einer Muschel. Schade, hiervon hätte man mir den ganzen Teller voll machen können, der Kabeljau noch glasig und butterzart, die Ravioli mit der Sauce hatten einen kräftigen Hummergeschmack.
Als Zwischengang ein Quittensorbet serviert auf einer Kühlakku. Das Quittensorbet schmeckte intensiv gut nach Quitten, der Kühlakku hat mich nicht so begeistert und zu sehr an Tiefkühltruhe erinnert.
Dann der Hauptgang mit einem Entrecote auf einem Selleriepüree, dazu kandiertes Weißkraut mit Speck, dazu eine Sauce, ich schätze mal eine Rotwein-Reduktion. Das Fleisch sehr zart, innen rosa so wie ich es liebe. Sellerie ist nicht mein Favorit, aber in Verbindung mit Kartoffeln als Püree und nicht dominant im Geschmack hat es mir sehr gut geschmeckt. Dazu das kleingeschnittene Weißkraut gekocht mit Speck und der kräftigen Sauce harmonierte gut zu dem Fleisch.
Und dann wieder ein Highlight als Dessert: Gewürzpudding mit einem Sorbet und Salat von Bitterorangen mit Schokolade und Crumbles. Es kam eine Glasdose und nach dem Öffnen des Deckel sah man den Schokokuchen unter dem Pudding hervorgucken. Das waren herrliche Geschmackserlebnisse den Gewürzpudding abwechselnd mit dem Sorbet, dem Schokokuchen oder den Bitterorangen zu essen.
Danach hatten wir das Gefühl gut gegessen zu haben. So soll es sein.
Der Bezahlvorgang ging zügig und wurde abgeschlossen mit einer hausgemachten Eispraline mit Salz. Auch dieses 1A.
Insgesamt war es ein tolles Menü zu einen sehr guten Preisleistungsverhältnis und dafür ohne Frage 5 Sterne.
Der Service war sehr aufmerksam, natürlich freundlich und jederzeit mit einem Lächeln präsent. Auch hierfür wohlverdiente 5 Sterne.
Das Ambiente war gut, aber ich würde mir wünschen, dass man hier etwas gegen den hohen Geräuschpegel unternimmt. Es wird sehr laut, wenn das Restaurant voll ist und man kann sich nur mit noch lauterer Stimme unterhalten. Vielleicht helfen schon ein paar Teppiche. Schade, in einem Restaurant wie diesem erwarte ich, dass man sich in normaler Lautstärke unterhalten kann. Ansonsten wie von Vorgängern beschrieben sehr schön, aber daher nur 4 Sterne.
Das Preisleistungsverhältnis auch für die Getränke sehr gut und daher auch 5 Sterne wert.
Da ich an der Sauberkeit nicht auszusetzen haben auch hierfür die volle Punktzahl.
Als wir um 19:00 Uhr vor dem Restaurant ankamen, wurde uns von innen sofort die Schranke für den zum Restaurant gehörenden Parkplatz geöffnet. Vor dem Restaurant brannte das Kaminfeuer für die Raucher. Nach dem Eintreten wurden wir freundlich von Frau Maike Lischka und 2 netten Kellnerinnen begrüßt. Nachdem uns die Jacken abgenommen wurden, wurde wir zu unserem Tisch geführt. Kurz danach kam auch das nette Ehepaar, mit dem wir diesen Abend verbringen durften.
Das Restaurant ist schon mehrmals gut beschreiben worden,... mehr lesen
4.0 stars -
"Hier wird das Speisen zum Erlebnis." Ehemalige User Als wir um 19:00 Uhr vor dem Restaurant ankamen, wurde uns von innen sofort die Schranke für den zum Restaurant gehörenden Parkplatz geöffnet. Vor dem Restaurant brannte das Kaminfeuer für die Raucher. Nach dem Eintreten wurden wir freundlich von Frau Maike Lischka und 2 netten Kellnerinnen begrüßt. Nachdem uns die Jacken abgenommen wurden, wurde wir zu unserem Tisch geführt. Kurz danach kam auch das nette Ehepaar, mit dem wir diesen Abend verbringen durften.
