Besucht am 14.08.2016Besuchszeit: Mittagessen 4 Personen
Allgemein
Bei Kaiserwetter verabredeten wir uns am Sonntagmorgen mit einer Schwester meiner Frau und deren Mann zu einer gemeinsamen Radtour ins Hessische, um dann nach bewusst gefahrenen Umwegen zwecks mehr Kilometern zur Mittagszeit im Restaurant Toscana in Großkrotzenburg einzukehren. Der Grund war, dass die beiden schon eine Woche vorher zum Mittagessen mit ihrem Schlemmerblock dort waren und uns einen hohen Zufriedenheitsgrad mitteilten.
Da wir ja auch im Besitz eines Schlemmerblocks sind und auch schon öfter mit dem Rad dort vorbeigefahren, aber noch niemals dort einkehrten, waren wir neugierig geworden. So partizipierten die beiden nochmal, da unser Coupon auch für 4:2 galt. Also die zwei preisgünstigsten von vier Essen gratis.
Wenn man mit dem Auto, die Hauptstraße entlang fährt, biegt man in der Ortsmitte in Richtung Main ab und sieht nach ca. 150 m linkerhand das Restaurant Toscana. Parken ist dann in den umliegenden Straßen möglich. Einen eigenen Parkplatz hat das Restaurant nicht.
Wir kamen mit dem Fahrrad aus der Richtung Krotzeburger Badesee, Kreuzburg-Gymnasium, am Bahnhof durch die Unterführung, geradeaus über die Hauptstraße und stellten unsere Drahtesel am Fahrradständer im Sommergarten des Restaurants ab.
Der Service
So kurz vor eins war schon einiger Betrieb in Gang. Wir fanden aber unter den zahlreichen Sonnenschirmen im Sommergarten noch einen schön im Schatten stehenden 4er-Tisch und nahmen den direkt in Beschlag.
Einer von zwei Kellnern in schwarzer Hose und weißem Hemd begrüßte uns kurz darauf freundlich und reichte uns die Speisekarten. Er ließ uns reichlich Zeit, das üppige Angebot zu durchforsten und fragte dann erstmal nur die Getränke ab. Ein alkoholfreies Weizen (3,- €) aus der Brauerei Glaab in Seligenstadt für meine Begleitung, einen Montepulciano (0,25 l, 4,20 €) sowie ein kleines San Pellegrino (0,25 l, 1,70 €) für ihre Schwester. Der Schwager zog ein Pils vom Fass (Glaab 0,4 l, 2,50 €) vor. Meine Wenigkeit bestellte ebenfalls von der Brauerei Glaab ein kellertrübes Urbräu (0,4 l2,50 €), ebenfalls vom Fass.
Die Biere waren gut gekühlt und mit schöner Krone gezapft. Der Montepulciano war wohl temperiert, das gut kalte SP Fläschchen wurde am Tisch geöffnet und in das dazugehörige Glas eingeschenkt.
Nachschub ordern war nur auf Handzeichen möglich, ging dann aber flott. Die Bestellungen für das Essen wurden schweigend entgegengenommen und notiert.
Die beiden hatten ordentlich zu tun, denn im Laufe unseres Aufenthaltes füllte sich das Restaurant doch zusehends, da ist es nur verständlich, dass der Service ohne große Konversation mit dem Gast seinen Job zügig und professionell erledigen muss. Dass da erst beim Bezahlen nach der Zufriedenheit und ob es geschmeckt hat gefragt wird, ist da für uns nebensächlich, wird aber von mir der Vollständigkeit halber trotzdem erwähnt. Auch die etwas längere Wartezeit auf das Essen machte uns nichts aus.
Der Bezahlvorgang ging nach unserem diesbezüglichen Handzeichen flott und korrekt über die Bühne. Es gab einen ordentlichen Bon und die beiden preiswertesten Gerichte tauchten auf der Rechnung nicht auf.
3 GG-Sterne empfinde ich als okay bewertet.
Das Essen
Die mehrseitige Speisekarte ist übersichtlich gegliedert. Angefangen mit den Vorspeisen, geht es weiter mit 3 Suppen und verschiedenen Salatvariationen. Dann kommen Pizza und Nudelgerichte sowie hausgemachte Pasta. Einige Fleischgerichte vom Schwein sowie sieben verschiedene Rumpsteak-Variationen von mit Kräuterbutter bis zur Barolosauce. Nicht zu vergessen drei verschiedenen Fischgerichte, einige Desserts. Eine eingelegtes DIN-A4-Blatt offerierte etliche Variationen von Pfifferlingsgerichten. Die Speisekarte ist auch auf der Website des Restaurants zu lesen. Allerdings lässt die Aktualität zu wünschen übrig. Sämtliche Speise waren am Sonntag, wie ich im Nachhinein beim Schreiben der Rezi entdeckte, zwischen einem und 1,50 € teurer als auf der Website zu lesen.
Für mich sollte es ein Rumpsteak mit Barolosauce für 19,- €. sein. Dazu wurden Bratkartoffeln, Gemüse sowie ein Salat angeboten. Es war eine gute Wahl von mir. Optisch schön auf einem großen Teller präsentiert, machte dieses Stück Fleisch aus Argentinien einen guten Eindruck. Und der bestätigte sich gleich nach dem Anschneiden. Das Messer glitt ohne große Anstrengung durch das butterzarte Stück Fleisch. Der gewünschte Gargrad medium war perfekt getroffen. Zusammen mit der Barolosauce, die auch einige Rosinen enthielt und einen leicht säuerlichen Geschmack verbreitete, war dies ein wahrer Genuss vom ersten bis zum letzten Bissen. Das Gemüse, Brokkoli, Blumenkohl, Karotten war gut bissfest und passte bestens dazu. Die Bratkartoffeln sahen etwas anders aus, wie sie gemeinhin kennt, hatten aber auch einen tollen Geschmack. Rumpsteak mit Barolosauce
Mein mir gegenüber sitzendes Schätzchen hatte für ihr Gericht Tris di Pasta (3 verschiedene hausgemachte Pasta, stolze 14,50 €) auch nur Gutes zu berichten. Ich hoffe, dass sich ein jeder durch das Foto einen Reim drauf machen kann, dass dieses wunderbare Gericht jeden Cent wert war. Die einzelnen Komponenten zu benennen, geschweige denn zu beschreiben, überfordert mich gerade. Nur so viel, sie war begeistert, der Teller wurde leer geputzt. Tris di Pasta hausgemacht
Ihre Schwester entschied sich für das Cordon Bleu vom Schwein mit Pommes, Gemüse und Salat (10,50 €, wegen Schlemmerblock nicht auf der Rechnung). Auch hier gab es nichts zu meckern. Im Gegenteil: Sie sagte zu mir: Ich wollte, es würde überall so gut schmecken. Also auch hier äußerste Zufriedenheit. Cordon Bleu
Der Schwager neben mir entschied sich für die Penne al forno (auch so um die 10,- €, ebenfalls nicht auf der Rechnung). Superheiß und noch dampfend kamen die daher. Mit Champignons und Käse überbacken. Die Nudeln bissfest, der Käse würzig. Die Pilze allerdings nach Meinung des Schwagers aus der Dose, was aber seiner Zufriedenheit keinen Abbruch tat. Penne al Forno
Ambiente
Da wir nur im Sommergarten saßen kann ich nur über diesen meinen Eindruck schildern. Und der war gut. Die Tische mit einer schweren Tischdecke belegt. Die Stühle aus Kunststoff in Rattan-Optik mit Armlehnen sehr bequem. Dieses Gefühl wurde noch durch ein Sitzkissen gefördert. Auf dem mit Terrassenplatten versehenen Boden sah auch alles ordentlich aus. Alles ebenerdig zu erreichen. Zu den Toiletten geht man noch durch einen überdachten Wintergarten, der mit Holzmöbeln ausgestattet ist.
Sauberkeit
Alles hat einen sauberen und gepflegten Eindruck hinterlassen. Auch die schon in die Jahre gekommenen Toiletten haben in einwandfreiem Zustand keinen Anlass, etwas zu bemängeln, gegeben
Fazit
Den Gast erwartet eine solide und schmackhafte italienische Küche. Das Preisniveau ist im Gegensatz zu unserer bayerischen Heimat (3 km Luftlinie) hier im hessischen etwas höher angesiedelt. Das sollte uns aber nicht abschrecken, dem Erstbesuch weitere folgen zu lassen.
Gesamteindruck:
4 = gerne wieder!
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt, wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder)
Allgemein
Bei Kaiserwetter verabredeten wir uns am Sonntagmorgen mit einer Schwester meiner Frau und deren Mann zu einer gemeinsamen Radtour ins Hessische, um dann nach bewusst gefahrenen Umwegen zwecks mehr Kilometern zur Mittagszeit im Restaurant Toscana in Großkrotzenburg einzukehren. Der Grund war, dass die beiden schon eine Woche vorher zum Mittagessen mit ihrem Schlemmerblock dort waren und uns einen hohen Zufriedenheitsgrad mitteilten.
