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GastroGuide-User: DaueresserGK0712
DaueresserGK0712 hat Agadir in 68159 Mannheim bewertet.
vor 10 Jahren
"Schwedischer Marokkaner versteckt im Jungbusch !!"

Geschrieben am 05.03.2015 | Aktualisiert am 05.03.2015
Besucht am 04.03.2015
Agadir ist eine Hafenstadt am Atlantik im Süden Marokkos, etwa 500 km südlich von Casablanca. Über ein Portal bin ich auf das authentische Lokal in Mannheims Szene Viertel Nummer 1 aufmerksam geworden und eins vorne weg: wir wurden nicht enttäuscht, nein, wir waren überrascht von den angebotenen Speisen.

Umso mehr erstaunt, dass dieses Restaurant hier bei Gastroguide nicht bewertet bzw eingetragen war.

Die marokkanische Küche ist bekannt für ihre Vielfalt und ihre harmonischen Kombinationen, die sich aus berberischen, andalusischen, afrikanischen, jüdischen und osmanischen Einflüssen zusammen setzen – den kulinarischen Spuren von Nomaden, Einwanderern und Eroberern. Bestimmte Zutaten und Zubereitungstechniken variieren in Marokko. Die traditionellen Gerichte sind aber im ganzen Land verbreitet. Besonders typisch für die marokkanische Küche ist die Tajine. Daher studierten wir vorab schon mal die Karte und siehe da, fast nur Tajine Gerichte. Die Speisekarte ist übrigens auf der Homepage zu sehen.

Das Agadir ist etwas versteckt zu finden, gegenüber die bekannte Schokoladenfabrik am Hafen. Der Jungbusch ist übrigens entgegen der weitläufigen Meinung Mannheims Szene Viertel Nummer 1 und bis in die hintersten Ecken Deutschlands bekannt, nicht umsonst widmete das Erste, die ARD eine ganze Tatort Folge "auf offener Straße" Anfang der 70er Jahre eine komplette Episode, die fast komplett in Mannheim gedreht wurde. Aber jetzt zurück in Echtzeit ...

Wir betreten den Gastraum der komplett in schwarz-weiß gehalten ist. Im Hintergrund hören wir marokkanische Gitarren und Klimpermusik (den ganzen Abend) und studieren die Karte. Wir hören auf die Empfehlung und nehmen Vorspeise und Hauptgang. Als Vorpeise soll es die marokkanische Linsensuppe sein (2,80). Die war richtig lecker, und schmeckte marokkanisch gut. Die Suppe hatte einen Schuss Argan Öl abbekommen, auch bekannt unter dem Namen "das flüssige Gold Marokkos.

Uns fällt auf, dass die Suppentassen aus dem Ikea sind. Auch die Stühle und Tische sind vom regionalen Ikea (Sandhofen). Schweden trifft Marokko. Als Hauptgang wählen wir Tajine mit Lammfleisch. dazu gibt's Baguette (14,80). Meine Freundin liebt Kuskus, sie nimmt das Gericht Kalbfleisch mit Kuskus (12,50).
Die Tajine wird heiß und brutzelnd an den Tisch gebracht. Der Tajine-Topf mit seinem kegelförmigen Deckel wurde ursprünglich von den Berbern aus Lehmerde hergestellt. Mittlerweile gibt es Tajinen aus Hartkeramik, die sich auf allen Herdtypen und im Backofen verwenden lassen. Dieser wird vor unseren Augen geöffnet, so dass dem Gast die kompletten Gewürze und Duft einem sofort entgegen kommt. Bei mir war es ein Duft nach Pflaumen, Mandel und Lammfleisch. Das Fleisch war wunderbar zart und saftig. Suchtgefahr !! Ein Genuss mit jedem Biss. Auch das Kalbfleisch Gericht schmeckte sensationell gut. Angerichtet wie in einem Suppentopf, mit Rettich und Karotte, dazu gab es einen Suppenteller voll mit buttrigem Kuskus.

Mir hat das Essen so gut geschmeckt, dass ich mich noch für ein Dessert entschieden habe. Marokkanischer Crepe, mit Butter und Honig. Dieser war etwas dicker als der sonst bekannte aus Frankreich und hatte Löcher wie ein Schweizer Käse, was aber seinem tollen Geschmack nicht minderte.

Nach dem Bezahlen bekamen wir jeweils noch einen "Absacker" aufs Haus

Fazit:
Ein Marokkanisches Restaurant mit Suchtgefahr !! Wir kommen wieder !!
DETAILBEWERTUNG
Service
Sauberkeit
Essen
Ambiente
Preis/Leistung


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