Das Restaurant ist schon mehrmals gut beschreiben worden,
Vor einigen Monaten hatten wir spontan versucht, ohne Reservierung im Bellanova einen Tisch zu bekommen und hatten Pech. Die Kritik von Shaneymac hat uns wieder an dieses Restaurant erinnert und wir bekamen bei einem Anruf dort 2 Tage vor unserem Besuch den letzten freien Tisch. Pünktlich um 18:00 Uhr kamen wir an und der Chef hinterm Tresen zeigte uns unseren Tisch genau an der Eingangstür, aber daher sehr zentral. Es kam nur leider trotz Vorhang ab und zu ein kalter Windzug bei uns vorbei, wenn Gäste das Restaurant betragen oder verließen.
Kaum hatten wir uns gesetzt, bekamen wir die Speisekarten überreicht. Kurz danach stand als Gruß aus der Küche ein Teller mit aufgeschnittenen Panini und darauf Bruschetta auf unserem Tisch. Geschmacklich waren diese wirklich sehr gut, weil die Tomaten gut reif waren und offensichtlich nicht aus Holland kamen und mit einer ordentlichen Portion Knoblauch angemacht waren. Den Gruß hatte wir schnell verputzt.
Als man merkte, dass wir uns für die Speisen entschieden hatten, stand der freundliche Chef auch schon an unserem Tisch. Wir bestellten als Vorspeise die gemischten Vorspeisen für 1 Person zum Teilen (10€), als Hauptspeise Pizza mit Scampi (10€) und den gebratenen Lachs (13€). Dazu Cola (1,50€), Prosecco (Glas 4€), Mineralwasser (1,50€) und den Montepulciano (1/4l. 3€).
Die Getränke kamen schnell und waren gut temperiert. Der Wein war seinen Preis ohne Frage wert.
Es dauerte auch nicht lange, da bekamen wir 2 Teller mit verschiedenen Vorspeisen. Damit wären wir zufrieden gewesen, wurden aber gebeten etwas Platz für 3 weitere Teller zu machen. Gesagt, getan und damit hatten wir auf einmal 5 Teller auf dem Tisch. Aber der Reihe nach: je 1 Teller mit gebratenen Champions, Tintenfisch Salat, Zucchini Auflauf mit einer Tomatensauce, Carpaccio und Tomaten mit Käse und Parmaschinken. Dazu ein Korb mit warmen Panini. Wie soll 1 Person so etwas als Vorspeise schaffen und wie schafft der Gastronom es zu diesem Preis? Die Champions gut gewürzt, das Carpaccio zart ( nur die Zwiebeln gehören meiner Meinung nicht hier rein und werden wir das nächste mal abbestellen), der Auflauf geschmacklich excellent und auf der Parmaschinken zart und mild würzig. Tintenfisch ist nicht mein Fall und habe ich auch nicht gegessen, meine Frau hat diesen aber gelobt. Insgesamt wäre es uns noch lieber gewesen, wenn die Küche ein wenig am Öl sparen würde.
Beim Abräumen der Vorspeisen wurden wir gefragt, ob wir eine Pause wünschen. Na klar, gerne sogar, die Vorspeisen müssen sacken.
Inzwischen war das Restaurant bis auf den letzten Platz gefüllt und es mussten Gäste ohne Reservierung abgewiesen werden. Am Tresen für den ausser Haus Verkauf war auch immer einiges los.
Nach einiger Zeit ließen wir dann auch unsere Hauptspeisen zubereiten. Meine Pizza mit Scampi in Tomatensauce war knusprig und reichhaltig mit Käse belegt. Die Scampi in der Pfanne gebraten und hatten teilweise Röstaromen. Insgesamt war diese Pizza ein Gedicht. Nur, da ich sehr gerne knusprige Pizzen mag, werde ich mir das nächste mal die Scampi mit der Sauce separat servieren lassen, denn meine Pizza wurde durch die Sauce aufgeweicht.
Der Lachs meiner Frau war geschmacklich gut, der Lachs nicht trocken. Als Beilage hatte sie sich Kartoffelgratin und Broccoli ausgesucht und war auch hiermit zufrieden.