Da wir ja auch im Besitz eines Schlemmerblocks sind und auch schon öfter mit dem Rad dort vorbeigefahren, aber noch... mehr lesen
3.5 stars -
"Ein Erstbesuch von uns, der überzeugte!" Ehemalige User
Allgemein
Bei Kaiserwetter verabredeten wir uns am Sonntagmorgen mit einer Schwester meiner Frau und deren Mann zu einer gemeinsamen Radtour ins Hessische, um dann nach bewusst gefahrenen Umwegen zwecks mehr Kilometern zur Mittagszeit im Restaurant Toscana in Großkrotzenburg einzukehren. Der Grund war, dass die beiden schon eine Woche vorher zum Mittagessen mit ihrem Schlemmerblock dort waren und uns einen hohen Zufriedenheitsgrad mitteilten.
Da wir ja auch im Besitz eines Schlemmerblocks sind und auch schon öfter mit dem Rad dort vorbeigefahren, aber noch
Geschrieben am 14.08.2016 2016-08-14| Aktualisiert am
14.08.2016
Besucht am 13.08.20167 Personen
Rechnungsbetrag: 54 EUR
Wie vor drei Wochen versprochen haben wir das Frühstück ausprobiert und waren sehr begeistert!
Erst einmal fängt alles ruhig an, ein nettes Buon Giorno, die Frage nach den Getränken und man kann in Ruhe sein Frühstück aussuchen. Keine Riesenauswahl, aber für jeden etwas. Ein gefülltes Brioche, wenn es sein muss auch ein Nutella-Brot, besser gute Omelettes oder ein toller Schinkenteller.
Wir testeten von dem Vorgenannten alles, bis auf das Nutella-Brot. Ein Kaffeegetränke und ein Brioche zusammen kotet EUR 2,90, mehr als fair! Für die gesamte Gruppe von 6 Erwachsenen und einem Kind bestellt ich "vorab" einen Schinkenteller, dazu wurde frisch geröstetes Brot serviert.
Als Gruß von der Küche, nennen wir es mal so, kam dann ein kleiner Teller Käse zum "Probieren" - Ziegenkäse mit etwas Parmesangeschmack.
Neben den super leckeren süßen Brioches kamen dann Omelettes, einmal Schinken Käse und zum anderen Käse Mozzarella. Eine gute Portion (siehe Foto) zum Frühstück. Der Inhaber entschuldigte sich, dass nicht alle vier Omelettes gleichzeitig kamen mit dem Hinweis, dass alles frisch und ohne Warmhalten gemacht wird. Später erzählte er auch, dass er nur Zutaten aus der Umgebung und nur "Bio" verwende. Darauf würde er sehr viel Wert legen!
Alles schmeckte wirklich sehr gut, zusammen mit dem netten, freundlichen und aufmerksamen Service ein toller Start in den Tag.
Wie vor drei Wochen versprochen haben wir das Frühstück ausprobiert und waren sehr begeistert!
Erst einmal fängt alles ruhig an, ein nettes Buon Giorno, die Frage nach den Getränken und man kann in Ruhe sein Frühstück aussuchen. Keine Riesenauswahl, aber für jeden etwas. Ein gefülltes Brioche, wenn es sein muss auch ein Nutella-Brot, besser gute Omelettes oder ein toller Schinkenteller.
Wir testeten von dem Vorgenannten alles, bis auf das Nutella-Brot. Ein Kaffeegetränke und ein Brioche zusammen kotet EUR 2,90, mehr als fair!... mehr lesen
La Galleria Della Pietra
La Galleria Della Pietra€-€€€Restaurant02102 5538417Bechemer Str. 42, 40878 Ratingen
4.0 stars -
"Italienisches Flair, aber ohne jegliche italienische Hektik!" Ehemalige UserWie vor drei Wochen versprochen haben wir das Frühstück ausprobiert und waren sehr begeistert!
Erst einmal fängt alles ruhig an, ein nettes Buon Giorno, die Frage nach den Getränken und man kann in Ruhe sein Frühstück aussuchen. Keine Riesenauswahl, aber für jeden etwas. Ein gefülltes Brioche, wenn es sein muss auch ein Nutella-Brot, besser gute Omelettes oder ein toller Schinkenteller.
Wir testeten von dem Vorgenannten alles, bis auf das Nutella-Brot. Ein Kaffeegetränke und ein Brioche zusammen kotet EUR 2,90, mehr als fair!
Welch trauriges Bild bietet der ehemalige "Unterwirt" in Chieming! Seit Ende 2015 ist der Betrieb geschlossen und das gesamte Gelände abgesperrt durch rot-weiße Bänder.
Erworben wurde der Komplex von der Brauerei Auer aus Rosenheim, einem Tochterunternehmen von Paulaner. Bis Mitte/Ende 2017 soll dort ein neuer Komplex entstehen:
Nach unzähligen Besuchen im herrlichen Biergarten des "Unterwirt" (ich feierte dort seinerzeit meinen 50.) erfüllt uns der derzeitige Zustand mit Wehmut. Aber schaun mer mal, was die Brauerei Auer daraus macht.....
Welch trauriges Bild bietet der ehemalige "Unterwirt" in Chieming! Seit Ende 2015 ist der Betrieb geschlossen und das gesamte Gelände abgesperrt durch rot-weiße Bänder.
Erworben wurde der Komplex von der Brauerei Auer aus Rosenheim, einem Tochterunternehmen von Paulaner. Bis Mitte/Ende 2017 soll dort ein neuer Komplex entstehen:
http://www.innsalzach24.de/bayern/chiemseer-etikett-bald-definitiv-korrekt-neue-brauerei-chieminger-unterwirt-6632446.html
Nach unzähligen Besuchen im herrlichen Biergarten des "Unterwirt" (ich feierte dort seinerzeit meinen 50.) erfüllt uns der derzeitige Zustand mit Wehmut. Aber schaun mer mal, was die Brauerei Auer daraus macht.....
Unterwirt zu Chiming
Unterwirt zu Chiming€-€€€Restaurant, Hotel, Biergarten, Gästezimmer08664 98460Hauptstr. 32, 83339 Chieming
stars -
"Auer-Bräu Rosenheim hat das Gelände erworben" Ehemalige UserWelch trauriges Bild bietet der ehemalige "Unterwirt" in Chieming! Seit Ende 2015 ist der Betrieb geschlossen und das gesamte Gelände abgesperrt durch rot-weiße Bänder.
Erworben wurde der Komplex von der Brauerei Auer aus Rosenheim, einem Tochterunternehmen von Paulaner. Bis Mitte/Ende 2017 soll dort ein neuer Komplex entstehen:
http://www.innsalzach24.de/bayern/chiemseer-etikett-bald-definitiv-korrekt-neue-brauerei-chieminger-unterwirt-6632446.html
Nach unzähligen Besuchen im herrlichen Biergarten des "Unterwirt" (ich feierte dort seinerzeit meinen 50.) erfüllt uns der derzeitige Zustand mit Wehmut. Aber schaun mer mal, was die Brauerei Auer daraus macht.....
Besucht am 24.07.2016Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 36 EUR
Wieder einmal waren wir - nach 1987, 1988 und 1997 - in Seebruck. Die Wohnungen, die wir in den genannten Jahren nutzten, werden nicht mehr vermietet. Jedoch fanden wir "Ersatz" in der Traunsteiner Str.
Einige Schritte von unserer Wohnung entfernt befindet sich das "Dolce Vita", dessen Besuch uns von Einheimischen ans Herz gelegt wurde. Aufgrund der Nähe waren wir dreimal auf dessen Terrasse zum Chiemsee hin. Uns viel auf, dass die Straße, die am Lokal vorbeiführt, extrem stark befahren ist, besonders von LKW und Fast-Gigaliner mit Anhänger. Eine Begegnung von zwei derartiger Ungetüme auf der Alzbrücke entwickelt sich zum Verkehrsstau besonderer Art.
Wir hatten Lasagne (sehr gut) zu 8,90 und Rigatoni al forno zu 8,70. Dazu noch etliche Halbe Weißbier der Klosterbrauerei Baumburg aus Altenmarkt (schmeckt ausgezeichnet).
Bei einem späteren Besuch mussten wir die Minestrone reklamieren, denn Wasser und kaltes Gemüse war sicherlich nicht unser Fall. Wurde aber nicht auf die Rechnung gesetzt, und die als Ersatz georderte Pizza schmeckte super.