Nun zu der Bewertung:
Bedienung, wir wurden von Anfang bis Ende sehr freundlich, aufmerksam und zuvorkommend bedient. Bei vollem Restaurant sind 2 Personen fast ein wenig überfordert, hierfür verdiente 4 Sterne
Essen, wenn man bedenkt, welche Mengen man hier für wenig Geld bekommt, ist es sensationell. Uns wäre allerdings im Ganzen überall weniger Öl und Sahne lieber gewesen. Aber dieses ist Klagen auf hohem Niveau und daher für das Bellanova 4 Sterne
Ambiente, die Tische waren mit Textil- und Papiertischdecken eingedeckt. Die Servietten passend zu der Tischdecke. Überhaupt nicht gefallen haben mir die Plastikblumen auf den Tischen. Ansonsten eine normal einfache Einrichtung. Also hierfür 3 Sterne.
Sauberkeit, wir haben nichts Negatives gefunden, die Toiletten hatten wir nicht besucht. Daher hierfür 5 Sterne.
Preis-Leistungsverhältnis, sehr große Portionen für das Geld, welche uns mit etwas weniger Öl und Sahne noch besser geschmeckt hätten. Daher hierfür 4 Sterne.
Ich bin in diesem Fall eigentlich der Meinung, dass das Bellanova eine kleine Preiserhöhung verdient hat und dieses Geld ins Ambiente stecken sollte.
Auf den Spuren von Shaneymac..
Vor einigen Monaten hatten wir spontan versucht, ohne Reservierung im Bellanova einen Tisch zu bekommen und hatten Pech. Die Kritik von Shaneymac hat uns wieder an dieses Restaurant erinnert und wir bekamen bei einem Anruf dort 2 Tage vor unserem Besuch den letzten freien Tisch. Pünktlich um 18:00 Uhr kamen wir an und der Chef hinterm Tresen zeigte uns unseren Tisch genau an der Eingangstür, aber daher sehr zentral. Es kam nur leider trotz Vorhang ab... mehr lesen
Pizzeria Bellanova
Pizzeria Bellanova€-€€€Restaurant0212549324Kleine Straße 1, 42653 Solingen
4.0 stars -
"Hier wird ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis angeboten." Ehemalige UserAuf den Spuren von Shaneymac..
Vor einigen Monaten hatten wir spontan versucht, ohne Reservierung im Bellanova einen Tisch zu bekommen und hatten Pech. Die Kritik von Shaneymac hat uns wieder an dieses Restaurant erinnert und wir bekamen bei einem Anruf dort 2 Tage vor unserem Besuch den letzten freien Tisch. Pünktlich um 18:00 Uhr kamen wir an und der Chef hinterm Tresen zeigte uns unseren Tisch genau an der Eingangstür, aber daher sehr zentral. Es kam nur leider trotz Vorhang ab
Wir hatten einen Tisch reserviert und kamen pünktlich um 19:00 Uhr im Restaurant an. Wir wurden sehr freundlich begrüßt und die nette Dame hat uns den für uns vorgesehenen Tisch gezeigt. Dieser war dieser in dem vom Ambiente besseren Hauptraum, aber leider war dort eine Geburtstagsgesellschaft und da wir uns mit einem anderen Ehepaar in Ruhe unterhalten wollten, wählen wir einen Tisch etwas abseits neben dem Eingang.
Um es mit den Worten von Shaneymac zu sagen: die Garderobe ist Sache des Gastes. Aber kein Problem, wir nehmen Platz und erhielten sofort die Speisekarte und die Wochenkarte. Flugs wurde auch schon nach den Getränkewünschen gefragt: für die Damen ein Gläschen Sekt 0,1l. 4€, und ein Glas Pino Grigio 0,3l. 3,50€, für die Herren Radler 0,3l. 2,30€ und eine Flasche Aqua Panna 0,75l. 5,90€. Die Getränke kamen schnell und waren gut temperiert.
Der Tisch war schön mit Stofftischdecke, Papierservietten, frischen Rosen und einem Windlicht eingedeckt war. Die Auswahl auf der normalen Speisekarte ist nicht zu groß, aber vollkommen ausreichend. Dazu die Wochenkarte mit einer Vorspeise, 5 Hauptspeisen und 2 Desserts empfinde ich als gut, da ich mir durch eine kleinere Karte frische Ware erhoffe. Als die Servicedame bemerkte, dass wir uns entschieden hatten, stand sie schon am Tisch und nahm die Bestellung auf.
Als erstes erhielten wir aufs Haus die schon bekannten 3 verschiedenen Dips mit frischen Baguette-Scheiben. Diese schmecken gut, aber vielleicht sollte die Küche zumindest mit ein Dip variieren, damit hier im Laufe der Zeit ein wenig Abwechslung reinkommt.
Die Vorspeisen kamen nach einer angenehmen Pause: für unsere Begleitung eine Karotten Olivensuppe (4,50€), welche nach deren Aussage intensiv gut nach den Zutaten geschmeckt hat. Für mich die Flusscremesuppe (5,00€), schön sämig, ausreichend bestückt mit Flusskrebsen und verfeinert mit Sambuca (hatte ich nachgefragt, da ich es nicht definieren konnte). Diese Suppe hatte ich schon einmal hier gegessen und kann ich daher wirklich empfehlen.
Inzwischen bestellten wir weitere Getränke (Nero d'Avola 0,2l. 4€, Kölsch 2,40€) und stellten später zu unserer Freunde fest, dass man hier auch Wein in 0,1l bestellen kann.
Als Hauptspeisen, welche nicht allzu lange auf sich warten ließen (ich hätte gern eine längere Pause gehabt), kamen Duett vom Zander und Lachs mit Gemüsestreifen auf einer Zitronensauce (15,90€). Beide Frauen fanden den Fisch saftig, das Gemüse knackig und auch die Zitronensauce war in Ordnung. Die Männer hatten natürlich das Rinderhüftsteak mit Steinpilzen und Rosmarinkartoffeln (16,50€) bestellt, eine Änderung auf Folienkartoffel war auch kein Problem. Ich war gespannt auf den Gargrad meines Steaks, denn niemand hatte mich vorher hiernach gefragt. 220gr. „medium rare“, von guter Qualität, zart und mit Grill-Röstaromen. Die Steinpilze reichhaltig, aber keine Offenbarung. Auch an den Rosmarinkartoffeln hat es ein wenig an Geschmack gefehlt.
Dessert ging nicht mehr, dafür Espresso 1,80€ und aufs Haus noch ein Schnäpschen.
Der Bezahlvorgang ging zügig und nachdem wir uns um unsere Garderobe gekümmert haben, wurden wir freundlich verabschiedet.
Und nun zur Sternewertung (leider immer noch ohne die Möglichkeit der 0,5 Sterne):
Bedienung: das mit der Garderobe nehme ich nicht so ernst. Die Dame war immer präsent, flexibel bei den Bestellungen, jederzeit freundlich, hat immer wieder nachgefragt, ob alles in Ordnung sei, war aber nicht aufdringlich. Daher die 5 Sterne
Essen: es fehlt das i Tüpfelchen, ich wünsche mir ein wenig mehr Raffinesse und Mut zum Würzen, vielleicht mit einem Hauch asiatisch z. B. bei der Zitronensauce. Dennoch ist das Essen 4 Sterne wert.
Ambiente: zur Einrichtung möchte ich nichts mehr erwähnen, die ist in Ordnung. Was mich ein wenig gestört hat, ist der volle Teller. Es gibt heute so schöne große Teller in eckig und auch in rund. Es ist sicherlich eine Frage des Geldes, aber vielleicht kann man sich nach und nach ein schöneres Geschirr anschaffen, denn das Auge isst mit. Aber auch für das Ambiente 4 Sterne.
Sauberkeit: hier ist nichts auszusetzen und daher 5 Sterne
Preis-Leistungs-Verhältnis: die Portionen sind normal groß, die Qualität der Speisen gut. Hier schwanke ich, aber da es keine halben Punkte gibt: 5 Sterne
Allgemein
Wir hatten einen Tisch reserviert und kamen pünktlich um 19:00 Uhr im Restaurant an. Wir wurden sehr freundlich begrüßt und die nette Dame hat uns den für uns vorgesehenen Tisch gezeigt. Dieser war dieser in dem vom Ambiente besseren Hauptraum, aber leider war dort eine Geburtstagsgesellschaft und da wir uns mit einem anderen Ehepaar in Ruhe unterhalten wollten, wählen wir einen Tisch etwas abseits neben dem Eingang.