Schade, dass die Minestrone unseren sehr guten Gesamteindruck etwas trübte, aber ansonsten waren wir mit den übrigen georderten Speisen sehr zufrieden.
Wieder einmal waren wir - nach 1987, 1988 und 1997 - in Seebruck. Die Wohnungen, die wir in den genannten Jahren nutzten, werden nicht mehr vermietet. Jedoch fanden wir "Ersatz" in der Traunsteiner Str.
Einige Schritte von unserer Wohnung entfernt befindet sich das "Dolce Vita", dessen Besuch uns von Einheimischen ans Herz gelegt wurde. Aufgrund der Nähe waren wir dreimal auf dessen Terrasse zum Chiemsee hin. Uns viel auf, dass die Straße, die am Lokal vorbeiführt, extrem stark befahren ist, besonders... mehr lesen
Pizzeria DolceVita
Pizzeria DolceVita€-€€€Restaurant, Eiscafe, Pizzeria08667218Traunsteiner Straße 31, 83358 Seeon-Seebruck
4.0 stars -
"Sehr guter Italiener - Pizza und Pasta vorzüglich" Ehemalige UserWieder einmal waren wir - nach 1987, 1988 und 1997 - in Seebruck. Die Wohnungen, die wir in den genannten Jahren nutzten, werden nicht mehr vermietet. Jedoch fanden wir "Ersatz" in der Traunsteiner Str.
Einige Schritte von unserer Wohnung entfernt befindet sich das "Dolce Vita", dessen Besuch uns von Einheimischen ans Herz gelegt wurde. Aufgrund der Nähe waren wir dreimal auf dessen Terrasse zum Chiemsee hin. Uns viel auf, dass die Straße, die am Lokal vorbeiführt, extrem stark befahren ist, besonders
Geschrieben am 12.08.2016 2016-08-12| Aktualisiert am
12.08.2016
Besucht am 27.07.2016Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 40 EUR
Ein Besuch im Schnitzlbaumer in Traunstein gehörte zu unserem festen Programm, wenn wir im Chiemgau Urlaub machten. Von Ruhpolding aus konnte man die kostenlose Bahnverbindung (Bestandteil der Kurkarte) nutzen, von Seebruck aus den Bus (der mit 5,30 Euro pro Person für die einfache Fahrt jedoch überteuert ist).
Nach dem Übergang auf die neuen Eigentümer waren wir nicht allzu sehr angetan, denn die Küche hatte extrem nachgelassen. In diesem Jahr trauten wir uns jedoch trotzdem mal wieder rein und trafen uns dort mit Bekannten, die ebenfalls hier Urlaub machten.
Da das Wetter mitspielte, konnten wir die sehr schöne Terrasse mit Blick über die Dächer von Traunstein nutzen.
Wir hatten Brotzeitbrettl (9,50) mit Speck, div. Käsesorten, Kaminwurz´n, O´batzda mit Trebernbrot und Butter sowie Schweineschnitzel Wiener Art mit pommes (Seniorenportion zu 9,90). Beide Gerichte sahen appetitlich aus (ist nicht überall so) und schmeckten vorzüglich. Auch die anderen Essen, die an unsere Nachbartische gebracht wurden, wären nicht zu verachten gewesen.
Da wir mit dem Bus anreisten, konnten wir noch etliche der vorzüglichen "Schnitzei Weiße" genießen - klasse Weißbier!
Fazit: In den Schnitzlbaumer kann man wieder gehen - Preis, Leistung und Service stimmen. Und der Blick von der herrlichen Terrasse ist halt nicht zu überbieten.
Ein Besuch im Schnitzlbaumer in Traunstein gehörte zu unserem festen Programm, wenn wir im Chiemgau Urlaub machten. Von Ruhpolding aus konnte man die kostenlose Bahnverbindung (Bestandteil der Kurkarte) nutzen, von Seebruck aus den Bus (der mit 5,30 Euro pro Person für die einfache Fahrt jedoch überteuert ist).
Nach dem Übergang auf die neuen Eigentümer waren wir nicht allzu sehr angetan, denn die Küche hatte extrem nachgelassen. In diesem Jahr trauten wir uns jedoch trotzdem mal wieder rein und trafen uns dort... mehr lesen
4.0 stars -
"Nach kleiner "Durststrecke" Essen wieder gut wie früher" Ehemalige UserEin Besuch im Schnitzlbaumer in Traunstein gehörte zu unserem festen Programm, wenn wir im Chiemgau Urlaub machten. Von Ruhpolding aus konnte man die kostenlose Bahnverbindung (Bestandteil der Kurkarte) nutzen, von Seebruck aus den Bus (der mit 5,30 Euro pro Person für die einfache Fahrt jedoch überteuert ist).
Nach dem Übergang auf die neuen Eigentümer waren wir nicht allzu sehr angetan, denn die Küche hatte extrem nachgelassen. In diesem Jahr trauten wir uns jedoch trotzdem mal wieder rein und trafen uns dort
Geschrieben am 12.08.2016 2016-08-12| Aktualisiert am
12.08.2016
Besucht am 31.07.2016Besuchszeit: Mittagessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 42 EUR
Es ist schon Jahre her, dass wir mit unseren Kindern in den Ferien Richtung Süden aufbrachen, nach Portoroz, Lignano, Bibione oder Jesolo. Zur Mittagessenszeit kamen wir immer in Bernau am Chiemsee vorbei und freuten uns auf das Essen beim „Alten Wirt", nach Möglichkeit im Biergarten - ebenso bei der Rückfahrt, wenn es zeitlich passte.
Deshalb schauten wir dieses Jahr mal wieder anläßlich unseres Urlaubs am Chiemsee dort vorbei, um zu sehen, ob noch alles wie früher ist.
Das haben wir nicht bereut. Wir wählten zum einen das Mittagsmenue zu 17,50, welches aus Champignoncremesuppe, Sauerbraten mit Kartoffelklößen (hervorragend) und Biscuitstückchen mit Früchten bestand, zum anderen die Seniorenportion Schweinemedaillons mit Pfefferrahmsosse und hausgemachten Spätzle (zu 11,90). Beide Gerichte waren vorzüglich, der Sauerbraten butterzart, die Klöße super, die Medaillons noch leicht rosa und die Sossen dazu - ein Gedicht!
Leider mussten wir uns auf alkoholfreies Paulaner-Weißbier beschränken, da wir noch nach Seebruck zurückzufahren hatten. Ein gemeinsames (alkoholisches) Hacker-Pschorr-Weißbier vom Fass genehmigten wir uns trotzdem.
Der „Alte Wirt" ist also noch immer das, was er schon immer war: Eine gute Adresse zur Einkehr, gemütliche Gasträume und freundlicher Service. Wenn wir wieder in der Gegend sein werden, schauen wir gerne wieder dort vorbei.
Es ist schon Jahre her, dass wir mit unseren Kindern in den Ferien Richtung Süden aufbrachen, nach Portoroz, Lignano, Bibione oder Jesolo. Zur Mittagessenszeit kamen wir immer in Bernau am Chiemsee vorbei und freuten uns auf das Essen beim „Alten Wirt", nach Möglichkeit im Biergarten - ebenso bei der Rückfahrt, wenn es zeitlich passte.
Deshalb schauten wir dieses Jahr mal wieder anläßlich unseres Urlaubs am Chiemsee dort vorbei, um zu sehen, ob noch alles wie früher ist.
Das haben wir nicht bereut.... mehr lesen
Gasthof Alter Wirt
Gasthof Alter Wirt€-€€€Biergarten, Gasthof080519656990Kirchplatz 9, 83233 Bernau am Chiemsee
4.0 stars -
"Der "Alte Wirt" - gut wie eh und je" Ehemalige UserEs ist schon Jahre her, dass wir mit unseren Kindern in den Ferien Richtung Süden aufbrachen, nach Portoroz, Lignano, Bibione oder Jesolo. Zur Mittagessenszeit kamen wir immer in Bernau am Chiemsee vorbei und freuten uns auf das Essen beim „Alten Wirt", nach Möglichkeit im Biergarten - ebenso bei der Rückfahrt, wenn es zeitlich passte.
Deshalb schauten wir dieses Jahr mal wieder anläßlich unseres Urlaubs am Chiemsee dort vorbei, um zu sehen, ob noch alles wie früher ist.
Das haben wir nicht bereut.
Besucht am 07.08.2016Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 36 EUR
Die Weinstuben in unserer Umgebung werden langsam weniger. Allein im Nachbarort Rohrbach hat es in den letzten Jahren zwei renommierte Adressen erwischt. Nach der Weinstube Jede, die schon seit längerem geschlossen hat, wurde auch der Pachtvertrag der Weinstube Mandelpfad – einer meiner früheren Lieblingsadressen, da in unmittelbarer Nähe befindlich – nicht verlängert. Gott sei Dank befindet sich im nicht weit entfernten Örtchen Mühlhofen das Weingut von Harald Dyck, dessen urige Gaststube ich hier schon beschrieben habe. Hier kehren wir mit einer gewissen Regelmäßigkeit ein, liegt sie doch mit dem Fahrrad nur eine gute Viertelstunde entfernt und bietet eine anständige Pfälzer Küche zu den leckeren Bio-Weinen.