Um es mit den Worten von Shaneymac zu sagen: die Garderobe ist Sache des... mehr lesen
Restaurant Am Park
Restaurant Am Park€-€€€Restaurant02173 2 69 95 25Zum Stadion 73, 40764 Langenfeld
4.0 stars -
"Gutes Essen und ein netter Service bei einem ausgezeichnetem Preis-Leistungs-Verhältnis." Ehemalige UserAllgemein
Wir hatten einen Tisch reserviert und kamen pünktlich um 19:00 Uhr im Restaurant an. Wir wurden sehr freundlich begrüßt und die nette Dame hat uns den für uns vorgesehenen Tisch gezeigt. Dieser war dieser in dem vom Ambiente besseren Hauptraum, aber leider war dort eine Geburtstagsgesellschaft und da wir uns mit einem anderen Ehepaar in Ruhe unterhalten wollten, wählen wir einen Tisch etwas abseits neben dem Eingang.
Um es mit den Worten von Shaneymac zu sagen: die Garderobe ist Sache des
Die gute Bewertung durch kgsbus hat uns veranlasst, dieses Restaurant zu wählen. Vorab schon mal Danke für diesen wirklich guten Tipp.
Wir hatten einen Tisch reserviert und kamen um 19:00 Uhr an. Wir wurden sofort freundlich begrüßt, nach unserem Namen gefragt und dann wurden uns auch gleich die Jacken abgenommen. Da unser Tisch direkt neben einer fröhlichen Geburtstagsgesellschaft war, hatten wir uns lieber für den einzigen dann noch freien kleinen Tisch direkt an der Theke entschieden. Hier war die Geräuschkulisse sehr viel angenehmer und ich kann empfehlen, bei der Reservierung nach einem Tisch im ersten größeren Raum zu fragen, da es im hinteren kleinem Raum schon etwas lauter werden könnte.
Nachdem wir uns dort gesetzt hatten, fragte man nach einem Aperitif Wunsch. Für meine Frau Kir Royal (11€), für mich erst einmal ein Haaner Wasser medium 0,75l. (5,50€). Diese Getränke kamen gut temperiert schnell an unseren Tisch, das Mineralwasser leider ohne Kühler. Und dann kam auch schon der erste Gruß aus der Küche: süß-saures Chutney und Gorgonzolaschaum auf einem Wallnussplättchen. Da meine Frau keine Nüsse vertragen kann, durfte ich beide Portionen genießen und es war kein Problem, ihr diesen Gruß in einem Glas zu servieren. Es war ausgezeichnet im Geschmack, auch der Gorgonzolaschaum nicht zu intensiv nach Käse.
Jetzt bekamen wir auch die Speisekarten. Wir hatten uns nicht für das Menü wie die meisten Gäste entschieden, sondern individuell aus der Karte ausgesucht. Dazu hatte ich mir einen Merlot (Glas 6,50€) bestellt.
Wir bekamen 2 verschiedenen Brotsorten und dazu eine köstliche Kräuterbutter aus Kirschen und Haselnüssen und je einem Schälchen mit griechischen Öl und Meersalz. Kurz danach auch schon der zweite nette Gruß aus der Küche: Räucherlachs mit Schmand und einem kleinen Rösti. Alles bisher ausgezeichnet im Geschmack.
Nach einer weiteren angenehmen Pause kamen die Vorspeisen:
Asiatisch mariniertes Rindertatar mit Frühlingszwiebeln, einer Ingwer-Sojasauce und Sesamcraker (14€). Das Tatar nicht aus dem Fleischwolf, sondern sehr klein geschnitten und mit den Zwiebeln und der Sojasauce zusammen ein Gedicht. Auch der Sojasauce merkte man an, dass diese hausgemacht ist. Mit dem restlichen Brot habe ich dann auch das Sojaschälchen geleert.
Gebackene Bio-Gambas mit Basilikum auf Salat von Artischocken und Himbeeren (14€) für meine Frau. Ich hörte von dort immer nur ein hmm, lecker, einfach köstlich….Dazu trank sie einen Grauburgunder (Glas 7€).
Auch bis zur Hauptspeise gab es eine angenehme und nicht zu lange Pause.
Ich hatte bestellt: gebratenen Wolfsbarsch mit Venusmuscheln in einem Fenchel-Safransud mit Kartoffelwürfeln (29€). Der Fisch sehr saftig und zusammen mit dem Sud ein Hochgenuss. Die Kartoffelwürfel fand ich am Anfang etwas zu salzig, waren aber schön knusprig.
Für meine Frau Strudel von Lachsforelle und Zander mit Linsen, violetter Senfsauce und Kartoffelpüree (26€). Ich habe auch bei ihr probiert und konnte daher ihre Begeisterung nachempfinden.