Wie viele andere Weinstuben auch, haben die Dycks nur von Donnerstag bis Sonntag geöffnet. Eine kleine Radtour sollte uns am letzten Sonntagabend mal wieder dort vorbeiführen. Eine Woche vorher tobte ja in Mühlhofen der Bär beim alljährlichen Top-Event, dem überregional bekannten Weinfest in den Winzerhöfen. Als wir nun vor dem verschlossenen Holztor standen und die Worte „kleine Sommerpause“ auf dem daran festgemachten Zettel lasen, war uns klar, dass sich die Winzerfamilie eine wohlverdiente Auszeit nach dem Weinfest gegönnt hatte. Unser Speiseziel musste kurzerhand umdisponiert werden.
Mir kam sofort der „Schneiderfritz“, direkt an der Billigheimer Hauptstraße gelegen und keine fünf Minuten Fahrzeit entfernt, in den Sinn. Auch das ein alteingesessenes Familienunternehmen, das neben dem Weingut, eine rustikale Weinstube unterhält. Diese ist allerdings nur am Wochenende geöffnet. Es war an diesem Sonntagabend schon kurz nach acht Uhr als wir zum ersten Mal den gut gefüllten Innenhof der Weinwirtschaft Scheiderfritz betraten. Bis auf einen Tisch war alles belegt. Dieser war noch nicht abgeräumt, was mich dazu veranlasste in die Gaststube zu gehen, um dort beim Service nachzufragen, ob denn draußen noch Platz wäre. Der etwas konfus wirkende junge Mann wusste es anfänglich selbst nicht so genau, gab aber nach Rückfrage grünes Licht.
Was gibt es Schöneres als an einem warmen Sommerabend in einem idyllischen Innenhof zu sitzen? Neben uns plätscherte ein kleiner Brunnen, die große Gesellschaft am Nachbartisch brachte ordentlich Leben ins Lokal. Die restlichen Gäste – vornehmlich Pärchen – saßen verstreut um dieses muntere Treiben. Man reichte uns die Speisen- und Getränkekarten. Angenehm überrascht war ich von der recht großen Auswahl an Aperitifen, was für eine Weinstube eher ungewöhnlich ist. Da lässt es sich doch mit einem Sekt-Holunder (0,1 l für 3,90 Euro), ein mit Riesling-Sekt aufgefüllter Sirup, gut reinkommen. Die obligatorische Flasche Mineralwasser (Gerolsteiner Classic für 3,90 Euro die 0,75 l Flasche) und eine erfrischende Rieslingschorle (der Schoppen für ebenfalls 3,90 Euro) bildeten die Flüssigkeitsgrundlage dieses Abends. Klar war Versuchung groß, ein oder zwei Gläschen von den gutseigenen Weinen – vor allem die der „Schwarzen Linie“, welche die Qualitätsspitze darstellte – zu probieren. Besonders die Weißburgunder Spätlese aus der Billigheimer Lage „Venusbuckel“ hätte ich gerne probiert. Aber Wein und Radfahren verträgt sich eben nur in geringer Dosierung, weshalb ich mich in Verzicht übte.
Die Speisenauswahl bietet den gängigen Weinstubenstandard unserer Region. Die typische Fleischlast bei der gutbürgerlichen Hausmannskost, daneben ein paar Pfälzer Alltime-Classics. Von der knappen Handvoll an Vorspeisen fielen lediglich die Reh-Cannelloni an Blattsalat (10,50 Euro) etwas aus dem üblichen kulinarischen Rahmen. Der Vegetarier greift dann wohl zu den „Crespelles“ (13,80 Euro), den mit Blattspinat und Frischkäse gefüllten Pfannkuchen, die zusätzlich noch mit Käse überbacken werden. Mir fiel auf, dass bei der Preispolitik etwas die klare Linie fehlte. Wenn ein ordinärer Wurstsalat mit Pommes frites genauso viel kostet wie ein Schweinerückensteak mit derselben Beilage und einem zusätzlichen Salat vom Büffet, nämlich 12,80 Euro, dann wundert man sich schon.
Auf der Tafel vor dem Haus wurde ich schon bei der Ankunft auf den Sonntagsbraten hingewiesen. Der befand sich auch in der Karte und wurde dort mit Burgunderbraten vom Schweinekamm (13,80 Euro) bezeichnet. Dieser Braten wurde angeblich stundenlang im Spätburgunder geschmort und mit Spätzle und Salat angeboten. Das roch ja förmlich schon nach einer delikaten Soße klassischer Prägung. Ich fragte nach, ob denn noch was von dem Braten übrig sei, immerhin hätten wir ja Sonntagabend und der Andrang war ja scheinbar beträchtlich. Der etwas verwirrt wirkende Service-Novize sagte, er würde sofort Bescheid geben, wenn es zu einem Engpass im Bratenbereich kommen würde. Und ja, er gab Bescheid. Wenn auch nicht sofort. Lediglich eine Portion wäre noch im burgunderfähigen Zustand. Die Frau an meiner Seite, die sich nicht minder auf das deftige Fleischgericht freute, switchte kurzerhand um, noch ehe ich auch nur in Reichweite einer Cordon-Bleu-Alternative geriet. Die Salatplatte mit gebratenen Pfifferlingen (12,50 Euro) wurde schlicht mit Essig und Öl anstatt mit Joghurtdressing geordert. Gut, Pfifferlinge stellen nicht gerade die preisgünstigste Zutat eines Salates dar, aber 12,50 Euro war schon eine Ansage. Wir waren gespannt, was der Aushilfskellner uns wohl bringen würde.
Das mit dem Salatholen vom Büffet verriet mir unsere Bedienung erst nach dem Verzehr meines Hauptganges, als ich auf den fehlenden Salat hinwies. Nun gut, vieles lässt sich ja auch in der Pfalz mit einem Schnäpschen aufs Haus regeln. In meinem Falle war es ein Obstbrand der Marke Williams Christ. Doch der Reihe nach. Die kleinen Bratenscheiben kamen in kräftig dunkler Soße schwimmend auf den Tisch. In einem extra Schälchen, die noch leicht wässrigen Spätzle. Die Soße war wundervoll breit und voluminös am Gaumen. Sie hatte bei all ihrer Würze noch diese subtilen Röstaromen, die mit einer leichten Rotweinnote im Abgang zu einem ausgewogenen Mundgefühl führten.
Ganz anders leider das Bratenfleisch selbst. Es stand wohl zur Mittagszeit in seinem texturellen und geschmacklichen Zenit. Am Abend war es leider schon zu trocken und hatte viel Aroma eingebüßt. Aber das hatte ich im Vorfeld meiner Bestellung schon geahnt, weshalb das keine Kritik an der Zubereitung sein soll. Die Spätzle hätte man dagegen etwas sorgsamer abgießen können. Meine Begleitung war mit ihrem Salat sehr zufrieden. Die Pfifferlinge waren kurz angebraten, hatten eine gute Qualität und sorgten mit anständigem Pilzgeschmack für würzige Akzente. Die etwas ausgefallene Kombination von Staudensellerie und Erdnüssen trug zusätzlich zu einem in sich stimmigen Geschmacksbild bei.
Mittlerweile waren wir die einzigen verbliebenen Gäste im Hof. Der an diesem Tag scheinbar völlig überforderte Servierjüngling dachte gar nicht daran, auch nur einen Tisch abzuräumen. So saßen wir sicherlich über eine Stunde mit Blick auf halbleere Gläser und entleerte Wasser- bzw. Bierflaschen. Aber das ist der Preis, den man bei Aushilfskräften häufig zahlt. Und viele Gastronomen sind froh, dass sie überhaupt jemanden haben. In etlichen Restaurants, die ich in letzter Zeit besucht habe, waren Mitarbeiter im Service dringend gesucht.
Dass dann auch noch mein Hauptgericht doppelt gebongt auf meiner Rechnung erschien, bestätigte meinen Eindruck von der nicht vorhandenen Professionalität im Service-Bereich, die jedoch mit ehrlicher Freundlichkeit und jugendlicher Lockerheit ganz gut aufgefangen wurde. Wenn eine Bedienung, die erst 4 Wochen diesen Job aushilfsweise macht, an einem stressigen Sonntag mit großem Andrang gegen Ende hin die Übersicht verliert, so ist das durchaus nachvollziehbar und nicht weiter tragisch. Vorausgesetzt sie steht zu ihren Fehlern und geht konstruktiv damit um. Auf einen zweiten Schnaps aufs Haus (wegen der falschen Rechnung) habe ich dann natürlich nicht bestanden und habe rundum gut gesättigt per Fahrrad den Heimweg angetreten.
Die Weinstuben in unserer Umgebung werden langsam weniger. Allein im Nachbarort Rohrbach hat es in den letzten Jahren zwei renommierte Adressen erwischt. Nach der Weinstube Jede, die schon seit längerem geschlossen hat, wurde auch der Pachtvertrag der Weinstube Mandelpfad – einer meiner früheren Lieblingsadressen, da in unmittelbarer Nähe befindlich – nicht verlängert. Gott sei Dank befindet sich im nicht weit entfernten Örtchen Mühlhofen das Weingut von Harald Dyck, dessen urige Gaststube ich hier schon beschrieben habe. Hier kehren wir mit... mehr lesen
3.0 stars -
"Wochenend-Weinwirtschaft mit verlässlicher Küchenleistung und leckeren gutseigenen Weinen" Ehemalige UserDie Weinstuben in unserer Umgebung werden langsam weniger. Allein im Nachbarort Rohrbach hat es in den letzten Jahren zwei renommierte Adressen erwischt. Nach der Weinstube Jede, die schon seit längerem geschlossen hat, wurde auch der Pachtvertrag der Weinstube Mandelpfad – einer meiner früheren Lieblingsadressen, da in unmittelbarer Nähe befindlich – nicht verlängert. Gott sei Dank befindet sich im nicht weit entfernten Örtchen Mühlhofen das Weingut von Harald Dyck, dessen urige Gaststube ich hier schon beschrieben habe. Hier kehren wir mit
Besucht am 06.08.2016Besuchszeit: Abendessen 2 Personen
Rechnungsbetrag: 49 EUR
Manchmal ist es sogar von Vorteil, wenn man die Rezensionen von Kollegen im Vorfeld eines Besuches gar nicht gelesen hat. Man ist im Kopf ein wenig freier und in der Urteilsfähigkeit in keinster Weise „vorgeschädigt“. Umso bestätigender dann, wenn man im Nachhinein liest, wie andere in etwa die gleichen Erfahrungen vor Ort machten, wie man selbst. So geschehen letzten Samstag beim Haardter Winzer, einem ambitioniert geführten Neustadter Weinrestaurant, das von meinem daueressenden Gastroguide-Kollegen aus der Quadratmetropole am Rhein im August letzten Jahres besucht, gewogen und für zu leicht befunden wurde.
Da es ein Spontanbesuch nach einer ausgiebigen Rundwanderung (Neustadt – Wolfsburg – Weinbiet – Neustadt) war, wir parkten auf dem „Wanderparkplatz“ quasi direkt vor dem Lokal, hatte ich keine Vorinformationen eingeholt. Lediglich der Name „Haardter Winzer“ klebte mir aufgrund eines Artikels im „Pfälzer Restaurantführer“ am hinteren Bereich des Gaumens fest. Für mich also ein bis dato weißer Fleck in der gastronomischen Landkarte Neustadts und Umgebung.
Als wir kurz vor 18 Uhr, der offiziellen Öffnungszeit, die lauschige Weinterrasse vor dem ehrwürdigen Klinkerbau am Fuße des Haardtrandes betraten, wurden noch fleißig Tische eingedeckt und Reservierungsschilder von Tisch A zu B und zurück geschoben. Die Tochter (?) der Inhaberin Ulrike Paul, Frau Theresa Moser, hatte an diesem Abend alle Hände voll zu tun, um den Überblick zu bewahren. Ihre beiden Gehilfinnen, die noch ein wenig Zeit zur Volljährigkeit hatten, mussten erst mal instruiert werden. Wir fragten höflich nach, ob denn noch Plätze frei wären und rechneten eigentlich mit einem mitleidigen Kopfschütteln, nachdem wir den Offenbarungseid in puncto Reservierung leisteten. Die Juniorchefin schaute in ihrem dicken Kalender für Voranmeldungen nach und siehe da, uns wurde ein ziemlich zentral gelegener Platz inmitten der wunderschön angelegten Terrasse zugewiesen.
Dann war zunächst großes Schirmaufspannen angesagt, denn die Abendsonne knallte noch heftig. Binnen einer halben Stunde füllte sich der Außenbereich zusehends. So manches ältere Pärchen nutzte die Verwirrung der Aushilfskräfte schamlos aus und setzte sich ungeniert auf bereits reservierte Plätze. Dieses „Haardter-Winzer-Chaos“ wurde erst durch die Serviceleiterin souverän gemeistert, indem sie den (völlig zu Unrecht) verärgerten Senioren auf freundlich dezidierte Art und Weise mitteilte, dass für sie hier leider kein Stuhl mehr frei ist. Freundlich, aber bestimmend, so trat sie an diesem Abend des Öfteren auf. Musste sie wahrscheinlich auch, denn ihre beiden Service-Rookies bedurften ihrer führenden Hand. Unterstützt wurde sie von einem jungen Mann, der vornehmlich hinter dem Tresen für gefüllte Gläser sorgte, aber sich dann und wann auch als Bedienung hervortat.
Unser erster Eindruck von diesem jungen Team: die geben sich richtig Mühe. Zudem macht der mediterran angelegte Weingarten einen sehr gepflegten Eindruck und vermittelt regelrecht Urlaubsgefühle. Der Besuch der Sanitäranlagen glich einer Wohltat. Die waren einfach von der Sauberkeit und ihrem Erscheinungsbild her kaum zu toppen. Die vom „Monnemer“ bereits erwähnten Stoffhandtücher findet man bei dieser Art von Gastronomie auch nicht an jeder Ecke. Da macht man schon mal vieles richtig und schafft so die Grundlage für ein Wohlgefühl beim Gast.
Ich schaute mich im Inneren des Lokals ein wenig um und staunte nicht schlecht über die geradlinig schicke Einrichtung der distinguiert wirkenden Räumlichkeiten. Dunkles Holzmobiliar, sparsam eingesetzte Deko auf den Tischen, raumteilende Elemente, dezente Strahlerleuchten an der Decke, ein Spiegel mit Goldrahmen als Blickfang. Bei der Einrichtung wurde scheinbar sehr viel Wert auf Stil gelegt. Dass dies leider etwas zu Lasten der Gemütlichkeit geht, möchte ich an dieser Stelle nicht verschweigen.
Doch wir saßen draußen und machten es uns so gemütlich wie es nur ging, denn der große Andrang hinterließ so manche olfaktorische Beeinträchtigung. Direkt neben uns saß eine Gruppe älterer Herrschaften, unter denen eine Dame am Tisch brutal eingedulft vor sich hin stank, dass einem ihre Überdosis „Eau de Provocateur“, einem wirklich fies in der Nase stechenden „Nuttendiesel“, fast schon das Essen versaute. Und ja, wir saßen nun mal unter freiem Himmel und da darf selbstverständlich geraucht werden. Aber in Verbindung mit solch ekelhaften Nebendüften, war auch dieser nur schwerlich zu ertragen.
Die abwechslungsreiche und dennoch sehr kompakte Speisenkarte offenbarte ein völlig ausreichendes Angebot an Leckereien. Ein halbes Dutzend Vorspeisen, um die 10 Hauptgerichte und ein paar Desserts, das war’s. Das Ganze mit Bedacht zusammengestellt, so dass die verschiedensten Geschmäcker bedient werden. Die Karte las sich auffallend saisonal und strotzte demnach nur so vor leichten Sommergerichten. Die Preise lagen im „Normbereich“ besserer Pfälzer Landhausküche. Das Argentinische Rib Eye Steak mit mediterranem Gemüse und einem Kartoffelspieß (sah gut aus!) markierte mit 21,90 Euro das teuerste Gericht auf der Karte. Schön, dass auch ein Pfalzklassiker früherer Tage, die gebratene Dosenbratwurst mit Spiegelei und Bratkartoffeln (inkl. Salat für faire 11,90 Euro) die Freunde kulinarischer Nostalgie bedient. Doch die eigentliche Besonderheit im „Haardter Winzer“ ist der kulinarische Einfluss Österreichs, der sich in Form von Pongauer Spinatknödeln, Salzburger Zwiebelrostbraten und Wiener Kalbsschnitzel in der Karte widerspiegelt.