Und da die Portionen nicht zu groß waren, hatten wir noch etwas Platz für das Dessert und entschieden uns beide für den süßen Fritz (13€). Eine Dessertvariation von Zitronenravioli, Creme Caramel, Frozen Cheesecake mit einer Karamellsauce, Honigbananen und einem Sorbet. Allein schon wegen dieser Dessertvariation lohnt sich ein Besuch.
Anmerken möchte ich noch, dass man hier sogar die Möglichkeit hat, halbe Glas-Weinportionen zu bestellen, welches gerade für die Autofahrer sehr angenehm ist.
Der Bezahlvorgang ging dann zügig, mit der Rechnung bekamen wir noch je eine hausgemachte Praline und als wir zum Ausgang gingen, stand schon Jemand bereit, um uns die Jacken zu reichen.
Ein perfekter Abend, vielen Dank hierfür.
Und jetzt zu den Sternen:
Bedienung: jederzeit präsent, immer freundlich, beim Eindecken mit Handschuh und hat mehrmals gefragt, ob alles zur Zufriedenheit ist. Hierfür kann ich die volle Punktzahl vergeben.
Essen: allein schon optisch war jedes Gericht wie ein schönes Bild. Geschmacklich habe ich nichts auszusetzen und auch hierfür die verdienten 5 Sterne
Ambiente: durch die Geburtstagsfeier hatten wir uns für einen kleinen Tisch an der Theke entschieden, es gibt in diesem Restaurant gemütlicher Ecken. Aber dennoch hierfür 4 Sterne
Sauberkeit: gepflegt und sehr sauber. Die Toiletten aus früheren Zeiten, aber mit parfümierten Gästehandtüchern. Hier schwanke ich zwischen 4 und 5 Sternen, da aber alles wirklich sauber war, muss es auch hierfür von mir 5 Sterne geben
Preis-Leistungsverhältnis: Qualität und Handwerk hat seinen Preis. Ich finde, hier ist jeder Cent berechtigt und daher auch die 5 Sterne.
Die gute Bewertung durch kgsbus hat uns veranlasst, dieses Restaurant zu wählen. Vorab schon mal Danke für diesen wirklich guten Tipp.
Wir hatten einen Tisch reserviert und kamen um 19:00 Uhr an. Wir wurden sofort freundlich begrüßt, nach unserem Namen gefragt und dann wurden uns auch gleich die Jacken abgenommen. Da unser Tisch direkt neben einer fröhlichen Geburtstagsgesellschaft war, hatten wir uns lieber für den einzigen dann noch freien kleinen Tisch direkt an der Theke entschieden. Hier war die Geräuschkulisse sehr... mehr lesen
5.0 stars -
"Hier wird Spitzenleistung geboten." Ehemalige UserDie gute Bewertung durch kgsbus hat uns veranlasst, dieses Restaurant zu wählen. Vorab schon mal Danke für diesen wirklich guten Tipp.
Wir hatten einen Tisch reserviert und kamen um 19:00 Uhr an. Wir wurden sofort freundlich begrüßt, nach unserem Namen gefragt und dann wurden uns auch gleich die Jacken abgenommen. Da unser Tisch direkt neben einer fröhlichen Geburtstagsgesellschaft war, hatten wir uns lieber für den einzigen dann noch freien kleinen Tisch direkt an der Theke entschieden. Hier war die Geräuschkulisse sehr
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Wenn wir in den vergangenen 14 Tagen nach dem Essen nach Hause kamen, bat meine Frau um einen Aquavit. Heute machte sie sich ein Wurstbrötchen.
Ankunft 18:00 Uhr, Abschied 19:45 Uhr. Das kleine Restaurant liegt in bester Restaurantlage, zentrumsnah mit hinreichendem Parkraum. Außen ist ein Zeltvorbau mit Heizstrahlern zur Erhöhung der Platzkapazität wie ein Wintergarten angebaut.
Der junge Kellner, der uns in Empfang nahm, war der freundlichste. Ich habe mitgezählt: er hat viermal gelächelt im Kontakt mit uns in den 1 3/4 Stunden. Dies war ein Alleinstellungsmerkmal. Mehr Lächeln gab es von niemandem. Das sonstige Verhalten war absolut korrekt. Unser reservierter Tisch wurde uns gezeigt. Wir wurden hingeleitet und nach Getränkewünschen gefragt. Champagner und Wasser. Während das normale Servicepersonal mit bodenlangen schwarzen Schürzen auftrat, kam mit unserem Champagner ein Herr in Zivil, der lächelfrei war. Verkniffen war der Gesamteindruck dieses (wahrscheinlich) Sommeliers.