Dieser Einfluss setzt sich selbst bei der Weinkarte fort. Mit dem Grünen Veltliner und dem Zweigelt sind gleich zwei Weine aus Niederösterreich darauf vertreten. Bei den offenen Weißweinen setzt man ganz auf die Qualitäten aus der unmittelbaren Haardter Nachbarschaft, während die glasweise ausgeschenkten Rotweine hauptsächlich vom Weingut Castel Peter aus Bad Dürkheim und vom Weingut Jürgen Heußler aus Rhodt u. d. Rietburg stammen. Preislich oszillieren die Preise fürs Viertel zwischen 3,40 Euro und 6,90 Euro, was bei dem Gebotenen auch völlig ok geht. Daneben sorgt eine nette Auswahl an Aperitifen (Winzersekt in diversen Variationen, Campari, Sherry, Martini, Gin Tonic) für einen gelungenen Auftakt.
Den hatten wir in Form von einer Minestrone (5,90 Euro), die es auch als Mini-Portion in der Espressotasse gab sowie einem kleinen Vorspeisensalat mit leckerer Mango-Vinaigrette, gerösteten Kernen und Croutons (3,90 Euro). Geordert hatte ich ja eigentlich die kleinere Suppenvariante, was wahrscheinlich fehlerhaft vom Service notiert bzw. weitergegeben wurde. Nicht schlimm, denn die „Normalversion“ war von der Menge her auch recht überschaubar. Schade nur, dass sie zu viel Salzwürze abbekommen hatte. Dadurch wurden die darin schwimmenden, frischen Gemüseschnipsel (Zucchini, Karotten, etc.) zu geschmacksneutralen Nebendarstellern degradiert. Durch die etwas zu lange gekochten, leicht matschigen Reisnudeln konnte ich diesen „Gruß aus Italien“ nur schwerlich erwidern. Und ehrlich gesagt erschienen mir knappe 6 Euro für das Gebotene schon etwas hochgegriffen. Da habe ich im Hubertushof zu Ilbesheim für das gleiche Geld aber eine wesentlich raffinierter zubereitete Minestrone gegessen.
Der kleine Salat meiner Begleitung sah anständig aus und ich freute mich, dass mein Hauptgang, das Wiener Kalbsschnitzel mit Pommes frites und Preiselbeeren (18,90 Euro), auch einen solchen beinhaltete. Die Dame an meinem Tisch bestellte den Haardter Winzer Wrap, der mit Fetakäse, Gurke, Tomaten und knusprigem Bacon gefüllt war (10,90 Euro). Trotz des Großbetriebs am Samstagabend waren die Wartezeiten für das Essen absolut im Rahmen. Der Service zeigte sich sehr bemüht und kümmerte sich rührend um das „junge“ Gastgemüse (tatsächlich alle unter 100!).
Was meine Suppe an Würze zu viel abbekam, hatten meine beiden Schnitzelchen (jedes von ihnen geschätzte 100 Gramm) zu wenig erhalten. Sie kamen zwar traumhaft zart geklopft auf den Teller und waren in einer Pfanne voll guter Butter (oder Butterschmalz) gebraten, konnten aber geschmacklich nicht so recht überzeugen, da gerade bei diesem Gericht der richtig dosierte Einsatz von Salz und Pfeffer vor dem Panieren eine große Rolle spielt. Das sind sicherlich Kleinigkeiten, die aber später ihre Wirkung nicht verfehlen. Und bei einem Gericht knapp unter der 20-Euro-Grenze sollte das, was vor einem liegt, dem ambitionierten Preisanspruch auch Rechnung tragen. Übrigens, auch meinen kleinen Beilagensalat hätte ich mir etwas knackiger und frischer gewünscht.
Der Teller mit den beiden aufrecht stehenden Wraps wirkte auf mich etwas uninspiriert und meine Begleitung ärgerte sich auch ein wenig, dass sie nicht die Basilikum-Gnocchi mit Tomaten und Büffelmozzarella (11,90 Euro) gewählt hatte. Die machten, zumindest vom äußeren Erscheinungsbild zu urteilen, deutlich mehr her.
Als begleitende Weine entschieden wir uns für den Grünen Veltliner sowie die weiße Cuvée Fleur vom Haardter Traditionsweingut Weegmüller (beide um die 3 Euro fürs Achtel). Beides anständige Vertreter der Gattung Sommerwein und sehr gut trinkbar. Für die Flasche Mineralwasser (0,7 l) wurden 3,50 Euro berechnet, was ebenfalls ein „Normalpreis“ in dieser Restaurantkategorie darstellt. Der kleine Fehler, der sich in unsere Rechnung einschlich – der Aperitif „Erdbeer-Royal“ vom Nachbartisch befand sich irrtümlicherweise darauf – wurde ohne viel Aufhebens sofort korrigiert.
Schade, dass unter den wirklich guten Rahmenbedingungen (Ambiente, Service, kulinarische Ausrichtung) das Wichtigste, nämlich die geschmackliche Substanz der Gerichte auf dem Teller nicht ganz mithalten konnte. Das schmeckte teilweise recht ideenlos und langweilig. Natürlich hat der „Haardter Winzer“ einen Namen in der Region und viele Touristen finden gerne den Weg hier her. Aber etwas mehr sollte der Gast für sein Geld schon bekommen. Im gar nicht so weit entfernten Örtchen Gimmeldingen klappt das ja auch.
Manchmal ist es sogar von Vorteil, wenn man die Rezensionen von Kollegen im Vorfeld eines Besuches gar nicht gelesen hat. Man ist im Kopf ein wenig freier und in der Urteilsfähigkeit in keinster Weise „vorgeschädigt“. Umso bestätigender dann, wenn man im Nachhinein liest, wie andere in etwa die gleichen Erfahrungen vor Ort machten, wie man selbst. So geschehen letzten Samstag beim Haardter Winzer, einem ambitioniert geführten Neustadter Weinrestaurant, das von meinem daueressenden Gastroguide-Kollegen aus der Quadratmetropole am Rhein im August... mehr lesen
Haardter Winzer - La Cucina Mediterranea
Haardter Winzer - La Cucina Mediterranea€-€€€Restaurant, Ausflugsziel06321 9545008Mandelring 7, 67433 Neustadt an der Weinstraße
3.0 stars -
"Schickes Weinrestaurant mit einem ungewöhnlichen Küchenmix, dem es etwas an kulinarischer Substanz und Finesse fehlte" Ehemalige UserManchmal ist es sogar von Vorteil, wenn man die Rezensionen von Kollegen im Vorfeld eines Besuches gar nicht gelesen hat. Man ist im Kopf ein wenig freier und in der Urteilsfähigkeit in keinster Weise „vorgeschädigt“. Umso bestätigender dann, wenn man im Nachhinein liest, wie andere in etwa die gleichen Erfahrungen vor Ort machten, wie man selbst. So geschehen letzten Samstag beim Haardter Winzer, einem ambitioniert geführten Neustadter Weinrestaurant, das von meinem daueressenden Gastroguide-Kollegen aus der Quadratmetropole am Rhein im August
Leider hat das Restaurant des Seehotels Wassermann nur noch für Hotelgäste geöffnet. Ist zwar schade, aber wenn der Inhaber meint, damit besser zu fahren, ist das wohl seine Angelegenheit.
Leider hat das Restaurant des Seehotels Wassermann nur noch für Hotelgäste geöffnet. Ist zwar schade, aber wenn der Inhaber meint, damit besser zu fahren, ist das wohl seine Angelegenheit.
stars -
"Restaurant nur noch für Hotelgäste geöffnet" Ehemalige UserLeider hat das Restaurant des Seehotels Wassermann nur noch für Hotelgäste geöffnet. Ist zwar schade, aber wenn der Inhaber meint, damit besser zu fahren, ist das wohl seine Angelegenheit.
Besucht am 06.08.2016Besuchszeit: Abendessen 4 Personen
Rechnungsbetrag: 71 EUR
Allgemeines
Unser Wochenendbesuch bei langjährigen Freunden in Hagen findet traditionell am Samstagabend mit einem Abstecher ins Casino Hohensyburg seinen krönenden Höhepunkt. Der Hunger, der sich logischerweise abends einstellt, wird vorher unterwegs in einem Restaurant, das die Freunde aussuchen, gestillt.
In diesem Jahr fiel die Wahl auf das Restaurant Zum Würzburger. Für uns Neuland, die Freunde waren schon einmal dort eingekehrt.
Auf dem wirklich großen öffentlichen Parkplatz, der sich an der gegenüberliegenden Straßenseite befindet und mit der Parkscheibe für zwei Stunden kostenloses Parken genehmigt, ergatterten wir den letzten freien Parkplatz. Bei der Überquerung der Straße zu Fuß ist Vorsicht und zügiges Tempo geboten. Da diese sehr breit ist, kommen die Autos von rechts und links gerne mit überhöhter Geschwindigkeit angerauscht.
Der Service
Klugerweise hatten wir am frühen Nachmittag noch schnell telefonisch einen Tisch für vier Personen bestellt, denn bei unserem Eintreten in das Restaurant gegen 19.30 Uhr war gerade noch der für uns reservierte Tisch frei. Zu diesem wurden wir von einer reizenden jungen Dame mit freundlichem Lächeln geführt und herzlich willkommen geheißen.
Sie kümmerte sich gut gelaunt während unseres Aufenthaltes um uns, war immer aufmerksam um unser Wohl besorgt und konnte diverse Fragen zu den Speisen bestens beantworten. Ich glaube aber dennoch nicht, dass sie ursprünglich vom Fach war, aber man merkte ihr deutlich an, dass ihr der Job Spaß machte.
Die gewünschten Getränke wurden nach der Bestellung zügig und gut gekühlt serviert. Als da wären: Veltins Pils (0,3 l, 2,50 €), Erdinger alkoholfreies Weizen (0,5 l, stolze 4,- €) Coca-Cola (0,3 l, 2,50 €).
Getränkenachschub wurde rechtzeitig erfragt und prompt geliefert. Die Zufriedenheit und auch ob es uns schmeckt, wurde während des Essens mehrmals nachgefragt. Und auch meine Frage, was denn eigentlich Potthacke ist, konnte sie mit einem gewinnenden Lächeln einwandfrei erklären. Auch wurden alle Gerichte gleichzeitig serviert, was ja leider auch nicht immer selbstverständlich ist.
Eine wirklich sympathische, adrette, nette junge Frau, deren Art und Weise, wie sie ihren Job versteht und ausführt, uns bestens gefallen hat.
5 GG-Sterne vergebe ich hier gerne.
Das Essen
Bei dem Namen Würzburger hätte ich eigentlich völlig überrascht fränkische Küche assoziiert. Dem war aber nicht so, aber immerhin wurde das Hauptaugenmerk bei den Speisen auf Westfälische Gerichte gelegt, was sich auch in teilweise mir unbekannten Bezeichnungen in der Speisekarte ausdrückte. Selbstverständlich gab es auch internationale Gerichte, und an einem Grill-Buffet All-you-can-eat hätte man sich auch laben bzw. vollfressen können. Wir entschieden uns für Gerichte aus der Abteilung Westfälische Küche.
Die Herren der Schöpfung favorisierten schnell den Sauerländer Liebling (18,90 €). Ein Pfeffersteak, frisch vom Grill mit echter Madagaskar-Pfefferrahmsauce, Potthacke und Speckbohnen. Da ich nicht wusste, was Potthacke ist, bat ich um Aufklärung bei der Bestellung. (Siehe unter Service). Für alle Nichtwestfalen die Erklärung von mir in der Hoffnung, dass ich es mir auch richtig gemerkt habe: Eine Kartoffelmasse wird in einer Form im Ofen gebacken, dann in Scheiben geschnitten und diese Scheiben werden, bevor sie auf dem Teller landen, noch mal in einer Pfanne gebraten. Alles klar, der Bestellung stand nichts mehr im Wege.
Mein Schätzchen entschied sich für die Hagener Gasthauspfanne (13,90 €), bestehend aus kleinen Steaks vom Rind, Schwein, Huhn, gebackenen Zwiebeln, Kräutercreme, Salat und Pommes.
Die Freundin fand an einem Märkischen Krüstchen (11,90 €), ihren Gefallen. Ein kleines Schweineschnitzel mit Rahmsauce, frischen Champignons, einem Spiegelei sowie Pommes und Salat.
Beide Frauen wählten nach der Aufklärung, was Potthacke ist, auch die selbige anstelle der Pommes.
Bei den Gerichten unserer besseren Hälften wurden aufgrund eines Gutscheins, den unser Freund aus der Tageszeitung ausgeschnitten hatte, jeweils acht Euro auf der Rechnung abgezogen.
Nach kurzer Zeit wurde ein kleiner Gruß aus der Küche gebracht, nämlich auf einem Teller eine hausgemachte Kräutercreme in einem Töpfchen sowie 7 Scheiben frisches Baguette. Dazu für jeden ein kleines Tellerchen mit einem kleinen Messer. Die Kräutercreme hatte einen spitzenmäßigen Geschmack. Allein davon hätte ich mich mit den Baguettescheiben schon satt essen können. Guter Auftakt.
Als dann nach einer angenehmen Wartezeit der Teller mit meinem Sauerländer Liebling vor mir stand, fiel mir ein, dass ich ja ganz vergessen hatte meinen gewünschten Gargrad für das Pfeffersteak bei der Bestellung anzugeben. Gespannt schnitt ich sofort mal ein Stück ab. Und was soll ich sagen: Perfekt getroffen. Das Fleisch super Zar. Das dazu gereichte Steakmesser flutschte federleicht durchs Fleisch und auch die Kauwerkzeuge wurden geschont. Die Würzung war perfekt. Die restliche Kräutercreme, die noch vom Gruß auf dem Tisch stand, verfeinerte den Geschmack des Fleisches sogar noch etwas. Die Speckbohnen waren gut im Biss und Geschmack, die Sauce sparsam, aber perfekt. Die Potthacke war nicht schlecht, ich hab sie auch aufgegessen, aber ob, ich sie unbedingt noch mal als Beilage bestellen muss? Kann sein oder auch nicht. Pfeffersteak Sauerländer Liebling
Das krasse Gegenstück zu meinem auch optisch ansprechenden Teller war die Gasthauspfanne für meine Gattin. In einer heißen Pfanne, die deshalb auf einem kalten Unterteller stand, waren die einzelnen Komponenten überdimensioniert und optisch wirklich nicht perfekt angerichtet. Es wird aus der Pfanne gegessen, aber man hat kaum Platz zum Schneiden in der überladenen Pfanne. Dem Geschmack tat dies aber keinen Abbruch. Die Steaks zart, gut gewürzt, die Zwiebeln ordentlich gebraten und auch die Potthacke fanden Schätzchens Zustimmung. Aus ihrer und auch meiner Sicht völlig überflüssig war aber die halbe mit der Kräutercreme geröstete Baguettescheibe. Schon allein aus Platzgründen hätte man die sich sparen können. Sie wurde auch nicht angerührt, da die Sättigung ob der großen Portion auch so schon fast überschritten war. Dies führt leider zu einem kleinen Abzug bei Bewertung. Hagener Gasthauspfanne
Vom Märkischen Krüstchen der Freundin konnte ich leider kein Foto machen, und so bleibt zu konstatieren, dass sie rundum zufrieden mit ihrer Wahl war. Aber auch ihr war die Portion etwas zu groß.
Querbeet durch unsere Gerichte komme ich dennoch auf 4 GG-Sterne.
Das Ambiente
Zum Ambiente will ich mich gar nicht groß auslassen. Wir fanden es in Ordnung. Gut zu sehen ist alles auf der lobenswerter Weise aktuell gehaltenen Website des Restaurants.
Die Sauberkeit
Nichts zu bemängeln. Zu den sauberen Toiletten geht man durch eine Tür, dann muss man einige Treppenstufen nach unten bezwingen. Da auch der Eingang ins Restaurant nur über ein paar Stufen zu erreichen ist, denke ich mal, dass Gehandicapte Probleme bekommen könnten und diese Location für sie eher ungeeignet ist.
Mein Fazit
Trotz proppenvollem Haus wurden wir bestens und super freundlich bedient. Die Wartezeiten aufs Essen waren angemessen. Das Essen zumindest geschmacklich sehr gut. An der optischen Präsentation der Speisen auf dem Teller könnte man noch etwas verbessern. Auf alle Fälle eine eindeutige Empfehlung von mir. Sollten die Freunde uns wieder mal dort hin führen, gehen wir gerne mit.
Allgemeines
Unser Wochenendbesuch bei langjährigen Freunden in Hagen findet traditionell am Samstagabend mit einem Abstecher ins Casino Hohensyburg seinen krönenden Höhepunkt. Der Hunger, der sich logischerweise abends einstellt, wird vorher unterwegs in einem Restaurant, das die Freunde aussuchen, gestillt.
In diesem Jahr fiel die Wahl auf das Restaurant Zum Würzburger. Für uns Neuland, die Freunde waren schon einmal dort eingekehrt.
Auf dem wirklich großen öffentlichen Parkplatz, der sich an der gegenüberliegenden Straßenseite befindet und mit der Parkscheibe für zwei Stunden kostenloses... mehr lesen
Zum Würzburger
Zum Würzburger€-€€€Restaurant, Catering, Partyservice02331953484Feithstr. 91, 58095 Hagen
4.0 stars -
"Durchaus empfehlenswert, auch bei Hochbetrieb!" Ehemalige UserAllgemeines
Unser Wochenendbesuch bei langjährigen Freunden in Hagen findet traditionell am Samstagabend mit einem Abstecher ins Casino Hohensyburg seinen krönenden Höhepunkt. Der Hunger, der sich logischerweise abends einstellt, wird vorher unterwegs in einem Restaurant, das die Freunde aussuchen, gestillt.