Die Tische waren aufwändig eingedeckt mit einer Grunddecke in chamoix und 45 Grad gedreht aufgelegten großen goldgelben Tischläufern. Eine hohe Kerze brannte, ein kleines Rosengesteck, maritim aufgehübscht, stand auf dem Tisch, ebenso Porzellan-Salz- und Pfefferstreuer. Die ordentlichen Karten wurden uns aufgeschlagen überreicht, die dicke Getränkekarte blieb bei uns auf dem Tisch. Eine Flasche Magnus zu 6,50 und zwei Gläser Pommery Silver brut kamen schnell und gut temperiert.
Nach hinreichender Zeit wurden wir von einer jungen Dame mit versteinerter Miene gefragt, ob wir gewählt hätten. Meine Frau hatte Feldsalat mit Croutons (9,50) und Maibockmedaillons mit Buabaspitzle (Schupfnudeln) ausgesucht. Sehr positiv: getrüffelte Soße konnte gegen ungetrüffelte getauscht werden. Plize konnten weggelassen werden (38.-). Ich nahm Jakobsmuscheln mit Belugalinsen in Curryrahm (drei zu 16,50) und Kalbsrückensteak mit Spätzle 29.-).
Als Amuse gueule kamen je drei Scheiben dunkles, drei Scheiben weißes Brot in dürftiger Qualität, dazu eine Scheibe Fischterrine, ungewohnt rau im Mund durch winzige Paprikastücke. Meine Frau rührte die geschmacksarme Masse nicht an.
Der Feldsalat war leider von der schlechten Sorte (große, dicke bittere Blätter in Supermarktqualität, verunreinigt durch Frisee, Radicchio und Chicoree mit sehr knusprigen absolut gleichförmigen und rundum gebräunten Croutons). Ich musste die Reste vertilgen die meine Frau liegen gelassen hatte. Die Kartoffelvinaigrette war eher schlecht. Meine drei Jakobsmuscheln waren perfekt gebraten, Linsen und Curryrahm waren wohlschmeckend. Der Champagner, den wir uns aufgrund seines extremen Preises (13,50 je 0,1 l) gut einteilten, reichte bis zum Ende unserer Vorspeise. Zum Hauptgericht bestellt wir offen einen Crianza aus dem Rioja-Bereich (0,2 l zu je 9.-). Mehrfach wurden wir gefragt, ob es schmecke, alles 100 % korrekt, nur eben ohne ein Lächeln.
Unsere Hauptgericht kamen nach guter Zeit. Beide waren mit geschmacksarmem fast rohen Broccoli garniert. Die Fleischqualität war über jeden Zweifel erhaben. Die Maibockmedaillons medium to rare, mein Kalb medium to well done. Beides butterzart. Die selbst gemachten Schupfnudeln waren extrem natriumarm, meine Spätzle (selbst gemacht, gepresst) schmeckten recht gut. Meine Pfifferlinge waren sandfrei und wohlschmeckend, meine Möhre nichtssagend. Die Soßen waren gut reduziert, schmeckten aber nur mittelprächtig. Schupfnudeln und Spätzle waren knapp bemessen.
Uns war noch nach einem Dessert: ein Sorbet für meine Frau (Himbeer, weil Brombeer aus war zu 7,50), für mich Kürbiskernparfait mit Mangostückchen (10,50). Das Sorbet wurde lieblos wie eine Kugel Eis präsentiert, mein Parfait war gut. Meine Frau ließ die Hälfte des geschmacksarmen Halbgefrorenen liegen.
Das Restaurant wurde von vielen Stammgästen bevölkert. Mit unseren 56 bzw. 60 Jahren drückten wir das Durchschnittsalter. Die Gesamtatmosphäre wirkte eher steif und trocken. Alles war sehr sauber.
Insgesamt stimmt für mich das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht. Die Rechnung war ebenso hoch wie bei den anderen Restaurants der letzten Tage. Der Gegenwert war aber nicht derselbe.