In diesem Jahr fiel die Wahl auf das Restaurant Zum Würzburger. Für uns Neuland, die Freunde waren schon einmal dort eingekehrt.
Auf dem wirklich großen öffentlichen Parkplatz, der sich an der gegenüberliegenden Straßenseite befindet und mit der Parkscheibe für zwei Stunden kostenloses
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Allgemein
Bei Kaiserwetter verabredeten wir uns am Sonntagmorgen mit einer Schwester meiner Frau und deren Mann zu einer gemeinsamen Radtour ins Hessische, um dann nach bewusst gefahrenen Umwegen zwecks mehr Kilometern zur Mittagszeit im Restaurant Toscana in Großkrotzenburg einzukehren. Der Grund war, dass die beiden schon eine Woche vorher zum Mittagessen mit ihrem Schlemmerblock dort waren und uns einen hohen Zufriedenheitsgrad mitteilten.
Da wir ja auch im Besitz eines Schlemmerblocks sind und auch schon öfter mit dem Rad dort vorbeigefahren, aber noch niemals dort einkehrten, waren wir neugierig geworden. So partizipierten die beiden nochmal, da unser Coupon auch für 4:2 galt. Also die zwei preisgünstigsten von vier Essen gratis.
Wenn man mit dem Auto, die Hauptstraße entlang fährt, biegt man in der Ortsmitte in Richtung Main ab und sieht nach ca. 150 m linkerhand das Restaurant Toscana. Parken ist dann in den umliegenden Straßen möglich. Einen eigenen Parkplatz hat das Restaurant nicht.
Wir kamen mit dem Fahrrad aus der Richtung Krotzeburger Badesee, Kreuzburg-Gymnasium, am Bahnhof durch die Unterführung, geradeaus über die Hauptstraße und stellten unsere Drahtesel am Fahrradständer im Sommergarten des Restaurants ab.
Der Service
So kurz vor eins war schon einiger Betrieb in Gang. Wir fanden aber unter den zahlreichen Sonnenschirmen im Sommergarten noch einen schön im Schatten stehenden 4er-Tisch und nahmen den direkt in Beschlag.
Einer von zwei Kellnern in schwarzer Hose und weißem Hemd begrüßte uns kurz darauf freundlich und reichte uns die Speisekarten. Er ließ uns reichlich Zeit, das üppige Angebot zu durchforsten und fragte dann erstmal nur die Getränke ab. Ein alkoholfreies Weizen (3,- €) aus der Brauerei Glaab in Seligenstadt für meine Begleitung, einen Montepulciano (0,25 l, 4,20 €) sowie ein kleines San Pellegrino (0,25 l, 1,70 €) für ihre Schwester. Der Schwager zog ein Pils vom Fass (Glaab 0,4 l, 2,50 €) vor. Meine Wenigkeit bestellte ebenfalls von der Brauerei Glaab ein kellertrübes Urbräu (0,4 l2,50 €), ebenfalls vom Fass.
Die Biere waren gut gekühlt und mit schöner Krone gezapft. Der Montepulciano war wohl temperiert, das gut kalte SP Fläschchen wurde am Tisch geöffnet und in das dazugehörige Glas eingeschenkt.
Nachschub ordern war nur auf Handzeichen möglich, ging dann aber flott. Die Bestellungen für das Essen wurden schweigend entgegengenommen und notiert.
Die beiden hatten ordentlich zu tun, denn im Laufe unseres Aufenthaltes füllte sich das Restaurant doch zusehends, da ist es nur verständlich, dass der Service ohne große Konversation mit dem Gast seinen Job zügig und professionell erledigen muss. Dass da erst beim Bezahlen nach der Zufriedenheit und ob es geschmeckt hat gefragt wird, ist da für uns nebensächlich, wird aber von mir der Vollständigkeit halber trotzdem erwähnt. Auch die etwas längere Wartezeit auf das Essen machte uns nichts aus.
Der Bezahlvorgang ging nach unserem diesbezüglichen Handzeichen flott und korrekt über die Bühne. Es gab einen ordentlichen Bon und die beiden preiswertesten Gerichte tauchten auf der Rechnung nicht auf.
3 GG-Sterne empfinde ich als okay bewertet.
Das Essen
Die mehrseitige Speisekarte ist übersichtlich gegliedert. Angefangen mit den Vorspeisen, geht es weiter mit 3 Suppen und verschiedenen Salatvariationen. Dann kommen Pizza und Nudelgerichte sowie hausgemachte Pasta. Einige Fleischgerichte vom Schwein sowie sieben verschiedene Rumpsteak-Variationen von mit Kräuterbutter bis zur Barolosauce. Nicht zu vergessen drei verschiedenen Fischgerichte, einige Desserts. Eine eingelegtes DIN-A4-Blatt offerierte etliche Variationen von Pfifferlingsgerichten. Die Speisekarte ist auch auf der Website des Restaurants zu lesen. Allerdings lässt die Aktualität zu wünschen übrig. Sämtliche Speise waren am Sonntag, wie ich im Nachhinein beim Schreiben der Rezi entdeckte, zwischen einem und 1,50 € teurer als auf der Website zu lesen.
Für mich sollte es ein Rumpsteak mit Barolosauce für 19,- €. sein. Dazu wurden Bratkartoffeln, Gemüse sowie ein Salat angeboten. Es war eine gute Wahl von mir. Optisch schön auf einem großen Teller präsentiert, machte dieses Stück Fleisch aus Argentinien einen guten Eindruck. Und der bestätigte sich gleich nach dem Anschneiden. Das Messer glitt ohne große Anstrengung durch das butterzarte Stück Fleisch. Der gewünschte Gargrad medium war perfekt getroffen. Zusammen mit der Barolosauce, die auch einige Rosinen enthielt und einen leicht säuerlichen Geschmack verbreitete, war dies ein wahrer Genuss vom ersten bis zum letzten Bissen. Das Gemüse, Brokkoli, Blumenkohl, Karotten war gut bissfest und passte bestens dazu. Die Bratkartoffeln sahen etwas anders aus, wie sie gemeinhin kennt, hatten aber auch einen tollen Geschmack.
Mein mir gegenüber sitzendes Schätzchen hatte für ihr Gericht Tris di Pasta (3 verschiedene hausgemachte Pasta, stolze 14,50 €) auch nur Gutes zu berichten. Ich hoffe, dass sich ein jeder durch das Foto einen Reim drauf machen kann, dass dieses wunderbare Gericht jeden Cent wert war. Die einzelnen Komponenten zu benennen, geschweige denn zu beschreiben, überfordert mich gerade. Nur so viel, sie war begeistert, der Teller wurde leer geputzt.
Ihre Schwester entschied sich für das Cordon Bleu vom Schwein mit Pommes, Gemüse und Salat (10,50 €, wegen Schlemmerblock nicht auf der Rechnung). Auch hier gab es nichts zu meckern. Im Gegenteil: Sie sagte zu mir: Ich wollte, es würde überall so gut schmecken. Also auch hier äußerste Zufriedenheit.
Der Schwager neben mir entschied sich für die Penne al forno (auch so um die 10,- €, ebenfalls nicht auf der Rechnung). Superheiß und noch dampfend kamen die daher. Mit Champignons und Käse überbacken. Die Nudeln bissfest, der Käse würzig. Die Pilze allerdings nach Meinung des Schwagers aus der Dose, was aber seiner Zufriedenheit keinen Abbruch tat.
Ambiente
Da wir nur im Sommergarten saßen kann ich nur über diesen meinen Eindruck schildern. Und der war gut. Die Tische mit einer schweren Tischdecke belegt. Die Stühle aus Kunststoff in Rattan-Optik mit Armlehnen sehr bequem. Dieses Gefühl wurde noch durch ein Sitzkissen gefördert. Auf dem mit Terrassenplatten versehenen Boden sah auch alles ordentlich aus. Alles ebenerdig zu erreichen. Zu den Toiletten geht man noch durch einen überdachten Wintergarten, der mit Holzmöbeln ausgestattet ist.
Sauberkeit
Alles hat einen sauberen und gepflegten Eindruck hinterlassen. Auch die schon in die Jahre gekommenen Toiletten haben in einwandfreiem Zustand keinen Anlass, etwas zu bemängeln, gegeben
Fazit
Den Gast erwartet eine solide und schmackhafte italienische Küche. Das Preisniveau ist im Gegensatz zu unserer bayerischen Heimat (3 km Luftlinie) hier im hessischen etwas höher angesiedelt. Das sollte uns aber nicht abschrecken, dem Erstbesuch weitere folgen zu lassen.
Gesamteindruck:
4 = gerne wieder!
(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt, wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder)